Internet & Blogothek

Facts & Figures (149)

Dezember 13th, 2016  |  Published in Facts & Figures, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte

80% der Bei­trä­ge in tsche­chi­schen On­line-Fo­ren, die sich mit Ro­ma be­fas­sen, sind ne­ga­tiv. 2014 wa­ren es nur 65%.

(Quelle)

Unterrichtsmaterialien: Romane Thana

Oktober 20th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung

Romane Thana„Romane Thana“ gibt Ein­blicke in die Lebens­situa­tion von Roma und Sinti in Öster­reich und erzählt deren Ge­schich­te und Ge­schich­ten.

Auf Basis der erfolgreichen Ausstellung Romane Thana – Orte der Roma und Sinti (2015 im Wien Museum, der­zeit noch bis 13. No­vem­ber im Pro­jekt­raum der Landes­gale­rie Burgenland) wur­den Materialien für den Un­ter­richt er­stellt, um Schü­ler/in­nen ab der 5. Schul­stufe die Ge­schich­te und Lebens­wirk­lich­kei­ten von Roma/Rom­nija und Sinti/Sin­tize näher zu brin­gen. www.romane-thana.at unter­stützt Lehrer/in­nen da­bei, diese The­men im Unterricht zu be­han­deln. Die Seite bie­tet einen Über­blick über die Aus­stel­lung, Ver­mittlungs­texte, Er­klä­run­gen für Lehrende, Arbeits­blät­ter, Stun­den­bilder, einen Metho­den­katalog und ein aus­führ­li­ches Le­xi­kon. Das Unter­richts­mate­rial kann in vielen Va­rian­ten, ins­beson­dere in den Fächern Geschichte und Sozial­kunde/Po­li­ti­sche Bil­dung, Geografie und Wirt­schafts­kunde und Deutsch, bzw. auch fächer­über­grei­fend ver­wen­det werden.

Das Projekt wurde von Romano Centro in Kooperation mit der Initia­tive Min­der­hei­ten, dem Wien Museum, dem Landes­museum Burgenland und dem Kultur­ser­vice Bur­gen­land im Auftrag des Bun­des­ministe­riums für Bildung durch­ge­führt.

(Text: Romano Centro)

Neue Online-Plattform: Mitreden!

September 29th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Politik

Dialogplattform 2013 zum Thema "Zugang zu Bildung" (Foto: Georg Stefanik, BKA)Österreichische Roma-Dialog­plattform star­tet On­line-Por­tal: Um­fra­ge – Ihre Mei­nung zur Roma-In­klusion in Ös­ter­reich

Durch den EU-Rahmen für Natio­nale Stra­te­gien zur Integra­tion der Roma bis 2020 sind die Mitglied­staa­ten der Euro­päi­schen Union auf­ge­for­dert, die aktive Einbindung der ge­sam­ten Roma-Zivilgesellschaft in die Um­setzung der na­tio­na­len Roma-Strategien zu för­dern. Die österreichi­sche Natio­nale Roma-Kontaktstelle im Bun­des­kanz­­ler­amt hat zu diesem Zweck im Juni 2012 eine Roma-Dialog­platt­form ge­schaf­fen. Mit einem neuen Online-Portal, das am Mitt­woch prä­sen­tiert wurde, möch­te die Natio­nale Roma-Kontakt­stelle nun die Mög­lich­keit geben, sich direkt an der Weiter­ent­wick­lung der öster­rei­chi­schen Roma-Strategie zu be­tei­li­gen. Die Kontakt­stelle lädt vor al­lem An­ge­hö­rige der Volks­gruppe ein, bei einer Umfrage Vor­schlä­ge zu den Berei­chen Wohnen, Arbeits­plätze und Soziales ein­zu­brin­gen. Zwei Monate lang haben Interes­sierte Ge­legen­heit, auf dem Online-Por­tal Fragen zu be­ant­wor­ten, etwa zum Hand­lungs­be­darf in den Berei­chen Bildung, Gesundheit und Be­kämp­fung von Diskri­mi­nie­rung. Auch das Strategiepapier kann on­line dis­ku­tiert wer­den. Im Fol­gen­den der Aufruf der Roma-Kon­takt­stelle:

Teilen Sie uns mit, welche Erwartungen Sie an die öster­rei­chi­sche Roma-Stra­te­gie haben. Wir möch­ten wis­sen, wel­che Themen Sie be­son­ders be­we­gen, wo Sie Ent­wick­lungs­poten­tial se­hen und wie Inklusion am wirk­sams­ten er­reicht wer­den kann: Read the rest of this entry »

Virtujeli gondolipeskero than Kemetate

September 21st, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek

Plakat in Kemeten (Foto: VHS Roma)I sudburgenlanditiki gemajnde Kemeta imar but ber­scha le op­fe­ren­ge na use mukel jek gon­do­li­pes­keri tab­lina le Ro­men­ge, save le naci­jen­dar ledschim taj mur­dar­de ule, upre te terdscha­rel. Akan jek gon­do­li­pes­keri ini­ci­ja­tiva ando internet upro Roma Ke­me­tatar, save mur­dar­de ule, pal gon­do­li­pe te ke­rel.

200 dschene andar i tikni gemajnde Kemeta (be­cirk Erba) le naci­jo­nal­soci­ja­lis­ten­dar ledschim ule, kaj on Ro­ma si­na. Tschak pantsch Roma pal o ar le Dujte The­mes­kere Ha­bu­ristar 1945 Ke­me­tate pal ale. Pe­dar 70 berscha i ge­majn­de Kemeta meg min­dig jek upre terdscha­ji­pe jeka gon­do­li­pes­kera tab­li­na­tar le pal­gon­do­li­peske na use mukel. So andi Tikne Simeha, Neudörfl, Mattersburg vaj Tikne Bos­lina schaj ker­do ulo, up­ro kiva­nipe la flo­gos­kera grup­na­tar jek than te la­kel, kaj on bokreti taj mo­meltscha otscha schaj tschin, la ge­majn­de Ke­me­take, sar ar ditschol, ba­ro proble­mo ke­rel. O biro Johann Nussgraber (SPÖ) imar but ber­scha i skulp­tura la in­for­ma­ci­ja­kera tab­li­na­tar na up­re te terdscha­rel mu­kel. Imar desch ber­scha ando „Bauhof“ la ge­majn­de­ja­tar li pasch­lol. Aja koja na latschi­pe kerel, phen­do ol ando ge­majn­de­ja­kero birov­tschago.

Kaj schaj upro Roma Kemetate pal gondo­lim ol, akan jek vir­tu­je­li gon­do­li­pes­kero than del: fat­re­ter­tscha le faraj­nis­tar Refugius ando keri­pe le pro­jek­tos­tar „gon­do­li­pes­kero drom“ ando khe­tan butscha­li­nipe Ro­men­gere fatre­te­ren­ca kerdo lo ulo. „Af­ka akan ka­maha te pro­ba­li­nel, o kiva­nipe le tschu­le Ro­men­dar, save prik atschi­ne jek than le gon­do­li­pes­ke taj jek cajchn gejng o po­bis­te­ripe te del.“

Read the rest of this entry »

Turin: Web-Nachrichten für Roma

September 17th, 2016  |  Published in Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Medien & Presse

tgROM (Foto: Idea Rom)In Italien ging mit „TgROM Piemonte“ Anfang Mai erstmals ein Internet-Nachrichten­pro­gramm von und für Roma auf Sen­dung. In­zwi­schen wur­den be­reits 20 Aus­gaben des Nach­rich­ten­for­mats ver­öf­fent­licht.

Finanziert wird das Programm, als eines von 15 aus­ge­wähl­ten Jugend­pro­jek­ten, mit 21.000 Euro durch die Turiner Stif­tung Compagnia di San Paolo. Für die Rea­li­sie­rung ihres Medien­pro­jekts konn­te die Tu­ri­ner Roma-NGO „Idea Rom“ auf kom­pe­ten­te Unter­stützung aus der Me­dien­bran­che zäh­len. Mit an Bord ist als Pro­jekt­part­ner die On­li­ne-Tages­zei­tung Nuovasocietà. Den Eh­ren­schutz hat die Region Piemont über­nom­men.

Ein Einführungskurs in Videojournalismus be­rei­tet die jugend­li­chen Mit­wir­ken­den aus der Roma-Com­mu­nity auf ihre Auf­gabe vor. Schon vor Sen­dungs­beginn hat sich im Februar ein Dutzend jun­ger Roma zwi­schen 14 und 25 Jahren für die Teil­nahme ge­mel­det. „Un­ser Ziel ist es, zu er­reichen, dass die Jugend­li­chen selbst zu Pro­ta­go­nis­ten des Wan­dels wer­den“, erklärte Luca Remmert, Vor­sitzen­der von Com­pagnia di San Paolo, gegen­über der italie­ni­schen Presse. Read the rest of this entry »

Virtueller Gedenkort für Kemeten

September 11th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek

Plakat in Kemeten (Foto: VHS Roma)Die südburgenländische Gemeinde Kemeten ver­wei­gert den Opfern des NS-Völker­mords an den Roma seit Jah­ren eine Gedenk­tafel. Nun er­innert eine Gedenk­initia­tive im Inter­net an die er­mor­de­ten Ro­ma von Kemeten.

An die 200 Einwohner der kleinen Gemeinde Kemeten (Be­zirk Oberwart) wur­den von den National­so­zia­lis­ten de­por­tiert, weil sie Roma waren. Nur fünf von ihnen kehr­ten nach der Be­frei­ung 1945 nach Ke­me­ten zu­rück. Über 70 Jahre spä­ter wei­gert sich die Ge­mein­de wei­ter­hin, mit einer Ge­denk­tafel an sie zu er­in­nern. Was etwa in Kleinpetersdorf, Neudörfl, Mattersburg oder Kleinbachselten mög­lich war (siehe das Gedenk­tafel­projekt un­se­res Vereins Roma-Ser­vice), näm­lich dem Wunsch der Volks­gruppe nach einem Platz für ihre Blumen und Ker­zen zu ent­spre­chen, stellt für die Ge­meinde­obe­ren von Ke­me­ten of­fen­bar ein un­über­wind­li­ches Hin­der­nis dar. Seit 2006 liegt zwar auch in Ke­me­ten ein Ge­mein­de­rats­be­schluss vor, wo­nach ein Denk­mal er­rich­tet wer­den soll, das neben­bei (auf einer von ins­ge­samt 15 Tafeln zur Orts­ge­schich­te) auch der Roma ge­denkt – pas­siert ist seit­her aber nichts (siehe: Die Schande von Kemeten). Bür­ger­meister Johann Nussgraber (SPÖ) ließ die Skulp­tur mit den In­for­ma­tions­tafeln nie auf­stellen. Seit zehn Jah­ren la­gern sie nun im Bauhof der Ge­meinde. Die Sache sei zu heikel, hieß es dazu aus dem Ge­meinde­amt.

Um dennoch an die Roma in Kemeten erinnern zu kön­nen, gibt es jetzt eine „virtuelle“ Gedenk­stätte: Ver­treter des Vereins Refugius haben sie im Rahmen des Pro­jekts „Gedenkweg“ in Zu­sam­men­ar­beit mit Roma-Ver­tre­tern ini­ti­iert: „Der Gedenkort in der dieser Form wurde notwen­dig, weil die Mehr­heit der poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gerIn­nen der Ge­mein­de Keme­ten einen rea­len Gedenk­ort mehr­mals ab­ge­lehnt ha­ben“, heißt es hier­zu auf der Web­site. „Auf diese Weise ver­suchen wir, dem Wunsch der we­ni­gen Hinter­blie­benen nach einem be­schei­de­nen und würde­vol­len Raum für Ge­den­ken und Ge­danken ge­recht zu wer­den und ein Zei­chen gegen das Ver­gessen und Tot­schwei­gen zu setzen.“ Read the rest of this entry »

„Roma Invasion“ & die Hassposter

Januar 19th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Im Spätsommer 2012 fuhren rund 30 Roma-Jugendliche aus den Frei­bur­ger Flüchtlings­wohn­heimen für eine Woche auf die Nord­see­insel Wangerooge (Deutschland), or­ga­ni­siert wurde das Sommer­camp vom „Roma Büro Freiburg“. Dabei ent­stand der Kurzfilm „Roma Invasion“, eine fil­mi­sche Zu­sam­men­fas­sung der Aktivi­tä­ten, in der viele der Jugend­li­chen selbst zu Wort kommen. Der Film wurde 53.000 mal ange­klickt und mit eini­gen hundert Postings ver­sehen. Die meis­ten Kom­men­tare kann man leider unter „Hate Speech“ sub­sumie­ren: von „Vergasen“ bis „in die Autopresse“ war die Rede. Die Fülle und Aggres­sivi­tät dieser rassis­ti­schen Kom­men­tare könnte einem wahrlich die Sprache ver­schlagen, doch das „Roma Büro Freiburg“ rea­gier­te offen­siv auf das Phäno­men und orga­ni­sierte gemein­sam mit dem Stadt­jugend­ring einen Themen­abend zur Frage „Was tun gegen Hate Speech?“. Bei der Ver­anstal­tung im Frei­burger Haus der Jugend wurde der Kurz­film gezeigt und aus­ge­wählte Kommentare in einer szenischen Lesung von Roma-Ju­gend­li­chen vor­getra­gen. Das freie Radio Dreyeckland sprach mit Tomas Wald vom „Roma Büro“ über die Ver­anstal­tung und Gewalt gegen Roma (einen weite­ren Radio­beitrag fin­den Sie hier).

(dROMa)

Leonor verlässt die Schule

Oktober 25th, 2015  |  Published in Film & Theater, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung

Die spanische Organisation Fundación Secretariado Gitano (FSG) hat den hohen Ausfallsquoten bei Schülern – und ins­be­son­dere Schü­lerin­nen – aus Gitano-Fa­mi­lien den Kampf an­ge­sagt. Sechs von zehn jun­gen Gitanos (spa­nische Roma) ver­lassen die Schule noch vor dem Ab­schluss der Pflicht­schule (Secun­daria Obliga­toria, ESO), fast drei­mal so viele wie im gesamt­spa­ni­schen Durch­schnitt (63,7% gegenüber 21,9%). Eine sehr ge­lungene Video­kampagne, hier zu sehen mit eng­li­schen Unter­titeln, will das jetzt ändern. Die Kam­pagne #LeonorDejaLaEscuela („Leonor ver­lässt die Schule“) soll die Öffent­lich­keit, die das Problem bis­lang zu­meist mit einem Achsel­zucken abtat, end­lich wach­rütteln. Und sie soll nicht zu­letzt auch den Gitano-Kin­dern Mut machen – denn sehr oft „glau­ben weder ihr Um­feld noch die Schule noch sie selbst an ihren Bildungs­erfolg“.

(RU/dROMa)

O Selene le FPÖ-politikeri le tradipeske aun sesinde

Oktober 17th, 2015  |  Published in Internet & Blogothek, Politik, Radio & TV, Recht & Gericht

Facebook-Hetze von Markus Gudenus (Screenshot: stopptdierechten.at)Na latsche neviptscha le Markus Gu­denusis­ke tschule divesa anglo gemajn­dakere roten­gere völi­niptscha: Gejng o modro be­cirkis­kero rot upro Wieden – ov o phral hi le FPÖ-Klub­mannistar Johann Gu­de­nus – vasch jek tra­dipes­kero keripe uso schto­tis­kero fisch­ga­ro­schinipe ande ando ulo. O Selene le Markus Gude­nu­siske angle tschiden, hot ov gejng o Roma tra­dipe kerel. O aguno Seleno nacijo­na­lis­kero rot taj keraschi le blogsistar terdscha­ren le „Rechten“, Karl Öllinger, o aun sesi­nipe kertscha. Ando papruschi, savo la Austri­jake angle paschlol, o Öllinger le Gude­nusiske angle tschidel, gejng i cili flogos­keri grupn le Romen­dar tradipe te kerel. Oda keripe upre jek Facebook-pi­sintschago le Gude­nusistar palal te genel hi. Ande oda pisin­tschago fanta­si­rinel ov le „flogos­kere schpurtistar“ le Ro­men­dar, tschaven „te tschorel, kaj buteder tscha­ven­gere loj te usch­tiden“. Read the rest of this entry »

FPÖ-Hassposting gegen Roma

Oktober 9th, 2015  |  Published in Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Hetze gegen Roma: Posting von FP-Bezirksrat Markus Gudenus (Screenshot: K. Öllinger)Dieses Posting, veröffent­licht am 23.10.2013 auf der Facebook-Seite des FPÖ-Politi­kers Markus Gudenus, hat nun – zwei Jahre später – mög­li­cher­weise ein schwer­wie­gen­des gericht­liches Nach­spiel: Der ehe­malige grüne National­rats­ab­geord­nete Karl Öllinger hat bei der Staats­anwalt­schaft Wien Anzeige nach § 283 StGB (Verhetzung) ein­gebracht.

Markus Gudenus (41) ist freiheit­li­cher Bezirksrat in Wien-Wieden. Sein promi­nen­te­rer Bruder, der Wiener FPÖ-Klub­obmann Johann Gudenus, hat den Kommen­tar mit einem „Gefällt mir“ mar­kiert. Der Vater, John Gudenus, war Bundes­rat der FPÖ. John Gudenus wurde vor neun Jahren nach dem NS-Verbots­gesetz wegen Ver­harm­losung bzw. Leug­nung des Holo­caust nach dem NS-Verbots­gesetz zu einem Jahr Haft bedingt ver­urteilt.

Markus Gudenus bezieht sich in seinem Face­book-Kom­men­tar auf einen Artikel in „Österreich“. Darin berich­tete die Zei­tung von einer un­be­kann­ten Frau, die einen Mann be­täubt und aus­geraubt haben soll. Die Website stopptdierechten.at schreibt dazu: Read the rest of this entry »