Facts & Figures (519)
Juni 30th, 2024 | Published in Facts & Figures, Radio, Podcast & TV, Romani
Juni 30th, 2024 | Published in Facts & Figures, Radio, Podcast & TV, Romani
Juni 29th, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 20.6.2024 (mp3)
In der Donnerstagsausgabe der „Romani Ora“ hören Sie wie immer die Kategorie „Mri historija“ mit Alex Gussak. Und im Tagesthema berichten wir über einen Rezitationswettbewerb in ungarischer Sprache, der vom Burgenländisch-Ungarischen Kulturverein (BUKV) veranstaltet wurde.
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erwarten Sie neben den Volksgruppennachrichten und dem Veranstaltungskalender, in Deutsch und in Burgenland-Romani, die Jugendsendung mit Adi Gussak. Anlässlich der Fußball-EM war er beim Public Viewing auf der Burg Güssing. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Der „Romani Ora“-Musikmontag mit der meisten und vielfältigsten Roma-Musik in einer Stunde auf Radio MORA. Außerdem hören Sie die zweisprachigen Volksgruppennachrichten und „Kultura hetvinate“.
Die burgenländisch-ungarische Volksmusikgruppe „Csörge“ feierte dieser Tage ihr zehnjähriges Jubiläum. Martin Horvath war beim Jubiläumskonzert dabei. In „Mindenfelitiko“ stellen wir Ihnen den iranischen Film „Irdische Verse“ Dazu gibt’s die abwechslungsreichste Roma-Musik.
Juni 28th, 2024 | Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte
Die deutsche Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) veröffentlicht ihren zweiten Jahresbericht zu antiziganistischen Vorfällen in Deutschland. Die Vorfallzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt.
Am 17. Juni 2024 wurde der Jahresbericht der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus MIA zu antiziganistischen Vorfällen in Deutschland aus dem Jahr 2023 auf der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt. Für 2023 hat MIA insgesamt 1.233 antiziganistische Vorfälle erfasst. Dies ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (621 Vorfälle). Die höheren Zahlen stehen im Zusammenhang mit dem Rechtsruck in Deutschland und sind auch durch den wachsenden Bekanntheitsgrad von MIA zu erklären. Es ist nach wie vor von einem großen Dunkelfeld antiziganistischer Vorfälle auszugehen, das erst in den kommenden Jahren schrittweise erhellt werden kann.
Reem Alabali-Radovan, Beauftragte der deutschen Bundesregierung für Antirassismus, würdigte das Engagement: „Was MIA in den letzten Jahren aufgebaut hat, ist beeindruckend. Hier wird deutlich, wie wichtig solche Meldestellen für die Communitys sind. Sie sind es, die die Situation der Betroffenen am besten kennen und wissen, was gebraucht wird. Wichtig ist mir auch: Wenn wir über Zahlen und Daten des 2. Jahresberichts der Meldestelle sprechen, dürfen wir nicht vergessen, dass hinter jeder dieser Zahlen ein Mensch steht, der Gewalt, der Hass, der Unrecht erlebt hat.“
Bei den Vorfällen stechen drei Aspekte ins Auge: Die erste, alarmierende Erkenntnis ist die eindeutige Zunahme extremer Gewalt. Nach einem Vorfall im Jahr 2022 hat MIA im aktuellen Bericht 10 Fälle extremer Gewalt dokumentiert. Read the rest of this entry »
Juni 25th, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 14.6.2024 (mp3)
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA wird präsentiert von Tina Nardai. In dieser Ausgabe hören Sie u. a. den Veranstaltungskalender, die zweisprachigen Volksgruppennews und natürlich „Young, wild and free – le ternenge“, darin beschäftigt sich unser Jugendredakteur mit den Ergebnissen der EU-Wahlen und berichtet, wie die junge Generation sich mit der EU auseinandersetzt.
Zum Start in die Woche verwöhnt Sie der „Romani Ora“-Musikmontag mit der abwechslungsreichsten Roma-Musik. Auf dem Programm steht diesmal unter anderem Musik von Deladap, Gipsy.cz, Los Reyes und Vera Bila.
Die Ausstellung „600 Jahre Romanes“ wurde im Zweisprachigen Bundesgymnasium in Oberwart installiert. Radio MORA war bei der feierlichen Eröffnung dabei. Dazu hören Sie wie jeden Dienstag die Rubrik „Mindenfelitiko“ und die abwechslungsreichste Roma-Musik.
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit auf den „Roma-Butschu“, der heuer im OHO in Oberwart stattgefunden hat. Und in der Jugendsendung lernen Sie Elias Gärtner-Horvath etwas näher kennen. Der Burgenland-Rom aus Kleinbachselten ist der erste Lehrling der Firma Südburg.
Juni 24th, 2024 | Published in Facts & Figures, Literatur & Bücher
Juni 23rd, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 11.6.2024 (mp3)
Das Tagesthema dieser „Romani Ora“ ist „dROMa“: Die zweisprachige Zeitung des Vereins Roma-Service feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen. Und in „Mindenfelitiko“ hören Sie ein Rezept aus der Küche der Roma/kojnha le Romendar. Moderiert wird die Sendung von Tina Nardai.
In der Mittwochsausgabe der „Romani Ora“ hören Sie im aktuellen Tagesthema das „Romano TRIO“, eine Musikformation, die das Publikum im Kulturverein österreichischer Roma mit auf eine musikalische Reise nahm. In der Jugendsendung berichtet Adi Gussak über die Vorfreuden der Schülerinnen und Schüler auf das bevorstehende Zeugnis und die damit verbundenen Sommerferien.
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie einen Beitrag anlässlich des bevorstehenden „Weltblutspendetags“ – Indira Spirk berichtet. Und in der Rubrik „Mri historija“ nimmt uns Alex Gussak wieder mit in vergangene Zeiten.
Juni 21st, 2024 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 20.6.2024 | 5:32 min
Nachmittagslernbetreuung des Vereins Roma-Service – Paloplaneskero siklipe ando farajn Roma-Service
Imar poar berscha kerel o farajn Roma-Service le Romane tschavenge jek paloplaneskero siklipe. Angloplane vakeriptscha le meschterenca, dajenca taj dadenca taj la ischkolaha kerde on, kaj le tschavenge schaj feder pomoschim ol. Angloplane siklipeskere koji, sar butjakere patra, probalinipeskere testscha taj probalinipeskere ischkolakere butja kisetim on. Ande ada ischkolakero bersch 29 tschavenge pomoschim ulo. Telende sina 15 tschave andar i flogoskeri ischkola, 12 tschave andar i nevi maschkarutni ischkola taj duj terne andar utschi ischkola. Duach i buti le meschterendar andar o farajn Roma-Service schaj ando lejcti bersch latsche siklipeskere barikaniptscha jerinde ule taj niko le ischkolaschtschendar beschte atschino. Poar lendar meg feder ule.
Seit einigen Jahren bittet der Verein Roma-Service für die Roma-Kinder eine Nachmittagslernbetreuung an. Am Vormittag werden Gespräche mit Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern und Schulen, um noch besser auf die jeweiligen Kinder eingehen zu können und um jedem Kind dort Unterstützung zu bieten, wo es am meisten benötigt wird, geführt. Unter anderem nutzen die Lernbetreuer den Vormittag, um Vorbereitungen für den Nachmittag zu erarbeiten. Dazu gehören Arbeitsblätter zur Förderung von gewissen Fächern, individuell an die Kinder und deren Lernschwächen angepasst sowie das Erarbeiten von Probe-Tests, Probe-Schularbeiten und Lernzielkontrollen. Im laufenden Schuljahr wurden 29 Kinder betreut. Davon sind 15 Kinder in der Volkschule, 12 Kinder in der Neuen Mittelschule und zwei Jugendliche in Höheren Schulen. Read the rest of this entry »
Juni 18th, 2024 | Published in Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 17.6.2024 | 7:04 min
Roma-Butschu 2024 – Kirtag in OHO in Oberwart
Suboton, 15. juni 2024, 19:00 orenge o tradicijoneli Roma-Butschu sar sako bersch Erbate ando Pradimo Kher Erba (OHO) tel likerdo ulo. O Roma-Butschu hi jek mulatintschago le kulturendar le flogoskere grupnendar, kaj pasche o Roma kinstlertscha, Bela Horvath Ensemble andar o Ungriko, Romano Rath, Ivana Ferencová taj lakero chor i Leon Berger Band taj i ungriki flogoskeri muschikakeri grupn Csörge pumaro dschanipe schaj sikade.
Zahlreiche Roma und Nicht-Roma besuchten am Samstag den traditionellen Roma-Butschu, also den Roma-Kirtag, im Offenen Haus Oberwart (OHO). Der Kirtag ist ein Fest der Kulturen und Volksgruppen im Burgenland. Seit dem Jahr 1991 trifft man sich hier und feiert gemeinsam – Roma und Nicht-Roma. Es geht um kulturelle Diversität, um das Miteinander der verschiedenen Volksgruppen. Im Mittelpunkt steht dabei jedes Jahr die Musik. Read the rest of this entry »
Juni 16th, 2024 | Published in Facts & Figures
Juni 12th, 2024 | Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Zahlreiche Roma-Organisationen, die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ (GfbV) und internationale Menschenrechts-Anwältinnen und -Anwälte haben einen offenen Brief an UN-Generalsekretär Guterres geschrieben. Darin fordern sie Entschädigung für die Roma, die 1999 in den bleiverseuchten Lagern der UN im Kosovo vergiftet wurden oder ihre Angehörigen verloren.
RAN, 24.4.2024: Nach dem Kosovokrieg 1999 wurden die Roma aus dem Kosovo systematisch vertrieben. Viele flohen in die angrenzenden Gebiete. Wer konnte, floh in den Westen. Ein kleiner Teil der vertriebenen Roma wurde in Lagern untergebracht, die die Übergangsverwaltung der UN im Kosovo (UNMIK) in Nord-Mitrovica einrichtete. Diese Lager befanden sich in direkter Nähe zu einer Bleischmelzanlage, die seit den 1970er Jahren die Gegend vergiftete. Die Erde, das Wasser und die Luft waren hochgradig mit Schwermetallen belastet. Schnell entwickelten viele Bewohnerinnen und Bewohner der Lager, insbesondere die Kinder, Symptome einer Bleivergiftung. Es kam zu Fehlgeburten, Kinder wurden mit Hirnschäden geboren, Menschen starben.
Bereits im Jahr 2000 hat ein Arzt hohe Menschen an Blei im Blut von Bewohnern und Bewohnerinnen festgestellt und die sofortige Evakuierung empfohlen. Ein deutscher Arzt hat die seines Wissens nach höchste Konzentrationen von Blei in den Haaren der Bewohner/innen gefunden, die jemals gemessen wurden. Dennoch wurden die Lager erst zwischen 2010 und 2013 aufgelöst. Die meisten ehemaligen Bewohner/innen leben bis heute in desaströsen Zuständen und mit ruinierter Gesundheit im Kosovo, manche in anderen Ländern.
Roma-Organisationen und andere Menschenrechtler/innen haben viele Jahre darum gekämpft, dass die Menschen Hilfe bekommen, umgesiedelt werden, Entschädigung bekommen. Die amerikanische Menschenrechts-Anwältin Dianne Post vertritt seit 2005 knapp 200 der geschädigten Roma und hat in ihrem Auftrag geklagt. Read the rest of this entry »
Juni 10th, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 6.6.2024 (mp3)
Der „Vatertag“ ist das Tagesthema dieser „Romani Ora“. Indira Spirk hat anlässlich diesen Festtages einen Beitrag zusammengestellt. Und in der aktuellen Ausgabe von „Mri historija“ verschlägt es Alex Gussak ins südburgenländische Harmisch (Gemeinde Kohfidisch).
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie die Veranstaltungshinweise/ Mulatintschage, die News und die Jugendsendung: In „Young, wild and free – le ternenge“ beschäftigt sich Adi Gussak mit dem „Pride Month“, der im Juni überall begangen wird.
Der „Romani Ora“-Musikmontag wird präsentiert von Tina Nardai auf Radio MORA. Unter anderem hören Sie in dieser Stunde Roma-Musik von Rina Churon, Dusko Horvath, Ruzsa Nikolić-Lakatos, Ando Drom u.v.m.
Juni 7th, 2024 | Published in Facts & Figures
Juni 6th, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 3.6.2024 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird präsentiert von Tina Nardai. Unter anderem hören Sie in dieser Sendung Roma-Musik von Gipsy Casual, Harri Stojka, Romano Glauso oder Mónika Lakatos.
Mit „Reginas Atempause“ wird die „Romani Ora“ jeden ersten Dienstag im Monat verstärkt. Atem- und Entspannungsübungen sollen dabei helfen, Mittagstiefs zu überdauern. Und im Tagesthema ist Radio MORA bei der Neueröffnung des „Wohnzimmers“ der Pannonischen Tafel in der Wiener Straße 1 in Oberwart.
Im Tagesthema dieser „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie einen Bericht über das Zweisprachige Bundesgymnasium Oberwart (ZBG). Die Schülerinnen und Schüler des ZBG werden ab Juni eine eigene Sendung auf Radio MORA senden. Und in der Jugendsendung beschäftigt sich Adi Gussak mit dem EM-Fußball-Sammelalbum.
Juni 5th, 2024 | Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
Porträtserie international bekannter Roma-Künstler*innen und Aktivist*innen
Ausstellung von Nihad Nino Pušija
Stiftung Kai Dikhas, zu sehen bis 30. Juni 2024
Ort: Bildungsforum gegen Antiziganismus & Kunstraum Dikhas Dur, Prinzenstr. 84.2, 10969 Berlin
Wenn es um das Sujet der Sinti und Roma geht, ist die Fotografie die historisch komplexeste und problematischste Bildgattung. Werden sich Roma jemals von den traumatisierenden Praktiken der fotografischen Darstellung distanzieren können, durch die sie sexualisiert und kriminalisiert wurden – Praktiken, die sich durch die gesamte Geschichte der Anthropologie und Ethnografie ziehen? Und ist es endgültig unmöglich geworden, diesen fotografischen Blick umzukehren und zu erwidern?
Seit der Künstler und Fotograf Nihad Nino Pušija (Website) zum ersten Mal 1988 in Sarajevo ausstellte, stehen diese Fragen im Zentrum seiner Arbeit. Pusija beschäftigt sich mit den Vorurteilen gegenüber Roma und mit ihren politischen Folgen wie Deportation und Assimilation. Stets findet er neue Möglichkeiten, authentische Bilder zu schaffen. Damit leistet er einen Beitrag zur fortlaufenden kritischen Untersuchung seitens der europäischen Kunstszene, welche Rolle die Bilder der sogenannten „Anderen“ für das Selbstbild der Porträtierten spielen.
Nihad Nino Pušija (D/BIH) wurde 1965 in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina geboren und er ist Kunstfotograf. Seine Arbeit konzentrierte sich hauptsächlich auf Dokumentar- und Porträtfotografie, deren Ziel es ist, die Identität der Roma in Berlin, wo er seit 32 Jahren lebt, und anderswo in Europa einzufangen. Read the rest of this entry »
Juni 4th, 2024 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
Juni 3rd, 2024 | Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Wissenschaft
Europa-Universität Flensburg: Die Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History erforscht grundständig die Geschichte der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit.
Laufzeit: 1.12.2023 bis 30.11.2025
Im Januar 2022 hat der Schleswig-Holsteinische Landtag einstimmig beschlossen, die Geschichte der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein, insbesondere zu Verfolgung und Vertreibung im Nationalsozialismus, aufzuarbeiten. Im Dezember 2023 ist der Startschuss für die wissenschaftliche Untersuchung des Themas durch die Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History der Europa-Universität Flensburg gefallen.
Forschungsstelle
Den Zuschlag für das Projekt hatte die Forschungsstelle im Oktober 2023 erhalten. Gegenstand des Forschungsprojekts ist die Geschichte der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein im 20. Jahrhundert, mit dem Schwerpunkt auf der NS-Zeit und deren Bewältigung nach 1945. Der Fokus des Projekts liege nach Auskunft der Forschungsstelle auf der Erschließung aller Entschädigungs- und Wiedergutmachungsverfahren, die in Schleswig-Holstein im Hinblick auf Sinti und Roma geführt wurden. Weitere Arbeitsfelder des Projektes seien die Durchführung von narrativen Interviews mit Nachkommen der Überlebenden, die Erstellung einer Auflistung regionaler Überlieferungen in Schleswig-Holstein und die Durchführung einer exemplarischen Zeitungsanalyse, um insbesondere die Kontinuitäten des Antiziganismus zu analysieren.
Abschlussbericht für November 2025 erwartet
Projektleiter ist der Direktor der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History, Prof. Dr. Marc Buggeln. Am Projekt wirken darüber hinaus die wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Sebastian Lotto-Kusche und Melanie Richter-Oertel sowie studentische Hilfskräfte mit. Die Forschungsstelle wird bis zum 31. Oktober 2024 einen Zwischenbericht fertigen. Der Abschlussbericht soll dann bis zum 30. November 2025 vorliegen. Die Forschungsstelle untersucht und vermittelt seit Jahrzehnten die Geschichte des Nationalsozialismus und dessen Nachgeschichte in der Region. Read the rest of this entry »
Juni 3rd, 2024 | Published in Radijo Romani Ora
HINWEIS: Die Romani Ora wird live moderiert. Die Sendungen werden daher erst im Nachhinein übermittelt.
Anhören: →Sendung vom 28.5.2024 (mp3)
Doris Prohaska ist Landtagsabgeordnete und Bildungssprecherin der SPÖ Burgenland. Seit kurzem bereichert sie auch das Gremium des Roma-Fonds. Sie ist zu Gast im „Radio MORA“-Studio Oberwart.
Das „Treffen am Runden Tisch/Talalinipe uso karikano stolo“ ist das Tagesthema dieser „Romani Ora“. Und in der Jugendsendung hat Adi Gussak die Gewinnerin des Burgenländischen Feuerwehrleistungsabzeichen, Lena Unger, zu Gast. Moderiert wird die Sendung von Tina Nardai.
In dieser Freitagsausgabe der zweisprachigen „Romani Ora“ hören Sie die Veranstaltungshinweise/Mulatintschage, die Volksgruppennachrichten und die Jugendsendung. In dieser wirft Adi Gussak bereits jetzt einen Blick voraus auf das bevorstehende „Nova Rock Festival“.
Juni 2nd, 2024 | Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
„Räudige Untat“: Bestürzung nach Anschlag auf Holocaust-Mahnmal für ermordete Sinti und Roma in Flensburg
Der Gedenkort für die vom NS-Regime deportierten Sinti und Roma aus Flensburg und Umgebung am Steinfelder Weg bei der Freien Waldorfschule Flensburg ist vergangene Woche beschädigt worden. Die rund 100 Kilogramm schwere Metallstele, auf der die Namen von 44 Deportierten aus der Region eingraviert sind, wurde gewaltsam aus der Verankerung gerissen. Das demolierte Denkmal wurde von Kindern auf dem Schulgelände entdeckt. Der Angriff dürfte sich in der Nacht zum Mittwoch zugetragen haben, vermutlich waren mehrere Täter/innen beteiligt. Polizei und Staatsschutz ermitteln. Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sich zu melden.
Neuer Gedenkplatz
Die Gedenkstelle war erst im Herbst 2023 bei der Freien Waldorfschule Flensburg errichtet worden. Auf dem Areal der Schule waren in der NS-Zeit Sinti und Roma zwangsweise untergebracht worden, bevor sie schließlich, 1940, in die Konzentrationslager im Osten deportiert wurden. „Der Platz ist rund angelegt, drei Bänke und Heckenrosen umfassen ihn“, beschreibt Denkmals-Initiatorin Constanze Hafner die Gedenkstelle:
Es gibt eine Tafel, die dem Gedenken Ausdruck gibt, sowie zwei Skulpturen. Die eine ist in die Erde eingelassen, die andere steht auf einer Stele, auf der an drei Seiten umlaufend die 44 Namen zu lesen sind. Die Namen sind so angebracht, dass jederzeit weitere eingetragen werden können.
„Verwerflicher Akt“
Die Sinti-Vertreter/innen zeigen sich bestürzt. „Als Nachfahrin von Holocaust-Überlebenden bin ich unfassbar traurig und wütend. Ich frage mich, wann die Entwürdigungen unserer Menschen endlich aufhören“, so Kelly Laubinger, Vorsitzende der Sinti-Union Schleswig-Holstein, gegenüber der „taz“.