Veranstaltungen & Ausstellungen

„Through Miranda’s Eyes“: I Austrija nan use

Februar 14th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Wanderausstellung Miranda (Foto: Drom)Roasinipeskero artschi­ji­pe pe­dar o Roma-Holo­caust ham na la Austri­jaha

I internacijonali roasinipeske­ro art­schi­ji­pe „Miranda“ sa­vi pe le holo­causti­ha le Ro­men­dar ando naci­jo­nal­soci­ja­lis­ti­schi raji­pe andi Europa don­de be­scha­rel, ando 15. febe­ri ando fini­schi Espoo kes­di­nel. Bute­der schta­cijon­tscha le artschij­pes­tar ando duj ber­scha 20 vi­lagen­ca imar ar­ke­do ulo. Vakeriptscha la Austrijaha dija, phenel i vake­rasch­ki­ja le fini­schi kultu­ra­ke­re faraj­nistar Drom taj i soci­jal­demo­kra­ti­schi poli­ti­ker­kija Nina Castén. I „Natio­nal­bib­lio­thek“ ada­le ala­ven­ca tel phen­tscha, o artschi­ji­pe na use len­gere utschi­pes­kere punk­tscha genel. Te i Syna­goge Gere­cis­te, savo baro inter­si si­katscha tel phen­tscha, len nan loj taj te than na, kaj o artschi­ji­pe schaj otscha ter­dscha­ren. Castén brigaschno hi, kai i Austrija na use hi – te­lende te i Ger­ma­nija, Schwe­dija, Dene­mark, Austra­li­ja sar but ostiti­ke EU-ake­re vi­lagi hi – ham ke­kaj meg akan na, pro­balim ovla, o artschi­jipe andi te andi Austri­ja te anel.

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Manolo Gómez Romero | Ceija Stojka

Februar 7th, 2017  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Kai DikhasManolo Gómez Romero – [kaʧeˈβaʧe] | Ceija Stojka und die Sammlung Kai Dikhas – Heute ist gestern

Bis 1. April 2017 in der Galerie Kai Dikhas in Berlin
Kuratiert von von Moritz Pankok
Eintritt frei! Mi. bis Sa., 12-18 Uhr u.n.V.
Aufbau-Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84

Während die Galerie Kai Dikhas in Madrid mit „Akathe Te Beshen. Sasti­pen thaj Mesti­pen“ („Hier um zu blei­ben. Ge­sund­heit und Freiheit“) im Regie­rungs­gebäu­de Mad­rid, dem Centro.Centro, ih­re in Spanien viel­be­ach­te­te und bis­lang größ­te Aus­stel­lung prä­sen­tiert, zeigt sie in Berlin neue Wer­ke des Spa­niers Mano­lo Gó­mez Ro­me­ro. „Cachebache“ – sprich: [kaʧeˈβaʧe] – be­deu­tet „Dies und Das“ auf Caló, dem spa­ni­schen Ro­ma­nes. Gómez’ drit­te Aus­stel­lung in der Gale­rie Kai Dikhas zeigt die Sen­si­bi­li­tät eines Künst­lers, der mit der Ke­ra­mik ent­lie­he­nen Ober­flächen­struk­tu­ren mal zarte, mal kraft­volle abstrak­te Kunst schafft: seinen ein­zig­arti­gen Fla­men­co in Malerei. Im Zentrum dieser Aus­stel­lung stehen neben neuen ma­le­ri­schen Wer­ken neue Kerami­ken des Künst­lers, wo­mit sich der Kreis seiner Ar­beit in der Galerie erst­malig schließt. So um­fasst das „Dies und Das“ unter­schied­liche Medien wie auch eine fas­zi­nie­ren­de Viel­falt von Themen und Inspi­ra­tio­nen, die in Manolo Gó­mez Rome­ros For­men­sprache zu­sam­men­kommen.

In seiner Kindheit beobachtete Gómez fasziniert die Muster, die der auf den Boden fal­lende Kalk bil­dete, mit dem seine Mut­ter die Wände ihres Hau­ses jedes Jahr aufs Neue kälk­te. Er ver­lor sich in der Betrach­tung der un­zäh­li­gen For­men der Kleckse und Spritzer. Und es sind im­mer noch diese For­men, die den Maler heute in sei­ner Ar­beit be­schäf­ti­gen. Read the rest of this entry »

„So gewaltig ist nichts wie die Angst“

Januar 28th, 2017  |  Published in Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

Stefan Horvath: So gewaltig ist nichts wie die AngstBuchpräsentation mit Stefan Horvath

Sa., 4. Februar 2017, 19:00 Uhr, im Offenen Haus Oberwart (OHO), Lisztg. 12, Oberwart (Eintritt: freie Spende). Musikalische Untermalung: „David Samer Trio“

Stefan Horvath:
So gewaltig ist nichts wie die Angst
Texte aus zwei Jahrzehnten
ed. lex liszt 12: Oberwart 2017

„Solange die Toten mit mir reden, werde ich immer meine Stimme erheben.“

Stefan Horvath, 2016 ausgezeichnet mit dem Theodor-Kramer-Preis für Schrei­ben im Wider­stand und Exil, legt mit „So gewal­tig ist nichts wie die Angst“ ein sehr per­sön­li­ches Buch vor, in dem er Texte aus zwei Jahr­zehnten zu­sam­men­führt. Themen, die den Autor aus der Oberwarter Roma-Sied­lung seit Beginn seines Schrei­bens un­ent­wegt be­schäf­ti­gen, fin­den in dieser Collage von Tex­ten in erzäh­le­ri­scher und lyri­scher Form Aus­druck: mit fikti­ven Ge­schich­ten ver­leiht der Nach­komme zweier KZ-Über­leben­der den Opfern der Kon­zentra­tions­lager eine Stim­me, an­schau­lich be­schreibt er seine Kind­heit und sein Heran­wach­sen in der Roma-Sied­lung und er stellt Fra­gen nach Ent­wick­lungen und Ver­änderun­gen, die das schreck­li­che Attentat 1995 zur Folge hatte, wie auch nach der gegenwärtigen Situation der Volks­gruppe. Es ist ein Schreiben gegen das Ver­ges­sen, aber auch ein Nicht-Ver­ges­sen-Kön­nen. Die Wun­den sind ver­narbt, doch nicht ver­heilt – aktuel­le Er­eig­nisse bre­chen sie auf und es ent­stehen Texte wie in diesem Buch: berüh­rend und ge­prägt von stil­lem Schmerz.

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Radio: Betteln in Tirol – Wege aus der Armut

Januar 9th, 2017  |  Published in Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Freirad – Freies Radio Innsbruck https://cba.fro.at/330265 | Erstausstrahlung: 10.12.2016 (Download, 143,07 MB) | Aufnahme: Bendedikt Sauer | Gestaltung: Mira Kugler

Wissenschaftliche Erkentnisse und sozial­po­li­ti­sche Hand­lungs­an­sätze zur Ar­muts­migra­tion nach Tirol

Erstmals liegt in Tirol eine wissenschaftliche Studie (finanziert vom Tiroler Wis­sen­schafts­fonds) vor, die Auf­schlüs­se über die ge­gen­wär­ti­ge Armutsmigration nach Inns­bruck gibt. Dabei wurde die Si­tua­tion von Men­schen aus post­kom­mu­nis­ti­schen Län­dern unter­sucht, die tem­po­rär nach Tirol kom­men und in­for­mel­len Tätig­kei­ten wie Betteln oder dem Ver­kauf von Straßen­zeitun­gen nach­gehen. Der Fo­kus liegt dabei auf sozio­öko­no­mi­schen Heraus­for­de­run­gen in den Her­kunfts­län­dern und Beweg­grün­den zur Migration wie auch auf den Rah­men­bedin­gun­gen für ihren Auf­ent­halt in Tirol.

Unter der Moderation von Benedikt Sauer fand am 16. No­vem­ber 2016 im Haus der Be­geg­nung die Prä­sen­ta­tion der wis­sen­schaft­li­chen Studie statt. Bar­ba­ra Tie­fen­ba­cher und Elisabeth Hussl stell­ten ihre Er­kennt­nis­se erst­mals vor. Im An­schluss gab es eine Po­diums­dis­kus­sion mit Fra­gen aus dem Pub­li­kum zum Thema: Er­fah­run­gen zur so­zia­len In­tegra­tion von bet­teln­den Men­schen in den Bun­des­län­dern. Am Po­dium sa­ßen Barbara Tiefenbacher (Sla­wis­tin), Elisabeth Hussl (Po­li­tik­wis­sen­schaf­te­rin), Ferdinand Koller (Ro­ma­no Centro, Wien) und Alina Kugler (Verein Phurdo Salzburg). Ver­an­sta­ltet wur­de der Abend vom Ins­ti­tut für Zeit­ge­schich­te der Uni­ver­si­tät Innsbruck, dem For­schungs­zentrum Migration und Glo­ba­li­sie­rung, dem For­schungs­schwer­punkt Kul­tu­relle Begeg­nungen – Kul­tu­relle Kon­flikte, der Initiative Minder­heiten Tirol und dem Haus der Be­geg­nung. Die ein­lei­ten­den Wor­te sind von Lisa Gensluckner.

(Text: Bettellobby | CBA)

Dialogplattform: Notreisende in Österreich

Dezember 31st, 2016  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Betteln ist kein Verbrechen (Foto: G. Kraftschik CC-BY)18. Roma-Dialogplattform des Bundes­kanz­ler­amts zum Thema „Not­rei­sen­de EU-Bür­gerIn­nen in Österreich“

>>Protokoll der 18. Roma-Dialogplattform, 25.11.2016 (PDF)

Unter sogenannten „notreisenden EU-Bürgern“ sind Per­so­nen und Fa­mi­lien aus Ost­europa zu ver­ste­hen, die von aus­ge­präg­ter Armut be­trof­fen sind und von ihrem Recht als EU-Bürger auf Per­so­nen­frei­zügig­keit Ge­brauch ma­chen. Die The­ma­tik wirft vor­wie­gend Fra­gen der Armuts­be­kämpfung und des men­schen­wür­di­gen Um­gangs mit Ar­mut auf. In der Öf­fent­lich­keit wird die Fra­ge je­doch vor­wie­gend als „Roma-Thema“ dis­ku­tiert bzw. als „Roma-Problem“ wahr­ge­nom­men. Ziel der 18. Ro­ma-Dia­log­platt­form ist es daher, die Grund­lagen für eine sach­li­che Ge­sprächs­basis aller han­deln­den Ak­teu­re zu schaf­fen und über die be­ste­hen­de Fak­ten­lage, die Hin­ter­gründe und mög­li­che Hand­lungs­an­sätze zu in­for­mie­ren. Die Ver­anstal­tung dient der Ver­netzung der han­deln­den Akteu­re und dem ge­gen­sei­ti­gen Aus­tausch.

Präsentationen zum Thema:

Sechs Fachleute (Wolfgang Meier, Erika Geser-Engleitner, Norbert Mappes-Niediek, Thomas Schobesberger, Kurt Gutlederer und Liudmila Hahn) waren eingeladen, im Rah­men der Ver­an­stal­tung Vor­trä­ge zu halten. Im Folgenden geben wir die von der Dialog­platt­form ver­öf­fent­lich­ten Zu­sam­men­fas­sun­gen wie­der:

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Musejum andar i Maschkarutni Puja

Dezember 3rd, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Willi Horvath - Musejum ando Burgenland (Foto: volksgruppen.orf.at)Willi Horvath: Musejum le pal­gon­do­li­peske upre jek schukar cajt


Barikane dschene andar o cilo them schaj i Rose Marie Horvath andar i Masch­ka­rutni Puja upri rik pre imar mule Ro­mestar Willi Horvath (1934–2013) te prindscha­rel sik­lija. Le bari­kane Romen­gere muschi­ka­schiske jek pri­vati musejum ker­tscha.

TIP →Mri Historija: „Buena sera, Maestro!“ – Wilhelm Horvath im Gespräch, dROMa-Sonder­reihe 07/15 (pdf)

O Toni Curtis, i Gina Lollobrigida taj i Claudia Cardinale – ada tschak jek tikno falato le bari­kane dsche­nen­dar hi, saven i Rose Marie Horvath te prindscha­rel schaj sik­lija. But kipi, suve­nirs taj muschi­ka­kere instru­mentscha i 76-ber­schen­geri use jek kamlo privatiskero musejum andi ko­mora le khe­restar khe­tan ke­dija.

Te prindscharel siklija oj le muschikaschi ando 1950iger berscha ande jek moja­kero ande Frankfurt. „Kada ande ajom, taj ov man dikla, taj kada me le diklom – o mentscho ande tscha­latscha“, phu­kal i Rose Marie Hor­vath, pedar o ersch dikipe leha. I bari bast cidel pe sar jek lolo thav duach o dschi­vipe le dujen­dar. O Willi ojs Rom ando logeri Lackenbach ande tscha­pim sina. Kaj jek moja­kero andar Kleinwarasdorf (becirk Uprutni Puja) pe vasch leste ande beschar­tscha taj afka i cili fami­lija o naci re­schim schaj prik dschivde. Read the rest of this entry »

Verfolgung der Sinti & Roma in München

November 8th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Sonderausstellung BayernSonderausstellung: Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945

Bis 29.1.2017 im NS-Dokumentationszentrums München, Di. bis So., 10 bis 19 Uhr

Die neue Sonderausstellung des NS-Do­ku­men­ta­tions­zentrums Mün­chen be­fasst sich mit der Aus­gren­zung und Ver­fol­gung der Sinti und Roma am Bei­spiel der Münch­ner Min­der­heit. Im Fo­kus ste­hen die staat­lich or­ga­ni­sier­te Ver­fol­gung und der Völker­mord an den Sinti und Ro­ma zwi­schen 1933 und 1945 in Mün­chen und – er­gän­zend – in Bayern. Auch die Vor- und die Nach­ge­schich­te der national­sozia­lis­ti­schen Ver­fol­gung wer­den do­ku­men­tiert. So spannt sich der Bogen von der Kaiser­zeit bis in die Gegen­wart, denn bis heute hat die Min­der­heit mit Diskri­mi­nie­rung und Dif­fa­mie­rung zu kämpfen.

„Jahrzehntelang hat sich die Bundesrepublik ge­wei­gert, die ras­sis­ti­sche Ver­fol­gung als Völkermord an­zu­er­ken­nen. Statt­des­sen wurden die Sinti und Roma weiter dis­kri­mi­niert – ein Problem, das bis in die Gegen­wart hinein­reicht“, so Winfried Nerdinger, Grün­dungs­direk­tor des NS-Doku­men­ta­tions­zentrums Mün­chen. „Ge­rade des­halb ist es wich­tig, sich mit der Ver­fol­gungs­ge­schich­te dieser Minder­heit aus­einan­der­zu­setzen. Hart­näcki­ge Kli­schees und Stereo­type über ‚die Zigeu­ner‘ prä­gen noch heute das Bild der Sin­ti und Ro­ma in den Köp­fen und in der Öf­fent­lich­keit. Diese gilt es zu hinter­fra­gen und zu durch­bre­chen.“

Für die Ausstellung wurden erstmals alle seiner­zeit in Mün­chen le­ben­den Opfer des Völ­ker­mords re­cher­chiert und neue Zu­sam­men­hänge er­forscht. Neben den his­to­ri­schen Fak­ten und Do­ku­men­ten, die auf­klä­ren und in­for­mie­ren, zeigt die Aus­stel­lung bis­her un­ver­öf­fent­lich­te Bilder aus der Lebens­welt der Sin­ti und Ro­ma. Durch die Kon­fron­ta­tion dieser bei­den letzt­lich kon­struier­ten Bild­welten – der „offi­ziel­len“ und der „privaten“ – wird der Be­trach­ter an­ge­stoßen, über die Ge­schich­te und ihre bis heute spür­baren Folgen nach­zu­denken. Read the rest of this entry »

Katarina Taikon: Aktivistin und Autorin

November 7th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-Aktivistin und Kinderbuchautorin Katarina Taikon (Foto: KIBUM)Ausstellung bei der Kinder- und Jugendbuchmesse (KIBUM) in Oldenburg: „Katarina Taikon – schwedische Romaaktivistin und Kinderbuchautorin“

6.11. bis 15.11.2016 (9.30–12.30 Uhr und 15.00–18.00 Uhr), Katharinenstr. 1, Oldenburg

Katarina Taikon – faszinierende schwedische Roma­akti­vis­tin, Kin­der- und Jugend­buch­auto­rin und Schau­spie­le­rin, (1932–1995) – ist in Schweden ähn­lich be­kannt wie Astrid Lindgren. Tai­kon ist ins­beson­dere po­pu­lär durch ihre auto­bio­gra­phisch ge­präg­ten Kinder­bücher um das Roma-Mäd­chen Katitzi als Pro­ta­go­nis­tin. Die drei­zehn Bände wur­den in et­li­che Spra­chen über­setzt.

Eine schwedische Fernsehserie for­cier­te Katitzis Beliebt­heit, ne­ben Comics, Bilder­büchern und Schall­platten. Tai­kon stellte „Katitz­i“ in den schwe­di­schen Schu­len vor und kämpf­te für einen ande­ren Um­gang der schwe­di­schen Gesell­schaft mit den Roma. Sie woll­te hier­für mit dem Medium „Kinder­literatur“ bei Kin­dern und Jugend­li­chen an­setzen. Selbst hat­te Taikon als Romni nie eine Schule be­su­chen dür­fen und erst mit 26 Jah­ren das Lesen er­lernt. Aktu­ell läuft der Film „Taikon“ über das Le­ben von Katarina Taikon im schwe­di­schen Fern­sehen und Kino und sorg­te für Dis­kus­sio­nen im Euro­päi­schen Par­la­ment. Tai­kons Bücher wer­den mit zahl­reichen päda­go­gi­schen Hand­rei­chun­gen für den Unter­richt wie­der neu auf­gelegt.

Der Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V. nimmt die Idee der schwe­di­schen Medien und Kul­tur­ein­rich­tun­gen auf, über die Iden­ti­fi­ka­tions­figur Kata­rina Taikon die Dar­stel­lung der Roma po­si­tiv zu be­nen­nen: mit einer Aus­stel­lung nach dem Vor­bild der Tensta Konsthall (Stockholm) so­wie ein einem Rah­men­programm. Read the rest of this entry »

Ausstellung in Berlin: 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit

November 6th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Demonstration von 220 Sinti und Roma am 28.1.1983 anlässlich des 50. Jahrestags der Machtergreifung der Nazis vor dem BKA (Foto: sintiundroma.deNoch bis zum 14. November: „Ausstellung 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“ im DokuZ Sinti und Roma (Berlin)

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wur­den die NS-Ver­bre­chen an Roma und Sinti über Jahr­zehnte hin­weg be­schwie­gen und die Über­leben­den erneut aus­gegrenzt und ins Ab­seits ge­drängt. Die Ver­ant­wort­li­chen des Völker­mordes hin­ge­gen konn­ten in vielen Fällen als respek­tierte Mit­glieder der west­deutschen Nach­kriegs­gesell­schaft weiter­leben und ohne Angst vor Bestra­fung ihre Kar­rie­ren fort­setzen. Dem Engage­ment der Bürger­rechts­bewe­gung deut­scher Sinti und Roma ist es zu ver­danken, dass sich daran etwas ge­än­dert hat. Mit auf­sehen­erre­gen­den Aktionen wie etwa dem Hunger­streik im ehe­mali­gen Kon­zentra­tions­lager Dachau 1980 ver­schaff­te sie sich Gehör. 1982 er­kannte Helmut Schmidt als erster deut­scher Spitzen­politi­ker den rassis­tisch mo­ti­vier­ten Völker­mord an Sinti und Roma als sol­chen an. Im selben Jahr er­folgte die Grün­dung des in Heidel­berg an­säs­si­gen Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma. Der Bür­ger­rechts­bewe­gung ist es ge­lun­gen, die NS-Ver­gan­gen­heit zum gesell­schaft­li­chen Thema zu machen und immer wieder erfolg­reich für die Be­lange der Min­der­heit ein­zu­treten.

Nun ist die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung zum ers­ten Mal Thema einer eige­nen Aus­stel­lung: Foto­grafien aus fünf Jahr­zehn­ten lenken den Blick auf be­kannte und weni­ger be­kannte Ereig­nisse. Read the rest of this entry »

Gedenktafel für die Holzschläger Roma

Oktober 26th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Polizeifotos verschleppter und später ermordeter Holzschläger Roma; v. l. n. r.: Rupert Papai (geb. 1905), Gisella Papai (geb. 1906), Ludwig Papai (geb. 1907) (Foto: Mri historija)Enthüllung der Gedenktafel in Erin­ne­rung an die er­mor­de­ten Holz­schlä­ger Roma

Fr., 28.10.2016, 18:00 Uhr: Evang. Kirche / Fried­hof, Un­ter­kohl­stät­ten, Holz­schlag

Andacht mit Pfarrer Dr. Gerhard Harkam und Pfar­rer Se­bas­ti­an Edakarottu in der evan­ge­li­schen Kir­che Holz­schlag

1937 hatte Holzschlag (Bezirk Oberwart, Burgenland) mit 661 Personen die höchste Ein­woh­ner­zahl, 310 Per­sonen wa­ren da­von als Roma re­gistriert. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg war die Zahl der Be­völ­ke­rung durch die De­por­ta­tion der Ro­ma auf 341 ge­sun­ken. Nur 28 von den 310 zu­vor in Holz­schlag le­ben­den Ro­ma kehr­ten ins Dorf zu­rück. Die De­por­ta­tion der Holz­schlä­ger Ro­ma, die alle re­gistriert wa­ren, er­folg­te in zu­min­dest drei Pha­sen. Zuerst wur­den 1939 arbeits­fähige Män­ner ab­ge­holt. In der Nacht zum 31. Ok­to­ber 1941 kam die SS/SA ein zwei­tes Mal und hol­te alle Ro­ma aus ih­ren Häu­sern. Im April 1943 wur­den dann die letz­ten ver­blie­be­nen Roma de­por­tiert.

(Text: VHS Roma)

Einer der wenigen Roma, die die NS-Verfolgung über­lebten und nach der Be­frei­ung nach Holz­schlag zurück­kehr­ten, war Anton Papai. Roma-Service hat ihn für die Zeit­zeu­gen­edition Mri historija in­ter­viewt: „Draußen im Dorf …“ (Mri his­to­ri­ja, Son­der­rei­he dROMa, 5/15)