Religion
November 19th, 2025 |
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Literatur & Bücher, Musik, Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen
Traditioneller Roma-Advent 2025
LESUNG – MUSIK – KULINARIK
Sa., 6. Dezember 2025, Beginn: 19:00 Uhr
OHO in der Lisztgasse 12, Oberwart
Der traditionelle Roma-Advent wird auch heuer wieder gefeiert – ein Fest der Kultur, Musik und Kulinarik. Seit vielen Jahren wird die Veranstaltung organisiert, um den Stellenwert der Volksgruppe der Roma zu bewahren und ihre reiche Tradition und Kultur in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Unter dem Motto „30 Jahre Volksgruppenbeirat der Roma in Österreich“ steht der diesjährige Roma-Advent ganz im Zeichen des Jubiläums.
Lesung von Gerhard Altmann
Der burgenländische Autor und Musiker Gerhard Altmann wird im Rahmen der Veranstaltung aus seinen Werken „Nord – Mitte – Süd. Mein Burgenland“ und „heazdregg und hianungraud“ lesen. Gerhard Altmann, geboren 1966 in Wien und wohnhaft in Pöttsching, ist seit vielen Jahren literarisch und musikalisch tätig. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen „König der Plastikviecher“ (CD, 2020), „Nord – Mitte – Süd“ (lex liszt 12, 2023) und „Ruster Ausbruch“ (Bibliothek der Provinz, 2024, mit Fotos von Manfred Horvath).
30 Jahre Volksgruppenbeirat der Roma
Im Rahmen des Abends wird ein Resümee über die Erfolge der vergangenen drei Jahrzehnte gezogen. Seit der ersten konstituierenden Sitzung am 5. September 1995 im österreichischen Bundeskanzleramt arbeitet der Volksgruppenbeirat der Roma daran, die kulturelle Identität der Roma zu stärken und die Vielfalt dieser Volksgruppe als Teil der österreichischen Gesellschaft zu fördern.
Musik und Kulinarik
Für die musikalische Umrahmung sorgen die burgenländischen Roma-Musikgruppen Romano Rath, die Leon Berger Band sowie Ivana Ferencova the o Zorale. Read the rest of this entry »
Oktober 19th, 2025 |
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Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Religion
„Sie nennen mich Moschu, Opa!“ – Renata Schmidtkunz im Gespräch mit dem Jesuitenpater Georg Sporschill
→Sendung anhören (ORF-Player)
Ö1/Im Gespräch, Sendung vom 10.10.2025
Gestaltung: Renata Schmidtkunz
Seit fast 40 Jahren setzt sich Pater Georg Sporschill für Kinder in Rumänien ein. Das Ziel seiner Arbeit ist die Befreiung dieser Kinder aus Armut und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Viele der von ihm unterstützten Kinder und Familien nenvnen ihn liebevoll „Moschu“ – also Opa. Heute, mit 79 Jahren, lebt der Jesuitenpater in einem Roma-Dorf bei Marpod in Siebenbürgen, wo auch das von ihm gegründete Hilfswerk Elijah seinen Sitz hat. Geboren am 26. Juli 1946 im vorarlbergischen Feldkirch, studierte Georg Sporschill Theologie, Pädagogik und Psychologie. Mit 30 Jahren trat er in den Jesuitenorden ein und wurde zum Priester geweiht.
Als Kaplan in Wien arbeitete er mit drogensüchtigen, haftentlassenen und obdachlosen Jugendlichen, gründete ein Jugendhaus der Caritas. Es folgten der Canisibus, der obdachlose Menschen mit Suppen versorgt, und das Wiener Innenstadtlokal „Inigo“, ein Langzeitarbeitslosen-Projekt. 1991 entsandten ihn die Jesuiten nach Bukarest. Aus den geplanten sechs Monaten wurde eine Lebensaufgabe.
Gemeinsam mit der katholischen Theologin Ruth Zenkert gründete er in der Folge die „Concordia-Sozialprojekte“, die Kindern in Rumäniven, Bulgarien, Moldau, dem Kosovo und Österreich neue Perspektiven geben. Read the rest of this entry »
August 3rd, 2025 |
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Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte, Religion
Katholische Aktion Österreich warnt vor Attacken auf die Menschenwürde: Aufruf zur christlichen Solidarität zum Roma- und Sinti-Gedenktag am 2. August
Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) warnt vor subtilen und offenen Attacken auf die Menschenwürde aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit und ruft zu christlicher Solidarität auf. Die Volksgruppen der Roma und Sinti wurden erst im Jahr 1988 offiziell als Opfergruppe der nationalsozialistischen Herrschaft anerkannt. Seit 2015 wird auf europäischer Ebene am 2. August an die Holocaust-Opfer dieser ethnischen Minderheiten gedacht. Im Jänner 2023 beschloss der österreichische Nationalrat, auch in Österreich jeweils am 2. August offiziell der unter dem NS-Regime verfolgten und ermordeten Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze zu gedenken.
„Die systematische Vernichtung von ethnischen Minderheiten kam nicht plötzlich über Nacht. Jahrzehntelange systematische Diskriminierung und Herabwürdigung, die Betroffene in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld spürten, waren Vorläufer des grausamen Vernichtungsprogramms der Nazis“, erinnert Katharina Renner, Vizepräsidentin der Katholischen Aktion Österreich und mahnt: „Derartige Attacken auf die Menschenwürde, egal in welcher Form und seien sie noch so subtil, dürfen nie wieder stattfinden.“
Dass es in unserer Gesellschaft noch immer Attacken auf Minderheiten und Volksgruppen gibt, zeigen auch die Grabschändungen der letzten Ruhestätte von Roma und Sinti, Romnja und Sintizze des letzten Sommers und heurigen Frühjahrs auf mehreren Wiener Friedhöfen. Und es gibt spürbare Diskriminierung von Angehörigen dieser Volksgruppen am Arbeitsplatz, in der Schule und durch Medienberichte, wie der Verein Romano Centro in seinen Berichten aufzeigt. Oft trauen Betroffene sich nicht, Vorfälle und Übergriffe zu melden, aus Angst, ihre Lage würde sich dadurch noch weiter verschlechtern. Read the rest of this entry »
Juli 19th, 2025 |
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Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen
Roma-Wallfahrt nach Mariazell
Sonntag/Kurke, 10. August 2025
Im August 1996 wurde der Bittgang zur Magna Mater Austriae – nach dem Verbot durch die Nationalsozialisten – von den österreichischen Roma-Vereinen wieder ins Leben gerufen. Roma, Sinti, Lovara aus Österreich, Deutschland, Ungarn und anderen europäischen Ländern treffen sich seither alljährlich in der Basilika Mariazell. Heuer findet die Roma-Wallfahrt zum 29. Mal statt. Weihbischof Franz Scharl leitet die heilige Messe. Roma-Seelsorger Matthias Platzer ist Mitzelebrant. Musikalisch wird die heilige Messe von Romantic Death begleitet.
Ando august 1996 o molinipeskero dschajipe usi Dschelni Maria – palo fabot duach o nacijonalsocijalistscha – le austritike Romengere-farajntschendar papal upre lim ulo. Roma, Sinti, Lovara andar i Austrija, Germanija, Ungriko taj avre europitike vilagendar, akan sako bersch resen pumen andi bari khangeri Cejiste. O „Ladipe le Romendar“ adabersch, imar o 29to-var kerdo ol. O sentelimo baro raschaj Franz Scharl i dschelni mischa likerel. O Romengero selsorgeri Matthias Platzer leha i mischa vodinel. I muschika usi dschelni mischa kerel i banda Romantic Death.
Programm/Programo:
10.00 Uhr: Beginn der heiligen Messe. Anschließend Mittagessen und Freizeit
14.30 Uhr: Abschlussgebet bei der Marienstatue an der Nordseite der Basilika
10.00 orenge: Kesdipe la dschelna mischatar. Paloda planeskero habe taj naphandli cajt
14.30 orenge: Kisetinipeskero molinipe usi Mariakeri schtatuja upri norditiki rik la bara khangerijatar
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April 25th, 2025 |
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Facts & Figures, Religion
Obwohl die Roma-Heilige Sara la Kali im südfranz. Saintes-Maries-de-la-Mer von der Kirche nicht anerkannt ist, leitet der Erzbischof von Aix seit 1964 die Wallfahrtsprozession.
(Quelle)
Dezember 4th, 2024 |
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Facts & Figures, Religion
Seit ca. 1930 pilgern polnische Roma, i.d.R. am 2. Sonntag im Juni, als Wallfahrer zum Marien-Heiligtum in Rywałd Królewski.
(Quelle/pdf)
November 29th, 2024 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Religion, Wissenschaft
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will die Geschichte von Protestantismus und Antiziganismus untersuchen. Dazu hat sie ein Sonderstipendium zur wissenschaftlichen Erforschung ausgeschrieben.
Seit einigen Jahren engagiert sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im bundesweiten „Netzwerk Sinti Roma Kirchen“, einem Zusammenschluss aus kirchlichen und religiösen Gemeinschaften und bundesweiten und regionalen Strukturen von Sinti und Roma. Mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat die EKD eine enge Zusammenarbeit vereinbart; diese wurde im vergangenen Jahr anlässlich des 40. Jahrestags der Gründung des Zentralrates mit einer Erklärung und einem gemeinsamen Gottesdienst im Berliner Dom bekräftigt.
Darin heißt es: „Gemeinsam mit Angehörigen der Minderheit von Sinti und Roma wollen wir der Diskriminierung im Alltag von Kirche und Gesellschaft und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit insgesamt entgegenwirken. Dazu bedarf es der Auseinandersetzung mit der bis in die Gegenwart reichenden Schuldgeschichte der Kirchen und der unbedingten kritischen Überprüfung von theologischen und kirchlichen Denkmustern und Prägungen.“
Vor diesem Hintergrund hat die EKD jetzt ein Sonderstipendium ausgeschrieben, das der wissenschaftlichen Untersuchung der Geschichte von Antiziganismus und Protestantismus dienen soll. Das Projekt ist in der Kirchengeschichte angesiedelt und zielt auf die Beleuchtung bisher unterschätzter Aspekte kirchlicher und diakonischer Praxis, z. B. Seelsorge, Jugendhilfe, Gemeindealltag, aber auch Kollaborationen der Kirchen in der NS-Zeit, Umgang mit der Minderheit in der Nachkriegszeit sowohl in West- wie Ostdeutschland.
„Wir erhoffen uns von einer solchen Forschungsarbeit, die nur ein Anfang sein kann, dass wir uns unserer eigenen blinden Flecken in der Geschichte und Gegenwart unserer Kirchen bewusster werden. Read the rest of this entry »
September 6th, 2024 |
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Facts & Figures, Religion
Anfang des 20. Jh. kehrten Vertreter von in die USA emigrierten Roma-Familien alle 5 Jahre nach Europa zurück, um an der Wallfahrt nach Saintes-Marie-de-la-Mer teilzunehmen.
(Quelle/pdf)
April 23rd, 2024 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV, Religion
Podcast: Das besondere Leben des Pfarrers Arnold Fortuin (1901–1970) mit Franz Josef Schäfer
PolL – der Podcast für lebenslanges Lernen, Sept. 2021
In dieser Folge sprechen wir mit dem Historiker Franz Josef Schäfer über eine ganz besondere Gestalt aus der saarländischen Geschichte – Arnold Fortuin. Dieser prägte in der Zeit vor und während des Zweiten Weltkrieges maßgeblich die Geschicke der saarländischen Sinti und Roma – und war auch verantwortlich für die sogenannte „Zigeuner-Wallfahrt“, die sich in der Nachkriegszeit etablierte. Als Nationalseelsorger war er aber auch verantwortlich für das Wohl aller deutschen Sinti und Roma – und hinterließ durch seine Arbeit bis heute einen bleibenden Eindruck.
(Text und Sendung: PolL)
Siehe auch:
Arnold Fortuin. Die Verfolgung der Sinti und Roma im Saarland, 8.4.2024
Katholische Roma-Seelsorge in Deutschland, 16.3.2024
April 4th, 2024 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Religion, Wissenschaft
Franz Josef Schäfer: Arnold Fortuin. Die Verfolgung der Sinti und Roma im Saarland, Saarbrücken 2022 [→Blattlaus-Verlag]
Der Illinger Historiker Franz Josef Schäfer legt erstmalig die Geschichte der saarländischen Sinti und Roma vor, einer weitgehend vergessenen NS-Opfergruppe.
Pfarrer Arnold Fortuin war der erste Seelsorger der deutschen Sinti und Roma. Bereits seit den Zwanzigerjahren des 20. Jh. betreute der damalige Saarbrücker Kaplan an der Michaelskirche in Saarbrücken St. Johann die Außenseiter und erteilte ihnen Unterricht. In der NS-Zeit gab er ihnen Trost. Nach dem Krieg war er ihr Anwalt und Berater in Entschädigungsfragen. Seit 1955 findet alljährlich eine Wallfahrt von Sinti und Roma statt zur Illinger Bergkapelle.
Die Monografie würdigt ausgiebig zum ersten Mal den Menschen und Seelsorger Fortuin, der viele Jahre nach seinem Tod mit dem Bau des Fortuin-Hauses in Berlin sowie der Benennung einer Straße und einer Schule in Illingen eine späte Anerkennung gefunden hat. Neben einem historischen Abriss der Minderheit stellt der Autor ihren Verfolgungsweg auf quellenkundlicher Basis dar am Beispiel ausgewählter Familien. Wie die Bevölkerungsgruppe in belletristischen Werken saarländischer Autorinnen und Autoren gesehen wurde, ist ebenfalls vorzufinden.
(Text: Blattlaus-Verlag)
Das Buch von Franz Josef Schäfer, thematisiert in der ausführlichen Darstellung der Vita des katholischen Geistlichen den Widerspruch von individueller menschlicher Hilfe und politischer Ignoranz der Amtskirche. Schäfer betrachtet einerseits Fortuins Loyalität gegenüber dem Dienstherrn und schildert andererseits, akribisch recherchiert und mit großer Empathie, das persönliche Aufbegehren des Priesters, sein ungebrochenes Engagement für die Minderheit, sein Eintreten gegen die Unterlassungen und Ignoranz der Mehrheit. Der Autor bewahrt sich dennoch die notwendige Distanz. Der Zivilcourage Fortuins, die riskante Unterstützung der Roma und Sinti in der NS-Zeit und der kontinuierliche Einsatz für die Rechte der Roma und Sinti nach 1945, steht pointiert die Kritik an den Äußerungen des Kirchenmannes gegenüber, nämlich der Kolportage des üblichen Klischees, den verbrämten Generalisierungen, die seit Jahrhunderten Grundlage der Diskriminierung sind. Read the rest of this entry »
März 16th, 2024 |
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Einrichtungen, Religion
Deutschland: Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen
→Geschichte, Aufgaben und Tätigkeitsfelder (PDF)
Die „Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen“ im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz mit einer eigenen Dienststelle in Bonn ist seit 1965 deutschlandweit für die Organisation der Seelsorge der Roma, Sinti und verwandten Gruppen und der sich daraus ergebenden Aufgaben zuständig.
Initiiert wurde die Gründung der Dienststelle 1965 durch das Treffen von Papst Paul VI. mit Roma während einer Roma-Wallfahrt im selben Jahr und seinen Appell einer besonderen Fürsorge für die Roma. 1955 fand die erste Sinti-Wallfahrt in Deutschland in Illingen statt, die [...] von dem späteren ersten Nationalseelsorger Arnold Fortuin begleitet wurde.
Die „Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen“ nimmt die Kultur und Werte von Roma und Sinti in den Blick. Dabei versteht sie sich als „Kirche unterwegs“ bzw. „Geh-hin-Kirche“, welche mitgeht und die Menschen dort begleitet, wo zumindest auf Zeit ihr Lebensmittelpunkt ist. Das bedeutet in der Praxis vor allem die Begleitung der Wallfahrten sowie Taufen, Erstkommunion und Beerdigungen. Aufgabe sind aber ebenso die Wissensvermittlung und Aufklärung über Kultur, Geschichte sowie vor allem über die Verfolgung in nationalsozialistischer Zeit und Antiziganismus mit Vorträgen und einer Ausstellung, um so Diskriminierung und Vorurteilen in der Gesellschaft entgegenzuwirken. Auch die Teilnahme am gesellschaftlich-politischen Diskurs wie z. B. Gedenkveranstaltungen gehören zum Tätigkeitsfeld. Read the rest of this entry »
Oktober 8th, 2023 |
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Facts & Figures, Religion
Unter den Roma der Ostslowakei sind die Zeugen Jehovas heute die (nach Pfingst- bzw. Charismatischer Bewegung) vorherrschende religiöse Gruppe.
(Quelle)
Juli 20th, 2023 |
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Ehrungen & Nachrufe, Religion
In tiefer Trauer und großer Bestürzung geben die VinziWerke bekannt, dass ihr Gründer und Wegweiser, Seelsorger und Freund, Pfarrer Wolfgang Pucher am gestrigen Mittwoch überraschend verstorben ist.
Er hinterlässt einen Bruder und dessen Familie. In dieser schwierigen Zeit gilt ihnen unser Beileid. Pfarrer Pucher hinterlässt aber auch unzählige Mitbrüder bei den Lazaristen, Mitglieder der Pfarrgemeinde, Wegbegleiter, hunderte haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, deren Inspiration er war und nicht zuletzt tausende Menschen, denen er eine Stimme gegeben hat, für die er sich mit unerbittlichem Willen kompromisslos eingesetzt und denen er mit seinen unkonventionellen Lösungsansätzen schlussendlich Obdach, eine Perspektive und ein „vinziges“ Stück Hoffnung geschenkt hat. Er hat sein Leben in die Berufung des heiligen Vinzenz von Paul und des seligen Frédéric Ozanam und somit in den Dienst an den Ärmsten in der Gesellschaft gestellt.
(Text: VinziWerke, 20.7.2023)
Juni 15th, 2023 |
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Einrichtungen, Interview, Radio, Podcast & TV, Religion
Zu Besuch bei der Roma-Pastoral in Oberwart
Religionspodcast: Wer glaubt, wird selig, 2023
Udo Seelhofer war für diese Episode im burgenländischen Oberwart und hat sich dort mit Manuela Horvath getroffen. Sie leitet seit 2016 die Roma-Pastoral der Diözese Eisenstadt. Außerdem hat er mit Emmerich Gärtner-Horvath, dem Präsidenten des Vereins Roma-Service, und mit Roma-Seelsorger Matthias Platzer gesprochen. Read the rest of this entry »
Juni 10th, 2023 |
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Einrichtungen, Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte, Religion
Dokumentarfilm von Bert Walser
(AT 2023, 81 Min.)
Premiere beim Internationalen Filmfestival Innsbruck, 11. Juni 2023, 19 Uhr, Leokino
Armutsmigrant*innen aus der Slowakei und Rumänien pendeln jeden Monat für drei Wochen nach Innsbruck, um Geld für ihre Familien zu verdienen. Denn in ihren Herkunftsländern sind sie als Rom*nja oft mit Diskriminierung und Rassismus konfrontiert. Das Waldhüttl am Rand von Innsbruck ist ihr zweites Zuhause. Vor zehn Jahren war es noch ein beinahe verfallenes Wirtschaftsgebäude, doch durch viel Engagement der Vinzenzgemeinschaft und der Arbeitskraft der Bewohner*innen entstand ein florierendes Zentrum von sozialem Zusammenhalt, Ökologie, Spiritualität und kulturellem Austausch.
(Text: IFFI, 2023)
Siehe auch: Read the rest of this entry »
März 5th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Religion
DW.com: Die rumänisch-orthodoxe Kirche sollte sich für die jahrhundertelange Sklaverei der Roma entschuldigen. Es wäre eine längst überfällige symbolische Geste, glauben Historiker, Soziologen und Vertreter der Roma-Community.
→Zum Beitrag auf DW.com
Zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert waren Roma in mehreren Gebieten des heutigen Rumänien der Sklaverei unterworfen – insbesondere, aber nicht nur durch kirchliche Einrichtungen wie Klöster. Vor wenigen Tagen stand nun die Forderung nach Aufarbeitung und einem Schuldeingeständnis seitens der orthodoxen Kirche auf der Tagesordnung einer großen Roma-Konferenz in Sibiu/Hermannstadt. Sogar von einer möglichen Klage vor einem internationalen Gerichtshof war die Rede. In einem Beitrag für die Deutsche Welle berichtet Sabina Fati von diesem Vorstoß und von ersten Reaktionen. Den Artikel finden Sie hier.
Siehe auch:
Kardinal fordert Schuldbekenntnis der Kirche, 17.2.2023
EKD: „Gemeinsam Antiziganismus bekämpfen“, 4.2.2023
Evangelische Kirche will Schuld aufarbeiten, 29.1.2023
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Februar 17th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Religion
Deutschland: Romani Rose und Kardinal Reinhard Marx trafen sich in Heidelberg im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma: Die historische Verantwortung der katholischen Kirche in Bezug auf Sinti und Roma soll aufgearbeitet werden. Bereits im Jänner hatte der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland eine Erklärung veröffentlicht (mehr hier und hier).
Kardinal Marx besuchte auf Einladung von Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, am 7. Februar 2023 das Dokumentations-und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg. Nach einem Gang durch die ständige Ausstellung des Zentrums über den Holocaust an 500.000 ermordeten Sinti und Roma im NS-besetzten Europa waren sich Kardinal Marx und Romani Rose über die Dringlichkeit der Aufarbeitung der Rolle der Kirche während der Zeit des Nationalsozialismus einig.
Anlass des Besuchs von Kardinal Marx war die Frage einer Würdigung der Intervention von Oskar Wilhelm Rose am 5. April 1943, der unter Lebensgefahr und falschem Namen bei Kardinal Faulhaber in dessen Münchner Residenz vorsprechen und die katholische Kirche um Hilfe bitten wollte.
Am 16. Dezember 1942 hatte der Reichsführer SS Heinrich Himmler mit dem Auschwitz-Erlass angeordnet, alle noch im Deutschen Reich lebenden Sinti und Roma in das Konzentrations-und Vernichtungslager Auschwitz zu deportieren. Kardinal Faulhaber war nicht bereit, Oskar Rose zu empfangen, hielt jedoch dessen Besuch im Erzbischöflichen Palais in seinem jetzt zugänglichen Tagebuch fest: „Bei Sekretär ein Zigeuner, namens Adler, katholisch – Die 14.000 Zigeuner im Reichsgebiet sollen in ein Lager gesammelt und sterilisiert werden, die Kirche soll einschreiten. Will durchaus zu mir. – Nein, kann keine Hilfe in Aussicht stellen.“
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Februar 4th, 2023 |
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Dokumente & Berichte, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Religion
Erklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur Zusammenarbeit mit Sinti und Roma:
Anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma wollen wir als Evangelische Kirche in Deutschland die Arbeitsdefinition von Antiziganismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) annehmen, um auch auf diese Weise unserer Zusammengehörigkeit Ausdruck zu verleihen.
In der zentralen Passage der Definition heißt es: „Antiziganismus manifestiert sich in individuellen Äußerungen und Handlungen sowie institutionellen Politiken und Praktiken der Marginalisierung, Ausgrenzung, physischen Gewalt, Herabwürdigung von Kulturen und Lebensweisen von Sinti und Roma sowie Hassreden, die gegen Sinti und Roma sowie andere Einzelpersonen oder Gruppen gerichtet sind, die zur Zeit des Nationalsozialismus und noch heute als ‚Zigeuner‘ wahrgenommen, stigmatisiert oder verfolgt wurden bzw. werden. Dies führt dazu, dass Sinti und Roma als eine Gruppe vermeintlich Fremder behandelt werden und ihnen eine Reihe negativer Stereotypen und verzerrter Darstellungen zugeordnet wird, die eine bestimmte Form des Rassismus darstellen.“
Gemeinsam mit Angehörigen der Minderheit von Sinti und Roma wollen wir der Diskriminierung im Alltag von Kirche und Gesellschaft und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit insgesamt entgegenwirken. Dazu bedarf es der Auseinandersetzung mit der bis in die Gegenwart reichenden Schuldgeschichte der Kirchen und der unbedingten kritischen Überprüfung von theologischen und kirchlichen Denkmustern und Prägungen. Read the rest of this entry »
Januar 29th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Religion
Deutschland: EKD-Rat veröffentlicht Erklärung zur Zusammenarbeit mit Sinti und Roma. Ratsvorsitzende Annette Kurschus: Wir müssen uns mit dieser Schuldgeschichte der Kirchen auseinandersetzen.
Anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine Erklärung zur Bekämpfung von Antiziganismus und zur Zusammenarbeit mit Sinti und Roma veröffentlicht. „Gemeinsam mit Angehörigen der Minderheit von Sinti und Roma wollen wir der Diskriminierung im Alltag von Kirche und Gesellschaft und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit insgesamt entgegenwirken“, so die EKD-Ratsvorsitzende, Präses Annette Kurschus. In diesem Zusammenhang nimmt der Rat der EKD auch die Arbeitsdefinition von Antiziganismus der Internationalen Allianz zum Holocaust-Gedenken (IHRA) an.
Die Abwertung und Ausgrenzung von Angehörigen der Sinti und Roma habe eine Geschichte, die sehr lange zurückreicht, so Kurschus. „Die Evangelische Kirche hat an vielen Stellen in der Geschichte Schuld auf sich geladen. Sie war daran beteiligt, Menschen zu verraten und der Verfolgung und Vernichtung auszuliefern.“ Zudem seien auch in der Kirche antiziganistische Stereotypen unreflektiert weitergetragen und Menschen dadurch erneut und fortwährend in ihrer Würde verletzt worden: „Es ist wichtig, dass wir uns mit dieser bis in die Gegenwart reichenden Schuldgeschichte der Kirchen auseinandersetzen.“
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma betrachtet es als „historisch“, dass die Evangelische Kirche in Deutschland anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages diese Erklärung zur Ächtung von Antiziganismus abgibt: „Die Evangelische Kirche bekennt sich darin erstmalig in dieser offiziellen Form vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte zu ihrer Verantwortung auch für unsere Minderheit. Read the rest of this entry »
Januar 13th, 2023 |
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Ehrungen & Nachrufe, Religion
Am 31. Dezember 2022 verstarb Papst em. Benedikt XVI. im Vatikan. Für die Anliegen der Roma und Sinti hatte der Papst, schon als Erzbischof von München und Freising, ein offenes Ohr.
Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, sprach in einem Schreiben an den Nuntius der katholischen Kirche sein Beileid aus und würdigte das Leben und Wirken von Papst em. Benedikt XVI.:
„Papst Benedikt XVI. unterstütze damals als Erzbischof von München und Freising die Anliegen unseres Hungerstreiks im April 1980 im ehemaligen KZ Dachau. Der damalige Kardinal Joseph Ratzinger wandte sich gemeinsam mit dem Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Johannes Hanselmann, mit einer Erklärung an die bayerische Landesregierung und die deutsche Bundesregierung, in der sie sich gegen die fortgesetzte Diskriminierung unserer Minderheit nach dem Holocaust in der Bundesrepublik aussprachen.“
ERKLÄRUNG:
1. In der Wahrnehmung unseres Auftrages, um die Würde des Menschen besorgt zu sein, wenden wir uns wie gegen jede Diskriminierung von Menschen, so auch gegen eine Diskriminierung von Sinti.
2. Wir wollen in unseren Kirchen alles tun, damit diesbezügliche Vorurteile abgebaut und Verständnis für die besondere Situation dieser unserer Mitmenschen geweckt werden.
3. Wir wenden uns gleichzeitig an die Bayerische Staatsregierung als auch an die Regierung des Bundesrepublik Deutschland mit der Bitte, die in dieser Hinsicht noch offenen Fragen einer baldigen Klärung zuzuführen.
München, 10. April 1980
In einem persönlichen Gespräch am 27. April 1981 mit Romani Rose informierte sich der Kardinal über die Situation der Minderheit nach dem Holocaust und sicherte ihm die Unterstützung der katholischen Kirche zu. Im Mai 2007 im Rahmen einer Generalaudienz im Vatikan überreichten der Zentralratsvorsitzende Rose und der Auschwitz-Überlebende Franz Rosenbach Papst Benedikt XVI. eine gemeinsame Bittschrift internationaler Sinti- und Roma-Organisationen. Read the rest of this entry »