Jugend & Bildung

LaG: Themenheft über Antiziganismus

Juni 14th, 2017  |  Published in Jugend & Bildung, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte

Lernen aus der GeschichteLaG-Magazin 4/2017: „Die Aktualität von Antiziganismus. Stereo­type, Problem­la­gen und Ge­gen­maß­nahmen“

Das Online-Bildungsportal „Lernen aus der Geschichte“ (abgekürzt LaG) widmet sich der politi­schen Bildung und der Geschichte des 20. Jahr­hun­derts. Sein monat­lich er­schei­nen­des Ma­ga­zin rich­tet sich „an Prakti­ker/in­nen der schuli­schen und außer­schu­li­schen Bildungs­arbeit“. Es in­for­miert „über zeit­ge­mäße histo­risch-po­li­ti­schen Bildung und de­ren theore­ti­sche Be­züge“. Eine aktuel­le Schwer­punkt-Aus­gabe zum Thema Anti­ziga­nis­mus fin­den Sie hier kosten­los als PDF-Down­load.

Im Editorial heißt es über das Themenheft:

Das neue LaG-Magazin befasst sich mit aktuellen Erschei­nungs­for­men von Anti­ziganis­mus, also dem spe­zi­fi­schen Rassismus ge­gen Sinti und Roma. Im all­ge­mei­nen Diskurs über men­schen­ver­ach­tende Ideo­lo­gien wird der Antiziganismus noch im­mer zu we­nig be­achtet. Dabei han­delt es sich um ein weit­ver­brei­te­tes und tief­sitzen­des Ressen­timent.

Dort, wo es uns mög­lich war, haben wir uns be­müht Angehörige der Minder­heit selbst zu Wort kom­men zu las­sen. Denn das Spre­chen über Sinti und Roma ohne deren Stim­men und Po­sitio­nen ist bereits ein Teil der Proble­matik. Selbst­kritisch müssen wir fest­stel­len, dass es die Re­dak­tion nicht in dem Maße ver­mocht hat Sinti und Roma an­zu­spre­chen, wie es im Grunde ge­boten wäre.

Wir möchten Sie mit dieser Ausgabe sowohl für den gesell­schaft­lich vor­han­de­nen Anti­ziganis­mus und des­sen Aus­wir­kun­gen auf die Minderheit sen­si­bi­li­sie­ren, als auch zu­gleich er­mun­tern, sich in der außer­schu­li­schen Bildungs­arbeit und im Unterricht dem Thema zu wid­men. Die hier vers­am­mel­ten Beiträge und Rezen­sio­nen bieten dazu hoffent­lich einige An­re­gungen.

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„Sen­si­bi­li­sie­rung gegen Vorurteile“

Mai 10th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Duzda Mri historijaVerwaltungsakademie zeigt Roma-Aus­stel­lung und ver­anstal­tet Antiziganismus-Work­shop

Wien (OTS) — „Roma stehen immer noch in vielen Ländern der Euro­päi­schen Union am Rande der Gesell­schaft. Immer noch ist der Antiziganismus weit ver­brei­tet“, sagte Staats­sekre­tärin Muna Duzdar beim Be­such des WorkshopsSen­si­bi­li­sie­rung gegen anti­ziganis­ti­sche Vorurteile“ der Ver­wal­tungs­aka­demie des Bundes im Schloss Laudon. „Immer noch gibt es vielfach Ausgrenzung, Ungleich­heit und Dis­kri­mi­nie­rung gegen die mit zwölf Mil­lionen Men­schen in Europa größte eth­ni­sche Minder­heit. In Zeiten, in denen die Kluft zwischen Arm und Reich immer weiter auf­geht, leiden vor allem die Ärmsten. Und das gilt nicht zuletzt auch für Österreich, wie es leider der Anti­ziga­nis­mus­bericht 2015 be­legt hat“, so Duzdar wei­ter. „Roma und Sinti sind über­durch­schnitt­lich von un­zu­rei­chen­der Schul­aus­bildung, Arbeits­losigkeit und Dis­kri­mi­nie­rungs­erfah­run­gen betrof­fen, so dass die Armuts­gefähr­dung be­son­ders stark aus­geprägt ist.“

In der Roma-Strategie 2020 wird nun der Sensibilisierung für Dis­kri­mi­nie­run­gen von Roma ein wichtiger Platz ein­ge­räumt. Die Ver­wal­tungs­akademie des Bun­des zeigt daher im Schloss Laudon neun Wochen lang die Ausstellung „Auf den Spuren der Ver­gan­gen­heit“, die In­for­ma­tio­nen über den Völker­mord an Roma und Sinti wäh­rend der Zeit des National­sozia­lis­mus bringt. (Anm. d. dROMa-Red.: Aus­stel­lung des Vereins Karika, zu sehen ist auch die Zeit­zeu­gen-Do­ku­men­ta­tion Mri Histo­rija von Roma-Service.) Zudem findet heute ein erster Sen­sibili­sie­rungs­work­shops statt, der of­fen für Bedienstete des öf­fent­li­chen Diens­tes, aber auch für Länder- und Ge­mein­de­bediens­tete und NGOs ist. Read the rest of this entry »

Bildungscoaches für Roma-Kinder

April 30th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

Sitzanin mit Kindern Angelina und Bruder (Foto Privat via derStandard.at)Wien: Das Romano Centro will Bildungsbenach­teili­gun­gen von Roma-Kindern ausgleichen

derStandard.at: Angelina und Suhal Sitzanin kennen sich seit der vierten Klasse Volks­schule. Min­des­tens ein­mal wöchent­lich sehen sich die beiden, vor Schul­arbei­ten öfter. Genau ge­nom­men ist Sitzanin keine Nach­hilfe­leh­re­rin, son­dern eine Lernhelferin. Sie arbei­tet für das Romano Centro, einen der ers­ten Roma-Vereine in Öster­reich. Das An­gebot rich­tet sich an Kinder aus Roma-Fa­mi­lien und soll die his­to­risch ge­wach­se­nen Bildungs­defizite der Com­mu­nity aus­glei­chen. „Roma-Kinder lan­den oft in der Sonder­schule, haben einen schlech­ten oder gar keinen Ab­schluss“, berich­tet Ferdinand Koller, päda­go­gi­scher Leiter des Romano Centro. (…) Vor zehn Jah­ren saß Sitza­nin noch an Ange­linas Stelle. (…) Heute hat die 28-Jäh­rige zwei Studien – Trans­kul­tu­relle Kom­mu­ni­ka­tion und Slawistik – ab­ge­schlossen. Die Lernbetreuer sind meistens Studierende. (…) Manch­mal wird das Roma­no Centro auch von pensio­nier­ten Lehrern unter­stützt. „Viele Lehramts­studenten schätzen den Ein­blick, den sie durch diese Arbeit be­kom­men“, sagt Koller. (…) Das öster­rei­chi­sche Schul­system baue stark auf die Betei­li­gung der Eltern auf: „Bei Roma, die in Öster­reich leben, hat aber oft die ältere Gene­ra­tion wenig Bil­dung.“ Das treffe dann die Kinder, deren Eltern sich nicht so stark ein­brin­gen können.

Lesen bitte Sie den hier nur in Auszügen wiedergegebe­nen Ar­ti­kel von Vanessa Gaigg vom 28.4.2017 in vol­ler Län­ge auf derstandard.at.


Ungarn: CEU-Schließung träfe auch Roma

April 5th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Politik, Wissenschaft

Roma Access Programs (Foto: CEU)Die „Central European University“ (CEU) in Budapest ist schwer unter Be­schuss. Viktor Orbáns rechts­kon­ser­va­ti­ve Re­gie­rung bringt nicht nur auf inter­na­tio­nale Un­terstützung angewiesene NGOs in Be­dräng­nis (da­runter Men­schen­rechts-Or­ga­ni­sa­tio­nen, die für die Rechte der Roma-Min­der­heit ein­tre­ten); das jüngste Manöver sei­ner „illibera­len De­mo­kratie“ wen­det sich nun auch ge­gen die re­nom­mier­te Buda­pester Privat­-Universität CEU. Eine – spe­ziell auf die CEU zu­geschnit­tene – Novelle des un­ga­ri­schen Hochschul­gesetzes sieht näm­lich vor, dass Hoch­schulen mit einem Träger außer­halb der EU eine Uni­ver­sität im Mut­ter­land be­trei­ben müs­sen, um in Ungarn tä­tig sein zu dür­fen. Dies ist bei der US-fi­nan­zier­ten CEU nicht der Fall. „Wer die Bedin­gun­gen dieser Gesetzes­mo­di­fi­zie­rung nicht er­füllt, darf ab 1. Jän­ner 2018 keine Studien­anfän­ger mehr auf­neh­men“, heißt es in der am Diens­tag ver­ab­schie­de­ten Novelle. Die 1991 von George Soros be­grün­dete CEU steht so­mit vor der Schlie­ßung.

Auch bei dem Vorgehen gegen die CEU geht es um eine – durch­aus auch anti­semi­tisch grun­dierte – Kam­pagne gegen den aus Bu­da­pest stam­men­den US-Milliar­där, des­sen „Open Society Foundations“ (ehe­mals OSI) zahl­reiche zivil­gesell­schaft­li­che Initia­tiven in den jun­gen Demo­kra­tien Ost- und Mittel­europas unter­stützt, ins­beson­dere auch Pro­jekte und Ein­rich­tun­gen für Roma.

Ganz in diesem Sinne betreibt auch die CEU seit 12 Jah­ren ein eigenes Förder­programm für Roma-Stu­dieren­de: Be­reits mehr als 250 Roma-Aka­demi­ker/-innen ver­danken ihre Aus­bildung den „Roma Access Programs“ (RAP) der CEU. Viele von ihnen neh­men heute – als aka­de­mi­sche Elite ihrer Volksgruppe – an Schlüssel­stellen der euro­päi­schen und natio­na­len Insti­tu­tio­nen Ein­fluss auf die Ge­stal­tung der Roma-Politik. Der­zeit ist die CEU dabei, die­ses Programm un­ter dem Dach der neuen „Roma in European Societies“-Ini­tia­tive weiter aus­zu­bauen. Diese wurde 2016 in Ko­ope­ra­tion mit der däni­schen Velux-Stif­tung, dem „Roma Initiatives Office“ der „Open So­cie­ty Foun­da­tions“ und dem „Roma Education Funds“ be­grün­det. Ihre Fi­nan­zie­rung be­trägt fünf Mil­lio­nen Euro. Ver­bunden mit der neuen Initia­tive ist an der CEU zu­dem gera­de erst ein eige­ner Lehrstuhl für „Roma Studies“ ein­gerich­tet wor­den; be­setzt wurde er mit den Roma-Wis­sen­schaft­lern Iulius Rostas und Angela Kocze.

All dies steht nun auf dem Spiel. Orbáns Angriff auf die CEU ist auch ein Schlag gegen die Eman­zi­pa­tion der Roma.

(Roman Urbaner/dROMa)

„Valentina“ (Trailer)

April 3rd, 2017  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung

Valentina (D 2016, 51 min.)
Dokumentarfilm von Maximilian Feldmann & Luise Schröder

(mehr hier)

„Valentina“

März 28th, 2017  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung

Die Protagonistin beim Betteln auf der Brücke - Filmstill aus dem Dokumentarfilm "Valentina"Dokumentarfilm von Maximilian Feldmann & Luise Schröder (D 2016, S/W, 51 min.)

Eine Armensiedlung im Roma-Viertel. Die 10-jäh­ri­ge Va­lentina lädt uns zu ihrer Familie ein. Skur­ri­le Anek­do­ten, Tag­träu­me und do­ku­men­ta­rische Be­obach­tun­gen. Ein Film, so lebens­prall wie seine streu­nen­de Heldin.

„Soll ich euch eine Geschichte erzählen?“, fragt Valentina – Armee­hose, Trai­nings­jacke, wilde Haare mit einer win­zi­gen Spange. Sie ver­traut uns an, warum sie nicht als Junge ge­bo­ren wur­de, so wie es hätte sein müssen. Über­haupt kennt Va­len­tina jedes Detail ihrer Fa­mi­lien­ge­schich­te: Wie ihr Vater mit Saft und einer Schach­tel Zi­garet­ten das Herz ihrer Mutter er­obert hat, warum ihre Schwes­ter von den Schwie­ger­eltern mit einer Pis­to­le be­droht wurde und wo ihre Ge­schwis­ter hin­gebracht wur­den, nach­dem man sie beim Betteln er­wischt hat. Valen­tina lebt mit ihrer 12-köpfi­gen Familie in einer bau­fäl­li­gen Ein­zimmer­hüt­te im Roma-Viertel Shutka, in Skopje, Mazedonien. All­tags­beob­ach­tun­gen mi­schen sich mit per­sön­li­cher Er­zäh­lung, Träume mit wah­ren Be­geben­heiten. Am Ende wird klar, dass alles Ge­schich­ten­erzählen nur eine Übung für Va­len­tinas großen Traum ist.

Regiekommentar:

„Armut ist ein großer Glanz aus Innen“. Diese Zeile aus einem Rilke-Gedicht be­schäf­tig­te mich seit Jah­ren. Wir – Regie, Kamera, Ton – such­ten nach einem Beleg dafür im Roma-Vier­tel Shutka. Well­blech­hütten zwi­schen Mehr­stock­häu­sern, Pferde­kut­schen ne­ben Merce­des-Li­mou­si­nen, Muezzin-Ge­sänge und Balkan­pop und an jeder Ecke ir­gend­je­mand, der Deutsch spricht. Aber wir finden keine Pro­ta­go­nis­ten, fünf Wo­chen lang. „Wem nützt denn euer Film?“, fra­gen die Be­woh­ner und ver­lan­gen hohe Gagen. – Wir ha­ben zu wenig Geld, um hier dre­hen zu kön­nen.

Dann erbettelt ein kleines Mädchen Hambur­ger von uns. Ihr Vater war Schau­spie­ler in ei­nem Emir-Kusturica-Film. Wir schlie­ßen einen Ver­trag, mit Auf­wands­ent­schädi­gung und Cate­ring für die Familie und be­ginnen unser ge­mein­sa­mes Film­pro­jekt: ein Familienporträt. Read the rest of this entry »

„Nordstadtkinder: Stefan“

März 13th, 2017  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Radio & TV

Nordstadtkinder - Stefan (Foto: WDR)WDR – Hier und Heute (2015): ein Beitrag von Bettina Braun; Redaktion: Maik Bialk, Dorothee Pilz

>>Beitrag ansehen (29 Min.)

Drogen, Armut und Prostitution sind in der Dort­mun­der Nord­stadt an der Ta­ges­ord­nung. Ein schwie­ri­ges Milieu für Kinder, die ei­gent­lich nur Kind sein wol­len. Wir stellen in un­se­rer Reihe „Nord­stadt­kin­der“ heute Stefan vor. Ste­fan ist zehn Jahre alt und lebt mit seiner Mutter und vier Ge­schwis­tern in einer Ein­zimmer-Woh­nung in der Dortmunder Nordstadt. Sie sind Roma aus Rumänien. Ste­fan muss sich täg­lich gro­ßen Heraus­for­de­run­gen stel­len: Die Enge der Woh­nung, der stän­di­ge Geld­man­gel, das Gefühl, als äl­tes­ter Sohn den Vater er­setzen zu müs­sen, der seit drei Jahren im Ge­fäng­nis sitzt.

Nominiert für den Grimmepreis 2016, Katego­rie In­for­ma­tion & Kul­tur. Aus­ge­zeich­net mit dem Me­dien­preis der Kin­der­not­hilfe 2016.

(Text: WDR)

Siehe auch:
Grimmepreis für „Nordstadtkinder: Lutwi“

Grimmepreis für „Nordstadtkinder: Lutwi“

März 11th, 2017  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Jugend & Bildung, Radio & TV

Nordstadt-Reportage Lutwi (Foto: WDR)Grimmepreis 2017 für den Beitrag von Jürgen Brügger und Jörg Haaßengier (Re­dak­tion: Emanuela Penev) aus der WDR-Rei­he „Hier und Heute“

>>Beitrag ansehen (29 Min.)

„Ich bin immer auf der Straße. Egal, auch wenn es reg­net oder schneit.“ Für Lutwi ist es das Größte, wenn er mit seinen Freun­den zu­sam­men ist. Straßen­fußball, Was­ser­schlach­ten oder Hütten bauen: Seit vier Jahren nun ist die Dortmunder Nordstadt Lut­wis Zu­hause. Aber wie lange noch? Der Zwölf­jährige kommt bald auf die Gesamt­schule – und er will auch Abitur ma­chen. Seine Eltern, Roma aus dem Kosovo, sind rich­tig stolz auf ihn. Lutwi ist ein auf­ge­weck­ter Junge, den das Leben aber mit gro­ßer Wucht trifft: Ihm und seiner Familie droht die Abschiebung zu­rück in den Kosovo. Lut­wi ist es, der beim Rechts­anwalt über­setzen muss, er er­klärt seinen Eltern, was in den Brie­fen der Ausländer­behörde steht. Viel Ver­ant­wor­tung für einen Zwölf­jährigen. Der Film er­zählt kon­se­quent aus Lutwis Per­spek­tive. Was jedem Er­wach­se­nen den Boden unter den Füßen weg­ziehen würde, ver­sucht Lutwi auf seine Art und Weise zu meis­tern. Es ist die Ge­schichte eines Jungen, der hin- und her­geris­sen ist zwi­schen über­bor­den­dem Spiel und er­drücken­der Un­sicherheit.

Gewinner des Grimme-Preises 2017 in der Kategorie Kinder & Jugend. Die Ver­lei­hung des Prei­ses fin­det am 31. März 2017 in Essen statt und wird von 3sat ab 19:00 Uhr im Live­stream über­tra­gen sowie zeit­ver­setzt ab 22:35 Uhr auf 3sat aus­ge­strahlt.

(Text: WDR)

Jugend-Theaterprojekt „Become Flüchtling“

Februar 26th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Jugend & Bildung

Deutschland: Amaro Drom startet neues Jugend-Theaterprojekt (Foto: Amaoro Drom)Berlin: Neues Theaterprojekt von Amaro Drom e.V. sucht Ro­ma-Ju­gend­li­che. Anmeldung noch bis 1. März 2017!

Hiermit laden wir die Berliner Roma/Rom­nja-Com­mu­ni­ties ein, an diesem spe­ziel­len Theater­projekt mit­zu­wir­ken. Jugend­liche zwi­schen 14 und 27 Jah­ren ha­ben die Ge­legen­heit, ihre Ge­schich­ten auf die Bühne zu brin­gen und mit pro­fes­sio­nel­len Schau­spie­ler/innen der Roma-und-Sinti-Com­mu­ni­ty ge­mein­sam zu spie­len. Die Regie über­nimmt Sandra Selimović. Schau­spie­lerin­nen und Mit-Ge­stal­terin­nen sind Joschla Weiß und Slaviša Markovič. Die Thea­ter­pro­duk­tion wird im Tak-Theater und vor­aus­sicht­lich im Hebbel-Theater ge­zeigt und wir rei­sen da­mit in den Schul­ferien nach Freiburg, zei­gen un­ser Stück auf der Bundes­jugend­kon­fe­renz von Amaro Drom, wo es über 100 an­de­re Ro­ma-Jugendliche gibt, die un­ser Stück se­hen wol­len.

Zur Idee:
Du wirst in Deutschland geboren und wächst hier auf, gehst zur Schule und möch­test eine Aus­bil­dung ma­chen. Plötz­lich klin­gelt es an der Tür. Du öff­nest und wirst von der Polizei mit­ge­nom­men. Es ist mor­gens 5:00 Uhr und du sitzt im Flie­ger in den Kosovo. Das Land deiner Groß­eltern und El­tern. Ein frem­des Land für dich. Was nun? Das Theater­stück setzt sich ge­nau da­mit aus­einan­der und er­zählt mit der Ma­gie des Theaters eine Ge­schich­te.

Wir spielen Theater und es gibt Special Features: Tanz (Hip-Hop):
Du spielst mit Pro­fischauspieler/innen, die sel­ber Ro­ma/Romnja und Sin­ti/Sin­tizze sind. Da­durch lernt ihr zu schau­spielern, auf der Bühne zu ste­hen, Spaß zu ha­ben in einem ge­schütz­ten Raum. Wir ha­ben zwei Workshop-Wo­chen­enden, wo Spezial­gäste ein­ge­laden wer­den, die mit euch tan­zen und Rap-Songs ge­stal­ten. Z.B. kom­men voraus­sicht­lich Safet Mistele und die Priszreni-Brü­der.

Anmeldung:
Die Duldung ist nicht die Voraussetzung, um hier dabei sein zu kön­nen … Wenn du gern auf der Bühne stehst und Lust hast, deine Ge­schich­te zu er­zäh­len, mit uns reisen möch­test, dann bist du hier ge­nau rich­tig. Bitte mel­de dich bis zum 1. März 2017 an bei Joschla: E-Mail

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Facts & Figures (156)

Februar 11th, 2017  |  Published in Facts & Figures, Frauenrechte, Jugend & Bildung

Der Anteil der Ro­ma­mäd­chen in Un­garn, die mit 16 Jah­ren kei­ne Schu­le mehr be­su­chen, hal­bier­te sich in­nerh. einer Ge­ne­ra­tion auf 33% (2011).

(Quelle)