Radio, Podcast & TV
August 24th, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV
Gespräch mit dem Historiker Daniel Weißbrodt
Radio Blau – Freies Radio für Leipzig
Sendung vom 31.7.2026, 22:51 Min. [CC-BY-NC-SA]
→Anhören (mp3)
Gespräch mit dem Autor und Historiker Daniel Weißbrodt (Website), Projektmitarbeiter im Leipziger Verein Romano Sumnal (Website), über die Geschichte der Sinti und Roma in Leipzig und Sachsen, anlässlich auch des Internationalen Tags des Gedenkens an den Genozid an Sinti und Roma am 2. August.
(Sendung und Text: Radio Blau)
Juni 6th, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Radio MORA, 20.5.2026, 38:25 Min.
MEMO: Das Thema des Tages zum Mitnehmen
Redaktion: Elizabeth Hausmann-Farkas, Jelica Saček
Der Historiker, Autor und Pädagoge Herbert Brettl ist in Halbturn im Burgenland geboren. Er beschäftigt sich vor allem mit der Geschichte des Burgenlandes, der Zeit des Nationalsozialismus und der Erinnerungskultur. Besonders intensiv forscht er zur Verfolgung von Roma und Sinti, zur regionalen Zeitgeschichte und zu Gedenkorten im Burgenland. | Herbert Brettl je studirao povijest i geografiju na Sveučilištu u Beču i radi kao nastavnik i akademski autor. Objavio je brojne knjige i povijesne članke, uključujući poznato djelo „Nacionalsocijalizam u Gradišću – Žrtve, počinitelji, protivnici“. Također vodi „Blog o povijesti Gradišća“ i uključen je u razne projekte vezane uz povijesna istraživanja i kulturu sjećanja. Za svoj znanstveni rad primio je nekoliko nagrada od pokrajine Gradišće.
(Text und Sendung: Radio MORA)
Siehe auch:
→Burgenland History Blog (Dr. Herbert Brettl)
März 31st, 2026 |
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Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Zentralquartett – Menschenrechte hier und jetzt (Vol. 20)
FS1 – Freies Fernsehen Salzburg (23.6.2024)
Die Salzburger Sozialarbeiterin Alina Kugler berichtet über ihre Arbeit mit Armutsbetroffenen und schildert im Gespräch mit Uschi Liebing und Bernhard Jenny, wie Ausgrenzung und Diskriminierung insbesondere von Roma (Notreisende und Roma-Geflüchtete aus der Ukraine) in Salzburg aussieht. Aufgezeichnet am 17. Juni 2024.
Die Diskussion wurde auch als Radiosendung und Podcast veröffentlicht (Radiofabrik – das Freie Radio in Salzburg, CC BY-NC-ND 4.0).
(Sendung: Zentralquartett/FS1)
Februar 20th, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
„Wir waren niemand mehr“
ORF/Ö1, Betrifft: Geschichte (Okt. 2025)
Mit den Historikern Gerhard Baumgartner und Herbert Brettl, Autoren des Buches „Einfach weg!“. Verschwundene Roma-Siedlungen im Burgenland (New Academic Press). Gestaltung der fünfteiligen Reihe: Rosemarie Burgstaller
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
.
Februar 13th, 2026 |
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Radio, Podcast & TV
Romano Dikipe, 8to feberi 2026
Televisakero magacin, ORF 2 Burgenland
→Streaming: on.ORF.at
Ando aktujeli ardipe la sendungatar Romano Dikipe phukavas pedar i naschadi Romengeri sidlung andar Lackenbach, pedar o artschijipe „Amen sam demokracija“, savo ando parlamento prado ulo, jek vakeripe le bare raschajiha Ägidius Zsifkovics sikavas taj o gondolipeskero mulatintschago upro atentato Erbatar.
I naschadi Romengeri sidlung andar Lackenbach
O kesdipe, afka sar mindig, amaro sendungakero redo „Upro jomi le naschade Romengere sidlungtschendar le Burgenlandistar“ kerel. Adi o Adi Gussak ando becirk Uprutni Pulja dromeske hi, hatek ande Lackenbach. Jek bersch palo kija bersch, jek gondolipeskero mulatintschago Lackenbach amen vodinel. Odoj upro Romengero gondolipeskero than upro opfertscha le agune uprelikeripeskere logeristar, gondolim ol. Ande ada sikajipe ham vasch i aguni Romengeri sidlung ande Lackenbach dschal. Kaj li sina? Ko odoj dschivlahi? Del meg jomi? O Adi Gussak angle poar kurke ande dschendeskere situaciji le biro Christian Weninger taj le phure biro Heinrich Dorner restscha.
Artschijipeskero pradipe „Amen sam demokracija“
Angle 50 berscha andi Austrija, o flogoskero grupnengero tschatschipe, ar dim ulo. Ada tschatschipe o tschatschiptscha le flogoskere grupnendar upre sikal. Ande, afka sar o keripe le flogoskere grupnengere bajrotschendar tel pisim hi, erschtivar le horvackenge, slovenitikenge, ungrikenge taj tschechitenge. O aunprindscharipe le slovakitendar ando bersch 1992 sina, le Romendar akor ando bersch 1993. Afka andi Austrija schov flogoskere grupn aun prindscharde hi taj lenge vidminel pe akan jek artschijipe ando parlamento.
Ando vakeripe le bare raschajiha Ägidius Zsifkovics
Sajt 16 berscha o Ägidius Zsifkovics o baro raschaj Tikni Martonatar hi. Ojs burgenlanditiko horvacko o khetan dschivipe le burgenlanditike flogoskere grupnendar, barikano ando vodschi leske paschlol. Read the rest of this entry »
Dezember 16th, 2025 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
ARTE Re: – Reportagen aus Europa
Sendung vom 15.12.2025, 30 Min.
→ zum Streaming auf ARTE.tv
Roma haben in Ungarn einen schwierigen Stand: 40 Prozent von ihnen leben unterhalb der Armutsschwelle, meist abseits der Innenstädte. Dies wirkt sich sehr stark auf ihre Ausbildung aus: 99 Prozent der jungen Roma besuchen nie eine Universität. Angesichts der Situation wirkt das Ambedkar-Gymnasium wie ein Hort des Widerstands, denn hier werden ausschließlich Roma unterrichtet.
Das Ambedkar-Gymnasium befindet sich in Miskolc, der viertgrößten Stadt des Landes, und zeichnet sich durch eine besondere Eigenschaft aus: Es bietet ausschließlich jungen Roma zwischen 14 und 18 Jahren eine zweite Bildungschance. Eine von ihnen ist die 18-jährige Mutter Stefania Vadász. Wie andere Jugendliche aus ihrer Community hätte auch sie beinahe keinen Schulabschluss gemacht. Doch diese Institution – in Ungarn die einzige ihrer Art [Anm.: auch in Pécs existiert seit 1994 ein spezielles Roma-Gymnasium] – eröffnete ihr neue Perspektiven: Hier kann sie gemeinsam mit ihrem viermonatigen Kind am Unterricht teilnehmen.
Am Anfang dieser hoffnungsvollen Geschichte steht der Schuldirektor Tibor Derdák, der die Einrichtung gründete. Ende der 80er Jahre sah er zum ersten Mal die Wellblechsiedlungen der ungarischen Roma. Diese Erfahrung markierte den Beginn seines Kampfes für Chancengleichheit. Für ihn ist es „unmöglich, ein Kind abzulehnen“.Damit die Gymnasiasten begreifen, dass ihr Leben nicht zwangsläufig in Armut enden muss, werden regelmäßig erfolgreiche Roma eingeladen. Read the rest of this entry »
Oktober 19th, 2025 |
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Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Religion
„Sie nennen mich Moschu, Opa!“ – Renata Schmidtkunz im Gespräch mit dem Jesuitenpater Georg Sporschill
→Sendung anhören (ORF-Player)
Ö1/Im Gespräch, Sendung vom 10.10.2025
Gestaltung: Renata Schmidtkunz
Seit fast 40 Jahren setzt sich Pater Georg Sporschill für Kinder in Rumänien ein. Das Ziel seiner Arbeit ist die Befreiung dieser Kinder aus Armut und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Viele der von ihm unterstützten Kinder und Familien nenvnen ihn liebevoll „Moschu“ – also Opa. Heute, mit 79 Jahren, lebt der Jesuitenpater in einem Roma-Dorf bei Marpod in Siebenbürgen, wo auch das von ihm gegründete Hilfswerk Elijah seinen Sitz hat. Geboren am 26. Juli 1946 im vorarlbergischen Feldkirch, studierte Georg Sporschill Theologie, Pädagogik und Psychologie. Mit 30 Jahren trat er in den Jesuitenorden ein und wurde zum Priester geweiht.
Als Kaplan in Wien arbeitete er mit drogensüchtigen, haftentlassenen und obdachlosen Jugendlichen, gründete ein Jugendhaus der Caritas. Es folgten der Canisibus, der obdachlose Menschen mit Suppen versorgt, und das Wiener Innenstadtlokal „Inigo“, ein Langzeitarbeitslosen-Projekt. 1991 entsandten ihn die Jesuiten nach Bukarest. Aus den geplanten sechs Monaten wurde eine Lebensaufgabe.
Gemeinsam mit der katholischen Theologin Ruth Zenkert gründete er in der Folge die „Concordia-Sozialprojekte“, die Kindern in Rumäniven, Bulgarien, Moldau, dem Kosovo und Österreich neue Perspektiven geben. Read the rest of this entry »
Oktober 8th, 2025 |
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Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Ö1 Europa-Journal, 3.10.2025
Roma und Sinti: Der Umgang mit der größten europäischen Minderheit
Mehr als zwei Drittel der in Europa lebenden Roma und Angehörigen verwandter Minderheiten leiden unter Armut. Das zeigt der aktuelle Bericht der EU-Agentur für Grundrechte mit Sitz in Wien (wir berichteten). Viele Roma-Familien leben nach wie vor in völlig desolaten und illegalen Siedlungen am Rande der Gesellschaft. In Frankreich, Italien und Bulgarien wurden in den letzten Jahren Roma-Camps teils mit Gewalt geräumt und die Menschen abgesiedelt – zum Schutz der Anrainer, aber auch zum Schutz der Roma selbst, heißt es in offiziellen Begründungen. Wie kann das Zusammenleben der Minderheit mit der Mehrheitsbevölkerung in Europa funktionieren? Und welche Handhabe hat die Europäische Union wenn es um den Schutz der Roma geht? Dazu ein Interview mit dem Menschenrechtskommissar des Europarats, Michael O’Flaherty.
Roma-Frauen in Spanien: Die Emanzipation der „Gitanas“
Auch in Spanien hat die Minderheit der Roma mit Vorurteilen zu kämpfen. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, sind die „Gitanos“, wie sie in Spanien genannt werden, besser in die Gesellschaft eingebunden. Die spanische Regierung hat sich jahrelang aktiv um die Integration gekümmert. Die Gitanos prägen die spanische Kultur bis heute maßgeblich – sie sind auch Erfinder des Flamenco-Tanzes. Die Frauen – die „Gitanas“ – waren innerhalb der Volksgruppe bisher jedoch besonders benachteiligt, Aktivistinnen wollen das nun ändern. Josef Manola mit einer Reportage aus Madrid.
Moderation: Miriam Beller
(Sendung und Text: Ö1/ORF)
Oktober 3rd, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Gelungene Integration: Eine feste Siedlung für fahrende Menschen
Podcast Zeitzeichen, WDR 5, 30.9.2025, 14:33 Min.
In Rekordzeit hatte die Stadt Köln die Siedlung hochgezogen: Am 30. September 1975 zogen 108 Sinti in die festen Häuser im Kölner Norden ein – ein großer Schritt für sie und ihre Nachbarn.
Deutschland: In diesem „Zeitzeichen“ erzählt Michael Reinartz: warum ausrangierte Reichsbahn-Waggons ein moralisches Problem und zugleich Notbehelf für Kölner Sinti und Roma sind; wie Nachbarn anfangs Angst vor Lärm und Wertverlust haben – und warum sich das Zusammenleben dennoch schnell beruhigt; und was der Einzug in Steinhäuser für Bildung, Arbeit und Nachbarschaft bis heute bedeutet.
Als Kind sieht man Feuer zwischen Waggons auf freiem Feld – für die Jüngsten ein „Spielplatz“, für die Erwachsenen ein Leben ohne Duschen, mit gefrorenen Fenstern im Winter. Die Waggons stammen aus Beständen der alten Reichsbahn, die während der NS-Zeit Sinti und Roma deportiert hatten.
Anfang der 70er ist klar: So kann es nicht bleiben. Daraufhin entsteht der Plan für eine eigene Siedlung für Sinti und Roma. Von Frühjahr bis Spätsommer 1975 im Ortskern gebaut und am 30. September bezugsfertig – mit Stellplätzen für Wohnwagen, aber ohne Tiere. Es ist die erste feste Siedlung für Sinti in Westeuropa. Read the rest of this entry »
August 12th, 2025 |
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Film & Theater, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
Aktujeli kenvi pedar Romengere-kipi ando mediji
So o avre dschene patschan, pedar o Roma te dschanel, tschak tschulo upre ajgeni kontaktoskere terdschijiptscha pal dschal, hatek tschak famitlim hi – hamischno dschanipe andar o mediji, pherde negativi kipenca, save ojs tschatschiptscha ar dim on. O ande televisa taj ande komiktscha use ledschime Romengere-sikajiptscha akan duj kenvi andar i Germanija aun pumenge dikle.
Falato 1: Tatort taj Talkshows
Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale Inszenierungen von Sinti und Roma im Tatort und in politischen Talkshows (= Edition DISS, Bd. 46), falog Unrast: Münster 2021, 164 riktscha.
Sar adala medijali sikajiptscha le Romendar ande prindscharde formatscha la nimtschka televisatar naschen, jek sani kenva la „edicijonatar DISS“ aun peske dikel. I Katharina Peters, adaj mindenfelitike Polit-Talkshowenca taj ofto „Tatort“-serijenca donde pe bescharel: usar „Armer Nanosh“ (1989) taj „Kleine Diebe“ (2000) pedar o Betschi-krimi „Die schlafende Schöne“ (2005), „Brandmal“ (2008) „Mein Revier“ (2012) taj „Angezählt“ (2013) dschi otscha use „Mia san jetz da, woʼs weh tut“ (2016) taj „Klingelingeling“ (2016).
Taj oj mindig uso glajchi koja perel: O butvar sterejotipischi sikajipe rasistischi aun fitime kipi anel, save jek kontrasto le „ajgeni kojastar“ taj le „durutne kojastar“ soraljaren. Adaj te o tschule latsche probalintschage, ando krimiskero phukajipe te rasismus te tematisirinel, hatek nischta naschtig keren. Read the rest of this entry »
August 11th, 2025 |
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Film & Theater, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
Aktuelle Bücher über Roma-Bilder in den Medien
Was die Mehrheitsgesellschaft über Roma zu wissen glaubt, basiert nur selten auf eigenen Kontakterfahrungen, sondern ist in der Regel vermittelt – vermeintliches Wissen aus den Medien, voller negativer Bilder, die als Wahrheiten ausgegeben werden. Die in TV und Comics kolportierten Roma-Darstellungen behandeln nun zwei Publikationen aus Deutschland.
Teil 1: Tatort und Talkshows
Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale Inszenierungen von Sinti und Roma im Tatort und in politischen Talkshows (= Edition DISS, Bd. 46), Unrast Verlag: Münster 2021, 164 Seiten.
Wie diese medialen Inszenierungen von Roma in populären Formaten des deutschen Fernsehens funktionieren, untersucht ein schmaler Band der „Edition DISS“. Katharina Peters knüpft sich darin diverse Polit-Talkshows und acht „Tatort“-Folgen vor: von „Armer Nanosh“ (1989) und „Kleine Diebe“ (2000) über den Wien-Krimi „Die schlafende Schöne“ (2005), „Brandmal“ (2008) „Mein Revier“ (2012) und „Angezählt“ (2013) bis zu „Mia san jetz da, woʼs weh tut“ (2016) und „Klingelingeling“ (2016).
Und sie gelangt zum immer gleichen Fazit: Die vorwiegend stereotype Inszenierung transportiert rassistisch aufgeladene Bilder, die einen Gegensatz von „Eigenem“ und „Fremdem“ etablieren. Dagegen bleiben auch die wenigen vorsichtigen Versuche, innerhalb der Krimierzählung auch Rassismus zu thematisieren, letzten Endes machtlos.
Fiktionale und nicht-fiktionale Formate, „Tatort“ und Talkshows, spielen einander wechselseitig in die Hände, um ihre Roma-Bilder zu konstruieren. „Die fiktional produzierten Ressentiments [werden] im realen politischen Diskurs aufgegriffen und vice versa.“ (S. 12) Mit Bezug auf reale Ereignisse und tagespolitische Debatten skizziert Peters, wie sich so auch der Fokus der Roma-Darstellungen verschiebt: Read the rest of this entry »
August 1st, 2025 |
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Interview, Radio, Podcast & TV
Antiziganismus in Österreich – Zeitzeugengespräch mit Stefan Horvath
Vienna REC/Orange 94.0, 15.7.2025 (1:26:50)
30 Jahre nach dem Rohrbombenattentat von Oberwart spricht Stefan Horvath über die Erinnerung an den Porajmos (nationalsozialistischer Völkermord an europäischen Sinti*zze und Rom*nja) und die anhaltende Diskriminierung von Rom*nja in Österreich. Stefan Horvath ist Zeitzeuge in mehr als nur einer Dimension: Seine Eltern überlebten Auschwitz, sein Sohn Peter Sárközi wurde Opfer des neonazistischen Attentats von Oberwart. Er teilt seine Erfahrungen in Büchern (u.a. Ich war nicht in Auschwitz und Katzenstreu) und durch seine Erinnerungsarbeit.
Stefan Horvath, Schriftsteller, Oberwart
Moderation: Lea Riener, Initiative Edut, Wien
Bearbeitet von: Katharina Reisner
Die Veranstaltung fand am 8. Mai 2025 im Depot statt. In Kooperation mit Edut – Initiative für Erzählen, Diskutieren und transgenerationelles Erinnern und HÖR – Hochschüler*innenschaft Österreichischer Roma und Romnja.
(Text & Sendung: Vienna REC via CBS)
Juli 31st, 2025 |
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Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, dROMa (Magazin)
Serien und Comics | Seriji taj komiktscha
→Download (PDF)
Wie Roma gesehen werden, hängt vor allem davon ab, welche Bilder medial vermittelt werden, gerade auch in der Populärkultur. Etwa in Serien und Comics, denen wir uns diesmal zuwenden. Den Anfang macht die polnische Netflix-Serie „Infamia“, die von einer jungen Romni erzählt, die aus den rigiden Traditionen ihrer Community ausbrechen will. Justyna Matkowska hat aufgeschrieben, was sie als Kulturwissenschaftlerin und polnische Romni von der Serie hält. In letzter Zeit haben gleich mehrere Mafiaserien der Kultur der Roma einen prominenten Platz eingeräumt. Dass dies, wieder einmal, im Kontext von Gewalt und Verbrechen geschieht, ist ärgerlich. Doch nicht alles ist schlecht. Roman Urbaner erklärt, warum. Anschließend stellen wir Ihnen zwei Bücher vor: einen Sammelband über „Selbst- und Fremdbilder von Roma in Comic und Graphic Novel“ und eine Analyse deutscher Fernsehkultur von Katharina Peters. Sie nimmt Roma-Darstellungen in „Tatort“-Krimis und Talkshows unter die Lupe. Kenan Emini wiederum hat sich im Superhelden-Universum nach Roma umgesehen – und Erstaunliches in Erfahrung gebracht. Aber auch, dass die Roma-Bezüge zunehmend aus den Comics und Filmen getilgt werden. Zwei der Roma-Helden – Robin/Nightwing und Scarlet Witch – stellen wir Ihnen genauer vor.
Sar Roma dikle on, butvar odolestar tel hejnginel, saj kipi medijali famitlim on, hatek afka te andi flogoskeri kultura. Afka sar ande seriji taj komiktscha, savenge amen akan use irinas. O kesdipe kerel i polnitiki Netflix-serija „Infamia“, savi jeka terna Romnjatar phukal, savi andar o sorale tradiciji lakera grupnatar ar te phagel kamla. I Justyna Matkowska upre pisintscha, so oj ojs kulturakeri visenschoftlerkija taj ojs polnitiki Romni la serijatar likerel. Andi lejcti cajt imar buteder mafijakere seriji la kulturake le Romendar jek barikano than dine. Kaj ada, hatek papal, ando khetan hejnginipe le maripeha taj le faphageripeha pasirinel, te hojanel hi. Ham sa, nan bibastalo. O Roman Urbaner phukal tumenge, soske. Paloda duj kenvi tumenge angle terdscharas: jek kenvakero khetan kedipe pedar „ajgeni- taj durutne kipi Romendar andi komik taj Graphic Novel“ taj jek analisa nimtschka televisakera kulturatar la Katharina Petersatar. Oj Romengere-sikajiptscha ando „Tatort“-Krimis taj ande Talkshows aun peske dikel. O Kenan Emini hatek ando barikano dschenengero-universum pal Roma dikla – taj barikane koji lakla. Read the rest of this entry »
Juli 26th, 2025 |
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Einrichtungen, Radio, Podcast & TV
Stand by plus Reset/Radio Agora, 3.7.2025
Sendungsgestaltung: Wolfgang Mayr (27:24 min)
„30 Jahre anerkannt, na und?“ – Seit mehr als drei Jahrzehnten ist die überschaubare Roma-Bevölkerung im Burgenland eine amtlich anerkannte Volksgruppe. Damit änderte sich auch die Stimmung zwischen Mehrheit und Minderheit. Gleichzeitig entstand in manchen Städten durch die osteuropäische Migration eine zahlenmäßig starke migrantische Roma-Bevölkerung. Sie ist nicht anerkannt, die Zusammenarbeit zwischen den Roma-Gruppen scheint schwierig zu sein. Eine nicht unbedeutende Rolle in der Roma-Politik spielt die Roma-Volkshochschule (Website).
Stand by plus Reset ist eine Podcast-Reihe von Wolfgang Mayr über Minderheiten, Nationalitäten, indigene Völker und Volksgruppen weltweit. Zu Wort kommen fallweise Betroffene und/oder Menschenrechtsaktivist:innen.
(Sendung & Text: Stand by plus Reset/Radio Agora via CBA)
Juli 7th, 2025 |
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Brauchtum & Tradition, Radio, Podcast & TV
ARTE / Zu Tisch: Nordmazedonien
Regie: Sebastian Saam, 31 Min. (ZDF, 2024)
→Ansehen auf ARTE.tv (verfügbar bis 4.8.2025)
Enise Demirova und ihr Mann Omer sind Roma und leben mit ihren Kindern in der ostmazedonischen Stadt Štip. In ihrem Garten wachsen die Zutaten für den Sommeraufstrich Pindjur. Auf dem bunten Markt von Štip, wo leidenschaftlich gefeilscht wird, gibt es hochwertige mazedonische Bohnen. Und im Herbst bezieht die Familie Reis direkt vom Feld, aus dem nahen Kočani-Tal. Bei Enise und Omer Demirova wird oft scharf gekocht: Der Pindjur besteht aus Tomaten, Auberginen und entsprechend viel Chili. Die Bohnensuppe Gravče gibt es jede Woche, mit Paprikapulver. Aber auch Süßes hat seinen festen Platz: Baklava aus Filoteig oder der Milchreis Sütljas gehören zu jedem Kaffeekränzchen. Und wenn es die Krautwickel Sarma gibt, kommt die Familie zusammen und feiert sich selbst.
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Juli 5th, 2025 |
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Interview, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen
Die Kuratoren Miguel Ángel Vargas Rubio und Moritz Pankok im Interview zur Ausstellung in der Stiftung Kai Dikhas in Berlin
→Anhören auf FluxFM.de
FluxFM/Radio Arty, 20:29 min.
In seinem eindringlichen Text entwirft Miguel Ángel Vargas Rubio ein komplexes Panorama der europäischen Agrarlandschaft als Spiegel gesellschaftlicher Machtverhältnisse, kolonialer Kontinuitäten und kapitalistischer Zwänge. Die scheinbare Ordnung geometrischer Felder, Traktorspuren und Agrarpolitik kontrastiert mit den zersplitterten Lebensrealitäten der am Rand lebenden, oft migrantischen und marginalisierten Gemeinschaften. Dabei wird das Land nicht nur zum ökonomischen Objekt, sondern zum Symbol für Begehren, Ausschluss und Überleben. Die Ausstellung „Nein zu Maschinen – Roma-Perspektiven auf eine apokalyptische Landwirtschaft“ (wir berichteten) greift diese Perspektiven auf und stellt sie in einen künstlerischen und politischen Kontext. Werke von Künstler*innen wie David Weiss, Dan Turner oder Helios Gómez eröffnen dabei neue Sichtweisen auf die Frage, wie eine nachhaltige, gerechte Zukunft jenseits industrieller Ausbeutung möglich sein könnte.
(Sendung und Text: FluxFM.de)
Ausstellung „No a las Máquinas“: Bis 30. Oktober 2025 im Aufbau-Haus am Moritzplatz (Stiftung Kai Dikhas und Kunstraum Dikhas Dur, Prinzenstr. 84, 10969 Berlin). Öffnungszeiten: Do. bis Sa. 16–19 Uhr
Juni 13th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Verfolgung und Vernichtung der Sinti und Roma:
Das Zwangslager Ravensburg-Ummenwinkel
Podcast „Geschichte nach der Schule“ (Nr. 26), 11.1.2024, 54:53 min.
Dieter Grupp wendet sich in dieser Folge einem über lange Zeit marginalisierten Thema der NS-Geschichte zu: der Opfergruppe der Sinti und Roma. Weit über das Ende der NS-Diktatur hinaus wurden sie nicht als solche anerkannt und mussten für diese Anerkennung einen mühsamen und langen Weg gehen.
Um das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven anzugehen, sind heute zu Gast: Dr. Armin Koch, Fachberater Geschichte am ZSL (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung) und Referendarsausbilder am Seminar Weingarten, und Philipp Reinhardt, sein ehemaliger Schüler und als Sinto Ko-Autor eines Unterrichtskonzepts zum Zwangslager Ummenwinkel. Darin wird die Geschichte der Sinti im Ravensburg (Oberschwaben) der 1930er und 1940er Jahre in einen größeren Kontext eingeordnet.
Im Podcast wird an vielen komplizierten Bereichen der Geschichtsforschung und -didaktik gerührt: Wie soll man solch ein monströses Thema im Unterricht angemessen behandeln? Was muss unbedingt beachtet werden, was sollte man vermeiden? Welche Perspektiven und welche Sprachregelungen sind zu beachten? Und natürlich – wie kann man heute antiziganistischen Haltungen begegnen? Read the rest of this entry »
April 30th, 2025 |
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Einrichtungen, Internet & Blogothek, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV
Amen soraljaripe redakcijonake rodas
La Romengera redakcijonake la ORF flogoskera grupnakera redakcijonatar, redakcijoneli soraljaripe rodas. Tumen igen latsche nimtschke dschaniptscha iste on, taj o dschanipe le Burgenland Romanijistar vaj jeka Romanes-varijacijonatar latscho ovlahi. Rodim on dschene, saven voja upri reporterengeri buti ando radijo, andi televisa, ando internet taj ando socijali mediji hi. Tumen iste igen latsche nimtschke dschaniptscha on, afka sar te interesi upri flogoskeri grupnakeri politik, upro dschivipeskere koji taj upri kultura le Romendar taj Romnjendar, Sinti taj Sintizzendar taj upro avre autochtoni flogoskere grupn andi Austrija. Tumaro beverbinipe adaj orde schaj bitschan: roma@orf.at
Für die Roma-Redaktion der ORF-Volksgruppenredaktion suchen wir redaktionelle Verstärkung. Sehr gute Deutschkenntnisse sind Voraussetzung, die Kenntnis von Burgenlandromani oder einer Romanes-Variante ist von Vorteil. Gesucht sind Interessenten, die Freude an der journalistischen Arbeit in Radio, Fernsehen und Internet und in den sozialen Medien haben. Sehr gute Deutschkenntnisse sind unerlässlich, ebenso wie das Interesse an der Volksgruppenpolitik, der Lebensweise und der Kultur der Roma und Romnja, Sinti und Sintizze und der anderen autochthonen Volksgruppen in Österreich. Ihre Bewerbung schicken Sie bitte an: roma@orf.at
(Text: volksgruppen.orf.at)
April 23rd, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV
Arolsen Archives: Videopodcast „Verbrechen Vergessen“, 17.2.2025 (41.09 min)
Als die Sintezza Rosa Mettbach 20 Jahre alt ist, deportieren die Nationalsozialisten sie in das Konzentrationslager Auschwitz. Rosa überlebt als einzige ihrer großen Familie, die Nazis ermorden ihre sieben Geschwister und ihre Mutter. Nach dem Krieg versucht Rosa, Entschädigung für ihr erlittenes Leid zu beantragen, doch ihr Antrag wird abgelehnt. Ausgerechnet von genau den Nazis, die vor 1945 an der Deportation der Sinti und Roma beteiligt waren. In dieser Folge „Verbrechen Vergessen“ sprechen Susi und Lilith über Rosa Mettbach, die ihr Leben lang für die Anerkennung und Entschädigung des Leids, welches Sinti und Roma durch die NS-Verfolgung erlitten, kämpfte. Dafür hat Lilith mit einem Menschen gesprochen, der Rosa besonders gut kannte – mit ihrem Enkel Johann Mettbach. Wir bedanken uns an dieser Stelle von Herzen, dass er Rosas Geschichte mit uns teilt!
Bei „Verbrechen Vergessen – Was nach 1945 geschah“ sprechen wir über wahre Verbrechen, die zwar größtenteils nach dem Krieg stattfanden, aber unmittelbar mit den Verbrechen der Nazis zusammenhängen. Read the rest of this entry »
April 16th, 2025 |
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Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Welttag der Sinti und Roma: Gespräch mit Radoslav Ganev
Bayern 2/Aktuelle Interviews, Sendung vom 8.4.2025 (8:12 min)
Zum internationalen Tag der Sinti und Roma: Verena Fiebiger spricht mit dem Politikwissentschaftler Radoslav Ganev, Gründer des Vereins RomAnity e.V. (Website), über Antiziganismus und Diskriminierung.
(Text und Sendung: Bayern 2/BR/Mediathek)
Siehe auch:
Podcast: Im Gespräch mit Radoslav Ganev, 25.3.2023
Sinti und Roma in München und Oberbayern, 15.9.2022
„Ich habe meine Herkunft verschwiegen“, 21.5.2021
Positive Bilder schaffen: RomAnity.de, 5.8.2020