Kunst & Fotografie

Vernissage „Dičimos – Sichtbarkeit“

Februar 24th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellung WienRomnja mitten in Wien
Romnja ando maškar le Bečesko foro

Ein Projekt von Vivaro – Viva Romnja in Zu­sam­men­ar­beit mit der Fo­togra­fin Jenny Olaya-Peickner

Vernissage mit kurzer Gesprächsrun­de der Por­trä­tier­ten am 4. März 2017, 18 Uhr, im Hotel Altstadt, Kir­cheng. 41, 1070 Wien. Die Aus­stel­lung kann auch am 5.3.2017 von 11:00 bis 18:00 Uhr be­sucht wer­den (weite­re Ter­mine wer­den auf der Home­page des Vereins be­kannt­gege­ben).

In der gesellschaftlichen und medialen Wahrnehmung herr­schen oft­mals Vor­urteile, Stereo­type und Klischee­bilder über Roma-Frauen. Um dem ent­gegen­zu­steuern und Frauen in der Öf­fent­lich­keit sicht­bar zu ma­chen, prä­sen­tiert der neue Wiener Romnja-Verein „Vivaro – Viva Romnja“ auf sei­ner Web­site wö­chent­lich eine Romni. Das Ziel: Hetero­genität unter Frauen, aber auch als Rom­nja, auf­zu­zeigen und das klischee­hafte und roman­ti­sier­te Bild „der Roma-Frau“ ab­zu­bauen, zu be­kämpfen und realis­ti­sche Bilder dar­zu­bieten. Frauen ha­ben Stim­men, sind indi­vi­duell, hetero­gen und viel­fältig.

(www.vivaro.at)

Manolo Gómez Romero | Ceija Stojka

Februar 7th, 2017  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Kai DikhasManolo Gómez Romero – [kaʧeˈβaʧe] | Ceija Stojka und die Sammlung Kai Dikhas – Heute ist gestern

Bis 1. April 2017 in der Galerie Kai Dikhas in Berlin
Kuratiert von von Moritz Pankok
Eintritt frei! Mi. bis Sa., 12-18 Uhr u.n.V.
Aufbau-Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84

Während die Galerie Kai Dikhas in Madrid mit „Akathe Te Beshen. Sasti­pen thaj Mesti­pen“ („Hier um zu blei­ben. Ge­sund­heit und Freiheit“) im Regie­rungs­gebäu­de Mad­rid, dem Centro.Centro, ih­re in Spanien viel­be­ach­te­te und bis­lang größ­te Aus­stel­lung prä­sen­tiert, zeigt sie in Berlin neue Wer­ke des Spa­niers Mano­lo Gó­mez Ro­me­ro. „Cachebache“ – sprich: [kaʧeˈβaʧe] – be­deu­tet „Dies und Das“ auf Caló, dem spa­ni­schen Ro­ma­nes. Gómez’ drit­te Aus­stel­lung in der Gale­rie Kai Dikhas zeigt die Sen­si­bi­li­tät eines Künst­lers, der mit der Ke­ra­mik ent­lie­he­nen Ober­flächen­struk­tu­ren mal zarte, mal kraft­volle abstrak­te Kunst schafft: seinen ein­zig­arti­gen Fla­men­co in Malerei. Im Zentrum dieser Aus­stel­lung stehen neben neuen ma­le­ri­schen Wer­ken neue Kerami­ken des Künst­lers, wo­mit sich der Kreis seiner Ar­beit in der Galerie erst­malig schließt. So um­fasst das „Dies und Das“ unter­schied­liche Medien wie auch eine fas­zi­nie­ren­de Viel­falt von Themen und Inspi­ra­tio­nen, die in Manolo Gó­mez Rome­ros For­men­sprache zu­sam­men­kommen.

In seiner Kindheit beobachtete Gómez fasziniert die Muster, die der auf den Boden fal­lende Kalk bil­dete, mit dem seine Mut­ter die Wände ihres Hau­ses jedes Jahr aufs Neue kälk­te. Er ver­lor sich in der Betrach­tung der un­zäh­li­gen For­men der Kleckse und Spritzer. Und es sind im­mer noch diese For­men, die den Maler heute in sei­ner Ar­beit be­schäf­ti­gen. Read the rest of this entry »

„Die Gitans von Perpignan“ in Hannover

Juli 19th, 2016  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Südfrankreichs katalanischsprachige Roma: Die Gitans von St. Jacques, Perpignan (Foto: Jesco Denzel)Fotografien von Jesco Denzel
Galerie für Fotografie in Hannover

Eröffnung: 27.7.2016, 19:00 Uhr
Ausstellung: 28.7. bis 4.9.2016

Die Arbeit des deutschen Fotografen Jesco Denzel zeigt das Leben der Gitans im Her­zen der histo­ri­schen Alt­stadt von Perpignan in Süd­frankreich. Mit rund 8.000 Bewohnern ist das Viertel St. Jacques eine der größ­ten Gitans-Ge­mein­den in Frankreich, und vor al­lem die einzige inner­städtische. Wäh­rend in allen ande­ren Städten größere Sied­lun­gen sess­haf­ter Gitans an die Stadt­ränder ge­drängt wur­den, ist in den engen Gas­sen von St. Jacques eine leben­dige Stadt in der Stadt ent­standen. Es sind vor allem die Nach­fahren spa­ni­scher Calé, die im Laufe des 19. Jahr­hun­derts ins fran­zö­si­sche Katalonien aus­wan­der­ten, die heute in St. Jacques leben, und sie haben noch immer starke Bin­dung an Spa­nien. Die Um­gangs­sprache in St. Jacques heißt schlicht ,Gitan’, ein etwas ab­ge­wan­del­tes Katalanisch. Fern­ab von roman­ti­schen Vor­stel­lun­gen, die man mit medi­ter­ra­nem „Zigeu­ner­leben“ ver­bin­den mag, orga­ni­sie­ren die Be­woh­ner von St. Jacques ihr Le­ben auf eine Art und Weise, die ihren ordent­lich-fran­zö­si­schen Nach­barn oft suspekt er­scheint: „Die arbei­ten alle nicht“, ist das gän­gi­ge Vor­urteil. „Wenn ich mich irgend­wo vor­stel­le und der Chef sieht, dass ich ,Zigeuner‘ bin, kann ich gleich wie­der gehen“, sagt ein Arbeits­lo­ser aus dem Viertel. Hier zäh­len Zusam­men­halt und Gemein­schafts­ge­fühl und vor allem die Fähig­keit, sich irgend­wie durch­schla­gen zu kön­nen. Denn Proble­me gibt es reich­lich – Arbeits­losig­keit, Drogen und Analpha­be­tis­mus machen das Leben in St. Jacques bis­wei­len nicht ein­fach.

Jesco Denzel, 1972 in Bremen geboren, hat seinen Magister in Politi­scher Wissen­schaft ge­macht, ehe er an der Hoch­schule Hannover Foto­jour­na­lis­mus stu­dierte. Seit 2010 ist er offi­ziel­ler Foto­graf der Bun­des­regierung.

Öffnungszeiten & Anschrift:
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„Wonderful“ in Barcelona

Juli 5th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Gitano-Mädchen in Barcelona; Foto: Lena Mucha Fotoausstellung von Lena Mucha im Rahmen des DOCfield>16 – Festi­val der Do­ku­men­tar­foto­grafie aus Bar­celona

Zu sehen noch bis 7. Juli 2016 im Goethe-Institut Barcelona (Roger de Flor, 224)

„Wonderful“ ist das Portrait von Roma-Jugend­li­chen (Gitanos) in den Vor­städten Barcelonas. 60% der Mit­glie­der dieser Ge­mein­schaft sind noch keine dreißig Jahre alt. Es sind Ju­gend­li­che, die früh viel Ver­ant­wor­tung über­nehmen und ent­schei­dende wirt­schaft­liche Rollen inner­halb ihrer Fa­mi­lie spie­len. Ihre Kraft und Reife stehen hier­bei im star­ken Kontrast zu ihrer Fragilität, ihren Hoff­nun­gen und dem Wunsch nach einer an­de­ren Kindheit und Jugend. Die Aus­stel­lung the­ma­ti­siert und zeigt Jugendliche in­mit­ten pat­riarcha­li­scher Struk­turen, Tra­di­tio­nen und kultu­rel­ler sowie sozialer Glo­ba­li­sie­rung in einer der äl­tes­ten eth­ni­schen Min­der­heiten Europas.

Lena Mucha machte 2011 ihren Abschluss in Sozial­anthro­po­lo­gie und Politik­wissen­schaf­ten an der Uni­ver­si­tät zu Köln. Sie lebt in Deutsch­land und Latein­amerika und be­schäf­tigt sich mit Gender sowie mit dem Thema der Migra­tion. Ihre foto­gra­fi­schen Arbeiten wur­den inter­na­tio­nal aus­gestellt und publi­ziert und mit ver­schie­de­nen Prei­sen aus­ge­zeichnet.

Diese Ausstellung ist Teil der Eixample Route DOCfield>16 Festi­val der Do­ku­men­tar­foto­grafie aus Bar­ce­lona. Hier fin­den Sie wei­tere Infor­ma­tionen.

(Text: www.goethe.de)

Siehe auch:
Gripping Photos Capture A Young Roma Generation On The Outskirts, Huf­fing­ton Post
El alumnado gitano en secundaria (FSG, 2013), Studie über die Schul­si­tua­tion in Spanien

„Millionaires of time“ – Ausstellung in Berlin

Juni 1st, 2016  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellung "Millionaires of Time" (Foto: Anja Schäfer)Eine audiovisuelle Ausstellung über Roma in Košice

Fotografien von Anja Schäfer | Audioporträts von Elisabeth Putz

Eröffnung am 2. Juni 2016, 19 Uhr
Haus am Kleistpark, Berlin (Einladung)

In dem audiovisuellen Ausstellungsprojekt „Millionaires of time …“ zeich­nen die Foto­gra­fin Anja Schäfer und die Hör­funk­auto­rin Elisabeth Putz jen­seits gän­gi­ger Fremd­zu­schrei­bun­gen ein viel­dimen­sio­na­les Bild der Roma, die nahe der ost­slo­wa­ki­schen Stadt Košice in Šaca bzw. Luník IX leben. Letz­te­res gilt als eines der größ­ten Ghet­tos von Roma in Eu­ropa.

Die atmosphärischen fotografischen und auditi­ven Porträts zei­gen die Men­schen in ihrer Indi­vi­dua­li­tät. Sie las­sen einen Mikro­kos­mos leben­dig wer­den, der auf über­geord­nete gesell­schafts­poli­ti­sche Struk­tu­ren ver­weist. In der Aus­stel­lungs­instal­la­tion aus Foto­gra­fien und mobi­len Hör­statio­nen ent­steht ein Raum, in dem das Publi­kum hö­rend, se­hend und as­so­ziie­rend ent­decken kann.

Rund 250.000 Roma leben in der Slowakei. (Anm. d. Red.: ande­re Schätzun­gen lie­gen weit hö­her; der Euro­pa­rat bei­spiels­wei­se geht von rund 500.000 Roma aus). „Wir können kom­men, wann im­mer wir wol­len“, sagt František, denn er sei „ein Mil­lio­när der Zeit“. Man hört oft, Roma seien aus der Zeit ge­fal­len, sie wüss­ten nicht, was Zeit be­deu­te, oder aber sie hätten alle Zeit der Welt. Und Fran­ti­šek, eine der porträ­tier­ten Per­so­nen, weiß von diesem Klischee­bild und spielt da­mit. Wer sind „DIE ROMA“? Ein Volk? Eine Nation ohne Land – aber mit Flag­ge und Hymne? Die Aus­stel­lung ist der Ver­such, hin­ter eine Mauer aus Kli­schees zu blicken, an der lan­ge und von vie­len Sei­ten ge­ar­bei­tet wurde.

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Thementage „Roma in Berlin“

Mai 10th, 2016  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

"Unsere neuen Nachbarn": Programmübersicht "Roma in Berlin" (PDF)„Herkommen. Ankommen. Willkommen. Unsere neuen Nachbarn“

Das Wohnbauunternehmen Gesobau, ver­ant­wort­lich für das erste de­zentra­le Ber­li­ner Wohn­pro­jekt für Roma­fami­lien, ver­anstal­tet eine zwei­wö­chi­ge Ver­anstal­tungs­reihe: „Roma in Berlin“. Die Aus­stel­lung „Roma in Europa – Enfances Tsiganes“ der fran­zö­si­schen Foto­gra­fin Jeannette Gregori ist eine der ins­ge­samt neun Ver­anstal­tungen.

In den Diskussionen um die Zuwanderung wird nie­man­dem mit so vielen ne­ga­ti­ven Vor­ur­tei­len be­geg­net wie den Roma. Vor­ur­tei­le und diskri­mi­nie­ren­des Ver­hal­ten ste­hen oft in en­gem Zu­sam­men­hang. Die GESOBAU möch­te ge­mein­sam mit star­ken Part­nern und der neuen Ver­anstal­tungs­reihe „Her­kom­men. An­kom­men. Will­kom­men. Unsere neuen Nach­barn“ dem ent­gegen­steuern und die ver­meint­lich so ver­schie­de­nen Lebens­welten von Roma und Deut­schen mit­einan­der in Be­zug setzen. Den Auf­takt bil­den die Themen­tage „Roma in Berlin“.

Eröffnet wurde die Veranstaltungsreihe von Barbara Loth, Staats­sekre­tä­rin für Integra­tion und Frauen in der Senats­ver­wal­tung für Arbeit, Integra­tion und Frauen, und Jörg Franzen, Vor­stands­vor­sitzen­der der GESOBAU AG. Im Mit­tel­punkt des Pres­se­gesprächs stand das erste de­zentra­le Wohn­pro­jekt Berlins „Woh­nen und Leben im Mär­ki­schen Vier­tel – ein integra­ti­ves Wohn­kon­zept für Roma­fami­lien“. Das Wohn­pro­jekt wird seit 2015 im Rei­nicken­dor­fer Stadt­teil Mär­ki­sches Vier­tel um­ge­setzt. In einem Par­tner­schafts­ver­trag haben sich die Senats­ver­wal­tung für Arbeit, In­tegra­tion und Frauen, das Be­zirks­amt Rei­nicken­dorf, die GESOBAU AG und die Trä­ger Phinove e.V. und Aufwind e.V. zur Um­setzung des Wohn­pro­jekts ver­pflich­tet. Bis Ende 2016 wer­den zehn Roma­fa­mi­lien, die aus Süd­ost­euro­pa zu­ge­wan­dert sind, mit an­ge­mes­se­nem, be­zahl­ba­rem Wohn­raum ver­sorgt und bei der Integra­tion un­ter­stützt. Die dezentrale Wohnraumversorgung im Märki­schen Vier­tel ist eine Beson­der­heit unter den bis­lang um­gesetz­ten Wohn­pro­jek­ten für Roma in Ber­lin.

Thementage „Roma in Berlin“

Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Arbeit, In­tegra­tion und Frauen, dem Bezirks­amt Rei­nicken­dorf, den Trä­gern Hori­zonte gGmbH, Auf­wind e.V., Phinove e.V. und unter­stützt durch den KLAK Verlag wid­met sich die GESOBAU vom 3. bis 18. Mai 2016 Euro­pas größ­ter Minder­heit und lädt In­teres­sier­te ein. Das viel­fäl­tige Programm rich­tet sich an Nach­barn in und um Rei­nicken­dorf, Stadt­teil­akteure, Schulen, Kinder­gärten und Ver­treter aus Woh­nungs­wirt­schaft und Politik sowie Interes­sen­ge­mein­schaf­ten in Berlin.

Informationen zu allen Veranstaltungen der Thementage „Roma in Berlin“ vom 3. bis 18. Mai im Mär­ki­schen Viertel fin­den Sie hier. Die Teil­nahme an allen The­men­tagen­ver­an­stal­tun­gen ist kos­ten­frei.

Zur Ausstellung „Roma in Europa – Enfances Tsiganes“: Read the rest of this entry »

Es gibt kein unschuldiges Foto

April 2nd, 2016  |  Published in Kunst & Fotografie, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Deri MiklosBereits zum 34. Mal findet in die­sem Jahr die Unga­ri­sche Pres­se­foto­aus­stel­lung statt. Ge­zeigt wer­den die bes­ten Bil­der des Jah­res. Erst­ma­lig wur­den auch Bilder in der Son­der­ka­te­go­rie Flücht­lings­krise aus­ge­zeich­net. Die Aus­stel­lung wur­de be­reits am 25. März er­öf­fnet und ist noch bis zum 14. Mai im Ro­bert-Capa-Zen­trum für Zeit­ge­nös­si­sche Foto­gra­fie zu be­sich­ti­gen.

Die Politik des Roma-Körpers

Besonders sehenswert sind die eher kon­zep­tio­nel­len Ar­bei­ten des un­ab­hän­gi­gen Foto­künst­lers Miklós Déri, der für seine Portrait­serie über die Stereo­ty­pi­sie­rung der un­ga­ri­schen Roma­be­völ­ke­rung den re­nom­mier­ten André-Kertész-Preis er­hielt. Déri ließ Intel­lek­tuel­le, Wis­sen­schaft­ler und an­dere pro­mi­nente Mit­glie­der der Roma­minder­heit in Kos­tüme und Posen schlüp­fen, die dem bis heute exis­ten­ten Klischee der Roma als Musiker, Gauner und Jahr­markts­wahrsager ent­spre­chen. Dem stellt er Bilder der Per­so­nen in ihren Alltags­outfits gegen­über. „Wenn wir ein Bild eines Rom sehen, setzt sich in un­se­rem Kopf auto­ma­tisch ein auf der ,Rasse‘ des Foto­gra­fier­ten be­ru­hen­der Wertungs­prozess in Gang. Mit mei­nen Bildern woll­te ich den laten­ten Rassismus sicht­bar ma­chen, mit dem Roma bei­nahe täg­lich in der Gesell­schaft kon­fron­tiert wer­den“, erklärt Déri das Konzept sei­ner Foto­reihe.

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Roma.Bildwechsel in Graz

März 28th, 2016  |  Published in Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellung in GrazAusstellung: Ein Fotokunstprojekt zur Prä­senz und Wahr­neh­mung der Roma im öf­fent­li­chen Raum. Ab 7. April in Graz.

7. April 2016, 11:00 Uhr: Ausstellungs-Er­öff­nung an­läss­lich des Inter­na­tio­na­len Roma-Tags (8. April) im Caritas-Pau­li­num, Graben­straße 39, Graz. | Eröffnung mit: Caritasdirektor Franz Küberl, dem Foto­gra­fen Mi­cha­el Schmid und Michael Teichmann, Zorrom – Pro­jekt für Ar­muts­migran­tIn­nen

Der Internationale Tag der Roma findet in Er­in­ne­rung an den ersten In­ter­na­tio­na­len Roma-Kon­gress 1971 statt. An diesem Tag wird welt­weit auf die Situa­tion der Roma hin­ge­wie­sen. Die Ge­schich­te der Roma in Euro­pa ist eine Ge­schichte der Ar­mut, Dis­kri­mi­nie­rung und Ausx­gren­zung, die bis heute an­hält. Die Caritas und Welthaus der Diözese Graz-Seckau unter­stütz­ten Bil­dungs­pro­jekte für Roma, um den Zu­gang zu Schule und Aus­bil­dung zu gewähr­leis­ten und die Ar­muts­spi­rale zu durch­brechen.

Die Ausstellung Roma.Bildwechsel zeigt die Foto­trilogie „Gemein­schafts­raum“ von Michael Schmid, die im Herbst 2014 in der slo­waki­schen Stadt Banská Bystrica ge­mein­sam mit Romnija aus Detva, Banská Štiavnica und Žiar ent­standen ist. Im Mit­tel­punkt steht dabei die selbst­ver­ständ­liche Nutzung des öf­fent­li­chen Raums durch Men­schen, denen diese Prä­senz häu­fig nicht oder nur un­gern zu­ge­stan­den wird. Bilder von Menschen sind keine Zufalls­pro­dukte. Sie ent­ste­hen aus dem, was die Dar­stel­len­den zeigen, aus dem, was der Foto­graf/die Foto­gra­fin sieht, und aus dem, was die Be­trach­ten­den wahr­nehmen. Die­sel­ben Men­schen kön­nen in unter­schied­li­chen Insze­nie­run­gen völ­lig anders aus­sehen und wirken.

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„Romni“: Fotoausstellung in Dortmund

März 9th, 2016  |  Published in Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Romni (Foto: „Romni“: Zwei Fotokünstlerinnen aus Dortmund haben sich mit Romafrauen in der Dort­mun­der Nord­stadt in einem Foto- und Inter­view­pro­jekt aus­einan­der­ge­setzt.

Die Bilder und Assoziationen, die viele Menschen mit dem Volk der Roma ver­bin­den, sind über­wie­gend nega­tiv ge­prägt. Oder ihre Lebens­weise wird stark roman­ti­siert: Begrif­fe wie ,Nomaden­tum‘ und Be­schrei­bun­gen wie ,fah­ren­des Volk‘ redu­zieren das Volk der Roma auf fäl­sch­li­che Weise.

Die beiden Fotografinnen Tabea Hahn und Anna Merten haben mit rumäni­schen Roma-Frauen Interviews über Tra­di­ti­on, Kultur und Fa­mi­lien­leben ge­führt. Das Thema „Frausein“ wurde unter ver­schie­de­nen Aspek­ten be­leuch­tet. Der Fokus lag dabei auf Identität, Integra­tion und sozia­ler Stel­lung der Frau in der Ge­sell­schaft – so­wohl im Heimat­land als auch in Deutschland.

ROMNI – unter diesem Titel präsentieren die Künstlerinnen die fotogra­fi­schen und text­li­chen Ergeb­nisse ihres Projek­tes, das sie im letzten Jahr mit Unter­stützung des Planer­laden e.V. durch­ge­führt haben.

Die Arbeit zeigt Romafrauen aus der Dortmunder Nordtstadt. Das Tragen von langen Röcken und einem Tuch in den Haaren ist eine wich­tige Tradtion bei den Frauen der Roma. Da­durch tra­gen sie ihre Herkunft und Zu­gehö­rig­keit öffent­lich zur Schau und ris­kie­ren mit Vor­urtei­len und Dis­kri­mi­nie­rung kon­fron­tiert zu wer­den. Ihre tra­di­tio­nelle Le­bens­weise und Kleidung führt aber bei den Frauen zu einer Zu­ge­hö­rig­keit inner­halb der ei­ge­nen Gruppe, zu einem Gefühl von Iden­ti­tät und einer Idee von Heimat fern­ab ihres Hei­mat­lan­des.

Ausstellungsdauer: 8. März bis 30. März 2016
Öffnungszeiten: Di. bis Sa. von 11 bis 17 Uhr
Ort: caféplus, Gnadenort 3-5, 44135 Dortmund

(Text: Ankündigung des Projektverbunds Nordstadt)

Muguli o mulo Auschwitzatar daral

Januar 29th, 2016  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

"Sie kamen nie wieder", Ceija Stojka (Foto: Horst Horvath)Ceija Stojka: Artschijipeskero pradi­pe an­do Pra­di­mo Kher Erba an­do 4. feberi 2016, 19:00 oren­ge.

O artschijipe pativ del le barikane verkenge la kinstler­ki­ja­tar Ceija Stojka, savi dschi use lake­ro muli­pe ando je­neri 2013 gejng o pobis­te­ripe le geno­ci­distar le Ro­men­ge taj Sinti­jenge taj gejng i diskri­mi­na­cija pe ande be­schar­tscha.

I Ceija Stojka 1933 ojs jek le schov tschavendar jeka Lovara fami­li­jatar ando Schtacko upro them ali. Telal o NS-re­schim, na dur angle lakero desch­to bersch, kada upro them ali, ando loge­ri Auschwitz ledschim li uli, akor ando lo­geri Ravensbrück taj pa­loda Bergen-Belsen, kaj oj pra daja­ha taj pra phe­njaha retim uli. Ando masch­ka­ripe le 80te berschen­dar i Ceija Stojka khetan pre phra­leha ojs erschti dsche­ne andi Austrija, o na phu­kajipe pedar o tra­dipe le Romen­dar taj Sinti­jen­dar ando nacijo­nal­soci­ja­lis­mus taj i diskri­mi­na­cija andi dujti republika, phagle. Oj le ter­dschivde ko­jenge alava taj te feschti­ni­pes­kere ardschu­mi­pes­kere koji lakla. I kinstler­kija lakeri bibas­tali cajt, savi oj ter­dschiv­tscha, ande feschtime kipi fa­butscha­lin­tscha, save ham mindig meg o bibas­talo tra­dipe sikan.

Ande vodinipeskere alava: Erich Schneller
Pradipe: BR Inge Posch-Gruska

Pradimo Kher Erba (OHO), Lisztgasse 12, 7400 Erba. Pradipeskere cajtscha: he. – parasch. 8:00 – 14:00 orenge vaj pal harangoskero arkeripe telal 03352/38555 OHO. Link: http://www.vhs-roma.eu

(volksgruppen.orf.at)