Geschichte & Gedenken
Oktober 5th, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft
Martin Fotta / Ann Ostendorf (eds.): The Romani Atlantic, Cambridge University Press: Cambridge 2026.
Open Access: →Zur Downloadseite* [CC-BY-NC 4.0]
„The Romani Atlantic“ untersucht die transatlantischen Migrationsbewegungen, Interaktionen und historischen Erfahrungen von Roma auf vier Kontinenten und in fünf Jahrhunderten. Anhand von Fallstudien freiwilliger oder erzwungener Mobilität – wie der historischen Verbringung nach Angola oder Louisiana – zeigt der Sammelband, wie diese Gemeinschaften trotz staatlicher Kontrollen durch strategisches Handeln und Resilienz die moderne Welt mitgestaltet haben.
Verlagsbeschreibung (Cambridge University Press):
The Romani Atlantic is the first comprehensive look at Romani experiences in the Atlantic World. Together, the essays detail the Romani people’s transatlantic circulations, interactions, connections, and exchanges, reinforcing the view that the Atlantic was a zone of contact where identities interlaced and transformed. The geographical points and flows covered include imperial Spain and Mexico, Lusophone Angolan slave trading ports, Ellis Island immigration controls, South-Eastern European villages, and Canadian community centers. Each case study illustrates the migratory flow and reflow of people, ideas, and processes, showing that Romani people have strategically engaged with state instruments, cultivated Romani distinctiveness, and built resilient communities. The Romani Atlantic traces the underexplored history of Romani migration and highlights the ways that Romani agency has shaped the modern world.
*) Das Buch ist auf der Verlagsseite nur in Form einzelner Kapitel verfügbar. Über die Funktion „Select all“ können Sie jedoch alle Bestandteile des Buches auswählen und gesammelt über „Download PDF (zip)“ herunterladen.
(Text: Cambridge University Press)
September 30th, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Jan Ort: The Roma as Agents of the “G*psy Question”. Belonging, Mobility and the Resettlement Policy in Socialist Czechoslovakia, Karolinum Press: Prague 2024.
Open Access: →zum Download [CC-BY-4.0]
Das Buch untersucht die Assimilationspolitik des kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei der 1960er-Jahre, die durch die Zwangsumsiedlung tausender Roma-Familien deren Lebensweise zerstören sollte. Statt nur die staatliche Perspektive einzunehmen, beleuchtet der Autor die konkrete Umsetzung vor Ort und stellt die Erfahrungen sowie die Handlungsfähigkeit der Roma selbst in den Mittelpunkt, die die staatlichen Maßnahmen oft auch für ihre eigenen Lebensstrategien nutzten.
Verlagsbeschreibung (Karolina Press):
The story of Romani people in communist Czechoslovakia has long been framed by a discriminatory policy of assimilation, and thus by fatal interventions into Romani family ties and their broader socio-cultural systems. Paradoxically, such a narrative failed to satisfactorily integrate the perspective of the Roma themselves, who often associated the same period with an unprecedented experience of social inclusion and material security. In his book, Jan Ort examines the state policy that in the mid-1960s aimed at the definitive elimination of “G*psy backwardness” through the placement of thousands of Roma families in non-Roma society, thus becoming a symbol of the social engineering interventions of the communist regime in the lives of Czechoslovak Roma. In contrast to the predominant focus on the perspective of state authorities, the author seeks to map the practice of this policy in specific places, with an emphasis on the experiences and agency of the Roma themselves, especially those who had their homes in eastern Slovakia. Read the rest of this entry »
September 9th, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften
Lukas Sperlich (2020): Die Bedeutung des öffentlichen Gedenkens an den Porajmos für RomNija in Österreich
Masterarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz, Geisteswissenschaftliche Fakultät, Institut für Geschichte, 114 S.
→Download der UB Graz (pdf)
Abstract (Link):
Roma sind seit den 1990er-Jahren eine von sechs in Österreich offiziell anerkannten Volksgruppen. In den Jahren des Nationalsozialismus wurden sie schrittweise ausgegrenzt und verfolgt, um sie anschließend zu ermorden. Nur ein kleiner Teil überlebte diese Zeit und kehrte zurück. Zuerst jahrzehntelang von der österreichischen Öffentlichkeit geleugnet, wird heute an die Verbrechen erinnert und der Opfer würdevoll gedacht. Welche Rolle ein solches Gedenken für RomNija in Österreich spielt, ist die ausgehende Frage der vorliegenden Arbeit. Diese gliedert sich in zwei Teile: Ein erster Teil versucht, die Gruppe an sich zu dekonstruieren, und hinterfragt ein prinzipielles Zusammengehörigkeitsgefühl von RomNija. Trotz vieler Gemeinsamkeiten kann nicht von Roma im Sinne einer vorgestellten Gemeinschaft gesprochen werden, deren Mitglieder sich miteinander solidarisieren. Vielmehr ist es seit der Bürgerrechtsbewegung der 1980er- und 90er-Jahre eines der Hauptanliegen einer intellektuellen Elite, eine solche Identität zu fördern, um in weiterer Folge die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation von RomNija zu verbessern. In diesem Zusammenhang stehen zumindest teilweise die Bemühungen von österreichischen Vereinen, sich in die europäische Erinnerungslandschaft des Holocausts einzuschreiben. In einem zweiten Teil zeigt die Analyse der zwei Vereinszeitschriften Romano Centro und Romano Kipo unterschiedliche Zugänge zum Gedenken. Beide Vereine lehnen sich einerseits an Narrative der Shoah an, um Teil einer bereits etablierten Erinnerungskultur zu werden, und stellen andererseits ein Bild einer Kontinuität von Diskriminierung her, um mit der Erinnerung an die Gräuel des NS auf die heutige Schlechterstellung aufmerksam zu machen und so Druck auf Mehrheitsbevölkerung und Politik auszuüben, selbige zu verbessern.
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August 31st, 2026 |
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Geschichte & Gedenken
Nach Sanierung: Sinti-Mausoleum in Halle-Osendorf wurde feierlich eingeweiht
Am Sonntag, 23. August 2026, wurde in Halle-Osendorf (Deutschland) das Mausoleum Josef Weinlichs feierlich eingeweiht. Nach umfassender Sanierung erinnert das Baudenkmal an die Kultur der Sinti und Roma, die während der nationalsozialistischen Diktatur fast vollständig aus Halle verschwand.
Für die nationale Minderheit spricht der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose: „Das Mausoleum erinnert an die lange Geschichte der Sinti in Deutschland und macht deutlich, dass Sinti mit ihrer 600-jährigen deutschen Geschichte selbstverständlicher Teil dieses Landes sind, das ihre Heimat ist. Ich danke Bund, Land und der Stadt Halle für die Sanierung, die ausdrückt, dass dieses Land auch durch Baudenkmale an die lange Geschichte der Minderheit erinnert.“
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August 29th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Wissenschaft
Forschungsstelle Antiziganismus ediert Quellen zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa. Die Arbeiten zum neunjährigen Projekt wurden zu Jahresbeginn aufgenommen.
Eine groß angelegte digitale Edition führt Quellen zum nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma in Europa zusammen und macht sie für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich. Publiziert werden sollen rund 1.200 Dokumente – Schriftstücke aus dem Verwaltungs- und Verfolgungsapparat, ergänzt um Quellen aus der Perspektive der Opfer. Angesiedelt ist das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg. Für die Gesamtlaufzeit von neun Jahren stehen Fördermittel in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Vorhaben basiert maßgeblich auf der digitalen „Enzyklopädie des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma in Europa“, die seit Juli 2020 ebenfalls an der Forschungsstelle entsteht.
„Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma wurde nicht nur gesellschaftlich und politisch jahrzehntelang ignoriert, sondern auch in der Forschung kaum beachtet“, erläutert die Historikerin Dr. Karola Fings, wissenschaftliche Leiterin der beiden Projekte. Ziel ist es, mit der „Edition zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa“ alle Verfolgungsprozesse von der rassistischen Stigmatiserung bis hin zum Mord in den Vernichtungslagern abzubilden. Read the rest of this entry »
August 24th, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV
Gespräch mit dem Historiker Daniel Weißbrodt
Radio Blau – Freies Radio für Leipzig
Sendung vom 31.7.2026, 22:51 Min. [CC-BY-NC-SA]
→Anhören (mp3)
Gespräch mit dem Autor und Historiker Daniel Weißbrodt (Website), Projektmitarbeiter im Leipziger Verein Romano Sumnal (Website), über die Geschichte der Sinti und Roma in Leipzig und Sachsen, anlässlich auch des Internationalen Tags des Gedenkens an den Genozid an Sinti und Roma am 2. August.
(Sendung und Text: Radio Blau)
August 22nd, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Marc Buggeln, Sebastian Lotto-Kusche: Aufarbeitung des an Sinti und Roma begangenen Unrechts in der Bundesrepublik Deutschland. Grundlagenkonzept für eine Wahrheitskommission, Springer VS: Wiesbaden 2024.
Marc Buggeln und Sebastian Lotto-Kusche legen mit dieser Publikation ein Grundlagenkonzept zur Wahrheit über das begangene Unrecht an den Sinti_ze und Rom_nja in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR vor. Zunächst fassen die Autoren den Erkenntnis- und Forschungsstand zur Geschichte von Sinti_ze und Rom_nja nach 1945 in beiden deutschen Staaten zusammen. Daraus abgeleitet wird der Forschungsbedarf und mögliche Fragestellungen der einzurichtenden Wahrheitskommission zur Aufarbeitung des an Sinti_ze und Rom_nja begangenen Unrechts (WASRU). Da Wahrheits- und Versöhnungskommissionen in Deutschland bislang keine Tradition haben und meist im unmittelbaren Übergangsbereich von Diktaturen und Apartheidsregimen hin zu Demokratien gegründet wurden, werten die Autoren die Erfahrungen dieser Kommissionen in unterschiedlichen Staaten weltweit aus. (Verlagsankündigung)
Dr. Marc Buggeln ist Universitätsprofessor für regionale Zeitgeschichte und Public History an der Europa-Universität Flensburg und Direktor der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History.
Dr. Sebastian Lotto-Kusche ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Postdoc an der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History der Europa-Universität Flensburg.
Siehe auch:
Deutschland beschließt Aufarbeitungskommission, 13.7.2026
August 21st, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Sebastian Sauer (2025): Im Kampf um eine gesellschaftliche Identität. Die Erinnerung an das Rohrbombenattentat von Oberwart 1995 in der österreichischen Medienlandschaft zwischen 2000 und 2020
Masterarbeit, Universität Wien (Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät), 154 S.
→Zum Download der UB Wien (pdf)
Abstract (Link):
Der Rohrbombenanschlag von Oberwart 1995 stellt eine Zäsur für die österreichischen Roma und Österreich im Gesamten dar. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Anschlag zwischen 2000 und 2020 in der österreichischen Medienlandschaft erinnert wurde. Hierzu werden die vier Printmedien Kronen Zeitung, Kurier, Der Standard und Die Presse untersucht. Audiovisuelle Medien finden durch Einbindung des ORFs in die Untersuchung Berücksichtigung. Basierend auf der Nachrichtenwerttheorie untersucht eine erste quantitative Analyse, welcher Stellenwert der Anschlagserinnerung über die Jahre von der österreichischen Presse zugewiesen wurde. Die anschließende qualitative Analyse versucht, durch die Einordnung in ein Kategoriensystem dominante Inhalte der Berichterstattung und mögliche Entwicklungen zu identifizieren. Anschließend werden aus der Berichterstattung herausstechende Thematiken und Artikel, die durch besonders hohes Maß von gesellschaftlichem Interesse geprägt sind, näher diskutiert. Durch dieses Vorgehen soll die Anschlagserinnerung im kulturellen Gedächtnis verortet werden und ihre Rolle in der Konstruktion einer österreichischen Identität beurteilt werden können. Read the rest of this entry »
August 10th, 2026 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Religion
Einer esoterisch-religiösen Theorie zufolge handelt es sich bei den Roma um die Nachfahren eines der verlorenen Stämme Israels (Simeon).
(Quelle)
August 5th, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 4.8.2026 | 7:57 min
2. August: Holocaust-Gedenktag für Roma und Sinti
O dujto august o holocaust gondolipeskero di le Romenge taj Sintijenge upro tradipe taj murdaripe le valami epasch milijona Romenge taj Sintijenge maschkar i cajt le nacijonalsocijalismusistar pal gondolinel. Oda di upro keripe le logeristar Auschwitz Birkenau ando bersch deschuenja schtarvar desch taj schtar pal dschal. Ande i rat le dujti upro triti augustistar deschuenja schtarvar desch taj schtar i SS o logeri lividirintscha. O opfertscha sina pedar schtar eseri trin schel Sinti taj Roma – lendar but tschave, dschuvla taj phure manuscha, save na la mujsinipeskera butjake selectirim ule – ando gaskamertscha murdarde ule.Sajt o bersch duj eseri bischu trin ada di te andi Austrija ojs oficijeli nacijonali gondolipeskero di hi. Sako bersch gondolipeskere mulatintschagi tel likerde on, sar ando austritiko parlamento, Lackenbach vaj ando gondolipeskero than Auschwitz-Birkenau.
2. August –Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma: Er erinnert an die Verfolgung und Ermordung von schätzungsweise 500.000 Angehörigen dieser Minderheiten während der Zeit des Nationalsozialismus. Das Datum bezieht sich auf die Ereignisse im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Jahr 1944. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 liquidierte die SS das sogenannte „Zigeunerfamilienlager“. Die Opfer: über 4.300 Sinti und Roma – vor allem Kinder, Frauen und ältere Menschen, die zuvor nicht zur Zwangsarbeit selektiert worden waren – wurden in den Gaskammern ermordet. Seit 2023 gilt dieser Tag auch in Österreich als offizieller nationaler Gedenktag. Jährlich finden Gedenkveranstaltungen statt, unter anderem im österreichischen Parlament, Lackenbach oder in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.
(Beitrag: TV Erba)
August 3rd, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Das österreichische Parlament gedenkt der Opfer des NS-Völkermords an Roma und Sinti: Kranzniederlegung der Parlamentsspitze zum nationalen Gedenktag
Wien (PK) – Zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag für Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze [am 2. August] gedachte das Parlament am 31. Juli mit einer Kranzniederlegung im Weiheraum beim Äußeren Burgtor am Heldenplatz.
Die Parlamentsspitze wurde dabei durch Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs, Zweiten Nationalratspräsidenten Peter Haubner und Dritter Nationalratspräsidentin Doris Bures vertreten. Die Kranzniederlegung erfolgte gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Volksgruppenbeirates der Roma Emmerich Gärtner-Horvath und seinem Stellvertreter Andreas Sarközi.
Rosenkranz: Erinnerung aufrecht halten und für die Zukunft sorgen
„In einem beispiellosen Zivilisationsbruch ist Roma und Sinti damals ihre Würde, ihre Heimat und ihr Leben genommen worden. Das Gedenken ist ein Auftrag an uns alle, menschlich und wachsam zu sein und alle jene zu schützen, die ausgegrenzt werden“, erklärte Nationalratspräsident Walter Rosenkranz zu diesem Anlass. Damit sei der nationale Gedenktag ein stiller, aber eindringlicher Ruf an das Gewissen der Menschen. Das Parlament bekenne sich an diesem Tag zu seiner Verantwortung, die Erinnerung aufrecht zu halten und Sorge für die Zukunft zu tragen.
Schwarz-Fuchs: Würde und Gleichberechtigung muss jeden Tag verteidigt werden
Die Namen und Lebensgeschichten der ermordeten Roma und Sinti dürften nicht hinter Zahlen verschwinden, forderte Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs. Erinnerung heiße auch, Ausgrenzung und Vorurteilen gegenüber Roma und Sinti heute klar entgegenzutreten. „Ihr Schicksal verpflichtet uns, Würde und Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft jeden Tag zu verteidigen“, so die Bundesratsvpräsidentin.
Haubner: Erinnern ist Auftrag, Minderheiten zu achten
Von den rund 11.000 Angehörigen der Volksgruppe der Roma und Sinti in Österreich seien etwa 90 Prozent Opfer des nationalsozialistischen Terrors geworden, erklärte Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner. Read the rest of this entry »
Juli 30th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)
dROMa 82: Was war wann?
Europa – Historija la Romengera-politikatar (3): cajtakeri dorik 2011–2026
→TEIL 1: Chronik 1969–2000
→TEIL 2: Chronik 2001–2010
Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut dreißig Jahren erarbeiten OSZE, Europarat und EU politische Standards, um die Inklusion der Roma voranzubringen. Ein (unvollständiger) Überblick über die vielen Etappen auf dem Weg zu Europas Roma-Politik | Papruschtscha, pheniptscha, programtscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o europakero rot taj i EU politischi schtandardiskere koji, hatek i inklusijona le Romendar angle te anel, ar butschalinen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Romengeri-politik la Europatar.
2011 Europäisches Parlament:
Die Initiative 2010/2276(INI) zur „EU-Strategie zur Integration der Roma“ fordert am 9.3.2011 eine umfassende Roma-Strategie. Direkter politischer Anstoß zur Rahmenstrategie der Kommission. | I inicijativa 2010/2276(INI) usi „EU-jakeri-strategija usi integracija le Romendar“ ando 9.3.2011 jek bulhi Romengeri-strategija mangel. Direkti politischi aundefinipe usi keripeskeri strategija la komisijonatar.
2011 Europäische Kommission:
Der „EU-Rahmen für nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020“ vom 5.4.2011 [COM(2011) 173] ist das zentrale Strategiepapier und fordert die Staaten zu nationalen Strategien auf. Die Ratsempfehlung 2013/C 378/01 vom 9.12.2013 stärkt den EU-Rahmen. Im Fokus stehen Bildung, Arbeit, Gesundheit, Wohnen. | O „EU-jakero keripe le nacijonali strategijenge usi integracija le Romendar dschi 2020“ andar o 5.4.2011 [COM(2011) 173] o centrali strategijakero papruschi hi taj le schtotschendar nacijonali strategiji mangel. O rotiskero angletschalajipe 2013/C 378/01 andar o 9.12.2013 o EU-jakero keripe soraljarel. Ando dikipe terdschon sikadipe, buti, sastipe, atschipe.
2011 Europarat (CLRAE):
In Straßburg diskutiert der europäische Roma-Gipfel der Bürgermeister am 22.9.2011 kommunale Strategien. In der Folge entsteht 2013 die Europäische Allianz der Städte und Regionen für die Roma-Inklusion. | Ande Straßburg o euopitiko Romengero-barikano talalinipe le birovtschendar ando 22.9.2011 komunali strategiji diskutirinel. Paloda, 2013 i europitiki alijanca le forijendar taj regijonendar la Romengera-inklusijonake kerdo ol. Read the rest of this entry »
Juli 30th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)
dROMa 82: Was war wann?
Europa – Historija la Romengera-politikatar (2): cajtakeri dorik 2001–2010
→TEIL 1: Chronik 1969–2000
→TEIL 3: Chronik 2011–2026
Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut dreißig Jahren erarbeiten OSZE, Europarat und EU politische Standards, um die Inklusion der Roma voranzubringen. Ein (unvollständiger) Überblick über die vielen Etappen auf dem Weg zu Europas Roma-Politik | Papruschtscha, pheniptscha, programtscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o europakero rot taj i EU politischi schtandardiskere koji, hatek i inklusijona le Romendar angle te anel, ar butschalinen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Romengeri-politik la Europatar.
2002 Europarat (PACE):
Die Empfehlung 1557 vom 25.4.2002 über die „Rechtslage der Roma in Europa“ beschäftigt sich mit der Migration und dem prekären Rechtsstatus der Roma und verweist auf ausbleibende Erfolge. | O angletschalajipe 1557 andar o 25.4.2002 pedar i „tschatschipeskeri situacija le Romendar andi Europa“ la migracijonaha taj le phare tschatschipeskere schtatusiha le Romendar donde pe bescharel taj upre ar atschime jeriniptscha sikal.
2003 Europarat (PACE):
Empfehlung 1633 fordert am 25.11.2003, die Zwangsrückführung von Roma nach Ex-Jugoslawien auszusetzen, solange keine sichere Rückkehr möglich ist. | O angletschalajipe 1633 mangel ando 25.11.2003, hot o mujsinipeskero palvodinipe le Romendar andi Eks-Jugoslavija ar beschardo te ol, asaj dur, dschimeg latscho paldschajipe del.
2003 OSZE:
Am 27.11./2.12.2003 verabschiedet die OSZE einen „Aktionsplan zur Verbesserung der Lage der Roma und Sinti“ mit Empfehlungen zu Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und politischer Teilhabe. Die Umsetzung überwacht das OSZE-Menschenrechtsbüro (ODIHR). | I OSZE ando 27.11./2.12.2003 jek „akcijonakero plan uso feder keripe la situacijatar le Romendar taj Sintijendar“ ari del, angletschalajiptschenca uso sikadipe, usi buti, uso atschipe, uso sastipe taj uso politischi usekerinipe. Pedar o prikbescharipe o OSZE-jakero-manuschengero tschatschipeskero butjakero kher (ODIHR) obocht del. Read the rest of this entry »
Juli 29th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)
dROMa 82: Was war wann?
Europa – Historija la Romengera-politikatar (1): cajtakeri dorik 1969–2000
→TEIL 2: Chronik 2001–2010
→TEIL 3: Chronik 2011–2026
Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut dreißig Jahren erarbeiten OSZE, Europarat und EU politische Standards, um die Inklusion der Roma voranzubringen. Ein (unvollständiger) Überblick über die vielen Etappen auf dem Weg zu Europas Roma-Politik | Papruschtscha, pheniptscha, programtscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o europakero rot taj i EU politischi schtandardiskere koji, hatek i inklusijona le Romendar angle te anel, ar butschalinen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Romengeri-politik la Europatar.
1969 Europarat (PACE):
Die Empfehlung 563 der Parlamentarischen Versammlung (PACE) vom 30.9.1969 ist das erste internationale Dokument, das sich mit der „Lage der Zigeuner und anderer Fahrender“ befasst und diese als Minderheit mit Schutzbedarf anerkennt. | O angletschalajipe 563 le parlamentarischi talalinipestar (PACE) andar o 30.9.1969 o erschti internacijonali dokumento hi, savo pe la „situacijaha le Zigeunerendar taj avre ladaschtschendar“ donde bescharel taj odolen ojs tschulipe arakipeskere pekantschagoha aun prindscharel.
1975 Europarat (MK):
Die Resolution (75) 13 des Ministerkomitees (MK) vom 22.5.1975 gibt „Empfehlungen zur sozialen Lage der Nomaden in Europa“. | I resolucijona (75) 13 le ministerengere komitejistar (MK) andar o 22.5.1975 „angletschalajiptscha usi socijali situacija le nomadschtschendar andi Europa“ del.
1981 Europarat (CLRAE):
Die Konferenz der Gemeinden und Regionen (CLRAE) betont am 29.10.1981 in Resolution 125 die „Rolle und Verantwortung der lokalen und regionalen Behörden hinsichtlich der […] Bevölkerungsgruppen nomadischer Herkunft“. | I konferenca le gemajntschendar taj regijontschendar (CLRAE) ando 29.10.1981 andi resolucijona 125 o „than taj o ferantvoatinipe le lokali taj regijonali birovtschagendar vasch […] le dschenengere grupnendar nomadischi telschtaminipeha“ angle asdija.
1983 Europarat (MK):
Das Ministerkomitee befasst sich in der Empfehlung R (83) 1 vom 22.2.1983 mit Maßnahmen zugunsten „staatenloser Nomaden und Nomaden mit ungeklärter Staatsangehörigkeit“. | O ministerengero komitej ando angletschalajipe R (83) 1 andar o 22.2.1983 kojenca le „naphandle schtotschengere nomadschtschenca taj nomadschtschenca na putrime schtotiskere usekerinipeha“ donde pe bescharel. Read the rest of this entry »
Juli 20th, 2026 |
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Film & Theater, Frauenrechte, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Spielfilm von Ivan Ostrochovský (SK / CZ / HU 2026)
Buch: Marek Leščak, Ivan Ostrochovský, 88 Min.
Der Film feierte seine Weltpremiere am 5. Juli beim Karlovy Vary International Film Festival und wurde mit dem FIPRESCI-Preis für den besten Film im Hauptwettbewerb ausgezeichnet.
Der Film spielt Mitte der 1980er Jahre, als der Staat mithilfe seiner Gesetze kontinuierlich Einfluss auf die intimsten Bereiche des Lebens seiner Bürger nahm. Ingrid (Aňa Geislerová) ist eine ehrgeizige Ärztin, deren Aufgabe es ist, Kinder zur Welt zu bringen, ungewollte Schwangerschaften abzubrechen und an der Sterilisation von Roma-Frauen mitzuwirken. Die melancholische Frau hat größere Bedenken hinsichtlich ihrer privaten Situation als hinsichtlich ihres Berufslebens – zumindest bis sie von einer neuen Freundschaft mit einer charismatischen Roma-Pflegehelferin „überrascht“ wird. Die spontane Agáta (Simona Boledovičová) zeigt Ingrid die menschlichen Züge einer ethnischen Minderheit, die von den Kommunisten auf ein demografisches Problem reduziert wurde. Ivan Ostrochovskýs fesselndes Drama greift ein bis heute unaufgearbeitetes Thema der tschechoslowakischen Geschichte auf, als der der Staat über die Möglichkeit, Kinder zu bekommen, bestimmte. (Karel Och / KVIFF 2026)
Aus dem Statement der Jury: Read the rest of this entry »
Juli 13th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Unrecht gegen Sinti und Roma nach 1945: Deutsches Bundeskabinett beschließt Einrichtung einer Aufarbeitungskommission
Das deutsche „Bundeskabinett hat am 6. Juli 2026 die Einsetzung einer Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des Unrechts an Sinti und Roma in der Bundesrepublik Deutschland und in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) nach 1945 beschlossen“, meldet das deutsche Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf seiner Website. „Auf Grundlage dieses Kabinettsbeschlusses wird der Parlamentarische Staatssekretär und Beauftragte der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, Michael Brand, die Mitglieder der Kommission auswählen und ernennen.“ Die Kommission wird das historische Unrecht nach 1945 wissenschaftlich erfassen und dokumentieren. Dazu sollen unter Auswertung bisheriger Erkenntnisse auch eigene wissenschaftliche Studien, Anhörungen und Interviews mit Betroffenen und Angehörigen durchgeführt werden. Die Arbeiten werden in einem Abschlussbericht vorgelegt werden, in dem auch Empfehlungen der Kommission an Politik und Gesellschaft ausgesprochen werden.
Eine Geschäftsstelle bei der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) wird die neue Aufarbeitungskommission unterstützen; für die Mittel der Geschäftsstelle kommt der Beauftragte auf. Mit der Installierung der Aufarbeitungskommission setzt die deutsche Bundesregierung nun die Empfehlung einer fraktionsübergreifenen Entschließung des Deutschen Bundestages vom 13. Dezember 2023 (Drucksache 20/9779) um. Darin hatte der Bundestag die Empfehlung des umfassenden Abschlussberichts der Unabhängigen Kommission Antiziganismus um, die 2019 vom damaligen Bundesinnenminister Horst Seehofer eingesetzt worden war.
Michael Brand sieht die Einsetzung der Kommission als einen „längst überfälliger Schritt für Sinti und Roma und zugleich für unsere gesamte Gesellschaft“: Read the rest of this entry »
Juni 22nd, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Die jüngsten Angriffe (siehe Teil 1: „Pogrom in Belfast: auch Roma betroffen“) stehen in einer langen Tradition rassistischer Gewalt gegen Roma in Nordirland. Sie tragen dieselbe Handschrift wie die Ausschreitungen 2009, 2014 und 2025.
Anti-Roma-Gewalt 2009: Schlägertrupps in Belfast
Bereits im Juni 2009 wurden rund 110 rumänische Roma, die großteils in zwei Straßen im Süden Belfasts lebten, Ziel wiederholter Einschüchterungen und Gewalt. Die Angreifer riefen rassistische Parolen und schleuderten Flaschen, Molotowcocktails und Ziegelsteine, Fenster wurden eingeschlagen und Türen eingetreten. Die Täter waren junge Männer aus einem als „Village“ bekannten protestantischen Viertel. Dort fand die Polizei auch mehrere Rohrbomben, die für Anschläge auf Roma vorgesehen waren. Auch die Neonazigruppe „C 18“ beteiligte sich an den Angriffen. Nach tagelangen Attacken mussten die Roma ihre Wohnungen unter Polizeischutz verlassen. Sie fanden Aufnahme in einer Kirche und einem Sportzentrum, später wurden Notunterkünfte bereitgestellt. Rund 100 Angehörige der 20 bis 30 Großfamilien kehrten in der Folge aus Angst nach Rumänien zurück. Manche reisten nach Monaten wieder nach Nordirland. Sie berichteten von neuerlichen Vorfällen.
Anti-Roma-Gewalt 2014: Bomben in Derry
2014 kam es insbesondere in Ost-Belfast und Derry/Londonderry zu weiteren Angriffen auf Fahrzeuge und Wohnhäuser osteuropäischer Zuwanderer, darunter zwei Sprengstoffanschläge auf Häuser rumänischer Roma im Viertel Waterside in Derry/Londonderry. Die Täter brachten am 8. März 2014 um 01:30 Uhr mit Nägeln gefüllte Rohrbomben zur Explosion. Neun Menschen, darunter ein neunjähriges Kind, blieben unverletzt, als die Sprengkörper vor ihren Häusern in der Lapwing Way und im Lincoln Court explodierten. Polizeichef Jon Burrows erklärte: „Die Nägel werden aus einem einzigen Grund dort angebracht, nämlich um schwere Verletzungen zu verursachen.“ Read the rest of this entry »
Juni 21st, 2026 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
Am 1. 8. 2025 wurde in Newcastle Großbritanniens erster dauerhafter Gedenkstein für die Opfer des Roma-Holocaust eingeweiht.
(Quelle)
Juni 6th, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Radio MORA, 20.5.2026, 38:25 Min.
MEMO: Das Thema des Tages zum Mitnehmen
Redaktion: Elizabeth Hausmann-Farkas, Jelica Saček
Der Historiker, Autor und Pädagoge Herbert Brettl ist in Halbturn im Burgenland geboren. Er beschäftigt sich vor allem mit der Geschichte des Burgenlandes, der Zeit des Nationalsozialismus und der Erinnerungskultur. Besonders intensiv forscht er zur Verfolgung von Roma und Sinti, zur regionalen Zeitgeschichte und zu Gedenkorten im Burgenland. | Herbert Brettl je studirao povijest i geografiju na Sveučilištu u Beču i radi kao nastavnik i akademski autor. Objavio je brojne knjige i povijesne članke, uključujući poznato djelo „Nacionalsocijalizam u Gradišću – Žrtve, počinitelji, protivnici“. Također vodi „Blog o povijesti Gradišća“ i uključen je u razne projekte vezane uz povijesna istraživanja i kulturu sjećanja. Za svoj znanstveni rad primio je nekoliko nagrada od pokrajine Gradišće.
(Text und Sendung: Radio MORA)
Siehe auch:
→Burgenland History Blog (Dr. Herbert Brettl)
Mai 5th, 2026 |
Published in
Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 4.5.2026 | 8:32 min
Dokumentarfilm über die Volksgruppe der Roma von Hollywood-Regisseur Robert Dornhelm
Dokumentakero film pedar i flogoskeri grun le Romendar – Andi poschakeri hev ande Oslip filmakeri historija pisim ulo: Jek khelipeskero film-dokumentacija pe donde bescharel le dschivipeha le Romendar ando Burgenland – andar o bersch deschuenja taj tranda dschi andi i adivesakeri cajt. Telal i reschi le austritike filmiskere keraschistar Norbert Blecha taj le internacijonali prindscharde reschisjeriha Robert Dornheim jek mindenfelitiko kipo kerdo ulo, jeka flogoskera grupnatar, savakeri kultura taj historija dugi cajt tschulo dikipe uschtidija. Barikano vert upri autenticiteta beschardo ulo: But Roma andar o Burgenland ojs schtatistscha use sina, muschika kernahi, dschilavnahi taj sako divesengere iscentscha andar i palutni cajt palal terdscharnahi. Te o burgenlanditiko muschikaschi Tony Wegas pre persenlichi terdschiviptscha ande te fojnel mukla. Cil le filmistar hi, jek falato la bojd naschadi Romengera kulturatar te dikel te kerel taj jek cajchn gejng i diskriminacija te bescharel, phenel o anglebeschto le Romengere flogoskere grupnengere bajrotistar Emmerich Gärtner-Horvath. I dokumentacija „ROMA“ te ande ORF III sikado te ol.
In der Sandgrube von Oslip wurde Filmgeschichte geschrieben: Eine Spielfilm-Dokumentation widmet sich dem Leben der Burgenland-Roma – von den 1930er-Jahren bis heute. Unter der Regie des international renommierten Regisseurs Robert Dornhelm und des österreichischen Filmemachers Norbert Blecha (Produktion) entstand ein vielschichtiges Porträt einer Volksgruppe, deren Kultur und Geschichte lange Zeit wenig Beachtung fand. Besonderer Wert wird auf Authentizität gelegt: Zahlreiche Roma aus dem Burgenland wirkten als Statisten mit, musizieren, singen und stellen Alltagsszenen vergangener Jahrzehnte nach. Auch der burgenländische Musiker Tony Wegas hat seine persönlichen Erfahrungen eingebracht. Ziel des Films sei es, einen Teil der fast verschwundenen Roma-Kultur sichtbar zu machen und ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen, betont der Vorsitzende des Roma-Beirats, Emmerich Gärtner-Horvath. Die Dokumentation „ROMA – Erst wenn ihr geworden seid, wie wir sind, dürft ihr sein, wie ihr seid“ soll auf ORF III ausgestrahlt werden.
(Beitrag: TV Erba)