Tschibtscha | 19.10.2021 | 8.51 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Das Jubiläum „100 Jahre Burgenland“, diesmal aus Sicht der Volksgruppen, moderiert von Christoph Krutzler, zieht sich durch das Konzert am 16. Oktober im OHO in Oberwart wie ein roter Faden und endet im gemeinsamen Lied „Hand in Hand“. Die Bedeutung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt des Burgenlandes soll mit einem Konzert, bei dem alle Volksgruppen vertreten sind, unterstrichen werden. Musik von: BRUJI, Max Schabl, Ferry Janoska, Leon Berger, Melinda Stoika, Martin Horvath, Josef Sari – MusikerInnen aller Volksgruppen des Burgenlandes.
Antiziganismus erkennen – benennen – entgegenwirken! Anticiganismus esbe te lel – te akarel – gejng pe te terdscharel! Dream Road – Fortbildung zu pädagogischen Methoden gegen Antiziganismus
Die Roma-Volkshochschule Burgenland bietet Ihnen eine Workshopreihe bzw. Ausbildung für Trainer/innen an, in der Sie bestens darauf vorbereitet werden, in Schulen und Erwachsenenbildung zum Thema „Theorie und Praxis gegen Diskriminierung und Antiziganismus“ zu arbeiten.
Sa., 23.10.2021, 09:30 – 15:30 Uhr
Ort: VHS Erlaa, Putzendoplerg. 4, 1230 Wien
Kursleitung: Melinda Tamás MA
Teilnehmer/innen: 6 bis 15 (kostenlos) →Zur Anmeldung (Kurs-Nr.: 21DROM02)
Zielgruppe: Workshop für Trainierende, Pädagoginnen und Pädagogen, Jugendleiterinnen und Jugendleiter, Multiplikator/innen und andere Interessierte
Methodik: Wissensvermittlung, Theorie Input, Kleingruppen- und Großgruppenübungen, soziometrische (Aufstellungs-)Übungen, im Falle von Präsenzunterricht: Rollenspiele
Das Training zielt auf die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Ausprägungen des Antiziganismus ab und stellt Methoden für die schulische und außerschulische Sensibilisierungs- und Bildungsarbeit vor. Neben Informationen zum historischen und aktuellen Antiziganismus in Europa, insbesondere in Österreich, sowie zur Struktur und Funktionsweise antiziganistischer Vorurteilsstrukturen, werden pädagogische Konzepte und Methoden vorgestellt und erprobt. Schwerpunkt des Trainings ist das praktische Erproben und Erfahren der Übungen. Read the rest of this entry »
Europarat fordert Tschechien zur Bekämpfung von Stereotypen auf
Tschechien muss bei der Bekämpfung von Stereotypen, Vorurteilen und feindseligen Äußerungen gegenüber Minderheiten seine Anstrengungen verstärken. Dies steht in dem Bericht des Beratungsausschusses zum Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten des Europarates, der letzte Woche veröffentlicht wurde. Die Regierung in Prag wird zudem aufgefordert, Frauen der Roma-Minderheit zu entschädigen, die in den Jahren zwischen 1966 und 2012 Opfer von Zwangssterilisierungen wurden.
Der Beratungsausschuss würdigte gleichzeitig Fortschritte bei der Bekämpfung der Diskriminierung in Tschechien, vor allem im Bildungs- und Medienbereich. Der bereits fünfte Bericht dieser Art erwähnt außerdem positiv den Abriss des Schweinezuchtbetriebes auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers für Sinti und Roma in Lety.
In Tschechien käme es dennoch immer wieder zu Anfeindungen von Roma, muslimischen Einwanderern oder auch Deutschen, und dies vor allem in den sozialen Netzwerken, heißt es im Bericht weiter. Read the rest of this entry »
Obwohl Rom*nja und Sinti*ze bereits seit dem 15. Jahrhundert in Österreich leben, wird ihre Geschichte noch immer nicht als Teil der österreichischen Geschichte betrachtet. Damit verhärten sich die Vorurteile und Rassismen, die sich über die Jahrhunderte in der Mehrheitsgesellschaft eingenistet haben. Während die ältere Generation der Rom*nja und Sinti*ze ihre kulturelle Herkunft oft geheim gehalten hat, um sich vor Anfeindungen, Diskriminierungen und Gewalt zu schützen, tritt die junge Generation selbstsicher auf.
Wir als Community müssen unsere Ressourcen darauf konzentrieren, Menschen zu empowern. Jung bis alt müssen emporwert werden. Wir haben lange genug darum gebeten, einen Platz am Tisch der Dominanzgesellschaft zu bekommen. Wir müssen anfangen, unseren eigenen Tisch zu bauen. Roxanna-Lorraine Witt
In diesem Feature lassen wir sieben Rom*nja und Sinti*ze aus Österreich und Deutschland über ihren Aktivismus und neue Narrative sprechen. Dazu gehören die beiden Gründerinnen des Opre Heroes Collectives und Menschenrechtstrainerinnen, Ioana und Irina Spataru, die burgenländische Journalistin und Autorin Katharina Graf Janoska, Aktivistin und Gründerin des RomblogsGilda Horvarth, Sinti-Aktivistin und Executive Director von Save Space Roxanna-Lorraine Witt und die beiden Gründer des Rymecast-Podcasts Sejnur Memisi und Nino Novakovic. Read the rest of this entry »
„Sinti und Roma sind seit Jahrhunderten ein Teil Europas und damit ein Teil von uns“, schreibt die Anthropologin Elisabeth Tauber in einer dieser Minderheit gewidmeten gebundenen Ausgabe der Arunda/Löwenzahn. Und weiter: „Viele Sinti und Roma haben keinen Wert darauf gelegt, Monumente und Dokumente, das heißt für alle sichtbare und zugängliche Erinnerung zu hinterlassen. Sie haben sich in diese Welt eingefügt, ohne sich ihr aufzudrängen. Nun liegt es an uns, ihre Präsenz mit der notwendigen Achtsamkeit der Spurensuche auszuloten.“
Elisabeth Tauber ist Kulturanthropologin. Sie lehrt und forscht an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen. In ihrer ersten von drei Radiovorlesungen führt sie uns in die Wissenschaft der Anthropologie ein und lehrt uns, die verschiedenen spezifischen Disziplinen innerhalb dieser zu unterscheiden. Elisabeth Tauber spricht in ihrer zweiten Radiovorlesung über die anthropologische Forschung zu Sinti und Roma. Heute ist diese Forschung eine etablierte Disziplin, aber lange Zeit spielten theoretische Arbeiten zu Sinti und Roma keine Rolle in der Anthropologie. Die Forscherin hat für ihre eigenen anthropologischen Studien zu Sinti und Roma im italienischen Staatsarchiv und im Südtiroler Landesarchiv geforscht und ist auf wertvolles Material der österreichisch-ungarischen Gendarmerie gestoßen: Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 8.10.2021 | 7.13 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
O pal gondolipe le opferendar schoha pobisterdo tromdo te ol, ada iste amaro upre dipe hi, phentscha o bundakero presidento Alexander Van der Bellen uso pradipe le neve austritike thaneskere artschijipestar ando aguno logeri taj akan o musejum Auschwitz-Birkenau. O akaripe le anglebeschtostar le kuratorijumistar le nacijonalfondsistar, nacijonalpresidentostar Wolfgang Sobota sina. Politikertscha taj reste dschene pumaro alav odoj asdine. O artschijipe ando block deschuofto ande Auschwitz-Birkenau le kherodaschenge akan prado hi odoj schaj sako pedar i bibastali khetan historija la Austrijar, save le cilen preginel valaso siklim schaj ol, kaj asaj bibastali historija schoha buter te al.
Eröffnung der neuen österreichischen Länderausstellung in Auschwitz
Die Erinnerung an die Opfer zu bewahren sei „unser Wille und unsere Verpflichtung“. Das sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Montag, den 6.10.2021, zur Eröffnung der neuen österreichischen Länderausstellung im ehemaligen NS-Konzentrationslager und nunmehrigen Museum Auschwitz-Birkenau. Die Gedenkfeier fand auf Einladung des Vorsitzenden des Kuratoriums des Nationalfonds, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, und des Direktors des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau, Piotr M. A. Cywinski, statt. Read the rest of this entry »
Die österreichische Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW, Infos und Kontakt →hier) wendet sich mit folgender Aussendung an Roma-Organisationen und bittet um Mithilfe und Verbreitung:
Antiziganismus bekämpfen, Diskriminierung melden!
Personen mit Rom:nja-Hintergrund in verschiedensten Situationen mit Rassismus und Antiziganismus konfrontiert. Dies ist ein tiefwurzelndes gesamtgesellschaftliches Problem. In der Beratung berichten uns Betroffene, dass sie aus Geschäften weggeschickt werden sowie von rassistischen Beschimpfungen im Rahmen ihres Arbeitsalltags. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft bietet hier Unterstützung!
Wir erklären Betroffenen, was sie tun können.
Wir informieren sie über ihre Rechte und helfen ihnen, diese durchzusetzen.
Wir dokumentieren Diskriminierung und berichten an den Nationalrat.
Nur wenige Betroffene wenden sich mit Diskriminierungsproblemen jedoch an die Gleichbehandlungsanwaltschaft. Einerseits fehlt das Vertrauen, andererseits das Wissen über bestehende Rechtschutzmöglichkeiten.
Wir möchten diese Barrieren überwinden und ersuchen Sie dabei um Ihre Unterstützung.
Tschibtscha | 1.10.2021 | 8.31 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Für unseren heutigen Beitrag war das TV-Erba-Team im Offenen Haus Oberwart (OHO), beim „Mulatintschago le Romendar“. Die Veranstaltung war ursprüngvlich für den Weltromatag am 8. April geplant, musste aber aufgrund der Coronakrise und der damit verbundenen Maßnahmen verschoben werden. Unter dem Motto „Amari kultura taj tradicija“ („Unsere Kultur und Tradition“) lud der Verein Hango Roma zum Fest mit dem Schwerpunkt Roma-Musikstile aus dem Burgenland. „Romano Rath“, das „Bela Horvath Ensemble“ und die „Leon Berger Band“ unterhielten die Gäste abwechselnd mit ihrer vielfältigen Musik. Verköstigt wurden die Besucher mit traditionellen Speisen aus der Roma-Küche. Dem Veranstalter war es wichtig, dass die Kultur der Volksgruppe der Roma nach langer Zeit der Corona-Pandemie und Lockdown wieder in der Öffentlichkeit erlebbar ist.
Adi TV Erba uso mulatintschago le Romendar ando Pradimo Kher Erba sina. Le Romen taj le gadschen bari voja sina, kaj akan papal schaj Romani muschika mindenfelitike grupnendar schaj schunde, sar la Romana bandatar „Romano Rath“, „Leon Berger Band“ taj andar o Ungriko „Bela Horvath Banda“. O Pradimo Kher Erba jek than hi, kaj o Roma taj o gadsche, sar use ada mulatintschago le Romendar, savo o farajn HANGO organisirintscha, pumen schaj resen. Read the rest of this entry »
Deutschland: Drei neue Mitgliedsverbände im Zentralrat Deutscher Sinti und Roma: Expertise in den Bereichen Bildung und Zuwanderung wird gestärkt
Am 25. September 2021 bestätigte in Berlin die Mitgliederversammlung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma die Aufnahme von drei neuen Verbänden. Die neuen Mitglieder im Dachverband sind der Landesrat der Roma und Sinti Berlin-Brandenburg e.V., der Verband Romano Sumnal e.V. in Sachsen sowie der Studierendenverband der Sinti und Roma in Deutschland. Die Mitgliederversammlung bestätigte damit die auf der Vorstandssitzung am 18. Mai 2021 vorläufig beschlossene Aufnahme der drei neuen Verbände. „Mit der Aufnahme von drei neuen Verbänden hat der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma wichtige Mitstreiter gewonnen, die sich für die bürgerrechtliche und politische Interessenvertretung der Sinti und Roma in Deutschland einsetzen. Insbesondere die Bildungsarbeit wird durch die neuen Mitglieder gestärkt. Mit dem Landesrat Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V. hat der Zentralrat einen starken Partner in der Bundeshauptstadt“, so Zentralratsvorsitzender Romani Rose.
DerStudierendenverband der Sinti und Roma in Deutschland wurde im Dezember 2020 zur Unterstützung und Vernetzung junger Sinti und Roma in Studium und Beruf gegründet. Daneben möchte der Verband die Sichtbarkeit der Minderheit fördern, Chancengleichheit herstellen und so aktiv die Gesellschaft mitgestalten.
Der Landesrat der Roma und Sinti Berlin-Brandenburg e.V. ist eine Mindereiten-Selbstorganisation mit Sitz in Berlin, die sich seit Jahren in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für Politische Bildung demokratiestärkend für die Berliner Sinti und Roma auf Landesebene engagiert.
Der sächsische Verein Romano Sumnal e.V. wurde im April 2016 in Leipzig gegründet und ist die zentrale Anlaufstelle für Angehörige der Minderheit in Sachsen, die Unterstützung, Beratung und Hilfe benötigen. Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 20.9.2021 | 5.08 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
100 Jahre Burgenland – Ausstellung in Stadt Schlaining
O jubilijumakero artschijipe usi historija, kultura taj tradicija le Burgenlandistar upri dis Schlaining bare mulatintschagoha prado ulo. O artschijipe schaj akan kherodim ol. Uso erschti di valami 1000 kherodaschtscha pumaro schajipe nucinde. I 750-berschengeri phuri smiromajakeri dis Schlaining bare neve schukaripeha pe sikal. Oj neve renovirim uli taj neve dikipe le artschijipeske uschtidija. „Amen sam 100. Burgenland historija pisinel“ le kherodaschkijenge taj kherodaschenge akan prado hi. Ando artschijipe upre 1.300 kvadradmetertscha valami 850 objektscha sikade on, save simbolisch la historijake taj entviklinipeske le Burgenlandistar terdschon. „I kunst hi, usi tema o latscho objekto te lakel. Odola objektscha, save i historija phukan. Na valaso, save andar o katalog ari lim ol, odola objektscha, pedar save manuscha taj phukajipe terdschol“, phenel o Oliver Rathkolb, historikeri taj kurator le artschijipestar. O jubilejumiskero artschijipe upri dis Schlaining kedenatar dschi kurkeske 9.00 orenge dschi 18.00 orenge upri dis Schlaining kherodim schaj ol. O artschijipe jek basis taj mogo le 2023 pradime „Kher la burgenlanditika historijatar“ te ol.
„Wir sind 100. Burgenland schreibt Geschichte“ ist das zentrale Motto der Jubiläumsausstellung, die auf der neu renovierten Friedensburg in Schlaining seit dem 15. August 2021 zu sehen ist. Die Schau beleuchtet in multimedialer Weise die Geschichte des Burgenlandes und ist so mit allen Sinnen erlebbar. Mit 850 Objekten von über 120 Leihgeberinnen und Leihgebern in 160 Vitrinen sowie 30 Medienstationen wird die burgenländische Geschichte anschaulich erzählt.
Tschibtscha | 14.9.2021 | 8.58 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Sentelinipe gondolipeskero bar Schtegate
Am 10. September 2021 war es endlich soweit. Die erste Gedenkstätte für die ermordeten Romnija und Roma im Bezirk Güssing wurde errichtet. Dort, wo einst die Häuser der Stegersbacher Roma standen, veranvlassten die Initiatoren, Verein Roma-Service gemeinsam mit der Romapastoral der Diözese Eisenstadt und der Gemeinde Stegersbach, die Errichtung eines Gedenksteines. Der Gedenkstein soll ein Platz zur Erinnerung und des Mahnens sein. Vor allem soll er aber dazu dienen, den Menschen die Geschichte dieser bis heute noch immer schwer diskriminierten Volksgruppe näher zu bringen. Eröffnet wurde die Segnung vom Bürgermeister der Gemeinde Stegersbach Heinz Peter Krammer. Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 19.8.2021 | 8.48 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
In unserem heutigen Beitrag war das TV-Erba-Team zu Besuch bei Anna Puggler. Sie ist die älteste noch lebende Romni aus dem südburgenländischen Dorf Stegersbach. Adolf Gussak führte das Gespräch mit der rüstigen 67-jährigen Volksgruppenangehörigen. Sie erzählt über ihre Kindheit, als sie noch mit ihren Eltern und ihrem Bruder unter prekären Umständen in einem kleinen Holzhaus aufwuchs. Das Haus glich einer Baracke, erzählt Anna. Ihre Eltern waren beide im KZ und schwer traumatisiert von dieser Zeit. Die Mutter hatte keine Arbeit und musste betteln, um ihre Kinder zu ernähren. Der Vater arbeitete meist als Erntehelfer. Später lebten Anna und ihre Familie im Stegersbacher Roma-Graben. An die Schulzeit erinnert sie sich nicht gerne, die Romakinder wurden teils schwer diskriminiert und auch teilweise misshandelt. Schnell wurden sie als lernschwach betitelt und in die Sonderschule abgeschoben. Frau Puggler hatte aufgrund ihrer Ethnie nicht die Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen, und musste sich mit Hilfsarbeiterjobs in der Gastronomie und im Pflegebereich durchschlagen. Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 29.6.2021 | 8.38 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Artschijipe andi KUGA prado ulo Suboton andi KUGA Großwarasdorf jek roasinipeskeri artschijipe prado ulo, kaj pumen o burgenlanditike flogoskere grupn presentirinde. O mulatintschago terdschol ando khetan phandlipe le programiskere redoha uso jubilejumiskero bersch „100 berscha Burgenland“. O roasinipeskero artschijipe „100 berscha Burgenland taj leskere flogoskere grupn“, savi ando khetan butschalinipe le trin flogoskere grupnendar kerdo ulo, sikal ande 30 rollups i kultura, i tschib, historija taj i identiteta le flogoskere grupnendar. O barikanipe le artschijipestar hi, kaj o cile flogoskere grupn le Burgenlandistar khetan butschalinde taj pumen khetan presentirinde. Kekaj sako pro ajgeni barikanipeskero keripe presetirintscha, hi on jek falato le thanestar. Ada kultureli mindenfelitiko hi jek barvalipe le thanestar taj on hofinen, kaj o kherodaschtscha le artschijipeske jek ande dikipe ando mindenfelitiko le flogoskere grupnendar te uschtiden, savo le Burgenlandiske pro soralipe del. Ada artschijipe le pradipeske pedar o etnischi grupn informacija te del. Duj kurke schaj o artschijipe andi KUGA kherodim ol. Ando terno dschend o “roasinipeskero artschijipe” ando ischkoli ando Burgenland ande ol. Muschikan o mulatintschago la „David Samer bandaha“, le ungrika flogoskera bandaha „Csörge“ sar la horvacka „Tamburicaha Hajdenjaki“ vodim ulo.
Am Samstagabend (26.6.) wurde in der KUGA in Großwarasdorf eine Wanderausstellung eröffnet, in der sich die burgenländischen Volksgruppen präsentieren (wir berichteten). Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Programmreihe zum Jubiläumsjahr „100 Jahre Burgenland“. Read the rest of this entry »
RTVS.sk: In der Romasiedlung Luník IX im ostslowakisschen Košice wurde am Wochenende das Projekt „Budujeme nádej“ (Bauen wir Hoffnung) offiziell gestartet. Dieses beinhaltet den Bau gemeinschaftlicher Einrichtungen und Wohnhäuser im Selbsthilfeverfahren. Als Erstes wird in Zusammenarbeit mit dem städtischen Sozialbetrieb ein Gemeinschaftshaus geschaffen, das allen am Projekt teilhabenden Familien dienen soll, später folgen Wohnhäuser für Familien. Der Bau erfolgt auf Basis eines Spar- und Mikrokreditprogramms, das die NGO ETP – Zentrum für nachhaltige Entwicklung (ETP Slovensko – Centrum pre udržateľný rozvoj) koordiniert. Durch die Errichtung der Gebäude in Selbsthilfe sollen die Bewohner auch Fertigkeiten erhalten, die ihnen später auf dem Arbeitsmarkt zugutekommen können. Über den Projektstart erfreut zeigte sich auch der Bürgermeister von Luník IX, Marcel Šaňa: „Bald beginnt der Bau eines Musterhauses, das den Bewohnern auch zeigen soll, dass das Projekt real ist, denn wir haben lange davon gesprochen. Der Weg war ziemlich steinig, weil wir bei null begonnen haben – am Anfang gab es nicht einmal Grundstücke dafür. Dann kam noch der lange Prozess einer urbanistischen Studie, weshalb viele unserer Bewohner bereits den Glauben ans Projekt verloren haben und kein großes Interesse vorhanden war.“
Errichtet in den 1970er Jahren, war Luník IX ursprünglich als Wohngebiet für Angehörige der Armee, der Polizei sowie der Roma-Bevölkerung vorgesehen. Nach 1989 und dem Wegzug vieler Einwohner wurde der Stadtteil zunehmend zu einem ethnischen Ghetto. Ursprünglich für etwa 2.000 Einwohner konzipiert, leben heute in Luník IX mehr als 6.000 Roma in teils verfallenen Plattenbauten. Read the rest of this entry »
Imke Rath und Riem Spielhaus:
Schulbücher und Antiziganismus
Zur Darstellung von Sinti und Roma in aktuellen deutschen Lehrplänen und Schulbüchern (=Eckert. Dossiers, vol. 3/2021), hrsg. vom Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung, [Braunschweig] 2021. [CC BY 3.0]
Das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung hat im Auftrag der Unabhängigen Kommission Antiziganismus eine Expertise über die Darstellung von Sinti und Roma in deutschen Schulbüchern erstellt. Diese ist ab sofort online verfügbar.
Imke Rath und Riem Spielhaus analysieren in der Expertise Schulbücher aus den Fächern Geschichte, Politische Bildung und Erdkunde, die 2019 in weiterführendeb Schulen der 16 deutschen Bundesländer Teil der Lehrpläne waren. Die Wissenschaftlerinnen untersuchten die in den Lehrplänen vorgeschlagenen Themen sowie den Kontext, in dem Schulbücher Sinti*zze und Rom*nja erwähnen. Ein besonderes Augenmerk der qualitativen Schulbuchanalyse liegt auf dem Verhältnis zwischen passiven und aktiven Darstellungen von Sinti und Roma. Aber auch auf dominanten Mustern ihrer Darstellung, wie der Repräsentation als Gruppe von Außenseitern oder als passive Opfer ohne die Fähigkeit zu handeln oder sich gegen Verfolgung zu wehren. Untersucht wurde auch der Umgang mit abwertenden Begriffen in Schulbüchern, einschließlich solcher, die abwertende Bezeichnungen explizit thematisieren und als Ausdruck von Herrschafts- und Ausgrenzungspraktiken einordnen.
Die Expertise dokumentiert markante Darstellungen von Sinti und Roma in den Schulbüchern, um auf Potenziale zur diskriminierungssensiblen bzw. rassismuskritischen Repräsentation zu verweisen. Die Bestandsaufnahme diente der Unabhängigen Kommission Antiziganismus als Grundlage für Empfehlungen für die weitere Entwicklung von Lehrplänen und Schulbüchern, die im Juni 2021 dem Deutschen Bundestag in einem Bericht vorgelegt wurden. Read the rest of this entry »
Am 20. September verlieh der Verband Deutscher Sinti und Roma/Landesverband Baden-Württemberg seinen jährlich vergebenen Kultur- und Ehrenpreis der Sinti und Roma. Dieses Jahr wird die Verleihung verbunden mit dem 35-jährigen Jubiläum des VDSR-BW. Wir werfen einen filmischen Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Verbands. Die Bürgerrechtsarbeit hat mit der Gründung des Verbands 1986 zu einem Wandel der politischen Kultur und zur Anerkennung von Vielfalt im Land beigetragen – und auch zu einem wachsenden Interesse an der Kultur und Geschichte von Menschen mit romanessprachigem Hintergrund.
Zilli Schmidt hat ihre Lebensgeschichte als Überlebende festgehalten und setzt sich dafür ein, dass die Erinnerungen weitergetragen werden und ein würdiges Gedenken stattfinden kann. 1988 sagte sie als Zeugin in einem Prozess gegen einen Blockführer von Auschwitz am Landgericht Siegen aus. Sie ist eine der wenigen Sinti, deren Schicksal den Weg vor ein Gericht gefunden hat. Erst im hohen Alter ergriff sie wieder öffentlich das Wort. 2021 erhielt sie für ihr Engagement den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
Wir konnten vor der Veranstaltung ein kurzes Gespräch mit der 97-Jährigen führen. →Anhören (1:34 min)
Roma sam
Radijo Burgenland: 20.9.2021 | (on demand)
Ande amari adiveseskeri sendung phukavas pedar o sentelinipe le gondolipeskere barestar Schtegate le ledschime taj murdarde Romnijenge taj Romenge maschkar o dujto themeskero haburi. O upro dromeskero keresto Berggasse/Hinterforst upre terdschardo gondolipeskero bar, upre lende taj upre lengere terdschijiptscha pal te gondolinel.
But manuscha ando 10to septemberi andi Berggasse/Hinterforst talalinde pumen, upro opfertscha adala bibastala cajtatar te gondolinel. Upre oda than, kaj dschi ando 1960te berscha i lek bareder Romengeri-sidlung Schtegatar terdscholahi – ando „Romano jarko“. Ande jek khetani mischa o raschaj Gerhard Harkam, o nevo raschaj la foroskera gemajndatar Schtega, Thorsten Craich taj o Romengero-selsorgeri Matthias Platzer o sentelinipe le gondolipeskere baristar kerde. O keripe le gondolipeskere baristar upro aundefinipe la Romengera-pastoralatar la diöcesejatar Tikni Martona taj le farajanistar Roma-Service pal dschal. Kerdo ulo o gondolipeskero bar le barengerostar Alexander Fikisz Schtegatar.
Jeke feder khetanipeske maschkar o Roma taj o avre
O anglebeschaschi le flogoskere grupnakere bajrotistar le Romendar, Emmerich Gärtner-Horvath citirinel andar i kenva „Amari Historija“ (Roma-Service), le Franz Schmaldienst andar Bocksdorf. I Manuela Horvath, schero la Romengera-pastoralatar la diöcesejatar Tikni Martona, o barikanipe le historijakere upre butschalinipestar jeke feder khetanipeske maschkar i flogoskeri grupn taj o avre, angle asdel. O thaneskero rot Leonhard Schneemann phenel, hot ando Burgenland meg buteder gondolipeskere thana le opferenge le NS-reschimistar iste kerde on, mint odoj, kaj lo pekamlo hi, iste pe la historijake terdschardo ol. Read the rest of this entry »