Musik

RomaRespekt #21: Romeo Franz

November 17th, 2017  |  Published in Musik, Politik, Radio & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #21: Romeo Franz und die Hildegard-Lagrenne-Stiftung

Sendung vom 6.9.2017: Romeo Franz ist Musiker und Politiker. Als Mu­si­ker hat er die Musik des Mahn­mals für die er­mor­de­ten Sinti und Roma in Berlin kom­poniert, als Politi­ker setzt er sich für die Be­lange der Minder­heit ein. In der Sendung spricht er darüber, mit wel­chen poli­ti­schen Instru­men­ten die Landes­ver­bände der Sinti und/oder Roma Ver­bind­lich­keit von ihren jeweili­gen Landes­regie­run­gen er­rei­chen kön­nen. Als Geschäfts­führer der Hilde­gard-Lagren­ne-Stif­tung sorgt er sich um die För­derung von Bildungs­ver­läu­fen von jun­gen An­gehöri­gen der Min­der­heit. Kathrin Bastet hat wäh­rend der Herbst­schule gegen Antiromaismus 2015 mit Romeo Franz ge­spro­chen.

Die Musik stammt vom Romeo Franz Ensemble: Happy Swing For You, Late Night

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

Siehe auch:
Romeo Franz – Sinti-Aktivist und Politiker, 8.11.2014

Mehr Schutz für Europas Minderheiten

November 12th, 2017  |  Published in Musik, Politik, Radio & TV

Heimat Fremde Heimat „Heimat Fremde Heimat“
ORF2, Sendung vom 12.11.2017
Ansehen: ORF-TVthek


Lakis Jordanopoulos präsentiert das ORF-Magazin „Heimat Fremde Heimat“ am Sonn­tag, dem 12. November 2017, um 13.30 Uhr in ORF2. Weiterer Beitrag: Gebärdensprache hilft aus der Isolation.

Minority Safepack InitiativeMehr Schutz für Europas autochthone Minderheiten

„Minority Safepack“ lautet der Name einer EU-weiten Initia­tive, die von der Föde­ra­lis­ti­schen Union der euro­päi­schen Volks­grup­pen (FUEN) auf die Beine ge­stellt wurde und mehr Schutz für die autoch­tho­nen Min­der­hei­ten in der Union brin­gen soll. Die EU-Kom­mis­sion wollte die Ini­tia­tive zu­nächst gar nicht an­erken­nen. Erst ein Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofes ver­pflich­tete sie dazu. Nun wirbt die Föde­ralis­ti­sche Union der euro­päi­schen Volks­gruppen aktiv um breite Un­ter­stützung. Denn für ihr ge­plan­tes Volks­begeh­ren (unterschreiben) müssen bis April 2018 in­ner­halb der EU eine Mil­lion Unter­schriften ge­sam­melt wer­den. Ende Ok­to­ber wur­de „Mino­rity Safe­pack“ in Wien vor­ge­stellt. Ajda Sticker war dabei.

Harri Stojka wird 60

Harri Stojka gehört zu den berühmtesten Gitarristen in Österreich. Sein guter Ruf als Jazz- und Gipsy-Swing-Vir­tuose eilt ihm bis über die Lan­des­gren­zen hin­weg voraus. Mit seinem un­nach­ahm­li­chen Gitarren­stil hat er die hei­mi­sche Musik­szene mit­geprägt. Das Musiker­genie en­gagiert sich aber auch für die hiesige Roma-Com­mu­nity. Read the rest of this entry »

„Amen phukavas – Wir erzählen“ 2017

November 8th, 2017  |  Published in Musik, Radijo Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Adolf Gussak, Kerstin Horvath, Josef Horvath, Jennifer Papai, Julius Horvath, Eva Horvath, Katharina Karaman und Denise Horvath

Romengero-kirati „Amen phukavas – Wir erzählen“ 2017

Ando bersch 2017 o Romengero-kirati „Amen phukavas“ telal o moto „24 ber­scha muschi­ka gejng dis­kri­mina­cija“ terdscho­lahi. O farajn Karika la bur­gen­landi­tika Roma-ban­dakve „Romano Rath“ ada ki­rati vid­mintscha. „Ro­mano Rath“ imar 24 ber­scha pra mu­schi­kaha la flo­gos­kera grupn le Ro­men­dar fat­re­ti­nel taj but use ledschi­ja, hot i dis­kri­mi­na­cija gejng i flo­gos­keri grupn tschu­leder uli. O aun­prin­dscha­ripe le Ro­men­dar ojs aj­geni flogos­keri grupn ando bersch 1993 use jek kes­di­pes­kero hango uso Bur­gen­land-Roma vo­dintscha. Use te kerintscha, o upre lipe la tschib­tscha­tar Ro­manes ojs dschi­la­vi­pes­keri tschib. Ande oja cajt schov terne Roman Tenu Er­batar, Erba­tar taj Bos­li­natar khe­tan gele taj i ban­da „Romano Rath“ kerde. O mu­schi­kasch­tscha phende, hot on Ro­men­geri-mu­schika keren taj igen but uso ent­vik­lini­pe jeka aj­geni mula­tintscha­gos­kera kul­tura­tar use ledschine.

Heuer im Jahr 2017 stand der Roma-Abend „Amen phu­ka­vas“ unter dem Motto „24 Jahre Musik gegen Vor­urteile“. Der Verein Karika wid­mete der bur­gen­län­di­schen Roma-Band „Ro­ma­no Rath“ die­sen Abend. „Romano Rath“ ver­tritt schon seit 24 Jahren durch ihre Musik die Volks­gruppe der Roma und konnte da­durch auch er­heb­lich die Vorurteile ge­gen­über der Volks­gruppe sen­ken. Die An­er­ken­nung der Roma als eige­ne Volks­gruppe im Jahr 1993 führte zu ei­ner Auf­bruchs­stim­mung bei den Burgenland-Roma. Da­zu ge­hört auch die Wie­der­ent­deckung des Romanes als Lie­der­sprache. Da­mals haben sich sechs jun­ge Roma aus Unterwart, Oberwart und Kleinbachselten zu­sam­men­getan und grün­deten die Band „Romano Rath – Roma-Blut“. Read the rest of this entry »

RomaRespekt #18: Eine Musiksendung

November 3rd, 2017  |  Published in Musik, Radio & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #18: Eine Musiksendung

Sendung vom 3.6.2017: Einfach mal nur schöne Musik hören von Roma, Romnja, Sinti, Sintezze und Romani­chals. Die musi­ka­li­sche Reise fängt in den 60er Jah­ren an und endet heute. Allen Tracks ge­mein­sam ist musi­ka­li­sche und in­halt­li­che Stil­sicher­heit. Viele der Musi­ker/innen sind auch Roma-Ak­ti­vis­ten/innen. Politi­sche Themen wie Ab­schie­bung und ihre har­ten Folgen kön­nen nicht aus­ge­spart werden.

Playlist #18:
Esma Redzepova: Romano Horo | Marianne Rosenberg: Ruf an! | Adam Ant: Dog Eat Dog | Albatros: In ziua liberarii | Bogdan Artistu: Sunt femeie libera | Fanfare Ciocarlia: Kan Marau la (feat. Dan Armeanca) | RACLA: 1-2-2-10 | Ustata: Moy si dyavole (feat. Sofi Marinova) | Tahribad i isyan: Nooldu? | Mc Schoko: Zecke | Gypsy Mafia: Sicheres Herkunftsland | Lord Kastro: Alle bleiben! | Maria Obradovic: Roma Pregnancy Rap | New York Gypsy All Stars: Romantech 2 | Mitsoura: Keloushka | Roma Sijam und Shazalakazoo: Tallava Party

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

RomaRespekt #15: De La Negra

Oktober 25th, 2017  |  Published in Jugend & Bildung, Musik, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #15: De La Negra – Romano-Hip-Hop in Tschechien

Sendung vom 4.3.2017: Die tschechische Romano-Hip-Hop-Band De La Negra war im April 2016 zu Gast im Fest­spiel­haus Hellerau in Dresden. Neben einem Kon­zert war die Band zu einem Interview durch Dresd­ner Jugend­liche ein­ge­la­den. Sie stell­ten ihnen Fragen, hinter­fragten ihr Bild von den Roma, be­schäf­tig­ten sich inten­siv mit Anti­romais­mus. Dazu gibt es Hin­ter­grund­infor­ma­tio­nen zur Band. Außer­dem hört Ihr eini­ge Tracks von dem Konzert, das De la Negra dort ge­ge­ben haben. (Bandfoto: ecoleusti.wordpress.com)

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

La Chana (Trailer)

Oktober 13th, 2017  |  Published in Film & Theater, Musik

Mein Leben: ein Tanz (La Chana)
Dokumentarfilm von Lucija Stojevic, Spanien 2016, 83 Min.
Österreichischer Kinostart: 6. Okt. 2017

Musik, Leidenschaft, Tanz – das ist Flamenco. Die Kastagnetten, der un­ver­wech­sel­bare Beat, der Hüft­schwung: „La Chana“ alias Antonia Santiago Amador in­kor­po­riert all das, sie IST Flamenco. In den 1960er- und 1970er-Jah­ren war La Chana der Star des Flamenco, der Ruf eilte ihr bis nach Holly­wood voraus. Doch dann, auf dem Höhe­punkt ihrer Karriere, ver­schwand sie plötz­lich von der Bühne. Was war ge­sche­hen? Über Archiv­material und die mit­rei­ßen­den Er­zäh­lun­gen der Tänzerin, die zum Dreh­zeit­punkt Ende 60 war, re­konstru­iert LA CHANA ein Leben mit Höhen und Tie­fen – und gibt, zu­aller­erst, einer un­glaub­lich charis­ma­ti­schen Frau die Bühne, die sie ver­dient. Ihre Füße sind heute noch die schnell­sten auf dem Pa­kett – „La Chana“ lässt die Lein­wand vibrier­ren. (Julia Teichmann)

(Text: Dokfest München)

Ein Interview mit ihrer Tochter, der Romanautorin Núria L. de Santiago, finden Sie in der Herbstausgabe 2016 unseres Magazins dROMa.

Radijo Erba: Tanzen verbindet

Oktober 12th, 2017  |  Published in Film & Theater, Interview, Musik, Radijo Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Jennifer Papai

Khelipe khetan phandel

Erika Horvath, 61-jährige Romni aus Unterwart, er­zählt im Inter­view, wie sie zum Tanzen und Schau­spie­lern ge­kom­men ist. An­gefan­gen hat alles im Offenen Haus Oberwart (OHO). Schon immer be­wun­derte sie die all­jähr­lich statt­fin­den­den Tanz­tage, die von der be­kann­ten Choreo­grafin Liz King ver­anstal­tet werden. Eines Tages nahm Erika ihren gan­zen Mut zusam­men und mel­dete sich für die Tanztage an. Dort prä­sen­tier­te sie, ge­mein­sam mit anderen Roma-Tän­zer/innen, in einer eigens dafür zu­sam­men­gestell­ten Show die Kultur der Roma.

Erika Horvath, 61 berschengeri Romni Tenuerbatar, phu­kal ando vake­ripe, sar oj uso khe­lipe taj uso schau­schpil ali. Sa ando Pradimo Kher Erba (OHO) kes­dintscha. Lake imar min­dig o sako ber­sches­kere kheli­pes­kere divesa teci­nahai, save la prin­dscharda ko­re­jograf­ki­jatar Liz King, kerde on. Read the rest of this entry »

Radijo Erba: „Musik ist mein Leben“

Oktober 3rd, 2017  |  Published in Interview, Musik, Radijo Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Kerstin Horvath

Muschika mro dschivipe hi

Seit fast 25 Jahren gibt es die burgenländi­sche Roma-Band „Romano Rath“. Liane Horvath, Romni aus Unterwart und Band­grün­dungs­mit­glied, blickt auf die be­weg­ten Jahre ihrer Musik­karriere zu­rück. Die Romni macht seit ihrer Kind­heit Musik. Sie wuchs in einer musi­ka­li­schen und kunst­begabten Roma-Fa­milie in Unterwart auf. Ihr Groß­vater und Vater mu­si­zier­ten jede Woche mit ande­ren Roma, und so kam Liane schon in jun­gen Jahren mit Musik in Be­rührung.

Bojd 25 berscha hi, sajt i burgenlanditiki Ro­men­geri-banda „Romano Rath“ kerdi uli. Liane Horvath, Romni Tenu­erbatar taj dsche­no le ban­dakere kera­schen­dar, upre mici­me berscha lakera mu­schi­ka­kera kari­je­ratar pal dikel. Sajt i tscha­ven­geri cajt, i Rom­ni mu­schika kerel. Oj ande jek mu­schi­kani taj kinst­le­rischi Romen­geri-fa­milija Tenu­erbate upre bart­schini. Read the rest of this entry »

RomaRespekt #11: Jugoslawien

Oktober 1st, 2017  |  Published in Musik, Radio & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #11: Djelem, djelem – Roma-Aktivismus in Jugoslawien

Sendung vom 7.10.2016: Professionelles Musizieren ist und war für viele Roma/Rom­nja und Sinti/Sintezze eine der we­ni­gen Tätig­kei­ten, für die sie von der Mehr­heits­gesell­schaft posi­tive Auf­merk­sam­keit er­fah­ren. Aber beson­ders im Feld der Musik wer­den Roma und Sinti exo­tisiert und stereo­typi­siert. Wie war das in Jugoslawien – in einem Staat, der nicht mehr exis­tiert, und von dem we­sent­li­che Im­pulse für die inter­natio­nale Bür­ger­rechts­be­we­gung der Roma und Romnja aus­gin­gen? Und in wel­chem Ver­hält­nis ste­hen die Felder „Musik, „Politik“ und „Roma-Aktivismus nach dem Zer­bre­chen Jugo­sla­wiens?

Playlist #11:
Ansambl Montenegro: Djelem, djelem (als Intro nur kurz zu hören, 1969) | Gypsy Groove: Djelem, djelem (Kosovo, 2015) | Esma Redžepova & Ansambl Teodosievski: Romano Horo (1966) | Ljiljana Buttler Petrović: Hej Romnji Sem (2009) | Esma Redžepova: Djelem, djelem (1978) | Šaban Bajramović: Djelem, djelem (1980) | Muharem Serbezovski: Ramajana (1977) | Ava Selimi: Ah Bre Devla (1969) | Amela Zuković: Ne znam gdje si ti (1987) | Kal: Duj, duj (Serbien, 2006) | Bardha: Tallava (2014) | Roma Sijam: Tallava Party (Remix von Shazalakazoo, Serbien, 2014) | Gipsy Mafia: Sicheres Herkunftsland (Serbien/D, 2016)

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

RomaRespekt #10: Rumänien

September 25th, 2017  |  Published in Musik, Radio & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #10: Rumänien – Musik und Widerständig­keit von Ro­ma/Romnja

Sendung vom 3.9.2016: Professionelles Musizieren ist und war für viele Roma/Rom­nja und Sinti/Sintezze eine der we­ni­gen Tätig­kei­ten, für die sie von der Mehr­heits­gesell­schaft posi­tive Auf­merk­sam­keit er­fah­ren. Aber beson­ders im Feld der Musik wer­den Roma und Sinti exo­tisiert und stereo­typi­siert. „Wir kön­nen natür­lich Noten lesen – aber wir brauchen keine, um zu spie­len“, sagt der Musi­ker Nelutu Lunca. „Wir ver­lie­ren viel Zeit mit der Exotik“, sagt Vasile Ionescu, ru­mä­ni­scher Roma-Ak­tivist und lang­jähri­ger Kultur­funktio­när. Antiromaismus ist in Ru­mä­nien wie auch ande­ren post­sozialis­ti­schen Staaten des ehe­ma­li­gen Ostblocks struk­turell in­hä­rent – auch im Bereich der Musik. Die in­ter­na­tio­nal be­kann­ten und ge­schätz­te Roma-Band Taraf de Haidouks sind in Ru­mä­nien kaum be­kannt. Ihr hört Folk­stücke aus der sozia­lis­ti­schen Zeit von Gabi Luncă und Romica Puceanu, Proto-Manele aus dem Banat von Albatros din Bucureşti, Manele von Nicolae Guţa und Sorina, Ethno-Jazz von Lavinia Raducănu, mo­der­nen Folk von Taraf de Haïdouks und Fanfare Ciocărlia, Dub von Mahala Rai Banda und Hip-Hop von R.A.C.L.A. und Connect-R.

Playlist #10:
Gabi Luncă & Ensemble Ion Onoriu: Fericit e omul pe lume | Romica Puceanu: Vantule, bataya ta | Albatros din Bucuresti: Hai vino neicuţa | Nicolae Guţa und Sorina: Aş renunţa | Lavinia Raducănu: Chaven Romane | Taraf de Haïdouks: Asturias | Fanfare Ciocărlia: Born To Be Wild | Mahala Rai Banda: Balkan Reggae (Mad Professor Mix) | R.A.C.L.A.: 1-2, 2-10 | Connect-R: Bani Cu Dobanda (feat. Cortes)

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)