Tschibtscha | 18.11.2021 | 10.28 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Siklipeskero pomoschago farajn Roma-Service
Die seit 1990 angebotene Lernbetreuung in Oberwart versucht durch täglichen Förderunterricht, Intensivbetreuung sowie durch Hilfestellung bei Hausaufgaben junge SchülerInnen und Jugendliche zu fördern. Der Verein Roma-Service ermöglicht vielen Roma-SchülerInnen und Jugendlichen eine Chance auf eine gute Ausbildung. Das Lernprogramm unterteilt sich in verschiedene Kategorien: Lernen mit allen Sinnen, Lernen mit neuen digitalen Medien, Außerschulischer Roman-Unterricht und Jugend-Projekte, wie die musikalische Früherziehung.
Sajt deschuenja taj enjavar deschto bersch o paloplaneskero siklipeskero pomoschago ando foro Erba del. Ande dujeseri taj deschuenjato bersch o farajn Roma-Service Erbate o paloplaneskero siklipeskero pomoschago le Romane tschavenge prik lija. Jek le meschterkijendar i Susanna Gärtner-Horvath mindig ando kontakto le pedagogkijenca taj pedagogenca, dajenca taj dadenca terdschol, kaj pedar o siklipeskere plantscha taj o pomoschagoskere koji le jekoschne tschavendar schaj vakerdo ol. O tschave ande duj klastscha upre ulade hi, kaj i dujti meschterkija Jasmin Koger o pomoschagoskero siklipe tel likerel. Siklipe le compjuteriha sar skuli, taj aver koji upro paleplaneskero programo terdschol. Read the rest of this entry »
Kher, Romafuturismo, ROLIK: Trin literaturakere-inicijativtscha le Romenge
Te la kultura lakere kore flatschki hi. Tschuliptschenge pharo hi, pe upro literarischi than duach te bescharel. Andi Tschechija taj andi Slovakija probalinen ada te irnel – kaj ajgeni strukturtscha schofinen.
Kher (Prag)
Jek barikano than uso institucijonalisirinipe la Romengera-literaturatar andi Tschechija o kenvakero falog „Kher“ ande lel. O falog andar Prag, ari alo andar jek online-seletoskeri forma, le pomoschagoske taj le bulharipeske literarischi butjendar andar o tschulipe, vidminel pe. Kerdo ulo o falogiskero projekto 2012 akademischi ischkolaschendar la bara ranijatar la romanijalogijatar andi Tschechija, Milena Hübschmannová, savi 2005 muli: „But Romengere pisimaschenge sina oj sar jek daj, jek pomoschagoschkija“, phenel o falogiskero keraschi Lukáš Houdek: „Kada oj muli, leha te but pisimaschenge i aun tradipeskeri sor bejg sina. Taj vaschoda phentscham, hot valaso iste keras. Amen diklam, hot o pisimaschtscha te pisinel kamnahi, te publicirinel kamnahi, ham len nisaj schajiptscha sina.“
„Kher“ vaschoda phureder taj te neveder literarischi hangijenge andar i Tschechija taj andar i Slovakija pomoschinel, butvar ande Romani, ham te ande but tschibtschakere edicijontscha. „Akan andi republika Tschechija, valami schtarvardesch pisimaschkiji taj pisimaschtscha del, save uso Romengero-tschulipe kerinen; valami epasch lendar tschatschikan aktivi hi“, phukal i Karolína Ryvolová, andar o falog. Read the rest of this entry »
Deutschland: Stadtpolizei in Frankfurt am Main nimmt rumänischer Romni Bargeld ab – Roma-Verein spricht von „Diebstahl“
Der Förderverein Roma in Frankfurt kritisiert in einer Aussendung das Vorgehen des städtischen Ordnungsamts als „ordnungspolitische Willkür“. Wir geben im Folgenden den Wortlaut der Presseaussendung wieder:
Der Romni Eszter R. wurde am 25.10.2021 die gesamte Barschaft durch das Ordnungsamt Frankfurt weggenommen. Grund war angeblich das nachhaltige Ansprechen von Passanten. Es ging also nicht um „aggressives Betteln“, wie es ansonsten im Jargon des Amtes heißt. Der Frau wurde per Unterstellung das Geld zum Überleben für sich und die Familie entzogen, um sicherzugehen, dass eine mögliche spätere Ordnungswidrigkeit auch bezahlt werden kann. Man könnte die Praxis als Diebstahl bezeichnen, denn allein die Restriktion der Behörde war ausschlaggebend, nicht die Klage von Menschen, die sich gevnötigt fühlten.
Eine besondere Bedeutung hat die Vorgehensweise deshalb, weil es sich bei der Frau um dieselbe Person handelt, in deren Pass 2018 ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes unrechtmäßig den Vermerk „Beim aggressiven Betteln angetroffen“ handschriftlich eintrug (wir berichteten). Der Pass wurde durch den Vermerk ungültig und die Betroffene denunziert. Die Diensthandlung kritisierten die zuständigen Institutionen in Land und Kommune nachdrücklich und schlugen Schadensersatz vor. Zu dem Ausgleich kam es nicht, da die Frau unmittelbar nach dem Vorfall zurück nach Rumänien ging.
Es stellt sich offensichtlich die Frage, was letzten Endes eilfertige Bekundungen wert sind, wenn sich an der Verfahrensweise der Behörde nichts ändert. Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 16.11.2021 | 9.34 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Gedenken an NS-Opfer der Roma und Sinti im Burgenland
Ande Lackenbach suboton le Romenge taj Sintijenge anglo gondolipeskero than gondolim ulo. Odotar esertscha Roma taj Sinti ando mindenfelitike logertscha ledschim taj murdarde ule. Ando bischutrito novemberi deschuenja schtarvardeschto bersch ande jek aguni gadschengeri vora o „Zigeunerlager Lackenbach“ kerdo ulo. O andetschapime Roma taj Sinti ande schtali dschivnahi taj mujsinipeskeri buti iste kernahi. Le schtar eseri ande tschapime Romendar taj Sintijendar ando logeri Lackenbach ando terno dschend deschuenja taj schtarvar desch taj jekto bersch, duj eseri ando gheto Lodz ledschim taj murdarde ule. Valami trin vaj schtar schel dschene o logeri ande Lackenbach prik dschivde. Buteder sar 100 kherodaschtscha andar i politik, khangeri, Roma taj opferiskere organisaciji le Romenge taj Sintijenge gondolinde. Imar tradicija hi, kaj ischkolaschtscha taj ischkolaschkij andar o gimnasijum Uprutni Puja uso gondolipeskero mulatintschago anglo gondolipeskero than le Romenge taj Sintijenge ande Lackenbach, savi sako bersch ando novemberi telikerdi ol, use hi. Te ada bersch o ischkolaschtscha taj ischkolaschkiji jek barikano vodschikano vakeripe likerde. Le kherodaschenge akan anglo gondolipeskero than jek dujtschibtschengeri tablina Romanes taj nimtschke QR-Codiha kerdo ulo, kaj pedar i historija andar o logeri Lackenbach informacija te uschtiden.
Vertreter der Politik, der Kirche und des Kulturvereins Österreichischer Roma haben am 13. November 2021 in Lackenbach gemeinsam mit Überlebenden und Angehörigen der Roma- und Sinti-Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Bei der Gedenkveranstaltung, an der als Vertreter der burgenländischen Landesregierung LR Heinrich Dorner auch Bundesministerin Alma Zadić, Landtagspräsidentin Verena Dunst und der Lackenbacher Vizebürgermeister Norbert Cserinko teilnahmen, wurde eine neue Tafel mit den wichtigsten Informationen zum Anhaltelager in Lackenbach enthüllt. Read the rest of this entry »
Justizministerin Zadić gedenkt der vom Nazi-Regime verfolgten Roma und Sinti: „Alles beginnt mit der Hassrede. Sie definiert künftige Opfer.“
Am Samstag, den 13.11.2021, nahm Justizministerin Alma Zadić an einem Gedenkakt vor dem Mahnmal für die im burgenländische Lackenbach internierten Angehörigen der Roma und Sinti teil. In ihren Eröffnungsworten bedankte sich Bundesministerin Alma Zadić für die Organisation dieser wichtigen Veranstaltung. „Wir gedenken heute der dunkelsten Jahre in der Geschichte unseres Landes. Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten sind Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihrer politischen Überzeugungen oder ihrer sexuellen Orientierung verfolgt und ermordet worden“, sagt Justizministerin Zadić in ihrer Rede in Lackenbach. Die Verantwortung der Nachgeborenen sei es aus der Geschichte zu lernen.
Eine wesentliche Gruppe unter den Opfern dieses Regimes waren Roma und Sinti. Lackenbach war für viele von ihnen die letzte Station, bevor sie in Vernichtungslager verschleppt und ermordet wurden. In Lackenbach sind tausende Menschen vor ihrer Deportation in das Ghetto Lodz oder nach Auschwitz inhaftiert gewesen. Nur wenige überlebten die Lager bis zur Befreiung durch die sowjetischen Truppen. „Es ist beschämend und erschütternd, was hier während der Zeit des Nationalsozialismus passierte“ sagt Justizministerin Zadić anlässlich der Gedenkveranstaltung in Lackenbach. Read the rest of this entry »
Bei uns stapeln sich die Bücher: Neuerscheinungen von Roma-Autoren und über Roma-Themen, die es verdient haben, in dROMa besprochen zu werden. Wir möchten Ihnen daher in dieser und der kommenden Ausgabe eine Reihe von ihnen vorstellen – als Rezension, Textauszug oder Autorengespräch. Das Heft eröffnet die Wiener Romni Ioana Spataru, die ihrem Vater, dem Autor und Künstler Mircea Lacatus, einige Fragen gestellt hat. Drei Gedichte aus seinem neuen Lyrikband flankieren das Interview. Einen prachtvollen (Foto-)Band über den Alltag der Sinti in der DDR hat sich Roman Urbaner genauer angesehen. Raluca Bianca Roman in Schottland berichtet im dROMa-Gespräch über den Sammelband „Roma Writings“ und die verblüffende publizistische Tätigkeit der frühen Roma-Bewegung in der Zwischenkriegszeit. Anschließend holen wir noch einige Initiativen (einen Verlag, eine Bibliothek und einen Autorenklub) vor den Vorhang, die der Roma-Literatur in Tschechien und der Slowakei unter die Arme greifen. Und auf der Rückseite finden Sie einen Auszug aus dem hier zum Nachwort umfunktionierten Vorwort aus dem Gedichtband von Samuel Mago.
Use amende o kenvakere dombi mindig utscheder on: Neve kenvi Romengere-pisimaschendar taj pedar Romengere-tematscha, pedar save ande dROMa vakerdo iste ol. Vaschoda kamaha amen tumenge ande ada ardipe jek redo lendar angle te terdscharel – ojs recensijona, ojs tekstoskero falato vaj ojs pisimaschengero vakeripe. I heftlina pral i betschitiki Romni Ioana Spataru, savi lakere dadeske, le pisimaschiske taj kinstleriske Mircea Lacatus, poar phutschajiptscha terdschartscha. Trin poesiji andar leskeri nevi lirikakeri kenva o vakeripe vodinen. Jek igen schukar (kipengeri-)kenva pedar o sako diveseskero dschivipe le Sintijendar andi DDR, o Roman Urbaner aun peske dikla. Read the rest of this entry »
Sinti und Roma werden seit Jahrhunderten diskriminiert, benachteiligt und als Minderheit verfolgt. Wie akut dieses Problem auch in Deutschland ist, unterstrich im Juli 2021 der Abschlussbericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus. Der Bericht zeigte: Die Diskriminierung von Sinti und Roma geht auch von staatlichen Institutionen aus, wie etwa Schulen. Es mangelt vor allem an Aufklärung und Sensibilisierung. Nadine Küßner hat im Rahmen von TRANSFER TOGETHER ein Weiterbildungsangebot entworfen, das genau das leisten soll. Im Projekt-Podcast spricht sie mit Max Wetterauer über das Format und über ihre Arbeit in der antiziganismuskritischen Bildungsarbeit.
Ein neuer österreichischer Verein setzt sich für die Interessen der Roma und Sinti an Hochschulen ein. Stereotype und Bildungsungerechtigkeiten sollen so überwunden werden
Tobias Mayr/UniStandard:Sladi Mirković freut sich: „Wir haben im letzten halben Jahr den Diskurs über Roma an Hochschulen sehr stark mitbestimmt.“ Die 33-jährige Romni ist Präsidentin der im April gegründeten HochschülerInnenschaft österreichischer Roma und Romnja (HÖR). Gemeinsam mit fünf Kollegen möchte Mirković die Bildungsinteressen junger Roma in Österreich vertreten und dabei die Sichtbarkeit von studierenden Roma an der Uni erhöhen.
Denn diese sind nicht nur in der österreichischen Bevölkerung eine Minderheit, sondern auch an den Hochschulen. Zahlen, wie viele Roma studieren, gibt es keine. Für die HÖR steht aber außer Zweifel, dass es „verhältnismäßig wenige“ sind. Doch auch genaue Zahlen, wie viele Roma in Österreich leben, gibt es nicht. Die ethnische Zugehörigkeit zu Volksgruppen wird wegen rassistischer Erfahrungen mit Volkszählungen im Nationalsozialismus nicht erhoben. Das Kanzleramt geht von zehntausenden Angehörigen aus, die meisten von ihnen leben in den östlichen Bundesländern, vor allem im Ballungsraum Wien. Der Überbegriff Roma wird dabei stellvertretend für alle Menschen verwendet, die sich als Roma, Sinti oder Lovara identifizieren.
Kein Verstecken mehr
Jene, die heute studieren, versteckten meist ihre Identität, sagt Mirković: „Ab einer gewissen Bildungsstufe sehen viele davon ab, sich zu outen – aus Angst, sich damit Steine in den Weg zu legen.“ In der Schule und zu Beginn ihres Studiums der Transkulturellen Kommunikation sei es ihr ähnlich gegangen: Read the rest of this entry »
„Wir Roma sind nicht Bettler und Kriminelle!“: Viktoria Waldhäusl im Gespräch mit Samuel Mago, Schriftsteller und Antiziganismus-Aktivist
Samuel Mago ist stolz, Rom zu sein. Der 1996 in Budapest geborene Schriftsteller mit jüdischen Wurzeln setzte sich schon als Schüler in der Wiener Albertgasse gegen antiziganistische Klischees ein. An der Universität Wien, wo er „Transkulturelle Kommunikation“ studiert, war er Mitbegründer der „Hochschüler*innenschaft Österreichischer Roma und Romnja“. Samuel Magos Literatur ist nicht nur poetisch, sondern auch politisch. Wenn er in seinen Texten positive Gegenbilder erschafft und seine von starken Frauen geprägte Familiengeschichte erzählt, ist das immer gleichermaßen Aktivismus wie Gedenkarbeit. Viktoria Waldhäusl spricht mit Samuel Mago über dessen Familiengeschichte, über engagierte Literatur und den Reichtum der Roma.
Dumm gefragt: „Neigen Sinti und Roma zur Kriminalität?!“
WDR/1LIVE, Podcastfolge vom 4.3.2021, 54:02 Min.
Verfügbar bis 4.3.2022
Sinti und Roma werden oft als „fahrendes Volk“ bezeichnet, und darin steckt schon das erste Vorurteil gegen sie. Den Sinti und Roma wird nachgesagt, sie seien faul, kriminell, würden in Wohnwagen und Zelten leben und viel zu viele Kinder bekommen. Diese Klischees existieren schon seit Jahrhunderten, weshalb Sinti und Roma immer wieder verfolgt und diskriminiert wurden.
Fritz Schaefer klärt mit Taisiya und Sejnur, was dran ist und wie Menschen der Sinti und Roma heute mit Vorurteilen umgehen.
Ein Podcast-Gespräch des burgenlandkroatischen Mediums „Novi Glas“ mit dem Roma-Aktivisten Martin Horvath (Verein Hango Roma)
Anfang 2021 wurde im deutschen WDR eine Sendung ausgestrahlt, in der ausschließlich mehrheitsangehörige Promis über die Verwendung von Begriffen wie „Zigeunersauce“ diskutierten. Die Sendung hat hohe Wellen in den sozialen Medien geschlagen und auch Roma-Angehörige in Österreich empört (wir berichteten: hier, hier und hier). Martin Horvath (38) aus Siget in der Wart ist Gründer und Vorstandsmitglied des Vereins HANGO ROMA, einer der Schwerpunkte des Vereins ist Antiziganismusarbeit. Das ganze Telefongespräch mit Horvath ist als Podcast nachzuhören und unterhalb in gekürzter Form zu lesen.
Konstantin Vlasich/Novi Glas: Wie ist es dir ergangen, als du von dieser Sendung im WDR erfahren hast?
Martin Horvath: Es ist in den letzten Monaten nicht neu, dass gegen die Volksgruppe der Roma gehetzt wird. Als Corona angefangen hat, in Ungarn, Rumänien, Slowakei hat man Schuldige gesucht und die Schuldigen waren die Roma. Die Sendung beweist, dass oft ein Thema gewählt wird, mit dem man Quoten erreicht: Die Diskussion – soll man das „Zigeunersauce“ nennen oder nicht? – ist aber verantwortungslos. Das sind Personen in der Öffentlichkeit, die man liebt, die Vorbilder sind. Wenn man so diskutiert, ist das nicht in Ordnung. Man kann über die Verwendung des Begriffs „Zigeuner“ eine Diskussion halten, aber dann muss man Vertreter von diversen Roma-Organisationen einladen, damit man gemeinsam darüber diskutieren kann.
NG: Wie stehst du zu diesem Begriff? Verwendest du ihn?
Der Begriff ist nicht in unserem Wortschatz, in Romanes gibt es das Wort „Zigeuner“ nicht einmal. Man verbindet es mit dem „ziehenden Gauner“, es ist ein negatives Wort, das uns aufgedrückt worden ist. Wir sind so bezeichnet worden. Es gibt Leute, die sich als „Zigeuner“ bezeichnen, aber das ist eine persönliche Geschichte. Das sind Einzelne, aber man kann keine gesamte Gruppe als „Zigeuner“ bezeichnen. Es ist jedem überlassen, wie er sich bezeichnet. Für mich persönlich ist das Wort abscheulich. Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 25.10.2021 | 8.19 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Johann Trattner: Spurensuche in Auschwitz-Birkenau
Johann Baranyai jomakero rodipe ande Auschwitz-Birkenau Betschiste deschuduj orenge o dschene, sar dschidovtscha, Roma taj butjaschtscha andar o nacijonalfonds, save Auschwitz uso pradipe le blokistar deschuefta akarde ule, pumen reste taj busiha upro drom pumen kerde. O cile dschene, save pumen upro drom Auschwitzate kerde, jek bara dukaha ham te jek gondoha valaso te schunel taj valsao pedar i ajgeni familija te phukal so lenge adaj upre ada than kerdo ulo, jek aunpaschlaripe sina. Na ar te gondolinel sina, so adaj sa upre ada than kerdo ulo taj soske? O pharo drom uso block deschutrin, kaj o artschijipe ande Auschwitz le Romendar hi, le Johann Baranyaiske, sar lo agun butscholahi akan Trattner leskero familijakero anav hi, na loke sina. Kipi le Romendar, le familijendar, muschikascherndar taj le tschavendar andar mindenfelitike vilagi, kaj Roma anglo haburi dschivnahi ando block deschutrin butvar te dikel hi. So adaj le manuschenca sa kerdo ulo taj saj idijologija adaj palal terdschini schoha te hajol ovla. Ando artschijipe ando block deschutrin te o anava le dschenendar, save ande Auschwitz-Birkenau ledschim ule upre jek tablina hi. O Hansi, sar ov le Romendar ando Burgenland akardo ol mindschart te rodel kesdintscha le anevstar Baranyai. Upre jek kipo le artschijipestar o Johann Baranyai pra muam prindschartscha, savi ande Auschwitz Birkenau ledschim uli.
O Erich Finsches, dschido ando porintschago le Johann Baranyaiha phukal pedar pri terdschivipeskeri historija. O barakn, kaj o dschene iste sovnahi, vaj upri khulali kaj iste dschanahi sikan saj sakodiveskero bibastalo dschivipe le manuschen odoj sina. Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 22.10.2021 | 6.11 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Ziel des Projektes ROMABIZ ist die Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) von Roma und Sinti durch Stärkung ihrer Management- und unternehmerischen Kompetenzen. Es wird derzeit eine Erhebung durch persönliche Befragung zur unternehmerischen Situation von Roma- und Sinti-Unternehmen in der burgenländisch-ungarischen Grenzregion durchgeführt, um vorherrschende Charakteristika und Bedürfnisse punktgenau aufzugreifen. Die Unternehmen werden anschließend im Rahmen von Einzelberatungen sowie bei Bedarf durch Mentoring von geschulten BeraterInnen unterstützt. Daneben werden Gruppencoachings zur Entwicklung besonders wettbewerbswirksamer Kompetenzen und Strategien angeboten. „Treffen am Runden Tisch und Exkursionen zum Kennenlernen von Best-Practice-Beispielen fördern die Intensivierung des Erfahrungsaustausches und die Vernetzung“, ist BFI-Projektmanager Christoph Greiner überzeugt. Es wird zudem eine innovative, internetbasierte und mit mobilen Anwendungen ausgestattete Unternehmensplattform aufgebaut, wo Roma-UnternehmerInnen die Möglichkeit haben, ihre Unternehmen zu präsentieren und nützliche Informationen zu platzieren. Read the rest of this entry »
Deutschland: „Kind in Handschellen abgeführt“ – Arbeit des Landesverbands der Sinti und Roma (VDSR-BW) zeigt Wirkung
Die Staatsanwaltschaft Konstanz soll diese Woche Strafbefehl gegen zwei der vier Beamten ausgestellt haben, die am 6. Februar 2021 ein elfjähriges Kind in Singen (Baden-Württemberg) in Handschellen abgeführt und auf die Polizeiwache gebracht hatten (wir berichteten hier und hier). Gegen zwei weitere tatverdächtige Beamten soll das Verfahren gegen Auflagen eingestellt worden sein. Die Vorwürfe gegen das Kind haben sich als vollkommen haltlos erwiesen.
Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender des VDSR-BW: „Alle vier Beamten haben demnach rechtswidrig gehandelt. Der Landesverband begrüßt, dass die Staatsanwaltschaft dies festgestellt hat. Der Vorfall hat großes öffentliches Interesse und Empörung ausgelöst. Wir wünschen uns und erwarten auch, dass es zu einer öffentlichen Verhandlung kommt.“
Die zwei Beamten, die einen Strafbefehl erhalten haben sollen, haben der Staatsanwaltschaft zufolge Einspruch eingelegt. Eine öffentliche Hauptverhandlung ist daher nicht ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft soll bisher nicht von einer rassistischen bzw. antiziganistischen Motivation ausgehen. Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender: „Die mehrfache Verwendung des antiziganistischen ‚Z.‘-Begriffs ist belegt. Die Tatmotivation muss beim Namen genannt werden.“
Bei der rumän. Volkszählung 2011 deklarierten sich 621.573 Personen selbst als Roma; eine Expertenerhebung vor Ort ergab das Doppelte: 1,2 Mio. (SocioRoMap).