Ehrungen & Nachrufe

CIVIS-Preis für „Der Prozess von Budapest“

Mai 12th, 2015  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Judgement in HungaryAcht europäische Radio, Film- und Fernseh­program­me sowie ein Web­ange­bot und ein Web­video sind am Don­ners­tag­abend (7.5.) im Euro­päi­schen Parla­ment in Brüssel mit dem renom­mier­ten CIVIS-Medien­preis für Integra­tion und kultu­relle Vielfalt in Europa aus­ge­zeich­net wor­den. Am Wett­bewerb nah­men ins­gesamt 700 Programme aus 21 EU-Staaten und der Schweiz teil. Schirm­herr des CIVIS-Medien­preises 2015 ist der Prä­si­dent des Euro­päi­schen Parla­ments, Martin Schulz. Der CIVIS-Medien­preis zeichnet seit 28 Jahren Programm­leis­tun­gen im euro­päi­schen Radio, Film und Fernsehen und seit 2010 im Inter­net aus, die das fried­liche Zusammen­leben in der euro­päi­schen Einwan­de­rungs­gesell­schaft fördern.

Den Europäischen CIVIS-Fernsehpreis im Bereich Infor­ma­tion (non fiction) erhielt Eszter Hajdú für ihre Doku­men­tation „Der Prozess von Budapest“ (rbb/Arte). Der euro­päi­sche CIVIS Fernseh­preis zeichnet journa­lis­ti­sche Fernseh­programme zum Thema In­tegra­tion und kul­tu­relle Viel­falt aus. Am Wett­bewerb können alle Fernseh­sender in der Euro­päi­schen Union und der Schweiz teil­nehmen. Der Preis wird in den Katego­rien Infor­ma­tion, Unter­haltung (fictional) und kurze Program­me (Magazine) ver­geben. Die Dotie­rung beträgt in jeder Kate­gorie 3.000 Euro.

Inhalt:
Der Strafprozess um eine grausame Mord­serie an unga­ri­schen Roma. Bei Anschlä­gen von Rechts­extremen starben 2008/09 insgesamt 6 Menschen, darunter ein fünf­jäh­riges Kind. Weitere fünf Menschen wurden schwer verletzt. Nach beispiel­losen Pannen bei den polizei­li­chen Ermitt­lungen und dem Ver­dacht einer Ver­wicklung der Geheim­dienste in die rassis­tisch moti­vier­ten Morde stand das Gericht von Anfang an unter enor­mem öffent­li­chen Druck.

Jurybegründung:
Eszter Hajdú dokumentiert einen für Ungarn histo­ri­schen Strafprozess mit 167 Prozess­tagen, über zwei­einhalb Jahre lang. Vier Neo-Nazis stehen wegen Mordes an sechs Roma vor Gericht. Staat­liche Igno­ranz und Unzuläng­lich­keit werden über­deutlich. Read the rest of this entry »

Aufruf für Maria Horvath (1923–2014)

Dezember 31st, 2014  |  Published in Allgemeines, Ehrungen & Nachrufe

Am Sonntag ist Maria Horvath, Burgenland-Romni und Holocaust-Über­lebende, in Wiener Neustadt ver­storben. Nun er­reich­te uns fol­gen­der Aufruf, den ihr Be­treuer Karl Halmann (Kontakt: 0676 / 90 03 910, E-Mail: karl.halmann@chello.at) an die „Öster­rei­chi­sche Lager­gemein­schaft Ravensbrück und FreundIn­nen“ gerichtet hat, um der Ver­stor­benen ihren letzten Wunsch zu er­füllen:

Wiener Neustadt, 29. Dezember 2014
Betrifft: Ersuche um Begräbniskosten­betei­li­gung für Frau Maria Horvath

Sehr geehrte Damen und Herren!

Frau Maria Horvath, geb. Papai, geb. am: 23.9.1923 in Glashütten im Bezirk Oberwart, zuletzt wohn­haft Piestinger Weg 9 b, 2700 Wie­ner Neustadt, wie Sie ja wissen, von 1939 bis 1945, 6 Jahre ins Lager Ravensbrück ver­schleppt und als Zwangsarbeiterin tätig. Ges­tern am 28. Dezember 2014 um 5:52 Uhr früh ist sie im Kranken­haus Wie­ner Neu­stadt ver­storben.

Ich, Karl Halmann, geboren am 7.2.1956, war viele Jahre ihre Vertrauens- und Betreuungs­person, der ihr den Haushalt wie Reinigen, Waschen und Putzen gemacht hat. Ihr den Garten betreute, da sie eine große Freude hatte, wenn die Blumen blüten, der Rasen gemäht wurde und auch Gemüse gepflanzt wurde. Der ihre ganzen Zahlun­gen erle­digte, sie ins Kranken­haus und zu den Ärzten gebracht hat. Oder sie Sonn­tags in die heilige Messe beglei­tete und fuhr. Wie Sie auch sicher wissen, sie konnte nicht lesen und schrei­ben. Und vor allem sie hat die Depor­tation nach Deutsch­land und den Verlust ihrer Familie (beide Eltern und 5 Geschwis­ter) im Krieg durch Umkommen in Konzentrations­lagern bis zu ihren Ableben nie wirklich ver­kraftet. Sonst hätte sie nicht täglich über den Verl­ust ihrer Familien­mit­glieder gespro­chen. Sie hatte als Roma-Ange­hörige es nicht leicht!? Read the rest of this entry »

Menschenrechtspreis an BettelLobbys

Dezember 14th, 2014  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Verleihung des Menschenrechtspreises 2014 in Wien (Foto: Österr. Liga für Menschenrechte)Der diesjährige Preis zur Wahrung und Erhaltung der Men­schen­rechte wird von der Öster­rei­chi­schen Liga für Men­schen­rechte an die öster­rei­chi­schen Bet­tel­Lob­bys ver­liehen, stell­ver­tre­tend für alle Initia­tiven, die sich gegen Bettel­ver­bote und für einen soli­da­ri­schen und respekt­vol­len Um­gang mit bet­teln­den Men­schen ein­setzen.

Vor dem Hintergrund zahlreicher gesetzlicher Verschärfungen zum Betteln und einer pau­scha­len Krimina­li­sierung von betteln­den 
Men­schen in der öffent­li­chen Diskus­sion, setzen sich die Bettel­Lobbys für die Rechte von BettlerIn­nen und gegen Ver­trei­bung und Kriminalisierung ein. Barbara Helige, Prä­si­den­tin der Liga für Menschen­rechte: „Die Ver­gabe des Men­schen­rechts­preises
 der Öster­rei­chi­schen Liga für Men­schen­rechte an die Bettel­Lobbys soll ein Zeichen setzen: Gerade Men­schen, die in der Leistungsgesellschaft – aus wel­chem Grund auch immer – auf der Strecke blei­ben, haben die öffent­liche Soli­da­rität der ande­ren
 beson­ders nötig.“

Über die BettelLobbys

Anlässlich gesetzlicher Verschärfungen und hetzerischer öffent­li­cher Diskus­sionen haben sich in meh­re­ren Bundes­ländern Gruppen und Allianzen gebil­det, die sich für das Recht zu betteln und ge­gen die Ver­trei­bung und Krimina­li­sie­rung von betteln­den Men­schen ein­setzen. So ver­teidi­gen die Bet­telLobbys und andere Initia­tiven das Grund­recht auf Betteln und 
kämpfen gegen Polizei- und Behör­den­will­kür, Vor­urteile, falsche Medien­berichte und rassis­ti­sche Hetze. Sie wider­sprechen vehe­ment den stereo­typen und diffa­mie­renden Geschichten über die soge­nannte „Bettelmafia“, über aus­gebeu­tete Opfer und reiche Hinter­männer. Read the rest of this entry »

Wien bekommt Ceija-Stojka-Platz

September 11th, 2014  |  Published in Ehrungen & Nachrufe

Ceija Stojka (Foto: Radiofabrik.at)Fest zur Namensgebung in Wien-Neubau

12. September 2014, um 17 Uhr
Ort: Ceija-Stojka-Platz, 7., Lerchenfelder Straße 111 (vor der Altlerchenfelder Kirche)

Am Freitag, dem 12. September 2014, lädt Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger zum großen Namensge­bungs­fest und zur feier­lichen Enthüllung der offi­ziel­len Namens­tafel des neuen Ceija-Stoj­ka-Platzes. Damit ehrt Neu­bau die heraus­ra­gende Künstlerin und Schriftstellerin Ceija Stojka, die lange in Neubau gelebt und gear­bei­tet hat. Neben dem feier­lichen Akt der Enthüllung und Platz­ein­seg­nung hat das Büro der „Lebendigen Lerchen­felder Straße“ ein schönes Rahmen­programm orga­ni­siert: Nuna Stojka liest aus dem Werk Ceija Stojkas und Hojda Stojka & Freunde werden das Fest musi­ka­lisch begleiten. Gemein­sam soll Leben und Werk der großen Neu­bauerin gewür­digt werden. Der Verein „All Inclusive“ bietet eine Aktion für Kinder und Jugend­liche an.

Zur Biografie Ceija Stojkas:

Die Sängerin, Autorin und Malerin arbeitete jahrzehn­te­lang dafür, die Verfolgungs­ge­schich­te der Sinti und Roma im Nationalsozialismus zu the­ma­ti­sieren und das ihnen wider­fah­rene Unrecht sichtbar zu machen. Als tief­gläubige Katholikin be­suchte sie die Altlerchen­felder Kirche regel­mäßig. Stojka kam 1933 zur Welt. 1938 wurde ihre Familie zur Sess­haftig­keit gezwun­gen. 1944 wurde sie mit ihrer Mutter und ihren Schwestern ins KZ Auschwitz, später ins KZ Ravensbrück und schließlich ins KZ Bergen-Belsen ver­schleppt. Von ihrer großen Familie über­lebten nur sie, ihre Mutter und vier Schwestern. Nach dem Krieg lebte sie bis zu ihrem Tod Anfang 2013 in Neubau.

(Text: wien.gv.at)

Peret, der König der Rumba, ist tot

August 28th, 2014  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Peret, der „Vater“ der Rumba Catalana, ist tot. Geboren 1935 als Pedro Pubill Calaf in Mataró, Barcelona, galt Peret als ei­ner der heraus­ra­gendsten Ver­tre­ter dieser Musik­rich­tung, die sich in den 1950er und 1960er Jahren vor allem in den Gitano-Com­mu­nities von Barcelona heraus­ge­bildet hat: eine Mischung von Rumba, Flamenco, spa­ni­schem Schlager und Rock ’n’ Roll. Er erlag ges­tern in Bar­ce­lona seinem Krebsleiden.

Moltes gràcies, mestre, descansi en pau!

Selim Sesler (1957-2014)

Juni 28th, 2014  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Der große Klarinettist Selim Sesler ist tot. Der türkische Roma-Musiker ver­starb be­reits am 9. Mai in ei­nem Spi­tal in Istan­bul an ei­nem Herz­leiden.

Seslers außerordentliches musikalisches Wirken (hier ein Fes­tival­auf­tritt mit der US-Band Lamajamal 2010 in Chicago) wurde u.a. 2005 in Fatih Akins preis­gekrön­tem Film „Crossing the bridge – The sound of Istan­bul“ doku­men­tiert. Im Pressetext der Filmproduktion hieß es damals über den Ausnahmeklarinettisten:

Selim Sesler ist Rom und stammt aus Keşan, einer kargen Klein­stadt in Thrakien, dem Teil der Türkei auf dem euro­päi­schen Kon­ti­nent, etwa 250 Kilo­meter west­lich von Istanbul. Von hier aus hat er es bis zu einem respek­tier­ten Virtuosen gebracht, der die Musik seiner Hei­mat in die Welt trägt und auf Ton­trä­gern ver­ewigt. Als er vor 18 Jahren in die Stadt kam, spielte er in Res­tau­rants und Cafés für eine Hand­voll Lira, aber da sich die Ressen­ti­ments der Gesell­schaft ge­gen­über den Roma legten, nicht zuletzt, weil die Türken ihre Liebe zu deren Musik ent­deckten, wurde Selim Sesler von der Istan­buler Bohème ent­deckt und im wahrs­ten Sinne des Wor­tes salonfähig.

Bob Hoskins (1942-2014)

Mai 1st, 2014  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater

Bob Hoskins (Foto: "Passed Away", 1992)

Der britsche Schauspieler Bob Hoskins ist tot.

Der Filmstar verstarb am Dienstag mit 71 Jahren an einer Lungen­ent­zün­dung. Erst kürzlich hatte er seinen Beruf aus gesund­heit­lichen Gründen auf­gegeben.

Hoskins familiärer Hintergrund verband ihn mit den Roma: Seine Großmutter, heißt es im Nachruf des „Independent“, war eine aus Deutsch­land nach England aus­ge­wan­derte Romni. Diesen Roma-Hin­ter­grund habe Hoskins, schrieb der Roma-Gelehrte Ian Hancok einmal in einer Filmkritik, immer wieder öffent­lich zur Sprache gebracht. Bob Hoskins zufolge geht auch die Idee zu seinem ersten eige­nen Spielfilm auf Erzäh­lun­gen seiner Großmutter zurück: In „The Raggedy Rawney“ (1988) erzählt Hoskins von einem Deser­teur, der sich wäh­rend des Krieges mit einer Roma-Gruppe durch­schlägt – verkleidet als Roma-Frau. Hancock merkt weiters an, dass auch die Roma-Figuren im spä­teren Film „Last orders“ (2001) vermut­lich auf Hoskins’ Betreiben zurück­zuführen seien.

Farewell, Bob Hoskins!

Bürgerrechtspreis an Tilman Zülch

März 27th, 2014  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen

Preisträger Tilman Zülch (Foto: Bürgerrechtspreis)Zentralrat Deutscher Sinti und Roma verleiht Europäischen Bürgerrechts­preis der Sinti und Roma an den General­sekre­tär der Gesell­schaft für bedrohte Völker (GfbV) Tilman Zülch. Der Son­der­preis geht an Jugend-NGO Amaro Drom e.V.

Heute vergeben das Dokumentations- und Kulturzentrum und der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sowie die Manfred-Lautenschläger-Stiftung zum vierten Mal den mit 15.000 Euro dotier­ten Europäischen Bür­ger­rechts­preis der Sinti und Roma im Aus­wärti­gen Amt in Berlin. Dies­jähri­ger Preisträger ist der Gründer und General­sekre­tär der Gesellschaft für bedrohte Völker Tilman Zülch, wie die inter­na­tio­nal besetzte Jury bei ihrer Sitzung in Hei­del­berg ein­stim­mig beschloss. Den mit 5.000 Euro dotier­ten Sonderpreis erhält die Ju­gend­or­ga­ni­sa­tion Amaro Drom e.V.

Tilman Zülch (geb. 1939) war bereits als Jugend­licher und Student in Hamburg poli­tisch enga­giert. Seit den 1970er Jahren setzte er sich für die Sinti und Roma ein und be­tei­ligte sich maß­geb­lich an den Aktio­nen der damals jun­gen Bürger­rechts­bewe­gung, die sich gegen anhal­tende Diskri­minie­rung und gesell­schaft­liche Aus­gren­zung rich­te­ten. Tilman Zülch tritt bis heute euro­pa­weit für die Rechte der Sinti und Roma ein und be­zieht ge­gen jede Form von Diskri­mi­nie­rung und Rassismus Stel­lung. Es ist Til­man Zülch mit zu ver­dan­ken, dass die Sinti und Roma heute eine der vier aner­kannten nationalen Minderheiten in Deutschland sind. Die Jury einig­te sich auf Til­man Zülch als Preis­träger, weil er sich seit der Grün­dung der Gesellschaft für bedrohte Völker welt­weit für die Rechte von Min­der­hei­ten stark gemacht habe und sich dabei nie­mals einer Ideo­logie ver­pflich­tet ge­fühlt habe, sondern immer die Mensch­lich­keit im Mittel­punkt seines Handelns stand.

Amaro Drom, Empfänger des mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreises, ist ein inter­kultu­rel­ler Jugendverband von Roma und Nicht-Roma mit dem Ziel, jun­gen Menschen durch Empowerment, Mo­bi­lisie­rung, Selbst­organi­sa­tion und Par­ti­zi­pa­tion Raum zu schaf­fen, um aktive Bür­gerinnen und Bürger zu werden. Read the rest of this entry »

Tschatschipengero dipe le Tilman Zülchiske

März 25th, 2014  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen

Tilman Zülch (Foto: GfbV)Europotiko tschatschipen­gero dipe le Sintijen­dar taj Ro­men­dar le Til­man Zülchiske

O europitiko polgaren­gero tschatschi­pen­gero dipe le Sintijen­dar taj Romen­dar dschal ada bersch le kera­schis­ke taj gene­ral­sekre­tariske la Gesell­schaftake le Fogo­sime Polga­renge (GfbV), Tilman Zülch. Ada o Zentralrat Deutscher Sinti taj Roma hetvi­nate ande Heidelberg phentscha. Zülch (74) ando Göttingen i GfbV 1970 kertscha. I manu­schen­geri tschatschi­pen­geri organi­sacija gejng polga­ren­gero murda­ripe, tradipe taj rasismus hi. Oj pe ande bescha­rel le palaji­peske le tra­dime dsche­nen­dar taj i integ­racija politischi naschi­pa­schen­dar ande len­gere vilagi. O 15.000 euro dotirte dipe, savo imar o schtartovar fadim ol, ando 27. merc ando avrutno birov­tschago ando Berlin prik dim te ol.

(volksgruppen.orf.at)

Mongo Stojka (1929-2014)

März 18th, 2014  |  Published in Ehrungen & Nachrufe

Mongo und Ceija Stojka bei der Einweihung des Barankaplatzes (Foto: Kulturraum 10 Favoriten)Muschikaschi taj pisimaschi Mongo Stojka mulo

Johann Mongo Stojka idsch andi rat pal dugo nas­va­lipe ando 84 bersch mulo, sar les­keri fa­milja adi phentscha. O dschi­la­schi, gita­risto taj pisi­ma­schi Stojka ando 20. maj 1929 ande Guntramsdorf upro them alo. Ov o lo­ge­ri Auschwitz-Bir­ke­nau, Buchenwald sar Dachau prik dschiv­tscha. Les­ke­ra fami­lja­tar andar o valami 200 dschene tschak schov o murda­ripe prik dschivde.

Tschak tschule prik dschivde — Le Mongo Stojka­sis­kera bara fami­ljiatar tschak ov, schtar phenja, phrala taj leskeri daj o logeri ter dschivde. „Tschak schov dschene mra fami­lja­tar kher ale“, phenel o Stojka butvar. Les­kero terno phral Osi ando Auschwitz mulo, les­kero dad ande Dachau mur­dar­do ulo. Kaj o avre 200 schel leskera fami­ljia­tar taj leskeri baba murdarde ule dschi adi ov meg na dscha­nel. But berscha ov nischta pedar ada so lenca kerdo ulo valaso phu­kav­lahi, pedar o manu­schen­gero hasinipe taj ada horror. Ande leskeri erschti kenva „Papierene Kinder“ kes­dintscha ov pedar pri familija te pisinel.

Barankapark, phendo sar upre leskeri baba Baranka Duach o keripe le Mongo Stojka­sis­keri palgon­do­lipes­keri buti butschol i Hellerwiese, dschi uso tel utscharipe „Belgrader Platz“ phenahi, akan oficijeli „Baranka­park-Hel­ler­wiese“. I Baran­ka, i kamli baba, saves­kero anav o Mongo Stojka use sako koja but kis­ta­vi­peha angle asdel, ando astaripe la NS-atar peli, sar o avre dschene la fami­lja­tar Stoj­ka up­ri Hellerwiese.

(volksgruppen.orf.at)