Einrichtungen

Jahrestagung des Forum4Burgenland

März 23rd, 2024  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 22.3.2024 | 7:20 min

Durchgängiges Lernen der Volksgruppensprachen – Flogos­ke­re grup­nen­gere tschib­tscha min­dig te siklol

O Forum schtar Burgenland uso talalinipe Sikadipe schtar Burgen­land but tschib­tschen­gero vakeripe Tikne Martonate akartscha. Ando fokos le talali­ni­pestar terdschol ada bersch i tema le flogos­kere tschib­tschendar ando sikadipe ando Burgenland – usar i tscha­vengeri bar dschi usi matura. O talali­nipe kesdinel jeke pilot­projek­tiha la badar­kijatar Andrea Bicsar pedar „Natürlich mehrsprachig“ andi koja elementar­pedagogik. Paloda o nevo sikadipeskero projekto „mi4mi“la Karin Gregorichatar, Susanne Huber taj Elena Steiger angle­tertschar­do ulo. Jek inter­aktivi materi­jalen­gero workshop le khero­da­schenge angle tertschardo ulo. O ar kertscha le ada­bersches­kere talali­ni­pestar „Csörge“ le burgen­landi­tike ungrike kulta­rekere faraj­nistar, i flogos­keri kheli­peskeri grupn taj i Tamburizza le duj tschib­tschen­gere gim­nasiju­mistar Erba, telal o schero le magis­ter­kijen­dar Marianne Seper taj Stefanie Karall.

Das Forum4Burgenland ist ein Bildungsforum der Privaten Päda­go­gi­schen Hochschule Bur­gen­land (PPH Burgenland), der Bildungs­direk­tion Burgenland und der burgen­län­di­schen Volks­gruppen der Burgen­land­kroaten, Roma und Ungarn. Es wurde 2019 mit dem Ziel ge­gründet, die Volks­gruppen­sprachen in der öffent­lichen Wahr­nehmung sicht­barer zu machen, sie im Bildungs­bereich zu stärken bzw. die bereits be­ste­hende Zu­sammen­arbeit zu vertiefen und zu insti­tutio­na­li­sieren. Dabei werden Synergien u.a. für die Er­stellung von Schulbüchern, Unter­richts­behelfen und gemein­samen Publika­tionen sowie deren Evaluie­rungen in Forschungs­pro­jekten genutzt. Ebenso werden die Nutzung von Förderungen für ge­mein­same Projekte sowie die Ko­operation bei öffent­lichen Ver­anstaltun­gen inten­siviert. Bezug­nehmend auf die vier Sprachen des Burgen­landes wurde der Name „Forum4­Bur­gen­land“ für das Forum gewählt. Die Jahres­tagung 2024 fand am 21. März in Eisenstadt statt.

Bereits am 16. März 2024 lud die Private Pädagogische Hochschule Burgenland alle In­teres­sierten ein, sich über ihre Lehramts­studien zu infor­mieren. Die Be­su­cher:in­nen hatten die Gelegen­heit, sich aus erster Hand über Lehramts­studien, Anmelde­modali­täten und Berufs­möglich­keiten zu er­kundigen. Read the rest of this entry »

ZARA veröffentlicht Rassismus-Bericht 2023

März 21st, 2024  |  Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

ZARA-Rassismus-Report 2023Der Verein ZARA – Zivilcourage und Anti-Ras­sis­mus-Ar­beit ver­öf­fent­licht sein­en Rassis­mus-Re­port für das Jahr 2023 (→Down­load). Die darin ent­hal­te­nen Zahlen wei­sen einen An­stieg des Bedarfs an inten­si­ver Be­ra­tung bei Be­trof­fenen von Rassis­mus auf. Die Lösung für die darunter­lie­gende struk­tu­rel­le Proble­ma­tik ist ein ganz­heit­li­cher Natio­naler Ak­tions­plan gegen Rassis­mus.

Rassismus in Österreich

ZARA dokumentierte für das Jahr 2023 insgesamt 1.302 Meldungen von Rassismus mit einem immer noch alar­mierend hohen Anteil an Online-Fällen (58 %). Die Fall­meldun­gen reichen von rassisti­scher Polizeigewalt bis hin zu Dis­kriminie­rung im Bildungs­system, unter­streichen die Not­wendig­keit struktu­reller Ver­änderungen und betonen, dass Rassismus nicht nur ein indivi­duelles, sondern ein gesell­schaft­liches Problem darstellt. Das erklärt, warum nicht die Rassismus-Mel­dun­gen an ZARA jährlich steigen, sondern der Bedarf an intensiver Beratung. Ins­gesamt haben ZARA-Be­rater*in­nen 1708-mal Be­trof­fene beraten. Indivi­duelle Beratun­gen via E-Mail (52 %) und Telefon (37 %) sind be­sonders beliebt – gefolgt von per­sönlichen Beratungen und Be­gleitun­gen (8 %). Ins­gesamt setzte ZARA daraufhin 702-mal rechtliche Maßnahmen und andere Inter­ven­tionen. ZARA-Ge­schäfts­füh­rerin Rita Isiba hebt hervor: „Um die Politik für einen anti­rassisti­schen Wandel zur Ver­antwortung zu ziehen, müssen wir zunächst den syste­mischen Charakter des Rassismus und die Art und Weise, wie es jeden Aspekt unserer Gesell­schaft durch­dringt, er­kennen.“

Ein Aufruf zum Handeln

Deshalb setzt sich ZARA seit Jahren für die Umsetzung eines Nationalen Aktionsplans gegen Rassismus (NAP) ein und hat in diesem Sinne unter­schied­liche An­strengun­gen unterstützt, die dies ein­forderten. Der NAP zielt darauf ab, die Sicherheit und Unter­stützung für Betroffene zu ge­währ­leisten, Gleich­behand­lung und Gerechtigkeit zu fördern, Teilhabe und Re­präsen­ta­tion zu er­möglichen, und ein umfas­sendes Verständnis für die Aus­wirkungen von Rassismus zu schaffen. Read the rest of this entry »

Katholische Roma-Seelsorge in Deutschland

März 16th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Religion

Marienaltar bei der Sinti-Wallfahrt in Oberlöstern (Saarland). Die Wallfahrt wird seit 1996 jährlich von der Sintiza Maria Hoffmann (re.) organisiert (Foto Ulrike Peters, Deutsche Bischofskonferenz) . Deutschland: Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen

→Geschichte, Aufgaben und Tätigkeitsfelder (PDF)

Die „Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen“ im Auftrag der Deutschen Bischofs­konfe­renz mit einer eige­nen Dienststelle in Bonn ist seit 1965 deutsch­land­weit für die Organi­sa­tion der Seelsorge der Roma, Sinti und ver­wandten Gruppen und der sich daraus er­geben­den Aufgaben zu­ständig.

Initiiert wurde die Gründung der Dienststelle 1965 durch das Treffen von Papst Paul VI. mit Roma wäh­rend einer Roma-Wall­fahrt im selben Jahr und seinen Appell einer beson­deren Fürsorge für die Roma. 1955 fand die erste Sinti-Wallfahrt in Deutsch­land in Illingen statt, die [...] von dem späteren ersten Na­tional­seel­sorger Arnold Fortuin begleitet wurde.

Die „Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Grup­pen“ nimmt die Kultur und Werte von Roma und Sinti in den Blick. Dabei ver­steht sie sich als „Kirche unter­wegs“ bzw. „Geh-hin-Kirche“, welche mit­geht und die Men­schen dort begleitet, wo zumin­dest auf Zeit ihr Lebens­mittel­punkt ist. Das be­deutet in der Praxis vor allem die Beglei­tung der Wallfahrten sowie Taufen, Erst­kommunion und Beerdigungen. Aufgabe sind aber ebenso die Wissens­ver­mittlung und Aufklärung über Kultur, Geschichte sowie vor allem über die Verfolgung in natio­nal­sozialis­ti­scher Zeit und Antiziganismus mit Vorträgen und einer Ausstellung, um so Dis­krimi­nierung und Vor­urteilen in der Gesell­schaft ent­gegen­zu­wirken. Auch die Teilnahme am gesell­schaft­lich-po­li­ti­schen Diskurs wie z. B. Gedenk­ver­anstal­tungen gehören zum Tätigkeits­feld. Read the rest of this entry »

SozialMarie: Roma-Projekte 2020 bis 2023

März 9th, 2024  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen

SozialMarie: Preis für vorbildhafte ProjekteSozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekte be­fas­sen sich mit Roma. In den letz­ten Wo­chen stel­l­ten wir Ihnen eini­ge dieser Ini­tia­tiven vor. Hier noch einmal ein Über­blick über die nomi­nier­ten bzw. prä­mierten Roma-Pro­jekte aus den Jah­ren 2020 bis 2023:

„Community Roma Doula Service“ (Ungarn)

„Career Path“ (Ungarn)

„Invisible Study Hall“ (Ungarn)

„Childhood to Children“ (Slowakei)

„Inclusive Kindergartens“ (Ungarn)

„Museum of Personal Stories“ (Kroatien)

„Projekt DOM.ov“ (Slowakei)

„Schritt für Schritt“ (Slowakei)

„From Us to You Extra“ (Ungarn/Slowakei)

„EduBox“ (Slowakei)

„Banyaerdő – Social Enterprise“ (Ungarn)


„Banyaerdő – Social Enterprise“ (Ungarn)

Februar 22nd, 2024  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Frauenrechte

2020 nominiert: das ungarsiche Projekt Banyaerdő (Foto: Banyaerdő)SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekte be­fas­sen sich mit Roma. Wir stel­len Ihnen eini­ge dieser Ini­tia­tiven vor:

Das Beschäftigungspro­jekt „Banyaerdő“ stellt Pro­dukte aus den natür­­li­chen Res­sour­­cen des länd­­lichen Dencsháza in Ungarn her. Damit wird insbesondere Roma-Frauen ohne Zu­gang zum Arbeits­markt ein Ein­kommen zu fairen Löhnen er­mög­licht. Das Pro­jekt war für die SozialMarie 2020 nominiert.

Projektträger: Udvarom Szociális Szövetkezet

Herausforderung: Frauen in Dencsháza (Süd­un­garn) sind aufgrund begrenzter Berufs­aus­bildungs- und Bildungs­mög­lich­keiten vom ersten Arbeits­markt aus­ge­schlos­sen. In margi­nali­sierten Dörfern und länd­lichen Gemein­den gibt es nur sehr wenige Be­schäf­tigungs­mög­lich­keiten außer­halb des natio­nalen öffent­lichen Arbeits­programms. Auch die lokalen Unter­nehmen haben nur begrenzt Zugang zum Markt außer­halb ihrer Dörfer und Regionen.

Idee: Banyaerdő verbindet lokales Fachwissen, um Produkte aus den natür­lichen Ressour­cen des länd­lichen Dencsháza her­zu­stellen und auf städtischen Märkten zu ver­kaufen. Wir arbeiten im Einklang mit der Gemein­schaft und den natürlichen Res­sourcen des Land­kreises Baranya. Unsere Produkte werden in den Wäldern und auf den Feldern des Dorfes her­ge­stellt und ge­sammelt. Unser Geschäfts­modell gewähr­leistet faire Löhne und eine gleich­berech­tigte Partner­schaft zwi­schen den Akteu­ren der Ge­meinde.

Akteur*innen: Die Zielgruppe des Projekts sind sozial marginali­sierte Com­munitys, ins­beson­dere Roma-Frauen. Banyaerdő arbeitet seit vielen Jahren mit dieser Gemein­schaft im Rahmen von örtlichen Com­muni­ty-Buil­ding-Pro­jek­ten zusam­men. Unser Team und unser Pro­gramm ko­operie­ren mit der Gemein­de und den Schulen von Dencsháza sowie dem Mecsekerdő-Na­tio­nal­park zu­sammen.

Wirkung: Innerhalb von weniger als einem Jahr nach dem Start von Banyaerdő haben wir unsere Produkte zu einer Marke ent­wickelt und sie in Budapest verkauft. Wir schlossen auch Partner­schaften für den Groß­handel mit unseren Pro­dukten direkt mit Miche­lin-Ster­ne-Res­tau­rants. Read the rest of this entry »

„EduBox“ (Slowakei)

Februar 16th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

Projekt EduBox, Slowakei (Foto: EduBox)SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekte be­fas­sen sich mit Roma. Wir stel­len Ihnen eini­ge dieser Ini­tia­tiven vor:

2021 war das Projekt EduBox aus der Slowakei für die SozialMarie nominiert. EduBox unterhält ein Nachhilfezentrum und sorgt mit­hilfe Frei­williger aus einem Gym­nasium in Bratislava für Lern­hilfe, Betreu­ung und Freizeit­akti­vi­täten für Roma-Kinder. Das Projekt bringt dabei Gymnasial­schüler aus der Stadt und Roma-Kinder aus der klei­nen Ge­mein­de Lozorno zu­sammen.

Projektträger: The Path of the Youth (Cesta mladých)

Herausforderung: EduBox bekämpft die Ungleichheit in der Bildung durch gemein­schaft­liche Inter­ventio­nen zwi­schen Roma- und Nicht-Ro­ma-Ge­mein­schaften in der Slowakei. Nur 51 % der Roma-Kin­der setzen ihren Bildungsweg bis zur Sekundar­schule fort. Dies hat negative Auswirkungen auf ihr Leben und ihre Zukunfts­chancen. EduBox geht auch gegen Rassismus und Fremden­feind­lich­keit gegen­über der Roma-Min­der­heit vor.

Idee: EduBox gründete ein Nachhilfe­zentrum, um Roma-Ju­gend­li­che aus Lozorno und Gym­nasias­ten aus Bratislava zu­sammen­zu­bringen. Wir bieten Nachhilfe­unter­richt und außer­schuli­sche Akti­vitäten an und bereiten kleine Kinder auf den Kindergarten vor. Wir bauen Ver­trauen auf, indem wir Bezie­hungen zu Roma-Ge­mein­schaften auf­bauen.

Akteur*innen: Wir arbeiten mit Kindern aus der Roma-Ge­mein­schaft in Lozorno und Schülern des zwei­sprachi­gen „C.S. Lewis-Gym­na­si­ums“ in Bratislava. Die Schülerin­nen und Schüler des Gymna­siums unter­richten und betreuen Roma-Kinder und orga­nisieren Akti­vitäten. Zu den EduBox-Frei­willigen gehören auch Lehrer und Mitglieder der Roma-Ge­meinschaft in Lozorno. Die Gemeinde Lozorno leistet auch finan­zielle Unter­stützung für den Unterhalt des kom­mu­nalen Lern­zentrums.

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„From Us to You Extra“ (Ungarn, Slowakei)

Februar 12th, 2024  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

From Us to You Extra (Foto: Tőlünk Nektek vis SozialMarie)SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekte be­fas­sen sich mit Roma. Wir stel­len Ihnen eini­ge dieser Ini­tia­tiven vor:

Eines der für die SozialMarie 2021 nominierten Projekte ist „From Us to You Extra“ („Tőlünk Nektek Extra“) aus Ungarn, das auch in der Region Bratislava in der Slowakei imple­men­tiert wurde. Das Pro­gramm ver­folgt einen Peer-to-Peer-An­satz für Jugend­liche, die selbst ge­stärkt werden, indem sie an­deren benach­teilig­ten Gemein­schaften helfen.

Projektträger: Élményakadémia Közhasznú Egyesület (Academy of Experience Pub­lic Be­ne­fit As­so­ci­ation)

Herausforderung: Soziale Ausgrenzung, schlechte Lebens­bedin­gungen und be­grenzte Chancen machen be­nach­teiligte Jugend­liche anfällig für Bildungs­lücken. Die Aus­grenzung, Segre­gation, Margi­na­li­sie­rung und Dis­krimi­nie­rung, mit denen diese Jugend­lichen kon­fron­tiert sind, bringen sie in die Gefahr von Krimi­nalität und schweren Ab­hän­gig­keiten.

Idee: „From Us to You Extra“ („Tőlünk Nektek Extra“) ist ein erfah­rungs­basie­rter und Peer-to-Peer-Lern­pro­zess, der über mehre­re On­line-Mo­dule orga­nisiert wird. Benach­tei­ligte Jugend­liche üben berufliche und lebens­prak­tische Fähig­keiten, indem sie anderen be­nach­teilig­ten Gemein­schaften helfen. Das Programm be­wahrt sie vor Schul­abbrü­chen und anderen lebens­ver­ändern­den Ent­schei­dungen.

Akteur*innen: Wir arbeiten mit benach­teilig­ten Jugend­lichen im Alter von 12 bis 30 Jahren aus Ungarn, der Slowakei, Rumänien und Schweden. Diese jungen Men­schen leben in Heimen, in extremer Armut oder gehören zu Roma-Ge­mein­schaf­ten. Be­nach­tei­lig­te, trau­ma­ti­sierte Jugend­liche werden von Gleich­altrigen mit ähn­lichem Hinter­grund an­ge­sprochen und nicht von er­wach­senen Experten.

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„Schritt für Schritt“ (Slowakei, 2021)

Februar 8th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

eduRoma: ausgezeichnetes Bildungspojekt in der Slowakei (Foto: eduRoma)SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekte be­fas­sen sich mit Roma. Wir stel­len Ihnen eini­ge dieser Ini­tia­tiven vor:

Das Siegerprojekt „Schritt für Schritt“ („O krok pokrok“) bot benach­tei­lig­ten Ro­ma-Schü­lerin­nen und -Schü­lern in merheren Gemeinden in der Region Prešov/Slo­wa­kei wäh­rend der Pan­demie Nach­hilfe und Men­toring an, um den Kontakt zur Schule und zum Unter­richt auf­recht­zu­er­hal­ten. Das Pro­jekt wurde 2021 aus­ge­zeichnet.

Projektträger: eduRoma – Roma Education Project

Projektpräsentation 2021:
Herausforderung:
„Schritt für Schritt“ („O krok pokrok“) ist ein Kultur- und Bildungs­pro­gramm, das von Roma und Pro-Ro­ma-Ak­ti­vis­ten von eduRoma während der CO­VID-19-Pan­de­mie ge­gründet wurde. Laut der edu­Roma-Um­frage „How to stay close at dis­tance“ nahmen bis zu 70 % der Roma-Schü­lerin­nen und -Schüler nicht an On­line-Fern­kur­sen teil, und 60 % hatten wäh­rend der Pandemie keinen Kontakt zu ihren Lehr­personen.

Idee: „Schritt für Schritt“ bietet Nachhilfe und Mento­ring für Roma-Kin­der an, um ihren lang­fristigen Bildungs­erfolg wäh­rend der Pandemie zu gewähr­leisten. „Schritt für Schritt“ bietet Schu­lungen für Lehrer und Sozial­arbeiter an. Wir teilen unsere Er­fahrun­gen mit staat­lichen Institu­tio­nen, um gesetz­liche und syste­mati­sche Maß­nahmen zu ver­bessern.

Akteur*innen: Wir unterstützen 80 Schüler*innen aus Roma-Ge­mein­schaf­ten im Alter von 6 bis 16 Jahren. 12 Mentor*in­nen betreuen und fördern diese jungen Schüler*in­nen. Auch Lehr­personen und die Eltern der Kinder werden in das Programm ein­bezogen. Außer­dem infor­mieren wir die Öffent­lichkeit über die Un­gleich­heiten, von denen die Roma-Ge­mein­schaft be­troffen ist, indem wir in den Medien über das Projekt berich­ten. Read the rest of this entry »

„Projekt DOM.ov“ (Slowakei)

Februar 2nd, 2024  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Der Weg zum Eigenheim: Projekt Domov in der Slowakei (Foto: Projekt DOM.ov)SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekte be­fas­sen sich mit Roma. Wir stel­len Ihnen eini­ge dieser Ini­tia­tiven vor:

Das „Projekt DOM.ov“ („Projekt Zu­hau­se/Ei­gen­heim“) ermöglicht margina­li­sier­ten Roma in der Slo­wa­kei, mittels Mikro­krediten und Unter­stützung zu einem Eigen­heim zu gel­angen, das die Fami­lien selbst er­richten. Das Pro­jekt wurde 2020 mit dem 1. Preis aus­­ge­zeichnet.

Projektträger: Marián Zeman (Website)

Herausforderung: Den Roma-Gemeinschaften in der Slowakei fehlt es an sicherem Wohn­raum und an den finan­ziel­len Mitteln für den Erwerb eines Eigenheims. Das Pro­jekt DOM.ov („Pro­jekt Zuhause/Ei­gen­heim“) unter­stützt Familien und Einzel­per­sonen aus mar­gi­nali­sierten Roma-Ge­mein­schaf­ten bei der Finan­zierung, dem Bau und dem Erwerb von Wohn­eigentum durch Mikro­kredite, um die gene­ra­tio­nen­über­grei­fende Armut zu be­enden.

Idee: Das Ziel von Projekt DOM.ov ist es, margina­li­sierten Gemein­schaften Zugang zu integra­tivem Wohnraum zu ver­schaffen. Das Projekt zielt auf die sozialen und finan­ziellen Hinder­nisse ab, die Familien aus Roma-Ge­mein­schaf­ten den Zugang zu an­ge­mes­se­nem Wohnraum er­schweren. Mit der Unter­stützung lokaler Ge­meinden berät Projekt DOM.ov mar­gina­lisierte Familien beim Zugang zu finan­zieller Unter­stützung, beim Erwerb von Grund­stücken und beim Bau und Besitz ihres neuen Zu­hauses.

Akteur*innen: Die wichtigsten Akteur*innen sind die Klienten/Bau­herren und ihre Familie. Auch die Gemein­den und ihre Re­prä­sen­tan­ten spielen eine Schlüssel­rolle bei der Organi­sation der Projekt­um­setzung in ihren Dörfern. Das viel­fältige Team von Sozial­arbeitern des Projekts DOM.ov unter­stützt sowohl die Klienten als auch die Gemeinden. Die Slovenská sporiteľňa bank (Slowa­ki­sche Sparkasse der Erste Bank Gruppe) er­mög­licht den Zugang zu Mikrokrediten zur Finan­zierung des Baus der neuen Häuser.

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„Museum of Personal Stories“ (Kroatien)

Januar 29th, 2024  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen

„Museum of Personal Stories“ (Kroatien)SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekte be­fas­sen sich mit Roma. Wir stel­len Ihnen eini­ge dieser Ini­tia­tiven vor:

Das Projekt „Museum of Personal Stories“ („Muzej osobnih priča“) in Osijek sam­melt und prä­sen­tiert die per­sön­li­chen Ge­schich­ten der im Osten Kroatiens le­benden Min­der­heiten. Das Projekt war no­miniert für die So­zial­Marie 2022.

Projektträger: Fantastično dobra institucija – FADE IN

Herausforderung: Während Armut und sozialer Un­gleich­heit zu­nehmen, sieht sich die kroatische Gesell­schaft auch mit wach­sendem Natio­na­lis­mus und Dis­krimi­nie­rung von Migranten und Flücht­lingen kon­fron­tiert. Diese Folgen haben die größten Aus­wirkun­gen auf die am stärksten Aus­ge­grenz­ten in der Gesell­schaft – Minder­heiten und be­nach­tei­ligte Ge­mein­schaften.

Idee: Das „Museum der persönlichen Geschichten“ ist ein Ausstellungs­raum, der die Geschichten der im Osten Kroatiens lebenden Minder­heiten sammelt und auf­bewahrt. Es wurde aus dem Bedürfnis heraus ge­gründet, tief ver­wur­zelte Vorurteile gegen­über Minder­heiten in unseren Gemein­schaften zu be­kämpfen. In der Aus­stellung werden anhand von Foto­grafien, Objekten und Doku­mentar­filmen ver­schiedene Er­zählungen aus der Gemein­schaft prä­sentiert.

Akteur*innen: Unser Schwerpunkt liegt auf ethnischen Min­der­heiten und mar­gina­li­sierten Gemein­schaften. Das Projekt ar­beitet eng mit Ak­teur*in­nen aus der Gemein­schaft zusam­men, die an der Forschung und der Pro­duktion beteiligt sind, und es hilft uns, Kontakte zu knüpfen und Vertrauen auf­zu­bauen. Die Mit­glieder der Gemein­schaft führen auch Akti­vitäten des Museums durch und ver­breiten die Grund­werte und Ziele des Museums.

Wirkung: Persönliche Geschichten ermögli­chen es uns, die Welt um uns herum besser zu ver­stehen. Minder­heiten haben selten die Mög­lichkeit, öffent­lich über sich selbst zu sprechen. Durch das Erzählen von Ge­schichten erhalten sie nicht nur eine Stimme, sondern helfen der Öffent­lichkeit auch, Stereotypen ab­zu­bauen, indem sie über univer­selle Themen sprechen. Read the rest of this entry »