Film & Theater
September 28th, 2026 |
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Film & Theater, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
Junge Roma in Berlin – zwischen Herkunft und Zukunft
rbb Doku/Echtes Leben, Reportage von Nadja Tenge, Deutschand 2026
Erstsendung: 5.8.2026 (Das Erste), Bild: rbb
Wer sind die Sinti und Roma in unserer Gesellschaft, denen tief verwurzelte Vorurteile und Antiziganismus entgegenschlagen? Wir begleiten junge Roma, die mit Stereotypen aufräumen und für Selbstermächtigung einstehen; oft im Spagat zwischen Erbe, Identität und den Herausforderungen als Minderheit. Ihr Lernen, Arbeiten und Handeln sind angetrieben vom Ziel gelebter Vielfalt und echter Zugehörigkeit.
(Video und Text: rbb Doku)
September 22nd, 2026 |
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Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater
Kino-Visionär der Roma: Regisseur Tony Gatlif mit 77 Jahren gestorben
Arles/Frankreich: Der französische Filmregisseur, Drehbuchautor und Komponist Tony Gatlif ist am 2. September 2026 im Alter von 77 Jahren in seiner Heimatstadt Arles in Südfrankreich verstorben. Er erlag den Folgen „eines gesundheitlichen Problems“, während er an einem historischen Filmprojekt arbeitete. Dies gab seine Familie der Agentur AFP bekannt. Mit seinem Tod verliert die europäische Filmkunst die kraftvolle und poetische Stimme der Roma im Kino. „Die Schönheit seiner Filme, seine Großzügigkeit, seine Lebensfreude, seine Poesie und seine Liebe zur Musik werden für immer in unserem Herzen bleiben“, betont seine Familie in ihrer Erklärung und wünscht ihm „latcho drom“ – „gute Reise“ auf Romanes und Titel eines seiner bekanntesten Filme.
Vom Straßenkind zum Cannes-Gewinner
Geboren wurde Gatlif am 10. September 1948 als Michel Dahmani im damals französischen Algier als Sohn eines Kabylen und einer Romni. Diese Herkunft prägte sein ganzes späteres Schaffen. Read the rest of this entry »
September 19th, 2026 |
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Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte
Festivalerfolg für die rumänische Roma-Filmemacherin Alina Șerban bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig: Ihr Langfilmdebüt „I Matter“ (Originaltitel: Eu contez) erhielt den Publikumspreis der Sektion Venice Spotlight.
2021 machte die rumänische Autorin und Schauspielerin Alina Șerban mit ihrem Kurzfilm „I Matter“ auch als Regisseurin auf sich aufmerksam; sie selbst spielte die Hauptrolle. Nun präsentierte Șerban ihr gleichnamiges, aus dem Kurzformat weiterentwickeltes Langfilmdebüt, für das sie sich nun gänzlich hinter die Kamera zurückzog. Am 8. September feierte der Spielfilm seine Weltpremiere bei den 83. Internationalen Filmfestspielen in Venedig. Damit ist Alina Șerban, nach dem französischen Cannes-Preisträger Tony Gatlif (1948–2026), die erste Roma-Regisseurin, deren Film in die offizielle Auswahl eines der weltweit bedeutendsten A-Filmfestivals aufgenommen wurde – und sie wurde prompt mit dem wichtigsten Publikumspreis des Festivals ausgezeichnet.
Bei der Abschlussgala mi Palazzo del Cinema am Lido nahmen Șerban und Produzentin Ada Solomon vergangenen Samstag den von Armani Beauty gestifteten Audience Award entgegen, der in der Sektion Venice Spotlight vergeben wird.
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September 2nd, 2026 |
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Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Science Slam in Marburg: Antiziganismus – Anna-Sophie Schönfelder
Was ist das eigentlich – Antiziganismus? Was hat das mit uns zu tun? Und was mit unserer Geschichte? Um das anschaulich zu machen, holt sich die Politikwissenschaftlerin Anna-Sophie Schönfelder (Website) Unterstützung von zweideutigen Brillen, ausgeschnittenen Denkblasen und Fantasiewesen im Einweckglas.
Den Science-Slam-Beitrag über ihre Forschung im Sonderforschungsbereich „Dynamiken der Sicherheit“ hat sie am 5. Juli 2025 im Herder-Institut in Marburg gehalten. Jetzt gibt es ihn auch als Film. Der Sonderforschungsbereich „Dynamiken der Sicherheit“ ist ein transregionales Kooperationsprojekt der Philipps-Universität Marburg, des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen: www.uni-marburg.de/de/sfb138
Infos zum Thema Antiziganismus und Film gibt es beim Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus in Heidelberg.
Über die Autorin:
Anna-Sophie Schönfelder ist politische Theoretikerin und promoviert an der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Zusammenhang zwischen deutschem Arbeitsethos und Antiziganismus. Read the rest of this entry »
August 7th, 2026 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Spielfilm von Šimon und Anna Domček
„33 kroků“, SK/CZ 2026, 71 min
Das Spielfilmdebüt der slowakischen Regisseure wurde im Juli beim Filmfestival in Karlovy Vary uraufgeführt. Den Trailer (ohne Untertitel) finden Sie hier.
Der Film basiert auf der wahren Geschichte des Protagonisten. Er handelt vom Rom Milan Daniel, der als 18-Jähriger in der Slowakei von Neonazis brutal angegriffen wurde [und der sich im Film selbst spielt]. Milan fällt ins Koma und erlebt den klinischen Tod. Währenddessen hat er Visionen, in denen der Teufel ihn in Versuchung führt und Jesus ihm rät, sich niemals zu rächen. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in derselben Stadt. Er arbeitet als Wachmann. Als er erfährt, dass sein ehemaliger Angreifer Erik aus dem Gefängnis zurück:kehrt, kommt Milans Trauma wieder zum Vorschein.
(Text: Slowakisches Filminstitut)
Juli 20th, 2026 |
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Film & Theater, Frauenrechte, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Spielfilm von Ivan Ostrochovský (SK / CZ / HU 2026)
Buch: Marek Leščak, Ivan Ostrochovský, 88 Min.
Der Film feierte seine Weltpremiere am 5. Juli beim Karlovy Vary International Film Festival und wurde mit dem FIPRESCI-Preis für den besten Film im Hauptwettbewerb ausgezeichnet.
Der Film spielt Mitte der 1980er Jahre, als der Staat mithilfe seiner Gesetze kontinuierlich Einfluss auf die intimsten Bereiche des Lebens seiner Bürger nahm. Ingrid (Aňa Geislerová) ist eine ehrgeizige Ärztin, deren Aufgabe es ist, Kinder zur Welt zu bringen, ungewollte Schwangerschaften abzubrechen und an der Sterilisation von Roma-Frauen mitzuwirken. Die melancholische Frau hat größere Bedenken hinsichtlich ihrer privaten Situation als hinsichtlich ihres Berufslebens – zumindest bis sie von einer neuen Freundschaft mit einer charismatischen Roma-Pflegehelferin „überrascht“ wird. Die spontane Agáta (Simona Boledovičová) zeigt Ingrid die menschlichen Züge einer ethnischen Minderheit, die von den Kommunisten auf ein demografisches Problem reduziert wurde. Ivan Ostrochovskýs fesselndes Drama greift ein bis heute unaufgearbeitetes Thema der tschechoslowakischen Geschichte auf, als der der Staat über die Möglichkeit, Kinder zu bekommen, bestimmte. (Karel Och / KVIFF 2026)
Aus dem Statement der Jury: Read the rest of this entry »
Mai 5th, 2026 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 4.5.2026 | 8:32 min
Dokumentarfilm über die Volksgruppe der Roma von Hollywood-Regisseur Robert Dornhelm
Dokumentakero film pedar i flogoskeri grun le Romendar – Andi poschakeri hev ande Oslip filmakeri historija pisim ulo: Jek khelipeskero film-dokumentacija pe donde bescharel le dschivipeha le Romendar ando Burgenland – andar o bersch deschuenja taj tranda dschi andi i adivesakeri cajt. Telal i reschi le austritike filmiskere keraschistar Norbert Blecha taj le internacijonali prindscharde reschisjeriha Robert Dornheim jek mindenfelitiko kipo kerdo ulo, jeka flogoskera grupnatar, savakeri kultura taj historija dugi cajt tschulo dikipe uschtidija. Barikano vert upri autenticiteta beschardo ulo: But Roma andar o Burgenland ojs schtatistscha use sina, muschika kernahi, dschilavnahi taj sako divesengere iscentscha andar i palutni cajt palal terdscharnahi. Te o burgenlanditiko muschikaschi Tony Wegas pre persenlichi terdschiviptscha ande te fojnel mukla. Cil le filmistar hi, jek falato la bojd naschadi Romengera kulturatar te dikel te kerel taj jek cajchn gejng i diskriminacija te bescharel, phenel o anglebeschto le Romengere flogoskere grupnengere bajrotistar Emmerich Gärtner-Horvath. I dokumentacija „ROMA“ te ande ORF III sikado te ol.
In der Sandgrube von Oslip wurde Filmgeschichte geschrieben: Eine Spielfilm-Dokumentation widmet sich dem Leben der Burgenland-Roma – von den 1930er-Jahren bis heute. Unter der Regie des international renommierten Regisseurs Robert Dornhelm und des österreichischen Filmemachers Norbert Blecha (Produktion) entstand ein vielschichtiges Porträt einer Volksgruppe, deren Kultur und Geschichte lange Zeit wenig Beachtung fand. Besonderer Wert wird auf Authentizität gelegt: Zahlreiche Roma aus dem Burgenland wirkten als Statisten mit, musizieren, singen und stellen Alltagsszenen vergangener Jahrzehnte nach. Auch der burgenländische Musiker Tony Wegas hat seine persönlichen Erfahrungen eingebracht. Ziel des Films sei es, einen Teil der fast verschwundenen Roma-Kultur sichtbar zu machen und ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen, betont der Vorsitzende des Roma-Beirats, Emmerich Gärtner-Horvath. Die Dokumentation „ROMA – Erst wenn ihr geworden seid, wie wir sind, dürft ihr sein, wie ihr seid“ soll auf ORF III ausgestrahlt werden.
(Beitrag: TV Erba)
April 7th, 2026 |
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Film & Theater, Sport
Spielfilm, 92 Min., Ungarn 2017
Regie: Csaba M. Kiss, Gábor Rohonyi
„Brazilok“ ist eine ungarische Komödie, die die Geschichte einer kleinen Dorf-Fußballmannschaft erzählt, die aus Roma-Spielern besteht und unerwartet zur Teilnahme an einem internationalen Turnier in Brasilien eingeladen wird. Mit Humor und einer Reihe unterhaltsamer Missverständnisse beleuchtet der Film Themen wie Identität, Würde, Gemeinschaft und Hoffnungen. Die Geschichte entfaltet sich zwar als unbeschwerte Komödie mit satirischen Elementen, ist aber zugleich zutiefst herzerwärmend und vermittelt letztlich eine positive Botschaft über Inklusion, Solidarität und die Kraft der Gemeinschaft.
(Text: Opre Roma Month)
Januar 31st, 2026 |
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Facts & Figures, Film & Theater
Die Figur des Roma-Hofnarren, dargestellt von versklavten Roma, ist ein prägendes Element des frühen rumänischen Theaters.
(Quelle)
Dezember 1st, 2025 |
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Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Regie: Guillermo Galoe, ES/FR 2025, 97 min, OmeU
Eröffnungsfilm des Wiener Festivals „This Human World“ (27.11. bis 6.12.2025)
Nächste Vorführung: 4.12.2025, 21:00 Uhr, Schikaneder Kino
Aus dem Festivalprogramm:
Der Film von Guillermo Galoe begleitet den fünfzehnjährigen Toni, der mit seiner Familie im größten illegalen Siedlungsgebiet Europas, am Rande Madrids, lebt. Fest verwurzelt in der Gemeinschaft der Schrotthändler, folgt er seinem Großvater auf Schritt und Tritt. Doch als die drohenden Abrissbagger immer näher rücken, steht Toni vor einer Entscheidung zwischen Loyalität, Verlust und der Hoffnung auf ein anderes Leben. Es ist nicht nur ein Film über familiäre Bindungen und Identität sondern auch über Freundschaft und Liebe, erzählt aus der Perspektive des Jungen Toni, der voller Tatendrang, aber zerrissen zwischen zwei Welten ist. Mit einer expressiven Bildsprache und bemerkenswerter Sensibilität beleuchtet Sleepless City soziale Ungleichheiten und den Kampf um Würde in einer Welt, die am Rand der Aufmerksamkeit existiert.
November 7th, 2025 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Spielfilm von Michal Blaško (99 Min., D/SK/CZ 2022)
Buch: Jakub Medvecký. Mit Igor Chmela, Gleb Kuchuk, Vita Smachelyuk
→Online auf ARTE.tv bis 1. April 2026
Der Sohn einer Ukrainerin in einer tschechischen Kleinstadt wird zusammengeschlagen, der Verdacht fällt auf drei Roma-Jungen. Während die Polizei ermittelt, erfährt die Mutter, dass ihr Sohn gelogen hat. Um ihre Einbürgerung nicht zu gefährden, verheimlicht sie die Wahrheit. Bald dient der Fall als Vorwand für eine politische Kampagne.
(Text: Programminfo ARTE.tv)
September 9th, 2025 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Ein Film von Ludovica Fales, Italien 2023, 83 min (Website)
Die jungen Romnja Lala, Samanta und Zaga kämpfen in Italien um Anerkennung — ein Land, das sie trotz ihrer Geburt dort nicht als Staatsbürgerinnen anerkennt. Lala, junge Mutter und Teenagerin, navigiert zwischen familiären Traditionen und der urbanen Realität. Im Film verschmilzt diese Figur mit Samanta, der Laiendarstellerin, die sie spielt, und mit Zaga, der realen Inspirationsquelle der Geschichte. In einem Wechselspiel von Realität und Fiktion entsteht ein Manifest, das die Stimmen vieler vereint und die Kämpfe und Hoffnungen einer Generation mit verweigerten Rechten widerspiegelt.
(Text: Festival This Human World, Wien 2024)
August 26th, 2025 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Liuben, Spielfilm von Venci Kostov, 109 min, BG/ESP 2023
Drehbuch und Regie: Venci Kostov. Mit Bojidar Iankov Asenov und Dimitar Nikolov; Kamera: Fran García Vera; Schnitt: Marta Velasco; Musik: Sergio de la Puente; Produzenten: Antonio Hens; Miguel Torrente
In einem konservativen bulgarischen Bergdorf, in dem viele Vorurteile herrschen, entsteht eine intensive Sommerromanze zwischen zwei jungen Männern aus ganz unterschiedlichen Welten. Victor lebt eigentlich ein glückliches Leben in Madrid mit seinem Partner José. Zur Beerdigung seines Großvaters kehrt er allerdings in sein bulgarisches Heimatdorf zurück und beschließt, den Sommer dort zu verbringen. Während er sich mit seinem Vater und der dörflichen Lebensweise seiner Heimat nach und nach wieder anfreundet, findet er plötzlich eine unerwartete Liebe in Liuben, einem 18-jährigen Roma-Jungen. Trotz ihrer Unterschiede und den vielen Konflikten um sie herum finden Victor und Liuben Zuflucht und Geborgenheit miteinander. Doch hat diese Liebe eine Zukunft? LIUBEN ist der erste offizielle LGBTQ+-Film aus Bulgarien.
(PR-Text: Pro-Fun Media)
August 24th, 2025 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
→zum Streaming (Filmarchiv Austria) 19:50 min
Diese 1954 von der Staatlichen Filmstelle produzierte Dokumentation mit wissenschaftlichem Anspruch zeigt das Leben der Roma und Sinti im Burgenland. Auch nach dem Krieg zählen sie zu den marginalisierten Volksgruppen. Porträtiert wird eine Roma-Siedlung in Mörbisch sowie die fahrenden Sinti, die damals teilweise noch mit Pferde-Fuhrwerken von Ort zu Ort unterwegs sind. Dass die beiden Volksgruppen von den Nazis verfolgt wurden, mit dem Ziel diese auszulöschen, bleibt im Film unerwähnt.
Aus der Sammlung „Historische Filmdokumente“ des Filmarchiv Austria: Jede Woche werden neu restaurierte historische Filmdokumente aus über 120 Jahren Kultur- und Zeitgeschichte aus der Sammlung des Filmarchiv Austria präsentiert.
Originaltitel: Zigeuner in Österreich (Österreich 1954)
Kamera: Dr. Walter Dostal, Tonaufnahmen: Herbert Melichar, Produktionsfirma: S.H.B.-Film (Bundesstaatliche Hauptstelle für Lichtbild und Bildungsfilm, Wien), Quelle: 16-mm-Positiv, Sammlung Filmarchiv Austria, restaurierte Fassung, © Filmarchiv Austria, 2025
(Filmarchiv Austria)
Anmerkung der dROMa-Redaktion:
Joschi, der Bub im Film, verstarb Anfang Juni in Wien. Wir sprechen seiner Familie unser herzliches Beileid aus!
August 12th, 2025 |
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Film & Theater, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
Aktujeli kenvi pedar Romengere-kipi ando mediji
So o avre dschene patschan, pedar o Roma te dschanel, tschak tschulo upre ajgeni kontaktoskere terdschijiptscha pal dschal, hatek tschak famitlim hi – hamischno dschanipe andar o mediji, pherde negativi kipenca, save ojs tschatschiptscha ar dim on. O ande televisa taj ande komiktscha use ledschime Romengere-sikajiptscha akan duj kenvi andar i Germanija aun pumenge dikle.
Falato 1: Tatort taj Talkshows
Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale Inszenierungen von Sinti und Roma im Tatort und in politischen Talkshows (= Edition DISS, Bd. 46), falog Unrast: Münster 2021, 164 riktscha.
Sar adala medijali sikajiptscha le Romendar ande prindscharde formatscha la nimtschka televisatar naschen, jek sani kenva la „edicijonatar DISS“ aun peske dikel. I Katharina Peters, adaj mindenfelitike Polit-Talkshowenca taj ofto „Tatort“-serijenca donde pe bescharel: usar „Armer Nanosh“ (1989) taj „Kleine Diebe“ (2000) pedar o Betschi-krimi „Die schlafende Schöne“ (2005), „Brandmal“ (2008) „Mein Revier“ (2012) taj „Angezählt“ (2013) dschi otscha use „Mia san jetz da, woʼs weh tut“ (2016) taj „Klingelingeling“ (2016).
Taj oj mindig uso glajchi koja perel: O butvar sterejotipischi sikajipe rasistischi aun fitime kipi anel, save jek kontrasto le „ajgeni kojastar“ taj le „durutne kojastar“ soraljaren. Adaj te o tschule latsche probalintschage, ando krimiskero phukajipe te rasismus te tematisirinel, hatek nischta naschtig keren. Read the rest of this entry »
August 11th, 2025 |
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Film & Theater, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
Aktuelle Bücher über Roma-Bilder in den Medien
Was die Mehrheitsgesellschaft über Roma zu wissen glaubt, basiert nur selten auf eigenen Kontakterfahrungen, sondern ist in der Regel vermittelt – vermeintliches Wissen aus den Medien, voller negativer Bilder, die als Wahrheiten ausgegeben werden. Die in TV und Comics kolportierten Roma-Darstellungen behandeln nun zwei Publikationen aus Deutschland.
Teil 1: Tatort und Talkshows
Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale Inszenierungen von Sinti und Roma im Tatort und in politischen Talkshows (= Edition DISS, Bd. 46), Unrast Verlag: Münster 2021, 164 Seiten.
Wie diese medialen Inszenierungen von Roma in populären Formaten des deutschen Fernsehens funktionieren, untersucht ein schmaler Band der „Edition DISS“. Katharina Peters knüpft sich darin diverse Polit-Talkshows und acht „Tatort“-Folgen vor: von „Armer Nanosh“ (1989) und „Kleine Diebe“ (2000) über den Wien-Krimi „Die schlafende Schöne“ (2005), „Brandmal“ (2008) „Mein Revier“ (2012) und „Angezählt“ (2013) bis zu „Mia san jetz da, woʼs weh tut“ (2016) und „Klingelingeling“ (2016).
Und sie gelangt zum immer gleichen Fazit: Die vorwiegend stereotype Inszenierung transportiert rassistisch aufgeladene Bilder, die einen Gegensatz von „Eigenem“ und „Fremdem“ etablieren. Dagegen bleiben auch die wenigen vorsichtigen Versuche, innerhalb der Krimierzählung auch Rassismus zu thematisieren, letzten Endes machtlos.
Fiktionale und nicht-fiktionale Formate, „Tatort“ und Talkshows, spielen einander wechselseitig in die Hände, um ihre Roma-Bilder zu konstruieren. „Die fiktional produzierten Ressentiments [werden] im realen politischen Diskurs aufgegriffen und vice versa.“ (S. 12) Mit Bezug auf reale Ereignisse und tagespolitische Debatten skizziert Peters, wie sich so auch der Fokus der Roma-Darstellungen verschiebt: Read the rest of this entry »
März 3rd, 2025 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
Rohonczy, Kautz, Niczky – drei Menschen aus dem Mittelburgenland
Theaterstück von Katharina Tiwald und Peter Wagner: Uraufführung im Offenen Haus Oberwart am 13. März 2025
Das Magazin Profil beschrieb 1995 den in Mitterpullendorf/ Középpulya ansässigen Baron György Gedeon Rohonczy als den „burgenländischen Oskar Schindler“. Er soll 121 Roma aus dem sog. „Zigeuner-Anhaltelager Lackenbach“, von dem Roma in Konzentrationslager, andere Sammellager oder Vernichtungslager deportiert wurden, dadurch gerettet haben, dass er sie als Erntearbeiter auf seinem Gutshof anstellte, und zwar nicht nur Männer, sondern ganze Familien, also auch Frauen und Kinder. Teilweise ermöglichte er ihnen die Flucht nach Ungarn. Seinem Beispiel folgten der Gutspächter Ernst Kautz aus Unterpullendorf/ Dolnja Pulja und Graf Ladislaus Niczky aus Nebersdorf/ Šuševo, die beide mit Rohonczy befreundet waren. Roma, die auf diese Weise überlebten, bezeugten nach dem Krieg die lebensrettende Tätigkeit der drei Männer. Einer von ihnen, Ernst Kautz, wurde selbst von betroffenen Roma gerettet, als die russischen Besatzer ihn exekutieren wollten.
Das Stück:
„DIE RETTER – Rohonczy, Kautz, Nitzky – Drei Menschen aus dem Mittelburgenland“ diskutiert im Stile eines Doku-Dramas die Frage, inwieweit diese drei Personen tatsächlich als Lebensretter, wenn nicht gar Helden im Sinne eines passiven Widerstandes gegen ein mörderisches Regime zu bewerten sind. Dabei treten durch Interviews, die mit Menschen unterschiedlichster beruflicher und geistiger Orientierung vor Kamera geführt wurden, differenzierende Einschätzungen und Bewertungen zutage, die auch unsere heute Beziehung zu zivilem Ungehorsam sowie identitätspolitische Fragen thematisieren.
Parallel dazu entspinnt sich der von Katharina Tiwald verfasste fiktive Dialog zwischen einem Ehepaar, das zur Geburtstagsfeier des 90-jährigen Anton (Toni), eines Lackenbach- und KZ-Überlebenden aus der Volksgruppe der Roma, eingeladen ist. Read the rest of this entry »
Februar 22nd, 2025 |
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Film & Theater, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Vor fünf Jahren, am 19. Februar 2020, ermordete ein Attentäter in Hanau in Deutschland neun Menschen aus rassistischem Hass. Drei der Opfer, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov und Vili-Viorel Păun, waren Roma.
Der Mörder kam aus der Nachbarschaft: Er erschoss neun junge Menschen aus rassistischen Motiven. Überlebende und Angehörige berichten, wie sie die Tatnacht und die Monate danach erlebt haben und wie sie sich gegen die Logik des Täters wehren, der sie zu Fremden in ihrer eigenen Heimat machen wollte. Seit jener Februarnacht kämpfen sie um das Andenken der Opfer und um die Aufklärung des Geschehenen. Und sie stellen viele drängende Fragen zur Tatnacht und zum Täter, die ihnen bislang niemand beantworten wollte.
(Film und Text: HR/ARD Mediathek)
Februar 1st, 2025 |
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Film & Theater, Musik
Gorki Theater in Berlin | Nach Georges Bizet und Henri Meilhac, Ludovic Halévy | Regie: Christian Weise | Musikalische Leitung und Arrangements: Jens Dohle | Mit Texten von Riah Knight, Lindy Larsson
Die britische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin Riah Knight, die das Gorki-Publikum seit ihrem Auftritt 2017 in Roma Armee immer wieder begeistert, schreibt über Carmen: „Die Roma-Gemeinschaft hat eine toxische Beziehung zu Carmen: Als eine unserer wenigen Ikonen, die die Jahrhunderte überdauert haben, erfüllt sie jedes Stereotyp, das jemals über uns Roma kursierte. Sie ist gewalttätig, rüpelhaft, ungezähmt, heißblütig, leidenschaftlich, diebisch, tanzt und singt sich als schwarzhaarige Femme fatale bar jeder Moral in die Betten der Männer. Und doch wird sie geliebt. Sie ist eine Widerstandsfigur, ein Symbol der Freiheit gegen die Konformität, eine Verweigerung der Opferrolle. Und letztlich das Porträt einer Frau, die ihrer Zeit voraus war.“
Am Gorki wird nun eine neue »Carmen« in einer einzigartigen Darbietung von Lindy Larsson zu sehen sein. Larsson begeisterte genau wie Knight bereits in Roma Armee. In der Inszenierung von Christian Weise wird Carmen zu einem queer-intersektionalen und burlesken Stück Musiktheater. Ein neues musikalisches Arrangement von Jens Dohle mit dem bedeutenden Akkordeonisten Dejan Jovanović re-appropriiert die durch Bizet annektierten Elemente der Roma-Kultur und führt diese auf ihre Entstehungskontexte zurück.
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Dezember 10th, 2024 |
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Film & Theater
Spielfilm von Livia Gyarmathy
79 min. (H/BRD, 1979)
→Streaming (nur ungarisch)
Ein Rom will seiner verstorbenen Frau ein standesgemäßes Begräbnis ausrichten, scheitert jedoch an der Ignoranz und Geldgier der Leute im Dorf.
Der Rom Mihály Balog schuftet in Budapest bei einer Straßenbaubrigande, als ihn aus seiner Heimatsiedlung die Kunde ereilt, dass seine Frau gestorben ist. Sein Wunsch, ihr ein würdiges Begräbnis auszurichten, scheitert an der Ignoranz und Geldgier der Leute im Ort. Aus dem würdigen wird ein schäbiges Begräbnis, von dem niemand Notiz nehmen will. Nur die ehemaligen Liebhaber der Verstorbenen beobachten die Beerdigung aus sicherere Distanz. Mihály kehrt der Siedlung den Rücken …
Der Film bietet überaus realistische Einblicke in das Alltagsleben der ungarischen Roma in den siebziger Jahren.
Regie: Livia Gyarmathy | Drehbuch: József Balázs, Livia Gyarmathy | Kamera: Ferenc Pap | Schauspieler: Ferenc Bencze, Ferenc Bogdán, János Bán, Jirí Menzel, Mihály Rostás
(Text: Filmarchiv Austria)