Veranstaltungen & Ausstellungen

Akademie Graz – Das Leben der Roma

Dezember 3rd, 2017  |  Published in Radijo Erba, Veranstaltungen & Ausstellungen

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Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Adolf Gussak

Akademija Gereci – O dschivipe le Romendar

Am 7. November 2017 fand die Ausstellungspräsenta­tion „Take a look into my life“ in der Gra­zer Aka­de­mie statt. Im Rah­men dieser Er­öff­nung gab es eine Podiums­dis­kus­sion, bei der einige Roma­vertreter an­we­send waren. 2015 en­dete die Roma-Dekade, die sich wesent­li­che Ver­bes­se­run­gen der Lebens­bedin­gun­gen von Roma in Europa zum Ziel ge­setzt hatte. Es wurde über ver­schie­dene Roma-Projekte und Projekt­politik ge­spro­chen. Auch er­wähnt wurden die Heraus­forde­run­gen, denen die Volks­gruppen­ange­hö­rigen in der Arbeitswelt ge­gen­über­stehen. Es dis­ku­tier­ten: Emmerich Gärtner-Horvath vom Verein Roma-Service und Vor­sitzen­der des Volks­grup­pen­bei­rates der Roma, Michael Teichmann, Pro­jekt­leiter von Zorrom, und Tina Friedreich, slo­we­ni­sche Romni und eben­falls Mit­arbei­te­rin beim Pro­jekt Zorrom. Auch am Podium war die Lei­te­rin der Aka­demie Graz, Astrid Kury. Es kamen auch Zu­hörer aus dem Pub­likum zu Wort. Bei der Aus­stellung gibt es elf Poster, die die „wich­tigs­ten Wörter“ der Roma be­in­halten.

Ando 7to novemberi 2017 i artschijipeskeri presenta­ci­ja „Take a look into my life“ andi Aka­de­mi­ja Gereci sina. Ando keri­pe le pradi­pestar jek po­dijuma­keri disku­sija dija, kaj Romen­gere fatre­ter­tscha use sina. 2015 i Romen­geri dekada kise­tin­tscha, savi peske o feder keri­pe le dschivi­pes­kere situa­ci­jen­dar le Romen­dar andi Europa uso cil beschar­tscha. Pedar min­den­feli­tike Ro­men­gere projekti taj pedar pro­jek­tos­keri politik va­kerdo ulo. Read the rest of this entry »

Konferenz „Every day is Romaday!“

November 28th, 2017  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Romaday - Konferenz in Deutschland„Aus der Praxis lernen – bundesweit gegen Antiziganismus!“ Unter die­sem Motto ver­an­stal­tete das Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas am Mitt­woch in Berlin die Kon­fe­renz „Every day is Romaday! Dialog mit Politik, Behörden und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen in Deutschland“. Wel­che Stra­te­gien zur gleich­be­rech­tig­ten Teilhabe von Sinti und von Roma funk­tio­nie­ren und wo gibt es noch Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten? An­läss­lich des fünf­ten Jahres­tags der Ein­weihung des Denkmals für die im Natio­nal­sozia­lis­mus ermor­deten Sinti und Roma Europas wurde bei der Fach­kon­ferenz hier­zu ein Fazit gezogen.

Etwa 250 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus der gan­zen Bundes­republik kamen in Berlin zu­sam­men, um be­ste­hende Kontro­ver­sen zu dis­ku­tie­ren und neue Ko­opera­tio­nen in den Berei­chen Arbeits­markt, Bildung, Anti­diskrimi­nie­rung, Soziale Lage/Wohn­situation, Kultur, Bleiberecht, Migration und inter­na­tio­na­le Pro­jekte zu ver­abreden.

Im Vorbereitungsprozess wurden zusammen mit den Kommu­nen und regio­nalen Roma- und Sinti-Or­gani­sa­tio­nen vier Landes­fach­tage, 26 Sym­posien und etwa 40 Jugend­workshops im ge­sam­ten Bundes­gebiet durch­geführt. Darüber hinaus ha­ben die Bünd­nis­part­ner und Bündnis­part­nerin­nen ge­mein­sam mit den Akti­ven aus den Bundes­ländern eine Abschluss­erklärung mit Hand­lungs­empfeh­lun­gen zur Über­win­dung des Anti­ziganismus und zur För­de­rung der Gleich­stellung von Roma und Sinti in Deutschland ent­wickelt. Diese soll einer neu ge­bil­de­ten Bundes­regie­rung zum Start der Legis­latur­periode mit auf den Weg ge­ge­ben wer­den. Das Bündnis für Soli­da­rität mit den Sinti und Roma Europas und die Akt­iven aus den Bundes­län­dern for­dern:

  • die Bildung eines Expertenkreises „Antiziganismus“, Maßnah­men zur Über­windung des insti­tu­tio­nel­len Anti­ziganis­mus und die An­erken­nung von Anti­ziganis­mus als Asyl­grund,
  • die Bereitstellung eines Fonds für die Qualifi­zie­rung und Beschäf­tigung von Roma und Sinti im Bil­dungs­bereich,
  • die Bereitstellung ausreichender Mittel für die Kom­mu­nen und die poli­ti­sche Unter­stüt­zung der Integra­tion von Ein­gewan­der­ten mit Romno-Hin­ter­grund auf al­len Ebenen.

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25 Jahre VinziNest in Graz

November 14th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Leiter August Eisner inmitten der Bewohner (Foto: VinziWerke)Zuflucht für Schutzlose — Die Grazer Not­­schlaf­­stelle für Armuts­­migran­­ten be­­­geht ihr ers­­tes viertel Jahr­­hun­­dert und zeigt, dass Armut nach wie vor prä­­sent ist

Die, die keiner wollte. Papst Franziskus hat einen „Welttag der Armen“ ein­­ge­­führt, der dieses Jahr am 19. No­­vem­­her 2017 erst­­mals statt­­findet. Die VinziWerke neh­­men dies zum Anlass, um auf das Jubiläum ih­­rer Notschlafstelle VinziNest auf­­merk­­sam zu ma­­chen: 25 Jahre in­­ten­­si­­ver Ein­­satz für die Unter­­brin­­gung von Armutsmigranten, die in Graz nie­­mand wollte.

Als 1992 während des Balkankrieges hunderte ausländische Männer am Grazer Haupt­­bahnhof stran­­deten und niemand ihnen hel­­fen wollte, setzte sich ein Mann dafür ein, dass auch sie ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen be­­kamen: Pfarrer Wolfgang Pucher. Ein Zelt­­dorf wurde er­­rich­­tet und er­­mög­­lich­­te die Unter­­brin­­gung dieser Männer über den Som­­mer. Im Novem­­ber darauf wurde in einer ehe­­malivgen Strickerei in der Kern­­stock­­gasse 14, 8020 Graz, die Notschlafstelle VinziNest er­­öffnet.

Hardfacts:

Das VinziNest versteht sich als Notschlafstelle für männliche Aus­­länder und ist eine reine Nacht­­schlafstelle mit einer Kapa­­zität von 80 Plätzen. Das VinziNest ist täg­­lich von 18 bis 7 Uhr ge­­öffnet, Ein­­lass ist von 16 bis 22 Uhr. 80 Men­­schen erhalten pro Tag eine warme Mahlzeit und haben die Mög­­lich­­keit, dort ihre Wäsche waschen zu las­­sen. Zu­­sätz­­lich erfolgt wö­­chent­­lich eine medizi­­nische Ver­­sor­­gung durch die rol­­lende Marien­­ambulanz, ein­­mal im Monat eine Rechts­­beratung sowie ein Deutsch- bzw. Alpha­­beti­­sie­­rungs­­kurs durch das Pro­­jekt ZORROM der Caritas. Read the rest of this entry »

Berlin: „Abseits im eigenen Land“

Oktober 28th, 2017  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Sport, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma im Sport„Abseits im eigenen Land“ – Sinti- und Roma-Sportler

Eine Ausstellung von Andrzej Bojarski

Zu sehen vom 1. Nov. bis 20. Dez. 2017 im DokuZ Sinti und Roma Berlin. Öff­­nungs­­zei­­­ten: Mo. und Mi. von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr so­­­wie auf An­­­fra­­ge (berlin@sintiundroma.de)

Eröffnung mit Podiumsdiskussion am 30.10.2017:
Thema „Diskriminierung und Sport“
19:00 Uhr, DokuZ, Prinzenstraße 84.2

Rassismus im Sport – ein wichtiges und sehr akt­uel­les Thema: Ob im Stadion, im Verein oder in der Be­richt­erstat­tung, Ras­sis­mus und Anti­ziganis­mus zei­gen sich im­mer wieder und in unter­schied­li­chen Dimen­sio­nen: Die Aus­gren­zung reicht von der Ver­ba­li­sie­rung weit ver­brei­te­ter Vor­urteile, über neo­nazis­tische Hetz­paro­len (z.B. „Zick Zack Zi­geu­ner­pack“) bis hin zu ge­walt­täti­gen Über­griffen. In der Sportgeschichte gibt es zahlreiche Fälle von Dis­krimi­nie­rung und Aus­schluss – be­son­ders be­troffen sind Min­der­heiten­ange­hö­rige. Drei „ver­ges­sene Helden“ des Sports – Oswald Marschall, Walter Laubinger und Sergio Peter – werden in der Aus­stel­lung „Abseits im eigenen Land“ präsentiert.

Die Ausstellung wird mit einem Podiums­gespräch zum The­ma „Dis­kri­mi­nie­rung und Sport“ er­öffnet. Es diskutieren:

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Roma-Fimfestival „Ake dikhea?“

Oktober 16th, 2017  |  Published in Film & Theater, Veranstaltungen & Ausstellungen

"Ake dikhea?" Filmfestival in BerlinVom 19. bis zum 22. Oktober 2017 findet das erste Roma-Film­festi­val AKE DIKHEA? in Berlin statt. Die Festi­val­filme fokus­sieren sich auf das Leben von Roma in Europa – und setzen sich dabei kri­tisch mit der euro­päi­schen Gesell­schaft aus­einan­der.

Der Name ist Programm: Das Festival stellt die Frage „Ake dikhea?“ – über­setzt: „Na, siehst Du?“ Dabei wird gegen die Blind­heit gegen­über der viel­fälti­gen, komple­xen Rea­lität an­ge­kämpft, die den weit ver­breite­ten, stereo­typen Vor­stel­lun­gen über Roma und Sinti nicht ent­spricht. Die Schirm­herr­schaft der ers­ten Edition über­nimmt Dr. Klaus Lederer, Senator für Europa und Kultur des Landes Berlin.

AKE DIKHEA? hebt Filme hervor, die antiziganistische Klischees kri­tisch reflek­tie­ren und be­wusst de­konstru­ie­ren. Die in ers­ter Reihe von Men­schen handeln, und erst in zwei­ter Reihe von Roma. Damit setzt das Festival Maß­stä­be. (Dr. Klaus Lederer)

Das Filmfestival, welches anlässlich des fünften Jahrestages der Ein­wei­hung des Denk­mals für die im National­sozia­lis­mus ermor­de­ten Sinti und Ro­ma Deutschlands statt­findet, stellt an die aus­gewähl­ten Filme drei An­spr­üche: Authen­ti­zität, Indivi­dua­lität und gesell­schaft­li­che Re­le­vanz. Hamze Bytyci, künst­leri­scher Leiter des Festivals, be­tont, dass sich in der Film­land­schaft endlich eine neue, authen­tische Bilder­sprache durch­setzen müsse. Aus diesem Grund wurden Vor­schläge für Festival­filme von Roma aus ganz Europa an­ge­nom­men, auch die Festival­jury wurde mehr­heit­lich mit Roma-Filme­ma­cher/in­nen be­setzt.

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Ausstellungskatalog „45 Jahre Bürgerrechtsarbeit“

Oktober 8th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Cover des AusstellungskatalogsZentralrat Deutscher Sinti und Roma (Hg.): 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma/45 years of civil rights work of German Sinti and Roma, Katalog zur Ausstellung, Heidelberg 2017, 92 S.

Der Katalog kann online heruntergeladen oder aber über das Büro des Zentralrats bestellt werden.

Bereits in den 1950er Jahren versuchte eine Gruppe deutscher Sinti, die Haupt­ver­ant­wort­li­chen des Völker­mor­des an Sinti und Roma in Euro­pa vor Gericht zu brin­gen – lei­der erfolg­los. Es gab im Nach­kriegs­deutschland kei­ne ein­zige ge­sell­schaft­li­che oder poli­tische Insti­tu­tion, die Sinti und Roma nach dem Holocaust unter­stützt hätte. Heute, im Jahr 2017, ist der Völkermord an­er­kannt. In Berlin steht das Denkmal für die im Na­tio­nal­sozia­lis­mus er­mor­de­ten Sinti und Roma Europas di­rekt neben Reichstag und Bran­den­bur­ger Tor. Sinti und Roma sind als natio­na­le Minderheit an­er­kannt.

Jeder einzelne Erfolg der Bürgerrechtsarbeit musste ge­gen mas­sive Wider­stände in Politik, Ver­waltung und Gesell­schaft in zum Teil jahr­zehnte­langer Aus­einan­der­setzung durch­ge­setzt wer­den. Ohne die Unter­stützung vieler ein­zel­ner Per­sön­lich­kei­ten, ohne die Unter­stützung von zivil­gesell­schaft­li­chen Or­ga­ni­sa­tio­nen und ins­beson­dere der Medien wäre der Erfolg der Bür­ger­rechts­arbeit nicht mög­lich ge­wesen.

Unsere Ausstellung ist deshalb all den Sinti und Roma ge­widmet, die sich nach dem Ende des NS-Re­gi­mes in Deutschland und in Europa für die Rechte un­se­rer Minder­heit ein­ge­setzt haben und eben­so all den Freunden und Un­ter­stüt­zern, ohne die unse­re Bür­ger­rechts­arbeit nicht die An­erken­nung ge­fun­den hätte, die heute er­reicht wor­den ist. Diese Aus­stel­lung ist ebenso den jungen Menschen ge­widmet, die diesen Weg, der noch lan­ge nicht ab­ge­schlos­sen ist, wei­ter ge­hen wer­den.

(Aus dem Vorwort von Romani Rose)

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Festival „Djelem Djelem“ in Dortmund

Oktober 2nd, 2017  |  Published in Veranstaltungen & Ausstellungen

Die Veranstalter des Romafestivals in Dortmund (Foto: Stadt Dortmund-Roland Gorki)Djelem Djelem: Volles Programm beim 4. Roma-Kulturfestival in Dortmund

Programm (PDF)

Zum vierten Mal lädt „Djelem Djelem“ in Dortmund dazu ein, die Kultur der Roma kennen­zu­lernen. Das Festival hat sich inzwi­schen als feste Größe in der Festival­land­schaft Dort­munds und darüber hinaus etab­liert. Vom 3. bis 9. Ok­to­ber gibt es Konzerte, Theater und Filme, Lesungen, ein Ju­gend­kunst­pro­jekt und eine Fach­tagung sowie das gro­ße Fa­mi­lien­fest an sie­ben ver­schie­de­nen Orten der Stadt – u.a. im Theater im Depot, im Domicil und im Diet­rich-Keu­ning-Haus. Das Festival steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Joachim Stamp, stell­ver­tre­ten­der Minister­prä­si­dent des Landes NRW, und Romani Rose, Vor­sitzen­der des Zentral­rates Deut­scher Sinti und Roma. Be­tei­ligt sind über 30 be­tei­lig­te Part­ner, die mit dem Fes­ti­val ein deut­li­ches Zeichen setzen gegen jahr­hun­derte­alte Vor­urteile, gegen Anti­ziganis­mus und neu be­lebte Feind­bilder. Es wirbt für ein un­ver­krampf­tes Mit­einan­der und den kultu­rel­len Aus­tausch. Der Ti­tel „Djelem Djelem“ be­zieht sich auf ein Lied und ist die inter­natio­na­le Hymne der Roma.

Die offizielle Eröffnung am Mittwoch, 4. Ok­to­ber, 18 Uhr im Theater im Depot steht un­ter dem Motto „Wie tickst du ei­gent­lich? – Rhyth­mus und Heimat“. Zu se­hen ist eine multi­media­le Per­for­mance mit Roma- und an­de­ren Dort­mun­der Jugend­li­chen. An­schlie­ßend liest der junge und bereits preis­ge­krön­te Autor Samuel Mago (Jahr­gang 1996) aus seinen Texten und lädt zum Ge­spräch. Der Ein­tritt ist frei. Eine wei­tere kos­ten­lose Lesung gibt es einen Tag spä­ter in der Aus­lands­ge­sell­schaft NRW: Gianni Jovanovic liest aus Katja Behrens Roman „Nachts, wenn Schat­ten aus dunk­len Ecken kom­men“ über ein Roma-Le­ben zwi­schen Tra­di­tion und Auf­bruch (5.10., 20 Uhr). Read the rest of this entry »

Heimat ist, was wir draus machen!

September 30th, 2017  |  Published in Jugend & Bildung, Radio & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Bundesjugendkonferenz 2016 (Foto: Amaro Drom)Amaro Drom - Bundesjugendkonferenz

RDL Morgenradio >>Anhören (mp3):
Teil 1Teil 2Teil 3

„Heimat ist nicht gestern – Heimat ist morgen – Heimat ist, was wir draus ma­chen!“ Das ist das Motto der Bundes­jungend­kon­fe­renz, die Amaro Drom und das Roma-Büro vom 30. Sep­tem­ber bis 3. Okto­ber in Freiburg ver­an­stal­ten. Amaro Drom ist eine bundes­weite inter­kultu­rel­le Or­gani­sa­tion von jungen Roma und Nicht-Roma. Ge­grün­det wurde sie 2005 in Freiburg. Die Konferenz um­fasst auch öffent­liche Ver­anstal­tun­gen, von einer hist­ori­schen Rad­rund­fahrt über einen Film, Vor­träge und Dis­kus­sio­nen bis hin zu einem Stadtfest am Seepark. Über das Mot­to „Heimat“, die ak­tuel­len Heraus­for­de­run­gen für die Arbeit von Amaro Drom und über die Ver­anstal­tun­gen der Kon­ferenz – ins­beson­dere den Programm­punkt „Zu­kunfts­per­spek­ti­ven von Romnja und Sintizze“ haben wir mit Silas Kropf, dem stell­ver­tre­ten­den Vor­sitzen­den von Amaro Drom (4:26), Dijana Celic und Tomas Wald vom Roma-Büro (4:08) und mit der Amaro-Drom-Mit­arbei­te­rin Éva Ádám (3:55) ge­spro­chen.

(Text: rdl.de)

Tag der offenen Tür in Oberwart

September 19th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-Service & Karika laden zum Tag der offenen Tür in Oberwart Einladung zum „Tag der offenen Tür“
Akaripe uso „di le pradime vudaristar“

Freitag | paraschtuja, 22.9.2017
09:00 bis | dschi 13:00 Uhr | orenge
Evangelische Kircheng. 3, Oberwart | Erba

Wir öffnen unsere Pforten und informieren Sie über Geschichte und Kultur so­wie über die ak­tuel­le Situa­tion der Roma im Ar­beits- und Bil­dungs­bereich! An un­se­rem „Tag der of­fe­nen Tür“ haben Sie die Gele­gen­heit, unsere Teams kennen­zu­ler­nen und sich gleich­zeitig über interes­san­te Themen zu in­for­mie­ren. | Amen amare vudar­tscha pra­vas taj infor­ma­cija pedar i histo­rija taj kul­tura, taj te pedar i aktu­jeli situa­cija le Romen­dar ando but­ja­kero- taj si­ka­di­pes­kero them, das! Use ama­ro „di le pra­dime vu­da­ristar“ tu­men o schajipe hi, ama­re dsche­nen te prin­dscha­rel te siklol taj infor­ma­cija pedar intere­san­ti temtscha te schunel!

Auf Euer Kommen freuen sich
Verein Roma-Service & Verein KARIKA – Für Roma und Sinti

Upre tumaro ajipe loschanen pumen
Farajn Roma-Service taj Farajn KARIKA – Le Romenge taj Sintijenge


Fünf Jahre Denkmal in Berlin

August 28th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin (Foto: Marko Priske)

»Every Day is Romaday!«
Konferenz zur Teilhabe von Roma und Sinti in Deutsch­land (Berlin, 22. No­vem­ber 2017)

Im Herbst 2017 jährt sich die Einweihung des Denkmals für die im National­sozia­lis­mus er­mor­­de­­ten Sinti und Roma Europas zum fünf­ten Mal. Die deutsche Bun­des­­kanz­lerin unter­­strich da­mals in ihrer Rede: »Sinti und Roma müs­sen auch heute um ihre Rechte kämpfen. Des­halb ist es eine deutsche und eine euro­­päi­­sche Auf­gabe, sie dabei zu unter­­stützen, wo auch immer und inner­­halb wel­cher Staats­gren­zen auch immer sie leben.«

Antiziganistische Vorurteile sind in der deutschen Gesell­schaft nach wie vor tief ver­ankert: Zuletzt zeigte 2016 die Studie »Die ent­hemmte Mitte« der Uni­ver­si­tät Leipzig, dass 57,8% der Be­frag­ten ein Problem damit hätten, wenn Sinti und Roma in ihrer Nähe wohnen wür­den. Knapp 50% wol­len Sinti und Roma aus den Innen­städten ver­bannen. Zur Über­windung dieser Dis­krimi­nie­rung wurde das Bündnis für Soli­darität mit den Sinti und Roma Europas ge­grün­det, das mit der Unter­stützung des deut­schen Bun­des­pro­gramms »Demokratie leben!« des Bun­desministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am Mitt­woch, den 22. No­vem­ber 2017, in Berlin eine Konferenz ver­an­staltet, um die in Deutschland bis­her um­ge­setz­ten Anti­dis­krimi­nie­rungs­maß­nahmen auf­zu­zeigen.

Unter dem Titel »Every Day is Romaday! Dialog mit Politik, Be­hör­den und Bildungs­ein­rich­tun­gen in Deutsch­land« wer­den Arbeits­ergeb­nisse prä­sen­tiert und Hand­lungs­empfeh­lun­gen für wei­ter­hin not­wen­dige Ver­än­de­run­gen ent­wickelt. Landes­fachtage und Schul­work­shops fin­den hierzu bereits ab Juli in den Bundes­ländern statt. Die Akteure und Akteu­rin­nen in den Kom­mu­nen und Vereinen wol­len eine Ab­schluss­er­klä­rung mit kon­kre­ten Forde­run­gen zur Bekämp­fung des Antiziganismus ent­wickeln und an die neue Bun­des­regie­rung über­geben.

Erwartet werden 300 Gäste aus dem gesamten Bundes­gebiet. Ta­gungs­orte sind von 12.30 bis 20.00 Uhr die Parochial­kirche und das Palais Podewil in Berlin-Mitte.

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