Mai 5th, 2026 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 4.5.2026 | 8:32 min
Dokumentarfilm über die Volksgruppe der Roma von Hollywood-Regisseur Robert Dornhelm
Dokumentakero film pedar i flogoskeri grun le Romendar – Andi poschakeri hev ande Oslip filmakeri historija pisim ulo: Jek khelipeskero film-dokumentacija pe donde bescharel le dschivipeha le Romendar ando Burgenland – andar o bersch deschuenja taj tranda dschi andi i adivesakeri cajt. Telal i reschi le austritike filmiskere keraschistar Norbert Blecha taj le internacijonali prindscharde reschisjeriha Robert Dornheim jek mindenfelitiko kipo kerdo ulo, jeka flogoskera grupnatar, savakeri kultura taj historija dugi cajt tschulo dikipe uschtidija. Barikano vert upri autenticiteta beschardo ulo: But Roma andar o Burgenland ojs schtatistscha use sina, muschika kernahi, dschilavnahi taj sako divesengere iscentscha andar i palutni cajt palal terdscharnahi. Te o burgenlanditiko muschikaschi Tony Wegas pre persenlichi terdschiviptscha ande te fojnel mukla. Cil le filmistar hi, jek falato la bojd naschadi Romengera kulturatar te dikel te kerel taj jek cajchn gejng i diskriminacija te bescharel, phenel o anglebeschto le Romengere flogoskere grupnengere bajrotistar Emmerich Gärtner-Horvath. I dokumentacija „ROMA“ te ande ORF III sikado te ol.
In der Sandgrube von Oslip wurde Filmgeschichte geschrieben: Eine Spielfilm-Dokumentation widmet sich dem Leben der Burgenland-Roma – von den 1930er-Jahren bis heute. Unter der Regie des international renommierten Regisseurs Robert Dornhelm und des österreichischen Filmemachers Norbert Blecha (Produktion) entstand ein vielschichtiges Porträt einer Volksgruppe, deren Kultur und Geschichte lange Zeit wenig Beachtung fand. Besonderer Wert wird auf Authentizität gelegt: Zahlreiche Roma aus dem Burgenland wirkten als Statisten mit, musizieren, singen und stellen Alltagsszenen vergangener Jahrzehnte nach. Auch der burgenländische Musiker Tony Wegas hat seine persönlichen Erfahrungen eingebracht. Ziel des Films sei es, einen Teil der fast verschwundenen Roma-Kultur sichtbar zu machen und ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen, betont der Vorsitzende des Roma-Beirats, Emmerich Gärtner-Horvath. Die Dokumentation „ROMA – Erst wenn ihr geworden seid, wie wir sind, dürft ihr sein, wie ihr seid“ soll auf ORF III ausgestrahlt werden.
(Beitrag: TV Erba)
April 7th, 2026 |
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Film & Theater, Sport
Spielfilm, 92 Min., Ungarn 2017
Regie: Csaba M. Kiss, Gábor Rohonyi
„Brazilok“ ist eine ungarische Komödie, die die Geschichte einer kleinen Dorf-Fußballmannschaft erzählt, die aus Roma-Spielern besteht und unerwartet zur Teilnahme an einem internationalen Turnier in Brasilien eingeladen wird. Mit Humor und einer Reihe unterhaltsamer Missverständnisse beleuchtet der Film Themen wie Identität, Würde, Gemeinschaft und Hoffnungen. Die Geschichte entfaltet sich zwar als unbeschwerte Komödie mit satirischen Elementen, ist aber zugleich zutiefst herzerwärmend und vermittelt letztlich eine positive Botschaft über Inklusion, Solidarität und die Kraft der Gemeinschaft.
(Text: Opre Roma Month)
Januar 31st, 2026 |
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Facts & Figures, Film & Theater
Die Figur des Roma-Hofnarren, dargestellt von versklavten Roma, ist ein prägendes Element des frühen rumänischen Theaters.
(Quelle)
Dezember 1st, 2025 |
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Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Regie: Guillermo Galoe, ES/FR 2025, 97 min, OmeU
Eröffnungsfilm des Wiener Festivals „This Human World“ (27.11. bis 6.12.2025)
Nächste Vorführung: 4.12.2025, 21:00 Uhr, Schikaneder Kino
Aus dem Festivalprogramm:
Der Film von Guillermo Galoe begleitet den fünfzehnjährigen Toni, der mit seiner Familie im größten illegalen Siedlungsgebiet Europas, am Rande Madrids, lebt. Fest verwurzelt in der Gemeinschaft der Schrotthändler, folgt er seinem Großvater auf Schritt und Tritt. Doch als die drohenden Abrissbagger immer näher rücken, steht Toni vor einer Entscheidung zwischen Loyalität, Verlust und der Hoffnung auf ein anderes Leben. Es ist nicht nur ein Film über familiäre Bindungen und Identität sondern auch über Freundschaft und Liebe, erzählt aus der Perspektive des Jungen Toni, der voller Tatendrang, aber zerrissen zwischen zwei Welten ist. Mit einer expressiven Bildsprache und bemerkenswerter Sensibilität beleuchtet Sleepless City soziale Ungleichheiten und den Kampf um Würde in einer Welt, die am Rand der Aufmerksamkeit existiert.
November 7th, 2025 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Spielfilm von Michal Blaško (99 Min., D/SK/CZ 2022)
Buch: Jakub Medvecký. Mit Igor Chmela, Gleb Kuchuk, Vita Smachelyuk
→Online auf ARTE.tv bis 1. April 2026
Der Sohn einer Ukrainerin in einer tschechischen Kleinstadt wird zusammengeschlagen, der Verdacht fällt auf drei Roma-Jungen. Während die Polizei ermittelt, erfährt die Mutter, dass ihr Sohn gelogen hat. Um ihre Einbürgerung nicht zu gefährden, verheimlicht sie die Wahrheit. Bald dient der Fall als Vorwand für eine politische Kampagne.
(Text: Programminfo ARTE.tv)
September 9th, 2025 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Ein Film von Ludovica Fales, Italien 2023, 83 min (Website)
Die jungen Romnja Lala, Samanta und Zaga kämpfen in Italien um Anerkennung — ein Land, das sie trotz ihrer Geburt dort nicht als Staatsbürgerinnen anerkennt. Lala, junge Mutter und Teenagerin, navigiert zwischen familiären Traditionen und der urbanen Realität. Im Film verschmilzt diese Figur mit Samanta, der Laiendarstellerin, die sie spielt, und mit Zaga, der realen Inspirationsquelle der Geschichte. In einem Wechselspiel von Realität und Fiktion entsteht ein Manifest, das die Stimmen vieler vereint und die Kämpfe und Hoffnungen einer Generation mit verweigerten Rechten widerspiegelt.
(Text: Festival This Human World, Wien 2024)
August 26th, 2025 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Liuben, Spielfilm von Venci Kostov, 109 min, BG/ESP 2023
Drehbuch und Regie: Venci Kostov. Mit Bojidar Iankov Asenov und Dimitar Nikolov; Kamera: Fran García Vera; Schnitt: Marta Velasco; Musik: Sergio de la Puente; Produzenten: Antonio Hens; Miguel Torrente
In einem konservativen bulgarischen Bergdorf, in dem viele Vorurteile herrschen, entsteht eine intensive Sommerromanze zwischen zwei jungen Männern aus ganz unterschiedlichen Welten. Victor lebt eigentlich ein glückliches Leben in Madrid mit seinem Partner José. Zur Beerdigung seines Großvaters kehrt er allerdings in sein bulgarisches Heimatdorf zurück und beschließt, den Sommer dort zu verbringen. Während er sich mit seinem Vater und der dörflichen Lebensweise seiner Heimat nach und nach wieder anfreundet, findet er plötzlich eine unerwartete Liebe in Liuben, einem 18-jährigen Roma-Jungen. Trotz ihrer Unterschiede und den vielen Konflikten um sie herum finden Victor und Liuben Zuflucht und Geborgenheit miteinander. Doch hat diese Liebe eine Zukunft? LIUBEN ist der erste offizielle LGBTQ+-Film aus Bulgarien.
(PR-Text: Pro-Fun Media)
August 24th, 2025 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
→zum Streaming (Filmarchiv Austria) 19:50 min
Diese 1954 von der Staatlichen Filmstelle produzierte Dokumentation mit wissenschaftlichem Anspruch zeigt das Leben der Roma und Sinti im Burgenland. Auch nach dem Krieg zählen sie zu den marginalisierten Volksgruppen. Porträtiert wird eine Roma-Siedlung in Mörbisch sowie die fahrenden Sinti, die damals teilweise noch mit Pferde-Fuhrwerken von Ort zu Ort unterwegs sind. Dass die beiden Volksgruppen von den Nazis verfolgt wurden, mit dem Ziel diese auszulöschen, bleibt im Film unerwähnt.
Aus der Sammlung „Historische Filmdokumente“ des Filmarchiv Austria: Jede Woche werden neu restaurierte historische Filmdokumente aus über 120 Jahren Kultur- und Zeitgeschichte aus der Sammlung des Filmarchiv Austria präsentiert.
Originaltitel: Zigeuner in Österreich (Österreich 1954)
Kamera: Dr. Walter Dostal, Tonaufnahmen: Herbert Melichar, Produktionsfirma: S.H.B.-Film (Bundesstaatliche Hauptstelle für Lichtbild und Bildungsfilm, Wien), Quelle: 16-mm-Positiv, Sammlung Filmarchiv Austria, restaurierte Fassung, © Filmarchiv Austria, 2025
(Filmarchiv Austria)
Anmerkung der dROMa-Redaktion:
Joschi, der Bub im Film, verstarb Anfang Juni in Wien. Wir sprechen seiner Familie unser herzliches Beileid aus!
August 12th, 2025 |
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Film & Theater, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
Aktujeli kenvi pedar Romengere-kipi ando mediji
So o avre dschene patschan, pedar o Roma te dschanel, tschak tschulo upre ajgeni kontaktoskere terdschijiptscha pal dschal, hatek tschak famitlim hi – hamischno dschanipe andar o mediji, pherde negativi kipenca, save ojs tschatschiptscha ar dim on. O ande televisa taj ande komiktscha use ledschime Romengere-sikajiptscha akan duj kenvi andar i Germanija aun pumenge dikle.
Falato 1: Tatort taj Talkshows
Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale Inszenierungen von Sinti und Roma im Tatort und in politischen Talkshows (= Edition DISS, Bd. 46), falog Unrast: Münster 2021, 164 riktscha.
Sar adala medijali sikajiptscha le Romendar ande prindscharde formatscha la nimtschka televisatar naschen, jek sani kenva la „edicijonatar DISS“ aun peske dikel. I Katharina Peters, adaj mindenfelitike Polit-Talkshowenca taj ofto „Tatort“-serijenca donde pe bescharel: usar „Armer Nanosh“ (1989) taj „Kleine Diebe“ (2000) pedar o Betschi-krimi „Die schlafende Schöne“ (2005), „Brandmal“ (2008) „Mein Revier“ (2012) taj „Angezählt“ (2013) dschi otscha use „Mia san jetz da, woʼs weh tut“ (2016) taj „Klingelingeling“ (2016).
Taj oj mindig uso glajchi koja perel: O butvar sterejotipischi sikajipe rasistischi aun fitime kipi anel, save jek kontrasto le „ajgeni kojastar“ taj le „durutne kojastar“ soraljaren. Adaj te o tschule latsche probalintschage, ando krimiskero phukajipe te rasismus te tematisirinel, hatek nischta naschtig keren. Read the rest of this entry »
August 11th, 2025 |
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Film & Theater, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
Aktuelle Bücher über Roma-Bilder in den Medien
Was die Mehrheitsgesellschaft über Roma zu wissen glaubt, basiert nur selten auf eigenen Kontakterfahrungen, sondern ist in der Regel vermittelt – vermeintliches Wissen aus den Medien, voller negativer Bilder, die als Wahrheiten ausgegeben werden. Die in TV und Comics kolportierten Roma-Darstellungen behandeln nun zwei Publikationen aus Deutschland.
Teil 1: Tatort und Talkshows
Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale Inszenierungen von Sinti und Roma im Tatort und in politischen Talkshows (= Edition DISS, Bd. 46), Unrast Verlag: Münster 2021, 164 Seiten.
Wie diese medialen Inszenierungen von Roma in populären Formaten des deutschen Fernsehens funktionieren, untersucht ein schmaler Band der „Edition DISS“. Katharina Peters knüpft sich darin diverse Polit-Talkshows und acht „Tatort“-Folgen vor: von „Armer Nanosh“ (1989) und „Kleine Diebe“ (2000) über den Wien-Krimi „Die schlafende Schöne“ (2005), „Brandmal“ (2008) „Mein Revier“ (2012) und „Angezählt“ (2013) bis zu „Mia san jetz da, woʼs weh tut“ (2016) und „Klingelingeling“ (2016).
Und sie gelangt zum immer gleichen Fazit: Die vorwiegend stereotype Inszenierung transportiert rassistisch aufgeladene Bilder, die einen Gegensatz von „Eigenem“ und „Fremdem“ etablieren. Dagegen bleiben auch die wenigen vorsichtigen Versuche, innerhalb der Krimierzählung auch Rassismus zu thematisieren, letzten Endes machtlos.
Fiktionale und nicht-fiktionale Formate, „Tatort“ und Talkshows, spielen einander wechselseitig in die Hände, um ihre Roma-Bilder zu konstruieren. „Die fiktional produzierten Ressentiments [werden] im realen politischen Diskurs aufgegriffen und vice versa.“ (S. 12) Mit Bezug auf reale Ereignisse und tagespolitische Debatten skizziert Peters, wie sich so auch der Fokus der Roma-Darstellungen verschiebt: Read the rest of this entry »
März 3rd, 2025 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
Rohonczy, Kautz, Niczky – drei Menschen aus dem Mittelburgenland
Theaterstück von Katharina Tiwald und Peter Wagner: Uraufführung im Offenen Haus Oberwart am 13. März 2025
Das Magazin Profil beschrieb 1995 den in Mitterpullendorf/ Középpulya ansässigen Baron György Gedeon Rohonczy als den „burgenländischen Oskar Schindler“. Er soll 121 Roma aus dem sog. „Zigeuner-Anhaltelager Lackenbach“, von dem Roma in Konzentrationslager, andere Sammellager oder Vernichtungslager deportiert wurden, dadurch gerettet haben, dass er sie als Erntearbeiter auf seinem Gutshof anstellte, und zwar nicht nur Männer, sondern ganze Familien, also auch Frauen und Kinder. Teilweise ermöglichte er ihnen die Flucht nach Ungarn. Seinem Beispiel folgten der Gutspächter Ernst Kautz aus Unterpullendorf/ Dolnja Pulja und Graf Ladislaus Niczky aus Nebersdorf/ Šuševo, die beide mit Rohonczy befreundet waren. Roma, die auf diese Weise überlebten, bezeugten nach dem Krieg die lebensrettende Tätigkeit der drei Männer. Einer von ihnen, Ernst Kautz, wurde selbst von betroffenen Roma gerettet, als die russischen Besatzer ihn exekutieren wollten.
Das Stück:
„DIE RETTER – Rohonczy, Kautz, Nitzky – Drei Menschen aus dem Mittelburgenland“ diskutiert im Stile eines Doku-Dramas die Frage, inwieweit diese drei Personen tatsächlich als Lebensretter, wenn nicht gar Helden im Sinne eines passiven Widerstandes gegen ein mörderisches Regime zu bewerten sind. Dabei treten durch Interviews, die mit Menschen unterschiedlichster beruflicher und geistiger Orientierung vor Kamera geführt wurden, differenzierende Einschätzungen und Bewertungen zutage, die auch unsere heute Beziehung zu zivilem Ungehorsam sowie identitätspolitische Fragen thematisieren.
Parallel dazu entspinnt sich der von Katharina Tiwald verfasste fiktive Dialog zwischen einem Ehepaar, das zur Geburtstagsfeier des 90-jährigen Anton (Toni), eines Lackenbach- und KZ-Überlebenden aus der Volksgruppe der Roma, eingeladen ist. Read the rest of this entry »
Februar 22nd, 2025 |
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Film & Theater, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Vor fünf Jahren, am 19. Februar 2020, ermordete ein Attentäter in Hanau in Deutschland neun Menschen aus rassistischem Hass. Drei der Opfer, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov und Vili-Viorel Păun, waren Roma.
Der Mörder kam aus der Nachbarschaft: Er erschoss neun junge Menschen aus rassistischen Motiven. Überlebende und Angehörige berichten, wie sie die Tatnacht und die Monate danach erlebt haben und wie sie sich gegen die Logik des Täters wehren, der sie zu Fremden in ihrer eigenen Heimat machen wollte. Seit jener Februarnacht kämpfen sie um das Andenken der Opfer und um die Aufklärung des Geschehenen. Und sie stellen viele drängende Fragen zur Tatnacht und zum Täter, die ihnen bislang niemand beantworten wollte.
(Film und Text: HR/ARD Mediathek)
Februar 1st, 2025 |
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Film & Theater, Musik
Gorki Theater in Berlin | Nach Georges Bizet und Henri Meilhac, Ludovic Halévy | Regie: Christian Weise | Musikalische Leitung und Arrangements: Jens Dohle | Mit Texten von Riah Knight, Lindy Larsson
Die britische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin Riah Knight, die das Gorki-Publikum seit ihrem Auftritt 2017 in Roma Armee immer wieder begeistert, schreibt über Carmen: „Die Roma-Gemeinschaft hat eine toxische Beziehung zu Carmen: Als eine unserer wenigen Ikonen, die die Jahrhunderte überdauert haben, erfüllt sie jedes Stereotyp, das jemals über uns Roma kursierte. Sie ist gewalttätig, rüpelhaft, ungezähmt, heißblütig, leidenschaftlich, diebisch, tanzt und singt sich als schwarzhaarige Femme fatale bar jeder Moral in die Betten der Männer. Und doch wird sie geliebt. Sie ist eine Widerstandsfigur, ein Symbol der Freiheit gegen die Konformität, eine Verweigerung der Opferrolle. Und letztlich das Porträt einer Frau, die ihrer Zeit voraus war.“
Am Gorki wird nun eine neue »Carmen« in einer einzigartigen Darbietung von Lindy Larsson zu sehen sein. Larsson begeisterte genau wie Knight bereits in Roma Armee. In der Inszenierung von Christian Weise wird Carmen zu einem queer-intersektionalen und burlesken Stück Musiktheater. Ein neues musikalisches Arrangement von Jens Dohle mit dem bedeutenden Akkordeonisten Dejan Jovanović re-appropriiert die durch Bizet annektierten Elemente der Roma-Kultur und führt diese auf ihre Entstehungskontexte zurück.
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Dezember 10th, 2024 |
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Film & Theater
Spielfilm von Livia Gyarmathy
79 min. (H/BRD, 1979)
→Streaming (nur ungarisch)
Ein Rom will seiner verstorbenen Frau ein standesgemäßes Begräbnis ausrichten, scheitert jedoch an der Ignoranz und Geldgier der Leute im Dorf.
Der Rom Mihály Balog schuftet in Budapest bei einer Straßenbaubrigande, als ihn aus seiner Heimatsiedlung die Kunde ereilt, dass seine Frau gestorben ist. Sein Wunsch, ihr ein würdiges Begräbnis auszurichten, scheitert an der Ignoranz und Geldgier der Leute im Ort. Aus dem würdigen wird ein schäbiges Begräbnis, von dem niemand Notiz nehmen will. Nur die ehemaligen Liebhaber der Verstorbenen beobachten die Beerdigung aus sicherere Distanz. Mihály kehrt der Siedlung den Rücken …
Der Film bietet überaus realistische Einblicke in das Alltagsleben der ungarischen Roma in den siebziger Jahren.
Regie: Livia Gyarmathy | Drehbuch: József Balázs, Livia Gyarmathy | Kamera: Ferenc Pap | Schauspieler: Ferenc Bencze, Ferenc Bogdán, János Bán, Jirí Menzel, Mihály Rostás
(Text: Filmarchiv Austria)
Dezember 8th, 2024 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
„Die Aliens von Lunik 9“ – Roma-Ghettos in der Slowakei
Ein Film von Chris Haderer, →Video-Homepage
Angeregt durch das Buch „Die Hundeesser von Svinia“ von Karl-Markus Gauß besuchten der Fotograf Luca Faccio und der Journalist Chris Haderer im März 2005 den Osten der Slowakei. Die Aufnahmen zu diesem Film entstanden im Rahmen einer Recherche in den Roma-Ghettos von Svinia und Lunik 9.
Mitwirkende: Luca Faccio, Robert Packan, Daniela Hudiova, Aufnahme und Gestaltung: Chris Haderer. Aufgenommen im April 2005 in Kosice und Svinia (SK), fertiggestellt im August 2011 in Wien.
(Film und Text: Chris Haderer)
Oktober 19th, 2024 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
8. Internationales Roma-Filmfestival
Berlin, 21. bis 27. Oktober 2024
Im Jahr 2024 reagiert AKE DIKHEA? auf die aktuellen Gefahren für die Demokratie: den Wahlerfolg von rechtsradikalen Parteien in fast allen europäischen Ländern, die gesellschaftliche Spaltung, die wachsende Zustimmung für menschenfeindliche Bewegungen. Wir nehmen die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen aus der Perspektive der marginalisierten Gruppen und vor allem ihre Beiträge zur freien und gerechten Gesellschaft unter die Lupe. Denn es sind Gruppen wie Sinti* und Roma*, die durch antidemokratische Tendenzen am meisten betroffen sind – und die zugleich seit vielen Jahren und aus einer intersektionalen Perspektive auf vorderster Front gegen Unterdrücken kämpfen, sei es gegen die weiße Vorherrschaft der Dominanzgesellschaft, gegen ausbeuterische Mechanismen des Kapitalismus oder gegen patriarchale Denkmuster in eigenen Familien.
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September 7th, 2024 |
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Film & Theater, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Radmila Mladenova (Hrsg.): Counterstrategies to the Antigypsy Gaze (=Antiziganismusforschung interdisziplinär: Schriftenreihe der Forschungsstelle Antiziganismus, Bd. 5), Heidelberg 2024.
In der Schriftenreihe Antiziganismus interdisziplinär der Forschungsstelle Antiziganismus ist jüngst der von Radmila Mladenova herausgegebene Sammelband „Counterstrategies to the Antigypsy Gaze“ erschienen. Der Band befasst sich damit, wie sich Antiziganismus im Film begegnen lässt.
Ziel ist es, den Fokus weg von der Antiziganismuskritik zu verlagern und die Diskussion über die künstlerischen Gegenstrategien zum Antiziganismus zu eröffnen, die die Notwendigkeit intertextueller, transkultureller und transmedialer Ansätze bei der Analyse hervorhebt. Die Beiträge stellen die Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse in den Vordergrund und bieten eine breite Palette an Beispielen, die für Filmemacher und Fachleute aus der Filmindustrie nützlich sein könnten. Der Band dokumentiert die Fallstudien des internationalen Workshops „Artistic Alternatives to the Antigypsy Gaze“, der 2021 in Heidelberg stattfand.
Das Buch erscheint in hybrider Form, ist also sowohl als Softcover über den Buchhandel als auch kostenlos zum Download im Internet verfügbar.
(Text: Zentralrat)
Siehe auch:
Visuelle Dimensionen des Antiziganismus (2021)
The ‘White’ Mask and the ‘Gypsy’ Mask in Film
Tagungsband „Antiziganismus und Film“
Von, mit oder über Sinti und Roma? Überlegungen zum Themenfeld Antiziganismus und Film
August 31st, 2024 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV
Der Völkermord an den Sinti und Roma. Spuren der NS-Zeit
Planet Schule/SWR, 23.4.2024
Jedes Jahr, am 2. August gedenken Sinti und Roma in Auschwitz ihrer ermordeten Angehörigen. Der Film zeichnet die wichtigsten Stationen einiger Leidenswege nach, fünf Überlebende berichten über ihr Schicksal: Hildegard Franz, deren Mann und drei Kinder in Auschwitz ermordet wurden; Mano und Hugo Höllenreiner, die gerade mal zehn Jahre alt waren, als sie deportiert wurden und die in Auschwitz erfahren mussten, welche Folgen die Experimente des Lagerarztes Josef Mengele hatten; Lily van Angeren, die als Lagerschreiberin die Namen aller Toten registrieren musste. Und Josef „Muscha“ Müller, der in einer Pflegefamilie aufwuchs und nicht ahnte, dass seine leiblichen Eltern Sinti waren. Er hat überlebt, weil seine Pflegeeltern ihn monatelang in einer Gartenlaube versteckt hielten und so dem Zugriff der Behörden entzogen.
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August 29th, 2024 |
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Facts & Figures, Film & Theater
Schon 1925, fast 40 Jahre vor seiner Autobiografie, thematisierte Charlie Chaplin seine „Gypsy“-Herkunft in einem autorisierten Interview mit dem Publizisten Konrad Bercovici.
(Quelle)
Mai 30th, 2024 |
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Film & Theater
Snajka: Dnevnik Očekivanja (ITA/KOS/HR 2023)
Dokumentarfilm von Tea Vidović Dalipi (alban., engl., kroat., 75 min.)
„I will never be snajka.“ – „Ich werde nie eine anständige Schwiegertochter sein.“ Auf dem Standesamt steht dem frisch verliebten Paar das Glück ins Gesicht geschrieben, auch wenn hier bereits erste Herausforderungen zu spüren sind. Die kroatische Soziologin und Aktivistin Tea porträtiert zehn Jahre lang ihre Partnerschaft mit Mirad, Rom aus dem Kosovo. Sie sind motiviert, sich in die Familie des anderen zu integrieren. Doch bei all den familiären Erwartungen müssen sie sich selbst und als Paar immer wieder neu suchen und positionieren: Wie tolerant können sie sein? Wo stoßen sie an ihre Grenzen? Was sind eigentlich ihre Ideale? Ein Film, der ganz nah dran ist und das Schwierige und das Schöne einer interkulturellen Ehe aufzeigt. (Dayela Valenzuela)
Die kroatische Debüt-Regisseurin Tea Vidović Dalipi ist Soziologin und Aktivistin im Bereich Migration. Seit 2013 besucht sie die Restart School of Documentary Film (Zagreb). Ihre Expertise zu Migration und kulturellen Identitäten mündete in der Produktion dieses Films.
(Text: DOK.fest München 2024)
Siehe auch:
Faith and Branko (Trailer), 21.10.2023