Facts & Figures (598)

September 21st, 2026  |  Published in Facts & Figures

Im 16. Jh. wurde bei Enns eine Gruppe fah­ren­der Roma hin­ge­rich­tet, weil man glaub­te, sie hät­ten ein ver­schwun­de­nes Kind ent­führt und in ei­nen Bä­ren ver­wan­delt.

(Quelle)

Preis für Alina Șerbans „I Matter“ in Venedig

September 19th, 2026  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte

Festivalerfolg für die rumä­ni­sche Roma-Filme­ma­che­rin Alina Șerban bei den Inter­na­tio­na­len Film­fest­spie­len in Venedig: Ihr Lang­film­debüt „I Matter“ (Originaltitel: Eu contez) er­hielt den Pub­li­kums­preis der Sek­tion Venice Spotlight.

2021 machte die rumänische Autorin und Schau­spie­lerin Alina Șerban mit ihrem Kurz­film „I Mat­ter“ auch als Regis­seurin auf sich auf­merk­sam; sie selbst spielte die Haupt­rolle. Nun prä­sen­tierte Șerban ihr gleich­namiges, aus dem Kurz­format weiter­ent­wickeltes Langfilm­debüt, für das sie sich nun gänz­lich hinter die Kamera zurück­zog. Am 8. Septem­ber feierte der Spielfilm seine Welt­premiere bei den 83. Inter­natio­nalen Film­fest­spielen in Venedig. Damit ist Alina Șerban, nach dem fran­zösi­schen Cannes-Preis­träger Tony Gatlif (1948–2026), die erste Roma-Regis­seurin, deren Film in die offi­zielle Auswahl eines der welt­weit be­deu­tends­ten A-Film­festivals auf­ge­nommen wurde – und sie wurde prompt mit dem wich­tigs­ten Publikums­preis des Festivals aus­ge­zeichnet.

Bei der Abschlussgala mi Palazzo del Cinema am Lido nahmen Șerban und Produ­zentin Ada Solomon ver­gan­genen Sams­tag den von Armani Beauty ge­stif­teten Audience Award ent­gegen, der in der Sektion Venice Spotlight ver­geben wird.

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Romani Ora (14.9., 15.9., 16.9. & 17.9.2026)

September 18th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 14.9.2026 (mp3)

Hören Sie nun eine Stunde lang die schöns­ten Roma-Lieder und lassen Sie sich von den beson­deren Klängen und Melodien ver­zaubern. Durch den Musik­mon­tag der „Romani Ora“ beglei­tet Sie Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 15.9.2026 (mp3)

Die Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ wird Ihnen präsentiert von Tina Nardai aus dem Volksgruppenhaus in Oberwart. Im Tagesthema erwartet Sie ein Interview mit den „Notfall Ninjas Großpetersdorf“, eine Jugendgruppe des Roten Kreuzes Burgenland.


Anhören: →Sendung vom 16.9.2026 (mp3)

In unserem neuen Tagesbeitrag richten wir den Blick auf ein zentrales Thema unserer Gesell­schaft: die gesell­schaftliche Anerken­nung der Roma in Österreich. Dazu haben wir uns einen pro­funden Kenner der Materie ins Gespräch geholt – den Historiker und ehe­maligen Leiter des Doku­men­tations­archivs des öster­reichi­schen Wider­standes, Dr. Gerhard Baumgartner. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 17.9.2026 (mp3)

Im Tagesbeitrag dieser Sendung geht es um Literatur, Begeg­nung und ein biss­chen Zeit zum Zuhören – genau darum geht’s näm­lich bei den Literatur­tagen in Kohfidisch. Wenn Bücher lebendig werden, Autorin­nen und Autoren ihre Geschichten mit­bringen und aus Worten plötz­lich Bilder im Kopf ent­stehen, dann ist wieder Literatur­zeit in Kohfidisch. Am Mikro­phon Susanne Horvath.
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Facts & Figures (597)

September 15th, 2026  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

In Italien leben 11.100 Sinti/Roma (Stand: April 2025) in eth­nisch ab­ge­trenn­ten Sied­lun­gen und Camps. 2016 wa­ren es noch mehr als dop­pelt so viele.

(Quelle)

Romani Ora (8.9., 9.9., 10.9. & 11.9.2026)

September 12th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 8.9.2026 (mp3)

Die 55. Inform in Oberwart (Website) ist erfolgreich über die Bühne ge­gangen. Zum Jubiläum prä­sentier­ten zahl­reiche regionale Aus­steller, aber auch Unter­nehmen über die Grenzen des Burgenlands hinaus, ihre Pro­dukte und Leis­tungen. Ein viel­fältiges Angebot und großes Pub­likums­inter­esse machten die Jubi­läums­aus­gabe zu einem gelun­genen Event. Am Mikro­phon Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 9.9.2026 (mp3)

Seit 2021 gibt es im Burgenland die Initiative „Erinnerungszeichen“ – eine Zu­sam­men­arbeit der Israeli­tischen Kultus­gemeinde, des Landes Burgenland und des Vereins RE.F.U.G.I.U.S. Ziel ist es, jüdische Friedhöfe zu erhalten und damit ein wich­tiges Stück jüdischer Geschichte und Kultur im Burgen­land zu bewahren. Durch die Sendung führt Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 10.9.2026 (mp3)

Der 20-jährige Maximilian Fassl betreibt in Oberwart und Neckenmarkt einen Metall- und Schrott­handel. Vom Schrott zum Wertstoff; der „Schrottmaxl“ im Gespräch mit Radio MORA in der neuen „Romani Ora“. Dazu prä­sentiert Ihnen Tina Nardai die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 11.9.2026 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ berichten wir über das neue Herbst- und Winter­pro­gramm der Burgen­ländi­schen Volks­hoch­schulen. Dazu erhalten Sie einen viel­seitigen Ver­anstal­tungs­kalender und die aus­gewählte Roma-Musik. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
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Umfrage: Massiver Antiziganismus in Österreich

September 10th, 2026  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Alarmierendes, aber medial und politisch kaum the­ma­ti­sier­tes Detail aus der neu­en Um­fra­ge des Ös­ter­rei­chi­schen In­te­gra­tions­fonds: Etwas mehr als die Hälfte der Men­schen in Ös­ter­reich gibt an, es würde sie „stö­ren“, wenn sie Roma oder Sinti als Nach­barn hät­ten. Da­mit sind Roma und Sinti – nach Asyl­werbern – die in Ös­ter­reich am stärks­ten ab­ge­lehn­te Gruppe.

Am Dienstag präsentierte Integrationsministerin Claudia Bauer ge­mein­sam mit dem Sozial­wissen­schaft­ler Rudolf Bret­schneider die Er­gebnisse der neue Integra­tions­umfrage des Öster­reichi­schen Integra­tions­fonds (ÖIF), die nun unter dem Titel „Was denkt Österreich?“ als Bericht vor­liegen. Die öster­reich­weite Meinungs­umfrage wurde bereits zum vierten Mal unter der inhalt­lichen Leitung Rudolf Bretschneiders durch­ge­führt. Um­gesetzt wurde die aktuelle Be­fragung vom Meinungs­forscher Peter Hajek. Die Erhebung analy­siert die Einstel­lungen der öster­reichischen Wohn­bevölke­rung zu den Themen gesell­schaftli­cher Zu­sammen­halt, Migration und Integration.

Wenn Sie fol­gende Nach­bar/in­nen hätten …

Die Frage zu Abb. 20 im Bericht (siehe unten) lautete im genauen Wortlaut: „Wenn Sie fol­gende Nach­bar/in­nen hätten [Anm. der dROMa-Red.: Asylwerber, Roma, Muslime, Langzeitsarbeitslose etc.] – würde Sie das sehr, eher schon, eher nicht oder gar nicht stören?“

ÖIF 2026, Abb. 20

Die Akzeptanz gegenüber Nachbarinnen und Nachbarn variiert in der Bevöl­kerung stark je nach der jeweili­gen Gruppe. Beson­ders Roma und Sinti stoßen dabei auf mas­sive Vor­behalte: Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Pro­zent) würde sich durch sie in der Nachbar­schaft „gestört“ fühlen (21 Prozent „sehr störend“ und 32 Prozent „eher störend“; 3,1 Prozent Schwan­kungs­breite). Damit gehört diese Gruppe zu den am stärks­ten ab­gelehn­ten Gruppen. Read the rest of this entry »

Gedenken an den Porajmos in Österreich (2020)

September 9th, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften

Karl-Franzens-Universität GrazLukas Sperlich (2020): Die Bedeutung des öffentli­chen Gedenkens an den Poraj­mos für Rom­Nija in Öster­reich

Masterarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­si­tät Graz, Geistes­wissen­schaft­liche Fakultät, Insti­tut für Geschichte, 114 S.

→Download der UB Graz (pdf)

Abstract (Link):

Roma sind seit den 1990er-Jahren eine von sechs in Österreich offi­ziell an­erkannten Volksgruppen. In den Jahren des National­sozialismus wurden sie schritt­weise aus­ge­grenzt und verfolgt, um sie anschlie­ßend zu ermorden. Nur ein kleiner Teil überlebte diese Zeit und kehrte zurück. Zuerst jahr­zehnte­lang von der öster­reichi­schen Öffent­lich­keit geleugnet, wird heute an die Verbrechen erinnert und der Opfer würdev­oll gedacht. Welche Rolle ein solches Gedenken für RomNija in Österreich spielt, ist die aus­gehende Frage der vor­liegenden Arbeit. Diese gliedert sich in zwei Teile: Ein erster Teil versucht, die Gruppe an sich zu de­konstru­ieren, und hinter­fragt ein prin­zi­pielles Zu­sammen­gehörig­keits­gefühl von RomNija. Trotz vieler Gemein­sam­keiten kann nicht von Roma im Sinne einer vor­gestellten Gemein­schaft ge­sprochen werden, deren Mitglieder sich mit­einan­der solida­risieren. Vielmehr ist es seit der Bürger­rechts­bewegung der 1980er- und 90er-Jahre eines der Haupt­anliegen einer intellek­tuellen Elite, eine solche Identität zu fördern, um in weiterer Folge die gesell­schaft­liche und wirt­schaft­liche Situa­tion von RomNija zu verbessern. In diesem Zusam­men­hang stehen zumin­dest teilweise die Bemü­hungen von öster­reichischen Vereinen, sich in die europä­ische Erinnerungs­landschaft des Holocausts ein­zu­schreiben. In einem zweiten Teil zeigt die Analyse der zwei Vereins­zeitschriften Romano Centro und Romano Kipo unter­schied­liche Zugänge zum Gedenken. Beide Vereine lehnen sich einer­seits an Narrative der Shoah an, um Teil einer bereits etab­lierten Er­innerungs­kultur zu werden, und stellen ande­rer­seits ein Bild einer Konti­nuität von Dis­krimi­nierung her, um mit der Erinnerung an die Gräuel des NS auf die heutige Schlech­ter­stellung auf­merksam zu machen und so Druck auf Mehrheits­bevöl­kerung und Politik aus­zu­üben, selbige zu ver­bessern.

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Romani Ora (2.9., 3.9., 4.9. und 7.9.2026)

September 8th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 2.9.2026 (mp3)

Zu einem Austausch über die Anliegen und aktuellen Heraus­forderun­gen der Volksgruppen waren Landes­haupt­mann-Stell­ver­trete­rin Anja Haider-Wallner, Grünen-Land­tags­klub­obfrau Margit Paul-Kientzl und Land­tags­abgeord­neter Philip Juranich im Haus der Volks­gruppen in Oberwart zu Gast. Am Mikro­phon be­grüßt Sie Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 3.9.2026 (mp3)

Der Stadtgarten Oberwart hat sich am ver­gangenen Mitt­woch­abend in eine stimmungs­volle Freiluft-Biblio­thek ver­wandelt. Bei den „BookTalks“ der AK-Bücherei Oberwart las die ober­österrei­chische Autorin Lisa-Viktoria Niederberger (Website) unter freiem Himmel aus ihrem Debüt­roman „Lahea“. Durch die Sendung führt Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 4.9.2026 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ erwarten Sie wie gewohnt der Ver­anstal­tungs­kalender für die Region Oberwart und die beste Roma-Musik. Außer­dem zieht der Ober­warter Fotograf Marvin Auerbäck Resümee über das ein­jähri­ges Be­stehen seines Foto­studios in der Innenstadt.


Anhören: →Sendung vom 7.9.2026 (mp3)

Im „Romani Ora“-Musikmontag bekommen Sie die viel­fältigs­ten Roma-Songs im Mix mit den zwei­sprachi­gen Volks­gruppen­nach­richten auf Deutsch und Burgenland-Romani. Die Sen­dung wird Ihnen von Tina Nardai aus dem Haus der Volks­gruppen in Oberwart prä­sentiert.
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Zentralrat geht gegen AfD-Chef vor

September 7th, 2026  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcodeDeutschland: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma er­stat­tet Straf­an­zeige ge­gen AfD-Bun­des­vor­sitzen­den Tino Chru­palla

[Foto: Olaf Kosinsky/Wikimedia/CC BY-SA 3.0 DE]

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma stellt bei der Staats­an­walt­schaft Heidelberg Straf­anzeige und Straf­antrag gegen den AfD-Bundes­vor­sitzen­den Tino Chrupalla wegen Volksverhetzung (§ 130 StGB) und Belei­digung (§ 185 StGB). Anlass ist der Auftritt Chru­pallas bei einer AfD-Wahl­kampf­ver­anstal­tung am 29. August 2026 im Kultur­haus Grimmen (Mecklen­burg-Vor­pommern). Vor rund 400 An­wesenden nahm er dort Bezug auf den zuvor bekannt gewor­denen Fund von Waffen und Munition in einem Wald bei Berlin und erklärte, die Waffen hätten „wahr­schein­lich irgend­welche Zigeuner dort verloren, beim Pilze­suchen“. Die Zuhörer im Saal reagier­ten mit Gelächter und Beifall.

Der Zentralrat ist fassungslos darüber, dass 81 Jahre nach Auschwitz eine gesichert rechts­extreme Partei im Wahl­kampf auf zynische Art wieder gegen Sinti und Roma hetzt. Der Frak­tions­vor­sitzende der AfD im Bundestag, Chrupalla, be­stätigt einmal mehr das Weltbild seiner Partei, die mit dem Schüren von Angst und dem Verbreiten von Hass gegen Minder­heiten, Men­schen aus­grenzt und stigmatisiert. In ihrer Ideologie ver­harm­losen sie die NS-Ver­brechen als „Fliegenschiss“ der deutschen Geschichte. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (596)

September 5th, 2026  |  Published in Facts & Figures, Wissenschaft

Die iberischen Roma (in Spa­ni­en bzw. Por­tu­gal) wei­sen eine über zehn­mal grö­ße­re ge­ne­ti­sche Viel­falt auf als die sons­ti­ge Be­völ­ke­rung.

(Quelle)

Romani Ora (26., 27., 28., 31.8. & 1.9.2026)

September 4th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 26.8.2026 (mp3)

Das Herbstprogramm der Roma-Volkshochschule in Ober­wart (Website) bietet auch dieses Semester abwechs­lungs­reiche und infor­mative Highlights. Von Sprach­kursen über Lesungen bis hin zu Gesprächs­abenden haben Interes­sierte die Mög­lichkeit, die Sprache und Kultur der Roma zu erleben. Aus­führli­cher berichtet darüber Horst Horvath in der „Romani Ora“ .


Anhören: →Sendung vom 27.8.2026 (mp3)

Das traditionelle Sommerlager der römisch-katho­lischen Pfarre Unterwart bot auch heuer wieder ein unter­haltsames Ferien­pro­gramm für Kinder und Jugend­liche. Neben Spiel, Spaß und gemein­samen Aktivitäten stand dieses Mal ins­beson­dere die Welt der Medien im Mittelpunkt. Die Jugend­lichen waren auch zu Besuch bei uns im Radio-MORA-Studio. Die Nach­wuchs­repor­terin­nen und -reporter durften echte Radioluft schnup­pern. Am Mikro­phon: Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 28.8.2026 (mp3)

Ende Juli brachte die Offene Jugendarbeit einen coolen Surf-Simulator ins Freibad Oberwart. Kinder und Jugend­liche haben sich aufs Brett gewagt und aus­probiert, wie lange sie die Balance halten können. Tina Nardai war vor Ort und berich­tet. Durch die Sen­dung führt Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 31.8.2026 (mp3)

Direkt aus unserem Radio-MORA-Studio im Volksgruppenhaus in Oberwart ent­führt Sie Tina Nardai wieder in die fas­zinie­rende Klang­welt der Roma-Musik. Ob traditionelle Klänge aus dem Burgenland, mit­reißende Rhythmen unserer Nach­bar­länder oder tem­pe­ra­ment­volle Einflüsse aus Spanien – es erwartet Sie eine musi­kalische Reise voller Vielfalt, Leiden­schaft und Emo­tionen.


Anhören: →Sendung vom 1.9.2026 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ mit Tina Nardai hören Sie ein Interview mit Martin Horvath. Er ist Mit­glied des Volks­gruppen­beirates der Roma und berich­tet über die Fertig­stellung eines Leitfadens für Gemeinden im Umgang mit durch­reisenden Gruppen (mehr hier).
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Was ist das eigentlich – Antiziganismus?

September 2nd, 2026  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Science Slam in Marburg: Antiziganismus – Anna-Sophie Schönfelder

Was ist das eigentlich – Antiziganismus? Was hat das mit uns zu tun? Und was mit unse­rer Geschichte? Um das an­schau­lich zu machen, holt sich die Politik­wissen­schaft­lerin Anna-Sophie Schön­felder (Website) Unter­stützung von zwei­deuti­gen Brillen, aus­ge­schnit­tenen Denk­blasen und Fantasie­wesen im Ein­weck­glas.

Den Science-Slam-Beitrag über ihre Forschung im Sonder­for­schungs­bereich „Dynami­ken der Sicherheit“ hat sie am 5. Juli 2025 im Herder-Ins­titut in Marburg ge­halten. Jetzt gibt es ihn auch als Film. Der Sonder­for­schungs­bereich „Dyna­miken der Sicher­heit“ ist ein trans­regio­nales Ko­opera­tions­projekt der Philipps-Uni­versi­tät Marburg, des Herder-Insti­tuts für histo­rische Ost­mittel­europa­for­schung Marburg und der Justus-Liebig-Uni­ver­sität Gießen: www.uni-marburg.de/de/sfb138

Infos zum Thema Antiziganismus und Film gibt es beim Critical Film & Image Hub an der For­schungs­stelle Anti­ziganis­mus in Heidel­berg.

Über die Autorin:
Anna-Sophie Schönfelder ist politische Theoretikerin und promo­viert an der Justus-Liebig-Uni­versität Gießen zum Zusammen­hang zwi­schen deutschem Arbeits­ethos und Anti­ziganismus. Read the rest of this entry »

Halle: Sinti-Mau­so­le­um vor Verfall bewahrt

August 31st, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken

Deutschland: Das Mausoleum in Osendorf wird saniert (Foto: Radio Corax)Nach Sanierung: Sinti-Mau­so­le­um in Halle-Osen­dorf wurde feier­lich ein­ge­weiht

Am Sonntag, 23. August 2026, wurde in Halle-Osendorf (Deutschland) das Mau­so­leum Josef Weinlichs feierlich eingeweiht. Nach um­fas­sender Sanie­rung erinnert das Bau­denkmal an die Kultur der Sinti und Roma, die wäh­rend der natio­nal­sozia­listi­schen Diktatur fast voll­stän­dig aus Halle ver­schwand.

Für die nationale Minderheit spricht der Vor­sitzende des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma, Romani Rose: „Das Mausoleum erinnert an die lange Geschichte der Sinti in Deutschland und macht deut­lich, dass Sinti mit ihrer 600-jäh­rigen deut­schen Geschichte selbst­ver­ständ­licher Teil dieses Landes sind, das ihre Heimat ist. Ich danke Bund, Land und der Stadt Halle für die Sanierung, die aus­drückt, dass dieses Land auch durch Bau­denk­male an die lange Geschichte der Min­der­heit erinnert.“

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Digitale Quellenedition zum NS-Völkermord

August 29th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Wissenschaft

Sammlung der Forschungsstelle Antiziganismus: Staatsministerin für Kultur und Medien, Claudia Roth, und Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Theresia Bauer, besichtigen Exponate der Sammlung, Juli 2022 (Foto: Forschungsstelle Antiziganismus)Forschungsstelle Antiziganismus ediert Quellen zum NS-Völ­ker­mord an den Sinti und Roma in Europa. Die Arbeiten zum neun­jäh­ri­gen Pro­jekt wur­den zu Jahres­beginn auf­­ge­­nommen.

Eine groß angelegte digitale Edition führt Quellen zum national­sozialis­tischen Völkermord an den Sinti und Roma in Europa zusam­men und macht sie für Forschung und Öffent­lich­keit zugäng­lich. Publi­ziert werden sollen rund 1.200 Doku­mente – Schrift­stücke aus dem Ver­waltungs- und Ver­folgungs­apparat, ergänzt um Quellen aus der Per­spektive der Opfer. Angesiedelt ist das von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft geförderte Projekt an der Forschungs­stelle Anti­ziganis­mus der Univer­sität Heidelberg. Für die Gesamt­laufzeit von neun Jahren stehen Förder­mittel in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Vorhaben basiert maßgeblich auf der digitalen „Enzyklopädie des NS-Völker­mordes an den Sinti und Roma in Europa“, die seit Juli 2020 eben­falls an der For­schungs­stelle entsteht.

„Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma wurde nicht nur gesell­schaft­lich und politisch jahrzehnte­lang ignoriert, sondern auch in der Forschung kaum beachtet“, erläutert die Histori­kerin Dr. Karola Fings, wissen­schaftliche Leiterin der beiden Projekte. Ziel ist es, mit der „Edition zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa“ alle Ver­folgungs­prozesse von der rassistischen Stig­matise­rung bis hin zum Mord in den Vernichtungs­lagern ab­zu­bilden. Read the rest of this entry »

„Djelem Djelem Festival 2026“ in Dortmund

August 27th, 2026  |  Published in Veranstaltungen & Ausstellungen

Djelem Djelem 2026: das größte Roma-Kulturfestival in Deutschland Vom 28. August bis zum 27. September 2026 findet in Dortmund das 13. „Djelem Djelem Kunst- und Kul­tur­fes­ti­val“ statt

Mit Musik, Theater, Film, Kunst, Bildungsveranstaltungen, Diskussionen und Begegnung bringt das Festival auch in diesem Jahr ein viel­fältiges Pro­gramm an unter­schied­lichen Orten in Dortmund zusam­men. Orga­nisiert wird das Festival unter ande­rem von Romano Than e.V., Roma Center e.V. und der Stadt Dortmund. Das Festival schafft Räume für kultu­relle Begeg­nung, Austausch und gesell­schaft­liche Debatten und macht die Vielfalt der Roma- und Sinti-Com­munitys sichtbar. Das Roma Center ist in diesem Jahr mit mehreren Ver­anstal­tun­gen im Pro­gramm ver­treten.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Alle sind herzlich willkommen! Eine Anmel­dung ist nicht erfor­derlich, sofern bei der jewei­ligen Ver­anstal­tung nichts anderes an­gege­ben ist. Das Gesamt­pro­gramm des „Djelem Djelem Festivals“: → Download (pdf)

Das Programm:

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Facts & Figures (595)

August 26th, 2026  |  Published in Facts & Figures, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Haarproben von Müttern in slo­wa­ki­schen Roma-Sied­lun­gen wei­sen – in­fol­ge ihrer Le­bens­um­stän­de – dop­pelt so viel Cor­ti­sol (ein Stresshormon) auf als die an­de­rer Müt­ter.

(Quelle/pdf)

Angriff in Ungarn: „Ihr werdet sterben!“

August 25th, 2026  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

RAN: Rechtsextreme überfallen Roma-Fa­milie in Ungarn. Kei­­­ne Er­­mitt­­lun­­­gen we­gen Mord­ver­­­suchs.

Roma Antidiscrimination Network/RAN: In dem ungarischen Ort Cegléd (Anm.: Ko­mitat Pest) wurde Ende April eine Roma-Familie von Rechts­extre­men überfallen. Die ver­mumm­ten An­greifer schlu­gen das Fenster der Haustür ein und warfen einen Molotow-Cock­tail in das Haus der Familie, in dem meh­rere kleine Kinder und ein Säugling schliefen. Während sie ins Haus eindrangen, riefen die Täter: „Jetzt werdet ihr sterben!“ Sie be­gannen sofort, auf den Vater der Familie ein­zu­schlagen und verletzten ihn dabei mit einer Machete. Der Vater verlor ein Stück seines Fingers. Ihm gelang es dennoch, das ent­stan­dene Feuer zu löschen. Obwohl sie maskiert waren, er­kannte die Familie die An­greifer sofort. Sie leben in der Nach­bar­schaft. Die Mutter der Familie sagte gegen­über Medien, sie kenne den Angreifer seit 20 Jahren. Sie war über­zeugt: Die Männer würden sie alle töten.

Die Polizei fand in der Wohnung der Angreifer diverse Waffen: Pistolen, Gewehre, ein Maschi­nen­gewehr, fast 150 Schuss Munition und meh­rere Dutzend Waffen­teile sowie einen Schlag­ring, in den ein Hakenkreuz geritzt ist. Bei den An­greifern soll es sich um einen 59-jäh­rigen Mann und seinen 16-jäh­rigen Sohn ge­handelt haben. Die mutmaßlichen Täter sollen einer rechts­extremen Gruppie­rung namens „Friedens­wächter“ an­ge­hören. Ansche­nend sind sie nach wie vor auf freiem Fuß. Ein Medien­portal schreibt lediglich, es würden voraus­sicht­lich Kontakt- bzw. An­nähe­rungs­verbote gegen die Täter verhängt. Die an­ge­grif­fene Familie lebt seither in Angst und traut sich kaum noch aus dem Haus.

Es war nicht der erste Angriff auf die Familie. Bereits tags­über hatte der 59-Jährige die Mutter an­gegrif­fen: Er hatte sie aus ihrem Haus gezerrt. Als jedoch ihr Partner nach Hause ge­kommen ist, war es ihm ge­lungen, den Angreifer zu ver­treiben.

Hintergrund für den versuchten Mord an einer gesam­ten Familie, ein­schließ­lich meh­rerer Kinder, war laut Medien­berichten, dass die Kinder zuvor kleine Bäume aus dem Wald des mut­maß­lichen Täters ge­fällt hätten, um ein Fußball­tor zu bauen.

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Romani Ora (20.8., 21.8., 24.8. & 25.8.2026)

August 25th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 20.8.2026 (mp3)

Musik, Sprache und Kultur – das Burgenland ist vielfältig. Genau diese Vielfalt stand vor kurzem bei einem beson­deren Abend in Nebersdorf im Bezirk Oberpullendorf im Mittel­punkt. Radio MORA, das „Mehr­spra­chige Offene Radio“, lud erst­mals zur „Musik der Vielfalt“ ins Zelt der Kultur­initiative Circus­glück. Auf der Bühne: Koprive, Mira Perusich, Max Prenner und die Leon Berger Band. Gesun­gen und musiziert wurde in unter­schied­lichen Sprachen – und damit wurde die kulturelle Vielfalt der burgen­ländi­schen Volks­gruppen nicht nur hörbar, sondern auch live erlebbar.


Anhören: →Sendung vom 21.8.2026 (mp3)

In dieser Ausgabe von „Romani Ora“ hören Sie einen Beitrag über das Jugendwort 2026. Die Jugend­sprache ist seit jeher ein direktes Fenster in die Gedanken- und Gefühlswelt junger Menschen. Wer versteht, warum ein Begriff viral geht, ver­steht auch etwas über die Generation, die ihn benutzt. Am Mikro­phon Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 24.8.2026 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird Ihnen aus dem Volks­gruppen­haus in Oberwart prä­sentiert. Genießen Sie die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik im Mix mit den zwei­sprachi­gen Volks­gruppen­nachrichten auf Deutsch und Burgenland-Romani.


Anhören: →Sendung vom 25.8.2026 (mp3)

Das internationale Kunstsymposium des Vereins „eu-art-network“ ging bereits in seine 26. Runde – und hat heuer in Stadtschlaining eine neue Heimat gefunden. Unter dem Motto „Ver­änderung“ arbei­teten 22 Künst­lerinnen und Künstler aus neun verschiedenen Nationen intensiv zusam­men. Mehr darüber erfahren Sie in unse­rem Tages­thema. Durch die Sen­dung führt Susanne Horvath.

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Geschichte der Sinti und Roma in Leipzig

August 24th, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV

Radio Blau LeipzigGespräch mit dem Historiker Daniel Weißbrodt

Radio Blau – Freies Radio für Leipzig

Sendung vom 31.7.2026, 22:51 Min. [CC-BY-NC-SA]

→Anhören (mp3)

Gespräch mit dem Autor und Historiker Daniel Weißbrodt (Website), Projekt­mit­arbeiter im Leip­zi­ger Verein Romano Sumnal (Website), über die Geschichte der Sinti und Roma in Leipzig und Sachsen, an­läss­lich auch des Inter­natio­na­len Tags des Gedenkens an den Genozid an Sinti und Roma am 2. August.

(Sendung und Text: Radio Blau)

Papusza / Bronisława Wajs: Tears of Blood

August 23rd, 2026  |  Published in Literatur & Bücher

Buchcover: Tears of Blood (Brill/Schöningh, 2024)Papusza / Bronisława Wajs: Tears of Blood. A Poet’s Witness Account of the Nazi Genocide of Roma. Edi­ted by Volha Bartash, Tomasz Kamusella, Viktor Shapoval (= Roma History and Culture, Vol. 4), Brill/Schöningh: Paderborn 2024.

→Open Access (pdf) [CC-BY-NC-ND 4.0]

Ratfale Jasfa (Romani: „Tränen aus Blut“) ist ein Gedicht der Roma-Dich­te­rin Papusza (Bronisława Wajs), die die deut­sche Besatzung und den Zwei­ten Weltkrieg in Wolhynien, heute Teil der Ukraine, über­lebte. Es ist zu­gleich eines der frühes­ten be­kann­ten Zeug­nisse einer Über­lebenden des Roma-Völker­mords und einer Ro­ma-Frau. Dieses Buch stellt das kürz­lich wieder­ent­deckte Manu­skript vor, das viermal so lang ist wie der bisher be­kannte Text. Der Band enthält eine Trans­kription des Gedichts auf Romani, eine Über­setzung ins Englische, umfang­reiche histo­risch-phi­lolo­gische Kom­men­tare sowie eigen­stän­dige Kapitel über die Dichterin, das Manuskript und den histo­ri­schen Kontext.

Ratfale Jasfa (Romani: ‘Tears of Blood’) is a poem by the Romani poet Papusza (Bronis­ława Wajs) who sur­vived the German occu­pation and the Second World War in Volhynia, cur­rently Ukraine. It is also one of the earliest known testi­monies by a Romani geno­cide survivor and a Romani woman. This book intro­duces the recently re-dis­covered manu­script which is four times longer than the pre­viously known text. The volume in­cludes a transcript of the poem in Romani, a translation into English, exten­sive histori­cal-philo­logi­cal commen­taries, along­side stand-alone chapters on the poet, manuscript and the historical context.

(Verlagsinfo)