Fundstücke (Nr. 6): J’attendrai Swing von 1939
Februar 8th, 2010 | Published in Film & Theater, Fundstücke, Musik
Django Reinhardts „J’attendrai Swing“ von 1939: ein YouTube-Fundstück als kleiner Nachtrag zu seinem 100. Geburtstag am 23. Jänner.
Februar 8th, 2010 | Published in Film & Theater, Fundstücke, Musik
Django Reinhardts „J’attendrai Swing“ von 1939: ein YouTube-Fundstück als kleiner Nachtrag zu seinem 100. Geburtstag am 23. Jänner.
Februar 7th, 2010 | Published in Geschichte & Gedenken, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Kaktus / WEBRADIO oe1campus
5.3.2010, 20:00 & 6.2., 20:30 & 8.2., 11:30 orenge (on demand/mp3)
„Schaj papal pasirinel, adi vaj muguli aguneder sar agun“, lakel o Rudolf Sarközi, angle beschto le flogoskere grupnengere bejrotistar, 15 berscha palo bombakero murdaripe Erbate godschikane alava la sendungake Radijo Kaktus.
Andi rat uso 5. feberi 1995 eksplodirintscha upri rik la Roma sidllungatar jek bomba taj murdartscha le Josef Simon (40), Peter Sarközi (27) sar le Karl (22) taj le Erwin Horvath (18). O rasistischi faphageripe hi o lek phareder politischi keripe la dujta republikatar. O schtar Roma kamnahi jek tablina le upre pisinipeha „Roma pal andi Indija“ bejg te lel. Ham pal aja konstruktcijona jek garudi bomba sina, kaj o bombakero keraschi Franz Fuchs, savo 1999 mulo, astardo taj ande tschapim ulo.
Uso gondolipeskero mulatintschago upro than le murdaripestar valami 200 manuscha ale. Dschene le murdarendar, fatretertscha le Romengere organisacijendar, polgari sar fatretertscha la gemajndatar taj la oficijela Austrijatar use sina. O Johann Baranyai, dujto schero le Farajn Romestar Erba, angle gentscha jek lil le bundakere presidentistar Heinz Fischer, ande savo angle asdim ulo, hot o manuschengere tschatschiptscha le cile manuschenge glajch ande te likerel hi. O Norbert Darabos ando fatretinipe le bundakere kancleristar Werner Faymann vakertscha. Read the rest of this entry »
Februar 7th, 2010 | Published in Geschichte & Gedenken, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen | 1 Comment
Radio Kaktus / WEBRADIO oe1campus
5.3.2010, 20:00 & 6.2., 20:30 & 8.2., 11:30 Uhr (on demand/mp3)
„Es könnte jederzeit wieder passieren, heute vielleicht sogar noch eher als damals“, findet Rudolf Sarközi, Vorsitzender des Volksgruppenbeirates, 15 Jahre nach dem tödlichen Bombenanschlag in Oberwart klare Worte in der Sendung „Radio Kaktus“.
In der Nacht zum 5. Februar 1995 explodierte am Rande der Roma-Siedlung eine Sprengfalle und tötete Josef Simon (40), Peter Sarközi (27) sowie Karl (22) und Erwin Horvath (18) . Das rassistische Verbrechen gilt als der folgenschwerste politische Anschlag der Zweiten Republik. Die vier Roma wollten eine Tafel mit der Aufschrift „Roma zurück nach Indien“ entfernen. Hinter der Konstruktion verbarg sich jedoch eine tödliche Sprengfalle, für die der inzwischen verstorbene Bombenbauer Franz Fuchs 1999 als deren Urheber verurteilt wurde.
Zur offiziellen Gedenkveranstaltung am Ort des Attentates kamen vergangenen Donnerstag rund 200 Menschen. Angehörige der vier Ermordeten, Vertreter von Roma-Organisationen, Bürger sowie Repräsentanten der Gemeinde und des offiziellen Österreich nahmen teil. Read the rest of this entry »
Februar 6th, 2010 | Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte
Am Mittwoch unterzeichnete – nach deutschem Vorbild (mehr z. B. hier, hier oder hier) – nun auch die Schweiz ein Rücknahmeabkommen mit dem Kosovo. Schweizer Menschenrechtsorganisationen schlagen in einem gemeinsamen Communiqué Alarm, weil von den bevorstehenden Abschiebungen nicht zuletzt auch zahlreiche Angehörige von besonders exponierten Minderheiten wie Roma oder Ashkali betroffen sein werden. Im Folgenden geben wir die Medienmitteilung der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, Amnesty International, Gesellschaft für bedrohte Völker und Humanrights.ch/MERS vom 3.2.2010 wieder:
Mit dem am 3. Februar 2010 unterzeichneten Rücknahmeabkommen zwischen der Schweiz und Kosovo besteht ab sofort die grosse Gefahr, dass die Schweizer Behörden weniger Rücksicht auf die besonders verletzliche Situation der Roma-Gemeinschaften nehmen. (…)
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe, Amnesty International, Gesellschaft für bedrohte Völker und Humanrights.ch/MERS fordern das Bundesamt für Migration auf, Roma, Ashkali und ÄgypterInnen weiterhin Schutz in der Schweiz zu gewähren und keine Zwangsrückschaffungen durchzuführen. Die Situation der Roma-Gemeinschaften in Kosovo ist zehn Jahre nach dem Krieg noch immer gekennzeichnet durch Diskriminierung, Bedrohung und Schikanen. Trotzdem hat die Schweiz am 1. April 2009 Kosovo als sicheres Herkunftsland bezeichnet und heute ein Rücknahmeabkommen unterzeichnet. Diese Schritte verkennen die immer noch labile Sicherheitssituation und missachten die prekäre Lage der Minderheiten in Kosovo.
Seit Juli 2009 sind eine Zunahme von Übergriffen gegen Roma und eine Verschlechterung ihrer Sicherheitslage festzustellen. Es fehlt an Unterkünften, Beschäftigung, und die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt. Nach wie vor gibt es immer noch Roma, die in Lagern leben. In den bleivergifteten Lagern in Mitrovica sind inzwischen auch Personen untergebracht, die aus anderen Staaten ausgeschafft wurden. Ein Teil der Roma hat keine gültigen Ausweispapiere und ist damit faktisch staatenlos. Read the rest of this entry »
Februar 6th, 2010 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio & TV
Roma sam
Radijo Burgenland (on demand/mp3)
Matura vaj schtudija na sunipeskero cil buter: Ando bersch 1990 o projekto „Ischkolakero siklipe palaloplane“ le Farajn Roma Erbatar ando dschivipe vrischtschando ulo. Sajt oja cajt o Romane tschave le farajniskere busiha paloplane ande on taj lenge pomoschim. Te o khetanbutschalinipe le mindenfelitike institutennca latscho hi. O Johann Baranyai o dujto schero le Farajn Roma Erbatar del tumenge adi la sendungake „Roma sam“ jek pedar dikipe pedar i siklipeskeri situacija le Romendar ando Burgenland. Ov phenel, hot but feder ulo taj lek feder ando siklipeskero koja, jek matura vaj schtudija le Romenge nan buter sunipeskero cil, akan rejaliteta. (volksgruppen.orf.at)
Matura und Studium – kein Traumziel mehr: 1990 wurde das Projekt „Außerschulische Lernbetreuung“ vom Verein Roma in Oberwart ins Leben gerufen. Seit diesem Zeitpunkt werden Roma-Kinder mit einem vereinseigenen Bus abgeholt und am Nachmittag betreut. Auch die Zusammenarbeit mit diversen Institutionen funktioniert gut. Johann Baranyai, Obmann-Stv. des Vereins Roma Oberwart, gibt für die Sendung „Roma sam“ einen Überblick über die Bildungssituation der Roma im Burgenland. Er meint, dass sich vieles verbessert hat – ganz besonders im Bildungsbereich: „Matura oder Studium für die Roma sind keine Traumziele mehr, sondern Realität.“ (volksgruppen.orf.at)
Februar 5th, 2010 | Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Use jek gondolipeskero mulatintschago taj jek ökumenischi molintschago tschetertekon andi Erba le schtar mulenge le bombakere atentatistar andar o 4. feberi 1995 gondolim ulo. O gondolipeskero mulatintschago 18.00 orgenge khetan le flogoskere fatreterenca le Romendar, le bare raschajiha Paul Iby, le burgenlanditike superintendentiha Manfred Koch taj le nimcengere ministeriha Norbert Darabos tel likerdo ulo. O profesori Rudolf Sarközi, angle beschto le flogoskere beirotistar le Romendar jek gondolipeskero vakeripe likertscha, o Johann Baranyai, dujto schero le Farjanistar Roma jek lil le bundiskere presidentostar Heinz Fischer angle gentscha. Telal o but dschene, save uso gondolipeskero mulatintschago use sina, sina te politikertscha andar i thaneskeri regirung taj politikertscha andar o mindendfelitike gemajntscha.
Februar 4th, 2010 | Published in Geschichte & Gedenken, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Religion
Gedenkfeier in Oberwart 15 Jahre nach Bombenattentat
Mit einer Gedenkfeier und einem Ökumenischen Gebet wird am Donnerstagabend in Oberwart der vier Todesopfer des Rohrbombenattentats auf die Romasiedlung Am Anger vom 4. Februar 1995 gedacht. An der Gedenkveranstaltung, die um 18 Uhr am Ort des damaligen Mordanschlags beginnt, werden gemeinsam mit zahlreichen Volksgruppenvertretern der Roma auch der Eisenstädter Diözesanbischof Paul Iby, der burgenländische Superintendent Manfred Koch und Verteidigungsminister Norbert Darabos teilnehmen. Prof. Rudolf Sarközi, Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma, wird eine Gedenkrede halten, Johann Baranyai eine Botschaft von Bundespräsident Heinz Fischer verlesen.
Der Anschlag des später gefassten Bombenattentäters Franz Fuchs auf die Romasiedlung erschütterte vor 15 Jahren ganz Österreich. Vier Roma – Peter Sarközi, Josef Simon, Karl und Erwin Horvath – wollten ein auf dem Weg vor ihrer Siedlung angebrachtes Schild mit der Aufschrift „Roma zurück nach Indien“ entfernen. Dabei explodierte ein Sprengsatz, der die vier Männer tötete. Auch 15 Jahre nach dem Attentat seien die Roma „noch immer traumatisiert“, sagte der österreichische Romaseelsorger Fabian Mmagu am Dienstag in einem „Kathpress“-Interview. Die Ereignisse von damals wären den Menschen stets präsent. „Nach dem Anschlag haben viele politische Verantwortungsträger gut geredet, aber niemand hat sich wirklich um die Psyche der unmittelbar Betroffenen und der ganzen Volksgruppe gekümmert“, kritisierte der Priester und Psychotherapeut. „Manche Roma haben bis heute Angst“, so Mmagu. Auch stellten sich die Angehörigen der Volksgruppe die Frage: „Sind wir überhaupt gefragt, können wir die Gesellschaft mitgestalten?“ (…)
Lesen Sie bitte den hier nur in Auszügen wiedergegebenen Artikel auf katholisch.at, dem Online-Portal der katholischen Kirche in Österreich.
Februar 4th, 2010 | Published in Geschichte & Gedenken, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte
In der Printausgabe des „Standard“ erinnert Wolfgang Weisgram heute an das Attentat in Oberwart, das vier jungen Burgenland-Roma vor genau 15 Jahren das Leben kostete. Wir bringen im Folgenden einen Auszug:
(…) Heute vor 15 Jahren zerfetzte eine perfide Sprengfalle, die Franz Fuchs, der Briefbomber, in der Nähe der Oberwarter Romasiedlung deponiert hatte, den 40-jährigen Josef Simon, den 27-jährigen Peter Sarközi, den 22-jährigen Karl Horvath und den 18-jährigen Erwin Horvath. Peter Sarközi war der Sohn des Stefan Horvath, die drei anderen Nachbarn, Freunde. Der Peter hatte einen Hund, einen Dackel, der hieß Murli. Mit dem ging Stefan Horvath zum Tatort und, so schrieb er es einmal, „zum ersten Mal habe ich einen Hund gesehen, der neben einem Toten saß und weinte“. Er selbst, der Stefan Horvath, konnte das nicht. „Ich fuhr“, erzählte er einmal dem Standard, „mit einem Freund in ein Kaffeehaus nach Bad Tatzmansdorf, hab ihm nichts gesagt. Erst dann bin ich wieder zum Tatort zurück.“
Da aber war dort und in der Nähe schon, im Vollsinn der Redewendung, der Teufel los. Die Polizei ermittelte mit beinahe ungewohntem Eifer. Sie durchsuchte – die Häuser der Roma-Siedlung, also den Wohnort der Opfer. Und sie dokumentierte damit etwas, das weit in die Politik hinein auf offene Ohren stieß. Noch ein knappes halbes Jahr nach dem Attentat, im Juli 1995, erklärte Jörg Haider: „Wer sagt, dass es da nicht um einen Konflikt bei einem Waffengeschäft, einem Autoschieber-Deal oder um Drogen gegangen ist?“ Read the rest of this entry »