Europarat: „Opre Roma!“-Monat feiert Roma

April 6th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen

Logo des "Opre Roma! Month 2026" des EuroparatsIm Palais de l’Europe in Straßburg wurde am 1. April der „Opre Roma!“-Monat eröffnet. Der Europa­rat wid­met den Mo­nat April einer euro­pa­wei­ten Ver­anstal­tungs­reihe, die auf Kultur und die Rechte der Roma und Tra­vel­ler auf­merk­sam macht.

Der „Opre Roma Month“ des Europa­rats ist eine Initia­tive, die darauf ab­zielt, „den Beitrag der Sprache, Kultur und Geschichte der Roma zum euro­päi­schen Erbe und kultu­rellen Reichtum zu wür­digen“ und gleich­zeitig auf fort­beste­hende Dis­kriminie­rung auf­merk­sam zu machen. Von 1. bis 30. April 2026 bündeln zahl­reiche Institu­tionen europa­weit Ver­anstal­tungen, Aus­stel­lun­gen und Bildungs­pro­jekte.

Der Europarat eröffnete den Roma-Aktionsmonat mit der Ausstellung „Holocaust der Seele“ des tsche­chischen Roma-Künstlers Zdeněk Daniel. Die Ver­anstal­tung wurde be­gleitet von einem Auftritt der Roma-Band Djiben (Tzigane céleste) und einen offi­ziellen Empfang. Die Eröff­nung des Roma-Monats fand im Rahmen der 50. Sitzung des Kon­gresses der Gemeinden und Regionen statt.

Die Veranstaltungen (hier finden Sie die Programm-Über­sicht) reichen von Podiums­dis­kus­sionen und Film­vor­führun­gen bis hin zu Konzerten und Work­shops. Beson­ders im Fokus stehen dabei Stimmen von Roma selbst, die ihre Per­spektiven ein­bringen und so zu einer differen­zierteren öffent­lichen Wahr­nehmung bei­tragen. Mit den Ver­anstaltun­gen be­­zweckt der Europarat laut eige­nen Angaben:

  • das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit in allen Mitglied­staaten für die Belange der Roma und Traveller zu schärfen;
  • eine Dynamik zu schaffen und diese zu nutzen, um strate­gische Partner­schaften zu initi­ieren und neu zu beleben, die zur Inklu­sion der Roma und Traveller bei­tragen;
  • die Sichtbarkeit des Themas zu erhöhen und das Bewusst­sein für die Belange der Roma und Tra­veller bei der Ständi­gen Ver­tretungen beim Europa­rat zu schärfen;
  • die Sichtbarkeit des Sektors und der zwischenstaat­lichen Ein­richtung ADI-ROM inner­halb des Europa­rates zu erhöhen;
  • Geschichte, Sprache und Kultur als wirksame Instrumente zu fördern, um Wissen zu teilen, Anti­ziganis­mus zu be­kämpfen und Stolz und Iden­tität zu stärken.”

Koordiniert wird die Initiative durch das Roma-Expertengremium des Europarats ADI-ROM in Kooperation mit zahl­reichen Partner-Institu­tio­nen und -Orga­nisatio­nen, auf euro­päischer Ebene ebenso wie in meh­reren Mitglied­staaten. Ein beson­derer Zu­sammen­hang besteht mit der „EU Roma Week“, die vom 20. bis 23. April in Brüssel und Straßburg statt­finden wird. Die Ver­anstal­tun­gen der Roma-Woche der Euro­päi­schen Union sind zu­gleich Bestand­teil des „Opre Roma!“-Monats 2026.

Kernstück des Roma-Monats ist der Inter­natio­nale Roma-Tag am 8. April, der an den ersten Weltkon­gress der Roma 1971 erinnert und als zentra­les Datum der Roma-Bürger­rechts­bewe­gung gilt. Auf der Website des Europarats heißt es hierzu: „Die Feier­lich­keiten zum Inter­natio­nalen Tag der Roma bieten dem Europarat als erster inter­natio­naler Men­schen­rechts­organi­sa­tion die Ge­legen­heit, sein Engage­ment für die Förderung der Gleich­stellung und Nicht­dis­kriminie­rung der Roma-Ge­mein­schaften zu be­kräfti­gen und seine Bemü­hungen im Kampf gegen den Anti­ziganis­mus in den Mit­glied­staaten des Europa­rates fort­zu­setzen.“

Der namensgebende Romani-Ausdruck „Opre Roma!“ bedeutet so viel wie „Erhebt euch, Roma“. Der eng mit der Eman­zipation der Roma ver­knüpfte Slogan „diente dazu, das Volk der Roma in seinem Kampf um An­erkennung, Rechte und Gleich­berech­tigung zu inspirie­ren und zu vereinen. Er symbo­lisiert einen Aufruf zum Handeln an die Roma-Ge­mein­schaft, sich gegen Dis­kriminie­rung zu wehren und auf eine bes­sere Zukunft hin­zu­arbeiten“, so die Ver­anstal­ter des Roma-Monats.

(Text: dROMa-Red.)

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