Facts & Figures (595)
August 26th, 2026 | Published in Facts & Figures, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
August 26th, 2026 | Published in Facts & Figures, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
August 17th, 2026 | Published in Frauenrechte, Hochschulschriften, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Sophia Schönthaler (2025): Understanding political opportunities: Romani women’s political participation in Croatia, Italy and Sweden
Dissertation / Doctoral thesis, Karl-Franzens-Universität Graz (Centre for Southeast European Studies), 257 S.
Abstract (Link):
Diese Dissertation untersucht, wie sich sich überschneidende Faktoren auf Makro-, Meso- und Individualebene auf die politische Partizipation von Romnja in Kroatien, Italien und Schweden auswirken. Durch ein exploratives Mehrfallstudiendesign geht die Forschung über die Analyse des formalen rechtlichen Zugangs hinaus und untersucht, wie historische Ausgrenzung, institutionalisierter Antiziganismus, geschlechtsspezifische Machtverhältnisse und persönliche Handlungsmacht miteinander interagieren, um politische Teilhabe zu ermöglichen oder zu erschweren. Geleitet von einer übergeordneten Forschungsfrage und vier miteinander verknüpften Unterfragen untersucht die Studie: (1) inwieweit politische und rechtliche Systeme für die Partizipation von Romnja offen oder geschlossen sind; (2) die Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Wahrnehmung formaler Beteiligungsmechanismen; (3) die Faktoren, die die politische Beteiligung beeinflussen; sowie (4) die Strategien, mit denen Romnja ihre Stimmen im politischen Raum geltend machen. Empirisch stützt sich die Dissertation auf ein qualitatives, multimethodisches Design, das Dokumentenanalysen mit 31 halbstrukturierten Experteninterviews kombiniert, die in den drei nationalen Kontexten durchgeführt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass politische Partizipation nicht einfach eine Frage formaler Rechte ist, sondern in mehrstufige Konstellationen von Ausgrenzung und Widerstand eingebettet ist. Während rechtliche Rahmenbedingungen auf dem Papier Möglichkeiten bieten, bleiben diese in der Praxis häufig unerfüllt. In allen drei Ländern bewegen sich Romnja in hybriden politischen Systemen – weder vollständig offen noch völlig geschlossen –, in denen formale Inklusion mit anhaltenden informellen Hürden koexistiert. Politische Handlungsmacht entsteht dabei häufig außerhalb formeller Arenen, etwa durch Basisarbeit, kommunale Organisationen und informelle Interessenvertretung. Theoretisch trägt diese Dissertation zur Neubewertung der Theorie der politischen Gelegenheitsstrukturen aus einer intersektionalen Perspektive bei. Sie zeigt, wie sich Rassismus, Geschlecht und strukturelle Ungleichheiten überschneiden und das politische Leben von Frauen mit Minderheitenhintergrund prägen. Read the rest of this entry »
Juli 20th, 2026 | Published in Film & Theater, Frauenrechte, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Spielfilm von Ivan Ostrochovský (SK / CZ / HU 2026)
Buch: Marek Leščak, Ivan Ostrochovský, 88 Min.
Der Film feierte seine Weltpremiere am 5. Juli beim Karlovy Vary International Film Festival und wurde mit dem FIPRESCI-Preis für den besten Film im Hauptwettbewerb ausgezeichnet.
Der Film spielt Mitte der 1980er Jahre, als der Staat mithilfe seiner Gesetze kontinuierlich Einfluss auf die intimsten Bereiche des Lebens seiner Bürger nahm. Ingrid (Aňa Geislerová) ist eine ehrgeizige Ärztin, deren Aufgabe es ist, Kinder zur Welt zu bringen, ungewollte Schwangerschaften abzubrechen und an der Sterilisation von Roma-Frauen mitzuwirken. Die melancholische Frau hat größere Bedenken hinsichtlich ihrer privaten Situation als hinsichtlich ihres Berufslebens – zumindest bis sie von einer neuen Freundschaft mit einer charismatischen Roma-Pflegehelferin „überrascht“ wird. Die spontane Agáta (Simona Boledovičová) zeigt Ingrid die menschlichen Züge einer ethnischen Minderheit, die von den Kommunisten auf ein demografisches Problem reduziert wurde. Ivan Ostrochovskýs fesselndes Drama greift ein bis heute unaufgearbeitetes Thema der tschechoslowakischen Geschichte auf, als der der Staat über die Möglichkeit, Kinder zu bekommen, bestimmte. (Karel Och / KVIFF 2026)
April 21st, 2026 | Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Frauenrechte, Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
#ZARAbleibt! – Österreich braucht weiterhin Zivilcourage!
→Zur Petition auf mein.aufstehn.at
Sehr geehrte Bundesministerin Bauer,
sehr geehrte Bundesregierung und Entscheidungsträger!ZARA ist seit Jahren eine unverzichtbare Anlaufstelle für Menschen, die in Österreich Rassismus, Diskriminierung und Hass erleben. Der Verein bietet Beratung, Dokumentation, Unterstützung und öffentliche Aufklärung genau dort, wo Betroffene sonst oft allein gelassen werden. Gerade in einer Zeit, in der rassistische, hasserfüllte Sprache wieder salonfähig gemacht wird, insbesondere im digitalen Raum, braucht es diese Arbeit mehr denn je. Die geplante Kürzung der Fördergelder, die das De-facto-Ende dieser wichtigen Aufklärungs- Unterstützungs- und Präventionsarbeit bedeuten, ist daher der falsche Schritt in einer Gesellschaft, die sich zunehmend polarisiert.
Deswegen sind gerade Sie, Familienministerin Bauer, aber auch die gesamte Bundesregierung und die Entscheidungsträger in Parlament und Verwaltung jetzt aufgefordert, Ihre Entscheidungen zu überdenken und sich klar für eine Erhaltung dieser so wichtigen Institution auszusprechen und einzusetzen!
Warum ist das wichtig?
Österreich hat in den letzten Jahren erlebt, wie sich gesellschaftliche Spannungen verschärfen, wie Debatten über Migration, Integration und Zugehörigkeit polarisiert werden und wie Hass im Netz und im Alltag normalisiert werden. ZARA leistet hier nicht nur Soforthilfe für Betroffene, sondern schafft auch wichtige Sichtbarkeit für Probleme, die viele lieber verdrängen würden. Dass allein 2025 mehr als 1.500 rassistische Vorfälle dokumentiert wurden, zeigt, dass es nicht um ein Randthema geht, sondern um eine reale Belastung für das gesellschaftliche Zusammenleben.
Gerade deshalb ist es unverständlich und politisch falsch, ausgerechnet in diesem Bereich zu sparen. Wer an Anti-Rassismus, Opferschutz und Prävention kürzt, spart nicht an „Verwaltung“, sondern an Sicherheit im Netz und demokratischer Stabilität. Read the rest of this entry »
April 20th, 2026 | Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Bundeskanzleramt streicht Förderung: Antidiskriminierungsstelle ZARA bietet für neue Fälle vorerst keine Beratungen mehr an
Aussendung von ZARA, 20.4.2026:
Die Streichung der Förderung für die Beratungsstelle #GegenHassimNetz unter der politischen Verantwortung von Bundesministerin Claudia Bauer bedroht die Existenz von ZARA akut. Ohne rasche Finanzierung droht das vollständige Aus bis Juni.
Seit acht Jahren erhält ZARA eine Förderung des Bundeskanzleramts in Höhe einer sechsstelligen Summe für den Betrieb der Beratungsstelle #GegenHassimNetz. Anfang April 2026 erreicht den Verein die Mitteilung, dass diese Förderung für das Jahr 2026 aufgrund von „Sparmaßnahmen“ vollständig gestrichen wurde. Die Entscheidung wurde unter der Verantwortung von Bundesministerin Claudia Bauer (ÖVP) getroffen.
ZARA zum Zeitpunkt der Streichung bereits in finanzieller Vorleistung
Zum Zeitpunkt der Mitteilung war ZARA bereits in finanzielle Vorleistung gegangen, um Betroffene von Hass im Netz weiterhin durchgehend unterstützen zu können. Unterstützung, die – das zeigen die aktuellen Debatten rund um digitale Gewalt an Frauen – für Betroffene dringend notwendig ist. Diese Vorfinanzierung erfolgte in der begründeten Annahme, dass die Förderung auch für das Jahr 2026 fortgeführt wird – auf Basis unserer langjährigen Expertise und unseres Alleinstellungsmerkmals als spezialisierte Beratungsstelle, die in Österreich allen Betroffenen von Hass im Netz kostenlos und niederschwellig offensteht. Unser Angebot unterschied sich damit von anderen bestehenden Einrichtungen, die sich an spezifische Zielgruppen, etwa Kinder und Jugendliche, richten.
Beratungsangebote derzeit massiv eingeschränkt
Das entstandene finanzielle Defizit zwingt den Verein nun dazu, die Beratungsangebote #GegenHassimNetz und !GegenRassismus massiv einzuschränken. Neue Fälle werden von ZARA ab sofort nur noch dokumentiert. Beratungsleistungen kann der Verein für neue Meldungen derzeit nicht mehr anbieten. Bestehende Fälle betreut ZARA vorerst weiter. Stellt die öffentliche Hand kurzfristig keine entsprechende Finanzierung sicher, muss ZARA seinen Betrieb samt aller Beratungsangebote bis Juni gänzlich einstellen.
März 8th, 2026 | Published in Frauenrechte

Februar 5th, 2026 | Published in Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
Wiener Künstlerin Cristina Messnik veranstaltet partizipatives Kunstprojekt mit Roma-Frauen in Spanien
Die in Wien ansässige multidisziplinäre Künstlerin und Sozialarbeiterin Cristina Messnik (Webiste) setzt ihre sozialen und künstlerischen Erfahrungen mit Roma-Frauen in einem partizipativen Kunstprojekt in Barcelona fort. Vom 23. bis 25. Februar wird sie in Zusammenarbeit mit dem Instituto Romanó para asuntos sociales y culturales Poesie- und Fotografieworkshops für Roma-Frauen anbieten, die sie dabei unterstützen, sich den öffentlichen Raum der Stadt zurückzuerobern, ihre Stimmen sichtbar zu machen und ihre Selbstermächtigung zu stärken.
Roma-Frauen zögern oft, den öffentlichen Raum ihrer Stadt zu nutzen. Diesen im Rahmen des Projekts gemeinsam zu „besetzen” und sich zu eigen zu machen, ist deshalb eine Form der Selbstermächtigung, die Messnik mit ihrem Projekt fördern möchte. Die künstlerische Aktion zielt darauf ab, den Protagonistinnen die Bedeutung dieses integrativen Instruments bewusst zu machen. Das Projekt besteht aus einem dreitägigen Programm mit Workshops zu Poesie, Fotografie und Performance an verschiedenen Orten der Stadt, wobei der Vielsprachigkeit der Frauen (Katalanisch, Romanes und Caló) Raum gegeben wird. Read the rest of this entry »
Oktober 11th, 2025 | Published in Frauenrechte, Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Christina Bugram (2019): Die Lebenssituation osteuropäischer Rom_nija in Graz: temporäre und zirkuläre Migration als Problemlösungsstrategie
Masterthesis, Karl-Franzens-Universität Graz (Studienrichtung „Interdisziplinäre Geschlechterstudien“), 100 S.
Abstract (Link):
In der Mehrheitsbevölkerung sind zahlreiche antiziganistische Stereotype über Rom_nija verankert, mit denen jahrhundertelange Diskriminierung und Benachteiligung unterstützt wurde und wird. Fundiertes Wissen über ihre tatsächlichen Lebensrealitäten besteht hingegen kaum. Diese Masterarbeit zielt darauf ab, Aufklärungsarbeit zu leisten, und liefert eine genaue Betrachtung temporärer bzw. zirkulärer Migration von Rom_nija aus den neuen EU-Mitgliedstaaten nach Graz, wo diese vorwiegend als Bettler_innen sichtbar sind. Temporäre und zirkuläre Migrationsformen von Rom_nija finden sowohl im Diskurs um Migration als auch über Rom_nija wenig Beachtung. Eine analytische Sichtweise auf die Perspektive von Frauen fehlt oft gänzlich. Qualitative Interviews mit sechs temporären und zirkulären romani Migrantinnen in Graz sowie ein Interview mit einer Mitarbeiterin eines romaspezifischen Projektes ermöglichen einen Einblick in Lebens- und Migrationsbiografien und die Herausforderungen, denen sie als Frau, Migrantin und Romni begegnen. Die befragten Frauen teilen wie die meisten romani Migrant_innen eine wesentliche Gemeinsamkeit: ein Leben in ihrer Herkunftsregion wäre ohne eine Migration kaum bis gar nicht zu bewältigen. Trotz zahlreicher biografischer Parallelen lassen sich aus den Interviews vier verschiedene Migrationsformen ableiten. Neben der Differenzierung zwischen der einmaligen und wiederholten Migration bezieht sich ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal auf das Ziel einer dauerhaften Niederlassung. Read the rest of this entry »
März 8th, 2025 | Published in Frauenrechte

Oktober 15th, 2024 | Published in Frauenrechte, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Alice Hasters: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen (aber wissen sollten)
Wer Rassismus bekämpfen will, muss Veränderung befürworten – und die fängt bei einem selbst an. „Darf ich mal deine Haare anfassen?“, „Kannst du Sonnenbrand bekommen?“, „Wo kommst du her?“ Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören. Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden.
(Text: Verlagsinfo Hanser)
September 4th, 2024 | Published in Frauenrechte, Musik, Radio, Podcast & TV
ARTE Tracks: Roma-Rapperinnen, die Stereotype über ihre Gemeinschaft aufbrechen
Sie sind Roma, Feministinnen und treten über die Kunstform „Rap“ für die Emanzipation der Frauen in ihrer Gemeinschaft ein. Roma-Frauen gehören einer weitgehend marginalisierten und ultra-patriarchalen Gesellschaft an, in der die Hälfte aller Frauen [Anm.: gemeint ist offenbar Serbien] noch vor ihrer Volljährigkeit verheiratet sind. Diskriminierungen, fehlender Zugang zu Bildung – sie müssen an allen Fronten kämpfen. Um für sich selbst einzutreten, haben einige Frauen aus Serbien Rap-Bands gegründet. Sie wollen eine neue Musikform entwickeln und Roma-Frauen eine Stimme geben – weit entfernt von den Klischees, die man ihnen zuschreibt. Dem Rap als populärer Protestform fügen sie Balkanrhythmen und Roma-Musik hinzu; ihre engagierten Texte skandieren sie auf Romanes, Serbisch, Deutsch und Englisch. Wir treffen die Girlband „Pretty Loud“ und Simonida Selimović, Rapperin und Aktivistin, die mit ihrer Schwester ein Rap-Duo mit dem provokativen Namen „Mindj Panther“ bildet.
(Text: Arte.tv)
August 4th, 2024 | Published in Frauenrechte, Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Lisa Schenkermayer (2024): Städtebau, räumliche Verdrängung und Geschlecht. Das Beispiel der Roma im postsozialistischen Rumänien
Masterarbeit, Universität Wien (Fakultät für Sozialwissenschaften), 118 S.
→Zum Download der UB Wien (pdf)
Abstract: Die vorliegende Masterarbeit untersucht die mit dem Übergang zum Kapitalismus in Rumänien einsetzende Verdrängung der Roma aus ihren Wohnungen und deren Folgen insbesondere für Geschlechterverhältnisse. Im Gegensatz zur staatssozialistischen Periode Rumäniens vor 1989, deren Ideologie auf Verstaatlichung und Gleichheit abzielte, sich gegen Klassen- und Kulturunterschiede wandte und Elendsviertel ebenso wie Prunkbauten ablehnte, führten die politökonomische und gesellschaftliche Transformation und insbesondere die Privatisierung und Kommodifizierung von Wohnraum und Land im Postsozialismus zu erheblicher Ungleichheit von Lebensbedingungen und zur Verdrängung und räumlichen Segregation vieler Bedürftiger, vor allem Roma. Die räumliche Verdrängung hatte vielerorts die Errichtung von informellen Roma-Siedlungen in räumlich und sozial marginalisierten Gebieten zur Folge, die mit der Wiederbelebung traditioneller Roma-Gemeinschaften einherging. Damit verband sich zugleich die – im öffentlichen wie im akademischen Diskurs bisher kaum reflektierte – Retraditionalisierung von Geschlechterverhältnissen in der Roma-Community, die für Roma-Frauen vor allem verstärkte patriarchale Rollenzuschreibungen, erhöhte soziale Kontrolle, zusätzliche Care-Arbeit und räumliche Isolation bedeutete.
Hochschulschrift (Masterarbeit); Betreuerin: Gabriele Michalitsch
u:theses ist das Hochschulschriften-Repositorium der Universität Wien.
UB Wien: utheses.univie.ac.at/detail/70120
April 12th, 2024 | Published in Frauenrechte, Politik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 11.4.2024 | 9:37 min
Internationaler Tag der Roma Romnija
O internacijonali di le Romendar ando bersch 1990 le World Romani Congress (themeskero kongreso le Romendar) use jek talalinipe andi Polnija arkerdo ulo. Odotar aun sako bersch ando 8. april ando cilo them mulatim lo ol. Le parlamentiske Austrija te ada bersch jek barikano aunpaschlaripe hi, jeka mulatimakera oraha ada gondolipeskero di te mulatinel. O fokus upro Romnja paschlardo te ol taj te o pharipeskero punkto la temaha ERINNERN:AT „genocid upro Roma taj Sinti“ aun vakerdo te ol. I historija le Romane dschuvlendar pregim hi jeke schtendigi parujipestar, savo socijalkultureli, politisch taj virtschoftlichi faktorenca tradim hi, sikadipe taj empowerment jek bari rola khelen. Nacijonali taj internacijonali bajschpülendar sikado te ol, hot sorale ande beschariptscha del, o tschatschiptscha le Romane dschuvlendar bajder te sorarel.
Der Internationale Tag der Romnja/Roma wurde 1990 vom World Romani Congress (Weltkongress der Roma) im Rahmen einer Sitzung in Polen beschlossen. Seitdem finden am 8. April weltweit Aktionstage statt; dies geht auf den ersten Weltkongress der Romnja/Roma zurück, der im Jahre 1971 in London stattgefunden hat. Für das Parlament Österreich ist es auch in diesem Jahr ein würdiger Anlass, mit einer Feierstunde diesen Gedenktag zu begehen. Dabei soll einerseits der thematische Fokus auf die Rolle der Romnja/Roma-Frauen gelegt und auch das Schwerpunktthema von ERINNERN:AT „Genozid an den Roma und Sinti“ angesprochen werden. Read the rest of this entry »
April 9th, 2024 | Published in Frauenrechte, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Empowerment und Erinnerung: Festveranstaltung im Sitzungssaal des Nationalrats mit Vertreter:innen der Volksgruppe der Rom:nja und Sinti:zze
Wien (PK) – Unter dem Titel „ROMNJAKraft.Sor Erinnerung – Wandel – Aufbruch“ fand am Montagnachmittag im Parlament die bereits traditionelle Veranstaltung zum Internationalen Roma-Tag statt. Heuer wurde dabei die wichtige Rolle der Roma-Frauen in der Entwicklung der Volksgruppe hervorgehoben. Insbesondere wurde auf Bildung und Empowerment als wichtige Faktoren für die weitere Stärkung der Rechte von Roma-Frauen hingewiesen. Der zweite inhaltliche Fokus der Veranstaltung lag auf dem Gedenken an den Porajmos, den Genozid an den europäischen Roma/Romnja und Sinti/Sintizze in der Zeit des Nationalsozialismus.
Sobotka: Veranstaltung ist Zeichen der Solidarität mit der Volksgruppe
In seinen Eröffnungsworten führte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka aus, dass das österreichische Parlament die österreichischen Volksgruppen über den gesetzlichen Rahmen für die Volksgruppenarbeit hinaus in vielfacher Weise unterstütze. Es bemühe sich, sie sichtbar zu machen, ihnen eine Stimme zu geben und Zeichen der Solidarität zu setzen. Read the rest of this entry »
April 8th, 2024 | Published in Frauenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Erinnerung – Wandel – Aufbruch: Festveranstaltung des österreichischen Parlaments anlässlich des Internationalen Roma-Tages 2024
Datum: 8. April 2024, 14:00 Uhr
Ort: Nationalratssaal
Veranstalter: Wolfgang Sobotka, Präsident des Nationalrates
Der Internationale Tag der Romnja/Roma wurde 1990 vom World Romani Congress (Weltkongress der Roma) im Rahmen einer Sitzung in Polen beschlossen. Seitdem finden am 8. April weltweit Aktionstage statt; dies geht auf den ersten Weltkongress der Romnja/Roma zurück, der im Jahre 1971 in London stattgefunden hat. Für das Parlament Österreich ist es auch in diesem Jahr ein würdiger Anlass, mit einer Feierstunde diesen Gedenktag zu begehen. Dabei soll der thematische Fokus auf die Rolle der Romnja/Roma-Frauen gelegt werden, deren Geschichte geprägt ist von einem ständigen Wandel, der von soziokulturellen, politischen und wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst wird. Bildung und Empowerment spielen dabei eine entscheidende Rolle. Anhand von nationalen und internationalen Beispielen soll auch gezeigt werden, dass es verstärkte Bemühungen gibt, die Rechte von Roma-Frauen weiter zu stärken.
Durch ihr Programm ERINNERN:AT wird die Österreichische Bildungsagentur (OeAD) den Genozid an den Roma und Sinti als ein weiteres Schwerpunktthema der Veranstaltung aufgreifen. Dieses Programm beschäftigt sich mit dem Lehren und Lernen über Nationalsozialismus, Holocaust sowie der Prävention von Antisemitismus durch Bildung. Weitere Informationen können Sie auf ERINNERN:AT abrufen.
Programm Read the rest of this entry »
Februar 22nd, 2024 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Frauenrechte
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Das Beschäftigungsprojekt „Banyaerdő“ stellt Produkte aus den natürlichen Ressourcen des ländlichen Dencsháza in Ungarn her. Damit wird insbesondere Roma-Frauen ohne Zugang zum Arbeitsmarkt ein Einkommen zu fairen Löhnen ermöglicht. Das Projekt war für die SozialMarie 2020 nominiert.
Projektträger: Udvarom Szociális Szövetkezet
Herausforderung: Frauen in Dencsháza (Südungarn) sind aufgrund begrenzter Berufsausbildungs- und Bildungsmöglichkeiten vom ersten Arbeitsmarkt ausgeschlossen. In marginalisierten Dörfern und ländlichen Gemeinden gibt es nur sehr wenige Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb des nationalen öffentlichen Arbeitsprogramms. Auch die lokalen Unternehmen haben nur begrenzt Zugang zum Markt außerhalb ihrer Dörfer und Regionen.
Idee: Banyaerdő verbindet lokales Fachwissen, um Produkte aus den natürlichen Ressourcen des ländlichen Dencsháza herzustellen und auf städtischen Märkten zu verkaufen. Wir arbeiten im Einklang mit der Gemeinschaft und den natürlichen Ressourcen des Landkreises Baranya. Unsere Produkte werden in den Wäldern und auf den Feldern des Dorfes hergestellt und gesammelt. Unser Geschäftsmodell gewährleistet faire Löhne und eine gleichberechtigte Partnerschaft zwischen den Akteuren der Gemeinde.
Akteur*innen: Die Zielgruppe des Projekts sind sozial marginalisierte Communitys, insbesondere Roma-Frauen. Banyaerdő arbeitet seit vielen Jahren mit dieser Gemeinschaft im Rahmen von örtlichen Community-Building-Projekten zusammen. Unser Team und unser Programm kooperieren mit der Gemeinde und den Schulen von Dencsháza sowie dem Mecsekerdő-Nationalpark zusammen.
Wirkung: Innerhalb von weniger als einem Jahr nach dem Start von Banyaerdő haben wir unsere Produkte zu einer Marke entwickelt und sie in Budapest verkauft. Wir schlossen auch Partnerschaften für den Großhandel mit unseren Produkten direkt mit Michelin-Sterne-Restaurants. Read the rest of this entry »
Dezember 5th, 2023 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Frauenrechte
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Einer der Hauptpreise der SozialMarie 2023 ging an das Projekt Community Roma Doula Service (Közösségi dúlaszolgálat Alsózsolcán), welches benachteiligte Frauen, die aufgrund ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation anfälliger für geburtshilfliche Gewalt sind, unterstützt. Das Projekt zielt darauf ab, dies zu bekämpfen, indem es einen gemeinschaftlichen Douladienst in Alsózsolca (Nordostungarn) betreibt und die Selbstorganisation von Roma-Frauen unterstützt.
Projektträger: EMMA Közhasznú Egyesület (EMMA Association)
Herausforderung: Roma-Frauen mit einem benachteiligten Hintergrund sind anfälliger für geburtshilfliche Gewalt; ihre reproduktiven Rechte können in Ermangelung angemessener Informationen und Schulungen kumulativ verletzt werden. Viele schwangere Frauen bitten darum, können aber in ihrem Umfeld niemanden finden, der sie in den Kreißsaal begleitet; diese Frauen werden also allein gelassen.
Idee: Im Rahmen des Projekts Community Roma Doula Service in Alsózsolca (Nordostungarn) übernehmen einheimische Roma-Frauen eine unterstützende Rolle und begleiten ihre Kolleginnen im Krankenhaus. In einer besonders verletzlichen Phase des Lebens einer Frau setzen sich die Doulas dafür ein, dass die körperlichen und emotionalen Bedürfnisse der Frauen erfüllt werden, und arbeiten daran, ihre Diskriminierung zu verhindern.
August 18th, 2023 | Published in Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Menschenhandel: Auf Kreta wurde ein illegaler Adoptionsring aufgedeckt – Frauen in Notlage wurden nach Griechenland gelockt und als Leihmütter ausgebeutet. Unter ihnen viele Romnja aus Südosteuropa.
In Griechenland wurde vor einigen Tagen ein Leihmütterskandal in einer Kinderwunschklinik aufgedeckt. Dies berichtet ORF.at unter Berufung auf griechische Medienberichte und Zeit Online. In einer Klinik in Kreta sollen seit Jahren Frauen aus Osteuropa als Eizellenspenderinnen und Leihmütter ausgebeutet worden seien – für Kundschaft aus zahlreichen europäischen Ländern, die, so ORF.at, „zumindest die rechtliche Grauzone auf dem Weg zum Babyglück in Kauf“ nahm. Allein seit Dezember des Vorjahres wurden an der Kinderwunschklinik in der Hafenstadt Chania 182 derartige Fälle dokumentiert. Bei der Razzia in der Stadt fanden die Einsatzkräfte der Abteilung für organisierte Kriminalität vergangene Woche nicht weniger als dreißig momentan schwangere Leihmütter vor.
„Die benötigte richterliche Erlaubnis sei in zahlreichen Fällen genauso gefälscht worden wie Adoptionspapiere und medizinische Akten“, so ORF.at. Der Gründer und Leiter der Klinik und acht weitere Personen wurden festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, „ein internationales Netzwerk an Zuhältern aufgebaut haben, um ,schutzbedürftige Frauen‘ aus dem Ausland nach Griechenland zu schaffen“. Dort seien diese dann als Leihmütter oder Eizellspenderinnen herangezogen worden. ORF.at berichtet: „Die Frauen aus Moldawien, der Ukraine, Georgien, Rumänien und Bulgarien – viele von ihnen Romnja – stammen aus sehr armen Verhältnissen und seien mit falschen Versprechungen nach Kreta gelockt worden. Sie seien von der Öffentlichkeit abgeschirmt und in 14 Wohnungen ,unter erbärmlichen Verhältnissen‘ untergebracht und überwacht worden. Read the rest of this entry »
Juni 13th, 2023 | Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Podcast: Erklär mir die Welt, Folge #211, Mai 2022
Wie kann man sich gegen Diskriminierung zur Wehr setzen? Sandra Konstatzky erklärt an vielen echten Beispielen, wie man sich als Betroffene:r effektiv zur Wehr setzt. Sandra Konstatzky ist Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft.
→Gleichbehandlungs:App
→Vorfall melden
(Beitrag und Text: Andreas Sator/Erklär mir die Welt)
April 29th, 2023 | Published in Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte
275 Frauen wurden in Tschechien bisher für gesetzwidrige Sterilisierungen entschädigt
Bisher wurden 275 Frauen in Tschechien für gesetzwidrige Sterilisierungen entschädigt. Das Gesundheitsministerium erhielt seit dem vergangenen Jahr 630 Anträge, drei Viertel davon wurden erledigt. Dies teilte die Regierungsbevollmächtigte für die Roma-Minderheit, Lucie Fuková, am Sonntag mit. Die Roma-Organisationen beschwerten sich im vergangenen Jahr darüber, dass das Ministerium als Beleg für die Entschädigung nur die Patientenakte anerkennt. Die Regierungsbevollmächtigte für die Menschenrechte, Klára Šimáčková Laurenčíková, sagte vor kurzem gegenüber der Nachrichtenagentur ČTK, dass eine Beweisausweitung erwogen wird. Fuková will sich wegen eventueller Entschädigung für Sterilisierungen, die während der Existenz der Tschechoslowakei in der Slowakei durchgeführt worden sind, an ihren slowakischen Amtskollegen wenden.