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Jubiläumsmatinee im Parlament

Dezember 18th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Manuela Horvath und Stefan Horvath mit Barbara Glück (Mitte) (Foto: Parlamentsdirektion)Matinee im Parlament anlässlich 25 Jahre An­er­ken­nung der Roma als Volks­gruppe

NR-Präsident Sobotka und BR-Präsi­den­tin Posch-Gruska unter­strei­chen Viel­falt und Ver­ant­wor­tung

Unter dem Motto „Vielfalt und Verantwortung“ fand am Sonn­tag im Plenar­saal des Par­la­ments eine Matinee aus An­lass des 25-jäh­ri­gen Jubi­läums der An­erken­nung der Roma als Volksgruppe statt. Die Roma und Sinti wur­den am 16. De­zem­ber 1993 als „Volks­gruppe der Roma“ an­erkannt. Bundes­rats­präsi­dentin Inge Posch-Gruska er­öff­nete die Matinee. Der Wis­sen­schaft­liche Leiter des Doku­men­tations­archivs des Öster­reichi­schen Wider­stands Gerhard Baumgartner hielt den Fest­vortrag, in dem er durch die jün­ge­re Geschichte der Volks­grup­pe führ­te. Barbara Glück, Direk­torin des Maut­hausen Memorials, führ­te ein Ge­spräch mit Manuela Horvath (33), An­ge­hö­rige der Volks­gruppe der Roma und Ge­meinde­rätin in Oberwart, und dem Roma-Schrift­stel­ler Stefan Horvath (69), in dem die per­sön­li­chen Er­fah­run­gen, aber auch das sich ge­änderte Bewusst­sein zur Sprache kamen. Nach An­sprachen von Emme­rich Gärtner-Horvath, dem Vor­sitzenden des Volks­gruppen­beirats der Roma, und Christian Klippl, Ob­mann des Kultur­vereins öster­reichi­scher Roma, sprach National­rats­präsi­dent Wolfgang Sobotka die Schluss­worte.

Sobotka: Vorurteile sind nachhaltig nur durch eine emotio­nale Heran­gehens­weise zu be­kämpfen

„Vorurteile sind nachhaltig nur durch eine emotio­na­le Heran­gehens­weise zu be­kämp­fen, und dabei spielt die Kultur eine wesent­liche Rolle“, be­ton­te National­rats­präsi­dent Wolfgang Sobotka als Re­sümee der Ma­tinee. Zur Integra­tion gebe es keine Al­ter­na­ti­ve, Integration heiße aber in kei­nem Fall Assi­mila­tion, stelle er mit Nach­druck fest.

Die heutige Festveranstaltung gelte jenen, die gelit­ten haben und ermordet wur­den, jenen, die Kon­se­quen­zen ge­zogen haben, jenen, die sich enga­giert und andere über­zeugt haben, und jenen, die die Arbeit fort­setzen, unter­strich der National­rats­präsident, der damit auch einen Auftrag an die Zukunft ver­bun­den sieht. Read the rest of this entry »