Archive for März, 2024

Romani Ora (22.3., 25.3., 26.3. & 27.3.2024)

März 30th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 22.3.2024 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“, präsentiert von Tina Nardai. Mit dabei der Ver­anstal­tungs­ka­len­der/Mu­la­tin­tscha­ge und die inter­natio­nalen Volks­gruppen­news/Ne­vip­tscha. Im Jugend­format „Young, wild and free – le ter­nenge“ fragt Adi Gussak, ob Apple oder Samsung die Nase vorne hat bei den Ju­gend­lichen.


Anhören: →Sendung vom 25.3.2024 (mp3)

Sie hören den „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA. Das zweis­prachige Mittags­magazin der Roma-Re­dak­tion aus Oberwart mit der ab­wechs­lungs­reichs­ten Roma-Musik, den Volks­gruppen­nachrich­ten und der wöchent­li­chen Kultur­rubrik „Kultura het­vinate“. Die Sendung wird mo­deriert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 26.3.2024 (mp3)

Rechnitz. Das Massaker beim Schlachthaus im März 1945“ (soeben er­schienen bei lex liszt 12) ist Tages­thema dieser „Romani Ora“. Marcel Horvath hat mit der Autorin des Buches, Eva Schwarzmayer, ein Inter­view ge­führt.


Anhören: →Sendung vom 27.3.2024 (mp3)

Radio MORA war beim Familienkreuzweg der Roma-Pastoral in Oberwart dabei. Mehr darüber hören Sie im Tages­thema dieser Sen­dung. Und Adi Gussak berich­tet in der Jugend­rubrik über den Karriere­tag am Business Campus Oberwart. Außerdem hören Sie auch die Volks­gruppen­nach­rich­ten und jede Menge Roma-Musik.

Nie wieder ist jetzt / Schoha buter hi akan

März 26th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 25.3.2024 | 9:06 min

Rechnitz. Das Massaker beim Schlachthaus im März 1945

Ando 24. merc 1945 valami 1000 ungrike dschidov­tscha andar o logeri Köszeg (Ungriko) la srastu­naha pedar i granica Burg trans­por­tirim ule. 200 iste mujs­nipes­keri buti kerde taj o nasvale murscha usi srastu­nakeri vora Rohoncate pal ande ule. Oja kirati upro dis Batthyány Rohonc­ate jek NSDAP kamerad­schaftis­kero mula­tin­tschago kerdo ulo. Ceugn phenen, hot o NSDAP thanes­kero grupnen­gero schero Franz Podezin deschuduj orenge jek telefo­nato usch­tidija, kaj akor paloda 15 murscha pusch­kenca bevofnim ule. Adala murscha dromeske pumen kerde usar i dis uso Kreuzstadl, kaj o khine dschidov­tscha otscha ande ule. Paloda kada o murscha 180 manu­schen murdarde, papal andi dis pal ale, bajder te mulatinel. Phu­kajip­tscha phenen, hot 18 dschidov­tschengo o ileto muklo ulo, kaj odole le mulen schaj ande handle. Paloda on pasche le schlacht­hausistar murd­arde ule.

Am 24. März 1945 wurden an die 1000 ungarische Jüdinnen und Juden vom Lager Köszeg (Ungarn) mit der Eisen­bahn über die Grenze in den kleinen Ort Burg trans­portiert. 200 für den Arbeits­einsatz zu kranke Männer wur­den zum Bahnhof Rechnitz zu­rück­gebracht. Am Abend desselben Tages fand im Schloss Batthyány in Rechnitz ein NSDAP-Ka­merad­schafts­fest statt. Laut Zeugen­aussagen erhielt der dort an­wesende NSDAP-Orts­gruppen­leiter Franz Podezin gegen Mitter­nacht einen Anruf, worauf­hin er 15 Männer be­waffnen ließ. Diese Gruppe machte sich vom Schloss aus auf den Weg zum Kreuzstadl, wohin in der Zwi­schen­zeit die völlig er­schöpften Juden gebracht worden waren. Nach­dem die Männer dort 180 Men­schen ermordet hatten, kehrten sie ins Schloss zurück, um weiter zu feiern. Read the rest of this entry »

Anders über Sinti und Roma berichten

März 25th, 2024  |  Published in Interview, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte


BR24 Medien, 23.3.2024, 31:40 Min.
Podcastfolge: Warum müssen wir anders über Sinti und Roma be­rich­ten?

Antiziganismus, also Rassismus gegenüber Sinti und Roma, ist immer noch weit ver­breitet in unser Gesell­schaft. Und Medien tragen dazu bei. Das pas­siert zum Teil ohne Absicht, aber trotz­dem mit proble­mati­schen Folgen. Welche Muster gibt es da und wie ent­stehen sie? Was passiert zum Bei­spiel beim „Othering“? Und wel­che Ansätze gibt es, um die Bericht­er­stattung zu ver­bessern? Linus Lüring spricht mit Carmen Glink Buján und Georgi Ivanov von „Amaro Foro“. Der Verein bietet Trainings für Medien­schaf­fende zu Anti­ziganismus an und be­obach­tet gezielt die Bericht­erstattung über Sinti und Roma. Auch Markus End, Wissen­schaft­ler am Zentrum für Anti­semi­tis­mus-For­schung an der TU Berlin, unter­sucht das Bild von Sinti und Roma in den Medien. Im Interview er­klärt er vier zentra­le Dar­stellungs­muster, die er kritisch sieht.

(Beitrag und Text: BR24 Medien)

Romani Ora (20.3. und 21.3.2024)

März 24th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 20.3.2024 (mp3)

„Frühlingserwachen“ ist das Thema dieser „Romani Ora“. Indira Spirk hat dies zum Anlass ge­nommen, um der Gärt­nerei Graf in Oberwart einen Besuch ab­zu­statten. Und in der Jugend­sendung stellt uns Adi Gussak den irisch-bri­ti­schen Box­weltmeister „Gypsy King“ Tyson Fury vor. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 21.3.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie einen Beit­rag über den Romanes-Sprach­kurs, der in Oberwart ab­ge­halten wurde. Und in der histori­schen Rubrik „Mri his­torija“ nimmt Sie Alex Gussak mit auf Spuren­suche in die kleine Orts­chaft Haschendorf (Ge­mein­de Neckenmarkt im Be­zirk Oberpullendorf).

Facts & Figures (506)

März 23rd, 2024  |  Published in Facts & Figures

Große Hollywood-Pro­duk­ti­o­nen, die ab den 1960ern in Fran­co-Spa­ni­en ent­stan­den, bo­ten auch vie­len Gi­ta­nos (Ro­ma) neue Job­s – als Kom­par­sen, Pfer­de­be­treu­er od. Stunt­men.

(Quelle)

Jahrestagung des Forum4Burgenland

März 23rd, 2024  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 22.3.2024 | 7:20 min

Durchgängiges Lernen der Volksgruppensprachen – Flogos­ke­re grup­nen­gere tschib­tscha min­dig te siklol

O Forum schtar Burgenland uso talalinipe Sikadipe schtar Burgen­land but tschib­tschen­gero vakeripe Tikne Martonate akartscha. Ando fokos le talali­ni­pestar terdschol ada bersch i tema le flogos­kere tschib­tschendar ando sikadipe ando Burgenland – usar i tscha­vengeri bar dschi usi matura. O talali­nipe kesdinel jeke pilot­projek­tiha la badar­kijatar Andrea Bicsar pedar „Natürlich mehrsprachig“ andi koja elementar­pedagogik. Paloda o nevo sikadipeskero projekto „mi4mi“la Karin Gregorichatar, Susanne Huber taj Elena Steiger angle­tertschar­do ulo. Jek inter­aktivi materi­jalen­gero workshop le khero­da­schenge angle tertschardo ulo. O ar kertscha le ada­bersches­kere talali­ni­pestar „Csörge“ le burgen­landi­tike ungrike kulta­rekere faraj­nistar, i flogos­keri kheli­peskeri grupn taj i Tamburizza le duj tschib­tschen­gere gim­nasiju­mistar Erba, telal o schero le magis­ter­kijen­dar Marianne Seper taj Stefanie Karall.

Das Forum4Burgenland ist ein Bildungsforum der Privaten Päda­go­gi­schen Hochschule Bur­gen­land (PPH Burgenland), der Bildungs­direk­tion Burgenland und der burgen­län­di­schen Volks­gruppen der Burgen­land­kroaten, Roma und Ungarn. Es wurde 2019 mit dem Ziel ge­gründet, die Volks­gruppen­sprachen in der öffent­lichen Wahr­nehmung sicht­barer zu machen, sie im Bildungs­bereich zu stärken bzw. die bereits be­ste­hende Zu­sammen­arbeit zu vertiefen und zu insti­tutio­na­li­sieren. Dabei werden Synergien u.a. für die Er­stellung von Schulbüchern, Unter­richts­behelfen und gemein­samen Publika­tionen sowie deren Evaluie­rungen in Forschungs­pro­jekten genutzt. Ebenso werden die Nutzung von Förderungen für ge­mein­same Projekte sowie die Ko­operation bei öffent­lichen Ver­anstaltun­gen inten­siviert. Bezug­nehmend auf die vier Sprachen des Burgen­landes wurde der Name „Forum4­Bur­gen­land“ für das Forum gewählt. Die Jahres­tagung 2024 fand am 21. März in Eisenstadt statt.

Bereits am 16. März 2024 lud die Private Pädagogische Hochschule Burgenland alle In­teres­sierten ein, sich über ihre Lehramts­studien zu infor­mieren. Die Be­su­cher:in­nen hatten die Gelegen­heit, sich aus erster Hand über Lehramts­studien, Anmelde­modali­täten und Berufs­möglich­keiten zu er­kundigen. Read the rest of this entry »

ZARA veröffentlicht Rassismus-Bericht 2023

März 21st, 2024  |  Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

ZARA-Rassismus-Report 2023Der Verein ZARA – Zivilcourage und Anti-Ras­sis­mus-Ar­beit ver­öf­fent­licht sein­en Rassis­mus-Re­port für das Jahr 2023 (→Down­load). Die darin ent­hal­te­nen Zahlen wei­sen einen An­stieg des Bedarfs an inten­si­ver Be­ra­tung bei Be­trof­fenen von Rassis­mus auf. Die Lösung für die darunter­lie­gende struk­tu­rel­le Proble­ma­tik ist ein ganz­heit­li­cher Natio­naler Ak­tions­plan gegen Rassis­mus.

Rassismus in Österreich

ZARA dokumentierte für das Jahr 2023 insgesamt 1.302 Meldungen von Rassismus mit einem immer noch alar­mierend hohen Anteil an Online-Fällen (58 %). Die Fall­meldun­gen reichen von rassisti­scher Polizeigewalt bis hin zu Dis­kriminie­rung im Bildungs­system, unter­streichen die Not­wendig­keit struktu­reller Ver­änderungen und betonen, dass Rassismus nicht nur ein indivi­duelles, sondern ein gesell­schaft­liches Problem darstellt. Das erklärt, warum nicht die Rassismus-Mel­dun­gen an ZARA jährlich steigen, sondern der Bedarf an intensiver Beratung. Ins­gesamt haben ZARA-Be­rater*in­nen 1708-mal Be­trof­fene beraten. Indivi­duelle Beratun­gen via E-Mail (52 %) und Telefon (37 %) sind be­sonders beliebt – gefolgt von per­sönlichen Beratungen und Be­gleitun­gen (8 %). Ins­gesamt setzte ZARA daraufhin 702-mal rechtliche Maßnahmen und andere Inter­ven­tionen. ZARA-Ge­schäfts­füh­rerin Rita Isiba hebt hervor: „Um die Politik für einen anti­rassisti­schen Wandel zur Ver­antwortung zu ziehen, müssen wir zunächst den syste­mischen Charakter des Rassismus und die Art und Weise, wie es jeden Aspekt unserer Gesell­schaft durch­dringt, er­kennen.“

Ein Aufruf zum Handeln

Deshalb setzt sich ZARA seit Jahren für die Umsetzung eines Nationalen Aktionsplans gegen Rassismus (NAP) ein und hat in diesem Sinne unter­schied­liche An­strengun­gen unterstützt, die dies ein­forderten. Der NAP zielt darauf ab, die Sicherheit und Unter­stützung für Betroffene zu ge­währ­leisten, Gleich­behand­lung und Gerechtigkeit zu fördern, Teilhabe und Re­präsen­ta­tion zu er­möglichen, und ein umfas­sendes Verständnis für die Aus­wirkungen von Rassismus zu schaffen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (14.3., 15.3., 18.3. & 19.3.2024)

März 20th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 14.3.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie ein Inter­view mit Lorens Ottosson aus Schweden. Der 24-jäh­rige Rom ist Amateur­boxer und hat große Pläne und Ziele. Außer­dem hören Sie un­sere Kate­gorie „Mri his­torija – sar agun sina taj akane hi“. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 15.3.2024 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ erwar­ten Sie der Ver­anstal­tungs­kalen­der für die Region Oberwart und die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nachrich­ten in Deutsch und Bur­gen­land-Ro­mani. Adi Gussak stellt Ihnen in der Jugend­sendung „Harry le Mo“, den „Kalo Rom“, vor.


Anhören: →Sendung vom 18.3.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag mit Tina Nardai auf Radio MORA. Eine Stunde lang hören Sie hier die erle­sens­ten und viel­fältigs­ten Roma-Songs aus aller Welt. Dazu infor­mie­ren wir Sie in den inter­natio­nalen Volks­gruppen­nachrich­ten über die Situ­ation der Roma in den EU-Nach­bar­ländern.


Anhören: →Sendung vom 19.3.2024 (mp3)

Im Tagesthema der „Romani Ora“ berichtet Martin Horvath über den Erzähl­abend in der Ort­schaft Grodnau (Mariasdorf im Be­zirk Oberwart). Orts­ansäs­­sige Be­woh­nerinnen und Be­wohner er­zählen über die Zeit vor der De­portation der Roma, die in Grodnau lebten, und planen die Um­­setzung einer Gedenktafel. Und in der Rubrik „Minden­felitiko“ widmen wir uns dem Film „The Zone of Interest“.

Facts & Figures (505)

März 19th, 2024  |  Published in Facts & Figures

SS-Reichsführer Heinrich Himm­ler ord­ne­te be­reits 1938 – noch vor der „End­lösung der Juden­fra­ge“ – die „end­gül­tige Lö­sung der Zi­geu­ner­fra­ge“ an.

(Quelle)

Medienschau: „Aggressive Volksgruppen“?

März 17th, 2024  |  Published in Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte

Krone.at: Titelansicht des Artikels vom 7. März 2024 (Screenshot)Am 7. März 2024 erschien auf Krone.at ein Arti­kel von Mario Ruhmanseder, der im Ober­öster­reich-Res­sort für die Stadt Linz zu­stän­dig ist. „Roma-Durchreiseplatz: Ag­gres­si­ve Volks­grup­pen mu­tie­ren zu Dauer­cam­pern“ liest man da in fet­ten Let­tern, be­bil­dert mit einer Drohnen­auf­nahme von eini­gen Wohn­wägen auf ei­nem Hal­te­platz. Aggres­sive Volks­gruppen? Wir finden: ein Fall für den Öster­rei­chi­schen Presserat.

Der Artikel betrifft Fahrende, mut­maß­lich Sinti bzw. Roma, auf dem Durch­gangs­platz in Pichling (Linz). Es wird hier unter Auf­bietung zahl­reicher be­kannter anti­ziganis­ti­scher Stereotype (siehe unten) Stim­mung gegen eine dort an­we­sende Per­sonen­gruppe – und die Volks­gruppe der Roma und Sinti ins­gesamt – ge­macht.

Insbesondere wird – prominent in der Überschrift (wie sie ja zum Bei­spiel auch in den Vor­an­sich­ten auf Social Media auf­scheint) – diese vulne­rable eth­nische Minder­heit als Ganzes durch die Wort­wahl als „aggres­sive Volks­gruppen“ gebrand­markt: Das Wort „Volks­gruppe“ ver­weist in ihrem all­gemein üb­lichen (und auch recht­lich definier­ten) Be­deutungs­gehalt schließlich nicht auf eine konkre­te Grup­pierung von Indivi­duen, son­dern auf die Ethnie an sich. So ist der Begriff „Volks­gruppe“ im Sinne von „ethni­scher/na­tiona­ler Minder­heit“ bei­spiels­weise auch dem öster­reichi­schen „Volks­gruppen­gesetz“ zugrunde­gelegt. Die Begriff­lich­keit ist de­finiert. Eine physische An­samm­lung von Personen, die ihrer­seits einer Volks­gruppe an­ge­hören, be­nennt sie nicht.

Hinzu kommt, dass ja auch bereits im Titel selbst an­hand des Schlag­wortes „Ro­ma-Durch­reise­platz“ klar ge­macht wird, welche ethnische Minder­heit ge­meint ist. Die Unter­scheidung zwi­schen spezi­fischer Per­sonen­gruppe (den an­we­sen­den Familien) und gesam­ter Volks­gruppe (Roma und Sinti) wird in der Über­schrift seman­tisch auf­gelöst; die Wörter „Roma“, „aggressiv“ und „Volks­gruppen“ hin­gegen werden im Titel mit­einander ver­knüpft. Somit wird die gesamte Ethnie öffent­lich stig­matisiert und als ver­meint­liche Be­dro­hung und Last für die All­gemein­heit dif­famiert.

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Katholische Roma-Seelsorge in Deutschland

März 16th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Religion

Marienaltar bei der Sinti-Wallfahrt in Oberlöstern (Saarland). Die Wallfahrt wird seit 1996 jährlich von der Sintiza Maria Hoffmann (re.) organisiert (Foto Ulrike Peters, Deutsche Bischofskonferenz) . Deutschland: Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen

→Geschichte, Aufgaben und Tätigkeitsfelder (PDF)

Die „Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen“ im Auftrag der Deutschen Bischofs­konfe­renz mit einer eige­nen Dienststelle in Bonn ist seit 1965 deutsch­land­weit für die Organi­sa­tion der Seelsorge der Roma, Sinti und ver­wandten Gruppen und der sich daraus er­geben­den Aufgaben zu­ständig.

Initiiert wurde die Gründung der Dienststelle 1965 durch das Treffen von Papst Paul VI. mit Roma wäh­rend einer Roma-Wall­fahrt im selben Jahr und seinen Appell einer beson­deren Fürsorge für die Roma. 1955 fand die erste Sinti-Wallfahrt in Deutsch­land in Illingen statt, die [...] von dem späteren ersten Na­tional­seel­sorger Arnold Fortuin begleitet wurde.

Die „Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Grup­pen“ nimmt die Kultur und Werte von Roma und Sinti in den Blick. Dabei ver­steht sie sich als „Kirche unter­wegs“ bzw. „Geh-hin-Kirche“, welche mit­geht und die Men­schen dort begleitet, wo zumin­dest auf Zeit ihr Lebens­mittel­punkt ist. Das be­deutet in der Praxis vor allem die Beglei­tung der Wallfahrten sowie Taufen, Erst­kommunion und Beerdigungen. Aufgabe sind aber ebenso die Wissens­ver­mittlung und Aufklärung über Kultur, Geschichte sowie vor allem über die Verfolgung in natio­nal­sozialis­ti­scher Zeit und Antiziganismus mit Vorträgen und einer Ausstellung, um so Dis­krimi­nierung und Vor­urteilen in der Gesell­schaft ent­gegen­zu­wirken. Auch die Teilnahme am gesell­schaft­lich-po­li­ti­schen Diskurs wie z. B. Gedenk­ver­anstal­tungen gehören zum Tätigkeits­feld. Read the rest of this entry »

Romani Ora (11.3., 12.3. und 13.3.2024)

März 15th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 11.3.2024 (mp3)

Die „Romani Ora“ am Montag mit der Extra-Portion an erle­sener Roma-Musik. In den inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­richten berich­ten wie über die Situa­tion der Roma und Sinti im Ausland.


Anhören: →Sendung vom 12.3.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“stellen wir Ihnen Marie-Bernadette Franz vor, sie ist Akade­mikerin und Roma-Ak­tivis­tin aus dem Süd­burgenland. Das Mittags­magazin aus dem Studio in Oberwart wird wie gewohnt mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 13.3.2024 (mp3)

Oberwart war auch heuer wieder Schauplatz der „Signal 112“, der „Fach­messe für Feuerwehren und Blaulicht­orga­nisatio­nen“. Radio MORA hat für Sie die span­nends­ten Eindrücke ge­sammelt. Und in der Jugend­sendung prä­sentiert uns Adi Gussak die Vielfalt der Diplom­arbeiten an der HBLA Oberwart.

Heute vor 10 Jahren: Facts & Figures (504)

März 14th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

Am 14.3.2014 wurde der 5-jährige Dano im deutschen Herford von einem Nachbarn geprügelt und erdrosselt. Als Motiv nannte der Täter seine Abneigung gegen Roma.

(Quelle)

Podcast: Kultur und Werte der Sinti und Roma

März 13th, 2024  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Esther Reinhardt-Bendel im Gespräch
Alles Menschen, Podcast-Folge 48, Okt. 2022

In dieser Podcast-Folge stellt „Alles Menschen“ Esther Reinhardt-Bendel vor, deutsche Sinteza und Aktivistin. Host Veit Lindau spricht mit ihr über die ehr­würdige Kultur der Sinti und Roma; die Lage der Sinti und Roma in Deutschland und Anti­ziganis­mus; Privile­gien und ihre so wich­tige Arbeit als Akti­vistin und wie wir Sinti und Roma unter­stützen können.

→ Sinti-Roma-Pride auf Instagram und Facebook
→ Esther Reinhardt-Bendel auf Instagram

Siehe auch:
Rassismus in Social Media und Kinderfilmen, 7.12.2021

Romani Ora (7.3. und 8.3.2024)

März 12th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 7.3.2024 (mp3)

Zum internationalen Frauen-Tag am 8. März hat Indira Spirk einen Beitrag zu­sammen­gestellt. Sie berichtet unter ande­rem über das An­gebot der Frauen­beratungs­stelle Oberwart. Und nach Gols im Bezirk Neusiedl am See ver­schlägt es Alex Gussak in der aktuel­len Aus­gabe unserer Geschichte­rubrik „Mri his­to­rija“. Die „Romani Ora“ auf Radio MORA wird prä­sentiert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 8.3.2024 (mp3)

In dieser Sendung der „Romani Ora“ hören Sie wie jeden Freitag den Ver­anstal­tungs­kalender. Außer­dem infor­mieren wir Sie in den inter­nationalen Volks­gruppen­nachric­hten über die Situ­ation der Roma in den an­grenzen­den EU-Ländern. Und in der Jugend­sen­dung „Young, wild and free – le ter­nenge“ mit Adi Gussak dreht sich dies­mal alles um das The­ma Blutspenden.

SozialMarie: Roma-Projekte 2020 bis 2023

März 9th, 2024  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen

SozialMarie: Preis für vorbildhafte ProjekteSozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekte be­fas­sen sich mit Roma. In den letz­ten Wo­chen stel­l­ten wir Ihnen eini­ge dieser Ini­tia­tiven vor. Hier noch einmal ein Über­blick über die nomi­nier­ten bzw. prä­mierten Roma-Pro­jekte aus den Jah­ren 2020 bis 2023:

„Community Roma Doula Service“ (Ungarn)

„Career Path“ (Ungarn)

„Invisible Study Hall“ (Ungarn)

„Childhood to Children“ (Slowakei)

„Inclusive Kindergartens“ (Ungarn)

„Museum of Personal Stories“ (Kroatien)

„Projekt DOM.ov“ (Slowakei)

„Schritt für Schritt“ (Slowakei)

„From Us to You Extra“ (Ungarn/Slowakei)

„EduBox“ (Slowakei)

„Banyaerdő – Social Enterprise“ (Ungarn)


Romani Ora (4.3., 5.3. und 6.3.2024)

März 8th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 4.3.2024 (mp3)

Sie hören den „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA, präsen­tiert von Tina Nardai. Neben der ab­wechs­lungs­reichs­ten Roma-Musik aus aller Welt hören Sie auch die inter­natio­na­len Volks­gruppen­nach­rich­ten in Deutsch und Bur­gen­land-Ro­mani sowie die Rubrik „Kultur am Mon­tag / Kultu­ra het­vinate“.


Anhören: →Sendung vom 5.3.2024 (mp3)

Im Tagesthema der Sendung erfahren Sie mehr über den „FIT-Infotag“, der von der In­dustri­el­len­ver­eini­gung Burgenland an der HTL Pinkafeld initi­iert wurde. Frauen aus ver­meintlich „männer­spezi­fi­schen“ Berufs­sparten ge­währten Einblick in ihren nicht so all­tägli­chen Berufs­alltag. Und in „Minden­feli­tiko“ widmen wir uns dem Film „Schindlers Liste“, der dieser Tage seinen drei­ßigsten Ge­burt­stag feierte.


Anhören: →Sendung vom 6.3.2024 (mp3)

Die Mittwochsausgabe der „Romani Ora“ mit Tina Nardai. „K.O.-Tropfen – eine un­sicht­bare Gefahr“, von der zum Groß­teil junge Mädchen und Frauen be­troffen sind, ist das aktuelle Tages­thema. Und in der Jugend­sendung nimmt Sie Adi Gussak mit auf ein „Rie­sen­wuzzler-Tur­nier“.

Slowakei: Autowerk Volvo will Roma einstellen

März 5th, 2024  |  Published in Allgemeines

Autowerk Volvo (Foto: Volvo Car Group)RSI/RTVS, 1.3.2024: Der Autobauer Volvo, dessen Standort nahe der ost­slowa­kischen Metro­pole Košice wachsen soll (Anm.: mehr hier), ist sehr daran interes­siert, An­ge­hörige der Roma-Min­derheit ein­zu­stellen. Dies teilte der slowa­kische Arbeits­minister Erik Tomáš am Mitt­woch (28.2.) mit. Er hob hervor, dass 5.000 Men­schen in der Autofabrik arbeiten und weitere 12.000 Arbeits­plätze in Zuliefer­unter­nehmen ge­schaffen werden sollen. Sein Ministe­rium habe daher ein Pro­gramm zur Aus­bildung und Um­schulung von Arbeitskräften vor­be­reitet. Tomáš fügte hinzu: „Das Beson­dere an Volvo ist, dass dort großes Interesse daran be­steht, unsere Roma-Mit­bür­ger zu be­schäf­tigen. Wir werden sehen, wie es läuft, aber sie legen buch­stäblich Wert darauf. Sie wollen Roma be­schäfti­gen. Wir werden alles tun, damit das gelingt.“

(Text: Ja­kob Horsch, RTVS)

Online-Enzyklopädie zum Roma-Holocaust

März 4th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Enzyklopädie zum Roma-GenozidNS-Völker­mord an den Sinti und Roma in Euro­pa: Prä­sen­ta­tion einer On­line-En­zyklo­pä­die am 5. März in Berlin

Unter nationalsozialistischer Herrschaft wur­den Hun­dert­tau­sende Sinti und Roma in Deutschland und ande­ren euro­päi­schen Ländern ver­folgt und ermordet. Ziel des NS-Staats und seiner Rassen­ideologie war die europa­weite Ver­nichtung der Minder­heit. Das vor­gestellte inter­nationale Pionierprojekt führt das verstreute Wissen über den national­sozialis­ti­schen Genozid in seiner euro­päischen Dimension in einer groß­angelegten Enzyklopädie zu­sammen. An dem vom Aus­wärtigen Amt ge­förderten Vorhaben arbeiten derzeit mehr als 80 Wissen­schaft­lerin­nen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland. Mit dem Launch wird die auf Deutsch und Englisch an­gelegte Enzyklopädie, die in Ko­operation mit dem Center für digitale Systeme an der Freien Univer­sität Berlin entsteht, erstmals online zu­gänglich. Sie wird bis Ende 2025 auf rund 1.000 Fach­beiträge an­wachsen und einen Meilen­stein für die Forschung und Bildungs­arbeit zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa dar­stellen.

(Text: Ankündigung der Forschungsstelle Antiziganismus, Univ. Heidelberg)

BR: Sinti und Roma in Deutschland

März 3rd, 2024  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

BR Puzzle, 2024: Sinti und Roma in Deutschland und der Antiziganismus

Seit Jahrhunderten leben Sinti und Roma in Deutschland – und sind doch bis heute starker Dis­krimi­nie­rung aus­gesetzt. Viele ver­heimli­chen ihre Zu­gehörig­keit zur Sin­ti-Roma-Min­der­heit – aus Angst vor Vor­ur­teilen und Stig­mati­sierung.

(Text und Beitrag: BR)