Recht & Gericht
September 7th, 2026 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Deutschland: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma erstattet Strafanzeige gegen AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla
[Foto: Olaf Kosinsky/Wikimedia/CC BY-SA 3.0 DE]
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma stellt bei der Staatsanwaltschaft Heidelberg Strafanzeige und Strafantrag gegen den AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla wegen Volksverhetzung (§ 130 StGB) und Beleidigung (§ 185 StGB). Anlass ist der Auftritt Chrupallas bei einer AfD-Wahlkampfveranstaltung am 29. August 2026 im Kulturhaus Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern). Vor rund 400 Anwesenden nahm er dort Bezug auf den zuvor bekannt gewordenen Fund von Waffen und Munition in einem Wald bei Berlin und erklärte, die Waffen hätten „wahrscheinlich irgendwelche Zigeuner dort verloren, beim Pilzesuchen“. Die Zuhörer im Saal reagierten mit Gelächter und Beifall.
Der Zentralrat ist fassungslos darüber, dass 81 Jahre nach Auschwitz eine gesichert rechtsextreme Partei im Wahlkampf auf zynische Art wieder gegen Sinti und Roma hetzt. Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Chrupalla, bestätigt einmal mehr das Weltbild seiner Partei, die mit dem Schüren von Angst und dem Verbreiten von Hass gegen Minderheiten, Menschen ausgrenzt und stigmatisiert. In ihrer Ideologie verharmlosen sie die NS-Verbrechen als „Fliegenschiss“ der deutschen Geschichte. Read the rest of this entry »
Juli 30th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)
dROMa 82: Was war wann?
Europa – Historija la Romengera-politikatar (3): cajtakeri dorik 2011–2026
→TEIL 1: Chronik 1969–2000
→TEIL 2: Chronik 2001–2010
Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut dreißig Jahren erarbeiten OSZE, Europarat und EU politische Standards, um die Inklusion der Roma voranzubringen. Ein (unvollständiger) Überblick über die vielen Etappen auf dem Weg zu Europas Roma-Politik | Papruschtscha, pheniptscha, programtscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o europakero rot taj i EU politischi schtandardiskere koji, hatek i inklusijona le Romendar angle te anel, ar butschalinen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Romengeri-politik la Europatar.
2011 Europäisches Parlament:
Die Initiative 2010/2276(INI) zur „EU-Strategie zur Integration der Roma“ fordert am 9.3.2011 eine umfassende Roma-Strategie. Direkter politischer Anstoß zur Rahmenstrategie der Kommission. | I inicijativa 2010/2276(INI) usi „EU-jakeri-strategija usi integracija le Romendar“ ando 9.3.2011 jek bulhi Romengeri-strategija mangel. Direkti politischi aundefinipe usi keripeskeri strategija la komisijonatar.
2011 Europäische Kommission:
Der „EU-Rahmen für nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020“ vom 5.4.2011 [COM(2011) 173] ist das zentrale Strategiepapier und fordert die Staaten zu nationalen Strategien auf. Die Ratsempfehlung 2013/C 378/01 vom 9.12.2013 stärkt den EU-Rahmen. Im Fokus stehen Bildung, Arbeit, Gesundheit, Wohnen. | O „EU-jakero keripe le nacijonali strategijenge usi integracija le Romendar dschi 2020“ andar o 5.4.2011 [COM(2011) 173] o centrali strategijakero papruschi hi taj le schtotschendar nacijonali strategiji mangel. O rotiskero angletschalajipe 2013/C 378/01 andar o 9.12.2013 o EU-jakero keripe soraljarel. Ando dikipe terdschon sikadipe, buti, sastipe, atschipe.
2011 Europarat (CLRAE):
In Straßburg diskutiert der europäische Roma-Gipfel der Bürgermeister am 22.9.2011 kommunale Strategien. In der Folge entsteht 2013 die Europäische Allianz der Städte und Regionen für die Roma-Inklusion. | Ande Straßburg o euopitiko Romengero-barikano talalinipe le birovtschendar ando 22.9.2011 komunali strategiji diskutirinel. Paloda, 2013 i europitiki alijanca le forijendar taj regijonendar la Romengera-inklusijonake kerdo ol. Read the rest of this entry »
Juli 30th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)
dROMa 82: Was war wann?
Europa – Historija la Romengera-politikatar (2): cajtakeri dorik 2001–2010
→TEIL 1: Chronik 1969–2000
→TEIL 3: Chronik 2011–2026
Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut dreißig Jahren erarbeiten OSZE, Europarat und EU politische Standards, um die Inklusion der Roma voranzubringen. Ein (unvollständiger) Überblick über die vielen Etappen auf dem Weg zu Europas Roma-Politik | Papruschtscha, pheniptscha, programtscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o europakero rot taj i EU politischi schtandardiskere koji, hatek i inklusijona le Romendar angle te anel, ar butschalinen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Romengeri-politik la Europatar.
2002 Europarat (PACE):
Die Empfehlung 1557 vom 25.4.2002 über die „Rechtslage der Roma in Europa“ beschäftigt sich mit der Migration und dem prekären Rechtsstatus der Roma und verweist auf ausbleibende Erfolge. | O angletschalajipe 1557 andar o 25.4.2002 pedar i „tschatschipeskeri situacija le Romendar andi Europa“ la migracijonaha taj le phare tschatschipeskere schtatusiha le Romendar donde pe bescharel taj upre ar atschime jeriniptscha sikal.
2003 Europarat (PACE):
Empfehlung 1633 fordert am 25.11.2003, die Zwangsrückführung von Roma nach Ex-Jugoslawien auszusetzen, solange keine sichere Rückkehr möglich ist. | O angletschalajipe 1633 mangel ando 25.11.2003, hot o mujsinipeskero palvodinipe le Romendar andi Eks-Jugoslavija ar beschardo te ol, asaj dur, dschimeg latscho paldschajipe del.
2003 OSZE:
Am 27.11./2.12.2003 verabschiedet die OSZE einen „Aktionsplan zur Verbesserung der Lage der Roma und Sinti“ mit Empfehlungen zu Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und politischer Teilhabe. Die Umsetzung überwacht das OSZE-Menschenrechtsbüro (ODIHR). | I OSZE ando 27.11./2.12.2003 jek „akcijonakero plan uso feder keripe la situacijatar le Romendar taj Sintijendar“ ari del, angletschalajiptschenca uso sikadipe, usi buti, uso atschipe, uso sastipe taj uso politischi usekerinipe. Pedar o prikbescharipe o OSZE-jakero-manuschengero tschatschipeskero butjakero kher (ODIHR) obocht del. Read the rest of this entry »
Juli 29th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)
dROMa 82: Was war wann?
Europa – Historija la Romengera-politikatar (1): cajtakeri dorik 1969–2000
→TEIL 2: Chronik 2001–2010
→TEIL 3: Chronik 2011–2026
Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut dreißig Jahren erarbeiten OSZE, Europarat und EU politische Standards, um die Inklusion der Roma voranzubringen. Ein (unvollständiger) Überblick über die vielen Etappen auf dem Weg zu Europas Roma-Politik | Papruschtscha, pheniptscha, programtscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o europakero rot taj i EU politischi schtandardiskere koji, hatek i inklusijona le Romendar angle te anel, ar butschalinen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Romengeri-politik la Europatar.
1969 Europarat (PACE):
Die Empfehlung 563 der Parlamentarischen Versammlung (PACE) vom 30.9.1969 ist das erste internationale Dokument, das sich mit der „Lage der Zigeuner und anderer Fahrender“ befasst und diese als Minderheit mit Schutzbedarf anerkennt. | O angletschalajipe 563 le parlamentarischi talalinipestar (PACE) andar o 30.9.1969 o erschti internacijonali dokumento hi, savo pe la „situacijaha le Zigeunerendar taj avre ladaschtschendar“ donde bescharel taj odolen ojs tschulipe arakipeskere pekantschagoha aun prindscharel.
1975 Europarat (MK):
Die Resolution (75) 13 des Ministerkomitees (MK) vom 22.5.1975 gibt „Empfehlungen zur sozialen Lage der Nomaden in Europa“. | I resolucijona (75) 13 le ministerengere komitejistar (MK) andar o 22.5.1975 „angletschalajiptscha usi socijali situacija le nomadschtschendar andi Europa“ del.
1981 Europarat (CLRAE):
Die Konferenz der Gemeinden und Regionen (CLRAE) betont am 29.10.1981 in Resolution 125 die „Rolle und Verantwortung der lokalen und regionalen Behörden hinsichtlich der […] Bevölkerungsgruppen nomadischer Herkunft“. | I konferenca le gemajntschendar taj regijontschendar (CLRAE) ando 29.10.1981 andi resolucijona 125 o „than taj o ferantvoatinipe le lokali taj regijonali birovtschagendar vasch […] le dschenengere grupnendar nomadischi telschtaminipeha“ angle asdija.
1983 Europarat (MK):
Das Ministerkomitee befasst sich in der Empfehlung R (83) 1 vom 22.2.1983 mit Maßnahmen zugunsten „staatenloser Nomaden und Nomaden mit ungeklärter Staatsangehörigkeit“. | O ministerengero komitej ando angletschalajipe R (83) 1 andar o 22.2.1983 kojenca le „naphandle schtotschengere nomadschtschenca taj nomadschtschenca na putrime schtotiskere usekerinipeha“ donde pe bescharel. Read the rest of this entry »
Juli 14th, 2026 |
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Politik, Recht & Gericht
Parlamentskorrespondenz vom 7.7.2026: Auf den Tag genau vor 50 Jahren, am 7. Juli 1976 wurde das Volksgruppengesetz vom Nationalrat verabschiedet. Am Jubiläumstag werden nun alle sechs autochthonen Volksgruppen in Österreich verfassungsrechtlich abgesichert. Die Gesetzesänderungen sollen außerdem der Sicherung der zweisprachigen Gerichtsbarkeit in Kärnten dienen. Die Novelle des Volksgruppengesetzes wurde als erster Punkt der Tagesordnung der heutigen Plenarsitzung mit den Stimmen der Regierungsparteien sowie der Grünen und somit der notwendigen Zweidrittelmehrheit beschlossen. Die FPÖ sieht die Reform als Privilegierung der Volksgruppen und nicht im Sinne der Mehrheitsbevölkerung.
Verfassungsrechtliche Absicherung der sechs Volksgruppen
Zur Stärkung der rechtlichen Stellung der sechs autochthonen Volksgruppen in Österreich werden diese künftig explizit im Volksgruppengesetz genannt, abgesichert durch eine Verfassungsbestimmung. Konkret sind das die kroatische Volksgruppe, die slowenische Volksgruppe, die ungarische Volksgruppe, die tschechische Volksgruppe, die slowakische Volksgruppe und die Volksgruppe der Roma. Außerdem wird die Regierung dazu verpflichtet, dem Nationalrat jährlich einen umfassenden Bericht über die Lage der Volksgruppen vorzulegen, samt Stellungnahmerecht der Volksgruppenbeiräte. Mit einem Abänderungsantrag wurden im Plenum noch redaktionelle Versehen ausgebessert.
Zur Sicherung der zweisprachigen Gerichtsbarkeit in Kärnten soll das Bezirksgericht Ferlach mit jenem in Klagenfurt und die Bezirksgerichte Bleiburg und Bad Eisenkappel mit jenem in Völkermarkt zusammengelegt werden. Hintergrund dafür ist, dass für die kleinen Bezirksgerichte keine slowenisch sprechenden Richterinnen bzw. Richter mehr gefunden werden können. Stattdessen sollen nun an den Gerichtsstandorten Klagenfurt und Völkermarkt eigene Gerichtsabteilungen und zweisprachige Kompetenzzentren eingerichtet werden. Read the rest of this entry »
Mai 28th, 2026 |
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Facts & Figures, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
2023 verurteilte der Europarat Bettelverbote als diskriminierend und forderte die Mitgliedstaaten auf, Betteln nicht zu kriminalisieren (PACE/Res.2523).
(Quelle)
Mai 16th, 2026 |
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Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Von 2002 bis 2024 stellte der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in 114 Urteilen fest, dass die Menschenrechte von Roma oder Fahrenden verletzt wurden.
(Quelle)
Mai 9th, 2026 |
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Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Unter Berufung auf die Sozialcharta wurde beim Europarat 2003 erstmals eine Kollektivbeschwerde wegen Diskriminierung von Roma eingebracht (ERRC gegen Griechenland).
(Quelle)
Mai 8th, 2026 |
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Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Gleichbehandlungsanwaltschaft kritisiert diskriminierendes Polizeischreiben: Das Schreiben bedient historische antiziganistische Stereotype. Behörden tragen eine besondere historische Verantwortung.
Wien (OTS) — Ein Schreiben der Polizeibehörde Neusiedl warnt die dort ansässige Bevölkerung vor Rom:nja und Sinti:zze. Aus Sicht der Gleichbehandlungsanwaltschaft ist ein solches Schreiben vor dem Hintergrund des geltenden Diskriminierungsschutzes und der historischen Verantwortung von Behörden inadäquat. Im Schreiben der Polizei wird der lokalen Bevölkerung unter anderem empfohlen, keine Dienstleistungen von Rom:nja in Anspruch zu nehmen, deren selbständige Tätigkeit pauschal als unseriös diskreditiert wird. Darüber hinaus werden Sicherheitsempfehlungen getätigt, die Rom:nja und Sinti:zze als zu Kriminalität neigende Personengruppe darstellen. Die Beratungserfahrung der Gleichbehandlungsanwaltschaft zeigt, dass viele Rom:nja und Sinti:zze Diskriminierungserfahrungen machen, die mit diesem Vorurteil zusammenhängen.
Die EU-Antirassismusrichtlinie bietet umfassenden Diskriminierungsschutz. Zudem verbietet das Gleichbehandlungsgesetz Rassismus in der Arbeitswelt. Geregelt ist darin auch der Aufbau einer selbstständigen Tätigkeit. Selbständigkeit ist eine wichtige Einkommensquelle für zahlreiche in Österreich niedergelassene Menschen, ebenso wie für Personen, die ihr EU-Freizügigkeitsrecht nutzen. Das polizeiliche Schreiben weist die Bevölkerung dazu an, Dienstleistungen von Rom:nja und Sinti:zze pauschal abzulehnen.
Sandra Konstatzky, Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft macht auf das Diskriminierungspotenzial aufmerksam: „Der EuGH hat festgestellt, dass öffentliche Äußerungen, die zum Ausschluss bestimmter ethnischer Gruppen vom Arbeitsmarkt führen, als unmittelbare Diskriminierung zu qualifizieren sind. Wenn jemand davor warnt, Geschäfte mit bestimmten Gruppen an Personen abzuschließen, kann das eine Anweisung zur Diskriminierung darstellen.“ Read the rest of this entry »
Mai 1st, 2026 |
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Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Der Europ. Menschenrechtsgerichtshof verurteilt am 28.10.1998 erstmals einen Staat aufgrund der Beschwerde eines Rom (Assenov et al. v. Bulgarien).
(Quelle)
April 21st, 2026 |
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Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Frauenrechte, Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
#ZARAbleibt! – Österreich braucht weiterhin Zivilcourage!
→Zur Petition auf mein.aufstehn.at
Sehr geehrte Bundesministerin Bauer,
sehr geehrte Bundesregierung und Entscheidungsträger!
ZARA ist seit Jahren eine unverzichtbare Anlaufstelle für Menschen, die in Österreich Rassismus, Diskriminierung und Hass erleben. Der Verein bietet Beratung, Dokumentation, Unterstützung und öffentliche Aufklärung genau dort, wo Betroffene sonst oft allein gelassen werden. Gerade in einer Zeit, in der rassistische, hasserfüllte Sprache wieder salonfähig gemacht wird, insbesondere im digitalen Raum, braucht es diese Arbeit mehr denn je. Die geplante Kürzung der Fördergelder, die das De-facto-Ende dieser wichtigen Aufklärungs- Unterstützungs- und Präventionsarbeit bedeuten, ist daher der falsche Schritt in einer Gesellschaft, die sich zunehmend polarisiert.
Deswegen sind gerade Sie, Familienministerin Bauer, aber auch die gesamte Bundesregierung und die Entscheidungsträger in Parlament und Verwaltung jetzt aufgefordert, Ihre Entscheidungen zu überdenken und sich klar für eine Erhaltung dieser so wichtigen Institution auszusprechen und einzusetzen!
Warum ist das wichtig?
Österreich hat in den letzten Jahren erlebt, wie sich gesellschaftliche Spannungen verschärfen, wie Debatten über Migration, Integration und Zugehörigkeit polarisiert werden und wie Hass im Netz und im Alltag normalisiert werden. ZARA leistet hier nicht nur Soforthilfe für Betroffene, sondern schafft auch wichtige Sichtbarkeit für Probleme, die viele lieber verdrängen würden. Dass allein 2025 mehr als 1.500 rassistische Vorfälle dokumentiert wurden, zeigt, dass es nicht um ein Randthema geht, sondern um eine reale Belastung für das gesellschaftliche Zusammenleben.
Gerade deshalb ist es unverständlich und politisch falsch, ausgerechnet in diesem Bereich zu sparen. Wer an Anti-Rassismus, Opferschutz und Prävention kürzt, spart nicht an „Verwaltung“, sondern an Sicherheit im Netz und demokratischer Stabilität. Read the rest of this entry »
April 20th, 2026 |
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Einrichtungen, Frauenrechte, Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Bundeskanzleramt streicht Förderung: Antidiskriminierungsstelle ZARA bietet für neue Fälle vorerst keine Beratungen mehr an
Aussendung von ZARA, 20.4.2026:
Die Streichung der Förderung für die Beratungsstelle #GegenHassimNetz unter der politischen Verantwortung von Bundesministerin Claudia Bauer bedroht die Existenz von ZARA akut. Ohne rasche Finanzierung droht das vollständige Aus bis Juni.
Seit acht Jahren erhält ZARA eine Förderung des Bundeskanzleramts in Höhe einer sechsstelligen Summe für den Betrieb der Beratungsstelle #GegenHassimNetz. Anfang April 2026 erreicht den Verein die Mitteilung, dass diese Förderung für das Jahr 2026 aufgrund von „Sparmaßnahmen“ vollständig gestrichen wurde. Die Entscheidung wurde unter der Verantwortung von Bundesministerin Claudia Bauer (ÖVP) getroffen.
ZARA zum Zeitpunkt der Streichung bereits in finanzieller Vorleistung
Zum Zeitpunkt der Mitteilung war ZARA bereits in finanzielle Vorleistung gegangen, um Betroffene von Hass im Netz weiterhin durchgehend unterstützen zu können. Unterstützung, die – das zeigen die aktuellen Debatten rund um digitale Gewalt an Frauen – für Betroffene dringend notwendig ist. Diese Vorfinanzierung erfolgte in der begründeten Annahme, dass die Förderung auch für das Jahr 2026 fortgeführt wird – auf Basis unserer langjährigen Expertise und unseres Alleinstellungsmerkmals als spezialisierte Beratungsstelle, die in Österreich allen Betroffenen von Hass im Netz kostenlos und niederschwellig offensteht. Unser Angebot unterschied sich damit von anderen bestehenden Einrichtungen, die sich an spezifische Zielgruppen, etwa Kinder und Jugendliche, richten.
Beratungsangebote derzeit massiv eingeschränkt
Das entstandene finanzielle Defizit zwingt den Verein nun dazu, die Beratungsangebote #GegenHassimNetz und !GegenRassismus massiv einzuschränken. Neue Fälle werden von ZARA ab sofort nur noch dokumentiert. Beratungsleistungen kann der Verein für neue Meldungen derzeit nicht mehr anbieten. Bestehende Fälle betreut ZARA vorerst weiter. Stellt die öffentliche Hand kurzfristig keine entsprechende Finanzierung sicher, muss ZARA seinen Betrieb samt aller Beratungsangebote bis Juni gänzlich einstellen.
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November 29th, 2025 |
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Dokumente & Berichte, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Der Verein „ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit“ präsentierte seinen 8. „#GegenHassimNetz“-Bericht. Der diesjährige Bericht (→PDF-Download) widmet sich dem Thema „Lawful but Awful“.
Der Bericht zeigt, wie sehr auch rechtlich zulässige Inhalte im Netz Menschen verletzen, zum Schweigen bringen und insgesamt einen fairen, demokratischen Diskurs verhindern.
Seit der Gründung der Beratungsstelle „#GegenHassimNetz“ im Jahr 2017 wurden insgesamt 15.113 Fälle von Online-Hass dokumentiert, davon 1.716 im aktuellen Beratungsjahr. Ein Großteil der Meldungen ist vorurteilsmotiviert, besonders häufig geht es um rassistische und sexistische Angriffe – oft treffen sie Menschen, die von mehreren Diskriminierungsformen betroffen sind. „Ob Hass im Netz strafbar ist, hängt jedoch nicht primär davon ab, aus welchem Grund ein Mensch Hass verbreitet. Sowohl ideologisch als auch nicht-ideologisch motivierte Inhalte können rechtswidrig sein – oder eben legal. Ihnen gemeinsam ist, dass sie verletzen“, erklärt Fiorentina Azizi-Hacker, Leiterin der ZARA-Beratungsstellen. Die ZARA-Berater*innen prüfen daher genau, welche rechtlichen Schritte oder anderen Maßnahmen möglich und sinnvoll sind, um Betroffene in ihrem individuellen Fall bestmöglich zu unterstützen.
Der Bericht verdeutlicht, dass Hass im Netz ein breites, gesamtgesellschaftliches Problem ist: Er reicht von strafbaren Drohungen und Verhetzung über sexualisierte Gewalt und Cybermobbing bis zu „lawful but awful“-Inhalten, die zwar nicht gegen Gesetze verstoßen, aber dennoch massiv schaden. Etwas mehr als die Hälfte (54 %) der bei ZARA gemeldeten Hass-Inhalte bewertete die ZARA-Beratungsstelle #GegenHassimNetz als nicht-rechtlich relevant.
„Legaler Online-Hass prägt den Alltag vieler Menschen und macht sichtbar, wo der Rechtsstaat an seine Grenzen stößt, wenn es um den Schutz der Menschenwürde geht. Genau an dieser Schnittstelle beginnt die Arbeit von ZARA: Wir hören zu, beraten und handeln, wo andere Systeme nicht greifen“, so ZARA-Geschäftsführerin Rita Isiba.
Der Bericht bietet neben aktuellen Zahlen und Analysen auch konkrete Handlungsempfehlungen: Read the rest of this entry »
November 24th, 2025 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Das slowenische Parlament hat vergangene Woche ein Gesetz verabschiedet, das der Polizei weitreichende Ausnahmebefugnisse in sogenannten „Sicherheitsrisikogebieten“ einräumt – Zonen, die, wie Kritiker befürchten, besonders die Roma-Gemeinschaften betreffen. Damit werde die gesamte Roma-Minderheit als Sicherheitsbedrohung behandelt. Das „Gesetz über Notstandsmaßnahmen zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit“, bekannt als „Šutar-Gesetz“, war nach einer Gewalttat in Novo Mesto innerhalb weniger Wochen durchgepeitscht worden. In der südslowenischen Stadt war im Oktober ein 48-jähriger Mann, Aleš Šutar, bei einer Auseinandersetzung vor einem Nachtklub von einem jungen Rom tödlich verletzt worden. Die Tat löste rassistisch aufgeheizte Proteste, Polizeieinsätze in Roma-Siedlungen und den Rücktritt des Justiz- und des Innenministers aus.
Trotz des Boykotts linker Parteien, die das Gesetz als repressiv bezeichneten, wurde es mit breiter Mehrheit verabschiedet. Umfragen zeigen, dass rund 60 Prozent der Bevölkerung das Gesetz befürworten. Menschenrechts- und Roma-Organisationen sowie europäische Institutionen kritisieren das Gesetz jedoch scharf. Die EU-Kommission warnte Slowenien davor, das Gesetz unverhältnismäßig gegen ethnische Minderheiten anzuwenden und EU-Normen zu verletzen.
Im Folgenden geben wir eine Aussendung der Roma Foundation for Europe wieder:
Die slowenische Nationalversammlung hat gestern Abend über das sogenannte „Šutar-Gesetz“ abgestimmt, das das Betreten von Wohnungen ohne richterliche Anordnung, erweiterte Überwachungsbefugnisse und den Einsatz des Militärs bei der inneren Sicherheit ermöglicht. Die Roma Foundation for Europe hat vor der Verabschiedung des sogenannten „Šutar-Gesetzes“ durch die slowenische Nationalversammlung gewarnt.
Mensur Haliti, Vizepräsident der Roma Foundation for Europe, sagte: „Dieses Gesetz macht ganze Stadtviertel zu Sicherheitszonen und ihre Bewohner zu Sicherheitskategorien. Es senkt die politischen Kosten, diejenigen ins Visier zu nehmen, die bereits von einer freien und fairen politischen Teilhabe ausgeschlossen sind, um daraus politischen Gewinn zu erzielen. Slowenien hat etwas getan, was Europa selten zugibt: Es hat ein Gesetz verabschiedet, das eine ganze Minderheit als Sicherheitsrisiko behandelt. Read the rest of this entry »
September 30th, 2025 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Bundesrat beschließt: Deutschlands nationale Minderheiten sollen Verfassungsrang erhalten
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma begrüßt die vom Bundesrat auf Initiative der Länder Schleswig-Holstein, Brandenburg und Sachsen am Freitag, dem 26. September, verabschiedete Entschließung, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, die nationalen Minderheiten der deutschen Sinti und Roma, Dänen, Friesen und Sorben durch die Aufnahme in das Grundgesetz zu schützen.
In einer Zeit des Umbruchs in Europa, in der nationalistische und rechte Parteien mit Hetze wie Antisemitismus, Antiziganismus und Rassismus Minderheiten wieder zu Sündenböcken machen, wäre dies ein Zeichen der historischen Verantwortung. Eine wehrhafte Demokratie muss sich diesen menschenfeindlichen Bestrebungen entschlossen entgegenstellen. Eine solche Initiative gegenüber den nationalen Minderheiten wäre ein sichtbares Zeichen der Bundesrepublik Deutschland, die Erfahrungen aus der deutschen Geschichte als Verpflichtung unseres demokratischen Rechtsstaates zu verstehen. Bereits mehrere Länder wie Schleswig-Holstein und Brandenburg haben diesen Schutz in ihre Landesverfassungen aufgenommen.
Es wäre ein klares Bekenntnis zum Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten des Europarates und zu den Verpflichtungen aus der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Read the rest of this entry »
Juni 4th, 2025 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Rund 200 Roma und Romnja in Sofia sind nach der Zerstörung ihrer Häuser durch die lokalen Behörden obdachlos geworden. Die Polizei führte die Zwangsräumungen ohne ordnungsgemäßes Verfahren, ohne angemessene Vorankündigung und ohne Prüfung alternativer Lösungen durch. Das Vorgehen der Behörden ist eine direkte Verletzung eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 11. April. Dieser hatte die Regierung angewiesen, bis zur Klärung eines Rechtsstreits den Abriss der Häuser einzustellen. Die betroffenen Familien, darunter Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit Behinderungen, sind nun ohne Unterkunft, Wasser und Strom.
→URGENT ACTION: Setz dich ein! (Bis 9. Nov. 2025)
Die Lage der geräumten Rom*nja-Familien des Stadtteils Zaharna Fabrika in Sofia ist nach wie vor katastrophal. Seit dem 15. April hat die Bezirksverwaltung von Ilinden in Sofia Dutzende von Häusern in Zaharna Fabrika abreißen lassen, wodurch fast 200 Rom*nja – darunter Kinder, ältere Menschen und Schwangere – obdachlos wurden. Die meisten Familien sind ohne Unterkunft und haben keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Wasser, Strom, Gesundheitsversorgung und Bildung. Seit dem Abriss haben die Behörden nur wenigen Familien eine alternative Unterkunft zur Verfügung gestellt. Die meisten von ihnen leben unter äußerst prekären Bedingungen, schlafen in Zelten oder sind auf Behelfsunterkünfte angewiesen.
Die Zerstörung der Häuser erfolgte ohne ein angemessenes Verfahren, ohne Vorankündigung und ohne echte Konsultation zur Auslotung von Alternativlösungen. Damit wurde ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 11. April missachtet, das die bulgarischen Behörden angewiesen hatte, die Räumungen so lange auszusetzen, bis alternative Unterkunftsmöglichkeiten vorliegen. Mit der Missachtung dieses Urteils haben die bulgarischen Behörden gegen ihre internationalen und regionalen Menschenrechtsverpflichtungen verstoßen, einschließlich der Gewährleistung des Rechts auf angemessenen Wohnraum. Danach sind Zwangsräumungen nur als letztes Mittel zulässig, und zwar nach einer echten Konsultation, bei der alle Alternativen zu einer Räumung geprüft werden, nach der Bereitstellung einer angemessenen Alternativunterkunft und nach der Umsetzung von Schutzmaßnahmen zum Schutz der Würde und der Rechte der Betroffenen. Amnesty International ist der Ansicht, dass die Räumungen angesichts des Fehlens von Verfahrensgarantien und der daraus resultierenden Obdachlosigkeit der meisten Betroffenen Zwangsräumungen gleichkommen – einer Praxis, die nach den internationalen und regionalen Menschenrechtsverpflichtungen Bulgariens verboten ist. Read the rest of this entry »
März 31st, 2025 |
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Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Volksverhetzungsurteil in Deutschland aufgehoben – Zentralrat ist „fassungslos“
Eine prominente deutsche Bloggerin, laut Focus „eine der wichtigsten Figuren der neurechten Szene“, hatte 2022 die Minderheit der Roma und Sinti auf Twitter pauschal verunglimpft. Mitte 2024 wurde sie dafür wegen Volksverhetzung verurteilt. Nun hat das Berufungsgericht das Urteil allerdings wieder aufgehoben – zum Entsetzen des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Wir geben im Folgenden die Aussendung des Zentralrats wieder:
Die Bloggerin und Influencerin aus der rechtspopulistischen Szene, Anabel Schunke, wurde im August 2024 vom Amtsgericht Goslar wegen Volksverhetzung verurteilt. Im April 2022 hatte sie ihren rund 200.000 Followern auf der Plattform X geschrieben:
Ein großer Teil der Sinti und Roma in Deutschland und anderen Ländern schließt sich selbst aus der zivilisierten Gesellschaft aus, indem sie den Sozialstaat und damit den Steuerzahler betrügen, der Schulpflicht für ihre Kinder nicht nachkommen, nur unter sich bleiben, klauen, Müll einfach auf die Straße werfen und als Mietnomaden von Wohnung zu Wohnung ziehen.
Das Amtsgericht Goslar hatte sie aufgrund dieser Veröffentlichung auf der Plattform X wegen Volksverhetzung verurteilt. Das Landgericht Braunschweig hat dieses Urteil am 17.3.2025 aufgehoben. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma ist fassungslos über die Entscheidung des Vorsitzenden Richters, der dieses Urteil in der Berufung vom 17.3.2025 kassiert hat.
Die ekelhafte Hetze von Frau Schunke erinnert an den Beginn der Machtergreifung der Nazis, wo Sinti und Roma genauso wie Juden, trotz ihrer jahrhundertelangen deutschen Geschichte ihrer Staatsbürgerschaft beraubt und als „Zigeuner“ genauso wie Juden kriminalisiert und ausgegrenzt wurden. Read the rest of this entry »
Februar 23rd, 2025 |
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Hochschulschriften, Jugend & Bildung, Recht & Gericht, Wissenschaft
Lena Baalhorn (2024): Minderheitenschutz der Sinti und Roma in ausgewählten Bereichen des deutschen Bildungssystems: Die Umsetzung des Rahmenübereinkommens zum Schutz nationaler Minderheiten in Bezug auf ihre Geschichte und Kultur
Diplomarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz (Rechtswissenschaftliche Fakultät), 116 S.
→Download der UB Graz (pdf)
Abstract (Link):
Der Schutz von Minderheiten hat nach dem Zweiten Weltkrieg eine hohe Relevanz erlangt und sich in dieser Zeit stetig fortentwickelt. Einen Teil dieses Minderheitenschutzes stellt das Rahmenübereinkommen des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten aus dem Jahr 1995 dar, das in Deutschland im Jahr 1998 in Kraft getreten ist und seitdem Sinti und Roma als eine von vier nationalen Minderheiten in Deutschland unter seinen Schutz stellt. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist der Schutz der Kultur und Geschichte von Sinti und Roma in einigen Bereichen des deutschen Bildungssystems unter dem Schutz des Rahmenübereinkommens. Im Fokus steht dabei der Art 12 FCNM, wobei die Umsetzung Art 3,4 und 6 FCNM maßgeblich für eine erfolgreiche Anwendung des Rahmenübereinkommens sind. Es stellt sich zudem die Frage, wie sich die Situation von Sinti und Roma im Verlauf der Monitoring-Zyklen verbessert hat bzw. was sich geändert hat. Zu Beginn wird das Rahmenübereinkommen in Hinblick auf verschiedene Aspekte erläutert. Im weiteren Verlauf werden die genannten Artikel dogmatisch analysiert und es wird auf die Anwendung durch den Beratenden Ausschuss eingegangen. Im dritten Schritt wird auf die Umsetzung durch Deutschland in den verschiedenen Monitoring-Zyklen eingegangen. Außerdem werden die Schwächen des Rahmenübereinkommens bearbeitet und wie die Umsetzung eines völkerrechtlichen Instruments in einem föderalen Staat erfolgt, in dem Bildung in den Hoheitsbereich der Länder fällt. Read the rest of this entry »
Februar 9th, 2025 |
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Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Michaela Franjo (2023): Die Situation der Roma in Kroatien – Eine Analyse der rechtlichen Schutzmechanismen und der faktischen Lebensumstände
Diplomarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz (Rechtswissenschaftliche Fakultät), 131 S.
→Download der UB Graz (pdf)
Abstract (Link):
Die vorliegende Arbeit untersucht die rechtlichen Schutzmechanismen und die faktischen Lebensumstände der Roma in Kroatien in den Bereichen Wohnen, Bildung und Arbeit. Vielmehr besteht das Hauptziel darin, die aktuellen Herausforderungen, mit denen Roma in diesen Bereichen konfrontiert sind, zu identifizieren und aufzuzeigen. Im allgemeinen Teil wird deshalb zunächst als theoretischer Einstieg der Begriff „juristische Minderheit“ erläutert und eine Unterscheidung zwischen ethnischen, religiösen und sprachlichen Minderheiten vorgenommen. Anschließend wird der in dieser Arbeit verwendete Minderheitenbegriff festgelegt und der in Kroatien verwendete Minderheitenbegriff sowie der Begriff „Roma“ erläutert. Im besonderen Teil der Arbeit werden die drei Bereiche – Wohnen, Bildung und Arbeit – untersucht. Es werden die relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen auf internationaler, europäischer und nationaler kroatischer Ebene erläutert und die tatsächliche Lage der Roma aufgezeigt. Read the rest of this entry »
Januar 27th, 2025 |
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Hochschulschriften, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Recht & Gericht, Wissenschaft
Corina Maria Kaufmann (2024): Minderheitenrechte in Österreich und die Rolle des öffentlich-rechtlichen Auftrags des ORF
Masterarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz (Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät), 80 S.
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Abstract (Link):
Neben dem rechtlichen Schutz bieten Medien eine Plattform der Artikulation, Inklusion und Identitätsstärkung von Minderheiten. Medien können zur öffentlichen und politischen Meinungsbildung beitragen und haben eine zentrale Funktion in der Repräsentation der Interessen, Sprachen und Kulturen einer vielfältigen Gesellschaft. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Rolle des öffentlich-rechtlichen Auftrags des ORF bei der Darstellung, Wahrung und dem Schutz der sechs autochthonen Volksgruppen Österreichs (Burgenlandkroaten, Slowenen, Ungarn, Tschechen, Slowaken und Roma) zu untersuchen. Dazu wird folgende Forschungsfrage gestellt: Welche Rolle spielt der Österreichische Rundfunk für den Minderheitenschutz? Zur Beantwortung dieser Frage wird auf die Methode des Experteninterviews zurückgegriffen. Befragt werden der Landesdirektor des ORF-Landesstudios Burgenland sowie ein Vertreter der Volksgruppe der Roma [Anm. dROMa: Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma und Obmann des Vereins Roma-Service] und eine Vertreterin der Volksgruppe der steirischen Slowenen. In den Interviews, die anhand von Leitfragen geführt werden, wird einerseits auf Verbesserungsmöglichkeiten, Wünsche und Forderungen der Volksgruppenvertreter im Bereich der medialen Versorgung und der Bedeutung des ORF eingegangen und andererseits versucht, die Perspektive des ORF zu verstehen. Read the rest of this entry »