Buchpräsentation: Das Lager Lackenbach

April 14th, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Wissenschaft

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Tschibtscha | 13.4.2026 | 6:25 min

Herbert Brettl: O logeri Lackenbach

O lek bareder logeri le Romenge ando naci­jonal­socija­slis­tischi nimtschko rajipe ando novem­beri 1940 ande Lacken­bach kerdo ulo. Oda dinin­tscha la mujsi­nipes­kera butjkake taj te la depor­taci­jake ando minden­felitike loger­tscha. I kenva basi­rinel upre but rescher­tscha ande nacijo­nali taj inter­nacijo­nali archiv­tscha taj biblijo­tek­tscha. Oda upre sikal histo­rischi ande dikip­tscha taj i siste­matischi mujsini­peskeri buti, i dis­krimina­cija paloda le prik dschivde dsche­nendar pal 1945 sar o ent­vikli­nipe la palgon­doli­pes­kera taj gondo­lipes­kera kul­turatar dschi adi.

Das größte Anhalte- und Zwangsarbeitslager für Romnja und Roma im natio­nal­sozialis­ti­schen Deutschen Reich wurde im Novem­ber 1940 im bur­gen­ländi­schen Lacken­bach errich­tet. Es diente der Zwangs­arbeit und war zugleich Aus­gangs­punkt für Depor­tationen in Kon­zentra­tions- und Ver­nichtungs­lager. Das Buch basiert auf um­fassen­den Recher­chen in natio­nalen und inter­natio­nalen Archiven und Biblio­theken. Es beleuch­tet histo­rische Wahr­nehmun­gen und Ver­antwort­lich­keiten, den syste­mati­schen Nutzen der Zwangs­arbeit, die fort­gesetzte Dis­kriminie­rung der Über­lebenden nach 1945 sowie die Ent­wicklung der Erin­nerungs- und Gedenk­kultur bis heute.

Herbert Brettl ist Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Burgenland, Netz­werk­­koor­dinator von erin­nern.at, Burgenland, Pro­jekt­leiter der „Initia­tive Erinnern Frauenkirchen“, Heraus­geber der Buch­reihe „Burgen­ländische Lebens­geschich­ten“ und Kurator einer Reihe von zeit­histori­schen Aus­stellun­gen. Er hat zahl­reiche wissen­schaft­liche Beiträge und Bücher zur burgen­ländisch-west­ungari­schen Zeit­geschichte ge­schrieben, u. a. Die jüdische Gemeinde von Frauen­kirchen (2003/2016), Natio­nal­sozialis­mus im Burgenland. Opfer. Täter. Gegner (2012), „Einfach weg! Ver­schwun­dene Roma­siedlun­gen im Burgenland (2020, mit Gerhard Baumgartner), Sichtbar Machen. Erin­nerungs­landschaft – Orte und Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Natio­nal­sozia­lismus im Burgenland (2023), wofür er 2024 mit dem Fred-Sino­watz-Wissen­schafts­preis aus­ge­zeichnet wurde. [Website: www.brettl.at]

Buchbestellung:
edition lex liszt 12, 7400 Oberwart, Raingasse 9b [info@lexliszt12.at / Tel.: 03352/33 940] und im gut sor­tier­ten Buch­handel. ISBN: 978-3-99016-319-1, brosch., 280 Seiten (35 Euro).

(Beitrag: TV Erba)

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