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Erba: Medijakero projekto „Tschibtscha“

September 26th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Medien & Presse, Radio & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
11.9.2017 | (on demand)

Medientraining: Unser Projekt Tschibtscha im Burgenland (Emmerich Gärtner-Horvath/Roma-Service und Paul Horvath/Karika) (Foto: volksgruppen.orf.at)Andi aktujeli sendung Roma sam vakerel o Emmerich Gärtner-Horvath andar o farajn Roma-Service pedar o medijakero projekto „Tschibtscha“. Ada peske o cil dija, multiplikatortscha ando medijakero koja te sikavel. Jek but tschibtschengero, pradimo radijo- taj TV-weblog o produkto adale projektistar hi, rejalisirim duach o farajn Karika ando khetan butschalinipe le farajn Roma-Servicejiha.

Andar o septemberi dschi decemberi 2017 ando kurs „Tschibtscha“ 8 dschene sikade on, kaj i flo­gos­keri grup­nengeri tschib Roman (Romanes) medijal bute­der nucim te ol. O Emmerich Gärtner-Horvath phu­kal ando vake­ripe la Susanne Hor­vathaha pedar o tschi­ni­pes­kero than taj o upre lipes­kero schtu­dijo, ando kher le farajn Roma-Service taj Karika Erbate, sar te pe­dar o pla­nime duj tschib­tschen­gero radijo taj TV-blogs.

„Tschib­tscha“ pomo­schi­nel, kaj i presenc la Romani tschib­tschatar bu­teder ando mediji te dikel taj te schu­nel te ol, phe­nel o schero le farajn Roma-Ser­vicejistar Gärt­ner-Horvath. O pro­gramo na tschak usi flo­gos­keri grupn te dschal, ov te le avre dsche­nen aun te vakerel. Afka o pro­jekto o peka­mipe la daja­kera tschib­tschatar ando pra­dipe upre te sikal. Cil adale sik­li­pes­tasr hi, jek fun­dirti cajta­kero dscha­nipe te sikal taj kom­pentenc­tscha te tre­ni­ri­nel. O pro­jek­tis­kere dschene palo kise­tinipe adale kur­sistar „multi­pli­kator­tscha ando medi­ja­kero koja“ schajipe upro but­ja­kero foro te uschtiden taj pumaro dscha­nipe so siklile la flogos­kera grup­nake hasna te anel. Read the rest of this entry »

Medienprojekt „Tschibtscha“ in Oberwart

September 23rd, 2017  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Medien & Presse, Radio & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
11.9.2017 | (on demand)

Medientraining: Unser Projekt Tschibtscha im Burgenland (Emmerich Gärtner-Horvath/Roma-Service und Paul Horvath/Karika) (Foto: volksgruppen.orf.at)In der aktuellen Sendung Roma sam spricht Emmerich Gärtner-Horvath vom Verein Roma-Ser­vice über das Medien­pro­jekt „Tschibtscha“. Die­ses hat es sich zum Ziel ge­macht, Mul­tipli­ka­toren und Mul­tipli­ka­torin­nen im Medien­bereich aus­zu­bilden. Ein mehr­spra­chiger, offe­ner Ra­dio-und-TV-Web­log ist das Pro­dukt dieses Pro­jektes, reali­siert durch den Verein KARIKA in Ko­opera­tion mit dem Verein Ro­ma-Ser­vice.

Von September bis Dezember 2017 werden wäh­rend des Kurses „Tschib­tscha“ acht Teil­nehmer/innen ge­schult, um die Volks­gruppen­sprache Roman (Romanes) me­dial pro­duk­tiv zu nutzen. Em­merich Gärt­ner-Hor­vath er­zählt im Ge­spräch mit Susanne Horvath über den Schnitt­platz und das Auf­nahme­studio, ein­ge­rich­tet in den Vereins­räum­lich­kei­ten des Ro­ma-Service und KARIKA in Ober­wart, sowie über die ge­plan­ten zwei­spra­chi­gen Radio- und TV-Blogs.

„Tschibtscha“ gewährleiste die Präsenz des Roman in zwei­facher Hin­sicht, so der Ge­schäfts­führer des Vereins Ro­ma-Ser­vice, Gärt­ner-Hor­vath. Das Pro­gramm richte sich nicht nur direkt an die Volks­gruppe, son­dern auch an die Mehr­heits­be­völ­ke­rung. Read the rest of this entry »

HELP: E-Learning-Kurs für Rechtsberufe

August 22nd, 2017  |  Published in Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

HELPAus- und Fortbildungskurs für Angehörige der Rechts­berufe auf dem Ge­biet der Mensche­nrechts­nor­men in der EU

>>HELP: www.coe.int/en/web/help/home

Das HELP-Programm ist das umfangreichste Trainings­pro­jekt zum Thema Grundrechte für Richter und Rich­terin­nen, Staats­anwälte und Staats­an­wäl­tin­nen und Rechtsanwälte und Rechts­an­wäl­tin­nen aus den EU-Mit­glieds­staa­ten. Die­ser Kurs wur­de im Rah­men des Euro­päi­schen Pro­gramms zur Aus- und Fort­bildung von An­gehö­ri­gen der Rechts­berufe auf dem Gebiet der Menschen­rechts­normen in den 28 EU-Mit­glieds­staaten (European Pro­gramme on Human Rights Education for Legal Pro­fes­sio­nals: „HELP”) ent­wickelt. Es han­delt sich dabei um ein Pro­gramm des Europa­rates, das von der Euro­päi­schen Union finan­ziert wird.

Der Kurs behandelt auf interaktive Weise die wesent­lichen Grund­lagen des euro­päi­schen Sys­tems zur Ver­hin­de­rung von Dis­kri­mi­nie­rung. Ziel dieses Kurses ist, An­ge­hö­ri­ge von Rechts­berufen bei der Um­setzung der Euro­päi­schen Menschen­rechts­konvention, der Euro­päi­schen Sozial­charta und er EU-Charta der Grund­rechte sowie der EU-Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­richt­linien in der täg­li­chen Praxis zu unter­stützen. Sie werden wei­ters mit der ein­drucks­vollen Samm­lung von Urteilen und Ent­schei­dungen des Euro­päischen Gerichts­hofs für Menschen­rechte (EGMR) und mit den Ent­schei­dun­gen und Schluss­fol­gerun­gen des Euro­päischen Aus­schus­ses für soziale Rechte ver­traut ge­macht.

Der Kurs besteht aus zwei Haupt­modulen, einem über Rassismus und Fremden­feind­lich­keit und einem zwei­ten über Homophobie und Trans­phobie. Beide The­men be­han­deln die Themen Hass­reden und Hass­verbrechen.

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind ein weit­ver­brei­tetes Problem im heuti­gen Europa. Unser Modul setzt sich mit den zu­grun­de lie­genden Frage­stel­lun­gen auseinan­der und be­schäf­tigt sich auch mit der Be­kämpfung von Verhetzung und Hass­reden – ein Be­reich, zu dem die Euro­päi­sche Kom­mis­sion gegen Ras­sismus und In­tole­ranz (ECRI) eine richtungs­wei­sende Em­pfeh­lung ab­ge­ge­ben hat. Der Kurs behandelt schwerpunktmäßig auch den Schutz der Roma, der größten eth­ni­schen Min­der­heit in der EU.

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Kulturradio: Archiv für Roma-Kunst

Mai 3rd, 2017  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Interview, Kunst & Fotografie, Radio & TV

RomArchive-Initiatorin Franziska Sauerbrey (Foto: Nihad Nino Pušija/RomArchive) Ein Gespräch mit Franziska Sauerbrey, Initiatorin und Projekt­leiterin von RomArchive

rbb/Kulturradio, Sendung vom 28.4.2017
>>Anhören / mp3 (6 Min., 3,5 MB)

Rund 12 Millionen Sinti und Roma gibt es in Europa. Ihre Jahr­hun­derte alte Kultur ist aber kaum sicht­bar. Das soll sich mit dem Auf­bau des RomArchive, eines digitalen Archivs für Kunst der Sinti und Roma, än­dern. Das Ar­chiv, das von der Kultur­stiftung des Bundes mit 3,75 Mil­lio­nen Euro ge­för­dert wird, soll ein in­ter­na­tio­nal zu­gäng­li­cher Ort wer­den, an dem Sinti und Roma ihre Kultur sicht­bar ma­chen und damit den bestän­di­gen Stereo­typen und Fremd­beschrei­bun­gen be­geg­nen.

Kulturradio spricht mit Franziska Sauerbrey vom RomArchive.

(Text: Kulturradio)

Link: blog.romarchive.eu

Siehe auch:
RomArchive: Ein Projekt sucht sein Logo, 28.1.2016
RomArchive: Startschuss für digitales Archiv, 2.7.2015

Facts & Figures (149)

Dezember 13th, 2016  |  Published in Facts & Figures, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte

80% der Bei­trä­ge in tsche­chi­schen On­line-Fo­ren, die sich mit Ro­ma be­fas­sen, sind ne­ga­tiv. 2014 wa­ren es nur 65%.

(Quelle)

Unterrichtsmaterialien: Romane Thana

Oktober 20th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung

Romane Thana„Romane Thana“ gibt Ein­blicke in die Lebens­situa­tion von Roma und Sinti in Öster­reich und erzählt deren Ge­schich­te und Ge­schich­ten.

Auf Basis der erfolgreichen Ausstellung Romane Thana – Orte der Roma und Sinti (2015 im Wien Museum, der­zeit noch bis 13. No­vem­ber im Pro­jekt­raum der Landes­gale­rie Burgenland) wur­den Materialien für den Un­ter­richt er­stellt, um Schü­ler/in­nen ab der 5. Schul­stufe die Ge­schich­te und Lebens­wirk­lich­kei­ten von Roma/Rom­nija und Sinti/Sin­tize näher zu brin­gen. www.romane-thana.at unter­stützt Lehrer/in­nen da­bei, diese The­men im Unterricht zu be­han­deln. Die Seite bie­tet einen Über­blick über die Aus­stel­lung, Ver­mittlungs­texte, Er­klä­run­gen für Lehrende, Arbeits­blät­ter, Stun­den­bilder, einen Metho­den­katalog und ein aus­führ­li­ches Le­xi­kon. Das Unter­richts­mate­rial kann in vielen Va­rian­ten, ins­beson­dere in den Fächern Geschichte und Sozial­kunde/Po­li­ti­sche Bil­dung, Geografie und Wirt­schafts­kunde und Deutsch, bzw. auch fächer­über­grei­fend ver­wen­det werden.

Das Projekt wurde von Romano Centro in Kooperation mit der Initia­tive Min­der­hei­ten, dem Wien Museum, dem Landes­museum Burgenland und dem Kultur­ser­vice Bur­gen­land im Auftrag des Bun­des­ministe­riums für Bildung durch­ge­führt.

(Text: Romano Centro)

Neue Online-Plattform: Mitreden!

September 29th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Politik

Dialogplattform 2013 zum Thema "Zugang zu Bildung" (Foto: Georg Stefanik, BKA)Österreichische Roma-Dialog­plattform star­tet On­line-Por­tal: Um­fra­ge – Ihre Mei­nung zur Roma-In­klusion in Ös­ter­reich

Durch den EU-Rahmen für Natio­nale Stra­te­gien zur Integra­tion der Roma bis 2020 sind die Mitglied­staa­ten der Euro­päi­schen Union auf­ge­for­dert, die aktive Einbindung der ge­sam­ten Roma-Zivilgesellschaft in die Um­setzung der na­tio­na­len Roma-Strategien zu för­dern. Die österreichi­sche Natio­nale Roma-Kontaktstelle im Bun­des­kanz­­ler­amt hat zu diesem Zweck im Juni 2012 eine Roma-Dialog­platt­form ge­schaf­fen. Mit einem neuen Online-Portal, das am Mitt­woch prä­sen­tiert wurde, möch­te die Natio­nale Roma-Kontakt­stelle nun die Mög­lich­keit geben, sich direkt an der Weiter­ent­wick­lung der öster­rei­chi­schen Roma-Strategie zu be­tei­li­gen. Die Kontakt­stelle lädt vor al­lem An­ge­hö­rige der Volks­gruppe ein, bei einer Umfrage Vor­schlä­ge zu den Berei­chen Wohnen, Arbeits­plätze und Soziales ein­zu­brin­gen. Zwei Monate lang haben Interes­sierte Ge­legen­heit, auf dem Online-Por­tal Fragen zu be­ant­wor­ten, etwa zum Hand­lungs­be­darf in den Berei­chen Bildung, Gesundheit und Be­kämp­fung von Diskri­mi­nie­rung. Auch das Strategiepapier kann on­line dis­ku­tiert wer­den. Im Fol­gen­den der Aufruf der Roma-Kon­takt­stelle:

Teilen Sie uns mit, welche Erwartungen Sie an die öster­rei­chi­sche Roma-Stra­te­gie haben. Wir möch­ten wis­sen, wel­che Themen Sie be­son­ders be­we­gen, wo Sie Ent­wick­lungs­poten­tial se­hen und wie Inklusion am wirk­sams­ten er­reicht wer­den kann: Read the rest of this entry »

Virtujeli gondolipeskero than Kemetate

September 21st, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek

Plakat in Kemeten (Foto: VHS Roma)I sudburgenlanditiki gemajnde Kemeta imar but ber­scha le op­fe­ren­ge na use mukel jek gon­do­li­pes­keri tab­lina le Ro­men­ge, save le naci­jen­dar ledschim taj mur­dar­de ule, upre te terdscha­rel. Akan jek gon­do­li­pes­keri ini­ci­ja­tiva ando internet upro Roma Ke­me­tatar, save mur­dar­de ule, pal gon­do­li­pe te ke­rel.

200 dschene andar i tikni gemajnde Kemeta (be­cirk Erba) le naci­jo­nal­soci­ja­lis­ten­dar ledschim ule, kaj on Ro­ma si­na. Tschak pantsch Roma pal o ar le Dujte The­mes­kere Ha­bu­ristar 1945 Ke­me­tate pal ale. Pe­dar 70 berscha i ge­majn­de Kemeta meg min­dig jek upre terdscha­ji­pe jeka gon­do­li­pes­kera tab­li­na­tar le pal­gon­do­li­peske na use mukel. So andi Tikne Simeha, Neudörfl, Mattersburg vaj Tikne Bos­lina schaj ker­do ulo, up­ro kiva­nipe la flo­gos­kera grup­na­tar jek than te la­kel, kaj on bokreti taj mo­meltscha otscha schaj tschin, la ge­majn­de Ke­me­take, sar ar ditschol, ba­ro proble­mo ke­rel. O biro Johann Nussgraber (SPÖ) imar but ber­scha i skulp­tura la in­for­ma­ci­ja­kera tab­li­na­tar na up­re te terdscha­rel mu­kel. Imar desch ber­scha ando „Bauhof“ la ge­majn­de­ja­tar li pasch­lol. Aja koja na latschi­pe kerel, phen­do ol ando ge­majn­de­ja­kero birov­tschago.

Kaj schaj upro Roma Kemetate pal gondo­lim ol, akan jek vir­tu­je­li gon­do­li­pes­kero than del: fat­re­ter­tscha le faraj­nis­tar Refugius ando keri­pe le pro­jek­tos­tar „gon­do­li­pes­kero drom“ ando khe­tan butscha­li­nipe Ro­men­gere fatre­te­ren­ca kerdo lo ulo. „Af­ka akan ka­maha te pro­ba­li­nel, o kiva­nipe le tschu­le Ro­men­dar, save prik atschi­ne jek than le gon­do­li­pes­ke taj jek cajchn gejng o po­bis­te­ripe te del.“

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Turin: Web-Nachrichten für Roma

September 17th, 2016  |  Published in Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Medien & Presse

tgROM (Foto: Idea Rom)In Italien ging mit „TgROM Piemonte“ Anfang Mai erstmals ein Internet-Nachrichten­pro­gramm von und für Roma auf Sen­dung. In­zwi­schen wur­den be­reits 20 Aus­gaben des Nach­rich­ten­for­mats ver­öf­fent­licht.

Finanziert wird das Programm, als eines von 15 aus­ge­wähl­ten Jugend­pro­jek­ten, mit 21.000 Euro durch die Turiner Stif­tung Compagnia di San Paolo. Für die Rea­li­sie­rung ihres Medien­pro­jekts konn­te die Tu­ri­ner Roma-NGO „Idea Rom“ auf kom­pe­ten­te Unter­stützung aus der Me­dien­bran­che zäh­len. Mit an Bord ist als Pro­jekt­part­ner die On­li­ne-Tages­zei­tung Nuovasocietà. Den Eh­ren­schutz hat die Region Piemont über­nom­men.

Ein Einführungskurs in Videojournalismus be­rei­tet die jugend­li­chen Mit­wir­ken­den aus der Roma-Com­mu­nity auf ihre Auf­gabe vor. Schon vor Sen­dungs­beginn hat sich im Februar ein Dutzend jun­ger Roma zwi­schen 14 und 25 Jahren für die Teil­nahme ge­mel­det. „Un­ser Ziel ist es, zu er­reichen, dass die Jugend­li­chen selbst zu Pro­ta­go­nis­ten des Wan­dels wer­den“, erklärte Luca Remmert, Vor­sitzen­der von Com­pagnia di San Paolo, gegen­über der italie­ni­schen Presse. Read the rest of this entry »

Virtueller Gedenkort für Kemeten

September 11th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek

Plakat in Kemeten (Foto: VHS Roma)Die südburgenländische Gemeinde Kemeten ver­wei­gert den Opfern des NS-Völker­mords an den Roma seit Jah­ren eine Gedenk­tafel. Nun er­innert eine Gedenk­initia­tive im Inter­net an die er­mor­de­ten Ro­ma von Kemeten.

An die 200 Einwohner der kleinen Gemeinde Kemeten (Be­zirk Oberwart) wur­den von den National­so­zia­lis­ten de­por­tiert, weil sie Roma waren. Nur fünf von ihnen kehr­ten nach der Be­frei­ung 1945 nach Ke­me­ten zu­rück. Über 70 Jahre spä­ter wei­gert sich die Ge­mein­de wei­ter­hin, mit einer Ge­denk­tafel an sie zu er­in­nern. Was etwa in Kleinpetersdorf, Neudörfl, Mattersburg oder Kleinbachselten mög­lich war (siehe das Gedenk­tafel­projekt un­se­res Vereins Roma-Ser­vice), näm­lich dem Wunsch der Volks­gruppe nach einem Platz für ihre Blumen und Ker­zen zu ent­spre­chen, stellt für die Ge­meinde­obe­ren von Ke­me­ten of­fen­bar ein un­über­wind­li­ches Hin­der­nis dar. Seit 2006 liegt zwar auch in Ke­me­ten ein Ge­mein­de­rats­be­schluss vor, wo­nach ein Denk­mal er­rich­tet wer­den soll, das neben­bei (auf einer von ins­ge­samt 15 Tafeln zur Orts­ge­schich­te) auch der Roma ge­denkt – pas­siert ist seit­her aber nichts (siehe: Die Schande von Kemeten). Bür­ger­meister Johann Nussgraber (SPÖ) ließ die Skulp­tur mit den In­for­ma­tions­tafeln nie auf­stellen. Seit zehn Jah­ren la­gern sie nun im Bauhof der Ge­meinde. Die Sache sei zu heikel, hieß es dazu aus dem Ge­meinde­amt.

Um dennoch an die Roma in Kemeten erinnern zu kön­nen, gibt es jetzt eine „virtuelle“ Gedenk­stätte: Ver­treter des Vereins Refugius haben sie im Rahmen des Pro­jekts „Gedenkweg“ in Zu­sam­men­ar­beit mit Roma-Ver­tre­tern ini­ti­iert: „Der Gedenkort in der dieser Form wurde notwen­dig, weil die Mehr­heit der poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gerIn­nen der Ge­mein­de Keme­ten einen rea­len Gedenk­ort mehr­mals ab­ge­lehnt ha­ben“, heißt es hier­zu auf der Web­site. „Auf diese Weise ver­suchen wir, dem Wunsch der we­ni­gen Hinter­blie­benen nach einem be­schei­de­nen und würde­vol­len Raum für Ge­den­ken und Ge­danken ge­recht zu wer­den und ein Zei­chen gegen das Ver­gessen und Tot­schwei­gen zu setzen.“ Read the rest of this entry »