Archive for Februar, 2024

Facts & Figures (503)

Februar 29th, 2024  |  Published in Facts & Figures

Eine Déclaration des fran­zö­si­schen „Son­nen­königs“ Ludwig XIV. von 1682 ver­ur­teil­te auf­ge­grif­fe­ne „Bohémiens“ (Fah­ren­de, Roma) zur Ga­leeren­strafe.

(Quelle)

Romani Ora (21.2., 22.2. und 23.2.2024)

Februar 28th, 2024  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 21.2.2024 (mp3)

Im Tagesthema der „Romani Ora“ geht es dies­mal um den „Inter­natio­nalen Tag der Muttersprache“, der am 21. Febru­ar be­gangen wird. Und in der Jugend­sendung erfahren Sie mehr über den „Weltradiotag“ am 13. Feb­ruar. Dazu hören Sie die meis­te Roma-Musik, die in der Radiowelt zu haben ist.


Anhören: →Sendung vom 22.2.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ beschäftigen wir uns mit dem Thema „Blackout – was tun?“. Dazu ver­anstal­tete die Stadt­gemeinde Oberwart einen Infotag. Außer­dem hören Sie wieder unsere histo­rische Rubrik „Mri historija“.


Anhören: →Sendung vom 23.2.2024 (mp3)

Die Freitagsausgabe des zweisprachigen Mittagsmagazins der Roma-Re­daktion auf Radio MORA: Mit dabei der Ver­anstal­tungs­kalender und die Volks­grup­pen­nach­rich­ten. In der Jugend­sendung befasst sich Adi Gussak mit einem sehr heiklen Thema, näm­lich Mobbing. Es mode­riert Tina Nardai.

Ausstellung: „Man will uns ans Leben“

Februar 26th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Briefbombenreste, Bilder und Bekennerschreiben (Foto: © BMI)Ab April: Ausstellung „Man will uns ans Leben“ – Bomben gegen Min­der­hei­ten 1993–1996

24.4.–25.8.2024: Volkskundemuseum Wien
20.9.–24.11.2024: kärnten.museum, Klagenfurt
7.2.–8.3.2025: Offenes Haus Oberwart

Die Ausstellung der Initia­tive Min­der­hei­ten hat das Ziel, his­to­ri­sches Wissen zu den größ­ten innen­poli­ti­schen Gewalt­taten der Zwei­ten Republik zu ver­mitteln, aber auch das poli­tisch-ge­sell­schaft­li­che Klima der 1990er Jahre und seine Folgen für die direkt be­trof­fe­nen Min­der­heiten­com­mu­nitys auf­zu­zeigen.

Vor 30 Jahren, am 3. Dezember 1993, explodierten in der ORF-Min­der­heiten­re­dak­tion in Wien und in der Pfarre Hartbergin der Steiermark zwei Brief­bomben und ver­letzten die Modera­torin Silvana Meixner und den „Flüchtlings­pfarrer“ August Janisch schwer. Bis zum 6. Dezem­ber 1993 wurden wei­tere acht Briefbomben ver­schickt, eine davon zer­fetzte die linke Hand des dama­ligen Wiener Bürger­meisters Helmut Zilk. Im August 1994 explo­dierte eine vor der zwei­sprachigen Rennerschule in Klagenfurt de­po­nierte Rohrbombe beim Ent­schär­fungs­versuch und riss dem Polizisten Theodor Kelz beide Hände ab. Der folgen­schwerste Anschlag fand im Febru­ar 1995 in Oberwart statt, bei dem vier Roma-An­ge­hö­rige – Josef Simon, Karl Horvath, Erwin Horvath und Peter Sarközi – durch eine Sprengfalle ge­tötet wurden.

Die Terrorwelle der selbst ernannten Bajuwarischen Befreiungsarmee, die sich expli­zit gegen ethnische Minder­heiten und ihre Unter­stützer*in­nen richtete, dauerte bis 1997 an. Ins­gesamt 25 Briefbomben und drei Sprengfallen hatten 13 zum Teil Schwer­ver­letzte und vier Tote zur Folge.

Die Bombenserie stellte einerseits den traurigen Höhepunkt eines histo­risch ge­wachse­nen, ten­den­ziell minder­heiten­feind­lichen Klimas in Österreich dar. Read the rest of this entry »

Im Porträt: Rosa Schneeberger ando kipo

Februar 24th, 2024  |  Published in Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 23.2.2024 | 26:17 min

Rosa Schneeberger im Porträt – Gespräch mit Emmerich Gärtner-Horvath

I adivesakeri 87-berschengeri pantsch berschen­ca ando logeri Lackenbach peli taj 4 berscha pra tscha­ven­gera cajtatar odoj iste li sina. Lakero dad taj leskere phrala duj berscha ando logeri Mauthausen sina, kaj o bara iste phager­nahi. Ratschas­kero habe sina kalo kafe taj eklik maro. Thud vaj lekva o tschave na prin­dschar­nahi. Tata habe sina ripengeri sumi, savi iste hanahi, kaj tena i bok len te tschinel. Buti iste lakeri daj ando logeri mindig kerlahi. O dschi­vipe lendar sar ande jek schtala ando logeri sina.

Die heute 87-Jährige kam mit fünf Jahren ins KZ Lackenbach und ver­brachte dort vier Jahre ihrer Kindheit. Ihr Vater und des­sen Brüder er­litten auch ein schwe­res Schicksal und kamen ca. zwei Jahre früher ins KZ Mauthausen, um dort im Steinbruch zu ar­beiten. „Eines Tages haben sie meinen Vater mit seinen Brüdern – sechs, sieben Brüder – ab­geholt, ob­wohl sie nix getan haben. Aber wegen Rassismus, weil sie Sinti waren und arme Roma. Alle haben sie geholt, weil wir nicht so waren, wie sie woll­ten“, er­zählte Rosa Schnee­berger bei einer frü­heren Ver­anstaltung in Oberwart. Emmerich Gärtner-Hor­vath hat nun mit der aus Wien stam­menden und in Villach leben­den Sinteza für Tschib­tscha/TV Erba ge­sprochen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (16.2, 19.2. und 20.2.2024)

Februar 24th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 16.2.2024 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ hören Sie neben den Ver­anstal­tungs­hin­wei­sen/Mu­la­tin­tscha­ge auch die inter­natio­na­len Volks­grup­pen­nach­rich­ten in Deutsch und Burgen­land-Romani. Und in „Young, wild and free – le ter­nenge“ hat Adi Gussak die Faschings­zeit dafür ge­nutzt, junge Menschen zu be­fragen, ob sie denn noch Fasching feiern und sich dem­ent­spre­chend ver­kleiden.


Anhören: →Sendung vom 19.2.2024 (mp3)

Neben der meisten und abwechslungsreichsten Roma-Musik aus aller Welt hören Sie im „Ro­mani Ora“-Musik­montag auch die Volks­gruppen­nach­richten und Kultur am Mon­tag/Kul­tu­ra hetvinate.


Anhören: →Sendung vom 20.2.2024 (mp3)

In der Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ ist Martin Horvath im Ge­spräch mit Ro­ma-Seelsorger Pfa­rrer Matthias Platzer. Er er­zählt uns mehr über die Fasten­zeit und deren Be­deutung. Die Sen­dung wird prä­sentiert von Tina Nardai.

Roman-Unterricht bei Verein Roma-Service

Februar 23rd, 2024  |  Published in Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 19.2.2024 | 4:54 min

Romani: Sikadipe ando kher le farajn Roma-Ser­vice­jistar

Kaj tena i Romani tschib armerel khetan butscha­linuipe le faraj­niha Roma Erba taj le institu­tiha la tschib­tschakera visen­schoftiha upri uni­vers­iteta Gereci 1993 jek projekto kodi­ficirung taj didak­tisirung la Romana tschib­tschar kesdim ulo. Sajt septem­beri 1999 o Romani-sikadipe UVÜ ando isch­koli tel likerdo ol. Le isch­kola­kere kes­dipeha 2023/24 „UVÜ – Romani“ ando kher le farajn Roma-Ser­vice­jistar sikado ol. Uso sikadipe 16 tschave use hi.

Um den drohenden Sprachtod abzuwenden, wurde in Zusam­men­­arbeit des „Vereins Roma Oberwart“ mit dem Institut für Sprach­wissen­schaft an der Univer­sität Graz 1993 ein Projekt gestartet und mit der Kodi­fizie­rung (Beschrei­bung und Ver­schrif­tlichung) und der didak­tischen Umsetzung (Vor­berei­tung von Unterrichts­mate­ria­lien) des Romani be­gonnen. Seit Sep­tember 1999 findet an der Volksschule Oberwart Roman-Sprach­unter­richt in Form von Un­ver­bindli­chen Übungen (UVÜ) statt. Mit dem Schuljahr 2023/24 findet die „Unv­erbind­liche Übung Romani“ in den Räum­lich­keiten des Vereins Roma-Ser­vice statt. 16 Kinder nehmen daran teil.

Roman ist als Sprache der burgenländischen Roma haupt­säch­lich im Burgenland ver­breitet und ein wichtiger Bestand­teil des Kultur- und Sprach­erbes der dortigen Roma. Read the rest of this entry »

Romani Ora (13.2., 14.2. und 15.2.2024)

Februar 23rd, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 13.2.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit auf den 31. Roma-Ball, der in Unterwart über die Bühne ging. Außer­dem hören Sie auch unsere Mix-Rubrik „Min­den­feli­tiko“. Und wie immer mit dabei: die abwechs­lungs­reichs­te Roma-Musik. Präs­entiert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 14.2.2024 (mp3)

Der 14. Februar ist der Valentinstag, der Tag der Liebenden. Auch in der „Roma­ni Ora“ hören Sie einen Bei­trag dazu. Marcel Horvath hat einige Men­schen befragt, wie sie den Valentins­tag ver­bringen. Und in der Jugend­sendung er­halten Sie einen Rück­blick auf den dies­jähri­gen Roma-Ball. Adi Gussak hat das frisch ge­krönte Ro­ma-Ball-Kö­nigs­paar inter­viewt.


Anhören: →Sendung vom 15.2.2024 (mp3)

Der Faschingsumzug in Stinatz ist das heutige Tages­thema der „Romani Ora“. Indira Spirk, Ver­stär­kung in der Roma-Re­dak­tion Oberwart, hat sich für Sie ins bunte Treiben ge­mischt. Und in „Mri his­torija“ er­fahren Sie heute Infos und Fakten zur Ort­schaft Girm (Ge­mein­de Deutschkreutz im Be­zirk Ober­pullendorf).

„Banyaerdő – Social Enterprise“ (Ungarn)

Februar 22nd, 2024  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Frauenrechte

2020 nominiert: das ungarische Projekt Banyaerdő (Foto: Banyaerdő)SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekte be­fas­sen sich mit Roma. Wir stel­len Ihnen eini­ge dieser Ini­tia­tiven vor:

Das Beschäftigungspro­jekt „Banyaerdő“ stellt Pro­dukte aus den natür­­li­chen Res­sour­­cen des länd­­lichen Dencsháza in Ungarn her. Damit wird insbesondere Roma-Frauen ohne Zu­gang zum Arbeits­markt ein Ein­kommen zu fairen Löhnen er­mög­licht. Das Pro­jekt war für die SozialMarie 2020 nominiert.

Projektträger: Udvarom Szociális Szövetkezet

Herausforderung: Frauen in Dencsháza (Süd­un­garn) sind aufgrund begrenzter Berufs­aus­bildungs- und Bildungs­mög­lich­keiten vom ersten Arbeits­markt aus­ge­schlos­sen. In margi­nali­sierten Dörfern und länd­lichen Gemein­den gibt es nur sehr wenige Be­schäf­tigungs­mög­lich­keiten außer­halb des natio­nalen öffent­lichen Arbeits­programms. Auch die lokalen Unter­nehmen haben nur begrenzt Zugang zum Markt außer­halb ihrer Dörfer und Regionen.

Idee: Banyaerdő verbindet lokales Fachwissen, um Produkte aus den natür­lichen Ressour­cen des länd­lichen Dencsháza her­zu­stellen und auf städtischen Märkten zu ver­kaufen. Wir arbeiten im Einklang mit der Gemein­schaft und den natürlichen Res­sourcen des Land­kreises Baranya. Unsere Produkte werden in den Wäldern und auf den Feldern des Dorfes her­ge­stellt und ge­sammelt. Unser Geschäfts­modell gewähr­leistet faire Löhne und eine gleich­berech­tigte Partner­schaft zwi­schen den Akteu­ren der Ge­meinde.

Akteur*innen: Die Zielgruppe des Projekts sind sozial marginali­sierte Com­munitys, ins­beson­dere Roma-Frauen. Banyaerdő arbeitet seit vielen Jahren mit dieser Gemein­schaft im Rahmen von örtlichen Com­muni­ty-Buil­ding-Pro­jek­ten zusam­men. Unser Team und unser Pro­gramm ko­operie­ren mit der Gemein­de und den Schulen von Dencsháza sowie dem Mecsekerdő-Na­tio­nal­park zu­sammen.

Wirkung: Innerhalb von weniger als einem Jahr nach dem Start von Banyaerdő haben wir unsere Produkte zu einer Marke ent­wickelt und sie in Budapest verkauft. Wir schlossen auch Partner­schaften für den Groß­handel mit unseren Pro­dukten direkt mit Miche­lin-Ster­ne-Res­tau­rants. Read the rest of this entry »

Romani Ora (8.2., 9.2. und 12.2.2024)

Februar 21st, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 8.2.2024 (mp3)

Die „Romani Ora“ berichtet über die in Planung befind­liche Aus­stel­lung „Man will uns ans Leben – Bomben­terror 1993–1996“. Organi­siert wird die Ausstellung von der Initia­tive Minder­heiten. In der Sendung erzählen die Kura­torinnen über die Ent­ste­hung und Inhalte der Wander­aus­stellung. Auch „Mri his­tori­ja“ wird Ihnen wieder von Alex Gussak präs­en­tiert. Die Sen­dung wird mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 9.2.2024 (mp3)

In dieser Sendung präsentierten wir Ihnen den „Romani Ora“-Ver­anstal­tungs­kalen­der. Neben den inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­rich­ten hören Sie auch wieder die Jugend­sendung. Darin berich­tet uns Adi Gussak über die „Real Market Challenge“. Dazu gibt’s die ab­wechs­lungs­reichs­te Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 12.2.2024 (mp3)

Im „Romani Ora“-Musikmontag hören Sie eine Stunde lang Roma-Songs aus allen Ecken der Welt. Ob Roma-Jazz, tra­ditio­nelle Folklore oder Balkan Brass; diese Rhyth­men spiegeln die Lebens­lust und die kultu­relle Vielfalt der Roma wider. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.

Rassismus als Brennglas für Klimawandelfolgen

Februar 20th, 2024  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Romasiedlung SlowakeiDie Auswirkungen des Klimawandels auf sozial mar­gi­na­li­sier­te und armuts­be­trof­fe­ne Roma-Com­mu­nitys

Von Barbara Tiefenbacher-Jami

Zehn bis zwölf Millionen Roma und Rom:nija leben in Europa. Besonders in den ehe­maligen kommunis­tischen Ländern Zentral- und Südost­europas sind bis zu 80 Prozent von Armut und Rassismus betroffen und leben am Rande der Nicht-Ro­ma-Ge­sell­schaft.[1] Das jahrzehntelange Zusammenspiel von Armut und Rassismus hat dazu geführt, dass Roma und Rom:nija zu den vul­nera­bels­ten Gruppen in Europa gehören. Es besteht die Be­fürch­tung, dass die Ver­wund­barkeit dieser Be­völkerungs­gruppe im Zuge der globalen Erd­erwärmung weiter zu­nehmen wird.[2] Unter­suchungen aus den USA zeigen, dass Men­schen, die von Dis­krimi­nierung und Rassismus be­troffen sind, wie etwa die afro­amerika­nische Bevöl­kerung, stärker von den Folgen des Klimawandels be­troffen sind.[3]

Umweltrassismus

Man kann davon ausgehen, dass es in Europa ähnlich ist. Aber nicht alle Roma und Rom:nija sind gleich betroffen. Diejenigen Rom:nija, die zur Mittel­schicht gehören oder nicht als Teil der Roma-Com­mu­nity wahr­ge­nommen werden, sind nicht im gleichen Maße betroffen wie jene, die in segre­gierten Roma-Sied­lungen in bitterer Armut leben.[4]

Die Roma-Dachorganisation ERGO (European Roma Grassroots Orga­nisa­tions Network) in Brüssel hat schon vor einigen Jahren unter dem Blick­winkel des Umwelt­rassis­mus Be­nach­teili­gungen aufgrund des Wohnortes be­zie­hungs­weise der Wohn­situation auf­gegriffen. Gemeinsam mit dem European Environ­mental Bureau haben sie auf die katastro­phale Situation von Roma-Sied­lun­gen hin­ge­wiesen. Häufig befinden sich Siedlungen in der Nähe von Industrie­anlagen, neben oder auf konta­minier­ten Böden oder in Hochwasser­risiko­gebieten. Viele verfügen auch nicht über eine aus­rei­chende Trink­wasser­ver­sorgung oder eine funktio­nie­rende Kanalisation und Müll­ent­sorgung.[5] Read the rest of this entry »

Facts & Figures (502)

Februar 18th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Romani

Die Präsens-Endun­gen der e- und a-Kon­ju­ga­tion des Ro­ma­ni ge­hen di­rekt auf das Sanskrit (alt­in­do­a­risch) zu­rück.

(Quelle)

Romani Ora (2.2., 5.2., 6.2. und 7.2.2024)

Februar 17th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 2.2.2024 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“: Im Ver­an­stal­tungs­ka­len­der/Mu­la­tin­tscha­ge hören Sie, wie und wo Sie Ihr Wochen­ende ver­bringen können. Adi Gussak liefert in der Jugend­sendung alle wich­tigen Infos zum Re­make von „Road House (2024)“. Dazu gibt’s die er­lesens­ten Roma-Hits.


Anhören: →Sendung vom 5.2.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird Ihnen prä­sen­tiert von Tina Nardai. Neben den Volks­gruppen­nach­richten und Kultura het­vinate können Sie eine Stunde lang die viel­fäl­tigs­ten Roma-Klänge ge­nießen.


Anhören: →Sendung vom 6.2.2024 (mp3)

Die alljährlich stattfindende Gedenkfeier anläss­lich des Bomben­atten­tats in Oberwart, bei dem 1995 vier junge Roma-Män­ner ums Leben kamen, fand auch heuer wieder statt. Radio MORA war dabei und hat einen Bei­trag für Sie zu­sam­men­ge­stellt.


Anhören: →Sendung vom 7.2.2024 (mp3)

Im Zweisprachigen Bundesgymnasium Oberwart wurde „DERLA – Digitale Er­in­ne­rungs­land­schaft“ für das Burgenland im Beisein von Bildungs­minister Polaschek und Landes­haupt­mann Doskozil vor­gestellt. Mehr darüber er­fahren Sie im ak­tuel­len Tages­thema. Außer­dem mit dabei: die zwei­sprachigen Volks­gruppen­nach­richten und die Jugend­sendung.

„EduBox“ (Slowakei)

Februar 16th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

Projekt EduBox, Slowakei (Foto: EduBox)SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekte be­fas­sen sich mit Roma. Wir stel­len Ihnen eini­ge dieser Ini­tia­tiven vor:

2021 war das Projekt EduBox aus der Slowakei für die SozialMarie nominiert. EduBox unterhält ein Nachhilfezentrum und sorgt mit­hilfe Frei­williger aus einem Gym­nasium in Bratislava für Lern­hilfe, Betreu­ung und Freizeit­akti­vi­täten für Roma-Kinder. Das Projekt bringt dabei Gymnasial­schüler aus der Stadt und Roma-Kinder aus der klei­nen Ge­mein­de Lozorno zu­sammen.

Projektträger: The Path of the Youth (Cesta mladých)

Herausforderung: EduBox bekämpft die Ungleichheit in der Bildung durch gemein­schaft­liche Inter­ventio­nen zwi­schen Roma- und Nicht-Ro­ma-Ge­mein­schaften in der Slowakei. Nur 51 % der Roma-Kin­der setzen ihren Bildungsweg bis zur Sekundar­schule fort. Dies hat negative Auswirkungen auf ihr Leben und ihre Zukunfts­chancen. EduBox geht auch gegen Rassismus und Fremden­feind­lich­keit gegen­über der Roma-Min­der­heit vor.

Idee: EduBox gründete ein Nachhilfe­zentrum, um Roma-Ju­gend­li­che aus Lozorno und Gym­nasias­ten aus Bratislava zu­sammen­zu­bringen. Wir bieten Nachhilfe­unter­richt und außer­schuli­sche Akti­vitäten an und bereiten kleine Kinder auf den Kindergarten vor. Wir bauen Ver­trauen auf, indem wir Bezie­hungen zu Roma-Ge­mein­schaften auf­bauen.

Akteur*innen: Wir arbeiten mit Kindern aus der Roma-Ge­mein­schaft in Lozorno und Schülern des zwei­sprachi­gen „C.S. Lewis-Gym­na­si­ums“ in Bratislava. Die Schülerin­nen und Schüler des Gymna­siums unter­richten und betreuen Roma-Kinder und orga­nisieren Akti­vitäten. Zu den EduBox-Frei­willigen gehören auch Lehrer und Mitglieder der Roma-Ge­meinschaft in Lozorno. Die Gemeinde Lozorno leistet auch finan­zielle Unter­stützung für den Unterhalt des kom­mu­nalen Lern­zentrums.

Read the rest of this entry »

Romani Ora (29.1., 30.1., 31.1. und 1.2.2024)

Februar 15th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 29.1.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag aus dem „Radio MORA“-Stu­dio in Oberwart. In dieser Stun­de hören Sie die ab­wechs­lungs­reichs­ten Ro­ma-Hits aus aller Welt und den ver­schie­dens­ten Genres. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 30.1.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ widmen wir und dem inter­natio­na­len Holo­caust-Ge­denk­tag. Martin Horvath hat darüber einen Bericht zu­sam­men­ge­stellt.


Anhören: →Sendung vom 31.1.2024 (mp3)

In dieser „Romani Ora“ hören Sie im Tages­thema „Roma in der Medien­welt“: Susanne Horvath und Adolf Gussak sind zwei Mit­ar­bei­terIn­nen der ORF-Volks­grup­pen­re­dak­tion und be­richten über ihre Arbeit. Außer­dem hören Sie eine weite­re Ausgabe unserer his­to­ri­schen Rubrik „Mri his­to­rija“.


Anhören: →Sendung vom 1.2.2024 (mp3)

„Erinnern.at“ hat im Kulturverein öster­reichi­scher Roma den Jahres­schwer­punkt 2024, den Genozid an Roma und Sinti, vor­ge­stellt. Mehr darüber hören Sie im aktuel­len Tages­thema. Dazu prä­sen­tiert Ihnen Tina Nardai die schönste Roma-Musik.

Facts & Figures (501)

Februar 14th, 2024  |  Published in Facts & Figures

Die Rudari, eine mit den Roma eng ver­bun­de­ne eth­ni­sche (Sub)Grup­pe mit alter­tüm­li­cher ru­mä­ni­scher Spra­che, wa­ren ur­sprüng­lich Gold­wä­scher.

(Quelle)

Roma-Ball 2024 Tenuerbate

Februar 13th, 2024  |  Published in Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 5.2.2024 | 6:17 min

31. Roma-Ball 2024 in Unterwart

Ada bersch o Roma-Ball Tenuerbate tel likerdo ulo. O keraschi farajn Hango Roma andar o suditiko Burgenland o pativ­ja­kero upre dipe hi, o tradicijoneli Roma-Ball tel te likerel taj afka i kultura le Romen­dar le pra­dipeske te presen­tirinel. Roma taj gadsche afk schaj pumen te prin­dscharel siklon taj pumen schaj arparun. O tradi­cijo­neli Roma-Ball imar 31. berscha tel likerdo ol. Ov ardschu­mipe jeka kultu­rela iden­tite­tatar la flogos­kera grupnatar le Romen­darhi. I muschika use adsa Roma-Ball 2024 sina le grup­nendar Romano Rath sar Leon Berger Band taj le prin­dscharde dsche­nostar Franky Martin. Jek tradi­cija­kero barika­nipe sina o völinipe la Roma­na kiral­kijatar taj kiralistar 2024.

Dieses Jahr fand der Roma-Ball im Unterwart statt. Der Ver­ansta­lter Verein Hango Roma aus dem südlichen Burgenland hatte die ehren­volle Aufgabe, den tra­ditio­nellen Roma-Ball ab­zu­halten und so die Kultur der Roma der Öffent­lich­keit zu prä­sen­tieren und sicht­bar zu machen. Read the rest of this entry »

„From Us to You Extra“ (Ungarn, Slowakei)

Februar 12th, 2024  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

From Us to You Extra (Foto: Tőlünk Nektek via SozialMarie)SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekte be­fas­sen sich mit Roma. Wir stel­len Ihnen eini­ge dieser Ini­tia­tiven vor:

Eines der für die SozialMarie 2021 nominierten Projekte ist „From Us to You Extra“ („Tőlünk Nektek Extra“) aus Ungarn, das auch in der Region Bratislava in der Slowakei imple­men­tiert wurde. Das Pro­gramm ver­folgt einen Peer-to-Peer-An­satz für Jugend­liche, die selbst ge­stärkt werden, indem sie an­deren benach­teilig­ten Gemein­schaften helfen.

Projektträger: Élményakadémia Közhasznú Egyesület (Academy of Experience Pub­lic Be­ne­fit As­so­ci­ation)

Herausforderung: Soziale Ausgrenzung, schlechte Lebens­bedin­gungen und be­grenzte Chancen machen be­nach­teiligte Jugend­liche anfällig für Bildungs­lücken. Die Aus­grenzung, Segre­gation, Margi­na­li­sie­rung und Dis­krimi­nie­rung, mit denen diese Jugend­lichen kon­fron­tiert sind, bringen sie in die Gefahr von Krimi­nalität und schweren Ab­hän­gig­keiten.

Idee: „From Us to You Extra“ („Tőlünk Nektek Extra“) ist ein erfah­rungs­basie­rter und Peer-to-Peer-Lern­pro­zess, der über mehre­re On­line-Mo­dule orga­nisiert wird. Benach­tei­ligte Jugend­liche üben berufliche und lebens­prak­tische Fähig­keiten, indem sie anderen be­nach­teilig­ten Gemein­schaften helfen. Das Programm be­wahrt sie vor Schul­abbrü­chen und anderen lebens­ver­ändern­den Ent­schei­dungen.

Akteur*innen: Wir arbeiten mit benach­teilig­ten Jugend­lichen im Alter von 12 bis 30 Jahren aus Ungarn, der Slowakei, Rumänien und Schweden. Diese jungen Men­schen leben in Heimen, in extremer Armut oder gehören zu Roma-Ge­mein­schaf­ten. Be­nach­tei­lig­te, trau­ma­ti­sierte Jugend­liche werden von Gleich­altrigen mit ähn­lichem Hinter­grund an­ge­sprochen und nicht von er­wach­senen Experten.

Read the rest of this entry »

Facts & Figures (500)

Februar 9th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

(Fast) überall in Euro­pa geht der An­teil der Ro­ma, die an­ge­ben, im letz­ten Jahr aus ras­sist. Grün­den kör­per­lich an­ge­grif­fen wo­rden zu sein, zu­rück: im Durch­schnitt von 4% 2016 auf 1% 2021.

(Quelle/pdf)

„Schritt für Schritt“ (Slowakei, 2021)

Februar 8th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

eduRoma: ausgezeichnetes Bildungspojekt in der Slowakei (Foto: eduRoma)SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekte be­fas­sen sich mit Roma. Wir stel­len Ihnen eini­ge dieser Ini­tia­tiven vor:

Das Siegerprojekt „Schritt für Schritt“ („O krok pokrok“) bot benach­tei­lig­ten Ro­ma-Schü­lerin­nen und -Schü­lern in merheren Gemeinden in der Region Prešov/Slo­wa­kei wäh­rend der Pan­demie Nach­hilfe und Men­toring an, um den Kontakt zur Schule und zum Unter­richt auf­recht­zu­er­hal­ten. Das Pro­jekt wurde 2021 aus­ge­zeichnet.

Projektträger: eduRoma – Roma Education Project

Projektpräsentation 2021:
Herausforderung:
„Schritt für Schritt“ („O krok pokrok“) ist ein Kultur- und Bildungs­pro­gramm, das von Roma und Pro-Ro­ma-Ak­ti­vis­ten von eduRoma während der CO­VID-19-Pan­de­mie ge­gründet wurde. Laut der edu­Roma-Um­frage „How to stay close at dis­tance“ nahmen bis zu 70 % der Roma-Schü­lerin­nen und -Schüler nicht an On­line-Fern­kur­sen teil, und 60 % hatten wäh­rend der Pandemie keinen Kontakt zu ihren Lehr­personen.

Idee: „Schritt für Schritt“ bietet Nachhilfe und Mento­ring für Roma-Kin­der an, um ihren lang­fristigen Bildungs­erfolg wäh­rend der Pandemie zu gewähr­leisten. „Schritt für Schritt“ bietet Schu­lungen für Lehrer und Sozial­arbeiter an. Wir teilen unsere Er­fahrun­gen mit staat­lichen Institu­tio­nen, um gesetz­liche und syste­mati­sche Maß­nahmen zu ver­bessern.

Akteur*innen: Wir unterstützen 80 Schüler*innen aus Roma-Ge­mein­schaf­ten im Alter von 6 bis 16 Jahren. 12 Mentor*in­nen betreuen und fördern diese jungen Schüler*in­nen. Auch Lehr­personen und die Eltern der Kinder werden in das Programm ein­bezogen. Außer­dem infor­mieren wir die Öffent­lichkeit über die Un­gleich­heiten, von denen die Roma-Ge­mein­schaft be­troffen ist, indem wir in den Medien über das Projekt berich­ten. Read the rest of this entry »

Romani Ora (19., 22., 23., 24. und 25.1.2024)

Februar 7th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Die Roma­ni Ora wird neuerdings live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 19.1.2024 (mp3)

Die „Romani Ora“ mit dem Veranstaltungs­ka­len­der/Mu­la­tin­tschage, den inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­richten in Deutsch und Bur­gen­land-Ro­mani und der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“, für die Adi Gussak im Zwei­spra­­chigen Bundes­gym­na­sium Oberwart beim Workshop „Bomben gegen Minder­heiten“ mit dabei war. Dort wurden Ideen zu mög­lichen Kunst­werken geboren, welche die Schü­lerin­nen und Schüler für die Aus­stellung kreieren sollen.


Anhören: →Sendung vom 22.1.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA, prä­sentiert von Tina Nardai. Von 11 bis 12 zu Mittag hören Sie hier die meiste und ab­wechs­lungs­reichs­te Roma-Musik. Hier ist für jeden der pas­sen­de Rhythmus dabei.


Anhören: →Sendung vom 23.1.2024 (mp3)

Im Tagesthema hören Sie einen Beitrag, den Martin Horvath ge­staltet hat: „Antiziganismus – Er­fah­run­gen und Maß­nahmen“. Außer­dem hören Sie wie jeden Diens­tag unsere Allerlei­kate­gorie „Minden­felitiko“.


Anhören: →Sendung vom 24.1.2024 (mp3)

Für viele Menschen ist das Zubereiten von Nahrungs­mitteln ein essen­zieller Bestand­teil ihres Lebens. Marcel Horvath hat sich mit Men­schen aus der Roma-Com­mu­ni­ty unter­halten, für die das Kochen eine wahre Leiden­schaft ist. Darüber hinaus stehen die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­richten auf Deutsch und Burgen­land-Ro­mani auf dem Pro­gramm.


Anhören: →Sendung vom 25.1.2024 (mp3)

Die Mittwochsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA. Willi Hodits ist Hobby­historiker aus Oberwart. Sein schier end­loses Wissen teilt er mit uns im aktuel­len Tages­beitrag: Über den Oberwarter Ge­mein­de­friedhof/ Armen­friedhof erzählt er uns heute mehr. Und in „Mri his­to­rija“ nimmt uns Alex Gussak wieder mit auf Spuren­suche.