Archive for September, 2026

The Roma as Agents of the “G*psy Question”

September 30th, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Studie zur Assimiliationspolitik in der Tschechoslowakei – Jan Ort: The Roma as Agents of the Jan Ort: The Roma as Agents of the “G*psy Ques­tion”. Belonging, Mobility and the Resettlement Policy in Socialist Czechoslovakia, Karolinum Press: Prague 2024.

Open Access: →zum Download [CC-BY-4.0]

Das Buch untersucht die Assimilations­politik des kom­mu­­nis­tischen Regimes in der Tschecho­slowakei der 1960er-Jahre, die durch die Zwangs­umsied­lung tau­sender Roma-Familien deren Lebens­weise zer­stören sollte. Statt nur die staatliche Per­spektive ein­zu­nehmen, be­leuchtet der Autor die konkrete Umsetzung vor Ort und stellt die Erfah­rungen sowie die Hand­lungs­fähig­keit der Roma selbst in den Mittel­punkt, die die staatlichen Maß­nahmen oft auch für ihre eigenen Lebens­strate­gien nutzten.

Verlagsbeschreibung (Karolina Press):
The story of Romani people in communist Czecho­slo­vakia has long been framed by a dis­crimi­natory policy of assimi­lation, and thus by fatal inter­ven­tions into Romani family ties and their broader socio-cultural systems. Para­doxi­cally, such a narrative failed to satis­facto­rily integrate the per­spective of the Roma them­selves, who often associ­ated the same period with an un­prece­dented expe­rience of social inclusion and material security. In his book, Jan Ort examines the state policy that in the mid-1960s aimed at the defi­nitive elimi­nation of “G*psy back­ward­ness” through the place­ment of thousands of Roma families in non-Roma society, thus becoming a symbol of the social enginee­ring inter­ven­tions of the commu­nist regime in the lives of Czecho­slovak Roma. In contrast to the pre­domi­nant focus on the per­spective of state autho­rities, the author seeks to map the practice of this policy in specific places, with an emphasis on the expe­riences and agency of the Roma them­selves, especially those who had their homes in eastern Slovakia. Read the rest of this entry »

Romani Ora (23., 24., 25. & 28.9.2026)

September 29th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 23.9.2026 (Radio MORA)

In dieser „Romani Ora“ hören Sie einen Beitrag über den dritten Schmankerltag, der im Ober­warter Stadt­garten ab­ge­halten wurde. Außer­dem hören Sie auch die zwei­sprachigen Volks­gruppen­nach­richten. Durch die Sen­dung be­gleitet Sie Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 24.9.2026 (Radio MORA)

Die „Romani Ora“ live aus dem Volksgruppenhaus in Oberwart, moderiert von Tina Nardai. Im Interview hören Sie Eva Breineder aus Oberwart. Sie ist auf Perücken und Zweit­haar­ersatz vor allen nach medizi­nischen und gesund­heit­lichen Vor­fällen spe­zia­lisiert.


Anhören: →Sendung vom 25.9.2026 (Radio MORA)

Die Grüne Akademie Steiermark lud zu einer Exkursion nach Oberwart und Rechnitz ein. Im Mittel­punkt standen das Schick­sal der Roma und Sinti sowie die Erin­nerung an die histo­rischen Ereignisse, die sich wäh­rend der NS-Zeit in der Region zu­ge­tragen haben. Am Mikrofon be­grüßt Sie Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 28.9.2026 (Radio MORA)

Im „Romani Ora“-Musikmontag bekommen Sie die viel­fältigs­ten Roma-Songs im Mix mit den zwei­sprachi­gen Volks­gruppen­nach­richten (Deutsch/Bur­gen­land-Ro­mani). Die Sen­dung wird Ihnen von Tina Nardai aus dem Haus der Volks­gruppen in Oberwart prä­sentiert.
.

Pradipe le kherestar le flogoskere grupnendar

September 28th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 28.9.2026 | 8:50 min

Neues Kultur- und Begegnungszentrum in Oberwart eröffnet

Le pradipeha le kherestar le flogos­kere grup­nendar Burgenland uschtidel o Burgen­land jek barikano than le arpa­ru­jipestar taj le kutureli kheta­nipeske. O aguno internat Erbate um­baunim ulo taj akan jek baro kher, semi­narakere khera, jek biblijo­teka, biros, khero­daschen­gere khera, jek bistro sar bisch atschi­peskere khera, kerde ule. Telel jek hibo butscha­linen akan o burgen­landitiko ungriko kultu­rakero farajn, o horvacko kultura­kero farajn, Roma-Service, i flogoskeri utschi ischkola le Romendar, i flogos­keri utschi ischkola le ungri­kendar, sar Radijo MORA. O khetano kher buteder te ol sar jek beschipe le folgoskere grupnen­gere organi­saci­jendar. O kher le flogos­kere grup­nen­dar Burgenland pe ojs tschivdo than te hajol, kaj manuscha khetan te peren, kultura terte­dschin taj khetan o min­den­felitiko le Burgen­landistar te sikan.

Mit der Eröffnung des „Hauses der Volksgruppen Burgen­land“ erhält das Burgen­land einen einzig­artigen Ort des Aus­tauschs und des kultu­rellen Mit­einan­ders. Das ehe­malige Internat in Oberwart wurde um­fassend umgebaut und be­herbergt nun einen Ver­anstal­tungs­saal, Seminar­räume, eine Bibliothek, Büros, Gäste­zimmer, ein Bistro sowie 20 Woh­nungen. Unter einem Dach arbeiten künftig der Burgenlän­disch-Unga­rische Kultur­verein, der Kroatische Kultur­verein im Burgenland, Roma-Service, die Volks­hoch­schule der Roma, die Volks­hoch­schule der Ungarn sowie Radio MORA zusam­men. Das gemein­same Haus soll dabei weit mehr sein als ein Sitz für Volks­gruppen­organi­sationen. Das Haus der Volks­gruppen Burgenland soll sich als leben­digen Ort verstehen, an dem Menschen einan­der begegnen, Kultur erleben und gemein­sam die Vielfalt des Burgen­landes gestalten können. Read the rest of this entry »

Reportage: Junge Roma in Berlin

September 28th, 2026  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Junge Roma in Berlin – zwischen Herkunft und Zukunft
rbb Doku/Echtes Leben, Reportage von Nadja Tenge, Deutschand 2026
Erstsendung: 5.8.2026 (Das Erste), Bild: rbb

Wer sind die Sinti und Roma in unserer Gesellschaft, denen tief ver­wur­zelte Vor­urteile und Antiziganismus ent­gegen­schlagen? Wir be­gleiten junge Roma, die mit Stereo­typen auf­räumen und für Selbst­ermäch­ti­gung ein­stehen; oft im Spagat zwischen Erbe, Identität und den Heraus­forde­run­gen als Minder­heit. Ihr Lernen, Arbeiten und Handeln sind an­getrie­ben vom Ziel gelebter Vielfalt und echter Zu­ge­hörigkeit.

(Video und Text: rbb Doku)

Was bleibt von Romed Mungenast?

September 26th, 2026  |  Published in Veranstaltungen & Ausstellungen

Vergangenen Samstag fand in der Inns­brucker „Kul­tur­back­stube – die Bä­cke­rei“ der 10. Je­ni­sche Kul­tur­tag statt. Im Mit­tel­punkt des Pro­gramms stand der 2006 ver­stor­be­ne Tiroler je­ni­sche Ak­ti­vist und Au­tor Ro­med Mun­genast.

Der zehnte Jenische Kulturtag fiel mit gleich mehreren Jahres­tagen zusam­men. Zum zehnten Mal traten die Jenischen Kulturtage gegen das Ver­gessen an und machen jenische Gegen­wart und Ver­gangen­heit sichtbar. Vor zwan­zig Jahren starb Romed Mun­genast, der erste Jenische in Österreich, der sich öffent­lich zu seiner Her­kunft be­kannte — sein Wirken prägt die Beschäf­tigung mit jeni­scher Geschichte in Tirol bis heute. Vor fünf­und­zwan­zig Jahren er­schienen die von ihm heraus­gegebe­nen „Jenischen Reminis­zenzen“, in denen jenische Stimmen erst­mals selbst zu Wort kamen. Und vor fünf­und­dreißig Jahren wurde die Initiative Minder­heiten ge­gründet, aus deren Arbeit auch das Jenische Archiv und die Kultur­tage hervor­gingen. Vier Jubiläen, ein gemein­samer Faden: das Eintreten für Sichtbarkeit, Anerken­nung und Selbst­bestim­mung.

Präsentation Buch „Jenische Reminiszenzen“
Als 2001 die „Jenischen Reminiszenzen“ erschienen, kamen darin erstmals jenische Stimmen in gebün­delter, gedruckter Form zu Wort — gesam­melt und heraus­gegeben von Romed Mungenast. Fünf­und­zwanzig Jahre später erscheint das Buch neu. Die Heraus­ge­ber*in­nen Heidi Schleich und Michael Haupt stell­ten die Ausgabe vor und sprachen über das, was sie damals wie heute leistet: jenische Erfahrung nicht über die Betrof­fenen, sondern von ihnen selbst erzählen zu lassen. Die Autorin Simone Schönett last aus ihren Beiträgen „Auf den Spuren jenischer Frauen“ und „Nachruf auf Romed Mungenast“. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (599)

September 24th, 2026  |  Published in Facts & Figures, Wissenschaft

Anders als die sonstige spanische Be­völ­ke­rung (11 %) stam­men die ibe­ri­schen Roma ge­ne­tisch nur zu 2–3 % von nord­af­ri­ka­ni­schen Vor­fah­ren ab.

(Quelle)

Tony Gatlif (1948–2026)

September 22nd, 2026  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater

Kino-Visionär der Roma: Regisseur Tony Gatlif mit 77 Jah­ren ge­stor­ben

Arles/Frankreich: Der französische Filmregisseur, Drehbuch­autor und Kom­ponist Tony Gatlif ist am 2. Septem­ber 2026 im Alter von 77 Jahren in seiner Heimat­stadt Arles in Süd­frankreich ver­stor­ben. Er erlag den Folgen „eines gesund­heit­li­chen Problems“, wäh­rend er an einem histo­rischen Film­projekt arbeitete. Dies gab seine Familie der Agentur AFP bekannt. Mit seinem Tod verliert die euro­päische Filmkunst die kraft­volle und poetische Stimme der Roma im Kino. „Die Schön­heit seiner Filme, seine Groß­zügig­keit, seine Lebens­freude, seine Poesie und seine Liebe zur Musik werden für immer in unserem Herzen bleiben“, betont seine Familie in ihrer Erklä­rung und wünscht ihm „latcho drom“ – „gute Reise“ auf Romanes und Titel eines seiner be­kann­tes­ten Filme.

Vom Straßenkind zum Cannes-Gewinner

Geboren wurde Gatlif am 10. September 1948 als Michel Dahmani im damals fran­zösi­schen Algier als Sohn eines Kabylen und einer Romni. Diese Herkunft prägte sein ganzes spä­teres Schaffen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (18.9., 21.9. und 22.9.2026)

September 22nd, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 18.9.2026 (mp3)

Lesen und Schreiben sind für die meisten von uns selbst­ver­ständ­lich. Doch für viele Men­schen sind sie im Alltag eine große Heraus­forde­rung. Rund um den Welt­alpha­be­tisie­rungs­tag machen die Burgen­ländi­schen Volks­hoch­schulen auf dieses wichtige Thema auf­merksam. Am Mikro­phon Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 21.9.2026 (mp3)

Im „Romani Ora“-Musikmontag hören Sie neben der vielfältigs­ten Roma-Musik wie ge­wohnt auch die zwei­sprachigen Volks­grup­pen­nachrich­ten auf Deutsch und Bur­gen­land-Romani.


Anhören: →Sendung vom 22.9.2026 (Sendungsübersicht Radio MORA)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ berichten wir über den bekann­ten Kinder­lieder­macher Bernhard Fibich (Website). Er war im EO-Ein­kaufs­zentrum in Oberwart und hat das Publi­kum ge­rockt. Susanne Horvath hat den quirligen Musiker zum Inter­view ge­troffen. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
.

Facts & Figures (598)

September 21st, 2026  |  Published in Facts & Figures

Im 16. Jh. wurde bei Enns eine Gruppe fah­ren­der Roma hin­ge­rich­tet, weil man glaub­te, sie hät­ten ein ver­schwun­de­nes Kind ent­führt und in ei­nen Bä­ren ver­wan­delt.

(Quelle)

Preis für Alina Șerbans „I Matter“ in Venedig

September 19th, 2026  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte

Festivalerfolg für die rumä­ni­sche Roma-Filme­ma­che­rin Alina Șerban bei den Inter­na­tio­na­len Film­fest­spie­len in Venedig: Ihr Lang­film­debüt „I Matter“ (Originaltitel: Eu contez) er­hielt den Pub­li­kums­preis der Sek­tion Venice Spotlight.

2021 machte die rumänische Autorin und Schau­spie­lerin Alina Șerban mit ihrem Kurz­film „I Mat­ter“ auch als Regis­seurin auf sich auf­merk­sam; sie selbst spielte die Haupt­rolle. Nun prä­sen­tierte Șerban ihr gleich­namiges, aus dem Kurz­format weiter­ent­wickeltes Langfilm­debüt, für das sie sich nun gänz­lich hinter die Kamera zurück­zog. Am 8. Septem­ber feierte der Spielfilm seine Welt­premiere bei den 83. Inter­natio­nalen Film­fest­spielen in Venedig. Damit ist Alina Șerban, nach dem fran­zösi­schen Cannes-Preis­träger Tony Gatlif (1948–2026), die erste Roma-Regis­seurin, deren Film in die offi­zielle Auswahl eines der welt­weit be­deu­tends­ten A-Film­festivals auf­ge­nommen wurde – und sie wurde prompt mit dem wich­tigs­ten Publikums­preis des Festivals aus­ge­zeichnet.

Bei der Abschlussgala mi Palazzo del Cinema am Lido nahmen Șerban und Produ­zentin Ada Solomon ver­gan­genen Sams­tag den von Armani Beauty ge­stif­teten Audience Award ent­gegen, der in der Sektion Venice Spotlight ver­geben wird.

Read the rest of this entry »

Romani Ora (14.9., 15.9., 16.9. & 17.9.2026)

September 18th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 14.9.2026 (mp3)

Hören Sie nun eine Stunde lang die schöns­ten Roma-Lieder und lassen Sie sich von den beson­deren Klängen und Melodien ver­zaubern. Durch den Musik­mon­tag der „Romani Ora“ beglei­tet Sie Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 15.9.2026 (mp3)

Die Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ wird Ihnen präsentiert von Tina Nardai aus dem Volksgruppenhaus in Oberwart. Im Tagesthema erwartet Sie ein Interview mit den „Notfall Ninjas Großpetersdorf“, eine Jugendgruppe des Roten Kreuzes Burgenland.


Anhören: →Sendung vom 16.9.2026 (mp3)

In unserem neuen Tagesbeitrag richten wir den Blick auf ein zentrales Thema unserer Gesell­schaft: die gesell­schaftliche Anerken­nung der Roma in Österreich. Dazu haben wir uns einen pro­funden Kenner der Materie ins Gespräch geholt – den Historiker und ehe­maligen Leiter des Doku­men­tations­archivs des öster­reichi­schen Wider­standes, Dr. Gerhard Baumgartner. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 17.9.2026 (mp3)

Im Tagesbeitrag dieser Sendung geht es um Literatur, Begeg­nung und ein biss­chen Zeit zum Zuhören – genau darum geht’s näm­lich bei den Literatur­tagen in Kohfidisch. Wenn Bücher lebendig werden, Autorin­nen und Autoren ihre Geschichten mit­bringen und aus Worten plötz­lich Bilder im Kopf ent­stehen, dann ist wieder Literatur­zeit in Kohfidisch. Am Mikro­phon Susanne Horvath.
.

Facts & Figures (597)

September 15th, 2026  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

In Italien leben 11.100 Sinti/Roma (Stand: April 2025) in eth­nisch ab­ge­trenn­ten Sied­lun­gen und Camps. 2016 wa­ren es noch mehr als dop­pelt so viele.

(Quelle)

Romani Ora (8.9., 9.9., 10.9. & 11.9.2026)

September 12th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 8.9.2026 (mp3)

Die 55. Inform in Oberwart (Website) ist erfolgreich über die Bühne ge­gangen. Zum Jubiläum prä­sentier­ten zahl­reiche regionale Aus­steller, aber auch Unter­nehmen über die Grenzen des Burgenlands hinaus, ihre Pro­dukte und Leis­tungen. Ein viel­fältiges Angebot und großes Pub­likums­inter­esse machten die Jubi­läums­aus­gabe zu einem gelun­genen Event. Am Mikro­phon Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 9.9.2026 (mp3)

Seit 2021 gibt es im Burgenland die Initiative „Erinnerungszeichen“ – eine Zu­sam­men­arbeit der Israeli­tischen Kultus­gemeinde, des Landes Burgenland und des Vereins RE.F.U.G.I.U.S. Ziel ist es, jüdische Friedhöfe zu erhalten und damit ein wich­tiges Stück jüdischer Geschichte und Kultur im Burgen­land zu bewahren. Durch die Sendung führt Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 10.9.2026 (mp3)

Der 20-jährige Maximilian Fassl betreibt in Oberwart und Neckenmarkt einen Metall- und Schrott­handel. Vom Schrott zum Wertstoff; der „Schrottmaxl“ im Gespräch mit Radio MORA in der neuen „Romani Ora“. Dazu prä­sentiert Ihnen Tina Nardai die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 11.9.2026 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ berichten wir über das neue Herbst- und Winter­pro­gramm der Burgen­ländi­schen Volks­hoch­schulen. Dazu erhalten Sie einen viel­seitigen Ver­anstal­tungs­kalender und die aus­gewählte Roma-Musik. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
.

Umfrage: Massiver Antiziganismus in Österreich

September 10th, 2026  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Alarmierendes, aber medial und politisch kaum the­ma­ti­sier­tes Detail aus der neu­en Um­fra­ge des Ös­ter­rei­chi­schen In­te­gra­tions­fonds: Etwas mehr als die Hälfte der Men­schen in Ös­ter­reich gibt an, es würde sie „stö­ren“, wenn sie Roma oder Sinti als Nach­barn hät­ten. Da­mit sind Roma und Sinti – nach Asyl­werbern – die in Ös­ter­reich am stärks­ten ab­ge­lehn­te Gruppe.

Am Dienstag präsentierte Integrationsministerin Claudia Bauer ge­mein­sam mit dem Sozial­wissen­schaft­ler Rudolf Bret­schneider die Er­gebnisse der neue Integra­tions­umfrage des Öster­reichi­schen Integra­tions­fonds (ÖIF), die nun unter dem Titel „Was denkt Österreich?“ als Bericht vor­liegen. Die öster­reich­weite Meinungs­umfrage wurde bereits zum vierten Mal unter der inhalt­lichen Leitung Rudolf Bretschneiders durch­ge­führt. Um­gesetzt wurde die aktuelle Be­fragung vom Meinungs­forscher Peter Hajek. Die Erhebung analy­siert die Einstel­lungen der öster­reichischen Wohn­bevölke­rung zu den Themen gesell­schaftli­cher Zu­sammen­halt, Migration und Integration.

Wenn Sie fol­gende Nach­bar/in­nen hätten …

Die Frage zu Abb. 20 im Bericht (siehe unten) lautete im genauen Wortlaut: „Wenn Sie fol­gende Nach­bar/in­nen hätten [Anm. der dROMa-Red.: Asylwerber, Roma, Muslime, Langzeitsarbeitslose etc.] – würde Sie das sehr, eher schon, eher nicht oder gar nicht stören?“

ÖIF 2026, Abb. 20

Die Akzeptanz gegenüber Nachbarinnen und Nachbarn variiert in der Bevöl­kerung stark je nach der jeweili­gen Gruppe. Beson­ders Roma und Sinti stoßen dabei auf mas­sive Vor­behalte: Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Pro­zent) würde sich durch sie in der Nachbar­schaft „gestört“ fühlen (21 Prozent „sehr störend“ und 32 Prozent „eher störend“; 3,1 Prozent Schwan­kungs­breite). Damit gehört diese Gruppe zu den am stärks­ten ab­gelehn­ten Gruppen. Read the rest of this entry »

Gedenken an den Porajmos in Österreich (2020)

September 9th, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften

Karl-Franzens-Universität GrazLukas Sperlich (2020): Die Bedeutung des öffentli­chen Gedenkens an den Poraj­mos für Rom­Nija in Öster­reich

Masterarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­si­tät Graz, Geistes­wissen­schaft­liche Fakultät, Insti­tut für Geschichte, 114 S.

→Download der UB Graz (pdf)

Abstract (Link):

Roma sind seit den 1990er-Jahren eine von sechs in Österreich offi­ziell an­erkannten Volksgruppen. In den Jahren des National­sozialismus wurden sie schritt­weise aus­ge­grenzt und verfolgt, um sie anschlie­ßend zu ermorden. Nur ein kleiner Teil überlebte diese Zeit und kehrte zurück. Zuerst jahr­zehnte­lang von der öster­reichi­schen Öffent­lich­keit geleugnet, wird heute an die Verbrechen erinnert und der Opfer würdev­oll gedacht. Welche Rolle ein solches Gedenken für RomNija in Österreich spielt, ist die aus­gehende Frage der vor­liegenden Arbeit. Diese gliedert sich in zwei Teile: Ein erster Teil versucht, die Gruppe an sich zu de­konstru­ieren, und hinter­fragt ein prin­zi­pielles Zu­sammen­gehörig­keits­gefühl von RomNija. Trotz vieler Gemein­sam­keiten kann nicht von Roma im Sinne einer vor­gestellten Gemein­schaft ge­sprochen werden, deren Mitglieder sich mit­einan­der solida­risieren. Vielmehr ist es seit der Bürger­rechts­bewegung der 1980er- und 90er-Jahre eines der Haupt­anliegen einer intellek­tuellen Elite, eine solche Identität zu fördern, um in weiterer Folge die gesell­schaft­liche und wirt­schaft­liche Situa­tion von RomNija zu verbessern. In diesem Zusam­men­hang stehen zumin­dest teilweise die Bemü­hungen von öster­reichischen Vereinen, sich in die europä­ische Erinnerungs­landschaft des Holocausts ein­zu­schreiben. In einem zweiten Teil zeigt die Analyse der zwei Vereins­zeitschriften Romano Centro und Romano Kipo unter­schied­liche Zugänge zum Gedenken. Beide Vereine lehnen sich einer­seits an Narrative der Shoah an, um Teil einer bereits etab­lierten Er­innerungs­kultur zu werden, und stellen ande­rer­seits ein Bild einer Konti­nuität von Dis­krimi­nierung her, um mit der Erinnerung an die Gräuel des NS auf die heutige Schlech­ter­stellung auf­merksam zu machen und so Druck auf Mehrheits­bevöl­kerung und Politik aus­zu­üben, selbige zu ver­bessern.

Read the rest of this entry »

Romani Ora (2.9., 3.9., 4.9. und 7.9.2026)

September 8th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 2.9.2026 (mp3)

Zu einem Austausch über die Anliegen und aktuellen Heraus­forderun­gen der Volksgruppen waren Landes­haupt­mann-Stell­ver­trete­rin Anja Haider-Wallner, Grünen-Land­tags­klub­obfrau Margit Paul-Kientzl und Land­tags­abgeord­neter Philip Juranich im Haus der Volks­gruppen in Oberwart zu Gast. Am Mikro­phon be­grüßt Sie Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 3.9.2026 (mp3)

Der Stadtgarten Oberwart hat sich am ver­gangenen Mitt­woch­abend in eine stimmungs­volle Freiluft-Biblio­thek ver­wandelt. Bei den „BookTalks“ der AK-Bücherei Oberwart las die ober­österrei­chische Autorin Lisa-Viktoria Niederberger (Website) unter freiem Himmel aus ihrem Debüt­roman „Lahea“. Durch die Sendung führt Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 4.9.2026 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ erwarten Sie wie gewohnt der Ver­anstal­tungs­kalender für die Region Oberwart und die beste Roma-Musik. Außer­dem zieht der Ober­warter Fotograf Marvin Auerbäck Resümee über das ein­jähri­ges Be­stehen seines Foto­studios in der Innenstadt.


Anhören: →Sendung vom 7.9.2026 (mp3)

Im „Romani Ora“-Musikmontag bekommen Sie die viel­fältigs­ten Roma-Songs im Mix mit den zwei­sprachi­gen Volks­gruppen­nach­richten auf Deutsch und Burgenland-Romani. Die Sen­dung wird Ihnen von Tina Nardai aus dem Haus der Volks­gruppen in Oberwart prä­sentiert.
.

Zentralrat geht gegen AfD-Chef vor

September 7th, 2026  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcodeDeutschland: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma er­stat­tet Straf­an­zeige ge­gen AfD-Bun­des­vor­sitzen­den Tino Chru­palla

[Foto: Olaf Kosinsky/Wikimedia/CC BY-SA 3.0 DE]

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma stellt bei der Staats­an­walt­schaft Heidelberg Straf­anzeige und Straf­antrag gegen den AfD-Bundes­vor­sitzen­den Tino Chrupalla wegen Volksverhetzung (§ 130 StGB) und Belei­digung (§ 185 StGB). Anlass ist der Auftritt Chru­pallas bei einer AfD-Wahl­kampf­ver­anstal­tung am 29. August 2026 im Kultur­haus Grimmen (Mecklen­burg-Vor­pommern). Vor rund 400 An­wesenden nahm er dort Bezug auf den zuvor bekannt gewor­denen Fund von Waffen und Munition in einem Wald bei Berlin und erklärte, die Waffen hätten „wahr­schein­lich irgend­welche Zigeuner dort verloren, beim Pilze­suchen“. Die Zuhörer im Saal reagier­ten mit Gelächter und Beifall.

Der Zentralrat ist fassungslos darüber, dass 81 Jahre nach Auschwitz eine gesichert rechts­extreme Partei im Wahl­kampf auf zynische Art wieder gegen Sinti und Roma hetzt. Der Frak­tions­vor­sitzende der AfD im Bundestag, Chrupalla, be­stätigt einmal mehr das Weltbild seiner Partei, die mit dem Schüren von Angst und dem Verbreiten von Hass gegen Minder­heiten, Men­schen aus­grenzt und stigmatisiert. In ihrer Ideologie ver­harm­losen sie die NS-Ver­brechen als „Fliegenschiss“ der deutschen Geschichte. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (596)

September 5th, 2026  |  Published in Facts & Figures, Wissenschaft

Die iberischen Roma (in Spa­ni­en bzw. Por­tu­gal) wei­sen eine über zehn­mal grö­ße­re ge­ne­ti­sche Viel­falt auf als die sons­ti­ge Be­völ­ke­rung.

(Quelle)

Romani Ora (26., 27., 28., 31.8. & 1.9.2026)

September 4th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 26.8.2026 (mp3)

Das Herbstprogramm der Roma-Volkshochschule in Ober­wart (Website) bietet auch dieses Semester abwechs­lungs­reiche und infor­mative Highlights. Von Sprach­kursen über Lesungen bis hin zu Gesprächs­abenden haben Interes­sierte die Mög­lichkeit, die Sprache und Kultur der Roma zu erleben. Aus­führli­cher berichtet darüber Horst Horvath in der „Romani Ora“ .


Anhören: →Sendung vom 27.8.2026 (mp3)

Das traditionelle Sommerlager der römisch-katho­lischen Pfarre Unterwart bot auch heuer wieder ein unter­haltsames Ferien­pro­gramm für Kinder und Jugend­liche. Neben Spiel, Spaß und gemein­samen Aktivitäten stand dieses Mal ins­beson­dere die Welt der Medien im Mittelpunkt. Die Jugend­lichen waren auch zu Besuch bei uns im Radio-MORA-Studio. Die Nach­wuchs­repor­terin­nen und -reporter durften echte Radioluft schnup­pern. Am Mikro­phon: Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 28.8.2026 (mp3)

Ende Juli brachte die Offene Jugendarbeit einen coolen Surf-Simulator ins Freibad Oberwart. Kinder und Jugend­liche haben sich aufs Brett gewagt und aus­probiert, wie lange sie die Balance halten können. Tina Nardai war vor Ort und berich­tet. Durch die Sen­dung führt Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 31.8.2026 (mp3)

Direkt aus unserem Radio-MORA-Studio im Volksgruppenhaus in Oberwart ent­führt Sie Tina Nardai wieder in die fas­zinie­rende Klang­welt der Roma-Musik. Ob traditionelle Klänge aus dem Burgenland, mit­reißende Rhythmen unserer Nach­bar­länder oder tem­pe­ra­ment­volle Einflüsse aus Spanien – es erwartet Sie eine musi­kalische Reise voller Vielfalt, Leiden­schaft und Emo­tionen.


Anhören: →Sendung vom 1.9.2026 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ mit Tina Nardai hören Sie ein Interview mit Martin Horvath. Er ist Mit­glied des Volks­gruppen­beirates der Roma und berich­tet über die Fertig­stellung eines Leitfadens für Gemeinden im Umgang mit durch­reisenden Gruppen (mehr hier).
.

Was ist das eigentlich – Antiziganismus?

September 2nd, 2026  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Science Slam in Marburg: Antiziganismus – Anna-Sophie Schönfelder

Was ist das eigentlich – Antiziganismus? Was hat das mit uns zu tun? Und was mit unse­rer Geschichte? Um das an­schau­lich zu machen, holt sich die Politik­wissen­schaft­lerin Anna-Sophie Schön­felder (Website) Unter­stützung von zwei­deuti­gen Brillen, aus­ge­schnit­tenen Denk­blasen und Fantasie­wesen im Ein­weck­glas.

Den Science-Slam-Beitrag über ihre Forschung im Sonder­for­schungs­bereich „Dynami­ken der Sicherheit“ hat sie am 5. Juli 2025 im Herder-Ins­titut in Marburg ge­halten. Jetzt gibt es ihn auch als Film. Der Sonder­for­schungs­bereich „Dyna­miken der Sicher­heit“ ist ein trans­regio­nales Ko­opera­tions­projekt der Philipps-Uni­versi­tät Marburg, des Herder-Insti­tuts für histo­rische Ost­mittel­europa­for­schung Marburg und der Justus-Liebig-Uni­ver­sität Gießen: www.uni-marburg.de/de/sfb138

Infos zum Thema Antiziganismus und Film gibt es beim Critical Film & Image Hub an der For­schungs­stelle Anti­ziganis­mus in Heidel­berg.

Über die Autorin:
Anna-Sophie Schönfelder ist politische Theoretikerin und promo­viert an der Justus-Liebig-Uni­versität Gießen zum Zusammen­hang zwi­schen deutschem Arbeits­ethos und Anti­ziganismus. Read the rest of this entry »