Facts & Figures (598)
September 21st, 2026 | Published in Facts & Figures
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September 21st, 2026 | Published in Facts & Figures
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September 19th, 2026 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte
Festivalerfolg für die rumänische Roma-Filmemacherin Alina Șerban bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig: Ihr Langfilmdebüt „I Matter“ (Originaltitel: Eu contez) erhielt den Publikumspreis der Sektion Venice Spotlight.
2021 machte die rumänische Autorin und Schauspielerin Alina Șerban mit ihrem Kurzfilm „I Matter“ auch als Regisseurin auf sich aufmerksam; sie selbst spielte die Hauptrolle. Nun präsentierte Șerban ihr gleichnamiges, aus dem Kurzformat weiterentwickeltes Langfilmdebüt, für das sie sich nun gänzlich hinter die Kamera zurückzog. Am 8. September feierte der Spielfilm seine Weltpremiere bei den 83. Internationalen Filmfestspielen in Venedig. Damit ist Alina Șerban, nach dem französischen Cannes-Preisträger Tony Gatlif (1948–2026), die erste Roma-Regisseurin, deren Film in die offizielle Auswahl eines der weltweit bedeutendsten A-Filmfestivals aufgenommen wurde – und sie wurde prompt mit dem wichtigsten Publikumspreis des Festivals ausgezeichnet.
Bei der Abschlussgala mi Palazzo del Cinema am Lido nahmen Șerban und Produzentin Ada Solomon vergangenen Samstag den von Armani Beauty gestifteten Audience Award entgegen, der in der Sektion Venice Spotlight vergeben wird.
September 18th, 2026 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 14.9.2026 (mp3)
Hören Sie nun eine Stunde lang die schönsten Roma-Lieder und lassen Sie sich von den besonderen Klängen und Melodien verzaubern. Durch den Musikmontag der „Romani Ora“ begleitet Sie Susanne Horvath.
Die Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ wird Ihnen präsentiert von Tina Nardai aus dem Volksgruppenhaus in Oberwart. Im Tagesthema erwartet Sie ein Interview mit den „Notfall Ninjas Großpetersdorf“, eine Jugendgruppe des Roten Kreuzes Burgenland.
In unserem neuen Tagesbeitrag richten wir den Blick auf ein zentrales Thema unserer Gesellschaft: die gesellschaftliche Anerkennung der Roma in Österreich. Dazu haben wir uns einen profunden Kenner der Materie ins Gespräch geholt – den Historiker und ehemaligen Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, Dr. Gerhard Baumgartner. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Im Tagesbeitrag dieser Sendung geht es um Literatur, Begegnung und ein bisschen Zeit zum Zuhören – genau darum geht’s nämlich bei den Literaturtagen in Kohfidisch. Wenn Bücher lebendig werden, Autorinnen und Autoren ihre Geschichten mitbringen und aus Worten plötzlich Bilder im Kopf entstehen, dann ist wieder Literaturzeit in Kohfidisch. Am Mikrophon Susanne Horvath.
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September 15th, 2026 | Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
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September 12th, 2026 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 8.9.2026 (mp3)
Die 55. Inform in Oberwart (Website) ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Zum Jubiläum präsentierten zahlreiche regionale Aussteller, aber auch Unternehmen über die Grenzen des Burgenlands hinaus, ihre Produkte und Leistungen. Ein vielfältiges Angebot und großes Publikumsinteresse machten die Jubiläumsausgabe zu einem gelungenen Event. Am Mikrophon Susanne Horvath.
Seit 2021 gibt es im Burgenland die Initiative „Erinnerungszeichen“ – eine Zusammenarbeit der Israelitischen Kultusgemeinde, des Landes Burgenland und des Vereins RE.F.U.G.I.U.S. Ziel ist es, jüdische Friedhöfe zu erhalten und damit ein wichtiges Stück jüdischer Geschichte und Kultur im Burgenland zu bewahren. Durch die Sendung führt Susanne Horvath.
Der 20-jährige Maximilian Fassl betreibt in Oberwart und Neckenmarkt einen Metall- und Schrotthandel. Vom Schrott zum Wertstoff; der „Schrottmaxl“ im Gespräch mit Radio MORA in der neuen „Romani Ora“. Dazu präsentiert Ihnen Tina Nardai die abwechslungsreichste Roma-Musik.
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ berichten wir über das neue Herbst- und Winterprogramm der Burgenländischen Volkshochschulen. Dazu erhalten Sie einen vielseitigen Veranstaltungskalender und die ausgewählte Roma-Musik. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
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September 10th, 2026 | Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Alarmierendes, aber medial und politisch kaum thematisiertes Detail aus der neuen Umfrage des Österreichischen Integrationsfonds: Etwas mehr als die Hälfte der Menschen in Österreich gibt an, es würde sie „stören“, wenn sie Roma oder Sinti als Nachbarn hätten. Damit sind Roma und Sinti – nach Asylwerbern – die in Österreich am stärksten abgelehnte Gruppe.
Am Dienstag präsentierte Integrationsministerin Claudia Bauer gemeinsam mit dem Sozialwissenschaftler Rudolf Bretschneider die Ergebnisse der neue Integrationsumfrage des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), die nun unter dem Titel „Was denkt Österreich?“ als Bericht vorliegen. Die österreichweite Meinungsumfrage wurde bereits zum vierten Mal unter der inhaltlichen Leitung Rudolf Bretschneiders durchgeführt. Umgesetzt wurde die aktuelle Befragung vom Meinungsforscher Peter Hajek. Die Erhebung analysiert die Einstellungen der österreichischen Wohnbevölkerung zu den Themen gesellschaftlicher Zusammenhalt, Migration und Integration.
Wenn Sie folgende Nachbar/innen hätten …
Die Frage zu Abb. 20 im Bericht (siehe unten) lautete im genauen Wortlaut: „Wenn Sie folgende Nachbar/innen hätten [Anm. der dROMa-Red.: Asylwerber, Roma, Muslime, Langzeitsarbeitslose etc.] – würde Sie das sehr, eher schon, eher nicht oder gar nicht stören?“
![Roma und Sinti gehören zu den am stärksten abgelehnten Gruppen. Kritik erregten die suggestiv vorgegebenen Antwortoptionen. [Abb. 20 aus: Österreichischer Integrationsfonds (Hg.): ÖIF-Integrationsbefragung 2026. Was denkt Österreich? Einstellungen zu den Themen Integration, Zusammenhalt und Zugehörigkeit mit einem Kommentar von Prof. Dr. Rudolf Bretschneider, Wien 2026] ÖIF 2026, Abb. 20](http://www.roma-service.at/dromablog/wp-content/uploads/2026/09/OeIF-2026-Abb-20.png)
Die Akzeptanz gegenüber Nachbarinnen und Nachbarn variiert in der Bevölkerung stark je nach der jeweiligen Gruppe. Besonders Roma und Sinti stoßen dabei auf massive Vorbehalte: Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) würde sich durch sie in der Nachbarschaft „gestört“ fühlen (21 Prozent „sehr störend“ und 32 Prozent „eher störend“; 3,1 Prozent Schwankungsbreite). Damit gehört diese Gruppe zu den am stärksten abgelehnten Gruppen. Read the rest of this entry »
September 9th, 2026 | Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften
Lukas Sperlich (2020): Die Bedeutung des öffentlichen Gedenkens an den Porajmos für RomNija in Österreich
Masterarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz, Geisteswissenschaftliche Fakultät, Institut für Geschichte, 114 S.
Abstract (Link):
Roma sind seit den 1990er-Jahren eine von sechs in Österreich offiziell anerkannten Volksgruppen. In den Jahren des Nationalsozialismus wurden sie schrittweise ausgegrenzt und verfolgt, um sie anschließend zu ermorden. Nur ein kleiner Teil überlebte diese Zeit und kehrte zurück. Zuerst jahrzehntelang von der österreichischen Öffentlichkeit geleugnet, wird heute an die Verbrechen erinnert und der Opfer würdevoll gedacht. Welche Rolle ein solches Gedenken für RomNija in Österreich spielt, ist die ausgehende Frage der vorliegenden Arbeit. Diese gliedert sich in zwei Teile: Ein erster Teil versucht, die Gruppe an sich zu dekonstruieren, und hinterfragt ein prinzipielles Zusammengehörigkeitsgefühl von RomNija. Trotz vieler Gemeinsamkeiten kann nicht von Roma im Sinne einer vorgestellten Gemeinschaft gesprochen werden, deren Mitglieder sich miteinander solidarisieren. Vielmehr ist es seit der Bürgerrechtsbewegung der 1980er- und 90er-Jahre eines der Hauptanliegen einer intellektuellen Elite, eine solche Identität zu fördern, um in weiterer Folge die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation von RomNija zu verbessern. In diesem Zusammenhang stehen zumindest teilweise die Bemühungen von österreichischen Vereinen, sich in die europäische Erinnerungslandschaft des Holocausts einzuschreiben. In einem zweiten Teil zeigt die Analyse der zwei Vereinszeitschriften Romano Centro und Romano Kipo unterschiedliche Zugänge zum Gedenken. Beide Vereine lehnen sich einerseits an Narrative der Shoah an, um Teil einer bereits etablierten Erinnerungskultur zu werden, und stellen andererseits ein Bild einer Kontinuität von Diskriminierung her, um mit der Erinnerung an die Gräuel des NS auf die heutige Schlechterstellung aufmerksam zu machen und so Druck auf Mehrheitsbevölkerung und Politik auszuüben, selbige zu verbessern.
September 8th, 2026 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 2.9.2026 (mp3)
Zu einem Austausch über die Anliegen und aktuellen Herausforderungen der Volksgruppen waren Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Grünen-Landtagsklubobfrau Margit Paul-Kientzl und Landtagsabgeordneter Philip Juranich im Haus der Volksgruppen in Oberwart zu Gast. Am Mikrophon begrüßt Sie Susanne Horvath.
Der Stadtgarten Oberwart hat sich am vergangenen Mittwochabend in eine stimmungsvolle Freiluft-Bibliothek verwandelt. Bei den „BookTalks“ der AK-Bücherei Oberwart las die oberösterreichische Autorin Lisa-Viktoria Niederberger (Website) unter freiem Himmel aus ihrem Debütroman „Lahea“. Durch die Sendung führt Susanne Horvath.
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ erwarten Sie wie gewohnt der Veranstaltungskalender für die Region Oberwart und die beste Roma-Musik. Außerdem zieht der Oberwarter Fotograf Marvin Auerbäck Resümee über das einjähriges Bestehen seines Fotostudios in der Innenstadt.
Im „Romani Ora“-Musikmontag bekommen Sie die vielfältigsten Roma-Songs im Mix mit den zweisprachigen Volksgruppennachrichten auf Deutsch und Burgenland-Romani. Die Sendung wird Ihnen von Tina Nardai aus dem Haus der Volksgruppen in Oberwart präsentiert.
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September 7th, 2026 | Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Deutschland: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma erstattet Strafanzeige gegen AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla
[Foto: Olaf Kosinsky/Wikimedia/CC BY-SA 3.0 DE]
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma stellt bei der Staatsanwaltschaft Heidelberg Strafanzeige und Strafantrag gegen den AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla wegen Volksverhetzung (§ 130 StGB) und Beleidigung (§ 185 StGB). Anlass ist der Auftritt Chrupallas bei einer AfD-Wahlkampfveranstaltung am 29. August 2026 im Kulturhaus Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern). Vor rund 400 Anwesenden nahm er dort Bezug auf den zuvor bekannt gewordenen Fund von Waffen und Munition in einem Wald bei Berlin und erklärte, die Waffen hätten „wahrscheinlich irgendwelche Zigeuner dort verloren, beim Pilzesuchen“. Die Zuhörer im Saal reagierten mit Gelächter und Beifall.
Der Zentralrat ist fassungslos darüber, dass 81 Jahre nach Auschwitz eine gesichert rechtsextreme Partei im Wahlkampf auf zynische Art wieder gegen Sinti und Roma hetzt. Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Chrupalla, bestätigt einmal mehr das Weltbild seiner Partei, die mit dem Schüren von Angst und dem Verbreiten von Hass gegen Minderheiten, Menschen ausgrenzt und stigmatisiert. In ihrer Ideologie verharmlosen sie die NS-Verbrechen als „Fliegenschiss“ der deutschen Geschichte. Read the rest of this entry »
September 5th, 2026 | Published in Facts & Figures, Wissenschaft
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September 4th, 2026 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 26.8.2026 (mp3)
Das Herbstprogramm der Roma-Volkshochschule in Oberwart (Website) bietet auch dieses Semester abwechslungsreiche und informative Highlights. Von Sprachkursen über Lesungen bis hin zu Gesprächsabenden haben Interessierte die Möglichkeit, die Sprache und Kultur der Roma zu erleben. Ausführlicher berichtet darüber Horst Horvath in der „Romani Ora“ .
Das traditionelle Sommerlager der römisch-katholischen Pfarre Unterwart bot auch heuer wieder ein unterhaltsames Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche. Neben Spiel, Spaß und gemeinsamen Aktivitäten stand dieses Mal insbesondere die Welt der Medien im Mittelpunkt. Die Jugendlichen waren auch zu Besuch bei uns im Radio-MORA-Studio. Die Nachwuchsreporterinnen und -reporter durften echte Radioluft schnuppern. Am Mikrophon: Susanne Horvath.
Ende Juli brachte die Offene Jugendarbeit einen coolen Surf-Simulator ins Freibad Oberwart. Kinder und Jugendliche haben sich aufs Brett gewagt und ausprobiert, wie lange sie die Balance halten können. Tina Nardai war vor Ort und berichtet. Durch die Sendung führt Susanne Horvath.
Direkt aus unserem Radio-MORA-Studio im Volksgruppenhaus in Oberwart entführt Sie Tina Nardai wieder in die faszinierende Klangwelt der Roma-Musik. Ob traditionelle Klänge aus dem Burgenland, mitreißende Rhythmen unserer Nachbarländer oder temperamentvolle Einflüsse aus Spanien – es erwartet Sie eine musikalische Reise voller Vielfalt, Leidenschaft und Emotionen.
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ mit Tina Nardai hören Sie ein Interview mit Martin Horvath. Er ist Mitglied des Volksgruppenbeirates der Roma und berichtet über die Fertigstellung eines Leitfadens für Gemeinden im Umgang mit durchreisenden Gruppen (mehr hier).
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September 2nd, 2026 | Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Science Slam in Marburg: Antiziganismus – Anna-Sophie Schönfelder
Was ist das eigentlich – Antiziganismus? Was hat das mit uns zu tun? Und was mit unserer Geschichte? Um das anschaulich zu machen, holt sich die Politikwissenschaftlerin Anna-Sophie Schönfelder (Website) Unterstützung von zweideutigen Brillen, ausgeschnittenen Denkblasen und Fantasiewesen im Einweckglas.
Den Science-Slam-Beitrag über ihre Forschung im Sonderforschungsbereich „Dynamiken der Sicherheit“ hat sie am 5. Juli 2025 im Herder-Institut in Marburg gehalten. Jetzt gibt es ihn auch als Film. Der Sonderforschungsbereich „Dynamiken der Sicherheit“ ist ein transregionales Kooperationsprojekt der Philipps-Universität Marburg, des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen: www.uni-marburg.de/de/sfb138
Infos zum Thema Antiziganismus und Film gibt es beim Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus in Heidelberg.
Über die Autorin:
Anna-Sophie Schönfelder ist politische Theoretikerin und promoviert an der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Zusammenhang zwischen deutschem Arbeitsethos und Antiziganismus. Read the rest of this entry »
August 31st, 2026 | Published in Geschichte & Gedenken
Nach Sanierung: Sinti-Mausoleum in Halle-Osendorf wurde feierlich eingeweiht
Am Sonntag, 23. August 2026, wurde in Halle-Osendorf (Deutschland) das Mausoleum Josef Weinlichs feierlich eingeweiht. Nach umfassender Sanierung erinnert das Baudenkmal an die Kultur der Sinti und Roma, die während der nationalsozialistischen Diktatur fast vollständig aus Halle verschwand.
Für die nationale Minderheit spricht der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose: „Das Mausoleum erinnert an die lange Geschichte der Sinti in Deutschland und macht deutlich, dass Sinti mit ihrer 600-jährigen deutschen Geschichte selbstverständlicher Teil dieses Landes sind, das ihre Heimat ist. Ich danke Bund, Land und der Stadt Halle für die Sanierung, die ausdrückt, dass dieses Land auch durch Baudenkmale an die lange Geschichte der Minderheit erinnert.“
August 29th, 2026 | Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Wissenschaft
Forschungsstelle Antiziganismus ediert Quellen zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa. Die Arbeiten zum neunjährigen Projekt wurden zu Jahresbeginn aufgenommen.
Eine groß angelegte digitale Edition führt Quellen zum nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma in Europa zusammen und macht sie für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich. Publiziert werden sollen rund 1.200 Dokumente – Schriftstücke aus dem Verwaltungs- und Verfolgungsapparat, ergänzt um Quellen aus der Perspektive der Opfer. Angesiedelt ist das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg. Für die Gesamtlaufzeit von neun Jahren stehen Fördermittel in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Vorhaben basiert maßgeblich auf der digitalen „Enzyklopädie des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma in Europa“, die seit Juli 2020 ebenfalls an der Forschungsstelle entsteht.
„Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma wurde nicht nur gesellschaftlich und politisch jahrzehntelang ignoriert, sondern auch in der Forschung kaum beachtet“, erläutert die Historikerin Dr. Karola Fings, wissenschaftliche Leiterin der beiden Projekte. Ziel ist es, mit der „Edition zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa“ alle Verfolgungsprozesse von der rassistischen Stigmatiserung bis hin zum Mord in den Vernichtungslagern abzubilden. Read the rest of this entry »
August 27th, 2026 | Published in Veranstaltungen & Ausstellungen
Vom 28. August bis zum 27. September 2026 findet in Dortmund das 13. „Djelem Djelem Kunst- und Kulturfestival“ statt
Mit Musik, Theater, Film, Kunst, Bildungsveranstaltungen, Diskussionen und Begegnung bringt das Festival auch in diesem Jahr ein vielfältiges Programm an unterschiedlichen Orten in Dortmund zusammen. Organisiert wird das Festival unter anderem von Romano Than e.V., Roma Center e.V. und der Stadt Dortmund. Das Festival schafft Räume für kulturelle Begegnung, Austausch und gesellschaftliche Debatten und macht die Vielfalt der Roma- und Sinti-Communitys sichtbar. Das Roma Center ist in diesem Jahr mit mehreren Veranstaltungen im Programm vertreten.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Alle sind herzlich willkommen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, sofern bei der jeweiligen Veranstaltung nichts anderes angegeben ist. Das Gesamtprogramm des „Djelem Djelem Festivals“: → Download (pdf)
Das Programm:
August 26th, 2026 | Published in Facts & Figures, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
August 25th, 2026 | Published in Rassismus & Menschenrechte
RAN: Rechtsextreme überfallen Roma-Familie in Ungarn. Keine Ermittlungen wegen Mordversuchs.
Roma Antidiscrimination Network/RAN: In dem ungarischen Ort Cegléd (Anm.: Komitat Pest) wurde Ende April eine Roma-Familie von Rechtsextremen überfallen. Die vermummten Angreifer schlugen das Fenster der Haustür ein und warfen einen Molotow-Cocktail in das Haus der Familie, in dem mehrere kleine Kinder und ein Säugling schliefen. Während sie ins Haus eindrangen, riefen die Täter: „Jetzt werdet ihr sterben!“ Sie begannen sofort, auf den Vater der Familie einzuschlagen und verletzten ihn dabei mit einer Machete. Der Vater verlor ein Stück seines Fingers. Ihm gelang es dennoch, das entstandene Feuer zu löschen. Obwohl sie maskiert waren, erkannte die Familie die Angreifer sofort. Sie leben in der Nachbarschaft. Die Mutter der Familie sagte gegenüber Medien, sie kenne den Angreifer seit 20 Jahren. Sie war überzeugt: Die Männer würden sie alle töten.
Die Polizei fand in der Wohnung der Angreifer diverse Waffen: Pistolen, Gewehre, ein Maschinengewehr, fast 150 Schuss Munition und mehrere Dutzend Waffenteile sowie einen Schlagring, in den ein Hakenkreuz geritzt ist. Bei den Angreifern soll es sich um einen 59-jährigen Mann und seinen 16-jährigen Sohn gehandelt haben. Die mutmaßlichen Täter sollen einer rechtsextremen Gruppierung namens „Friedenswächter“ angehören. Anschenend sind sie nach wie vor auf freiem Fuß. Ein Medienportal schreibt lediglich, es würden voraussichtlich Kontakt- bzw. Annäherungsverbote gegen die Täter verhängt. Die angegriffene Familie lebt seither in Angst und traut sich kaum noch aus dem Haus.
Es war nicht der erste Angriff auf die Familie. Bereits tagsüber hatte der 59-Jährige die Mutter angegriffen: Er hatte sie aus ihrem Haus gezerrt. Als jedoch ihr Partner nach Hause gekommen ist, war es ihm gelungen, den Angreifer zu vertreiben.
Hintergrund für den versuchten Mord an einer gesamten Familie, einschließlich mehrerer Kinder, war laut Medienberichten, dass die Kinder zuvor kleine Bäume aus dem Wald des mutmaßlichen Täters gefällt hätten, um ein Fußballtor zu bauen.
August 25th, 2026 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 20.8.2026 (mp3)
Musik, Sprache und Kultur – das Burgenland ist vielfältig. Genau diese Vielfalt stand vor kurzem bei einem besonderen Abend in Nebersdorf im Bezirk Oberpullendorf im Mittelpunkt. Radio MORA, das „Mehrsprachige Offene Radio“, lud erstmals zur „Musik der Vielfalt“ ins Zelt der Kulturinitiative Circusglück. Auf der Bühne: Koprive, Mira Perusich, Max Prenner und die Leon Berger Band. Gesungen und musiziert wurde in unterschiedlichen Sprachen – und damit wurde die kulturelle Vielfalt der burgenländischen Volksgruppen nicht nur hörbar, sondern auch live erlebbar.
In dieser Ausgabe von „Romani Ora“ hören Sie einen Beitrag über das Jugendwort 2026. Die Jugendsprache ist seit jeher ein direktes Fenster in die Gedanken- und Gefühlswelt junger Menschen. Wer versteht, warum ein Begriff viral geht, versteht auch etwas über die Generation, die ihn benutzt. Am Mikrophon Susanne Horvath.
Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird Ihnen aus dem Volksgruppenhaus in Oberwart präsentiert. Genießen Sie die abwechslungsreichste Roma-Musik im Mix mit den zweisprachigen Volksgruppennachrichten auf Deutsch und Burgenland-Romani.
Das internationale Kunstsymposium des Vereins „eu-art-network“ ging bereits in seine 26. Runde – und hat heuer in Stadtschlaining eine neue Heimat gefunden. Unter dem Motto „Veränderung“ arbeiteten 22 Künstlerinnen und Künstler aus neun verschiedenen Nationen intensiv zusammen. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Tagesthema. Durch die Sendung führt Susanne Horvath.
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August 24th, 2026 | Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV
Gespräch mit dem Historiker Daniel Weißbrodt
Radio Blau – Freies Radio für Leipzig
Sendung vom 31.7.2026, 22:51 Min. [CC-BY-NC-SA]
Gespräch mit dem Autor und Historiker Daniel Weißbrodt (Website), Projektmitarbeiter im Leipziger Verein Romano Sumnal (Website), über die Geschichte der Sinti und Roma in Leipzig und Sachsen, anlässlich auch des Internationalen Tags des Gedenkens an den Genozid an Sinti und Roma am 2. August.
(Sendung und Text: Radio Blau)
August 23rd, 2026 | Published in Literatur & Bücher
Papusza / Bronisława Wajs: Tears of Blood. A Poet’s Witness Account of the Nazi Genocide of Roma. Edited by Volha Bartash, Tomasz Kamusella, Viktor Shapoval (= Roma History and Culture, Vol. 4), Brill/Schöningh: Paderborn 2024.
→Open Access (pdf) [CC-BY-NC-ND 4.0]
Ratfale Jasfa (Romani: „Tränen aus Blut“) ist ein Gedicht der Roma-Dichterin Papusza (Bronisława Wajs), die die deutsche Besatzung und den Zweiten Weltkrieg in Wolhynien, heute Teil der Ukraine, überlebte. Es ist zugleich eines der frühesten bekannten Zeugnisse einer Überlebenden des Roma-Völkermords und einer Roma-Frau. Dieses Buch stellt das kürzlich wiederentdeckte Manuskript vor, das viermal so lang ist wie der bisher bekannte Text. Der Band enthält eine Transkription des Gedichts auf Romani, eine Übersetzung ins Englische, umfangreiche historisch-philologische Kommentare sowie eigenständige Kapitel über die Dichterin, das Manuskript und den historischen Kontext.
Ratfale Jasfa (Romani: ‘Tears of Blood’) is a poem by the Romani poet Papusza (Bronisława Wajs) who survived the German occupation and the Second World War in Volhynia, currently Ukraine. It is also one of the earliest known testimonies by a Romani genocide survivor and a Romani woman. This book introduces the recently re-discovered manuscript which is four times longer than the previously known text. The volume includes a transcript of the poem in Romani, a translation into English, extensive historical-philological commentaries, alongside stand-alone chapters on the poet, manuscript and the historical context.