Veranstaltungen & Ausstellungen

Erzählcafé „Lebenswelten der Roma“

April 8th, 2017  |  Published in Interview, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, dROMa TV

Das Erzählcafé des Roma-Projektes ZORROM im Grazer VinziNest gibt Ein­blicke in die Le­bens­wel­ten der Roma – Ein­blicke in einen All­tag ab­seits von Kli­schees.

Bettler, Musiker, „fahrendes Volk“: Die Vorurteile und Klischees über An­ge­hö­rige aus der Volks­gruppe der Roma halten sich hart­näckig. Doch wie lebt es sich hier­zu­lande tat­säch­lich als Romni oder Rom? Im Rahmen des 2. Erzähl­cafés im Vor­feld des Inter­na­tio­na­len Roma-Tages berich­ten Emmerich Gärtner-Horvath, ein Bur­genland-Rom, Zsolt Berki, ein Rom aus der Slowakei, und Tina Friedreich, eine jun­ge Romni aus Slowenien, aus ihrem All­tag und geben Ein­blicke in ein Roma-Sein ab­seits von Zu­schrei­bun­gen und me­dia­len Kli­schees.

O phukajipeskero kafe ando VinziNest and dikip­tscha ando dschi­vi­pes­kere the­ma le Ro­men­dar del – and di­kip­tscha an­de jek sa­ko di­ve­ses­ke­ro dschi­vipe pa­sche o kli­scheji.

Kuduschtscha, muschikaschtscha, „o flogo, savo ladel“: O tel di­ki­pes­kere koji taj kli­scheji pedar o dsche­ne andar i flo­gos­kero grupn le Ro­men­dar so­rale like­ren pu­men. Ham sar dschin o Roma taj Romna tscha­tschi­kan adaj use amen­de? Read the rest of this entry »

„Doppeltes Unrecht“

März 26th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Recht & Gericht, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Der BGH stellt sich seiner Geschichte: Broschüre "Doppeltes Unrecht" „Doppeltes Unrecht – ein späte Entschuldigung“

Gemeinsame Publikation des deutschen Bundes­ge­richts­hofs und des Zentral­rats Deut­­scher Sin­ti und Roma

Am 17. Februar 2016 fand das gemeinsame Symposium des Bun­des­gerichts­hofs und des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma zur Auf­arbei­tung der Ent­schä­di­gungs­recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs aus den 1950er Jah­ren be­tref­fend die na­tionalsozialistische Ver­fol­gung von Sinti und Roma statt. Die Er­geb­nis­se des Sym­po­si­ums wur­den nun in einer ge­mein­sa­men Publi­ka­tion des Bundesgerichtshof und des Zentral­rats ver­öf­fent­licht. Die Broschüre ent­hält al­le Beiträge der Ver­anstal­tung – ein­schließ­lich der bei­den Vor­träge von Herrn Prof. Dr. Dr. Ingo Müller und Herrn Richter am Bun­des­ge­richts­hof a. D. Dr. Detlev Fischer – so­wie die Urteile des Bundesgerichtshofs vom 7. Ja­nuar 1956, die den Ge­gen­stand des Sym­po­si­ums bil­de­ten.

Aus dem Vorwort:

„Eine späte Entschuldigung in symbo­li­scher Weise wie auch ganz expli­zit zum Aus­druck zu brin­gen, war der tra­gen­de Ge­dan­ke des Symposiums, das am 17. Februar 2016 in den Räu­men des Bundesgerichtshofs statt­ge­fun­den hat. Die Ent­schul­di­gung gilt den Sinti und Roma, de­nen durch die Ent­schä­di­gungs­recht­sprechung des Bun­des­ge­richts­hofs in den 50er Jahren wei­teres Unrecht wider­fah­ren war. Durch eine Rechtsprechung, die die ras­sis­ti­sche Moti­va­tion der Verfolgung der Sin­ti und Ro­ma durch die National­sozia­lis­ten ne­gier­te, die be­trof­fe­ne Be­völ­ke­rungs­gruppe er­neut pau­schal dis­kri­mi­nier­te und den recht­su­chen­den Opfern Entschädigung ver­sagte. Read the rest of this entry »

Vernissage „Dičimos – Sichtbarkeit“

Februar 24th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellung WienRomnja mitten in Wien
Romnja ando maškar le Bečesko foro

Ein Projekt von Vivaro – Viva Romnja in Zu­sam­men­ar­beit mit der Fo­togra­fin Jenny Olaya-Peickner

Vernissage mit kurzer Gesprächsrun­de der Por­trä­tier­ten am 4. März 2017, 18 Uhr, im Hotel Altstadt, Kir­cheng. 41, 1070 Wien. Die Aus­stel­lung kann auch am 5.3.2017 von 11:00 bis 18:00 Uhr be­sucht wer­den (weite­re Ter­mine wer­den auf der Home­page des Vereins be­kannt­gege­ben).

In der gesellschaftlichen und medialen Wahrnehmung herr­schen oft­mals Vor­urteile, Stereo­type und Klischee­bilder über Roma-Frauen. Um dem ent­gegen­zu­steuern und Frauen in der Öf­fent­lich­keit sicht­bar zu ma­chen, prä­sen­tiert der neue Wiener Romnja-Verein „Vivaro – Viva Romnja“ auf sei­ner Web­site wö­chent­lich eine Romni. Das Ziel: Hetero­genität unter Frauen, aber auch als Rom­nja, auf­zu­zeigen und das klischee­hafte und roman­ti­sier­te Bild „der Roma-Frau“ ab­zu­bauen, zu be­kämpfen und realis­ti­sche Bilder dar­zu­bieten. Frauen ha­ben Stim­men, sind indi­vi­duell, hetero­gen und viel­fältig.

(www.vivaro.at)

„Through Miranda’s Eyes“: I Austrija nan use

Februar 14th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Wanderausstellung Miranda (Foto: Drom)Roasinipeskero artschi­ji­pe pe­dar o Roma-Holo­caust ham na la Austri­jaha

I internacijonali roasinipeske­ro art­schi­ji­pe „Miranda“ sa­vi pe le holo­causti­ha le Ro­men­dar ando naci­jo­nal­soci­ja­lis­ti­schi raji­pe andi Europa don­de be­scha­rel, ando 15. febe­ri ando fini­schi Espoo kes­di­nel. Bute­der schta­cijon­tscha le artschij­pes­tar ando duj ber­scha 20 vi­lagen­ca imar ar­ke­do ulo. Vakeriptscha la Austrijaha dija, phenel i vake­rasch­ki­ja le fini­schi kultu­ra­ke­re faraj­nistar Drom taj i soci­jal­demo­kra­ti­schi poli­ti­ker­kija Nina Castén. I „Natio­nal­bib­lio­thek“ ada­le ala­ven­ca tel phen­tscha, o artschi­ji­pe na use len­gere utschi­pes­kere punk­tscha genel. Te i Syna­goge Gere­cis­te, savo baro inter­si si­katscha tel phen­tscha, len nan loj taj te than na, kaj o artschi­ji­pe schaj otscha ter­dscha­ren. Castén brigaschno hi, kai i Austrija na use hi – te­lende te i Ger­ma­nija, Schwe­dija, Dene­mark, Austra­li­ja sar but ostiti­ke EU-ake­re vi­lagi hi – ham ke­kaj meg akan na, pro­balim ovla, o artschi­jipe andi te andi Austri­ja te anel.

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Manolo Gómez Romero | Ceija Stojka

Februar 7th, 2017  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Kai DikhasManolo Gómez Romero – [kaʧeˈβaʧe] | Ceija Stojka und die Sammlung Kai Dikhas – Heute ist gestern

Bis 1. April 2017 in der Galerie Kai Dikhas in Berlin
Kuratiert von von Moritz Pankok
Eintritt frei! Mi. bis Sa., 12-18 Uhr u.n.V.
Aufbau-Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84

Während die Galerie Kai Dikhas in Madrid mit „Akathe Te Beshen. Sasti­pen thaj Mesti­pen“ („Hier um zu blei­ben. Ge­sund­heit und Freiheit“) im Regie­rungs­gebäu­de Mad­rid, dem Centro.Centro, ih­re in Spanien viel­be­ach­te­te und bis­lang größ­te Aus­stel­lung prä­sen­tiert, zeigt sie in Berlin neue Wer­ke des Spa­niers Mano­lo Gó­mez Ro­me­ro. „Cachebache“ – sprich: [kaʧeˈβaʧe] – be­deu­tet „Dies und Das“ auf Caló, dem spa­ni­schen Ro­ma­nes. Gómez’ drit­te Aus­stel­lung in der Gale­rie Kai Dikhas zeigt die Sen­si­bi­li­tät eines Künst­lers, der mit der Ke­ra­mik ent­lie­he­nen Ober­flächen­struk­tu­ren mal zarte, mal kraft­volle abstrak­te Kunst schafft: seinen ein­zig­arti­gen Fla­men­co in Malerei. Im Zentrum dieser Aus­stel­lung stehen neben neuen ma­le­ri­schen Wer­ken neue Kerami­ken des Künst­lers, wo­mit sich der Kreis seiner Ar­beit in der Galerie erst­malig schließt. So um­fasst das „Dies und Das“ unter­schied­liche Medien wie auch eine fas­zi­nie­ren­de Viel­falt von Themen und Inspi­ra­tio­nen, die in Manolo Gó­mez Rome­ros For­men­sprache zu­sam­men­kommen.

In seiner Kindheit beobachtete Gómez fasziniert die Muster, die der auf den Boden fal­lende Kalk bil­dete, mit dem seine Mut­ter die Wände ihres Hau­ses jedes Jahr aufs Neue kälk­te. Er ver­lor sich in der Betrach­tung der un­zäh­li­gen For­men der Kleckse und Spritzer. Und es sind im­mer noch diese For­men, die den Maler heute in sei­ner Ar­beit be­schäf­ti­gen. Read the rest of this entry »

„So gewaltig ist nichts wie die Angst“

Januar 28th, 2017  |  Published in Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

Stefan Horvath: So gewaltig ist nichts wie die AngstBuchpräsentation mit Stefan Horvath

Sa., 4. Februar 2017, 19:00 Uhr, im Offenen Haus Oberwart (OHO), Lisztg. 12, Oberwart (Eintritt: freie Spende). Musikalische Untermalung: „David Samer Trio“

Stefan Horvath:
So gewaltig ist nichts wie die Angst
Texte aus zwei Jahrzehnten
ed. lex liszt 12: Oberwart 2017

„Solange die Toten mit mir reden, werde ich immer meine Stimme erheben.“

Stefan Horvath, 2016 ausgezeichnet mit dem Theodor-Kramer-Preis für Schrei­ben im Wider­stand und Exil, legt mit „So gewal­tig ist nichts wie die Angst“ ein sehr per­sön­li­ches Buch vor, in dem er Texte aus zwei Jahr­zehnten zu­sam­men­führt. Themen, die den Autor aus der Oberwarter Roma-Sied­lung seit Beginn seines Schrei­bens un­ent­wegt be­schäf­ti­gen, fin­den in dieser Collage von Tex­ten in erzäh­le­ri­scher und lyri­scher Form Aus­druck: mit fikti­ven Ge­schich­ten ver­leiht der Nach­komme zweier KZ-Über­leben­der den Opfern der Kon­zentra­tions­lager eine Stim­me, an­schau­lich be­schreibt er seine Kind­heit und sein Heran­wach­sen in der Roma-Sied­lung und er stellt Fra­gen nach Ent­wick­lungen und Ver­änderun­gen, die das schreck­li­che Attentat 1995 zur Folge hatte, wie auch nach der gegenwärtigen Situation der Volks­gruppe. Es ist ein Schreiben gegen das Ver­ges­sen, aber auch ein Nicht-Ver­ges­sen-Kön­nen. Die Wun­den sind ver­narbt, doch nicht ver­heilt – aktuel­le Er­eig­nisse bre­chen sie auf und es ent­stehen Texte wie in diesem Buch: berüh­rend und ge­prägt von stil­lem Schmerz.

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Radio: Betteln in Tirol – Wege aus der Armut

Januar 9th, 2017  |  Published in Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Freirad – Freies Radio Innsbruck https://cba.fro.at/330265 | Erstausstrahlung: 10.12.2016 (Download, 143,07 MB) | Aufnahme: Bendedikt Sauer | Gestaltung: Mira Kugler

Wissenschaftliche Erkentnisse und sozial­po­li­ti­sche Hand­lungs­an­sätze zur Ar­muts­migra­tion nach Tirol

Erstmals liegt in Tirol eine wissenschaftliche Studie (finanziert vom Tiroler Wis­sen­schafts­fonds) vor, die Auf­schlüs­se über die ge­gen­wär­ti­ge Armutsmigration nach Inns­bruck gibt. Dabei wurde die Si­tua­tion von Men­schen aus post­kom­mu­nis­ti­schen Län­dern unter­sucht, die tem­po­rär nach Tirol kom­men und in­for­mel­len Tätig­kei­ten wie Betteln oder dem Ver­kauf von Straßen­zeitun­gen nach­gehen. Der Fo­kus liegt dabei auf sozio­öko­no­mi­schen Heraus­for­de­run­gen in den Her­kunfts­län­dern und Beweg­grün­den zur Migration wie auch auf den Rah­men­bedin­gun­gen für ihren Auf­ent­halt in Tirol.

Unter der Moderation von Benedikt Sauer fand am 16. No­vem­ber 2016 im Haus der Be­geg­nung die Prä­sen­ta­tion der wis­sen­schaft­li­chen Studie statt. Bar­ba­ra Tie­fen­ba­cher und Elisabeth Hussl stell­ten ihre Er­kennt­nis­se erst­mals vor. Im An­schluss gab es eine Po­diums­dis­kus­sion mit Fra­gen aus dem Pub­li­kum zum Thema: Er­fah­run­gen zur so­zia­len In­tegra­tion von bet­teln­den Men­schen in den Bun­des­län­dern. Am Po­dium sa­ßen Barbara Tiefenbacher (Sla­wis­tin), Elisabeth Hussl (Po­li­tik­wis­sen­schaf­te­rin), Ferdinand Koller (Ro­ma­no Centro, Wien) und Alina Kugler (Verein Phurdo Salzburg). Ver­an­sta­ltet wur­de der Abend vom Ins­ti­tut für Zeit­ge­schich­te der Uni­ver­si­tät Innsbruck, dem For­schungs­zentrum Migration und Glo­ba­li­sie­rung, dem For­schungs­schwer­punkt Kul­tu­relle Begeg­nungen – Kul­tu­relle Kon­flikte, der Initiative Minder­heiten Tirol und dem Haus der Be­geg­nung. Die ein­lei­ten­den Wor­te sind von Lisa Gensluckner.

(Text: Bettellobby | CBA)

Dialogplattform: Notreisende in Österreich

Dezember 31st, 2016  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Betteln ist kein Verbrechen (Foto: G. Kraftschik CC-BY)18. Roma-Dialogplattform des Bundes­kanz­ler­amts zum Thema „Not­rei­sen­de EU-Bür­gerIn­nen in Österreich“

>>Protokoll der 18. Roma-Dialogplattform, 25.11.2016 (PDF)

Unter sogenannten „notreisenden EU-Bürgern“ sind Per­so­nen und Fa­mi­lien aus Ost­europa zu ver­ste­hen, die von aus­ge­präg­ter Armut be­trof­fen sind und von ihrem Recht als EU-Bürger auf Per­so­nen­frei­zügig­keit Ge­brauch ma­chen. Die The­ma­tik wirft vor­wie­gend Fra­gen der Armuts­be­kämpfung und des men­schen­wür­di­gen Um­gangs mit Ar­mut auf. In der Öf­fent­lich­keit wird die Fra­ge je­doch vor­wie­gend als „Roma-Thema“ dis­ku­tiert bzw. als „Roma-Problem“ wahr­ge­nom­men. Ziel der 18. Ro­ma-Dia­log­platt­form ist es daher, die Grund­lagen für eine sach­li­che Ge­sprächs­basis aller han­deln­den Ak­teu­re zu schaf­fen und über die be­ste­hen­de Fak­ten­lage, die Hin­ter­gründe und mög­li­che Hand­lungs­an­sätze zu in­for­mie­ren. Die Ver­anstal­tung dient der Ver­netzung der han­deln­den Akteu­re und dem ge­gen­sei­ti­gen Aus­tausch.

Präsentationen zum Thema:

Sechs Fachleute (Wolfgang Meier, Erika Geser-Engleitner, Norbert Mappes-Niediek, Thomas Schobesberger, Kurt Gutlederer und Liudmila Hahn) waren eingeladen, im Rah­men der Ver­an­stal­tung Vor­trä­ge zu halten. Im Folgenden geben wir die von der Dialog­platt­form ver­öf­fent­lich­ten Zu­sam­men­fas­sun­gen wie­der:

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Musejum andar i Maschkarutni Puja

Dezember 3rd, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Willi Horvath - Musejum ando Burgenland (Foto: volksgruppen.orf.at)Willi Horvath: Musejum le pal­gon­do­li­peske upre jek schukar cajt


Barikane dschene andar o cilo them schaj i Rose Marie Horvath andar i Masch­ka­rutni Puja upri rik pre imar mule Ro­mestar Willi Horvath (1934–2013) te prindscha­rel sik­lija. Le bari­kane Romen­gere muschi­ka­schiske jek pri­vati musejum ker­tscha.

TIP →Mri Historija: „Buena sera, Maestro!“ – Wilhelm Horvath im Gespräch, dROMa-Sonder­reihe 07/15 (pdf)

O Toni Curtis, i Gina Lollobrigida taj i Claudia Cardinale – ada tschak jek tikno falato le bari­kane dsche­nen­dar hi, saven i Rose Marie Horvath te prindscha­rel schaj sik­lija. But kipi, suve­nirs taj muschi­ka­kere instru­mentscha i 76-ber­schen­geri use jek kamlo privatiskero musejum andi ko­mora le khe­restar khe­tan ke­dija.

Te prindscharel siklija oj le muschikaschi ando 1950iger berscha ande jek moja­kero ande Frankfurt. „Kada ande ajom, taj ov man dikla, taj kada me le diklom – o mentscho ande tscha­latscha“, phu­kal i Rose Marie Hor­vath, pedar o ersch dikipe leha. I bari bast cidel pe sar jek lolo thav duach o dschi­vipe le dujen­dar. O Willi ojs Rom ando logeri Lackenbach ande tscha­pim sina. Kaj jek moja­kero andar Kleinwarasdorf (becirk Uprutni Puja) pe vasch leste ande beschar­tscha taj afka i cili fami­lija o naci re­schim schaj prik dschivde. Read the rest of this entry »

Verfolgung der Sinti & Roma in München

November 8th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Sonderausstellung BayernSonderausstellung: Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945

Bis 29.1.2017 im NS-Dokumentationszentrums München, Di. bis So., 10 bis 19 Uhr

Die neue Sonderausstellung des NS-Do­ku­men­ta­tions­zentrums Mün­chen be­fasst sich mit der Aus­gren­zung und Ver­fol­gung der Sinti und Roma am Bei­spiel der Münch­ner Min­der­heit. Im Fo­kus ste­hen die staat­lich or­ga­ni­sier­te Ver­fol­gung und der Völker­mord an den Sinti und Ro­ma zwi­schen 1933 und 1945 in Mün­chen und – er­gän­zend – in Bayern. Auch die Vor- und die Nach­ge­schich­te der national­sozia­lis­ti­schen Ver­fol­gung wer­den do­ku­men­tiert. So spannt sich der Bogen von der Kaiser­zeit bis in die Gegen­wart, denn bis heute hat die Min­der­heit mit Diskri­mi­nie­rung und Dif­fa­mie­rung zu kämpfen.

„Jahrzehntelang hat sich die Bundesrepublik ge­wei­gert, die ras­sis­ti­sche Ver­fol­gung als Völkermord an­zu­er­ken­nen. Statt­des­sen wurden die Sinti und Roma weiter dis­kri­mi­niert – ein Problem, das bis in die Gegen­wart hinein­reicht“, so Winfried Nerdinger, Grün­dungs­direk­tor des NS-Doku­men­ta­tions­zentrums Mün­chen. „Ge­rade des­halb ist es wich­tig, sich mit der Ver­fol­gungs­ge­schich­te dieser Minder­heit aus­einan­der­zu­setzen. Hart­näcki­ge Kli­schees und Stereo­type über ‚die Zigeu­ner‘ prä­gen noch heute das Bild der Sin­ti und Ro­ma in den Köp­fen und in der Öf­fent­lich­keit. Diese gilt es zu hinter­fra­gen und zu durch­bre­chen.“

Für die Ausstellung wurden erstmals alle seiner­zeit in Mün­chen le­ben­den Opfer des Völ­ker­mords re­cher­chiert und neue Zu­sam­men­hänge er­forscht. Neben den his­to­ri­schen Fak­ten und Do­ku­men­ten, die auf­klä­ren und in­for­mie­ren, zeigt die Aus­stel­lung bis­her un­ver­öf­fent­lich­te Bilder aus der Lebens­welt der Sin­ti und Ro­ma. Durch die Kon­fron­ta­tion dieser bei­den letzt­lich kon­struier­ten Bild­welten – der „offi­ziel­len“ und der „privaten“ – wird der Be­trach­ter an­ge­stoßen, über die Ge­schich­te und ihre bis heute spür­baren Folgen nach­zu­denken. Read the rest of this entry »