Radio & TV

Das Erste: Spaniens starke „Gitanas“

April 25th, 2018  |  Published in Frauenrechte, Jugend & Bildung, Radio & TV

Spaniens Gitanas: Bildung als Ausweg (Filmstill)Das Erste, Europamagazin
verfügbar bis 8.4.2019

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In Spanien nennen sie sich „Gitanos“, „Zigeuner“, – und für sie ist das kein Schimpf­wort. Si­cher, auch hier haben Roma mit Vor­urtei­len zu kämpfen. Auch hier ist ihr all­gemei­ner Gesund­heits­zustand schlech­ter, ihr Bildungs­stand niedri­ger, sind ihre Chan­cen auf dem Arbeits­markt gerin­ger als im Landes­durch­schnitt. Und doch schaf­fen es im­mer mehr Gitanos, sich ihren Platz in der Mitte der Gesell­schaft zu er­kämp­fen. Be­son­ders gut ge­lingt dabei den Frauen der Spagat zwi­schen Her­kunft und Zu­kunft: Vor ein paar Jahren noch wäre eine Ro­ma-Anwältin, -Ärztin oder -Ingenieurin ein exo­ti­sches Rand­phä­no­men ge­we­sen. Heute sind die starken Gitanas selbst­ver­ständ­li­cher Teil des spani­schen All­tags.

Autorin: Natalia Bachmayer

(Video und Text: www.daserste.de)

Radio: Herbert Heuß im Gespräch

April 19th, 2018  |  Published in Interview, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radiointerview: Herbert Heuß, wissenschaftlicher Leiter des Zentralrats in Deutschland (Foto: minderheitensekretariat.de)Sendung von Radio LORA München
Gestaltung: Andrasch Neunert, 15:36 min, 11 MB

➜Anhören (mp3)

Am 8. April wurde der Internationale Roma-Tag be­gan­gen. Nun zähl­ten die Sinti und Roma mit den Schwu­len zu den letz­ten ehe­maligen Häft­lingen, die nach dem Krieg ent­schä­digt wur­den, ihre Qual blieb lange Zeit ein Tabu. Radio LORA München frag­te Herbert Heuß, den wis­sen­schaft­li­chen Lei­ter beim Zentral­rat Deut­scher Sinti und Roma, nach dem, was Sinti und Roma an die­sem Tag durch den Kopf geht … sicher nicht nur, aber doch auch die Opfer ihrer Vor­fah­ren in den Nazi-KZs. Her­bert Heuß über die Not­wen­dig­keit, ebenso wie Homo­phobie und Anti­semitis­mus auch den Anti­ziganismus kon­se­quent zu be­kämpfen.

(Sendung und Text: Radio LORA/Freie-Radios.net)

kulturMontag: „Werde glücklich!“

März 26th, 2018  |  Published in Kunst & Fotografie, Literatur & Bücher, Radio & TV

TurnauerORF2 – „kulturMontag“
Sendetermin: 26. März 2018, 22.30 Uhr

Zur Sendung: TVthek

Der von Clarissa Stadler moderierte „kul­turMontag“ prä­sen­tiert eine span­nende Themen­palette: So be­fasst sich die Sen­dung mit „Faust“ in der Kunst. Wei­ters blickt der „kulturMon­tag“ nach Ungarn und be­fragt an­läss­lich der Par­laments­wah­len am 8. April Künst­le­rin­nen und Künst­ler zur ak­tuel­len poli­ti­schen Situa­tion. Am 8. April ist auch Inter­na­tio­na­ler Tag der Roma: Aus die­sem An­lass blickt die Sen­dung an­hand zweier Kunst­pro­jekte auf die Lebens­welt und Kultur der Roma:

„Werde glücklich!“ – Samuel Mágós Kurzgeschichten über Roma in Wien und Bu­da­pest

In seinem zweisprachigen Erzählband „Der Glücksmacher“, den er ge­mein­sam mit sei­nem Bruder Károly ver­fasst hat, be­rich­tet Autor und Roma-Ak­ti­vist Samuel Mágó aus der Lebens­welt der Roma. Ihre Erzählun­gen be­ru­hen auf eige­nen Fami­lien­ge­schich­ten und ent­wickeln sich ent­lang wich­tiger zeit­geschicht­li­cher Eck­daten wie der NS-Zeit, der ungarischen Re­vo­lu­tion 1956 und dem Fall des Eiser­nen Vor­hangs bis in die Ge­gen­wart. Ge­bo­ren in Budapest in eine tra­di­tions­reiche Mu­si­ker­fami­lie und auf­ge­wach­sen in Wien, führt Samuel Mágó durch seine Heimat­stadt und spricht im „kul­turMon­tag“ kurz vor dem Inter­na­tio­na­len Roma-Tag am 8. April darüber, was es heute be­deu­tet, Roma zu sein.

Christine Turnauer nähert sich den Roma auf ganz andere Weise. Für ihr neues Buch hat die Foto­gra­fin Roma von Indien über Bul­ga­rien und Rumä­nien bis zum Kosovo be­sucht und fern­ab aller kitschi­gen Kli­schees Men­schen fotogra­fiert, „bei de­ren An­blick wir nicht Mit­leid, son­dern Be­wun­de­rung ver­spü­ren“, so der Schrift­stel­ler Karl-Markus Gauß in einer Wür­di­gung.

(ORF.at)

ARTE: Ein Dirigent und sein Traum

März 24th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Musik, Radio & TV

Riccardo Sahiti und sein Orchester (Foto: Programmankündigung rbb)Die Roma-und-Sinti-Philharmoniker

Ein Film von Margarete Kreuzer

ARTE, 24.3.2018 (Erstsendung: 25.1.2015)
➔verfügbar bis 30.3.2018

Es ist ein besonderes Symphonieorchester: Alle Mit­glie­der sind Sinti oder Roma, und alle sind Profis – klassisch aus­gebil­dete Musiker, die in Berufs­orches­tern in ganz Europa spie­len. So oft wie mög­lich finden sie zusam­men, um als Bot­schafter ihres Volkes ge­gen Klischees, Vertrei­bung und Ver­gessen anzu­spie­len. Ein Porträt eines un­gewöhn­li­chen Orchesters und sei­ner Mit­glieder.

Die Dokumentation begleitet das Orchester wäh­rend der Vorberei­tun­gen zu einem Konzert und ver­lässt mit einzel­nen Musikern immer wieder den musika­li­schen Kosmos, um einen Einblick ihr priva­tes Leben zu gewinnen. Im Mittel­punkt des Films steht der Dirigent Riccardo Sahiti, Gründer des Orches­ters und sein leiden­schaft­li­cher Spiritus Rector.

Sein Traum: Er möchte die „Roma und Sinti Philharmoniker“ zu einer festen Institution machen, um nicht länger um ihre Existenz ban­gen zu müssen. Ob Aus­wärtiges Amt, Zentral­rat deutscher Sinti und Roma oder Euro­päi­sches Parlament – Riccardo Sahiti, un­frei­willig auch Manager des Orches­ters, spricht überall vor. Der Film beglei­tet ihn aber auch auf einer sehr emotiona­len Reise in seine Heimat, den Kosovo, wo er Krieg und Vertreibung er­lebt hat. Read the rest of this entry »

Die unheilvolle Narbe

März 2nd, 2018  |  Published in Frauenrechte, Geschichte & Gedenken, Radio & TV

Die unheilvolle Narbe (Bild: BR/Constanze Hegetusch)Lebenslinien: Sinteza Rita Prigmore über­lebt medi­zi­ni­sche Ver­suche der Nazis

Ein Film von Constanze Hegetusch
Bayerischer Rundfunk,  44 Min.

ARD-Mediathek: verfügbar bis 15.01.2019

Rita ist Zwilling. Doch ihre Zwillingsschwester stirbt bei me­di­zi­ni­schen Experi­men­ten durch die Natio­nal­sozia­lis­ten. Rita über­lebt schwer ver­letzt und wird ihrer Mutter zurück­gege­ben. Seite an Seite kämpfen sie für die An­erken­nung der Sinti und Roma als Opfer des Natio­nal­sozia­lis­mus und um Wie­der­gut­ma­chung.

Weil Ritas Mutter Sinteza ist, soll sie 1942 zwangs­sterili­siert wer­den. Als sich heraus­stellt, dass sie mit Zwillingen schwan­ger ist, wird sie ver­schont. So­fort nach der Geburt nimmt man ihr die bei­den Mäd­chen und miss­braucht sie für medizini­sche Versuche. Das eine Mäd­chen stirbt, Rita wird der Mut­ter nach einem Jahr zu­rück­ge­ge­ben – mit einer schwe­ren Ver­letzung am Kopf. Mutter und Toch­ter leben fortan ein symbio­ti­sches Leben. Als Rita 14 Jahre alt ist, grün­det ihre Mutter einen Verein, der für die An­erken­nung der Sinti und Roma als Opfer des Natio­nal­sozia­lis­mus kämpft und sich für Wieder­gut­ma­chung stark macht.

Auch Rita wird zur Aktivistin. Mit Anfang 20 ver­liebt sie sich in einen ameri­ka­ni­schen Solda­ten, der in Würzburg statio­niert ist. Sie heira­ten und be­kom­men zwei Kinder. Als er wieder zu­rück in die USA muss, geht Rita mit. Sie leidet jedoch sehr unter der Tren­nung von der Mutter. Die Ehe zer­bricht und Rita muss immer häu­fi­ger nach Deutschland, um für ihre ei­ge­ne Wieder­gut­ma­chung zu kämpfen. So ent­schei­det sie sich schwe­ren Herzens, die USA und ihre bei­den jugend­li­chen Kinder zu ver­las­sen und zur Mutter zurück­zu­zie­hen. Als diese 2004 stirbt, führt Rita die po­li­ti­sche Arbeit wei­ter. Sie tritt als Zeit­zeugin bei Ver­anstal­tun­gen in der gan­zen Welt auf. Read the rest of this entry »

RespectWords: Verfehlte Ansätze?

Februar 18th, 2018  |  Published in Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Sendereihe RespectWordsEs ist Roma wie Nicht-Roma verboten, in Parks zu über­nach­ten: Ver­feh­len An­sätze ge­gen ethnische Diskriminierung das Problem des Antiziganismus?

Radio Dreyeckland | 12.2.2018
Sendereihe RespectWords | 30:00 Min.

➔Anhören (mp3)

Das Stereotyp der „Sintiundroma“ ist homo­gen. „Fremd, faul und frei“, fasst Wulf D. Hund es zu­sam­men. Die Men­schen, die von diesem Stereo­typ um­fasst werden, sind so viel­fältig wie alle ande­ren. Und doch – der Anti­ziganis­mus wirkt auch prak­tisch und sorgt im Stile einer „self-ful­filling prophecy“ dafür, dass Roma und Romnja in vie­len Ländern durch­aus über­pro­portio­nal häufig und hart von gesell­schaft­li­chem Aus­schluss, auch im sozio­öko­nomi­schen Bereich, be­trof­fen sind. Die EU ant­wortet darauf mit Integra­tions- und Anti­diskri­minie­rungs­ansätzen. Doch diese ver­fehlen nicht selten ihr Ziel oder tra­gen sogar dazu bei, dass Aus­schluss und Re­pres­sion gegen Roma und Romnja umso ele­ganter fort­gesetzt wer­den können. Viel­mehr gilt es zu ver­stehen, was Anti­ziganis­mus mit der moder­nen Gesell­schafts­ord­nung zu tun hat, so mit pro­testan­ti­scher Arbeits­ethik und der kapita­lis­ti­schen Ver­wer­tungs­logik. Dann wird auch klar, dass eine Ab­gren­zung von Armut als ver­meint­lich nega­tiver Eigen­schaft Teil des Problems ist, nicht der Lö­sung. Diese The­matik wird in dieser Sendung v.a. an­hand der Bei­spiele der Krimi­nali­sie­rung des Bettelns in Deutschland und der Räu­mun­gen in­for­mel­ler Camps in Frankreich be­leuch­tet.

(Programminfo rdl.de)

Ö1 Radiokolleg: Karl Ratzer

Februar 14th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Musik, Radio & TV

"The Slaves", li.: Karl Ratzer (Foto: karlratzer.com)Ö1 Radiokolleg, 12.2.2018
Lexikon der österreichischen Popmusik
Karl Ratzer

➔Anhören (7 Tage Ö1)

2017 hat das Radiokolleg eine Lang­zeit-Se­rie zur Geschichte der öster­rei­chi­schen Popmusikk ge­star­tet. Von „Ambros bis Qualtinger“ von „Danzer bis Wanda“ wird das Le­ben und Werk ein­zel­ner Musi­ker/innen und Bands doku­men­tiert, ihre Be­deu­tung für die österrei­chi­sche Musik­land­schaft reflek­tiert und ihr Bei­trag zu einer kri­ti­schen Gegen­kultur ge­würdigt.

Der Wiener Blues- und Jazzmusiker Karl Ratzer kommt aus ein­fa­chen Ver­hält­nis­sen mit Roma-Hin­ter­grund und musste sich seine mu­si­ka­li­sche Kar­riere hart er­arbei­ten. Schon im Alter von 14 Jah­ren legte er als Lead-Gitarrist der Rhythm-’n‘-Blues-Combo The Slaves eine erste Talent­probe ab. Wenig spä­ter wurde er unter dem Büh­nen­namen Charles Ryder zur Licht­gestalt des hei­mi­schen Psyche­de­lic Under­ground. C-Department und Gipsy Love wa­ren wei­tere Band­pro­jekte, die pro­gres­si­ven Zeit­geist ins ver­schla­fe­ne Wien brach­ten und in jenen Jahren ge­rade­zu Syno­ny­me für pop­musi­ka­li­sche In­no­va­tion waren.

Im Alter von 22 Jahren verschlug es ihn in die USA, wo er in einer inter­natio­nal ver­netz­ten Jazz-Szene all­mäh­lich Fuß fas­sen konnte und mit et­lichen Welt­stars des Genres ar­bei­tete. Read the rest of this entry »

SWR2: Nazif und der silberne Bär

Februar 13th, 2018  |  Published in Film & Theater, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Familie Mujic (Foto: swr.de)SWR2 Feature: Nazif und der silberne Bär – Vom kurzen Ruhm eines Rom

Einstündige Sendefassung der gleich­na­mi­gen Podcast-Se­rie von Zoran Solomun

Sendung vom 14.2.2018, 22:03 Uhr | Die Serie „Nazif und der sil­ber­ne Bär“ kön­nen Sie auch in der ARD Audio­thek App oder als Podcast hö­ren.

Nazif Mujić ist ein Rom aus Ostbosnien, der von Altmetall lebt, das er sam­melt und wei­ter­ver­kauft. Im Winter 2011 er­war­ten er und seine Frau Senada ihr drit­tes Kind. Als es plötz­lich im Mutter­leib stirbt, än­dert sich ihre Leben dra­ma­tisch. Sie haben weder eine Kranken­ver­si­che­rung noch ge­nü­gend Bargeld, um die nöti­ge Operation zu be­zah­len. Mit einem ille­galen Trick ge­lingt es erst im letz­ten Moment, ihr Leben zu retten.

Der be­rühmte bosnische Filmregisseur und Oscar-Ge­win­ner Danis Tanović er­fährt von ihrer Ge­schichte und ver­filmt sie mit Nazif und Senada, die sich selbst spie­len, in den Haupt­rollen. Der halb­dokumen­ta­ri­sche Film wird zu einem Rie­sen­erfolg: Auf der Berlinale 2013 er­hält Tanović den Großen Preis der Jury und Nazif Mujić den Silber­nen Bären als bes­ter Dar­steller. Nazif und Senada hof­fen, dass sich ihr Leben nun zum Bes­se­ren wen­den wird.

(SWR2 Programminfo)

Terror gegen Roma? Wieder Brand in Plauen

Februar 9th, 2018  |  Published in Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Nach dem Brandanschlag auf ein Roma-Wohnhaus in Plauen (Sachsen) brannte nun auch das Ersatz­quartier. Dies­­mal star­­ben zwei Men­schen. Vor drei Wochen sahen einige der Roma, wie sich Ver­däch­tige im Haus zu schaf­fen mach­ten – die Polizei wollte ihnen nicht glauben.

Deutschland: Wieder brannte das Haus der Roma-Familien in Plauen (Foto: Romano Sumnal)Radio Dreyeckland: Antiziganismus in Motiv und Umgang mit der Tat?

➔Sendung anhören (mp3)

Am Morgen des 5. Februar starben in Plauen zwei Per­so­nen beim Brand eines Wohh­hauses. Ein Mann und eine Frau, deutsche Staats­ange­hö­rige. Vier weitere Perso­nen wur­den teils schwer ver­letzt. Be­trof­fen war die Dach­geschoss­wohnung ei­nes Mehr­fami­lien­hauses in der Dürer­straße. Die Men­schen in den darunter­lie­gen­den Wohnun­gen konn­ten sich ret­ten. In dem Haus in der Dürer­straße waren sechs deut­sche Staats­an­gehö­rige ge­meldet und 30 Per­so­nen mit ande­ren Staats­an­gehörig­keiten. Zum Zeit­punkt des Brandes hiel­ten sich nach Aus­sagen eines Erst­helfers wo­mög­lich noch mehr Leute in dem Haus auf. Viele der Bewoh­ner/innen waren erst seit kur­zem in das Haus ge­zogen. Und zwar des­halb, weil ihr vori­ges Wohn­haus, weni­ge Stra­ßen weiter in der Trockental­straße, kurz zuvor, am 29. De­zem­ber 2017, eben­falls durch einen Brand un­be­wohn­bar gewor­den war. Schon zuvor hatte es dort laut dem Verein Romano Sumnal Brände ge­ge­ben. In der Nacht vom 29. auf den 30. De­zem­ber wur­den von den min­des­tens 40 Be­woh­ner/innen 19 ver­letzt, darunter acht Kinder. Mit schwe­ren Brand­verletzungen wur­den eine schwan­gere 29-jäh­rige Frau und ihr zwei­jähriger Sohn sowie ein fünf­jäh­ri­ges Kind und eine 39-jäh­ri­ge Frau in eine Spezial­klinik ein­ge­lie­fert. Bei den Be­woh­ner/innen han­delte es sich vor allem um Roma aus der Slowakei und aus Rumänien.

Wäh­rend des Brandes hal­fen eini­ge An­woh­ner und Passan­ten. Zwei jugend­li­che Helfer be­rich­te­ten je­doch, dass sie gefragt wurden, warum sie hel­fen – man solle die Leute doch ver­bren­nen las­sen. Ein An­woh­ner habe „Sieg Heil“ ge­rufen. Feuer­wehr­leute sollen bei den Rettungs­arbeiten an­gegrif­fen wor­den sein. Einen rassisti­schen Hinter­grund schloss die Polizei jedoch bald aus. Ver­dächtigt wurde zu­nächst ein ehe­ma­li­ger Bewohner des Hauses, der mit dem Ver­mie­ter Streit ge­habt ha­ben soll. Man­gels Beweisen wurde er aber wieder frei­gelas­sen. Nach dem Um­zug in die Dürerstraße hatten die ehe­mali­gen Be­woh­ner/innen der Trocken­tal­str. 86 Angst vor weite­ren Anschlägen. Mit­te Ja­nuar über­rasch­ten Haus­bewoh­ner/innen im Keller drei Männer, die mit einer weißen Flasche han­tier­ten und nach ihrer Ent­deckung weg­lie­fen. Read the rest of this entry »

Radio: Antiziganismus in den deutschen Medien

Februar 5th, 2018  |  Published in Medien & Presse, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Sendereihe RespectWords„Es kommen nicht nur Roma, es kommen auch Akademiker“ – Anti­ziga­nis­mus in den deut­schen Medien

Radio Dreyeckland | 29.1.2018
Sendereihe RespectWords | 30:00 Min.

➔Anhören (mp3)

Über kaum eine Gruppe wird so negativ, klischee­beladen und schlicht falsch be­rich­tet wie über Sinti und Roma. Wäh­rend be­son­ders reiße­ri­sche Schlagzeilen oder Titel­bilder durch­aus für Em­pö­rung sorgen kön­nen, liegt das eigent­li­che Problem viel tiefer – auch vor­geb­lich differen­zierte Bericht­erstattung be­zieht sich oft auf anti­ziga­nis­ti­sche Stereotype und re­pro­du­ziert diese. In der fol­gen­den Sendung wird da­nach ge­fragt, was Anti­ziganis­mus eigent­lich ist, wel­che Rolle er in der deutschen Medien­land­schaft spielt und wie mit dem Problem um­ge­gan­gen wer­den kann.

(Programminfo rdl.de)