Lackenbach: Gondolipeskero mulatintschago

November 16th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba, Veranstaltungen & Ausstellungen

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Tschibtscha | 16.11.2021 | 9.34 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath

Gedenken an NS-Opfer der Roma und Sinti im Burgenland

Ande Lackenbach suboton le Romenge taj Sintijen­ge anglo gondo­li­pes­kero than gondolim ulo. Odotar esertscha Roma taj Sinti ando minden­felitike logertscha ledschim taj murdarde ule. Ando bi­schutrito no­vem­beri de­schuenja schtar­var­deschto bersch ande jek aguni gadschen­geri vora o „Zigeuner­lager Lackenbach“ kerdo ulo. O ande­tscha­pime Roma taj Sinti ande schtali dschiv­nahi taj mujsini­peskeri buti iste kernahi. Le schtar eseri ande tscha­pime Romendar taj Sinti­jendar ando logeri Lackenbach ando terno dschend de­schuenja taj schtarvar desch taj jekto bersch, duj eseri ando gheto Lodz ledschim taj mur­darde ule. Valami trin vaj schtar schel dschene o logeri ande Lacken­bach prik dschivde. Buteder sar 100 khero­dasch­tscha andar i politik, khan­geri, Roma taj opferis­kere orga­ni­saciji le Romenge taj Sintijenge gondolinde. Imar tradicija hi, kaj ischko­lasch­tscha taj isch­kolasch­kij andar o gimnasijum Uprutni Puja uso gon­dolipes­kero mula­tin­tschago anglo gondoli­peskero than le Romenge taj Sinti­jenge ande Lackenbach, savi sako bersch ando novem­beri telikerdi ol, use hi. Te ada bersch o isch­kolasch­tscha taj isch­kolasch­kiji jek barikano vodschi­kano vakeripe likerde. Le khero­da­schenge akan anglo gondo­li­peskero than jek duj­tschib­tschen­geri tablina Romanes taj nimtschke QR-Codiha kerdo ulo, kaj pedar i historija andar o logeri Lackenbach infor­ma­cija te usch­tiden.

Vertreter der Politik, der Kirche und des Kulturvereins Öster­reichi­scher Roma haben am 13. Novem­ber 2021 in Lackenbach gemein­sam mit Über­lebenden und An­gehö­rigen der Roma- und Sinti-Opfer des National­sozialis­mus gedacht. Bei der Gedenk­ver­anstaltung, an der als Ver­treter der burgen­ländischen Landes­regierung LR Heinrich Dorner auch Bundes­ministerin Alma Zadić, Land­tags­prä­siden­tin Verena Dunst und der Lacken­bacher Vize­bürger­meister Norbert Cserinko teil­nahmen, wurde eine neue Tafel mit den wich­tigsten Informa­tionen zum Anhalte­lager in Lacken­bach enthüllt. Seit der 50. Wieder­kehr der Errich­tung des „Zigeuner­lagers Lackenbach“ im Jahr 1990 finden all­jährlich Gedenk­feiern statt, die vom Kultur­verein Österreichi­scher Roma mit Unter­stützung der burgen­ländischen Landes­regierung und der Markt­gemeinde Lacken­bach or­ganisiert werden. Landes­rat Heinrich Dorner, der bereits als Schüler an den Gedenk­ver­anstaltun­gen in seiner Heimat­gemeinde teil­ge­nommen hat, unter­strich die Bedeu­tung des Mahnmals als Zeichen der Erinnerung: „Gerade das Anhalte­lager in Lackenbach muss uns ein ‚Ort der Mah­nung‘ sein, wie es Rudolf Sarközi be­zeichnet hat. Ein Ort der Mahnung, der uns immer dazu ver­pflichtet, darauf hin­zu­weisen, wohin Rassismus, Hetze gegen Minder­heiten, Anti­semitismus, Fremden­feind­lich­keit und Intoleranz geführt haben: in das größte und schreck­lichste Verbrechen der Geschichte der Mensch­heit durch ein ver­breche­ri­sches NS-Regime.“

(Beitrag und Text: TV Erba)

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