Grundlagenkonzept für Wahrheitskommission

August 22nd, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Aufarbeitung des an-Sinti und Roma begangenen Unrechts in der Bundesrepublik Deutschland – Buchcover Springer VSMarc Buggeln, Sebastian Lotto-Kusche: Aufarbeitung des an Sinti und Roma begangenen Unrechts in der Bundesrepublik Deutschland. Grundlagenkonzept für eine Wahrheitskommission, Springer VS: Wiesbaden 2024.

Marc Buggeln und Sebastian Lotto-Kusche legen mit dieser Publika­tion ein Grund­lagen­konzept zur Wahrheit über das began­gene Unrecht an den Sinti_ze und Rom_nja in der Bundes­republik Deutschland und der DDR vor. Zunächst fassen die Autoren den Er­kenntnis- und For­schungs­stand zur Geschichte von Sinti_ze und Rom_nja nach 1945 in beiden deutschen Staaten zu­sam­men. Daraus ab­geleitet wird der Forschungs­bedarf und mögliche Frage­stellungen der ein­zu­richtenden Wahrheits­kommis­sion zur Auf­arbeitung des an Sinti_ze und Rom_nja began­genen Unrechts (WASRU). Da Wahrheits- und Ver­söhnungs­kommis­sionen in Deutschland bislang keine Tradition haben und meist im un­mittel­baren Übergangs­bereich von Diktaturen und Apartheids­regimen hin zu Demokratien ge­gründet wurden, werten die Autoren die Erfah­rungen dieser Kommis­sionen in unter­schiedli­chen Staaten weltweit aus. (Verlagsankündigung)

Dr. Marc Buggeln ist Universitätsprofessor für regionale Zeitgeschichte und Public History an der Europa-Uni­ver­sität Flensburg und Direktor der For­schungs­stelle für regionale Zeit­geschichte und Public History.

Dr. Sebastian Lotto-Kusche ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Postdoc an der For­schungs­stelle für regionale Zeit­geschichte und Public History der Europa-Uni­versi­tät Flensburg.

Siehe auch:
Deutschland beschließt Aufarbeitungskommission, 13.7.2026

Im Kampf um eine gesellschaftliche Identität

August 21st, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Sebastian Sauer (2025): Im Kampf um eine gesell­schaft­liche Identität. Die Erinnerung an das Rohr­bomben­attentat von Oberwart 1995 in der österrei­chi­schen Medien­land­schaft zwischen 2000 und 2020

Masterarbeit, Universität Wien (Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät), 154 S.

→Zum Download der UB Wien (pdf)

Abstract (Link):

Der Rohrbombenanschlag von Oberwart 1995 stellt eine Zäsur für die öster­rei­chi­schen Roma und Österreich im Gesam­ten dar. Die vor­liegende Arbeit unter­sucht, wie der Anschlag zwischen 2000 und 2020 in der öster­reichi­schen Medien­land­schaft erinnert wurde. Hierzu werden die vier Print­medien Kronen Zeitung, Kurier, Der Standard und Die Presse unter­sucht. Audio­visuelle Medien finden durch Ein­bindung des ORFs in die Unter­suchung Berück­sichti­gung. Basie­rend auf der Nach­richten­wert­theorie unter­sucht eine erste quanti­tative Analyse, welcher Stellen­wert der Anschlags­erinne­rung über die Jahre von der österrei­chi­schen Presse zu­gewiesen wurde. Die an­schlie­ßende qualitative Analyse ver­sucht, durch die Ein­ordnung in ein Kategorien­system domi­nante Inhalte der Bericht­erstattung und mög­liche Ent­wicklun­gen zu identi­fizieren. An­schlie­ßend werden aus der Bericht­erstattung heraus­ste­chende Thema­tiken und Artikel, die durch besonders hohes Maß von gesell­schaftli­chem Interesse ge­prägt sind, näher diskutiert. Durch dieses Vor­gehen soll die Anschlags­erinne­rung im kultu­rellen Ge­dächtnis verortet werden und ihre Rolle in der Kon­struktion einer österrei­chischen Identität be­urteilt werden können. Read the rest of this entry »

Romani Ora (14.8., 17.8., 18.8. & 19.8.2026)

August 20th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 14.8.2026 (mp3)

Ein sparsamer Umgang mit unserem Trink­wasser ist auf­grund der aktuellen Hitzewelle und Trocken­heit sehr wichtig. Im Tages­beitrag dieser „Romani Ora“ nimmt sich Ferial­prakti­kantin Leonie genau dieses Themas an. Außer­dem hören Sie die Ver­anstal­tungs­hinweise und die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik. Die Sendung wird mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 17.8.2026 (mp3)

In der „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit auf eine musika­lische Reise voller aus­drucks­starker Roma-Klänge – von mit­reißenden Rhythmen bis hin zu berüh­renden Melodien. Dazu gibt es wie gewohnt unsere zwei­sprachigen Volks­gruppen­nachrich­ten auf Deutsch und Romanes mit allen wichti­gen Berichten und regionalen News.


Anhören: →Sendung vom 18.8.2026 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie einen Beitrag über die Stocksport-Jugend-EM, die in Oberwart statt­gefunden hat. 60 Athletin­nen und Athleten aus sechs Nationen gingen an den Start: Neben Gast­geber Österreich sind Deutsch­land, Italien und Frankreich ver­treten. Für inter­natio­nales Flair sorgten zudem die Gast­nationen Kanada und Indien, die erst­mals an einer Nach­wuchs-EM auf Sommer­belag teil­nahmen. Am Mikro­phon: Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 19.8.2026 (mp3)

In der „Romani Ora“ berichten wir über das „Picture On“-Festival 2026 aus dem Grenzdorf Bildein. Außer­dem infor­mieren wir Sie in den zwei­spra­chigen Volks­gruppen­nachrichten über Aktuelles aus der Roma-Com­munity Durch die Sendung beglei­tet Sie aus dem Volks­gruppen­haus in Oberwart Tina Nardai.

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Facts & Figures (594)

August 18th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Facts & Figures, Romani, Wissenschaft

Seit 2021 werden ein­zel­ne Vor­trags­sek­tio­nen der in­ter­na­tio­na­len wis­sen­schaft­li­chen Ta­gun­gen der Gypsy Lore Society aus­schließ­lich auf Ro­ma­ni ab­ge­hal­ten.

(Quelle)

Romani women’s political participation (2025)

August 17th, 2026  |  Published in Frauenrechte, Hochschulschriften, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazSophia Schönthaler (2025): Understanding political opportunities: Romani women’s political participation in Croatia, Italy and Sweden

Dissertation / Doctoral thesis, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Centre for Southeast European Studies), 257 S.

→Download der UB Graz (pdf)

Abstract (Link):

Diese Dissertation untersucht, wie sich sich über­schnei­dende Faktoren auf Makro-, Meso- und Indi­vidual­ebene auf die politische Parti­zipa­tion von Romnja in Kroatien, Italien und Schweden aus­wirken. Durch ein explo­ratives Mehrfall­studien­design geht die Forschung über die Analyse des formalen rechtlichen Zugangs hinaus und unter­sucht, wie histo­rische Aus­grenzung, institu­tiona­lisier­ter Antiziganismus, ge­schlechts­spezifi­sche Macht­verhältn­isse und persön­liche Handlungs­macht mit­einander inter­agieren, um politische Teilhabe zu ermög­lichen oder zu erschwe­ren. Geleitet von einer über­geord­neten For­schungs­frage und vier mit­einander ver­knüpften Unter­fragen unters­ucht die Studie: (1) inwie­weit politische und rechtliche Systeme für die Partizipation von Romnja offen oder geschlos­sen sind; (2) die Verfüg­barkeit, Zugäng­lichkeit und Wahrn­ehmung formaler Beteiligungs­mecha­nismen; (3) die Faktoren, die die politische Beteiligung be­ein­flussen; sowie (4) die Strate­gien, mit denen Romnja ihre Stimmen im politischen Raum geltend machen. Empirisch stützt sich die Disser­tation auf ein qualitatives, multi­methodisches Design, das Do­kumen­ten­analysen mit 31 halb­struktur­ierten Experten­interviews kom­biniert, die in den drei nationalen Kontexten durchgeführt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass politische Parti­zipation nicht einfach eine Frage formaler Rechte ist, sondern in mehrstufige Konstel­lationen von Ausg­renzung und Widerstand ein­gebettet ist. Während rechtliche Rahmen­bedin­gungen auf dem Papier Mög­lich­keiten bieten, bleiben diese in der Praxis häufig un­erfüllt. In allen drei Ländern bewegen sich Romnja in hybriden politi­schen Systemen – weder voll­ständig offen noch völlig geschlos­sen –, in denen formale Inklusion mit an­halten­den infor­mellen Hürden koexistiert. Politische Handlungs­macht entsteht dabei häufig außer­halb formeller Arenen, etwa durch Basis­arbeit, kommunale Orga­nisatio­nen und informelle Interes­sen­vertretung. Theoretis­ch trägt diese Disserta­tion zur Neu­bewertung der Theorie der politischen Gele­genheits­struk­turen aus einer inter­sektionalen Per­spektive bei. Sie zeigt, wie sich Rassismus, Geschlecht und strukturelle Ungleichheiten über­schneiden und das politische Leben von Frauen mit Min­derheiten­hinter­grund prägen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (10., 11., 12. und 13.8.2026)

August 14th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 10.8.2026 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag – eine Stunde, voll bespickt mit der ab­wechs­lungs­reichsten und tem­pera­ment­vollsten Roma-Musik aus aller Herren Länder – wird Ihnen von Tina Nardai aus dem Volks­gruppen­haus in Oberwart auf Radio MORA prä­sentiert.


Anhören: →Sendung vom 11.8.2026 (mp3)

Bereits zum zweiten Mal lud das Bundes­minis­terium für Inneres anläss­lich des inter­nationalen Gedenk­tages für die Holocaust­opfer der Roma und Sinti wäh­rend des National­sozialismus zu einer Gedenk­feier nach Lackenbach. Radio MORA berich­tet darüber in dieser Aus­gabe der „Romani Ora“.


Anhören: →Sendung vom 12.8.2026 (mp3)

Im Tagesbeitrag dieser „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit auf eine Gemüse­exkursion der ÖBV; der Öster­reichi­schen Berg- und Kleinbauern­vereini­gung, die im Süd­burgenland abge­halten wurde. Außer­dem ver­sorgen wir Sie mit den zwei­sprachigen Volks­gruppen­nachrich­ten. Aus dem Volks­gruppen­haus in Oberwart be­grüßt Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 13.8.2026 (mp3)

Bereits zum 30. Mal fand heuer die traditionelle Wallfahrt der Roma nach Mariazell statt. Eine Pilger­gruppe aus dem Burgenland und eine weitere aus Wien feierten gemein­sam den Gottes­dienst. Radio MORA berichtet.

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Facts & Figures (593)

August 10th, 2026  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Religion

Einer eso­te­ri­sch-religiösen Theo­rie zu­folge han­delt es sich bei den Roma um die Nach­fah­ren ei­nes der ver­lo­re­nen Stäm­­me Is­ra­els (Si­meon).

(Quelle)

Thü­ringen: Anti­ziga­nis­mus-Be­auf­trag­ter gefordert

August 8th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Politik

Thüringen (Bild: Wikipedia/TUBS)Zentralrat fordert Wieder­ein­set­zung ei­nes Anti­ziga­nis­mus-Be­auf­trag­ten in Thü­ringen

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, und die Thüringer Finanz­minis­terin und stell­ver­tre­tende Minister­prä­siden­tin Katja Wolf (BSW) sind in Heidelberg zu einem Gespräch über die Wieder­ein­setzung eines eigen­stän­digen Anti­zi­ga­nis­mus­beauf­trag­ten des Landes Thüringen zu­sammen­ge­kommen. Die zuvor beste­hende Funktion war ab­ge­schafft und mit anderen Zu­ständig­keiten – unter ande­rem im Bereich Mig­ration – zu­sammen­gelegt wor­den. Romani Rose setzt sich angesichts des zunehmen­den Anti­ziganis­mus und des Aufstiegs rechts­extremer Parteien nach­drücklich dafür ein, diese Funktion wieder eigen­ständig ein­zu­richten. Die Zu­ordnung der deutschen Sinti und Roma zu Zu­wande­rungs­gruppen und Migranten trägt gerade in einer Zeit, in der demo­kratie­feind­liche Par­teien erstarken, zu ihrer Stigma­tisie­rung bei: „Als nationale Minder­heit leben Sinti und Roma seit Jahr­hunder­ten in Deutschland. Sie mit Zuwan­derungs- und Mig­rations­fragen zu ver­mengen, verkennt ihre Geschichte und befördert ihre Stig­mati­sierung. Gerade in einer Zeit, in der der Anti­ziganismus offen zu­nimmt und demo­kratie­feindliche Kräfte er­starken, brauchen wir eine klare und sichtbare Ver­antwor­tung des Landes.“

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Romani Ora (5.8, 6.8. und 7.8.2026)

August 7th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA Anhören: →Sendung vom 5.8.2026 (mp3)

Mit „Princess Horse“ hat sich die Oberwar­terin Sonja Schlaffer einen Traum erfüllt. Sie orga­nisiert in Hurghada/ Ägypten Pferde­touren am Roten Meer. Mehr über ihren Lebens­traum er­zählt sie im Tages­beitrag der „Romani Ora“. Außer­dem hören Sie die Volk­gruppen­nach­rich­ten in Deutsch und Burgenland-Romani.


Anhören: →Sendung vom 6.8.2026 (mp3)

Wolfgang Mayr ist Journalist aus Südtirol, Radio­macher bei Radio Agora (Sendereihe „Stand by plus Reset“) und enga­giert sich bei der Gesell­schaft für bedrohte Völker. In Oberwart hat er sich ein Bild vom neuen Volks­gruppen­haus ge­macht. Im Inter­view mit Susanne Horvath er­zählt er mehr über sich und seine Ein­drücke. Durch die Sen­dung be­gleitet Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 7.8.2026 (mp3)

Ferialpraktikantin Leonie berichtet in der heuti­gen „Romani Ora“ darüber, ob es für junge Men­schen sinnv­oller ist, einen Moped­führer­schein zu machen oder gleich auf das L17-Führer­schein­modell zu warten bzw. beides zu absol­vieren. Außer­dem ver­sorgt Sie Tina Nardai mit dem Ver­anstal­tungs­kalen­der und der ab­wechs­lungs­reichs­ten Musik.

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33 krokov (33 Steps)

August 7th, 2026  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

Filmplakat zur tschechisch-slowakischen Koproduktion "33 krokov"Spielfilm von Šimon und Anna Domček
„33 kroků“, SK/CZ 2026, 71 min

Das Spielfilmdebüt der slowakischen Re­gis­seure wurde im Juli beim Film­festival in Karlovy Vary ur­auf­geführt. Den Trailer (ohne Unter­titel) fin­den Sie hier.

Der Film basiert auf der wahren Geschichte des Protago­nisten. Er handelt vom Rom Milan Daniel, der als 18-Jähriger in der Slowakei von Neonazis brutal an­ge­griffen wurde [und der sich im Film selbst spielt]. Milan fällt ins Koma und erlebt den klini­schen Tod. Wäh­rend­dessen hat er Visionen, in denen der Teufel ihn in Ver­suchung führt und Jesus ihm rät, sich nie­mals zu rächen. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in der­selben Stadt. Er arbeitet als Wachmann. Als er erfährt, dass sein ehe­mali­ger Angreifer Erik aus dem Ge­fängnis zurück­:kehrt, kommt Milans Trauma wieder zum Vor­schein.

(Text: Slowakisches Filminstitut)

Romani Ora (29., 30., 31.7., 3.8. & 4.8.2026)

August 6th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA Anhören: →Sendung vom 29.7.2026 (mp3)

Der Historiker Gerhard Baumgartner war 2014 bis 2023 wissen­schaft­licher Leiter des DÖW, des Doku­mentations­archivs des österrei­chischen Widerstands (Web­site), und zieht in dieser Aus­gabe der „Romani Ora“ Bilanz über seine Tätig­keit in dieser Insti­tution.


Anhören: →Sendung vom 30.7.2026 (mp3)

Die Kinderhochschule der Pädagogischen Hochschule Burgenland fand heuer nicht nur in Eisenstadt, son­dern erst­mals auch in Oberwart statt. Der Schwer­punkt: Mehr­sprachig­keit und digitale Medien. In der „Romani Ora“ berich­ten wir darüber.


Anhören: →Sendung vom 31.7.2026 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ wird Ihnen präsentiert von Tina Nardai. Auf dem Pro­gramm stehen diesmal ein Inter­view mit Danijela Cicvarić, die anläss­lich des 35-jäh­rigen Beste­hens des Romano Centro (Website) Bilanz über dessen Arbeit zieht, und der Ver­anstal­tungs­kalender.


Anhören: →Sendung vom 3.8.2026 (mp3)

Der „Romani Ora“ -Musikmontag aus dem Volks­gruppen­haus in Oberwart, präsentiert von Tina Nardai, liefert Ihnen die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik aus dem In- und Ausland; von tradi­tionell bis modern.


Anhören: →Sendung vom 4.8.2026 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie ein Interview mit Melinda Tamás. Sie war heuer Rednerin bei der Ver­anstal­tung „Wien gegen Antisemitismus“ am Platz der Men­schen­rechte. Durch die Sen­dung begleitet Sie Tina Nardai aus dem Volks­gruppen­haus in Oberwart.

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Gondolipeskero di le Romenge taj Sintijenge

August 5th, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 4.8.2026 | 7:57 min

2. August: Holocaust-Gedenktag für Roma und Sinti

O dujto august o holocaust gondo­lipeskero di le Romenge taj Sinti­jenge upro tradipe taj mur­daripe le valami epasch milijona Romenge taj Sintijenge maschkar i cajt le nacijo­nal­socija­lis­musis­tar pal gondo­linel. Oda di upro keripe le logeristar Auschwitz Bir­kenau ando bersch deschuenja schtarvar desch taj schtar pal dschal. Ande i rat le dujti upro triti augustis­tar deschu­enja schtarvar desch taj schtar i SS o logeri livi­dirin­tscha. O opfe­rtscha sina pedar schtar eseri trin schel Sinti taj Roma – lendar but tschave, dschuvla taj phure manuscha, save na la mujsi­nipeskera butjake selec­tirim ule – ando gas­kamertscha mur­darde ule.Sajt o bersch duj eseri bischu trin ada di te andi Austrija ojs oficijeli nacijo­nali gon­dolipeskero di hi. Sako bersch gondoli­peskere mula­tintschagi tel likerde on, sar ando austritiko parlamento, Lacken­bach vaj ando gondo­lipes­kero than Auschwitz-Birkenau.

2. August –Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma: Er erin­nert an die Ver­folgung und Ermor­dung von schät­zungs­weise 500.000 Ange­hörigen dieser Minder­heiten wäh­rend der Zeit des National­sozialis­mus. Das Datum bezieht sich auf die Ereig­nisse im Kon­zentra­tions- und Ver­nichtungs­lager Auschwitz-Bi­rkenau im Jahr 1944. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 liquidierte die SS das so­ge­nannte „Zigeuner­familien­lager“. Die Opfer: über 4.300 Sinti und Roma – vor allem Kinder, Frauen und ältere Menschen, die zuvor nicht zur Zwangs­arbeit selek­tiert worden waren – wurden in den Gas­kammern ermordet. Seit 2023 gilt dieser Tag auch in Österreich als offi­zieller nationaler Gedenktag. Jähr­lich finden Gedenk­ver­anstaltun­gen statt, unter anderem im öster­reichi­schen Parlament, Lackenbach oder in der Gedenk­stätte Auschwitz-Bir­kenau.

(Beitrag: TV Erba)

Gedenken: Kranzniederlegung des Parlaments

August 3rd, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Emmerich Gärtner-Horvath bei der Kranzniederlegung (Foto: Parlamentsdirektion/​Bernadette Sattler-Remling)Das österreichische Parla­ment ge­denkt der Opfer des NS-Völker­mords an Roma und Sinti: Kranz­nie­der­le­gung der Par­la­ments­spitze zum na­tio­na­len Ge­denk­tag

Wien (PK) – Zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag für Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze [am 2. August] ge­dachte das Parla­ment am 31. Juli mit einer Kranz­nieder­legung im Weihe­raum beim Äußeren Burgtor am Heldenplatz.

Die Parlamentsspitze wurde dabei durch Bundesrats­prä­siden­tin Christine Schwarz-Fuchs, Zwei­ten Natio­nal­rats­präsi­denten Peter Haubner und Drit­ter National­rats­präsi­dentin Doris Bures ver­treten. Die Kranz­nie­der­le­gung er­folgte ge­mein­sam mit dem Vor­sitzenden des Volks­grup­pen­bei­rates der Roma Emmerich Gärtner-Horvath und seinem Stell­ver­tre­ter Andreas Sarközi.

Rosenkranz: Erinnerung aufrecht halten und für die Zukunft sorgen
„In einem beispiellosen Zivilisationsbruch ist Roma und Sinti damals ihre Würde, ihre Heimat und ihr Leben genom­men worden. Das Gedenken ist ein Auftrag an uns alle, mensch­lich und wachsam zu sein und alle jene zu schützen, die aus­gegrenzt werden“, erklärte National­rats­präsident Walter Rosenkranz zu diesem Anlass. Damit sei der nationale Gedenktag ein stiller, aber eindringlicher Ruf an das Gewissen der Men­schen. Das Parla­ment bekenne sich an diesem Tag zu seiner Ver­antwor­tung, die Erin­nerung aufrecht zu halten und Sorge für die Zukunft zu tragen.

Schwarz-Fuchs: Würde und Gleichberechtigung muss jeden Tag ver­tei­digt werden
Die Namen und Lebensgeschichten der ermordeten Roma und Sinti dürften nicht hinter Zahlen ver­schwinden, forderte Bundes­rats­präsi­dentin Christine Schwarz-Fuchs. Erin­nerung heiße auch, Aus­grenzung und Vor­urteilen gegen­über Roma und Sinti heute klar ent­gegen­zu­treten. „Ihr Schicksal verpflichtet uns, Würde und Gleich­berechti­gung in unserer Gesell­schaft jeden Tag zu verteidigen“, so die Bundes­ratsvpräsidentin.

Haubner: Erinnern ist Auftrag, Minderheiten zu achten
Von den rund 11.000 Angehörigen der Volksgruppe der Roma und Sinti in Österreich seien etwa 90 Prozent Opfer des national­sozialis­tischen Terrors geworden, erklärte Zweiter National­rats­präsi­dent Peter Haubner. Read the rest of this entry »

Romani Ora (24.7., 27.7. und 28.7.2026)

August 3rd, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA Anhören: →Sendung vom 24.7.2026 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ stellen wir Ihnen im Tages­beitrag die Hunde­pension Pertl in Kemeten (Bezirk Oberwart) vor, die während des Urlaubs den Vierbeiner indi­viduell versorgt. Am Mikro­phon erwar­tet Sie Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 27.7.2026 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA mit der ab­wechs­lungs­reichsten und viel­fältigsten Roma-Musik, dazu wie gewohnt die neuesten Volks­gruppen­nach­richten auf Deutsch und Burgenland-Romani. Mode­riert wird die Sendung von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 28.7.2026 (mp3)

In der heutigen „Romani Ora“ hören Sie ein Interview mit Lars Lindgren, er ist Sinto aus Schweden und dort Leiter der Roma Ombudsstelle. Er erzählt über die aktuelle Situ­ation, die politi­schen Ent­wicklungen und die Wichtig­keit der Sprache der Roma und Sinti.
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Leitfäden: Gemeinden & durchreisende Gruppen

Juli 31st, 2026  |  Published in Dokumente & Berichte

Bundeskanzleramt veröffentlicht „Leitfaden für Gemeinden in Kontakt mit durch­reisen­den Gruppen“ und „Infor­matio­nen und Em­pfeh­lun­gen für durch­rei­sende Grup­pie­run­gen“. Er­stellt von der Arbeits­gruppe zum Thema durch­rei­sende Grup­pen (Mai 2026).


→Download: Leitfaden  für Gemeinden (PDF)
→Download: Informationsblatt für durchreisende Gruppen (PDF)
→Download: Vorlage für eine Nutzungsvereinbarung für Auf­ent­halt (Word)

Aus dem Vorwort zum Leitfaden für Gemeinden:

Der vorliegende Leitfaden soll als Unterstützung und Hilfe­stellung für Gemein­den im Umgang mit durch­reisen­den Gruppen dienen. Viele durch­rei­sende Gruppen ge­hören der Minder­heit der Roma und Sinti an. Roma und Sinti stellen die größte Minder­heit Europas dar. Es wird ge­schätzt, dass in etwa 10–12 Millio­nen An­ge­hörige der Minder­heit in Europa leben. Es handelt sich um eine Minderheit mit sehr großer sprach­licher und kultu­reller Vielfalt, die sich auch in unter­schiedli­chen Lebens­weisen aus­drückt. Während viele Ange­hörige der Minderheit mittler­weile einen sesshaften Lebensstil pflegen, gibt es an­de­re Grup­pen, die einer fahren­den Lebens­welse nach­gehen.

Im Jahr 2025 wurde durch die Nationale Roma-Kontaktstelle im Bundeskanzleramt eine Arbeits­gruppe zur Erarbei­tung des vor­liegen­den Leitfadens ins Leben gerufen, welche aus Gemeinde­vertre­terin­nen und -ver­tretern und Ange­höri­gen der Volksgruppe bestand. Im Rahmen der Arbeits­gruppe wurden Heraus­forderun­gen zwi­schen Gemeinden und durch­reisenden Gruppen diskutiert und gemein­same Lösungs­vor­schläge erar­beitet: Der vor­liegende Leitfaden liefert einer­seits historische und kulturelle Fakten und Hinter­gründe zur Volks­gruppe und bietet anderer­seits mögliche Arbeits- und Prozess­abläufe für Gemeinden und private Grund­besitzer und Grund­besitzerin­nen an, welche poten­tiellen Span­nungen vor­beugen sollen. Auf diese Weise soll ein best­mögliches Mit­einander zwischen Gemein­den, der Gemeinde­bevölke­rung und durch­reisen­den Gruppen durch gegen­seitige Rücksicht­nahme er­möglicht sowie gegen­seitiger Respekt ge­fördert werden.

Informationen für durchreisende Gruppen:

Das Informationsblatt dient als Orientierungshilfe für durch­reisende Gruppen und bietet prakt­ische Hinweise und grund­legende Informa­tionen, um einen reibungs­losen Aufenthalt sowie ein respekt­volles Mit­einander mit den Grunds­tücks­eigen­tümerin­nen und -eigen­tümern zu gewähr­leisten. Das BKA stellt darüber hinaus eine un­ver­bindliche Mus­ter­­vorlage für eine Nutzungs­verein­barung eines Grundstücks für einen kurz­fristigen Aufenthalt durch­reisender Gruppen zur Ver­fügung (→Download).  Read the rest of this entry »

Europa: Chronik der Roma-Politik 2011–2026

Juli 30th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)

Timeline der europäischen Roma-Politik (Bild: Pixabay/Vilkasss)dROMa 82: Was war wann?

Europa – Historija la Ro­men­gera-poli­tikatar (3): caj­ta­keri dorik 2011–2026

→TEIL 1: Chronik 1969–2000
→TEIL 2: Chronik 2001–2010

Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut drei­ßig Jahren er­arbe­iten OSZE, Europarat und EU politi­sche Stan­dards, um die Inklu­sion der Roma voran­zu­bringen. Ein (un­voll­stän­di­ger) Über­blick über die vielen Etap­pen auf dem Weg zu Euro­pas Ro­ma-Politik | Pap­rusch­tscha, phenip­tscha, pro­gram­tscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o euro­pakero rot taj i EU politi­schi schtan­dar­dis­kere koji, hatek i inklu­sijona le Rome­ndar angle te anel, ar butscha­linen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Ro­men­geri-politik la Euro­patar.


2011 Europäisches Parlament:

Die Initiative 2010/2276(INI) zur „EU-Strategie zur Integration der Roma“ fordert am 9.3.2011 eine um­fas­sende Roma-Stra­tegie. Direkter politi­scher Anstoß zur Rahmen­strategie der Kom­mission. | I inicija­tiva 2010/2276(INI) usi „EU-jakeri-stra­tegija usi inte­gracija le Romendar“ ando 9.3.2011 jek bulhi Romen­geri-stra­tegija mangel. Direkti politischi aun­definipe usi keri­peskeri strategija la komi­sijonatar.

2011 Europäische Kommission:

Der „EU-Rahmen für nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020“ vom 5.4.2011 [COM(2011) 173] ist das zentrale Strategie­papier und fordert die Staaten zu nationalen Strategien auf. Die Rats­empfeh­lung 2013/C 378/01 vom 9.12.2013 stärkt den EU-Rahmen. Im Fokus stehen Bildung, Arbeit, Gesund­heit, Wohnen. | O „EU-jakero keripe le nacijo­nali strate­gijenge usi inte­gracija le Romen­dar dschi 2020“ andar o 5.4.2011 [COM(2011) 173] o centrali strate­gija­kero papruschi hi taj le schto­tschen­dar nacijo­nali strategiji mangel. O rotiskero angle­tscha­lajipe 2013/C 378/01 andar o 9.12.2013 o EU-jakero keripe soraljarel. Ando dikipe terdschon sika­dipe, buti, sastipe, atschipe.

2011 Europarat (CLRAE):

In Straßburg diskutiert der europäische Roma-Gipfel der Bürgermeister am 22.9.2011 kommunale Strategien. In der Folge ent­steht 2013 die Europäische Allianz der Städte und Regionen für die Roma-Inklusion. | Ande Straß­burg o euo­pitiko Romen­gero-bari­kano tala­linipe le birov­tschendar ando 22.9.2011 komunali stra­tegiji disku­tirinel. Paloda, 2013 i euro­pitiki alijanca le forijen­dar taj regijo­nendar la Romen­gera-inklu­sijo­nake kerdo ol.  Read the rest of this entry »

Europa: Chronik der Roma-Politik 2001–2010

Juli 30th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)

Timeline der europäischen Roma-Politik (Bild: Pixabay/Vilkasss)dROMa 82: Was war wann?

Europa – Historija la Ro­men­gera-poli­tikatar (2): caj­ta­keri dorik 2001–2010

→TEIL 1: Chronik 1969–2000
→TEIL 3: Chronik 2011–2026

Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut drei­ßig Jahren er­arbe­iten OSZE, Europarat und EU politi­sche Stan­dards, um die Inklu­sion der Roma voran­zu­bringen. Ein (un­voll­stän­di­ger) Über­blick über die vielen Etap­pen auf dem Weg zu Euro­pas Ro­ma-Politik | Pap­rusch­tscha, phenip­tscha, pro­gram­tscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o euro­pakero rot taj i EU politi­schi schtan­dar­dis­kere koji, hatek i inklu­sijona le Rome­ndar angle te anel, ar butscha­linen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Ro­men­geri-politik la Euro­patar.


2002 Europarat (PACE):

Die Empfehlung 1557 vom 25.4.2002 über die „Rechtslage der Roma in Europa“ beschäf­tigt sich mit der Migration und dem pre­kären Rechts­status der Roma und ver­weist auf aus­blei­bende Erfolge. | O angle­tschalajipe 1557 andar o 25.4.2002 pedar i „tscha­tschipes­keri situacija le Romen­dar andi Europa“ la migra­cijo­naha taj le phare tscha­tschipes­kere schta­tusiha le Romen­dar donde pe bescha­rel taj upre ar atschime jeri­nip­tscha sikal.

2003 Europarat (PACE):

Empfehlung 1633 fordert am 25.11.2003, die Zwangsrückführung von Roma nach Ex-Jugoslawien aus­zu­setzen, solange keine sichere Rückkehr mög­lich ist. | O angle­tschalajipe 1633 mangel ando 25.11.2003, hot o mujsi­nipes­kero palvo­dinipe le Romen­dar andi Eks-Jugo­slavija ar be­schardo te ol, asaj dur, dschimeg latscho pal­dscha­jipe del.

2003 OSZE:

Am 27.11./2.12.2003 verabschiedet die OSZE einen „Aktionsplan zur Verbesserung der Lage der Roma und Sinti“ mit Empfeh­lungen zu Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und politi­scher Teilhabe. Die Um­setzung über­wacht das OSZE-Men­schen­rechts­büro (ODIHR). | I OSZE ando 27.11./2.12.2003 jek „akcijona­kero plan uso feder keripe la situa­cijatar le Romen­dar taj Sinti­jendar“ ari del, angle­tschalajip­tschenca uso sikadipe, usi buti, uso atschipe, uso sastipe taj uso politi­schi useke­rinipe. Pedar o prik­bescha­ripe o OSZE-jakero-manu­schen­gero tschatschipeskero butjakero kher (ODIHR) obocht del. Read the rest of this entry »

Europa: Chronik der Roma-Politik 1969–2000

Juli 29th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)

Timeline der europäischen Roma-Politik (Bild: Pixabay/Vilkasss)dROMa 82: Was war wann?

Europa – Historija la Ro­men­gera-poli­tikatar (1): caj­ta­keri dorik 1969–2000

→TEIL 2: Chronik 2001–2010
→TEIL 3: Chronik 2011–2026

Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut drei­ßig Jahren er­arbe­iten OSZE, Europarat und EU politi­sche Stan­dards, um die Inklu­sion der Roma voran­zu­bringen. Ein (un­voll­stän­di­ger) Über­blick über die vielen Etap­pen auf dem Weg zu Euro­pas Ro­ma-Politik | Pap­rusch­tscha, phenip­tscha, pro­gram­tscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o euro­pakero rot taj i EU politi­schi schtan­dar­dis­kere koji, hatek i inklu­sijona le Rome­ndar angle te anel, ar butscha­linen. Jek (na kise­timo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Ro­men­geri-politik la Euro­patar.


1969 Europarat (PACE):

Die Empfehlung 563 der Parlamentarischen Versammlung (PACE) vom 30.9.1969 ist das erste inter­natio­nale Doku­ment, das sich mit der „Lage der Zigeuner und ande­rer Fah­ren­der“ be­fasst und diese als Min­der­heit mit Schutz­bedarf an­erkennt. | O angletschalajipe 563 le parla­men­tari­schi talalini­pestar (PACE) andar o 30.9.1969 o erschti inter­nacijo­nali doku­mento hi, savo pe la „situa­cijaha le Zigeu­neren­dar taj avre la­dasch­tschen­dar“ donde bescha­rel taj odolen ojs tschu­lipe araki­pes­kere peka­ntscha­goha aun prin­dscha­rel.

1975 Europarat (MK):

Die Resolution (75) 13 des Ministerkomitees (MK) vom 22.5.1975 gibt „Empfehlungen zur sozialen Lage der Nomaden in Europa“. | I resolucijona (75) 13 le minis­teren­gere komite­jistar (MK) andar o 22.5.1975 „angle­tschala­jip­tscha usi socijali situa­cija le no­madsch­tschen­dar andi Europa“ del.

1981 Europarat (CLRAE):

Die Konferenz der Gemeinden und Regionen (CLRAE) betont am 29.10.1981 in Resolution 125 die „Rolle und Verant­wor­tung der lokalen und regio­nalen Behörden hin­sicht­lich der […] Be­völ­kerungs­gruppen noma­discher Her­kunft“. | I kon­fe­renca le ge­majn­tschen­dar taj regijon­tschen­dar (CLRAE) ando 29.10.1981 andi resolu­cijona 125 o „than taj o ferant­voati­nipe le lokali taj regijo­nali birov­tscha­gendar vasch […] le dsche­nen­gere grup­nendar noma­dischi telschta­mini­peha“ angle asdija.

1983 Europarat (MK):

Das Ministerkomitee befasst sich in der Empfehlung R (83) 1 vom 22.2.1983 mit Maß­nahmen zugunsten „staatenloser Nomaden und Noma­den mit un­geklär­ter Staats­ange­hörig­keit“. | O ministe­ren­gero komitej ando angle­tschala­jipe R (83) 1 andar o 22.2.1983 kojenca le „naphandle schto­tschen­gere no­madsch­tschenca taj no­madsch­tschenca na putrime schto­tiskere use­kerini­peha“ donde pe be­scharel. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (592)

Juli 28th, 2026  |  Published in Facts & Figures

Das mol­dau­ische Ge­setz­buch sah im 19. Jh. wäh­rend der Ro­ma-Skla­verei vor, dass ein Skla­ven­hal­ter, der eine ver­sklav­te Frau ver­ge­wal­tig­te, nicht be­langt wer­den konn­te.

(Quelle/pdf)

Romani Ora (17., 20., 21., 22. und 23.7.2026)

Juli 25th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA Anhören: →Sendung vom 17.7.2026 (mp3)

in dieser „Romani Ora“ hören Sie einen Beitrag über die Roma-Wallfahrt. Sie findet heuer bereits zum 30. Mal statt. Seit drei Jahr­zehnten kom­men Roma und Romnja aus Österreich und den Nach­bar­ländern nach Mariazell, um gemein­sam ihren Glauben zu leben, zu beten und Gemein­schaft zu er­leben. Am Mikro­phon: Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 20.7.2026 (mp3)

Wie jeden Woche steht der Montag bei „Romani Ora“ ganz im Zeichen der Musik. Mit einer Auswahl an wunder­schöner Roma-Musik, mit tra­ditio­nellen Klängen und mit­reißen­den Rhythmen. Auch die zwei­sprachigen Volks­gruppen­news stehen auf dem Pro­gramm. Wie immer sind die Nach­richten zuerst auf Deutsch und an­schlie­ßend auf Romanes zu hören.


Anhören: →Sendung vom 21.7.2026 (mp3)

Mit Beginn der Sommerferien startet im Burgenland wieder der beliebte Lesesommer. Ziel der landes­weiten Aktion ist es, Volks­schul­kinder auch in den Ferien für Bücher und das Lesen zu begeis­tern. Durch die Sen­dung führt Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 22.7.2026 (mp3)

Die Lebensmitte ist für viele Frauen eine Zeit des Wandels. Berufliche Ver­änderun­gen, familiäre Auf­gaben oder per­sönliche Neu­orientie­rung werfen oft neue Fragen auf. Mehr darüber erfahren Sie im Tages­thema dieser „Romani Ora“, mode­riert von Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 23.7.2026 (mp3)

In unserem Tagesthema hören Sie über einen Capoeira-Tag, den die Offene Jugenda­rbeit (OJA) Oberwart im Stadtgarten ver­anstal­tete. Capoeira ist eine brasilia­nische Kampf­kunst, die Kampf, Musik, Akro­batik und Kultur in einem spek­takulär­en Spiel vereint. Zwei Stunden dau­erte das Capoeira-Event.

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