Kunst & Fotografie

Damian Le Bas (1963–2017)

Dezember 11th, 2017  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Kunst & Fotografie

Damian Le Bas (Foto: www.jawdikh.pl)Völlig unerwartet und viel zu früh verstarb der briti­sche Künstler Damian Le Bas am Mor­gen des 9. Dezember 2017 in sei­nem Haus in Worthing. Der künst­le­ri­sche Partner und Ehe­mann von Delaine Le Bas war eine der trei­ben­den Per­sön­lich­kei­ten der Bewe­gung der Künst­ler/in­nen der Minder­heit der Sinti und Roma in Europa.

Bekannt wurde er mit seinen einzigartigen Collagen und Be­arbei­tun­gen von Landkarten, mit denen er sich mit klarem politi­schen Profil für die Gleich­berech­ti­gung der Minder­heit und ein kulturell freies und vor allem grenzen­loses Europa ein­setzte.

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RomaRespekt #22: Marika Schmiedt

November 30th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Kunst & Fotografie, Radio & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #22: Die Künstlerin Marika Schmiedt

Wenn ich eine andere Herkunft gehabt hätte, wür­de ich viel­leicht auch Blumen malen.“ (Marika Schmiedt)

Sendung vom 7.10.2017: Seit 1999 arbeitet Marika Schmiedt (WebsiteYoutube-KanalSoundcloud) künst­le­risch zu Roma­feind­lich­keit. Sie arbei­tet kon­zep­tuell mit Film, Plakaten, histo­ri­schen Recher­chen – auch im öffent­li­chen Raum. Das tut sie mit Bezug auf John Heartfield, den Erfin­der der politi­schen Foto­mon­tage. Marika Schmiedts per­sön­li­ches Erleben, das Erle­ben ihrer Mutter und die Suche nach der Geschichte ihrer Familie ha­ben sie zu ihrer Arbeit mo­ti­viert. Sie öff­net sich, gibt viel von sich preis, zeigt Wunden. Mit diesen sehr per­sön­li­chen Er­fah­run­gen be­schreibt sie die kon­ti­nuier­li­che Gewalt einer Gesell­schaft gegen ihre Minder­heiten. Sie be­schreibt das Trauma der Ver­nich­tung im Natio­nal­sozia­lis­mus als eine gesamt­gesell­schaft­liche Wunde, in die sie mit ihren Arbei­ten den Finger legt. Dafür er­hält sie nicht nur An­er­Ken­nung, sondern meist star­ken Gegen­wind. Die Musik dieser Sen­dung ist von Kritzkom „Swell Pattern“.

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

Siehe auch:
„Es ist immer der gleiche Mist“ 11.7.2017
Ausstellung: Sprache kommt vor der Tat, 29.4.2017
Warum die Wunde offen bleibt, 10.10.2016
dROMa 45 (2015): „Roma-Aktivismus“, 30.12.2015
Ausstellung „Was bleibt“ in Wien, 28.11.2015
Kirchstetten vereitelt Roma-Gedenkprojekt, 9.8.2015
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Radijo Erba: Kunst andi Erba

November 5th, 2017  |  Published in Kunst & Fotografie, Radijo Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Julius Horvath

Kunst in Oberwart

Imar ande pro tschavoripe, i Erna Nachtnebel, savi 1941 Betschiste upro them ali, intere­si la kunsta­ke sikav­lahi. Andi uprut­ni schtufn le rejal­gim­nasi­ju­mistar, o foch cajch­ninipe peske ar rodija. O cajch­nini­peskero pro­fesori abstrak­ti form­tscha kam­lahi, savenca i isch­ko­lasch­kija ham nischta schaj kes­dintscha. Oda use oda koja vodin­tscha, hot i terni kinstler­kija ando arte ber­scha, ande museum­tscha taj galeriji le bare mole­ren­dar, lengere verk­tscha aun peske dik­lahi. Pal poar ber­scha, kada o tschave buter khere nana, pro vodschi ando va lija, taj use cajch­ni­ni­pes­kere kurs­tscha geli. Butvar andi kunsta­keri aka­demi­ja Geras. La Erna Nacht­ne­be­lake o elos­kere cajch­ni­niptscha upro foti teci­nahi, mint i kunst imar bul­he hin­tim hi. But taj bute­der oj akor pre ajgeni motiv­tscha ando tscha­tschipe prik beschar­lahi. Duach o aun­prin­dscha­ripe le mesch­terendar, la fa­mili­jatar taj paj­taschen­dar, la­kero ajgeni patscha­jipe ando cajch­ninipe bartscho­lahi. Lakero lek feder kamlo soc, savo pedar o cajch­ni­nipe dschal, le Goethej­istar hi: „Trink, oh Auge, was die Wim­per hält, von dem gold’nen Über­fluss der Welt“. Andi cu­kunft i Erna Nacht­nebel me­resch dsche­nen­ca andar i flogos­keri grupn le Romen­dar, ande min­den­fe­li­tike kinst­le­ri­schi thana, khe­tan te but­scha­li­nel kamla.

Schon früh in der Kindheit interessierte sich die 1941 in Wien ge­bo­re­ne Erna Nachtnebel für Kunst. In der Ober­stufe des Real­gym­na­siums ent­schied sie sich für das Fach Zeichnen. Ihr Zeichen­pro­fessor be­vor­zugte die abstrak­ten For­men, mit dem die Schülerin nichts an­fan­gen konnte. Das führte dazu, dass die junge Künst­lerin die fol­gen­den Jahr­zehnte in Museen und Galerien die Werke der großen Maler be­trach­tete. Read the rest of this entry »

RomaRespekt #16: Die Kuratorin Tímea Junghaus

Oktober 29th, 2017  |  Published in Kunst & Fotografie, Radio & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #16: Das Wissen dekolonisieren – die Kuratorin Tímea Junghaus

Sendung vom 6.4.2017: Die Kunstausstellung „(Re-)Con­cep­tuali­zing Roma Resistance“ wur­de von der un­ga­ri­schen Kunst­his­to­ri­kerin Tímea Junghaus kura­tiert. Sie war im April 2016 im Fest­spiel­haus Hellerau zu sehen und wurde eigens für diese Insti­tu­tion pro­du­ziert. Tímea Junghaus gibt in dieser Aus­gabe des Radio RomaRespekt Ein­blicke in ihre Arbeit als euro­päi­sche Kuratorin in einem rassis­mus­kri­ti­schen Kon­text. Für sie als Romni ist das Aus­stellen von Roma-Kunst eine Stra­te­gie, um die An­lie­gen und po­li­ti­schen Po­si­tio­nen der Roma be­kannt zu machen. Sie möchte Zu­gänge zur Wissens­pro­duk­tion der Roma schaf­fen und ver­meint­li­ches Wissen über Roma de­kolo­ni­sie­ren, d.h. des­sen Gültig­keit über­prüfen und Kor­rek­tu­ren vor­neh­men. Die Spr­achen dieser Sen­dung sind Eng­lisch und Deutsch, d.h. die Ant­worten von Tímea Jung­haus sind komplett in Englisch hör­bar.

[Foto: Der Künstler Damian Le Bas (li.) bei der Er­öff­nung seiner Aus­stel­lung zum Roma Day 2016 in der Galerie Kai Dikhas in Berlin (die Dame auf dem Bild re. ist nicht Tímea Junghaus).]

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

Romafrauen – Kampf gegen Klischees

Oktober 23rd, 2017  |  Published in Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Literatur & Bücher, Radio & TV

Heimat Fremde Heimat „Heimat Fremde Heimat“
ORF2, Sendung vom 22.10..2017
Ansehen: ORF-TVthek (09:50 min.)


Lakis Jordanopoulos präsentiert das ORF-Magazin „Heimat Fremde Heimat“ am Sonn­tag, dem 22. Ok­to­ber 2017, um 13.30 Uhr in ORF. Weitere Beiträge: Zertifikats­kurs für Lehr­kräfte mit Flucht­hin­ter­grund und Wiens Tibet-Res­tau­rant „Songtsen Gampo“ fei­ert 20-Jahr-Ju­bi­läum.

Romnja-Verein Vivaro in Wien (Foto: http://vivaro.at)Romafrauen – Kampf gegen Klischees

Frauen aus den Reihen der Roma und Jenischen lehnen sich ak­tuell gegen Klischees und Ste­reo­typen auf. Schon lange ent­spräche das Bild von der im Wohn­wagen herum­zie­hen­den, hausie­ren­den und wahr­sagen­den Roma­frau nicht mehr der Rea­li­tät. Dieser Wandel ihrer Lebens­situa­tion wird je­doch von der Mehr­heits­bevöl­ke­rung meis­tens nicht wahr­ge­nom­men. Des­halb ent­schlos­sen sich der Verein Vivaro und die jenische Schrift­stel­le­rin Simone Schönett, die heu­tige Realität mit ent­spre­chen­den Bildern und Er­zäh­lun­gen ab­zu­bilden.

Ein Bericht von Sabina Zwitter.

(Text: ORF Programmankündigung)

Radijo Erba: Boza der Fotokünstler

Oktober 14th, 2017  |  Published in Interview, Kunst & Fotografie, Radijo Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Marcel Horvath

Boza o kiposinaschiskero kinstleri

Julius ,,Boza“ Horvath erzählt von seiner Lauf­bahn als Foto­künst­ler. Er ist ein Roma-Ak­ti­vist und foto­gra­fiert bei ver­schie­de­nen Ver­anstal­tun­gen, wobei er auch Aus­stel­lun­gen in Zu­sam­men­arbeit mit Vereinen macht. Julius hatte schon als Ju­gend­li­cher sehr großes In­teres­se, das Foto­grafie­ren zu er­ler­nen. Doch die ärm­li­chen Ver­hält­nis­se ließen sei­nen Wunsch nicht sofort in Er­fül­lung ge­hen. Seine ers­te Kamera konn­te sich „Boza“ erst mit zehn Jahren kau­fen und seit­dem ist er seinem Hobby treu ge­blieben.

Julius ,,Boza“ Hor­vath phu­kal pe­dar pri buti ojs kipo­si­na­schis­kero kinst­leri. Ov Ro­men­ge­ro-ak­tivisto hi taj use min­den­feliti­ke mu­la­tin­tscha­ge kipi kerel, taj andi khe­tani buti le faraj­nen­ca te artschi­jip­tscha. Le Julius imar ojs ter­no tschau baro in­tere­si si­na, o kipo­si­nipe te siklol. Ham i tschori dschi­vi­pes­keri situa­cija na mukla les­kero ki­va­nipe tscha­tscho te ol. Read the rest of this entry »

RomaRespect #3: Kunst gegen Stereotype

September 3rd, 2017  |  Published in Kunst & Fotografie, Radio & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #3: Kunst gegen negative Stereotype
Mit Delaine Le Bas, André Jenö Raatzsch und Hamze Bytyçi

Sendung vom 9.1.2016: Jahrhundertalte anti­romais­ti­sche Ste­reo­type er­schwe­ren es der euro­päi­schen Öffent­lich­keit, Roma und Romnja als mo­der­ne Künstler/in­nen wahr­zu­neh­men. Roma wer­den als ho­mo­gene Gruppe konstru­iert, die Indivi­dua­li­tät ver­schie­de­ner Ein­zel­per­so­nen wird von der Öf­fent­lich­keit kaum wahr­ge­nom­men. Die Kultur der Mehr­heits­ge­sell­schaft be­dient sich einer­seits an der von ihr klischee­haft konstru­ier­ten Roma­kultur und schließt Roma und Romnja gleich­zeitig aus kultu­rel­ler Teil­habe aus. Trotz der Stereotype gibt es eine kleine Sze­ne moder­ner bilden­der Künst­ler/innen in Europa, die sich offen als Roma und Romnja beken­nen. Ihre Kunst ist oft poli­tisch. Sie kann auch ein Mittel für die Mehr­heits­gesell­schaft zur dif­fe­ren­zier­te­ren Wahr­neh­mung von Ro­ma und Romnja sein. Und sie kann ein Mittel der Eman­zi­pa­tion für die Roma und Romnja sein.

Ihr hört Inter­views mit Delaine Le Bas und André Jenö Raatzsch sowie Aus­schnitte aus der Per­for­mance „Sind wir nicht alle ein bisschen çaçele?“ von Hamze Bytyci und Gästen.

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

„Es ist immer der gleiche Mist“

Juli 11th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellung am Baustellenzaun: Marika Schmiedt in Wien, Juli 2017 (Foto: Samuel Mago, via volksgruppen.orf.at)Die Ausstellung „Sprache kommt vor der Tat“ wandert von einer Galerie­werk­statt zu einem Bauzaun auf der Mariahilfer Straße.

Wiener Zeitung, 4.7.2017. Von Valentine Auer

Wien. „Roma Rauss“ zum Beispiel. Mit Doppel-S und auf einem Wahl­plakat über das Gesicht von Alexander Van der Bellen ge­schmiert. Oder ein Auf­kleber mit der öster­rei­chi­schen Flagge und der Auf­schrift „Zigeuner brin­gen Krimi­na­lität & Krank­heiten nach Österreich“. Es sind Bei­spiele von Rassismus, von Antiziganismus, die seit etwa einem Jahr zu­neh­mend im öf­fent­li­chen Raum von Wien sicht­bar sind. Es sind auch Bei­spiele, die zeigen wie Rassismus und Sprache zu­sam­men­hängen und wie Konstruk­tio­nen von Kultur, von Un­gleich­hei­ten bis heute fort­geschrie­ben wer­den. An einem dieser Schau­plätze rassis­ti­scher Schmierereien hängt seit Sams­tag die Ausstellung „Sprache kommt vor der Tat“ der Wiener Künst­lerin Marika Schmiedt, um auf eben­diese Kon­tinui­tä­ten auf­merk­sam zu machen.

Die Original-Ausstellung war relativ kurz in der Galerie­werk­statt NUU zu sehen. Von 19. Mai bis 1. Juni wurden die Recher­chen von Mari­ka Schmiedt der Öf­fent­lich­keit zugäng­lich ge­macht. Seit ver­gan­ge­nen Samstag sollen die Er­kennt­nis­se eine brei­tere Öffent­lich­keit er­rei­chen – an einem Bau­stellen­zaun an der Maria­hil­fer Straße 67.

Erkenntnisse, die darauf aufmerksam machen, wie ähn­lich sich rassis­ti­sche Diskurse vom Kaiser­reich bis heute sind. Als Romni wollte sich Schmiedt mit den eige­nen Wurzeln aus­einan­der­setzen, er­klärt sie gegen­über der „Wiener Zeitung“: „Als Betrof­fene habe ich mich inten­siv mit meiner eigenen Familien­geschichte aus­einander­ge­setzt und bin in meinen Recher­chen sehr weit zurück­ge­gangen. Wenn man sich – egal, in welcher Zeit – die Zeit­doku­mente durch­liest, merkt man, dass es immer die glei­chen Mecha­nis­men sind.”

Der Menschenfresser-Prozess von Kaschau

Ähnliche Mechanismen und wiederauftretende Kon­tinui­tä­ten, macht Schmiedt an histori­schen und gegen­wärtigen Bei­spielen be­greif­bar. So auch am so­ge­nann­ten „Men­schen­fres­ser-Pro­zess von Kaschau“, der von 1927 bis 1929 ge­dauert hat und in der Aus­stellung aus­führlich doku­men­tiert wird: „Viele Roma aus Košice, dem da­ma­li­gen Kaschau, wur­den ver­haftet und ge­quält, weil ein Gerücht im Um­lauf war, dass sie Men­schen ge­fressen haben. Geständ­nisse wurden unter Druck ab­gelegt“, so Schmiedt. Read the rest of this entry »

Berlin bekommt Europäisches Roma-Institut

Juni 8th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Kunst & Fotografie

Vor der Gründungsfeier des ERIAC in Berlin (Foto: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma)Roma-Kultur bekommt Platz in der Mitte Europas: Gäste aus Kultur, Politik und Wirt­chaft feiern Gründung des Europäischen Roma-Insti­tuts für Kunst und Kultur (ERIAC) in Berlin

ERIAC, 8.6.2017 (OTS) – Von Berlin aus soll zukünftig der kulturelle Auf­tritt der über 12 Mil­lio­nen euro­päi­schen Roma ge­stal­tet wer­den. Das ist der Auf­trag des Europäischen Roma-Instituts für Kunst und Kultur, des­sen Gründung heu­te mit einem Festakt im Licht­hof des Aus­wärti­gen Amts in Berlin ge­feiert wur­de. Das Insti­tut gibt die Deutungs­ho­heit über die Roma-Kultur und -Identität in die Hän­de der Roma und soll so die, oft falsche, Dar­stel­lung durch Drit­te be­enden.

Das Europäische Roma-Institut für Kunst und Kultur ist das Resultat einer breit an­ge­leg­ten Initiative von Roma-Aktivisten, -Akademikern und -Künstlern, die sich als Allianz für das Europäische Roma-Institut als Erste für des­sen Ein­rich­tung stark ge­macht haben. Die Allianz wur­de zu der trei­ben­den Kraft hinter der Um­setzung der Idee. Nach und nach gewann sie die Unter­stützung des Europarats so­wie die der Open Society Foundations und ihres Grün­ders, dem Phil­anthro­pen George Soros, der sich schon lan­ge tat­kräf­tig für Roma-Be­lange einsetzt. (Anm. der dROMa-Red.: Der Plan zur Schaffung eines Euro­päi­schen Roma-Instituts durch Europa­rat und Soros’ OSF wur­de an­läss­lich des Ro­ma-Gipfels am 4. April 2014 von EU-Kom­mis­sions­chef Barroso öf­fent­lich be­kannt ge­ge­ben. Die Al­lianz für das Euro­päi­sche Roma-Institut wur­de als neuer, dritter Partner erst 2015 be­gründet.)

Timea Junghaus, Geschäftsführerin des Instituts: „Das Europäische Roma-Institut für Kunst und Kultur wird ein Zentrum der Roma-Selbst­ent­fal­tung werden und lang ge­hegte Vorurteile heraus­for­dern. Wenn man be­denkt, dass nur eines von 10.000 Roma-Werken als Teil einer staat­li­chen Sammlung dauer­haft aus­ge­stellt wird, er­kennt man, wie drin­gend sich etwas än­dern muss.“

An der Gründungsfeier nahmen neben George Soros und Thorbjørn Jagland, Ge­ne­ral­sekre­tär des Europarats auch Michael Roth, Staats­minister für Europa im Aus­wärti­gen Amt und Hartmut Koschyk, Be­auftrag­ter der Bundesregierung für Aus­sied­ler­fra­gen und na­tio­na­le Minderheiten teil. Read the rest of this entry »

Kulturradio: Archiv für Roma-Kunst

Mai 3rd, 2017  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Interview, Kunst & Fotografie, Radio & TV

RomArchive-Initiatorin Franziska Sauerbrey (Foto: Nihad Nino Pušija/RomArchive) Ein Gespräch mit Franziska Sauerbrey, Initiatorin und Projekt­leiterin von RomArchive

rbb/Kulturradio, Sendung vom 28.4.2017
>>Anhören / mp3 (6 Min., 3,5 MB)

Rund 12 Millionen Sinti und Roma gibt es in Europa. Ihre Jahr­hun­derte alte Kultur ist aber kaum sicht­bar. Das soll sich mit dem Auf­bau des RomArchive, eines digitalen Archivs für Kunst der Sinti und Roma, än­dern. Das Ar­chiv, das von der Kultur­stiftung des Bundes mit 3,75 Mil­lio­nen Euro ge­för­dert wird, soll ein in­ter­na­tio­nal zu­gäng­li­cher Ort wer­den, an dem Sinti und Roma ihre Kultur sicht­bar ma­chen und damit den bestän­di­gen Stereo­typen und Fremd­beschrei­bun­gen be­geg­nen.

Kulturradio spricht mit Franziska Sauerbrey vom RomArchive.

(Text: Kulturradio)

Link: blog.romarchive.eu

Siehe auch:
RomArchive: Ein Projekt sucht sein Logo, 28.1.2016
RomArchive: Startschuss für digitales Archiv, 2.7.2015