Politik

Sperrzonen: Sinti & Roma in Frankreich

Dezember 18th, 2014  |  Published in Politik, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Räumung eines Roma-Camps in FrankreichRadio-Feature des DLF von Ruth Jung
(Erstausstrahlung: 19.11.2013)
>>Beitrag anhören (mp3)

Es waren schockierende Bilder. Gewaltsam räumten Polizisten im Som­mer 2010 die Unter­künfte von Roma-Fami­lien in Frankreich. „Ein Vor­gehen wie zur Zeit des Vichy-Regimes“, em­pörte sich damals EU-Kom­mis­sarin Viviane Reding. Die an­ge­kün­dig­ten Sank­tio­nen indes­sen blieben aus.

Seither hat sich an der Lage der Roma wenig geändert. Und noch immer zählen sie zu den Ver­ges­se­nen der Ge­schichte. Dass es noch bis 1946 Konzentrations­lager eigens für „Tsiganes“ gab, er­wähnt kein Geschichts­buch. In Montreuil-Bellay, wo das größte Lager war, erstrit­ten Über­lebende und ein coura­gierter Lokal­historiker die Anerken­nung als Gedenk­stätte – ein­ge­weiht im Au­gust 2010. Denn mittler­weile lässt sich ein Auf­bruch aus­machen: Zuneh­mend selbst­bewusster wer­den franzö­si­sche Roma, sie wollen Diskri­mi­nie­rung und Misere nicht länger hin­nehmen.

Dieses Feature war nominiert für den Deutsch-Fran­zö­si­schen Jour­na­lis­ten­preis.

Das umfangreiche Manuskript der Sendung fin­den Sie auf deutschlandfunk.de (unten).

(Text: DLF)

Serbien, (k)ein „sicheres Herkunftsland“?

November 30th, 2014  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

JustitiaDeutschland: Gericht zweifelt an Asylrechtsreform

Der Beschluss des Verwaltungsgericht Münster, die Abschiebung einer serbischen Roma-Familie zu stoppen, könnte die umstrit­tene deutsche Asyl­rechts­reform kippen. Das Gericht, das dem Eilantrag der asyl­suchen­den Familie statt­gab, bezweifelt in seiner Begrün­dung die von der deut­schen Bundes­regie­rung gerade erst ver­fügte Einstu­fung Serbiens, Mazedoniens und Bosnien-Herzegowinas als „sicheres Her­kunfts­land“. Ob das neue Gesetz dem Bundes­verfassungs­gericht vorgelegt werden soll, werde sich im Hauptverfahren klären. n-tv schreibt dazu:

Weil die klagende Familie zur Volksgruppe der Roma gehört, bestehen dem VG zufolge „ernstliche Zweifel” an der Einschätzung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, dass der Familie nach ihrer Abschiebung in Serbien “keine relevanten Nachteile” drohen. Das Gericht bezweifelt zudem, dass das Gesetz zu den sicheren Herkunftsländern mit Blick auf die Roma rechtens ist: Bei der Bestimmung eines Staates zum sicheren Herkunftsstaat müsse der Gesetzgeber ein Gesamturteil über die für politische Verfolgung bedeutsamen Verhältnisse in dem jeweiligen Staat bilden. (…) Dem sei der Gesetzgeber aber mit Blick auf serbische Roma und den für sie negativen serbischen Ausreisebestimmungen womöglich nicht ausreichend nachgekommen.

Das Gericht verweist darüber hinaus darauf, dass das Gesetz die bisherige Entscheidungspraxis der Verwaltungsgerichte ignoriere, die der Kategorisierung als „sicheres Herkunftsland“ klar widerspreche: Sowohl das Verwaltungsgericht Stuttgart als auch das Verwaltungsgericht Münster hätten in einer Vielzahl von Fällen den Eilklagen von Asylsuchenden stattgegeben. Read the rest of this entry »

Wels: Campierverbot illegal, aber in Kraft

November 11th, 2014  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Campierverbot für Roma und Sinti auf dem Messegelände Wels (Foto: wels.osterreich1.at)Der Welser Gemeinderat hat am 18. Novem­ber 2013 mit schwarz-blauer Mehr­heit be­schlos­sen, das Campie­ren auf dem Welser Messe­gelände zu ver­bieten. Das Verbot richtet sich ge­zielt gegen Roma und Sinti, die bis­her jedes Jahr ein paar Tage dort cam­piert und dafür eine Gebühr ent­rich­tet haben. Nach dem Beschluss hagel­te es Proteste (mehr hier), das Messe-Prä­si­dium kündigte sogar an, sich der Verordnung zu wider­setzen und wei­ter­hin Roma-Grup­pen auf­zu­neh­men, bis ein Ersatz­platz ge­fun­den ist. SP-Bürgermeister Peter Koits schaltete die Gemeinde­aufsicht des Lan­des Oberösterreich ein. Die städti­sche Verord­nung wurde von Landes­seite da­rauf­hin am 8. April aus meh­re­ren Grün­den für rechtswidrig erklärt. Zum einen seien die bis­he­ri­gen 18 Auf­ent­halte von Roma und Sinti, von punk­tuel­len Aus­nah­men ab­ge­sehen, stets problem­los ver­lau­fen. Es liege daher im Zusam­men­hang mit campie­ren­den Grup­pen bei der Messe­hal­le kein Miss­stand vor, der eine orts­poli­zei­liche Rege­lung recht­fer­ti­gen würde. Zum ande­ren stell­te das Land fest, dass die Welser Verord­nung eine „nicht zu­läs­sige Ungleich­be­hand­lung“ dar­stelle, weil sich das Verbot gegen das Campieren von Roma und Sinti rich­te, das Cam­pie­ren an­de­rer Grup­pen, etwa im Rah­men von Jahr­märkten, Zirkus­sen oder Messen, je­doch weiter­hin ge­stattet sei.

Obwohl das Verbot also bereits vor Mona­ten für rechts­wid­rig er­klärt wurde, ist es un­verän­dert in Kraft. Die ober­öster­rei­chi­sche Landes­regie­rung könn­te die unzu­läs­si­ge Verordnung auf­heben bzw. eine Än­de­rung be­schlie­ßen, der dazu nö­tige An­trag lässt aber sei einem Jahr auf sich war­ten. Der ressort­zu­stän­dige SPÖ-Lan­des­rat Reinhold Entholzer hat bis­lang keinen sol­chen Antrag ein­ge­bracht. Read the rest of this entry »

Romeo Franz – Sinti-aktivisto taj politikeri

November 9th, 2014  |  Published in Politik, Radio & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland: 3.11.2014 (on demand)

Sinto, Aktivist, Politiker: Romeo Franz (Foto: Die Grünen, Deutschland)Sajt 1998 o Romeo Franz le tschatschipen­ge le Sintijenge taj Romenge ande pe bescha­rel. Usar 2003 dschi 2013 o dujto angle beschto le thaneskere khetanipestar nimtschke Sintijendar taj Romendar ande Rhein­land-Pfalz lo sina taj dscheno ando angle beschipe le Centrali Rotis­tar le Nimtsch­ke Sinti­jendar taj Romen­dar. „Mre ter­dscha­viptscha ojs nimtsch­ko Sinto taj o bibas­tale terdscha­vip­tscha mra daja­tar taj mra baba­tar, save o holo­caust prik dschiv­de, o koji sina, kaj me poli­ti­schi buti kerav. O esbe liptscha le Sele­nenca imar ande mri cajt, kada me man le polga­ren­gere tscha­tschi­pende ande bescha­rahi, igen latsche sina taj vascho­da ando bersch 2011 usi partaj use gejom“, phenel o Franz. „Mri fami­lija schov dschene ando nacijen­gere lo­gertscha na­schatscha“, afka o Sin­tijen­ge­ro-ak­tivis­to, Romeo Franz.

I Hildegard Lagrenne Schtiftung

I Hildegard Lagrenne Schtiftung i erschti schtif­tung hi, sava­kere keri­pes­kere dschene tschak Sinti taj Roma hi. Oj le gon­doha kerdi uli, hot le Sinten taj Ro­men vasch o khe­tani­pes­kero anti­ciga­nismus taj i schel­berschen­geri diskri­mi­na­cija te adi meg tschule sika­di­pes­kere scha­jiptscha hi. „Akardi hi i schtif­tung pal i Hil­de­gard Lagrenne (1921–2007), savi o pol­garen­gero tscha­tschi­pes­kero mici­nipe le nimtschke Sin­tijen­dar taj Romen­dar pre­gintscha taj savi pe le sika­di­peske taj le kejmpfi­ni­peske gejng o anti­ci­ga­nis­mus ande be­schar­lahi“, phenel o Romeo Franz. Read the rest of this entry »

Romeo Franz – Sinti-Aktivist und Politiker

November 8th, 2014  |  Published in Politik, Radio & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland: 3.11.2014 (on demand)

Romeo Franz (Foto: Die Grünen)Seit 1998 setzt sich Romeo Franz für die Bürger­rechte der Sinti und Roma ein. Von 2003 bis 2013 war er stell­ver­tre­ten­der Vor­sitzen­der des Landes­ver­ban­des deutscher Sinti und Roma in Rhein­land-Pfalz und Mit­glied im Vor­stand des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma. „Meine Erleb­nisse als deut­scher Sinto und das Schick­sal mei­ner Mut­ter und meiner Groß­mutter, die den Holocaust über­lebt haben, führ­ten dazu, dass ich mich poli­tisch enga­giere. Die Erfah­run­gen mit den Grünen waren schon in meiner Zeit als Bürger­rechtler sehr positiv, des­wegen traf ich 2011 den Ent­schluss, mich der Partei an­zu­schließen“, sagt Ro­meo Franz. „Mei­ne Fami­lie ver­lor sechs Ange­hö­rige in den Kon­zentra­tions­la­gern der Nazis“, so der Roma-Ak­tivist.

Die Hildegard-Lagrenne-Stiftung

Die Hildegard-Lagrenne-Stiftung ist die erste Stif­tung, de­ren Grün­dungs­mit­glie­der nur Sinti und Roma sind. Sie wurde in dem Be­wusst­sein ge­grün­det, dass Sinti und Roma durch den gesell­schaft­li­chen Anti­ziga­nis­mus und Jahr­hun­derte dauern­de Diskri­mi­nie­rung auch heute gerin­gere Bil­dungs­chan­cen haben. „Benannt ist die Stiftung nach Hildegard Lagrenne (1921–2007), die die Bür­ger­rechts­be­we­gung der deut­schen Sinti und Roma präg­te und zeit ihres Lebens für Bildung und die Be­kämp­fung des Anti­ziga­nis­mus ein­trat“, sagt Romeo Franz. Read the rest of this entry »

Politisches Training für Romnija

November 3rd, 2014  |  Published in Frauenrechte, Interview, Jugend & Bildung, Politik, Radio & TV

Politisches Training für Roma-Frauen in Tschechien (Foto: Böll-Stiftung, via Radio Praha)„Roma-Frauen in der Politik eine Stimme ver­lei­hen“ – Eva van de Rakt im Gespräch

>>Zum Interview: mp3 (8:40 min)

Acht Studentinnen aus der Minderheit der Roma ha­ben am ver­gan­ge­nen Wochen­ende in Prag feier­lich Diplome über­reicht be­kom­men. Es war eine Aus­zeich­nung für die erfolg­rei­che Teil­nahme an einem ein­jäh­ri­gen politi­schen Training der Hein­rich-Böll-Stif­tung. Die Grü­nen-nahe deut­sche Stiftung möchte damit Roma-Frauen (Romnia) moti­vie­ren, sich poli­tisch zu enga­gieren und selbst zu Entschei­dungs­trägern zu werden. Und damit sollen sie auch das Klischee von Roma als unge­bil­deten, passiven Sozial­hilfe­empfän­gern am eige­nen Beispiel wider­legen. Dazu bringt Radio Praha ein Gespräch mit Eva van de Rakt, Lei­te­rin des Prager Büros der Hein­rich-Böll-Stif­tung. Die Fra­gen stellte Silja Schultheis.

Lesen Sie (bzw. hören Sie) das umfangrei­che Interview auf Radio Praha.

Apartheid im Piemont: Sonderbusse für Roma

Oktober 26th, 2014  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Italien - getrennte Busse fuer Roma (Foto: La Stampa)Der Bürgermeister von Borgaro Torinese, einer Ortschaft nahe Turin, will getrennte Busse für die in sei­ner Ge­mein­de leben­den Roma ein­führen. Die Roma aus einer Sied­lung außer­halb der Klein­stadt sollen nicht länger in den­sel­ben Bussen fahren dürfen wie die übrige Bevöl­ke­rung. Bürger hätten sich bei ihm seit Jahren über Dieb­stähle und Gewalt­tätig­keiten seitens der Roma beschwert, erklärte Claudio Gambino, der Bürger­meister der Mitte-links-Par­tei „Partito de­mocra­tico“ (Pd). Getrennte Busse für italie­nische Bürger und Roma sollen nun für Sicher­heit sorgen: „Um die Sicher­heit unserer Bürger zu gara­ntieren, brau­chen wir zwei Busse: einen für Bürger, den anderen für Roma.“ In einer außer­halb der Ortes ent­lang der Straße zum Turiner Flughafen gele­genen Sied­lung leben rund 600 Roma.

Bei der Lega Nord stieß der Vorschlag des Pd-Bürger­meisters auf Zustim­mung. Der Vor­sitzende der Linkspartei SEL, Nichi Vendola, warnte hingegen vor rassis­tischer Aus­grenzung:. Menschen verschie­dene Rechte ein­zu­räumen, werde „Apartheid“ genannt, erklärte er gegen­über der Presse. Entsetzt rea­gier­ten auch Politiker von Gam­binos eige­ner Partei: Die für Menschen­rechte zustän­dige Pd-Politikerin Micaela Campana er­mahnte ihren Par­tei­kollegen: Separate Busse brächten keine Verbes­serung, sondern würden vielmehr als Provo­kation auf­gefasst. Es sei „nie eine Lö­sung, Men­schen aus­zu­grenzen“.

(dROMa; Quellen: ANSAORF.at, AFP)

Bulgarien: Wahlkampfhetze gegen Roma

Oktober 3rd, 2014  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Anti-Roma-Krawalle in Bulgarien (Foto: Euronews)Bulgarien steht vor vorgezogenen Neuwahlen. Im Wahlkampf für die am 5. Oktober stattfindenden Parlamentswahlen setzen dies­mal gleich meh­rere rechte Par­tei­en auf Hetze gegen die Roma-Min­der­heit des Landes. Kein neues Phä­no­men: Schon im Herbst 2011 – unmit­tel­bar vor den Prä­si­dent­schafts­wah­len – kam es nach einem tra­gischen Vor­fall im Ort Katunitsa in meh­re­ren bul­ga­ri­schen Städten zu pogrom­artigen Aus­schrei­tungen gegen die Roma-Be­völke­rung. Und vor ein­ein­halb Jahren warn­t eine Reihe von Men­schen­rechts-Or­ga­ni­sa­tio­nen in einer gemein­sa­men Aus­sendung vor einer gefähr­li­chen Radikalisierung der rassis­ti­schen Stim­mungs­mache im dama­li­gen Wahlkampf.

Nationale Front für die Rettung Bulgariens

Die Nationale Front für die Rettung Bulgariens (NFSB – Национален фронт за спасение на България), ent­stan­den 2011 aus einer Abspal­tung von der führenden rechts­extre­men Partei Ataka, stellte ihren Wäh­lern schon vor einem Jahr die eth­ni­sche Säu­be­rung des Landes von den Roma in Aussicht (pdf): Die Roma sollten in ab­gegrenz­ten Roma-„Ghettos“, in verlas­se­nen Gegen­den und ent­fernt von den Wohn­ge­gen­den der Nicht-Roma, zusam­men­ge­fasst wer­den. Die Roma sollten in diesen neu zu errich­ten­den Sied­lun­gen stän­dig von der Polizei überwacht wer­den. Eines Tages, so die Partei, könn­ten diese „Ghettos“ so­gar wie die „Reservate“ der ameri­ka­ni­schen Ur­ein­woh­ner zu touris­ti­schen Attrak­tio­nen werden. Wie in Kapi­tel 7 des NFSB-Par­tei­programms („Be­hand­lung der eth­ni­schen Gemein­schaf­ten“) fest­ge­halten ist, sieht die Partei in der Exis­tenz ande­rer Ethnien in Bul­ga­rien eine Bedrohung der natio­nalen Iden­tität. Die Partei will darüber hinaus Kindern aus Roma-Fa­mi­lien, die nicht Bul­ga­risch spre­chen, den Zugang zu öffent­lichen Schulen ver­wehren.

Bei den letzten nationalen Wahlen im Mai 2013 lan­dete die NFSB hinter Ataka auf dem fünf­ten Platz, ver­fehl­te mit 3,7% der Stim­men jedoch knapp den Ein­zug ins Par­la­ment. NFSB erhält den­noch rund 640.000 EUR pro Jahr an staat­li­cher Parteien­för­de­rung. Im Stadtrat von Burgas stellt die Par­tei sogar die zweit­stärkste Kraft.

Bulgarische Nationalbewegung

Eine weitere Rechtspartei, die Bulgarische Nationalbewe­gung (VMRO – ВМРО/Българско Национално Движение), mit der NFSB ein Wahlbündnis (Patriotische Front) verein­bart hat, fordert in ih­rem Programm die „Lösung der Zigeunerfrage“ durch Zwangsarbeit für Roma. Das Programm sieht auch die Auf­stel­lung von von paramilitäri­schen „Bürgerwehren“ („Frei­willi­gen-Pa­trouil­len zum Schutz der bul­ga­ri­schen Bevöl­kerung“ ) vor.

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Mazedonien: Ausreiseverbote für Roma

September 25th, 2014  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Mazedonien: Roma werden ihr Pässe abgenommen (Foto: BalkanInsight)In einem Offenen Brief vom 24. September 2014 äußerte das European Roma Rights Centre (ERRC) seine Besorgnis über die – vor allem gegen Roma gerichteten – Aus­rei­se­restrik­tionen in Mazedonien. Die staatlichen Behörden verweigern Personen die Ausreise, falls ein Verdacht besteht, dass sie in der EU um Asyl ansuchen könnten, bzw. wenn diese Personen zuvor bereits von anderen Staaten in ihr Her­kunfts­land Mazedonien abgeschoben wurden.

Das ERRC betont, dass diese nach wie vor gängige Praxis verfassungswidrig ist. In seinem Urteil vom 25. Juni 2014 hat der mazedonische Verfassungsgerichtshofs eindeutig festgestellt, dass die Behinderung der Reisefreiheit gegen die Verfassung verstoße. Auch für die Zeit nach diesem Urteil hat das ERRC eine Reihe von Fällen dokumentiert, in denen den Personen aufgrund der Entscheidung des Innenministeriums die Reisepässe ab­ge­nommen wurden.

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„Amen i demokracija iste arakaras“

August 31st, 2014  |  Published in Einrichtungen, Politik, Radio & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
18.8.2014 (on demand)

Romani Rose32 berscha o schero le khetani­pes­tar: o Ro­ma­ni Rose ando vakeripe

Ando bersch 1980 jek grupn Sinti upro than le logeriskere gon­do­lipes­kere thanistar Dachau ande jek boka­­lipes­kero schtrajk gele. O bokali­pes­kero schtrajk, kaj o Romani Rose ojs vake­ra­schi use sina, use jek koja ulo, savo upro cilo them hango uschtidija taj le gon­do­lipeske upro flogos­kero murda­ripe taj upro feder terdscho­jipe le Sintijen­dar ando nimtschko kheta­nipe jek barikano aun defi­nipe sina. „O khe­tanipe le nimtschke Sintijendar taj Romendar ando 70te berscha mre dadestar kerdo ulo“, phenel o adiveseskero schero le Centrali Rotistar le Nimtschke Sintijen­dar taj Romendar, Romani Rose. „Tscha­tschi­kan aktivi amen akor ando kise­tinipe le 70te, ando kesdipe le 80te berschen­dar ujam“, afka o Rose bajder.

„Oda, so amen o esbe lipe la aguna cajtatar upro drom dija hi, pe le tschatschipes­kere schtotiske taj la demokra­cijake an­de te bescha­rel“ phenel o Roma­ni Rose. „Amen i demokra­cija iste araka­ras“, afka o Rose bajder. Read the rest of this entry »