Musik

Sieger des „Romani Gili Contest“ stehen fest

Juni 28th, 2026  |  Published in Musik

Song Contest der Roma: Romani Gili Contest (ERIAC)Das „European Roma Institute for Arts and Culture“ (ERIAC) hat die Ge­win­nerin­nen und Gewinner des inter­na­tio­na­len „Romani Gili Contest 2026“ be­kannt ge­geben.

Der Musikwettbewerb würdigt heraus­ra­gende Inter­­preta­tionen von Roma-Songs und soll die musi­kali­sche Vielfalt sowie das kultu­relle Erbe der Roma sichtbar machen. Die prä­mierten Beiträge stammen aus meh­reren euro­päischen Ländern und wurden von einer in­ter­natio­nal be­setzten Fachjury sowie dem Publikum be­wertet.

Den ersten Preis in der Höhe von 2.000 Euro gewannen Zlata Ristić und Elma Dalipi aus Serbien. Über den Sieger­beitrag schreibt ERIAC:

Zlata Ristić und Elma Dalipi aus Serbien präsentieren ihren Song „Sose“. Verwurzelt in kollek­tiven Erfah­rungen, entfaltet sich das Lied anhand einer Reihe von Fragen an die Welt und thema­tisiert die struk­turelle Margi­nali­sierung und Dis­kriminie­rung von Roma-Ge­mein­schaften. Seit 2014 treten sie gemein­sam in der Gruppe „Pretty Loud“ auf, einem weib­lichen Roma-Hip-Hop-Projekt, das sich der Auf­klärung junger Roma-Frauen über ihre Rechte widmet.

Der zweite Preis (1.000 Euro) ging an Ariane Bajard Behr (Ari Kali) aus Frankreich:

Ari Kali schrieb „Orphée“ einige Jahre nach der Geburt ihres ersten Sohnes und be­nannte das Lied zu seinen Ehren. Inspi­riert von ihrem Roma-Erbe mütter­licher­seits, ver­stand sie das Stück als Aus­druck mütter­licher Liebe und als Mög­lich­keit, ihren Sohn mit seinem kultu­rellen Erbe zu ver­binden.

Und den dritten Preis (500 Euro) erhielt Nina Brasseur aus Prekmurje (Slowenien):

Die junge Roma-Sängerin Nina Brasseur aus Slowenien nahm mit ihrem selbst­geschrie­benen Lied „Sune“ am Romani Gili Contest teil. Die Kom­position, die von Träumen und Sehn­süchten handelt, hat für die Künstlerin eine beson­dere Bedeu­tung; sie be­schreibt sie als Ausdruck ihres lang ge­hegten Traums zu singen.

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Roma-Butschu (Kirtag) 2026 ando Burgenland

Juni 9th, 2026  |  Published in Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 8.6.2026 | 6:32 min

Roma-Burschu in Unterwart/Tenu­erbate

Suboton ando schovto juni bisch bischu­schov o tradici­jo­neli Roma-Butschu ando Kultu­rakero kher Tenu­erbate tel likerdo ulo. Sar sako bersch te ada bersch mu­schika i bur­gen­landi­tiki tra­dicija ando masch­ka­rutno punkto terdschino. Min­den­feli­tike flogos­kere bandi andar o Burgenland taj andar i Slo­venija pumaro muschi­kaha le dschenen lo­schande. O Roma-Butschu jek mula­tin­tschago hi, kaj o Roma taj o gadsche pumen schaj arpurun taj i tra­dicija le Romen­dar te prin­dscharel siklon. O Romane bandi, „Romano Rath“ i „Leon Berger Band“, sar i terni ungriki banda „Szélforgók“, i horvacki tamburica „Vlahja“ , taj andar i Slovenija i Romani banda „Romano Glauso“ i min­den­feli­tiki kultura le Romen­dar taj le burgen­landistar le dsche­nenge pascheder ande. I kultureli diver­siteta adaj upro pro­gramo terdschi­no, pe ar te parul taj khetan te mula­tinel. Mulatim taj kheldo ulo dschi hora ratschas­ke ande.

Am Samstag, 6. Juni 2026, um 19:00 Uhr fand im Kultur­haus Unterwart der tra­ditio­nelle Roma-Butschu (Kirtag) statt. Das Fest der Kultu­ren bot Auf­tritte von Roma-Künst­lern wie „ Romano Glauso “ aus Slowenien, „Romano Rath“ und der „Leon Berger Band“ sowie von der unga­rischen Volks­musik­gruppe „Szélforgók“ und der kroa­tischen Tam­bu­rizza „Vlahija“.

(Beitrag: TV Erba)

Roma-Butschu: Kirtag in Kulturhaus Unterwart

April 20th, 2026  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Butschu 2025Roma Butschu Tenuerbate: Suboton, 6to juni 2026, 19:00 orenge o tradicijoneli Roma Butschu sar sako bersch Tenu­­erbate ando kultu­­ra­­ker kher (Marien­­platz 5) tel liker­­do ol. O Roma Butschu hi jek mula­­tin­­­tscha­go le kultu­­­ren­dar le flo­gos­­­kere grup­nen­­­dar, kaj pa­sche o Roma kinstler­tscha, Roma­no Glauso, Romano Rath taj i Leon Berger Band, i ungriki terni banda Szélfor­gó­­kund taj i horvacki tam­buriza Vlahija pu­maro dscha­nipe sikav­na. Imar sajt o bersch 1991 pumen adaj resto taj khetan mu­la­tim ol – Roma taj gadsche. Adaj dschal vasch kul­tu­reli diver­siteta, le khe­tano khe­tani­peha le min­den­felitike flo­gos­kere grup­nendar.

Am Samstag, 6. Juni, 2026, 19:00 Uhr, wird wie jedes Jahr der tra­di­tio­nel­le Roma-Butschu, also der Kirtag, in Unterwart in Kul­tur­haus (Marien­platz 5) über die Bühne gehen. Der Roma-Butschu – Roma-Kirtag ist ein Fest der Kulturen und Volks­gruppen im Burgen­land. Seit dem Jahr 1991 trifft man sich und feiert gemein­sam – Roma und Nicht-Roma. Es geht um kultu­relle Diver­sität, um das Mit­einander der ver­schie­denen Volks­gruppen. Im Mittel­punkt steht dabei jedes Jahr die Musik. Neben den Ober­warter Roma-Bands „Romano Rath“ und „Leon Berger Band“ prä­sen­tiert heuer auch die slowe­nische Band Romano Glauso ihr Können. Weiters stehen musika­lische Dar­bietun­gen der ungari­schen Nach­wuchs­volks­musik­gruppe Szélfor­gókund und die Tam­bu­rizza Vlahija auf dem Programm.

Programm/Programo:

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Opre Roma! – Internationaler Roma-Tag 2026

April 8th, 2026  |  Published in Musik

Gelem, gelem (2019)
Ida Kelarová & Čhavorenge & Tschechische Philharmonie (Česká filharmonie)

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Ida Kelarová: „Hej Romale“ (2019) ♫

Februar 10th, 2026  |  Published in Musik

Die tschechische Roma-Sängerin Ida Kelarová, inter­natio­nal be­kannte Musikerin und Grün­derin des Roma-Jugend­chors Čhavorenge, feiert heute ihren 70. Geburts­tag. Wir gratu­lieren!

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Bastali boschitscha!

Dezember 24th, 2025  |  Published in Brauchtum & Tradition, Musik

Bastali boschitscha taj latscho Nevo Bersch
kivaninen tumenge
o dschene andar dROMa

33. Roma-Ball / Romano Mulantintschago

Dezember 19th, 2025  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Romaball 2026 (Bilder: z.V.g. von Verein Hango Roma)Samstag, 14. Februar 2026 im Kulturhaus Unterwart, Mari­en­platz 5

Der traditionelle Roma-Ball, veranstaltet vom Verein HANGO ROMA, ist seit nun­mehr 33 Jahren ein jähr­licher kul­tu­rel­ler Fix­punkt und Aus­druck der Identität der Volks­­grup­pe. Die Kultur der Roma prä­sen­tiert sich der Öffent­lich­keit. Roma und Nicht-Roma haben die Ge­legen­heit, sich aus­zu­tau­schen und mehr über die Volks­gruppe zu er­fahren. Musika­lisch um­rahmt wird der Roma-Ball 2026 von den Ober­warter Ro­­ma-Mu­sik­grup­pen, der LEON BERGER BAND und ROMANO RATH, sowie vom BELA HORVATH ENSEMBLE aus Ungarn und der Sängerin ANITA WAGNER. Be­son­de­res High­light ist die Krö­nung der „Roma-Kö­ni­gin“ und des „Ro­ma-Königs“ 2026.

Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:00 Uhr | Ab 19:00 Uhr Salon­mu­sik | Ein­tritt: Vor­ver­kauf € 10,– | Abend­kasse € 12, | Vor­ver­kauf und Tisch­re­ser­vie­rung: Tel.: 0676 / 930 66 94 oder per E-Mail: office@hango-roma.at

Subota, 14to feberi 2026 ando kulturakero kher Tenu Erba, Ma­ria­ke­ro than 5

O tradicijoneli Roma-Ball, kerdo le farajnistar HANGO ROMA, akan imar sajt 33 ber­scha jek sako ber­schen­gero kultu­reli bari­kano punk­to taj ardschu­min­tscha­go la iden­tite­tatar la flo­gos­kera grupna­tar hi. I kul­tura le Romen­dar le pra­di­peske sikal pe. Le Romen taj le gadschen o schajipe hi, pe ar te parul taj bu­teder pedar i flo­gos­keri grupn le schunel. I mu­schika upro Roma-Ball 2026 keren o Ro­men­ge­re-mu­schi­ka-kere grupn Erbatar, i LEON BERGER BANDA taj ROMANO RATH, taj o BELA HORVATH ENSEMBLE andar o Ungri­ko taj i dschi­lasch­kija ANITA WAGNER. Ba­ri­ka­nipe hi o völi­­nipe la „Ro­men­ge­ra-ki­ral­ki­jatar“ taj le „Ro­men­ge­re-ki­ra­lis­tar“ 2026.

Andedschajipe: 19:00 orenge | Kesdipe: 20:00 orenge | Usar 19:00 oren­ge salo­nis­ke­ri mu­schi­ka | Po­tschin­tscha­go: Ang­lut­no kosch­ta­li­nipe € 10,– | Kira­tis­ke­ro kosch­tali­nipe € 12,– | Ang­lut­no kartschi­jen­gero bi­kni­pe taj sto­los­kero pe­kan­tscha­go: Har.: 0676 / 930 66 94 vaj pe­dar e-mail: office@hango-roma.at

Khetanperipe ando Advent

November 19th, 2025  |  Published in Literatur & Bücher, Musik, Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-Advent 2025 am 6. 12. 2025Traditioneller Roma-Advent 2025

LESUNG – MUSIK – KULINARIK
Sa., 6. Dezember 2025, Beginn: 19:00 Uhr
OHO in der Lisztgasse 12, Oberwart

Der traditionelle Roma-Advent wird auch heuer wieder gefeiert – ein Fest der Kultur, Musik und Kulinarik. Seit vielen Jahren wird die Ver­an­stal­tung orga­ni­siert, um den Stellen­wert der Volks­gruppe der Roma zu be­wahren und ihre reiche Tra­dition und Kultur in der Öffent­lich­keit sicht­bar zu machen. Unter dem Motto „30 Jahre Volks­grup­pen­beirat der Roma in Österreich“ steht der dies­jäh­rige Roma-Advent ganz im Zei­chen des Jubi­läums.

Lesung von Gerhard Altmann
Der burgenländische Autor und Musiker Gerhard Altmann wird im Rahmen der Ver­anstal­tung aus seinen Werken „Nord – Mitte – Süd. Mein Burgenland“ und „heazdregg und hianungraud“ lesen. Ger­hard Alt­mann, gebo­ren 1966 in Wien und wohn­haft in Pöttsching, ist seit vielen Jahren lite­ra­risch und musika­lisch tätig. Zu seinen jüngsten Ver­öffent­li­chun­gen zählen „König der Plastik­viecher“ (CD, 2020), „Nord – Mitte – Süd“ (lex liszt 12, 2023) und „Ruster Ausbruch“ (Biblio­thek der Provinz, 2024, mit Fotos von Manfred Horvath).

30 Jahre Volksgruppenbeirat der Roma
Im Rahmen des Abends wird ein Resümee über die Erfolge der ver­gan­genen drei Jahr­zehnte gezogen. Seit der ersten konsti­tuie­ren­den Sitzung am 5. Sep­tember 1995 im öster­rei­chi­schen Bundes­kanzler­amt arbeitet der Volks­grup­pen­beirat der Roma daran, die kultu­relle Identität der Roma zu stärken und die Vielfalt dieser Volks­gruppe als Teil der öster­rei­chi­schen Gesell­schaft zu fördern.

Musik und Kulinarik
Für die musikalische Umrahmung sorgen die burgen­län­di­schen Roma-Musik­grup­pen Romano Rath, die Leon Berger Band sowie Ivana Ferencova the o Zorale. Read the rest of this entry »

BVZ: Post Meridiem Band

Oktober 30th, 2025  |  Published in Musik

Post Meridiem beim Roma-Butschu 2025 (Foto: ORF/Roma-Redaktion)Roma: Bildung, Bühne neues Selbstvertrauen


Von Bertie Unger, erschienen in der BVZ, 30.10.2025

Was früher im Grunde unmöglich war, wird heute gelebt: Bildung, Selbst­be­wusst­sein und Sicht­bar­keit inner­halb der Roma-Com­mu­nity. Die Musikerin Michelle Hor­vath steht mit ihrer Band Post Meridiem für eine Gene­ration, die sich ihren Platz er­arbeitet hat. Auf der Bühne und im Leben.

Wenn Michelle Horvath und Pia Putz gemein­sam auf der Bühne stehen, ist das mehr als Musik. Es ist ein Stück gelebter Wandel. Pop, Austropop und Songs auf Romanes – Sprachen und Klang­welten, die sich mischen, ohne sich zu ver­lieren. Die beiden Musi­kerin­nen aus Kleinbachselten und Kemeten bilden das Duo Post Meridiem. Ihre Auftritte wirken un­aufgeregt, aber ehrlich. Man merkt, sie machen nichts, um zu ge­fallen, sie machen es, weil es ihnen etwas bedeutet.

Kennengelernt haben sich die beiden im musischen Zweig des BORG Güssing. In einem Umfeld, in dem vieles wachsen kann, das viel­leicht bleibt: Neugier, Freund­schaft, Vertrauen. Auf einer Matura­reise be­schlossen sie, gemeinsam Musik zu machen. Heute spielen sie auf Ver­anstal­tungen im ganzen Land, covern noch die meisten Songs, doch eigene Stücke sind in Arbeit – auch in Romanes, der Sprache der Roma.

Michelle kommt aus Kleinbachselten und ist Romni, Pia kommt aus Kemeten und ist kein Mitglied der Volks­gruppe. Doch Musik kennt keine Her­kunft. Mit Michelles Hilfe lernte Pia, Texte auf Burgenland-Romanes zu singen.

Alles keine Selbstverständlichkeit

Dass Michelle Horvath heute studiert, arbeitet und Musik macht, war keine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Noch vor wenigen Jahr­zehnten wurden Roma-Kinder in Österreich syste­matisch be­nach­teiligt. „Selbst talentierte Kinder wurden in Sonderschulen geschickt, oft ohne Be­gründung“, sagt Josef Schmidt vom Verein Roma-Service. Erst die Roma­bewegung der späten 1980er-Jahre brachte eine Wende. Read the rest of this entry »

Kulturfestival „Djelem Djelem“ in Dortmund

September 2nd, 2025  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Djelem Djelem 2025: das größte Roma-Kulturfestival in Deutschland Das Festival „Djelem Djelem“ feiert die Kultur der Sinti und und Roma mit vielen Ver­an­stal­tungen

Pressemitteilung der Stadt Dortmund: Zum zwölften Mal lädt das Kulturfestival „Djelem Djelem“ Besu­cher*in­nen im Sep­tem­ber zu zahl­reichen Ver­an­stal­tun­gen ein: Beim größ­ten Kultur­festi­val der Sinti und Sin­tizze und Roma und Romnja in Deutschland kön­nen Besu­cher*in­nen in die Kunst, Kultur, Ge­schichte und Gegen­wart der Sinti und Sintizze und Roma und Romnja ein­tau­chen.

Beim Kulturfestival stehen vom 1. bis zum 15. September Themen und Ver­anstal­tun­gen im Fokus, die Roma und Romnja und Sinti und Sintezze be­wegen. Das Festival lädt mit Konzerten, Aus­stellun­gen, Filmen, Fort­bildungen und Begeg­nungen dazu ein, diese Kulturen kennen­zu­lernen und zu feiern. Das Gros der Ver­anstal­tun­gen ist kosten­los. Ver­anstal­tet wird das Festival von der Stadt Dortmund zusam­men mit vielen Ko­opera­tions­partnern – darunter AWO Dortmund, Romano Than e.V. und dem Keuning.haus.

Nachwuchstalent Susey erobert mit 13 Jahren die Bühne

Zu den Höhepunkten gehört nach dem großen Erfolg aus dem vergangenen Jahr die zweite Ausgabe von „Mari Gilia – Nacht der Sinti-Kultur“ am 9. Septem­ber im Keuning.haus. Die Musik­ver­anstal­tung will musikali­schen Talenten, die oft dem breiten Publikum un­bekannt sind, eine Plattform bieten. Viele junge Musiker*in­nen aus Dort­mund sind dabei. Aber auch Talente aus der weiteren Um­gebung, wie die 13-jährige Susey Wendy, eine Soul- und Jazz-Sän­gerin aus Freinsheim in Rheinland-Pfalz, die schon einige Erfolge vor­weisen kann. Im Juni nahm Susey zum ersten Mal an einem Gesangs­wett­bewerb teil und gewann direkt den „Welcome to Europe Song Contest“. 120 Künstler*innen aus neun Nationen kämpften um den Sieg, doch Susey konnte mit ihrem Song „Diesen Weg“ über­zeugen. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur För­derung der jungen Taltente“, so Kultur­dezer­nent Jörg Stüdemann.

Ein weiteres großes Musikfestival ist das Balkan-Familien-Fest „Balkan Beatz“ am Freitag, 12. Septem­ber, von 18 bis 22 Uhr auf dem Friedens­platz Dort­mund. Mit auf der Bühne sind die Denorecords Balkan Show und Live-Acts „Skennybeatz“, „Mr. Sero“, „Muamet“, „Devin“ sowie „DJ Maki & DJ Gabriel“.

Familienfeste und feministische Abende

„Das traditionelle Familienfest am Sonntag, 7. September, ist ein weiterer Höhe­punkt“, so Hassan Adzaj von Romano Than. Der Verein ver­anstaltet dieses Fest auf dem Nordmarkt. In diesem Jahr tritt dort die Romani-Brass-Gruppe „Urgani Germanei“ auf, außer­dem gibt es ein großes Spiel- und Spaß-An­gebot für Kinder. Read the rest of this entry »

I Romani banda „Romano Rath“

Juni 16th, 2025  |  Published in Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 16.6.2025 | 6:44 min

Die burgenländische Roma-Band „Romano Rath“ („Roma-Blut“)

Schov terne Roma andar i Tenuerba, Erba taj Tikni Boslinatar kerde angle poar berscha i banda „Romano Rath“ taj uso kultu­ra­kero ent­vikli­nipe le Romen­dar jek bari­kano falato use ledschine. O muschi­kasch­tscha ar pumenge kerde Romani muschika te kerel. O erschti cidipe la bandatar „Romano Rath“ sina uso Roma-Butschu 1994 andi Tikni Boslina.

Sechs junge Roma aus Unterwart, Oberwart und Klein­bach­selten grün­deten vor über 30 Jahren Jahren die Band „Romano Rath“ („Roma-Blut“) und trugen in der Folge wesent­lich zur Ent­wicklung einer eigenen Fest­kultur bei. Die Musiker ent­schieden sich, Roma-Musik zu machen. Der erste Auftritt der Band „Romano Rath“ fand beim Roma-Butschu 1994 in Kleinbachselten statt. Read the rest of this entry »

Roma-Butschu im Kulturhaus Unterwart

Juni 11th, 2025  |  Published in Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 10.5.2025 | 6:53 min

Roma-Butschu ando Kultura­kero kher Tenu­erbate

Suboton, 7. juni, 2025, o tradicijoneli Roma-Butschu tel likerdo ulo. Sar sako bersch i muschika i burgen­landitiki tradicija ando masch­karutno punkto terdschino. O Roma-Butschu hi jek mula­tin­tschago le kultu­rendar le flogos­kere grup­nendar, kaj o Romane bandi, „Romano Rath“ i „Leon Berger Band“, sar Csörge, i horvacki tam­burica „Vlahija“, „Post Meridiem Band“ taj i nevi khetan beschti banda „Romantic Death“ pumaro dscha­nipe sikade. I kultureli diver­sitata adaj upro programo terdschino, pe ar te parul taj khetan te mu­latinel.

Der Roma-Butschu (Roma-Kirtag) ist ein Fest der Kulturen und Volksgruppen im Burgenland. Seit dem Jahr 1991 trifft man sich und feiert ge­mein­sam – Roma und Nicht-Roma. Es geht um kultu­relle Diversität, um das Mit­einander der ver­schie­denen Volks­gruppen. Im Mittel­punkt steht dabei jedes Jahr die Musik. Neben den Oberwarter Roma-Bands „Romano Rath“ und „Leon Berger Band“ präsen­tierten heuer auch die neu ge­gründete Band „Romantic Death“ ihr Können. Read the rest of this entry »

7. Juni: Roma-Butschu 2025 in Unterwart

Mai 31st, 2025  |  Published in Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Butschu 2025Sa./Sub., 7. Juni 2025
Beginn/kesdipe: 19:00 Uhr/orenge

Kulturhaus, Marienplatz 5 in Unterwart/Kulturakero kher, Mariakero than 5, Tenu Erba

Der Roma-Butschu (Roma-Kirtag) ist ein Fest der Kulturen und Volks­gruppen im Burgenland. Seit 1991 feiern Roma und Nicht-Roma ge­mein­sam ein Fest der Vielfalt und Diver­sitäten. Im Mittel­punkt steht dabei jedes Jahr die Musik. Neben den Ober­warter Roma-Bands „Romano Rath“ und „Leon Berger Band“ prä­sentie­ren heuer auch die „Post Meridiem Band“ und „Romantic Death“ ihr Kön­nen. Wei­ters stehen musi­kali­sche Dar­bietun­gen der ungari­schen „Volks­musik­gruppe Csörge“ und der „Tam­burica Vlahija“ auf dem Pro­gramm. Der Eintritt ist frei!

O Roma-Butschu jek mulatin­tschago le kultu­rendar taj flogos­kere grupnen­dar ando Burgen­land hi. Sajt o bersch 1991, o Roma taj o gadsche, khetan jek mula­tin­tschago le minden­feliti­kostar mula­tinen. Ando masch­karutno punkto sako bersch i muschika terdschol. Pasche o erbakere Ro­mengere-bandi „Romano Rath“ taj „Leon Berger banda“ sikan ada bersch te i „Post Meridiem banda“ taj „Romantic Death“ lengero dscha­nipe. Taj akor meg te muschi­kakere khelip­tscha la ungrika­kera flogos­kera mu­schi­kakera grupnatar „Csörge“ taj la tam­buri­catar „Vlahija“ upro programo terdschon. O ande­dscha­jipe na­phandlo hi!

„Nevo tschibtschakero prikdipe“

April 12th, 2025  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 11.4.2025 | 11:06 min

„Innovative Sprachvermittlung“ des Forum4Burgenland: Jahres­tagung und Prä­sen­ta­tion eines Kinder­lieder­bu­ches in Eisen­stadt

Amen vodschikan use amaro berschen­gero talali­nipe „Nevo tschib­tschakero prik­dipe“ le Forum­4Bur­gen­landis­tar akaras tumen. O mulatin­tschago, tscheter­tekon, ando 10to april 2025, ando kultu­rakero kongresa­kero centrum Tikni Martona tel likerdo ol. Loschanen tumen upre jek minden­felitiko pro­gramo, savo neve koji uso prikdipe le flogos­kere grupnen­gere tschib­tschendar le Burgen­lan­distar ando masch­karutno punkto ter­dscharel taj tumenge jek dikipe ando tschib­tschakero siklipe la muschi­kaha, la naturaha taj le mici­nipeha del. Uso berschengero talalinipe jek but tschib­tschakeri dschi­lakeri kenva le flogoskere ischko­lakere tschavenge ando reli­gijo­nakero siklipe angle terdschardi ol. I anaven­geri patrin ando keripe jeke fesch­tini­peskere bever­bistar le tscha­vendar taj tschajendar kerdi uli. Tumen schaj tumenge o minden­felitiko le and bitschade kipendar uso mulatin­tschago aun diken, o jerinasch­tscha taj jerina­schkiji uso mulatin­tschago pati­jarde on. Jek but tschib­tschakero chor o programo dschi­lenca andar i dschi­lakeri kenva vodinla. O Forum4Burgenland jek sikadipeskero forum la Privati Pedago­gischi Utschi Ischko­latar Burgen­land, la sikadi­peskera direk­ci­jo­natar Burgenland taj le bur­genlan­ditike flogo­skere grupnen­gere bajro­tschendar hi. Ando bersch 2019 le ciliha kerdo, o flogoskere grup­nengere tschibtscha, o burgen­landitiko horvacko, o ungriko taj o Bur­gen­land-Romani ando pradi­peskero esbe lipe te sikal taj ando sikadi­peskero than te soraljarel.

Das Forum4Burgenland ist ein Bildungsforum der Privaten Päda­go­gischen Hochschule Burgenland, der Bildungs­direktion Burgen­land und der burgen­län­dischen Volks­gruppen­beiräte. Es wurde im Jahr 2019 mit dem Ziel geg­ründet, die Volks­gruppen­sprachen Burgen­land­kroatisch, Ungarisch und Burgen­land-Romani in der öffent­lichen Wahr­nehmung sichtbarer zu machen und sie im Bildungs­bereich zu stärken. Die Veranstaltung fand am Donnerstag, den 10. April 2025 im „Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt“ statt und bot ein viel­fältiges Pro­gramm, das inno­vative Ansätze zur Ver­mittlung der Volks­gruppen­sprachen des Burgen­landes in den Mittel­punkt rückt und Einblicke in das Sprachen­lernen mit Musik, Natur und Bewegung er­möglicht. Bei der Jahres­tagung wurde ein mehr­sprachiges Liederbuch für Volks­schulkinder im Religions­unterricht prä­sentiert. Read the rest of this entry »

„Gelem, gelem“ (Leon Berger Band)

April 1st, 2025  |  Published in Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 31.3.2025 | 4:57 min

Leon Berger Band pumare pajtaschiha Bobi i dschili Gelem, gelem ando Prado Kher Erba cidine

I dschili „Gelem, gelem“ ando bersch 1971 uso erschti inter­nacijo­nali themes­kero Roma kogreso ojs nacijo­nali – vaj inter­nacijo­nali – himna le Romen­dar taj Sinti­jendar insti­tucijo­nali­sirim uli. Dschi 1971 i dschili jek baro gendo Romendar tschak upro Baklan prin­dschardi sina. Palo kon­greso kesdim ulo, i dschili ojs inter­nacijo­nali politischi gondo ojs „oficijeli“ himna te kerel. I triti taj i schtari schtro upro kongreso la inter­nacijo­nali Roma unijonatar khtan la Romen­gera asata­vaha kon­ciprim ulo.

Das Lied mit dem Titel „Gelem, gelem“ wurde 1971 auf dem ersten Roma-Welt­kongress als National- oder inter­natio­nale Hymne der Sinti und Roma insti­tutio­na­lisiert. Bis 1971 war das Lied einer großen Zahl von Roma und Romnja, vor­nehm­lich auf dem Balkan, bereits als Volkslied bekannt. Nach dem Kon­gress begann man schließ­lich, das Lied als inter­natio­nale, zuweilen im politi­schen Sinn „offi­zielle“ Hymne zu ver­breiten. Die dritte und vierte Strophe wurde auf dem Kongress der „Inter­natio­nal Romani Union“ mehr oder weniger neu kon­zipiert – zu­sammen mit der Flagge, die die Hymne üblicher­weise in poli­tischen Zu­sammen­hängen be­gleitet.

(Beitrag: TV Erba)

Der „Zigeunerbaron“ wird übermalt

März 23rd, 2025  |  Published in Musik, Rassismus & Menschenrechte

Übermalt fürs Strauss-Jahr 2025: "Zigeunerbaron" ohne "Zigeuner" (Foto: Victoria Nazarova)„Keine Geschichte, die man heute so erzählen will“

Das Lied vom Rand der Welt oder Der „Zi­geu­ner­ba­ron“ – ein neu­er Blick auf ein um­strit­te­nes Werk: Mit einem Libret­to von Ro­land Schim­mel­pfen­nig und einer Re­kom­po­si­tion von der Music­banda Franui (Markus Kraler/ Andre­as Schett) ent­steht eine Neu­fas­sung von Johann Strauss‘ Der Zigeuner­baron mit pro­minen­ter Be­setzung, unter an­de­rem mit Tobias Moretti.

Uraufführung am 25. März 2025 im Wiener Mu­se­ums­Quar­tier (Halle E), Infos und Tickets unter:
→www.johann­strauss2025.at

Strauss’ 1885 uraufgeführte Erfolgsoperette „Der Zigeunerbaron“ ist eines seiner musi­kalisch ambitio­nier­testen, zugleich aber sein heute inhaltlich kontro­ver­siells­tes Werk. Das so brisante Stück erfährt an­läss­lich des Jubiläums­jahres seines Kom­ponisten eine musika­lische wie literarische Über­schreibung, die die darin ent­haltenen Spannungs­ver­hältn­isse sichtbar macht und in einen heuti­gen Kontext stellt. Die Be­arbeitung ist also kein Bruch mit Strauss, sondern eine Weiter­führung seiner Ideen. In der Neu­fassung von Roland Schimmel­pfennig, einem der meist­ge­spielten deutsch­spra­chigen Gegen­warts­drama­tiker, wird die Geschichte rund um Besitz, Liebe, Krieg, gesell­schaft­liche Ver­hältnisse wie auch Selbst­er­mächti­gung gleich­zeitig märchen­haft und desparat umgedeutet. Das für seinen un­verwech­sel­baren Klang be­kannte Tiroler Kammer­ensemble Music­banda Franui wird den belieb­ten Melodien von Strauss eine neue Dimen­sion ver­leihen. [Johann Strauss 2025]

Roland Schimmelpfennig:

Die berühmte Originaloperette von Johann Strauss ist musika­lisch ebenso reizvoll wie inhalt­lich proble­matisch, an­ge­fangen beim Titel und einer ver­klärenden, histo­risierten Schein­folklore in Bezug auf gleich mehrere Volks­gruppen bis hin zur Kriegs­ver­herr­lichung. [Quelle: Rathauskorrespondenz]

Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, sie steht für sich, und mit ihr ihre Sprache, dem müssen wir uns stellen. Aber alte Ver­letzungen, alter Rassismus, alter Imperia­lismus, alte Aus­grenzun­gen, alte sprach­liche Gewalt bleiben trotz­dem Ver­letzungen, Rassismus, Gewalt, und ich sehe keinen Sinn darin, diese in einer Musik­theater­auf­füh­rung zu wieder­holen, auch nicht zum, sagen wir mal, Lerneffekt. Ignaz Schnitzers Libretto ist – auch bei größter, wohl­wollen­der An­stren­gung – in seiner alten Form keine Geschichte, die man heute so er­zählen will. Bei der Original­version des ,Zigeunervbaron‘ kann einem an ver­schie­denen Stellen unwohl werden, nicht nur wegen der klischee­haften Fake-Folklore. Read the rest of this entry »

Romano Mulantintschago 2025

Februar 20th, 2025  |  Published in Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

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Tschibtscha | 19.2.2025 | 9:11 min

32. Traditioneller Roma-Ball in Unterwart

Te ada bersch o Romano mulatintschago Tenu­erbate tel likerdo ulo. O keraschi farajn HANGO Roma andar o sudi­tiko Burgenland o pativ­jakero upre dipe hi, o tradi­cijo­neli Roma-Ball tel te likerel taj afka i kultura le Romen­dar le pradi­peske te presen­tirinel. Roma taj gadsche afk schaj pumen te prin­dscharel siklon taj pumen schaj arparun. I muschika use o Romano mula­tintscha­go 2025 le Erbakere muschi­kane bandi, i LEON BERGER BAND, ROMANO RATH sar andar o ungriko BELA & LACI, i POST MERIDIEM BAND taj i ungriki kheli­peskeri grupn Tenu­erbatar. Paloda te jek show del la neva bandatar ROMANTIC DEATH. Roma taj gadsche afk schaj pumen te prindscharel siklon taj pumen schaj arparun. Sar sako bersch hi i tradicija le upre beschari­pestar la koro­natar la Romani kiral­kijake taj le Romano kiral­kijeske 2025.

Der Verein HANGO Roma hat die ehrenvolle Aufgabe, den traditio­nellen Roma-Ball zu ver­ansta­lten und so die Kultur der Roma der Öffent­lich­keit zu prä­sentie­ren und sichtbar zu machen. Der Roma-Ball ist ein jähr­licher kultureller Fix­punkt, und dies seit nun 32 Jahren. Er ist gleich­zeitig Aus­druck der kultu­rellen Identität der Volks­gruppe der Roma. Musikalisch um­rahmt wurde der Roma-Ball 2025 von den Oberwarter Roma-Mu­sik­grup­pen, der LEON BERGER BAND und ROMANO RATH sowie von BELA & LACI aus Ungarn, der POST MERIDIEM BAND und der unga­rischen Tanz­gruppe aus Unterwart. Weiters gab es eine Show-Musik­ein­lage mit der neu­for­mierten Roma-Band ROMANTIC DEATH. Read the rest of this entry »

Amen sam Roma / Wir sind Roma

Februar 8th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

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Tschibtscha | 7.2.2025 | 3:58 min

30 Jahre Roma-Attentat in Oberwart: Wir ge­den­ken des Rohr­bom­ben­atten­tats vom 4.2.1995

Amen sam Roma, kale Roma,
            Wir sind Roma, schwarze Roma,
schukar Roma upra ada them,
            schöne Roma auf dieser Welt,
o kale atscha taj o kale bal,
            die schwarzen Augen und die schwazen Haare,
so amen Roma, Roma hi.
            die wir Roma, Roma haben.

Amen sam Roma, kale Roma,
            Wir sind Roma, schwarze Roma,
tschore Roma upra ada them,
            arme Roma auf dieser Welt,
amen o gadsche nikaj na kamnahi,
            die Nicht-Roma wollen uns nirgendwo,
taj amen sam nipo sar o avre.
            aber wir sind Menschen wie die anderen.
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„Carmen“ im Berliner Gorki-Theater

Februar 1st, 2025  |  Published in Film & Theater, Musik

Carmen (© Ute Langkafel MAIFOTO)Gorki Theater in Berlin | Nach Georges Bizet und Henri Meilhac, Ludovic Halévy | Regie: Christian Weise | Musikalische Leitung und Arrangements: Jens Dohle | Mit Texten von Riah Knight, Lindy Larsson

Die britische Sängerin, Songwriterin und Schau­spiele­rin Riah Knight, die das Gorki-Pub­li­kum seit ihrem Auftritt 2017 in Roma Armee immer wieder be­geistert, schreibt über Carmen: „Die Roma-Gemeinschaft hat eine toxische Beziehung zu Carmen: Als eine unse­rer wenigen Ikonen, die die Jahr­hun­derte über­dauert haben, erfüllt sie jedes Stereo­typ, das jemals über uns Roma kur­sierte. Sie ist gewalt­tätig, rüpelhaft, un­gezähmt, heiß­blütig, leiden­schaftlich, diebisch, tanzt und singt sich als schwarz­haarige Femme fatale bar jeder Moral in die Betten der Männer. Und doch wird sie geliebt. Sie ist eine Wider­stands­figur, ein Symbol der Freiheit gegen die Kon­formi­tät, eine Ver­weige­rung der Opfer­rolle. Und letz­tlich das Porträt einer Frau, die ihrer Zeit voraus war.“

Am Gorki wird nun eine neue »Carmen« in einer einzi­garti­gen Dar­bietung von Lindy Larsson zu sehen sein. Larsson be­geisterte genau wie Knight bereits in Roma Armee. In der In­szenie­rung von Christian Weise wird Carmen zu einem queer-in­ter­sektio­na­len und burles­ken Stück Musik­theater. Ein neues musikali­sches Arrange­ment von Jens Dohle mit dem bedeu­ten­den Akkor­deonis­ten Dejan Jovanović re-appro­pri­iert die durch Bizet an­nek­tierten Elemente der Roma-Kultur und führt diese auf ihre Ent­stehungs­kon­texte zurück.

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„Auschvicate hi kher baro“

Januar 25th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

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Tschibtscha | 24.1.2025 | 4:56 min

Auschwitz-Lied/Auschvicate dschili la Leon Berger Bandatar

„Kada o vagontsch pumen prade, i SS mari­peha taj dihesch­ne dschu­ke­lenca amen empfaun­ginde – amen aun­pejam. Akan amen na buter manu­scha samahi. Amen tschak numer­tscha sama­hahi. Sa so amen sina amen­dar lim ulo. Le cilendar, le dschuv­lenge taj tscha­venge, o bal tschin­de ule, le cilenge te mre duj tikne tscha­jenge, numer­tscha ande teto­virim ule.“ – Julius Hodosi

„Als sich endlich die Waggons öffneten, empfing uns die SS mit Schlägen und Blut­hunden – wir waren am Ziel. In diesem Mo­ment hörten wir auf, Men­schen zu sein. Wir waren nur noch Nummern. Alles, was wir hatten, wurde uns ab­ge­nom­men. Allen, auch den Frauen und Kindern, wurden die Haare ge­schoren, allen, auch meinen beiden kleinen Mädchen, wurden Num­mern ein­tä­towiert.“ – Julius Hodosi (mehr hier)

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