Hochschulschriften

German Loans in Sinti-Manuš Romani (2024)

Oktober 23rd, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Romani, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazDaphne Reitinger (2024): A Cognitive Approach to Borrowing: German Loans in Sinti-Manuš Romani

Masterarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Insti­tut für Sprachwissenschaf), 118 S.

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Abstract (Link):

Sinti-Manuš-Romani weist aufgrund des mehr als 400 Jahre wäh­ren­den Sprach­kontakts mit Deutsch eine um­fang­reiche Schicht deutscher Lehnwörter auf. Die vor­lie­gende Arbeit unter­sucht die deutsche Lehnwort­schicht in den zwei Sinti-Manuš-Romani-Varie­tä­ten Shinto Rosengro und Manouche d’Auvergne. Durch den Fokus auf die in Italien be­heima­tete Varie­tät Shinto Rosengro und die in Frankreich be­heima­tete Varie­tät Manouche d’Auvergne kann die Robust­heit der vor­liegen­den deutschen Entleh­nun­gen gewäh­rleistet werden, da Deutsch nicht mehr zu den primären Kontakt­sprachen zählt. Im Einzel­nen werden die in beiden Varietäten vor­kom­men­den deutsch­stämmi­gen Lehnwörter sowie die ent­sprechen­den Inte­gra­tions­pro­zesse unte­rsucht. Es werden Fal­lstudien zu Phonologie, Semantik und zu morpholo­gischen Pro­zessen durch­ge­führt und kognitive Me­chanis­men wie Entrench­ment-, Frequenz- und Similarity-Effekte zur Er­klärung der be­obach­teten Ergeb­nisse heran­g­ezogen. Durch eine um­fassende Unter­suchung dieser Wechsel­wir­kun­gen strebt diese Arbeit an, einen Beitrag zum inter­dis­zipli­nären Gebiet der kognitiven Kontakt­linguistik leisten.

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Betteln als Lebensform: Notreisende in Graz

Oktober 13th, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazKornelia Vogl (2023): Betteln als Lebensform. Eine Befragung von Not­rei­sen­den in Graz zu ihrem Alltag

Masterthesis, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Stu­dien­­rich­tung „Global Studies“), 147 S.

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Abstract (Link):

Über jene Menschen, die aufgrund von Armut innerhalb Europas migrie­ren und häufig als Bettelnde in österrei­chi­schen Städten an­zu­treffen sind, gibt es unzählige mediale Berichte mit diversen Sicht­weisen auf das sozial­poli­tische Streit­thema. Im Rahmen dieser Arbeit wurde das Thema Armuts­migra­tion aus soziologischer Sicht unte­rsucht, um die Si­tu­ation der Betrof­fenen aus einer wissen­schaft­lichen Per­spektive zu be­trachten. Dabei wurde genauer auf den Alltag der Not­reisenden und ihren Umgang mit einer mög­lichen Stigma­tisierung ein­ge­gangen. Mittels leit­fragen­ge­stütz­ter Interviews mit slowaki­­­schen und rumänischen Staats­an­ge­höri­gen wurde die Lebens­lage der Not­rei­senden unter­sucht und an­hand der qualita­tiven Inhalts­analyse nach Mayring aus­ge­wertet. Die Er­geb­nisse zeigen, dass es den Not­reisenden in den Her­kunfts­ländern an lebens­wich­tigen Grund­lagen fehlt, wes­halb nur die Pendel­migration nach West­europa als Ausweg bleibt. Außer­dem mangelt es den Be­trof­fenen an (Aus-)Bildung, adä­qua­ten Wohn­möglich­keiten oder Zugang zum Arbeitsmarkt, wo­durch ihre Chancen auf eine Ver­besse­rung der Situation ver­mindert werden. Die tem­poräre Pendel­migration er­mög­licht es den Men­schen die Ver­sor­gung ihrer Familie zu gewähr­leisten. Read the rest of this entry »

Osteuropäische Rom_nija in Graz (2019)

Oktober 11th, 2025  |  Published in Frauenrechte, Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazChristina Bugram (2019): Die Lebenssituation osteuropäischer Rom_nija in Graz: temporäre und zirkuläre Migration als Problemlösungsstrategie

Masterthesis, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Studien­rich­tung „Inter­diszip­li­näre Geschlech­ter­studien“), 100 S.

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Abstract (Link):

In der Mehrheitsbevölkerung sind zahlreiche antiziganis­tische Stereotype über Rom_nija ver­ankert, mit denen jahr­hun­derte­lange Dis­kriminie­rung und Be­nachtei­ligung unter­stützt wurde und wird. Fun­diertes Wissen über ihre tatsäch­lichen Lebens­realitäten besteht hin­gegen kaum. Diese Masterarbeit zielt darauf ab, Auf­klärungs­arbeit zu leisten, und liefert eine genaue Betrach­tung tem­porärer bzw. zirku­lärer Migration von Rom_nija aus den neuen EU-Mitglied­staaten nach Graz, wo diese vor­wiegend als Bettler_innen sichtbar sind. Tem­poräre und zirku­läre Migra­tions­formen von Rom_nija finden sowohl im Diskurs um Migration als auch über Rom_nija wenig Be­achtung. Eine analy­tische Sicht­weise auf die Per­spektive von Frauen fehlt oft gänzlich. Qualita­tive Interviews mit sechs tem­porären und zirkulären romani Migran­tinnen in Graz sowie ein Interview mit einer Mit­arbeiterin eines roma­spezifischen Projektes er­möglichen einen Einblick in Lebens- und Migra­tions­biografien und die Heraus­forderungen, denen sie als Frau, Migrantin und Romni be­gegnen. Die be­fragten Frauen teilen wie die meisten romani Migrant_innen eine wesent­liche Gemein­sam­keit: ein Leben in ihrer Herkunfts­region wäre ohne eine Migration kaum bis gar nicht zu bewäl­tigen. Trotz zahl­reicher biogra­fischer Parallelen lassen sich aus den Inter­views vier ver­schie­dene Migrations­formen ableiten. Neben der Differen­zierung zwischen der ein­maligen und wieder­holten Migration bezieht sich ein wesent­liches Unter­scheidungs­merkmal auf das Ziel einer dauer­haften Nieder­lassung. Read the rest of this entry »

Zwischen Notwendigkeit und Widerstand (2024)

August 21st, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Jugend & Bildung, Wissenschaft

Hochschulschriften (Bild: Pixabay)Thorben Struck (2024): Zwischen Not­wen­dig­keit und Wider­stand: Eine erziehungs­wissen­schaft­lich-ethno­graphi­sche Studie zum Leben und Helfen unter hetero­nomen Bedingungen

Dissertation, Universität Hamburg (Fakultät für Erziehungswissenschaft), S. 293.

→zur Downloadseite der SUB Hamburg

Abstract (Link):

Diese Dissertation untersucht die Lebensrealitäten und Bewältig­ungs­stra­te­gien junger männlicher Roma bulgarischer Herkunft und ihrer Familien im mar­gi­nali­sierten Stadtteil Gaarden-Ost in Kiel. Auf Basis einer ein­jährigen ethno­graphischen Forschung mit teil­nehmender Beobach­tung werden die struk­turellen Herr­schafts­verhältnisse analy­siert, die ihre Lebens­welten prägen, sowie ihre all­täglichen Widerstands­praktiken. Im Rahmen eines kate­go­rial-analy­tischen Aus­wertungs­ver­fahrens der empirischen Daten nimmt die Arbeit eine macht­theore­tische Deutung vor und zeigt unter Bezug auf Konzepte des all­täglichen Wider­stands deren empi­rische Relevanz auf.

Fünf zentrale Bewältigungskontexte werden identifiziert: „Orte, Räume und Zeiten“, „Anti­ziganismus“, „Repres­sions­apparate“, „Bürokratie und Institu­tionen“ sowie „Organi­sierte Kriminalität“. Die Ergebnisse ver­deutlichen ein Spannungs­feld der Bewältigungs­handlungen zwischen Anpassung und Widerstand. Die habituelle Ver­ankerung wider­ständigen Handelns wird hierbei theo­retisch fundiert und in seiner empi­rischen Relevanz als „Habitus zwischen Not­wendig­keit und Wider­stand“ beschrieben.

Die ethnographische Untersuchung beleuchtet zudem die Hilfestruk­turen, die die jungen Männer nutzen, und differen­ziert diese in formale, non-formale und infor­melle Felder der Hilfe. Read the rest of this entry »

Versicherheitlichung der osmanischen Roma

Juli 29th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Wissenschaft

Yücel Meheroğlu (2024): Der historische Versicher­heit­li­chungs­prozess der Osma­ni­schen-Tür­ki­schen Roma (1908-1951)

Phil. Diss., Technische Uni­ver­­si­tät Berlin (Fakultät I – Geistes- und Bildungswissenschaften), 642 S.

→zum Download der TU Berlin

Abstract (Link):

Im Mittelpunkt der Dissertation steht die politische Konstruk­tion der osmani­schen-tür­kischen Roma als ein Sicher­heits­problem im Zuge des 20. Jahr­hunderts (1908–1951). Die Arbeit baut auf der Hypothese auf, dass eine von Sicher­heits­akteuren ver­folgte Ver­sicher­heitli­chungs­politik inner­halb des osma­nisch-tür­kischen Staats­apparates Roma als eine fragile Gemein­schaft in der heutigen Türkei hervor­gebracht hat, die weitest­gehend in ihren Staats­bürger­rechten be­schnitten ist. Dieser Politik ist die Zu­schrei­bung als „Zigeuner“ in­härent und die sie damit als eine rassiali­sierte Gemein­schaft konsti­tuierte. Anhand des Themen­komple­xes Mobilität, Migration und Staats­bürger­schaft werden die Kon­tinui­täten und Zäsuren dieser Politik zwi­schen dem Osma­nischen Reich und der Türkei unter Heran­ziehung einer Fülle von Quellen­materia­lien analy­siert. Die sich hieraus er­geben­den zentra­len Fragen sind die fol­genden: Wann, wie und von wem wurde der Sicher­heits­diskurs um die Roma generiert? In welchen Dis­kursen und Praktiken schlug sich dieser nieder? Diese histori­sier­baren Pro­zesse und Dynami­ken versucht die Autorin anhand der metho­dolo­gischen Kom­bina­tion von Ver­sicher­heitli­chung (securitization) und Ge­schichts­wissen­schaft zu erfassen. Gleichzeitig ist es ein An­liegen der Dissertation, die Geschichts­losig­keit zu be­enden und Roma als histori­sche Akteure und damit als orga­nischer Teil der modernen os­mani­schen-tür­kischen Geschichte sichtbar zu machen.

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„Die Bewegung der Anderen“ (2023)

Juli 18th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Wissenschaft

Alexander Rode (2023): Die Bewegung der Anderen. Prekäre Mobili­tät im 19. und 20. Jahr­hun­dert in Sach­sen und Leipzig

Phil. Diss., Uni­ver­­si­tät Leipzig (Fakultät für Geschichte, Kunst- und Ori­ent­wis­sen­schaften), 625 S.

→zum Download der Universität Leipzig

Abstract (Link):

Die Dissertation thematisiert die Mobilität von prekären Gruppen wie Vaga­bund:in­nen, Land­strei­cher:in­nen, Sinti und Roma. Sie geht dabei davon aus, dass die als Ab­weichung von der Norm wahr­ge­nom­mene Mobilität – oft als Wandertrieb stig­mati­siert – nicht aus eigenem Antrieb der Betrof­fenen erfolgte, son­dern durch behörd­liche Repres­sion erzeugt wurde. Polizei­liche Repression, Stadt­verweise, Bettel­verbote oder behörd­liche Willkür erzeug­ten Bewe­gungen, die an­schlie­ßend im Diskurs gegen die betrof­fenen Menschen ge­wendet wurde. Die Mobilität dieser Grup­pen war keine Eigen­schaft, selbst­bestimmte Lebens­weise oder kulturelle Eigenart, son­dern das Ergebnis struk­tureller Un­gleich­heit und Ungleich­be­hand­lung. Die Unter­suchung bedient sich dabei einer raum­theore­ti­schen Vor­gehens­weise und Analytik.

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„Dr. Hermann Arnold und seine »Zigeuner«“

Juni 25th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Christian Gerhard Kelch (2020): Dr. Hermann Arnold und seine »Zigeuner«. Zur Ge­schichte der „Grund­lagen­for­schung“ ge­gen Sinti und Roma in Deutschland unter Be­rück­sich­ti­gung der Genese des Anti­zi­ga­nis­mus­begriffs

Dissertation, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg/FAU (Philo­so­phi­sche Fakultät und Fach­bereich Theo­logie), 671 S.

→Download von OPEN.FAU (pdf)

Abstract (Auszug, S. 668 ff.):

Vorliegende Kritik der Tsiganologie setzt sich aus wissen­schafts­ge­schicht­li­cher Per­spektive mit dem Phänomen Anti­ziganis­mus in der deutsch­sprachigen Wissenschaft aus­einan­der. Im Zentrum steht der deutsche Mediziner Dr. Hermann Arnold (1912-2005), der nach dem Völkermord an den Sinti und Roma (Porajmos) durch die National­sozia­lis­ten als maß­gebliche wissen­schaft­liche Instanz bezüglich der Deutung der Lebens­weise und der Geschichte der als »Zigeuner« be­zeich­neten Sinti, Roma und auch Jenischen galt. Die Studie ist als Histo­rische Diskurs­analyse angelegt und fragt nach Konti­nui­täten und Brüchen des „Wissens­diskurses“ über die­jenigen Menschen, die als »Zigeuner« stig­matisiert wurden und werden. Gleich­zeitig wird in Form einer begriffs­geschicht­li­chen Klammer der histori­schen Genese und gegen­wärtigen Rezeption des Anti­ziga­nismus­begriffs, mit dem die spezi­fische Form des Ressen­timents gegen Sinti und Roma und andere Gruppen in Deutschland seit den 1980er Jahren benannt wird und der nach wie vor um­stritten ist, nach­ge­gangen. Im Zentrum stehen dabei die Fragen: 1.) nach dem spezi­fischen Zigeuner­bild Hermann Arnolds, 2.) Arnolds Wirken als „Zigeuner­experte“ in der bundes­deutschen Minis­terial­bürokratie, 3.) nach dem Wandel des Diskurses über ver­meint­liche »Zigeuner« im Verlauf der 1970er Jahre, 4.) nach Kon­tinui­täten zu Arnold in deut­schen Tsiganologie der 1980er und 2000er Jahre und 5.) nach der Rezeption des Anti­ziganismus­begriffs in Deutsch­land. […] Read the rest of this entry »

Minderheitenschutz im deutschen Bildungssystem (2024)

Februar 23rd, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Jugend & Bildung, Recht & Gericht, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazLena Baalhorn (2024): Minderheitenschutz der Sinti und Roma in aus­ge­wähl­ten Be­rei­chen des deut­schen Bil­dungs­sys­tems: Die Um­setzung des Rahmen­über­ein­kom­mens zum Schutz na­tio­na­ler Min­der­hei­ten in Bezug auf ihre Ge­schich­te und Kultur

Diplomarbeit, Karl-Franzens-Uni­ver­­si­tät Graz (Rechtswissenschaftliche Fakultät), 116 S.

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Abstract (Link):

Der Schutz von Minderheiten hat nach dem Zweiten Weltkrieg eine hohe Relevanz erlangt und sich in dieser Zeit stetig fort­ent­wickelt. Einen Teil dieses Minder­heiten­schutzes stellt das Rahmen­über­ein­kommen des Europarats zum Schutz nationaler Minder­heiten aus dem Jahr 1995 dar, das in Deutschland im Jahr 1998 in Kraft ge­treten ist und seitdem Sinti und Roma als eine von vier natio­nalen Minder­heiten in Deutschland unter seinen Schutz stellt. Gegen­stand der vor­liegenden Arbeit ist der Schutz der Kultur und Geschichte von Sinti und Roma in einigen Bereichen des deutschen Bildungs­systems unter dem Schutz des Rahmen­über­ein­kommens. Im Fokus steht dabei der Art 12 FCNM, wobei die Um­setzung Art 3,4 und 6 FCNM maß­geblich für eine erfolg­reiche An­wendung des Rahmen­über­ein­kommens sind. Es stellt sich zudem die Frage, wie sich die Situation von Sinti und Roma im Verlauf der Mo­ni­to­ring-Zyk­len verbessert hat bzw. was sich geändert hat. Zu Beginn wird das Rahmen­über­ein­kommen in Hinblick auf ver­schiedene Aspekte erläutert. Im weiteren Verlauf werden die ge­nannten Artikel dogmatisch analy­siert und es wird auf die An­wendung durch den Bera­tenden Aus­schuss ein­ge­gangen. Im dritten Schritt wird auf die Um­setzung durch Deutsch­land in den ver­schiede­nen Mo­nitor­ing-Zyk­len ein­ge­gangen. Außerdem werden die Schwächen des Rahmen­über­ein­kommens bearbeitet und wie die Umsetzung eines völker­rechtli­chen Instru­ments in einem föderalen Staat erfolgt, in dem Bildung in den Hoheits­bereich der Länder fällt. Read the rest of this entry »

Vorurteile und Stereotype (2023)

Februar 18th, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazKlara Novak (2023): Vorurteile und Stereotype gegenüber der ethnischen Minderheit der Roma

Masterarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Um­welt-, Re­gio­nal- und Bil­dungs­wis­sen­schaft­li­che Fa­kultät), 190 S.

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Abstract (Link):

In dieser Arbeit werden Vorurteile und Stereotype der Mehrheits­gesell­schaf­ten süd­ost­euro­päi­scher Länder gege­nüber der Roma-Min­der­heit in den Mittel­punkt gestellt, wobei der Fokus vor allem auf den Vor­urteilen und Stereo­typen der kroatischen Mehr­heits­gesel­lschaft liegt. Zu diesem Zweck wurden auf Roma be­zogene Artikel analysiert, die in drei kroatischen Online­zeit­schriften ver­öffent­licht wurden, um zu ermitteln, in welchen Kon­texten über Roma berichtet wird. Das Haupt­augen­merk liegt jedoch auf den Leser­kommen­taren zu den analy­sierten Beiträgen, die Aufschluss über die Vorurteile und Ein­stellun­gen der Leser:in­nen gegen­über der Roma-Min­der­heit gaben. Es wurde fest­gestellt, dass viele Vorurteile und Stereotype gegen­über den Roma nach wie vor stark präsent sind. Read the rest of this entry »

Die Situation der Roma in Kroatien (2023)

Februar 9th, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Karl-Franzens-Universität GrazMichaela Franjo (2023): Die Situation der Roma in Kroatien – Eine Analy­se der recht­li­chen Schutz­me­cha­nis­men und der fak­ti­schen Lebens­um­stände

Diplomarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Rechtswissenschaftliche Fakultät), 131 S.

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Abstract (Link):

Die vorliegende Arbeit untersucht die rechtlichen Schutz­mecha­nis­men und die fakti­schen Lebens­um­stände der Roma in Kroatien in den Be­reichen Wohnen, Bildung und Arbeit. Vielmehr besteht das Haupt­ziel darin, die aktuellen Heraus­for­derun­gen, mit denen Roma in diesen Bereichen kon­fron­tiert sind, zu iden­ti­fizieren und auf­zu­zeigen. Im all­gemeinen Teil wird deshalb zunächst als theo­reti­scher Einstieg der Begriff „juristische Min­der­heit“ er­läutert und eine Unter­schei­dung zwischen ethnischen, religiösen und sprach­li­chen Minder­heiten vor­ge­nommen. An­schlie­ßend wird der in dieser Arbeit ver­wendete Minder­heiten­begriff fest­gelegt und der in Kroatien ver­wendete Minder­heiten­begriff sowie der Begriff „Roma“ erläutert. Im beson­deren Teil der Arbeit werden die drei Berei­che – Wohnen, Bildung und Arbeit – unter­sucht. Es werden die rele­vanten recht­lichen Rahmen­be­din­gun­gen auf inter­nationaler, euro­päischer und natio­naler kroatischer Ebene erläutert und die tat­säch­li­che Lage der Roma auf­gezeigt. Read the rest of this entry »

Minderheitenrechte und ORF (2024)

Januar 27th, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Recht & Gericht, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazCorina Maria Kaufmann (2024): Minderheitenrechte in Österreich und die Rolle des öffentlich-rechtlichen Auftrags des ORF

Masterarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät), 80 S.

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Abstract (Link):

Neben dem rechtlichen Schutz bieten Medien eine Plattform der Artiku­lation, Inklusion und Iden­titäts­stärkung von Minder­heiten. Medien können zur öffent­lichen und politischen Meinungs­bildung beitragen und haben eine zentrale Funktion in der Re­präsen­tation der Interessen, Sprachen und Kulturen einer viel­fältigen Gesel­lschaft. Ziel der vor­lie­genden Arbeit ist es, die Rolle des öffent­lich-recht­lichen Auftrags des ORF bei der Dar­stellung, Wahrung und dem Schutz der sechs autochtho­nen Volksgruppen Österreichs (Burgenland­kroaten, Slowenen, Ungarn, Tschechen, Slowaken und Roma) zu unter­suchen. Dazu wird folgende Forschungs­frage gestellt: Welche Rolle spielt der Öster­reichi­sche Rundfunk für den Minderheiten­schutz? Zur Be­ant­wortung dieser Frage wird auf die Methode des Experten­interviews zurück­ge­griffen. Befragt werden der Landes­direktor des ORF-Landes­studios Burgenland sowie ein Vertreter der Volks­gruppe der Roma [Anm. dROMa: Emmerich Gärtner-Horvath, Vor­sitzen­der des Volks­grup­pen­bei­rats der Roma und Ob­mann des Vereins Roma-Ser­vice] und eine Ver­treterin der Volks­gruppe der stei­rischen Slowenen. In den Inter­views, die anhand von Leitfragen geführt werden, wird einer­seits auf Ver­besserungs­mög­lich­keiten, Wünsche und For­derungen der Volks­gruppen­vertreter im Bereich der medialen Versorgung und der Be­deutung des ORF ein­ge­gangen und anderer­seits versucht, die Per­spektive des ORF zu verstehen. Read the rest of this entry »

Die Burgenlandrom*nja im Geschichteunterricht

Januar 18th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Jugend & Bildung, Wissenschaft

Universität WienLisa Schenkermayer (2024): Die Burgenlandrom*nja im Geschichteunterricht

Masterarbeit, Universität Wien (Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät), 146 S.

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Abstract: Das Ziel dieser Masterarbeit ist es zu zeigen, wie sich eine Unterrichts­planung für den Ge­schichte­unter­richt der Sekundar­stufe II zum Thema „Geschichte der Burgen­land­rom*nja“ gestaltet. Diese hat zum Ziel, jenes Wissen und jene Kom­peten­zen zu gene­rieren, die es den Schü­ler*in­nen er­mögli­chen, mög­liche Vorurteile gegen­über der Minder­heit der Rom*nija ab­zu­bauen und dem­ent­spre­chend in ihrem persön­lichen Umfeld zu wirken. Um diese Frage­stellung zu be­ant­worten, wurde eine Literatur­recherche zur Geschichte der Rom*nja – mit dem Fokus auf das Gebiet des heuti­gen Burgen­landes – und eine Um­frage an burgen­ländi­schen Jugend­lichen durch­geführt. Es zeigte sich, dass die Geschichte der Bur­gen­land­rom*nja sehr um­fang­reich ist und die Jugend­lichen beinahe nichts über diese Geschichte wissen. Diese Erkennt­nisse wurden ver­wendet, um sechs Unterrichts­module für die Sekundar­stufe II zu er­stellen. Die Schüler*in­nen werden durch diese animiert, ihre eigenen und die Hand­lungen ihrer Mit­menschen in ihrem Alltag zu reflek­tieren und zu verändern. Studien haben gezeigt, dass die Bildung der Mehr­heits­gesell­schaft dazu bei­tragen kann, Vorurteile auf­zu­brechen, die inter­kulturelle Ver­ständ­igung zu fördern und damit dem wach­senden Anti­ziganismus ent­gegen­zu­wirken.

Hochschulschrift (Masterarbeit); Betreuer: Johannes Brzobohaty

u:theses ist das Hochschulschriften-Repositorium der Universität Wien.

UB Wien: utheses.univie.ac.at/detail/73384

Städtebau, Verdrängung, Geschlecht (2024)

August 4th, 2024  |  Published in Frauenrechte, Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Universität WienIrina Radu (2024): Städtebau, räumliche Verdrängung und Geschlecht. Das Bei­spiel der Roma im post­sozia­lis­ti­schen Rumänien

Masterarbeit, Universität Wien (Fakultät für Sozial­wissen­schaften), 118 S.

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Abstract: Die vorliegende Masterarbeit untersucht die mit dem Über­gang zum Kapitalismus in Ru­mänien ein­setzen­de Ver­drängung der Roma aus ihren Wohnungen und deren Folgen ins­beson­dere für Ge­schlech­ter­ver­hält­nisse. Im Gegen­satz zur staats­sozialis­ti­schen Periode Rumäniens vor 1989, deren Ideologie auf Ver­staat­lichung und Gleichheit abzielte, sich gegen Klassen- und Kultur­unter­schiede wandte und Elends­viertel ebenso wie Prunk­bauten ab­lehnte, führten die polit­ökono­mische und gesell­schaftli­che Trans­formation und ins­beson­dere die Priva­tisie­rung und Kom­mo­difi­zie­rung von Wohnraum und Land im Post­sozialis­mus zu er­heb­licher Un­gleich­heit von Lebens­bedin­gungen und zur Ver­drängung und räum­lichen Segregation vieler Be­dürftiger, vor allem Roma. Die räumliche Verdrän­gung hatte vieler­orts die Errichtung von infor­mellen Roma-Sied­lungen in räumlich und sozial margina­lisierten Gebieten zur Folge, die mit der Wieder­be­lebung traditio­neller Roma-Ge­mein­schaften einher­ging. Damit verband sich zugleich die – im öffentlichen wie im akade­mischen Diskurs bisher kaum reflek­tierte – Re­traditio­na­li­sie­rung von Ge­schlechter­ver­hältnis­sen in der Roma-Com­mu­nity, die für Roma-Frauen vor allem ver­stärkte patriarchale Rollen­zu­schrei­bungen, erhöhte soziale Kontrolle, zusätz­liche Care-Arbeit und räum­liche Isolation be­deutete.

Hochschulschrift (Masterarbeit); Betreuerin: Gabriele Michalitsch

u:theses ist das Hochschulschriften-Repositorium der Universität Wien.

UB Wien: utheses.univie.ac.at/detail/70120

Der Porajmos in der Nachkriegsjustiz (2022)

August 24th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Literatur & Bücher, Recht & Gericht, Wissenschaft

Universität WienAnna Cseri (2022): Kritische Betrachtung der Darstellung des Porajmos in der österreichischen Nachkriegsjustiz am Beispiel der Volksgerichtsverfahren gegen Franz Langmüller und Friedrich Messer

Masterarbeit, Universität Wien (Historisch-Kultur­wis­sen­schaft­li­che Fakul­tät), 91 S.

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Abstract: Nur ein Bruchteil der begangenen NS-Verbrechen an Rom:nja und Sin­ti:zze wurde in den öster­reichi­schen Volksgerichten im Zuge der Nach­kriegs­justiz be­handelt. Als Sonder­gerichte trugen sie die Ver­ant­wortung für die justizielle „Entnazifizierung“, welche in Österreich eng ver­zahnt war mit einer büro­kra­ti­schen „Säuberung”, bei der im Wesent­lichen eine Registrie­rung sog. „Ehemaliger“ sowie Sühne­leistungen zu Tragen kamen. Bis dato ließen sich ledig­lich 23 von über 136.000 Verfahren eruie­ren, die mit dem Porajmos im Zu­sammen­hang stehen. Eine Vielzahl der NS-Ver­brechen an Rom:nja und Sinti:zze blieb ungesühnt. Dieser Um­stand lässt sich in den Dis­kriminie­rungs­prozess dieser Opfer­gruppen in der un­mittel­baren Nach­kriegszeit (jedoch auch darüber hinaus) ein­ordnen. Knapp die Hälfte der Verfahren vor dem Volks­gericht betref­fend des Porajmos wurden ab­gebrochen oder ein­gestellt, die Täter:innen in einem Großteil der Fälle zu niedrigen Strafen verurteilt oder gar frei­gesprochen. In der vor­liegenden Master­arbeit wurden zwei öster­reichi­sche Volks­gerichts­verfahren analy­siert, die mit dem sog. „Zigeunerlager” Lackenbach in Zu­sammen­hang stehen. Die Haupt­quellen umfassen die Prozess­unter­lagen der beiden Verfahren, einer­seits gegen den Lager­leiter des so­ge­nannten „Zigeuner­lagers” Lacken­bach, Franz Langmüller, sowie anderer­seits gegen Friedrich Messer, der unter an­derem wegen der Denun­ziation einer Romni und der Betei­li­gung an Depor­tationen vor Gericht stand. Hierbei wurden erst­mals Prozess­akten auf die Re­produk­tion anti­ziganisti­scher Stereotype unter­sucht. Read the rest of this entry »

Saving the authentic “gypsy” (2018)

August 12th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Universität WienSandra Antonia Klos (2018): Saving the authentic “gypsy”. Paul Bataillard and the begin­nings of French Gypsyology

Masterarbeit, Universität Wien (Historisch-Kultur­wis­sen­schaft­li­che Fakul­tät), 103 S.

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Abstract: Paul Bataillard (1816–1894) war ein Pariser Journa­list, Redak­teur, Republi­kaner, Historiker, Anthro­pologe und Archivar. Seine zahl­reichen Ver­öffent­lichun­gen zur Ethnographie, Geschichte und Herkunft der­jenigen Per­sonen, die er als Bohémiens oder Tsiganes de­fi­nierte, bildeten das Fun­dament fran­zösi­scher Tsiganologie, der wissen­schaft­li­chen Ent­deckung und Be­schreibung der Zigeuner-Identität. Als Beitrag zu einer kriti­schen Prosopo­graphie der Forschung im neun­zehnten Jahr­hundert rund um die vor­ge­stellte ‚Rasse‘ der Zigeuner, unter­sucht diese Studie den wissen­schaft­lichen Blick, seine Kon­texte, Wahrheits­ansprüche, Wissen­schaft­lich­keits­stan­dards, Wirkung sowie Macht­ver­hält­nisse. Der erste Teil analy­siert die sozialen, insti­tu­tio­nellen und bio­graphischen Kontexte von Batail­lards For­schung. Der zweite Teil fokus­siert auf den Inhalt seiner Theorien und analysiert im­plizite Kon­zep­tionen von ‚Rasse‘ und Geschlecht, seinen Um­gang mit po­pulären Zigeuner-Dar­stellungen und seine eigene Hypo­these zur Her­kunft der Zigeuner. Der letzte Teil unter­sucht Bataillards wissen­schaftli­che Standards und wie exakt er sie selbst befolgte. Außer­dem werden seine Ab­sichten und Hinter­gründe, sich der Tsiga­nologie dauer­haft zu widmen, inter­pretiert. Read the rest of this entry »

Visuelle Reproduktion des Antiziganismus (2021)

Juli 15th, 2023  |  Published in Hochschulschriften, Kunst & Fotografie, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Universität WienRosa Tatzber (2021): Zur visuellen Reproduktion des Anti­zi­ga­nismus

Masterarbeit, Universität Wien (Fakultät für Sozial­wis­sen­schaften), 111 S.

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Abstract: Antiziganismus ist ein sozial bedingtes Phänomen, welches seit Jahr­hun­derten zur Dis­kriminie­rung und Ver­folgung von Rom_nja und Sin­t_ize führt. Um Anti­ziganis­mus in seiner gesell­schaft­lichen Be­dingtheit zu ver­stehen, wird auf die Kriti­sche Theorie des Anti­ziganis­mus Bezug ge­nommen, die dessen Ursache nicht in den Betrof­fenen, son­dern in der pathi­schen Pro­jektion der Vor­urteils­haften sieht. Auf­bauend auf diese Thesen wird mit dem Konzept der anti­ziganis­ti­schen Sinn­struktur eine Ver­bindung zur wissens­soziolo­gischen Bild­herme­neutik her­gestellt, um der visuelle Re­pro­duktion von Anti­ziganis­mus in fixierten Bildern nach­zu­gehen. Vor­gestellt werden vier Bild­inter­preta­tio­nen, welche sich mit dem anti­ziganis­ti­schen Poten­zial auf den Ebenen der Bild­gestaltung, der ikono­grafischen Bild­tradition und des Kon­textes (Facebook, VOL.at, Oe24.at, RTL.de, 9Gag.com) befassen. Wesent­lich ist der Aus­gangs­punkt, dass Bilder ikonisch Sinn er­zeugen und dieser nicht voll­ständig in Sprache über­setzbar ist. Daher wurde die Methode der Figurati­ven Hermeneutik nach Michael R. Müller ge­wählt. Deut­lich wird, dass bereits die Choreo­grafie der Bilder Anti­ziganis­mus visuell re­produ­zieren kann und sich diese in die Tradition der Fremd­dar­stellun­gen ein­ordnen lassen. Daher ist eine Sen­sibilisierung für visu­elle Stereotype und das Auf­zeigen von Gegenbildern not­wendig.

Schlagwörter: Antiziganismus / Kritische Theorie / visuelle Soziologie / visuelle Stereotype
Hochschulschrift (Masterarbeit); Betreuerin: Roswitha Breckner

u:theses ist das Hochschulschriften-Repositorium der Universität Wien.

UB Wien: utheses.univie.ac.at/detail/61060

„(K)Ein Platz für Gedenken“ (2021)

Juli 4th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Universität WienMarcus Wagner (2021): „(K)Ein Platz für Gedenken“. Vergessene Orte in den Ort­schaf­ten des Burgen­landes – kriti­sches Hinter­fragen der Er­inne­rungs­kultur an er­mor­de­ten Rom*nja

Diplomarbeit, Universität Wien (Historisch-Kultur­wis­sen­schaft­li­che Fakul­tät), 114 S.

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Abstract: Die vorliegende Arbeit widmet sich der Gedächtnis- und Gedenk­kultur für die ver­triebe­nen und ermor­deten Rom*nja im Burgen­land. Sie zeigt auf, dass die Ver­folgung und Ermor­dung der Rom*nja im Burgenland wäh­rend der Nazi­herrschaft im kollektiven Gedächtnis der Bur­gen­län­der*in­nen wenig ver­ankert sind. Die verfolgten und er­mordeten Rom*nja werden erst lang­sam ins Opfer­kollektiv des Landes auf­ge­nommen. Ein kurzer Abriss über die Geschichte der Rom*nja im Burgen­land und die Situa­­tion der Volksgruppe in der Zweiten Republik bilden den Rahmen der Arbeit. Wei­ters wird auf­ge­zeigt, wie der öffent­lich-gesell­schaft­li­che Umgang mit der national­sozialis­ti­schen Ver­gangen­heit des Burgen­landes das Leben der Rom*nja im Burgenland nach 1945 be­ein­flusste und er­schwerte. Die jahre­lange Nicht­kon­fron­ta­tion bzw. das Ver­schweigen der Mit­schuld der Bur­gen­län­der*in­nen an den Verbrechen gegen die Rom*nja spiegelt sich in der Erin­nerungs­politik des Burgen­landes wider. Die proble­ma­tische politische Bereitschaft für die Auf­arbeitung dieser Ver­brechen zeigt sich auch in der burgen­ländi­schen Denkmal­landschaft. Bis Ende der 1980er Jahre waren die Rom*nja in der burgen­ländi­schen Denk­mal­land­schaft nicht präsent. Erst mit der An­er­ken­nung der Rom*nja als Volksgruppe kam Be­wegung in die Gedenk­kultur. Auf Initia­tiven von ver­schiede­nen Ro­ma-Vereinen, Privat­personen und kirch­lichen Vertretern ent­standen erste Denkmäler und Er­innerungs­stätten für die ermordeten Rom*nja. Read the rest of this entry »

„Das Bild der Zigeunerin“ (2017)

April 19th, 2019  |  Published in Hochschulschriften, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazStrahinja Dobrivojević (2017): Das Bild der Zigeunerin in aus­ge­wähl­ten Wer­ken von Adal­bert Stifter, Karl Emil Franzos und Her­mann Hesse

Masterarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Ins­ti­tut für Germanistik), 66 S.

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Abstract (Link):

Die Einstellung verschiedener Bevölkerungen der Welt ge­gen­über dem Fremden ist seit lan­gem ein wich­tiger For­schungs­punkt, so­wohl in der Politik und Ge­schichte als auch in der Sprache und der Literatur­wissen­schaft. Die Bilder des Fremden rei­hen sich an­einan­der und sind ein un­er­läss­li­cher Bestand­teil der An­erken­nung jeder Minder­heits­gruppe ge­wor­den. In eini­gen Fäl­len sind diese Bilder eine positive An­nah­me des Frem­den, aber im größ­ten Teil um­fassen sie an brei­tes Spektrum an Ur­tei­len, Vor­über­zeu­gun­gen und Ver­achtung.

Diese Arbeit, Das Bild der Zigeunerin in ausgewählten Werken von Stifter, Franzos und Hesse, hat das An­liegen, die eher nega­tiven Bilder des Frem­den auf­grund konkre­ter literari­scher Bei­spiele aus den vor­han­de­nen Werken dar­zu­stel­len. Darun­ter be­fin­den sich zwei Wer­ke von Adalbert Stifter (Katzensilber und Der Waldbrunnen), ein Werk von Karl Emil Franzos (Die Hexe) und ein Werk von Hermann Hesse (Narziß und Goldmund). Al­le Wer­ke außer Die Hexe stel­len ein Bild des Frem­den dar, das ob­wohl es ne­gativ am An­fang per­zi­piert wer­den könn­te, am Ende eher affirma­tiv ist. Die Hexe hin­ge­gen ist eine Erzählung, an deren Bei­spiel sich das nega­tive Bild des Fremden am bes­ten ver­stehen lässt. Die Arbeit ist so ein­ge­glie­dert, dass jeder Teil eine aus­führ­liche Dar­stellung der wich­tigs­ten Motive und Topoi um­fasst. Read the rest of this entry »

„Ich nenne es banken“ (2017)

März 4th, 2019  |  Published in Hochschulschriften, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

FH Campus WienAstrid Hanisch (2017): „Ich nenne es banken“. Betteln und Schnor­ren im Kon­text ras­sis­ti­scher und natio­na­lis­ti­scher Kon­struk­tio­nen. Eine kri­ti­sche Diskurs­analyse

Masterarbeit an der Fachhochschule FH Campus Wien (Mas­ter­stu­di­en­gang: Sozial­raum­orien­tierte und Kli­ni­sche So­ziale Ar­beit), 116 S.

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Abstract (S. II):

Im vorherrschenden Diskurs um das Straßen­betteln in Österreich hat die räum­li­che Her­kunft und Staats­bür­ger_in­nen­schaft der betteln­den Men­schen eine maß­geb­li­che Be­deu­tung. In der Unter­schei­dung zwi­schen den „eige­nen“ (öster­rei­chi­schen) und den „frem­den Bett­ler_in­nen“ (vor al­lem de­nen, aus dem ost- und süd­ost­europäi­schen EU-Aus­land) wer­den Sub­jekt- und Objekt-Kon­struk­tio­nen voll­zogen. Die „frem­den Ande­ren“ werden ent­indi­vi­duali­siert und als kol­lek­tive, massen­hafte Bedro­hung für den Sozial­staat und die öffent­li­che Sicher­heit be­han­delt. Gleich­zeitig wer­den bettelnde Men­schen im­mer wie­der als „Roma“ iden­ti­fiziert, wobei diese Ethnisierung als Pro­jek­tions­leis­tung der Mehr­heits­gesell­schaft zu ver­stehen ist, die Betrof­fenen selbst wer­den meist nicht be­fragt. Der Unter­suchungs­zeit­raum der vor­liegen­den Masterarbeit beginnt 2012, also unmittelbar vor oder nach dem Verfassungsgerichtsurteil, das das allgemeine Bettelverbot aufgehoben hatte. Es wur­den acht Broschüren aus den Bereic­hen Sozia­le Arbeit, Men­schen­rechts­orga­ni­sa­tio­nen, Polizei und Ge­meinden auf ihre Ver­hand­lung der Thema­tik hin unter­sucht. Dabei wurde so­wohl die Ver­wendung von Text als auch von Bildern berück­sich­tigt. Als Analyse­werk­zeug wur­de die Rahmen­analyse nach Erving Goffman an­ge­wen­det. So sollte es mög­lich werden, die sprach­liche und soziale Be­deutung von räum­licher Herkunft und Staats­bür­ger_in­nen­schaft und die daraus ab­gelei­tete Ethni­sie­rung mit­tels einer Kriti­schen Diskurs­analyse auf­zu­zeigen. Als we­sent­li­ches Er­geb­nis gilt, dass sich die Soziale Arbeit ihrer anti­rassistischen Ver­antwortung im Span­nungs­feld zwi­schen Polizei, den Gemein­den, dem politi­schen Willen und der medialen Bericht­erstat­tung be­wusst sein muss.

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„Betteln als Performance“ (2018)

Februar 26th, 2019  |  Published in Hochschulschriften, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazJohanna Raphaela Blamberger (2018): „Alle sitzen wie Pilze neben­einan­der und ma­chen: Bitte, Madame, bitte, Herr!“ – Betteln als Per­for­mance und Humor als Strategie: kultur­anthro­po­logi­sche RomNija-Be­geg­nungen auf den Straßen von Graz

Masterarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­sität Graz (Institut für Kultur­anthropo­logie und Euro­päi­sche Ethno­logie), 120 S.

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Abstract (Link):

Die Arbeit beschäftigt sich mit Begegnungen mit jenen RomNija, die als Bett­lerInnen oder Zeitungs­ver­käu­ferIn­nen auf den Stra­ßen von Graz an­zu­tref­fen sind. RomNija er­scheinen durch stereo­type Zu­schrei­bun­gen und Ver­urteilun­gen hin­sicht­lich ihrer Identität im Zu­sam­men­spiel mit Narra­tiven, die in Bezug auf BettlerIn­nen exis­tieren, als eine homo­gene Per­sonen­gruppe mit spe­zi­fischen Eigen­schaften wie Dis­ziplin­losigkeit oder Arbeits­scheue. Die kultur­anthropo­logi­sche Forschungs­arbeit will eben­dieses Bild auf­brechen: Eine dif­feren­zierte, kon­textua­li­sierte Betrach­tung von Rom­Nija als Indivi­duen mit spezi­fischen Lebens­geschichten, Inten­tionen und Ge­danken sowie von der Tätig­keit des Bettelns und die Rolle der Mehr­heits­gesell­schaft werden hier­bei thema­ti­siert. Den theore­tischen Hinter­grund bildet dabei das Kon­zept des Antiziganismus, wel­ches die Ent­stehung und Re­produk­tion rassisti­scher Struk­turen in unserer Gesell­schaft ana­ly­siert. Kultur­wissen­schaftlich wird die Ansicht ver­folgt, dass Kultur als Ord­nungs­prin­zip in unse­rer Gesell­schaft an hoher Be­deu­tung ge­wonnen hat und dabei soziale, öko­nomi­sche und politi­sche Aspek­te, die zur Er­klärung von Lebens­situa­tio­nen dienen, in den Hinter­grund ge­drängt oder aber als kulturell be­dingt dar­gestellt wer­den. Interviews und Be­geg­nun­gen mit RomNija, Reflexio­nen über Begeg­nun­gen, histori­sche Be­trachtun­gen sowie die Ein­beziehung von künst­leri­schen Aus­einander­set­zungen er­öffnen einen Raum für ein differen­ziertes Ver­ständ­nis: Read the rest of this entry »