Online-Petition #ZARAbleibt!

April 21st, 2026  |  Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Frauenrechte, Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

"Zara bleibt"#ZARAbleibt! – Österreich braucht weiterhin Zivil­courage!

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Sehr geehrte Bundesministerin Bauer,
sehr geehrte Bundesregierung und Entscheidungsträger!

ZARA ist seit Jahren eine unverzichtbare Anlaufstelle für Menschen, die in Öster­reich Rassismus, Dis­krimi­nie­rung und Hass erleben. Der Verein bietet Beratung, Doku­mentation, Unter­stützung und öffent­liche Auf­klärung genau dort, wo Betrof­fene sonst oft allein ge­lassen werden. Gerade in einer Zeit, in der rassistische, hass­erfüllte Sprache wieder salon­fähig gemacht wird, ins­beson­dere im digitalen Raum, braucht es diese Arbeit mehr denn je. Die ge­plante Kürzung der Förder­gelder, die das De-facto-Ende dieser wich­tigen Auf­klä­rungs- Unter­stützungs- und Prä­ven­tions­arbeit be­deuten, ist daher der falsche Schritt in einer Gesell­schaft, die sich zu­neh­mend pola­risiert.

Deswegen sind gerade Sie, Familienministerin Bauer, aber auch die ge­samte Bundes­regie­rung und die Ent­schei­dungs­träger in Parlament und Verwaltung jetzt auf­ge­fordert, Ihre Ent­scheidungen zu über­denken und sich klar für eine Erhal­tung dieser so wich­tigen Institution aus­zu­spre­chen und ein­zu­setzen!

Warum ist das wichtig?

Österreich hat in den letzten Jahren erlebt, wie sich gesellschaft­liche Span­nungen ver­schärfen, wie Debatten über Migration, Integra­tion und Zu­ge­hörig­keit polarisiert werden und wie Hass im Netz und im Alltag norma­lisiert werden. ZARA leistet hier nicht nur Sofort­hilfe für Betrof­fene, son­dern schafft auch wichtige Sicht­bar­keit für Probleme, die viele lieber ver­drängen würden. Dass allein 2025 mehr als 1.500 rassisti­sche Vorfälle doku­mentiert wurden, zeigt, dass es nicht um ein Rand­thema geht, sondern um eine reale Belas­tung für das gesell­schaft­liche Zu­sam­men­leben.

Gerade deshalb ist es unverständlich und politisch falsch, aus­ge­rechnet in diesem Bereich zu sparen. Wer an Anti-Ras­sismus, Opfer­schutz und Prä­vention kürzt, spart nicht an „Ver­waltung“, sondern an Sicherheit im Netz und demo­krati­scher Stabilität. Wenn öffent­liche Stellen die Finan­zie­rung solcher Ein­richtun­gen unsicher machen, wird den Betrof­fenen signa­lisiert, dass ihr Schutz ver­handel­bar, dass Rassismus und Hetze ein hin­nehm­bares Übel anstatt einer Gefahr für unseren Rechts­staat seien.

Wer gesellschaftlichen Zusammenhalt ernst meint, darf gerade jene Organi­satio­nen nicht schwächen, die tag­täglich gegen Aus­gren­zung, Radi­kali­sierung und rassistische Gewalt arbeiten. Es ist politisch kurz­sichtig und sozial un­ver­antwort­lich, gerade jetzt den Rotstift bei einer Einrichtung an­zu­setzen, die Betroffene unter­stützt und die Demokratie im Alltag stärkt. ZARA braucht eine ver­lässliche, lang­fristige und aus­rei­chende Finanzie­rung. Der Verein ist mehr als nur eine NGO, er ist ein zentraler Bestand­teil einer wehr­haften, solidari­schen und demokra­tischen Gesell­schaft. Wer Österreich vor Hass und Spaltung schützen will, muss ZARA er­halten und ab­sichern!

(Text: Florian Andrianaivo Randrianatrarana auf mein.aufstehn.at)

Siehe auch:
Förderstopp: Verein ZARA vor dem Aus, 20.4.2026

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