Facts & Figures (509)

April 22nd, 2024  |  Published in Facts & Figures

Im Zuge der sta­li­nis­ti­schen Säu­be­run­gen wur­den 1933 bei einer Po­li­zei­ak­ti­on in Mos­kau 60 An­füh­rer von Ro­ma-Grup­pen ver­haf­tet.

(Quelle)

„Die vergessene Geschichte der Sinti und Roma“

April 20th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV

Fast vergessen: Podcast der Hessischen Landeszentrale für poli­ti­sche Bil­dung, Sep­tember 2023

In Hessen leben aktuell zwischen 7.000 bis 10.000 Sinti und Roma. Sie sind die größ­te in Deutschland an­er­kannte natio­nale Minder­heit. Ihre Geschichte ist geprägt von Vor­ur­teilen, Hass und Hetze. Die Ver­folgung gipfelte in der Er­mordung einer halben Mil­lion Sinti und Roma wäh­rend des Nazi-Re­gimes. Die Aus­grenzung und Ab­wertung der Volksgruppe nahm jedoch schon vor 600 Jahren ihren Lauf. Über die ver­ges­sene Geschichte der Sinti und Roma erzählt in dieser Folge Rinaldo Strauß, stell­vertretender Geschäfts­führer des Hessi­schen Landes­verbandes der Sinti und Roma. Neben seinen Erfah­rungen als Sinto, erzählt er auch über seinen Wunsch nach mehr Auf­klärung über Antiziganismus.

(Text und Sendung: Fast vergessen)

Bericht zu ukrainischen Roma in Deutschland

April 19th, 2024  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte

Monitoringbericht MIA: Antiziganismus gegen ukrainische Roma-Geflüchtete in Deutschland (2024)Melde- und Informationsstelle Antiziganismus MIA ver­öffentlicht Bericht (→Down­load) zur Dis­kri­mi­nie­rung von ge­flüch­teten ukrai­ni­schen Roma in Deutsch­land

Ukrainische Roma, die seit Februar 2022 vor dem russi­schen Angriffs­krieg nach Deutsch­land ge­flüchtet sind, erleben direk­ten, struktu­rellen und institu­tio­nel­len Anti­ziganis­mus. Dies geht aus einem Moni­toring­bericht hervor, den die Melde- und Infor­mations­stelle Anti­ziganis­mus MIA am Mitt­woch, den 17.4.2024 in Berlin ver­öffentlicht hat. „Die all­tägliche Dis­kriminie­rung zeigt sich an dem fehlenden oder ein­ge­schränk­ten Zugang dieser Men­schen zu men­schen­würdi­gem Wohnraum, zu Bildung, Sozial­leistun­gen und zu weiteren Hilfs- und Dienst­leistungen“ bilan­ziert MIA-Bun­des­ge­schäfts­führer Dr. Guillermo Ruiz Torres.

Der Monitoringbericht belegt anhand zahlreicher Vorfälle, die MIA ge­meldet oder von ihr recher­chiert wurden, unter anderem einen dis­kriminie­renden Umgang der Betrof­fenen durch Polizei­beamte, Mit­arbeitende der Deutschen Bahn, in der Ver­waltung, in der Sozialen Arbeit sowie im Bildungs­sektor. Ge­flüchtete ukrainische Roma werden in Ge­flüch­teten­unter­künften und Schulen segre­giert und müssen zum Teil monate­lang auf einen Schul­platz warten. Die be­troffenen Kinder haben gerin­gere oder gar keine Chancen, erfolg­reich am deutschen Bildungs­system teil­zu­haben.

„Geflüchtete Roma haben dieselben Rechte und den­selben recht­mäßigen Anspruch auf Unter­stützung wie ihre ukraini­schen Lands­leute, die eben­falls Schutz in Deutschland suchen. Trotz­dem werden ihnen diese oft verwehrt“, kriti­siert Dr. Guillermo Ruiz Torres.

Darüber hinaus werden Roma verdächtigt, keine „echten Kriegs­flücht­linge“ zu sein. Read the rest of this entry »

Bayern: Studie zur „Zigeunerpolizei“ des BLKA

April 18th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

BayernEveline Diener: Das Bayerische Landeskriminalamt und seine „Zigeuner­polizei“. Kon­tinui­täten und Dis­kon­tinui­tä­ten der bayeri­schen „Zigeuner­ermit­tlung“ im 20. Jahr­hun­dert (=Schriften­reihe der Deutschen Gesell­schaft für Polizei­geschichte e. V., Band 25), Verlag für Polizei­wissen­schaft: Frank­furt am Main 2021 (560 S.)

Die spezifisch genozidale Ausprägung der national­sozia­lis­ti­schen Verfolgung der „Zigeuner“ fand in der Geschichts­wissen­schaft und in der medialen Öffent­lich­keit erst ver­gleichs­weise spät Be­achtung. Dem spielte zu, dass eine ent­rechtende „Zigeuner­politik“ und „Zigeuner­verfolgung“ lange Zeit als normal an­ge­sehen wurde. Diese Proble­matik wird am Bei­spiel der für die „Zigeuner“- bzw. „Landfahrer­ermitt­lung“ zu­stän­digen Stelle des 1946 ge­grün­deten Bayeri­schen Landes­kriminal­amts (BLKA) unter­sucht. Hier werden Kon­tinui­täten sowie Dis­kontinui­täten in „Zigeuner­politik“ bzw. „Zigeuner­verfolgung“ auf der Zeit­schiene „Kaiserreich“, „Weimarer Republik“, „National­sozialis­mus“ und „Nachkriegs­zeit“ auf­ge­zeigt. Dafür werden zwei Forschungs­schwer­punkte zu­sammen­geführt: Die Unter­suchung der ein­schlä­gigen Vor­geschichte – an­gefangen vom Kaiserreich bis zum National­sozialismus – und schließ­lich die Unter­suchung der per­sonellen, inhalt­lichen und organi­sato­ri­schen Aus­gestal­tung der „Zigeu­ner“- bzw. „Landfahrerstelle“ des Baye­ri­schen Landes­kriminal­amts der Nachkriegszeit. Hierbei liegt der Fokus auf Prägungen und Laufbahnen der dort tätigen Be­schäf­tigten, auf gesell­schafts­politi­schen Rahmen­bedin­gun­gen und Einfluss­fak­toren sowie schließ­lich auf lang­fristig ge­prägten Strukturen und Mentalitäten in „Zigeuner­politik“ und „Zigeuner­ermitt­lung“. Somit leistet die Arbeit eine For­schungs­berei­che­rung auf dem bisher noch wenig unter­suchten Gebiet der „Zigeuner“- bzw. „Landfahrer­ermitt­lung“.

(Text: Verlagsinfo)

Eine kritische Besprechung von Markus End finden Sie hier (pdf).

Siehe auch:
Bayern: Polizei erforschte „Landfahrerstelle“
, 15.12.2021

Romani Ora (15.4. und 16.4.2024)

April 17th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 15.4.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA mit Tina Nardai. Neben den viel­fältigs­ten Roma-Liedern aus allen Ecken der Welt hören Sie auch die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­richten in Deutsch und in Bur­gen­land-Ro­mani.


Anhören: →Sendung vom 16.4.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erfahren Sie mehr über die Ent­hüllung der Gedenk­tafeln für die Ro­ma-NS-Opfer in der Ge­mein­de Loipers­dorf-Kitz­laden. Und in der Rubrik „Minden­felitiko“ prä­sentie­ren wir Ihnen den Film „Der Zopf“ von Laetitia Colombani. Und dazu wie immer die meiste Ro­ma-Musik, die im Radio zu finden ist.

Artschijipe: I austritiki Romani tschib

April 16th, 2024  |  Published in Radijo/TV Erba, Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 15.4.2024 | 7:30 min

Ausstellungseröffnung im Pavelhaus: „Das österreichische Romanes“ im Pavelhaus in Bad Rad­kersburg

Artschijipeskero pradipe ando Pavelhaus – Ando 16.12.1993 i republi­ka Austrija o araka­ripe la Ro­mana tschibt­schatar ando tscha­tschip­tscha upre lija. Afka akan i euro­pitiki indischi tschib, savi sajt 600 berscha ando adi­veses­kero austri­tiko teri­torijum vakerdo ol oficijeli tschu­li­pen­geri tschib. O artschijipe Romanes angle terdscha­rel pre ajipeha andar i Indija taj Europa, pre bari­kane tschib­tscha­kere bar­vali­peha taj litera­rischi ver­kenca andi Austrija. 13.4.–25.5.2024: artschijipe ando Pavelhaus, Laafeld 30, Bad Radkersburg. O artikl-VII Kultu­ra­kero farajn le Schtac­kos­ke hi i fatre­tini­pes­keri orga­nisa­cija ando bun­dakero than Schtacko atschimo tschu­li­pestar le schtacke Slo­veni­jendar.

Romani und Romanes sind die Allgemeinbezeichnungen für die Sprache der größten und viel­fältigs­ten Minder­heit Europas, den Rom*n­ija. Mit der Volks­gruppen­an­erken­nung am 16.12.1993 bekennt sich die Republik Österreich zum Schutz und zur Pflege des Roma­nes als integra­ler Bestand­teil der ethno­kultu­rellen Vielfalt Öste­rreichs. Damit ist eine euro­päi­sierte indische Sprache, die seit min­destens 600 Jahren im heutigen öster­reichi­schen Terri­torium ge­sprochen wird, offizielle Min­der­heiten­sprache bzw. Volks­gruppen­sprache ge­worden. Zum 30-jäh­rigen Jubiläum der An­er­kennung der Volks­gruppe der Rom*nija in Österreich stellt die Aus­stellung die Sprache Romanes vor – mit ihrer Ver­ankerung in Indien und Europa, mit ihrem beson­deren sprach­lichen Reich­tum und mit dem litera­rischen Schaffen in Österreich. Musika­lisch wurde die Ver­an­stal­tung von Ivana Ferencova und Chor be­gleitet.

Besuchen können sie die Ausstellung von 13.4. bis 25.5.2024, Pavelhaus, Arti­kel-VII-Kul­tur­verein für Steier­mark, Laafeld 30, Bad Rad­kersburg. Read the rest of this entry »

Hintergrund: Roma in Griechenland

April 15th, 2024  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Leben am Rand der Gesellschaft
Deutschlandfunk/Hintergrund, 4.4.2024, 18:59 Min.

Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, die gesell­schaft­liche Teilhabe der Roma deut­lich zu ver­bessern. Beson­ders prekär ist ihre Situation unter ande­rem in Griechenland. Spanien hin­gegen gilt als Vor­reiter bei der Integra­tion von Roma. Rodothea Seralidou be­rich­tet für Deutschland­funk über die Lage der Volks­gruppe in Grie­chen­land.

(Text und Sendung: Deutschlandfunk)

Romani Ora (5.4., 8.4., 9.4. & 10.4.2024)

April 14th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 5.4.2024 (mp3)

Die „Romani Ora“ mit den Mulatintschage/Ver­anstal­tungs­hin­weisen, den inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­rich­ten/Ne­vip­tscha und „Young, wild and free – le ter­nenge“. In der Jugend­sendung recher­chiert Adi Gussak, ob die Jugend noch Free-TV kon­sumiert.


Anhören: →Sendung vom 8.4.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag am Internationalen Roma-Tag mit der meisten und besten Roma-Musik aus aller Welt. Neben den zwei­sprachi­gen Nach­richten hören Sie in Kultur am Mon­tag/Kul­tura het­vinate ein Spezial zur Roma-Hymne „Gelem Gelem“.


Anhören: →Sendung vom 9.4.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ stattet Indira Spirk dem „Katzenhaus Loipersdorf“ einen Besuch ab. Der Verein „Wir fürs Tier Oberwart“ kümmert sich um herren­lose Katzen. Dazu gibt’s die meiste und ab­wechs­lungs­reichs­te Roma-Musik. Mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 10.4.2024 (mp3)

In der heutigen Ausgabe der „Romani Ora“ widmen wir uns der Fest­ver­anstal­tung im öster­reichi­schen Parlament an­läs­slich des Internationalen Roma-Tages a, 8. April, die unter dem Motto „ROMNJAKraft.Sor Erinne­rung – Wandel – Aufbruch“ statt­fand. Und in der Jugend­sendung prä­sen­tiert uns Adi Gussak das aktuelle Re­make des Kult­streifens „Ghostbusters“.

TV Erba: Festveranstaltung ROMNJAKraft.Sor

April 12th, 2024  |  Published in Frauenrechte, Politik, Radijo/TV Erba, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 11.4.2024 | 9:37 min

Internationaler Tag der Roma Romnija

O internacijonali di le Romendar ando bersch 1990 le World Romani Congress (themes­kero kongre­so le Romendar) use jek talali­nipe andi Polnija arkerdo ulo. Odotar aun sako bersch ando 8. april ando cilo them mulatim lo ol. Le par­lamen­tiske Austrija te ada bersch jek bari­kano aun­paschla­ripe hi, jeka mulati­makera oraha ada gondo­li­peskero di te mula­tinel. O fokus upro Romnja pasch­lardo te ol taj te o phari­peskero punkto la temaha ERINNERN:AT „genocid upro Roma taj Sinti“ aun vakerdo te ol. I historija le Romane dschuv­lendar pregim hi jeke schten­digi paruji­pestar, savo socijal­kultu­reli, politisch taj virt­schoft­lichi fak­torenca tradim hi, sikadipe taj empower­ment jek bari rola khelen. Nacijo­nali taj inter­nacijo­nali bajschpü­lendar sikado te ol, hot sorale ande bescha­riptscha del, o tscha­tschip­tscha le Romane dschuv­lendar bajder te sorarel.

Der Internationale Tag der Romnja/Roma wurde 1990 vom World Romani Congress (Welt­kongress der Roma) im Rahmen einer Sitzung in Polen be­schlossen. Seitdem finden am 8. April welt­weit Aktions­tage statt; dies geht auf den ersten Welt­kongress der Rom­nja/Roma zurück, der im Jahre 1971 in London statt­ge­funden hat. Für das Parla­ment Österreich ist es auch in diesem Jahr ein würdiger Anlass, mit einer Feier­stunde diesen Gedenk­tag zu begehen. Dabei soll einer­seits der thema­tische Fokus auf die Rolle der Rom­nja/Roma-Frauen gelegt und auch das Schwer­punkt­thema von ERINNERN:AT „Genozid an den Roma und Sinti“ an­gespro­chen werden. Read the rest of this entry »

8. April 2024: Internacijonali Romengero Di

April 11th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 9.4.2024 | 8:43 min

Internationaler Tag der Roma Romnija

O erschti themeskero-Romengero-kongreso ando bersch deschu­enja eftavar desch taj jekto bersch ande London o kesdipe le Ro­men­ge­re-pol­ga­ren­ge­re tscha­tschi­pes­kere micini­pestar sina. Sajt oja cajt, ando 8to april upro cilo them akci­jona­kere divesa del, kaj i situa­cija la flogos­kera grupnatar upre sikadi ol. Ada bersch, papal but mula­tin­tschage andi cili Europa taj te andi Austrija del. I Romen­geri flogos­keri Utschi Ischkola ando kultura­kero kher Loipersdorf use jek mula­tin­tschago le anaveha – „Die un­be­kannten öster­reichi­schen Opfer des Roma-Ge­nozids im so ge­nannten Zi­geuner­lager Litz­mannstadt 1941–1942“ akartscha.

Anlässlich des Internationalen Rom*nja-Tages 2024 fand im Kultursaal Loipersdorf eine Tagung unter dem Titel „Die unbekannten österreichischen Opfer des Roma-Genozids im so genannten Zigeunerlager Litzmannstadt 1941-1942“ statt.

Andreas Lehner, Mag. Feri Janoska, Vor­sitzen­der Roma Volks­hoch­schule Burgenland
Bgm. Jürgen Zimara, Loipersdorf-Kitzladen
Gerhard Baumgartner: Deportation Wiener Roma und Sinti nach Lacken­bach 1941
Herbert Brettl: Einlieferungen nach Lackenbach in Vor­berei­tung der De­porta­tion 1941/42
Ludwig Laher: Die Insassen des Lagers Weyer und ihre Depor­ta­tion nach Lacken­bach 1941
Emmerich Gärtner-Horvath: Familiäre Überlieferungen einer burgen­län­di­schen Roma­familie zur De­por­ta­tion 1941
Dr. Werner Koroschitz: Die Deportation von Kärntner Sinti-Fami­lien nach Lacken­bach 1941
Moderation: Frank Reuter (Universität Heidelberg)
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