Zehn Jahre ohne Rudolf Sarközi

März 12th, 2026  |  Published in Ehrungen & Nachrufe

Ein Vermächtnis des Dialogs und der Anerkennung

Auf den Tag genau vor zehn Jahren verstarb der langjährige Roma-Aktivist Rudolf Sarközi, eine der zentralen Persön­lich­keiten der öster­reichi­schen Roma-Min­derheit. Als Obmann des Kultur­vereins öster­reichi­scher Roma (Web­site) prägte er über Jahr­zehnte hinweg maß­geblich die gesell­schaftliche und poli­tische An­erken­nung der Roma in Österreich.

Rudolf Sarközi, von Freunden und Wegbegleitern „Rudi“ genannt, setzte sich unermüd­lich für Gleich­berech­tigung, Sicht­barkeit und Dialog ein. Sein Engage­ment reichte weit über die eigene Com­munity hinaus: Er war ein Brücken­bauer zwischen Minder­heiten, Politik und Mehr­heits­gesell­schaft und galt als wichtige Stimme für Ver­ständi­gung und gegen­seitigen Respekt. Mit seinem Wirken leistete Sarközi einen ent­schei­denden Beitrag zur An­erken­nung der Roma als Volks­gruppe in Österreich. Sein Einsatz für kultu­relle Selbst­bestim­mung, historische Aufarbeitung und gesell­schaft­liche Teilhabe wirkt bis heute nach und bleibt ein wichtiger Bezugs­punkt für nach­folgende Genera­tionen von Aktivis­tinnen und Akti­visten.

Anlässlich des zehnten Todestages wird Rudolf Sarközi als engagier­ter Kämpfer für Men­schen­rechte, als Kultur­ver­mittler und als un­beirr­barer Vertreter der öster­reichi­schen Roma-Min­derheit in Erin­nerung gerufen. Sein Leben­swerk mahnt, den ein­geschla­genen Weg des Dialogs und der Gleich­berech­ti­gung kon­sequent weiter­zu­gehen.

(Text: Josef Schmidt/volksgruppen.orf.at)

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