Romani

Dschanipeskero centrum le mindenfelitikoske

Oktober 14th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft

Khetanbutschalinipe sar le meg na dija: Nevi biblijoteka le flogoskere grupnendar Erbate / Synergie wie noch nie: Neue Volksgruppenbibliothek in Oberwart (Kipo / Foto: Stadtgemeinde Oberwart/Fb)Khetanbutschalinipe sar le meg na dija: Nevi bib­li­jo­teka le flo­gos­kere grup­nen­dar Erbate


Le priksidlinipeha ando flogoskero grup­nen­gero kher, te o litera­tura­kere- taj medi­jen­gere kon­tingen­tscha le flogos­kere grup­nen­gere farajn­tschen­dar jek nevo kheripe lakle. Valami 9.000 tematscha la ungrika, horvacka taj Romen­gera-flo­gos­kera grup­natar akan andi khetani bibli­joteke khere hi. Afka o funda­mento la „Biblijo­tekake ando Kher le flogos­kere grup­nen­dar Burgenland“ kerdo hi.

I khetani biblijoteka ojs „dokumentacijonakero- taj infor­ma­cija­kero centrum la litera­turake taj le medi­jenge pedar o flogos­kere grupn ando Burgen­land hajol pe“. Ando kontingen­tscha histo­rischi taj adiveses­keri litera­tura, fochis­kere publi­kaciji, duj tschib­tscha­kere tscha­vengere kenvi, sikaji­pes­kere kenvi, CDs taj DVDs taj te faraj­niskere publi­kaciji ando trin flogos­kere grup­nengere tschib­tscha taj te ando nimtschko del, taj te papru­schen­gere nevip­tscha upre paschlon.

Ojs schpecijali biblijoteka pradime karateriha, irinel pe i biblijo­teka use minden­felitike ciliskere grupn: Dschene le trin flogos­kere grup­nendar, dschene, saven interesi upre flogos­kere grup­nengere tematscha hi taj igen barikano uso tschave taj terne, kaj lengere tschib­tscha­kere siklipeske pomo­schim te ol. Pasche, o dipe la flogos­kera grup­nengera biblijotekatar te use visen­schoft­lichi kheta­nip­tscha pe irinel, regijo­nali taj te inter­naci­jonali.  Read the rest of this entry »

Wissenszentrum für die Vielfalt

Oktober 13th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft

Neue Volksgruppenbibliothek in Oberwart (Foto: Stadtgemeinde Oberwart/Fb)Synergie wie noch nie: Neue Bibliothek der Volksgruppen in Oberwart


Mit dem Umzug ins Volksgruppenhaus haben auch die Litera­tur- und Medien­be­stände der Volks­grup­pen­vereine ein neues Zu­hause ge­fun­den. Etwa 9.000 Titel der unga­rischen, kroa­tischen und Roma-Volks­gruppe sind ab jetzt in der ge­mein­samen Biblio­thek unter­ge­bracht. Damit ist der Grund­stein für die „Biblio­thek im Haus der Volks­gruppen Burgenland“ ge­legt.

Die gemeinsame Bibliothek versteht sich als „Sammel- und Infor­ma­tions­zentrums für Literatur und Medien über die Volks­gruppen im Burgen­land“. Die Bestände um­fassen historische und zeit­genös­sische Literatur, Fach­publi­katio­nen, zwei­sprachige Kinder­bücher, Lehr­bücher, CDs und DVDs sowie Vereins­publi­katio­nen in den drei Volks­grup­pen­spra­chen und auf Deutsch, auch Zeit­schriften liegen auf.

Als Spezialbibliothek mit öffentlichem Charakter richtet sich die Biblio­thek an unter­schied­liche Ziel­gruppen: An­ge­hörige der drei Volks­gruppen, an Volks­gruppen­themen Interes­sierte und ganz beson­ders an Kinder und Jugend­liche, um ihren Sprach­erwerb zu fördern und zu unter­stützen. Zudem richtet sich das Angebot der Volks­grup­pen­biblio­thek auch an wissen­schaft­liche Gemein­schaften, regional und auch inter­national.  Read the rest of this entry »

Facts & Figures (594)

August 18th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Facts & Figures, Romani, Wissenschaft

Seit 2021 werden ein­zel­ne Vor­trags­sek­tio­nen der in­ter­na­tio­na­len wis­sen­schaft­li­chen Ta­gun­gen der Gypsy Lore Society aus­schließ­lich auf Ro­ma­ni ab­ge­hal­ten.

(Quelle)

Film tel, le tschibtschengere herojenge!

Juli 11th, 2026  |  Published in Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 10.7.2026 | 7:52 min

KinderHochSchule – Superheld:innen der Wissenschaft

Sar andar but gondi jek barikani historija ol? Ada schaj tschave use i but tschib­tsche­geri tscha­ven­geri utschi ischkola Erbate ter­dschivde. Ande o workshop andi i burgen­lan­di­titki horvacki, ungriki taj bur­gen­landi­tiki Romani tschib ent­viklin­tscha pe jek khetano ter­dschivi­peskero projekto. On figu­rtscha cajcninde, kipi kerde taj lengero hango lenge dine. Jomi fi jomi jek but tschib­tschen­geri kipen­geri kenva taj videjo ari alo. O tschave med­ijakeri diha te sungel usch­tidine taj sar andar but jekoschne gondi jek digitali projekto ulo. Use schaj sina o cile tschave: tschave, save i tschib harnon sikline, sar te odola, save la latsche imar dschanen. Ando masch­karutno punkto ter­dschino, krejati­viteta taj o loscha­nipe use, i tschib khetan te lakel. Uso ar butschino: film tel, le tschib­tschen­gere hero­jenge!

Wie wird aus vielen Ideen eine spannende Geschichte? Das konnten Kinder bei der mehr­sprachi­gen Kinder­hoch­schule in Eisenstadt und Oberwart selbst ent­decken. In Workshops auf Bur­gen­land­kroatisch, Ungarisch und Bur­gen­land-Romani ent­wickel­ten sie gemein­sam ein Abenteuer. Sie zeichneten eigene Figuren, fotografierten ihre Bilder und verliehen ihnen mit ihren Stimmen Leben. Schritt für Schritt entstand so ein mehrsprachiges Bilderbuch-Video. Dabei schnup­perten die Kinder Medien­luft und er­lebten, wie aus vielen einzel­nen Ideen ein gemein­sames digitales Projekt wurde. Mit­machen konnten alle: Kinder, die eine der Sprachen gerade erst kennen­lernten, genau­so wie jene, die sie bereits flie­ßend sprachen. Im Mittel­punkt standen Neugier, Kreati­vität und die Freude daran, Sprache gemein­sam zu ent­decken. Am Ende hieß es: Film ab für die Spra­chen­heldin­nen und -helden!

(Beitrag: TV Erba)

Jugendstudie: Mehr Sichtbarkeit für Sprachen?

Mai 24th, 2026  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Romani, Wissenschaft

Grafik 11-4-3Jugendstudie 2025: Die Hälfte der Ju­gend­li­chen fin­det, die Volks­grup­pen­spra­chen soll­ten im öffent­li­chen Raum prä­sen­ter sein, eben­so­viele zei­gen sich ab­leh­nend. Be­fragt wur­den Ju­gend­liche in Wien, Burgenland und Kärnten, also in den drei wich­tigs­ten Bun­des­ländern mit eige­nen an­er­kann­ten Volks­grup­pen.

„Da die Sichtbarkeit [der Volksgruppen­spra­chen] im öf­fent­li­chen Raum ent­schei­dend für ihren lang­fris­ti­gen Erhalt ist, wurde er­ho­ben, in­wie­weit Ju­gend­li­che die öf­fent­li­che Prä­senz der Min­der­hei­ten­­spra­chen als be­deut­sam wahr­neh­men. […] Le­dig­lich 14 % der Be­frag­ten stim­men der Aus­sage un­ein­ge­schränkt zu, dass au­toch­thone Min­der­heiten­spra­chen in der Öffent­lich­keit stär­ker sicht­bar sein soll­ten; weitere 36 % be­jahen sie eher. 35 % lehnen die Aus­sage eher ab und 15 % ver­neinen sie voll­stän­dig. Ins­ge­samt zeigt sich damit: Rund die Hälfte der Ju­­gend­li­chen be­für­wor­tet eine stär­kere Sicht­bar­keit, wäh­rend die andere Hälfte ab­leh­nend re­agiert.“

[aus: „Lebenswelten 2025“, S. 258f.]

Die Jugendstudie „Lebenswelten 2025“, ein Gemein­schafts­projekt aller Päda­gogi­schen Hochschulen Öster­reichs, ist eine um­fassende emp­irische Unter­suchung zu Ein­stellun­gen und Werten junger Menschen in Öster­reich. Die re­prä­senta­tive Erhe­bung fand im März und April 2025 in Form einer stan­dardi­sierten Online­befra­gung an Schulen statt. Ins­gesamt wurden öster­reich­weit über 15.000 Jugend­liche der 8. bis 12. Schul­stufe be­fragt. Im Burgenland, in Kärnten und in Wien wurden den Ju­gend­lichen zu­sätz­liche Fragen zu Mehr­sprachig­keit und Volks­gruppen gestellt. Die Studie ist in Buch­publi­kation ist im Beltz Verlag er­schie­nen. On­line finden Sie die Studie hier.

Siehe auch:
Jugendstudie: Unwissen über Volksgruppen, 16.5.2026
Jugendstudie: Volksgruppen ein Teil Österreichs?, 19.5.2026
Jugendstudie: Kontakt zu Volksgruppen, 2.6.2026


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5. November: Tag der Romanes-Sprache

November 6th, 2025  |  Published in Literatur & Bücher, Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Konferez anlässlich des internationalen Tags der Romanes-Sprache (RomanI) (Foto: Pressemitteilung COE/ERIAC)Bahtalo Interna­cio­nal­no dive e Roma­ne chibjako! Einen fro­hen Inter­natio­na­len Tag der Roma­nes-Spra­che! — Euro­pa­rat setzt sich für den Schutz der Iden­ti­tät und Kultur der Roma ein, indem er für den Erhalt der Roma­nes-Spra­che ein­tritt. Am 5. No­vem­ber or­ga­ni­sierte er ge­mein­sam mit dem Roma-Ins­ti­tut ERIAC die Kon­ferenz „Safe­­guar­ding Romani Language“.

Die Sprache Romanes ist das Herzstück der Identität der Roma, ihrer Zu­ge­hörig­keit zur Gemein­schaft und ihrer Teilhabe am gesell­schaft­lichen Leben. Heute kommt ihr eine noch größere Bedeu­tung zu: Sie ist sowohl ein Bestand­teil des kultu­rellen Erbes als auch ein leben­diges Kommu­nika­tions­mittel, das die Roma über Grenzen und Dialekte hinweg ver­bindet. Der Europarat setzt sich mit ver­schiede­nen Rechts­instru­menten und Initia­tiven aktiv für die Förderung und den Schutz von Romanes ein. So orga­ni­sierten die Abteilung Roma und Fahrende des Europa­rates und das Euro­päische Roma-Institut für Kunst und Kultur (ERIAC) anläss­lich des Inter­natio­nalen Tags der Romanes-Sprache, der am 5. Novem­ber began­gen wird, in den Räum­lich­keiten des Instituts in Berlin die sechste inter­natio­nale Kon­ferenz mit dem Titel „Erhalt der Romanes-Sprache“ („Safe­guarding Romani Language“).

Literatur und Sprache sind Säulen der Roma-Kultur

Romanes als Weg zu Identität, Gerechtigkeit und Inklusion im Kontext der inter­natio­nalen und euro­päi­schen Migration der Roma war eines der Haupt­themen der Konferenz. Diese Ver­anstal­tung brachte inter­nationale Fachleute für den Unterricht von Romanes, für Linguistik und für Kultur­erbe zu­sammen und ver­einte Stimmen aus Wissen­schaft, Be­hörden und gesell­schaft­lichen Organi­sationen, um die inter­natio­nale Reform von Ro­ma­nes voran­zu­treiben und ihren Gebrauch über Grenzen hinweg zu har­moni­sieren.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Rolle der Literatur für den Erhalt von Roma­nes. In diesem Jahr bildete die Kon­ferenz einen neuen Meilen­stein bei der Gründung des Romanes-PEN-Zentrums, das Mit­glied des Autoren­ver­bands PEN Inter­natio­nal werden möchte. Diese Initiative zielt darauf ab, Schrift­ste­ller/in­nen, Dichter/in­nen, Über­setzer/in­nen und Ver­fech­ter/in­nen der Sprache Romanes aus ganz Europa und darüber hinaus zu­sammen­zu­bringen, um die trans­natio­nale Zu­sammen­arbeit zu fördern und die Stimmen der Roma in der inter­natio­nalen Literatur­land­schaft zu ver­stärken. Read the rest of this entry »

German Loans in Sinti-Manuš Romani (2024)

Oktober 23rd, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Romani, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazDaphne Reitinger (2024): A Cognitive Approach to Borrowing: German Loans in Sinti-Manuš Romani

Masterarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Insti­tut für Sprachwissenschaft), 118 S.

→Download der UB Graz (pdf)

Abstract (Link):

Sinti-Manuš-Romani weist aufgrund des mehr als 400 Jahre wäh­ren­den Sprach­kontakts mit Deutsch eine um­fang­reiche Schicht deutscher Lehnwörter auf. Die vor­lie­gende Arbeit unter­sucht die deutsche Lehnwort­schicht in den zwei Sinti-Manuš-Romani-Varie­tä­ten Shinto Rosengro und Manouche d’Auvergne. Durch den Fokus auf die in Italien be­heima­tete Varie­tät Shinto Rosengro und die in Frankreich be­heima­tete Varie­tät Manouche d’Auvergne kann die Robust­heit der vor­liegen­den deutschen Entleh­nun­gen gewäh­rleistet werden, da Deutsch nicht mehr zu den primären Kontakt­sprachen zählt. Im Einzel­nen werden die in beiden Varietäten vor­kom­men­den deutsch­stämmi­gen Lehnwörter sowie die ent­sprechen­den Inte­gra­tions­pro­zesse unte­rsucht. Es werden Fal­lstudien zu Phonologie, Semantik und zu morpholo­gischen Pro­zessen durch­ge­führt und kognitive Me­chanis­men wie Entrench­ment-, Frequenz- und Similarity-Effekte zur Er­klärung der be­obach­teten Ergeb­nisse heran­g­ezogen. Durch eine um­fassende Unter­suchung dieser Wechsel­wir­kun­gen strebt diese Arbeit an, einen Beitrag zum inter­dis­zipli­nären Gebiet der kognitiven Kontakt­linguistik leisten.

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Facts & Figures (555)

Mai 10th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Romani

Shakespeare war möglicherweise mit Ro­ma­ni-Wör­tern ver­traut. So kommt der Name Caliban im Stück „Der Sturm“ laut ei­ni­gen Ex­per­ten von ka­li­ban (Schwär­ze, von kalo: schwarz).

(Quelle)

„Nevo tschibtschakero prikdipe“

April 12th, 2025  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 11.4.2025 | 11:06 min

„Innovative Sprachvermittlung“ des Forum4Burgenland: Jahres­tagung und Prä­sen­ta­tion eines Kinder­lieder­bu­ches in Eisen­stadt

Amen vodschikan use amaro berschen­gero talali­nipe „Nevo tschib­tschakero prik­dipe“ le Forum­4Bur­gen­landis­tar akaras tumen. O mulatin­tschago, tscheter­tekon, ando 10to april 2025, ando kultu­rakero kongresa­kero centrum Tikni Martona tel likerdo ol. Loschanen tumen upre jek minden­felitiko pro­gramo, savo neve koji uso prikdipe le flogos­kere grupnen­gere tschib­tschendar le Burgen­lan­distar ando masch­karutno punkto ter­dscharel taj tumenge jek dikipe ando tschib­tschakero siklipe la muschi­kaha, la naturaha taj le mici­nipeha del. Uso berschengero talalinipe jek but tschib­tschakeri dschi­lakeri kenva le flogoskere ischko­lakere tschavenge ando reli­gijo­nakero siklipe angle terdschardi ol. I anaven­geri patrin ando keripe jeke fesch­tini­peskere bever­bistar le tscha­vendar taj tschajendar kerdi uli. Tumen schaj tumenge o minden­felitiko le and bitschade kipendar uso mulatin­tschago aun diken, o jerinasch­tscha taj jerina­schkiji uso mulatin­tschago pati­jarde on. Jek but tschib­tschakero chor o programo dschi­lenca andar i dschi­lakeri kenva vodinla. O Forum4Burgenland jek sikadipeskero forum la Privati Pedago­gischi Utschi Ischko­latar Burgen­land, la sikadi­peskera direk­ci­jo­natar Burgenland taj le bur­genlan­ditike flogo­skere grupnen­gere bajro­tschendar hi. Ando bersch 2019 le ciliha kerdo, o flogoskere grup­nengere tschibtscha, o burgen­landitiko horvacko, o ungriko taj o Bur­gen­land-Romani ando pradi­peskero esbe lipe te sikal taj ando sikadi­peskero than te soraljarel.

Das Forum4Burgenland ist ein Bildungsforum der Privaten Päda­go­gischen Hochschule Burgenland, der Bildungs­direktion Burgen­land und der burgen­län­dischen Volks­gruppen­beiräte. Es wurde im Jahr 2019 mit dem Ziel geg­ründet, die Volks­gruppen­sprachen Burgen­land­kroatisch, Ungarisch und Burgen­land-Romani in der öffent­lichen Wahr­nehmung sichtbarer zu machen und sie im Bildungs­bereich zu stärken. Die Veranstaltung fand am Donnerstag, den 10. April 2025 im „Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt“ statt und bot ein viel­fältiges Pro­gramm, das inno­vative Ansätze zur Ver­mittlung der Volks­gruppen­sprachen des Burgen­landes in den Mittel­punkt rückt und Einblicke in das Sprachen­lernen mit Musik, Natur und Bewegung er­möglicht. Bei der Jahres­tagung wurde ein mehr­sprachiges Liederbuch für Volks­schulkinder im Religions­unterricht prä­sentiert. Read the rest of this entry »

Fickijendar taj vurclinendar

Dezember 23rd, 2024  |  Published in Interview, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft, dROMa (Magazin)

SPRACHE | TSCHIB

Von Nestern und WurzelnJek nevi Romani-alavengeri kenva rodel palo kes­diptscha


Duj tschibtschakere forschertscha jek barika­ni bu­ti ker­de: jek eti­mo­lo­gi­schi ala­ven­ge­ri ken­va le Ro­ma­ni­jistar. Pantsch ber­scha pa­loda terdschol akan anglo kise­ti­nipe. Amen le Miša Os­loniha (pol­ni­tiki aka­de­mija le visen­schof­ten­dar) taj le Kirila Ko­žano­viha (uni­ver­si­teta Potsdam) va­ker­tscham.

dROMa: So o aundefinipe uso projekto dija?
O gondo andar jek schutscho koja alo: Amenge hatek asaj ala­ven­geri kenva pekal. Dschi uso bersch 2019 imar poar Roma­ni-di­jalek­tscha schtu­dirin­tscham, taj amaro interesi upre aja igen schukar tschib use jek punkto alo, kaj amen palo kes­dip­tscha taj o ent­vik­li­nipe adale dija­lek­tschen­dar te rodel kama­hahi. Kekej but upri etimo­logija le Roma­ni­jistar butscha­linde (Pott, Miklosich, Turner, Boretzky, tschak poar te akarel), na dija jek kise­timo butscha­linipe. Hatek amen akor phen­tscham, hot jek etimo­lo­gischi alaven­geri kenva keras. Erschtivar, amen o amenge prin­dscharde „phure“ (a. b. indischi, persischi, arme­nischi, taj te greci­jakere taj sud­sla­vitike) alava khetan kedijam taj kes­din­tscham, jek bulhi historija sako­nestar te pisinel. Amen odotar ar dschas, hot odola alava le cile Romenge dschi use len­gero hinti­nipe usar o Balkan ando 15to schel­ber­schen­gero, prin­dscharde sina.

Kitschi alava hi?
Ande amari alavengeri kenva valami 1.200 „ficki“ del, a. b. jek vurclina mindenfe­litike odotar tel vodime ala­venca, kaj ando kise­tinipe poar eseri alava anali­sirim hi. O cile, valami 50 dijalek­tschendar kiposim on. Afka tschak na dikes, katar o alav al, hatek tu akor te dikes kaj lo and beschardo ol. Pedar ari, sakona histo­rijake sakone alavestar ande leskere minden­felitike schtadiji palal dschas, kaj jek angle­ter­dscho­jipe odolestar te uschtides, sar o phure dschene le Romendar ando minden­felitike cajtscha, vaker­nahi. Butvar tschak i historija jeka tschib­tschatar i historija le manu­schendar, save la vakeren, schaj sikal. Ada but alavenge terdschol, save o igen „phure Roma“ andar o tschib­tscha getschen line, sa­venca on upre lengeri dugi roas andar i Indija andi Grecija ando kon­takto ale. Read the rest of this entry »

Von Nestern und Wurzeln

Dezember 21st, 2024  |  Published in Interview, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft, dROMa (Magazin)

SPRACHE | TSCHIB

Von Nestern und WurzelnEin neues Romani-Wörterbuch sucht nach den Ursprüngen


Auf eigene Faust machten sich zwei Sprach­for­scher an eine Her­ku­les­arbeit: ein ety­mo­lo­gi­sches Wör­ter­buch des Ro­ma­ni. Fünf Jahre spä­ter steht es vor dem Ab­schluss. Wir ha­ben mit Michail Oslon (Pol­ni­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten) und Kirill Kožanov (Uni­ver­si­tät Potsdam) ge­spro­chen.

dROMa: Was gab den Anstoß zum Projekt?
Die Idee entstand auf recht prosaische Weise: Wir benötig­ten einfach ein solches Wörter­buch. Bis zum Jahr 2019 hatten wir bereits einige Roma­ni-Dia­lekte stu­diert, und unser Inter­esse an dieser wunder­schönen Sprache hatte einen Punkt er­reicht, an dem wir den Ursprung und die Ent­wick­lung dieser Dialekte er­grün­den wollten. Obwohl viele an der Etymologie (Wort­geschichte) des Romani ge­arbei­tet haben (Pott, Miklosich, Turner, Boretzky, um nur einige zu nennen), gab es keine voll­ständige Be­arbei­tung. Wir be­schlos­sen also, ein etymo­logi­sches Wörterbuch selbst zu ver­fassen. Zuerst sammel­ten wir alle uns be­kannten „alten“ (d. h. indischen, iranischen, arme­nischen sowie teil­weise griechischen und süd­slawischen) Wörter und be­gannen, eine um­fas­sende Geschichte von jedem zu schrei­ben. Wir gehen davon aus, dass diese Wörter allen Roma bis zu ihrer Zer­streu­ung vom Balkan im 15. Jahr­hun­dert be­kannt waren („Gemein­wortschatz“).

Wie viele Einträge sind es?
Unser Wörterbuch besteht aus etwa 1.200 „Nestern“, d. h. einer Wurzel mit ver­schie­denen davon ab­ge­leiteten Wörtern, sodass am Ende einige tausend Wörter analy­siert sind. Alle werden an­hand von etwa 50 Dialekten illustriert. So kann man nicht nur erfahren, woher ein Wort stammt, son­dern auch wo und wie es jetzt ver­wendet wird. Darüber hinaus verfolgen wir die Geschichte jedes Wortes in seinen ver­schiede­nen Stadien, sodass man eine Vor­stel­lung davon be­kommt, wie die Vorfahren der Roma zu verschie­denen Zeiten sprachen. Oft kann nur die Ge­schichte einer Sprache die Ge­schichte der Men­schen, die sie sprechen, offenbaren. Dies gilt für viele Wörter, die die „Ur-Roma“ aus den Sprachen ent­lehnt haben, mit denen sie auf ihrer langen Reise von Indien nach Griechen­land in Kontakt kamen. Read the rest of this entry »

„Jek nevi cedula“

Dezember 17th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)

IM GESPRÄCH | ANDO VAKERIPE

IM GESPRÄCH | ANDO VAKERIPE: Bildungsexpertin und Politikerin Tina Gažovičová (Foto: Tina Gažovičová/Facebook)Ekspertkija: Romani-ischkoli nan nisaj putripe

Dajakere tschibtschakere sikajipeha le Ro­­men­­ge­­re-tscha­­ven­­ge andi Slo­­vakija akan bara andar o drom bejg ispi­­dim te on. O ministerijum dikel ada ojs „keripe uso be­­kejmpfi­­nipe la segre­­gaci­­jona­­tar“. Ham so ada butschol? Amen usi sika­­di­­pes­­keri eks­­pert­­kija Tina Gažo­­vi­­čová ando foro Bratisl­­ava palal phutsch­­lam.

dROMa: Andi Slovakija akan bojd jek ischko­­la la sika­­ji­­pes­­kera tschib­­tscha­­ha Ro­­mani dela. (→Sikadipe: O eksperimento andar Rakúsy) Hi ada jek barikano drom?
Tina Gažovičová: O phutschajipe andi Slovakija igen bri­­gasch­­no hi. Te le politischi taj inter­­kultu­­reli fatre­­ter­­tschen le Romen­­ge­­re-tschu­­li­­pestar andi Slovakija minden­­felitike muani­­nip­­tscha use aja tema hi. Upri jek rik latscho hi, hot but Romen­­gere-tscha­­ven andi Slo­­vakija Romani ojs dajakeri tschib hi taj hatek ada schaj pomo­­schin­­lahi, Romani te andi isch­­kola te siklol. Ande amaro isch­­kola­­kero tscha­­tschipe o tscha­­tschipe le tschu­­lip­­tschen­­dar ande hi, ande lengeri daja­­keri tschib sikade te on, taj amen andi Slovakija jek dugi tradicija isch­­kolen­­dar le ungrike tschu­­lipeske hi. Ando peripe le Romen­­ge­­re-tschu­­li­­pestar ada ham schoha prik beschardo na ulo, kaj tschak igen tschule Roma­­ni-mesch­­ter­­tscha del taj kaj o minden­­feli­­tike dijalek­­tscha le tel pisime Roma­­ni­­jistar avrijal hi. Vaschoda tschak tschule ischkoli del, ande save Romani ojs foch sikado ol, ham dschi­­jakana nisaj ischkola, Rom­­nijiha ojs sikaji­­pes­­keri tschib.

So gejng vakerel?
O argumento gejng ischkoli Romanijiha ojs sikajipeskeri tschib hi, hot on i segre­­gaci­­jona (isch­­kola­­kero artscha­­pinipe) taj o socijali artscha­­pinipe le Romen­­ge­­re-tschu­­li­­pestar meg horeder keren. Ando lejcti desch­­ber­­schen­­gere i segre­­gaci­­jona le Romen­­ge­­re-tscha­­vendar ando ischko­­lakero koja andi Slovakija bibas­­ta­­leder uli. But gava del, ande save agun jek „keverimi“ ischkola delahi, savi Romen­­ge­­re- taj te slova­­kitike, poavar te ungrike tschib­­tschakere tscha­­vendar, kher rodim ule. O gendo le slova­­kitikendar ande odola gava ham tel lel, taj o Roma mindig buteder on, so uso cajchn le „parne naschi­­keri­­pestar“ vodin­­tscha, kaj adi odola ischkoli tschak buter le Romen­­ge­­re-tscha­­vendar kher rodim on. Read the rest of this entry »

„Ein neues Etikett“

Dezember 17th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)

IM GESPRÄCH | ANDO VAKERIPE

IM GESPRÄCH | ANDO VAKERIPE: Bildungsexpertin und Politikerin Tina Gažovičová (Foto: Tina Gažovičová/Facebook)Expertin: Romani-Schulen sind keine Lösung

Mit muttersprachlichem Unterricht sollen den Ro­­ma-Kin­dern in der Slo­wa­kei end­lich Steine aus dem Weg ge­räumt werden. Das Mi­nis­te­ri­um sieht dies auch als „Bei­trag zur Be­kämpfung der Se­gre­ga­tion“. Aber was be­deu­tet das? Wir ha­ben bei der Bil­dungs­ex­per­tin Tina Gažo­vi­čová in Bratislava nach­ge­fragt.

dROMa: In der Slowakei wird es bald eine Schule mit der Unter­richts­sprache Romani ge­ben (→mehr hier). Ist das ein sinn­voller Weg?
Tina Gažovičová: Die Frage ist in der Slowakei sehr umstritten. Auch die politi­schen und intel­lek­tuellen Ver­treter der Roma-Min­der­heit in der Slowakei haben unter­schied­liche Meinungen zu diesem Thema. Einer­seits stimmt es, dass viele Roma-Kinder in der Slowa­kei Romani als Mutter­sprache haben und es daher für sie hilf­reich sein könnte, Ro­mani auch in der Schule zu lernen. Unser Schul­gesetz beinhaltet das Recht der Minder­heiten, in ihrer Mutter­sprache unter­richtet zu werden, und wir haben in der Slowakei eine lange Tradition von Schulen für die ungarische Minder­heit. Im Falle der Roma-Min­der­heit wurde dies jedoch nie um­ge­setzt, da es nur sehr wenige Roma­ni-Lehrer gibt und außer­dem die ver­schie­denen Dialekte vom kodi­fizierten Romani ab­weichen. Daher gibt es nur wenige Schulen, in denen Romani als Fach unter­richtet wird, aber bisher keine mit Romani als Unter­richts­sprache.

Was spricht inhaltlich dagegen?
Das Argument gegen Schulen mit Romani als Unterrichtssprache ist, dass sie Segregation (Anm.: schuli­sche Ab­sonde­rung) und sozialen Aus­schluss der Roma-Min­der­heit weiter ver­tiefen. In den letzten Jahr­zehn­ten hat sich die Segre­gation von Roma-Kind­ern im Schul­wesen in der Slowakei ver­schärft. Es gibt viele Dörfer, in denen es früher eine „ge­mischte“ Schule gab, die sowohl von Roma- als auch von slowa­kischen, manchmal auch un­garisch­spra­chigen Kindern besucht wurde. Die Zahl der Slowaken in diesen Dörfern nimmt jedoch ab, während die Roma-Be­völ­ke­rung zu­nimmt, was zum Phä­nomen der „weißen Flucht“ geführt hat, so dass diese Schulen heute nur noch von Roma-Kindern besucht werden. Read the rest of this entry »

Sikadipe: O eksperimento andar Rakúsy

Dezember 12th, 2024  |  Published in Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)

ARTSCHAPIM: Teldschumintschage o sikadipeskero drom le Romengere-tschavendar vodinen. Andi ostslovakitiki gemajnde Rakúsy bojd i erschti Romani-ischkola le thanestar dela. (Kipo: SME)I Slovakija lakeri erschti Romani-ischkola uschtidel

Ando juni ando sikadipeskero ministe­ri­jum ande Bratis­lava, o droma kerde ule: Andi ost­slo­va­ki­tiki ge­majn­de Rakúsy bojd i ersch­ti isch­kola le tha­nestar dela, ande savi o tschave – pa­sche i slo­va­kitiki tschib – te ande len­geri daja­keri tschib Roma­ni si­kade on.

Le prikbescharipeske o ministerijum jek koperaci­jona la ge­majn­dejaha, la uni­versi­te­taha Prešov taj le „kheta­nipeha le isch­kolen­dar, save i Roma-tschib sikan“, kertscha. O ang­lutne butja akan valami jek bersch te dau­erinen. „Ada bari­kano hi, jek than le sika­dipeske le tscha­venge andar etnischi tschu­liptscha ande lengeri daja­keri tschib te scho­finel, inklusivi o Ro­men­ge­re-tscha­ve“, phenel o sikadi­pes­kero ministeri Tomáš Drucker. „Vaschoda phen­tscham, hot le keri­peske jeka pilo­tiskera isch­kolatar le Romen­ge­re-tscha­venge ando gav Rakúsy po­mo­schinas. Amen pilotis­kere koji ande ada than ar te pro­balinel kamaha, save o dajakero tschib­tscha­kero sikadipe te le Ro­men­gere-tscha­venge bul­haren taj feder keren.“ Rakú­syske vaschoda o schtatus jeka „naci­jo­nali­teten­ge­ri-isch­kola“ aun rodim ulo.

Akan andi Slovakija tschak poar ischkoli del, kaj Romani – trin ori ando kurko – ojs isch­kola­kero foch sikado lo (taj ada, kekaj palo „Atlas le Ro­men­ge­re-Khe­ta­nip­tschen­dar“ andi Slovakija 450.000 Roma dschin, saven­dar 60 procenti khere Romani vakeren). Efta ischkoli hi le, sa privati ischkoli, bojd o cile ando ost le tha­nestar. Afka Romani ande schtar ischkoli (ande Kružlová, Stropkov, Kremnica taj Košice), ando Ze­fy­rin-Ji­mé­nez-Malla-gim­na­si­jum (ande Krem­nica) taj ande duj butja­kere sikadi­peskere ischkoli (ande Košice taj Kežmarok) ojs sikaji­peskero foch tel pisim hi – ham na ojs sikaji­peskeri tschib sar akan akor ande Rakúsy. I ischkola tscha­tschi­kan jek nevipe hi: i erschti ischkola andi Slovakija, kaj Romani te uso famit­linipe avre siklo­ji­pes­kere koji lim ol.

Ulado gav

Rakúsy jek tikni gemajnde uso kesdipe la Tatratar hi, o becirkis­kero scheros­kero foro tschak poar kilome­tertscha pasche hi. 3.300 dschene hi le gav, 70 procenti upri flogos­keri grupn le Romendar peren, savendar but ande jek tel paschlimi sidlung eknaj avral o gav, dschin. I Ro­men­ge­ri-sid­lung andar Rakúsy, jek le lek bare­derendar andi Slovakija hi. Read the rest of this entry »

Das Experiment von Rakúsy

November 24th, 2024  |  Published in Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)

VERBAUT: Benachteiligungen prägen den Bildungsweg der Roma-Kinder. Die ost­slo­wa­ki­sche Ge­mein­de Rakúsy bekommt nun die erste Romani-Schule des Lan­des. Good News oder ein weiterer Irrweg? (Symbolbild: SME)Die Slowakei bekommt ihre erste Romani-Schule

Im Juni wurden im Bildungsministerium in Bra­tis­lava die Wei­chen ge­stellt: In der ost­slo­wa­ki­schen Ge­mein­de Rakúsy wird es bald die erste Schule des Lan­des ge­ben, in der die Kinder – neben Slo­wa­kisch – auch in ihrer Mut­ter­spra­che Romani un­ter­rich­tet werden.

Für die Umsetzung unterzeichnete das Ministerium eine Koope­ra­tions­ver­ein­barung mit der Gemeinde, der Univer­sität Prešov und dem „Verband der Schulen, die die Roma-Sprache unter­richten“. Die Vor­berei­tun­gen sollen nun etwa ein Jahr dauern. „Ich halte es für außer­ordent­lich wichtig, einen Raum für die Bildung von Kindern aus ethni­schen Minder­heiten in ihrer Mutter­sprache zu schaffen, ein­schließ­lich der Roma-Kinder“, erklärt Bildungs­minister Tomáš Drucker. „Deshalb haben wir be­schlos­sen, die Ein­richtung einer Pilot­schule für Roma-Kin­der im Dorf Rakúsy zu unter­stützen. Wir wollen Pilot­maß­nahmen in diesem Bereich aus­pro­bieren, die darauf abzielen, mutter­sprach­li­che Bildung auch für Ro­ma-Kinder aus­zu­weiten und zu ver­bessern.“ Für Rakúsy habe man daher den Status einer „Na­tio­na­li­tä­ten-Schu­le“ be­antragt.

Derzeit existieren in der Slowakei nur eine Handvoll Schulen, an denen Romani – im Umfang von drei Wochen­stunden – als Schulfach an­geboten wird (und das, obwohl laut dem „Atlas der Roma-Ge­mein­schaf­ten“ in der Slowakei 450.000 Roma leben, von denen 60 Pro­zent zu Hause Romani sprechen). Sieben Schulen sind es, alle­samt Privat­schulen, fast alle im Osten des Landes. So ist Romani an vier Grund­schulen (in Kružlová, Stropkov, Kremnica und Košice), am Ze­fy­rin-Ji­mé­nez-Malla-Gym­na­si­um (in Krem­nica) und an zwei berufs­bilden­den Schulen (in Košice und Kežmarok) als Unterrichts­fach ver­ankert – nicht jedoch als Unter­richts­sprache wie künftig in Rakúsy. Die Schule ist tat­säch­lich ein Novum: die erste Schule der Slowakei, in der Romani auch regulär zur Ver­mittlung an­derer Lehr­inhalte ver­wendet wird. Read the rest of this entry »

Latscho Diewes mit Marlon Reinhardt

September 5th, 2024  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Romani, Sport

Wie die Sprache der Sinti und Roma Koblenz (Deutschland) prägt
RZInside – Der Podcast der Rhein-Zeitung (35:54 min)

Wisst ihr, wann etwas „latsches“ ist? Wann man mit dem „Tschuglo“ raus­geht und mit dem „Wasty“ tele­foniert? Die Sprache der Sinti und Roma ist eng mit der Koblen­zer Sub­kultur ver­woben – darum geht es in diesem Podcast. Als Kickbox-Weltmeister lässt Marlon Reinhardt oft die Fäuste sprechen. Doch der 32-Jäh­rige en­gagiert sich auch intensiv in der Sinti-Com­mu­nity. Im Ge­spräch mit Finn Holitzka bei RZInside verrät er einen beson­deren Trick seines kleinen Sohnes.

(Text und Sendung: RZInside, Okt. 2023)

Facts & Figures (525)

August 18th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung, Romani

Derzeit wird an sieben Privat­schulen in der Slo­wa­kei Romani als ei­ge­nes Schul­fach un­ter­rich­tet.

(Quelle/pdf)

Facts & Figures (524)

August 6th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Romani

Anders als sechs andere an­er­kann­te Min­der­heiten in der Slo­wa­kei ver­fü­gen die Ro­ma bis­lang über kei­ne ei­ge­nen Schu­len mit mut­ter­sprach­li­chem Un­ter­richt.

(Quelle/pdf)

Facts & Figures (519)

Juni 30th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Radio, Podcast & TV, Romani

Im Jahr 2022 sendete die slo­wa­ki­sche öf­fent­lich-recht­li­che An­stalt RTVS 213 Stun­den an Ra­dio- u. 57,33 Stun­den an TV-Sen­de­zeit auf Ro­ma­ni.

(Quelle/pdf)

Artschijipe: I austritiki Romani tschib

April 16th, 2024  |  Published in Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 15.4.2024 | 7:30 min

Ausstellungseröffnung im Pavelhaus: „Das österreichische Romanes“ im Pavelhaus in Bad Rad­kersburg

Artschijipeskero pradipe ando Pavelhaus – Ando 16.12.1993 i republi­ka Austrija o araka­ripe la Ro­mana tschibt­schatar ando tscha­tschip­tscha upre lija. Afka akan i euro­pitiki indischi tschib, savi sajt 600 berscha ando adi­veses­kero austri­tiko teri­torijum vakerdo ol oficijeli tschu­li­pen­geri tschib. O artschijipe Romanes angle terdscha­rel pre ajipeha andar i Indija taj Europa, pre bari­kane tschib­tscha­kere bar­vali­peha taj litera­rischi ver­kenca andi Austrija. 13.4.–25.5.2024: artschijipe ando Pavelhaus, Laafeld 30, Bad Radkersburg. O artikl-VII Kultu­ra­kero farajn le Schtac­kos­ke hi i fatre­tini­pes­keri orga­nisa­cija ando bun­dakero than Schtacko atschimo tschu­li­pestar le schtacke Slo­veni­jendar.

Romani und Romanes sind die Allgemeinbezeichnungen für die Sprache der größten und viel­fältigs­ten Minder­heit Europas, den Rom*n­ija. Mit der Volks­gruppen­an­erken­nung am 16.12.1993 bekennt sich die Republik Österreich zum Schutz und zur Pflege des Roma­nes als integra­ler Bestand­teil der ethno­kultu­rellen Vielfalt Öste­rreichs. Damit ist eine euro­päi­sierte indische Sprache, die seit min­destens 600 Jahren im heutigen öster­reichi­schen Terri­torium ge­sprochen wird, offizielle Min­der­heiten­sprache bzw. Volks­gruppen­sprache ge­worden. Zum 30-jäh­rigen Jubiläum der An­er­kennung der Volks­gruppe der Rom*nija in Österreich stellt die Aus­stellung die Sprache Romanes vor – mit ihrer Ver­ankerung in Indien und Europa, mit ihrem beson­deren sprach­lichen Reich­tum und mit dem litera­rischen Schaffen in Österreich. Musika­lisch wurde die Ver­an­stal­tung von Ivana Ferencova und Chor be­gleitet.

Besuchen können sie die Ausstellung von 13.4. bis 25.5.2024, Pavelhaus, Arti­kel-VII-Kul­tur­verein für Steier­mark, Laafeld 30, Bad Rad­kersburg. Read the rest of this entry »