Archive for November, 2021

25 Jahre Literaturpreis „edition exil“

November 30th, 2021  |  Published in Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV

Heimat fremde HeimatORF 2/Heimat Fremde Heimat, 28.11.2021
→Online in der ORF-TVthek

Seit 1996 wird der renommierte Literaturpreis des Wiener Ver­lages „edition exil“ in acht Kate­go­rien an Schrift­steller/in­nen mit Migra­tions­bio­gra­fie ver­liehen. B

e­kannte Namen wie je­ne von Barbara Marković, Dimitré Dinev, Julya Rabinowich, Seher Çakır, Thomas Perle, Didi Drobna, Mercedes Spannagel oder Ana Drezga fin­den sich un­ter den Preis­trä­gerin­nen und Preis­trä­gern der ver­gan­ge­nen 25 Jahre.

(Text und Sendung: tvthek.orf.at)

Facts & Figures (403)

November 30th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

„Das sind dun­kel­häu­ti­ge Leu­te, nicht Euro­pä­er wie Sie und ich“, begründete Mailands Vi­ze­-Bgm. De Corato 2010 die Po­li­tik gegen Ro­ma-Camps.

(Quelle)

Radio Freirad: Literatur der Roma (2015)

November 29th, 2021  |  Published in Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV

Aus dem Radio-Archiv (April 2015):

Beate Eder-Jordan vom Institut für Ver­glei­chende Literatur­wissen­schaf­ten an der Uni Inns­bruck hat 2014 das Buch „Die gekrön­ten Schlangen“ des unga­ri­schen Roma-Autors József Holdosi (1951–2005) neu heraus­ge­ge­ben. Eine Sen­dung von Michael Haupt für KulturTon/Ra­dio Freirad (Innsbruck).

(Sendung: Radio Freirad/archivert auf cba.fro.at)

Siehe auch:
Buchtipp: Die gekrönten Schlangen
dROMa 48 (2016): „Literatur | Literatura“

Deutschland: Koalitionsvertrag nimmt Antiziganismus in den Blick

November 28th, 2021  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Ampel (Foto:Pixabay/Didgeman)Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma be­grüßt, dass der nun vor­gelegte Entwurf eines Koali­tions­ver­trags zwi­schen SPD, Grünen und FDP den Anti­ziganis­mus als ein Problem von ge­samt­gesell­schaft­li­cher Rele­vanz in den Fokus nimmt. Um einen echten Para­digmen­wechsel in der Be­kämpfung des An­ti­ziganis­mus zu be­wirken, muss eine neue Bundes­regierung die For­derun­gen und Hand­lungs­empfeh­lun­gen der Un­abhän­gigen Kom­mission Anti­ziganismus (UKA) um­fassend um­setzen.

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, lobt den in den Koalitions­ver­handlun­gen aus­ge­arbeite­ten Entwurf, der den Anti­ziganismus stärker als bisher in den Blick nimmt. Er fordert aber auch konkrete Um­setzungs­vorschläge:

„Der Entwurf des Koalitionsvertrags der Ampel­parteien zeigt, dass auf politisch höchs­ter Ebene der Anti­ziganismus ver­stärkt als eine Bedro­hung unserer gesam­ten demo­kratischen Verfasst­heit wahr­genom­men wird. Es ist gut, dass sich einige zentrale Forderun­gen des Zentralrats wieder­finden. Wir nehmen die kom­mende Regierung jedoch nun in die Pflicht, ihren in dem vor­gelegten Vertrags­entwurf ins­gesamt noch sehr vage for­mulier­ten Worten, Taten folgen zu lassen und schnell eine um­fassende Strategie zur Be­kämpfung des Anti­ziganismus aus­zu­arbei­ten. Die Handlungs­empfeh­lungen und For­derun­gen des Ab­schluss­berichts der Unabhän­gigen Kommission Anti­ziganismus (UKA) sollen hier­bei die Grund­lage sein. Der Zentral­rat Deut­scher Sinti und Roma wird mit seiner Expertise auch die neue Bundesregierung unter­stützen.“

Eine wichtige Forderung, die der Zentral­rat an die Parteien vor und nach der Wahl ge­stellt hat und die auch eine zentrale For­derung der UKA war, hat in dem Papier der poten­ziellen Koali­tions­partner Nieder­schlag gefunden: die Ein­setzung einer oder eines Anti­ziganismus­beauftragten der Bundes­regierung. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (402)

November 27th, 2021  |  Published in Facts & Figures

In der Schweiz pfle­gen Schät­zun­gen zu­fol­ge ak­tu­ell 2.000 bis 3.000 Sinti und Je­ni­sche eine fah­ren­de Le­bens­weise.

(Quelle/pdf)

Romeo Franz: Polizeigewalt zerstört Vertrauen

November 26th, 2021  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

MEP Franz im EU-Parlament in Straßburg, 2018 (Videostill: Europ. Parlament)MEP Romeo Franz (Grüne) im SWR-Pod­cast: Polizeigewalt in der EU ge­gen Sinti und Roma zer­stört Ver­trau­en in den Staat

Interview anhören: →SWR Podcast: 6.41 min (mp3/6,3 MB)

SWR2 am Morgen: Antiziganismus sei eine der ältesten Formen von Rassismus, werde den­noch in der Gesell­schaft am we­nigsten wahr­ge­nommen und kaum verurteilt, sagt Romeo Franz, deutscher Ab­geord­neter für die Grünen im EU-Par­lament und selbst Sinto, in SWR2. Das Euro­päi­sche Parla­ment debat­tiert am 23. Novem­ber die Polizei­gewalt gegen Roma in der EU. Aus­löser ist der Tod des Rom Stanislav Tomáš in Tschechien. Ähn­lich wie beim Tod des schwar­zen George Floyd hatte ein Polizist minu­ten­lang auf dem Nacken von Tomas ge­kniet. Die Ver­urtei­lung solcher anti­ziga­nis­ti­schen Gewalt habe nie den­selben Level gehabt wie die Verurteilung des Antisemitismus, so Franz. Dabei zerstöre die Polizei mit solcher rassisti­schen Gewalt das Vertrauen in den Staat. Der Fall Tomáš sei alles andere als ein Einzel­fall. Bei der Durch­setzung von Covid-19-Qua­ran­tänen sei die Polizei in Tschechien, Bulgarien oder Rumänien mit gro­ßer Gewalt gegen Roma vor­ge­gan­gen. Er verfüge über Videos, so Franz, die zeigten, wie ganze Fa­milien mit größ­ter Bruta­lität von der Polizei zu­sammen­geschla­gen worden seien. Viele Fälle lan­deten gar nicht erst vor Gericht, würden schon vorher ab­ge­schmet­tert. Read the rest of this entry »

Sprungbrett in den Mainstream

November 22nd, 2021  |  Published in Einrichtungen, Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

Kher, Romafuturismo, ROLIK: Drei Literatur-Initiativen für Roma

BÜCHERTAUFE: Präsentation von "O Mulo!" (Foto: Kher)Auch der Kulturbetrieb hat seine blinden Flecken. Min­der­hei­ten haben es schwer, sich auf dem lite­ra­ri­schen Par­kett zu be­haup­ten. In Tsche­chi­en und der Slo­wakei ver­sucht man das zu än­dern – in­dem man eige­ne Struk­tu­ren schafft.

Kher (Prag)
Eine Schlüsselrolle bei der Institutionalisierung von Roma-Literatur in Tschechien spielt der Buch­verlag „Kher“ (Romani: „Haus“, „Zu­hause“). Der Prager Verlag, hervor­ge­gan­gen aus einer On­line-Platt­form, widmet sich der För­derung und Ver­breitung von literari­schen Arbeiten aus der Minder­heit. Initiiert wurde das Verlags­pro­jekt 2012 von aka­demi­schen Schülern der 2005 ver­stor­benen Grande Dame der Romani Studies in Tsche­chi­en, Milena Hübschmannová: „Für viele Roma-Au­toren war sie wie eine Mutter, eine Unter­stützerin“, so Verlags­gründer Lukáš Houdek: „Als sie ver­starb, ver­schwand mit ihr für viele Autoren auch die trei­bende Kraft. Und des­halb haben wir beschlos­sen, etwas zu unter­nehmen. Wir sahen, dass die Autoren schreiben wol­len, pub­lizieren wol­len, aber keine Mög­lich­keiten hatten.“

„Kher“ fördert daher ältere wie neuere literarische Stim­men aus Tschechien und der Slowakei, vor­zugs­weise auf Romani, aber auch in mehr­sprachi­gen Editionen. „Zur Zeit gibt es in der Tsche­chi­schen Repub­lik, grob ge­schätzt, vierzig Autorin­nen und Autoren, die der Roma-Min­derheit an­gehören; ungefähr die Hälfte von ihnen ist derzeit tat­säch­lich aktiv“, er­zählt die Ver­legerin Karolína Ryvolová. Ergänzt wird das Verlags­programm durch Über­setzungen. Der Verlag, der an­fangs auf E-Books setzte, hat sich in­zwischen zu einem Print­verlag ge­wandelt. Dabei greift man auch auf Crowd­funding zurück – etwa bei der Antho­logie „O mulo!“ mit Er­zählungen über Toten­geister.

Romafuturismo (Chánov)
Eröffnet wurde die „Romafuturismo-Bibliothek“ An­fang 2018 in An­bindung an die Kunst­initia­tive „tranzit“ in Prag mit einem zwölf­stündigen Lese­marathon aus dem Werk der Roma-Au­torin Elena Lacková. Der Fokus der „Bibliothek für Roma-Literatur“, deren Samm­lung rasch auf mehrere Hun­dert Titel an­ge­wachsen ist, liegt auf dem litera­rischen Schaffen euro­päischer Roma-Au­toren. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (401)

November 20th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

Im Zuge der „eth­ni­schen Säu­be­run­gen“ des Ko­so­vo-Konf­likts 1998/99 wur­den etwa 14.000 von 19.000 Ro­ma-Häu­sern zer­stört.

(Quelle/pdf)

Lernbetreuung des Vereins Roma-Service

November 19th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 18.11.2021 | 10.28 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath

Siklipeskero pomoschago farajn Roma-Service

Die seit 1990 angebotene Lernbetreuung in Oberwart ver­sucht durch täg­li­chen Förder­unterricht, Intensiv­betreu­ung sowie durch Hilfe­stellung bei Haus­aufgaben junge Schü­lerIn­nen und Jugend­liche zu fördern. Der Verein Roma-Ser­vice er­mög­licht vielen Roma-Schü­lerIn­nen und Jugend­lichen eine Chance auf eine gute Aus­bildung. Das Lern­programm unter­teilt sich in ver­schiedene Kate­gorien: Lernen mit allen Sinnen, Lernen mit neuen digitalen Medien, Außer­schuli­scher Roman-Un­ter­richt und Jugend-Pro­jekte, wie die musi­ka­lische Früh­erziehung.

Sajt deschuenja taj enjavar deschto bersch o palopla­nes­kero sikli­peskero pomo­schago ando foro Erba del. Ande dujeseri taj deschuen­jato bersch o farajn Roma-Ser­vice Erbate o palopla­nes­kero sikli­peskero pomo­schago le Romane tscha­venge prik lija. Jek le mesch­ter­ki­jendar i Susanna Gärtner-Horvath mindig ando kon­takto le peda­gogki­jenca taj peda­gogenca, dajenca taj daden­ca terdschol, kaj pedar o sikli­peskere plantscha taj o pomo­scha­gos­kere koji le jekoschne tscha­vendar schaj vakerdo ol. O tschave ande duj klastscha upre ulade hi, kaj i dujti mesch­terkija Jasmin Koger o pomo­scha­gos­kero siklipe tel likerel. Siklipe le compju­teriha sar skuli, taj aver koji upro pa­lepla­nes­kero programo terdschol. Read the rest of this entry »

Schajipe andi populariteta

November 18th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

Kher, Romafuturismo, ROLIK: Trin literaturakere-inicijativtscha le Romenge

Büchertaufe: Präsentation von "O Mulo!" (Foto: Kher)Te la kultura lakere kore flatschki hi. Tschu­lip­tschen­ge pharo hi, pe upro lite­ra­ri­schi than duach te be­scha­rel. Andi Tsche­chi­ja taj andi Slo­va­ki­ja pro­ba­li­nen ada te ir­nel – kaj ajgeni struk­tur­tscha scho­finen.

Kher (Prag)
Jek barikano than uso institu­ci­jo­nali­siri­nipe la Ro­men­gera-lite­ra­turatar andi Tsche­chija o ken­va­kero falog „Kher“ ande lel. O falog an­dar Prag, ari alo an­dar jek on­li­ne-sele­tos­keri forma, le pomo­scha­goske taj le bul­hari­peske litera­rischi but­jendar andar o tschu­lipe, vid­minel pe. Kerdo ulo o falogis­kero pro­jekto 2012 aka­demischi isch­kola­schendar la bara rani­jatar la roma­ni­ja­lo­gijatar andi Tsche­chi­ja, Milena Hübschmannová, savi 2005 muli: „But Romen­gere pisima­schenge sina oj sar jek daj, jek pomo­scha­gosch­kija“, phenel o falo­giskero keraschi Lukáš Houdek: „Kada oj muli, leha te but pisima­schenge i aun tradi­peskeri sor bejg sina. Taj vascho­da phentscham, hot valaso iste keras. Amen diklam, hot o pisi­masch­tscha te pisinel kam­nahi, te publi­cirinel kamnahi, ham len nisaj schajip­tscha sina.“

„Kher“ vaschoda phureder taj te neve­der literari­schi hangi­jenge andar i Tschechija taj andar i Slovakija po­mo­schinel, butvar ande Romani, ham te ande but tschib­tscha­kere edici­jontscha. „Akan andi repub­lika Tschechija, valami schtar­var­desch pisi­maschkiji taj pisi­masch­tscha del, save uso Romen­gero-tschu­lipe kerinen; valami epasch lendar tscha­tschi­kan aktivi hi“, phu­kal i Karolína Ryvolová, andar o falog. Read the rest of this entry »

„Diebstahl und Willkür“: Vorwürfe gegen Stadtpolizei in Frankfurt

November 17th, 2021  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Betteln ist kein Verbrechen (Foto: G. Kraftschik CC-BY)Deutschland: Stadtpolizei in Frankfurt am Main nimmt ru­mä­ni­scher Rom­ni Bar­geld ab – Roma-Verein spricht von „Dieb­stahl“

Der Förderverein Roma in Frankfurt kri­ti­siert in einer Aus­sen­dung das Vor­gehen des städti­schen Ord­nungs­amts als „ord­nungs­po­li­ti­sche Will­kür“. Wir ge­ben im Fol­gen­den den Wort­laut der Pres­se­aus­sen­dung wie­der:

Der Romni Eszter R. wurde am 25.10.2021 die gesamte Barschaft durch das Ordnungsamt Frank­furt weg­genom­men. Grund war an­geb­lich das nach­haltige An­sprechen von Pas­santen. Es ging also nicht um „aggres­sives Betteln“, wie es an­sonsten im Jargon des Amtes heißt. Der Frau wurde per Unter­stellung das Geld zum Über­leben für sich und die Familie ent­zogen, um sicher­zu­gehen, dass eine mög­liche spätere Ord­nungs­widrig­keit auch bezahlt wer­den kann. Man könnte die Praxis als Diebstahl be­zeichnen, denn allein die Restrik­tion der Behörde war aus­schlag­gebend, nicht die Klage von Men­schen, die sich ge­vnötigt fühlten.

Eine besondere Bedeutung hat die Vorgehensweise des­halb, weil es sich bei der Frau um die­selbe Person handelt, in deren Pass 2018 ein Mit­arbeiter des Ordnungs­amtes unrecht­mäßig den Ver­merk „Beim aggres­siven Betteln an­getroffen“ hand­schriftlich ein­trug (wir berichteten). Der Pass wurde durch den Vermerk un­gültig und die Betrof­fene de­nunziert. Die Dienst­handlung kriti­sierten die zu­ständi­gen Institu­tionen in Land und Kommune nach­drücklich und schlu­gen Schadens­ersatz vor. Zu dem Aus­gleich kam es nicht, da die Frau un­mittel­bar nach dem Vorfall zu­rück nach Rumänien ging.

Es stellt sich offensichtlich die Frage, was letzten Endes eil­fertige Be­kundun­gen wert sind, wenn sich an der Ver­fahrens­weise der Behörde nichts ändert. Read the rest of this entry »

Lackenbach: Gondolipeskero mulatintschago

November 16th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 16.11.2021 | 9.34 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath

Gedenken an NS-Opfer der Roma und Sinti im Burgenland

Ande Lackenbach suboton le Romenge taj Sintijen­ge anglo gondo­li­pes­kero than gondolim ulo. Odotar esertscha Roma taj Sinti ando minden­felitike logertscha ledschim taj murdarde ule. Ando bi­schutrito no­vem­beri de­schuenja schtar­var­deschto bersch ande jek aguni gadschen­geri vora o „Zigeuner­lager Lackenbach“ kerdo ulo. O ande­tscha­pime Roma taj Sinti ande schtali dschiv­nahi taj mujsini­peskeri buti iste kernahi. Le schtar eseri ande tscha­pime Romendar taj Sinti­jendar ando logeri Lackenbach ando terno dschend de­schuenja taj schtarvar desch taj jekto bersch, duj eseri ando gheto Lodz ledschim taj mur­darde ule. Valami trin vaj schtar schel dschene o logeri ande Lacken­bach prik dschivde. Buteder sar 100 khero­dasch­tscha andar i politik, khan­geri, Roma taj opferis­kere orga­ni­saciji le Romenge taj Sintijenge gondolinde. Imar tradicija hi, kaj ischko­lasch­tscha taj isch­kolasch­kij andar o gimnasijum Uprutni Puja uso gon­dolipes­kero mula­tin­tschago anglo gondoli­peskero than le Romenge taj Sinti­jenge ande Lackenbach, savi sako bersch ando novem­beri telikerdi ol, use hi. Te ada bersch o isch­kolasch­tscha taj isch­kolasch­kiji jek barikano vodschi­kano vakeripe likerde. Le khero­da­schenge akan anglo gondo­li­peskero than jek duj­tschib­tschen­geri tablina Romanes taj nimtschke QR-Codiha kerdo ulo, kaj pedar i historija andar o logeri Lackenbach infor­ma­cija te usch­tiden.

Vertreter der Politik, der Kirche und des Kulturvereins Öster­reichi­scher Roma haben am 13. Novem­ber 2021 in Lackenbach gemein­sam mit Über­lebenden und An­gehö­rigen der Roma- und Sinti-Opfer des National­sozialis­mus gedacht. Bei der Gedenk­ver­anstaltung, an der als Ver­treter der burgen­ländischen Landes­regierung LR Heinrich Dorner auch Bundes­ministerin Alma Zadić, Land­tags­prä­siden­tin Verena Dunst und der Lacken­bacher Vize­bürger­meister Norbert Cserinko teil­nahmen, wurde eine neue Tafel mit den wich­tigsten Informa­tionen zum Anhalte­lager in Lacken­bach enthüllt. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (400)

November 15th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

In Ústí nad Labem in Tsche­chi­en ließ der Bür­ger­meis­ter 1999 eine 65m lan­ge Trenn­mau­er zwi­schen Roma und Nicht-Ro­ma er­rich­ten.

(Quelle/pdf)

Zadić bei Gedenken in Lackenbach

November 14th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken

Mahnmal in LackenbachJustizministerin Zadić gedenkt der vom Nazi-Re­gime ver­folg­ten Roma und Sinti: „Alles beginnt mit der Hassrede. Sie de­fi­niert künf­ti­ge Opfer.“

Am Samstag, den 13.11.2021, nahm Justizministerin Alma Zadić an einem Gedenk­akt vor dem Mahn­mal für die im bur­gen­län­di­sche Lackenbach in­ter­nier­ten An­ge­höri­gen der Roma und Sinti teil. In ihren Er­öffnungs­worten be­dankte sich Bundes­minis­terin Alma Zadić für die Or­gani­sa­tion dieser wich­tigen Ver­an­stal­tung. „Wir gedenken heute der dun­kelsten Jahre in der Geschichte unseres Landes. Unter der Herr­schaft der National­sozialisten sind Men­schen auf­grund ihrer ethnischen Her­kunft, ihrer poli­tischen Über­zeugun­gen oder ihrer sexuellen Orien­tierung verfolgt und er­mordet worden“, sagt Justiz­minis­te­rin Zadić in ihrer Rede in Lacken­bach. Die Ver­ant­wortung der Nach­gebore­nen sei es aus der Geschichte zu lernen.

Eine wesentliche Gruppe unter den Opfern dieses Regimes waren Roma und Sinti. Lacken­bach war für viele von ihnen die letzte Station, bevor sie in Ver­nichtungs­lager ver­schleppt und ermordet wurden. In Lackenbach sind tau­sende Men­schen vor ihrer Depor­tation in das Ghetto Lodz oder nach Auschwitz in­haftiert ge­wesen. Nur wenige über­lebten die Lager bis zur Befreiung durch die sowjeti­schen Truppen. „Es ist be­schä­mend und er­schütternd, was hier während der Zeit des National­sozialismus pas­sierte“ sagt Justiz­ministerin Zadić an­lässlich der Gedenk­ver­anstal­tung in Lackenbach. Read the rest of this entry »

dROMa 63: „Bücher | Kenvi“

November 13th, 2021  |  Published in Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

droma_63 Themenheft „Bücher“ | Temakeri heftlina „Kenvi“

Download (PDF) | Inhalt

Bei uns stapeln sich die Bücher: Neu­er­schei­nun­gen von Roma-Au­to­ren und über Roma-The­men, die es ver­dient haben, in dROMa be­spro­chen zu werden. Wir möch­ten Ihnen daher in dieser und der kom­men­den Aus­gabe eine Reihe von ihnen vor­stellen – als Rezension, Text­auszug oder Auto­ren­gespräch. Das Heft er­öffnet die Wiener Romni Ioana Spataru, die ihrem Vater, dem Autor und Künstler Mircea Lacatus, eini­ge Fragen ge­stellt hat. Drei Gedichte aus seinem neuen Lyrik­band flan­kie­ren das Interview. Einen pracht­vol­len (Foto-)Band über den Alltag der Sinti in der DDR hat sich Roman Urbaner ge­nauer an­ge­sehen. Raluca Bianca Roman in Schott­land be­rich­tet im dROMa-Ge­spräch über den Sammel­band „Roma Writings“ und die ver­blüf­fende pub­li­zis­ti­sche Tätig­keit der frühen Roma-Be­wegung in der Zwischen­kriegs­zeit. An­schlie­ßend holen wir noch einige Initia­ti­ven (einen Verlag, eine Bibliothek und einen Autoren­klub) vor den Vor­hang, die der Roma-Literatur in Tschechien und der Slowakei un­ter die Arme grei­fen. Und auf der Rück­seite fin­den Sie einen Aus­zug aus dem hier zum Nachwort um­funktio­nier­ten Vor­wort aus dem Gedicht­band von Samuel Mago.

Use amende o kenvakere dombi mindig utsche­der on: Neve kenvi Rome­ngere-pi­si­ma­schen­dar taj pedar Romen­gere-te­matscha, pedar save ande dROMa vaker­do iste ol. Vaschoda kamaha amen tu­menge ande ada ardipe jek redo lendar angle te terdscharel – ojs re­cen­sijona, ojs tekstos­kero falato vaj ojs pisi­maschen­gero vake­ripe. I heftlina pral i betschi­tiki Romni Ioana Spataru, savi lakere dades­ke, le pisi­ma­schiske taj kinst­le­riske Mircea Lacatus, poar phutscha­jiptscha terdschar­tscha. Trin poesiji andar leskeri nevi liri­kakeri kenva o vakeripe vo­di­nen. Jek igen schukar (kipen­ge­ri-)kenva pedar o sako diveses­­kero dschi­vipe le Sintijendar andi DDR, o Roman Urbaner aun peske dikla. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (399)

November 9th, 2021  |  Published in Facts & Figures

In den um­fang­rei­chen Schrif­ten, die Jo­sef Stalin ver­fasst hat, gibt es kei­ne ein­zi­ge Stel­le, die auf Ro­ma Be­zug nimmt.

(Quelle)

Podcast: Antiziganismuskritische Bildungsarbeit

November 5th, 2021  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Transfer TogetherAntiziganismus, ein gesamtgesellschaftliches Problem

Podcast Transfer Together, Folge 35 (24:45 min, 59,4 MB)
→Anhören/Download (mp3)

Nadine Küßner im GesprächSinti und Roma werden seit Jahr­hunder­ten dis­krimi­niert, be­nach­teiligt und als Minderheit ver­folgt. Wie akut dieses Problem auch in Deutschland ist, unter­strich im Juli 2021 der Ab­schluss­bericht der Un­ab­hängi­gen Kom­mis­sion Anti­ziganis­mus. Der Bericht zeigte: Die Dis­kri­minie­rung von Sinti und Roma geht auch von staat­li­chen Insti­tutio­nen aus, wie etwa Schulen. Es man­gelt vor allem an Auf­klärung und Sen­si­bi­lisie­rung. Nadine Küßner hat im Rah­men von TRANSFER TOGETHER ein Weiter­bildungs­angebot ent­worfen, das genau das leisten soll. Im Pro­jekt-Pod­cast spricht sie mit Max Wetterauer über das Format und über ihre Arbeit in der anti­ziga­nismus­kriti­schen Bil­dungs­arbeit.

Arbeitsstelle Anti­ziganismus­prävention der PH Heidel­berg: Home­­page, Twitter, Face­­book

(Sendung und Text: Transfer Together)

Facts & Figures (398)

November 4th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

86% der 15- bis 30-Jährigen in Tschechien be­trach­ten das Zu­sam­men­le­ben von Roma u. Mehr­heit als „proble­ma­tisch“. 2014 wa­ren es 91%.

(Quelle)

„Kind in Handschellen abgeführt“: Interview

November 2nd, 2021  |  Published in Interview, Rassismus & Menschenrechte

Streifenwagen (Bild von Cornell Frühauf/Coernl auf Pixabay)RDL.de: →Anhören (9.16 min)

Das deutsche Radio Radio Dreyeck­land sprach mit Chana Dischereit, der Wis­sen­schaft­li­chen Re­feren­tin für Politik und Öf­fent­lich­keits­arbeit beim Ver­band Deut­scher Sinti & Roma Lan­des­ver­band Ba­den-Württem­berg e.V., über den Fall in Singen (wir be­rich­­te­­ten hier, hier und hier).

(Sendung von RDL.de, 26.10.2021)

Siehe auch:
Update: Neue Entwicklung im Fall in Singen, 23.10.2021
Kind in Handschellen: zweite Strafanzeige, 10.3.2021
Deutschland: Kind in Handschellen, 10.2.2021

HÖR: Eine Lobby für studierende Roma

November 1st, 2021  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

Sladi Mirković ist die Präsidentin der HÖR (Foto: Esteban Hoyos/via UniStandard)Ein neuer österreichischer Verein setzt sich für die In­teres­sen der Roma und Sinti an Hoch­schu­len ein. Stereo­type und Bil­dungs­un­ge­rech­tig­kei­ten sol­len so über­wun­den wer­den

Tobias Mayr/UniStandard: Sladi Mirković freut sich: „Wir haben im letzten halben Jahr den Diskurs über Roma an Hoch­schulen sehr stark mit­be­stimmt.“ Die 33-jäh­rige Romni ist Prä­sidentin der im April ge­grün­deten Hoch­schü­lerIn­nens­chaft ös­ter­rei­chi­scher Roma und Romnja (HÖR). Ge­mein­sam mit fünf Kol­legen möchte Mirković die Bildungs­interes­sen junger Roma in Österreich ver­treten und dabei die Sicht­bar­keit von studie­renden Roma an der Uni er­höhen.

Denn diese sind nicht nur in der österreichischen Be­völ­ke­rung eine Min­der­heit, son­dern auch an den Hochschulen. Zahlen, wie viele Roma stu­dieren, gibt es keine. Für die HÖR steht aber außer Zweifel, dass es „ver­hältnis­mäßig wenige“ sind. Doch auch genaue Zahlen, wie viele Roma in Österreich le­ben, gibt es nicht. Die ethnische Zu­ge­hörig­keit zu Volks­gruppen wird wegen rassisti­scher Er­fah­rungen mit Volks­zählungen im Natio­nal­sozialis­mus nicht erhoben. Das Kanzler­amt geht von zehn­tausenden An­ge­höri­gen aus, die meisten von ihnen leben in den östlichen Bundes­ländern, vor allem im Ballungs­raum Wien. Der Über­begriff Roma wird dabei stell­ver­tre­tend für alle Men­schen ver­wendet, die sich als Roma, Sinti oder Lovara iden­ti­fi­zieren.

Kein Verstecken mehr

Jene, die heute studieren, versteckten meist ihre Identität, sagt Mirković: „Ab einer ge­wis­sen Bildungs­stufe sehen viele davon ab, sich zu outen – aus Angst, sich damit Steine in den Weg zu legen.“ In der Schule und zu Be­ginn ihres Studiums der Trans­kultu­rel­len Kom­mu­ni­kation sei es ihr ähn­lich ge­gangen: Read the rest of this entry »