Sinti-Büro mit Hakenkreuz beschmiert

Januar 31st, 2019  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Hakenkreuz während Gedenkstunde - Ermittlungen laufen (Foto: CC-BY-2.0, Wikipedia/Dirk Vorderstraße)Düsseldorf: Hakenkreuz-Schmie­re­rei auf Sinti-und-Ro­ma-Ge­schäfts­stelle wäh­rend Holocaust-Ge­denk­stunde

Während am Sonntagabend anläss­lich des Holocaust-Ge­denk­tags im Düsseldorfer Max­haus der NS-Opfer ge­dacht wur­de, be­schmier­ten un­be­kannte Täter das Außen­schild am Haus des Landes­ver­ban­des der Sinti und Roma Nord­rhein-West­falen in der Kölner Stra­ße mit einem großen Haken­kreuz. Der 1982 ge­grün­dete Landes­verband hat dort auch seine Bera­tungs­stelle. Der Angriff er­eignete sich wäh­rend der Gedenk­ver­anstal­tung, an der auch der Lan­des­ver­band Deutscher Sinti und Roma als Ko­opera­tions­partner betei­ligt war und wo auch der Ver­bands­vor­sitzende Roman Franz eine Gedenk­rede hielt. Der Landes­verband hat Straf­anzeige er­stattet. Der Ver­band sieht den Vorfall als „volks­verhetzen­den Angriff auf Sinti und Roma und eine be­wusste Ver­höhnung der Opfer des natio­nal­sozia­lis­ti­schen Völker­mord­ver­bre­chens“, heißt es in einer Mit­tei­lung. Der Staats­schutz hat bereits die Er­mitt­lun­gen auf­genom­men. Zuvor waren Teil­nehmer des Holocaust­geden­kens von einem vorbei­fah­ren­den Auto­fahrer an­ge­pöbelt wor­den.

(dROMa)

Siehe auch:
Kiel: Büro der Sinti und Roma überfallen, 30.9.2014
Oldenburg: Anschlag auf Kulturzentrum, 24.10.2013

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