Musik

Musejum andar i Maschkarutni Puja

Dezember 3rd, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Willi Horvath - Musejum ando Burgenland (Foto: volksgruppen.orf.at)Willi Horvath: Musejum le pal­gon­do­li­peske upre jek schukar cajt


Barikane dschene andar o cilo them schaj i Rose Marie Horvath andar i Masch­ka­rutni Puja upri rik pre imar mule Ro­mestar Willi Horvath (1934–2013) te prindscha­rel sik­lija. Le bari­kane Romen­gere muschi­ka­schiske jek pri­vati musejum ker­tscha.

TIP →Mri Historija: „Buena sera, Maestro!“ – Wilhelm Horvath im Gespräch, dROMa-Sonder­reihe 07/15 (pdf)

O Toni Curtis, i Gina Lollobrigida taj i Claudia Cardinale – ada tschak jek tikno falato le bari­kane dsche­nen­dar hi, saven i Rose Marie Horvath te prindscha­rel schaj sik­lija. But kipi, suve­nirs taj muschi­ka­kere instru­mentscha i 76-ber­schen­geri use jek kamlo privatiskero musejum andi ko­mora le khe­restar khe­tan ke­dija.

Te prindscharel siklija oj le muschikaschi ando 1950iger berscha ande jek moja­kero ande Frankfurt. „Kada ande ajom, taj ov man dikla, taj kada me le diklom – o mentscho ande tscha­latscha“, phu­kal i Rose Marie Hor­vath, pedar o ersch dikipe leha. I bari bast cidel pe sar jek lolo thav duach o dschi­vipe le dujen­dar. O Willi ojs Rom ando logeri Lackenbach ande tscha­pim sina. Kaj jek moja­kero andar Kleinwarasdorf (becirk Uprutni Puja) pe vasch leste ande beschar­tscha taj afka i cili fami­lija o naci re­schim schaj prik dschivde. Read the rest of this entry »

♫♫ And-Ek Ghes … ♫♫

November 29th, 2016  |  Published in Film & Theater, Musik

„And-Ek Ghes …“ – ein Film von Philip Scheffner & Colorado Velcu

Das also passiert, wenn man den Roma-Protagonisten dieses Doku­men­tar­films Kame­ras und Ton­studio zur Ver­fü­gung stellt: eine krea­tive Ketten­reak­tion, die wie neben­bei dieses Lied samt Bollywood-Film­idee ab­warf. Zu sehen im Doku­men­tar­por­trät der rumä­ni­schen Fa­mi­­lie Velcu, die ver­sucht, in Deutsch­land ein neues Le­ben zu be­gin­nen. Nur noch HEUTE (29.11.) in der rbb-Mediathek.

(mehr hier)

So long, Leonard!

November 13th, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Als 15-Jähriger erhielt Leonard Cohen in Montreal sei­ne ers­ten, prä­gen­den Gitarre­stun­den von einem jungen Gita­no aus Spanien, den er in einem Park an­gespro­chen hat­te und der nur wenige Tage darauf tra­gisch verstarb. „Diese sechs Ak­kor­de und diese Klang­farbe der Gitar­re waren die Basis für all meine Lieder und meine ge­sam­te Musik. Alles, was Sie an Gutem in meinen Lie­dern und in meiner Lyrik finden, ist in­spi­riert von diesem Land“, er­zählte Cohen 2011 bei einer An­sprache in Madrid. Nicht von un­gefähr stand Leonard Cohen zeitlebens unter dem Ein­druck des anda­lu­si­schen Dich­ters Federico García Lorca, dessen Werk sich so sehr der Kultur der Gitanos (spa­nische Roma) ver­schrie­ben hatte. Read the rest of this entry »

Desert Inspiration

November 3rd, 2016  |  Published in Film & Theater, Musik

Dokumentarfilm von Robert Krieg & Monika Nolte
57 Min., D 2015 (DVD erschienen bei W-Film)

Pressetext: Der deut­sche Sinti-Gitar­rist Lulo Reinhardt, einer der wich­tigsten Er­neue­rer der Gypsy-Musik, reist in den Sü­den Marokkos. Er taucht ein in die Welt der Berber, die in ihrer Musik, ihrer Poesie und ihren Tänzen die Ein­heit von Mensch und Natur be­schwö­ren. Am Ufer der Draa trifft Lulo Rein­hardt seinen Freund und Kol­le­gen Cherif El Hamri. Über die Musik fin­den sie schnell eine ge­mein­sa­me Sprache. Ele­men­te des Sinti-Swing ver­bin­den sich mit den hypno­ti­schen und repe­ti­ti­ven Klän­gen des Ahwash, einem Ritual der Rei­ni­gung und Er­neue­rung – Orient trifft Ok­zi­dent in ein­zig­arti­ger Wei­se.

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Deutsches Verdienstkreuz an Riccardo Sahiti

Oktober 11th, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Riccardo M. Sahiti (Foto: Slovo21, via Radio Prag)Dirigent Riccardo M. Sahiti mit dem Verdienst­orden der Bun­des­re­publik Deutsch­land aus­ge­zeichnet

Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit er­hielt der Dirigent der „Roma und Sinti Phil­har­mo­niker“, Ric­cardo M. Sahiti, für sein künst­le­ri­sches Schaf­fen das Verdienstkreuz am Bande durch Bun­des­präsident Joachim Gauck. Der Vor­sitzende des Zentralrats Deut­scher Sinti und Roma, Romani Rose, nahm an der Ver­lei­hung teil und sagte über Sa­hi­tis künst­le­ri­sches Schaf­fen: „An­stelle einer in weiten Teilen der Gesell­schaft vor­herr­schen­den stig­ma­ti­sie­ren­den und zu­meist mit nega­tiven Vor­urteilen be­las­te­ten Sicht auf die Minder­heit lenken die Dar­stellung und Ver­mitt­lung des kul­tu­rellen Bei­trags von Sinti und Roma den Blick auf ihre Verdienste und ihre eige­nen An­stren­gun­gen als gleich­berech­tigte und aktive Bür­ger Deutsch­lands und Europas.“

Mit viel Idealismus hat der Dirigent Riccardo M. Sahiti im Jahr 2002 die „Roma und Sinti Philharmoniker“ ge­grün­det. Dem international einmaligen Orchester ge­hören über­wiegend Musi­kerin­nen und Musi­ker der Sinti- und Roma-Min­der­heit an. Sie kommen aus Symphonie­orchestern ganz Euro­pas zu­sam­men, um Werke auf­zu­führen, die in der Kultur der Roma und Sinti ver­wurzelt oder durch sie inspi­riert sind. Dazu ge­hören so­wohl das klas­si­sche Reper­toire von Brahms, Liszt oder Bizet als auch neue Kom­po­si­tio­nen von Roma und Sinti. Mit dem von dem Orchester ur­auf­ge­führ­ten „Requiem für Auschwitz“ des Sinto Roger Moreno Rathgeb hat Riccardo M. Sahiti auch dazu bei­getra­gen, die leid­volle Ge­schich­te der Sinti und Roma wach­zu­halten. Sein Wirken zeigt eindrucks­voll, wie be­deu­tend das künst­le­ri­sche Schaffen von Minder­heiten für die deutsche und eu­ro­päi­sche Kul­tur war und ist und be­wahrt deren kul­turel­les Erbe.

Zum Werdegang des Künstlers:

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Sido, du hast es versemmelt

August 22nd, 2016  |  Published in Film & Theater, Musik, Rassismus & Menschenrechte

Sido singt erstmals über seine Sinti-Herkunft. – Schade, eine vertane Chance.

„Ich bin ein Sinti (sic) von Kopf bis Fuß/ Immer wenn ich diese Trom­meln höre, kocht mein Blut/ Ich bin ein Zi­geu­ner, Zi-Zi-Zigeuner“, singt Sido in seinem brandneuen Song. „Geuner“ lautet der Titel der neuen Single aus dem für Herbst an­ge­kün­dig­ten Al­bum. Das zu­ge­hö­rige Video ver­öf­fent­lich­te der 35-Jäh­rige am Don­ners­tag auf Youtube. Und es sorgt gleich für Auf­sehen: Bin­nen eines Tages wurde es mehr als 200.000 mal auf­ge­rufen, in­zwi­­schen sind es schon weit über 500.000 Klicks.

Bis­lang hat sich der Berliner nur sehr sel­ten über seinen Hin­ter­grund – seine Mut­ter ist Sintiza – geäußert (etwa hier­ oder hier). Dass er das Thema jetzt der­art pro­mi­nent auf­greift, ist bemerkens­wert und ver­dient Respekt. Dieses „Coming out“ eines der wichtigsten deut­schen Rapper hät­te auch durchaus das Zeug zu einem be­deu­ten­den Mo­ment ge­habt. Sido hät­te Sinti und Roma ein­mal ins rechte Licht rücken kön­nen – anders als dies ein res­sen­ti­ment­ge­la­de­ner BILD-Re­­dak­­teur auch machen würde. Und er hätte den Rassis­ten und ihren Kli­schees bei dieser Ge­le­gen­heit einmal in Rapper­-Manier so rich­tig in den Arsch tre­ten können. – Hat er aber nicht. Denn Sido war es anscheinend lieber, sich deren Vor­urteile zu­ eigen zu ma­chen, um seine ein­ge­ros­tete „Street Credibility“ mit Geuner-Gangsta-Ghetto-At­ti­tüde auf­zu­fri­schen. Und in Song­text und Video wim­melt es denn auch gerade­zu von alt­be­kann­ten „Zigeu­ner“-Kli­schees: Read the rest of this entry »

Riverdance war gestern: Romafest ♫

August 4th, 2016  |  Published in Musik

Die Roma-Tanzgruppe „Romafest“ aus Târgu Mureș (Siebenbürgen, Rumänien) hat das Zeug dazu, „River­dance“ und „Stomp“ schon bald Kon­kur­renz zu ma­chen. Einst­weilen ist das En­semb­le mit seinen Musiker­kol­le­gen aber offen­bar in Japan be­kann­ter als hier­zu­lande. Hier ein Live­auf­tritt in der por­tu­gie­si­schen Fern­seh­show „Portugal no Coração“ 2012.

O Gypsy-Jazzeri Häns’che Weiss mulo

Juni 8th, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Häns'che Weiss (1951-2016), Foto: Ando 2to juni o Sinti-Jazzgitaraschi taj kompo­nis­to Häns’che Weiss pal pharo nas­va­li­pe an­do fo­ro Berlin mulo.

O 1951 upro them alo muschikaschi o koji pre vir­tu­josi gita­ra­kere cidi­pes­tar andi fami­lija sik­lino taj 18 ber­schenca, hat ando bersch 1969, ov uso Schnucke­nack Rein­hardt Quin­tett use gelo. Palo­da andar oda, o Häns’che Weiss Quin­tett ari alo, kaj pa­sche o solo­gita­ra­schi Weiss te o Titi Winterstein up­ri he­duja cid­lahi. Usar o 1980te ber­scha o Weiss pro muschi­ka­kero keripe bul­har­tscha taj ov le Bossa Novas­ke taj le Moder­ni Jazzis­ke use pe irin­tscha.

Le Häns’che Weissiha, jek le barikaneder dschenden­dar les­kere gen­re­sis­tar mulo.

Jazzmusiker Häns’che Weiss verstorben

Juni 5th, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Häns'che Weiss (1951-2016), Foto: Am 2. Juni verstarb der Sinti-Jazzgitarrist und Kom­po­nist Häns’che Weiss nach schwerer Krankheit in Berlin.

Der 1951 geborene Musiker lernte die Grund­lagen seines virtuo­sen Gitar­ren­spiels in der Fa­mi­lie und trat mit 18 Jah­ren 1969 in das Schnuckenack Reinhardt Quintetts ein. Aus die­sem ging spä­ter das Häns’che Weiss Quintett her­vor, in dem neben dem Solo­gitar­risten Weiss unter an­derem Titi Winterstein an der Vio­li­ne spiel­te. Ab den 1980er Jahren er­wei­ter­te Weiss sein musi­ka­li­sches Schaf­fen und wand­te sich auch der Bos­sa Nova und dem Modern Jazz zu.

Mit Häns’che Weiss verstarb einer der Bedeu­tendsten sei­nes Genres.

Tschechien: Roma-Festival Khamoro eröffnet

Mai 30th, 2016  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Khamoro: noch bis 4. Juni 2016 in Prag

In Prag begann am Sonntagabend der 18. Jahrgang des inter­natio­na­len Roma-Festivals Khamoro. Im Mit­tel­punkt des Fes­ti­vals ste­hen Roma-En­sembles aus der gan­zen Welt – vom cha­rak­te­ris­ti­schen Balkan-Brass bis hin zum Roma-Jazz. Die Kon­zerte fin­den an meh­re­ren Or­ten in Prag statt. Zu­dem wird das Festival von einem infor­ma­ti­ven Rahmen­programm be­glei­tet. Ge­plant sind zahl­rei­che Dis­kus­sio­nen so­wie Film­vor­füh­run­gen zum Thema Rechte der Roma vor al­lem in Europa und Russland so­wie ihre Stel­lung in der Ge­sell­schaft. Das Festival fin­det zum 18. Mal statt und soll­te ur­sprüng­lich auf die Lage der Roma auf­merk­sam ma­chen und zum Ab­bau von Vor­ur­tei­len und Ste­reo­typen die­nen. (Text: Radio Praha)

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