Archive for November, 2009
November 29th, 2009 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
„Bojd jek ora palo vakeriptscha na vakertscham. Loke paloda kesdintscham te vakerel, so amen odoj schuntscham“, phentscha o Emmerich Gärtner-Horvath uso vodschikano vakeripe usi presentacija „Mri Historija – Meine Geschichte“. Darutnon, vodschikan taj te loschane o arajipe hi, so te le projektiskere schere le Emmerich Gärtner-Horvath na schudro mukel. „Bojd jek ora palo vakeriptscha na vakertscham. Loke paloda kesdintscham te vakerel, so odoj amen schuntscham. O vakeriptscha lenca te te sol amen na mukle“, phenel o Emmerich Gärtner-Horvath ando vakeripe la Gilda Horvathaha.
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November 28th, 2009 |
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Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
Radio Kaktus / WEBRADIO oe1campus
27.11.2009, 20:00 & 28.11., 20:30 & 30.11., 11:30 Uhr
Mauthausen: Neue Guides zur Sensibilisierung von Jugendlichen
Nach den Ereignissen im Frühjahr in Ebensee – mehrere Jugendliche hatten Besucher der Gedenkfeier im ehemaligen KZ-Nebenlager attackiert – hat das „Mauthausen Komitee Österreich“ (MKÖ) eine Initiative für mehr von ExpertInnen begleitete Besuche von SchülerInnen und Jugendliche gestartet. In den vergangenen Monaten wurden dreißig Personen – Studierende, BetriebsrätInnen, JugendarbeiterInnen – zu neuen „Mauthausen-Guides“ ausgebildet und zertifiziert. Auch Gitta Martl und ihre Tochter Nicole Sevik vom Verein Ketani haben die Ausbildung absolviert. Gitta Martl zeigte sich im Interview bewegt. „Diese Ausbildung geht unter die Haut, man sollte sich gut überlegen, ob man bereit ist für so eine Herausforderung.“
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die sich für die Sensibilisierung von Jugendlichen zum Thema Nationalsozialismus seit Jahren engagiert, überreichte den neuen Mauthausen-Guides ihr Ausbildungszertifikat im Rahmen eines Festaktes in Wien. Damit können jährlich rund 300 zusätzliche Begleitungen für 7.500 Jugendliche stattfinden. Read the rest of this entry »
November 28th, 2009 |
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Radio, Podcast & TV
Radijo Kaktus / WEBRADIO oe1campus
27.11.2009, 20:00 & 29.11., 20:30 & 30.11., 11:30 orenge
I terni generacija le burgenlanditike Romendar imar pra kulturake godschikan hi, phenel i Susanne Baranyai uso 20 berschengero mulatintschago le Farajn Romestar Erba. Dugi cajt i flogoskeri grupn le Romendar ar granicalim taj diskriminirt sina. 1989 dschene khetan pumen kerde taj o farajn „Roma Oberwart – Zur Förderung von Roma“ kerdo ulo. Odoleha o fundamento le erschti interesengere fartetintschagoske la flogoskera grupnake paschlardo ulo. I Susanne Baranyai dikel adi o arajipe la 20 berschengera butjatar. „I integracijonakeri buti le farajnistar igen barikano hi. O use dschajipe le Romendar uso gadsche feder ulo taj te i terni generacija le Romendar ando Burgenland pra kulturake godschikan hi“, phenel i Baranyai ando vakeripe la Gilda Horvathaha le „Radijo Kaktusiske“. Ando Burgenland o farajn ande pe beschartscha ando pomoschagoskero siklipe pali ischkola le Romane tschavenge, barikane, sar i Susanne Baranyai, keraschkijakero mitglid le Roma Farajnistar, phukal. Read the rest of this entry »
November 26th, 2009 |
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Jugend & Bildung, Romani
Romani, die Sprache der Roma, ist auch in Finnland zunehmend vom Aussterben bedroht. Ein aktueller Bericht des Forschungsinstituts Kotus („Kotimaisten kielten tutkimuskeskus“, „Forschungszentrum für einheimische Sprachen“) besagt, dass nur noch ein Drittel der in Finnland lebenden Volksgruppe ihre vor allem mündlich weitergegebene Sprache hinreichend gut beherrscht. Es steigt das Risiko für einen weitgehenden Rückzug aus dem Alltag. Laut der Definition der Unesco wird eine Sprache als vom Aussterben bedroht klassifiziert, wenn der Sprecheranteil auf unter die Hälfte der Gemeinschaft sinkt.
Die finnische Roma-Minderheit nennt sich selbst „Kale“ (vermutlich eine Übersetzung aus dem finnischen „Mustalainen“ / „Schwarze“) und zählt rund 10.000 Mitglieder, die vorwiegend im Südteil des Landes leben. Das Internet-Portal „Finnland online“ berichtet über mögliche sprachpolitische Maßnahmen zur Rettung der finnischen Romani-Variante:
Laut Kotus hat der Roma-Ausschuss der Behörde inzwischen ein sprachpolitisches Programm erstellt, um die Situation des Romani zu verbessern. So soll der Grundschulunterricht auf Romani ausgeweitet werden, sodass alle Schüler die Möglichkeit für eine Teilnahme erhalten, darüber hinaus ist die Einführung von Romani als Unterrichtssprache in Gymnasien geplant. Geprüft werden auch Möglichkeiten, Nachrichten und andere Fernsehprogramme auf Romani zu senden.
November 25th, 2009 |
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Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Vernissage: 27.11.2009
O burgenlanditiko Rom Julius Horvath terdscharel o erschtivar pre verktscha telal o anav „Collage“ Betschiste ar. O Julius Horvath sajt o 10. dschivipeskero bersch bare kamipeha fotografirinel manuschen, naturakere thana, kunstakere verktscha taj teateriskere produktcijontscha. Leskere barikane kipi imar butvar ando Burgenland ar terdscharde ule, o kipengero kinstleri imar diptscha vaschoda uschtidija. Romano Centro akan leskere verktscha o erschtivar Betschiste sikal. O artschijipe dschi ando 15. decemberi ando Romano Centro uso pradipeskere cajtscha te dikel hi. (volksgruppen.orf.at)
Fotoausstellung: Der Burgenland-Rom Julius Horvath stellt zum ersten Mal seine Werke in Wien aus. Seine eindrucksvollen Bilder wurden bereits mehrfach im Burgenland ausgestellt, der Fotokünstler hat dafür einige Preise erhalten. Das Romano Centro zeigt nun seine Arbeiten unter dem Titel „Collage“ in Wien. Die Ausstellung ist bis 15. Dezember zu sehen.
Vernissage:
Paraschtuja, 27. novemberi 2009, 19:00 orenge
Freitag, 27. November 2009, 19:00 Uhr
1030 Betsch/Wien, Romano Centro
Hofmannsthalgasse 2 / Lokal 2
November 23rd, 2009 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 23.11.2009, 20:50 orenge/Uhr
„Mri Historija“ ando 26. novemberi 2009, 19.00 orenge, ando „ORF-Funkhaus“ Tikne Martonate, Buchgrabenweg 51, 7000 Tikni Martona, presentirim ol.
Die Präsentation der vom Verein Roma-Service als fünfzehnteilige Sonderreihe von dROMa herausgegebenen Roma-Zeitzeugen-Edition „Mri Historija“ findet am 26. November 2009, 19.00 Uhr, im ORF Funkhaus Eisenstadt statt. Aus diesem Anlass berichtet „Roma sam“ auf Radio Burgenland heute ausführlich über das Projekt.
November 22nd, 2009 |
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Rassismus & Menschenrechte
Hintergrund des Uniformverbots sind Aktionen der Ungarischen Garde, die uniformiert durch Roma-Siedlungen marschierte und Ängste unter den Angehörigen der größten ungarischen Minderheit schürte. Wer mit der schwarzen Garde-Uniform auf öffentlichen Veranstaltungen erscheint, kann laut der als „Lex Garde“ bezeichneten Rechtsregel mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Forint (187 Euro) belegt werden. Die Ungarische Garde trägt Uniformen, die an die Montur der ungarischen faschistischen „Pfeilkreuzler“ erinnern, die 1944/45 im nationalsozialistisch besetzten Ungarn an der Macht waren. Die im August 2007 gegründete Ungarische Garde galt als paramilitärische Organisation der rechtsextremen Partei Jobbik und war im Juli 2009 rechtskräftig verboten worden. Daraufhin wurde die Neue Ungarische Garde gegründet. Es kam auch weiter zu Aufmärschen der uniformierten Gardisten. Read the rest of this entry »
November 20th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte

Presseaussendung von Amnesty International / Sektion Deutschland, 18.11.2009:
Keine Abschiebungen von Roma ins Kosovo − deutsche Innenminister ignorieren Schutzpflicht
Obdachlosigkeit, keine medizinische Versorgung, Diskriminierung und tätlich Übergriffe. Dies droht Roma im Kosovo, hält aber die Innenminister der deutschen Bundesländer nicht davon ab, Roma dorthin abzuschieben. „Die Innenminister verschließen die Augen vor den Gefahren, denen Angehörige von Minderheiten im Kosovo ausgesetzt sind. Damit ignorieren sie ihre Schutzpflicht aus internationalen Konventionen“, kritisierte Imke Dierßen, Europa-Expertin von Amnesty International in Deutschland, anlässlich der (…) Vorkonferenz zur Innenministerkonferenz (IMK). „Die drohende Abschiebung von etwa 10.000 Roma muss auf die Tagesordnung der IMK. Die Minister müssen von ihrer Möglichkeit Gebrauch machen und einen sofortigen Abschiebungsstopp verfügen.“
Roma, die ins Kosovo zurückkehren, sind auch zehn Jahre nach Ende des Kosovo-Kriegs auf internationalen Schutz angewiesen. „Deutschland ist verpflichtet, Menschen zu schützen, denen in ihrem Herkunftsland Menschenrechtsverletzungen wie Übergriffe auf Leib und Leben und schwerwiegende Diskriminierung drohen“, betonte Amnesty-Expertin Dierßen. Diese Einschätzung teilt Amnesty International mit anderen Nichtregierungsorganisationen und zwischenstaatlichen Organisationen wie UNHCR, Europarat und OSZE.
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November 19th, 2009 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Roma-Zeitzeugen-Edition „Mri Historija“: Präsentation am 26. November 2009, 19 Uhr, im ORF Funkhaus Eisenstadt, Buchgrabenweg 51
Burgenländische Roma, die zwischen 1923 und 1955 geboren wurden, erzählen über einen fast vergessenen Teil österreichischer Geschichte: Die zwischen 2006 und 2008 vom Verein „Roma-Service“ aufgezeichneten 15 Lebensgeschichten, die nun erstmals als Edition vorliegen, geben darüber Auskunft, was es bedeutet hat, einer ausgegrenzten und der Vernichtung preisgegebenen Minderheit anzugehören. Sie zeigen, welche Last auf den Schultern der nachfolgenden Generation liegt, und sie belegen, dass die Kultur der Roma selbst Verfolgung und Ausgrenzung überdauern konnte: Lebensgeschichten von 15 Männern und Frauen in Film, Wort und Bild.
Die 15 Broschüren der dROMa-Sonderreihe „Mri Historija“ sind jeweils einer Person gewidmet und umfassen neben einer Kurzbiografie ein ausführliches Interview, eine vom ORF-Burgenland produzierte DVD sowie historische und aktuelle Fotos.
November 18th, 2009 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
O maschkar 2006 taj 2008 le farajnistar „Roma-Service“ upre lime 15 dschivipeskere historiji, save akan o erschtivar ojs edicijona angle paschlon, pedar oda phukan, sar o ileto sina, jeka ar granicalima taj le murdajipeske otscha dime tschulipeske use te kerinel. On sikan, saj pharipe upro phiki la adiveskera generacijonatar paschlol, taj on sikan, hot i kultura le Romendar o tradipe taj ar granicalinipe schaj prik dschivtscha. Dschivipeskere historiji 15 murschendar taj dschuvlendar ando film, alav taj kipo: kaj burgenlanditike Roma, save maschkar 1923 dschi 1955 upro them ale, phukan pedar jek bojd pobisterdo falato austritika historijatar. O 15 kenvi mindig jeke dscheneske vidmim hi. Mer i harni bijografija jek dugeder vakeripe hi, jek le ORF-Burgenlandistar kerdi DVD, historischi taj aktujeli kipi.
„Mri Historija“ ando 26. novemberi 2009, 19.00 orenge, ando „ORF -Funkhaus“ Tikne Martonate, Buchgrabenweg 51, 7000 Tikni Martona, presentirim ol.
November 17th, 2009 |
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Radio, Podcast & TV
20 Jahre Roma-Bewegung in Österreich (15:01)
ORF (TVthek): Heimat, fremde Heimat, 15.11.2009
Die Roma und Sinti in Österreich wurden während des Nationalsozialismus vertrieben und ermordet. Die wenigen, die aus den Konzentrationslagern zurückkehrten, wurden weiterhin diskriminiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Rosa Winter, die von der NS Filmemacherin Leni Riefenstahl in das KZ gebracht wurde, war die erste Sintica, die nach dem Krieg Wiedergutmachung vom Staat forderte. Erst durch das Eingeständnis der NS-Mittäterschaft Österreichs durch Altbundeskanzler Franz Vranitzky, sowie die amerikanischen Sammelklagen brachten Jahrzehnte später den Wiedergutmachungsdiskurs in Gang. Karl Stojka, Ludwig Papai, Rudi Sarközi waren jene Männer, die Anfang der 90er Jahre an die Öffentlichkeit traten. Vereine wurden gegründet, die sich für die gesellschaftliche Akzeptanz der Volksgruppe einsetzten und die in der Anerkennung der Roma und Sinti als österreichische Volksgruppe gipfelte. Der Villacher Sinti-Vertreter Hugo Taubmann ging noch einen Schritt weiter und offenbarte Heimat, fremde Heimat die streng geheim gehaltenen Stammesgesetzte der Sinti. Mitten in diesen Öffnungsprozess der Volksgruppe explodierte 1995 in Oberwart die Rohrbombe. Die Bilder aus dem Holocaust wurden wieder greifbare Realität. Read the rest of this entry »
November 16th, 2009 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 16.11.2009, 20:40 orenge/Uhr
„Amen o gondolipe upre amare opfertscha mindig upre likeraha – hi lo ando Auschwitz, Mauthausen, Salzburg, Betsch vaj Lodz. So mange ham voja kerel hi, kaj ando Burgenland gemajndscha del, save gondolipeskere thana upro thaneskere temetischtscha kerde“. So man ham dschuminel hi, kaj andi Europa o falo maschkar o gadsche taj Roma schoha na pelo, phenel o profesori Rudolf Sarközi, anglebeschto le flogoskero grupnengere bejrotistar le Romendar, ande pro vakeripe anglo gondolipeskero than ando Lackenbach. Ando Lackenbach ando 14.11.2009 o sakoberscheskero mulatintschago anglo gondolipeskero than le Romenge taj Sintijenge sina. O gondolipeskero than mukel pal te gondolinel upro aguno logeri ande Lackenbach, kaj but Roma ando murdajipeskere logertscha le nacijendar bitschade ule.
Emmerich Gärtner-Horvath, ORF Volksgruppenredaktion
volksgruppen.orf.at
November 16th, 2009 |
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Rassismus & Menschenrechte
Zusammenstöße in Ungarn − Rechtsextreme „Garde“ und Roma prallen aufeinander
Bisher verhielten sich die ungarischen Roma bei den Hass-Aufmärschen der Rechtsextremen durch ihre Wohnsiedlungen ruhig und verängstigt. Das hat sich im nordostungarischen Dorf Sajóbábony bei Miskolc (Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén) am Sonntag geändert. Gewaltsam vertrieben sie die paramilitärische „Magyar Gárda“ („Ungarische Garde“). Die Polizei musste massiv einschreiten, um Schlimmeres zu verhindern, Augenzeugen sprechen sogar von „bürgerkriegsähnlichen Zuständen“. Der Pester Lloyd schreibt dazu:
Zu den Ausschreitungen ist es nach einer Versammlung der rechtsextremen Partei Jobbik und Mitgliedern der „Neuen Ungarischen Garde“, eines militanten Armes der rechtsradikalen Partei, gekommen, die häufiger in von Roma besiedelten Gemeinden aufmarschieren um „die Ungarn” vor „der Zigeunerkriminalität zu beschützen“. Die Polizei ermittelt in etlichen Fällen von Vandalismus und Landfriedensbruch gegen Vertreter beider Seiten. Ein Auto wurde zerstört, von Verletzten wurde bisher nichts berichtet. (…) Beide Lager hätten sich regelrechte Stellungskämpfe geliefert, der Ort ist praktisch seit zwei Tagen im Belagerungszustand. Die Polizei musste letztlich mit Sondereinsatzkommandos für Ordnung sorgen und sperrte den Ort jetzt komplett ab, so dass nur noch Bewohner Zutritt erhalten. Angeblich sollen am Abend hunderte Roma aus anderen Orten auf dem Weg nach Sajóbábony gewesen sein. Auch die „Garde“ bekam Verstärkung aus anderen Komitaten. Die Nacht ist weitgehend ruhig verlaufen. Die Polizeipräsenz bleibt vorerst aufrecht. (…)
Lesen Sie bitte den vollständigen Artikel im Pester Lloyd.
November 15th, 2009 |
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Geschichte & Gedenken
Gestern erinnerte die jährlich stattfindene Gedenkveranstaltung im Burgenland vor dem Mahnmal in Lackenbach an das Schicksal der Roma und Sinti, die in diesem „Zigeuneranhaltelager“ umkamen oder ermordet wurden bzw. von dort in die Vernichtungslager deportiert wurden. Aus diesem Anlass bringen wir im Folgenden einen kurzen Überblickstext über das Lager Lackenbach:
Infolge des „Festsetzungserlasses“ vom 17. Oktober 1939, der den Roma verbot, sich von ihrem Aufenthaltsort zu entfernen, kam es 1940 zur Errichtung von „Zigeuneranhaltelagern“. Diese Lager dienten nicht nur als Zwangsarbeits- und Anhaltelager, sondern stellten auch eine Zwischenstation für die späteren Deportationen dar. Das bedeutendste und berüchtigtste dieser Lager in Österreich war das Lager Lackenbach (Bezirk Oberpullendorf im Burgenland), das am 23. November 1940 als „Zigeuneranhaltelager“ errichtet wurde und der Kriminalpolizeileitstelle Wien unterstand. Die Roma wurden in Lackenbach auf dem Gelände eines ehemaligen Gutshofs („Schaflerhof“) bei schlechtester Ernährung und unter katastrophalen hygienischen Bedingungen interniert. Diese Lagerbedingungen führten 1942 zu einer Fleckfieberepidemie, der viele Roma zum Opfer fielen. Die Häftlinge mussten außerhalb des Lagers Zwangsarbeit verrichten und wurden im Straßenbau, in der Forst- und Landwirtschaft auf Guts- und Bauernhöfen oder bei sonstigen Betrieben (Ziegelei, Seidenraupenzucht) eingesetzt und die Löhne von der Lagerleitung einbehalten. Read the rest of this entry »
November 14th, 2009 |
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Radio, Podcast & TV
Radijo Kaktus / WEBRADIO oe1campus
13.11.2009, 20:00 & 14.11., 20:30 & 16.11., 11:30 orenge
Uso 20-berschengero mulatintschago le faloskere tel phagipestar o anglebeschto le flogoskere grupnengere bejrotistar Rudolf Sarközi angle asdel, hot o falo maschkar o Roma taj le avre gadschendar andi Europa schoha na pelo. „Andi Europa so le Romenge taj Sintijenge politisch ari alo meg nischta dikav“, phukal o Sarközi ando vakeripe la Gilda Horvataha, savi upre leskero 65. di kada ov upro them alo leha khetan jek pal dikipe upre 20 berscha buti kerel. Te le Rudolf Sarköziske jek bersch le mulatintschagendar hi, mint imar o erschti Roma Farajn, savo andi Austrija kerdo ulo, imar 20 berscha del. Ov söbst mulatintscha ando 11.11.2009 pro 65. di kada upro them alo. Ando 11. novemberi 1944 o Rudolf Sarközi ando logeri Lackenbach ojs erschti tschau la Paula Sarköziatar taj Rudolf Weinrichistar upro them alo.
Ada bersch ov 65 berscha phurano ulo, ham o flogoskero grupnengero anglebeschto uso „Genipe gejng o maripe“ andi „Stadthalle“ Betsch sina taj nisaj eklik khino. Odoj phukatscha ov pedar pri 20 berschengeri buti la flogoskera grupnake. Ham ande leskeri familija nan tschak le del, savo pe la flogoskera grupnake ande bescharel. Ada kurko uschtidija leskeri Romni Helga Sarközi i „Somnakuni medajlije le thanestar Burgenland“ vasch lakeri 20berschengeri na potschimi farajnakeri buti. Read the rest of this entry »
November 14th, 2009 |
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Radio, Podcast & TV
Radio Kaktus / WEBRADIO oe1campus
13.11.2009, 20:00 & 14.11., 20:30 & 16.11., 11:30 Uhr
Zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls hebt der Vorsitzende des Volksgruppenbeirates Rudolf Sarközi hervor, dass die Mauer zwischen den Roma und der Mehrheitsgesellschaft in Europa niemals gefallen ist. „In Europa sehe ich bisher keine positiven politischen Ergebnisse in Bezug auf die Roma und Sinti“, meint Sarközi im Interview mit Gilda Horvath, die an seinem 65. Geburtstag mit ihm gemeinsam einen Rückblick auf zwanzig Jahre Engagement wagte. Auch für Rudolf Sarközi ist es nämlich ein Jahr der Jubiläen, denn mittlerweile besteht der erste Roma-Verein, der jemals in Österreich gegründet wurde, bereits seit 20 Jahren. Er selbst feierte am 11. November 2009 seinen 65. Geburtstag (siehe: „Bundespräsident gratuliert Sarközi“): 1944 wurde Rudolf Sarközi im Lager Lackenbach als erstes Kind von Paula Sarközi und Rudolf Weinrich geboren.
Bei der „Lesung gegen Gewalt“ in der Stadthalle Wien erzählte der Volksgruppenvorsitzende im Rahmen der Veranstaltung der „Basis.Kultur.Wien“ aus seiner langjährigen Arbeit für die Volksgruppe. Doch in seiner Familie ist er nicht der Einzige, der sich für die Belange der Volksgruppe einsetzt. Diese Woche erhielt seine Ehefrau Helga Sarközi die „Goldene Medaille des Landes Burgenland“ für ihre 20-jährige unentgeltliche Vereinstätigkeit. Read the rest of this entry »
November 13th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
Amnesty International:
Urgent Action
Die Behörden in der italienischen Hauptstadt haben am 11. November 2009 ein Lager von etwa 400 Roma rechtswidrig und unter Großeinsatz der Polizei zwangsgeräumt und die Unterkünfte zerstört. Etwa 100 Familien mit rund 140 Kindern haben nun ein leerstehendes Fabrikgebäude in der Nähe besetzt. Sollten sie auch von dort vertrieben werden, droht ihnen ein Leben unter harten Bedingungen in einem neuen behelfsmäßigen Lager oder sogar die Obdachlosigkeit. In einem „Urgent Action“-Aufruf bittet Amnesty International um Unterstützung der Proteste gegen das Vorgehen der italienischen Behörden und erläutert die Hintergründe der aktuellen Politik, die mit auf mehreren Sonderdekreten beruhenden Ausnahmebefugnissen gegen einen vermeintlichen „Nomadennotfall“ mobil macht und dabei gegen grundlegende Menschenrechtsstandards verstößt:
Nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen und Medien vertrieben am Morgen des 11. November etwa 150 PolizistInnen die Familien aus dem Lager Via Centocelle im Osten von Rom. Die Unterkünfte der Gemeinschaft wurden zerstört und etwa 20 Männer festgenommen. Es ist nicht bekannt, was ihnen vorgeworfen wird. Wie Nichtregierungsorganisationen vor Ort berichten, wurden die Roma nicht über die geplante Räumung informiert und hatten keinerlei Mitspracherecht. Die Behörden stellten nur einigen der Frauen und kleinen Kindern Übergangsunterkünfte in städtischen Obdachlosenheimen zur Verfügung. Nach italienischem Recht müssen die Behörden alle Betroffenen von einer geplanten Zwangsräumung in Kenntnis setzen oder den Räumungsbefehl bzw. eine Information darüber veröffentlichen. Da die Anordnung der Räumung jedoch nicht in dieser Weise offiziell bekannt gemacht wurde, hatte die Roma-Gemeinschaft keine Möglichkeit, Rechtsmittel einzulegen und die Räumung aufzuschieben oder zu verhindern. Read the rest of this entry »
November 12th, 2009 |
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Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
In einer kürzlich beim Ministerkomitee des Europarats eingebrachten Stellungnahme (hier das gesamte Dokument als als PDF-Datei) kritisiert die Open Society Justice Initiative die Tschechische Republik, in der, zwei Jahre nach der aufsehenerregenden Verurteilung durch den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg, nach wie vor Romakinder im Schulwesen diskriminiert werden. Für die Bildungspolitik bestehe enormer Nachholbedarf, um dem Gerichtsentscheid zu entsprechen. (Ähnliche Missstände herrschen in zahlreichen anderen Ländern, so etwa auch in der Slowakei.) Volksgruppen.orf.at berichtet dazu:
„Die tschechische Regierung muss sofortige Schritte mit einem zielorientierten Zeitplan zur Aufhebung der Rassentrennung unternehmen“, verlangt James A. Goldston, verantwortlicher Direktor der Open Society Justice Initiative. „Wenn Roma keinen Zugang zu qualitativ hochwertiger Schulbildung erhalten, werden sie auch weiterhin in Armut gefangen und als Randgruppe der Gesellschaft isoliert sein“, so Direktor Goldston weiter.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschied im Jahr 2007, dass die Tschechische Republik die Europäische Menschenrechtskonvention aufgrund der „Rassentrennung“ von Roma-Kindern in Schulen für behinderte Menschen verletzt habe. Zwei Jahre nach dem wegweisenden Gerichtsentscheid zum Thema Diskriminierung bestätigen Regierungsstatistiken, dass Roma-Kinder nach wie vor in getrennte Schulen abgeschoben werden. „Trotz laufender Bemühungen zur Lösung der Problematik bestätigen Statistiken der Regierung selbst, dass für Roma-Kinder in einigen Teilen des Landes im Vergleich zu Nicht-Roma-Kindern eine 26- bis 27-mal höhere Wahrscheinlichkeit besteht, in praktische Schulen für Kinder mit geistiger Behinderung eingewiesen zu werden. (Anm. d. dROMa-Red.: für ganz Tschechien ergab die Studie des Unterrichtsministeriums eine 13-fache Wahrscheinlichkeit.) Read the rest of this entry »
November 11th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
„Amen tschtschikan problemo le rasismusiha hi taj bibastaleder taj bibastaleder ol“, phenel o europitiko rotiskero manuschengero komisaro Thomas Hammarberg. Use muklo ulo, hot Roma „projiskere telschuschariptscha amare khetanipestar“ ule taj rasistischi arpheniptscha le politikerendar loke lim on. „O regirungakere schere iste aja problematik tschatsche esbe len. Roma teldschumim on, kekaj on EUakere polgartscha hi“, phenel o Hammarberg.
Fatretertscha andar i OSZE, europakero rot sar la argenturatar la EUatar le tschatschipenge (FRA) but mangiptscha kerde le regirungenge le mitgliderengere vilagenge, kaj diskriminacija, segregacijon taj rasismus gejng o Roma taslardo te ol. Knut Vollebaek, OSZE komisaro le nacijonali tschulipenge, varninel vascho socijali cinkoliniptscha: „Akan dschal, hot o tschatschikane pekamiptscha le Romendar dikle te on. On o patschajipe uso politikertscha taj lengere primintschagenge naschade. Vaschoda kama me le regirungen pal te gondolinel te mukel, hot ferantvoatinipe vasch o cile thaneskere dschene len hi. Amen andar aja hef iste sik ari peras.“ Read the rest of this entry »
November 10th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
Bei einer hochkarätigen internationalen Konferenz, die gestern in der Wiener Hofburg eröffnet wurde, äußerten die Vertreter von OSZE, Europarat und der EU-Agentur für Grundrechte FRA harsche Kritik an der Politik vieler EU-Staaten gegenüber der Roma-Bevölkerung. Auf volksgruppen.orf.at heißt es dazu:
„Wir haben ein echtes Problem mit Rassismus und es wird schlimmer und schlimmer“, warnte Europarats-Menschenrechtskommissar Thomas Hammarberg. Man habe es zugelassen, dass Roma zu „Fußabstreifern unserer Gesellschaft“ geworden sind und rassistische Äußerungen von Politikern einfach so hingenommen werden. „Die Regierungschefs müssen diese Problematik endlich ernst nehmen. Roma sind diskriminiert, obwohl sie ebenso EU-Bürger sind“, betont Thomas Hammarberg. Vertreter von OSZE, Europarat sowie der Agentur der EU für Grundrechte (FRA) richteten dabei zahlreiche Forderungen an die Regierungen der Mitgliedsländer, um Diskriminierung, Segregation und Rassismus gegen Roma einen Riegel vorzuschieben.
Knut Vollebaek, OSZE-Kommissar für nationale Minderheiten, warnte vor sozialen Spannungen: „Es gilt, endlich die wahren Bedürfnisse der Roma zu erkennen. Sie haben den Glauben an die Politiker und deren Versprechungen verloren. Darum möchte ich die Regierungen daran erinnern, dass sie Verantwortung gegenüber allen Landsleuten haben. Wir müssen jetzt schnell raus aus dieser Sackgasse.“ Angeprangert wurde vor allem die Benachteiligung von Roma, die innerhalb der EU die Staaten wechseln. Read the rest of this entry »