März 12th, 2026 |
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Ehrungen & Nachrufe
Ein Vermächtnis des Dialogs und der Anerkennung
Auf den Tag genau vor zehn Jahren verstarb der langjährige Roma-Aktivist Rudolf Sarközi, eine der zentralen Persönlichkeiten der österreichischen Roma-Minderheit. Als Obmann des Kulturvereins österreichischer Roma (Website) prägte er über Jahrzehnte hinweg maßgeblich die gesellschaftliche und politische Anerkennung der Roma in Österreich.
Rudolf Sarközi, von Freunden und Wegbegleitern „Rudi“ genannt, setzte sich unermüdlich für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Dialog ein. Sein Engagement reichte weit über die eigene Community hinaus: Er war ein Brückenbauer zwischen Minderheiten, Politik und Mehrheitsgesellschaft und galt als wichtige Stimme für Verständigung und gegenseitigen Respekt. Mit seinem Wirken leistete Sarközi einen entscheidenden Beitrag zur Anerkennung der Roma als Volksgruppe in Österreich. Sein Einsatz für kulturelle Selbstbestimmung, historische Aufarbeitung und gesellschaftliche Teilhabe wirkt bis heute nach und bleibt ein wichtiger Bezugspunkt für nachfolgende Generationen von Aktivistinnen und Aktivisten.
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Februar 24th, 2026 |
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Ehrungen & Nachrufe, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
600-Jahr-Jubiläum in Spanien: Ein Festakt in Madrid beschließt das „Jahr der Gitanos“. Regierungschef Pedro Sánchez bekräftigt das Engagement der Regierung für „Respekt, Gleichheit und Anerkennung“ der Gitanos (spanische Roma).
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez leitete im Präsidentensitz La Moncloa in Madrid den offiziellen Festakt zum Abschluss des Jahres der Gitanos, das 2025 anlässlich des 600-Jahr-Jubiläums ihrer Ankunft in Spanien begangen wurde. In seiner Rede betonte der Regierungschef, dass „sechs Jahrhunderte später und nach einem ganzen Jahr des Gedenkens und der Anerkennung das Volk der Gitanos (pueblo gitano) weder Almosen noch Folklore verlangt. Es verlangt etwas viel Einfacheres: Respekt, Gleichheit und Anerkennung. Die spanische Regierung und ich selbst verpflichten uns, weiter daran zu arbeiten, dass dies Realität wird.“
Die Veranstaltung unter dem Titel „Gelem, Gelem“ brachte Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Wissenschaft und sozialem Engagement zusammen, um für die Gleichberechtigung der Gitanos und ihren kulturellen Reichtum einzutreten. Anwesend waren auch die Ministerin für Inklusion, soziale Sicherheit und Migration und Regierungssprecherin Elma Saiz sowie die Ministerinnen für Bildung und Gleichstellung, Milagros Tolón und Ana Redondo.
Pedro Sánchez hat diese sechs Jahrhunderte als 600 Jahre „gemeinsamer Geschichte“ beschrieben, da „das Volk der Gitanos kein separates Kapitel unserer Geschichte ist. Ihr seid ein wesentlicher Teil davon“, denn „Spanien ist ohne die prägenden Spur des Volks der Gitanos nicht zu verstehen“, betonte er.
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Dezember 7th, 2025 |
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Ehrungen & Nachrufe, Kunst & Fotografie
Die Künstlerin Selma Selman wurde mit dem „Tajsa Roma Cultural Heritage Prize 2025“ ausgezeichnet
Bukarest – Die bosnische Roma-Künstlerin Selma Selman ist mit dem „Tajsa Roma Cultural Heritage Prize 2025“ geehrt worden. Die Auszeichnung wurde vergangenes Wochenende im Rumänischen Athenäum in Bukarest im Rahmen der vierten Ausgabe der „Tajsa Award Ceremony & Gala“ verliehen. Der Preis würdigt eine Persönlichkeit, die das künstlerische Schaffen von Roma und Romnja stärkt und das kulturelle Erbe in Ausdrucksformen der Gegenwartskunst übersetzt.
Zu den diesjährigen Finalistinnen und Finalisten des Preises zählten neben Selman die Künstlerinnen und Künstler Coco Reyes, Noell Maggini, Riah Knight sowie Sead Kazanxhiu. Über die Vergabe entvschied eine hochkarätig besetzte internationale Jury, der Timea Junghaus, Dijana Pavlović, Colin Clark, Avni Mustafa und Patricia Caro Maya angehörten. Die Jury hob insbesondere Selmans eigenständige künstlerische Sprache sowie ihre enge Verbindung zu Roma-Gemeinschaften hervor.
Profil der Preisträgerin
Selma Selman stammt aus Bosnien und Herzegowina und arbeitet als Bild- und Performancekünstlerin. Ihre multidisziplinäre Praxis umfasst Performance, Video, Malerei und Installationen, die häufig auf autobiografischen Erfahrungen beruhen und Themen wie soziale Ungleichheit, geschlechtsspezifische Gewalt und strukturelle Diskriminierung behandeln. Read the rest of this entry »
Oktober 22nd, 2025 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte
Diesjähriger Europäischer Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma ehrt mit George Soros ein weltweites Feindbild von Nationalisten und Autokraten
Der Zentralrat und das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma verleihen am 23. Oktober um 11 Uhr im Berliner Hotel Adlon den von der Manfred-Lautenschläger-Stiftung ins Leben gerufenen und mit 15.000 Euro dotierten Europäischen Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma an den US-amerikanischen Holocaustüberlebenden, Kosmopoliten und Philanthropen George Soros. Die Laudatio hält der Antiziganismusbeauftragte der Bundesregierung, der parlamentarische Staatssekretär Michael Brand.
Mit dem Preis werden seit 2008 Persönlichkeiten und Organisationen, die sich in besonderer Weise um die Menschenrechtssituation von Sinti und Roma in Europa vervdient gemacht haben, ausgezeichnet, unter ihnen die ehemalige Präsidentin des Europäischen Parlamentes Simone Veil (2010), der ehemalige slowakische Präsident Andrej Kiska (2019) sowie die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (2021). Der Stifter Manfred Lautenschläger will mit dem Preis Politik und Gesellschaft auf die Gefahren des anwachsenden Antiziganismus in Europa aufmerksam machen und daran erinnern, dass Holocaust auch die Ermordung von 500.000 Sinti und Roma bedeutet.
Der diesjährige Preisträger wird „für sein jahrzehntelanges Engagement für die gesellschaftliche Gleichstellung von Sinti und Roma“ ausgezeichnet, erklärt der Zentralratsvorsitzende Romani Rose. Soros und seine Open Society Foundations setzen sich seit über 30 Jahren vor allem in Ost- und Südosteuropa für die Minderheit ein. Sie ermöglichten 156.000 jungen Roma aus armen Verhältnissen Bildung und Ausbildung. „Damit haben“, so Rose, „Soros und seine Stiftungen zur beruflichen Selbstbestimmung dieser jungen Menschen, deren Familien oftmals unter apartheidsähnlicher Ausgrenzung in EU-Mitgliedsländern leben, beigetragen“. Read the rest of this entry »
Juli 3rd, 2025 |
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Ehrungen & Nachrufe

Dr. Dragoljub Acković, einer der bedeutendsten Intellektuellen, Historiker und Chronisten der Roma in Serbien und Europa, ist vergangene Woche im Alter von 72 Jahren verstorben. Mit seinem Tod am 27. Juni 2025 verliert die Welt nicht einen herausragenden Wissenschaftler, sondern auch einen unermüdlichen Kämpfer für kulturelle Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe der Roma.
Dr. Acković wurde am 23. November 1952 im serbischen Dorf Osipaonica bei Smederevo in Jugoslawien geboren. Er studierte Politikwissenschaften und Ethnologie an der Universität Belgrad, setzte seine Studien anschließend an der juristischen Fakultät fort und promovierte schließlich an der Friedens-Universität der Vereinten Nationen. Mit seiner beeindruckenden akademischen Laufbahn legte er das Fundament für eine lebenslange Auseinandersetzung mit der Geschichte, Kultur und Identität der Roma. Acković war Autor zahlreicher Bücher und Mitglied des serbischen Schriftstellerverbands. Er war Gründer und Leiter des Museums der Romakultur in Belgrad (Muzej romske kulture u Beogradu)) und befasste sich innerhalb der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste mit der Erforschung der Roma-Kultur.
Als einer der ersten serbischen Roma bekleidete Acković bedeutende Positionen in staatlichen Institutionen – so etwa 2020 bis 2024 als Abgeordneter (für die „Serbische Fortschrittspartei“/SNS bzw. die Liste „Aleksandar Vučić“) in der serbischen Nationalversammlung, wo er als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Menschen- und Minderheitenrechte sowie als Vorsitzender des Unterausschusses für Roma-Fragen fungierte. Seit 2012 war er stellvertretender Direktor des Büros für Menschen- und Minderheitenrechte der Regierung der Republik Serbien. Acković war Mitglied des Nationalkomitees für immaterielles Kulturerbe beim Kulturministerium. Er war der erste Präsident der Roma-Kongresspartei und engagierte sich darüber hinaus auch in zahlreichen internationalen Gremien. Read the rest of this entry »
August 28th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Musik
Musik war sein Leben. Wenn Mirano Cavaljeti-Richter von seinen Rollen in Opern und Operetten erzählte, summte er oft ganz leise eine der geliebten Melodien oder stimmte gar eine Arie an. Dabei strahlte er voller Glück, selbst als seine schwere Krankheit ihm längst die Kraft geraubt hatte. Am 17. August ist der Angehörige der Minderheit der Sinti nun nach einem erfüllten Leben im Alter von 91 Jahren verstorben.
Einen seiner letzten umjubelten Auftritte hatte der ausgebildete Tenor im Januar 2023 in Heidelberg. Dabei stellte er gemeinsam mit der Historikerin Annette Leo seine Lebenserinnerungen, die unter dem Titel „Auf der Flucht über den Balkan“ (hier unsere Buchbesprechung in dROMa 68: Odyssee am Balkan) im Jahr zuvor erschienen waren, auf der Bühne im Gewölbekeller des Dokumentationszentrums vor. Mirano Cavaljeti-Richter hat als Kind den Holocaust an den Sinti und Roma überlebt und große Not ertragen müssen. Deshalb empfand er es als seine Pflicht, über die Flucht seiner Familie während des Nationalsozialismus und sein Schicksal zu sprechen. Auch, um immer wieder auf die Gefahren von Faschismus, Rassismus und Antiziganismus aufmerksam zu machen.
Gewarnt von einem Lehrer und im Angesicht beginnender Deportationen von Angehörigen, brach die Familie 1939 aus dem thüringischen Hinternah zunächst nach Bayern und Österreich auf. Von dort schafften seinen Eltern trotz ungültiger – da abgelaufener Pässe – den Grenzübertritt nach Italien. Auch hier begegneten sie als Sinti der zunehmend um sich greifenden Rassenideologie, in Kroatien, Bulgarien und Serbien zudem der Gewalt durch Polizeibeamte und Partisanen. Während die engsten Angehörigen von Mirano Cavaljeti-Richter den Holocaust überlebten, wurden sechs Familienmitglieder, darunter Onkel und Tanten, von den NS-Schergen ermordet. Read the rest of this entry »
März 9th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen
Februar 28th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird neuerdings live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 21.2.2024 (mp3)
Im Tagesthema der „Romani Ora“ geht es diesmal um den „Internationalen Tag der Muttersprache“, der am 21. Februar begangen wird. Und in der Jugendsendung erfahren Sie mehr über den „Weltradiotag“ am 13. Februar. Dazu hören Sie die meiste Roma-Musik, die in der Radiowelt zu haben ist.
Anhören: →Sendung vom 22.2.2024 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ beschäftigen wir uns mit dem Thema „Blackout – was tun?“. Dazu veranstaltete die Stadtgemeinde Oberwart einen Infotag. Außerdem hören Sie wieder unsere historische Rubrik „Mri historija“.
Anhören: →Sendung vom 23.2.2024 (mp3)
Die Freitagsausgabe des zweisprachigen Mittagsmagazins der Roma-Redaktion auf Radio MORA: Mit dabei der Veranstaltungskalender und die Volksgruppennachrichten. In der Jugendsendung befasst sich Adi Gussak mit einem sehr heiklen Thema, nämlich Mobbing. Es moderiert Tina Nardai.
Februar 22nd, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Frauenrechte
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Das Beschäftigungsprojekt „Banyaerdő“ stellt Produkte aus den natürlichen Ressourcen des ländlichen Dencsháza in Ungarn her. Damit wird insbesondere Roma-Frauen ohne Zugang zum Arbeitsmarkt ein Einkommen zu fairen Löhnen ermöglicht. Das Projekt war für die SozialMarie 2020 nominiert.
Projektträger: Udvarom Szociális Szövetkezet
Herausforderung: Frauen in Dencsháza (Südungarn) sind aufgrund begrenzter Berufsausbildungs- und Bildungsmöglichkeiten vom ersten Arbeitsmarkt ausgeschlossen. In marginalisierten Dörfern und ländlichen Gemeinden gibt es nur sehr wenige Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb des nationalen öffentlichen Arbeitsprogramms. Auch die lokalen Unternehmen haben nur begrenzt Zugang zum Markt außerhalb ihrer Dörfer und Regionen.
Idee: Banyaerdő verbindet lokales Fachwissen, um Produkte aus den natürlichen Ressourcen des ländlichen Dencsháza herzustellen und auf städtischen Märkten zu verkaufen. Wir arbeiten im Einklang mit der Gemeinschaft und den natürlichen Ressourcen des Landkreises Baranya. Unsere Produkte werden in den Wäldern und auf den Feldern des Dorfes hergestellt und gesammelt. Unser Geschäftsmodell gewährleistet faire Löhne und eine gleichberechtigte Partnerschaft zwischen den Akteuren der Gemeinde.
Akteur*innen: Die Zielgruppe des Projekts sind sozial marginalisierte Communitys, insbesondere Roma-Frauen. Banyaerdő arbeitet seit vielen Jahren mit dieser Gemeinschaft im Rahmen von örtlichen Community-Building-Projekten zusammen. Unser Team und unser Programm kooperieren mit der Gemeinde und den Schulen von Dencsháza sowie dem Mecsekerdő-Nationalpark zusammen.
Wirkung: Innerhalb von weniger als einem Jahr nach dem Start von Banyaerdő haben wir unsere Produkte zu einer Marke entwickelt und sie in Budapest verkauft. Wir schlossen auch Partnerschaften für den Großhandel mit unseren Produkten direkt mit Michelin-Sterne-Restaurants. Read the rest of this entry »
Februar 12th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Eines der für die SozialMarie 2021 nominierten Projekte ist „From Us to You Extra“ („Tőlünk Nektek Extra“) aus Ungarn, das auch in der Region Bratislava in der Slowakei implementiert wurde. Das Programm verfolgt einen Peer-to-Peer-Ansatz für Jugendliche, die selbst gestärkt werden, indem sie anderen benachteiligten Gemeinschaften helfen.
Projektträger: Élményakadémia Közhasznú Egyesület (Academy of Experience Public Benefit Association)
Herausforderung: Soziale Ausgrenzung, schlechte Lebensbedingungen und begrenzte Chancen machen benachteiligte Jugendliche anfällig für Bildungslücken. Die Ausgrenzung, Segregation, Marginalisierung und Diskriminierung, mit denen diese Jugendlichen konfrontiert sind, bringen sie in die Gefahr von Kriminalität und schweren Abhängigkeiten.
Idee: „From Us to You Extra“ („Tőlünk Nektek Extra“) ist ein erfahrungsbasierter und Peer-to-Peer-Lernprozess, der über mehrere Online-Module organisiert wird. Benachteiligte Jugendliche üben berufliche und lebenspraktische Fähigkeiten, indem sie anderen benachteiligten Gemeinschaften helfen. Das Programm bewahrt sie vor Schulabbrüchen und anderen lebensverändernden Entscheidungen.
Akteur*innen: Wir arbeiten mit benachteiligten Jugendlichen im Alter von 12 bis 30 Jahren aus Ungarn, der Slowakei, Rumänien und Schweden. Diese jungen Menschen leben in Heimen, in extremer Armut oder gehören zu Roma-Gemeinschaften. Benachteiligte, traumatisierte Jugendliche werden von Gleichaltrigen mit ähnlichem Hintergrund angesprochen und nicht von erwachsenen Experten.
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Februar 2nd, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Das „Projekt DOM.ov“ („Projekt Zuhause/Eigenheim“) ermöglicht marginalisierten Roma in der Slowakei, mittels Mikrokrediten und Unterstützung zu einem Eigenheim zu gelangen, das die Familien selbst errichten. Das Projekt wurde 2020 mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
Projektträger: Marián Zeman (Website)
Herausforderung: Den Roma-Gemeinschaften in der Slowakei fehlt es an sicherem Wohnraum und an den finanziellen Mitteln für den Erwerb eines Eigenheims. Das Projekt DOM.ov („Projekt Zuhause/Eigenheim“) unterstützt Familien und Einzelpersonen aus marginalisierten Roma-Gemeinschaften bei der Finanzierung, dem Bau und dem Erwerb von Wohneigentum durch Mikrokredite, um die generationenübergreifende Armut zu beenden.
Idee: Das Ziel von Projekt DOM.ov ist es, marginalisierten Gemeinschaften Zugang zu integrativem Wohnraum zu verschaffen. Das Projekt zielt auf die sozialen und finanziellen Hindernisse ab, die Familien aus Roma-Gemeinschaften den Zugang zu angemessenem Wohnraum erschweren. Mit der Unterstützung lokaler Gemeinden berät Projekt DOM.ov marginalisierte Familien beim Zugang zu finanzieller Unterstützung, beim Erwerb von Grundstücken und beim Bau und Besitz ihres neuen Zuhauses.
Akteur*innen: Die wichtigsten Akteur*innen sind die Klienten/Bauherren und ihre Familie. Auch die Gemeinden und ihre Repräsentanten spielen eine Schlüsselrolle bei der Organisation der Projektumsetzung in ihren Dörfern. Das vielfältige Team von Sozialarbeitern des Projekts DOM.ov unterstützt sowohl die Klienten als auch die Gemeinden. Die Slovenská sporiteľňa bank (Slowakische Sparkasse der Erste Bank Gruppe) ermöglicht den Zugang zu Mikrokrediten zur Finanzierung des Baus der neuen Häuser.
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Januar 29th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Das Projekt „Museum of Personal Stories“ („Muzej osobnih priča“) in Osijek sammelt und präsentiert die persönlichen Geschichten der im Osten Kroatiens lebenden Minderheiten. Das Projekt war nominiert für die SozialMarie 2022.
Projektträger: Fantastično dobra institucija – FADE IN
Herausforderung: Während Armut und sozialer Ungleichheit zunehmen, sieht sich die kroatische Gesellschaft auch mit wachsendem Nationalismus und Diskriminierung von Migranten und Flüchtlingen konfrontiert. Diese Folgen haben die größten Auswirkungen auf die am stärksten Ausgegrenzten in der Gesellschaft – Minderheiten und benachteiligte Gemeinschaften.
Idee: Das „Museum der persönlichen Geschichten“ ist ein Ausstellungsraum, der die Geschichten der im Osten Kroatiens lebenden Minderheiten sammelt und aufbewahrt. Es wurde aus dem Bedürfnis heraus gegründet, tief verwurzelte Vorurteile gegenüber Minderheiten in unseren Gemeinschaften zu bekämpfen. In der Ausstellung werden anhand von Fotografien, Objekten und Dokumentarfilmen verschiedene Erzählungen aus der Gemeinschaft präsentiert.
Akteur*innen: Unser Schwerpunkt liegt auf ethnischen Minderheiten und marginalisierten Gemeinschaften. Das Projekt arbeitet eng mit Akteur*innen aus der Gemeinschaft zusammen, die an der Forschung und der Produktion beteiligt sind, und es hilft uns, Kontakte zu knüpfen und Vertrauen aufzubauen. Die Mitglieder der Gemeinschaft führen auch Aktivitäten des Museums durch und verbreiten die Grundwerte und Ziele des Museums.
Wirkung: Persönliche Geschichten ermöglichen es uns, die Welt um uns herum besser zu verstehen. Minderheiten haben selten die Möglichkeit, öffentlich über sich selbst zu sprechen. Durch das Erzählen von Geschichten erhalten sie nicht nur eine Stimme, sondern helfen der Öffentlichkeit auch, Stereotypen abzubauen, indem sie über universelle Themen sprechen. Read the rest of this entry »
Januar 19th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Eines der Siegerprojekte der SozialMarie 2022 ist das ungarische integrative Bildungsprogramm „Inclusive Kindergartens“ („Befogadó óvodák“), das Roma- und Migrantenkinder im 8. Bezirk in Budapest unterstützt und der Segregation in den Kindergärten des Bezirks entgegenwirkt.
Projektträger: Rosa Parks Alapítvány (Rosa Parks Foundation)
Herausforderung: Die Diskriminierung der Roma-Gemeinschaft hat in Ungarn seit dem Amtsantritt der derzeitigen Regierung im Jahr 2010 zugenommen. Die Reformen der öffentlichen Bildungsgesetzgebung dieser Regierung haben die Marginalisierung und Segregation von Roma-Kindern in öffentlichen Schulen weiter verstärkt. Wir arbeiten mit öffentlichen Kindergärten zusammen, um integrative Bildungsprogramme zu entwickeln und Roma- und Migrantenkinder sowie deren Eltern zu unterstützen.
Idee: In Zusammenarbeit mit NGOs und der Stadtverwaltung entwickelt „Inclusive Kindergartens“ („Befogadó óvodák“) nachhaltige Integrationsmodelle und ein integratives Kindergartensystem im achten Bezirk von Budapest. Das Projekt bietet nicht nur Unterstützung für marginalisierte Gemeinschaften an, sondern organisiert und implementiert auch institutionelle Diversitäts- und Gleichstellungspläne in allen öffentlichen Kindergärten im 8. Bezirk.
Akteur*innen: „Inclusive Kindergartens“ arbeitet mit Kindern, die öffentliche Kindergärten besuchen, ihren Lehrern und Familien zusammen. Wir veranstalten regelmäßig Foren für Eltern. Die Rosa-Parks-Stiftung koordiniert das Programm auch mit der Bezirksverwaltung. Eine Roma-Sozialarbeiterin unterstützt die Kinder und bezieht die Eltern in das Programm ein.
Wirkung: Die Neueinteilung des 8. Bezirks hat sichergestellt, dass benachteiligter Kinder und Familien, die in diesem Viertel leben und öffentliche Schulen besuchen, gleichmäßig vertreten sind. Ein segregierter Kindergarten wird nach dem nächsten Schuljahr geschlossen. In allen Kindergärten des 8. Bezirks wurden Teams für integrative Entwicklung eingerichtet. Read the rest of this entry »
Januar 13th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Das Projekt „Detstvo deťom“ („Childhood to Children“) war 2023 für die SozialMarie nominiert. Das Projekt aus der Slowakei stellt die Frühbetreuung benachteiligter und von Armut betroffener Kinder in den Mittelpunkt. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Betreuung in den Familien gelegt. Frauen aus der Roma-Gemeinden werden ausgebildet, sie übernehmen die Förderung und frühkindliche Betreuung im häuslichen Umfeld.
Projektträger: Občianske združenie Detstvo deťom (Civic Association Childhood to Children), Košice
Herausforderung: Das Projekt „Childhood to Children“ („Detstvo deťom“) untersucht alle möglichen Optionen für eine qualitativ hochwertige Frühbetreuung für so viele Kinder wie möglich. Es konzentriert sich auf die Kinder, die aufgrund ihres Lernumfelds und vererbter Armut am stärksten von Entwicklungsproblemen bedroht sind.
Idee: Mit dem Projekt soll eine Verlagerung der frühkindlichen Betreuungsaktivitäten in das häusliche Umfeld initiiert werden. Außerdem bezieht „Childhood to Children“ erfahrene Frauen aktiv in die Arbeit mit Familien in Armut ein. Diese Mütter werden direkt aus der Gemeinde rekrutiert, verfügen über Kompetenzen im Bereich der Frühförderung durch die Teilnahme an Fortbildungen, die im Rahmen des Projekts angeboten werden, und sind so in der Lage, die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten an junge Mütter weiterzugeben.
Akteur*innen: Die Zielgruppen sind: Kinder (bis zum Vorschulalter), die in Spielaktivitäten und Vorschulvorbereitung einbezogen werden; jüngere Schulkinder, die durch kreative Aktivitäten und Lesen auf die Schule vorbereitet werden; heranwachsende Mädchen und junge Mütter, die in verantwortungsvollem Umgang mit Mutterschaft geschult werden; erfahrene Mütter, die das Projekt vor Ort unterstützen; Familien in Generationenarmut, für die das Projekt sensibilisieren will.
Wirkung: Die Hauptwirkung des Projekts besteht darin, die positiven Veränderungen der frühkindlichen Betreuung in den Familien zu verstärken. Darüber hinaus soll es die Entwicklungsfortschritte der Kinder, die schulischen Leistungen, das Selbstwertgefühl der Frauen, die elterliche Kompetenz, die Zeit, die den Kindern gewidmet wird, sowie das Selbstvertrauen und den Stolz auf die Leistungen der Kinder verbessern. Read the rest of this entry »
Januar 4th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Für die SozialMarie 2023 nominiert war auch das Projekt Invisible Study Hall (Láthatatlan Tanoda) aus Budapest, das außerschulische Bildungsangebote für marginalisierten Roma-Kinder im Alter von 5 bis 18 Jahren zur Verfügung stellt.
Projektträger: Rosa Parks Alapítvány (Rosa Parks Foundation)
Herausforderung: In Ungarn wächst die Bildungskluft zwischen Regelschulkindern und marginalisierten Kindern (vor allem Roma), die das derzeitige Schulsystem und die sozialen Unterstützungssysteme nicht auffangen können. Roma-Kinder sind nicht nur mit den Nachteilen der Armut konfrontiert, sondern auch mit rassistischen Vorurteilen, die zu schulischer Segregation führen.
Idee: Das Projekt „Invisible Study Hall“ bietet marginalisierten Roma-Kindern im Alter von 5 bis 18 Jahren außerschulische Bildungsangebote. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung individueller Fähigkeiten, Mentoring, Gruppenaktivitäten zur Entwicklung sozialer Fähigkeiten und Freizeitaktivitäten. Es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der zahlreiche Freiwillige einbezieht, Partnerschaften mit Eltern entwickelt und Familien in Krisensituationen hilft.
Akteur*innen: Zwei Vollzeit- und zwei Teilzeit-Sozialarbeiter*innen koordinieren die Projektaktivitäten, halten den Kontakt zu den Eltern und unterstützen das Wohlergehen der Familien. Diese Mitarbeiter*innen leiten auch 41 Freiwillige (aus allen Lebensbereichen). Das Projekt umfasst derzeit 78 Kinder sowie Mitarbeiter, Freiwillige und Eltern, die alle eine Gemeinschaft bilden und partnerschaftlich zusammenarbeiten.
Wirkung: Die Kinder, die vor neun Jahren im Kindergarten in das Programm aufgenommen wurden, haben ihre Ausbildung bis zur weiterführenden Schule fortgesetzt. Das Projekt hat in ähnlicher Weise bei Wohnungs- und Einkommenskrisen geholfen und unterstützt jedes Jahr die Einschulung von 5 bis 8 Kindern in nicht segregierten Schulen. Read the rest of this entry »
Dezember 8th, 2023 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Eines der Siegerprojekte der SozialMarie 2023 ist das ungarische Bildungs- und Integrationsprojekt „Career Path as Opposed to an Inescapable Life Path“ („Karriereweg im Gegensatz zu unausweichlichem Lebensweg“), das Roma-Kindern aus ausgegrenzten Gemeinschaften zu einem Schulabschluss und einem Beruf verhilft.
Projektträger: Van Helyed Alapítvány (You Belong Foundation)
Herausforderung: Die wachsende Zahl nicht ausgebildeter Menschen ist ein globales Problem, das den Klimaschutz, das Wirtschaftswachstum und Aspekte eines menschenwürdigen Lebens gefährdet. In Ungarn gibt es 1200 Slums, in denen vor allem Roma-Kinder in Segregation leben und eine minderwertige Bildung erhalten. Bis 2050 wird die Zahl der abhängigen Angehörigen pro 100 Personen im erwerbsfähigen Alter auf 60 ansteigen.
Idee: Das Projekt „Karriereweg im Gegensatz zu unausweichlichem Lebensweg“ hat ein prototypisches System geschaffen, das einen Ausweg aus dem Elend garantiert. Es ermöglicht einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Wissen und Wohlstand während des gesamten Lebensweges. Die Stiftung „You Belong“ bietet einen Weg zu einem Beruf und einem Abschluss.
Akteur*innen: Die Hauptakteure sind benachteiligte Roma-Kinder, die mit ihren Familien und Gemeinschaften in einem geschlossenen System aufwachsen. Das Projekt umfasst außerdem 120 Personen, die in den „You Belong“-Einrichtungen von Ózd/Budapest intensiv betreut werden, sowie 1.000 Teilnehmer und ihre Familien aus segregierten Gemeinschaften.
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Dezember 5th, 2023 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Frauenrechte
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Einer der Hauptpreise der SozialMarie 2023 ging an das Projekt Community Roma Doula Service (Közösségi dúlaszolgálat Alsózsolcán), welches benachteiligte Frauen, die aufgrund ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation anfälliger für geburtshilfliche Gewalt sind, unterstützt. Das Projekt zielt darauf ab, dies zu bekämpfen, indem es einen gemeinschaftlichen Douladienst in Alsózsolca (Nordostungarn) betreibt und die Selbstorganisation von Roma-Frauen unterstützt.
Projektträger: EMMA Közhasznú Egyesület (EMMA Association)
Herausforderung: Roma-Frauen mit einem benachteiligten Hintergrund sind anfälliger für geburtshilfliche Gewalt; ihre reproduktiven Rechte können in Ermangelung angemessener Informationen und Schulungen kumulativ verletzt werden. Viele schwangere Frauen bitten darum, können aber in ihrem Umfeld niemanden finden, der sie in den Kreißsaal begleitet; diese Frauen werden also allein gelassen.
Idee: Im Rahmen des Projekts Community Roma Doula Service in Alsózsolca (Nordostungarn) übernehmen einheimische Roma-Frauen eine unterstützende Rolle und begleiten ihre Kolleginnen im Krankenhaus. In einer besonders verletzlichen Phase des Lebens einer Frau setzen sich die Doulas dafür ein, dass die körperlichen und emotionalen Bedürfnisse der Frauen erfüllt werden, und arbeiten daran, ihre Diskriminierung zu verhindern.
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Dezember 4th, 2023 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen
SozialMarie 2023: Ausgezeichnete Roma-Projekte
SozialMarie: Soziale Innovation entwirft Lösungen für dringende gesellschaftliche Herausforderungen. Sie schafft Raum für neue Denkansätze, gibt innovative Antworten und weist neue Wege. Damit reagiert sie entweder auf neue soziale Fragestellungen oder löst ein bekanntes Problem durch eine neue Herangehensweise. Dieses Handeln kann von der betroffenen sozialen Gruppe selbst ausgehen, es muss in jedem Fall von den Betroffenen mitgetragen und mitgestaltet werden. Auf diese Weise schafft soziale Innovation nachhaltige, beispielgebende Lösungen, die für andere zur Inspiration werden.
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation, der jedes Jahr an 15 herausragende Projekte vergeben wird. Mit der ersten Verleihung im Jahr 2005 war sie der erste Preis für soziale Innovation in Europa. Neben einer finanziellen Anerkennung in Höhe von 55.000 € bietet SozialMarie vor allem eine öffentliche Plattform für sozial innovative Projekte in Mittelosteuropa. Von Anfang an international, hat sich die SozialMarie in Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Kroatien und Slowenien einen guten Ruf erworben. Die im Jahr 2000 von Wanda Moser-Heindl und Friedrich Moser gegründete „Unruhe Privatstiftung“ betreibt den Preis.
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November 23rd, 2023 |
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Ehrungen & Nachrufe
November 22nd, 2023 |
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Ehrungen & Nachrufe
Als Aktivistin der ersten Stunde der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma kämpfte Ilona Lagrene jahrzehntelang für die Anerkennung und Gleichberechtigung der Sinti und Roma. Ihr unermüdlicher Einsatz für die Vermittlung eines Bewusstseins für die 600-jährige Geschichte der Sinti und Roma in Deutschland war bis zuletzt Teil ihrer politischen Arbeit wie auch ihres Engagements in der Bildungs- und Jugendarbeit. Sie verstarb am 19. November im Alter von 73 Jahren.
Im Rahmen dieser Erinnerungsarbeit begleitete Frau Lagrene unzählige Fahrten mit Jugendlichen zu den Gedenkstätten der ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager wie Natzweiler und Auschwitz-Birkenau, in denen 24 Familienmitglieder von Ilona Lagrene von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Tief berührt waren die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihrer Führungen durch die Heidelberger Altstadt, mit denen sie das Schicksal der vertriebenen und deportierten Sintifamilien dem Vergessen entriss. Read the rest of this entry »