Musik

♫ Goran Bregović feat. Eugene Hütz

Oktober 25th, 2014  |  Published in Musik

Goran Bregović, hier verstärkt von Eugene Hütz (von der Gypsy-Punk-Combo Gogol Bordello), spielt „Be That Man“ vom Album „Champagne For Gypsies“ (erschienen 2012).
(Youtube Universal Music France)

Roma-Festival „Djelem Djelem” in Dortmund

September 13th, 2014  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Brass Orkester Martin Goran IbicaErstmals Roma-Kulturfestival in der Nordstadt: „Djelem Djelem” will die kul­tu­relle Viel­falt zei­gen: 18. bis 21. Sep­tem­ber 2014 in Dortmund (Programm­übersicht)

Akion gegen Vorurteile: Roma haben eine reichhaltige Kultur

Obwohl die Dortmunder Nordstadt schon lange ein Integrations­stadt­teil ist, wird die Diskus­sion zum Thema Zuwanderung aus Südost­europa häufig defizitär geführt, ohne auf die Bedürf­nisse der Zuge­wander­ten sowie die Ressour­cen, die sie mit­bringen, zu achten. Zudem wird häufig über und nicht mit den Men­schen geredet. Die gesell­schaft­li­che Folge sind ver­stärk­te Dis­krimi­nie­rung und Ausgrenzung. Beim Festival DJELEM DJELEM, welches den Namen der inter­na­tio­na­len Roma-Hym­ne trägt, wird das Thema aus einer positiven Perspek­tive heraus betrach­tet: Die Dort­mun­der Aufnah­me­gesell­schaft wie auch Neu­zuwan­de­rer ver­schie­dens­ter Herkunfts­länder bekom­men durch dieses Festival die Gelegen­heit, Theater und Musik, Lebens­weisen und Speisen – kurzum die vielen Facet­ten der reichen Roma-Kultur(en) – zu erfahren und zu genießen. In der öffent­li­chen Wahr­neh­mung in Dort­mund sollen somit die kultu­rel­len Aspekte der Zuwan­derung mit ihren positiven Facetten der Herkunfts­kul­turen in den Vorder­grund ge­rückt werden.

Unterschiedliche Veranstaltungen: Von Fortbildun­gen bis zum Fami­lien­fest auf dem Nord­markt

Die Angebotspallette reicht dabei von Podiumsdiskussion und Fortbildung für Fach­kräfte aus dem sozia­len Bereich über Musik, Theater und Film bis hin zum Familienfest auf dem Nord­markt. Los geht es am Don­ners­tag, 18. September, mit der Kick-Off-Ver­anstal­tung auf dem Schulhof der Nordmarkt­grund­schule. Um den hier zugewan­derten Kindern ein Stück Willkommens­kultur zu vermitteln und Diskri­minierung entge­gen­zuwirken, findet symbo­lisch – um 5 vor 12 – ein Luftballonwettbewerb unter dem Motto „Willkommen zu Hause“ statt.

Ziel: Nicht nur über, sondern auch mit Neuzuwanderern sprechen

Am selben Tag findet um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion in der Auslandsgesellschaft statt, die sich unter der Einbeziehung der Neuzuwanderer und ihrer Vereine mit Empowerment und Selbstorganisation beschäftigt und Vorbehalten und Berührungsängsten positive Beispiele entgegengestellt. Read the rest of this entry »

Peret, der König der Rumba, ist tot

August 28th, 2014  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Peret, der „Vater“ der Rumba Catalana, ist tot. Geboren 1935 als Pedro Pubill Calaf in Mataró, Barcelona, galt Peret als ei­ner der heraus­ra­gendsten Ver­tre­ter dieser Musik­rich­tung, die sich in den 1950er und 1960er Jahren vor allem in den Gitano-Com­mu­nities von Barcelona heraus­ge­bildet hat: eine Mischung von Rumba, Flamenco, spa­ni­schem Schlager und Rock ’n’ Roll. Er erlag ges­tern in Bar­ce­lona seinem Krebsleiden.

Moltes gràcies, mestre, descansi en pau!

Philharmonie spielt in Roma-Siedlung

August 12th, 2014  |  Published in Jugend & Bildung, Musik

PhilharmonikerDie Künstlerin Ida Kelarova gibt Roma-Kin­dern die Chance, mit Musik den Sprung aus dem Elend zu schaf­fen. Heuer so­gar unter Mit­hilfe der Phil­har­mo­nie Prag. Diese war ganz begeis­tert von den jun­gen Stimmen.

Die Presse, 9.8.2014 (H.-J. Schmidt): (…) Für die Roma-Kinder aus der Slowakei, Tschechien und Ungarn ist es wie ein großer Feier­tag inmit­ten ihres sonst reichlich freud­losen Lebens. 

(…) Die Musi­ka­lischsten unter ihnen bekom­men die Chance, in einem Chor zu singen, der von Ida Kelarova geleitet wird und der meh­rere Auf­tritte bekommt, auch im Fernsehen. Für manche der Roma-Kinder ist das eine Lebenschance: Wenn sie am Ball blei­ben, können sie in ein paar Jahren mit Musik womög­lich ihren Lebens­unter­halt bestreiten.

Kelarova hat es etwas leichter gehabt. Sie stammt wie ihre noch berühm­tere Schwester Iva Bittova von einem Roma-Mu­si­kanten und einer slowa­kischen Lehrerin ab und wurde in Mäh­risch-Schle­sien ge­boren. (…) Bittova gehört zu den Spitzen­künstlerin­nen in Tschechien, sie singt, spielt Geige und schauspie­lert. (…) Ihre Schwester Ida (…) verließ Mitte der 1980er-Jahre (…) die Tsche­cho­slo­wakei und trat in meh­reren Ländern mit Roma-Musik auf. 1995 erst kehrte sie nach Tschechien zurück, um sich dort dem Schick­sal der Roma-Kinder zu widmen. Sie gründete eine Musikschule, organisierte Roma-Festivals und legte in meh­reren Län­dern den Grund­stein für Roma-Kinderchöre. Mit diesen konzer­tiert sie seit 1999 in der ganzen Welt.

 Über einige Jahre versam­melte sie Roma-Kinder für ihr Pro­jekt in Mährisch-Schlesien. Jetzt also auch in der Slowakei. (…)

Heuer haben sich 14 Musiker der Tschechischen Philharmonie über­zeu­gen lassen, den langen Weg in die Ost­slowakei auf sich zu nehmen und dort zu spielen. Read the rest of this entry »

Innsbruck: „Auf den Spuren der Roma in Indien“

Juli 11th, 2014  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Harri Stojka (Foto: Interspot Film)Interkultureller und interdisziplinärer Work­shop mit Harri Stojka

25. bis 28. Juli 2014, Haus der Begegnung, Innsbruck

Anmeldung erforderlich bis 14. Juli 2014: hdb.kurse@dibk.at

Vor mehr als 1.000 Jahren brachen Roma und Sinti auf, eine neue Heimat zu finden. Ihre Wande­run­gen führ­ten sie auf meh­reren Etappen nach Europa, wo sie sich in verschie­denen Ländern nieder­ließen. Roma und Sinti haben ihren unver­kenn­baren Beitrag zum musi­ka­li­schen Leben aller Länder, die sie durch­wanderten, geleis­tet. Sie haben auf ihrer Wander­schaft die Ein­drücke der typi­schen Musik aufgenommen und in ihrem eigenen Stil ein­gebracht.

Der weltbekannte Gitarren-Virtuose Harri Stojka, selbst ein Lovara-Rom, widmet sich seit jeher intensiv der Musik­kultur seiner Wurzeln. Als er 2010 Indien bereiste, um den Spuren der Roma zu folgen, ent­stand dabei nicht nur der preis­gekrönte Film „GypsySpirit“, sondern auch eine tiefe Freund­schaft mit den indi­schen Musikern.

In diesem gemeinsamen Workshop lernen Sie die Verbindungen von indischer und Roma-Musik, die gemein­samen historischen Wurzeln kennen und Sie haben die Möglich­keit, mit diesen Virtuosen zu musi­zieren! Abschluss des Seminars ist ein gemeinsamer Auftritt im Rahmen des Konzertes vom Harri Stojka INDIA EXPRESS am 30. Juli 2014 im Innsbrucker Treibhaus.

Freitag, 25.07.2014 bis Montag, 28.07.2014
Haus der Begegnung – Bildungshaus der Diözese Innsbruck
Rennweg 12, 6020 Innsbruck

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Selim Sesler (1957-2014)

Juni 28th, 2014  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Der große Klarinettist Selim Sesler ist tot. Der türkische Roma-Musiker ver­starb be­reits am 9. Mai in ei­nem Spi­tal in Istan­bul an ei­nem Herz­leiden.

Seslers außerordentliches musikalisches Wirken (hier ein Fes­tival­auf­tritt mit der US-Band Lamajamal 2010 in Chicago) wurde u.a. 2005 in Fatih Akins preis­gekrön­tem Film „Crossing the bridge – The sound of Istan­bul“ doku­men­tiert. Im Pressetext der Filmproduktion hieß es damals über den Ausnahmeklarinettisten:

Selim Sesler ist Rom und stammt aus Keşan, einer kargen Klein­stadt in Thrakien, dem Teil der Türkei auf dem euro­päi­schen Kon­ti­nent, etwa 250 Kilo­meter west­lich von Istanbul. Von hier aus hat er es bis zu einem respek­tier­ten Virtuosen gebracht, der die Musik seiner Hei­mat in die Welt trägt und auf Ton­trä­gern ver­ewigt. Als er vor 18 Jahren in die Stadt kam, spielte er in Res­tau­rants und Cafés für eine Hand­voll Lira, aber da sich die Ressen­ti­ments der Gesell­schaft ge­gen­über den Roma legten, nicht zuletzt, weil die Türken ihre Liebe zu deren Musik ent­deckten, wurde Selim Sesler von der Istan­buler Bohème ent­deckt und im wahrs­ten Sinne des Wor­tes salonfähig.

Roma-Butschu in Großbachselten

Juni 14th, 2014  |  Published in Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

SukarHEUTE, 14. Juni 2014
Beginn: 19:30 Uhr
Festwiese Schuh / Großbachselten / Teichbach 3

Der traditionelle Roma-Butschu (Roma-Kirtag) auf der Fest­wiese Schuh in Groß­bach­selten, wo auch der ers­te Ro­ma-Butschu sei­nen Start ge­habt hat, ist von der Kultur­bühne des Burgenlandes nicht mehr weg­zu­den­ken. Die­ses Jahr steht der Ro­ma-Butschu im Zei­chen von „10 Jahre Verein Roma-Service“, und zu die­sem An­lass er­freuen auch heuer die bur­gen­län­di­schen Volks­grup­pen (Kroaten, Ungarn, Roma) das Publi­kum mit ihren kultu­rellen Dar­bie­tun­gen. Höhe­punkt des Ro­ma-Butschu 2014 ist der Auf­tritt der Gruppe Šukar aus Slowenien und der burgen­län­di­schen Ro­ma-Band Romano Rath.

Paco de Lucía (1947-2014)

Februar 26th, 2014  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Gestern starb der andalusische Star­gitarrist Paco de Lucía 66-jährig in Mexiko. Er war einer der ganz Großen des zeit­ge­nös­si­schen Flamenco – hier zu sehen bei einem Auf­tritt 1976 mit ei­nem ande­ren ganz Großen, sei­nem Freund Camarón de la Isla, dem Jimi Hendrix der spanischen Gitanos.

♫ Fundstück: Yul Brynner singt Romalieder

Januar 10th, 2014  |  Published in Fundstücke, Musik

Der russisch-amerikanische Filmstar Yul Brynner, der sich der Kultur der Roma stets eng ver­bun­den fühlte, nahm mit dem berühm­ten russischen Roma-Musiker Aliosha Dimitrievitch 1967 ein Album mit russischen Roma-Liedern auf (The Gypsy and I). Auch wenn die Betonung seiner angeb­li­chen Roma-Abstam­mung wohl vor allem der selbst­gestrick­ten Mystifizierung seiner Herkunft geschul­det ist (hier unser Artikel von 2006), war es Brynner mit seinem Eintreten für die Belange der Roma sehr ernst: Er war einer der promi­nentes­ten Fürsprecher der Roma-Bür­ger­rechts­bewegung, die sich in den 1970er-Jahren auf internationaler Ebene zu formieren begann. Nicht von unge­fähr war Yul Bryn­ner auch Ehrenpräsident des Roma-Welt­verbandes, der International Romani Union (IRU).

Neue CD von Romano Rath

Dezember 31st, 2013  |  Published in Einrichtungen, Musik, Radio & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
23.12.2013 (on demand)

Romano Rath OHO 2013 (Foto: Emmerich Gärtner-Horvath)Fest & CD-Präsentation in Oberwart

Die Volkshochschule der Burgenländischen Roma lud am Samstag, 14. Dezem­ber 2013 zur Abschluss­veranstal­tung des Jubiläumsjahres „20 Jahre Aner­kennung der Roma als Volks­gruppe“ sowie zur CD-Präsentation der Roma-Band „Romano Rath“ ins Offe­ne Haus Oberwart (OHO) ein.

Die Anerkennung der Roma als eigene Volks­gruppe im Jahr 1993 führte zu einer Aufbruchsstimmung bei den Bur­gen­land-Roma. Vermehrt begann man sich mit der eige­nen Geschich­te, Kultur und Sprache auseinanderzusetzen. Roman, eine Varie­tät des Romani, die spezi­fisch für die im Burgenland leben­den Roma ist, wurde zu einem wich­tigen Faktor des neu ent­stan­denen Selbstbewusstseins und ihr Erhalt als Mut­terspra­che zu einem der wich­tigsten Anlie­gen. Dazu gehört auch die Wieder­ent­deckung des Roman als Liedsprache. Junge Oberwarter Roma grün­de­ten damals die Band „Romano Rath“ und trugen wesent­lich zur Entwick­lung einer eigenen Festkultur bei.

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