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August 8th, 2026 |
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Einrichtungen, Politik
Zentralrat fordert Wiedereinsetzung eines Antiziganismus-Beauftragten in Thüringen
Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, und die Thüringer Finanzministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Katja Wolf (BSW) sind in Heidelberg zu einem Gespräch über die Wiedereinsetzung eines eigenständigen Antiziganismusbeauftragten des Landes Thüringen zusammengekommen. Die zuvor bestehende Funktion war abgeschafft und mit anderen Zuständigkeiten – unter anderem im Bereich Migration – zusammengelegt worden. Romani Rose setzt sich angesichts des zunehmenden Antiziganismus und des Aufstiegs rechtsextremer Parteien nachdrücklich dafür ein, diese Funktion wieder eigenständig einzurichten. Die Zuordnung der deutschen Sinti und Roma zu Zuwanderungsgruppen und Migranten trägt gerade in einer Zeit, in der demokratiefeindliche Parteien erstarken, zu ihrer Stigmatisierung bei: „Als nationale Minderheit leben Sinti und Roma seit Jahrhunderten in Deutschland. Sie mit Zuwanderungs- und Migrationsfragen zu vermengen, verkennt ihre Geschichte und befördert ihre Stigmatisierung. Gerade in einer Zeit, in der der Antiziganismus offen zunimmt und demokratiefeindliche Kräfte erstarken, brauchen wir eine klare und sichtbare Verantwortung des Landes.“
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Juli 30th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)
dROMa 82: Was war wann?
Europa – Historija la Romengera-politikatar (3): cajtakeri dorik 2011–2026
→TEIL 1: Chronik 1969–2000
→TEIL 2: Chronik 2001–2010
Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut dreißig Jahren erarbeiten OSZE, Europarat und EU politische Standards, um die Inklusion der Roma voranzubringen. Ein (unvollständiger) Überblick über die vielen Etappen auf dem Weg zu Europas Roma-Politik | Papruschtscha, pheniptscha, programtscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o europakero rot taj i EU politischi schtandardiskere koji, hatek i inklusijona le Romendar angle te anel, ar butschalinen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Romengeri-politik la Europatar.
2011 Europäisches Parlament:
Die Initiative 2010/2276(INI) zur „EU-Strategie zur Integration der Roma“ fordert am 9.3.2011 eine umfassende Roma-Strategie. Direkter politischer Anstoß zur Rahmenstrategie der Kommission. | I inicijativa 2010/2276(INI) usi „EU-jakeri-strategija usi integracija le Romendar“ ando 9.3.2011 jek bulhi Romengeri-strategija mangel. Direkti politischi aundefinipe usi keripeskeri strategija la komisijonatar.
2011 Europäische Kommission:
Der „EU-Rahmen für nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020“ vom 5.4.2011 [COM(2011) 173] ist das zentrale Strategiepapier und fordert die Staaten zu nationalen Strategien auf. Die Ratsempfehlung 2013/C 378/01 vom 9.12.2013 stärkt den EU-Rahmen. Im Fokus stehen Bildung, Arbeit, Gesundheit, Wohnen. | O „EU-jakero keripe le nacijonali strategijenge usi integracija le Romendar dschi 2020“ andar o 5.4.2011 [COM(2011) 173] o centrali strategijakero papruschi hi taj le schtotschendar nacijonali strategiji mangel. O rotiskero angletschalajipe 2013/C 378/01 andar o 9.12.2013 o EU-jakero keripe soraljarel. Ando dikipe terdschon sikadipe, buti, sastipe, atschipe.
2011 Europarat (CLRAE):
In Straßburg diskutiert der europäische Roma-Gipfel der Bürgermeister am 22.9.2011 kommunale Strategien. In der Folge entsteht 2013 die Europäische Allianz der Städte und Regionen für die Roma-Inklusion. | Ande Straßburg o euopitiko Romengero-barikano talalinipe le birovtschendar ando 22.9.2011 komunali strategiji diskutirinel. Paloda, 2013 i europitiki alijanca le forijendar taj regijonendar la Romengera-inklusijonake kerdo ol. Read the rest of this entry »
Juli 30th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)
dROMa 82: Was war wann?
Europa – Historija la Romengera-politikatar (2): cajtakeri dorik 2001–2010
→TEIL 1: Chronik 1969–2000
→TEIL 3: Chronik 2011–2026
Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut dreißig Jahren erarbeiten OSZE, Europarat und EU politische Standards, um die Inklusion der Roma voranzubringen. Ein (unvollständiger) Überblick über die vielen Etappen auf dem Weg zu Europas Roma-Politik | Papruschtscha, pheniptscha, programtscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o europakero rot taj i EU politischi schtandardiskere koji, hatek i inklusijona le Romendar angle te anel, ar butschalinen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Romengeri-politik la Europatar.
2002 Europarat (PACE):
Die Empfehlung 1557 vom 25.4.2002 über die „Rechtslage der Roma in Europa“ beschäftigt sich mit der Migration und dem prekären Rechtsstatus der Roma und verweist auf ausbleibende Erfolge. | O angletschalajipe 1557 andar o 25.4.2002 pedar i „tschatschipeskeri situacija le Romendar andi Europa“ la migracijonaha taj le phare tschatschipeskere schtatusiha le Romendar donde pe bescharel taj upre ar atschime jeriniptscha sikal.
2003 Europarat (PACE):
Empfehlung 1633 fordert am 25.11.2003, die Zwangsrückführung von Roma nach Ex-Jugoslawien auszusetzen, solange keine sichere Rückkehr möglich ist. | O angletschalajipe 1633 mangel ando 25.11.2003, hot o mujsinipeskero palvodinipe le Romendar andi Eks-Jugoslavija ar beschardo te ol, asaj dur, dschimeg latscho paldschajipe del.
2003 OSZE:
Am 27.11./2.12.2003 verabschiedet die OSZE einen „Aktionsplan zur Verbesserung der Lage der Roma und Sinti“ mit Empfehlungen zu Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und politischer Teilhabe. Die Umsetzung überwacht das OSZE-Menschenrechtsbüro (ODIHR). | I OSZE ando 27.11./2.12.2003 jek „akcijonakero plan uso feder keripe la situacijatar le Romendar taj Sintijendar“ ari del, angletschalajiptschenca uso sikadipe, usi buti, uso atschipe, uso sastipe taj uso politischi usekerinipe. Pedar o prikbescharipe o OSZE-jakero-manuschengero tschatschipeskero butjakero kher (ODIHR) obocht del. Read the rest of this entry »
Juli 29th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)
dROMa 82: Was war wann?
Europa – Historija la Romengera-politikatar (1): cajtakeri dorik 1969–2000
→TEIL 2: Chronik 2001–2010
→TEIL 3: Chronik 2011–2026
Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut dreißig Jahren erarbeiten OSZE, Europarat und EU politische Standards, um die Inklusion der Roma voranzubringen. Ein (unvollständiger) Überblick über die vielen Etappen auf dem Weg zu Europas Roma-Politik | Papruschtscha, pheniptscha, programtscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o europakero rot taj i EU politischi schtandardiskere koji, hatek i inklusijona le Romendar angle te anel, ar butschalinen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Romengeri-politik la Europatar.
1969 Europarat (PACE):
Die Empfehlung 563 der Parlamentarischen Versammlung (PACE) vom 30.9.1969 ist das erste internationale Dokument, das sich mit der „Lage der Zigeuner und anderer Fahrender“ befasst und diese als Minderheit mit Schutzbedarf anerkennt. | O angletschalajipe 563 le parlamentarischi talalinipestar (PACE) andar o 30.9.1969 o erschti internacijonali dokumento hi, savo pe la „situacijaha le Zigeunerendar taj avre ladaschtschendar“ donde bescharel taj odolen ojs tschulipe arakipeskere pekantschagoha aun prindscharel.
1975 Europarat (MK):
Die Resolution (75) 13 des Ministerkomitees (MK) vom 22.5.1975 gibt „Empfehlungen zur sozialen Lage der Nomaden in Europa“. | I resolucijona (75) 13 le ministerengere komitejistar (MK) andar o 22.5.1975 „angletschalajiptscha usi socijali situacija le nomadschtschendar andi Europa“ del.
1981 Europarat (CLRAE):
Die Konferenz der Gemeinden und Regionen (CLRAE) betont am 29.10.1981 in Resolution 125 die „Rolle und Verantwortung der lokalen und regionalen Behörden hinsichtlich der […] Bevölkerungsgruppen nomadischer Herkunft“. | I konferenca le gemajntschendar taj regijontschendar (CLRAE) ando 29.10.1981 andi resolucijona 125 o „than taj o ferantvoatinipe le lokali taj regijonali birovtschagendar vasch […] le dschenengere grupnendar nomadischi telschtaminipeha“ angle asdija.
1983 Europarat (MK):
Das Ministerkomitee befasst sich in der Empfehlung R (83) 1 vom 22.2.1983 mit Maßnahmen zugunsten „staatenloser Nomaden und Nomaden mit ungeklärter Staatsangehörigkeit“. | O ministerengero komitej ando angletschalajipe R (83) 1 andar o 22.2.1983 kojenca le „naphandle schtotschengere nomadschtschenca taj nomadschtschenca na putrime schtotiskere usekerinipeha“ donde pe bescharel. Read the rest of this entry »
Juli 13th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Unrecht gegen Sinti und Roma nach 1945: Deutsches Bundeskabinett beschließt Einrichtung einer Aufarbeitungskommission
Das deutsche „Bundeskabinett hat am 6. Juli 2026 die Einsetzung einer Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des Unrechts an Sinti und Roma in der Bundesrepublik Deutschland und in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) nach 1945 beschlossen“, meldet das deutsche Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf seiner Website. „Auf Grundlage dieses Kabinettsbeschlusses wird der Parlamentarische Staatssekretär und Beauftragte der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, Michael Brand, die Mitglieder der Kommission auswählen und ernennen.“ Die Kommission wird das historische Unrecht nach 1945 wissenschaftlich erfassen und dokumentieren. Dazu sollen unter Auswertung bisheriger Erkenntnisse auch eigene wissenschaftliche Studien, Anhörungen und Interviews mit Betroffenen und Angehörigen durchgeführt werden. Die Arbeiten werden in einem Abschlussbericht vorgelegt werden, in dem auch Empfehlungen der Kommission an Politik und Gesellschaft ausgesprochen werden.
Eine Geschäftsstelle bei der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) wird die neue Aufarbeitungskommission unterstützen; für die Mittel der Geschäftsstelle kommt der Beauftragte auf. Mit der Installierung der Aufarbeitungskommission setzt die deutsche Bundesregierung nun die Empfehlung einer fraktionsübergreifenen Entschließung des Deutschen Bundestages vom 13. Dezember 2023 (Drucksache 20/9779) um. Darin hatte der Bundestag die Empfehlung des umfassenden Abschlussberichts der Unabhängigen Kommission Antiziganismus um, die 2019 vom damaligen Bundesinnenminister Horst Seehofer eingesetzt worden war.
Michael Brand sieht die Einsetzung der Kommission als einen „längst überfälliger Schritt für Sinti und Roma und zugleich für unsere gesamte Gesellschaft“: Read the rest of this entry »
Juni 10th, 2026 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung
EDURom: Bildung für die soziale Inklusion von Roma
Das EDURom-Projekt (Website) wird 2025 bis 2027 im Rahmen des „Erasmus+“-Programms umgesetzt und von der Europäischen Union kofinanziert. Es bringt drei Partnerorganisationen aus Kroatien, Österreich und Rumänien zusammen: das Zentrum für lebenslanges Lernen und Kultur – CUK (Kroatien), die Academia Rromai (Österreich) und der Verein Pe bune (Rumänien).
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe von Roma und Sinti durch Bildung. EDURom unterstützt Angehörige der Community dabei, Zugang zu Bildungsprogrammen zu erhalten und wichtige Kompetenzen für persönliche Weiterentwicklung, aktive Beteiligung und den modernen Arbeitsmarkt zu stärken. Dazu zählen insbesondere digitale und soziale Kompetenzen sowie weitere Schlüsselqualifikationen. Darüber hinaus setzt das Projekt einen Schwerpunkt auf lebenslanges Lernen und die Stärkung von Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Ziel ist es, Bildungsangebote zugänglicher zu machen, Selbstbewusstsein zu fördern und neue Perspektiven für Beschäftigung und gesellschaftliche Mitgestaltung zu eröffnen.
Im Rahmen von EDURom fand Anfang des Jahres ein zweitägiger Workshop in Wien statt. Dabei kamen Bildungsexpertinnen und -experten aus der Community zusammen, um sich über Erfahrungen, Herausforderungen und Möglichkeiten im Bildungsbereich auszutauschen. Ergänzend dazu wurde ein kurzer Romanes-Sprachkurs angeboten.
(Text: Irina Bellio)
Mai 31st, 2026 |
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Einrichtungen, Politik
Fünf Abgeordnete im Parlament: Ungarns Neustart und die Roma
→Teil 1: „Außergewöhnlicher Moment“
Die neue Regierung in Ungarn ist angelobt. Fünf Roma-Mandatarinnen und -Mandatare gehören nun der Nationalversammlung (Országgyűlés) an: vier aus Péter Magyars Regierungspartei TISZA und einer aus Viktor Orbáns Fidesz. Ein weiterer Roma-Vertreter der Fidesz-Fraktion verzichtete auf sein Mandat. Über die Nationalitätenliste entsendet die Volksgruppe zudem einen nicht stimmberechtigten Sprecher. Für ein reguläres Minderheitenmandat hat es auch diesmal nicht gereicht. Wir stellen Sie Ihnen die Politiker vor.
Die ungarischen Parlamentswahlen im April 2026 brachten eine historische Zäsur. Magyars TISZA stellt in der neuen Nationalversammlung 141 der 199 Abgeordneten. Diese wurden am 9. Mai in Budapest angelobt. Der Fraktion der siegreichen TISZA-Partei gehören nun folgende Politikerinnen und Politiker mit Roma-Hintergrund an:
Die TISZA-Fraktion
Krisztián Kőszegi (TISZA) aus dem südungarischen Komitat Baranya ist Lehrer für Geschichte und Geografie. Er leitet ein Bildungszentrum und den Verein „Freedrom“ und arbeitet mit Kindern aus benachteiligten Verhältnissen, zudem engagiert er sich in Communityprojekten. Als Kernpunkte seines Programms nennt er laut Romea.cz: „Bildung, die Entwicklung von Gemeinschaften und die Schaffung von Bedingungen, damit junge Menschen ihre Regionen nicht verlassen müssen“. In der Eröffnungssitzung am 9. Mai wurde er zum stellvertretenden Parlamentspräsidenten gewählt.
Erika Jójártová aus Solt verbrachte die die letzten zehn Jahre als Krankenpflegerin und medizinische Assistentin im Ausland. Auch sie kandidierte für TISZA. Als zentrale Themen ihrer politischen Agenda nennt sie laut Romea.cz „eine stärkere Anerkennung des nichtärztlichen Pflegepersonals, die häusliche Altenpflege und die Unterstützung von Kindern aus benachteiligten Verhältnissen“.
István Gyöngyösi (TISZA) aus Mezőgyán arbeitet im Finanzsektor und absolviert parallel einen Masterstudiengang in Sozialpädagogik. Read the rest of this entry »
Mai 30th, 2026 |
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Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte
VinziNest: Zuflucht für Schutzlose in Graz: Wiedereröffnung der größten Notschlafstelle in der Steiermark
Drei Jahre nach Projektbeginn hat das VinziNest seine Tore am alten Standort in der Grazer Maria-Stromberger-Gasse 14 wieder geöffnet. Für die VinziWerke findet damit eines der herausforderndsten Projekte seit dem Bestehen der Organisation einen Abschluss. Anlässlich der Wiedereröffnung wurden alle Unterstützer*innen, die die Generalsanierung ermöglicht haben, zu einer kleinen Feier eingeladen. Nun gilt es, die VinziWerke langfristig abzusichern.
Als Notschlafstelle für Armutsmigranten stellt das VinziNest seit 1992 eine Institution der Grazer Wohnungslosenhilfe dar. Zusammen mit dem VinziSchutz, dem Pendent für Frauen, kann es im Winter bis zu 120 Menschen täglich beherbergen. So kommen die Einrichtungen zusammen auf 16.000 bis 18.000 Nächtigungen im Jahr. Hinter den Zahlen stecken oft tragische menschliche Schicksale, die von gesundheitlichen und psychischen Erkrankungen, Diskriminierung und vererbter Armut geprägt sind.
Langjährige Planung
Im Laufe der Jahre wurde die Bausubstanz der Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen. Noch unter der Federführung von VinziWerke-Gründer Pfarrer Wolfgang Pucher trafen die VinziWerke 2022 die Entscheidung, die Einrichtung einer Generalsanierung zu unterziehen. Denn die Schlafplätze werden nach wie vor dringend gebraucht. Das Projekt wurde in den Jahren 2024 bis 2026 durchgeführt, die reinen Bauarbeiten dauerten rund 1,5 Jahre. In dieser Zeit zogen das VinziNest und VinziSchutz in ein Übergangsquartier in Liebenau.
Dringend notwendig
„In über 30 Jahren Betrieb wurden nur kleinere und notwendige Renovierungsmaßnahmen in den Notschlafstellen vorgenommen. Dass eine Kernsanierung dringend notwendig war um die Gebäude vor dem Verfall zu bewahren, war unumstritten. Die VinziWerke hat dieses umfassende Projekt dennoch an den Rand der Kapazitäten gebracht. Ohne der signifikanten Beiträge von Land Steiermark, Stadt Graz, der Diözese Graz-Seckau sowie unserer Sponsor*innen hätten wir diese Maßnahmen nicht unternehmen können. Im Namen aller Menschen, die auch künftig einen sicheren und warmen Schlafplatz erhalten werden, möchte ich allen Beteiligten von Herzen danken“, unterstreicht VinziWerke-Obfrau Martina Schröck. Read the rest of this entry »
Mai 12th, 2026 |
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Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Vorfall im Burgenland erschüttert die autochthonen Volksgruppen: Vorsitzendenkonferenz der Volksgruppenbeiräte fordert Antidiskriminierungsgesetz für die Volksgruppe der Roma sowie eine Dialogplattform im Innenministerium
Die Vorgehensweise der Polizei im Burgenland, die in 27 Gemeinden zu einem öffentlichen Aufruf gegen Angehörige der Volksgruppe der Roma führte (wir berichteten hier und hier), hat nicht nur große Irritationen ausgelöst, sondern auch bestehende Vorurteile gegenüber Roma und Sinti weiter geschürt und vertieft.
Der Vorsitzende der Vorsitzendenkonferenz der autochthonen Volksgruppen Österreichs, Bürgermeister Bernard Sadovnik, zeigt sich nach den Vorfällen des vergangenen Jahres am Peršmanhof zutiefst bestürzt und protestiert entschieden gegen diesen neuerlichen Vorfall gegenüber Angehörigen anerkannter Volksgruppen.
„Ich appelliere an Bundesminister Gerhard Karner, die bereits in Ausarbeitung befindlichen Schulungsmaßnahmen so rasch wie möglich umzusetzen und verbindliche Kriterien für den Umgang mit Angehörigen der Volksgruppen zu erarbeiten, die allen Dienststellen des Innenministeriums vorliegen müssen. Die Einrichtung einer Dialogplattform mit Vertreterinnen und Vertretern aller autochthonen Volksgruppen im Bundesministerium für Inneres ist notwendig, um den offensichtlich dringend erforderlichen Dialog zwischen Polizei und Volksgruppen nachhaltig zu ermöglichen“, fordert Sadovnik. Read the rest of this entry »
April 28th, 2026 |
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Einrichtungen
Burgenland: Haus der Volksgruppen in Oberwart startet in Probebetrieb – feierliche Eröffnung am 26. September am Tag der Sprachen
Mit der Schlüsselübergabe an die Nutzerorganisationen startet das Haus der Volksgruppen in seinen Probebetrieb. Das Projekt wurde von der Landesimmobilien Burgenland (LIB) umgesetzt, das ehemalige Städtische Internat in Oberwart wurde dabei umfassend saniert und ausgebaut. Damit ist das von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil initiierte „Jahrhundertprojekt“ auch ein zentrales Infrastrukturvorhaben des Landes Burgenland. Bei der Schlüsselübergabe an die Nutzer betonte Landesrat Heinrich Dorner die Bedeutung des Hauses: „Mit diesem Bau beginnt ein neues Kapitel für die Volksgruppen im Burgenland. Erstmals arbeiten ihre Institutionen unter einem gemeinsamen Dach zusammen, sie machen die Vielfalt unseres Landes damit noch weiter sichtbar. Das Haus schafft dafür die notwendige Basis – als Ort für Zusammenarbeit, Austausch und gelebte Vielfalt.“
Bereits in der Entstehungsphase des Projekts im Rahmen der 100-Jahr-Feierlichkeiten des Burgenlandes 2021 unterstrich Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die Bedeutung dieses Vorhabens: „Die kulturelle und sprachliche Vielfalt unseres Landes ist ein zentraler Bestandteil unserer Identität. Mit dem Haus der Volksgruppen schaffen wir ein dauerhaftes Fundament, um dieses Miteinander zu sichern und weiterzuentwickeln.“ Die feierliche Eröffnung soll am 26. September, dem Tag der Sprachen, im Herbst erfolgen.
Im Haus der Volksgruppen sind künftig der Kroatische Kulturverein im Burgenland, der Burgenländisch-Ungarische Kulturverein, das Roma-Service, die Roma-Volkshochschule Burgenland, die Volkshochschule der Burgenländischen Ungarn sowie das mehrsprachige Offene Radio MORA untergebracht. Auf rund 6.000 Quadratmetern ist ein moderner Standort entstanden, der unterschiedliche Nutzungen vereint. Read the rest of this entry »
April 27th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik
Für die geplante Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus aus den Reihen der Rom:nja und Sinti:zze wurde ein wesentlicher Meilenstein erreicht: Der Standort steht fest. Die Gedenkstätte wird im Weghuberpark vor dem Justizministerium im siebenten Wiener Gemeindebezirk errichtet.
Wien (OTS) – Vergangenen Freitag fand im Parlament ein Termin statt, bei dem sich der Volksgruppenbeirat der Roma sowie Vertreter:innen von Vereinen der Volksgruppe einstimmig für den Weghuberpark als Standort für die Errichtung der Gedenkstätte ausgesprochen haben.
„Die Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus aus der Volksgruppe der Roma ist weit mehr als ein Bauprojekt. Sie ist Ausdruck unserer historischen Verantwortung und ein klares Bekenntnis der Republik dazu, einer Opfergruppe des Nationalsozialismus, die über Jahrzehnte im öffentlichen Bewusstsein zu wenig sichtbar war, den ihr gebührenden Platz in der österreichischen Erinnerungskultur zu geben“, so Peter Haubner, Zweiter Präsident des Nationalrates und Vorsitzender des Nationalfonds.
„Die Entscheidung für den Standort der zentralen Gedenkstätte ist ein wichtiger Schritt. Erinnerung muss im öffentlichen Raum sichtbar sein und darf nicht anonym bleiben. Sie muss die Verfolgung und Ermordung der Volksgruppe der Roma klar benennen und auch Österreichs Verantwortung offen ansprechen. Die Gedenkstätte richtet sich an die gesamte Gesellschaft. Sie soll zum Innehalten anregen, historisches Wissen fördern und deutlich machen, dass Antiziganismus bis heute fortbesteht und ihm entschieden entgegengetreten werden muss“, so Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma.
Die Stadträtin für Kultur und Wissenschaft Veronica Kaup-Hasler: „Mit der Wahl des Weghuberparks als Standort für die Gedenkstätte entsteht ein dringend notwendiger Ort der Erinnerung in innerstädtischer Lage. Die einstimmige Entscheidung des Beirats markiert einen wichtigen Meilenstein in einem Prozess, den wir als Stadt Wien unterstützt und in einem aktiven Dialog mit dem Beirat und Vertreter:innen der Community begleitet haben – denn Rom:nja und Sinti:zze sind seit Jahrhunderten Teil der Geschichte Wiens, auch wenn sie und ihr Wirken lange zu wenig gesehen bzw. an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Read the rest of this entry »
April 25th, 2026 |
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Einrichtungen, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Roma-Woche: EU veranstaltete ihre Event- und Diskussionsreihe in Brüssel
Die „EU Roma Week“ (Website) ist eine jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe des Europäisches Parlaments in Kooperation mit der Europäischen Kommission sowie zivilgesellschaftlichen Partnern aus zahlreichen Ländern. Die Veranstaltungen der „Roma Week 2026“ fanden vergangene Woche statt. Koordiniert wurde die Roma-Woche von ERGO Network, einem in Brüssel ansässigen europäischen Dachverband von Roma-Organisationen.
Die Veranstaltungen der Roma-Woche sind zugleich Bestandteil des „Opre Roma“-Monats 2026 (wir berichteten). Während sich der „Opre Roma Month“ des Europarats als breit angelegte europäische Kampagne über mehrere Wochen erstreckt, betont die „EU Roma Week“ politische Debatten, Fachkonferenzen und den Austausch zwischen Entscheidungsträgern und Roma-Vertreterinnen und -Vertretern. Experten der Roma-Zivilgesellschaft diskutieren in diesem Rahmen mit Repräsentantinnen und Repräsentanten der europäischen Institutionen über die Ausgestaltung der Roma-Politik.
So stand bereits am ersten Tag der Roma-Woche im Europäischen Parlament die Frage im Mittelpunkt, inwieweit der kommende Finanzrahmen der Europäischen Union für die Jahre 2028 bis 2034 den Bedürfnisse der Roma gerecht wird. „Die Verhandlungen über den mehrjährigen Finanzrahmen treten jetzt in eine entscheidende Phase ein“, zitiert das Roma-Nachrichtenportal Romea.cz die Veranstalter der Roma-Woche. Derzeit werde darüber entschieden, wie die Regeln für die Verteilung der EU-Mittel und die Sozialausgaben in den kommenden Jahren festgelegt werden.
Als weitere Themen der diesjährigen Roma-Woche wurden beispielsweise eine stärkere Rechenschaftspflicht bei der Verwendung von EU-Mitteln und die Anerkennung von Romafeindlichkeit (Antiziganismus) als grundlegendes Menschenrechtsproblem diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt betraf Fragen der verstärkten Beteiligung von Roma an der internationalen Politikgestaltung. Read the rest of this entry »
April 21st, 2026 |
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Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Frauenrechte, Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
#ZARAbleibt! – Österreich braucht weiterhin Zivilcourage!
→Zur Petition auf mein.aufstehn.at
Sehr geehrte Bundesministerin Bauer,
sehr geehrte Bundesregierung und Entscheidungsträger!
ZARA ist seit Jahren eine unverzichtbare Anlaufstelle für Menschen, die in Österreich Rassismus, Diskriminierung und Hass erleben. Der Verein bietet Beratung, Dokumentation, Unterstützung und öffentliche Aufklärung genau dort, wo Betroffene sonst oft allein gelassen werden. Gerade in einer Zeit, in der rassistische, hasserfüllte Sprache wieder salonfähig gemacht wird, insbesondere im digitalen Raum, braucht es diese Arbeit mehr denn je. Die geplante Kürzung der Fördergelder, die das De-facto-Ende dieser wichtigen Aufklärungs- Unterstützungs- und Präventionsarbeit bedeuten, ist daher der falsche Schritt in einer Gesellschaft, die sich zunehmend polarisiert.
Deswegen sind gerade Sie, Familienministerin Bauer, aber auch die gesamte Bundesregierung und die Entscheidungsträger in Parlament und Verwaltung jetzt aufgefordert, Ihre Entscheidungen zu überdenken und sich klar für eine Erhaltung dieser so wichtigen Institution auszusprechen und einzusetzen!
Warum ist das wichtig?
Österreich hat in den letzten Jahren erlebt, wie sich gesellschaftliche Spannungen verschärfen, wie Debatten über Migration, Integration und Zugehörigkeit polarisiert werden und wie Hass im Netz und im Alltag normalisiert werden. ZARA leistet hier nicht nur Soforthilfe für Betroffene, sondern schafft auch wichtige Sichtbarkeit für Probleme, die viele lieber verdrängen würden. Dass allein 2025 mehr als 1.500 rassistische Vorfälle dokumentiert wurden, zeigt, dass es nicht um ein Randthema geht, sondern um eine reale Belastung für das gesellschaftliche Zusammenleben.
Gerade deshalb ist es unverständlich und politisch falsch, ausgerechnet in diesem Bereich zu sparen. Wer an Anti-Rassismus, Opferschutz und Prävention kürzt, spart nicht an „Verwaltung“, sondern an Sicherheit im Netz und demokratischer Stabilität. Read the rest of this entry »
April 20th, 2026 |
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Einrichtungen, Frauenrechte, Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Bundeskanzleramt streicht Förderung: Antidiskriminierungsstelle ZARA bietet für neue Fälle vorerst keine Beratungen mehr an
Aussendung von ZARA, 20.4.2026:
Die Streichung der Förderung für die Beratungsstelle #GegenHassimNetz unter der politischen Verantwortung von Bundesministerin Claudia Bauer bedroht die Existenz von ZARA akut. Ohne rasche Finanzierung droht das vollständige Aus bis Juni.
Seit acht Jahren erhält ZARA eine Förderung des Bundeskanzleramts in Höhe einer sechsstelligen Summe für den Betrieb der Beratungsstelle #GegenHassimNetz. Anfang April 2026 erreicht den Verein die Mitteilung, dass diese Förderung für das Jahr 2026 aufgrund von „Sparmaßnahmen“ vollständig gestrichen wurde. Die Entscheidung wurde unter der Verantwortung von Bundesministerin Claudia Bauer (ÖVP) getroffen.
ZARA zum Zeitpunkt der Streichung bereits in finanzieller Vorleistung
Zum Zeitpunkt der Mitteilung war ZARA bereits in finanzielle Vorleistung gegangen, um Betroffene von Hass im Netz weiterhin durchgehend unterstützen zu können. Unterstützung, die – das zeigen die aktuellen Debatten rund um digitale Gewalt an Frauen – für Betroffene dringend notwendig ist. Diese Vorfinanzierung erfolgte in der begründeten Annahme, dass die Förderung auch für das Jahr 2026 fortgeführt wird – auf Basis unserer langjährigen Expertise und unseres Alleinstellungsmerkmals als spezialisierte Beratungsstelle, die in Österreich allen Betroffenen von Hass im Netz kostenlos und niederschwellig offensteht. Unser Angebot unterschied sich damit von anderen bestehenden Einrichtungen, die sich an spezifische Zielgruppen, etwa Kinder und Jugendliche, richten.
Beratungsangebote derzeit massiv eingeschränkt
Das entstandene finanzielle Defizit zwingt den Verein nun dazu, die Beratungsangebote #GegenHassimNetz und !GegenRassismus massiv einzuschränken. Neue Fälle werden von ZARA ab sofort nur noch dokumentiert. Beratungsleistungen kann der Verein für neue Meldungen derzeit nicht mehr anbieten. Bestehende Fälle betreut ZARA vorerst weiter. Stellt die öffentliche Hand kurzfristig keine entsprechende Finanzierung sicher, muss ZARA seinen Betrieb samt aller Beratungsangebote bis Juni gänzlich einstellen.
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April 6th, 2026 |
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Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen
Im Palais de l’Europe in Straßburg wurde am 1. April der „Opre Roma!“-Monat eröffnet. Der Europarat widmet den Monat April einer europaweiten Veranstaltungsreihe, die auf Kultur und die Rechte der Roma und Traveller aufmerksam macht.
Der „Opre Roma Month“ des Europarats ist eine Initiative, die darauf abzielt, „den Beitrag der Sprache, Kultur und Geschichte der Roma zum europäischen Erbe und kulturellen Reichtum zu würdigen“ und gleichzeitig auf fortbestehende Diskriminierung aufmerksam zu machen. Von 1. bis 30. April 2026 bündeln zahlreiche Institutionen europaweit Veranstaltungen, Ausstellungen und Bildungsprojekte.
Der Europarat eröffnete den Roma-Aktionsmonat mit der Ausstellung „Holocaust der Seele“ des tschechischen Roma-Künstlers Zdeněk Daniel. Die Veranstaltung wurde begleitet von einem Auftritt der Roma-Band Djiben (Tzigane céleste) und einen offiziellen Empfang. Die Eröffnung des Roma-Monats fand im Rahmen der 50. Sitzung des Kongresses der Gemeinden und Regionen statt.
Die Veranstaltungen (hier finden Sie die Programm-Übersicht) reichen von Podiumsdiskussionen und Filmvorführungen bis hin zu Konzerten und Workshops. Besonders im Fokus stehen dabei Stimmen von Roma selbst, die ihre Perspektiven einbringen und so zu einer differenzierteren öffentlichen Wahrnehmung beitragen. Mit den Veranstaltungen bezweckt der Europarat laut eigenen Angaben:
- das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit in allen Mitgliedstaaten für die Belange der Roma und Traveller zu schärfen;
- eine Dynamik zu schaffen und diese zu nutzen, um strategische Partnerschaften zu initiieren und neu zu beleben, die zur Inklusion der Roma und Traveller beitragen;
- die Sichtbarkeit des Themas zu erhöhen und das Bewusstsein für die Belange der Roma und Traveller bei der Ständigen Vertretungen beim Europarat zu schärfen;
- die Sichtbarkeit des Sektors und der zwischenstaatlichen Einrichtung ADI-ROM innerhalb des Europarates zu erhöhen;
- Geschichte, Sprache und Kultur als wirksame Instrumente zu fördern, um Wissen zu teilen, Antiziganismus zu bekämpfen und Stolz und Identität zu stärken.”
Koordiniert wird die Initiative durch das Roma-Expertengremium des Europarats ADI-ROM in Kooperation mit zahlreichen Partner-Institutionen und -Organisationen, auf europäischer Ebene ebenso wie in mehreren Mitgliedstaaten. Ein besonderer Zusammenhang besteht mit der „EU Roma Week“, die vom 20. bis 23. April in Brüssel und Straßburg stattfinden wird. Die Veranstaltungen der Roma-Woche der Europäischen Union sind zugleich Bestandteil des „Opre Roma!“-Monats 2026.
Kernstück des Roma-Monats ist der Internationale Roma-Tag am 8. April, der an den ersten Weltkongress der Roma 1971 erinnert und als zentrales Datum der Roma-Bürgerrechtsbewegung gilt. Read the rest of this entry »
März 13th, 2026 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 12.3.2026 | 6:46 min
Butjakeri cukunft terne manuschendar maschkar vintschinipe taj tschatschipe
Saj uscharipe le terne manschen ande lengeri butjakeri cukunft hi, taj sar le ande aja butjakeri rejaliteta prik beschardi schaj ol? Mindig buteder terne angle asaj phutschajiptscha ande o butjakero foro terdschon. Falime perspektivtscha schaj o dschivipeskero drom parul. Vaschoda sorale necverktscha pekan, godschikane aunbitiniptscha taj latsche partnertscha, save le ternenge pomoschipe den, kaj soraha ando butjakero foro schaj kesdinen. Ada taj aver koji uso karikano stolo upro podijum diskutirim te ol.
Treffen am Runden Tisch: Berufliche Zukunft junger Menschen zwischen Wunsch und Wirklichkeit – Welche Erwartungen haben junge Menschen an ihre berufliche Zukunft und wie lassen sich diese mit der Realität der Arbeitswelt in Einklang bringen? Immer mehr Jugendliche stehen vor vielen Hürden beim Einstieg in die Arbeitswelt. Fehlende Perspektiven können den weiteren Lebensweg stark beeinflussen. Deswegen braucht es starke Netzwerke, gezielte Angebote und engagierte Partner:innen, die Jugendliche dabei unterstützen, gestärkt in den Arbeitsmarkt zu starten. Dies und Weiteres wird beim „Runden Tisch“ am Podium diskutiert. Das Projekt O DROM ANDI CUKUNFT von Trendwerk Burgenland in Oberwart bietet ein niederschwelliges Beratungs- und Qualifizierungsangebot für arbeitsmarktferne Roma und Romnja. Read the rest of this entry »
März 12th, 2026 |
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Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 11.3.2026 | 8:42 min
Aus unserem Archiv: Festival der Roma-Kultur in Slowenien – 10 Jahre Romani Union (2001)
Festivalo le Romendar andi Slovenija: I organisacija „Romsko društvo / Romani Union“, 1990 andi Murska Sobota, ando bersch 1991 ojs erschti politischi Roma organisacija andi Slovenija kerdi uli. Ojs pijonirakeri organisacija barikane impulstscha taj sorale Romengere tschatschiptscha andi regijona Prekmurije beschartscha. I khelipeskeri grupn „Somnakune Tscherheni“ uso deschberschengero terdschivipe la „Romana Unijonatar“ akarde ule taj jek kulturakero arparujipe ande Murska Sobota kerdo ulo.
Slowenien: Die Organisation „Romsko društvo / Romani Union“, gegründet 1990 in Murska Sobota, wurde im Januar 1991 als erste politische Roma-Organisation Sloweniens anerkannt. Als Pionierorganisation setzte sie wichtige Impulse für die Stärkung der Roma-Rechte in der Region Prekmurje und ebnete den Weg für die spätere Gründung der „Zveza Romov Slovenije“ im Jahr 1996. Die Tanzgruppe „Somnakune Tscherheni“ aus dem Burgenland trat im Rahmen des grenzüberschreitenden Kulturaustauschs in Murska Sobota auf.
(Beitrag: TV Erba)
März 7th, 2026 |
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Einrichtungen, Radijo Romani Ora, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 6.3.2026 | 8:51 min
Romani Ora: die Roma-Radiosendung des Vereins MORA
Der Verein MORA setzt sich seit seiner Gründung 1994 für ein mehrsprachiges Radioprogramm in allen vier burgenländischen Volksgruppensprachen ein. Nach langjährigen Verhandlungen um Lizenzen und Frequenzen entwickelte sich 2010 aus dem Ausbildungsradio des BRG Oberpullendorf das heutige Radio OP. Dieses etablierte sich als dreisprachiges Lokalradio mit Berichterstattung aus dem Bezirk Oberpullendorf auf Deutsch, Ungarisch und Kroatisch. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Verein Roma-Service wurde auch die Roma-Volksgruppe in das Projekt eingebunden. Seit 2023 produziert die Roma-Redaktion in Oberwart mit Unterstützung der Volksgruppenförderung von Montag bis Freitag eine tägliche einstündige Radiosendung, die auf Radio OP unter dem Titel „Romani Ora“ ausgestrahlt wird.
Imar ando bersch 1994 ando Burgenland o farajn „but tschibtschakero pradimi radijo MORA“, kerdo ulo. Le ciliha, hot o schtar oficijeli tschibtscha le Burgenlandistar, ando glajchi falati te schunel hi. Pal i horvacki, ungriki taj nimtschki tschib, ando lejcti bersch o programo jeka duj tschibtschakera Romengera-radijoskera sendungaha, le anaveha Romani Ora, bulhardo ulo.
Angle trin bersch ando juli, erschtivar o jek orengero Romengero-radijoskero magacin, te schunel sina. O programoskere punktscha la sendungatar igen mindenfelitike hi. Pasche i Romengeri-muschika taj o dschila andar o cilo them, ando mindenfelitike rubriktscha, butvar flogoskere grupnengere tematscha, aun dikle pumenge on. Ham te aktujeli taj regijonali kojendar phukado ol, phenel i moderatorkija, Tina Nardai. Ando khera le farajnistar Roma-Service Erbate, le dschenenge la Romani Ora redakcijonatar, te jek tikno ham barikano schtudijo del. Odoj phukajiptscha kerde on, sendungtscha upre lim on taj live sendim ol. Read the rest of this entry »
März 3rd, 2026 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Veranstaltungen & Ausstellungen
Treffen am Runden Tisch in Oberwart
Donnerstag, 12.03.2026, 10:00 – 12:00 Uhr im OHO, Lisztgasse 12 in Oberwart
Berufliche Zukunft junger Menschen zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Welche Erwartungen haben junge Menschen an ihre berufliche Zukunft und wie lassen sich diese mit der Realität der Arbeitswelt in Einklang bringen? Immer mehr Jugendliche stehen vor vielen Hürden beim Einstieg in die Arbeitswelt. Fehlende Perspektiven können den weiteren Lebensweg stark beeinflussen. Deswegen braucht es starke Netzwerke, gezielte Angebote und engagierte Partner:innen, die Jugendliche dabei unterstützen, gestärkt in den Arbeitsmarkt zu starten. Dies und weiteres wird beim „Runden Tisch“ am Podium diskutiert.
Die Podiumsgäste:
- Gabi Tremmel-Yakali (Leiterin der Abt. Interessenpolitik der AK Burgenland, Arbeitsmarktexpertin, Mitglied im AMS-Landesdirektorium)
- Christine Teuschler (Vorsitzende der Burgenländischen Volkshochschulen)
- Marie-Theres Pauss (Arbeitsmarktservice Oberwart)
- Johann Pimperl (Ausbilder im Lehrberuf Metalltechnik/ Maschinenbautechnik im Lehrbetrieb Jugend am Werk Rotenturm)
- Lisa-Marie Horvath (Trainerin im Projekt O DROM ANDI CUKUNFT – Anlaufstelle für Arbeitsmarkt- und Sozialberatung, Oberwart)
Moderation: Adolf Gussak jun.
Anmeldung & Information:
alina.vozenilek@trendwerk.at / lisa-marie.horvath@trendwerk.at
Das Projekt O DROM ANDI CUKUNFT von Trendwerk Burgenland in Oberwart (Schulgasse 2, 7400 Oberwart) bietet ein niederschwelliges Beratungs- und Qualifizierungsangebot für arbeitsmarktferne Roma und Romnja. Es sollen Beschäftigungshemmnisse abgebaut, das Selbstwertgefühl gestärkt, Lösungskompetenz aktiviert, Basisbildung verbessert und somit der Weg von der Arbeitslosigkeit auf den Arbeitsmarkt geebnet werden. Mit den regelmäßig stattfindenden „Treffen am Runden Tisch“ soll eine Brücke zwischen verschiedenen Institutionen, Organisationen, Unternehmen, NGOs, Bildungseinrichtungen, Schulen, Beratungsvstellen, Medien und der Roma-Community geschaffen werden. Read the rest of this entry »
Februar 22nd, 2026 |
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Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
23. März 2026: Tagung „Wien gegen Rassismus: Ein Aktionsplan für eine rassismuskritische Politik und Verwaltung“
Zum Internationalen Tag gegen Rassismus veranstaltet die Abteilung Integration und Diversität am 23. März 2026 von 8:30 Uhr bis 13 Uhr eine Fachtagung in Wien. Die Veranstaltung findet im Festsaal des Rathauses (1., Lichtenfelsgasse 2) statt. Eine Anmeldung ist online möglich.
Thema der Tagung ist der Aktionsplan für eine rassismuskritische Politik und Verwaltung mit Impulsvorträgen, Podiumsdiskussion und Vernetzungscafé. Das Ziel der Veranstaltung ist es, den Wiener Aktionsplan gegen Rassismus 2025 einem breiten Publikum bekannt zu machen und die Vernetzung zwischen Vertreter*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen und der Politik und Verwaltung voranzutreiben und zu vertiefen. Zielgruppe sind Personen aus den Bereichen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, Expert*innen und andere Interessensgruppen.
Programm:
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