„Wir Roma sind nicht Bettler und Kriminelle!“: Viktoria Waldhäusl im Gespräch mit Samuel Mago, Schriftsteller und Antiziganismus-Aktivist
Samuel Mago ist stolz, Rom zu sein. Der 1996 in Budapest geborene Schriftsteller mit jüdischen Wurzeln setzte sich schon als Schüler in der Wiener Albertgasse gegen antiziganistische Klischees ein. An der Universität Wien, wo er „Transkulturelle Kommunikation“ studiert, war er Mitbegründer der „Hochschüler*innenschaft Österreichischer Roma und Romnja“. Samuel Magos Literatur ist nicht nur poetisch, sondern auch politisch. Wenn er in seinen Texten positive Gegenbilder erschafft und seine von starken Frauen geprägte Familiengeschichte erzählt, ist das immer gleichermaßen Aktivismus wie Gedenkarbeit. Viktoria Waldhäusl spricht mit Samuel Mago über dessen Familiengeschichte, über engagierte Literatur und den Reichtum der Roma.
Dumm gefragt: „Neigen Sinti und Roma zur Kriminalität?!“
WDR/1LIVE, Podcastfolge vom 4.3.2021, 54:02 Min.
Verfügbar bis 4.3.2022
Sinti und Roma werden oft als „fahrendes Volk“ bezeichnet, und darin steckt schon das erste Vorurteil gegen sie. Den Sinti und Roma wird nachgesagt, sie seien faul, kriminell, würden in Wohnwagen und Zelten leben und viel zu viele Kinder bekommen. Diese Klischees existieren schon seit Jahrhunderten, weshalb Sinti und Roma immer wieder verfolgt und diskriminiert wurden.
Fritz Schaefer klärt mit Taisiya und Sejnur, was dran ist und wie Menschen der Sinti und Roma heute mit Vorurteilen umgehen.
Ein Podcast-Gespräch des burgenlandkroatischen Mediums „Novi Glas“ mit dem Roma-Aktivisten Martin Horvath (Verein Hango Roma)
Anfang 2021 wurde im deutschen WDR eine Sendung ausgestrahlt, in der ausschließlich mehrheitsangehörige Promis über die Verwendung von Begriffen wie „Zigeunersauce“ diskutierten. Die Sendung hat hohe Wellen in den sozialen Medien geschlagen und auch Roma-Angehörige in Österreich empört (wir berichteten: hier, hier und hier). Martin Horvath (38) aus Siget in der Wart ist Gründer und Vorstandsmitglied des Vereins HANGO ROMA, einer der Schwerpunkte des Vereins ist Antiziganismusarbeit. Das ganze Telefongespräch mit Horvath ist als Podcast nachzuhören und unterhalb in gekürzter Form zu lesen.
Konstantin Vlasich/Novi Glas: Wie ist es dir ergangen, als du von dieser Sendung im WDR erfahren hast?
Martin Horvath: Es ist in den letzten Monaten nicht neu, dass gegen die Volksgruppe der Roma gehetzt wird. Als Corona angefangen hat, in Ungarn, Rumänien, Slowakei hat man Schuldige gesucht und die Schuldigen waren die Roma. Die Sendung beweist, dass oft ein Thema gewählt wird, mit dem man Quoten erreicht: Die Diskussion – soll man das „Zigeunersauce“ nennen oder nicht? – ist aber verantwortungslos. Das sind Personen in der Öffentlichkeit, die man liebt, die Vorbilder sind. Wenn man so diskutiert, ist das nicht in Ordnung. Man kann über die Verwendung des Begriffs „Zigeuner“ eine Diskussion halten, aber dann muss man Vertreter von diversen Roma-Organisationen einladen, damit man gemeinsam darüber diskutieren kann.
NG: Wie stehst du zu diesem Begriff? Verwendest du ihn?
Der Begriff ist nicht in unserem Wortschatz, in Romanes gibt es das Wort „Zigeuner“ nicht einmal. Man verbindet es mit dem „ziehenden Gauner“, es ist ein negatives Wort, das uns aufgedrückt worden ist. Wir sind so bezeichnet worden. Es gibt Leute, die sich als „Zigeuner“ bezeichnen, aber das ist eine persönliche Geschichte. Das sind Einzelne, aber man kann keine gesamte Gruppe als „Zigeuner“ bezeichnen. Es ist jedem überlassen, wie er sich bezeichnet. Für mich persönlich ist das Wort abscheulich. Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 25.10.2021 | 8.19 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Johann Trattner: Spurensuche in Auschwitz-Birkenau
Johann Baranyai jomakero rodipe ande Auschwitz-Birkenau Betschiste deschuduj orenge o dschene, sar dschidovtscha, Roma taj butjaschtscha andar o nacijonalfonds, save Auschwitz uso pradipe le blokistar deschuefta akarde ule, pumen reste taj busiha upro drom pumen kerde. O cile dschene, save pumen upro drom Auschwitzate kerde, jek bara dukaha ham te jek gondoha valaso te schunel taj valsao pedar i ajgeni familija te phukal so lenge adaj upre ada than kerdo ulo, jek aunpaschlaripe sina. Na ar te gondolinel sina, so adaj sa upre ada than kerdo ulo taj soske? O pharo drom uso block deschutrin, kaj o artschijipe ande Auschwitz le Romendar hi, le Johann Baranyaiske, sar lo agun butscholahi akan Trattner leskero familijakero anav hi, na loke sina. Kipi le Romendar, le familijendar, muschikascherndar taj le tschavendar andar mindenfelitike vilagi, kaj Roma anglo haburi dschivnahi ando block deschutrin butvar te dikel hi. So adaj le manuschenca sa kerdo ulo taj saj idijologija adaj palal terdschini schoha te hajol ovla. Ando artschijipe ando block deschutrin te o anava le dschenendar, save ande Auschwitz-Birkenau ledschim ule upre jek tablina hi. O Hansi, sar ov le Romendar ando Burgenland akardo ol mindschart te rodel kesdintscha le anevstar Baranyai. Upre jek kipo le artschijipestar o Johann Baranyai pra muam prindschartscha, savi ande Auschwitz Birkenau ledschim uli.
O Erich Finsches, dschido ando porintschago le Johann Baranyaiha phukal pedar pri terdschivipeskeri historija. O barakn, kaj o dschene iste sovnahi, vaj upri khulali kaj iste dschanahi sikan saj sakodiveskero bibastalo dschivipe le manuschen odoj sina. Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 22.10.2021 | 6.11 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Ziel des Projektes ROMABIZ ist die Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) von Roma und Sinti durch Stärkung ihrer Management- und unternehmerischen Kompetenzen. Es wird derzeit eine Erhebung durch persönliche Befragung zur unternehmerischen Situation von Roma- und Sinti-Unternehmen in der burgenländisch-ungarischen Grenzregion durchgeführt, um vorherrschende Charakteristika und Bedürfnisse punktgenau aufzugreifen. Die Unternehmen werden anschließend im Rahmen von Einzelberatungen sowie bei Bedarf durch Mentoring von geschulten BeraterInnen unterstützt. Daneben werden Gruppencoachings zur Entwicklung besonders wettbewerbswirksamer Kompetenzen und Strategien angeboten. „Treffen am Runden Tisch und Exkursionen zum Kennenlernen von Best-Practice-Beispielen fördern die Intensivierung des Erfahrungsaustausches und die Vernetzung“, ist BFI-Projektmanager Christoph Greiner überzeugt. Es wird zudem eine innovative, internetbasierte und mit mobilen Anwendungen ausgestattete Unternehmensplattform aufgebaut, wo Roma-UnternehmerInnen die Möglichkeit haben, ihre Unternehmen zu präsentieren und nützliche Informationen zu platzieren. Read the rest of this entry »
Deutschland: „Kind in Handschellen abgeführt“ – Arbeit des Landesverbands der Sinti und Roma (VDSR-BW) zeigt Wirkung
Die Staatsanwaltschaft Konstanz soll diese Woche Strafbefehl gegen zwei der vier Beamten ausgestellt haben, die am 6. Februar 2021 ein elfjähriges Kind in Singen (Baden-Württemberg) in Handschellen abgeführt und auf die Polizeiwache gebracht hatten (wir berichteten hier und hier). Gegen zwei weitere tatverdächtige Beamten soll das Verfahren gegen Auflagen eingestellt worden sein. Die Vorwürfe gegen das Kind haben sich als vollkommen haltlos erwiesen.
Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender des VDSR-BW: „Alle vier Beamten haben demnach rechtswidrig gehandelt. Der Landesverband begrüßt, dass die Staatsanwaltschaft dies festgestellt hat. Der Vorfall hat großes öffentliches Interesse und Empörung ausgelöst. Wir wünschen uns und erwarten auch, dass es zu einer öffentlichen Verhandlung kommt.“
Die zwei Beamten, die einen Strafbefehl erhalten haben sollen, haben der Staatsanwaltschaft zufolge Einspruch eingelegt. Eine öffentliche Hauptverhandlung ist daher nicht ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft soll bisher nicht von einer rassistischen bzw. antiziganistischen Motivation ausgehen. Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender: „Die mehrfache Verwendung des antiziganistischen ‚Z.‘-Begriffs ist belegt. Die Tatmotivation muss beim Namen genannt werden.“
Bei der rumän. Volkszählung 2011 deklarierten sich 621.573 Personen selbst als Roma; eine Expertenerhebung vor Ort ergab das Doppelte: 1,2 Mio. (SocioRoMap).
Tschibtscha | 19.10.2021 | 8.51 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Das Jubiläum „100 Jahre Burgenland“, diesmal aus Sicht der Volksgruppen, moderiert von Christoph Krutzler, zieht sich durch das Konzert am 16. Oktober im OHO in Oberwart wie ein roter Faden und endet im gemeinsamen Lied „Hand in Hand“. Die Bedeutung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt des Burgenlandes soll mit einem Konzert, bei dem alle Volksgruppen vertreten sind, unterstrichen werden. Musik von: BRUJI, Max Schabl, Ferry Janoska, Leon Berger, Melinda Stoika, Martin Horvath, Josef Sari – MusikerInnen aller Volksgruppen des Burgenlandes.
Antiziganismus erkennen – benennen – entgegenwirken! Anticiganismus esbe te lel – te akarel – gejng pe te terdscharel! Dream Road – Fortbildung zu pädagogischen Methoden gegen Antiziganismus
Die Roma-Volkshochschule Burgenland bietet Ihnen eine Workshopreihe bzw. Ausbildung für Trainer/innen an, in der Sie bestens darauf vorbereitet werden, in Schulen und Erwachsenenbildung zum Thema „Theorie und Praxis gegen Diskriminierung und Antiziganismus“ zu arbeiten.
Sa., 23.10.2021, 09:30 – 15:30 Uhr
Ort: VHS Erlaa, Putzendoplerg. 4, 1230 Wien
Kursleitung: Melinda Tamás MA
Teilnehmer/innen: 6 bis 15 (kostenlos) →Zur Anmeldung (Kurs-Nr.: 21DROM02)
Zielgruppe: Workshop für Trainierende, Pädagoginnen und Pädagogen, Jugendleiterinnen und Jugendleiter, Multiplikator/innen und andere Interessierte
Methodik: Wissensvermittlung, Theorie Input, Kleingruppen- und Großgruppenübungen, soziometrische (Aufstellungs-)Übungen, im Falle von Präsenzunterricht: Rollenspiele
Das Training zielt auf die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Ausprägungen des Antiziganismus ab und stellt Methoden für die schulische und außerschulische Sensibilisierungs- und Bildungsarbeit vor. Neben Informationen zum historischen und aktuellen Antiziganismus in Europa, insbesondere in Österreich, sowie zur Struktur und Funktionsweise antiziganistischer Vorurteilsstrukturen, werden pädagogische Konzepte und Methoden vorgestellt und erprobt. Schwerpunkt des Trainings ist das praktische Erproben und Erfahren der Übungen. Read the rest of this entry »
Europarat fordert Tschechien zur Bekämpfung von Stereotypen auf
Tschechien muss bei der Bekämpfung von Stereotypen, Vorurteilen und feindseligen Äußerungen gegenüber Minderheiten seine Anstrengungen verstärken. Dies steht in dem Bericht des Beratungsausschusses zum Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten des Europarates, der letzte Woche veröffentlicht wurde. Die Regierung in Prag wird zudem aufgefordert, Frauen der Roma-Minderheit zu entschädigen, die in den Jahren zwischen 1966 und 2012 Opfer von Zwangssterilisierungen wurden.
Der Beratungsausschuss würdigte gleichzeitig Fortschritte bei der Bekämpfung der Diskriminierung in Tschechien, vor allem im Bildungs- und Medienbereich. Der bereits fünfte Bericht dieser Art erwähnt außerdem positiv den Abriss des Schweinezuchtbetriebes auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers für Sinti und Roma in Lety.
In Tschechien käme es dennoch immer wieder zu Anfeindungen von Roma, muslimischen Einwanderern oder auch Deutschen, und dies vor allem in den sozialen Netzwerken, heißt es im Bericht weiter. Read the rest of this entry »
Obwohl Rom*nja und Sinti*ze bereits seit dem 15. Jahrhundert in Österreich leben, wird ihre Geschichte noch immer nicht als Teil der österreichischen Geschichte betrachtet. Damit verhärten sich die Vorurteile und Rassismen, die sich über die Jahrhunderte in der Mehrheitsgesellschaft eingenistet haben. Während die ältere Generation der Rom*nja und Sinti*ze ihre kulturelle Herkunft oft geheim gehalten hat, um sich vor Anfeindungen, Diskriminierungen und Gewalt zu schützen, tritt die junge Generation selbstsicher auf.
Wir als Community müssen unsere Ressourcen darauf konzentrieren, Menschen zu empowern. Jung bis alt müssen emporwert werden. Wir haben lange genug darum gebeten, einen Platz am Tisch der Dominanzgesellschaft zu bekommen. Wir müssen anfangen, unseren eigenen Tisch zu bauen. Roxanna-Lorraine Witt
In diesem Feature lassen wir sieben Rom*nja und Sinti*ze aus Österreich und Deutschland über ihren Aktivismus und neue Narrative sprechen. Dazu gehören die beiden Gründerinnen des Opre Heroes Collectives und Menschenrechtstrainerinnen, Ioana und Irina Spataru, die burgenländische Journalistin und Autorin Katharina Graf Janoska, Aktivistin und Gründerin des RomblogsGilda Horvarth, Sinti-Aktivistin und Executive Director von Save Space Roxanna-Lorraine Witt und die beiden Gründer des Rymecast-Podcasts Sejnur Memisi und Nino Novakovic. Read the rest of this entry »
„Sinti und Roma sind seit Jahrhunderten ein Teil Europas und damit ein Teil von uns“, schreibt die Anthropologin Elisabeth Tauber in einer dieser Minderheit gewidmeten gebundenen Ausgabe der Arunda/Löwenzahn. Und weiter: „Viele Sinti und Roma haben keinen Wert darauf gelegt, Monumente und Dokumente, das heißt für alle sichtbare und zugängliche Erinnerung zu hinterlassen. Sie haben sich in diese Welt eingefügt, ohne sich ihr aufzudrängen. Nun liegt es an uns, ihre Präsenz mit der notwendigen Achtsamkeit der Spurensuche auszuloten.“
Elisabeth Tauber ist Kulturanthropologin. Sie lehrt und forscht an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen. In ihrer ersten von drei Radiovorlesungen führt sie uns in die Wissenschaft der Anthropologie ein und lehrt uns, die verschiedenen spezifischen Disziplinen innerhalb dieser zu unterscheiden. Elisabeth Tauber spricht in ihrer zweiten Radiovorlesung über die anthropologische Forschung zu Sinti und Roma. Heute ist diese Forschung eine etablierte Disziplin, aber lange Zeit spielten theoretische Arbeiten zu Sinti und Roma keine Rolle in der Anthropologie. Die Forscherin hat für ihre eigenen anthropologischen Studien zu Sinti und Roma im italienischen Staatsarchiv und im Südtiroler Landesarchiv geforscht und ist auf wertvolles Material der österreichisch-ungarischen Gendarmerie gestoßen: Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 8.10.2021 | 7.13 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
O pal gondolipe le opferendar schoha pobisterdo tromdo te ol, ada iste amaro upre dipe hi, phentscha o bundakero presidento Alexander Van der Bellen uso pradipe le neve austritike thaneskere artschijipestar ando aguno logeri taj akan o musejum Auschwitz-Birkenau. O akaripe le anglebeschtostar le kuratorijumistar le nacijonalfondsistar, nacijonalpresidentostar Wolfgang Sobota sina. Politikertscha taj reste dschene pumaro alav odoj asdine. O artschijipe ando block deschuofto ande Auschwitz-Birkenau le kherodaschenge akan prado hi odoj schaj sako pedar i bibastali khetan historija la Austrijar, save le cilen preginel valaso siklim schaj ol, kaj asaj bibastali historija schoha buter te al.
Eröffnung der neuen österreichischen Länderausstellung in Auschwitz
Die Erinnerung an die Opfer zu bewahren sei „unser Wille und unsere Verpflichtung“. Das sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Montag, den 6.10.2021, zur Eröffnung der neuen österreichischen Länderausstellung im ehemaligen NS-Konzentrationslager und nunmehrigen Museum Auschwitz-Birkenau. Die Gedenkfeier fand auf Einladung des Vorsitzenden des Kuratoriums des Nationalfonds, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, und des Direktors des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau, Piotr M. A. Cywinski, statt. Read the rest of this entry »
Die österreichische Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW, Infos und Kontakt →hier) wendet sich mit folgender Aussendung an Roma-Organisationen und bittet um Mithilfe und Verbreitung:
Antiziganismus bekämpfen, Diskriminierung melden!
Personen mit Rom:nja-Hintergrund in verschiedensten Situationen mit Rassismus und Antiziganismus konfrontiert. Dies ist ein tiefwurzelndes gesamtgesellschaftliches Problem. In der Beratung berichten uns Betroffene, dass sie aus Geschäften weggeschickt werden sowie von rassistischen Beschimpfungen im Rahmen ihres Arbeitsalltags. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft bietet hier Unterstützung!
Wir erklären Betroffenen, was sie tun können.
Wir informieren sie über ihre Rechte und helfen ihnen, diese durchzusetzen.
Wir dokumentieren Diskriminierung und berichten an den Nationalrat.
Nur wenige Betroffene wenden sich mit Diskriminierungsproblemen jedoch an die Gleichbehandlungsanwaltschaft. Einerseits fehlt das Vertrauen, andererseits das Wissen über bestehende Rechtschutzmöglichkeiten.
Wir möchten diese Barrieren überwinden und ersuchen Sie dabei um Ihre Unterstützung.
Tschibtscha | 1.10.2021 | 8.31 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Für unseren heutigen Beitrag war das TV-Erba-Team im Offenen Haus Oberwart (OHO), beim „Mulatintschago le Romendar“. Die Veranstaltung war ursprüngvlich für den Weltromatag am 8. April geplant, musste aber aufgrund der Coronakrise und der damit verbundenen Maßnahmen verschoben werden. Unter dem Motto „Amari kultura taj tradicija“ („Unsere Kultur und Tradition“) lud der Verein Hango Roma zum Fest mit dem Schwerpunkt Roma-Musikstile aus dem Burgenland. „Romano Rath“, das „Bela Horvath Ensemble“ und die „Leon Berger Band“ unterhielten die Gäste abwechselnd mit ihrer vielfältigen Musik. Verköstigt wurden die Besucher mit traditionellen Speisen aus der Roma-Küche. Dem Veranstalter war es wichtig, dass die Kultur der Volksgruppe der Roma nach langer Zeit der Corona-Pandemie und Lockdown wieder in der Öffentlichkeit erlebbar ist.
Adi TV Erba uso mulatintschago le Romendar ando Pradimo Kher Erba sina. Le Romen taj le gadschen bari voja sina, kaj akan papal schaj Romani muschika mindenfelitike grupnendar schaj schunde, sar la Romana bandatar „Romano Rath“, „Leon Berger Band“ taj andar o Ungriko „Bela Horvath Banda“. O Pradimo Kher Erba jek than hi, kaj o Roma taj o gadsche, sar use ada mulatintschago le Romendar, savo o farajn HANGO organisirintscha, pumen schaj resen. Read the rest of this entry »
Deutschland: Drei neue Mitgliedsverbände im Zentralrat Deutscher Sinti und Roma: Expertise in den Bereichen Bildung und Zuwanderung wird gestärkt
Am 25. September 2021 bestätigte in Berlin die Mitgliederversammlung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma die Aufnahme von drei neuen Verbänden. Die neuen Mitglieder im Dachverband sind der Landesrat der Roma und Sinti Berlin-Brandenburg e.V., der Verband Romano Sumnal e.V. in Sachsen sowie der Studierendenverband der Sinti und Roma in Deutschland. Die Mitgliederversammlung bestätigte damit die auf der Vorstandssitzung am 18. Mai 2021 vorläufig beschlossene Aufnahme der drei neuen Verbände. „Mit der Aufnahme von drei neuen Verbänden hat der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma wichtige Mitstreiter gewonnen, die sich für die bürgerrechtliche und politische Interessenvertretung der Sinti und Roma in Deutschland einsetzen. Insbesondere die Bildungsarbeit wird durch die neuen Mitglieder gestärkt. Mit dem Landesrat Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V. hat der Zentralrat einen starken Partner in der Bundeshauptstadt“, so Zentralratsvorsitzender Romani Rose.
DerStudierendenverband der Sinti und Roma in Deutschland wurde im Dezember 2020 zur Unterstützung und Vernetzung junger Sinti und Roma in Studium und Beruf gegründet. Daneben möchte der Verband die Sichtbarkeit der Minderheit fördern, Chancengleichheit herstellen und so aktiv die Gesellschaft mitgestalten.
Der Landesrat der Roma und Sinti Berlin-Brandenburg e.V. ist eine Mindereiten-Selbstorganisation mit Sitz in Berlin, die sich seit Jahren in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für Politische Bildung demokratiestärkend für die Berliner Sinti und Roma auf Landesebene engagiert.
Der sächsische Verein Romano Sumnal e.V. wurde im April 2016 in Leipzig gegründet und ist die zentrale Anlaufstelle für Angehörige der Minderheit in Sachsen, die Unterstützung, Beratung und Hilfe benötigen. Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 20.9.2021 | 5.08 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
100 Jahre Burgenland – Ausstellung in Stadt Schlaining
O jubilijumakero artschijipe usi historija, kultura taj tradicija le Burgenlandistar upri dis Schlaining bare mulatintschagoha prado ulo. O artschijipe schaj akan kherodim ol. Uso erschti di valami 1000 kherodaschtscha pumaro schajipe nucinde. I 750-berschengeri phuri smiromajakeri dis Schlaining bare neve schukaripeha pe sikal. Oj neve renovirim uli taj neve dikipe le artschijipeske uschtidija. „Amen sam 100. Burgenland historija pisinel“ le kherodaschkijenge taj kherodaschenge akan prado hi. Ando artschijipe upre 1.300 kvadradmetertscha valami 850 objektscha sikade on, save simbolisch la historijake taj entviklinipeske le Burgenlandistar terdschon. „I kunst hi, usi tema o latscho objekto te lakel. Odola objektscha, save i historija phukan. Na valaso, save andar o katalog ari lim ol, odola objektscha, pedar save manuscha taj phukajipe terdschol“, phenel o Oliver Rathkolb, historikeri taj kurator le artschijipestar. O jubilejumiskero artschijipe upri dis Schlaining kedenatar dschi kurkeske 9.00 orenge dschi 18.00 orenge upri dis Schlaining kherodim schaj ol. O artschijipe jek basis taj mogo le 2023 pradime „Kher la burgenlanditika historijatar“ te ol.
„Wir sind 100. Burgenland schreibt Geschichte“ ist das zentrale Motto der Jubiläumsausstellung, die auf der neu renovierten Friedensburg in Schlaining seit dem 15. August 2021 zu sehen ist. Die Schau beleuchtet in multimedialer Weise die Geschichte des Burgenlandes und ist so mit allen Sinnen erlebbar. Mit 850 Objekten von über 120 Leihgeberinnen und Leihgebern in 160 Vitrinen sowie 30 Medienstationen wird die burgenländische Geschichte anschaulich erzählt.