Archive for Januar, 2019

Sinti-Büro mit Hakenkreuz beschmiert

Januar 31st, 2019  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Hakenkreuz während Gedenkstunde - Ermittlungen laufen (Foto: CC-BY-2.0, Wikipedia/Dirk Vorderstraße)Düsseldorf: Hakenkreuz-Schmie­re­rei auf Sinti-und-Ro­ma-Ge­schäfts­stelle wäh­rend Holocaust-Ge­denk­stunde

Während am Sonntagabend anläss­lich des Holocaust-Ge­denk­tags im Düsseldorfer Max­haus der NS-Opfer ge­dacht wur­de, be­schmier­ten un­be­kannte Täter das Außen­schild am Haus des Landes­ver­ban­des der Sinti und Roma Nord­rhein-West­falen in der Kölner Stra­ße mit einem großen Haken­kreuz. Der 1982 ge­grün­dete Landes­verband hat dort auch seine Bera­tungs­stelle. Der Angriff er­eignete sich wäh­rend der Gedenk­ver­anstal­tung, an der auch der Lan­des­ver­band Deutscher Sinti und Roma als Ko­opera­tions­partner betei­ligt war und wo auch der Ver­bands­vor­sitzende Roman Franz eine Gedenk­rede hielt. Der Landes­verband hat Straf­anzeige er­stattet. Der Ver­band sieht den Vorfall als „volks­verhetzen­den Angriff auf Sinti und Roma und eine be­wusste Ver­höhnung der Opfer des natio­nal­sozia­lis­ti­schen Völker­mord­ver­bre­chens“, heißt es in einer Mit­tei­lung. Read the rest of this entry »

10 Jahre dROMa-Blog

Januar 30th, 2019  |  Published in Allgemeines

Zehn Jahre Blog

Genau heute vor zehn Jahren, am 30. Jänner 2009, ging unser erster Blog-Bei­trag online, 2.847 weite­re sind seit­her ge­folgt. Ein will­kom­me­ner Anlass für ein herz­liches Danke – an alle Le­serin­nen und Leser, an die Mit­wirken­den sowie an alle, die uns im­mer wieder mit Gast­bei­trä­gen, Hin­wei­sen oder Ver­linkun­gen unter­stützen. Und nicht zu­letzt an die Volks­grup­pen­förde­rung des Bundes­kanzler­amts, ohne die weder unser Print­magazin dROMa noch dROMa-Blog mög­lich wären.

Die nächs­ten zehn Jahre können be­ginnen.

Fortbildung „Voices of the Victims“

Januar 30th, 2019  |  Published in Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Historikerin Karola Fings (Foto: RomArchive)Fortbildungsveranstaltung für Bildungs­arbeit in Berlin: „Voices of the Victims“

1.2.2019, 10:00 – 15:00 Uhr
Landeszentrale für politische Bildung Berlin
Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin

Unter dem Titel „Voices of the Victims“ hat die Histori­ke­rin Karola Fings mit einem Team inter­natio­na­ler Ex­pert_innen Quellen zu­sam­men­ge­tragen, die den NS-Völ­kermord an Sinti und Roma zum ersten Mal aus­schließ­lich aus der Sicht der Ver­folgten dar­stellen. Es handelt sich um frühe schrift­liche Quellen von Ver­folgten aus der NS-Zeit und den Jah­ren un­mittel­bar nach 1945 aus 20 ver­schie­de­nen Ländern. Im Rah­men des digitalen Archivs der Sinti und Roma, RomArchive, wur­den diese Quellen Ende Ja­nuar online zu­lgäng­lich ge­lmacht. Im Rahmen unse­rer Fort­bildung stel­len wir diese Quellen­samm­lung vor und wol­len darüber ins Gespräch kom­men, wie der Bestand in der schuli­schen und außer­schuli­schen Bildungs­arbeit ein­ge­setzt wer­den kann. Im An­schluss an die Fort­bildung wird eine didakti­sche Hand­reichung zu den Materia­lien ent­stehen.

Die Fortbildung ist kostenfrei und richtet sich an Multipli­ka­tor_innen der Bil­dungs­arbeit. In Ko­opera­tion mit dem RomAr­chive und der Berliner Lan­des­zentrale für poli­tische Bildung.

Anmeldung unter: www.berlin.de

(Text: Zentralrat)


„Expertenkommission Antiziganismus“

Januar 29th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Eine neue Expertenkommission in Deutschland soll helfen, Romafeindlichkeit zu dokumentieren und zu bekämpfen. Hier: Romani Rose, Pressekonferenz des Zentralrats zum "Fall Maria", 2014 (Foto: Zentralrat)Deutsche Bundesregierung beruft „Ex­per­ten­kom­mis­sion Anti­ziga­nis­mus“

Am 30. Januar 2019 beruft die Bundesregierung die Mitglieder der im Koali­tions­ver­trag ver­ein­bar­ten un­ab­hän­gi­gen „Ex­per­ten­kom­mis­sion Anti­zi­ga­nis­mus“. Der Zentral­rat Deutscher Sinti und Roma be­grüßt die schnelle Beru­fung durch den Bun­des­minis­ter des In­nern, Horst Seehofer. Der Vor­sitzen­de des Zentral­rates Deut­scher Sinti und Roma, Romani Rose, er­klärte dazu heute: „Anti­ziga­nis­mus ist tief­ver­wurzelt in der deutschen und der euro­päi­schen Ge­sell­schaft. Die Ächtung des Anti­zi­ga­nis­mus durch die Bundes­regierung und durch die Politik muss jetzt durch ent­spre­chende An­stren­gun­gen ins­beson­dere in der politi­schen Bildung unter­mauert wer­den. Der Zentralrat er­war­tet daher auch, dass der Deutsche Bundestag sich aus­führ­lich mit der Be­kämp­fung des Anti­ziganis­mus be­fasst.”

Romani Rose trifft deshalb am gleichen Tag zu einem Spitzen­gespräch mit dem Vor­sitzen­den der CDU/CSU-Frak­tion, Ralph Brinkhaus, zu­sam­men. Der Zentral­rat erwartet von der Kom­mission neben einem Bericht zum Ende der Le­gis­la­tur­pe­rio­de konkrete Empfeh­lun­gen an die Bundes­regie­rung, um die histo­ri­sche Dimen­sion eben­so auf­zu­arbeiten wie den gegen­wär­tigen Anti­ziganismus zu be­kämpfen. Hier­zu gehöre vor­rangig die Doku­men­ta­tion anti­ziganis­tisch moti­vier­ter Straf­taten eben­so wie die Be­obach­tung von Anti­ziganis­mus in den Medien und den Aus­wirkun­gen bei den Ein­stel­lun­gen in der Be­völ­ke­rung.

Read the rest of this entry »

Heterotopie X 3 in Berlin

Januar 28th, 2019  |  Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Deutschland: Ausstellung Heterotopie X 3 in BerlinVerwobene Geschichten

Ausstellung: „Heterotopie X 3
Installationen der Erinnerung“

27.1.2019 bis 6.3.2019
Ort: DokuZ Sinti und Roma Berlin
Aufbau-Haus am Moritzplatz

Prinzenstr. 84.2, 10969 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. & Mi., 9.30 bis 16 Uhr; nach Vereinbarung

Für die Olympischen Spiele 1936 soll­te Ber­lin „zigeunerfrei“ ge­macht wer­den. In ganz Berlin wur­den Sinti und Roma auf­­ge­­grif­­fen und in ein Inter­nie­rungs­­lager im Berliner Vorort Marzahn ge­bracht. Die schmerz­haften Erin­nerun­gen an diese Zeit ver­stärken heute den Kampf der Sinti- und Roma-Selbst­orga­ni­sa­tio­nen um Gerech­tig­keit und ver­mischen sich mit den gegen­wärtigen Lebens­erfah­run­gen der Roma aus Osteuropa. Die Aus­stellung zeigt diese ver­wobe­nen Geschichten und Erin­ne­rungen, die Berlin be­wohnen und um­kreisen.

Read the rest of this entry »

Die Stimmen der Verfolgten

Januar 27th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Interview, Jugend & Bildung, Wissenschaft

Kernbestandteil der neuen Zeitzeugensammlung: Roma-Interviews aus Mri Historija und Amari Historija (hier: Peter Horvath, 2010) (Bild: Roma-Service)Für Bildung und Forschung: Interviewsammlung „weiter_erzählen“ ist online

„_erinnern.at_“ präsentiert zum Holo­caust-Ge­denk­tag am 27. Jän­ner eine neue Web­platt­form mit einer Oral-His­to­ry-Samm­lung  zur NS-Ver­fol­gung in Österreich. Die Video-In­ter­views mit Ver­folg­ten fin­den Sie auf www.wei­terer­zaeh­len.at. 11 der derzeit 64 Videos be­fas­sen sich mit der Ver­folg­ten­gruppe der Roma und Sinti. Der Groß­teil dieser Inter­views sind unseren Roma-Zeit­zeu­gen-Edi­tio­nen „Mri historija“ und „Amari historija“ ent­nom­men. 

74 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz stellt _erinnern.at_ zum Inter­na­tio­na­len Holo­caust-Ge­denk­tag am 27. Jän­ner ein digita­les Erin­ne­rungs­pro­jekt vor, das die auf Video auf­ge­zeich­ne­ten Erin­nerun­gen von im National­sozialis­mus ver­folg­ten Men­schen be­wahrt und für Bil­dung sowie For­schung er­schließt.

64 Video-Interviews

weiter_erzählen präsentiert auf einer Website sonst schwer zu­gäng­li­che, nach kura­to­ri­schen Ge­sichts­punkten aus­ge­wählte Video-In­terviews mit Ver­folg­ten des National­sozialis­mus, die einen Be­zug zu Österreich ha­ben. Die Interviews sind ver­schlag­wor­tet und leicht durch­such­bar. Die Stim­men der Zeit­zeugIn­nen wur­den über Jahr­zehnte zu­meist in den Län­dern des Exils in Video­inter­views fest­ge­hal­ten und in ver­schie­de­nen Sammlungen auf­be­wahrt. weiter_erzählen würdigt die Verfolgten, die es auf sich nah­men, ihre Geschich­ten und die ihrer oft ermor­de­ten Familien in Video-In­ter­views zu er­zählen und die uns damit mit unse­rer histori­schen Ver­ant­wor­tung kon­fron­tie­ren. wei­ter_er­zählen stellt die Stim­men der Ver­folgten, fest­gehalten in video­graphier­ten Zeit­zeugIn­nen­gesprä­chen, in den Vorder­grund; wur­den diese Stim­men in Österreich doch all­zu lan­ge nicht gehört.

Read the rest of this entry »

Facts & Figures (212)

Januar 26th, 2019  |  Published in Facts & Figures

Heute vor 25 Jahren, am 26.1.1994, steck­ten Un­be­kannte ein Ro­ma-Flücht­lings­­heim in Köln in Brand, das Mäd­chen Jas­min­ka und ih­re Groß­tan­te Rai­na star­ben.

(Quelle)

RomArchive: „This is why we do it!“

Januar 24th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Interview, Veranstaltungen & Ausstellungen

RomArchive“, das mit Spannung erwartete neue digitale Archiv der Roma-Kul­turen, wird heute auf www.romarchive.eu erst­mals online gehen (wir be­rich­te­ten). Pa­ral­lel dazu star­tet ein mehr­tägi­ges Eröff­nungs­festival („Perfor­ming RomAr­chive“, 24.–27. Jänner 2019). Ein vorab publi­ziertes Kurz­video mit State­ments der Initia­to­rin­nen und von Kura­torin­nen und Kura­to­ren nennt, leider zum Teil nur auf Englisch, eini­ge Über­le­gungen zu dem in Berlin an­ge­sie­del­ten Groß­pro­jekt: „This is why we do it!“

Read the rest of this entry »

ÖRKÖ hilft Schulprojekt in Griechenland

Januar 23rd, 2019  |  Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Religion

Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich will 2019 gemeinsam orthodoxer Hilfsorganisation Roma-Kindern in Griechenland einen Schulabschluss ermöglichen (Foto: ÖRKÖ) Spendenprojekt 2019 für Roma in Grie­chen­land

Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) führt jedes Jahr ein be­son­de­res Spenden­pro­jekt durch: 2019 will der ÖRKÖ Roma-Kin­der und -Ju­gend­liche in Grie­­­chen­­land un­ter­stüt­zen. Vor al­lem geht es darum, den Kindern und Ju­gend­li­chen einen Schul­ab­schluss und damit bes­sere Berufs- und Lebens­chancen zu er­mög­li­chen.

In Griechenland leben derzeit ca. 50.000 Roma. Inner­halb einer Studie der European Union Agency for Fun­da­men­tal Rights (2014) gaben ca. 50 Pro­zent der be­frag­ten Roma über 16 Jah­ren in Grie­chen­land an, Analphabeten zu sein. Fast 43 Pro­zent der Kinder im Schul­alter gehen nicht zur Schule, wo­mit Grie­chen­land euro­pa­weit einen der höchs­ten Werte er­reicht. Grund da­für ist ins­be­son­dere das frühe Ver­lassen der Schule, um zum Fa­mi­lien­ein­kom­men bei­zu­tra­gen. Auch an­de­re Fak­toren wie Um­züge, Wohn­ver­hält­nis­se, Gesund­heit und Dis­krimi­nie­rung er­schwe­ren die regel­mäßi­ge Teil­nah­me am Unterricht. Zwar steigt die An­zahl der Schul­besu­che von Kindern in den letz­ten Jah­ren ste­tig an, den­noch ist die Teil­nahme am Bildungs­system viel­fach noch nicht aus­rei­chend, um qua­lif­i­zier­te Jobs auf dem Arbeits­markt zu be­kom­men. Viele Haus­halte hängen von den Ein­nah­men aus Saison­arbeit oder staat­li­chen Sozial­leistungen ab, was für viele Fa­mi­lien ein Leben unter­halb der Armuts­grenze be­deutet. Viel­fach führt dies zu einer Ver­schie­bung auf den infor­mel­len Arbeitsmarkt ohne sozia­le Sicherung und fi­nan­ziel­le Sta­bi­lität.

„Demetrias“, ein Träger der griechisch-orthodoxen Kirche, bie­tet in Aliveri Nach­hilfe­unterricht für Roma an, damit die Kinder und Jugend­lichen ihre ver­pass­ten Unter­richts­inhalte auf­ar­bei­ten können.

Read the rest of this entry »

Siedlungsabriss: Protest bulgarischer Roma

Januar 19th, 2019  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Romaprotest in Bulgarien (Foto: RAN)Rassismus gegen Roma in Bulgarien und Protest in Brüssel

RAN, 16.1.2019: Am 9. Januar haben die Behörden den Abriss einer in­for­mel­len Roma-Sied­lung im süd­bul­ga­ri­schen Dorf Woj­wodi­nowo an­ge­ord­net. Der Abriss wurde nach einem Kon­flikt zwi­schen einem bul­gari­schen Sol­daten und zwei Roma-Jungen  des Dorfes drei Tage zuvor be­schlos­sen. Der Soldat be­fand sich nicht im Dienst, als er durch Wojwodinowo fuhr. Die bei­den Jun­gen be­fan­den sich auf der Straße, worauf­hin der Fahrer an­hielt und es zu einer kör­per­li­chen Aus­einan­der­set­zung mit den Jungen kam, bei der der Mann ver­letzt wurde. Nach dem Vor­fall wur­den die bei­den Jungen ver­haf­tet, und es wur­den Proteste aus Soli­da­ri­tät mit dem Ver­letz­ten orga­ni­siert. Be­glei­tet wur­den diese von rassis­ti­schen Äußerun­gen des bulga­ri­schen Ver­teidi­gungs­minis­ters Krasimir Karakatschanow (Vor­sit­zen­der der Partei IMRO – Bul­gari­sche Natio­nale Bewe­gung). Der an­schlie­ßende Abriss ist als Kol­lek­tiv­bestra­fung der Roma-Com­mu­nity für die Straftat ein­zel­ner zu wer­ten.

Gegen diese Reaktion organisierten Roma-Organisa­tio­nen eine Kund­ge­bung vor dem Regie­rungs­ge­bäude am 14. Januar in Sofia und for­der­ten den Rück­tritt des Ver­teidi­gungs­minis­ters. Zudem star­teten sie eine Petition mit der For­de­rung, die dem Premier­mi­nis­ter über­geben wer­den soll. Die Men­schen, deren Be­hau­sun­gen ab­geris­sen wurden, sind nun, mitten im Winter, ob­dach­los, sofern sie nicht bei Freun­den oder Ver­wandten unter­kom­men konnten.

Read the rest of this entry »

RomArchive: Kesdipe ando Berlin

Januar 18th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen, dROMa (Magazin)

RomArchive Logo„Sinti taj Roma phenen, sar o khetan beschariptscha ar ditschon“

Akan i cajt adaj hi: Ando arto kurko i website le RomAr­chi­vistar, le digi­tali archi­vistar le Sinti­jendar taj Romen­dar, ando pradipe dschal. Vascho­da andi aka­de­mija la kustatar upro Pariser than ando foro Berlin o kultu­ra­kero fes­tiva­lo „Performing RomArchive“ tel liker­do ol, savo ande artschi­jiptscha, kon­certscha, po­di­juma­kere dis­kusiji taj genip­tscha, o kerip­tscha taj i kultura le Sinti­jendar taj Romen­dar, ang­le ter­dscharel.

O ande Berlin kerdo RomArchive dschi­ja­kana o lek bare­der inter­nacijo­nali kultu­ra­kero pro­jekto le Romen­dar hi. Ando masch­karut­no jeneri o digi­tali archivo, savo bara vojaha uschar­do ol, online dschal, jek fes­tiva­lo („Performing RomArchive“, 24.–27. jeneri 2019) o pra­dipe vo­dinla. Konci­pirim ojs virtu­jeli museum kam­la RomArchive le kunsta­kere kera­schen­ge taj la kultu­rake le Romen­dar, akan jek dikipe te del, savo lenge use terdschol. „Amen sajt but schel­ber­scha adaj sam, amen mindig jek fa­lato la kinstle­ren­gera pro­dukc­ijo­natar sa­mahi – ham ada na ulo esbe lim“, afka i Nicoleta Bitu, Romen­geri-ak­tivistkija andar Bukarest taj angle­be­schasch­ki­ja le bajro­tistar.

Dugeder sajt trin berscha valami 150 aktertscha, ku­ra­tor­kiji taj kura­tortscha, kunsta­kere kerasch­tscha taj eksper­tscha, Roma taj gadsche, sa bari­kane dsche­ne, uso upre bau­ninipe le khetan kedi­pestar butscha­linen. Ando RomArchiv kunst andar o cile falati te dikel dela, muschi­ka, kheli­pe, teateri, lite­ra­tura taj sikadi kunst, bul­hardo histo­rischi doku­men­tenca taj visen­schoft­lichi teks­tenca. Read the rest of this entry »

Rassismus: Junge SVP Bern verurteilt

Januar 17th, 2019  |  Published in Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Dieses Bild wurde eingeklagt. (Bild: SVP)Roma-Organisation und GfbV begrüßen Verurteilung der Jungen SVP Bern wegen Rassismus

Am Montag hat das Regionalgericht Bern-Mit­tel­land die bei­den Co-Prä­si­den­ten der Jungen SVP des Kantons Bern, Nils Fiechter und Adrian Spahr, we­gen einem Ver­stoß gegen die Ras­sis­mus-Straf­norm ver­ur­teilt. Das Urteil zeigt, dass solch gra­vie­rende Fäl­le von Rassis­mus gegen Roma im Kanton Bern nicht to­le­riert werden.

„Es ist beruhigend, dass im Kanton Bern eine Partei wie die Junge SVP nicht un­gestraft Wahl­kampf auf Kos­ten von Min­der­heiten wie der Roma be­trei­ben darf“, sagt Stefan Heinichen vom Verband Sinti und Roma Schweiz (VSRS) zum heu­ti­gen Urteil der Gerichts­prä­siden­tin Bettina Bochsler. Der VSRS hatte eine Straf­anzeige wegen Ver­let­zung der Rassis­mus-Straf­norm ge­gen die Junge SVP des Kan­tons Bern ein­ge­reicht (wir berich­te­ten). Grund war ein Face­book-Post im Rah­men der JSVP-Wahl­kampagne, der die Min­der­heiten der Sinti und Roma auf pau­scha­li­sie­ren­de Weise herab­setz­te. Die Gesell­schaft für be­drohte Völker (GfbV) unter­stütz­te die Straf­anzeige. Die Berner Staats­anwalt­schaft teilte die Mei­nung des VSRS und der GfbV und ver­urteilte die beiden Co-Prä­sidenten mit­tels Straf­befehls wegen Rassen­dis­krimi­nie­rung. Weil sie die Strafe nicht ak­zeptier­ten, er­hoben sie Ein­sprache ge­gen den Straf­befehl. Ohne Erfolg: Die Strafe wur­de durch das Regional­gericht Bern-Mit­telland be­stä­tigt. „Wir sind be­frie­digt, dass in diesem Fall die Rassis­mus-Straf­norm an­ge­wen­det wird“, sagt Angela Mattli von der Ge­sell­schaft für bedrohte Völker. „Das Urteil zeigt, dass die Berner Justiz Anti­ziganismus ernst nimmt und ent­spre­chend sank­tio­niert.“

Zur Publikation

Die Junge SVP Kanton Bern veröffentlichte am 21. Februar 2018 auf ih­rer Facebook-Sei­te im Rah­men ihrer Wahl­kampagne für den Groß­rat einen Ein­trag, der als rassis­tisch zu wer­ten ist. Der Aufruf „JSVP-Kan­didaten wäh­len – Transit­platz für Zigeuner ver­hindern!“ mach­te deut­lich, dass ein Transitplatz für fah­rende Sinti und Roma ihrer Mei­nung nach „schäd­lich“ sei. Gleich­zeitig wurde mit ei­ner Illustration sug­ge­riert, dass „Zigeuner“ pau­schal schmutzig sind, zu Krimi­na­lität neigen, ihre Fäkalien über­all hin­ter­lassen und die öf­fent­liche Ord­nung nach­hal­tig stören.

Read the rest of this entry »

Italien: Sinto angeschossen, Camper angezündet

Januar 16th, 2019  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

BresciaRAN, 15.1.2019: Wie das European Roma Rights Centre berichtet, goss ein bis dato un­be­kann­ter Mann am 2. Janu­ar Benzin um zwei Wohn­wagen und zün­dete es an. An­schlie­ßend schoss er mit einem Jagd­gewehr auf einen 40-jäh­ri­gen Sinto, als dieser aus den Flam­men trat. Er wurde in die Schulter ge­trof­fen und liegt nun im Kran­ken­haus. Die Staats­anwalt­schaft hat die Ermitt­lungen auf­ge­nom­men. Die Taten er­eigne­ten sich in der Nähe der nord­italieni­schen Stadt Brescia. Die Sinti-Fa­mi­lie sie­delte seit etwa zwei Monaten dort. An­woh­ner/innen hat­ten sich über die An­wesen­heit der Fa­milie be­schwert. Die Schwes­ter des Ver­wun­deten äußerte sich gegen­über der Roma-Ak­tivis­tin Graziella Vitali:

Es war spät nachts, als es passier­te. Ich wachte als Erste auf, weil ich meinen Bruder schreien hörte. Ich be­merkte, dass es brannte. Ich konn­te die Flam­men löschen, die sich im Wagen aus­breite­ten. Der Wagen wurde ge­rettet, er ver­brannte nicht. Ich kam gerade noch recht­zeitig. Als nächste wach­ten meine Eltern auf, aber ihr Wagen wurde mit all unse­ren Sachen darin zer­stört. Fast nichts von dem, was wir hat­ten, konn­ten wir retten. Wir haben so gut wie alles ver­loren. Das Wich­tigs­te ist, dass nie­mand ge­storben ist. Das ist das Wich­tigste.

Es ist nicht der erste Fall in Norditalien. Bereits letz­ten Mai wurde ein Wohn­wagen (Anm.: in Beinasco nahe Turin) an­gezündet. In dem Wagen schlie­fen drei Erwach­sene und vier Kinder. Die Roma konnten flie­hen, bevor der Wagen ab­brannte.

(Text: ran.eu.com)

Anm. der dROMa-Red.:
Es handelt sich auch nicht um den ersten der­arti­gen Vor­fall in Brescia selbst: Schon am 12. Febru­ar 2018 wur­den nachts vier Autos im Roma-Camp in der via Orzinuovi in Brescia durch Brand­stiftung zerstört (
siehe: Italien: Schüsse und Feuer in Roma-Camp). Read the rest of this entry »

Presserat verurteilt „zurzeit.eu“

Januar 15th, 2019  |  Published in Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte

Artikel auf „zurzeit.eu“ diskriminiert Roma und SintiPresserat

Allein in den letzten fünf Jahren er­hielt „Zur Zeit“ ca. 225.000 Euro an öffent­li­chen Förder­mit­teln (Ver­triebs­för­de­rung).

OTS/Presserat, 15.1.2919: Der Senat 1 des Presserats be­schäf­tig­te sich auf­grund einer Mit­­tei­­lung eines Ver­­tre­­ters eines Roma-Vereins (Anm. der dROMa-Red.: Romano Centro hat auf un­se­ren Hin­weis hin den Presse­rat ein­ge­schal­tet) mit dem Ar­ti­kel „Grup­pen­ver­ge­wal­ti­gung von drei­zehn­jähri­ger Deutscher“, er­schie­nen am 15.06.2018 auf „zurzeit.eu“. Nach Mei­nung des Senats ver­stößt dieser Artikel ge­gen den Ehren­kodex für die öster­rei­chi­sche Presse. (Siehe auch: Presserat verurteilt „Zur Zeit“, 3.4.2014)

Im Artikel (Anm.: verfasst von Harald Winter) wird berichtet, dass in der Stadt Velbert in Deutschland ein drei­zehn­jähri­ges Mädchen von acht Jugend­li­chen brutal ver­gewal­tigt wor­den sei. Die Täter sollen die Tat sogar mit dem Handy ge­filmt haben. Erst durch das Ein­schre­iten einer Pas­santin sollen die Jugend­lichen von ihrem Opfer ab­gelas­sen haben. Den Haupt­teil des Artikels bil­det die fol­gen­de Passage:

Mittlerweile ist bekannt, dass es sich bei der Bande um 14- bis 16-jäh­ri­ge ‚Bulgaren‘ han­deln soll. Wobei man des­halb nicht gleich un­bedingt auch an ethni­sche Bul­garen den­ken muss. Immer­hin sind laut Europarat rund zwölf Pro­zent der Be­völke­rung Bulgariens den so­genann­ten Sinti und Roma zu­zu­ord­nen. Viele von ihnen sind arbeits­los, weil oft auch gar nicht arbeits­willig, und wurden von den Sozial­leis­tun­gen Deutschlands an­ge­zogen. Es wäre also in­teres­sant, ob auch die Ab­stam­mung der Täter be­kannt wird, oder ob man sich – wie so oft – auch bei uns hin­ter der Staats­bürger­schaft ver­steckt und aus Tsche­tsche­nen Russen oder aus Zigeunern Un­garn macht. Bei öster­rei­chi­schen oder deutschen Straf­tätern weist man ja auch so­fort darauf hin, wenn sie das auch ab­stam­mungs­mäßig sind.

Die Medieninhaberin hat von der Möglichkeit, am Ver­fahren eine schrift­li­che Stellung­nahme ab­zugeben oder an der Ver­handlung vor dem Senat teil­zu­nehmen, kei­nen Ge­brauch ge­macht.

Der Senat hielt fest, dass sich aus der Formulierung „Es wäre also interes­sant, ob auch die Ab­stam­mung der Täter be­kannt wird, […]“ klar er­gibt, dass deren ethnische Ab­stammung dem Autor zum Zeit­punkt des Ver­fassens des Artikels nicht be­kannt ge­we­sen war. Im Artikel wurde somit die Volks­gruppe der Roma und Sinti ohne konkrete Be­lege mit der Ver­gewal­ti­gung einer drei­zehn­jähri­gen Deutschen in Ver­bin­dung ge­bracht. Read the rest of this entry »

RomArchive: Startschuss in Berlin

Januar 15th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen, dROMa (Magazin)

RomArchive„Sinti und Roma bestimmen die Inhalte“

Jetzt ist es soweit: In der nächs­ten Woche wird end­lich die Web­site von RomAr­chive, dem Digita­len Archiv der Sinti und Roma, ver­öf­fent­licht. Aus diesem An­lass fin­det in der Akade­mie der Künste am Pari­ser Platz in Berlin das Kul­tur­fes­tival „Per­for­ming RomAr­chive“ statt, das in Aus­stel­lun­gen, Kon­zerten, Po­diums­diskus­sio­nen und Lesun­gen Künste und Kul­tu­ren der Sinti und Roma vor­stellt.

Das in Berlin verankerte RomArchive ist das bis­lang größ­te inter­natio­nale Kultur­pro­jekt der Roma. Mitte Jän­ner geht das mit Span­nung er­war­te­te digitale Archiv jetzt online, ein Festival („Perfor­ming RomAr­chive“, 24.–27. Jänner 2019) wird die Er­öff­nung be­glei­ten. Kon­zi­piert als vir­tuel­les Museum will RomAr­chive dem Kunst­schaf­fen und der Kultur der Roma end­lich die Sicht­bar­keit geben, die sie ver­die­nen. „Wir sind hier seit vie­len Jahr­hun­der­ten, wir waren im­mer Teil der künst­le­ri­schen Pro­duk­tion – aber das wurde nicht wahr­ge­nom­men“, so Nicoleta Bitu, Roma-Ak­tivis­tin aus Bukarest und Vor­sit­zen­de des Beirats.

Seit mehr als drei Jahren arbeiten rund 150 Akteure, Ku­ra­torin­nen und Ku­rato­ren, Kunst­schaf­fende und Ex­per­ten, Roma wie Nicht-Ro­ma und alle­samt hoch­karä­tig be­setzt, am Aufbau der Samm­lun­gen. Um­fas­sen wird das RomArchive Kunst aller Gat­tun­gen, Musik, Tanz, Theater, Lite­ratur und bil­den­de Kunst, er­wei­tert um histo­rische Doku­mente und wis­sen­schaft­li­che Texte. Read the rest of this entry »

Ausstellung „RomaRising“ in Heidelberg

Januar 14th, 2019  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Karel Holomek (Foto: Chad Wyatt)Fotografische Porträts von Sinti und Roma
„RomaRising“ im Forum für Kunst Hei­del­berg

22 ausgewählte Porträtfotografien von Sinti und Roma aus dem Archiv des US-ame­ri­ka­ni­schen Foto­gra­fen Chad Wyatt zeigt das Kul­tur­amt der Stadt Heidel­berg in Ko­ope­ra­tion mit dem Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma vom 13. Januar bis 10. Februar 2019 in der Gast­aus­stel­lung „RomaRising“ im Forum für Kunst, Hei­lig­geist­straße 21.

Chad Evans Wyatt ist kommerziel­ler Fotograf aus Washington DC. Für einen Foto­auf­trag reiste er 2001 nach Tschechien und war scho­ckiert über die Art und Weise, wie Roma dort in den Medien dar­ge­stellt wer­den. Wyatt, auf­ge­wach­sen in den USA zur Zeit der er­star­ken­den Bürger­rechts­bewe­gung als Sohn eines schwarzen Vaters, woll­te diesen rassis­ti­schen, stereo­typen Bildern etwas ent­gegen­stel­len und star­tete das Foto­pro­jekt „RomaRising“. Mit seinen Foto­gra­fien von über 400 Per­sön­lich­keiten zeich­net er das Porträt einer neuen Schicht selbst­be­wuss­ter Sinti und Roma, die sich allen ne­gati­ven Lebens­bedin­gun­gen zum Trotz in der Gesell­schaft ihrer je­wei­li­gen Heimat­länder be­haup­ten.

Die Ausstellung wurde am Samstag im Forum für Kunst er­öffnet. Der Künstler Chad Wyatt war per­sön­lich an­we­send.

Read the rest of this entry »

Jenny und die Kinder

Januar 12th, 2019  |  Published in Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

JennyARD – Echtes Leben: Jenny und die vergessenen Roma-Kinder

13.1.2019 | 17:30 Uhr | Das Erste
15.1.2019 | 21:32 Uhr | tagesschau24
19.1.2019 | 07:15 Uhr | tagesschau24
19.1.2019 | 11:00 Uhr | ARD-alpha

Film von Antje Schneider, 30 Min., D 2018

Jennys Geschichte beginnt mit einem Zufall. Im Win­ter 2007 ent­deckt sie wäh­rend einer Rumänien­reise einen Slum in der Nähe von Sibiu / Hermannstadt. Die Kin­der sind unter­er­nährt. Viele Babys schwe­ben in Le­bens­gefahr. Es gibt kei­nen Strom, kein Was­ser, nur Hütten und Dreck. Jenny Rasche, da­mals 23 Jahre, ist er­schüt­tert. „Diese Be­geg­nung hat mich nicht mehr los­ge­las­sen. Mit­ten in Europa solch ein Elend. Ich habe die Bilder dieser ver­hun­ger­ten Kinder nicht mehr aus dem Kopf be­kom­men.“

Zurück in Deutschland gründet sie eine Hilfs­organi­sa­tion und zieht kurz darauf mit ihrem Mann und ihren drei klei­nen Kin­dern nach Rumänien. Jen­ny möch­te vor Ort helfen. Sie be­ginnt mit dem Ele­men­tars­ten und ver­sorgt die Roma mit Essen und warmer Kleidung. Und sie über­nimmt Ver­ant­wor­tung für die 40 Kinder im Slum. Mit Spenden­gel­dern aus Deutschland und der Schweiz grün­det sie ein Tages­zentrum mit einer an­geg­lie­der­ten Schule für An­alpha­beten.

Die ersten Jahre sind schwierig. Die Kinder, die bisher ein elen­des Bettler­leben führ­ten, sind trauma­ti­siert. Und den­noch: Mit der Zeit fas­sen die Kinder Ver­trauen zu Jenny. Mitt­ler­weile be­suchen viele der Kinder weiter­füh­rende Schulen oder er­ler­nen einen Beruf. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (211)

Januar 11th, 2019  |  Published in Facts & Figures

U.a. in Kor­si­ka, der Bre­tagne, im El­sass und an der bel­gi­schen Gren­ze gibt es bis heu­te ka­ta­la­nisch­spra­chi­ge fran­zö­si­sche Ro­ma-Com­mu­ni­tys (gi­ta­nos ca­ta­lans).

(Quelle)

„Float Like a Butterfly“ (Trailer)

Januar 9th, 2019  |  Published in Film & Theater, Frauenrechte, Sport

Float Like a Butterfly, IRL 2018
Ein Spielfilm von Carmel Winters

Der zweite Spielfilm der Regisseuerin Carmel Winters, ge­dreht in Cork, er­zählt die Com­ing-of-age-Ge­schich­te eines 15-jäh­ri­gen Mäd­chens in den 70er-Jah­ren im länd­li­chen Irland. Frances (Hazel Doupe) ver­ehrt das Boxidol Muham­med Ali, und sie will in den Box­ring stei­gen und kämp­fen, stößt dabei aber ge­gen fast un­über­wind­li­che Wider­stände. Ein Plot, der sich ein we­nig so liest wie eine iri­sche Varia­tion des briti­schen Klas­si­kers „Billy Eliott“, nur mit ver­tausch­ten Ge­schlech­ter­rol­len.

„Float Like a Butterfly“ spielt im Milieu der Minder­heit der Irish Travellers, die als fah­ren­de „Gypsies“ ähn­li­che Aus­gren­zung und An­fein­dun­gen er­fah­ren wie die (eth­nisch eigent­lich gar nicht ver­wandten) Roma. “In Ire­land, to have a young female Irish Traveller at the centre of a film, where she is a cham­pion – not a victim – of her des­tiny, is un­think­able for most people”, er­zählt die Filme­mache­rin Carmel Winters. Im Herbst wur­de „Float Like a Butter­fly“ in Toronto mit dem „FIPRESCI Prize for the Dis­covery Pro­gramme“ aus­ge­zeich­net.

(dROMa)

Radio: Das „Fremde“ vor der Haustür

Januar 8th, 2019  |  Published in Interview, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Ursula Hemetek und die Ethnomusikologie von Minderheiten

Radio Stimme auf Orange 94.0
Sendung vom 1.1.2019 (CC BY-NC)

In dieser Sendung beschäftigt sich Radio Stimme mit der Ethno­musiko­lo­gin Ursula Hemetek und ihren For­schungs­themen. Als lang­jähri­ge Ak­ti­vis­tin für die Rechte von Min­der­hei­ten hat Ursula Heme­tek nicht nur die Initia­tive Min­der­heiten mit­be­grün­det, son­dern auch die ethno­musi­ko­lo­gische Erfor­schung der Musik von Min­der­heiten in Österreich. Im Inter­view gibt sie Aus­kunft über den Zu­gang von ethno­musi­ko­lo­gi­scher For­schung als Applied Science und die unter­schied­li­chen Lebens­realitäten ver­schie­de­ner mino­ri­sier­ter Grup­pen, deren Musik sie im Laufe der Jahre er­for­schen durfte. Zu hören gibt es außer­dem einige ganz beson­dere Musik­stücke aus Ursula Heme­teks Feld­forschungen – vor al­lem zur Musik von Roma/Rom­nija und Burgen­land­kro­at_innen.

(cba.fro.at)

Siehe auch:
Wittgenstein-Preis für Ursula Hemetek, 20.6.2018