„Festivaltscha sar adala use ledschen, hot Romengere kinstlertscha taj Romengere reschisertscha na tschak upre pumari identiteta reducirim on, on te ando mainstrem aun an“, phenel o kinstleri taj kuratori André Raatzsch ando Radijo Kaktus. Kaj filmtscha ar rodim schaj on, ajgeni filmiskeri komisijona andar Romengere kinstlertscha kerdi uli, i „International Romani Film Commission“ (IRFC). Use hi odoj i Katalin Barsony (Ungriko), o Hamze Bytyci taj o Tony Gatlif (Francija), o Damian James Le Bas (Bari Britanija), o Dejan Markovic (Tschechija), i Lidija Mirkovic (Tschechija), o Sami Mustafa (Kosovo) taj o Ivor Stodolsky (Finland/Amerika). O André Raatzsch ando vakeripe pedar o khetanipe la identitetatar taj la kunstatar taj pedar o cil la „etnischi“ kunstatar ando pradipe phukal. (volksgruppen.orf.at)
„Festivals wie dieses tragen dazu bei, dass Roma-Künstler und Roma-Regisseure nicht nur auf ihre Identität reduziert werden, sondern auch im Mainstream ankommen“, erklärt Künstler und Kurator André Raatzsch in Radijo Kaktus. Um Filme auszuwählen, wurde eine eigene Film-Kommission bestehend aus Roma-Künstlern gebildet, die „International Romani Film Commission“ (IRFC). Sie besteht derzeit aus Katalin Barsony (H), Hamze Bytyci (D), Tony Gatlif (F), Damian James Le Bas (GB), Dejan Markovic (CZ), Lidija Mirkovic (CZ), Sami Mustafa (KOS) und Ivor Stodolsky (FIN/USA). André Raatzsch spricht im Interview über das Spannungsverhältnis von Identität und Kunst sowie über Sinn und Zweck „ethnischer“ Kunst in der Öffentlichkeit.
O Collegium Hungaricum Berlin prezentinel ke khetani bići e Internationalutne Romane Film- Komisiasa (IRFC), jek Khetanope Romaane Filmeske bućarnengo, e Godetineske divesa Cineromani – Empowering Roma Filmmakers.
Das Collegium Hungaricum Berlin präsentiert in Zusammenarbeit mit der International Romani Film Commission (IRFC), einer Vereinigung von Roma-Filmemachern, die Veranstaltungsreihe Cineromani – Empowering Roma Filmmakers. Cineromani möchte Roma-Filmemachern eine Präsentations- und Network-Möglichkeit bieten, denn trotz der reichhaltigen eigenen Kultur sind Filme von Roma (oder immer auch Sinti, Tsigane, Menouche, Gypsies, Jenische, Gitanos, Travellers …) weiterhin die Ausnahme.
In drei verschiedenen Formaten verfolgt Cineromani sein Ziel: Die Werkschau (Audiovisual Days) im Collegium Hungaricum stellt aktuelle Positionen der Roma-Community dar; die Retrospektive im Zeughauskino wagt die Erstellung einer Roma-Narrative mit Werken von den Anfängen des Films bis heute; und in geschlossenen Workshops im Collegium Hungaricum erhalten die teilnehmenden Filmemacher abschließend professionelle Unterstützung bei aktuellen Projekten. Künstlerische und thematische Inhalte, die bei Cineromani erarbeitet wurden, fließen im Herbst 2013 in den Themenschwerpunkt des FilmFestival Cottbus (5.-10.11.2013) ein. Die Eröffnungen der Werkschau am 31. Mai im Collegium Hungaricum sowie der Retrospektive im Zeughauskino am 1. Juni läuten die Reihe mit Debatten von Filmemachern und Vertretern aus Kultur und Politik sowie einem Konzert ein.
Das Programmleporello als PDF finden Sie hier; und den Flyer zu den Eröffnungsveranstaltungen hier.
International Romani Film Commission (IRFC): Katalin Barsony (HU), Hamze Bytyci, Tony Gatlif (FR), Damian James Le Bas (GB), Dejan Markovic (CS), Lidija Mirkovic (CS), Sami Mustafa (XK), Ivor Stodolsky (FIN/USA). Kontakt zur IRFC auf Facebook hier.
Dokumentarfilm u.a. mit den Roma-Gesprächspartnern Adolf Papai (mehr hier), Sandra Selimović und Harri Stojka
ORF III – Programminfo: Der Dokumentarfilm von Sabrina Zwitter-Grilc befasst sich mit dem Leid der nachfolgenden Generationen. Die NS-Vertreibung der Jüdinnen und Juden, Romnija und Roma und Kärntner Sloweninnen und Slowenen hat bei den Opfern Wunden hinterlassen, die bis heute nicht verheilt sind. Drei junge Frauen – eine Kärntner Slowenin , eine Romni und eine Frau mit jüdischem Background wollen herausfinden, warum das Leid ihrer Großmütter für ihr Leben und Empfinden ausschlaggebend ist. Sie begeben sich auf eine spannende, generationsübergreifende Wurzelvuche in Österreich und New York. Ajda Sticker, Sandra Selimović und Olivia Pixner-Dirnberger konfrontieren sich mit den quälenden Geistern der Vergangenheit, die bis heute wie am Kärntner Ulrichsberg ihr Unwesen treiben.
Die berührenden, oft schockierenden Erzählungen der Opfer aus drei Generationen werden – ganz nach österreichischer Manier – unterbrochen von psychologischen Analysen. Experten und Prominente erklären pointiert die Mechanismen von Unterdrückung, Verdrängung und Selbstqual. Besprochen wird, dass die Opfer nach dem Krieg wieder zu Opfern gemacht wurden und sich das Land in Verdrängung übte. Dieses Unter-den-Tisch-Kehren wurde durchbrochen von SchriftstellerInnen, die als Sprachrohr der „second generation“ – Lily Brett in New York und aktuell von Peter Handke und Maja Haderlap – wieder Worte für das Leid fanden und den Opfern ihre Würde wiedergaben. Read the rest of this entry »
Oktofokus: Unser Weg – Kurzfilme von und über Roma
Nächste Ausstrahlung:
Sa, 20. April 2013, 21:45 Uhr
Ein Filmabend anlässlich des Internationalen Roma-Tages am 8. April. „Wir sind Menschen, keine Minderheit“, so die Anfang 2013 verstorbene Künstlerin, Schriftstellerin und Romni Ceija Stojka wenige Monate vor ihrem Tod im Film „Ame sam Romm – Wir sind Roma“ (Regie: Herbert Link, A 2012). Realisiert wurde das auf zwischenmenschliche Begegnungen fokussierende Filmprojekt von SchülerInnen des GRG Hagenmüllergasse. Darüber hinaus zeigt Oktofokus folgende Arbeiten: „Amaro Drom – Unser Weg“ (Regie: Saša Barbul, A 2012), „Dui Roma – Zwei Lebenskünstler“ (Regie: Iovanca Gaspar, A 2011) und „Encounters with Roma in Örkö“ (R: Camilo Antonio & Senad Hergić, A 2012).
„Ich bin kein Asylant, sondern ein Rom. In den Medien sind aber alle Asylanten gleich Roma und umgekehrt“, erklärt Nedjo Osman im Interview mit Gilda Horvath für Radio Kaktus. Der Künstler, Schauspieler und Journalist kritisiert die Abschiebungspolitik in Deutschland: „Viele von den Menschen die vor Jahren um Asyl angesucht haben, leben völlig integriert. Sie sprechen Deutsch, die Kinder besuchen die Schule und sie gehen arbeiten. Trotzdem werden sie abgeschoben.“ Diese Situation sei ein Resultat der jahrelangen Antragsbearbeitungszeiten des Staates, so Osman weiter.
Nedjo Osman wurde am 6. Jänner 1958 in Skopje geboren. Er absolvierte ein Studium an der Film- und Theaterakademie in Novi Sad. Seine Schauspielkarriere begann am Roma-Theater Pralipe in Skopje, Mazedonien. Nach Ausbruch des Krieges auf dem Balkan kam er als Ensemblemitglied des Pralipe-Theaters an das Theater Mülheim an der Ruhr nach Deutschland. Seit 1995 ist er zusammen mit Nada Kokotovic künstlerischer Leiter des Theaters TKO (Europäisches Roma-Theater in Köln) tätig. Als Journalist, Dichter, Sozialarbeiter und Mediator werkte er in verschiedenen Roma-Projekten in Köln und Frankfurt am Main. Seit 2000 leitet und moderiert Nedjo Osman Sendungen in Romanes bei Radio Multi-Kulti in Berlin, seit 2002 auch bei der Deutschen Welle in Bonn (siehe dROMa-Blog).
The Strangers Within. A Portrait of the Roma
Dokumentarfilm, UK 2010, 56 Min.
Idee und Regie: Daniele Jimmy Henderson & Dickon Bevan
Im Sommer 2009 tingelte eine Gruppe von Londoner Filmemachern durch Rumänien, um in mehreren Roma-Siedlungen ihr Clown-Theater aufzuführen. Für die Kinder und Erwachsenen der Roma-Communities war das Gastspiel eine willkommene Unterhaltung; für die Clowns und Filmemacher eine ideale Gelegenheit, mit den Menschen in Kontakt zu treten. Aus diesen Begegnungen entstand mit den Mitteln des British Arts Council ein Dokumentarfilm über die Lebenswirklichkeit der vielfach ausgegrenzten Minderheit. Regie führten Daniele Jimmy Henderson, ein aus Italien stammender Sozialarbeiter und ehemaliger Krankenhausclown, und Dickon Bevan, Umweltanthropologe und Menschenrechtsaktivist aus England. Für beide war es die erste größere dokumentarische Filmarbeit.
Der 8. März ist Internationaler Frauentag. Aus diesem Anlass möchten wir Sie auf die großartige Initiative „I am a European Roma Woman“ (Romedia Foundation) und ihre inzwischen recht stattliche Serie von Videoporträts beeindruckender, national und international aktiver Romnija aufmerksam machen. (Das oben präsentierte Video „Ja sam Romkinja“ entstand als „regional campaign video“ begleitend zur Regionalkonferenz „Roma Women in the Decade“ im Frühjahr 2010 in Belgrad. Ein anderes Kampagnenvideo haben wir Ihnen bereits 2010 vorgestellt.)
volksgruppen.orf.at: Schülerinnen und Schüler der 8B am GRG3 Hagenmüllergasse wollten mehr über Roma erfahren. Aus ihrer Neugier und Offenheit entstand das Filmprojekt „Ame sam Romm“. Die SchülerInnen verbrachten viel Zeit mit verschiedenen Menschen der Roma-Volksgruppe. Vor allem mit der kürzlich verstorbenen Ceija Stojka und der Sängerin Ruzsa Nikolić-Lakatos. Die Leitung hatte Professorin Gertrude Pieber, die auch freundschaftlich mit Ceija Stojka verbunden war. Es war Ceija Stojka, die den nun präsentierten Film in eine bestimmte Richtung wies: „Wir sind Menschen, keine Minderheit!“ Ruzsa Nikolić-Lakatos und Christian Vidic sangen traditionelle Lieder der Lovara. Das Projekt wird von der Landstraßer Kulturkommission, den Grünen Wien, der Grünen Bildungswerkstatt Minderheiten, dem Roma-Verein Romano Centro und Kulturinitiativen unterstützt. Der Film ist gegen eine Spende direkt in der Schule erhältlich.
22. Roma-Ball in Wien: Bereits zum 22. Mal veranstaltete der Kulturverein Österreichischer Roma den traditionellen Ball in Wien-Döbling. Die musikalische Untermalung des Balls übernahm auch dieses Jahr die Band „Eurodance“.
Ischkolaschkiji taj ischkolaschtscha andar i 8B upro GRG3 Hagenmüllergasse buteder pedar o Roma te dschanel kamnahi. Andar oda dschanipe taj pradipe o filmiskero projekto „Ame sam Romm“ kerdo ulo. O ischkolaschtscha igen but cajt mindenfelitike manuschenca andar i Romengeri flogoskeri grupn khetan sina. But cajt la Ceija Stojkaha, savi na dur muli taj la dschilaschkijaha Ruzsa Nikolić-Lakatos khetan le sina. O schero adale projektostar i profesorkija Gertrude Pieber sina, savi jek pajtaschkija la Ceija Stojkatar sina. I Ceija Stojka sina, savi o film, savo ada kiratiske presentirim ulo, ande jek rik terdschartscha: „Amen manuscha sam, nisaj tschulipe“. I Rusza Nikolić-Lakatos taj o Christian Vidic tradicijoneli dschija le Lovarajendar dschilade. Read the rest of this entry »
„Den Goldenen Bären bitte für ‚Epizoda u životu berača željeza (An Episode in the Life of an Iron Picker)‘ von Danis Tanović“, fordert die Filmjournalistin Anke Westphal in ihrem Artikel „Im rechtfreien Raum“. Im Folgenden einige Auszüge; lesen Sie den Artikel in voller Länge in der Berliner Zeitung.
(…) Nach und nach fällt einem die Armut der Leute auf. Das Leben der vier Mujićs spielt sich in einem einzigen Zimmer ab: Wohnen, Kochen, Schlafen. Unweit des Häuschens stehen am Straßenrand Autowracks herum. Die schlachtet Nazif gemeinsam mit den anderen Männern aus dem Dorf aus; das Metall wird an einen Schrotthändler verkauft. So bestreitet Nazif den bescheidenen Unterhalt der Familie; er ist ein „Iron Picker“, ein Eisensammler. Das Dorf, in das uns der Regisseur Danis Tanović mit seinem neuen Film führt, liegt in Bosnien-Herzegowina. Es wird von Roma bewohnt. Der Regisseur ist ihnen sehr nahe gekommen mit seiner Handkamera und Genauigkeit, ohne aber ihre menschliche Souveränität und Würde zu verletzen.
(…) Und so ist „An Episode in the Life of an Iron Picker“ zunächst einfach eine Bestandsaufnahme alltäglichen Lebens, wie es sich möglicherweise auch anderswo abspielen könnte. Existenzbedingungen, Verrichtungen, ja die Routine des Seins werden vom Regisseur quasi dokumentiert. (…). Es liegt eine große unsentimentale Selbstverständlichkeit in diesem Tun, das ohne Worte erfolgt. Die Eltern lieben ihre Kinder und sorgen für sie. Mann und Frau sorgen sich auch umeinander.
Das wird besonders deutlich, als der Film die Dorfgemeinschaft der Roma verlässt und hinaus geht in die umgebende Mehrheitsgesellschaft. Es geschieht nicht freiwillig. Aber plötzlich hat Senada Schmerzen im Bauch; es geht ihr schlecht, sie muss sich hinlegen. Sie blutet. (…) Das Kind im Leib der Schwangeren ist tot. Senada muss umgehend operiert, der Fötus entfernt werden, sonst droht eine Sepsis und damit der Tod. Schnell ist das Paar im Krankenhaus – wo es abgewiesen wird. Familie Mujic ist nicht krankenversichert und hat auch nicht das Geld, um den Eingriff zu bezahlen.
O festivalo Romale!, le bulhe pradipeske o schajipe del, andi bibastali historija le Romendar ham te le avre manuschendar ande te dikel, phenel o Emmerich Gärtner-Horvath. Vaschoda le farajnistar Roma-Service o duj dokumentaciji Mri Historija taj Amari Historija prik dim ule. „Afka sa kesdintscha“: Amen le RomBusiha dromeske samahi taj le Romenge uso ar pheripe pomoschinahahi, kaj prik dschivde vaj lengere dschene, o pomoschagoskere loj te uschtidnahi. Vaschoda igen latsche pedar lengero dschivipeskero drom iste palal phutschahahi, phenel o Gärtner-Horvath. Pal vakeriptscha dschenenca, save o holocaust prik dschivde, o kivanipe alo, pumari dschivipeskeri historija le pradipeske te phukal. He, taj akor sa ando bersch 2006 kesdintscha, afka o Gärtner-Horvath bajder.
O festivalo, savo ando 31. august 2012 pradim ulo, meg dschi uso 10.decemberi 2012 mindenfelitike artschijiptscha sikal. Buteder pedar, schunen tumen andi adivesakeri sendung Roma sam upro Radijo Burgenland.
Das Festival Romale! (Programm/PDF) gebe der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit, bewegende Einblicke in die tragische Geschichte der Roma, aber auch in die der Mehrheitsbevölkerung zu nehmen, sagt Emmerich Gärtner-Horvath vom Verein Roma Service. Hierfür wurden vom Verein die beiden Dokumentationen Mri Historija und Amari Historija zur Verfügung gestellt.