Archive for April, 2024

Facts & Figures (510)

April 29th, 2024  |  Published in Facts & Figures

Im 30-jährigen Krieg kämpf­ten auch 300–400 Mann star­ke „Zi­geu­ner“-Trup­pen. Diese wur­den von Ro­ma/Sin­ti be­feh­ligt und führ­ten ihre Groß­fa­mi­li­en­ mit sich.

(Quelle)

Antiziganismus auf kommunaler Ebene

April 27th, 2024  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Broschüre: Institutioneller Antiziganismus auf kommunaler EbeneInstitutioneller Antiziganismus auf kommunaler Ebene – Ein­führung und Praxis­per­spek­ti­ven aus der Bil­dungs­ar­beit mit Be­hör­den­mit­ar­bei­ten­den

Eine Handreichung des Bildungsforums gegen Anti­zi­ga­nis­mus für Mul­tip­li­ka­tor*in­nen aus Ver­wal­tung, So­zia­ler Ar­beit und Bil­dungs­ar­beit, Berlin/Hei­del­berg 2023 (36 S.)

→Hier bestellen (E-Mail) | →Download (pdf)

Antiziganismus äußert sich nicht nur durch individuelle Einstellun­gen, Haltungen und daraus resul­tie­rende Handlun­gen. Rassismus gegen Sinti* und Roma* voll­zieht sich häufig auch auf der Ebene von gesell­schaft­lichen Institu­tionen und Orga­nisa­tionen, die mehr sind als die bloße Summe indivi­dueller Handlungen. Bei institu­tio­nel­len Formen des Anti­ziganis­mus kommen unter ande­rem Hand­lungs­routinen, Ver­fahrens­regelun­gen und Arbeits­kulturen zum Tragen, die zu einer Praxis der syste­mati­schen Ungleich­behand­lung von Sinti* und Roma* führen.

Die Existenz von institutionellem Antiziganismus bestätigte sich jüngst erneut durch den erst­mals ver­öffent­lich­ten Jahres­bericht der bun­des­weiten Melde- und Infor­mations­stelle Anti­ziganismus (MIA). Ein zentrales Er­gebnis des Berichts ist, „dass bei etwa einem Drittel der Fälle die Ver­ant­wort­li­chen für den Anti­ziganismus nicht als Privat­per­sonen handelten, sondern sich in einer bestimm­ten Rolle oder Funktion be­fanden – z.B. Poli­zist*in­nen, Sach­be­arbeiter*in­nen von Job­centern oder Jugend­ämtern, Personen in politi­schen Ämtern wie Bürger­meister*in­nen oder Mandats­trä­ger*in­nen“.

Mit der vorliegenden Handreichung, die in Zusammenarbeit des Bildungs­forums gegen Anti­ziganis­mus des Doku­menta­tions- und Kultur­zentrums Deutscher Sinti und Roma mit dem Forschungs­institut Gesell­schaft­licher Zu­sammen­halt und dem Zentrum für Anti­semitismus­forschung an der Tech­ni­schen Universität Berlin ent­standen ist, wird ein Schwer­punkt auf institu­tionellen Anti­ziganismus auf der kom­munalen Ebene gelegt. Die Broschüre der Autor*in­nen Tobias Neuburger, Georgi Ivanov und Sara Pasquali rich­tet sich ins­beson­dere an Multi­plika­tor*innen aus der Ver­waltung, der Sozialen Arbeit sowie dem Bereich Bildung. Read the rest of this entry »

Romani Ora (23.4., 24.4. und 25.4.2024)

April 26th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 23.4.2024 (mp3)

Anlässlich des Welttag des Buches hören Sie auch auf Radio MORA einen Beitrag zu diesem Aktions­tag. Und wie immer erleben Sie in der Romani Ora einen Hör­genuss an er­lese­ner Roma-Musik. Prä­sen­tiert wird Ihnen die „Romani Ora“ von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 24.4.2024 (mp3)

Im Tagesthema berichtet Indira Spirk über das wichtige Thema „Erste Hilfe – was ist zu tun?“. Und in der Jugend­sendung prä­sentiert uns Adi Gussak das Thema „Schulstress – warum?“. Dazu hören Sie die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­rich­ten und die beste Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 25.4.2024 (mp3)

Im Tagesthema dieser „Romani Ora“ hören Sie alles rund ums „Anradeln“. Ein Experte erzählt uns, worauf Sie achten müssen, damit Sie sicher in die Rad­fahr­saison starten können. Und in „Mri his­torija“ berich­tet Alex Gussak von den Er­fahrun­gen, die Alexander Steiner aus Podersdorf mit mit Volks­gruppen­an­ge­hörigen machte (siehe dazu auch unsere Zeit­zeugen­edition „Amari historija“).

Tschechien: Gedenkstätte in Lety eröffnet

April 25th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken

Erinnerungsort Lety (Foto: Tschechischer Rundfunk)Langer Weg zu würdigem Erinnerungs­ort: Gedenk­stätte für er­mor­dete Roma und Sinti in Lety er­öffnet

Beitrag anhören (mp3)

Radio Prague Int.: Der Weg zu dieser Gedenkstätte war lang und für die Über­leben­den und Nach­kommen teils leidvoll: Am Diens­tag ist im süd­böhmi­schen Lety der Erinne­rungs­ort an den Völkermord an den tsche­chischen Roma und Sinti ein­geweiht worden. In Lety stand während des Zweiten Weltkriegs ein Kon­zentrations­lager für Roma und Sinti. Es war Teil der natio­nal­sozia­lis­ti­schen Ver­nichtungs­politik. Dass die tsche­chi­schen Roma und Sinti syste­matisch ermordet wurden, daran wurde zu kommunis­ti­schen Zeiten nicht erinnert. Und noch schlim­mer: Ab den 1970er Jahren befand sich am Ort des frühe­ren KZ eine Schweine­mast­farm.

[…] Lety war eines von zwei Konzentrationslagern für Roma und Sinti auf dem Boden des dama­ligen „Protek­torats Böhmen und Mähren“. Das andere befand sich in Hodonín u Kunštátu in Süd­mähren. Das KZ in Lety wurde bereits 1940 als Arbeits­lager ein­ge­richtet und stand wie das spätere Lager in Hodonín unter Leitung der tschechi­schen Gendar­merie. Obwohl beide Ein­richtungen maximal für mehrere Hundert Men­schen Platz boten, wurden hier über 1.300 Roma und Sinti ein­ge­pfercht. 330 von ihnen starben an den un­menschli­chen Be­dingun­gen, weitere 500 wurden ins Ver­nich­tungs­lager Auschwitz-Bir­kenau depor­tiert und dort ermordet.

Von den insgesamt 6.500 tschechischen Roma und Sinti überlebten nur etwa zehn Prozent die Zeit des National­sozialis­mus. Read the rest of this entry »

Romani Ora (17.4., 18.4., 19.4., 22.4.2024)

April 24th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 17.4.2024 (mp3)

„Ich widme meine Erinnerungen den Menschen dieser Welt“ – das Theater­stück, das das Leben der beiden burgen­land­kroati­schen Wider­stands­kämpferin­nen Hanna Sturm und Käthe Sasso erzählt, ist Tages­thema dieser „Romani Ora“. Dazu er­fahren sie Neuig­keiten in den Volks­gruppen­nach­rich­ten und hören auch die Jugend­sendung zum Thema „Ju­gend­kriminalität in Öster­reich“.


Anhören: →Sendung vom 18.4.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie einen Beitrag von Regina Fröhlich; sie er­kundet das Felsen­museum in Bernstein für Sie. Und in unserer Kate­gorie „Mri his­torija“ nimmt Sie Alex Gussak mit nach Wiesfleck (Be­zirk Oberwart) und berich­tet über die dort ver­schwun­dene Roma-Siedlung.


Anhören: →Sendung vom 19.4.2024 (mp3)

Hören sie in der aktuellen Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ mehr über das „4B-Movement“, eine feminis­tische Be­wegung aus Südkorea, die alles Männ­liche ganz ablehnt. Adi Gussak berich­tet. Außer­dem hören Sie die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nac­hrich­ten und den „Romani Ora“-Ver­anstal­tungs­kalender.


Anhören: →Sendung vom 22.4.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag, wie gewohnt präsen­tiert von Tina Nardai auf Radio MORA. Eine Stunde lang hören Sie in dieser Sendung die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik für ihre Mittags­zeit.

Das Leben des Pfarrers Arnold Fortuin

April 23rd, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV, Religion

Podcast: Das besondere Leben des Pfarrers Arnold Fortuin (1901–1970) mit Franz Josef Schäfer

PolL – der Podcast für lebenslanges Lernen, Sept. 2021

In dieser Folge sprechen wir mit dem Historiker Franz Josef Schäfer über eine ganz beson­dere Gestalt aus der saarländischen Ge­schichte – Arnold Fortuin. Dieser prägte in der Zeit vor und wäh­rend des Zweiten Welt­krieges maß­geblich die Geschicke der saar­län­di­schen Sinti und Roma – und war auch ver­antwort­lich für die so­genannte „Zi­geu­ner-Wallfahrt“, die sich in der Nach­kriegs­zeit etab­lierte. Als National­seelsorger war er aber auch ver­ant­wortlich für das Wohl aller deutschen Sinti und Roma – und hinter­ließ durch seine Arbeit bis heute einen blei­ben­den Eindruck.

(Text und Sendung: PolL)

Siehe auch:
Arnold Fortuin. Die Verfolgung der Sinti und Roma im Saarland, 8.4.2024
Katholische Roma-Seelsorge in Deutschland, 16.3.2024

Facts & Figures (509)

April 22nd, 2024  |  Published in Facts & Figures

Im Zuge der sta­li­nis­ti­schen Säu­be­run­gen wur­den 1933 bei einer Po­li­zei­ak­ti­on in Mos­kau 60 An­füh­rer von Ro­ma-Grup­pen ver­haf­tet.

(Quelle)

„Die vergessene Geschichte der Sinti und Roma“

April 20th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV

Fast vergessen: Podcast der Hessischen Landeszentrale für poli­ti­sche Bil­dung, Sep­tember 2023

In Hessen leben aktuell zwischen 7.000 bis 10.000 Sinti und Roma. Sie sind die größ­te in Deutschland an­er­kannte natio­nale Minder­heit. Ihre Geschichte ist geprägt von Vor­ur­teilen, Hass und Hetze. Die Ver­folgung gipfelte in der Er­mordung einer halben Mil­lion Sinti und Roma wäh­rend des Nazi-Re­gimes. Die Aus­grenzung und Ab­wertung der Volksgruppe nahm jedoch schon vor 600 Jahren ihren Lauf. Über die ver­ges­sene Geschichte der Sinti und Roma erzählt in dieser Folge Rinaldo Strauß, stell­vertretender Geschäfts­führer des Hessi­schen Landes­verbandes der Sinti und Roma. Neben seinen Erfah­rungen als Sinto, erzählt er auch über seinen Wunsch nach mehr Auf­klärung über Antiziganismus.

(Text und Sendung: Fast vergessen)

Bericht zu ukrainischen Roma in Deutschland

April 19th, 2024  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte

Monitoringbericht MIA: Antiziganismus gegen ukrainische Roma-Geflüchtete in Deutschland (2024)Melde- und Informationsstelle Antiziganismus MIA ver­öffentlicht Bericht (→Down­load) zur Dis­kri­mi­nie­rung von ge­flüch­teten ukrai­ni­schen Roma in Deutsch­land

Ukrainische Roma, die seit Februar 2022 vor dem russi­schen Angriffs­krieg nach Deutsch­land ge­flüchtet sind, erleben direk­ten, struktu­rellen und institu­tio­nel­len Anti­ziganis­mus. Dies geht aus einem Moni­toring­bericht hervor, den die Melde- und Infor­mations­stelle Anti­ziganis­mus MIA am Mitt­woch, den 17.4.2024 in Berlin ver­öffentlicht hat. „Die all­tägliche Dis­kriminie­rung zeigt sich an dem fehlenden oder ein­ge­schränk­ten Zugang dieser Men­schen zu men­schen­würdi­gem Wohnraum, zu Bildung, Sozial­leistun­gen und zu weiteren Hilfs- und Dienst­leistungen“ bilan­ziert MIA-Bun­des­ge­schäfts­führer Dr. Guillermo Ruiz Torres.

Der Monitoringbericht belegt anhand zahlreicher Vorfälle, die MIA ge­meldet oder von ihr recher­chiert wurden, unter anderem einen dis­kriminie­renden Umgang der Betrof­fenen durch Polizei­beamte, Mit­arbeitende der Deutschen Bahn, in der Ver­waltung, in der Sozialen Arbeit sowie im Bildungs­sektor. Ge­flüchtete ukrainische Roma werden in Ge­flüch­teten­unter­künften und Schulen segre­giert und müssen zum Teil monate­lang auf einen Schul­platz warten. Die be­troffenen Kinder haben gerin­gere oder gar keine Chancen, erfolg­reich am deutschen Bildungs­system teil­zu­haben.

„Geflüchtete Roma haben dieselben Rechte und den­selben recht­mäßigen Anspruch auf Unter­stützung wie ihre ukraini­schen Lands­leute, die eben­falls Schutz in Deutschland suchen. Trotz­dem werden ihnen diese oft verwehrt“, kriti­siert Dr. Guillermo Ruiz Torres.

Darüber hinaus werden Roma verdächtigt, keine „echten Kriegs­flücht­linge“ zu sein. Read the rest of this entry »

Bayern: Studie zur „Zigeunerpolizei“ des BLKA

April 18th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

BayernEveline Diener: Das Bayerische Landeskriminalamt und seine „Zigeuner­polizei“. Kon­tinui­täten und Dis­kon­tinui­tä­ten der bayeri­schen „Zigeuner­ermit­tlung“ im 20. Jahr­hun­dert (=Schriften­reihe der Deutschen Gesell­schaft für Polizei­geschichte e. V., Band 25), Verlag für Polizei­wissen­schaft: Frank­furt am Main 2021 (560 S.)

Die spezifisch genozidale Ausprägung der national­sozia­lis­ti­schen Verfolgung der „Zigeuner“ fand in der Geschichts­wissen­schaft und in der medialen Öffent­lich­keit erst ver­gleichs­weise spät Be­achtung. Dem spielte zu, dass eine ent­rechtende „Zigeuner­politik“ und „Zigeuner­verfolgung“ lange Zeit als normal an­ge­sehen wurde. Diese Proble­matik wird am Bei­spiel der für die „Zigeuner“- bzw. „Landfahrer­ermitt­lung“ zu­stän­digen Stelle des 1946 ge­grün­deten Bayeri­schen Landes­kriminal­amts (BLKA) unter­sucht. Hier werden Kon­tinui­täten sowie Dis­kontinui­täten in „Zigeuner­politik“ bzw. „Zigeuner­verfolgung“ auf der Zeit­schiene „Kaiserreich“, „Weimarer Republik“, „National­sozialis­mus“ und „Nachkriegs­zeit“ auf­ge­zeigt. Dafür werden zwei Forschungs­schwer­punkte zu­sammen­geführt: Die Unter­suchung der ein­schlä­gigen Vor­geschichte – an­gefangen vom Kaiserreich bis zum National­sozialismus – und schließ­lich die Unter­suchung der per­sonellen, inhalt­lichen und organi­sato­ri­schen Aus­gestal­tung der „Zigeu­ner“- bzw. „Landfahrerstelle“ des Baye­ri­schen Landes­kriminal­amts der Nachkriegszeit. Hierbei liegt der Fokus auf Prägungen und Laufbahnen der dort tätigen Be­schäf­tigten, auf gesell­schafts­politi­schen Rahmen­bedin­gun­gen und Einfluss­fak­toren sowie schließ­lich auf lang­fristig ge­prägten Strukturen und Mentalitäten in „Zigeuner­politik“ und „Zigeuner­ermitt­lung“. Somit leistet die Arbeit eine For­schungs­berei­che­rung auf dem bisher noch wenig unter­suchten Gebiet der „Zigeuner“- bzw. „Landfahrer­ermitt­lung“.

(Text: Verlagsinfo)

Eine kritische Besprechung von Markus End finden Sie hier (pdf).

Siehe auch:
Bayern: Polizei erforschte „Landfahrerstelle“
, 15.12.2021

Romani Ora (15.4. und 16.4.2024)

April 17th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 15.4.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA mit Tina Nardai. Neben den viel­fältigs­ten Roma-Liedern aus allen Ecken der Welt hören Sie auch die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­richten in Deutsch und in Bur­gen­land-Ro­mani.


Anhören: →Sendung vom 16.4.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erfahren Sie mehr über die Ent­hüllung der Gedenk­tafeln für die Ro­ma-NS-Opfer in der Ge­mein­de Loipers­dorf-Kitz­laden. Und in der Rubrik „Minden­felitiko“ prä­sentie­ren wir Ihnen den Film „Der Zopf“ von Laetitia Colombani. Und dazu wie immer die meiste Ro­ma-Musik, die im Radio zu finden ist.

Artschijipe: I austritiki Romani tschib

April 16th, 2024  |  Published in Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 15.4.2024 | 7:30 min

Ausstellungseröffnung im Pavelhaus: „Das österreichische Romanes“ im Pavelhaus in Bad Rad­kersburg

Artschijipeskero pradipe ando Pavelhaus – Ando 16.12.1993 i republi­ka Austrija o araka­ripe la Ro­mana tschibt­schatar ando tscha­tschip­tscha upre lija. Afka akan i euro­pitiki indischi tschib, savi sajt 600 berscha ando adi­veses­kero austri­tiko teri­torijum vakerdo ol oficijeli tschu­li­pen­geri tschib. O artschijipe Romanes angle terdscha­rel pre ajipeha andar i Indija taj Europa, pre bari­kane tschib­tscha­kere bar­vali­peha taj litera­rischi ver­kenca andi Austrija. 13.4.–25.5.2024: artschijipe ando Pavelhaus, Laafeld 30, Bad Radkersburg. O artikl-VII Kultu­ra­kero farajn le Schtac­kos­ke hi i fatre­tini­pes­keri orga­nisa­cija ando bun­dakero than Schtacko atschimo tschu­li­pestar le schtacke Slo­veni­jendar.

Romani und Romanes sind die Allgemeinbezeichnungen für die Sprache der größten und viel­fältigs­ten Minder­heit Europas, den Rom*n­ija. Mit der Volks­gruppen­an­erken­nung am 16.12.1993 bekennt sich die Republik Österreich zum Schutz und zur Pflege des Roma­nes als integra­ler Bestand­teil der ethno­kultu­rellen Vielfalt Öste­rreichs. Damit ist eine euro­päi­sierte indische Sprache, die seit min­destens 600 Jahren im heutigen öster­reichi­schen Terri­torium ge­sprochen wird, offizielle Min­der­heiten­sprache bzw. Volks­gruppen­sprache ge­worden. Zum 30-jäh­rigen Jubiläum der An­er­kennung der Volks­gruppe der Rom*nija in Österreich stellt die Aus­stellung die Sprache Romanes vor – mit ihrer Ver­ankerung in Indien und Europa, mit ihrem beson­deren sprach­lichen Reich­tum und mit dem litera­rischen Schaffen in Österreich. Musika­lisch wurde die Ver­an­stal­tung von Ivana Ferencova und Chor be­gleitet.

Besuchen können sie die Ausstellung von 13.4. bis 25.5.2024, Pavelhaus, Arti­kel-VII-Kul­tur­verein für Steier­mark, Laafeld 30, Bad Rad­kersburg. Read the rest of this entry »

Hintergrund: Roma in Griechenland

April 15th, 2024  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Leben am Rand der Gesellschaft
Deutschlandfunk/Hintergrund, 4.4.2024, 18:59 Min.

Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, die gesell­schaft­liche Teilhabe der Roma deut­lich zu ver­bessern. Beson­ders prekär ist ihre Situation unter ande­rem in Griechenland. Spanien hin­gegen gilt als Vor­reiter bei der Integra­tion von Roma. Rodothea Seralidou be­rich­tet für Deutschland­funk über die Lage der Volks­gruppe in Grie­chen­land.

(Text und Sendung: Deutschlandfunk)

Romani Ora (5.4., 8.4., 9.4. & 10.4.2024)

April 14th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 5.4.2024 (mp3)

Die „Romani Ora“ mit den Mulatintschage/Ver­anstal­tungs­hin­weisen, den inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­rich­ten/Ne­vip­tscha und „Young, wild and free – le ter­nenge“. In der Jugend­sendung recher­chiert Adi Gussak, ob die Jugend noch Free-TV kon­sumiert.


Anhören: →Sendung vom 8.4.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag am Internationalen Roma-Tag mit der meisten und besten Roma-Musik aus aller Welt. Neben den zwei­sprachi­gen Nach­richten hören Sie in Kultur am Mon­tag/Kul­tura het­vinate ein Spezial zur Roma-Hymne „Gelem Gelem“.


Anhören: →Sendung vom 9.4.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ stattet Indira Spirk dem „Katzenhaus Loipersdorf“ einen Besuch ab. Der Verein „Wir fürs Tier Oberwart“ kümmert sich um herren­lose Katzen. Dazu gibt’s die meiste und ab­wechs­lungs­reichs­te Roma-Musik. Mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 10.4.2024 (mp3)

In der heutigen Ausgabe der „Romani Ora“ widmen wir uns der Fest­ver­anstal­tung im öster­reichi­schen Parlament an­läs­slich des Internationalen Roma-Tages a, 8. April, die unter dem Motto „ROMNJAKraft.Sor Erinne­rung – Wandel – Aufbruch“ statt­fand. Und in der Jugend­sendung prä­sen­tiert uns Adi Gussak das aktuelle Re­make des Kult­streifens „Ghostbusters“.

TV Erba: Festveranstaltung ROMNJAKraft.Sor

April 12th, 2024  |  Published in Frauenrechte, Politik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 11.4.2024 | 9:37 min

Internationaler Tag der Roma Romnija

O internacijonali di le Romendar ando bersch 1990 le World Romani Congress (themes­kero kongre­so le Romendar) use jek talali­nipe andi Polnija arkerdo ulo. Odotar aun sako bersch ando 8. april ando cilo them mulatim lo ol. Le par­lamen­tiske Austrija te ada bersch jek bari­kano aun­paschla­ripe hi, jeka mulati­makera oraha ada gondo­li­peskero di te mula­tinel. O fokus upro Romnja pasch­lardo te ol taj te o phari­peskero punkto la temaha ERINNERN:AT „genocid upro Roma taj Sinti“ aun vakerdo te ol. I historija le Romane dschuv­lendar pregim hi jeke schten­digi paruji­pestar, savo socijal­kultu­reli, politisch taj virt­schoft­lichi fak­torenca tradim hi, sikadipe taj empower­ment jek bari rola khelen. Nacijo­nali taj inter­nacijo­nali bajschpü­lendar sikado te ol, hot sorale ande bescha­riptscha del, o tscha­tschip­tscha le Romane dschuv­lendar bajder te sorarel.

Der Internationale Tag der Romnja/Roma wurde 1990 vom World Romani Congress (Welt­kongress der Roma) im Rahmen einer Sitzung in Polen be­schlossen. Seitdem finden am 8. April welt­weit Aktions­tage statt; dies geht auf den ersten Welt­kongress der Rom­nja/Roma zurück, der im Jahre 1971 in London statt­ge­funden hat. Für das Parla­ment Österreich ist es auch in diesem Jahr ein würdiger Anlass, mit einer Feier­stunde diesen Gedenk­tag zu begehen. Dabei soll einer­seits der thema­tische Fokus auf die Rolle der Rom­nja/Roma-Frauen gelegt und auch das Schwer­punkt­thema von ERINNERN:AT „Genozid an den Roma und Sinti“ an­gespro­chen werden. Read the rest of this entry »

8. April 2024: Internacijonali Romengero Di

April 11th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 9.4.2024 | 8:43 min

Internationaler Tag der Roma Romnija

O erschti themeskero-Romengero-kongreso ando bersch deschu­enja eftavar desch taj jekto bersch ande London o kesdipe le Ro­men­ge­re-pol­ga­ren­ge­re tscha­tschi­pes­kere micini­pestar sina. Sajt oja cajt, ando 8to april upro cilo them akci­jona­kere divesa del, kaj i situa­cija la flogos­kera grupnatar upre sikadi ol. Ada bersch, papal but mula­tin­tschage andi cili Europa taj te andi Austrija del. I Romen­geri flogos­keri Utschi Ischkola ando kultura­kero kher Loipersdorf use jek mula­tin­tschago le anaveha – „Die un­be­kannten öster­reichi­schen Opfer des Roma-Ge­nozids im so ge­nannten Zi­geuner­lager Litz­mannstadt 1941–1942“ akartscha.

Anlässlich des Internationalen Rom*nja-Tages 2024 fand im Kultursaal Loipersdorf eine Tagung unter dem Titel „Die unbekannten österreichischen Opfer des Roma-Genozids im so genannten Zigeunerlager Litzmannstadt 1941-1942“ statt.

Andreas Lehner, Mag. Feri Janoska, Vor­sitzen­der Roma Volks­hoch­schule Burgenland
Bgm. Jürgen Zimara, Loipersdorf-Kitzladen
Gerhard Baumgartner: Deportation Wiener Roma und Sinti nach Lacken­bach 1941
Herbert Brettl: Einlieferungen nach Lackenbach in Vor­berei­tung der De­porta­tion 1941/42
Ludwig Laher: Die Insassen des Lagers Weyer und ihre Depor­ta­tion nach Lacken­bach 1941
Emmerich Gärtner-Horvath: Familiäre Überlieferungen einer burgen­län­di­schen Roma­familie zur De­por­ta­tion 1941
Dr. Werner Koroschitz: Die Deportation von Kärntner Sinti-Fami­lien nach Lacken­bach 1941
Moderation: Frank Reuter (Universität Heidelberg)
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Gondolipeskero than ande Loipersdorf taj Kitzladen

April 11th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

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Tschibtscha | 9.4.2024 | 6:23 min

Denkmal für die vergessenen Roma-NS-Opfer in Loipersdorf und Kitzladen

Gondolipeskero than le pobisterde Roma NS-opferenge ande Loipers­dorf taj Kitzladen: Uso gon­dolipe le Romenge andar Loipersdorf taj Kitzladen, save anglo 1938 dschi 1945 opfertscha le nacijo­nal­socija­lis­musistar ule. Angle 1938 dschivnahi andi ge­majndi Kitzladen 48 Roma, save ando berscha 1939 dschi 1942 ando minden­felitike loger­tscha ledschim ule taj schoha buter pal ale. Ande Loipers­dorf anglo 1938, 115 Roma atschnahi, save ando bersch 1939 dschi 1942/43 ando minden­felitike lo­gertscha ledschim ule taj odoj pumaro ileto na­schade. Ande Linz/Donau taj St. Margare­then (Burgenland) meg poar fa­miliji dschin.

Zum Gedenken an die Romnja und Roma – Frauen, Männer und Kinder – aus Loipers­dorf und Kitzladen, die von 1938 bis 1945 Opfer des Natio­nal­sozialis­mus wurden. Vor 1938 waren in der Gemein­de Kitzladen 48 Roma an­sässig, die in den Jahren 1939 bis 1942 in ver­schie­dene Kon­zentra­tions­lager ge­bracht wurden und nicht wieder zurück­ge­kehrt sind. In Loipersdorf waren vor 1938 115 Roma wohn­haft, die in den Jahren 1939 bis 1942/43 in ver­schiedene Kon­zentra­tions­lagern ab­trans­portiert wurden und dort ums Leben kamen. Read the rest of this entry »

Internationaler Roma-Tag im Parlament

April 9th, 2024  |  Published in Frauenrechte, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-Tag 2024 im Parlament: Von links: Tina Friedreich Fachkraft im Sozialbereich – Integrationsprojekte für Roma und Romnja, Teamkoordinatorin für EMRO Arbeitsmarktintegration für Roma und Romnja Csilla Höpfler, Obfrau von Vivaro-Viva Romnja Žaklina Radosavljević, Barbara Karlich, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Tina Friedreich Fachkraft im Sozialbereich – Integrationsprojekte für Roma und Romnja, Mitglied des Volksgruppenbeirates der Roma im Bundeskanzleramt Manuela Horvath (Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf) Empowerment und Erinnerung: Fest­ver­anstal­tung im Sitzungs­saal des Natio­nal­rats mit Ver­tre­ter:in­nen der Volks­grup­pe der Rom:nja und Sin­ti:zze

Wien (PK) – Unter dem Titel „ROMNJAKraft.Sor Erinnerung – Wandel – Aufbruch“ fand am Montag­nach­mittag im Parlament die bereits tra­ditio­nelle Ver­anstal­tung zum Inter­natio­na­len Roma-Tag statt. Heuer wurde dabei die wich­tige Rolle der Roma-Frauen in der Ent­wick­lung der Volks­gruppe hervor­ge­hoben. Ins­beson­dere wurde auf Bildung und Empower­ment als wichtige Faktoren für die weitere Stärkung der Rechte von Roma-Frauen hin­ge­wiesen. Der zweite inhalt­liche Fokus der Ver­anstal­tung lag auf dem Gedenken an den Porajmos, den Genozid an den euro­päi­schen Roma/Rom­nja und Sinti/Sin­tizze in der Zeit des Natio­nal­sozia­lismus.

Sobotka: Veranstaltung ist Zeichen der Solidarität mit der Volksgruppe

In seinen Eröffnungsworten führte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka aus, dass das österrei­chische Parlament die österrei­chi­schen Volks­gruppen über den gesetz­lichen Rahmen für die Volks­gruppen­arbeit hinaus in viel­facher Weise unter­stütze. Es bemühe sich, sie sichtbar zu machen, ihnen eine Stimme zu geben und Zeichen der Solida­rität zu setzen. Read the rest of this entry »

8. April: „ROMNJAKraft.Sor“ im Parlament

April 8th, 2024  |  Published in Frauenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Parlament in Wien (Foto: Manfred Werner/WikiCommons)Erinnerung – Wandel – Aufbruch: Fest­ver­anstal­tung des ös­ter­rei­chi­schen Par­la­ments an­läss­lich des In­ter­na­tio­na­len Roma-Ta­ges 2024

Datum: 8. April 2024, 14:00 Uhr
Ort: Nationalratssaal
Veranstalter: Wolfgang Sobotka, Präsident des Na­tio­nal­rates

Der Internationale Tag der Romnja/Roma wurde 1990 vom World Romani Congress (Welt­kongress der Roma) im Rahmen einer Sitzung in Polen be­schlossen. Seitdem finden am 8. April welt­weit Aktions­tage statt; dies geht auf den ersten Welt­kongress der Rom­nja/Roma zurück, der im Jahre 1971 in London statt­ge­funden hat. Für das Parlament Öster­reich ist es auch in diesem Jahr ein wür­diger Anlass, mit einer Feier­stunde diesen Gedenk­tag zu be­gehen. Dabei soll der thema­tische Fokus auf die Rolle der Rom­nja/Ro­ma-Frauen ge­legt werden, deren Geschichte ge­prägt ist von einem ständi­gen Wandel, der von sozio­kulturellen, politischen und wirt­schaft­li­chen Faktoren be­ein­flusst wird. Bildung und Empower­ment spielen dabei eine ent­schei­dende Rolle. Anhand von nationalen und inter­natio­nalen Bei­spielen soll auch gezeigt werden, dass es ver­stärkte Be­mühun­gen gibt, die Rechte von Roma-Frauen weiter zu stärken.

Durch ihr Programm ERINNERN:AT wird die Österreichische Bildungs­agentur (OeAD) den Genozid an den Roma und Sinti als ein weiteres Schwer­punkt­thema der Ver­anstal­tung auf­greifen. Dieses Programm be­schäftigt sich mit dem Lehren und Lernen über National­sozialis­mus, Holocaust sowie der Prä­vention von Anti­semitismus durch Bildung. Weitere Infor­matio­nen können Sie auf ERINNERN:AT abrufen.

Programm Read the rest of this entry »

Facts & Figures (508)

April 7th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung

In den aktuellen Grundschul-Lehrplänen in Serbien kom­men Roma kein ein­zi­ges Mal vor, in den Schul­bü­chern höchs­tens als nu­me­ri­sche An­gabe.

(Quelle)