Einrichtungen

Dschanipeskero centrum le mindenfelitikoske

Oktober 14th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft

Khetanbutschalinipe sar le meg na dija: Nevi biblijoteka le flogoskere grupnendar Erbate / Synergie wie noch nie: Neue Volksgruppenbibliothek in Oberwart (Kipo / Foto: Stadtgemeinde Oberwart/Fb)Khetanbutschalinipe sar le meg na dija: Nevi bib­li­jo­teka le flo­gos­kere grup­nen­dar Erbate


Le priksidlinipeha ando flogoskero grup­nen­gero kher, te o litera­tura­kere- taj medi­jen­gere kon­tingen­tscha le flogos­kere grup­nen­gere farajn­tschen­dar jek nevo kheripe lakle. Valami 9.000 tematscha la ungrika, horvacka taj Romen­gera-flo­gos­kera grup­natar akan andi khetani bibli­joteke khere hi. Afka o funda­mento la „Biblijo­tekake ando Kher le flogos­kere grup­nen­dar Burgenland“ kerdo hi.

I khetani biblijoteka ojs „dokumentacijonakero- taj infor­ma­cija­kero centrum la litera­turake taj le medi­jenge pedar o flogos­kere grupn ando Burgen­land hajol pe“. Ando kontingen­tscha histo­rischi taj adiveses­keri litera­tura, fochis­kere publi­kaciji, duj tschib­tscha­kere tscha­vengere kenvi, sikaji­pes­kere kenvi, CDs taj DVDs taj te faraj­niskere publi­kaciji ando trin flogos­kere grup­nengere tschib­tscha taj te ando nimtschko del, taj te papru­schen­gere nevip­tscha upre paschlon.

Ojs schpecijali biblijoteka pradime karateriha, irinel pe i biblijo­teka use minden­felitike ciliskere grupn: Dschene le trin flogos­kere grup­nendar, dschene, saven interesi upre flogos­kere grup­nengere tematscha hi taj igen barikano uso tschave taj terne, kaj lengere tschib­tscha­kere siklipeske pomo­schim te ol. Pasche, o dipe la flogos­kera grup­nengera biblijotekatar te use visen­schoft­lichi kheta­nip­tscha pe irinel, regijo­nali taj te inter­naci­jonali.  Read the rest of this entry »

Wissenszentrum für die Vielfalt

Oktober 13th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft

Neue Volksgruppenbibliothek in Oberwart (Foto: Stadtgemeinde Oberwart/Fb)Synergie wie noch nie: Neue Bibliothek der Volksgruppen in Oberwart


Mit dem Umzug ins Volksgruppenhaus haben auch die Litera­tur- und Medien­be­stände der Volks­grup­pen­vereine ein neues Zu­hause ge­fun­den. Etwa 9.000 Titel der unga­rischen, kroa­tischen und Roma-Volks­gruppe sind ab jetzt in der ge­mein­samen Biblio­thek unter­ge­bracht. Damit ist der Grund­stein für die „Biblio­thek im Haus der Volks­gruppen Burgenland“ ge­legt.

Die gemeinsame Bibliothek versteht sich als „Sammel- und Infor­ma­tions­zentrums für Literatur und Medien über die Volks­gruppen im Burgen­land“. Die Bestände um­fassen historische und zeit­genös­sische Literatur, Fach­publi­katio­nen, zwei­sprachige Kinder­bücher, Lehr­bücher, CDs und DVDs sowie Vereins­publi­katio­nen in den drei Volks­grup­pen­spra­chen und auf Deutsch, auch Zeit­schriften liegen auf.

Als Spezialbibliothek mit öffentlichem Charakter richtet sich die Biblio­thek an unter­schied­liche Ziel­gruppen: An­ge­hörige der drei Volks­gruppen, an Volks­gruppen­themen Interes­sierte und ganz beson­ders an Kinder und Jugend­liche, um ihren Sprach­erwerb zu fördern und zu unter­stützen. Zudem richtet sich das Angebot der Volks­grup­pen­biblio­thek auch an wissen­schaft­liche Gemein­schaften, regional und auch inter­national.  Read the rest of this entry »

Pradipe le kherestar le flogoskere grupnendar

September 28th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 28.9.2026 | 8:50 min

Neues Kultur- und Begegnungszentrum in Oberwart eröffnet

Le pradipeha le kherestar le flogos­kere grup­nendar Burgenland uschtidel o Burgen­land jek barikano than le arpa­ru­jipestar taj le kutureli kheta­nipeske. O aguno internat Erbate um­baunim ulo taj akan jek baro kher, semi­narakere khera, jek biblijo­teka, biros, khero­daschen­gere khera, jek bistro sar bisch atschi­peskere khera, kerde ule. Telel jek hibo butscha­linen akan o burgen­landitiko ungriko kultu­rakero farajn, o horvacko kultura­kero farajn, Roma-Service, i flogoskeri utschi ischkola le Romendar, i flogos­keri utschi ischkola le ungri­kendar, sar Radijo MORA. O khetano kher buteder te ol sar jek beschipe le folgoskere grupnen­gere organi­saci­jendar. O kher le flogos­kere grup­nen­dar Burgenland pe ojs tschivdo than te hajol, kaj manuscha khetan te peren, kultura terte­dschin taj khetan o min­den­felitiko le Burgen­landistar te sikan.

Mit der Eröffnung des „Hauses der Volksgruppen Burgen­land“ erhält das Burgen­land einen einzig­artigen Ort des Aus­tauschs und des kultu­rellen Mit­einan­ders. Das ehe­malige Internat in Oberwart wurde um­fassend umgebaut und be­herbergt nun einen Ver­anstal­tungs­saal, Seminar­räume, eine Bibliothek, Büros, Gäste­zimmer, ein Bistro sowie 20 Woh­nungen. Unter einem Dach arbeiten künftig der Burgenlän­disch-Unga­rische Kultur­verein, der Kroatische Kultur­verein im Burgenland, Roma-Service, die Volks­hoch­schule der Roma, die Volks­hoch­schule der Ungarn sowie Radio MORA zusam­men. Das gemein­same Haus soll dabei weit mehr sein als ein Sitz für Volks­gruppen­organi­sationen. Das Haus der Volks­gruppen Burgenland soll sich als leben­digen Ort verstehen, an dem Menschen einan­der begegnen, Kultur erleben und gemein­sam die Vielfalt des Burgen­landes gestalten können. Read the rest of this entry »

Digitale Quellenedition zum NS-Völkermord

August 29th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Wissenschaft

Sammlung der Forschungsstelle Antiziganismus: Staatsministerin für Kultur und Medien, Claudia Roth, und Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Theresia Bauer, besichtigen Exponate der Sammlung, Juli 2022 (Foto: Forschungsstelle Antiziganismus)Forschungsstelle Antiziganismus ediert Quellen zum NS-Völ­ker­mord an den Sinti und Roma in Europa. Die Arbeiten zum neun­jäh­ri­gen Pro­jekt wur­den zu Jahres­beginn auf­­ge­­nommen.

Eine groß angelegte digitale Edition führt Quellen zum national­sozialis­tischen Völkermord an den Sinti und Roma in Europa zusam­men und macht sie für Forschung und Öffent­lich­keit zugäng­lich. Publi­ziert werden sollen rund 1.200 Doku­mente – Schrift­stücke aus dem Ver­waltungs- und Ver­folgungs­apparat, ergänzt um Quellen aus der Per­spektive der Opfer. Angesiedelt ist das von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft geförderte Projekt an der Forschungs­stelle Anti­ziganis­mus der Univer­sität Heidelberg. Für die Gesamt­laufzeit von neun Jahren stehen Förder­mittel in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Vorhaben basiert maßgeblich auf der digitalen „Enzyklopädie des NS-Völker­mordes an den Sinti und Roma in Europa“, die seit Juli 2020 eben­falls an der For­schungs­stelle entsteht.

„Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma wurde nicht nur gesell­schaft­lich und politisch jahrzehnte­lang ignoriert, sondern auch in der Forschung kaum beachtet“, erläutert die Histori­kerin Dr. Karola Fings, wissen­schaftliche Leiterin der beiden Projekte. Ziel ist es, mit der „Edition zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa“ alle Ver­folgungs­prozesse von der rassistischen Stig­matise­rung bis hin zum Mord in den Vernichtungs­lagern ab­zu­bilden. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (594)

August 18th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Facts & Figures, Romani, Wissenschaft

Seit 2021 werden ein­zel­ne Vor­trags­sek­tio­nen der in­ter­na­tio­na­len wis­sen­schaft­li­chen Ta­gun­gen der Gypsy Lore Society aus­schließ­lich auf Ro­ma­ni ab­ge­hal­ten.

(Quelle)

Thü­ringen: Anti­ziga­nis­mus-Be­auf­trag­ter gefordert

August 8th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Politik

Thüringen (Bild: Wikipedia/TUBS)Zentralrat fordert Wieder­ein­set­zung ei­nes Anti­ziga­nis­mus-Be­auf­trag­ten in Thü­ringen

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, und die Thüringer Finanz­minis­terin und stell­ver­tre­tende Minister­prä­siden­tin Katja Wolf (BSW) sind in Heidelberg zu einem Gespräch über die Wieder­ein­setzung eines eigen­stän­digen Anti­zi­ga­nis­mus­beauf­trag­ten des Landes Thüringen zu­sammen­ge­kommen. Die zuvor beste­hende Funktion war ab­ge­schafft und mit anderen Zu­ständig­keiten – unter ande­rem im Bereich Mig­ration – zu­sammen­gelegt wor­den. Romani Rose setzt sich angesichts des zunehmen­den Anti­ziganis­mus und des Aufstiegs rechts­extremer Parteien nach­drücklich dafür ein, diese Funktion wieder eigen­ständig ein­zu­richten. Die Zu­ordnung der deutschen Sinti und Roma zu Zu­wande­rungs­gruppen und Migranten trägt gerade in einer Zeit, in der demo­kratie­feind­liche Par­teien erstarken, zu ihrer Stigma­tisie­rung bei: „Als nationale Minder­heit leben Sinti und Roma seit Jahr­hunder­ten in Deutschland. Sie mit Zuwan­derungs- und Mig­rations­fragen zu ver­mengen, verkennt ihre Geschichte und befördert ihre Stig­mati­sierung. Gerade in einer Zeit, in der der Anti­ziganismus offen zu­nimmt und demo­kratie­feindliche Kräfte er­starken, brauchen wir eine klare und sichtbare Ver­antwor­tung des Landes.“

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Europa: Chronik der Roma-Politik 2011–2026

Juli 30th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)

Timeline der europäischen Roma-Politik (Bild: Pixabay/Vilkasss)dROMa 82: Was war wann?

Europa – Historija la Ro­men­gera-poli­tikatar (3): caj­ta­keri dorik 2011–2026

→TEIL 1: Chronik 1969–2000
→TEIL 2: Chronik 2001–2010

Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut drei­ßig Jahren er­arbe­iten OSZE, Europarat und EU politi­sche Stan­dards, um die Inklu­sion der Roma voran­zu­bringen. Ein (un­voll­stän­di­ger) Über­blick über die vielen Etap­pen auf dem Weg zu Euro­pas Ro­ma-Politik | Pap­rusch­tscha, phenip­tscha, pro­gram­tscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o euro­pakero rot taj i EU politi­schi schtan­dar­dis­kere koji, hatek i inklu­sijona le Rome­ndar angle te anel, ar butscha­linen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Ro­men­geri-politik la Euro­patar.


2011 Europäisches Parlament:

Die Initiative 2010/2276(INI) zur „EU-Strategie zur Integration der Roma“ fordert am 9.3.2011 eine um­fas­sende Roma-Stra­tegie. Direkter politi­scher Anstoß zur Rahmen­strategie der Kom­mission. | I inicija­tiva 2010/2276(INI) usi „EU-jakeri-stra­tegija usi inte­gracija le Romendar“ ando 9.3.2011 jek bulhi Romen­geri-stra­tegija mangel. Direkti politischi aun­definipe usi keri­peskeri strategija la komi­sijonatar.

2011 Europäische Kommission:

Der „EU-Rahmen für nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020“ vom 5.4.2011 [COM(2011) 173] ist das zentrale Strategie­papier und fordert die Staaten zu nationalen Strategien auf. Die Rats­empfeh­lung 2013/C 378/01 vom 9.12.2013 stärkt den EU-Rahmen. Im Fokus stehen Bildung, Arbeit, Gesund­heit, Wohnen. | O „EU-jakero keripe le nacijo­nali strate­gijenge usi inte­gracija le Romen­dar dschi 2020“ andar o 5.4.2011 [COM(2011) 173] o centrali strate­gija­kero papruschi hi taj le schto­tschen­dar nacijo­nali strategiji mangel. O rotiskero angle­tscha­lajipe 2013/C 378/01 andar o 9.12.2013 o EU-jakero keripe soraljarel. Ando dikipe terdschon sika­dipe, buti, sastipe, atschipe.

2011 Europarat (CLRAE):

In Straßburg diskutiert der europäische Roma-Gipfel der Bürgermeister am 22.9.2011 kommunale Strategien. In der Folge ent­steht 2013 die Europäische Allianz der Städte und Regionen für die Roma-Inklusion. | Ande Straß­burg o euo­pitiko Romen­gero-bari­kano tala­linipe le birov­tschendar ando 22.9.2011 komunali stra­tegiji disku­tirinel. Paloda, 2013 i euro­pitiki alijanca le forijen­dar taj regijo­nendar la Romen­gera-inklu­sijo­nake kerdo ol.  Read the rest of this entry »

Europa: Chronik der Roma-Politik 2001–2010

Juli 30th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)

Timeline der europäischen Roma-Politik (Bild: Pixabay/Vilkasss)dROMa 82: Was war wann?

Europa – Historija la Ro­men­gera-poli­tikatar (2): caj­ta­keri dorik 2001–2010

→TEIL 1: Chronik 1969–2000
→TEIL 3: Chronik 2011–2026

Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut drei­ßig Jahren er­arbe­iten OSZE, Europarat und EU politi­sche Stan­dards, um die Inklu­sion der Roma voran­zu­bringen. Ein (un­voll­stän­di­ger) Über­blick über die vielen Etap­pen auf dem Weg zu Euro­pas Ro­ma-Politik | Pap­rusch­tscha, phenip­tscha, pro­gram­tscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o euro­pakero rot taj i EU politi­schi schtan­dar­dis­kere koji, hatek i inklu­sijona le Rome­ndar angle te anel, ar butscha­linen. Jek (na kisetimo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Ro­men­geri-politik la Euro­patar.


2002 Europarat (PACE):

Die Empfehlung 1557 vom 25.4.2002 über die „Rechtslage der Roma in Europa“ beschäf­tigt sich mit der Migration und dem pre­kären Rechts­status der Roma und ver­weist auf aus­blei­bende Erfolge. | O angle­tschalajipe 1557 andar o 25.4.2002 pedar i „tscha­tschipes­keri situacija le Romen­dar andi Europa“ la migra­cijo­naha taj le phare tscha­tschipes­kere schta­tusiha le Romen­dar donde pe bescha­rel taj upre ar atschime jeri­nip­tscha sikal.

2003 Europarat (PACE):

Empfehlung 1633 fordert am 25.11.2003, die Zwangsrückführung von Roma nach Ex-Jugoslawien aus­zu­setzen, solange keine sichere Rückkehr mög­lich ist. | O angle­tschalajipe 1633 mangel ando 25.11.2003, hot o mujsi­nipes­kero palvo­dinipe le Romen­dar andi Eks-Jugo­slavija ar be­schardo te ol, asaj dur, dschimeg latscho pal­dscha­jipe del.

2003 OSZE:

Am 27.11./2.12.2003 verabschiedet die OSZE einen „Aktionsplan zur Verbesserung der Lage der Roma und Sinti“ mit Empfeh­lungen zu Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und politi­scher Teilhabe. Die Um­setzung über­wacht das OSZE-Men­schen­rechts­büro (ODIHR). | I OSZE ando 27.11./2.12.2003 jek „akcijona­kero plan uso feder keripe la situa­cijatar le Romen­dar taj Sinti­jendar“ ari del, angle­tschalajip­tschenca uso sikadipe, usi buti, uso atschipe, uso sastipe taj uso politi­schi useke­rinipe. Pedar o prik­bescha­ripe o OSZE-jakero-manu­schen­gero tschatschipeskero butjakero kher (ODIHR) obocht del. Read the rest of this entry »

Europa: Chronik der Roma-Politik 1969–2000

Juli 29th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)

Timeline der europäischen Roma-Politik (Bild: Pixabay/Vilkasss)dROMa 82: Was war wann?

Europa – Historija la Ro­men­gera-poli­tikatar (1): caj­ta­keri dorik 1969–2000

→TEIL 2: Chronik 2001–2010
→TEIL 3: Chronik 2011–2026

Papiere, Beschlüsse, Programme: Seit gut drei­ßig Jahren er­arbe­iten OSZE, Europarat und EU politi­sche Stan­dards, um die Inklu­sion der Roma voran­zu­bringen. Ein (un­voll­stän­di­ger) Über­blick über die vielen Etap­pen auf dem Weg zu Euro­pas Ro­ma-Politik | Pap­rusch­tscha, phenip­tscha, pro­gram­tscha: Sajt latsche 30 berscha i OSZE, o euro­pakero rot taj i EU politi­schi schtan­dar­dis­kere koji, hatek i inklu­sijona le Rome­ndar angle te anel, ar butscha­linen. Jek (na kise­timo) dikipe pedar o but falati upro drom usi Ro­men­geri-politik la Euro­patar.


1969 Europarat (PACE):

Die Empfehlung 563 der Parlamentarischen Versammlung (PACE) vom 30.9.1969 ist das erste inter­natio­nale Doku­ment, das sich mit der „Lage der Zigeuner und ande­rer Fah­ren­der“ be­fasst und diese als Min­der­heit mit Schutz­bedarf an­erkennt. | O angletschalajipe 563 le parla­men­tari­schi talalini­pestar (PACE) andar o 30.9.1969 o erschti inter­nacijo­nali doku­mento hi, savo pe la „situa­cijaha le Zigeu­neren­dar taj avre la­dasch­tschen­dar“ donde bescha­rel taj odolen ojs tschu­lipe araki­pes­kere peka­ntscha­goha aun prin­dscha­rel.

1975 Europarat (MK):

Die Resolution (75) 13 des Ministerkomitees (MK) vom 22.5.1975 gibt „Empfehlungen zur sozialen Lage der Nomaden in Europa“. | I resolucijona (75) 13 le minis­teren­gere komite­jistar (MK) andar o 22.5.1975 „angle­tschala­jip­tscha usi socijali situa­cija le no­madsch­tschen­dar andi Europa“ del.

1981 Europarat (CLRAE):

Die Konferenz der Gemeinden und Regionen (CLRAE) betont am 29.10.1981 in Resolution 125 die „Rolle und Verant­wor­tung der lokalen und regio­nalen Behörden hin­sicht­lich der […] Be­völ­kerungs­gruppen noma­discher Her­kunft“. | I kon­fe­renca le ge­majn­tschen­dar taj regijon­tschen­dar (CLRAE) ando 29.10.1981 andi resolu­cijona 125 o „than taj o ferant­voati­nipe le lokali taj regijo­nali birov­tscha­gendar vasch […] le dsche­nen­gere grup­nendar noma­dischi telschta­mini­peha“ angle asdija.

1983 Europarat (MK):

Das Ministerkomitee befasst sich in der Empfehlung R (83) 1 vom 22.2.1983 mit Maß­nahmen zugunsten „staatenloser Nomaden und Noma­den mit un­geklär­ter Staats­ange­hörig­keit“. | O ministe­ren­gero komitej ando angle­tschala­jipe R (83) 1 andar o 22.2.1983 kojenca le „naphandle schto­tschen­gere no­madsch­tschenca taj no­madsch­tschenca na putrime schto­tiskere use­kerini­peha“ donde pe be­scharel. Read the rest of this entry »

Deutschland beschließt Aufarbeitungskommission

Juli 13th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Bundesbeauftragter Michael Brand  im Bundestag, 2019 (Foto: Olaf Kosinsky [kosinsky.eu], CC BY-SA 3.0-de)Unrecht gegen Sinti und Roma nach 1945: Deut­sches Bun­des­ka­bi­nett be­schließt Ein­rich­tung einer Auf­ar­bei­tungs­kom­mis­sion

Das deutsche „Bundeskabinett hat am 6. Juli 2026 die Ein­setzung einer Un­ab­hängi­gen Kom­mission zur Auf­arbei­tung des Un­rechts an Sinti und Roma in der Bundes­repub­lik Deutsch­land und in der Deut­schen Demo­krati­schen Re­publik (DDR) nach 1945 be­schlos­sen“, meldet das deut­sche Bundes­ministe­rium für Bildung, Familie, Senio­ren, Frauen und Jugend auf seiner Web­site. „Auf Grund­lage dieses Kabi­netts­beschlus­ses wird der Par­lamen­tari­sche Staats­sekre­tär und Be­auf­tragte der Bundes­regie­rung gegen Anti­ziganis­mus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutsch­land, Michael Brand, die Mitglieder der Kom­mission aus­wählen und er­nennen.“ Die Kommis­sion wird das histo­rische Unrecht nach 1945 wis­sen­schaft­lich erfassen und doku­mentie­ren. Dazu sollen unter Aus­wertung bisheriger Er­kennt­nisse auch eigene wissen­schaftli­che Studien, An­hörungen und Inter­views mit Be­trof­fenen und An­gehöri­gen durch­geführt werden. Die Arbeiten werden in einem Abschluss­bericht vor­gelegt werden, in dem auch Empfeh­lun­gen der Kommis­sion an Politik und Gesell­schaft aus­ge­spro­chen werden.

Eine Geschäftsstelle bei der Stiftung Erinne­rung, Ver­ant­wortung und Zukunft (EVZ) wird die neue Auf­arbei­tungs­kommis­sion unter­stützen; für die Mittel der Ge­schäfts­stelle kommt der Be­auf­tragte auf. Mit der Instal­lierung der Auf­arbeitungs­kommis­sion setzt die deutsche Bundes­regie­rung nun die Em­pfeh­lung einer fraktions­über­greifenen Ent­schlie­ßung des Deutschen Bundes­tages vom 13. Dezem­ber 2023 (Druck­sache 20/9779) um. Darin hatte der Bundestag die Empfeh­lung des um­fassen­den Ab­schluss­berichts der Un­abhän­gigen Kom­mission Anti­ziganis­mus um, die 2019 vom da­mali­gen Bun­des­innen­minis­ter Horst Seehofer ein­ge­setzt worden war.

Michael Brand sieht die Einsetzung der Kommission als einen „längst über­fälli­ger Schritt für Sinti und Roma und zu­gleich für unsere ge­samte Gesell­schaft“:  Read the rest of this entry »

Drei-Länder-Projekt EDURom

Juni 10th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

Bildung fur soziale Inklusion: EDURom-Treffen in Wien (Foto: Irina Bellio)EDURom: Bildung für die soziale Inklusion von Roma

Das EDURom-Projekt (Website) wird 2025 bis 2027 im Rahmen des „Erasmus+“-Pro­gramms umgesetzt und von der Euro­päi­schen Union ko­finan­ziert. Es bringt drei Partner­orga­nisatio­nen aus Kroatien, Ös­ter­reich und Rumänien zu­sam­men: das Zentrum für lebens­­lan­ges Ler­nen und Kultur – CUK (Kroatien), die Aca­demia Rromai (Österreich) und der Verein Pe bune (Ru­mänien).

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Förderung gesell­schaftli­cher Teilhabe von Roma und Sinti durch Bildung. EDURom unter­stützt An­ge­hörige der Com­mu­nity dabei, Zugang zu Bil­dungs­program­men zu erhalten und wichtige Kom­peten­zen für persön­liche Weiter­ent­wicklung, aktive Betei­ligung und den moder­nen Arbeits­markt zu stärken. Dazu zählen ins­beson­dere digitale und soziale Kom­peten­zen sowie weitere Schlüssel­qua­lifika­tio­nen. Darüber hinaus setzt das Projekt einen Schwer­punkt auf lebens­langes Lernen und die Stärkung von Ein­richtun­gen der Erwach­senen­bildung. Ziel ist es, Bil­dungs­angebote zu­gänglicher zu machen, Selbst­bewusst­sein zu fördern und neue Per­spekti­ven für Be­schäf­tigung und gesell­schaft­liche Mit­gestaltung zu er­öffnen.

Im Rahmen von EDURom fand Anfang des Jahres ein zweitägiger Workshop in Wien statt. Dabei kamen Bildungs­exper­tin­nen und -exper­ten aus der Commu­nity zusam­men, um sich über Erfah­rungen, Heraus­forde­rungen und Mög­lich­keiten im Bildungs­bereich aus­zu­tauschen. Ergän­zend dazu wurde ein kurzer Romanes-Sprach­kurs an­geboten.

(Text: Irina Bellio)

Magyars Signale (Teil 2)

Mai 31st, 2026  |  Published in Einrichtungen, Politik

Fünf Abgeordnete im Parlament: Un­garns Neu­start und die Roma


→Teil 1: „Außergewöhnlicher Moment“

Die neue Regierung in Ungarn ist an­ge­lobt. Fünf Ro­ma-Man­da­ta­rin­nen und -Man­da­ta­re ge­hö­ren nun der Natio­nal­ver­samm­lung (Or­szág­gyű­lés) an: vier aus Péter Magyars Re­gier­ungs­partei TISZA und einer aus Vik­tor Orbáns Fidesz. Ein wei­te­rer Ro­ma-Ver­tre­ter der Fi­desz-Frak­tion ver­zich­te­te auf sein Man­­dat. Über die Na­tio­na­litä­ten­liste ent­sen­det die Volks­gruppe zu­dem einen nicht stimm­be­rech­tig­ten Spre­cher. Für ein regu­läres Min­der­hei­ten­man­dat hat es auch dies­mal nicht ge­reicht. Wir stel­len Sie Ihnen die Po­liti­ker vor.

Die ungarischen Parlamentswahlen im April 2026 brach­ten eine histo­rische Zäsur. Magyars TISZA stellt in der neuen Natio­nal­ver­samm­lung 141 der 199 Ab­geord­neten. Diese wurden am 9. Mai in Budapest an­gelobt. Der Frak­tion der sieg­reichen TISZA-Partei ge­hören nun fol­gende Politi­kerin­nen und Politiker mit Roma-Hin­ter­grund an:

Die TISZA-Fraktion

Krisztián Kőszegi (TISZA) aus dem südungari­schen Komitat Baranya ist Lehrer für Ge­schichte und Geo­grafie. Er leitet ein Bil­dungs­zentrum und den Verein „Freedrom“ und ar­beitet mit Kindern aus be­nachteilig­ten Ver­hält­nissen, zudem en­gagiert er sich in Com­munity­pro­jekten. Als Kern­punkte seines Pro­gramms nennt er laut Romea.cz: „Bildung, die Ent­wicklung von Gemein­schaften und die Schaffung von Bedin­gungen, damit junge Men­schen ihre Regio­nen nicht ver­lassen müssen“. In der Er­öffnungs­sitzung am 9. Mai wurde er zum stell­ver­treten­den Par­laments­prä­siden­ten ge­wählt.

Erika Jójártová aus Solt verbrachte die die letzten zehn Jahre als Kranken­pflegerin und medizi­nische Assis­tentin im Ausland. Auch sie kan­didierte für TISZA. Als zentrale Themen ihrer politi­schen Agenda nennt sie laut Romea.cz „eine stärkere An­erken­nung des nicht­ärztlichen Pflege­personals, die häusliche Alten­pflege und die Unter­stützung von Kindern aus be­nachteilig­ten Ver­hält­nissen“.

István Gyöngyösi (TISZA) aus Mezőgyán arbeitet im Finanzsektor und absolviert parallel einen Master­studiengang in Sozial­pädagogik. Read the rest of this entry »

Graz: Notschlafstelle VinziNest in neuem Glanz

Mai 30th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

FeierlicheWiedereroeffnung_VinziNest_0073VinziNest: Zuflucht für Schutzlose in Graz: Wiedereröffnung der größten Notschlafstelle in der Steiermark


Drei Jahre nach Projektbeginn hat das Vinzi­Nest seine Tore am alten Stand­ort in der Gra­zer Maria-Strom­ber­ger-Gasse 14 wieder ge­öff­net. Für die Vinzi­Werke findet damit eines der heraus­for­dernds­ten Pro­jekte seit dem Be­ste­hen der Or­gani­sa­tion einen Abs­chluss. An­lässlich der Wieder­er­öff­nung wurden alle Unter­stützer*in­nen, die die General­sanie­rung er­mög­licht haben, zu einer klein­en Feier ein­ge­laden. Nun gilt es, die Vinzi­Werke lang­fristig ab­zu­sichern.

Als Notschlafstelle für Armutsmigranten stellt das VinziNest seit 1992 eine Institu­tion der Grazer Woh­nungs­losen­hilfe dar. Zusam­men mit dem VinziSchutz, dem Pen­dent für Frauen, kann es im Winter bis zu 120 Men­schen täglich be­her­ber­gen. So kommen die Ein­richtun­gen zusam­men auf 16.000 bis 18.000 Näch­tigun­gen im Jahr. Hinter den Zahlen stecken oft tra­gische mensch­liche Schicksale, die von gesund­heit­lichen und psychi­schen Erkran­kun­gen, Dis­kriminie­rung und ver­erbter Armut ge­prägt sind.

Langjährige Planung
Im Laufe der Jahre wurde die Bausubstanz der Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen. Noch unter der Feder­führung von VinziWerke-Gründer Pfarrer Wolfgang Pucher trafen die VinziWerke 2022 die Ent­schei­dung, die Ein­richtung einer Ge­neral­sanie­rung zu unter­ziehen. Denn die Schlaf­plätze werden nach wie vor drin­gend ge­braucht. Das Projekt wurde in den Jahren 2024 bis 2026 durch­geführt, die reinen Bau­arbeiten dauerten rund 1,5 Jahre. In dieser Zeit zogen das VinziNest und VinziSchutz in ein Über­gangs­quar­tier in Liebenau.

Dringend notwendig
„In über 30 Jahren Betrieb wurden nur kleinere und notwendige Renovierungs­maß­nahmen in den Not­schlaf­stellen vor­ge­nommen. Dass eine Kern­sanie­rung dringend not­wendig war um die Gebäude vor dem Verfall zu bewahren, war un­um­stritten. Die VinziWerke hat dieses um­fas­sende Projekt den­noch an den Rand der Kapa­zitäten gebracht. Ohne der signi­fikan­ten Beiträge von Land Steiermark, Stadt Graz, der Diözese Graz-Seckau sowie unse­rer Spon­sor*in­nen hätten wir diese Maß­nahmen nicht unter­nehmen können. Im Namen aller Men­schen, die auch künftig einen sicheren und warmen Schlafplatz e­rhalten werden, möchte ich allen Beteilig­ten von Herzen danken“, unter­streicht Vinzi­Werke-Obfrau Martina Schröck.  Read the rest of this entry »

Fall Neusiedl erschüttert Volksgruppen

Mai 12th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Vereinte Kräfte: Die Mitglieder der Vorsitzendenkonferenz der autochthonen Volksgruppen Österreichs (Foto: VSK)Vorfall im Burgenland erschüttert die autochthonen Volks­gruppen: Vor­sitzen­den­kon­fe­renz der Volks­grup­pen­bei­räte for­dert Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­setz für die Volks­gruppe der Roma sowie eine Dialog­platt­form im In­nen­mi­nis­te­rium

Die Vorgehensweise der Polizei im Burgenland, die in 27 Gemein­den zu einem öffent­lichen Aufruf gegen An­gehörige der Volks­gruppe der Roma führte (wir berichteten hier und hier), hat nicht nur große Ir­rita­tionen aus­gelöst, sondern auch beste­hende Vorurteile gegen­über Roma und Sinti wei­ter geschürt und vertieft.

Der Vorsitzende der Vorsitzendenkonferenz der autochthonen Volks­grup­pen Ös­ter­reichs, Bürger­meister Bernard Sadovnik, zeigt sich nach den Vorfällen des ver­gange­nen Jahres am Peršmanhof zutiefst bestürzt und pro­testiert ent­schieden gegen diesen neuer­lichen Vorfall gegen­über An­gehö­rigen an­er­kannter Volks­gruppen.

„Ich appelliere an Bundesminister Gerhard Karner, die bereits in Ausar­bei­tung befind­lichen Schu­lungs­maß­nahmen so rasch wie möglich um­zu­setzen und ver­bindliche Kriterien für den Umgang mit An­gehöri­gen der Volksgruppen zu erarbeiten, die allen Dienst­stellen des Innen­ministe­riums vorliegen müssen. Die Ein­richtung einer Dialog­plattform mit Ver­tre­terinnen und Vertretern aller autoch­thonen Volks­gruppen im Bundes­ministe­rium für Inneres ist not­wendig, um den offen­sichtlich dringend erfor­derli­chen Dialog zwischen Polizei und Volks­gruppen nach­haltig zu er­möglichen“, fordert Sa­dov­nik. Read the rest of this entry »

Schlüsselübergabe im Haus der Volksgruppen

April 28th, 2026  |  Published in Einrichtungen

Oberwart: Die Schlüsselübergabe fand im Beisein von Landesrat Dorner sowie Vertreterinnen und Vertretern aller Volksgruppen statt (Foto: Landesmedienservice Burgenland)Burgenland: Haus der Volksgruppen in Oberwart star­tet in Pro­be­betrieb – fei­er­li­che Er­öff­nung am 26. Sep­tem­ber am Tag der Spra­chen

Mit der Schlüsselübergabe an die Nutzer­or­ga­ni­sationen startet das Haus der Volks­gruppen in seinen Probe­betrieb. Das Projekt wurde von der Landes­immo­bili­en Burgenland (LIB) um­ge­setzt, das ehe­malige Städtische Inter­nat in Oberwart wurde dabei um­fassend saniert und aus­gebaut. Damit ist das von Landes­haupt­mann Hans Peter Doskozil ini­tiierte „Jahr­hundert­projekt“ auch ein zentrales Infra­struktur­vor­haben des Landes Burgenland. Bei der Schlüssel­über­gabe an die Nutzer betonte Lan­des­rat Heinrich Dorner die Bedeu­tung des Hauses: „Mit diesem Bau beginnt ein neues Kapitel für die Volks­gruppen im Burgen­land. Erstmals arbeiten ihre Institu­tionen unter einem gemein­samen Dach zusammen, sie machen die Vielfalt unseres Landes damit noch weiter sichtbar. Das Haus schafft dafür die not­wen­dige Basis – als Ort für Zu­sammen­arbeit, Aus­tausch und gelebte Vielfalt.“

Bereits in der Entstehungsphase des Projekts im Rahmen der 100-Jahr-Feier­lich­keiten des Burgen­landes 2021 unterstrich Landes­haupt­mann Hans Peter Doskozil die Bedeu­tung dieses Vor­habens: „Die kulturelle und sprach­liche Vielfalt unseres Landes ist ein zentraler Be­stand­teil unserer Identität. Mit dem Haus der Volks­gruppen schaffen wir ein dauer­haftes Funda­ment, um dieses Mit­einan­der zu sichern und weiter­zu­ent­wickeln.“ Die feierliche Er­öffnung soll am 26. Sep­tember, dem Tag der Sprachen, im Herbst er­folgen.

Im Haus der Volksgruppen sind künftig der Kroatische Kulturverein im Burgen­land, der Bur­genlän­disch-Ungarische Kultur­verein, das Roma-Service, die Roma-Volks­hoch­schule Burgen­land, die Volks­hoch­schule der Burgen­ländi­schen Ungarn sowie das mehr­sprachige Offene Radio MORA unter­ge­bracht. Auf rund 6.000 Quadrat­metern ist ein moderner Standort ent­standen, der unter­schied­liche Nutzungen vereint. Read the rest of this entry »

Standort für Roma-Gedenkstätte fixiert

April 27th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik

Standorteinigung: Weghuberpark vor dem Justizministerium, 7. Wiener Gemeindebezirk (Foto: Nationalfonds/Johannes Zinner)Für die geplante Gedenkstätte für die Opfer des Natio­nal­sozia­lismus aus den Reihen der Rom:nja und Sin­ti:zze wurde ein wesent­licher Meilen­stein er­reicht: Der Standort steht fest. Die Gedenk­stätte wird im Weg­huber­park vor dem Justiz­ministe­rium im sieben­ten Wiener Ge­meinde­bezirk er­richtet.

Wien (OTS) – Vergangenen Freitag fand im Parlament ein Termin statt, bei dem sich der Volks­gruppen­beirat der Roma sowie Ver­treter:in­nen von Vereinen der Volksgruppe ein­stimmig für den Weghuber­park als Standort für die Errich­tung der Gedenk­stätte aus­ge­spro­chen haben.

„Die Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus aus der Volks­gruppe der Roma ist weit mehr als ein Bau­projekt. Sie ist Ausdruck unserer histo­rischen Ver­ant­wor­tung und ein klares Be­kennt­nis der Republik dazu, einer Opfer­gruppe des National­sozia­lis­mus, die über Jahr­zehnte im öffent­lichen Be­wusstsein zu wenig sichtbar war, den ihr ge­bühren­den Platz in der öster­reichi­schen Erin­nerungs­kultur zu geben“, so Peter Haubner, Zweiter Prä­sident des Natio­nal­rates und Vor­sitzen­der des Nationalfonds.

„Die Entscheidung für den Standort der zentralen Gedenkstätte ist ein wich­tiger Schritt. Erin­ne­rung muss im öffent­lichen Raum sichtbar sein und darf nicht anonym blei­ben. Sie muss die Ver­folgung und Er­mordung der Volks­gruppe der Roma klar be­nennen und auch Österreichs Ver­ant­wortung offen an­sprechen. Die Gedenk­stätte richtet sich an die ge­samte Gesell­schaft. Sie soll zum Inne­halten an­regen, histo­risches Wissen fördern und deutlich machen, dass Anti­ziganis­mus bis heute fort­besteht und ihm ent­schieden ent­gegen­getre­ten werden muss“, so Emmerich Gärtner-Horvath, Vor­sitzen­der des Volks­grup­pen­beirats der Roma.

Die Stadträtin für Kultur und Wissenschaft Veronica Kaup-Hasler: „Mit der Wahl des Weghuber­parks als Standort für die Gedenk­stätte ent­steht ein dringend not­wendi­ger Ort der Erin­nerung in inner­städti­scher Lage. Die ein­stimmige Ent­scheidung des Beirats markiert einen wich­tigen Meilenstein in einem Prozess, den wir als Stadt Wien unter­stützt und in einem aktiven Dialog mit dem Beirat und Ver­treter:in­nen der Com­munity be­gleitet haben – denn Rom:nja und Sinti:zze sind seit Jahr­hun­derten Teil der Ge­schichte Wiens, auch wenn sie und ihr Wirken lange zu wenig gesehen bzw. an den Rand der Gesell­schaft ge­drängt wurden. Read the rest of this entry »

„Roma Week 2026“ der Europäischen Union

April 25th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Poster der EU Roma Week 2026 (Bild: Romaweek.eu) Roma-Woche: EU veranstaltete ihre Event- und Dis­kus­sions­reihe in Brüs­sel

Die „EU Roma Week“ (Website) ist eine jähr­lich statt­fin­dende Veranstaltungsreihe des Euro­päisches Par­la­ments in Ko­ope­ration mit der Euro­päi­schen Kom­mission sowie zivil­gesell­schaft­lichen Partnern aus zahl­reichen Ländern. Die Ver­anstaltun­gen der „Roma Week 2026“ fanden ver­gan­gene Woche statt. Ko­or­diniert wurde die Roma-Woche von ERGO Net­work, einem in Brüssel an­sässigen euro­päischen Dach­verband von Roma-Or­gani­sationen.

Die Veranstaltungen der Roma-Woche sind zugleich Bestandteil des „Opre Roma“-Monats 2026 (wir be­richteten). Während sich der „Opre Roma Month“ des Europa­rats als breit an­gelegte euro­päische Kampagne über mehrere Wochen erstreckt, betont die „EU Roma Week“ politi­sche Debatten, Fach­kon­ferenzen und den Aus­tausch zwischen Ent­schei­dungs­trägern und Roma-Ver­treterin­nen und -Ver­tretern. Experten der Roma-Zivil­ge­sellschaft dis­kutieren in diesem Rahmen mit Re­präsen­tantin­nen und Re­präsen­tanten der euro­päischen Institu­tionen über die Aus­ge­staltung der Roma-Politik.

So stand bereits am ersten Tag der Roma-Woche im Europäischen Parlament die Frage im Mittel­punkt, inwie­weit der kommende Finanz­rahmen der Euro­päischen Union für die Jahre 2028 bis 2034 den Bedürf­nisse der Roma gerecht wird. „Die Ver­hand­lungen über den mehr­jährigen Finanz­rahmen treten jetzt in eine ent­schei­dende Phase ein“, zitiert das Roma-Nach­richten­portal Romea.cz die Ver­anstalter der Roma-Woche. Derzeit werde darüber ent­schieden, wie die Regeln für die Ver­teilung der EU-Mittel und die Sozial­aus­gaben in den kom­menden Jahren fest­gelegt werden.

Als weitere Themen der diesjährigen Roma-Woche wurden bei­spiels­weise eine stärkere Rechen­schafts­pflicht bei der Verwendung von EU-Mitteln und die An­erken­nung von Roma­feind­lichkeit (Anti­ziganismus) als grund­legendes Men­schenrechts­problem dis­kutiert. Ein weiterer Schwer­punkt betraf Fragen der ver­stärkten Be­teili­gung von Roma an der inter­natio­nalen Politik­gesta­ltung. Read the rest of this entry »

Online-Petition #ZARAbleibt!

April 21st, 2026  |  Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Frauenrechte, Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

"Zara bleibt"#ZARAbleibt! – Österreich braucht weiterhin Zivil­courage!

→Zur Petition auf mein.aufstehn.at

Sehr geehrte Bundesministerin Bauer,
sehr geehrte Bundesregierung und Entscheidungsträger!

ZARA ist seit Jahren eine unverzichtbare Anlaufstelle für Menschen, die in Öster­reich Rassismus, Dis­krimi­nie­rung und Hass erleben. Der Verein bietet Beratung, Doku­mentation, Unter­stützung und öffent­liche Auf­klärung genau dort, wo Betrof­fene sonst oft allein ge­lassen werden. Gerade in einer Zeit, in der rassistische, hass­erfüllte Sprache wieder salon­fähig gemacht wird, ins­beson­dere im digitalen Raum, braucht es diese Arbeit mehr denn je. Die ge­plante Kürzung der Förder­gelder, die das De-facto-Ende dieser wich­tigen Auf­klä­rungs- Unter­stützungs- und Prä­ven­tions­arbeit be­deuten, ist daher der falsche Schritt in einer Gesell­schaft, die sich zu­neh­mend pola­risiert.

Deswegen sind gerade Sie, Familienministerin Bauer, aber auch die ge­samte Bundes­regie­rung und die Ent­schei­dungs­träger in Parlament und Verwaltung jetzt auf­ge­fordert, Ihre Ent­scheidungen zu über­denken und sich klar für eine Erhal­tung dieser so wich­tigen Institution aus­zu­spre­chen und ein­zu­setzen!

Warum ist das wichtig?

Österreich hat in den letzten Jahren erlebt, wie sich gesellschaft­liche Span­nungen ver­schärfen, wie Debatten über Migration, Integra­tion und Zu­ge­hörig­keit polarisiert werden und wie Hass im Netz und im Alltag norma­lisiert werden. ZARA leistet hier nicht nur Sofort­hilfe für Betrof­fene, son­dern schafft auch wichtige Sicht­bar­keit für Probleme, die viele lieber ver­drängen würden. Dass allein 2025 mehr als 1.500 rassisti­sche Vorfälle doku­mentiert wurden, zeigt, dass es nicht um ein Rand­thema geht, sondern um eine reale Belas­tung für das gesell­schaft­liche Zu­sam­men­leben.

Gerade deshalb ist es unverständlich und politisch falsch, aus­ge­rechnet in diesem Bereich zu sparen. Wer an Anti-Ras­sismus, Opfer­schutz und Prä­vention kürzt, spart nicht an „Ver­waltung“, sondern an Sicherheit im Netz und demo­krati­scher Stabilität. Read the rest of this entry »

Förderstopp: Verein ZARA vor dem Aus

April 20th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

ZARA vor dem Aus (Bild: Zara)Bundeskanzleramt streicht Förderung: Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­stelle ZARA bietet für neue Fälle vor­erst keine Be­ra­tun­gen mehr an

Aussendung von ZARA, 20.4.2026:

Die Streichung der Förderung für die Be­ratungs­stelle #Gegen­Hass­im­Netz unter der politi­schen Ver­ant­wor­tung von Bundes­minis­terin Claudia Bauer be­droht die Existenz von ZARA akut. Ohne rasche Finan­zie­rung droht das voll­stän­dige Aus bis Juni.

Seit acht Jahren erhält ZARA eine Förderung des Bundes­kanzler­amts in Höhe einer sechs­stelli­gen Summe für den Betrieb der Be­ratungs­stelle #Gegen­Hass­imNetz. Anfang April 2026 erreicht den Verein die Mit­teilung, dass diese Förderung für das Jahr 2026 auf­grund von „Spar­maß­nahmen“ voll­ständig gestrichen wurde. Die Ent­scheidung wurde unter der Ver­antwor­tung von Bundes­minis­terin Claudia Bauer (ÖVP) getroffen.

ZARA zum Zeitpunkt der Streichung bereits in fi­nan­ziel­ler Vor­leis­tung

Zum Zeitpunkt der Mitteilung war ZARA bereits in finanzielle Vor­leistung ge­gangen, um Betrof­fene von Hass im Netz weiterhin durch­gehend unter­stützen zu können. Unter­stützung, die – das zeigen die aktu­ellen De­batten rund um digitale Gewalt an Frauen – für Betrof­fene dringend not­wendig ist. Diese Vor­finan­zierung erfolgte in der be­grün­deten Annahme, dass die Förderung auch für das Jahr 2026 fort­geführt wird – auf Basis unserer lang­jährigen Expertise und unseres Alleinstellungsmerkmals als spezialisier­te Be­ratungsstelle, die in Österreich allen Betrof­fenen von Hass im Netz kosten­los und nieder­schwellig offensteht. Unser Angebot unter­schied sich damit von anderen be­ste­henden Ein­richtun­gen, die sich an spezi­fische Ziel­gruppen, etwa Kinder und Jugend­liche, richten.

Beratungsangebote derzeit massiv ein­ge­schränkt

Das entstandene finanzielle Defizit zwingt den Verein nun dazu, die Be­ratungs­angebote #Gegen­Hass­imNetz und !Gegen­Rassismus massiv ein­zu­schränken. Neue Fälle werden von ZARA ab sofort nur noch doku­mentiert. Bera­tungs­leistun­gen kann der Verein für neue Meldungen derzeit nicht mehr an­bieten. Beste­hende Fälle betreut ZARA vorerst weiter. Stellt die öffent­liche Hand kurz­fristig keine ent­spre­chende Finan­zierung sicher, muss ZARA seinen Betrieb samt aller Bera­tungs­ange­bote bis Juni gänz­lich ein­stellen.

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Europarat: „Opre Roma!“-Monat feiert Roma

April 6th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen

Logo des "Opre Roma! Month 2026" des EuroparatsIm Palais de l’Europe in Straßburg wurde am 1. April der „Opre Roma!“-Monat eröffnet. Der Europa­rat wid­met den Mo­nat April einer euro­pa­wei­ten Ver­anstal­tungs­reihe, die auf Kultur und die Rechte der Roma und Tra­vel­ler auf­merk­sam macht.

Der „Opre Roma Month“ des Europa­rats ist eine Initia­tive, die darauf ab­zielt, „den Beitrag der Sprache, Kultur und Geschichte der Roma zum euro­päi­schen Erbe und kultu­rellen Reichtum zu wür­digen“ und gleich­zeitig auf fort­beste­hende Dis­kriminie­rung auf­merk­sam zu machen. Von 1. bis 30. April 2026 bündeln zahl­reiche Institu­tionen europa­weit Ver­anstal­tungen, Aus­stel­lun­gen und Bildungs­pro­jekte.

Der Europarat eröffnete den Roma-Aktionsmonat mit der Ausstellung „Holocaust der Seele“ des tsche­chischen Roma-Künstlers Zdeněk Daniel. Die Ver­anstal­tung wurde be­gleitet von einem Auftritt der Roma-Band Djiben (Tzigane céleste) und einen offi­ziellen Empfang. Die Eröff­nung des Roma-Monats fand im Rahmen der 50. Sitzung des Kon­gresses der Gemeinden und Regionen statt.

Die Veranstaltungen (hier finden Sie die Programm-Über­sicht) reichen von Podiums­dis­kus­sionen und Film­vor­führun­gen bis hin zu Konzerten und Work­shops. Beson­ders im Fokus stehen dabei Stimmen von Roma selbst, die ihre Per­spektiven ein­bringen und so zu einer differen­zierteren öffent­lichen Wahr­nehmung bei­tragen. Mit den Ver­anstaltun­gen be­­zweckt der Europarat laut eige­nen Angaben:

  • das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit in allen Mitglied­staaten für die Belange der Roma und Traveller zu schärfen;
  • eine Dynamik zu schaffen und diese zu nutzen, um strate­gische Partner­schaften zu initi­ieren und neu zu beleben, die zur Inklu­sion der Roma und Traveller bei­tragen;
  • die Sichtbarkeit des Themas zu erhöhen und das Bewusst­sein für die Belange der Roma und Tra­veller bei der Ständi­gen Ver­tretungen beim Europa­rat zu schärfen;
  • die Sichtbarkeit des Sektors und der zwischenstaat­lichen Ein­richtung ADI-ROM inner­halb des Europa­rates zu erhöhen;
  • Geschichte, Sprache und Kultur als wirksame Instrumente zu fördern, um Wissen zu teilen, Anti­ziganis­mus zu be­kämpfen und Stolz und Iden­tität zu stärken.”

Koordiniert wird die Initiative durch das Roma-Expertengremium des Europarats ADI-ROM in Kooperation mit zahl­reichen Partner-Institu­tio­nen und -Orga­nisatio­nen, auf euro­päischer Ebene ebenso wie in meh­reren Mitglied­staaten. Ein beson­derer Zu­sammen­hang besteht mit der „EU Roma Week“, die vom 20. bis 23. April in Brüssel und Straßburg statt­finden wird. Die Ver­anstal­tun­gen der Roma-Woche der Euro­päi­schen Union sind zu­gleich Bestand­teil des „Opre Roma!“-Monats 2026.

Kernstück des Roma-Monats ist der Inter­natio­nale Roma-Tag am 8. April, der an den ersten Weltkon­gress der Roma 1971 erinnert und als zentra­les Datum der Roma-Bürger­rechts­bewe­gung gilt. Read the rest of this entry »