RomaRespekt #10: Rumänien

September 25th, 2017  |  Published in Musik, Radio & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #10: Rumänien – Musik und Widerständig­keit von Ro­ma/Romnja

Sendung vom 3.9.2016: Professionelles Musizieren ist und war für viele Roma/Rom­nja und Sinti/Sintezze eine der we­ni­gen Tätig­kei­ten, für die sie von der Mehr­heits­gesell­schaft posi­tive Auf­merk­sam­keit er­fah­ren. Aber beson­ders im Feld der Musik wer­den Roma und Sinti exo­tisiert und stereo­typi­siert. „Wir kön­nen natür­lich Noten lesen – aber wir brauchen keine, um zu spie­len“, sagt der Musi­ker Nelutu Lunca. „Wir ver­lie­ren viel Zeit mit der Exotik“, sagt Vasile Ionescu, ru­mä­ni­scher Roma-Ak­tivist und lang­jähri­ger Kultur­funktio­när. Antiromaismus ist in Ru­mä­nien wie auch ande­ren post­sozialis­ti­schen Staaten des ehe­ma­li­gen Ostblocks struk­turell in­hä­rent – auch im Bereich der Musik. Die in­ter­na­tio­nal be­kann­ten und ge­schätz­te Roma-Band Taraf de Haidouks sind in Ru­mä­nien kaum be­kannt. Ihr hört Folk­stücke aus der sozia­lis­ti­schen Zeit von Gabi Luncă und Romica Puceanu, Proto-Manele aus dem Banat von Albatros din Bucureşti, Manele von Nicolae Guţa und Sorina, Ethno-Jazz von Lavinia Raducănu, mo­der­nen Folk von Taraf de Haïdouks und Fanfare Ciocărlia, Dub von Mahala Rai Banda und Hip-Hop von R.A.C.L.A. und Connect-R.

Playlist #10:
Gabi Luncă & Ensemble Ion Onoriu: Fericit e omul pe lume | Romica Puceanu: Vantule, bataya ta | Albatros din Bucuresti: Hai vino neicuţa | Nicolae Guţa und Sorina: Aş renunţa | Lavinia Raducănu: Chaven Romane | Taraf de Haïdouks: Asturias | Fanfare Ciocărlia: Born To Be Wild | Mahala Rai Banda: Balkan Reggae (Mad Professor Mix) | R.A.C.L.A.: 1-2, 2-10 | Connect-R: Bani Cu Dobanda (feat. Cortes)

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

Rassismus im Kinderkanal

September 24th, 2017  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Screenshot aus Nellys AbenteuerZentralrat Deutscher Sinti und Roma appelliert an KIKA und SWR: anti­ziga­nis­ti­schen Kinder­film „Nellys Abenteuer“ nicht senden

Der Film enthält nach Auffassung des Zentralrats mas­si­ve anti­ziga­nis­ti­sche Kli­schees und Stereo­type, die ihn völ­lig un­ge­eig­net für die Ziel­gruppe von Kindern machen. Die päda­go­gi­sche Alters­empfeh­lung empfiehlt den Film für Kin­der von neun Jahren an und für die drit­ten Schul­klassen. Bei der Fach­ta­gung „Antiziganismus und staat­liche Film­förde­rung“ in Berlin am 14. Sep­tem­ber stellte der Zentral­rat Deut­scher Sinti und Roma das Gut­achten von Pavel Brunßen, Tech­nische Uni­ver­sität Berlin, vor. Im Er­gebnis der detail­lier­ten Film­analy­se heißt es:

In Nellys Abenteuer werden Roma durch­ge­hend als fremd und anders dar­gestellt. Dies ist kon­zep­tio­nelle Grund­lage des Films: Es soll ein schar­fer Kontrast zwi­schen den ‚eckig‘ den­kenden Deutschen und den ‚frei­heits­lie­ben­den‘ Roma her­gestellt werden. Die Hand­lungen und Eigen­schaften der Roma im Film er­folgen ent­lang ein­schlä­gi­ger anti­ziganis­ti­scher Topoi: Roma er­scheinen dem­nach als Klein­kriminelle, Trick­betrüger, Bettler, beim Auf­führen ‚tra­ditio­nel­ler‘ Tänze, als Kindes­ent­führer usw. Roma in anderen Lebens­situa­tio­nen, wie etwa in ‚regu­lä­ren‘ Be­rufen oder als Stu­die­rende, werden im Film nicht ge­zeigt. […] Hän­gen bleibt jedoch das Bild von den krimi­nel­len, un­zivili­sier­ten, dis­ziplin­losen und trieb­gesteu­erten Roma, die keine Moral ken­nen. Vor diesem Hinter­grund ist es als be­son­ders kri­tisch zu be­werten, dass der Film im Fernseh- oder Kino­programm auf­ge­nom­men wird und als Bil­dungs­material für Kinder und Jugend­liche ver­wendet wervden soll. Die stereo­typen Dar­stel­lun­gen des Films setzen sich im be­glei­ten­den Bildungs­mate­rial fort und pro­vo­zie­ren pau­scha­li­sie­rende und essentia­lisie­rende Aus­sagen über Roma. (S. 19)

Prof. Urs Heftrich von der Universität Heidelberg konsta­tierte in sei­nen An­mer­kun­gen zum Film, dass antiziganistische Kli­schees nicht auf­gelöst, son­dern im Ge­gen­teil ze­men­tiert würden:

Nellys Abenteuer präsentieren die Roma, über ihre Charak­te­ri­sie­rung als noto­ri­sche Taschen­diebe hinaus, als Hand­langer zu einem Ver­brechen, das nach § 239a StGB mit ‚Freiheits­strafe nicht unter fünf Jah­ren be­straft‘ wird: ‚Erpres­se­ri­scher Menschen­raub‘. Dass der Master­mind hinter diesem Plot kein Rom ist, dass dieser Master­mind (so Prof. Becker in seinem State­ment) die Er­wartung, Roma neig­ten zur Kindes­ent­führung, in seinen Plot ein­kal­ku­liert und dass Nelly zu­letzt mit Hilfe eines jungen Rom ge­rettet wird – all dies ändert nichts an der Tat­sache, dass Roma (spe­ziell Romamänner) im Film die­jenigen sind, die das Ver­brechen real durch­führen. Read the rest of this entry »

Medienprojekt „Tschibtscha“ in Oberwart

September 23rd, 2017  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Medien & Presse, Radio & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
11.9.2017 | (on demand)

Medientraining: Unser Projekt Tschibtscha im Burgenland (Emmerich Gärtner-Horvath/Roma-Service und Paul Horvath/Karika) (Foto: volksgruppen.orf.at)In der aktuellen Sendung Roma sam spricht Emmerich Gärtner-Horvath vom Verein Roma-Ser­vice über das Medien­pro­jekt „Tschibtscha“. Die­ses hat es sich zum Ziel ge­macht, Mul­tipli­ka­toren und Mul­tipli­ka­torin­nen im Medien­bereich aus­zu­bilden. Ein mehr­spra­chiger, offe­ner Ra­dio-und-TV-Web­log ist das Pro­dukt dieses Pro­jektes, reali­siert durch den Verein KARIKA in Ko­opera­tion mit dem Verein Ro­ma-Ser­vice.

Von September bis Dezember 2017 werden wäh­rend des Kurses „Tschib­tscha“ acht Teil­nehmer/innen ge­schult, um die Volks­gruppen­sprache Roman (Romanes) me­dial pro­duk­tiv zu nutzen. Em­merich Gärt­ner-Hor­vath er­zählt im Ge­spräch mit Susanne Horvath über den Schnitt­platz und das Auf­nahme­studio, ein­ge­rich­tet in den Vereins­räum­lich­kei­ten des Ro­ma-Service und KARIKA in Ober­wart, sowie über die ge­plan­ten zwei­spra­chi­gen Radio- und TV-Blogs.

„Tschibtscha“ gewährleiste die Präsenz des Roman in zwei­facher Hin­sicht, so der Ge­schäfts­führer des Vereins Ro­ma-Ser­vice, Gärt­ner-Hor­vath. Das Pro­gramm richte sich nicht nur direkt an die Volks­gruppe, son­dern auch an die Mehr­heits­be­völ­ke­rung. Read the rest of this entry »

„Wenn nicht sogar sehr“

September 22nd, 2017  |  Published in Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte

cover idicVor zehn Jahren 2.000 Mal (aus)verkauft. Jetzt online:

Semra Idic: Wenn nicht sogar sehr
Meine Geschichte unserer verhinderten Abschiebung

Vor zehn Jahren kam Semra Idic zu einem Praktikum in die Redak­tion der Düsseldorfer Stra­ßen­zei­tung fiftyfifty. Die jun­ge Romni und ihre Familie soll­ten in ein Elends­dorf nach Südserbien ab­ge­scho­ben wer­den. Dabei haben die 17-jäh­rige Semra und ihre drei Ge­schwis­ter dieses Dorf nie ge­sehen. Sie waren vor­bild­lich in­tegrier­te Kinder vor­bild­li­cher Eltern. fiftyfifty hat zu­sam­men mit einem breiten Bünd­nis die Ab­schie­bung ver­hin­dert sowie die Flücht­lings­hilfe „STAY!“ mit­gegrün­det. Und Semra hat ein Buch geschrie­ben, das schnell ver­griffen war und nun online zu lesen ist.

Günter Grass, der sich mit einer eigenen Stiftung und einem Buch („Ohne Stimme – Reden zu­guns­ten des Volkes des Roma“) zeit­lebens sehr für Roma ein­gesetzt hat, steuer­te das Vor­wort zu Semras Buch bei – eine kleine Sen­sa­tion, die half, den Titel 2.000-mal zu ver­kaufen.

Das komplette Buch inkl. eines ausführlichen Anhanges fin­den Sie hier als PDF.


RomaRespekt #9: Musik & Widerständigkeit

September 21st, 2017  |  Published in Musik, Radio & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #9: Swing, Jazz, Pop und Widerständigkeit von Roma/Rom­nja und Sinti/Sin­tezze

Sendung vom 6.7.2016: Im Feld der Musik werden Roma/Rom­nja und Sinti/Sin­tezze be­son­ders exotisiert und stereo­typi­siert. Warum kann es den­noch wichtig sein, Musik expli­zit von Roma und Sinti zu spielen? Ihr hört eine klei­ne Ge­schich­te moder­ner Musik von Roma, Sinti, Manouches und Lovara seit den 1930er Jah­ren und wie sie verwoben ist mit Dis­kri­mi­nie­rung vs. Roma-Ak­ti­vis­mus.

Playlist #9:
Django Reinhardt: Dinah | Christian Escoudé Group: Dolores | Schnuckenack Reinhardt: Fuli Tschai | Café Noir: Lass Maro Tschatschepen | Kitty Winter & Gypsy Nova: My Family | Sinti Swing Berlin: Johnny, tu n’es pas un ange | Gypsy Love: Just a little Love | Karl Ratzer Group: New Waltz | Marianne Rosenberg: Ruf an! | Duo Z: Lustig wär’ das Z[…]leben | Martin Lubenov: Lovely Istanbul | New York Gypsy Allstars: Smiles | Dotschy Reinhardt: Django’s Theme

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

Spaniens erster Roma-Lehrstuhl

September 20th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Wissenschaft

Bildung fördern: Benefizveranstaltung der Fundación Secretariado Gitano und der Universität Alicante, Jänner 2017 (Foto: VEU Revista cultural de la Universidad de Alicante)Spanien bekommt seinen ersten Lehrstuhl für Kultur der Gitanos (spani­sche Roma). Die neue Lehr- und For­schungs­stelle wird an der Uni­ver­si­tät Alicante ein­ge­rich­tet. Der Consell, die Regio­nal­regie­rung von Valencia, hat eine dies­be­züg­li­che Ko­ope­ra­tions­ver­ein­ba­rung zwi­schen der Gleich­be­hand­lungs­behörde und der Uni­ver­si­tät Alicante be­wil­ligt. Der neue Lehr­stuhl soll die aka­de­mi­sche Aus­bil­dung junger Roma för­dern und die Lebens­reali­tät der spa­ni­schen Roma-Po­pu­la­tion er­for­schen. Die Ein­rich­tung des Lehrstuhls soll noch 2017 er­fol­gen, die Sub­ven­tion durch die Regional­regierung be­läuft sich auf ma­xi­mal 30.000 Euro.

Insgesamt wird die Region Valencia 180.000 Euro für Pro­jek­te zur Inklus­ion der Gitanos in Va­len­cia bereit­stellen. Der Consell hat hier­für in seiner Sitzung am Frei­itag auch ein Über­ein­kommen mit der Fundación Secre­ta­riado Gitano zur so­zialen Integra­tion und zur Be­kämpfung von Armut und Dis­kri­mi­nie­rung be­schlos­sen. Ko­finan­ziert wird dieses Projekt vom Euro­päi­schen Sozial­fonds.

Der Wunsch des valencianischen Gitano-Verbands (FAGA Comunidad Valenciana), bei der Planung und Ein­richtung des Lehr­stuhls als Berater oder Ver­trags­partner mit­ein­bezo­gen zu wer­den, wur­de offen­bar nicht be­rück­sich­tigt.

(dROMa)

Tag der offenen Tür in Oberwart

September 19th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-Service & Karika laden zum Tag der offenen Tür in Oberwart Einladung zum „Tag der offenen Tür“
Akaripe uso „di le pradime vudaristar“

Freitag | paraschtuja, 22.9.2017
09:00 bis | dschi 13:00 Uhr | orenge
Evangelische Kircheng. 3, Oberwart | Erba

Wir öffnen unsere Pforten und informieren Sie über Geschichte und Kultur so­wie über die ak­tuel­le Situa­tion der Roma im Ar­beits- und Bil­dungs­bereich! An un­se­rem „Tag der of­fe­nen Tür“ haben Sie die Gele­gen­heit, unsere Teams kennen­zu­ler­nen und sich gleich­zeitig über interes­san­te Themen zu in­for­mie­ren. | Amen amare vudar­tscha pra­vas taj infor­ma­cija pedar i histo­rija taj kul­tura, taj te pedar i aktu­jeli situa­cija le Romen­dar ando but­ja­kero- taj si­ka­di­pes­kero them, das! Use ama­ro „di le pra­dime vu­da­ristar“ tu­men o schajipe hi, ama­re dsche­nen te prin­dscha­rel te siklol taj infor­ma­cija pedar intere­san­ti temtscha te schunel!

Auf Euer Kommen freuen sich
Verein Roma-Service & Verein KARIKA – Für Roma und Sinti

Upre tumaro ajipe loschanen pumen
Farajn Roma-Service taj Farajn KARIKA – Le Romenge taj Sintijenge


RomaRespekt #8: Mindj Panther

September 18th, 2017  |  Published in Frauenrechte, Musik, Radio & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #8: Mindj Panther – feministischer Romani-Hip-Hop

Sendung vom 2.7.2016: Die Romnja Sandra Selimović und Simonida Selimović rappen unter dem Namen Mindj Panther. Beide wohnen in Wien und sind in der femi­nis­ti­schen Grup­pe IniRromnja
 ak­tiv. Als Perfor­merin­nen­gruppe „Roma Armee Fraktion“ gehen sie im öffent­li­chen Raum Wiens gegen Rassismus vor. In ihrem Video zum gleich­nami­gen Stück „Mindj Panther“ rap­pen sie gegen das Bettel­verbot in Wien, für Um­ver­tei­lung und knacken einen Bank­auto­maten. Sandra und Si­mo­ni­da Selimović ar­beiten haupt­säch­lich als Schau­spie­lerin­nen und Re­gis­seu­rin­nen. 
In dieser Sen­dung hört ihr ein Inter­view mit Sandra Selimović und Simonida Selimović. Sie spre­chen darüber, wie sie zum Rappen ka­men, über ihren politi­schen Ak­ti­vis­mus, über das Rappen in Romanes, über ihre Per­foman­ces gegen das anti­romais­ti­sche Bettelverbot in Wien, über ihre fe­mi­nis­ti­sche Po­si­tion, über Em­power­ment. Sie äu­ßern sich auch zu Fra­gen der „cultural appropriation“, also in­wie­fern sich Kul­tur und Aus­drucks­formen an­ge­eig­net wur­den, die von Roma und Romnja ge­schaf­fen wur­den. 
Zwi­schen­drin sind eini­ge Mindj-Pan­ther-Tracks zu hö­ren.


Siehe auch:
 www.romanosvato.at
 | inirromnja.wordpress.com
 | www.romnja-power.de

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

Siehe auch:
„Roma Armee“ im Gorki-Theater, 14.8.2017
♫ Mindj Panther (Welt-Roma-Tag 2014 in Berlin), 30.11.2015
Romano Svato: Amen protestirinas!, 30.9.2013
Selimović: „Wir pro­tes­tieren!“, 27.9.2013

Neu in der Hamburger Schule

September 16th, 2017  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte


Trailer: Alles gut – Ankommen in Deutschland
Dokumentarfilm von Pia-Luisa Lenz
95 Min., Deutschland 2017

Mehr hier

RomaRespekt #7: Abschiebung

September 15th, 2017  |  Published in Politik, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #7: Abschiebung

Sendung vom 4.6.2016: Radio RomaRespekt #7 berich­tet über eine Ab­schie­bung von Men­schen aus Riesa (Sachsen), danach gibt es ein Interview von Ju­gend­li­chen des säch­si­schen Roma-Vereins ‚Romano Sumnal‘ mit dem Leipziger Ver­wal­tungs­bür­ger­meis­ter Ulrich Hörning. Er wur­de gefragt, wie die Stadt Leipzig Roma und Romnja unter­stützten könn­te, die von Ab­schie­bung in „siche­re Her­kunfts­länder“ be­droht sind.

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)