Oktober 25th, 2025 |
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Allgemeines, Geschichte & Gedenken
Der „Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus“ unterstützt Personen, in deren Obhut das Grab eines/r Überlebenden des Nationalsozialismus aus den Reihen der Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze liegt.
Die finanzielle Unterstützung ist für Grabgebühren von verstorbenen Überlebenden bestimmt, die als Angehörige der Volksgruppe der Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt wurden und deren Gräber auf dem Gebiet der Republik Österreich liegen.
Die finanzielle Unterstützung wird auf Antrag gewährt und deckt 50 Prozent der anfallenden Grabgebühren ab dem 1. Jänner 2024. Für Grabgebühren, die vor dem 1. Jänner 2024 bezahlt wurden und ab dem 1. Jänner 2024 anfallen, erfolgt eine entsprechende Unterstützung in Höhe von 50 Prozent der Gebühren ab 1. Jänner 2024. Ein Grab im Sinne dieser Richtlinie ist die Stelle einer Grabstätte, an der eine Person oder deren Totenasche bestattet worden ist. Bei mehrstelligen Grabstätten erfolgt die Übernahme der Grabgebühr anteilig für Gräber, die die Voraussetzungen der Richtlinie erfüllen. Über die Bewilligung oder Ablehnung eines Antrags entscheidet das Kuratorium des Nationalfonds unter Berücksichtigung der vorliegenden Daten und Unterlagen sowie der Verfügbarkeit von Fördermitteln.
Der Antrag kann auf der Internetseite www.nationalfonds.org/grabgebuehren-roma-sinti eingereicht werden. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen und zur Antragstellung finden Sie in den Richtlinien für die Unterstützung bei Grabgebühren (pdf).
Auskunft: Tel.: +43 / 1 408 12 63
Mo. bis Do. 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr, Fr. 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Über den Nationalfonds:
Der „Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus“ wurde 1995 gegründet, um die besondere Verantwortung der Republik Österreich gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus zum Ausdruck zu bringen. Er erbringt Leistungen an NS-Opfer, insbesondere an Personen, die keine oder eine völlig unzureichende Leistung erhielten, die in besonderer Weise der Hilfe bedürfen oder bei denen eine Unterstützung auf Grund ihrer Lebenssituation gerechtfertigt erscheint.
Die österreichischen Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze waren aufgrund ihrer Abstammung einer systemativschen Verfolgung im Nationalsozialismus ausgesetzt. Auch nach 1945 wurde die Volkgruppe weiterhin auf gesellschaftlicher und staatlicher Ebene diskriminiert und viele von ihnen lebten in schwierigsten Verhältnissen. Read the rest of this entry »
August 30th, 2024 |
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Allgemeines
Seit Juli wurden zahlreiche Grabstätten von Roma und Sinti in Wien von Unbekannten aufgebrochen, offenbar um aus ihnen Schmuck zu stehlen. Laut Angaben der Landespolizeidirektion Wien wurden wertvolle Gegenstände wie Ringe entwendet. Dabei wurden die teils sehr prunkvollen Grabanlagen zum Teil erheblich beschädigt. Betroffen sind diversen Meldungen zufolge neben mehreren Gräbern am Wiener Zentralfriedhof auch der Kagraner, der Stammersdorfer Friedhof und der Groß-Jedlersdorfer Friedhof. Es liegen derzeit keine Hinweise auf mögliche Tatverdächtige vor, die Polizei ermittelt. Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras wurden gesichert. Die Polizeistreifen im Bereich der betroffenen Friedhöfe werden intensiviert. Es handelt sich laut Polizeiauskunft um Mehrfachdelikte: Sie ermittelt wegen Verdachts der schweren Sachbeschädigung, Störung der Totenruhe sowie des Einbruchsdiebstahls.
(dROMa)
März 5th, 2024 |
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Allgemeines
RSI/RTVS, 1.3.2024: Der Autobauer Volvo, dessen Standort nahe der ostslowakischen Metropole Košice wachsen soll (Anm.: mehr hier), ist sehr daran interessiert, Angehörige der Roma-Minderheit einzustellen. Dies teilte der slowakische Arbeitsminister Erik Tomáš am Mittwoch (28.2.) mit. Er hob hervor, dass 5.000 Menschen in der Autofabrik arbeiten und weitere 12.000 Arbeitsplätze in Zulieferunternehmen geschaffen werden sollen. Sein Ministerium habe daher ein Programm zur Ausbildung und Umschulung von Arbeitskräften vorbereitet. Tomáš fügte hinzu: „Das Besondere an Volvo ist, dass dort großes Interesse daran besteht, unsere Roma-Mitbürger zu beschäftigen. Wir werden sehen, wie es läuft, aber sie legen buchstäblich Wert darauf. Sie wollen Roma beschäftigen. Wir werden alles tun, damit das gelingt.“
(Text: Jakob Horsch, RTVS)
Dezember 24th, 2021 |
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Allgemeines, Literatur & Bücher
O farajn Roma-Service
latschi Boschitscha taj latscho Nevo Bersch 2022 kivaninel!
Der Verein Roma-Service wünscht Ihnen
ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2022!
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Dschend (Winter)
Le Jovan Nikolićistar [Romani-prikbescharipe: Josef Schmidt]
Igen phuri jag upre phadschol upro agengere
gombi, irinel o thuveskero tradipe
i niro ududarel le dschiveha o putrimo drom.
Kaputi, kocki sar andar le Devleskero va tschidim
Akora, pora, schutsche pelvi …
Kermusengere mujore
And dschumim ande jek tschavengero suno.
Sentelimo maro – khangeri upro stolo
Nisaj felhi, tschak schuvlipe.
Sako boklo –
Dschelno kipo!
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Aja poesija andar o lirikakero khetan kedipe „Der Gast nirgendwoher. Gesammelte Lyrik“, savo ando Drava-falog 2021 ari alo, hi. Read the rest of this entry »
April 6th, 2021 |
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Allgemeines, Facts & Figures
In der Türkei leben Schätzungen zufolge 6 bis 8 Millionen Roma und verwandte Ethnien (Dom, Lom, Mıtrip, Karaçi, Elekçi, Aşık, Poşa).
(Quelle)
März 30th, 2021 |
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Allgemeines, Romani
Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin bemüht sich, mit einer Aufklärungskampagne für die Coronaimpfungen auch die Communities von Geflüchteten und Migranten zu erreichen. Der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid informiert in dem Video über die Impfungen gegen Covid-19. Diese Informationen in 14 Sprachen „sind für Geflüchtete und alle anderen gedacht, die noch nicht so gut Deutsch sprechen“.
Januar 15th, 2021 |
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Allgemeines
20 Häuser von Roma in Miercurea Ciuc abgebrannt
RAN, 12.1.2021: Nach einem Brand im Roma-Viertel der transsilvanischen (siebenbürgischen) Stadt Miercurea Ciuc (Szeklerburg; Csíkszereda) brannten am Abend des 7. Januar 2021 etwa zwanzig Häuser teilweise oder vollständig ab. Das Feuer breitete sich so schnell aus, da die Häuser aus Holz waren. Die Bewohner/innen mussten evakuiert werden. Betroffen sind etwa 260 Menschen, davon mehr als die Hälfte Kinder und Jugendliche. Insgesamt ist mindestens die Hälfte der Roma des Viertels betroffen. Die obdachlos gewordenen Menschen wurden vorübergehend in der örtlichen Turnhalle untergebracht. Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Erschwert wurden die Löscharbeiten dadurch, dass es in dem Gebiet keine Wasserleitungen gibt. Nachdem die Wassertanks der Löschfahrzeuge leer waren, mussten sie mühsam aus einem nahegelegenen Bach aufgefüllt werden.
Anscheinend wurden alle Menschen zunächst in einer Turnhalle untergebracht und später auf Corona getestet. Derweil rief der Bürgermeister der Stadt zur Unterstützung auf. Er sagte: „Wir sprechen hier von sehr armen Menschen. Damit wir es schaffen, ein paar hundert Menschen unterzubringen, ist jede Hilfe, auch ein heißer Tee, willkommen. Ich weiß, dass auch einige Restaurants mobilisiert haben.“ Menschen aus dem Ort haben Essen, heißen Tee und Kleidung gebracht. Read the rest of this entry »
März 30th, 2020 |
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Allgemeines
Stellungnahme zum Internationalen Roma-Tag
Alle Veranstaltungen zum Internationalen Roma-Tag am 8. April mussten wegen der Coronakrise abgesagt oder verschoben werden. Aus diesem Anlass wendet sich der Beiratsvorsitzende der Volksgruppe der Roma in Österreich, Emmerich Gärtner-Horvath, mit einer Stellungnahme an die Öffentlichkeit.
Jedes Jahr am 8. April wird der Internationale Roma-Tag begangen, welcher zum Ziel hat, auf die Situation der größten Minderheitengruppe Europas, die der Roma, aufmerksam zu machen. Viele Roma-Organisationen in Österreich arbeiten sehr aktiv an der Organisation von sozialen und Antirassismus-Projekten, Gedenktafelprojekten für die vom NS-Regime verschleppten und ermordeten Roma und von kulturellen Projekten und Veranstaltungen, um die Situation der Roma zu verbessern.
Ziel des Internationalen Roma-Tages ist, auf die Situation der Roma in Europa aufmerksam zu machen. Die Gesellschaft und Regierung sollen für die Situation der Roma sensibilisiert und eine Verbesserung dieser angestrebt werden.
Durch die derzeitige Situation in Europa bzw. auf der ganzen Welt, wo uns Menschen ein Virus mit dem Namen SARS CoV 2 (Coronavirus) beschäftigt, mussten alle Veranstaltungen zum Internationalen Roma-Tag abgesagt bzw. verschoben werden.
Trotz dieser Situation, die uns Menschen derzeit zu außergewöhnlichen Maßnahmen bewegt und unser Leben einschränkt, ist es mir als Beiratsvorsitzendem der Volksgruppe der Roma ein großes Anliegen, auf die Situation der Roma aufmerksam zu machen. Read the rest of this entry »
März 22nd, 2020 |
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Allgemeines
Auch in Tschechien mangelt es an Schutzmasken. Roma-Communities im ganzen Land haben sich zusammengetan, um Masken in möglichst großer Zahl herzustellen und zu verteilen.
Wie in Österreich mangelt es auch in Tschechien an Schutzmasken – nicht nur für die breite Bevölkerung, sondern auch für das medizinische Personal und besonders gefährdete Personen. Zudem ist in Tschechien seit vergangener Woche das Tragen eines Nasen-Mund-Schutzes im öffentlichen Raum (zumal in Innenräumen wie in Ämtern, Büros oder Supermärkten) verpflichtend vorgeschrieben. Überall im Land beteiligen sich nun Freiwillige an der Herstellung von Atemmasken, um die Bevölkerung mit diesen Masken zu versorgen und der rasanten Ausbreitung der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Auch Roma-Communities in mehreren tschechischen Städten haben damit begonnen, Schutzmasken zu nähen und zu verteilen.
„Es kommen auch Leute aus der Stadt“
In der nordböhmischen Plattenbausiedlung in Chánov bei Most beispielsweise musste der Verein „Aver Roma“ seine Tätigkeiten, Sport- und Bildungsprogramme für Roma-Kinder, wegen der Quarantäne aussetzen. Um nicht in der Untätigkeit zu verharren, zögerten die Vereinsmitglieder nicht lange und gingen dazu über, Masken zu nähen. Romea.cz zitiert Peter Bažo von „Aver Roma“: „Das ist schon unser dritte Tag beim Nähen, und wir haben es geschafft, zwischen 250 und 300 Gesichtsmasken herzustellen und zu verteilen. Bis 18 Uhr nähen wir, und dann macht sich einer von uns ans Verteilen. Die Leute kommen wegen der Schutzmasken zu uns, meistens nur eine Person für die ganze Familie, und wir geben die Masken aus. Hauptsächlich handelt es sich um Leute aus der Siedlung von Chánov, aber es kommen auch Leute aus der Stadt zu uns, und selbstverständlich machen wir keinen Unterschied, egal wer da kommt.“
Aufklärung in den Roma-Gemeinden
Viele marginalisierte (Roma-)Gemeinden in Tschechien stehen der Pandemie besonders schutzlos gegenüber. Auch in der Slowakei erschweren eng gedrängte Wohnverhältnisse und die unzureichende Versorgung mit sauberem Wasser und mit Hygieneartikeln die Lage in den Roma-Siedlungen. Read the rest of this entry »
Dezember 24th, 2019 |
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Allgemeines
Boschitschani rat (1832)
Le Nikolaus Lenauistar
Übersetzung/prik bescharipe: Josef Schmidt
Angli schil i diha baruni hi,
Patalinel o dschiv mre jomendar,
Geselinel mri diha, larmasinen mre tschor;
Tschak bejg, tschak mindig bajder bejg!
Saj mulatim o than hi mirno!
O tschon ududarel o phure fejovtscha,
Save, tatjarde uso mulipe pumen bandscharen,
I aga usi phuv pal dsschuminel.
Schilalipe! fadschin mange ando vodschi ande,
Hor ando jagalo micindo, varno!
Kaj jefkar mirnipe ande te ol,
Sar adaj ando ratjakero than!
___
Winternacht (1832)
von Nikolaus Lenau
Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fortgeschritten!
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September 18th, 2019 |
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Allgemeines

… and still counting.
April 13th, 2019 |
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Allgemeines, Radio, Podcast & TV
Marion Dworzack zum Internationalen Tag der Roma
Ö1 | Gedanken für den Tag, 12.4.2019
Gestaltung: Alexandra Mantler
→Anhören (7 Tage Ö1)
„Auf meinem sehr, sehr langen Weg“. Marion Dworzack, Romni, Feministin und Katholikin, erzählt von prägenden Persönlichkeiten der Roma-Community und was diese Zugehörigkeit für sie selbst bedeutet.
„Auf meinem sehr, sehr langen Weg / Traf ich viele schöne Roma“, heißt es in dem Lied „Djelem Djelem“, das als offizielle Hymne der Roma gilt. Doch schon die zweite Strophe erinnert mit der Zeile „Ich hatte einmal eine große Familie / Die Schwarze Legion ermordete sie“ an die Vertreibung und Ermordung der Roma durch kroatische Faschisten. Nur ein Kapitel in einer langen Geschichte der Diskriminierung und Verfolgung, der die Roma immer wieder ausgesetzt waren. Rund 12 Millionen Roma gibt es heute in Europa, sie sind damit die größte Minderheit. In Österreich leben Roma schon seit dem 15. Jahrhundert. Sie sind heute als Volksgruppe anerkannt und fast alle sesshaft, werden allerdings in der öffentlichen Diskussion immer wieder als „umherziehend“ dargestellt. Oft sind Beschreibungen negativ konnotiert und von Klischeevorstellungen geprägt, etwa wenn Roma als „Diebes- und Bettelbanden“ herhalten müssen.
„DIE Roma“ gibt es allerdings nicht: Zwar verbindet eine gemeinsame Sprache, aber die jeweilige Geschichte und auch die Religionsbekenntnisse sind vielfältig. Seit 1990 gilt der 8. April als „Internationaler Tag der Roma“. Weltweit finden an diesem Tag Aktionen statt, die auf die Rechte der Roma, auf Herausforderungen und Chancen, besonders hinweisen. Marion Dworzack ist in Tirol aufgewachsen, ist engagierte Feministin und Katholikin, arbeitet als Beamtin und hat erst mit 30 Jahren zu ihren Roma-Wurzeln gefunden. In den „Gedanken für den Tag“ zum „Internationalen Tag der Roma“ erzählt sie von prägenden Persönlichkeiten der Roma-Community und was diese Zugehörigkeit für sie selbst bedeutet.
(Text: Ö1 Programminfo)
April 12th, 2019 |
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Allgemeines, Radio, Podcast & TV
Verfolgt, benachteiligt, diskriminiert: Roma in Europa
Ö1, Journal-Panorama, 11.4.2019 (Sendereihe)
Gestaltung: Maria Harmer
→Anhören (7 Tage Ö1)
Die Roma – ein Überbegriff für unterschiedliche Gruppierungen, die früher als Zigeuner bezeichnet wurden. 10 bis 12 Millionen Roma leben in Europa. Sie sind eine der am stärksten ausgegrenzten Gruppen des Kontinents, sozial wie wirtschaftlich. Wie ist ihre Situation in einzelnen europäischen Ländern, welche Rolle spielt die Roma-Bürgerrechtsbewegung und wie lässt sich die Diskriminierung bekämpfen? Das wurde anlässlich des „Internationalen Tags der Roma“ am 8. April bei einer Veranstaltung im ORF-RadioKulturhaus diskutiert.
(Text: Ö1 Programminfo)
April 8th, 2019 |
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Allgemeines, Politik
Sichtbarkeit für Minderheit schaffen: Bürgermeister Ludwig hisst Roma-Flagge am Rathaus
Der 8. April ist Internationaler Tag der Roma – Wien beteiligt sich am Aktionstag
Wien (OTS/RK) – Der heutige 8. April ist der Internationale Tag der Roma. Der Aktionstag findet seit 29 Jahren statt, um auf die oft schwierige Situation der Roma in der ganzen Welt aufmerksam zu machen – auch Wien beteiligt sich. Am späten Mittag hat Bürgermeister Michael Ludwig mit dem Hissen der Fahne der Roma am Wiener Rathaus das Programm des Aktionstags in Wien offiziell eröffnet. Für den Stadtchef ist die Fahne, die nun beim Rathaus-Eingang in der Lichtenfelsgasse weht, „ein Zeichen von Solidarität mit Menschen, die immer noch gegen Vorurteile kämpfen müssen“. Auf der Flagge ist ein rotes Speichenrad auf grünem und blauem Grund zu sehen.
„Seit vielen Jahren unterstütze ich die Anliegen der Roma. So wurde in Floridsdorf eine Verkehrsfläche in Roma-Platz umbenannt, um für diese ethnische Gruppe Sichtbarkeit herbeizuführen“, sagte Ludwig, nachdem er gemeinsam mit Grünen-Gemeinderätin Birgit Hebein die Fahne der Roma gehisst hatte. „Und als EU-Mitglied haben wir die Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Roma auch in anderen Ländern Unterstützung erhalten“, sprach Ludwig die Herabwürdigung der Lebensweise der Roma vor allem in östlichen EU-Ländern an. „Ich freue mich sehr, dass am heutigen Internationalen Tag der Roma erstmals die Roma-Fahne am Wiener Rathaus wehen wird. Es war mir wichtig, dieses Anliegen aus Respekt zu unterstützen“, so Gemeinderätin Birgit Hebein.
In Wien wird der Tag u.a. mit einer Podiumsdiskussion im ORF-RadioKulturhaus (4., Argentinierstraße 30a) begangen – ab 18.30 Uhr diskutieren VertreterInnen von EU, Uni Wien und Roma-Beiräten aus Österreich und Deutschland unter der Moderation des Autors Michael Köhlmeier. Im Anschluss spielt der bekannte Musiker Harri Stojka ein Konzert.
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Januar 30th, 2019 |
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Allgemeines

Genau heute vor zehn Jahren, am 30. Jänner 2009, ging unser erster Blog-Beitrag online, 2.847 weitere sind seither gefolgt. Ein willkommener Anlass für ein herzliches Danke – an alle Leserinnen und Leser, an die Mitwirkenden sowie an alle, die uns immer wieder mit Gastbeiträgen, Hinweisen oder Verlinkungen unterstützen. Und nicht zuletzt an die Volksgruppenförderung des Bundeskanzleramts, ohne die weder unser Printmagazin dROMa noch dROMa-Blog möglich wären.
Die nächsten zehn Jahre können beginnen.
Dezember 24th, 2018 |
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Allgemeines
Boschitscha (Weihnachten)
Le Joseph von Eichendorffistar (1788–1857)
O foro taj o poschtitovtscha schutsche hi,
mirno ududano hi sako kher,
hore gondoha maschkar o gaslini dschav,
sa asaj rajkano ar ditschol.
Upro bokli kerde o dschuvla
feschtime khelipeskere koji,
eseri tschavore terdschon taj diken,
on asaj bastale hi.
Taj me mukav o fali pal mande,
dschi ari andi naphandli mesuja,
dschelno glistavipe, dschelno schudripe!
sar asaj dugo taj mirno o them!
Tscherhena utsche o kariki ciden,
andar le dschivipeskero korkoripe
upre uschtschal sar barikano dschilavipe –
jaj tu manuschali cajt!
—–
(Übersetzung|prik bescharipe: Josef Schmidt)
November 30th, 2018 |
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Allgemeines, Rassismus & Menschenrechte
Niederösterreichischer „Club of Roma“ verteilt Lebensmittel und Weihnachtsgeschenke an Roma in Ostungarn
NÖN, 28.11.2018: Zumindest in der Weihnachtszeit etwas Hoffnung und Freude bringen – dieses Ziel verfolgt der Verein „Club of Roma“ und startet im Dezember wieder mit seiner Weihnachtsaktion in der ostungarischen Gemeinde Köröm. In einer Region, wo laut Obmann Christian Rauscher die meisten Roma-Familien unter ärmlichsten Verhältnissen in Häusern ohne Kanal und Wasser leben. So sollen im Roma-Dorf Kiscsécs heuer 150 Lebensmittelpakete (à 15 Euro) an Familien verteilt werden. Rauscher: „Damit kann eine Roma-Familie eine Woche über Weihnachten ausreichend ernährt werden.“ Die Kinder der Grundschule und in den Kindergärten werden mit einem persönlichen Weihnachtspaket (25 Euro) beschenkt.
Während des Jahres engagiert sich der Langenloiser Verein in der Roma-Region mit der Unterstützung regionaler Stickkunst, veranstaltet mehrtägige Jugend-Camps und hilft Roma-Familien beim Aufbau von Hausgärten, wo nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe angeboten wird. Heuer konnten auf diese Weise 140 Roma-Hausgärten zur Verbesserung der Ernährungssituation beitragen.
(Text: NÖN, 27.11.2018)
Dezember 24th, 2017 |
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Allgemeines, Musik, Romani
O farajn Roma-Service
latschi Boschitscha taj latscho Nevo Bersch 2018 kivaninel!
Der Verein Roma-Service wünscht Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2018!
1. Mirni rat, kedveschni rat!
Cile son, korkore atschon,
tschak o kamlo kedveschno poar.
Jaj bi schukar hi o tikno tschau,
ando mirno lo sol,
ando mirno lo sol.
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April 11th, 2017 |
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Allgemeines
Als Kind überlebte sie den Roma-Holocaust in Transnistrien – und jetzt das Attentat in Stockholm
Păpușa Ciuraru (83), eine Romni aus Rumänien, die seit drei Jahren in Schweden bettelt, um ihre große Familie in Rumänien zu unterstützen, wurde am Freitag bei dem Terroranschlag in der Stockholmer Innenstadt verletzt. Die 83-Jährige wurde zwar nicht direkt von der Todesfahrt des LKW erfasst, wurde aber von einem weggeschleuderten Betonstück am Bein getroffen und erlitt einen Knochenbruch. „Als ich da lag, dachte ich, alles ist vorbei“, erzählt sie der Presse, „die Leute um mich herum haben nur geschrien, ich dachte, jetzt ist ein Krieg ausgebrochen. Ich habe versucht, mich aufzurappeln und wegzulaufen, aber da lag ein riesiger Stein über meinem Bein. Zwei Fremde kamen zu mir her, einer hatte ein Fahrrad, das hat er dann einfach dort gelassen. Sie haben mir aufgeholfen und trugen mich in ein Hotel, wo man mich ärztlich versorgt hat. Ich war überrascht. Sie blieben bei mir, um mir zu helfen. Und ich dachte, jeder läuft an mir vorbei, um sich selbst zu retten.“
Sie wurde inzwischen operiert und wird derzeit im Stockholmer St. Göran-Krankenhaus stationär behandelt. Nach dem Attentat sagte sie: „Das Leben geht weiter. Es gibt keine andere Möglichkeit. Ich bin unglaublich dankbar für all die Hilfe, die ich erhalten habe. Da ich das Glück habe, noch ein wenig weiter zu leben, will ich meiner Familie weiter helfen.“
Bei dem Attentat wurden vier Menschen getötet und 15 verletzt. Noch am Tag des Anschlags machte die schwedische EU-Parlamentarierin und Romni Soraya Post via Twitter auf das Schicksal Păpușa Ciurarus aufmerksam. Inzwischen haben auch schwedische Medien den Fall aufgegriffen (hier und hier). Bereits vor eineinhalb Jahren erzählte die schwedische Tageszeitung „Aftonbladet“ Păpușa Ciurarus Geschichte (wir berichteten).
(dROMa)
Siehe auch:
München: Drei Sinti und Roma unter den Opfern (29.7.2016)
Februar 7th, 2016 |
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Allgemeines
England hat erstmals einen Polizeibeamten, der selbst Rom ist. Das berichtet die englische Regionalzeitung Derby Telegraph. Die Best-Practice-Datenbank des Europarats erwähnt Piotr Torák als „ersten und einzigen Roma-Polizeibeamten aus Ost- oder Mitteleuropa, der im Vereinigten Königreich den Dienst versieht“. Petr Torák war 1999 als Flüchtling ins Land gekommen. In seinem Herkunftsland Tschechien war seine Familie aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit rassistischer Gewalt ausgesetzt und suchte deshalb in England erfolgreich um Asyl an. In seiner neuen Heimat ergriff Torák dann bald die Laufbahn als Polizist, zunächst als Police Community Support Officer, dann seit 2006 als Constable in Cambridgeshire. Torák sucht auch den Kontakt zu Roma-Jugendlichen, er besucht Schulen und hält Vorträge vor Roma aus der Slowakei und Tschechien. Zudem ist Piotr Torák bei INARP (International Association of Romani Professionals) aktiv.
(dROMa)
Siehe auch:
Sinto & Hauptkommissar – Günther Weiss, der Kripochef von Kehl