Facts & Figures (148)

Dezember 4th, 2016  |  Published in Facts & Figures

In der Stadt Linz wur­den im Jahr 2016 bis­her (Stand 25.11.) be­reits ca. 30 Bett­ler-Zelt­la­ger po­li­zei­lich ge­räumt.

(Quelle)

Musejum andar i Maschkarutni Puja

Dezember 3rd, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Willi Horvath - Musejum ando Burgenland (Foto: volksgruppen.orf.at)Willi Horvath: Musejum le pal­gon­do­li­peske upre jek schukar cajt


Barikane dschene andar o cilo them schaj i Rose Marie Horvath andar i Masch­ka­rutni Puja upri rik pre imar mule Ro­mestar Willi Horvath (1934–2013) te prindscha­rel sik­lija. Le bari­kane Romen­gere muschi­ka­schiske jek pri­vati musejum ker­tscha.

TIP →Mri Historija: „Buena sera, Maestro!“ – Wilhelm Horvath im Gespräch, dROMa-Sonder­reihe 07/15 (pdf)

O Toni Curtis, i Gina Lollobrigida taj i Claudia Cardinale – ada tschak jek tikno falato le bari­kane dsche­nen­dar hi, saven i Rose Marie Horvath te prindscha­rel schaj sik­lija. But kipi, suve­nirs taj muschi­ka­kere instru­mentscha i 76-ber­schen­geri use jek kamlo privatiskero musejum andi ko­mora le khe­restar khe­tan ke­dija.

Te prindscharel siklija oj le muschikaschi ando 1950iger berscha ande jek moja­kero ande Frankfurt. „Kada ande ajom, taj ov man dikla, taj kada me le diklom – o mentscho ande tscha­latscha“, phu­kal i Rose Marie Hor­vath, pedar o ersch dikipe leha. I bari bast cidel pe sar jek lolo thav duach o dschi­vipe le dujen­dar. O Willi ojs Rom ando logeri Lackenbach ande tscha­pim sina. Kaj jek moja­kero andar Kleinwarasdorf (becirk Uprutni Puja) pe vasch leste ande beschar­tscha taj afka i cili fami­lija o naci re­schim schaj prik dschivde. Read the rest of this entry »

„Nisaj pomoschago le Hoferiske“

November 30th, 2016  |  Published in Politik

Weithin unbekannter Roma-"Vertreter" St. Balog Radul (ganz re.) mit FP-Kandidat N. Hofer (Foto: "Roma Times")Sar o Kulturakero farajn le austritike Romendar pe dis­tan­c­irintscha te but avre Roma organi­sa­ciji le völini­pes­kere angle tscha­la­jipestar le „Inter­na­tio­nale Roma Union“ (IRU) le Norbert Hoferiske (FPÖ) pu­mem distancirinde. On upre sikan upre but ertscha­ve arphe­nip­tscha FPÖ fartre­teren­dar pedar o Roma taj rasis­ti­schi pisin­tscha­gen­dar, save la FPÖ-ake pasche hi sar „Zur Zeit“ vaj i „Aula“. „Va­schoda nan ada amenge angle te terdscha­rel, hot jek FPÖ kani­dato o inte­resi le Romen­dar taj Sinti­jen­dar andi Austrija fatre­tinla“, butschol ando arbitscha­jipe le Roma orga­ni­sa­ci­jen­dar Romano Centro (Betsch), farajn Karika (Erba), Roma-Service (Tikni Poslina), Vida Pavlović (Betsch) taj o farajn Phurdo (Salzburg).

I „Internationale Roma Union“ (IRU) pumen le Hoferiha reste. On ande o adives­kero ar­bitscha­jipe phe­nen, hot i FPÖ ojs jekosch­ni poli­tischi sor andi Austrija o ara­karipe le tschu­li­pendar ando partaja­kero programo line. „O Nor­bert Hofer jek pativalo taj vodschi­kano, taj godschar ma­nusch taj politi­keri hi, savo use pro alav terdschol“, phenel o angle terdscho­ji­pes­kero mit­glid la „IRU“-atar, Stevan Balog Radul, le fraj­hajt­lichi kani­da­tiske use jek tala­li­nipe ando lejcti kurko use jek FPÖ-party. „Va­schoda amen Roma taj Sinti andar i Austrija, ando 4.12.2016 pal leste amen ter­dscha­raha taj amen leske ama­ro hango daha“, butschol ande jek arbitscha­jipe. Read the rest of this entry »

♫♫ And-Ek Ghes … ♫♫

November 29th, 2016  |  Published in Film & Theater, Musik

„And-Ek Ghes …“ – ein Film von Philip Scheffner & Colorado Velcu

Das also passiert, wenn man den Roma-Protagonisten dieses Doku­men­tar­films Kame­ras und Ton­studio zur Ver­fü­gung stellt: eine krea­tive Ketten­reak­tion, die wie neben­bei dieses Lied samt Bollywood-Film­idee ab­warf. Zu sehen im Doku­men­tar­por­trät der rumä­ni­schen Fa­mi­­lie Velcu, die ver­sucht, in Deutsch­land ein neues Le­ben zu be­gin­nen. Nur noch HEUTE (29.11.) in der rbb-Mediathek.

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Petition: Bleiberecht für Roma in Deutschland

November 28th, 2016  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Petition des BundesRomaVerbands (BRV )Im Folgenden eine Petition des Bundes-Roma-Verband e.V. an die deutsche Bundes­regie­rung und die In­nen­mi­nis­ter der Län­der. Rund 50 Orga­ni­sa­tio­nen haben den Aufruf mit­un­ter­zeichnet. >>Zur Petition

Endlich eine Lösung für Generationen finden: Bleiberecht für Roma in Deutschland


Das Mahnmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Roma und Sinti Europas in Berlin erinnert an Ver­fol­gung und Ver­nich­tung, an Über­leben und Depor­ta­tion. Dort ver­sam­mel­ten sich im Mai 2016 etwa 50 Romnja und Roma, um gegen die ihnen dro­hen­den Abschie­bun­gen und die struk­tu­relle Dis­kri­mi­nie­rung, soziale und poli­ti­sche Aus­gren­zung zu pro­tes­tie­ren.

Nachts wurde die Versammlung am Mahnmal gewaltsam von der Polizei ge­räumt. Weder in den als sicher ein­gestuften Her­kunfts­staaten noch in Deutsch­land fin­den Roma einen Ort, an dem ihnen ein Leben in Würde mög­lich ist. Das Wort Depor­ta­tion ist heute mit der Praxis der nächt­li­chen un­an­ge­kün­dig­ten Ab­schie­bun­gen in existen­tiel­le Un­sicher­heit und Ver­fol­gung in den Sprach­gebrauch der Roma zu­rück­ge­langt. Alle zu­letzt be­schlos­se­nen Ver­schär­fun­gen des Asyl- und Auf­ent­halts­rechts wir­ken sich auf die Situa­tion von Roma in Deutsch­land als dra­ma­ti­sche Ver­schlech­te­rung aus.

„Viele von uns, auch kleine Kinder und Jugendliche, leben in stän­di­ger Angst vor staat­li­chen Or­ga­nen und müs­sen sich, wenn die Abschie­bung droht, auch in Deutsch­land im Unter­grund auf­hal­ten. Das be­deu­tet kein Zu­gang zu ärzt­li­cher Ver­sor­gung, zu Bildung, Arbeit, Wohn­raum und öf­fent­li­chem Leben. Grund- und Men­schen­rechte bleiben uns ver­wehrt, unsere Würde wird uns ent­rissen. Diese per­ma­nente Ent­rech­tung zemen­tiert sowohl gesell­schaft­lich wie auch staat­licher­seits einen Zu­stand, aus dem wir alleine nicht heraus­fin­den sol­len“, so das Fazit der seit den Kriegen in Jugosla­wien in Un­sicher­heit und Angst leben­den Romnja und Roma.

Roma sind nirgendwo sicher. In den Ländern des ehe­mali­gen Jugosla­wiens haben sie keine Rechte, selbst wenn von der Bundes­republik und den jewei­li­gen Regie­run­gen ent­sprechende Verein­ba­run­gen getrof­fen wer­den. Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien sind, auch nach ihrer Ein­stu­fung im deut­schen Recht als „sichere Herkunfts­staaten“, für Roma nicht sicher. Damit wird ihnen jeg­liche Chance auf eine An­er­ken­nung als Flücht­ling ge­nom­men. Die Rege­lung der „siche­ren Herkunfts­staaten“ kommt für Roma einer Ab­schaf­fung des Asyl­rechts gleich.

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Normunds Rudevičs: ”No such person is listed“

November 25th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Politik

Dr. Normunds Rudevics (Foto: IRU)Am Montag meldete die APA, dass der IRU-„Parla­ments­prä­sident“ Stevan Balog Radul im Namen seiner Orga­ni­sa­tion und aller Roma und Sinti in Öster­reich eine Wahl­empfeh­lung für den FPÖ-Bundes­präsi­dent­schafts­kan­dida­ten Norbert Hofer aus­gespro­chen habe. Offenbar gibt es inzwischen mehrere konkurrierende Ver­bände, die sich als Nachfolge­organi­sa­tio­nen des frü­he­ren Welt­verbands IRU sehen. Davon erfährt man aus den Medien­berich­ten aller­dings nichts. Die APA hat es ver­ab­säumt, dies ausreichend zu über­prü­fen und klar­zu­stellen, in wes­sen Namen Stevan Balog Radul über­haupt sprechen kann.

Innerhalb von nur 24 Stunden haben sich daraufhin acht öster­reichi­sche Roma-Orga­ni­sa­tio­nen (wir berichteten) von dieser Aussage eines in der öster­rei­chi­schen Roma-Com­munity weit­hin Un­be­kann­ten dis­tan­ziert, und zwar: Verein Roma-Service, Ro­ma­no Centro, Verein KarikaVerein Vida Pavlović, Verein Phurdo Salzburg, Kulturverein Öster­rei­chi­scher Roma, VHS der burgen­ländi­schen Roma, Verein Lovara Österreich.

Nun liegt auch eine offizielle Stellungnahme von Dr. Normunds Rudevičs vor, welcher der IRU in Riga als Prä­sident vor­steht. Auch er weist jede organi­sa­to­ri­sche und inhalt­li­che Ver­bin­dung zu Stevan Balog Radul zu­rück:

In light of recent publications of a statement by Mr. Stevan Balog Radul in Austrian media, who is posing as “Parliamentry President” of IRU (International Romani Union), we inform that no such person is listed within the organisa­tion. Mr. Balog can not make any official state­ments on behalf of the organi­zation. We also find this develop­ment high­ly unacceptable, as Mr. Balog has ex­pres­sed his sup­port for a far right politi­cal candi­date in Austria, Mr. Hofer. (…)

Im Anschluss der volle Wortlaut der oben zitierten Aussendung vom 25. Novem­ber 2016: Read the rest of this entry »

rbb-Mediathek: Eines Tages … | And-Ek Ghes …

November 23rd, 2016  |  Published in Film & Theater

"And Ek-Ghes ..." Filmplakat (Foto: http://andekghes.pong-berlin.de)Online verfügbar bis 29.11.16: rbb-Mediathek

Ein Film von Philip Scheffner & Colorado Velcu
Deutschland 2016, 93 min (Website)
Romani/Rumänisch mit deutschem Voice-over

Als Familie Velcu von Rumänien nach Deutschland über­sie­del­te, be­gan­nen sie, ihr Leben mit Kameras fest­zu­hal­ten. Es ent­stand eine multi­per­spek­ti­vi­sche Familien­saga – mal melan­cho­lisch, dann wieder witzig und char­mant – über das Leben einer Roma-Fa­mi­lie in Berlin.

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Stellungnahme: Keine Unterstützung für Hofer

November 21st, 2016  |  Published in Einrichtungen, Politik  |  1 Comment

OTS-LogoAktualisierung, 22.11.2016: Auch Gilda Horvath, Obfrau des Vereins Lovara, und die VHS der burgen­län­di­schen Roma ha­ben sich in­zwi­schen von den Aus­sa­gen des Hrn. Balog Radul dis­tan­ziert. So­mit sind es be­reits acht nam­haf­te ös­ter­rei­chi­sche Roma-Or­ga­ni­sa­tio­nen.

Gemeinsame Aussendung der Roma-Organisationen:

Wien/Oberwart/Salzburg/Kleinbachselten (OTS) — Die Ro­ma-Or­ga­ni­sa­tio­nen Ro­ma­no Centro (Wien), Verein Karika (Ober­wart), Roma-Service (Klein­bach­selten), Vida Pavlović (Wien) und Verein Phurdo (Salzburg) dis­­tan­­zie­­ren sich aus­drück­lich von den Aus­sa­gen der „Inter­nationa­len Roma Union“ (IRU) und ihres Ver­tre­ters Stevan Balog Radul, wo­nach „die Ge­mein­schaft der Roma und Sinti in Österreich (…) ge­schlos­sen hinter Ing. Norbert Hofer“ ste­hen würde. Die Tages­zeitung Die Presse sowie die Wiener Zeitung berichteten heute darüber. Der Kulturverein öster­rei­chi­scher Roma hat sich bereits dis­tan­ziert, wie eben­falls be­rich­tet wurde.

Stevan Balog Radul hat seine private Meinung als Mei­nung der Volks­gruppe dar­ge­stellt. Dies kön­nen wir nicht hin­nehmen.

Vertreter der FPÖ sind in der Vergangenheit häu­fig mit ab­wer­ten­den und be­lei­di­gen­den Aus­sagen über Roma auf­ge­fal­len, ihr nahe ste­hen­de Medien wie „Zur Zeit“ oder „Die Aula“ ver­brei­ten immer wieder rassisti­sche In­halte. Des­halb ist es nicht vor­stellbar, dass ein FPÖ-Kan­didat die Interes­sen der Roma/Rom­nja und Sinti/Sin­tize in Österreich ver­tre­ten wird.

Rückfragen & Kontakt:
Andrea Härle (Romano Centro)
Emmerich Gärtner-Horvath (Roma-Service, Stv. Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma)

Facts & Figures (147)

November 21st, 2016  |  Published in Facts & Figures

Mind. 20 bis 30% aller Ro­ma­sied­lun­gen in Süd­ost-Slo­we­ni­en ha­ben kei­nen Zu­gang zu Trink­was­ser. (An­ga­ben der Kom­mu­nen 2010)

(Quelle)

Slowenien: Recht auf Wasser – auch für Roma?

November 20th, 2016  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Ein Roma-Mädchen schöpft dreckiges Wasser bei Dobruška vas. Im Südosten Sloweniens haben 20 bis 30 Prozent der Roma keinen direkten Zugang zu Trinkwasser (Foto: A. Hodalič/Amnesty International)Slowenisches Parlament schreibt das Recht auf Was­ser in die Ver­fas­sung. Am­nes­ty In­ter­na­tio­nal for­dert Ver­bes­se­rung für Roma-Ge­mein­schaf­ten:

Radio Dreyeckland: Das slowenische Parlament hat am Don­ners­tag ein­stim­mig dafür ge­stimmt, das Recht auf Trink­wasser in die Ver­fas­sung ein­zus­chreiben. Jeder habe das Recht darauf. Mit der Ver­fas­sungs­ände­rung lehnen die slo­we­ni­schen Ab­geord­ne­ten eine Privati­sie­rung der Trink­wasser­ver­sor­gung ein­deu­tig ab. Trinkwasser sei kei­ne Ware, die Ver­sor­gung müsse direkt und nicht-kom­mer­ziell vom Staat über die Ge­mein­den ge­währ­leis­tet wer­den. Die Idee dieser Ver­fas­sungs­ände­rung kam ur­sprüng­lich von einer Initia­tive von zivil­gesell­schaft­li­chen Or­gani­sa­tio­nen. Die slowe­ni­sche Mitte-Links-Re­gie­rung unter­stützte an­schlie­ßend diesen Vor­schlag. Slowenien ist damit das ers­te Land in der Euro­päi­schen Union, die dem Recht auf Trink­wasser Ver­fas­sungs­rang gibt. Amnesty International wies auf einen gro­ßen Nachhol­bedarf bei der Trink­wasser­ver­sor­gung in Slo­we­nien hin: Dort müss­ten manche Roma-Gemein­schaften immer noch Wasser von ver­schmutz­ten Flüs­sen oder öffent­lichen Wasser­hähnen holen und hätten noch keinen Zu­gang zu an­stän­di­gen Toi­letten. Am­nes­ty Inter­na­tio­nal nannte diesen Zu­stand schockie­rend für ein hoch ent­wickel­tes Land wie Slo­wenien. An­sons­ten habe fast die ge­samte Be­völ­ke­rung Zu­gang zu Trink­wasser. Eine Regie­rungs­kom­mis­sion habe bereits 2011 darauf hin­ge­wiesen, dass Slo­wenien auch allen Roma drin­gend Zu­gang zu Trink­wasser er­mög­li­chen sollte. Seit­dem sei aber nichts ge­sche­hen. Mit diesem neuen Ver­fas­sungs­recht werde es aber ein­facher sein, das Recht auf Trink­wasser­ver­sor­gung not­falls gericht­lich ein­zu­for­dern.  (Text: rdl.de)

Amnesty publizierte bereits 2011 einen Bericht über den feh­len­den Wasser­zu­gang vie­ler slo­we­ni­scher Roma-Ge­mein­schaf­ten:

Amnesty International: Viele Roma in Slowenien müssen um jeden Trop­fen Wasser, den sie zum Trinken, Wa­schen oder Kochen be­nö­ti­gen, kämp­fen. Dies ist kein Zu­fall, sondern Fol­ge der weit­ver­brei­te­ten Dis­kri­mi­nie­rung. Read the rest of this entry »