Archive for Oktober, 2021

Samuel Mago im Ö1-Gespräch

Oktober 31st, 2021  |  Published in Interview, Literatur & Bücher, Radio & TV

Samuel Mago„Wir Roma sind nicht Bettler und Kri­mi­nel­le!“: Vik­to­ria Wald­häusl im Ge­spräch mit Samuel Mago, Schrift­stel­ler und Anti­zi­ga­nis­mus-Ak­ti­vist

Ö1, Im Gespräch, 28.10.2021 (→7 Tage online)

Samuel Mago ist stolz, Rom zu sein. Der 1996 in Budapest ge­bo­rene Schrift­steller mit jüdi­schen Wurzeln setz­te sich schon als Schüler in der Wiener Al­bert­gasse ge­gen anti­ziga­nis­ti­sche Klischees ein. An der Uni­ver­sität Wien, wo er „Trans­kul­tu­relle Kom­mu­ni­ka­tion“ stu­diert, war er Mit­be­grün­der der „Hoch­schü­ler*in­nen­schaft Öster­rei­chi­scher Roma und Romnja“. Samuel Magos Literatur ist nicht nur poe­tisch, son­dern auch politisch. Wenn er in seinen Texten posi­tive Gegen­bilder er­schafft und seine von starken Frauen ge­prägte Fa­milien­ge­schichte er­zählt, ist das immer gleicher­maßen Akti­vis­mus wie Ge­denk­arbeit. Viktoria Waldhäusl spricht mit Samuel Mago über des­sen Fami­lien­ge­schichte, über en­ga­gier­te Litera­tur und den Reich­tum der Roma.

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Dumm gefragt: Kriminelle Roma?

Oktober 29th, 2021  |  Published in Internet & Blogothek, Interview, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Dumm gefragt: „Neigen Sinti und Roma zur Kri­mi­na­lität?!“
WDR/1LIVE, Podcastfolge vom 4.3.2021, 54:02 Min.
Verfügbar bis 4.3.2022

Sinti und Roma werden oft als „fahrendes Volk“ be­zeich­net, und darin steckt schon das erste Vorurteil gegen sie. Den Sinti und Roma wird nach­ge­sagt, sie seien faul, kriminell, wür­den in Wohn­wagen und Zelten leben und viel zu viele Kinder be­kommen. Diese Klischees existie­ren schon seit Jahr­hun­der­ten, wes­halb Sinti und Roma immer wieder ver­folgt und dis­kri­mi­niert wurden.

Fritz Schaefer klärt mit Taisiya und Sejnur, was dran ist und wie Men­schen der Sinti und Roma heute mit Vor­ur­tei­len um­gehen.

(Text: WDR/1Live)

Facts & Figures (397)

Oktober 28th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

Bis heute er­wäh­nen nicht alle deut­schen Schul­bü­cher, die den Na­tio­nal­so­zia­lis­mus be­handeln, die NS-Ver­fol­gung von Ro­ma und Sin­ti.

(Quelle)

Novi Glas: Antiziganismus & Repräsentanz

Oktober 27th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Interview, Radio & TV

Ein Podcast-Gespräch des bur­gen­land­kroa­ti­schen Me­di­ums „Novi Glas“ mit dem Roma-Ak­ti­vis­ten Mar­tin Hor­vath (Verein Hango Roma)

Martin HorvathAnfang 2021 wurde im deutschen WDR eine Sendung aus­gestrahlt, in der aus­schließ­lich mehr­heits­an­gehö­rige Promis über die Ver­wendung von Be­griffen wie „Zigeunersauce“ dis­kutier­ten. Die Sendung hat hohe Wellen in den sozia­len Medien ge­schlagen und auch Roma-An­gehörige in Österreich em­pört (wir be­rich­te­ten: hier, hier und hier). Martin Horvath (38) aus Siget in der Wart ist Grün­der und Vor­stands­mitglied des Vereins HANGO ROMA, einer der Schwer­punkte des Vereins ist Antizi­ganismus­arbeit. Das ganze Telefon­gespräch mit Horvath ist als Podcast nach­zu­hören und unter­halb in ge­kürzter Form zu lesen.

→Kroatische Zusammenfassung einblenden

/Novi Glas: Wie ist es dir ergangen, als du von dieser Sendung im WDR er­fahren hast?
Martin Horvath: Es ist in den letzten Monaten nicht neu, dass gegen die Volks­gruppe der Roma gehetzt wird. Als Corona ang­efangen hat, in Ungarn, Rumänien, Slowakei hat man Schuldige gesucht und die Schuldigen waren die Roma. Die Sen­dung beweist, dass oft ein Thema ge­wählt wird, mit dem man Quoten erreicht: Die Diskus­sion – soll man das „Zigeunersauce“ nennen oder nicht? – ist aber ver­antwor­tungs­los. Das sind Personen in der Öffent­lichkeit, die man liebt, die Vorbilder sind. Wenn man so diskutiert, ist das nicht in Ordnung. Man kann über die Ver­wendung des Begriffs „Zigeuner“ eine Diskussion halten, aber dann muss man Ver­treter von diver­sen Roma-Or­ga­nisa­tionen einladen, damit man ge­meinsam darüber dis­ku­tieren kann.

NG: Wie stehst du zu diesem Begriff? Verwendest du ihn?
Der Begriff ist nicht in unserem Wortschatz, in Romanes gibt es das Wort „Zigeuner“ nicht einmal. Man ver­bindet es mit dem „ziehenden Gauner“, es ist ein negatives Wort, das uns auf­ge­drückt worden ist. Wir sind so bezeich­net worden. Es gibt Leute, die sich als „Zi­geuner“ be­zeichnen, aber das ist eine per­sönliche Ge­schichte. Das sind Einzelne, aber man kann keine ge­samte Gruppe als „Zigeuner“ be­zeichnen. Es ist jedem über­lassen, wie er sich be­zeich­net. Für mich per­sönlich ist das Wort abscheulich. Read the rest of this entry »

Jomakero rodipe ande Auschwitz-Birkenau

Oktober 26th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radijo/TV Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 25.10.2021 | 8.19 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath

Johann Trattner: Spurensuche in Auschwitz-Birkenau

Johann Baranyai jomakero rodipe ande Auschwitz-Bir­kenau Betschiste de­schu­duj orenge o dschene, sar dschi­dov­tscha, Roma taj but­jaschtscha andar o nacijo­nal­fonds, save Auschwitz uso pra­dipe le blokistar de­schuefta akarde ule, pumen reste taj busiha upro drom pumen kerde. O cile dschene, save pumen upro drom Ausch­witzate kerde, jek bara dukaha ham te jek gondoha valaso te schunel taj valsao pedar i ajgeni familija te phukal so lenge adaj upre ada than kerdo ulo, jek aun­pasch­laripe sina. Na ar te gon­dolinel sina, so adaj sa upre ada than kerdo ulo taj soske? O pharo drom uso block deschutrin, kaj o art­schijipe ande Auschwitz le Ro­mendar hi, le Johann Baran­yaiske, sar lo agun butscho­lahi akan Trattner leskero fami­li­jakero anav hi, na loke sina. Kipi le Romendar, le fami­lijen­dar, muschi­ka­scherndar taj le tscha­vendar andar minden­felitike vilagi, kaj Roma anglo haburi dschiv­nahi ando block deschutrin butvar te dikel hi. So adaj le manu­schenca sa kerdo ulo taj saj idijo­logija adaj palal terdschini schoha te hajol ovla. Ando artschi­jipe ando block deschutrin te o anava le dsche­nendar, save ande Ausch­witz-Bir­kenau ledschim ule upre jek tab­lina hi. O Hansi, sar ov le Romen­dar ando Burgenland akar­do ol mindschart te rodel kes­dintscha le anevstar Baranyai. Upre jek kipo le artschi­ji­pestar o Johann Baranyai pra muam prin­dschartscha, savi ande Auschwitz Birkenau ledschim uli.

O Erich Finsches, dschido ando porintschago le Jo­hann Baran­yaiha phukal pedar pri terdschi­vi­pes­keri historija. O barakn, kaj o dschene iste sov­nahi, vaj upri khulali kaj iste dscha­nahi sikan saj sako­di­ves­kero bibastalo dschivipe le manu­schen odoj sina. Read the rest of this entry »

Romabiz unterstützt Unternehmer

Oktober 24th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Radijo/TV Erba

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 22.10.2021 | 6.11 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath

Ziel des Projektes ROMABIZ ist die Steigerung der Innova­tions- und Wett­bewerbs­fähig­keit von kleinen und mitt­leren Unter­nehmen (KMU) von Roma und Sinti durch Stär­kung ihrer Manage­ment- und unter­nehme­ri­schen Kom­pe­ten­zen. Es wird derzeit eine Er­hebung durch persön­li­che Be­fragung zur unter­neh­meri­schen Situa­tion von Roma- und Sinti-Un­ter­neh­men in der bur­gen­län­disch-un­gari­schen Grenzregion durch­geführt, um vor­herr­schende Charak­te­ristika und Bedürfnisse punktgenau aufzugreifen. Die Unternehmen werden an­schlie­ßend im Rahmen von Einzel­beratungen sowie bei Bedarf durch Mentoring von ge­schulten Be­raterIn­nen unter­stützt. Daneben wer­den Gruppen­coachings zur Ent­wicklung besonders wett­bewerbs­wirks­amer Kom­petenzen und Strategien an­geboten. „Treffen am Runden Tisch und Exkursio­nen zum Kennen­lernen von Best-Prac­tice-Bei­spie­len fördern die Inten­si­vie­rung des Er­fahrungs­aus­tausches und die Vernetzung“, ist BFI-Pro­jekt­manager Christoph Greiner über­zeugt. Es wird zudem eine inno­vative, internet­basierte und mit mobilen An­wen­dungen aus­ge­stattete Unter­nehmens­platt­form auf­gebaut, wo Roma-Un­ter­neh­merInnen die Mög­lich­keit haben, ihre Unter­nehmen zu prä­sen­tieren und nützliche Infor­ma­tionen zu platzieren. Read the rest of this entry »

Update: Neue Entwicklung im Fall in Singen

Oktober 23rd, 2021  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Streifenwagen (Bild von Cornell Frühauf/Coernl auf Pixabay)Deutschland: „Kind in Handschellen abgeführt“ – Arbeit des Lan­des­ver­bands der Sinti und Roma (VDSR-BW) zeigt Wir­kung

Die Staatsanwaltschaft Konstanz soll diese Woche Strafbefehl gegen zwei der vier Be­amten aus­ge­stellt haben, die am 6. Febru­ar 2021 ein elf­jähriges Kind in Singen (Ba­­den-Württem­­berg) in Hand­schellen ab­geführt und auf die Polizei­wache ge­bracht hatten (wir berich­te­ten hier und hier). Gegen zwei wei­tere tat­ver­dächtige Beamten soll das Verfahren gegen Auf­lagen ein­gestellt worden sein. Die Vor­würfe gegen das Kind haben sich als voll­kom­men haltlos er­wiesen.

Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender des VDSR-BW: „Alle vier Beamten haben dem­nach rechts­widrig ge­handelt. Der Landes­verband be­grüßt, dass die Staats­anwalt­schaft dies fest­gestellt hat. Der Vorfall hat großes öffent­liches Interesse und Em­pörung aus­gelöst. Wir wün­schen uns und erwar­ten auch, dass es zu einer öffent­li­chen Verhandlung kommt.“

Die zwei Beamten, die einen Strafbefehl erhalten haben sollen, haben der Staats­anwalt­schaft zufolge Einspruch ein­gelegt. Eine öffent­liche Haupt­ver­hand­lung ist daher nicht aus­ge­schlossen. Die Staats­anwaltschaft soll bisher nicht von einer rassis­ti­schen bzw. anti­ziganis­ti­schen Motivation aus­gehen. Daniel Strauß, Vor­stands­vorsitzen­der: „Die mehr­fache Ver­wendung des antiziganistischen ‚Z.‘-Be­griffs ist belegt. Die Tat­moti­va­tion muss beim Namen ge­nannt werden.

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Facts & Figures (396)

Oktober 21st, 2021  |  Published in Facts & Figures

Bei der rumän. Volks­zäh­lung 2011 de­kla­rier­ten sich 621.573 Per­so­nen selbst als Ro­ma; eine Ex­per­ten­er­he­bung vor Ort er­gab das Dop­pel­te: 1,2 Mio. (So­cio­Ro­Map).

(Quelle)

Tour der Vielfalt – Tour le mindenfelitikostar

Oktober 19th, 2021  |  Published in Musik, Radijo/TV Erba, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 19.10.2021 | 8.51 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath

Das Jubiläum „100 Jahre Burgenland“, dies­mal aus Sicht der Volks­gruppen, mo­deriert von Christoph Krutzler, zieht sich durch das Konzert am 16. Ok­to­ber im OHO in Oberwart wie ein ro­ter Faden und endet im ge­mein­sa­men Lied „Hand in Hand“. Die Be­deu­tung der sprach­lichen und kultu­rellen Vielfalt des Bur­gen­landes soll mit einem Konzert, bei dem alle Volks­gruppen ver­tre­ten sind, unter­stri­chen wer­den. Musik von: BRUJI, Max Schabl, Ferry Janoska, Leon Berger, Melinda Stoika, Martin Horvath, Josef Sari – Mu­si­kerIn­nen aller Volks­grup­pen des Bur­gen­landes.

(Beitrag und Text: TV Erba)

VHS Roma: Antiziganismus-Workshop in Wien

Oktober 18th, 2021  |  Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Kurs der VHS RomaAntiziganismus erkennen – benennen – ent­ge­gen­wir­ken! Anti­cig­anis­mus esbe te lel – te aka­rel – gejng pe te terdscha­rel! Dream Road – Fort­bildung zu päda­go­gi­schen Metho­den gegen Anti­ziga­nismus

Die Roma-Volkshochschule Burgenland bietet Ihnen eine Work­shop­reihe bzw. Aus­bildung für Trainer/in­nen an, in der Sie bestens darauf vor­bereitet werden, in Schulen und Er­wach­senen­bildung zum Thema „Theorie und Praxis gegen Dis­krimi­nierung und Anti­ziganis­mus“ zu ar­beiten.

Sa., 23.10.2021, 09:30 – 15:30 Uhr
Ort: VHS Erlaa, Putzendoplerg. 4, 1230 Wien
Kursleitung: Melinda Tamás MA
Teilnehmer/innen: 6 bis 15 (kostenlos)
→Zur Anmeldung (Kurs-Nr.: 21DROM02)

Zielgruppe: Workshop für Trainierende, Pädagogin­nen und Pä­da­go­gen, Jugend­leiterin­nen und Jugend­leiter, Mul­tipli­kator/in­nen und an­dere In­teres­sierte

Methodik: Wissensvermittlung, Theorie Input, Kleingruppen- und Groß­gruppen­übungen, sozio­metri­sche (Auf­stel­lungs-)Übun­gen, im Falle von Prä­senz­unter­richt: Rollen­spiele

Das Training zielt auf die Auseinandersetzung mit den unterschied­li­chen Aus­prägungen des Anti­ziganismus ab und stellt Methoden für die schulische und außer­schulische Sensibili­sierungs- und Bildungs­arbeit vor. Neben Infor­ma­tionen zum historischen und aktuel­len Antiziganismus in Europa, ins­beson­dere in Österreich, sowie zur Struktur und Funktions­weise anti­ziga­nis­tischer Vorurteils­struk­turen, werden päda­gogische Kon­zepte und Methoden vor­ge­stellt und erprobt. Schwer­punkt des Trainings ist das prak­tische Erproben und Er­fahren der Übungen. Read the rest of this entry »