Archive for Mai, 2022

Facts & Figures (429)

Mai 31st, 2022  |  Published in Facts & Figures, Recht & Gericht

Im Jahr 2021 fällten die Rich­ter:in­nen des Euro­pä­i­schen Ge­richts­hofs für Men­schen­rech­te 1.105 Ur­teile.

(Quelle/pdf)

Tief verwurzelt auch in der Forschung

Mai 30th, 2022  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Deutschlandfunk Kultur: Rassismus gegen Sinti und Roma

Zeitfragen. Feature, 5.5.2022 (35 min)
Sendung von Christian Bernd

Rassismus gegen Sinti und Roma hat Tradition in Deutschland – auch in der Wissen­schaft. Sie zeich­nete bisher ein stereo­types Bild. Jetzt wollen Forschende, die der Min­der­heit an­ge­hören, ihre eige­ne Perspektive ein­bringen.

(Text und Beitrag: Deutschlandfunk Kultur)

Tschechien: Roma-Netzwerk gegen Hass im Netz

Mai 28th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Gemeinsam gegen Hass im Netz  (CC-BY-SA-2.0: SPÖ Presse u. Kommunikation, 2015)Von der Stiftung EVZ geförder­tes Projekt in der Tsche­chi­schen Republik geht ge­gen Anti­ziga­nis­mus im Netz vor

Proaktiv gegen Hassrede im Netz: Zwanzig junge Rom:nja in der Tschechi­schen Republik gehen das mit Unter­stützung der Stiftung EVZ an. Die Gruppe aus Stu­dieren­den und Frei­willigen meldet und überwacht dis­kriminie­rende Äuße­rungen im Internet, ent­wickelt Inhalte, liefert Gegen­argu­mente und schafft eine Beweis­grundlage für rechtliche Schritte. Die Gruppe ist Teil eines gemein­samen Projekts des European Roma Rights Centre (ERRC), des Forums für Menschenrechte und der tschechischen NGO ROMEA. Es zielt darauf ab, Hassreden im Internet zu be­kämpfen und rechtliche Klagen gegen Inhalts­anbieter ein­zu­reichen. Das Projekt wird von der Stiftung Erin­nerung, Ver­ant­wortung und Zukunft (EVZ) un­terstützt.

„Es besteht oft ein direkter Zusammenhang zwischen Hassreden im Internet und realen Hass­verbrechen gegen Rom:nja“, sagte ERRC-Prä­si­dent Đorđe Jovanović. „Hass­kommen­tare im Internet sind nicht nur ein Abbild des Anti­ziganismus im Netz, in vielen Fällen stiften sie sogar zu weiteren Verbrechen gegen Rom:nja an – vor allem, wenn sie von Per­sönlich­keiten des öffent­lichen Lebens stammen, die den Anti-Ro­ma-Hass für poli­tische Zwecke nutzen. Unsere Roma-Ak­ti­vist:in­nen sind die Antwort darauf: Sie werden aktiv gegen die­jenigen, die den Hass fördern, und gegen die­jenigen, deren Aufgabe es sein sollte, ihn zu be­seitigen.“

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Roma-Wissen: Theaterfestival Roma Heroes

Mai 27th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Frauenrechte, dROMa (Magazin)

Del DumaViermal hatte das „Internationale Theaterfestival Roma Heroes“ bis­lang statt­finden können. Im Mai ging das Theater­treffen in Budapest nun in die nächste Runde. Trä­gerin ist die Initia­tive „Indepen­dent Theater Hungary“ unter der Leitung von Rodrigó Balogh, der, selbst pro­fes­sio­nel­ler Schau­spieler am ungarischen Kammer­theater, den rassisti­schen Klischees im Theater 2007 mit einem eige­nen Roma-The­ater be­gegnen wollte. 2017 mündete diese Arbeit in die Gründung eines jähr­lichen Festivals, das – bis dahin weltweit einzig­artig – Roma-Theater­grup­pen aus ver­schiede­nen Ländern zusammen­führt. Zu sehen waren seither etwa Auf­führungen des feministi­schen Roma-Theaters „Giuvlipen“ und des Kultur­zentrums „ArtHub“ aus Bukarest, der Gruppe „Ara Art“ aus Prag oder des Wiener Vereins „Romano Svato“. Be­son­deres Augen­merk gilt der Talent­förderung und Jugend-Work­shops. Alle Auf­führungen werden auf­gezeichnet, um sie zu doku­mentieren und zu­gänglich zu machen. Hinzu kommen zwei ver­öffent­lichte Stück­sammlungen und eine Wander­ausstellung.

Dschijakana schtarvar o „internacijonali teateris­kero festivalo Roma Heroes“ schaj kerdo ulo. Ando maj dschal o teate­riskero tala­linipe ande Budapest, akan andi arti rik. Ledschasch­kija hi i inici­jativa „Indepen­dent Theater Hungary“ telal o schero Rodrigó Balogh, savo pro­fesijoneli schau­schpileri upro ungriko kameris­kero teateri hi, taj savo le klasischi klische­jenge ando teateri 2007 jeke ajgeni Romen­gere-te­ateriha te talalinel kamlahi. 2017 kise­tintscha aja buti ando keripe jeke sako bersches­kere festi­valostar, savo – upro cilo them jekoschno hi – pro­dukci­jontscha Romen­gere-te­ateris­kere grupendar andar minden­felitike vilagi khetan anel. Te dikel sina dschi­jakana o falati le feministi­schi Romenge­re-tea­teristar „Giuvlipen“ taj le kultu­rakere centrumistar „ArtHub“ andar Bukarest, la grupnatar „Ara Art“ andar Prag vaj le betschitike faraj­nistar „Romano Svato“. Read the rest of this entry »

30 berscha Romano Centro

Mai 23rd, 2022  |  Published in Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 23.5.2022 | 8:42 min

30 Jahre Romano Centro

O Romano Centro – farajn le Romenge ando bersch de­schuenja enjavar desch taj jek, jek le erschti Roma or­gani­sa­ci­jendar andi Austrija kerdo ulo taj ande pe bescha­rel min­den­felitike sika­di­peskere- taj kultu­rakere pro­jektenge taj gejng i dis­krimi­nacija, kaj o dschivipe le Romen­dar feder te ol. Ada bersch kamla o Ro­mano Centro tu­menca pumaro tranda berschen­gero terdschi­vipe te mu­latinel.

Romano Centro – Verein für Roma wurde 1991 als einer der ers­ten Roma-Vereine Ös­ter­reichs ge­gründet und setzt sich seit­dem durch ver­schie­dene Bildungs- und Kultur­projekte für die Ver­bes­serung der Lebens­bedin­gun­gen von Rom*nja und gegen Dis­kriminie­rung ein. Dieses Jahr will Romano Centro mit Euch sein 30-jäh­riges Be­stehen nach­feiern.

(Text und Beitrag: TV Erba/Roma-Service)

Der lange Weg der Sinti und Roma

Mai 23rd, 2022  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV

Dokumentarfilm von Adrian Oeser, 44:56 min
Hessischer Rundfunk/Fernsehen | Erstausstrahlung: 7.4.2022

Jùlie Halilic ist stolz, wenn sie an ihren Großvater denkt. Wallani Georg er­kämpfte gemein­sam mit an­deren Bürgerrechtlern, dass der Massen­mord an den Sinti und Roma 1982 als Völkermord an­erkannt wurde.

Mit persönlichen Lebenswegen zeichnet der Film emotio­nal und eindrucks­voll die Geschichte von Deutschlands größ­ter natio­naler Min­derheit nach und macht bisher un­erzählte Per­spektiven sicht­bar. Indi­viduelle Geschichten und bisher kaum ge­zeigtes Archiv­material nehmen mit in eine Zeit, in der Sinti und Roma weiter dis­kriminiert wurden und in der sie sich schließ­lich zur Wehr setzten. Unter den histo­rischen Auf­nahmen aus den ARD-Archiven fand Filmautor Adrian Oeser viele Szenen, die deutlich machen, wie stark der Rassis­mus gegen Sinti und Roma nach 1945 fort­dauerte – und auch im öffent­lich-recht­li­chen Rundfunk immer wieder be­feuert wurde. Die Doku­mentation „Der lange Weg der Sinti und Roma“ ist damit auch eine kritische Aus­einander­setzung der ARD mit ihrer eige­nen Geschichte.

Der Film zeigt darüber hinaus, dass eine Aufarbeitung in vielen gesell­schaft­lichen Be­reichen bis heute not­wendig ist. Bis in die 1980er Jahre ar­beiteten Landes­kriminal­ämter und Forscher in ganz Deutsch­land mit den Akten der Rassen­hygieniker aus der Nazi­zeit weiter, um Sinti und Roma syste­matisch zu erfassen. Erst die Bürger­rechtler konnten diese Akten­bestände in den 1980er Jahren frei­pressen. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (428)

Mai 21st, 2022  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung, Recht & Gericht

Kriminologische Meta­stu­die: Die Ju­gend­kri­mi­na­lität von Roma un­ter­schei­det sich sta­tis­tisch nicht von je­ner von Nicht-Ro­ma.

(Quelle)

ORF-Publikumsrat: Wer vertritt wen?

Mai 20th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Medien & Presse, Politik

ORF-Zentrum Küniglberg (Foto: Thomas Ledl/Wikimedia CC)Angriff auf die Vielfalt – Ge­mein­same Stel­lung­nahme der öster­rei­chi­schen Volks­­gruppen zur Be­setzung des ORF-Pub­li­kums­rats: Vorgehen von Medien­mi­nis­te­rin Raab „be­fremd­lich und un­ver­ständlich“. Volks­gruppen prüfen juris­ti­sche An­fechtung.

Es liegt an den für die Besetzung verantwortli­chen Per­sonen, schnellst­möglich die Be­denken aus vielen Be­reichen der Gesell­schaft zu be­seitigen und für einen gesetzes­konformen Zustand zu sorgen. Ent­spre­chend den Ent­sendun­gen der letz­ten Jahre und dem bis dato ge­leb­ten Rotations­prinzips wäre aus unse­rer Sicht ein Ver­treter der Roma in den Publikums­rat zu ent­senden ge­wesen.

Karl Hanzl, langjähriges Pub­li­kums­rats­mit­glied und Vor­sitzen­der des tsche­chi­schen Beirates

Stellungnahme der „Ständigen Konferenz der Vorsitzenden der Bei­räte der autoch­tho­nen Volks­grup­pen Öster­reichs“, 20.5.2022:

Die Anfang Mai erfolgte Besetzung des ORF-Publikumsrates hat in den von der „Ständigen Konferenz der Vor­sitzenden der Beiräte der autoch­thonen Volks­gruppen Österreichs“ (in Folge kurz: Vor­sitzen­den-Kon­ferenz) ver­tretenen Vereinen und Gruppen für Erstaunen und Entsetzen gesorgt. Ab­gesehen vom kom­mentar­losen Abgehen von der über Jahre und Jahr­zehnte gelebten und an­erkannten Praxis des Vorschlags- und Be­setzungs­vorganges durch das zu­ständige Ministerium und Medien­ministerin Susanne Raab, sieht die Vorsitzen­den-Kon­ferenz ihre eigene Ein­schätzung der Unrecht­mäßigkeit der Besetzung auf Basis der geltenden Gesetzes­lage durch die zahl­reichen Medien­berichte und Kom­mentare von Medien­wissen­schaft­ler:innen voll inhalt­lich bestätigt.

Die Vorsitzenden-Konferenz sieht sich aufgrund der rechtlichen und gesetzlich ver­ankerten Stellung der von ihnen vertrete­nen Volks­gruppen jeden­falls als „repräsen­tative Gruppe bzw. Organi­sation“ im Sinne der für die Besetzung des ORF-Pub­likums­rates rele­vanten Paragrafen des ORF-Gesetzes (§ 28 Abs. 4 ORF-G u.a.) und hat auch in den letzten Jahrzehnten die vor­gese­henen Vorschläge an die jeweils zu­ständigen ministe­riellen Stellen über­mittelt. Auch für die neue Wirkungs­periode des Publikums­rates hat die interne Abstimmung inner­halb der Or­ganisation bereits statt­gefunden. Read the rest of this entry »

Kher4Tschibtscha&kultura

Mai 20th, 2022  |  Published in Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 19.5.2022 | 7:03 min

Raum4Sprache&Kultur: Einblick in die Gedankenwelt der Jugendlichen

Ande dikipe ando gondoskero them le ternendar: O Forum4Bur­gen­land hi jek khetano sika­di­peskero forum la Privati Peda­go­gischi Utschi Ischko­latar Burgenland, la sika­dipeskera direkci­jo­natar Burgen­landiske sar le burgen­landitike flo­goskere grupnendar. Jefkar ando bersch jek mula­tintschago jeke temakere pha­ri­peskere punk­tiha tel likero ol. Use ada­ber­schengero mula­tintschago disku­tirinen o flogos­kere grupnen­gere bajrotscha ande duj tschib­tschengere interview ande lengeri rola taj upre dipe ando isch­kolakere koji sar schajip­tscha taj feder keriptscha le duj tschib­tschen­gere sikadipeskere aun­bitini­pestar dim schaj ol. Isch­kolakere pro­jektscha uso „100 berscha Burgenland“ sar arajip­tscha la ter­nengera schtu­dijatar andar o bersch dujeseri bisch le fokusiha upro burgen­landitike flogoskere grupn pre­sentirim on. O ar le mulatintscha­gostar kertscha o roasi­nipeskero artschi­jipe „100 berscha Burgen­land taj leskere flogos­kere grupn“.

Das Forum4Burgenland ist ein gemein­sames Bildungs­forum der Privaten Pädago­gischen Hochschule Bur­genland, der Bildungs­direktion für Burgen­land sowie der burgen­ländi­schen Volks­gruppen. Unter anderem ver­anstaltet es ein­mal jährlich eine Tagung mit einem Themen­schwer­punkt. Bei der dies­jährigen Tagung dis­kutieren die Volks­gruppen­beiräte in zwei­sprachigen Interviews ihre Rolle und Aufgaben im Schul­wesen sowie Möglich­keiten einer Ver­besserung der zwei­sprachigen Bildungs­an­gebote. Read the rest of this entry »

„Europa Passage“ auf dem DOKfest München

Mai 20th, 2022  |  Published in Film & Theater

Europa Passage: Dokumentarfilm 2022Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat Andrei Schwartz eine Grup­pe von ru­mä­ni­schen Roma be­glei­tet, die seit Jah­ren zwi­schen ihrer Hei­mat und Hamburg pen­deln.

Kinodokumentarfilm von Andrei Schwartz, Deutschland 2022. Seine Premiere feier­te der Film auf dem DOK.fest München am 5. Mai 2022.

Mangels Arbeit in Rumänien verdienen sie den Lebens­unterhalt für sich und ihre Kinder in Hamburg mit Betteln. Sie schla­fen unter Brücken und in Parks, in ständiger Angst entdeckt und ver­trieben zu werden. Für die städti­schen Be­hörden gelten sie als „frei­willige Ob­dach­lose“, der Zugang zu den Not­program­men bleibt ihnen sogar im Winter ver­wehrt. Alle paar Mona­te fahren sie heim, zu­rück zu ihren Kindern und Ver­wandten. In eine Heimat, die ihnen seit der Wende weder Arbeitsplätze noch eine Per­spek­tive bietet. Die zwei Haupt­pro­ta­gonis­ten Maria und Tirloi sind die ein­zigen, die es ge­schafft haben, sich ein Stück Nor­malität auf­zu­bauen. Sie bilden die Brücke zwischen den beiden Welten: Er hat Arbeit, sie geht noch immer betteln. Und sie haben eine Bleibe: Eine kleine Wohnung in einem Gemeinde­haus, wo sie nach Feier­abend zanken und Pläne schmie­den. Viel­leicht ein Anfang, auch für ihre En­kelin Ioana, die in­zwi­schen die Schule besucht. Die 13-Jäh­rige ist die erste in der Familie, die lesen und schrei­ben kann.

Ein Film über das Gelingen und das Sche­itern, und den Preis den man dafür zahlt.

(Text: Wüste Film)

Salzburger Bettelverbot wieder vor dem VfGH

Mai 18th, 2022  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

"Betteln ist ein Menschenrecht" (Foto: Plattform Menschenrechte)Der Verfassungsgerichtshof muss neuer­lich über das sek­torale Bettel­verbot in Salz­burg ent­schei­den. Be­reits 2017 hat der VfGH die Salz­burger Re­ge­lung als men­schen­rechts­widrig auf­ge­hoben.

Das so genannte sektorale Bettelverbot in der Stadt Salzburg wird neuer­lich den öster­reichi­schen Ver­fassungs­gerichts­hof (VfGH) be­schäf­tigen. Schon mit einem Ent­scheid aus dem Jahr 2017 hat der VfGH eine Verbots­zone in Salzburg als verfassungs­widrig auf­gehoben, die der Gemeinde­rat beschlos­sen hatte. Wäh­rend dieses Ver­fahren lief, erließ der Gemeinde­rat aber eine leicht ge­änderte Ver­ordnung für die Verbotszonen in der Altstadt, welche die erste ersetzte. Spä­testens nach dem Spruch des VfGH hätte die Stadt­regierung von sich aus re­agieren und auch die zweite Verbots­zonen­ver­ord­nung auf­heben müssen, kriti­sierte die Plattform für Menschen­rechte mehr­mals in den letzten Jahren. Das ist aber nicht ge­schehen. Nun muss das Höchst­gericht in einem eige­nen Fall auch über die zweite Verbotszone ent­scheiden.

Plattform Menschenrechte richtet wieder Rechts­hilfe­fonds ein

Betroffen ist eine Frau aus Rumänien, die im Dezember 2020 in der Schanzl­gasse still am Boden sitzend ge­bettelt hatte. Sie erhielt dafür eine Geldstrafe in Höhe von € 100 und legte da­gegen einen Einspruch ein, der von der Polizei ab­gewiesen wurde. Vor kurzem lehnte auch das Landes­ver­waltungs­gericht Salzburg eine Beschwerde gegen die Strafe ab. Mit Unter­stützung der Plattform für Men­schen­rechte Salzburg geht der Fall nun zum VfGH. Um die Kosten für das Verfahren auf­zu­bringen, hat die Platt­form wieder einen Rechts­hilfe­fonds eingerichtet, der mit Spenden ge­speist wird.

„Das Urteil des Landesverwaltungsgerichtes ist in keiner Weise nach­voll­ziehbar“, erklärt Alina Kugler von der Plattform für Men­schen­rechte. „Der Verfassungs­gerichts­hof hat schon ein­mal klar ent­schieden, dass das absolute Bettelverbot in den definierten Zonen menschen­rechts­widrig ist. Read the rest of this entry »

Vorarlberg: Die Roma-Entführer, die es nie gab

Mai 17th, 2022  |  Published in Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte

KastenwagenDas uralte rassistische Mär­chen von „kin­der­steh­len­den Zigeunern“ spukt noch im­mer durch viele rassis­ti­sche Ge­hirne – und so­gar noch durch so man­ches Medium. Jüngs­tes haar­sträu­ben­des Bei­spiel aus Öster­reich: das Vor­arl­ber­ger On­line-Me­dium VOL.AT (Vor­arl­berg on­line).

Mutter schockiert: Fremde versuchte Bub weg­zu­ziehen“, heißt es da in fetten Let­tern in der Über­schrift zu einer heute ver­öffent­lich­ten Mel­dung. Und (man be­achte den Indikativ): „In Hohenems pack­te eine un­bekannte Frau ein Kind an der Hand. Der Bub war mit seinem Opa in einem Lebens­mittel­ge­schäft un­ter­wegs.“

Indikativ trotz besserem Wissen: Artikelintro zu einer Entführung, die es nie gab (Screenshot der Website VOl.at) VOL.at präsentiert den ver­eitelten Ent­führungs­versuch in Titel und Vor­spann also laut­stark als Fakt – und er­wähnt erst viel weiter un­ten im Text, was die Polizei fest­stellte: dass die an­geb­liche „ver­suchte Kindes­entführung“, um die der Artikel so viel Auf­hebens macht, in Wirk­lich­keit nie statt­gefunden hat. Die War­nung des Po­­lizei­sprechers, Ge­rüchte im Internet nicht leicht­fertig zu ver­breiten, hat die Re­dakteu­rin über­haupt am un­ters­ten Ende des Artikel ver­steckt – dort, wo wohl nur die we­nigsten sich flott durchs On­line-An­gebot klicken­den User je­mals hin­­ge­­langen.

Die Journalistin hat sich nicht einmal die Mühe ge­macht, even­tu­elle Zeugen des Vorfalls zu suchen und zu kon­tak­tieren. Nicht einmal mit dem an­gebli­chen Haupt­zeugen (den Groß­vater, der mit dem Kind unter­wegs war) hat sie offenbar ge­sprochen. Statt den Großvater zitiert das Medium aus­schließ­lich, und dafür umso aus­führ­licher, blo­ßes Hörensagen aus zwei­ter Hand: nämlich die Mutter, ob­wohl diese gar nicht dabei war. Wenn man ein Lehrbuchbeispiel dafür sucht, wie jour­nalisti­sche Bericht­erstat­tung nicht geht – hier ist es.

Und das Beste: Spätestens bei der Erwähnung des „weißen Kasten­wagens“, in den böse Roma kleine Kinder zerren würden, hätte es bei nur fünf Minu­ten Re­cherche klingeln müssen:

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dROMa 65: „Nachbarn / Nochbertscha“

Mai 16th, 2022  |  Published in dROMa (Magazin)

dROMa 65, Frühling/Terno linaj 2022: Themenheft Nachbarn | Temakeri heftlina Nochbertscha (Coverporträt: Mihaela Drăgan, Foto: Nihad Nino Pušija) Themenheft „Nachbarn“ | Temakeri heftlina „Nochbertscha“

Download (PDF) | Inhalt

Unter dem Heftmotto „Nachbarn“ blicken wir wieder einmal über die Grenzen. Zuerst nach Budapest, wo sich in den letzten Jahren das Theater­festival „Roma Heroes“ etabliert hat. János Róbert Orsós hat einige der Stücke für uns analy­siert. Vinko Cener hat sich mit der sloweni­schen Romni und Lin­guistin Samanta Baranja über die Situa­tion des Romani in Slowenien unter­halten und dabei so manche Paral­lele zum Burgenland ent­deckt. Der tra­gische Tod von Stanislav Tomáš, der in Tschechien bei einem Polizei­einsatz ums Leben kam, jährt sich dem­nächst zum ers­ten Mal. Roman Urbaner hat nach­ge­fragt, was aus den Er­mittlun­gen wurde. Um es kurz zu machen: nichts – im März wurde die Akte ge­schlos­sen. Im dROMa-Gespräch stellt Ihnen Emme­rich Gärt­ner-Hor­vath dann noch ein Jahr­hundert­vorhaben vor – das „Haus der Volks­gruppen“, das in Oberwart ent­stehen und als Leucht­turm­pro­jekt sogar über die Grenzen aus­strahlen soll. Mit dabei: der Verein Roma-Service. Und als Schluss­punkt haben wir ein frühes Gedicht des ungari­schen Rom und dROMa-Gast­autors Tamás Jónás aus Szombathely aus­ge­wählt, von dem gerade ein neuer Lyrik­band (mehr hier) er­schienen ist.

Telal o heftlinakero moto „nochber­tscha“ papal jefkar pedar o granici dikas. Ersch­tivar ande Budapest, kaj pe ando lejcti berscha o teateris­kero festivalo „Roma Heroes“ duach be­schar­tscha. O János Róbert Orsós amenge poar falati aun peske dikla. O Vinko Cener la slove­nitika Romnjaha taj lingujist­kijaha Samanta Baranja pedar i situa­cija le Roma­nistar andi Slovenija vaker­tscha taj pasche poar parale­ltscha uso Burgenland lakla. Akan bojd jek bersch hi, kada o bri­gaschno mulipe le Stanis­lav To­mášistar sina, savo andi Tsche­chija use jek and bescha­ripe le haren­ge­ren­dar pro ileto na­schaschta. Read the rest of this entry »

Zeltstadt in Prag für Roma aus der Ukraine

Mai 12th, 2022  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Tschechien: Roma-Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine übernachten im Hauptbahnhof in Prag (Foto: Romea.cz/Lukáš Cirok)Im Prager Stadtteil Troja soll am Donner­tag eine Zeltstadt für ge­flüch­tete Roma aus der Ukraine ent­stehen. Diese sei für bis zu 150 Men­schen kon­zipiert, werde mit Lebens­mitteln ver­sorgt und biete Sanitär­berei­che, wie Innen­minister Vít Rakušan (STAN) an­kün­digte.

Über geflüchtete Roma aus der Ukraine wird in Tschechien seit eini­gen Tagen dis­kutiert. Ein Teil von ihnen be­sitzt auch die ungarische Staats­bürger­schaft und hat daher keinen An­spruch auf Flücht­lings­hilfe sowie ent­sprechen­de Unter­künfte. Diese Roma schlafen des­wegen unter an­derem im Prager Haupt­bahnhof. Hilfs­organi­sa­tio­nen warnen aber vor einer dro­henden humani­tä­ren Katastrophe dort, weil sie nicht ge­nügend Lebensmittel für diese Men­schen bereits­tellen können.

(Text: Radio Prag)

Siehe auch:
Tschechien: Roma-NGOs helfen Geflüchteten, 3.5.2022

Bewegungsfreiheit und Schutz für Roma, 31.3.2022
Ukraine-Flüchtlinge: Glei­che Hilfe für alle!, 6.3.2022

Berichte über die Lage von Roma-Kriegsflüchtlingen in Tschechien (Romea.cz):
Czech accommodation facilities discriminatorily, groundlessly expel Romani refugees from Ukraine, 6.3.2022 Read the rest of this entry »

SENSIRO: Schtudija usi Roma strategija

Mai 9th, 2022  |  Published in Politik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Wissenschaft

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 9.5.2022 | 9:23 min

Strategie zur Inklusion der Rom*nja in Österreich

I erschti Roma strategija le anaveha bisch bisch, dujeseri taj dscheujek kes­dintscha taj o phari­pes­kere punktscha sina atschipe, sika­dipe, sastipe taj butjake­ri politik. So, taj sar ada kerdo ulo taj so dschi­jakana ari alo, akan ando pro­jekto SENSIRO, jek schtudija le institu­tiske la socijalogijake, la uni­ver­site­tatar Betsch, upre dim ulo ar te butscha­linel. Schtar schel dschene la flogos­kera grupnatar le Romen­dar min­den­felitike phutscha­jitscha usi schtu­dija uschtidine. I pro­jektis­keri grupn ando farajn Roma-Service pumen talinde pedar i schtu­dija te vakerel. Trin grupn kerde ule, save pumenge falati la schtu­di­jatar aun te diken taj pedar poroti tschito te ol. Paloda o arajipe le khetan be­schi­pestar ande jek pisi­nipes­kero lil ande te fojnel. Soske aja schtudija la flogos­kera grupnake schaj barikano hi dschanel o profesori Chrtistoph Reinprecht. O arajipe la schtudi­jatar taj o angletscha­lajiptscha le dschenendar, save use aja schtudija butscha­linde ando schtarto okto­beri ando bunda­kero birovtscha­go Betschiste pre­sentirim te ol.

SENSIRO ist ein Projekt, das die natio­nale Stra­tegie zur Er­höhung der sozialen Inklusion der Rom*nja, die 2011 ver­ab­schiedet und deren Fort­setzung vor kurzem be­schlos­sen wurde, un­ab­hängig eva­luiert. Ziel der Evaluie­rung ist es, heraus­zu­finden, ob und in­wiefern die vom Bundeskanzleramt definierten Wirkungsziele erreicht wurden. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (427)

Mai 6th, 2022  |  Published in Brauchtum & Tradition, Facts & Figures

Zu Vasilica, dem Neujahrs­fest (14. Jän.), schlach­ten Roma in Nord­mazedonien tra­di­tio­nel­ler­weise einen Trut­hahn; am heu­ti­gen Ge­orgs­tag (6. Mai) ein Lamm.

(Quelle)

Sinti-Kind abgeführt: Prozess abgesagt

Mai 5th, 2022  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Streifenwagen (Bild von Cornell Frühauf/Coernl auf Pixabay)Prozess in Singen (Baden-Württem­berg) ab­ge­sagt: Polizei­be­am­te zie­hen Ein­spruch ge­gen Straf­be­fehl zurück

Kurz vor dem Beginn des Gerichtsprozesses gegen zwei der vier Singener Be­amten, die am 6. Febru­ar 2021 ein elf­jähri­ges Kind in Hand­schellen auf die Polizei­wache ge­bracht hat­ten (wir be­rich­te­ten hier, hier, hier, hier und hier), zogen diese ihren Ein­spruch gegen die bereits er­folgten Straf­befehle zurück.

Engin Şanlı, Rechtsanwalt:
„Es wäre gut gewesen, die Tat nochmal auf­zu­arbeiten und An­gehö­ri­gen der Minder­heit der Sinti und Roma deut­lich zu sig­nali­sieren, dass das Fehl­verhalten ein­ge­standen wird. Die kurz­fristige Ein­spruchs­rück­nahme zeigt uns, dass hier nicht ver­standen worden ist, dass es nicht aus­reicht, die Strafe zu ak­zep­tieren. Bis heute wurde der Familie von dem in Hand­schellen ab­geführten Kind keine Moti­vation ge­nannt, warum es zu einem solchen Vor­gehen ge­kommen ist. Die Familie möchte Gewiss­heit haben, dass solche Vorfälle in der Zukunft nicht mehr pas­sieren. Wir schätzen schluss­endlich die erfolgte Be­strafung der Beamten seitens der Justiz. Damit steht fest: Ein minder­jähriges Kind wurde ins­beson­dere auch wegen seiner Zu­gehörig­keit zur Gruppe der Sinti und Roma durch Polizei­beamte gegen seinen Willen und ohne Rechts­grundlage der Freiheit be­raubt und schließ­lich dazu ge­nötigt, in ein Polizeiauto ein­zu­steigen. Es wurde aufs Revier gebracht, und die Er­zie­hungs­berech­tigten wurden darüber nicht ein­mal informiert. Die Aufgabe der Sicher­heits­behör­den und Politik ist, sol­chem Verhalten vor­zu­beugen.“

Daniel Strauß, Vorsitzender des VDSR-BW:
„Ein öffentlicher Prozess hätte den Antiziganismus – die mut­maß­liche Motiva­tion der Tat – auf­ge­arbeitet. Dieser Aspekt fehlt voll­kommen in der Ver­urteilung der Konstanzer Staats­anwalt­schaft. Read the rest of this entry »

Ruža Nikolić-Lakatos gestorben

Mai 4th, 2022  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Ruzsa Nikolic-Lakatos 2008 bei "Romale!" in Graz (Foto: dROMa)Die Lovarica Ruža Nikolić-Lakatos, Sänge­rin und Bot­schaf­te­rin ihres Volkes, ist laut An­ga­ben der Fa­mi­lie heute im Alter von 77 Jahren ge­storben. Weit über die Gren­zen des Lan­des hinaus war sie für ihre Musik und für ihr En­gage­ment für die Volks­gruppe der Romnja und Roma be­kannt.

Ruža Nikolić-Lakatos wurde 1945 inmitten der Kriegs­wirren in einer Klein­stadt nahe Győr ge­boren. Im Zuge des Ungarn-Auf­standes 1956 flüch­tete die Fa­milie Lakatos nach Österreich und kam über Um­wege nach Wien. Dort lernte sie ihren spä­teren Mann Mišo Nikolić kennen. Ge­meinsam mit ihren Söhnen Mischa und Sascha bil­deten sie das En­semble „Ruža Niko­lić-La­katos and The Gypsy Family“ und wurde zur be­kann­testen Sän­gerin der öster­reichi­schen Romnja und Roma.

Traditionelles Liedgut der Lovara

Ruža Nikolić-Lakatos wurde zur Botschafterin ihres Volkes und war be­müht, die nahezu ver­gessene Musik an junge Ge­nera­tio­nen weiter­zu­geben. „Wenn ich ein altes Lied singe, dann spricht dieses vom Leben der Roma, von den Wahr­heiten, wie die Roma weg­geschleppt und ge­schlagen worden sind“, erzählte Ruža Nikolić-La­katos in einem Inter­view für das ORF-Ma­gazin „Heimat Fremde Heimat“ im Jahr 2003 von ihrer Musik. Im Okto­ber 2011 wurden die Lieder der Lovara als wich­tiger Be­standteil der Kultur­tradition der Gruppe an­erkannt und von der Öster­rei­chi­schen UNESCO-Kom­mis­sion in das Ver­zeichnis des nationa­len im­materiel­len Kulturerbes in Österreich auf­ge­nommen. Diese An­erkennung ist maßgeblich Ruža Nikolić-Lakatos zu ver­danken. Read the rest of this entry »

Elfjähriger in Handschellen: Prozess startet

Mai 4th, 2022  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Streifenwagen (Bild von Cornell Frühauf/Coernl auf Pixabay)Prozess gegen Singener Polizei­be­am­te star­tet: Wei­ter­ent­wick­lung im Fall „Kind in Hand­schel­len ab­ge­führt“

Am 5. Mai beginnt vor dem Amtsgericht Singen (Ba­den-Württem­berg) der Prozess gegen zwei der vier Sin­gener Be­am­ten, die am 6. Febru­ar 2021 ein elf­jähriges Kind in Hand­schellen auf die Polizei­wache ge­bracht hatten. Die Beamten werden der Freiheits­berau­bung und Nötigung be­schuldigt. Bereits im Okto­ber letzten Jahres hatte die Staats­anwalt­schaft Konstanz gegen zwei Beamte Strafbefehle aus­gestellt. Gegen die Straf­befehle wurde Berufung ein­gelegt. Gegen zwei weitere tat­ver­dächtige Beamte ist das Ver­fahren gegen Auflagen ein­gestellt worden.

Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landes­ver­band Ba­den-Württem­berg (VDSR-BW) unter­stützt die be­troffene Familie. Sie wird in der Neben­klage durch den Rechts­anwalt Engin Şanlı ver­treten. Die nächste Ver­hand­lung ist am 12. Mai an­gesetzt.

Engin Şanlı, Rechtsanwalt:
„Kinder dürfen von polizeilicher Gewalt nicht be­rührt werden. Der Prozess spielt eine wich­tige Rolle in der Auf­arbeitung von polizei­licher Be­handlung von Kindern – ins­beson­dere von Kindern, die einer Minder­heit an­gehören. Es ist zu be­dauern, dass bis heute keine Ent­schuldi­gung be­züglich der Tat er­folgt ist. Read the rest of this entry »

Tschechien: Roma-NGOs helfen Geflüchteten

Mai 3rd, 2022  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Tschechien: Roma-Kriegsflüchtlinge campieren vor dem Bahnhof von Brünn/Brno (Foto via Romea.cz)Radio Prag: Tschechische Roma-Or­ga­ni­sa­tio­nen wol­len bei Auf­nah­me von Flücht­lin­gen aus der Ukraine helfen

Organisationen tschechischer Roma werden in beson­ders be­an­spruch­ten Zentren für die Ankunft ukrai­nis­cher Flüchtlinge helfen. Dies gab In­nen­minis­ter Vít Rakušan (Stan) ver­gan­gene Woche nach Ge­sprä­chen mit Ver­tretern der Roma-Or­ga­ni­satio­nen be­kannt. Dabei sollen sich die Frei­willigen vor allem um Roma unter den Flücht­lingen aus der Ukraine küm­mern. Rakušan nannte als ein Problem, dass diese häu­fig kein Ukrainisch, aber Romanes sprä­chen.

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