Mai 3rd, 2022 |
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Rassismus & Menschenrechte
Radio Prag: Tschechische Roma-Organisationen wollen bei Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine helfen
Organisationen tschechischer Roma werden in besonders beanspruchten Zentren für die Ankunft ukrainischer Flüchtlinge helfen. Dies gab Innenminister Vít Rakušan (Stan) vergangene Woche nach Gesprächen mit Vertretern der Roma-Organisationen bekannt. Dabei sollen sich die Freiwilligen vor allem um Roma unter den Flüchtlingen aus der Ukraine kümmern. Rakušan nannte als ein Problem, dass diese häufig kein Ukrainisch, aber Romanes sprächen.
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Mai 3rd, 2022 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft
Katrin Kühnert (2020): „Holocaust-Autobiografien von Roma. Darstellungsformen der Verfolgung und Vernichtung während des Nationalsozialismus“
Masterarbeit, Universität Wien (Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät), 108 S.
→Download der UB Wien (pdf)
Abstract:
Der Holocaust spielt als geteilte Leidenserfahrung nicht nur für die kollektive Gruppenidentität der Roma eine bedeutende Rolle, sondern ist auch bis heute das dominierende Thema ihres Schreibens. Die Literatur dieser größten ethnischen Minderheit Europas ist dabei häufig autobiografisch beeinflusst, im deutschsprachigen Raum stellt die Autobiografie gar die dominierende Äußerungsform dar. Während Juden und Jüdinnen bereits während des NS-Massenmordes beginnen, ihre Verfolgungserfahrungen aufzuzeichnen, und somit beim späteren Schreibbeginn der Roma schon etablierte Standards bestehen, folgt ihr Erzählen diesen nicht durchgängig, sondern es entsteht ein eigenes Narrativ, über den NS-Genozid zu berichten. Die vorliegende Arbeit identifiziert mittels qualitativer Textanalyse typologische Analogien auf sprachlicher und inhaltlicher Ebene in fünf Autobiografien von Holocaust-Überlebenden. Der Textkorpus setzt sich aus Ilona Lackovás A false dawn (1997, Slowakei/Tschechien), Otto Rosenbergs Das Brennglas (1998, Deutschland), Mongo Stojkas Papierene Kinder (2000, Österreich), Edward Dębickis Totenvogel (2004, Polen) und Zoni Weisz’ Der vergessene Holocaust (2016, Niederlande) zusammen. Read the rest of this entry »