Sarközi: „Für die Roma fiel die Mauer nie“
November 14th, 2009 | Published in Radio, Podcast & TV
Radio Kaktus / WEBRADIO oe1campus
13.11.2009, 20:00 & 14.11., 20:30 & 16.11., 11:30 Uhr
Zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls hebt der Vorsitzende des Volksgruppenbeirates Rudolf Sarközi hervor, dass die Mauer zwischen den Roma und der Mehrheitsgesellschaft in Europa niemals gefallen ist. „In Europa sehe ich bisher keine positiven politischen Ergebnisse in Bezug auf die Roma und Sinti“, meint Sarközi im Interview mit Gilda Horvath, die an seinem 65. Geburtstag mit ihm gemeinsam einen Rückblick auf zwanzig Jahre Engagement wagte. Auch für Rudolf Sarközi ist es nämlich ein Jahr der Jubiläen, denn mittlerweile besteht der erste Roma-Verein, der jemals in Österreich gegründet wurde, bereits seit 20 Jahren. Er selbst feierte am 11. November 2009 seinen 65. Geburtstag (siehe: „Bundespräsident gratuliert Sarközi“): 1944 wurde Rudolf Sarközi im Lager Lackenbach als erstes Kind von Paula Sarközi und Rudolf Weinrich geboren.
Bei der „Lesung gegen Gewalt“ in der Stadthalle Wien erzählte der Volksgruppenvorsitzende im Rahmen der Veranstaltung der „Basis.Kultur.Wien“ aus seiner langjährigen Arbeit für die Volksgruppe. Doch in seiner Familie ist er nicht der Einzige, der sich für die Belange der Volksgruppe einsetzt. Diese Woche erhielt seine Ehefrau Helga Sarközi die „Goldene Medaille des Landes Burgenland“ für ihre 20-jährige unentgeltliche Vereinstätigkeit.
Auch dieses Jahr wird Rudolf Sarközi an seinem Geburtsort Lackenbach seiner ermordeten Verwandten gedenken. Die alljährliche Kranzniederlegung am Roma-Mahnmal in Lackenbach findet heute Samstag um 11.00 Uhr statt. Er selbst wird die Gedenkrede halten. Politische VertreterInnen wie z.B. Bundesminister Rudolf Hundstorfer werden ihre Anteilnahme ausdrücken. Adrian Gaspar übernimmt die Gestaltung des musikalischen Rahmens.
Gilda Horvath, ORF Volksgruppenredaktion
volksgruppen.orf.at