Filme nicht über, sondern von Roma
Dezember 10th, 2018 | Published in Film & Theater, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Radio Dreyeckland, 3.12.2018, 5:13 Min.
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AKE DIKHEA? – schaust du? So nennt sich das Roma-Filmfestival, das ab Donnerstag in Berlin stattfand. Zum zweiten Mal wurden dort an vier Festivaltagen insgesamt 25 Spiel- und Dokumentarfilme gezeigt. Alle, so der Anspruch des Festivals, sollen die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Identitäten von Sinti und Roma in ihrer Bandbreite zeigen. Gerade im Film bleiben nämlich Angehörige der größten europäischen Minderheit oft als Stereotyp im Gedächtnis. Als Boxer, Musiker/innen, Bettler/innen zum Beispiel. Zuletzt wurde darüber im Zusammenhang mit dem Kinderfilm „Nellys Abenteuer“ diskutiert, der unter anderem vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma scharf kritisiert wurde (wir berichteten: hier und hier). Im Zentrum der Filmauswahl für das Festival stand deshalb die Frage: Welche Geschichten erzählen Sinti und Roma über sich selbst?
Radio Dreyeckland mit dem künstlerischen Leiter von AKE DIKHEA?, Hamze Bytyçi, gesprochen.
Siehe auch:
„Halbe Katoffl“: Hamze Bytyçi, 1.12.2018
Festival „Ake dikhea?“ sucht Filme, 5.10.2018
„Antiziganismus und Film“, 10.1.2018
Zentralrat erneuert Kritik an Kinderfilm, 27.10.2017
Roma-Fimfestival „Ake dikhea?“, 16.10.2017
Rassismus im Kinderkanal, 24.9.2017