Archive for Dezember, 2018

♫ Latscho Nevo Bersch 2019

Dezember 31st, 2018  |  Published in Musik

Wir starten mit Nancy Black ft. Samuel Mago und ihrem Romani-Som­mer­hit Milaj (Summer) ins neue Jahr – denn der nächs­te Sommer kommt be­stimmt. (Hier geht’s zur frisch er­schie­ne­nen CD, die wir allen ans Herz le­gen möch­ten.)

Ein schönes neues Jahr 2019 wünscht Ihnen Ihr Team von Roma-Service!

Latscho Nevo Bersch 2019 kivaninel tumenge o team Roma-Service!

Fact & Figures (209)

Dezember 29th, 2018  |  Published in Facts & Figures, Romani

Die Roma in Schwe­den wur­den 1999 als eine von 5 „na­tio­na­len Min­der­hei­ten“ an­er­kannt, Ro­ma­ni ist seit­her als of­fi­zi­el­le Min­der­hei­ten­spra­che ge­schützt.

(Quelle/pdf)

Von Hamburg in die Roma-Slums

Dezember 27th, 2018  |  Published in Film & Theater, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Ein Film von: Lisa Hagen, Alena Jabbering und Jonas Schreiijäg
Kamera: Lisa Hagen, Gunnar Krupp, Jan Littelmann
Schnitt: Jule Zeymer

Stell dir mal vor, du bist in Deutschland ge­bo­ren, in Deutsch­land auf­ge­wachsen und wirst mit 18 Jah­ren plötz­lich in ein Land ab­gescho­ben, in dem du noch nie­mals warst. Das ist Fahreta pas­siert, einem Roma-Mäd­chen aus Hamburg. Was macht sie in einem Land, in dem sie die Sprache nicht spricht und noch nicht ein­mal re­gist­riert ist? In Ham­burg ging sie zur Fri­seur-Schule, jetzt droht ihr ein Leben in den Slums von Montenegro. „STRG_F“-Re­por­ter Alena und Jonas haben Fahreta und ihre Familie ge­trof­fen und zeigen, was sonst kaum je­mand sieht: Die Ge­schich­te nach einer Abschiebung.

Mehr hier: www.alle-bleiben.info

(Text und Film: STRG_F)

Facts & Figures (208)

Dezember 26th, 2018  |  Published in Facts & Figures, Romani

2007 veröffentlich­te der „Schwe­di­sche Spra­chen-Rat“ („Språk­rå­de“) ein Schwe­disch- und (Arli-)Ro­­ma­ni-Wör­ter­buch mit 28.500 Ein­trä­gen.

(Quelle & Link zum Buch)

Boschitscha (Weihnachten)

Dezember 24th, 2018  |  Published in Allgemeines

Boschitscha (Weihnachten)

Le Joseph von Eichendorffistar (1788–1857)

O foro taj o poschtitovtscha schutsche hi,
mirno ududano hi sako kher,
hore gondoha maschkar o gaslini dschav,
sa asaj rajkano ar ditschol.

Upro bokli kerde o dschuvla
feschtime khelipeskere koji,
eseri tschavore terdschon taj diken,
on asaj bastale hi.

Taj me mukav o fali pal mande,
dschi ari andi naphandli mesuja,
dschelno glistavipe, dschelno schudripe!
sar asaj dugo taj mirno o them!

Tscherhena utsche o kariki ciden,
andar le dschivipeskero korkoripe
upre uschtschal sar barikano dschilavipe –
jaj tu manuschali cajt!

—–

(Übersetzung|prik bescharipe: Josef Schmidt)

„Möglichst freiwillig“ (Trailer)

Dezember 20th, 2018  |  Published in Film & Theater, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Nach dem Willen der Bundesregierung sollten Ausreise­pflich­ti­ge Deutsch­land ver­las­sen. Und zwar am besten: »Mög­lichst frei­willig«. Ein Film über Freund­schaft, Schule, Hoffnung, Ab­schie­bung, Migra­tion, Roma, Rassis­mus, Deutschland, Mazedonien.

45 Min. / Dokumentarfilm / D 2018
OF Deutsch (Englisch u. Romanes mit deut­schen Un­ter­titeln)

Vor dem Hintergrundthema der Ausgrenzung von Roma erzählt die Foto­journalistin Allegra Schneider mit einem wech­seln­dem Team von einer Familie, die die Bundes­republik frei­willig ver­lassen muss­te. Im Zentrum des Films steht die gene­ra­tionen­über­schat­tende Erfah­rung des Gehen-Müs­sens und der Tren­nun­gen. Der Film zeigt eine Klasse mit ihrer Leh­rerin, die das nicht ak­zep­tieren und dem ehe­mali­gen (Mit-)Schüler nach­reisen.

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Roma-Genozid: Deutschland sichert Gräber

Dezember 19th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Deutschland: Delgation des Zentralrates mit Ministerin Giffey im Bundesrat, 14.12.2018 (Foto: Bund-Länder-Vereinbarung zum dauer­haf­ten Erhalt der Grab­stät­ten NS-ver­folg­ter Sinti und Roma unter­zeich­net. Romani Rose: „Ein his­to­ri­scher Tag für die Min­der­heit.“

Am Freitag wurde im Rahmen eines feierli­chen Staats­aktes im Bundesrat an­läss­lich des jähr­li­chen Gedenkens an den NS-Völker­mord an den Sinti und Roma die „Bund-Länder-Ver­ein­ba­rung be­tref­fend den Erhalt der Gräber der unter der natio­nal­sozia­lis­ti­schen Gewalt­herr­schaft ver­folg­ten Sinti und Roma“ durch Bundes­minis­te­rin Dr. Giffey für die Bundes­regierung unter­zeich­net. Zuvor hatten am 5. De­zem­ber 2018 die Minister­prä­siden­tin­nen und Minis­ter­prä­si­den­ten der Länder wäh­rend der Minis­ter­präsi­den­ten­kon­fe­renz in Berlin die Ver­einba­rung ge­zeichnet. Mit dieser Ver­ein­barung wurde der am 8. De­zem­­ber 2016 durch die Bundes­kanz­lerin und die Regie­rungs­chefin­nen und -chefs der Länder ver­ab­schie­dete Be­schluss zum dauer­haf­ten Erhalt der Grab­stätten jetzt in eine bundes­ein­heit­liche Re­gelung um­ge­setzt, die mit der heu­ti­gen Unter­zeich­nung in Kraft tritt.

An der feierlichen Unterzeichnung der Bund-Länder-Ver­einbarung nah­men ne­ben Bundes­rats­prä­si­dent Daniel Günther, Bun­desministerin Dr. Giffey und dem Vor­sitzen­den des Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, die Mi­nis­ter­prä­siden­tin­nen und Minister­präsi­denten der Länder, Ver­treter der beiden großen Kirchen und des Städtetags, die Vor­stände des Zentral­rats und seiner Landes­ver­bände sowie Über­le­bende des Holocaust teil.

„Nach den langen Verhandlungen des Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma mit Bund, Ländern und Kom­mu­nen ist der heu­tige Tag für den Zentralrat und für die ge­sam­te Minder­heit ein histo­ri­sches Datum. Mit dieser Ver­einba­rung werden die Grabstätten von Über­le­ben­den des NS-Völker­mords in den Kom­munen und in den Städten als Fami­lien­gedächtnis­stätten und als öf­fent­liche Lern­orte für die nach­kom­men­den Genera­tionen dauer­haft er­halten. Read the rest of this entry »

Jubiläumsmatinee im Parlament

Dezember 18th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Manuela Horvath und Stefan Horvath mit Barbara Glück (Mitte) (Foto: Parlamentsdirektion)Matinee im Parlament anlässlich 25 Jahre An­er­ken­nung der Roma als Volks­gruppe

NR-Präsident Sobotka und BR-Präsi­den­tin Posch-Gruska unter­strei­chen Viel­falt und Ver­ant­wor­tung

Unter dem Motto „Vielfalt und Verantwortung“ fand am Sonn­tag im Plenar­saal des Par­la­ments eine Matinee aus An­lass des 25-jäh­ri­gen Jubi­läums der An­erken­nung der Roma als Volksgruppe statt. Die Roma und Sinti wur­den am 16. De­zem­ber 1993 als „Volks­gruppe der Roma“ an­erkannt. Bundes­rats­präsi­dentin Inge Posch-Gruska er­öff­nete die Matinee. Der Wis­sen­schaft­liche Leiter des Doku­men­tations­archivs des Öster­reichi­schen Wider­stands Gerhard Baumgartner hielt den Fest­vortrag, in dem er durch die jün­ge­re Geschichte der Volks­grup­pe führ­te. Barbara Glück, Direk­torin des Maut­hausen Memorials, führ­te ein Ge­spräch mit Manuela Horvath (33), An­ge­hö­rige der Volks­gruppe der Roma und Ge­meinde­rätin in Oberwart, und dem Roma-Schrift­stel­ler Stefan Horvath (69), in dem die per­sön­li­chen Er­fah­run­gen, aber auch das sich ge­änderte Bewusst­sein zur Sprache kamen. Nach An­sprachen von Emme­rich Gärtner-Horvath, dem Vor­sitzenden des Volks­gruppen­beirats der Roma, und Christian Klippl, Ob­mann des Kultur­vereins öster­reichi­scher Roma, sprach National­rats­präsi­dent Wolfgang Sobotka die Schluss­worte.

Sobotka: Vorurteile sind nachhaltig nur durch eine emotio­nale Heran­gehens­weise zu be­kämpfen

„Vorurteile sind nachhaltig nur durch eine emotio­na­le Heran­gehens­weise zu be­kämp­fen, und dabei spielt die Kultur eine wesent­liche Rolle“, be­ton­te National­rats­präsi­dent Wolfgang Sobotka als Re­sümee der Ma­tinee. Zur Integra­tion gebe es keine Al­ter­na­ti­ve, Integration heiße aber in kei­nem Fall Assi­mila­tion, stelle er mit Nach­druck fest.

Die heutige Festveranstaltung gelte jenen, die gelit­ten haben und ermordet wur­den, jenen, die Kon­se­quen­zen ge­zogen haben, jenen, die sich enga­giert und andere über­zeugt haben, und jenen, die die Arbeit fort­setzen, unter­strich der National­rats­präsident, der damit auch einen Auftrag an die Zukunft ver­bun­den sieht. Read the rest of this entry »

„Bei­spiel­gebend in Europa“

Dezember 17th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Emmerich Gärtner-Horvath (Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen)Volksgruppenanerkennung der Roma vor 25 Jah­ren: ein Meilenstein österreichischer Rechtsgeschichte, Rudolf Sarközi als Mo­tor der An­er­ken­nung hervor­ge­ho­ben, öster­rei­chi­sche Roma-Po­li­tik bei­spiel­ge­bend

Bei der gestrigen Matinee aus Anlass des 25-jäh­ri­gen Jubi­läums der An­erken­nung der Roma als Volks­gruppe im Plenar­saal des Parlaments zog der wis­sen­schaft­li­che Leiter des Doku­men­ta­tions­archivs des Öster­reichischen Wider­stands, Gerhard Baumgartner, in sei­nem Fest­vortrag Bilanz über die jün­gere Ge­schich­te der Volksgruppe. Nach einer Ein­leitung durch Bundes­rats­prä­si­den­tin Inge Posch-Gruska und An­spra­chen von Em­merich Gärt­ner-Hor­vath, dem Vor­sitzenden des Volks­gruppen­beirats der Roma, und von Christian Klippl, Ob­mann des Kultur­vereins öster­rei­chi­scher Roma, hielt National­rats­prä­si­dent Wolfgang Sobotka die Schluss­worte.

Die österreichischen Roma- und Sinti-Gruppen wur­den am 16. De­zem­ber 1993 durch ein­stim­migen Beschluss im Haupt­aus­schuss des National­rates an­er­kannt. Die Be­zeich­nung „Volksgruppe der Roma“ gilt als Ober­begriff für die ver­schie­denen in Österreich le­ben­den autochtho­nen Unter­grup­pen. Ger­hard Baum­gart­ner er­innerte daran, dass am 16. De­zem­ber 2018 nicht nur der 25. Jah­res­tag der An­erken­nung der Volks­gruppe der Roma als sechste öster­reichische Minder­heit ge­feiert werde, son­dern am 10. De­zem­ber der 70. Jahres­tag der All­gemei­nen Er­klä­rung der Men­schen­rechte be­gan­gen wor­den ist.

Endpunkt einer mehrere hundert Jahre dauern­den Ver­fol­gungs­geschichte

Baumgartner bezeichnete die Anerkennung der Roma als „Meilen­stein in der öster­reichi­schen Rechts­ge­schich­te“, als End­punkt einer meh­rere hun­dert Jahre dauern­den Ver­fol­gungs­geschichte, als Höhe­punkt öster­reichi­scher Minder­heiten­politik und als Be­ginn einer „euro­päi­schen Erfolgs­geschichte öster­rei­chi­scher Roma-Po­litik“. Bis dahin hat­ten Ver­fassungs­juristen den Roma und Sinti die Anerkennung als Volksgruppe ver­wei­gert, weil es ihnen an einer „dauer­haf­ten Bindung an ein Ter­ri­to­rium der Republik Österreich mang­le“ und weil sie „keiner­lei Selbst­organi­sa­tion“ be­säßen. Das Blatt wendete sich, als Siedlungs­urkunden der bur­gen­­ländi­­schen Roma aus dem Jahr 1674 bei­gebracht wur­den und als am 15. Juli 1989 der „Verein Roma“ in Oberwart ge­grün­det wurde. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (207)

Dezember 16th, 2018  |  Published in Facts & Figures

Heute vor 25 Jahren, am 16.12.1993, be­schloss der Haupt­aus­schuss des Na­tio­nal­ra­tes ein­stim­mig die An­er­ken­nung der Ro­ma als 6. ös­terr. Volks­grup­pe.

(Quelle: S. 21)

RomaBiz: Hilfe für Roma-Unternehmen

Dezember 15th, 2018  |  Published in Einrichtungen

Projekt Romabiz (Foto: BFI Burgenland)BFI Burgenland startet Roma-Projekt für die burgenländisch-ungarische Grenzregion

Ziel des Projektes ist die Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von Roma- und Sinti-KMU durch Stärkung ihrer Management- und unternehmerischen Kompetenzen. Es wird derzeit eine Erhebung durch persönliche Befragung zur unternehmerischen Situation von Roma- und Sinti-Unternehmen in der burgenländisch-ungarischen Grenzregion durchgeführt, um vorherrschende Charakteristika und Bedürfnisse punktgenau aufzugreifen. Die Unternehmen werden anschließend im Rahmen von Einzelberatungen sowie bei Bedarf durch Mentoring von geschulten Beraterinnen und Beratern unterstützt. Daneben werden Gruppencoachings zur Entwicklung besonders wettbewerbswirksamer Kompetenzen und Strategien angeboten.

„Treffen am Runden Tisch und Exkursionen zum Kennenlernen von Best-Practice-Beispielen fördern die Intensivierung des Erfahrungsaustausches und die Vernetzung“, ist BFI-Projektmanager Christoph Greiner überzeugt. Es wird zudem eine innovative, internetbasierte und mit mobilen Anwendungen ausgestattete Unternehmensplattform aufgebaut, wo Roma-Unternehmer/innen die Möglichkeit haben, ihre Unternehmen zu präsentieren und nützliche Informationen zu platzieren.

Interessierte Personen können sich ab sofort zur Teilnahme anmelden.

Kontakt:
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dROMa 54 (2018): „Nachbarn“

Dezember 14th, 2018  |  Published in dROMa (Magazin)

dROMa54: "Nachbarn" Winter|Dschend 2018
Nachbarn | Nochbertscha

>>Download (PDF) | Inhalt

Diesmal wagen wir einen Blick nach ne­ben­an. Un­ter dem Heft­motto „Nachbarn“ ha­ben wir Be­rich­te über Roma in den Nachbar­ländern ver­sam­melt – nur Liech­ten­stein haben wir über­sprun­gen. Den An­fang macht Ungarn: In Szombathely hat Clemens Prinz den un­ga­ri­schen Autor Tamás Jónás be­sucht. Die in einer slo­we­ni­schen Ro­ma-Siedlung auf­ge­wach­sene Prek­mur­je-Romni Tina Friedreich er­zählt vom Erfolgs­geheim­nis ihres Dorfes: Die Roma von Vanča vas-Borejci ha­ben es ver­stan­den, die Chan­cen, die ihnen die Grenz­nähe bot, zu nützen. Roman Urbaner be­fasst sich mit der in Italien an­ge­kün­dig­ten „Roma-Zählung“ und ver­weist auf ver­gleich­bare eth­ni­sche Regis­ter, die es auch in ande­ren Ländern gab und gibt. Und Christiane Fen­nesz-Ju­hasz wür­digt die im Sep­tem­ber ver­stor­bene große tsche­chi­sche Pio­nie­rin der Romistik, Mu­seums­begrün­derin und Foto­grafin Eva Davidová. Ab­schlie­ßend wer­fen wir noch eini­ge Schlag­lichter über die Grenze: auf einen Buch­klub von Roma-Ju­gend­li­chen in der Slowakei; auf das in Berlin an­ge­sie­del­te „RomArchive“, das nun end­lich Wirk­lich­keit wird; und auf das Schwei­zer Volks­gruppen­ge­setz, das die Roma außen vor lässt.

Ande ada ardipe jek dikipe pedar o grani­ci keras. Telal o heft­li­na­kero moto „noch­ber­tscha“ pisi­nip­tscha pedar o Roma ando noch­beris­kere vilagi khetan kedi­jam – tschak pedar Lichten­schtajn prik ur­tschar­tscham. O kes­dipe kerel o Ungriko: O Clemens Prinz le ung­rike pisi­maschi Tamás Jónás ande Szom­bathely kher rodija. I ande jek slo­veni­tiko Romen­geri­sid­lung upre bartschi­mi Prek­mur­je-Romni Tina Friedreich pe­dar o jerini­pes­kero koja lake­re ga­vestar phu­kal: O Roma andar Van­ča vas-Bo­rejci dschande, o schaji­pe, savo lenge o grani­ca­kero pa­schipe dija, te nuci­nel. O Roman Urbaner le „Ro­men­gere-ge­nipeha“, savo andi Italija ar va­kerdo ulo, donde pe be­scha­rel taj upre glajchi etnischi re­gister­tscha sikal, save te ande avre vilagi dija taj del. Taj i Christiane Fennesz-Juhasz la ando sep­tem­beri muli, bari tsche­chi­tiki pi­jonir­kija la ro­mis­tika­tar, mu­seu­ma­keri kerasch­kija taj kipo­sasch­kija Eva Davidová, pati­jarel. Read the rest of this entry »

Report: Antiziganismus online

Dezember 13th, 2018  |  Published in Dokumente & Berichte, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Report Antiziganismus onlineMassive Verbreitung von Antiziganismus im Inter­net: Hass ge­gen Sinti und Roma im Netz bes­ser er­ken­nen, syste­ma­tisch er­fassen und ef­fek­tiv be­kämpfen

Report: Antiziganismus online
Dezember 2018 (→Download/pdf)

Antiziganistischer Hass gehört in fast allen Online-For­ma­ten und auf vielen Web­seiten zum Alltag. Gegen­rede hin­gegen findet nur selten statt. Ins­be­son­dere rechtsextreme Grup­pen und Ak­teure sind erfolgreich darin, Anti­ziganis­mus im Netz zu pro­pa­gie­ren, Hass zu schüren und An­ge­hö­rige der Sinti-und-Ro­ma-Min­der­heit zu dif­fa­mie­ren. Dies zeigt ein ak­tuel­ler Recherche­bericht von Jugend­schutz.net, dem Zentral­rat Deut­scher Sinti und Roma und dem Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti.

Im Rahmen eines Pilotprojektes waren dabei tausende anti­ziganis­tische Hass­inhalte im Internet unter­sucht sowie eine Viel­zahl an dis­kriminie­renden Stereotypen iden­tifi­ziert wor­den. Mehr als 400 jugend­schutz­recht­liche und oft auch straf­rechtlich rele­vante Ver­stöße wur­den hier­bei dokumen­tiert. Auf­fällig war zudem eine Steige­rungs­dynamik in Kom­mentar­berei­chen: Anti­ziganis­ti­sche Aussagen ver­stärken sich dabei wech­sel­seitig bis hin zu men­schen­ver­ach­ten­den Dar­stel­lun­gen und konkre­ten Gewalt­auf­rufen.

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Tschechien: Politiker leugnet Roma-KZ

Dezember 12th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht

Miloslav Rozner (Foto: Pirátská strana/Wikimedia CC)Holocaust-Leugnung: Tschechische Polizei er­mit­telt ge­gen SPD-Ab­ge­ord­ne­ten Rozner

Vor mehreren Monaten hatte der tschechische Par­la­men­ta­rier Miroslav Rozner (41) mit ne­gatio­nis­ti­schen Aus­sagen über den Roma-Holocaust für Schlag­zeilen ge­sorgt. So hatte der Ab­geord­nete der rechts­extre­men Partei „Svoboda a přímá demokracie“ (SPD, deutsch: „Frei­heit und direkte Demo­kratie“) bei einer Ver­anstal­tung im De­zem­ber 2017 unter ande­rem das süd­böh­mi­sche  Roma-KZ Lety als „nicht exis­ten­tes Pseudo-KZ“ be­zeich­net und das Leid und die Ver­brechen an der dort inter­nier­ten Roma-Be­völ­ke­rung ba­gatel­li­siert (wir berich­te­ten). Es waren darauf­hin meh­rere Straf­anzeigen gegen den Politiker er­stat­tet wor­den. Nun er­ging ein for­melles An­suchen an das Ab­geordneten­haus, die par­lamen­ta­rische Immu­nität des SPD-Ab­geord­neten auf­zu­heben. Rozner selbst ist Mit­glied des Immunitäts­aus­schus­ses der Ab­ge­ord­ne­ten­kammer.

Hintergrund der geschichtsrevisionistischen Provoka­tio­nen Rozners war die Ent­schei­dung der Prager Re­gie­rung, eine Gedenk­stätte im ehe­maligen natio­nal­sozialis­ti­schen „Zi­geu­ner­lager“ Lety zu er­rich­ten. Ähn­liche fal­sche Aus­­sagen tätig­te auch der SPD-Grün­der und -Vor­­sit­­zen­­de Tomio Okamura, als er ent­gegen den histo­ri­schen Fakten be­haup­tete, dass das Lager in Lety nicht mit Stachel­­draht um­­geben ge­­wesen wäre. Die In­­sassen hät­ten sich dort sogar frei be­wegen können. In Wirk­lich­keit kamen in dem Zwangs­lager Hun­derte Roma ums Leben, Hun­derte Häft­lin­ge wurd­en von dort wei­ter nach Auschwitz-Bir­kenau de­por­tiert.

Die erst 2015 neu gegründete Partei hatte bei ihrem ersten Antreten bei nationalen Wahlen auf An­hieb 10,64 Pro­zent (22 Man­date) er­zielt. Read the rest of this entry »

Poesijakero-atlas

Dezember 11th, 2018  |  Published in Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

Poesie-Atlas CoverPoesijakero-atlas – Moderni poesijakeri kunst le Romendar

Buteder sar 250 poesiji le 100 pisi­masch­ki­jen­dar taj pisi­ma­schen­dar, tel len­dar te poar lirischi hangi andar i Austrija, o ardi­jasch­tscha Wilfried Ihrig taj Ulrich Janetzki use ada „mo­derni po­esi­jake­ro-atlas le Romen­dar taj Sinti­jen-dar“ khe­tan ledschine.

O khetan kedipe „Die Morgendämmerung der Worte“ o resul­ta­to jeke but ber­schen­gere rodi­pestar ando antik­varij­ar­tscha taj bibli­jo­tek­tscha la Euro­patar hi, o resul­tato jeke litera­tura­kere visen­schoft­lichi for­schi­ni­pestar uso kvel­tscha: Poesija le Ro­men­dar taj Sinti­jendar, le Lovar­jendar, le Kalde­ra­schen­dar, le Gitano­jendar, le Gypsie­jen­dar, le Travel­leren­dar taj le Jenischi­jen­dar. Schoha ang­loda na ulo asaj minden­felitiko, adala but sen­telima pra­dima lite­ratu­ratar, savi phare te lakel hi, asaj bulho si­kado.

O khetan kedipe na len tschak o lirischi ajgeni koji upre, save ande Roma­ni pisim hi, ham te o poesiji, save andar vala­mi bisch tschib­tscha andi nimtsch­ki tschib prik be­scharde ule, but lendar o ersch­tivar. Ardija­schi Wilfried Ihrig: „Phen­do ol, i literatu­ra themes­keri litera­tura hi, te oj vidschik gendi uli. I Ro­menge­ri-lite­ratu­ra the­mes­keri litera­tura hi, mint oj vidschik pisim ol, ande but vilagi, bojd ando cile vilagi le the­mestar.“

Taj sar pe jeke atlasiske kerinel, o cile pisimasch­kiji taj pisi­masch­tscha – andar o Rusto pedar i Rumeni­ja dschi andi Argen­ti­nija – schu­kar pal o vilagi sor­tirim. Upro bare anava peres, o bari­kane dsche­ne la Ro­menge­ra-poesi­ja­tar sar Papusza, Mattéo Maximoff vaj Alexander Germano; ham te upre but fat­reter­tscha jeka neva gene­ra­ci­jatar, save pu­maro litera­rischi than meg iste sora­lisa­rinen. Taj tel lendar o ardi­jasch­tscha mu­guli jek tekst le Charlie Chapli­nis­tar ke­verin­de, savo – sar le ov ande pri auto­bijo­grafija phe­nel – upral i dajakeri rik andar jek eng­litiki „Gipsy“-fa­milija tel schta­minel. Read the rest of this entry »

70 Jahre Menschenrechte

Dezember 10th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Heute vor 70 Jahren, am 10. De­zem­ber 1948, ver­ab­schie­de­ten die Ver­ein­ten Na­tio­nen die Re­so­lu­tion 217 A (III): die All­ge­meine Er­klä­rung der Men­schen­rechte (hier).
Menschenrechte

Filme nicht über, sondern von Roma

Dezember 10th, 2018  |  Published in Film & Theater, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

DreyecklandRadio Dreyeckland, 3.12.2018, 5:13 Min.
→Anhören (mp3)

AKE DIKHEA? – schaust du? So nennt sich das Roma-Film­fes­ti­val, das ab Donners­tag in Berlin statt­fand. Zum zwei­ten Mal wur­den dort an vier Festival­tagen ins­gesamt 25 Spiel- und Dokumen­tar­filme ge­zeigt. Alle, so der An­spruch des Festivals, sol­len die unter­schied­li­chen Lebens­reali­tä­ten und Identi­tä­ten von Sinti und Roma in ihrer Band­breite zei­gen. Gera­de im Film bleiben näm­lich An­gehö­rige der größ­ten euro­päi­schen Minder­heit oft als Stereotyp im Ge­dächt­nis. Als Boxer, Musi­ker/in­nen, Bettler/in­nen zum Bei­spiel. Zu­letzt wur­de darüber im Zu­sam­men­hang mit dem Kinder­film „Nellys Abenteuer“ dis­kutiert, der unter an­derem vom Zentral­rat Deutscher Sinti und Roma scharf kriti­siert wurde (wir be­rich­te­ten: hier und hier). Im Zentrum der Film­auswahl für das Festival stand des­halb die Frage: Welche Geschich­ten er­zählen Sinti und Roma über sich selbst?

Radio Dreyeckland mit dem künstlerischen Leiter von AKE DIKHEA?, Hamze Bytyçi, ge­spro­chen.

(www.freie-radios.net)

Siehe auch:
„Halbe Katoffl“: Hamze Bytyçi, 1.12.2018

Festival „Ake dikhea?“ sucht Filme, 5.10.2018
„Antiziganismus und Film“, 10.1.2018
Zentralrat erneuert Kritik an Kinderfilm, 27.10.2017
Roma-Fimfestival „Ake dikhea?“, 16.10.2017
Rassismus im Kinderkanal, 24.9.2017

EGMR verurteilt Ungarn

Dezember 8th, 2018  |  Published in Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (Foto: ECHR)Der Menschenrechtsgerichtshof in Straß­burg konkreti­siert die Re­geln für Hyper­links. Anlass­fall war ein Urteil der unga­ri­schen Justiz, das die Be­richt­er­stat­tung über Rassis­mus ge­­gen Roma be­an­stan­det hatte.

Auf heise.de berich­tet Martin Holland über ein neues Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rechte in Straß­burg, das ein­mal mehr klar­stellt, dass Ver­linkun­gen in Online­medien recht­lich zu­läs­sig sind, wenn da­durch die jour­na­lis­ti­sche Sorg­falts­pflicht nicht – etwa durch un­be­grün­dete Affir­ma­tion der dor­tigen In­halte – ver­letzt wurde. Im Sinne der Infor­mations­frei­heit sind Jour­nalis­ten also nur ein­ge­schränkt für von ihnen ge­setzte Hyper­links haft­bar.

Mit der Entscheidung wurden mehrere unga­ri­sche Urteile kor­rigiert, weil dort das Recht auf Mei­nungs­freiheit nicht an­ge­mes­sen ge­wür­digt wor­den sei. Hinter­grund des Rechts­streits war ein Vor­fall im Sep­tem­ber 2013, als eine Gruppe von Fuß­ball­fans vor einer Schule, die haupt­säch­lich von Roma be­sucht wird, ras­sis­tisch grölte. In einem Arti­kel auf 444.hu zu den Gescheh­nis­sen war da­nach auch ein Link zu einem You­tube-Video ent­hal­ten, das ein Inter­view mit einem Ver­treter der örtli­chen Roma zeig­te. Der hatte darin er­klärt, dass die Täter Mit­glieder der rechts­extre­men Jobbik-Par­tei ge­wesen seien. Read the rest of this entry »

Poesie-Atlas

Dezember 8th, 2018  |  Published in Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

Poesie-Atlas CoverPoesie-Atlas – Moderne Dichtkunst der Roma

Mehr als 250 Gedichte von 100 Autorinnen und Autoren, unter ihnen auch eini­ge lyri­sche Stim­men aus Österreich, ha­ben die Heraus­ge­ber Wil­fried Ihrig und Ulrich Ja­netzki zu die­sem „mo­der­nen Po­esie-At­las der Roma und Sinti“ zu­sam­men­ge­tra­gen.

Die Anthologie „Die Morgendämmerung der Worte“ ist der Er­trag einer jahre­langen Suche in den Anti­qua­ria­ten und Biblio­the­ken Europas, das Er­gebnis einer literatur­wissen­schaft­lichen For­schung an den Quellen: Poesie der Roma und Sinti, Lovara, Kalderasch, Gitanos, Gypsies, Tra­vel­lers oder Jenischen. Nie zuvor wurde die Viel­falt dieser weit ver­streut ver­öffent­lich­ten und nur schwer zu fas­senden Literatur so um­fassend dar­ge­stellt.

Die Anthologie nimmt nicht nur jene lyrischen Selbst­zeug­nisse auf, die in Romani ver­fasst worden sind, son­dern auch Gedichte, die aus etwa zwan­zig Sprachen ins Deutsche über­tra­gen wur­den, viele davon zum ersten Mal. Mit­heraus­ge­ber Wilfried Ihrig: „Man sagt, Litera­tur ist Welt­literatur, wenn sie überall ge­le­sen wird. Die Roma-Li­te­ratur ist Welt­literatur, weil sie überall ge­schrie­ben wird, in vie­len Ländern, fast al­len Ländern der Erde.“

Und wie es sich für einen Atlas gehört, sind die Autorin­nen und Auto­ren – von Russ­land über Rumänien bis Argen­tinien – fein säuber­lich nach Ländern grup­piert. Man stößt auf die großen Namen, die Bahn­brecher der Roma-Dich­tung wie Papusza, Mattéo Maximoff oder Alexander Germano; vor al­lem aber auch auf zahl­reiche Ver­treter einer neuen Gene­ration, die ihren litera­ri­schen Rang erst noch be­haup­ten müssen. Und mit­ten unter sie misch­ten die Heraus­geber sogar einen Text Charlie Chaplins, der – wie er selbst in seiner Auto­bio­grafie berich­tet – mütter­licher­seits von einer engli­schen „Gipsy“-Fa­milie ab­stammt. Read the rest of this entry »

Polizei geht gegen mit­tel­lo­se EU-Bür­ger vor

Dezember 7th, 2018  |  Published in Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Dieses Schreiben wurde einem "Augustin"-Verkäufer ausgehändigt – laut einem Rechtsberater ein "Einschüchterungsversuch" (Foto: derStandard.at)Kritik an Ausreiseaufforderungen für mit­tel­lo­se EU-Bür­ger: Laut Sozial­ein­rich­tun­gen wer­den Roma und ost­euro­päi­sche Bettler in Wien ver­stärkt von Frem­den­po­li­zei über­prüft

Der Standard, 7.12.2018: Die Berichte kommen, un­ab­hän­gig von­einander, aus ver­schie­denen Sozial­ein­rich­tungen (…). Im Auf­trag des Bundes­amts für Fremden­wesen und Asyl (BFA) über­prüfe die Polizei in Wien Men­schen aus ost­europäi­schen EU-Mit­glied­staaten, die dem An­schein nach mittel­los sind, zu­neh­mend eng­maschig – und for­dere sie zur Aus­reise auf – heißt es bei der NGO Bettel­lobby und der Straßen­zei­tung Augustin. Auch bei Obdach Wien, einer Toch­ter­gesell­schaft des Fonds Soziales Wien (FSW), die in der Bun­des­haupt­stadt 24 Sozial­ein­rich­tun­gen be­treibt, be­stätigt ein Spre­cher „diese Wahr­nehmung“.

„Das geht zum Beispiel so: Eine Polizeistreife hält einen Augus­tin-Stra­ßen­ver­käufer an, for­dert ihn auf, sich aus­zu­weisen, und über­prüft die Per­son. Liegt gegen diese eine rechts­kräf­tige Aus­wei­sung vor, drückt sie ihr eine In­for­ma­tion über die ‘Ver­pflich­tung zur Ausreise‘ in die Hand”“, schil­dert Bernhard Wernitznig, So­zial- und Ver­triebs­mit­arbei­ter beim Augus­tin. Viel­fach seien Roma aus der Slowakei, Ungarn, Bulgarien oder Rumänien (…) von diesen Amts­hand­lungen be­trof­fen. (…) Read the rest of this entry »