Dezember 31st, 2018 |
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Musik
Wir starten mit Nancy Black ft. Samuel Mago und ihrem Romani-Sommerhit Milaj (Summer) ins neue Jahr – denn der nächste Sommer kommt bestimmt. (Hier geht’s zur frisch erschienenen CD, die wir allen ans Herz legen möchten.)
Ein schönes neues Jahr 2019 wünscht Ihnen Ihr Team von Roma-Service!
Latscho Nevo Bersch 2019 kivaninel tumenge o team Roma-Service!
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Dezember 29th, 2018 |
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Facts & Figures, Romani
Die Roma in Schweden wurden 1999 als eine von 5 „nationalen Minderheiten“ anerkannt, Romani ist seither als offizielle Minderheitensprache geschützt.
(Quelle/pdf)
Dezember 27th, 2018 |
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Film & Theater, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Ein Film von: Lisa Hagen, Alena Jabbering und Jonas Schreiijäg
Kamera: Lisa Hagen, Gunnar Krupp, Jan Littelmann
Schnitt: Jule Zeymer
Stell dir mal vor, du bist in Deutschland geboren, in Deutschland aufgewachsen und wirst mit 18 Jahren plötzlich in ein Land abgeschoben, in dem du noch niemals warst. Das ist Fahreta passiert, einem Roma-Mädchen aus Hamburg. Was macht sie in einem Land, in dem sie die Sprache nicht spricht und noch nicht einmal registriert ist? In Hamburg ging sie zur Friseur-Schule, jetzt droht ihr ein Leben in den Slums von Montenegro. „STRG_F“-Reporter Alena und Jonas haben Fahreta und ihre Familie getroffen und zeigen, was sonst kaum jemand sieht: Die Geschichte nach einer Abschiebung.
Mehr hier: www.alle-bleiben.info
(Text und Film: STRG_F)
Dezember 26th, 2018 |
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Facts & Figures, Romani
2007 veröffentlichte der „Schwedische Sprachen-Rat“ („Språkråde“) ein Schwedisch- und (Arli-)Romani-Wörterbuch mit 28.500 Einträgen.
(Quelle & Link zum Buch)
Dezember 24th, 2018 |
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Allgemeines
Boschitscha (Weihnachten)
Le Joseph von Eichendorffistar (1788–1857)
O foro taj o poschtitovtscha schutsche hi,
mirno ududano hi sako kher,
hore gondoha maschkar o gaslini dschav,
sa asaj rajkano ar ditschol.
Upro bokli kerde o dschuvla
feschtime khelipeskere koji,
eseri tschavore terdschon taj diken,
on asaj bastale hi.
Taj me mukav o fali pal mande,
dschi ari andi naphandli mesuja,
dschelno glistavipe, dschelno schudripe!
sar asaj dugo taj mirno o them!
Tscherhena utsche o kariki ciden,
andar le dschivipeskero korkoripe
upre uschtschal sar barikano dschilavipe –
jaj tu manuschali cajt!
—–
(Übersetzung|prik bescharipe: Josef Schmidt)
Dezember 20th, 2018 |
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Film & Theater, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Nach dem Willen der Bundesregierung sollten Ausreisepflichtige Deutschland verlassen. Und zwar am besten: »Möglichst freiwillig«. Ein Film über Freundschaft, Schule, Hoffnung, Abschiebung, Migration, Roma, Rassismus, Deutschland, Mazedonien.
45 Min. / Dokumentarfilm / D 2018
OF Deutsch (Englisch u. Romanes mit deutschen Untertiteln)
Vor dem Hintergrundthema der Ausgrenzung von Roma erzählt die Fotojournalistin Allegra Schneider mit einem wechselndem Team von einer Familie, die die Bundesrepublik freiwillig verlassen musste. Im Zentrum des Films steht die generationenüberschattende Erfahrung des Gehen-Müssens und der Trennungen. Der Film zeigt eine Klasse mit ihrer Lehrerin, die das nicht akzeptieren und dem ehemaligen (Mit-)Schüler nachreisen.
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Dezember 19th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Politik
Bund-Länder-Vereinbarung zum dauerhaften Erhalt der Grabstätten NS-verfolgter Sinti und Roma unterzeichnet. Romani Rose: „Ein historischer Tag für die Minderheit.“
Am Freitag wurde im Rahmen eines feierlichen Staatsaktes im Bundesrat anlässlich des jährlichen Gedenkens an den NS-Völkermord an den Sinti und Roma die „Bund-Länder-Vereinbarung betreffend den Erhalt der Gräber der unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgten Sinti und Roma“ durch Bundesministerin Dr. Giffey für die Bundesregierung unterzeichnet. Zuvor hatten am 5. Dezember 2018 die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder während der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin die Vereinbarung gezeichnet. Mit dieser Vereinbarung wurde der am 8. Dezember 2016 durch die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder verabschiedete Beschluss zum dauerhaften Erhalt der Grabstätten jetzt in eine bundeseinheitliche Regelung umgesetzt, die mit der heutigen Unterzeichnung in Kraft tritt.
An der feierlichen Unterzeichnung der Bund-Länder-Vereinbarung nahmen neben Bundesratspräsident Daniel Günther, Bundesministerin Dr. Giffey und dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder, Vertreter der beiden großen Kirchen und des Städtetags, die Vorstände des Zentralrats und seiner Landesverbände sowie Überlebende des Holocaust teil.
„Nach den langen Verhandlungen des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma mit Bund, Ländern und Kommunen ist der heutige Tag für den Zentralrat und für die gesamte Minderheit ein historisches Datum. Mit dieser Vereinbarung werden die Grabstätten von Überlebenden des NS-Völkermords in den Kommunen und in den Städten als Familiengedächtnisstätten und als öffentliche Lernorte für die nachkommenden Generationen dauerhaft erhalten. Read the rest of this entry »
Dezember 18th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Matinee im Parlament anlässlich 25 Jahre Anerkennung der Roma als Volksgruppe
NR-Präsident Sobotka und BR-Präsidentin Posch-Gruska unterstreichen Vielfalt und Verantwortung
Unter dem Motto „Vielfalt und Verantwortung“ fand am Sonntag im Plenarsaal des Parlaments eine Matinee aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der Anerkennung der Roma als Volksgruppe statt. Die Roma und Sinti wurden am 16. Dezember 1993 als „Volksgruppe der Roma“ anerkannt. Bundesratspräsidentin Inge Posch-Gruska eröffnete die Matinee. Der Wissenschaftliche Leiter des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands Gerhard Baumgartner hielt den Festvortrag, in dem er durch die jüngere Geschichte der Volksgruppe führte. Barbara Glück, Direktorin des Mauthausen Memorials, führte ein Gespräch mit Manuela Horvath (33), Angehörige der Volksgruppe der Roma und Gemeinderätin in Oberwart, und dem Roma-Schriftsteller Stefan Horvath (69), in dem die persönlichen Erfahrungen, aber auch das sich geänderte Bewusstsein zur Sprache kamen. Nach Ansprachen von Emmerich Gärtner-Horvath, dem Vorsitzenden des Volksgruppenbeirats der Roma, und Christian Klippl, Obmann des Kulturvereins österreichischer Roma, sprach Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka die Schlussworte.
Sobotka: Vorurteile sind nachhaltig nur durch eine emotionale Herangehensweise zu bekämpfen
„Vorurteile sind nachhaltig nur durch eine emotionale Herangehensweise zu bekämpfen, und dabei spielt die Kultur eine wesentliche Rolle“, betonte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka als Resümee der Matinee. Zur Integration gebe es keine Alternative, Integration heiße aber in keinem Fall Assimilation, stelle er mit Nachdruck fest.
Die heutige Festveranstaltung gelte jenen, die gelitten haben und ermordet wurden, jenen, die Konsequenzen gezogen haben, jenen, die sich engagiert und andere überzeugt haben, und jenen, die die Arbeit fortsetzen, unterstrich der Nationalratspräsident, der damit auch einen Auftrag an die Zukunft verbunden sieht. Read the rest of this entry »
Dezember 17th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Volksgruppenanerkennung der Roma vor 25 Jahren: ein Meilenstein österreichischer Rechtsgeschichte, Rudolf Sarközi als Motor der Anerkennung hervorgehoben, österreichische Roma-Politik beispielgebend
Bei der gestrigen Matinee aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der Anerkennung der Roma als Volksgruppe im Plenarsaal des Parlaments zog der wissenschaftliche Leiter des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands, Gerhard Baumgartner, in seinem Festvortrag Bilanz über die jüngere Geschichte der Volksgruppe. Nach einer Einleitung durch Bundesratspräsidentin Inge Posch-Gruska und Ansprachen von Emmerich Gärtner-Horvath, dem Vorsitzenden des Volksgruppenbeirats der Roma, und von Christian Klippl, Obmann des Kulturvereins österreichischer Roma, hielt Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka die Schlussworte.
Die österreichischen Roma- und Sinti-Gruppen wurden am 16. Dezember 1993 durch einstimmigen Beschluss im Hauptausschuss des Nationalrates anerkannt. Die Bezeichnung „Volksgruppe der Roma“ gilt als Oberbegriff für die verschiedenen in Österreich lebenden autochthonen Untergruppen. Gerhard Baumgartner erinnerte daran, dass am 16. Dezember 2018 nicht nur der 25. Jahrestag der Anerkennung der Volksgruppe der Roma als sechste österreichische Minderheit gefeiert werde, sondern am 10. Dezember der 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte begangen worden ist.
Endpunkt einer mehrere hundert Jahre dauernden Verfolgungsgeschichte
Baumgartner bezeichnete die Anerkennung der Roma als „Meilenstein in der österreichischen Rechtsgeschichte“, als Endpunkt einer mehrere hundert Jahre dauernden Verfolgungsgeschichte, als Höhepunkt österreichischer Minderheitenpolitik und als Beginn einer „europäischen Erfolgsgeschichte österreichischer Roma-Politik“. Bis dahin hatten Verfassungsjuristen den Roma und Sinti die Anerkennung als Volksgruppe verweigert, weil es ihnen an einer „dauerhaften Bindung an ein Territorium der Republik Österreich mangle“ und weil sie „keinerlei Selbstorganisation“ besäßen. Das Blatt wendete sich, als Siedlungsurkunden der burgenländischen Roma aus dem Jahr 1674 beigebracht wurden und als am 15. Juli 1989 der „Verein Roma“ in Oberwart gegründet wurde. Read the rest of this entry »
Dezember 16th, 2018 |
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Facts & Figures
Heute vor 25 Jahren, am 16.12.1993, beschloss der Hauptausschuss des Nationalrates einstimmig die Anerkennung der Roma als 6. österr. Volksgruppe.
(Quelle: S. 21)
Dezember 15th, 2018 |
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Einrichtungen
BFI Burgenland startet Roma-Projekt für die burgenländisch-ungarische Grenzregion
Ziel des Projektes ist die Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von Roma- und Sinti-KMU durch Stärkung ihrer Management- und unternehmerischen Kompetenzen. Es wird derzeit eine Erhebung durch persönliche Befragung zur unternehmerischen Situation von Roma- und Sinti-Unternehmen in der burgenländisch-ungarischen Grenzregion durchgeführt, um vorherrschende Charakteristika und Bedürfnisse punktgenau aufzugreifen. Die Unternehmen werden anschließend im Rahmen von Einzelberatungen sowie bei Bedarf durch Mentoring von geschulten Beraterinnen und Beratern unterstützt. Daneben werden Gruppencoachings zur Entwicklung besonders wettbewerbswirksamer Kompetenzen und Strategien angeboten.
„Treffen am Runden Tisch und Exkursionen zum Kennenlernen von Best-Practice-Beispielen fördern die Intensivierung des Erfahrungsaustausches und die Vernetzung“, ist BFI-Projektmanager Christoph Greiner überzeugt. Es wird zudem eine innovative, internetbasierte und mit mobilen Anwendungen ausgestattete Unternehmensplattform aufgebaut, wo Roma-Unternehmer/innen die Möglichkeit haben, ihre Unternehmen zu präsentieren und nützliche Informationen zu platzieren.
Interessierte Personen können sich ab sofort zur Teilnahme anmelden.
Kontakt:
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Dezember 14th, 2018 |
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dROMa (Magazin)
Winter|Dschend 2018
Nachbarn | Nochbertscha
>>Download (PDF) | Inhalt
Diesmal wagen wir einen Blick nach nebenan. Unter dem Heftmotto „Nachbarn“ haben wir Berichte über Roma in den Nachbarländern versammelt – nur Liechtenstein haben wir übersprungen. Den Anfang macht Ungarn: In Szombathely hat Clemens Prinz den ungarischen Autor Tamás Jónás besucht. Die in einer slowenischen Roma-Siedlung aufgewachsene Prekmurje-Romni Tina Friedreich erzählt vom Erfolgsgeheimnis ihres Dorfes: Die Roma von Vanča vas-Borejci haben es verstanden, die Chancen, die ihnen die Grenznähe bot, zu nützen. Roman Urbaner befasst sich mit der in Italien angekündigten „Roma-Zählung“ und verweist auf vergleichbare ethnische Register, die es auch in anderen Ländern gab und gibt. Und Christiane Fennesz-Juhasz würdigt die im September verstorbene große tschechische Pionierin der Romistik, Museumsbegründerin und Fotografin Eva Davidová. Abschließend werfen wir noch einige Schlaglichter über die Grenze: auf einen Buchklub von Roma-Jugendlichen in der Slowakei; auf das in Berlin angesiedelte „RomArchive“, das nun endlich Wirklichkeit wird; und auf das Schweizer Volksgruppengesetz, das die Roma außen vor lässt.
Ande ada ardipe jek dikipe pedar o granici keras. Telal o heftlinakero moto „nochbertscha“ pisiniptscha pedar o Roma ando nochberiskere vilagi khetan kedijam – tschak pedar Lichtenschtajn prik urtschartscham. O kesdipe kerel o Ungriko: O Clemens Prinz le ungrike pisimaschi Tamás Jónás ande Szombathely kher rodija. I ande jek slovenitiko Romengerisidlung upre bartschimi Prekmurje-Romni Tina Friedreich pedar o jerinipeskero koja lakere gavestar phukal: O Roma andar Vanča vas-Borejci dschande, o schajipe, savo lenge o granicakero paschipe dija, te nucinel. O Roman Urbaner le „Romengere-genipeha“, savo andi Italija ar vakerdo ulo, donde pe bescharel taj upre glajchi etnischi registertscha sikal, save te ande avre vilagi dija taj del. Taj i Christiane Fennesz-Juhasz la ando septemberi muli, bari tschechitiki pijonirkija la romistikatar, museumakeri keraschkija taj kiposaschkija Eva Davidová, patijarel. Read the rest of this entry »
Dezember 13th, 2018 |
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Dokumente & Berichte, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Massive Verbreitung von Antiziganismus im Internet: Hass gegen Sinti und Roma im Netz besser erkennen, systematisch erfassen und effektiv bekämpfen
Report: Antiziganismus online
Dezember 2018 (→Download/pdf)
Antiziganistischer Hass gehört in fast allen Online-Formaten und auf vielen Webseiten zum Alltag. Gegenrede hingegen findet nur selten statt. Insbesondere rechtsextreme Gruppen und Akteure sind erfolgreich darin, Antiziganismus im Netz zu propagieren, Hass zu schüren und Angehörige der Sinti-und-Roma-Minderheit zu diffamieren. Dies zeigt ein aktueller Recherchebericht von Jugendschutz.net, dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti.
Im Rahmen eines Pilotprojektes waren dabei tausende antiziganistische Hassinhalte im Internet untersucht sowie eine Vielzahl an diskriminierenden Stereotypen identifiziert worden. Mehr als 400 jugendschutzrechtliche und oft auch strafrechtlich relevante Verstöße wurden hierbei dokumentiert. Auffällig war zudem eine Steigerungsdynamik in Kommentarbereichen: Antiziganistische Aussagen verstärken sich dabei wechselseitig bis hin zu menschenverachtenden Darstellungen und konkreten Gewaltaufrufen.
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Dezember 12th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht
Holocaust-Leugnung: Tschechische Polizei ermittelt gegen SPD-Abgeordneten Rozner
Vor mehreren Monaten hatte der tschechische Parlamentarier Miroslav Rozner (41) mit negationistischen Aussagen über den Roma-Holocaust für Schlagzeilen gesorgt. So hatte der Abgeordnete der rechtsextremen Partei „Svoboda a přímá demokracie“ (SPD, deutsch: „Freiheit und direkte Demokratie“) bei einer Veranstaltung im Dezember 2017 unter anderem das südböhmische Roma-KZ Lety als „nicht existentes Pseudo-KZ“ bezeichnet und das Leid und die Verbrechen an der dort internierten Roma-Bevölkerung bagatellisiert (wir berichteten). Es waren daraufhin mehrere Strafanzeigen gegen den Politiker erstattet worden. Nun erging ein formelles Ansuchen an das Abgeordnetenhaus, die parlamentarische Immunität des SPD-Abgeordneten aufzuheben. Rozner selbst ist Mitglied des Immunitätsausschusses der Abgeordnetenkammer.
Hintergrund der geschichtsrevisionistischen Provokationen Rozners war die Entscheidung der Prager Regierung, eine Gedenkstätte im ehemaligen nationalsozialistischen „Zigeunerlager“ Lety zu errichten. Ähnliche falsche Aussagen tätigte auch der SPD-Gründer und -Vorsitzende Tomio Okamura, als er entgegen den historischen Fakten behauptete, dass das Lager in Lety nicht mit Stacheldraht umgeben gewesen wäre. Die Insassen hätten sich dort sogar frei bewegen können. In Wirklichkeit kamen in dem Zwangslager Hunderte Roma ums Leben, Hunderte Häftlinge wurden von dort weiter nach Auschwitz-Birkenau deportiert.
Die erst 2015 neu gegründete Partei hatte bei ihrem ersten Antreten bei nationalen Wahlen auf Anhieb 10,64 Prozent (22 Mandate) erzielt. Read the rest of this entry »
Dezember 11th, 2018 |
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Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)
Poesijakero-atlas – Moderni poesijakeri kunst le Romendar
Buteder sar 250 poesiji le 100 pisimaschkijendar taj pisimaschendar, tel lendar te poar lirischi hangi andar i Austrija, o ardijaschtscha Wilfried Ihrig taj Ulrich Janetzki use ada „moderni poesijakero-atlas le Romendar taj Sintijen-dar“ khetan ledschine.
O khetan kedipe „Die Morgendämmerung der Worte“ o resultato jeke but berschengere rodipestar ando antikvarijartscha taj biblijotektscha la Europatar hi, o resultato jeke literaturakere visenschoftlichi forschinipestar uso kveltscha: Poesija le Romendar taj Sintijendar, le Lovarjendar, le Kalderaschendar, le Gitanojendar, le Gypsiejendar, le Travellerendar taj le Jenischijendar. Schoha angloda na ulo asaj mindenfelitiko, adala but sentelima pradima literaturatar, savi phare te lakel hi, asaj bulho sikado.
O khetan kedipe na len tschak o lirischi ajgeni koji upre, save ande Romani pisim hi, ham te o poesiji, save andar valami bisch tschibtscha andi nimtschki tschib prik bescharde ule, but lendar o erschtivar. Ardijaschi Wilfried Ihrig: „Phendo ol, i literatura themeskeri literatura hi, te oj vidschik gendi uli. I Romengeri-literatura themeskeri literatura hi, mint oj vidschik pisim ol, ande but vilagi, bojd ando cile vilagi le themestar.“
Taj sar pe jeke atlasiske kerinel, o cile pisimaschkiji taj pisimaschtscha – andar o Rusto pedar i Rumenija dschi andi Argentinija – schukar pal o vilagi sortirim. Upro bare anava peres, o barikane dschene la Romengera-poesijatar sar Papusza, Mattéo Maximoff vaj Alexander Germano; ham te upre but fatretertscha jeka neva generacijatar, save pumaro literarischi than meg iste soralisarinen. Taj tel lendar o ardijaschtscha muguli jek tekst le Charlie Chaplinistar keverinde, savo – sar le ov ande pri autobijografija phenel – upral i dajakeri rik andar jek englitiki „Gipsy“-familija tel schtaminel. Read the rest of this entry »
Dezember 10th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Heute vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1948, verabschiedeten die Vereinten Nationen die Resolution 217 A (III): die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (hier).

Dezember 10th, 2018 |
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Film & Theater, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Radio Dreyeckland, 3.12.2018, 5:13 Min.
→Anhören (mp3)
AKE DIKHEA? – schaust du? So nennt sich das Roma-Filmfestival, das ab Donnerstag in Berlin stattfand. Zum zweiten Mal wurden dort an vier Festivaltagen insgesamt 25 Spiel- und Dokumentarfilme gezeigt. Alle, so der Anspruch des Festivals, sollen die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Identitäten von Sinti und Roma in ihrer Bandbreite zeigen. Gerade im Film bleiben nämlich Angehörige der größten europäischen Minderheit oft als Stereotyp im Gedächtnis. Als Boxer, Musiker/innen, Bettler/innen zum Beispiel. Zuletzt wurde darüber im Zusammenhang mit dem Kinderfilm „Nellys Abenteuer“ diskutiert, der unter anderem vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma scharf kritisiert wurde (wir berichteten: hier und hier). Im Zentrum der Filmauswahl für das Festival stand deshalb die Frage: Welche Geschichten erzählen Sinti und Roma über sich selbst?
Radio Dreyeckland mit dem künstlerischen Leiter von AKE DIKHEA?, Hamze Bytyçi, gesprochen.
(www.freie-radios.net)
Siehe auch:
„Halbe Katoffl“: Hamze Bytyçi, 1.12.2018
Festival „Ake dikhea?“ sucht Filme, 5.10.2018
„Antiziganismus und Film“, 10.1.2018
Zentralrat erneuert Kritik an Kinderfilm, 27.10.2017
Roma-Fimfestival „Ake dikhea?“, 16.10.2017
Rassismus im Kinderkanal, 24.9.2017
Dezember 8th, 2018 |
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Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Der Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg konkretisiert die Regeln für Hyperlinks. Anlassfall war ein Urteil der ungarischen Justiz, das die Berichterstattung über Rassismus gegen Roma beanstandet hatte.
Auf heise.de berichtet Martin Holland über ein neues Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, das einmal mehr klarstellt, dass Verlinkungen in Onlinemedien rechtlich zulässig sind, wenn dadurch die journalistische Sorgfaltspflicht nicht – etwa durch unbegründete Affirmation der dortigen Inhalte – verletzt wurde. Im Sinne der Informationsfreiheit sind Journalisten also nur eingeschränkt für von ihnen gesetzte Hyperlinks haftbar.
Mit der Entscheidung wurden mehrere ungarische Urteile korrigiert, weil dort das Recht auf Meinungsfreiheit nicht angemessen gewürdigt worden sei. Hintergrund des Rechtsstreits war ein Vorfall im September 2013, als eine Gruppe von Fußballfans vor einer Schule, die hauptsächlich von Roma besucht wird, rassistisch grölte. In einem Artikel auf 444.hu zu den Geschehnissen war danach auch ein Link zu einem Youtube-Video enthalten, das ein Interview mit einem Vertreter der örtlichen Roma zeigte. Der hatte darin erklärt, dass die Täter Mitglieder der rechtsextremen Jobbik-Partei gewesen seien. Read the rest of this entry »
Dezember 8th, 2018 |
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Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)
Poesie-Atlas – Moderne Dichtkunst der Roma
Mehr als 250 Gedichte von 100 Autorinnen und Autoren, unter ihnen auch einige lyrische Stimmen aus Österreich, haben die Herausgeber Wilfried Ihrig und Ulrich Janetzki zu diesem „modernen Poesie-Atlas der Roma und Sinti“ zusammengetragen.
Die Anthologie „Die Morgendämmerung der Worte“ ist der Ertrag einer jahrelangen Suche in den Antiquariaten und Bibliotheken Europas, das Ergebnis einer literaturwissenschaftlichen Forschung an den Quellen: Poesie der Roma und Sinti, Lovara, Kalderasch, Gitanos, Gypsies, Travellers oder Jenischen. Nie zuvor wurde die Vielfalt dieser weit verstreut veröffentlichten und nur schwer zu fassenden Literatur so umfassend dargestellt.
Die Anthologie nimmt nicht nur jene lyrischen Selbstzeugnisse auf, die in Romani verfasst worden sind, sondern auch Gedichte, die aus etwa zwanzig Sprachen ins Deutsche übertragen wurden, viele davon zum ersten Mal. Mitherausgeber Wilfried Ihrig: „Man sagt, Literatur ist Weltliteratur, wenn sie überall gelesen wird. Die Roma-Literatur ist Weltliteratur, weil sie überall geschrieben wird, in vielen Ländern, fast allen Ländern der Erde.“
Und wie es sich für einen Atlas gehört, sind die Autorinnen und Autoren – von Russland über Rumänien bis Argentinien – fein säuberlich nach Ländern gruppiert. Man stößt auf die großen Namen, die Bahnbrecher der Roma-Dichtung wie Papusza, Mattéo Maximoff oder Alexander Germano; vor allem aber auch auf zahlreiche Vertreter einer neuen Generation, die ihren literarischen Rang erst noch behaupten müssen. Und mitten unter sie mischten die Herausgeber sogar einen Text Charlie Chaplins, der – wie er selbst in seiner Autobiografie berichtet – mütterlicherseits von einer englischen „Gipsy“-Familie abstammt. Read the rest of this entry »
Dezember 7th, 2018 |
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Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Kritik an Ausreiseaufforderungen für mittellose EU-Bürger: Laut Sozialeinrichtungen werden Roma und osteuropäische Bettler in Wien verstärkt von Fremdenpolizei überprüft
Der Standard, 7.12.2018: Die Berichte kommen, unabhängig voneinander, aus verschiedenen Sozialeinrichtungen (…). Im Auftrag des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA) überprüfe die Polizei in Wien Menschen aus osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten, die dem Anschein nach mittellos sind, zunehmend engmaschig – und fordere sie zur Ausreise auf – heißt es bei der NGO Bettellobby und der Straßenzeitung Augustin. Auch bei Obdach Wien, einer Tochtergesellschaft des Fonds Soziales Wien (FSW), die in der Bundeshauptstadt 24 Sozialeinrichtungen betreibt, bestätigt ein Sprecher „diese Wahrnehmung“.
„Das geht zum Beispiel so: Eine Polizeistreife hält einen Augustin-Straßenverkäufer an, fordert ihn auf, sich auszuweisen, und überprüft die Person. Liegt gegen diese eine rechtskräftige Ausweisung vor, drückt sie ihr eine Information über die ‘Verpflichtung zur Ausreise‘ in die Hand”“, schildert Bernhard Wernitznig, Sozial- und Vertriebsmitarbeiter beim Augustin. Vielfach seien Roma aus der Slowakei, Ungarn, Bulgarien oder Rumänien (…) von diesen Amtshandlungen betroffen. (…) Read the rest of this entry »