Politik

Antiziganismus am Westlichen Balkan

März 28th, 2018  |  Published in Dokumente & Berichte, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Wall of Anti-GypsyismThe Wall of Anti-Gypsyism – Roma in Western Balkans

Antiziganismus am Westlichen Balkan – Pub­li­ka­tion der Menschen­rechts­orga­ni­sa­tion „Civil Rights De­fen­ders“

Die Menschenrechtsorganisation „Civil Rights De­fen­ders“ hat kürz­lich meh­re­re Berichte zur Si­tua­tion der Roma in den Staaten des West­li­chen Bal­kan (Al­ba­ni­en, Bosnien und Herze­go­wina, Ko­so­vo, Maze­donien, Mon­te­negro und Ser­bien) vor­ge­legt: einen Über­blicks­bericht so­wie Länder­berichte zu den ein­zel­nen Ländern.

Civil Rights Defenders stellte fest, dass es zwar zu Ver­bes­se­run­gen in eini­gen Be­rei­chen ge­kom­men ist, ein systemi­scher Wandel ist aber bis jetzt weder er­reicht worden, noch ist ein sol­cher Wandel in Sicht. Dis­kri­mi­nie­rung und andere Aus­drucks­for­men von Anti­ziganis­mus be­stim­men weiter­hin das Leben der Roma. Für einen beträcht­li­chen Teil der Roma blieb Migration der ein­zige Aus­weg, der Dis­kri­minie­rung zu ent­kom­men und die ein­zige Aus­sicht auf ein bes­se­res Leben. Nach Schätzun­gen haben zwi­schen 2008 und 2016 über 200.000 Roma aus den Län­dern des West­li­chen Balkans Asyl in einem der Mit­glieds­staaten der Euro­päi­schen Union be­an­tragt. Dies ent­spricht 20 Pro­zent der ge­sam­ten Roma-Be­völ­ke­rung im West­li­chen Balkan.

Eine Verbesserung der Situation der Roma könnte nur dann er­reicht wer­den, wenn der Anti­ziganis­mus als tat­säch­li­cher Grund für die Lage der Roma an­erkannt und ent­spre­chend be­kämpft wür­de. Dazu kön­nen sich aber weder die Regie­run­gen im West­li­chen Balkan noch die Mit­glieds­staaten der Euro­päi­schen Union – mit der Aus­nah­me des Europa­parla­ments, das im No­vem­ber auch Stel­lung zum Anti­ziganis­mus im West­li­chen Balkan ge­nom­men hat – ent­schlie­ßen. Die An­er­ken­nung und Be­kämpfung des Anti­ziga­nis­mus stellt aber die Grund­voraus­setzung dar, um die Lage der Roma im West­li­chen Balkan zu ver­bessern.

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Racial Profiling & erweiterte DNA-Analysen

März 27th, 2018  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Veranstaltungen & Ausstellungen

Minderheiten unter Verdacht: Radial Profiling und erweiterte DNA-Analysen (Foto CC, Pixabay via Wikimedia)Racial Profiling und erweiterte DNA-Analysen in kriminalpolizei­li­chen Ermitt­lun­gen: Gemein­same Fach­ver­anstal­tung von Zentral­rat und Amadeu Antonio Stiftung

27.03.2018, 11:00 bis 16:30 Uhr
DokuZ Sinti und Roma Berlin
Prinzenstraße 84.2 – 10969 Berlin

Seit November 2016 haben Ermittler, Politiker und Journalisten die For­de­rung er­ho­ben, die An­wen­dung erwei­ter­ter forensi­scher DNA-Analy­sen in Deutschland ge­setz­lich zu­zu­lassen. Es geht dabei ins­beson­dere um die Bestim­mung der Haut-, Haar- und Augen­farbe (was unter dem Be­griff DNA-phe­no­typing zu­sam­men­gefasst wird) sowie der so­genann­ten „bio­geo­gra­fi­schen Her­kunft“.

Aus Sicht von Wissenschaftler und Minderheiten-Ver­tre­tern sind er­wei­ter­te DNA-Analy­sen in der Forensik äu­ßerst proble­ma­tisch, da sich ein sol­ches Ver­fah­ren vor allen Din­gen gegen Min­der­heiten rich­tet. Schon 2016 for­mierte sich ein brei­tes aka­de­mi­sches Bünd­nis und übte Kritik an der bevor­ste­hen­den Gesetz­gebung, da zahl­reiche Fragen zu den wis­sen­schaft­li­chen Grund­lagen, der Praxis­anwen­dung oder den weit­rei­chen­den gesell­schaft­li­chen Folgen nach wie vor un­geklärt wa­ren und sind. Den­noch wur­den diese Tech­no­lo­gien in vielen Medien, in der Politik und von Sei­ten der Er­mitt­lungs­behör­den ein­sei­tig als positiv dar­ge­stellt.

Bislang kam es in Deutschland offiziell nur in einem Fall zu einer er­wei­ter­ten bio­geo­graphi­schen Her­kunfts­analyse mit­tels DNA, und zwar im Fall der von dem so­genann­ten „Natio­nal­sozia­lis­ti­schen Unter­grund“ (NSU) er­mor­de­ten Polizis­tin Michelle Kiesewetter. Die­se erste An­wen­dung einer bio­geogra­phi­schen Her­kunfts­analy­se rich­tete sich aus­schließ­lich ge­gen An­ge­hö­rige der Min­der­heit der Sinti und Roma. Der Fall wur­de als das „Heilbronn-Phan­tom“ (mehr hier/pdf) be­kannt und ein über Amts­hilfe in Österreich er­stell­tes Gut­achten führ­te dazu, dass Sinti und Roma mas­siv in den Fokus der Polizei ge­rie­ten. Die Er­mittlungs­akten dokumentieren eindeutig den antiziganistischen Charakter der polizeilichen Ermitt­lungen, der sich dann in der Medien­be­richt­er­stat­tung wider­spie­gelte.

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Schweiz: Strafanzeige gegen Junge SVP

Februar 27th, 2018  |  Published in Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Dieses Bild wird eingeklagt  Die Junge SVP schürt Vorurteile gegen Roma und Sinti: Die lassen sich das nicht bieten. (Bild: SVP)Schweiz: Roma-Organisation reicht Straf­an­zei­ge we­gen Ver­letzung der Ras­sis­mus-Straf­norm ge­gen Jun­ge SVP des Kan­tons Bern ein

Der Verband Sinti und Roma Schweiz hat eine Straf­anzeige wegen Ver­letzung der Rassis­mus-Straf­norm gegen die Junge SVP des Kantons Bern ein­ge­reicht. Grund ist ein Facebook-Post im Rah­men der JSVP-Wahl­kam­pagne, der die Min­der­he­iten der Sinti und Roma auf pau­scha­lie­ren­de Weise herab­setzt. Die Gesell­schaft für be­drohte Völker (GfbV) un­ter­stützt die Strafanzeige.

Die Junge SVP Kanton Berns veröffentlichte am 21. Feb­ru­ar 2018 auf ihrer Face­book-Sei­te im Rah­men ihrer Wahl­kam­pagne für den Gross­rat einen Ein­trag, der als rassistisch zu wer­ten ist. Der Aufruf „JSVP-Kan­di­da­ten wäh­len – Transit­platz für Zigeuner ver­hin­dern!“ macht deut­lich, dass ein Transit­platz für fah­ren­de Sinti und Roma „schädlich“ sei. Gleich­zei­tig wird mit einer Il­lustra­tion sug­ge­riert, dass „Zigeuner“ pau­schal schmutzig sind, zu Kri­mi­na­lität neigen, ihre Fäkalien über­all hin­ter­las­sen und die öf­fent­li­che Ord­nung nach­hal­tig stören.

Diese Publikation verletzt aus Sicht des Verbandes Sinti und Roma Schweiz und der GfbV die Rassis­mus-Straf­norm Art. 261bis StGB Abs. 4, in dem eine Gruppe von Per­so­nen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Re­li­gion in einer gegen die Men­schen­würde ver­stossen­den Weise herab­setzt oder dis­krimi­niert wird. „Die Publika­tion der Jungen SVP Kanton Bern grün­det in der ras­sisti­schen An­nah­me, dass die Zu­ge­hörig­keit zu einer be­stimm­ten Minder­heit („Zigeuner“) mit Kri­mina­lität, feh­len­der Hygiene, feh­len­dem Umwelt­be­wusst­sein und mit dem Stö­ren der öf­fent­li­chen Ord­nung ver­bun­den ist. Auf diese Weise wird eine ganze Gruppe auf rassis­ti­sche Wei­se herab­ge­setzt“, sagt Stefan Heinichen, Vor­stands­mit­glied des Ver­ban­des Sinti und Roma Schweiz. „Dies ist in­ak­zep­tabel.“ Hinzu kommt, dass der besagte Begriff „Zigeuner“ für die Angehörigen der Sinti und Roma eine ver­letzen­de Fremd­be­zeich­nung dar­stellt.

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Konferenz: Anti­ziga­nis­mus am West­balkan

Februar 16th, 2018  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Antiziganismus-Konferenz in Berlin 2018 (Foto: Zentralrat)Addressing Discrimination and Antigypsyism in the En­large­ment Region – Inter­natio­nale Kon­ferenz zu Anti­ziga­nis­mus in den West­balkan­staaten in Berlin

Zentralrat: Ächtung von Anti­ziga­nis­mus in den Staa­ten des West­li­chen Bal­kans und in der Türkei ist über­fällig

Eine internationale Konferenz am 13. und 14. Februar in Berlin thema­ti­sier­te erst­malig den zu­neh­men­den Anti­zi­ga­nis­mus und die Dis­kri­mi­nie­rung von Roma in den EU-Beitrittsstaaten. Über 70 Ver­tre­terin­nen und Ver­tre­ter der Fach­minis­terien und der Zivil­gesell­schaft aus den Län­dern des Westlichen Balkans und aus der Türkei dis­ku­tie­ren auf der Konferenz, die vom „Regional Cooperation Council“ in Zu­sam­men­arbeit mit dem Zentral­rat Deut­scher Sinti und Roma or­ga­ni­siert wird, die struk­tu­rel­len Aus­wir­kun­gen von Antiziganismus so­wie Ge­gen­strate­gien für die gleich­berech­tigte Teilhabe von Roma.

Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, sieht eine his­to­ri­sche Chance in der kürz­lich von der EU-Kom­mission in Aus­sicht ge­stell­ten, schnel­len EU-Beitritts­per­spek­tive der Westbalkan­länder. Rose for­dert gleich­zeitig, dass der Schutz der Minder­heiten- und Men­schen­rechte als wich­tige Grund­lage von Rechtsstaat und Demokratie ver­bes­sert wer­den muss: „Gera­de Roma in den Ländern des Westbalkans müs­sen end­lich als gleich­berech­tigte Bürger an­erkannt sein. Read the rest of this entry »

Tschechien: Verharmlosung von Roma-Genozid

Februar 10th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Tschechien: Parlamentsvizepräsident Tomio Okamura relativiert den Roma-Holocaust (Foto: Romez.cz)Okamura unter Druck wegen Äußerungen zu KZ Lety

Der Chef der Partei „Freiheit und direkte Demokratie“ hat die men­schen­ver­ach­ten­den Zu­stände im Roma-Kon­zentra­tions­lager Lety wäh­rend des Kriegs herun­ter­ge­spielt. Nun drän­gen Ab­ge­ord­nete da­rauf, Tomio Okamura als stell­ver­tre­ten­den Par­la­ments­vor­sitzen­den ab­zu­wählen.

➔Anhören (mp3)

Radio Praha, Till Janker: Äußerungen von Politikern der Partei „Freiheit und direk­te Demo­kra­tie“ (SPD) haben zu einem Auf­schrei ge­führt. Al­len voran geht es um Aus­sagen des Vor­sit­zen­den Tomio Okamura. Dieser be­haup­tete, dass das Roma-KZ im süd­böh­mi­schen Lety nicht mit Stachel­draht um­geben ge­wesen wäre und sich die In­sassen dort frei hät­ten be­we­gen können. Doch damit wider­sprach er ein­deutig den Fakten.

In Lety be­stand ab 1939 zu­nächst ein so­genann­tes Arbeitslager, das die Re­gierung im Pro­tek­torat vor allem für Roma ein­ge­rich­tet hatte. Dann über­nah­men die Deutschen die Aufsicht und spra­chen von einem „Zigeunerlager“. Mehr als 300 Men­schen star­ben dort an den Fol­gen von Unter­er­näh­rung, kör­per­li­cher Schwerst­arbeit und Seuchen. Die an­de­ren wur­den in die Ver­nichtungs­lager de­por­tiert und dort um­ge­bracht. Die tsche­chi­sche Re­gie­rung möch­te in Lety nun eine Gedenk­stätte ein­richten und hat des­wegen eine Schweine­farm am Ort des Lagers auf­ge­kauft.

Ähnliche Aussagen wie Okamura hatte im vergangenen Jahr schon sein Partei­kol­lege Miloslav Rozner ge­trof­fen. Er nann­te Lety ein „nicht exis­ten­tes Pseudo-Kon­zentra­tions­lager“. Die Roma-Organisation Konexe hält all diese Thesen für eine Leug­nung des Völker­mords. Read the rest of this entry »

NPD-Plakate: Verfahren eingestellt

Januar 26th, 2018  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

NPD-Plakat„Rechtsstaat ad absurdum geführt“ – Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kri­ti­siert Un­tätig­keit der Staats­anwalt­schaft gegen­über ras­sis­ti­scher Wahl­werbung

Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt stellte aktuell ein Straf­verfahren ge­gen die NPD we­gen Volks­verhetzung ein. Diese Ein­stel­lung be­grün­dete sie damit, dass die Per­son, die die NPD-Wahl­plakate mit dem Text „Geld für die Oma, statt für Sinti und Roma“ auf­ge­hängt hat, nicht er­mit­telt wer­den könne. Dafür, dass diese Plakate in Ingol­stadt auf Ver­an­las­sung der NPD auf­ge­hängt wurden, gebe es keine An­halts­punkte. Es sei fest­zu­stel­len, dass auf­grund der durch­ge­führ­ten Ermitt­lun­gen nicht die NPD, son­dern eine Person, die diese alten Plakate noch in Besitz hat­te, die Pla­ka­te in In­gol­stadt auf­ge­hängt habe und die Per­son nicht er­mittelt wer­den könne.

Hierzu erklärte der Zentralratsvorsitzende Romani Rose: „An­ge­hörige unserer Minder­heit wer­den seit 2013 in ver­schie­de­nen Wahl­kämpfen mit eben diesen volks­ver­hetzen­den Plakaten aus der Rechts­gemeinschaft aus­gegrenzt. Des­we­gen for­der­ten wir die Stadt Ingolstadt da­zu auf, die Plakate abhängen zu lassen. Die Stadt wei­gerte sich, da ihrer Rechts­ansicht zu­folge eine Volksverhetzung nicht vor­liege und die rassisti­sche Parole von der Meinungsfreiheit ge­deckt sei. Die Stadt hatte po­si­tive Kennt­nis von den Plaka­ten. Wä­ren diese ord­nungs­widrig auf­ge­hängt wor­den und nicht der NPD zu­zu­ordnen, hätte die Stadt die Ab­hängung ver­anlasst. Durch die Form der Ermitt­lungs­arbeit und die Be­grün­dung, wie sie von der Staats­anwalt­schaft Ingolstadt ge­wählt wurde, wird unser Rechts­staat ad absur­dum ge­führt. Read the rest of this entry »

Bern: Amnesty warnt vor „Lex Fahrende“

Januar 25th, 2018  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

SchweizAmnesty International kritisiert die Auf­nahme eines neuen Weg­wei­sungs­grunds «ge­­­gen un­­er­­laub­­­tes Cam­­pie­­ren» im Po­li­zei­ge­setz des Kan­tons Bern (mehr hier). Die „Lex Fahrende“ bie­tet keine Lö­sung für das Problem der feh­len­den Stand- und Durch­gangs­plätze und droht den Anti­ziganis­mus zu för­dern.

Amnesty International Schweiz, 24.1.2018: In den letzten Jahren kam es zu Schließun­gen zahl­rei­cher Stand- und Durch­gangs­plätze in der Schweiz. Diese wurden mehr­heit­lich nicht ersetzt. Mit der Be­setzung der Kleinen All­mend in Bern im April 2014 (mehr hier und hier) durch Ver­tre­terInnen der Be­we­gung Schwei­zer Reisen­der kam dieser Problematik end­lich auch die not­wen­dige poli­ti­sche Be­deu­tung zu und es konn­ten zwischen­zeitlich einige Pro­vi­so­rien ge­schaf­fen wer­den. Von diesen kön­nen aber vor allem Schweizer Fahrende pro­fi­tie­ren und sie ste­hen aus­län­di­schen Fahrenden oft nicht zur Ver­fügung.

«Die Situation ist sowohl für die Schweizer Fah­ren­den und noch viel mehr für die aus­län­di­schen Fah­ren­den prekär und für die Betrof­fe­nen mehr als un­befrie­di­gend», sagt Denise Graf, Juristin bei Amnesty International Schweiz.

Problem auf die lange Bank geschoben

Es sind zwar Bemühungen im Gang, in der kantona­len Raum­planung de­fini­tive Stand- und Durchgangs­plätze zu schaf­fen, doch die Re­sul­tate dieser Be­mühun­gen las­sen auf sich warten. Bis­lang gibt es keine offi­ziel­len Plätze im Kanton Bern für aus­ländi­sche Fahrende. Sie sehen sich des­halb dazu ge­zwun­gen, sich auf privaten Grund­stücken nieder­zulassen. Dies führt bei der Be­völ­ke­rung oft zu Ab­lehnung und Ressen­ti­ments gegen­über Roma, Sinti und Jenischen.

Solange die Berner Behörden ihre Aufgaben nicht ge­macht haben, kön­nen sie nicht poli­zei­lich gegen die aus­län­di­schen Fahren­den vor­gehen, die sich auf privaten Grund­stücken nie­der­las­sen. Bei einer polizei­li­chen Wegweisung muss die Polizei den Fah­ren­den die Ad­resse eines of­fi­ziel­len Ortes ge­ben können, wo sie Durch­gangs­plätze fin­den kön­nen. Read the rest of this entry »

Bajrot papal nevo konstiturim ol

Januar 19th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Interview, Politik, Radio & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
8.1.2018 | (on demand)

Roma-Beiratsvorsitzender Emmerich Gärtner-Horvath (Foto: Roma-Service)Flogoskero grupnengero bajrot: Gärtner-Horvath ter­dscha­rel pe papal uso völi­ni­pe le ang­le­besch­tostar

Ada bersch, ando feberi vaj merc, o flogoskero grup­nen­gero bajrot pa­pal nevo kon­sti­tu­rim ol. O angle­beschto Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath papal te kani­di­ri­nel kam­la. Ov adi khe­ro­daschi use i adive­sa­keri sen­dung Roma sam hi.

Le paldikipeske o Emmerich Gärtner-Horvath la butja­ha le Romane or­ga­ni­saci­jendar lo­schando pe sikal. Poar bari­kane pro­jektscha sar ando mediji ba­rika­ne prik be­scharde ule taj o upre ter­dscha­vipe le gon­doli­pes­kere tabli­nen­dar latsche reja­li­sirim ol. Te o Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath o scha­ji­pe usch­tidija i funk­cijo­na ando bajrot papal pantsch ber­scha te kerel, leske i lek bari­ka­neder buti hi, o konstruk­tivi dijalog la neva regi­run­gaha te kerel, phe­nel lo. „Te i medi­ja­keri buti andi flogos­keri grupn andi redak­cija leske meg min­dig bari­kano hi“, phenel o angle­besch­to Emme­rich Gärt­ner-Horvath.

Kada o Rudolf Sarközi mulo, i funkcijona jek bersch schutschi atschini. O Emmerich Gärtner-Horvath andar Roma-Service o anglebeschipe le flogoskere grupnengere bajrotistar le Romendar ando merc 2017 prik lija.

(volksgruppen.orf.at)

Roma-Volksgruppenbeirat wird neu gewählt

Januar 16th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Interview, Politik, Radio & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
8.1.2018 | (on demand)

Roma-Beiratsvorsitzender Emmerich Gärtner-Horvath (Foto: Roma-Service)Volksgruppenbeirat: Gärtner-Horvath stellt sich nochmals zur Wahl als Vor­sitzender

volksgruppen.orf.at: Heuer, im Februar oder März, wird der Volksgruppenbeirat für Roma neu konstituiert. Dessen Vorsitzender Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath will noch­mals kan­di­die­ren. Er ist zu Gast in der aktuel­len Aus­gabe von Roma sam.

Rückblickend zeigt sich Gärtner-Horvath mit der Arbeit der Roma­organisa­tio­nen zufrie­den. Einige wich­tige Pro­jekte im Bereich Medien wur­den erfolg­reich um­gesetzt und die Auf­stel­lung der Gedenktafeln im ent­spre­chen­den auf­klä­re­ri­schen Rah­men reali­siert. Falls Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath die Mög­lich­keit ge­nießen würde, die Funk­tion als Vorsitzender im Beirat für wei­te­re fünf Jahre aus­zu­üben, sei die wich­tigs­te Auf­gabe für die nächste Legis­latur­perio­de, einen konstruk­ti­ven Dialog mit der neuen Regie­rung her­zu­stellen, meint er. Read the rest of this entry »

EU-Gremium tagt zu Romafeindlichkeit

Dezember 18th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte

EU High Level Group (Foto: Antiziganismus auf der Tagesordnung der EU High Level Group zur Be­kämpfung von Rassis­mus, Frem­den­feind­lich­keit und an­deren For­men von Into­le­ranz

Die EU High Level Group zur Bekämpfung von Rassis­mus, Fremden­feind­lich­keit und an­deren Formen von Intoleranz, bei der Ver­tre­ter/innen der EU-Mit­glied­staaten und Ver­tre­ter/innen der Zivil­gesell­schaft zu­sammen­kom­men, legte bei ihrem 4. Tref­fen am 5. De­zem­ber 2017 be­son­deres Augen­merk auf das Phä­no­men Anti­ziga­nis­mus.

Vera Jourova, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleich­stel­lungs­fragen, brachte in ihrer Eröff­nungs­rede ihre tiefe Be­sorg­nis über die weit­verbrei­tete sozia­le Akzep­tanz von Antiziganismus zum Aus­druck. Als ak­tuel­les Beispiel nannte sie einen Fall von Hass­reden und Mord­dro­hun­gen gegen einen tsche­chi­schen Roma-Sänger, Gypsy.cz, der vom na­tio­na­len Gericht mit nur 4 Euro Strafe ge­ahndet wurde. Gerichts­urteile wie diese sen­den eine fatale Bot­schaft in die Gesell­schaft, wenn es darum geht, Anti­zigani­smus zu bekämpfen.

MdEP Soraya Post (S&D Fraktion) betonte die Notwendig­keit, die Haupt­ursache für Dis­krimi­nie­rung und Hass gegen Roma – den Anti­ziganismus – zu be­seitigen, und rief alle Regie­rungen und Pflich­ten­trä­ger/innen dazu auf, Ver­ant­wor­tung für ihre Bür­ger/innen zu über­nehmen. Post warnte: „Europa steht erneut am Scheide­weg. Extre­mis­tische Parteien geraten immer häu­figer in Regie­rungs­ver­ant­wor­tung, aus­länder­feind­li­che Stim­men werden immer lauter und bis­weilen von Regie­rungs­mit­gliedern toleriert.“

Jamen Gabriela Hrabanova, Direktorin des ERGO-Netzwerks, stellte in ihrem Beitrag das Referenz­papier Antiziganismus vor und wies darauf hin, dass es wich­tig sei, sich bei der Be­kämpfung von An­ti­ziga­nis­mus auf die Mehr­heits­gesell­schaft zu kon­zentrie­ren: „Es muss un­bedingt an­erkannt werden, dass Anti­ziganis­mus keine Min­der­heiten­ange­le­gen­heit ist.“ Read the rest of this entry »