Archive for Dezember, 2021

Caritas-Broschüre „Roma/Romnia in Graz“

Dezember 31st, 2021  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte

BroschuereDie Caritas in Graz betreibt seit einigen Jahren meh­rere Pro­jekte, die Roma aus Ost­europa in Graz Beratung und Unter­stützung an­bieten. So­eben hat das Caritas-Arbeits­markt­integra­tions­pro­jekt KAMBUKE eine Broschüre über Roma und Rom­nija in Graz heraus­ge­ge­ben. Hier gibt es die Endfassung der Info­bro­schüre zum Download (pdf).

Aktivi schveditike

Dezember 30th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Romani, dROMa (Magazin)

Roma-Bibliotheken in Malmö und Bukarest (Foto: Pixabay)Romengere-biblijotektscha ande Malmö taj Bukarest


Ande Malmö jek nevi Romen­geri-bibli­jo­teka kerdi ol. Ando foro akor mindschart duj Ro­men­gere-bib­li­jotek­tscha pasche terdscho­na. Taj te jek Ro­men­geri-tscha­ven­ge­ri bibli­joteka, savi sajt pantsch berscha an­de Bukarest del, pro kes­dipe an­di Schvedija lija.

Schvedija jek pradimi Romengeri-biblijoteka uschtidel. I nevi biblijoteka ojs integrali falato la foros­kera bibli­jo­tekatar andar Malmö, o triti bareder foro le tha­nestar, kerdi ol. Imar ando arto terno dschend i bibli­joteka pradi te ol. „Ada jek vusko cajta­kero plan hi“, phenel o foros­kero bibli­jotekari Torbjörn Nilsson, mind pharo ovla, Romen­geri-lite­ra­tura te lakel. Kaj ada schofim te ol, iste amen dur pedar i tha­nes­keri granica ari dschas taj avre bibli­jo­te­kenca taj Romen­ca ande but gava khetan iste butscha­linas.“

Andi biblijoteka publikaciji ande mindenfelitike Romengere-dijalekti, pisimi litera­tura Ro­mendar taj kenvi pedar i Ro­men­geri-kultura dela. I literatura ando telva­keripe fatrete­renca le Romen­gere-khe­ta­nipestar khetan terdschar­di ol. Adaj o orga­ni­sa­tortscha butvar le gaves­kere Romen­gere-bi­rov­tscha­goha (Romskt informa­tions- och kuns­kaps­center, RIKC) khetan butscha­linen, savo – sar i foros­keri bibli­joteka – uso foros­kero kultu­rakero favojti­nipe use tschito hi.

Favurclim taj fanecim
Barikano vert upre fochis­kere butschasch­tscha pasch­lardo ol: „Barika­no hi, i tschib taj o minden­felitike dija­lekti te prindscha­rel. O butschasch­tscha iste dschene on, save i Romen­geri-kul­tura prindscha­ren vaj save ande late fa­vurclim hi. On iste le Romen­ca fanecim on“, phe­nel o Torbjörn Nilsson.

„Me patijardo som, hot amen o pradipe la erschti Romen­gera-bib­li­jote­katar le thanestar pla­ninas“, phenel i kultu­rakeri foros­keri rotkija andar Malmö, Frida Trollmyr. „Ada jek jekoschno koja hi, le tscha­tschip­tschenge le Ro­mendar te pomo­schinel taj use jek feder dscha­nipe pedar i kultura taj i historija le Romen­dar use te ledschel.“

Hot vasch i erschti Romengeri-biblijoteka andi Schvedija pe hand­linel, tschak eknaj tschatscho hi. Ande bute­der fori imar schpe­cijeli bibli­joteka­kere falati Romenge­ra-lite­ra­turake del. Taj ande Malmö jeke Romen­ge­re-khe­tanipe, o Romska Kultur­centret (RKC), jek ajgeni, eknaj phuri falatos­keri bibli­joteka hi. Read the rest of this entry »

Rührige Schweden

Dezember 28th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Romani, dROMa (Magazin)

Roma-Bibliotheken in Malmö und Bukarest (Foto: Pixabay)Roma-Bibliotheken in Malmö und Bukarest


In Malmö entsteht eine neue Roma-Bi­b­lio­thek. In der Stadt wer­den dann gleich zwei Ro­ma-Bü­che­rei­en ne­ben­einan­der be­ste­hen. Und auch eine Ro­ma-Kin­der­bib­lio­thek, die seit fünf Jah­ren in Bu­ka­rest exis­tiert, nahm ihren An­fang in Schwe­den.

Schweden bekommt eine öffentliche Roma-Bibliothek. Die neue Ein­richtung ent­steht als integra­ler Bestand­teil der Stadt­biblio­thek von Malmö, der dritt­größ­ten Stadt des Landes. Schon im kom­men­den Herbst soll die Bibliothek er­öffnet werden. „Das ist ein en­ger Zeitplan“, sagt Stadt­biblio­the­kar Torbjörn Nilsson, „denn es wird schwie­rig sein, Roma-Literatur zu finden. Um dies zu er­reichen, müs­sen wir weit über die Landes­grenzen hinaus­gehen und mit ande­ren Biblio­theken und der Roma-Be­völke­rung an vielen Orten zu­sam­men­arbeiten.“

Die Bücherei wird Publikationen in verschiedenen Roma-Dialekten, von Roma ver­fass­te Literatur und Bücher über Roma-Kultur ent­halten. Die Litera­tur wird in Ab­sprache mit Ver­tretern der Roma-Ge­mein­schaft zu­sammen­gestellt. Dabei ar­beiten die Organi­satoren ins­beson­dere mit dem ört­lichen Roma-Büro (Romskt infor­ma­tions- och kunskaps­center, RIKC) zu­sam­men, das – wie die Stadt­bibliothek – der städti­schen Kultur­verwaltung an­ge­gliedert ist.

Verwurzelt und vernetzt
Besonderen Wert lege man auf fachkundige Mitarbeiter: „Es ist wichtig, die Sprache und die ver­schiedenen Dialekte zu kennen. Das Personal muss auch aus Per­sonen bestehen, die die Roma-Kultur ken­nen oder in ihr ver­wurzelt sind. Sie müs­sen mit der Roma-Be­völ­kerung ver­netzt sein“, er­klärt Torbjörn Nilsson.

„Ich bin stolz darauf, dass wir die Eröffnung der ersten Roma-Bib­lio­thek des Landes planen“, sagt Malmös Kultur­stadt­rätin Frida Trollmyr. „Das ist eine einzig­artige Ge­legen­heit, die Rechte der Roma zu fördern und zu einem bes­seren Wissen über Kultur und Ge­schichte der Roma bei­zu­tragen.“

Dass es sich um „Schwedens erste Roma-Bibliothek“ handle, stimmt aller­dings nur bedingt. In meh­reren Städten exis­tieren bereits spe­zielle Biblio­theks­abtei­lun­gen für Roma-Li­te­ratur. Und in Malmö selbst unter­hält ein Roma-Ver­band, das Romska Kulturcentret (RKC), eine eigene, etwas ver­altete Be­stands­bibliothek. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (407)

Dezember 26th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Beim Zensus in den „cam­pi no­ma­di“ in Rom wur­den 2008 nur Roma polizeilich mit Fin­ger­ab­drü­cken re­gist­riert, an­de­re Be­woh­ner aber nicht.

(Quelle)

Latschi Boschitscha taj latscho Nevo Bersch

Dezember 24th, 2021  |  Published in Allgemeines, Literatur & Bücher

O farajn Roma-Service
latschi Boschitscha taj latscho Nevo Bersch 2022 kivaninel!

Der Verein Roma-Service wünscht Ihnen
ein schö­nes Weihnachts­fest und ein gutes neues Jahr 2022!

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Dschend (Winter)

Le Jovan Nikolićistar [Romani-prikbescharipe: Josef Schmidt]

Igen phuri jag upre phadschol upro agengere
gombi, irinel o thuveskero tradipe
i niro ududarel le dschiveha o putrimo drom.

Kaputi, kocki sar andar le Devleskero va tschidim
Akora, pora, schutsche pelvi …

Kermusengere mujore
And dschumim ande jek tschavengero suno.

Sentelimo maro – khangeri upro stolo
Nisaj felhi, tschak schuvlipe.

Sako boklo –
Dschelno kipo!

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Aja poesija andar o liri­ka­kero khe­tan ke­dipe „Der Gast nir­gend­woher. Ge­sam­mel­te Lyrik“, savo ando Drava-fa­log 2021 ari alo, hi. Read the rest of this entry »

Weihnachtserinnerungen von Josef Schmidt

Dezember 22nd, 2021  |  Published in Brauchtum & Tradition, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
20.12.2021 | (on demand)

Josef Schmidt (Foto: volksgruppen.orf.at)Die vierte Kerze des Advent­kran­zes brennt be­reits und es sind nur noch eini­ge Tage bis Hei­lig­abend. Vie­le Men­schen in Öster­reich be­rei­ten sich auf das Weihvnachts­fest vor. In den meis­ten Haus­halten wird ge­backen und die letz­ten Besor­gun­gen für das be­vor­ste­hen­de Weih­nachts­fest wer­den ge­trof­fen. In unse­rer heu­ti­gen Sen­dung ha­ben wir den 50-jäh­ri­gen Josef Schmidt bei uns zu Gast.

Als Roma-Aktivist der ersten Stunde ist er heute die rechte Hand des Vor­sitzen­den des Volks­grup­pen­bei­rats der Roma, Emmerich Gärtner Horvath. Er er­zählt wie er die Adventszeit in Er­in­ne­rung hat und welch tra­ditio­nelle Köst­lich­keiten seine Groß­mutter da­mals ge­backen hat.

Josef Schmidt erblickte am 3. August 1971 im alten Oberwarter Kranken­haus das Licht der Welt. Bis er acht Jahre alt war, lebte er in der Roma-Sied­lung in Klein­bachselten in einem Drei-Ge­ne­ratio­nen-Haus­halt, wie es bei den Roma-Fa­mi­lien im Burgenland d­amals üb­lich war. Danach lebte er mit seinen zwei Brüdern, seiner Schwes­ter und den Eltern in der Roma-Siedlung in Unterwart. Nach der Pflicht­schule schloss Josef die Handels­schule in Oberwart ab. Im Laufe seiner Kindheit musste sich Josef sehr oft mit Dis­kriminierung und Roma-Feind­lichkeit auseinan­der­setzen.

Heute lebt Josef mit seiner Lebenspartnerin in Oberwart. Er ist stolzer Vater eines Sohnes, einer Tochter und einer Stief­tochter. Für den Roma-Ak­ti­visten war es schon immer wich­tig die Jugend zu för­dern. So zögerte er auch nicht lange, als er im Jahre 1990 das An­gebot bekam, in der außer­schuli­schen mutter­sprach­lichen Lernbetreuung des da­maligen Vereins Roma tätig zu sein. Im heurigen Schul­jahr unter­richtet Josef die un­verbind­liche Übung „Burgenland-Romani“ in der Volks­schule in Oberwart. Read the rest of this entry »

Palgondoliptscha upri boschitscha le Josef Schmidtistar

Dezember 20th, 2021  |  Published in Brauchtum & Tradition, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
20.12.2021 | | (on demand)

Duach i sendung vodinel Susanne Horvath

Josef Schmidt (Foto: volksgruppen.orf.at)I schtarti momeli upri adventis­keri ke­re­suja imar thabol taj tschak poar divesa dschi usi Ked­veschni Rat hi. But manu­scha andi Austrija kise­tinen pumen upri boschitscha. Ando lek buteder khera peklo ol taj o lejcti koji la bo­schi­tschake kerde on. Ande amari adiveses­keri sen­dung o 50-ber­schen­gero Josef Schmidt amaro khe­­rodaschi hi.

Ojs Romengero-aktivisto la erschti oratar hi ov adi o tschatscho va la angle­bescha­schistar le flogos­kere grupna­kere bajrotistar le Romen­dar, Emmerich Gärtner-Horvath. Ov phukal sar agun i adven­tiskeri cajt sina taj saj tradi­cijo­neli latsche koji leskeri baba agun peklahi.

O Josef Schmidt ando 3ti august 1971 andi phuri schpita Erbate upro them alo. Dschimeg ov ofto berscha phurano sina, dschivlahi ov andi Romen­ge­ri-sid­lung andi Tikni Boslina ande jek trin gene­ra­ci­ja­kero kher, sar oda uso Romen­ge­re-fa­miliji ando Burgenland agun sina. Paloda dschiv­lahi ov pre duj phra­lenca, pra phen­jaha taj pra dajaha taj pre dadeha andi Romen­geri-sid­lung Tenu Erbate. Pal i flogos­keri ischkola taj i hauptschul, o Josef i bun­dakeri hand­li­ni­pes­keri ischkola Erbate kise­tintscha. Ando naschipe leskera tscha­ven­gera cajtatar, o Josef butvar dis­krimi­na­cijaha taj bibastel kojenca gejng o Roma, donde iste pe bescharlahi.

Adi o Josef pra pajtaschkijaha Erbate dschil. Ov patijardo dad jeke tschauistar, jeka tscha­jatar taj jeka mosch­tovna tschajatar hi. Le Romen­gere-ak­ti­vis­tiske imar mindig bari­kano sina, le ternen­ge te pomo­schinel. Afka ov dur pal na gondo­lintscha, kada lo ando bersch 1990 phutschlo ulo, ando aguno farajn Roma ojs dajakero tschib­tscha­kero meschteri le tscha­venca pal i ischkola, te butscha­linel. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (406)

Dezember 18th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Schon 1946 kam es mit dem „Ko­mitee Deut­scher Zi­geu­ner Mün­chen“ in Deutsch­land zu einem frü­hen Ver­such einer Sin­­ti-und-Ro­ma-Or­­ga­­ni­­sa­­tion.

(Quelle/pdf)

dROMa 64: „Bücher 2 / Kenvi 2“

Dezember 17th, 2021  |  Published in Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

dROMa 64 Themenheft „Bücher 2“ | Temakeri heftlina „Kenvi 2“

Download (PDF) | Inhalt

Das alte Jahr beschließen wir mit neuen Büchern – und mit Roma-Literatur: Den Be­ginn macht eine hier zum ersten Mal auf Deutsch ver­öffent­lich­te Weihnachts­ge­schich­te des ungari­schen Schrift­stellers Tamás Jónás (dessen Gedichte übri­gens soeben in deut­scher Über­setzung er­schie­nen sind). Christina Dongowski wür­digt die Doku­men­ta­ris­tin und Buch­autorin Nina Gladitz, die im April 2021 ver­stor­ben ist. Gladitz’ Lebens­thema waren die Aus­einan­der­setzung mit Leni Riefenstahl und der Wunsch, den Sinti-Häftlingen, die Rie­fen­stahl als Film­kom­par­sen miss­brauchte, Ge­rech­tig­keit wider­fahren zu las­sen. Roman Urbaner be­richtet von der Schaf­fung einer gro­ßen Roma-Bibliothek in Schweden und einer Kinder­biblio­thek in Rumänien. Und wir blicken nach England, wo der Freund­schafts­dienst eines jungen Mannes für einen Kriegs­vete­ra­nen den Stoff für einen Film („No Roses on a Sailor’s Grave“) und ein Buch („The Search“) ab­gab: Wir überlegen, was das ins­geheim mit Roma zu tun hat. Und zu guter Letzt stellt Chana Dischereit vom Sinti- und Roma-Lan­des­ver­band Ba­den-Württem­berg das von ihr mit­heraus­gege­bene Kochbuch „Romno Chabpen“ vor, das die Küche der Roma und Sinti mit Ge­schich­ten von ihrem Kampf um Gleich­berech­ti­gung ver­knüpft.

O phuro bersch neve kenvenca kisetinas – taj Romen­gera-li­te­ra­turaha: O kesdipe kerel adaj jek ersch­tivar andi nimtschki tschib ari dimi boschi­tschani his­torija le ungrike pisi­maschistar Tamás Jónás (saveskere poesiji akan ando nimtschko prik bescha­ripe ari ale). I Christina Dongowski la doku­mentaristkija taj kenva­kera pisi­masch­kija Nina Gladitz, savi ando april 2021 muli, patijarel. La Gladitzake­ri dschi­vi­pes­keri tema sina o donde bescha­ripe la Leni Riefen­stahlaha taj o kivanipe, le and tscha­pime Sinti­jenge, saven i Riefenstahl ojs filmiskere kom­parstscha lija, tschatschipe use te mukel te anel. Read the rest of this entry »

O schtar momeltscha upri adventiskeri keresuja

Dezember 16th, 2021  |  Published in Brauchtum & Tradition, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 15.12.2021 | 4.59 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath

Schtar momeltscha thabonahi upri adventis­keri ke­re­suja. Mirno sina, asaj mirno, hot te schu­nel sina, sar o mo­meltscha te vakerel kes­dinde. I erschti mo­meli phari diha cidija taj phen­tscha: „Me mirnipe butscho­jav. Mro udud thabol, ham o manuscha na kamna mir­nipe, on na kamen man.“ Lakero udud min­dig tik­neder ulo taj akor ar gelo.

I dujti momeli jagarlahi taj jagarlahi taj phentscha: „Me patschaji­pe butscho­jav. Te me na som buter pe­kamlo. O manu­scha na kamna nischta le Devlestar te dschanel. Nan buter bari­kano, hot me tha­bojav.“ Jek diha duach o kher cidija taj i mo­meli ar sina.

Mirno taj igen brigaschno phentscha akan i triti momeli: „Me kamipe butschojav. Man buter sor nan te thabol. O manu­scha upri rik man terdscha­ren. On tschak pumen diken taj na le avren, saven te kam­nahi.“ Taj jeke lejcti upre tha­boji­peha te lakero udud ar sina.

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Bayern: Polizei erforschte „Landfahrerstelle“

Dezember 15th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Präsentation der Forschungsarbeit von Eveline Diener in München (Foto: Bayerisches Landeskriminalamt)Zentralrat begrüßt Beginn der Auf­ar­bei­tung der Nach­kriegs­ge­schich­te des Bayeri­schen Lan­des­kri­mi­nal­amts durch die Be­hörde

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, hat auf der Presse­kon­ferenz des Bayeri­schen Landes­kriminal­amts in München die histo­rische Arbeit von Kriminal­haupt­kom­mis­sarin Eveline Diener kritisch be­leuch­tet, die dort der Öffent­lich­keit vor­gestellt wurde. Die Arbeit be­schäftigt sich mit der Geschichte und perso­nellen Kon­ti­nui­tä­ten der beim BLKA an­ge­siedel­ten „Landfahrerstelle“ bis zu deren Auf­lösung im Jahr 1965. Rose for­dert weiter­füh­rende Unter­suchun­gen der Kontinuität auch über 1965 hinaus durch un­ab­hän­gi­ge Historiker.

Romani Rose lobte auf der Pressekonferenz, an der neben der Autorin auch der Prä­si­dent des Bayeri­schen LKA Harald Pickert teil­nahm, die Forschungs­arbeit von Eveline Diener und das BLKA dafür, dass es sich nun diesem Teil seiner Ge­schich­te stellt:

Eveline Diener hat in ihrer Arbeit eine Vielzahl an Quellen, die der For­schung bisher in weiten Teilen un­zu­gäng­lich waren, er­schlossen, durch­gearbeitet und analy­siert. Sie kann damit den bisher äu­ßerst lücken­haften Kenntnis­stand zur frühen Bayeri­schen ‚Landfahrer­stelle‘ enorm er­weitern und em­pirisch unter­füttern. Bei­spiels­weise war 1963 mit 11.092 Fa­milien­akten mit ca. 55.000 er­fass­ten Per­so­nen bei der ‚Landfahrerstelle‘ ein enor­mer Daten­bestand an­ge­legt. Das BLKA hat mit dieser nun vor­ge­legten For­schungs­arbeit die Forde­rung des Zentralrats an die Polizei­behörden der Länder um­gesetzt und be­gonnen, ihre Geschichte in den Grün­dungs­jahren der Bundes­republik Deutschland auf­zu­arbeiten. Da mit der Auf­lösung der „Land­fahrer­stelle“ im Jahr 1965 die rassisti­sche Sonder­erfassung von Sinti und Roma auch nicht im BLKA ge­endet hat, kann die heute vor­gestellte Arbeit nur ein Anfang sein. Aus un­serer Sicht muss es nun auch eine weiter­führende Unter­suchung der Kon­tinui­tät nach 1965 durch un­ab­hän­gige Historiker folgen.

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Facts & Figures (405)

Dezember 11th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Anders als die Roma in den ru­mä­ni­schen Fürs­ten­tü­mern Mol­dau und Wa­la­chei wa­ren die Roma in Sie­ben­bür­gen nie der Skla­ve­rei un­ter­wor­fen.

(Quelle/pdf)

„Marie Blum – ich lege meinen Namen ab“

Dezember 9th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie

"Man muss innehalten, um niederzuknien. Auf einer Forschungsreise im KZ Auschwitz-Birkenau sehe ich von allen performativen Gesten ab und knie nieder." Esther Strauß [Himmel (Oświęcim), Performancefotografie, 2020]Marie Blum – ich lege meinen Namen ab, um ein Jahr lang den dei­nen für dich zu tra­gen. Am 8. März 2020 brin­ge ich meine erste Toch­ter zur Welt. Dein Name ist auf ihrer Geburts­urkunde in der Rubrik Namen der Mut­ter ver­merkt.“

„Marie, kein Stein, ein Mensch trägt deinen Namen.

[„Marie Blum“, performatives Denkmal, 2020/21]

Die österreichische Künstlerin Esther Strauß über ihre Ar­beit „Marie Blum“:

Marie Blum ist eines jener Kinder, die im national­sozialisti­schen Kon­zentrations­lager Auschwitz-Bir­kenau zur Welt ge­kom­men sind. Laut einem Ein­trag in das Haupt­buch wurde Marie Blum am 5. Sep­tem­ber 1943 in Sektor BIIe – je­nem Lager­ab­schnitt, in dem Roma, Romnja, Sinti und Sintize inter­niert wor­den sind – ge­boren. Dort wird sie am drit­ten Tag ihres Lebens er­mordet.

Da Zeitzeug*innen zur Ermordung von Neugeborenen weit­gehend ge­schwiegen haben, ist die Quellen­lage auch heute noch dürftig. Nur we­nige Kinder haben im Versteck oder dank der Hilfe von Mit­häft­lin­gen überlebt. Viele brachte man direkt nach der Geburt um oder ließ sie ver­hungern. Die meisten der Neu­geborenen lebten nur weni­ge Stunden oder Tage.

Um an diese Kinder zu erinnern, entwickle ich ein perfor­mati­ves Denkmal: Ich lege den Namen Esther Strauß ab, um ein Jahr lang den Namen Marie Blum zu tragen. Dafür be­antrag­te ich die rechts­kräftige Änderung meines Vor- und Nach­namens im Namens­ände­rungs­referat der MA 63 in Wien. Die Namens­änderung wird mir nach vier­ein­halb Monaten Warte­zeit schließ­lich gewährt – zu­fällig aus­gerech­net am 27. Jänner 2020, dem 75. Jahres­tag der Befreiung des Kon­zentra­tions­lagers Auschwitz-Bir­kenau, der gleich­zeitig der Inter­natio­na­le Holocaust-Ge­denktag ist.

In den darauffolgenden Wochen und Monaten entste­hen zahl­reiche Per­forman­ces, Fotografien, Texte und perfor­mative Objekte. Manche von ihnen ent­stehen auf Drängen des Staates, wie die Namens­ände­rungs­urkun­den oder Marie Blums Pass. Read the rest of this entry »

Ignorierter Völkermord: Belarus 1941–1944

Dezember 8th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Deutschland: Ausstellung über den NS-Genozid in BelarusAusstellung in Göttingen: Ignorierter Völkermord. Der Genozid an den Roma in Belarus 1941–1944

Mit dem Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren be­gann auch die Ver­nichtung der sowje­tischen Roma. Der Genozid der deutschen Besatzer an den Roma ist dabei weder im kollek­ti­ven Gedächtnis der bela­russischen noch der deutschen Be­völkerung ver­ankert. Die Aus­stellung „Igno­rierter Völker­mord“ spiegelt die Erin­nerung der Zeit­zeug/in­nen an die Verbrechen, die ihnen von den Besatzern an­getan wurden, enthält histo­rische Überblicks­texte zum Ablauf des Völker­mords, seiner Auf­arbeitung und zum Thema Rassismus gegen Roma. Thema­tisiert werden Über­lebens­strate­gien und Widerstand, Re­aktio­nen der Mehr­heits­bevöl­kerung und Er­inne­rungs­politik.

Die Ausstellung ist vom 16.12.2021 bis 27.1.2022 im Foyer des Neuen Rat­hauses in Göt­tin­gen, Hiro­shima­platz 1–4, während seiner Öff­nungs­zeiten zu se­hen. Read the rest of this entry »

Gedenkort in Dortmund rassistisch beschmiert

Dezember 7th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Schriftzug in Dortmund (© Lukas Wittland)In Dortmund wurde das Mahn­mal für die vom NS-Regime depor­tier­ten Sinti und Roma geschändet. Der Schriftzug „Den Le­ben­den zur Mahnung – Den ermor­deten Sinti und Roma zum Ge­denken“ wurde mit dem Wort „Zigeuner“ über­sprüht. Die Tat er­eig­nete sich ver­mutlich be­reits am 22. No­vem­ber. Die Täter konn­ten bis­lang nicht aus­gef­orscht werden.

Das Mahnmal an der Ecke Weißenbur­ger­stra­ße/Gronau­straße wurde auf Initia­tive des Landes­vervbands Deut­scher Sinti und Roma in Nord­rhein-West­falen im De­zember 1998 ein­geweiht. Das Denkmal dient dem Ge­denken an die über 150 Sinti, die 1943 vom Dort­munder Ost- bzw. Süd­bahnhof nach Auschwitz-Bir­kenau de­por­tiert wurden. Der Schrift­zug hinter dem eigent­lichen Gedenk­stein war erst im Au­gust an einer 18 Meter brei­ten Wand angebracht worden. Read the rest of this entry »

Waldhüttl: Der Mensch im Mittelpunkt (2019)

Dezember 7th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Radio, Podcast & TV

Aus dem Radio-Archiv (Mai 2019):

Kultur am Rande der Stadt. Das Inns­brucker Wald­hüttl als res publica. Vor­trag von Jussuf Windischer

Am 26. April 2019 fand in der Kulturscheune im Waldhüttl bei Innsbruck die erste von ins­gesamt drei Ver­an­stal­tun­gen statt mit dem Titel „Be­geg­nun­gen – Kultur am Rande der Stadt“. An drei Tagen im April, Mai und Juni er­wartet den Besucher dabei eine Ver­bindung von Literatur und Musik, Per­for­mance und Dis­kussion. Den Auf­takt machte am 26. April das Konzert „Stojka meets Bach“: eine Kom­bina­tion aus Musik des Harri Stojka Hot Trio und den Cello­suiten von J. S. Bach, ge­spielt von den Stu­dieren­den des Tiroler Landes­konser­vato­ri­ums Isabella Haas & Pan Cheng.

Und als inhaltlicher Input zum Waldhüttl und seinen Bewoh­nern gab es einen Vortrag von Jussuf Windischer, der vor mittler­weile fast sieben Jahren das Waldhüttl mit­begründet und zu­sammen mit den spä­teren Be­wohnern auf­gebaut hat. Ein guter Anlass, um die Ge­schich­te des Waldhüttls als „Herberge für die Seele“ und seiner Kultur­scheune als „res publica“ den Be­suchern der Ver­anstal­tung näher­z­ubringen.

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Facts & Figures (404)

Dezember 6th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Im NS-Sammellager auf dem Salz­bur­ger Trab­renn­platz wur­den im Som­mer 1940 über 220 Sin­ti und Ro­ma in Pferde­boxen zu­sam­men­ge­pfercht.

(Quelle/pdf)

Maxglan: Stadt Salzburg übernimmt Mahnmal

Dezember 5th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken

Schenkung des Mahnmals an die Stadt Salzburg. Im Bild v. li: Christian Klippl (Obmann Kulturverein österreichischer Roma), Stadträtin Martina Berthold, Ludwig Csépai (Archivar Kulturverein österreichischer Roma), Alf Altendorf (Geschäftsführer Radiofabrik), Andreas Sarközi (Geschäftsführer Kulturverein österreichischer Roma) [© Stadt Salzburg/Susi Berger]Schenkung der Radiofabrik an die Stadt erfolgte am 8. Oktober. Bau­stadt­rä­tin Mar­ti­na Berthold dankt der Ra­dio­fabrik für En­gage­ment ge­gen das Ver­gessen

Der Schwarzgrabenweg an der Glan in Salzburg-Maxglan (bzw. im Leopolds­kro­ner Moos) ist ein idyl­li­scher Natur­raum. Was vielen Salz­bur­ger/in­nen nicht be­kannt ist: Wäh­rend der NS-Zeit befand sich hier das so­genannte „Zigeuner­anhalte­lager“ Salz­burg-Max­glan. Hun­derte Roma und Sinti waren hier ein­ge­sperrt und wurden zur Zwangs­arbeit ge­zwungen. Die mei­sten von ihnen wurden in Kon­zentra­tions­lagern er­mordet. 2009 hat die Radiofabrik (Anm.: das Salzburger Freie Radio) im Rah­men des Pro­jekts „Niemals vergessen“ vom Salz­bur­ger Bildhauer Zoltan Pap dort ein Mahnmal er­richten las­sen. Im Bei­sein von Ver­tretern des Kultur­vereins öster­rei­chi­scher Roma wurde es am 8. Oktober of­fiziell in die Obhut der Stadt über­geben. (Anm.: Im Februar 2020 wurde die Metall­skulptur von Un­bekann­ten be­schädigt.)

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Piräus: Keiner half sterbendem Roma-Kind

Dezember 3rd, 2021  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Griechenland: Aufnahmen der Sicherheitskamera, rechts das vom Metalltor eingeklemmte Kind, in der Mitte ein Mann, der vorbeigeht (Foto: StarGR)Griechenland: Achtjähriges Roma-Mädchen wird von Fabrik­tor er­drückt und nie­mand hilft. Drei Per­so­nen we­gen fahr­läs­si­ger Tö­tung an­ge­klagt, Polizei spricht von Ver­tu­schung.

RAN: Am 17. November gegen 17.30 Uhr sucht das acht­jäh­rige Roma-Mäd­chen Olga Zuflucht im Hof einer Fabrik in Keratsini, einem Vor­ort von Piräus bei Athen. Als sie ver­sucht, das Ge­lände zu ver­lassen, wird ihr kleiner Körper nicht nur ein­mal, sondern zwei­mal von einem schweren Metall­schiebe­tor ge­troffen. Nie­mand hilft ihr.

Fünf Tage nach dem Tod des kleinen Mädchens wer­den Auf­nahmen einer Sicher­heits­kamera ver­öffent­licht. Sie zeigen, wie Fabrik­arbeiter eine bei­spiel­lose Gleich­gültigkeit ge­gen­über dem acht­jährigen Ro­ma-Mäd­chen an den Tag le­gen, das vor ihren Augen stirbt. Sie tun nichts, um zu helfen – wahr­schein­lich auf An­weisung der Ge­schäfts­leitung.

20 Minuten lang scheint das kleine Mädchen nach Luft zu ringen, aber nie­mand hilft ihr. Ein Fabrik­arbeiter geht an dem Mädchen vorbei, wen­det den Kopf und geht weg. Fast eine Minu­te später kehrt der Arbeiter zurück, und an­statt dem Kind zu helfen, geht er in die Lager­halle. Die Aufnahmen zeigen, wie er mit seinem Handy tele­foniert, wieder an dem kleinen Mädchen vorbei­geht und sich zum zweiten Mal gleich­gültig ver­hält. Er schaut sie an, legt auf und geht weiter. Vom ersten Mo­ment an haben zwei bis drei Arbeiter ge­sehen, dass Olga an dem Fabrik­tor zu­sammen­gebro­chen ist, aber keiner hat etwas unter­nom­men, um ihr zu helfen.

17:55:02: Das Video zeigt, wie ein Angestell­ter an dem kleinen Mädchen vorbei­geht, das wieder zwi­schen Tür und Wand ein­geklemmt ist, und sie an­sieht, aber nicht an­spricht.

17:57:13: Die Tür öffnet sich schließlich und das Mädchen fällt zu Boden. Zwei Arbeiter nähern sich ihr und stehen mit einer Taschen­lampe über ihr. Dann gehen sie ein paar Schritte zu­rück, reden mit­einander und gehen weg, wäh­rend sie das hilflose Mädchen zu­rück­lassen. Read the rest of this entry »

„Selbstrepräsentation ist mein Widerstand“

Dezember 2nd, 2021  |  Published in Film & Theater, Frauenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

5. Ausgabe des Roma-Filmfestivals "Ake Dikhea?" in Deutschland 5. Roma-Filmfestival AKE DIKHEA?

2. bis 6.12.2021: 16 Filmbeiträge, Podiumsdiskussionen und Events im Ber­li­ner Kino Movie­mento und on­line via Stream

Vom 2. bis 6. Dezember 2021 feiert das Roma-Filmfestival AKE DIKHEA? sein 5-jäh­riges Jubi­läum in Berlin und welt­weit. Das dies­jährige Thema des Fes­tivals ist Widerstand – ge­gen die Fremd­be­stim­mung, ge­gen das Ver­gessen, gegen inter­sektio­nale Unter­drückung.

Roma und Sinti sind im Kino seit seiner Entstehung präsent. Doch allzu oft wurde ihr Bild von ande­ren definiert, ihre viel­fäl­tigen Iden­titäten wurden un­sichtbar ge­macht, dafür gefähr­liche Stereo­typen immer wieder aufs Neue re­produ­ziert. AKE DIKHEA? schafft seit 2017 einen Ort, an dem andere, authen­tische und selbst­bestimmte Narrative Raum be­kommen. Und auch dieses Jahr nutzen Filme­macher/in­nen auf der ganzen Welt die Selbst­darstel­lung als Mittel des Wider­stands, um Gegen­erzählungen zu den vor­herr­schenden Medien­diskursen über Sinti und Roma zu schaffen.

16 Filmbeiträge insgesamt, Fokus auf femi­nis­ti­sche Per­spek­tiven

Insgesamt 16 Dokumentar-, Spiel und Kurzfilme bilden dieses Jahr das Haupt­programm, darun­ter der Dokumentar­film WIE ICH PARTISANIN WURDE (3.12., 19:30) von Vera Lacková. Darin recher­chiert Lacková die Geschichte ihres Ur­groß­vaters und die anderer Roma-Partisanen, die Wider­stand gegen die Nazis leisteten (hier unsere Film­bespre­chung). Oder OUR VOICES OUR FREEDOM (4.12., 17:30) von Laurence Doumic und Jo Béranger, die den Kampf von zwei Geschwis­tern gegen die Zer­störung ihrer Heimat und ihres Lebens­stils im Norden von Paris portrai­tiert. Das Film­portrait TAIKON (2.12., 21:00) von Lawen Mohtadi und Gellert Tamas erzählt vom Leben der gleich­nami­gen Aktivis­tin. Taikon gilt als eine der meist­gelese­nen Autor/in­nen Schwedens und wird als „weib­licher Martin Luther King Schwedens“ be­zeich­net. Der Spielfilm GIPSY QUEEN (3.12., 22:00) von Hüseyin Tabak, mit Alina Șerban in der Haupt­rolle als Boxerin Ali (Deut­scher Schauspiel­preis 2020), er­gänzt das Programm.

Ein starker Fokus liegt auf feministischen Perspektiven: Zehn der sech­zehn Filme wurden von Regisseurin­nen gedreht. Der Spiel­film BIBI SARA KALI (4.12., 20:00) von Simonida Selimović und Nina Kusturica um­webt die gleich­namige, mystische Figur der Patro­nin der Roma (wir berich­te­ten). Read the rest of this entry »