Juli 14th, 2026 |
Published in
Politik, Recht & Gericht
Parlamentskorrespondenz vom 7.7.2026: Auf den Tag genau vor 50 Jahren, am 7. Juli 1976 wurde das Volksgruppengesetz vom Nationalrat verabschiedet. Am Jubiläumstag werden nun alle sechs autochthonen Volksgruppen in Österreich verfassungsrechtlich abgesichert. Die Gesetzesänderungen sollen außerdem der Sicherung der zweisprachigen Gerichtsbarkeit in Kärnten dienen. Die Novelle des Volksgruppengesetzes wurde als erster Punkt der Tagesordnung der heutigen Plenarsitzung mit den Stimmen der Regierungsparteien sowie der Grünen und somit der notwendigen Zweidrittelmehrheit beschlossen. Die FPÖ sieht die Reform als Privilegierung der Volksgruppen und nicht im Sinne der Mehrheitsbevölkerung.
Verfassungsrechtliche Absicherung der sechs Volksgruppen
Zur Stärkung der rechtlichen Stellung der sechs autochthonen Volksgruppen in Österreich werden diese künftig explizit im Volksgruppengesetz genannt, abgesichert durch eine Verfassungsbestimmung. Konkret sind das die kroatische Volksgruppe, die slowenische Volksgruppe, die ungarische Volksgruppe, die tschechische Volksgruppe, die slowakische Volksgruppe und die Volksgruppe der Roma. Außerdem wird die Regierung dazu verpflichtet, dem Nationalrat jährlich einen umfassenden Bericht über die Lage der Volksgruppen vorzulegen, samt Stellungnahmerecht der Volksgruppenbeiräte. Mit einem Abänderungsantrag wurden im Plenum noch redaktionelle Versehen ausgebessert.
Zur Sicherung der zweisprachigen Gerichtsbarkeit in Kärnten soll das Bezirksgericht Ferlach mit jenem in Klagenfurt und die Bezirksgerichte Bleiburg und Bad Eisenkappel mit jenem in Völkermarkt zusammengelegt werden. Hintergrund dafür ist, dass für die kleinen Bezirksgerichte keine slowenisch sprechenden Richterinnen bzw. Richter mehr gefunden werden können. Stattdessen sollen nun an den Gerichtsstandorten Klagenfurt und Völkermarkt eigene Gerichtsabteilungen und zweisprachige Kompetenzzentren eingerichtet werden. Read the rest of this entry »
Juli 13th, 2026 |
Published in
Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Unrecht gegen Sinti und Roma nach 1945: Deutsches Bundeskabinett beschließt Einrichtung einer Aufarbeitungskommission
Das deutsche „Bundeskabinett hat am 6. Juli 2026 die Einsetzung einer Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des Unrechts an Sinti und Roma in der Bundesrepublik Deutschland und in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) nach 1945 beschlossen“, meldet das deutsche Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf seiner Website. „Auf Grundlage dieses Kabinettsbeschlusses wird der Parlamentarische Staatssekretär und Beauftragte der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, Michael Brand, die Mitglieder der Kommission auswählen und ernennen.“ Die Kommission wird das historische Unrecht nach 1945 wissenschaftlich erfassen und dokumentieren. Dazu sollen unter Auswertung bisheriger Erkenntnisse auch eigene wissenschaftliche Studien, Anhörungen und Interviews mit Betroffenen und Angehörigen durchgeführt werden. Die Arbeiten werden in einem Abschlussbericht vorgelegt werden, in dem auch Empfehlungen der Kommission an Politik und Gesellschaft ausgesprochen werden.
Eine Geschäftsstelle bei der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) wird die neue Aufarbeitungskommission unterstützen; für die Mittel der Geschäftsstelle kommt der Beauftragte auf. Mit der Installierung der Aufarbeitungskommission setzt die deutsche Bundesregierung nun die Empfehlung einer fraktionsübergreifenen Entschließung des Deutschen Bundestages vom 13. Dezember 2023 (Drucksache 20/9779) um. Darin hatte der Bundestag die Empfehlung des umfassenden Abschlussberichts der Unabhängigen Kommission Antiziganismus um, die 2019 vom damaligen Bundesinnenminister Horst Seehofer eingesetzt worden war.
Michael Brand sieht die Einsetzung der Kommission als einen „längst überfälliger Schritt für Sinti und Roma und zugleich für unsere gesamte Gesellschaft“: Read the rest of this entry »
Juli 12th, 2026 |
Published in
Facts & Figures
In der „Proklamation von Islaz“ von 1848 verkündeten die rumänischen Revolutionäre das Ende der Sklaverei in der Walachei und erklärten die Roma zu freien Bürgern.
(Quelle)
Juli 11th, 2026 |
Published in
Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 10.7.2026 | 7:52 min
KinderHochSchule – Superheld:innen der Wissenschaft
Sar andar but gondi jek barikani historija ol? Ada schaj tschave use i but tschibtschegeri tschavengeri utschi ischkola Erbate terdschivde. Ande o workshop andi i burgenlandititki horvacki, ungriki taj burgenlanditiki Romani tschib entviklintscha pe jek khetano terdschivipeskero projekto. On figurtscha cajcninde, kipi kerde taj lengero hango lenge dine. Jomi fi jomi jek but tschibtschengeri kipengeri kenva taj videjo ari alo. O tschave medijakeri diha te sungel uschtidine taj sar andar but jekoschne gondi jek digitali projekto ulo. Use schaj sina o cile tschave: tschave, save i tschib harnon sikline, sar te odola, save la latsche imar dschanen. Ando maschkarutno punkto terdschino, krejativiteta taj o loschanipe use, i tschib khetan te lakel. Uso ar butschino: film tel, le tschibtschengere herojenge!
Wie wird aus vielen Ideen eine spannende Geschichte? Das konnten Kinder bei der mehrsprachigen Kinderhochschule in Eisenstadt und Oberwart selbst entdecken. In Workshops auf Burgenlandkroatisch, Ungarisch und Burgenland-Romani entwickelten sie gemeinsam ein Abenteuer. Sie zeichneten eigene Figuren, fotografierten ihre Bilder und verliehen ihnen mit ihren Stimmen Leben. Schritt für Schritt entstand so ein mehrsprachiges Bilderbuch-Video. Dabei schnupperten die Kinder Medienluft und erlebten, wie aus vielen einzelnen Ideen ein gemeinsames digitales Projekt wurde. Mitmachen konnten alle: Kinder, die eine der Sprachen gerade erst kennenlernten, genauso wie jene, die sie bereits fließend sprachen. Im Mittelpunkt standen Neugier, Kreativität und die Freude daran, Sprache gemeinsam zu entdecken. Am Ende hieß es: Film ab für die Sprachenheldinnen und -helden!
(Beitrag: TV Erba)
Juli 10th, 2026 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 6.7.2026 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag wird Ihnen von Tina Nardai aus dem „Radio MORA“-Studio in Oberwart, welches im neuen Volksgruppenhaus Oberwart beheimatet ist, präsentiert.
Anhören: →Sendung vom 7.7.2026 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie Philip Pirsching. Der Inhaber der Motorrad-Firma „MotoHawk“ spricht über seine Passion und das bevorstehende „Rock the Hawk“-Festival in Unterwart. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 8.7.2026 (mp3)
In dieser Sendung hören Sie in unserem Tagesthema, warum der Badesee Rauchwart ein beliebter Treffpunkt für viele Menschen aus der Region ist. Am Mikrophon erwartet Sie Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 9.7.2026 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ hören Sie einen Beitrag über den Verein „Roma-Service“, der nach einem aufwendigen Umzug seine Arbeit nun im Volksgruppenhaus in Oberwart aufgenommen hat. Wie der Testbetrieb läuft und wie die Mitarbeit mit den anderen Institutionen unter einem gemeinsamen Dach funktioniert, berichtet Emmerich Gärtner-Horvath. Durch die Sendung begleitet Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 10.7.2026 (mp3)
Im Tagesthema dieser Ausgabe der „Romani Ora“ berichten wir, welche neuen gesetzlichen Bestimmungen gelten, wenn man mit dem E-Scooter unterwegs ist. Am Mikrophon: Susanne Horvath.
.
Juli 9th, 2026 |
Published in
Politik, dROMa (Magazin)
Themenheft | Temakeri heftlina „Europa 2“
→Download (PDF)
→dROMa 81: „Europa“ (Teil 1)
In dieser Ausgabe knüpfen wir wieder da an, wo wir in der letzten aufgehört haben: bei Europas Roma-Politik, ihren Institutionen, Akteuren und Beschlüssen und ihrem größten Defizit, dem Mangel an Repräsentation. Im EU-Parlament verfügt Europas größte Minderheit nämlich über keine Vertreter mehr. Diesen Missstand prangert der Politikberater und Roma-Aktivist Martin Demirovski in einem geharnischten Gastartikel an. Er sieht einen Ausweg in reservierten Minderheiten-Mandaten, die als „demokratische Korrektur“ wettmachen könnten, woran nationale Wahllisten beharrlich scheitern. Nicht weniger als die Glaubwürdigkeit des Projekts Europa stehe auf dem Spiel: „Demokratie ohne die Roma ist keine Demokratie.“ Anschließend stellt Ihnen das Sekretariat der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen dieses – auch von Österreich unterzeichnete – Vertragswerk des Europarates vor. Die Charta verpflichtet die Staaten, die oftmals bedrängten Sprachen ihrer Minderheiten zu schützen. Welche Maßnahmen und Ziele die Charta für Romani vorsieht, erfahren Sie in dem Artikel. Und über die zweite Hälfte des Heftes erstreckt sich ein chronologischer Überblick über die kleineren und größeren Meilensteine auf dem Weg zur heutigen Roma-Politik Europas.
Ande ada ardipe papal odoj aun gombosinas, kaj ando lejcti kisetintscham: usi Romengeri-politik la Europatar, use lakere institucijontscha, uso dschene taj pheniptscha – taj use lakero lek bareder deficit, o falinipe la representacijonatar. Ando EU-parlamento le lek bareder tschulipe la Europatar nisaj fatreteri buter nan. Ada falinipe o politikakero beroteri taj Romengero-aktivisto Martin Demirovski ande jek soralo pisinipe aun vakertscha. Ov jek drom ande pal paschlarde tschuliptschengere-mandatscha dikel. Odola ojs „demokratischi korektura“ oda schaj keren, so nacijonali völinipeskere listscha na schofinen. Na tschuleder sar o patschajipe le projektostar Europa upro khelipe terdschol: „Demokracija nisaj Romenca nan jek demokracija.“ Paloda o sekretarijat la europitika chartatar le regijonali- vaj tschuliptschengere tschibtschendar ada – te la Austrijatar telal pisimo – fatrogiskero verk le europitike rotistar angle tumenge terdscharel. I charta le schtotschenge jek upredipe del, o butvar fogosime tschibtscha lengere tschuliptschendar te arakel. Saj koji taj ciltscha i charta la tschibtschake Romani angle dikel, genen tumen ande ada pisinipe. Taj pedar o dujto falato la heftlinatar bulharel pe jek kronologischi dikipe pedar o tikneder taj bareder iriniptscha upro drom usi adiveseskeri Romengeri-politik la Europatar. Read the rest of this entry »
Juli 4th, 2026 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 30.6.2026 (mp3)
Das „Grätzelfest“ im Garten des Oberwarter Künstlers Kurt Pieber (Website), bei dem Literatur, Musik, Kultur und Kulinarik zu genießen war, ist Tagesthema dieser Romani Ora auf Radio MORA. Durch die Sendung begleitet Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 1.7.2026 (mp3)
Im Freibad in Oberwart können sich Besucherinnen und Besucher auf Abkühlung, Sport und Erholung freuen. Was es heuer Neues gibt und wie die Vorbereitungen verlaufen sind und worauf sich Badegäste freuen dürfen – Tina Nardai hat sich dort umgehört. Es moderiert Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 2.7.2026 (mp3)
Die Urlaubszeit steht bevor und viele planen bereits ihre hochverdiente Auszeit. Im Tagesthema deieser „Romani Ora“ unterhalten wir uns mit einer Reiseexpertin, die über aktuelle Trends, Risiken und wichtige Informationen berichtet. Die Sendung wird aus dem Radio-MORA-Studio im Volksgruppenhaus Oberwart von Tina Nardai moderiert.
Anhören: →Sendung vom 3.7.2026 (mp3)
In unserem Tagesbeitrag stellen wir Ihnen diesmal das Projekt „MixAge“ des ZBG Oberwart vor. Schülerinnen und Schüler haben dabei eine Art generationenübergreifende Lern- und Coaching-Situation gestaltet, das junge und ältere Menschen zusammenbringt. Am Mikrophon: Susanne Horvath.
.
Juli 2nd, 2026 |
Published in
Politik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 1.7.2026 | 6:20 min
Literatur am Ring: Starke Worte – Minderheitenschutz zwischen Recht und Politik
Literatura upro Ring: Sorale alava – tschulipengero arkaripe maschkar o tschatschipe tak politik: Sorale alava – te andi slovenitiki tschib vaj andi tschechitiki – entschajdend hi le dikipeha upro arakaripe le tschulipendar taj o upre likeripe lengere tschatschipendar. Vascho pantsch var desch beschengero arkeripe le flogoskere grupnengere tschatschipestar diskutirinen ekspertkiji taj ekspertscha sar fatreterkiji taj fatretertscha la slovenitika sar la tschechitika flogoskera grupnatar pedar latschi kerdi tschulipengeri politik, aktujeli problemengere mesuji taj o historischi entviklinipe le tschulipengere tschatschipendar.
Starke Worte – ob auf Slowenisch (Močne besede) oder auf Tschechisch (Silná slova) – sind mit Blick auf den Schutz von Minderheiten und der Wahrung ihrer Rechte entscheidend. Anlässlich des vor 50 Jahren beschlossenen Volksgruppengesetzes diskutieren Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertreter der slowenischen sowie der tschechischen Volksgruppe über gelungene Minderheitenpolitik, aktuelle Problemfelder und die historische Entwicklung von Minderheitenrechten.
Programm:
Eröffnungsworte: Walter Rosenkranz, Präsident des Nationalrates
Impulsgespräch: Susanne Weitlaner, Vorsitzende im Volksgruppenbeirat für Slowenen in Kärnten und Steiermark
Karl Hanzl: Vorsitzender im Volksgruppenbeirat der Tschechen
Podiumsdiskussion und Lesung:
Read the rest of this entry »
Juni 30th, 2026 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 25.6.2026 (mp3)
Im Tagesthema hören Sie einen Beitrag über die Initiative Minderheiten, die sich seit 35 Jahren für die Rechte, Sichtbarkeit und kulturelle Vielfalt von Minderheiten in Österreich einsetzt. Durch die Sendung begleitet Sie Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 26.6.2026 (mp3)
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie den Veranstaltungskalender/ Mulatintschage und einen Beitrag über die favorisierten Eissorten in der Eisdiele Tropicale in Oberwart.
Anhören: →Sendung vom 29.6.2026 (mp3)
Wir nehmen Sie im „Romani Ora“-Musikmontag mit auf eine Reise quer durch die abwechslungsreichsten Genres und Länder. Außerdem hören Sie die zweisprachigen Volksgruppennachrichten.
.
Juni 28th, 2026 |
Published in
Musik
Das „European Roma Institute for Arts and Culture“ (ERIAC) hat die Gewinnerinnen und Gewinner des internationalen „Romani Gili Contest 2026“ bekannt gegeben.
Der Musikwettbewerb würdigt herausragende Interpretationen von Roma-Songs und soll die musikalische Vielfalt sowie das kulturelle Erbe der Roma sichtbar machen. Die prämierten Beiträge stammen aus mehreren europäischen Ländern und wurden von einer international besetzten Fachjury sowie dem Publikum bewertet.
Den ersten Preis in der Höhe von 2.000 Euro gewannen Zlata Ristić und Elma Dalipi aus Serbien. Über den Siegerbeitrag schreibt ERIAC:
Zlata Ristić und Elma Dalipi aus Serbien präsentieren ihren Song „Sose“. Verwurzelt in kollektiven Erfahrungen, entfaltet sich das Lied anhand einer Reihe von Fragen an die Welt und thematisiert die strukturelle Marginalisierung und Diskriminierung von Roma-Gemeinschaften. Seit 2014 treten sie gemeinsam in der Gruppe „Pretty Loud“ auf, einem weiblichen Roma-Hip-Hop-Projekt, das sich der Aufklärung junger Roma-Frauen über ihre Rechte widmet.
Der zweite Preis (1.000 Euro) ging an Ariane Bajard Behr (Ari Kali) aus Frankreich:
Ari Kali schrieb „Orphée“ einige Jahre nach der Geburt ihres ersten Sohnes und benannte das Lied zu seinen Ehren. Inspiriert von ihrem Roma-Erbe mütterlicherseits, verstand sie das Stück als Ausdruck mütterlicher Liebe und als Möglichkeit, ihren Sohn mit seinem kulturellen Erbe zu verbinden.
Und den dritten Preis (500 Euro) erhielt Nina Brasseur aus Prekmurje (Slowenien):
Die junge Roma-Sängerin Nina Brasseur aus Slowenien nahm mit ihrem selbstgeschriebenen Lied „Sune“ am Romani Gili Contest teil. Die Komposition, die von Träumen und Sehnsüchten handelt, hat für die Künstlerin eine besondere Bedeutung; sie beschreibt sie als Ausdruck ihres lang gehegten Traums zu singen.
Read the rest of this entry »
Juni 26th, 2026 |
Published in
Facts & Figures
1981 heiratete der „Boney M.“-Star Bobby Farrell in Skopje eine junge Romni. Bis zu 20.000 Menschen begrüßten das Paar in der Stadt.
(Quelle)
Juni 25th, 2026 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 18.6.2026 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ berichten wir im Tagesbeitrag über ein besonderes Projekt für Menschen mit psychischen Problemen: „ImFokus“, ein vom AMS und vom Verein Vamos gefördertes Projekt, hilft Betroffenen in Oberwart dabei, Arbeit zu finden und neue Chancen zu nutzen.
Anhören: →Sendung vom 19.6.2026 (mp3)
Das „Nova Rock 2026“ hat auch dieses Jahr seinem Namen alle Ehre gemacht und Hunderttausende Besucher:innen ins Burgenland gezogen. Im Tagesthema der „Romani Ora“ hören Sie einige Stimmen der Festival-Teilnehmer:innen. Durch die Sendung begleitet Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 22.6.2026 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag wird Ihnen von Tina Nardai präsentiert. Die Sendung liefert Ihnen die abwechslungsreichste Roma-Musik und die Volksgruppennachrichten auf Radio MORA.
Anhören: →Sendung vom 23.6.2026 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie im Tagesthema einen Beitrag über die Autorin Bernadette Németh. In ihrem neuen Roman „Im Schatten der Kraniche“ verbindet sie persönliche Schicksale mit einem bewegenden Kapitel burgenländischer Geschichte. Durch die Sendung führt Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 24.6.2026 (mp3)
Die aktuelle Hitzewelle ist auch Thema in der neuen „Romani Ora“. Ein Arbeitsrechtsexperte des ÖGB klärt über den Mythos Hitzefrei auf und berichtet, welche Maßnahmen Arbeitgeber ergreifen müssen. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
.
Juni 22nd, 2026 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Die jüngsten Angriffe (siehe Teil 1: „Pogrom in Belfast: auch Roma betroffen“) stehen in einer langen Tradition rassistischer Gewalt gegen Roma in Nordirland. Sie tragen dieselbe Handschrift wie die Ausschreitungen 2009, 2014 und 2025.
Anti-Roma-Gewalt 2009: Schlägertrupps in Belfast
Bereits im Juni 2009 wurden rund 110 rumänische Roma, die großteils in zwei Straßen im Süden Belfasts lebten, Ziel wiederholter Einschüchterungen und Gewalt. Die Angreifer riefen rassistische Parolen und schleuderten Flaschen, Molotowcocktails und Ziegelsteine, Fenster wurden eingeschlagen und Türen eingetreten. Die Täter waren junge Männer aus einem als „Village“ bekannten protestantischen Viertel. Dort fand die Polizei auch mehrere Rohrbomben, die für Anschläge auf Roma vorgesehen waren. Auch die Neonazigruppe „C 18“ beteiligte sich an den Angriffen. Nach tagelangen Attacken mussten die Roma ihre Wohnungen unter Polizeischutz verlassen. Sie fanden Aufnahme in einer Kirche und einem Sportzentrum, später wurden Notunterkünfte bereitgestellt. Rund 100 Angehörige der 20 bis 30 Großfamilien kehrten in der Folge aus Angst nach Rumänien zurück. Manche reisten nach Monaten wieder nach Nordirland. Sie berichteten von neuerlichen Vorfällen.
Anti-Roma-Gewalt 2014: Bomben in Derry
2014 kam es insbesondere in Ost-Belfast und Derry/Londonderry zu weiteren Angriffen auf Fahrzeuge und Wohnhäuser osteuropäischer Zuwanderer, darunter zwei Sprengstoffanschläge auf Häuser rumänischer Roma im Viertel Waterside in Derry/Londonderry. Die Täter brachten am 8. März 2014 um 01:30 Uhr mit Nägeln gefüllte Rohrbomben zur Explosion. Neun Menschen, darunter ein neunjähriges Kind, blieben unverletzt, als die Sprengkörper vor ihren Häusern in der Lapwing Way und im Lincoln Court explodierten. Polizeichef Jon Burrows erklärte: „Die Nägel werden aus einem einzigen Grund dort angebracht, nämlich um schwere Verletzungen zu verursachen.“ Read the rest of this entry »
Juni 21st, 2026 |
Published in
Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
Am 1. 8. 2025 wurde in Newcastle Großbritanniens erster dauerhafter Gedenkstein für die Opfer des Roma-Holocaust eingeweiht.
(Quelle)
Juni 18th, 2026 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 11.6.2026 (mp3)
Im Tagesthema der „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit auf den 35. Roma-Butschu des Vereins Roma-Service, der im Kulturhaus in Unterwart stattgefunden hat. Durch die Sendung begleitet Sie Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 12.6.2026 (mp3)
Der Oberwarter Autor und Regisseur Peter Wagner feierte unter dem Motto „2×35“ seinen Geburtstag im OHO Oberwart. Radio MORA hat ihn abseits der Feierlichkeiten zum Interview getroffen. Außerdem versorgen wir Sie in der „Romani Ora“ auch mit den Veranstaltungshinweisen/ Mulatintschage. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 15.6.2026 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie, wie jeden Musikmontag, unsere vielfältige Roma-Musik und, nicht zu vergessen, unsere zweisprachigen Volksgruppennachrichten. Durch die Sendung führt Sie Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 16.6.2026 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ auf Radio MORA erfahren Sie mehr über das „mixAge“-Interreg-Projekt, bei dem Schülerinnen und Schüler des Zweisprachigen Bundesgymnasiums Oberwart ältere Menschen bei der Nutzung von IT, Smartphones und Social Media unterstützen. Die Sendung wird begleitet von Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 17.6.2026 (mp3)
Diese Sendung wird Ihnen präsentiert von Tina Nardai. Neben den zweisprachigen Volksgruppennachrichten erhalten Sie auch Einblicke in das „European Street Food Festival“ (Website), das im Oberwarter Stadtgarten abgehalten wurde.
.
Juni 15th, 2026 |
Published in
Rassismus & Menschenrechte
Schwere Ausschreitungen in Nordirland sorgten vergangene Woche für internationales Entsetzen. Ein rassistischer Mob zog randalierend durch von Ausländern bewohnte Straßen und steckte Häuser und Autos in Brand. Mindestens 27 Personen wurden obdachlos. Das weltweite Medienecho ist enorm. Kaum Erwähnung findet allerdings, dass – einmal mehr – auch Roma ins Visier der Rechtsextremisten gerieten.
The PSNI called for calm across NI last night as serious disorder broke out after an attempted murder in north Belfast on Monday night.
Read more: tinyurl.com/bdfz2pxd
[image or embed]
— Belfast Telegraph (@belfasttelegraph.co.uk) 10. Juni 2026 um 08:24
Auslöser der mehrtägigen Unruhen in Belfast war ein brutaler Messerangriff durch einen sudanesischen Asylwerber, bei dem ein Mann schwer verletzt wurde. Ein Video der Tat verbreitete sich in den sozialen Netzwerken und wurde von rechtsextremen Akteuren genutzt, um zu Protesten aufzurufen. Elon Musk unterstützte die Appelle auf seiner Social-Media-Plattform X: Laut einer Datenanalyse hat er damit den nordirischen Pogrom – mit 64 Millionen Aufrufen – „maßgeblich angeheizt“: „Musks Verstärkung war entscheidend“ und habe eine „Explosion von Aufrufen zur Gewalt“ ausgelöst, heißt es in dem Bericht.
In der Folge griffen gewalttätige Gruppen am Dienstag und Mittwoch in den Abend- und Nachtstunden gezielt Wohnhäuser, Geschäfte und Fahrzeuge von Migranten an. Familien in verschiedenen Teilen der Stadt fanden sich plötzlich im Zentrum eines Pogroms wieder. Viele verbarrikadierten sich in ihren Wohnungen, während Hunderte vermummte Rechtsextremisten durch die Straßen zogen. Auf der Suche nach Ausländern traten sie Haustüren ein; mehrere Gebäude und Autos wurden in Brand gesteckt, ein Autobus ging in Flammen auf. Paul Doherty, Belfaster Stadtrat und Leiter eines Gemeindezentrums, berichtet, dass die Randalierer auch die Heizöltanks einiger Häuser in Brand setzten – ein Zeichen dafür, dass es sich um „einen Versuch handelte, die Menschen in diesen Häusern zu töten“.
Mehrere Familien, viele mit Kindern, konnten von den Einsatzkräften erst im letzten Moment in Sicherheit gebracht wurden. Mindestens 27 Einwanderer wurden am Dienstag aus ihren Wohnungen vertrieben, „weil die Menschen von Tür zu Tür gingen, um gezielt gegen Ausländer vorzugehen“, erklärte Ruth Anderson, Ministerin im Kabinettsamt.
Auch Roma im Visier
Nicht nur schwarze und muslimische Menschen bangten um ihr Leben. Besonders betroffen waren auch Angehörige der Roma-Gemeinschaft aus Osteuropa. So wurde das Haus einer Roma-Familie in West-Belfast mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Brandsätzen attackiert. Die Familie musste fliehen, das Gebäude wurde schwer beschädigt. Nach Angaben von Nachbarn war dies bereits der dritte Angriff auf diese Familie. Erst vor einigen Wochen war ihr Haus Ziel einer ähnlichen Attacke geworden. Die Times berichtet: Read the rest of this entry »
Juni 12th, 2026 |
Published in
Facts & Figures
2013 holte die irische Polizei zwei Roma-Kinder aus ihren Familien, weil sie blond waren und die Roma sie wohl entführt hätten. DNA-Tests bewiesen das Gegenteil.
(Quelle)
Juni 11th, 2026 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 5.6.2026 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ hören Sie die Veranstaltungshinweise/ Mulatintschage und ein Interview mit Hans Farkas. Der Oberwarter erzählt uns von seinen interessanten Begegnungen mit den Roma, darunter auch noch welche, die den Holocaust überlebt haben. Es moderiert Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 8.6.2026 (mp3)
Auch diese Woche startet mit dem „Romani Ora“-Musikmontag mit Tina Nardai auf Radio MORA – mit der abwechslungsreichsten Musik und den zweisprachigen Volksgruppennachrichten.
Anhören: →Sendung vom 9.6.2026 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erwartet Sie der Tagesbeitrag zum Thema „Starke Frauen“. Es wird literarisch, es wird stark und es wird burgenländisch! Im Mittelpunkt der Lesung in Oberwart stehen beeindruckende Lebensgeschichten, bewegende Schicksale und inspirierende Persönlichkeiten.
Anhören: →Sendung vom 10.6.2026 (mp3)
Diese „Romani Ora“ wird moderiert von Tina Nardai. Im Tagesthema hören Sie einen Beitrag über das 2. Jobcafé des Projektes „O drom andi cukunft“, bei dem es um Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ging. Außerdem hören Sie die zweisprachigen Volksgruppennachrichten.
.
Juni 10th, 2026 |
Published in
Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte
MIA veröffentlicht 4. Jahresbericht zu antiziganistischen Vorfällen in Deutschland: 2.076 dokumentierte Fälle im Jahr 2025 – erneuter deutlicher Anstieg
→zum Jahresbericht 2025 (pdf)
→Kurzfassung (pdf)
Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus MIA verzeichnet in ihrem 4. Jahresbericht für 2025 eine erneute dramatische Zunahme der erfassten antiziganistischen Vorfälle in Deutschland. In dem am 9. Juni 2026 veröffentlichten Bericht dokumentiert MIA bundesweit 2.076 antiziganistische Vorfälle. Im Vergleich zum Vorjahr (1.678 Vorfälle) entspricht dies einem Anstieg von 24 Prozent. Die Zahlen basieren auf der bundesweiten Arbeit der MIA-Bundesgeschäftsstelle sowie der sechs regionalen Meldestellen in Bayern, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein.
Dr. Guillermo Ruiz, Geschäftsführer von MIA e.V., erklärt: „Die von MIA dokumentierten Vorfälle sind weiterhin sehr besorgniserregend. Unsere Zahlen zeigen deutlich, dass Antiziganismus in Deutschland kein Randproblem ist, sondern alltägliche, gesellschaftliche Realität. Immer mehr Sinti, Roma und andere von Antiziganismus betroffene Menschen berichten über eine stetige Zunahme von Diskriminierung, Beleidigungen, Anfeindungen und Gewalt. Gerade in Zeiten zunehmender rechter Mobilisierung müssen demokratische Parteien und Institutionen klar Haltung zeigen.“
Besonders alarmierend ist, dass bei jedem dritten direkt adressierten Vorfall Kinder und Jugendliche betroffen sind. Read the rest of this entry »
Juni 10th, 2026 |
Published in
Einrichtungen, Jugend & Bildung
EDURom: Bildung für die soziale Inklusion von Roma
Das EDURom-Projekt (Website) wird 2025 bis 2027 im Rahmen des „Erasmus+“-Programms umgesetzt und von der Europäischen Union kofinanziert. Es bringt drei Partnerorganisationen aus Kroatien, Österreich und Rumänien zusammen: das Zentrum für lebenslanges Lernen und Kultur – CUK (Kroatien), die Academia Rromai (Österreich) und der Verein Pe bune (Rumänien).
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe von Roma und Sinti durch Bildung. EDURom unterstützt Angehörige der Community dabei, Zugang zu Bildungsprogrammen zu erhalten und wichtige Kompetenzen für persönliche Weiterentwicklung, aktive Beteiligung und den modernen Arbeitsmarkt zu stärken. Dazu zählen insbesondere digitale und soziale Kompetenzen sowie weitere Schlüsselqualifikationen. Darüber hinaus setzt das Projekt einen Schwerpunkt auf lebenslanges Lernen und die Stärkung von Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Ziel ist es, Bildungsangebote zugänglicher zu machen, Selbstbewusstsein zu fördern und neue Perspektiven für Beschäftigung und gesellschaftliche Mitgestaltung zu eröffnen.
Im Rahmen von EDURom fand Anfang des Jahres ein zweitägiger Workshop in Wien statt. Dabei kamen Bildungsexpertinnen und -experten aus der Community zusammen, um sich über Erfahrungen, Herausforderungen und Möglichkeiten im Bildungsbereich auszutauschen. Ergänzend dazu wurde ein kurzer Romanes-Sprachkurs angeboten.
(Text: Irina Bellio)