Facts & Figures (158)

März 9th, 2017  |  Published in Facts & Figures

Der österr. NS-Arzt Wilhelm Beiglböck führ­te im KZ Dachau ab 1944 me­diz. Zwangs­ver­su­che an Sin­ti und Ro­ma durch. Be­reits 1952 ar­bei­te­te er wie­der als Chef­arzt.

(Quelle)

Servus Del tuha (feberi 2017)

März 7th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio & TV

ORF 2 Burgenland - Volksgruppenmagazin Servus Del tuhaServus | Szia | Zdravo | Del tuha
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O aktujeli ardipe la sendungatar terdschol an­do cajchn le gon­do­li­pes­tar. O pha­ri­pes­kero punkto ke­rel o film la Marika Schmiedtatar, savi pe le holo­caus­tiha, le ge­na­rea­ci­jen­ca le austri­tike Romen­dar taj Sinti­jen­dar don­de be­scharel.

Gondolipeskeri tablina ande Mörbisch — An­de Mör­bisch am See an­do ar le je­ne­ris­tar le opfe­ren­ge le naci­jonal­socija­lis­mu­sistar gon­do­lim ulo. Le pra­di­peske ada gon­do­lipe andi forma jeka gon­doli­pes­kera tab­li­na­tar kerdo ulo. Palo gon­do­li­pes­kero tel utscha­ripe khe­tan molim ulo, pa­loda meg harne pal­gon­doli­pes­kere va­ke­rip­tscha dija pe­dar i bibsta­li his­tori­ja le Ro­mendar.

Gondolipeskero mulatintschago Erbate — Angle 22. ber­scha an­do 5. febe­ri schtar ter­ne Roma duach jek bom­ba­ke­ro aten­tat mur­dar­de ule. Upro than le aten­ta­tistar Erbate i Roma-Pastoral la diö­cese Tik­ne Mar­to­natar but dsche­ne le ake­ri­pes­ke pa­lal ale le opfe­renge te gon­doliel.

„Warum die Wunde offen bleibt“ I kinstler­ki­ja Marika Schmiedt, 1966 an­do Traun up­ro them ali taj söbst Romni hi, oj al an­dar jek fa­mi­lija, kaj but nipo andar lakeri fami­lija le naci­jendar mur­dar­de ule. O na va­ke­ri­pe pedar i histo­rija andi NS-cajt muj­sintscha la söbst o for­schi­nipe la ajge­ni fa­mil­ja­kera his­to­ri­jatar upre te lel. I Mari­ka Schmiedt ro­del pal o me­di­jum pal soste oj te phu­kal kamla. Taj afka uso film lakla. Lakeri nevi doku­men­ta­cija „Warum die Wunde offen bleibt“ har­non erscht si­kado ulo. I film­ja­keri ke­rasch­ki­ja palal dikla le trau­ma­ti­schi usch­ti­di­pes­tar le holocaustis­tar le austri­tike Romenge taj Sintijenge.
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Frankfurt: Förderverein wiederholt Vorwürfe

März 5th, 2017  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Deutschland: Vorwürfe nach Lager-Abriss im Frankfurter Gutleutviertel (Foto: Hessenschau)Pressemitteilung des Fördervereins Roma e.V.:

Räumung der Brache und menschenunwürdige Zustände (2.3.2017)

Die vor zehn Tagen geräumten Roma leben in men­schen­un­wür­di­gen Ver­hält­nis­sen. Ihre eige­nen Ver­sor­gungs­struk­turen wur­den zerstört, die Lebens­mittel weg­genom­men, das Weni­ge an Besitz ein­gelagert. In drei en­gen Zim­mern ein­ge­pfercht, steht ihnen eine ab­geschlos­sene Dusche zur Ver­fü­gung. Essen und Trinken, eine Privat­sphäre gibt es nicht. Koch­mög­lich­keiten sind eben­falls nicht vor­handen. Die Infra­struk­tur der Flücht­lings­unter­kunft im glei­chen Haus darf nicht ge­nutzt wer­den. Nach mas­si­ven Pro­tes­ten und nach Prü­fung auf Leis­tungs­ansprü­che am 2.3.2017 be­fin­den sich immer noch ca. 20 Per­so­nen in der Be­hau­sung. Etli­che hat die Mit­tel­losig­keit ge­zwun­gen, zu­rück nach Rumänien zu fah­ren; eine Fa­mi­lie wurde in der Not­unter­kunft Ostpark un­ter­gebracht.

Die Menschen wissen nicht, wie sie ihr Hab und Gut zurück­be­kom­men, sind schlicht­weg wäh­rend der Räumung ent­eignet wor­den. Der Gene­ra­tor, die Koch­platte, das Fahr­rad, der Trödel, mit dem ge­han­delt wird, die Klei­dung, die Hei­zung fehlen. Unterstützer/-innen haben keinen Zugang und wer­den – wie ein Mit­glied der Linken – von der CDU be­zich­tigt, sie „hät­ten ger­ne gehabt, dass dort Men­schen ver­bren­nen“. Zy­nisch ist dies nicht mehr, son­dern eben­so men­schen­ver­ach­tend wie die Räumung, mit der das Ordnungs­amt an­geb­lich die Be­trof­fe­nen vor einem Brand schüt­zen wollte.

Die Räumung hatte nicht alleine die Zielsetzung, die Roma von dem Platz zu ent­fer­nen, son­dern viel­mehr die Inten­tion, sie durch Aus­hungern ins völ­li­ge Elend zu ver­brin­gen und so da­für zu sor­gen, dass sie schnellst­mög­lich Frankfurt ver­las­sen. Die ak­tuel­le Recht­spre­chung, wel­che alle EU-Migran­ten/-innen vor­erst, jen­seits er­heb­li­cher ver­fas­sungs- und men­schen­recht­li­cher Brüche, ohne öf­fent­li­che Hilfe stellt, er­mög­licht zu­dem im Rah­men der Über­prüfung auf Leis­tun­gen den Ent­zug der Frei­zügig­keit und die Aus­weisung der Antrag­steller.

Vor Weihnachten flüchteten Roma, deren Schlafstätte unter der Rosa-Lu­xem­burg-Straße an­ge­zün­det wurde, auf die Brache. Sie waren dort sicher. Im Som­mer letzten Jah­res wurde ein Haus in Fechenheim, das von Roma be­wohnt war, an­ge­zün­det. Read the rest of this entry »

Beirat: ÖVP-Volksgruppensprecher gratuliert

März 4th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Politik

Berlakovich gratuliert Gärtner-Horvath zum Vor­sitz im Roma-Volks­grup­pen­beirat

ÖVP-Volksgruppensprecher würdigt Leistung des im Vor­jahr ver­stor­be­nen Ru­dolf Sar­kö­zy und freut sich auf Zu­sam­men­ar­beit mit neu ge­wähl­tem Ob­mann

ÖVP ParlamentsklubWien (OTS) – ÖVP-Volksgruppensprecher Abg. DI Nikolaus Berlakovich gra­tu­liert Em­me­rich Gärtner-Hor­vath zu des­sen Wahl zum neuen Vorsitzenden des Volks­grup­pen­beirats der Ro­ma. „Gärt­ner-Hor­vath hat die Arbeit nach dem Tod seines Vor­gän­gers Ru­dolf Sar­közy schon pro­vi­so­risch ge­führt und dabei viel Engage­ment ge­zeigt und Er­fah­rung an den Tag ge­legt. Sein nun­mehr auch durch Wahl be­stä­tig­ter Vor­sitz im Beirat lässt daher Kon­tinui­tät und soli­de Fort­füh­rung der Volks­gruppen­arbeit der Roma er­war­ten“, so Ber­la­ko­vich.

„Rudi Sarközy hat im Bil­dungs­bereich und ganz ge­ne­rell viel Ver­ständ­nis für die Volks­gruppe der Roma er­reicht. Damit hat er den Weg für mehr Tole­ranz gegen­über den Volks­gruppen und mehr Koope­ra­tion mit ihnen ge­eb­net“, er­klärt Ber­la­ko­vich. Er sei über­zeugt, dass Emmerich Gärtner-Horvath diese wich­tige Ar­beit zum Schutz der Volksgruppe ge­mein­sam mit sei­nem eben­falls ges­tern ge­wähl­ten Stell­ver­tre­ter Andreas Sar­közy naht­los fort­setzen werde. „Ich wün­sche dem neuen Füh­rungs­team viel Erfolg bei der Be­wäl­ti­gung ihrer eben­so wich­ti­gen wie heraus­for­dern­den Funk­tion und setze wei­ter­hin auf gute Zu­sam­men­arbeit aller Volks­grup­pen in Österreich“, so Ber­la­ko­vich ab­schließend.

(Pressemitteilung des ÖVP Parlamentsklubs)

Gärtner-Horvath neuer Beiratsvorsitzender

März 4th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Politik

Emmerich Gärtner-Horvath (Foto: volksgruppen.orf.at) Staatssekretärin Duzdar gratuliert Gärtner-Horvath zum Vorsitz im Roma-Volksgruppenbeirat

Zuständige Staatssekretärin freut sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit

Bundeskanzleramt

Wien (OTS) - Staatssekretärin Muna Duzdar gratuliert Emmerich Gärtner-Horvath (Ob­mann des Vereins Roma-Service) zur Wahl des Vor­sitzes im Roma-Volks­grup­pen­bei­rat. „Gärt­ner-Hor­vath hat bereits im ver­gan­ge­nen Jahr, seit er die Agen­den des ver­stor­be­nen Vor­gän­gers Rudolf Sarközi über­nom­men hat, be­wie­sen, mit wie viel Engage­ment er für die An­lie­gen der Roma ein­tritt. Ich gehe davon aus, dass er die­sen Ein­satz auch als Vor­sitzen­der wei­ter­führen wird und freue mich bereits auf die wei­te­re Zu­sam­men­arbeit“, so Duz­dar. In Zu­sam­men­arbeit mit dem Volks­grup­pen­beirat der Roma sind in den ver­gan­ge­nen Jahren auch im Bun­des­kanz­ler­amt viele wich­ti­ge Pro­jekte auf den Weg ge­bracht wor­den. Mit der kürz­lich er­folg­ten Be­fra­gung zur Roma-Stra­te­gie in Form einer On­line-Kon­sul­ta­tion konn­te sich die Roma-Volks­gruppe selbst in die Wei­chen­stel­lun­gen für die kom­men­den Jahre ein­brin­gen. „Die chan­cen­gleiche Teil­habe al­ler in Österreich le­ben­den Men­schen ist der Grund­pfei­ler eines po­si­ti­ven Zu­sam­men­lebens. Selbst­ver­ständ­lich sol­len und müs­sen sich die be­trof­fe­nen Grup­pen in den Pro­zess ein­brin­gen und ge­hört wer­den. Ich bin davon über­zeugt, dass die Roma-Volks­gruppe mit Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath auch wei­ter­hin einen Ver­tre­ter hat, der genau dies voran­treibt und die wich­tige Arbeit von Ru­dolf Sar­közi fort­setzt“, so Duzdar.

(Pressemitteilung des Bundespressediensts)

Augsburger Sinti gründen Regionalverband

März 3rd, 2017  |  Published in Einrichtungen

Marcella Reinhardt, die Vorsitzende des Regionalverbandes der Sinti und Roma in Augsburg, am 17.2.2017 im Rathaus von Augsburg (Foto: Christian Menkel)Regionalverband der Sinti und Roma in Augsburg feierlich eröffnet

Aussendung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma:

Am Freitag, den 17. Februar 2017, stellte sich unser neuer Regio­nal­ver­band in Augsburg im Rah­men einer feier­li­chen Er­öff­nungs­ver­an­stal­tung der Öffent­li­ch­keit vor. 250 Gäste waren der Ein­la­dung in den Fest­saal des Augs­bur­ger Rat­hauses ge­folgt, Ober­bürger­meister Kurt Gribl er­öff­nete die Ver­anstal­tung. Der Regio­nal­ver­band in Aug­sburg wurde bereits 2016 von neun Augs­bur­ger Sinti gegrün­det und hat der­zeit rund 50 ehren­amt­li­che Mit­glieder, die sich für die Be­lange der Sinti und Roma in Augs­burg ein­setzen. Der Regional­ver­band ko­ope­riert dabei eng mit unse­rem bay­rischen Landes­ver­band in Nürnberg und dem Zentral­rat als seinem Dach­verband.

Marcella Reinhardt, die Vorsitzende des Regional­ver­bands, setzt sich schon seit 2003 – zu­nächst ehren­amt­lich beim Landes­ver­band Nürn­berg – für die Be­lange der Sinti und Roma ein. Mit ihrem neu ge­grün­de­ten Ver­band will sie eine An­lauf­stelle für die An­ge­hö­ri­gen der Minder­heit in Augsburg schaf­fen. Der Ver­band will in Augs­burg zu­dem eine akti­ve Er­in­nerungs­kultur an die Ver­fol­gung von Sinti und Roma im Natio­nal­sozia­lis­mus etablie­ren. In der Halle 116 im Sheridan-Park, die als Zwangs­arbei­ter­baracke, als Außen­lager des Kon­zentra­tions­lagers Dachau ge­nutzt wurde, soll dazu ge­mein­sam mit der Stadt Augsburg ein Do­ku­men­ta­tions- und Bil­dungs­haus er­öff­net und ein Erin­ne­rungs­ort ge­schaf­fen wer­den.

Gleichzeitig will der Verband Aufklärungsarbeit leisten, ins­be­son­dere über die auch nach Ende des NS fort­ge­setzte Dis­kri­mi­nie­rung und Aus­gren­zung von Sinti und Roma in der Bundes­republik. Read the rest of this entry »

Kritik nach Räumung in Frankfurt a.M.

März 2nd, 2017  |  Published in Rassismus & Menschenrechte  |  1 Comment

Nun geht auch Deutschland Frankreichs Weg: Abriss und Vertreibung (Foto: D.Majic/FR)Vergangene Woche wurde die Barackensied­lung im Gutleutviertel in Frankfurt a. M. poli­zei­lich ge­räumt. Jetzt regt sich Kritik.

Ein ehemaliges Industrie­areal im Frankfurter Gutleutviertel wur­de seit über drei Jah­ren von Ob­dach­lo­sen als Not­quar­tier ge­nutzt. Schon 2014 waren die dort unter­ge­kom­me­nen Per­so­nen gezwun­gen wor­den, das Gelände zu ver­las­sen, das Camp ent­stand aber bald wieder neu. Letz­ten Som­­mer leb­ten in der Behelfs­sied­lung bis zu 70 Per­so­nen, vor­wie­gend Roma aus Rumänien. Ver­gan­gene Woche wurde das Elends­quartier nun ge­räumt. 45 Stadtpolizisten rückten früh­mor­gens mit schwe­rem Gerät an, um das Camp auf­zu­lö­sen. Die Stadt be­grün­dete diese Maß­nahme mit einem Brand­vor­fall, der sich nur eini­ge Tage zu­vor im Lager er­eig­net hatte. Die zu­sam­men­ge­zim­mer­ten Be­hau­sun­gen wur­den ab­ge­ris­sen, den Be­woh­nern wurde ihr Besitz ab­ge­nom­men. Jetzt wird aber Kri­tik am Vor­gehen laut. Denn nach der Räumung sind in der pro­vi­so­ri­schen Ersatz­unter­kunft in einem Heim der Ar­bei­ter­wohl­fahrt der­zeit 39 Men­schen in nur drei Zim­mern unter­ge­bracht. Am Mo­ntag kriti­sierte der Landes­ver­band der Deut­schen Sinti und Roma die Zu­stände im Hen­riette-Fürth-Haus als „men­schen­un­wür­dig“. Nach einer neuen gesetz­li­chen Rege­lung ist die Stadt ver­pflich­tet, den Ge­räum­ten bis zu vier Wochen lang Über­brückungs­hil­fen zu leis­ten. „Die Leute sind völ­lig auf sich al­leine ge­stellt“, be­rich­tet hin­ge­gen Joachim Brenner, Ge­schäfts­führer des För­der­vereins Roma, „es gibt kei­ner­lei Ver­sor­gung. Keine mi­ni­ma­le existen­ziel­le Un­ter­stüt­zung.“ Den Roma sei durch die Ab­nah­me ihres Besitzes die Mög­lich­keit zur Selbst­ver­sor­gung ge­nom­men wor­den. „Die meis­ten von ihnen hat­ten sich über Flaschen­sam­meln sowie den Handel mit Alt­metall und Floh­markt­ware fi­nan­ziert. Neben ihren Lebens­mit­tel­vor­räten sei aber auch diese Ware sicher­ge­stellt wor­den“, heißt es in der Frank­furter Rund­schau.

(dROMa)

Stellungnahme des Fördervereins Roma e.V.:
Ord­nungs­amt räumt die Be­woh­ner der Bra­che ins Elend

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Vortrag: Antiziganismus & Arbeitsgesellschaft

Februar 28th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Weiterdenken: Vortrag und Diskussion mit Roswitha Scholz

Neighbours in the Hood: Herbstschule Antiziganismus und Self-em­power­ment (Fest­spiel­haus Hel­lerau, Dresden), 26.9.2015

Die Diskriminierung von Roma und Romnja be­ruht nicht nur auf dem fal­schen Den­ken Ein­zel­ner, son­dern sie grün­det im Wesen der bürger­li­chen Gesell­schaft selbst. Kri­tik an Rassismus reicht hier nicht: Die im Ka­pi­ta­lis­mus spe­zi­fisch ge­hass­te ethni­sier­te „Asozialität“ wird im Vor­trag gesell­schafts­kri­tisch un­ter­sucht.

Intro (8.45 min) | Diskussion (24.40 min)

(Weiterdenken | Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen)

Servus Del tuha (Februar 2017)

Februar 27th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio & TV

ORF 2 Burgenland - Volksgruppenmagazin Servus Del tuhaServus | Szia | Zdravo | Del tuha
ORF 2 Burgenland, 12. Feb. 2017
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Die aktuelle Ausgabe der Sendung steht im Zeichen des Ge­den­kens. Den Schwer­punkt bil­det dabei der be­ein­dru­cken­de Film von Mari­ka Schmiedt, der sich mit dem trau­ma­ti­schen Ver­mächt­nis des Holocaust der öster­rei­chi­schen Roma und Sinti be­fasst.

Gedenktafel in Mörbisch — In Mörbisch am See gedenkt man Ende Jän­ner der Opfer des National­sozia­lis­mus. Öffent­lich wurde die­ses Gedenken in Form einer Ge­denk­tafel sicht­bar ge­macht. Nach der Ge­denk­tafel­ent­hül­lung wur­de ge­mein­sam ge­be­tet, im An­schluss daran wur­den die Zu­hörer durch Kurz­vor­träge an die tra­gi­sche Ge­schich­te der Roma im Burgenland er­in­nert.

Oberwart: Ort des Er­in­nerns Vor 22 Jahren wurden am 5. Februar vier junge Roma durch ein ras­sis­tisch mo­ti­vier­tes Bomben­atten­tat aus dem Leben ge­rissen. Am Ort des Ge­schehens in Oberwart folg­ten Ge­den­ken­de und An­gehöri­ge der Ein­la­dung der Roma-Pasto­ral der Diö­ze­se Eisenstadt, sich ge­mein­sam an die Opfer zu er­in­nern.

„Warum die Wunde offen bleibt“ Die Künstlerin Marika Schmiedt, 1966 in Traun ge­bo­ren, selbst eine Romni, kommt aus einer Fa­milie, deren viele An­ge­hö­rige von den Nazis er­mor­det wur­den. Das Schwei­gen über die Gescheh­nisse in der NS-Zeit und die insti­tu­tio­na­li­sierte Igno­ranz zwin­gen sie zur Er­for­schung der eige­nen Fa­mi­lien­geschichte. Stück für Stück re­kon­struiert sie sie. Marika Schmiedt sucht nach einem Me­dium für das, was sie er­zählen will. Und findet zum Film. Ihre neue Doku­men­ta­tion „Warum die Wunde offen bleibt“ wurde vor kur­zem erst­auf­geführt. Die Filme­mache­rin unter­sucht darin das trauma­tische Ver­mächtnis des Holocaust der öster­rei­chi­schen Roma und Sinti. Read the rest of this entry »

Jugend-Theaterprojekt „Become Flüchtling“

Februar 26th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Jugend & Bildung

Deutschland: Amaro Drom startet neues Jugend-Theaterprojekt (Foto: Amaoro Drom)Berlin: Neues Theaterprojekt von Amaro Drom e.V. sucht Ro­ma-Ju­gend­li­che. Anmeldung noch bis 1. März 2017!

Hiermit laden wir die Berliner Roma/Rom­nja-Com­mu­ni­ties ein, an diesem spe­ziel­len Theater­projekt mit­zu­wir­ken. Jugend­liche zwi­schen 14 und 27 Jah­ren ha­ben die Ge­legen­heit, ihre Ge­schich­ten auf die Bühne zu brin­gen und mit pro­fes­sio­nel­len Schau­spie­ler/innen der Roma-und-Sinti-Com­mu­ni­ty ge­mein­sam zu spie­len. Die Regie über­nimmt Sandra Selimović. Schau­spie­lerin­nen und Mit-Ge­stal­terin­nen sind Joschla Weiß und Slaviša Markovič. Die Thea­ter­pro­duk­tion wird im Tak-Theater und vor­aus­sicht­lich im Hebbel-Theater ge­zeigt und wir rei­sen da­mit in den Schul­ferien nach Freiburg, zei­gen un­ser Stück auf der Bundes­jugend­kon­fe­renz von Amaro Drom, wo es über 100 an­de­re Ro­ma-Jugendliche gibt, die un­ser Stück se­hen wol­len.

Zur Idee:
Du wirst in Deutschland geboren und wächst hier auf, gehst zur Schule und möch­test eine Aus­bil­dung ma­chen. Plötz­lich klin­gelt es an der Tür. Du öff­nest und wirst von der Polizei mit­ge­nom­men. Es ist mor­gens 5:00 Uhr und du sitzt im Flie­ger in den Kosovo. Das Land deiner Groß­eltern und El­tern. Ein frem­des Land für dich. Was nun? Das Theater­stück setzt sich ge­nau da­mit aus­einan­der und er­zählt mit der Ma­gie des Theaters eine Ge­schich­te.

Wir spielen Theater und es gibt Special Features: Tanz (Hip-Hop):
Du spielst mit Pro­fischauspieler/innen, die sel­ber Ro­ma/Romnja und Sin­ti/Sin­tizze sind. Da­durch lernt ihr zu schau­spielern, auf der Bühne zu ste­hen, Spaß zu ha­ben in einem ge­schütz­ten Raum. Wir ha­ben zwei Workshop-Wo­chen­enden, wo Spezial­gäste ein­ge­laden wer­den, die mit euch tan­zen und Rap-Songs ge­stal­ten. Z.B. kom­men voraus­sicht­lich Safet Mistele und die Priszreni-Brü­der.

Anmeldung:
Die Duldung ist nicht die Voraussetzung, um hier dabei sein zu kön­nen … Wenn du gern auf der Bühne stehst und Lust hast, deine Ge­schich­te zu er­zäh­len, mit uns reisen möch­test, dann bist du hier ge­nau rich­tig. Bitte mel­de dich bis zum 1. März 2017 an bei Joschla: E-Mail

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