Archive for Juli, 2018

„Stille“ – Gedenkfeier in Berlin

Juli 31st, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin (Foto: Marko Priske)„Stille“ – Erinnern an die Ermordung der letzten Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau 1944

2. August 2018, 20 Uhr: Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, Simsonweg, 10557 Berlin

Am 2. August 2018 jährt sich die »Liquidation des Zigeuner­familien­lagers« in Auschwitz-Bir­kenau zum 74. Mal. SS-Ange­hörige er­mor­deten in der Nacht auf den 3. August 1944 die fast 3.000 ver­bliebe­nen Sinti und Roma in Gas­kammern – zu­meist als arbeits­unfähig ein­ge­stufte Frauen, Kinder und ältere Men­schen. Im An­schluss an die Ver­anstaltung besteht die Mög­lich­keit, am Brunnen des Denk­mals Blumen niederzulegen. Bitte bringen auch Sie eine mit! Herzlichen Dank.

Programm:

Begrüßung: Dr. Ulrich Baumann, stellv. Direktor der Stiftung Denkmal für die er­mor­de­ten Juden Europas

Reden: Sawsan Chebli, Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staats­sekre­tärin für
 Bürger­schaft­liches Engage­ment und Inter­nationales
Ilona Lagrene, Bürgerrechtlerin und frühere Vorsitzende des Landes­verbandes Deut­scher Sinti und Roma Baden-Württemberg
Zilli Schmidt, Auschwitzüberlebende

Rezitation: Gedicht »Auschwitz« auf Deutsch und Romanes: Petra Michalski und Hamze Bytyçi | Musikalische Umrahmung: Daniel Weltlinger (Violine)

(Text: Roma Trial)

2. August: Roma-Gedenken in Auschwitz

Juli 31st, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Gedenkfeier in Auschwitz, 2. August 2015 (Foto: Dikh he na bistar)Museum Auschwitz-Birkenau: Internatio­na­le Gedenk­feier am 2. Au­gust 2018

2.8.2018, 11:45 bis 13:30 Uhr
Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau
Więźniów Oświęcimia 20 – Oswiecim

Der Zentralrat und das Dokumentations- und Kultur­zentrum Deutscher Sinti und Roma werden auch in die­sem Jahr unter der Leitung von Romani Rose mit einer De­lega­tion von 50 Per­so­nen, darun­ter Holocaust­über­leben­de und deren Be­gleit­per­sonen, an dem Inter­natio­na­len Roma-Ge­denk­tag am 2. August in Auschwitz teil­neh­men. Der Gedenk­tag am 2. August wird vom Doku­menta­tions- und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma in Ko­opera­tion mit dem Verband der Roma in Polen vor­be­rei­tet. Neben den Über­leben­den neh­men zahl­reiche Vor­stände der Landes- und Mit­glieds­ver­bände des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma an dem Gedenk­akt teil. Für die Über­lebenden spricht die Holo­caust­über­leben­de Rita Prigmore.

Redner:
Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma
Roman Kwiatkowski, Vorsitzender des Verbandes der Roma in Polen
Rita Prigmore für die Überlebenden
Dunja Mijatović, Menschenrechtskommissarin des Europarates
Beate Klarsfeld, UNESCO-Sonderbotschaftern für Bildung über den Holocaust und die Ver­hin­de­rung von Völ­ker­morden

Hintergrund:
Die Nationalsozialisten verschleppten von März 1943 bis Juli 1944 23.000 Roma und Sinti aus elf Län­dern Europas nach Auschwitz. Nahe­zu alle fan­den dort den Tod. Am 2. August 1944 wur­den die im Lager­ab­schnitt B II e des Kon­zentra­tions­lagers Auschwitz-Bir­kenau ver­blie­benen 2.900 Sinti und Roma auf Befehl des Reichs­sicher­heits­haupt­amtes er­mordet. Read the rest of this entry »

Slowakei: Skinheads prügeln Rom ins Koma

Juli 30th, 2018  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

RAN Logo RAN: Am 21. Juli wurde Daniel D., ein junger Rom, in der slowaki­schen Stadt Žilina von einer Gruppe Skinheads schwer miss­han­delt. Daniel war an diesem Tag mit Freunden in die Stadt ge­kommen, um seinen 21. Geburts­tag zu feiern. Als die Gruppe gegen zwei Uhr mor­gens die Kneipe ver­ließ, wurde sie von zehn bis 15 Skinheads an­gegrif­fen, die mit Stöcken be­waff­net waren. Nachdem Daniel zu Hause an­ge­kommen war, fühlte er sich so schlecht, dass seine Eltern einen Kran­ken­wagen riefen. Mit dem Kranken­wagen kam eine Polizis­tin, die „er­klärte“, die Innen­stadt sei eben nicht für Roma ge­eignet, son­dern nur für „Weiße“. Daniels Vater er­stat­tete Anzeige, wo­bei die Polizei eine rassistische Mo­ti­va­tion für den Angriff aus­schloss. Die Opfer konn­ten einige der An­greifer identi­fi­zie­ren und gaben dem Euro­pe­an Roma Rights Centre (ERRC) ge­gen­über an, es sei gut mög­lich, dass es eine per­sön­li­che Ver­bin­dung zwi­schen ei­nem/einer der Poli­zist/in­nen und einem Skinhead gebe. Der­zeit liegt Daniel mit einem schwe­ren Hirn­schaden im Koma und muss mög­li­cher­weise operiert wer­den. Einem Mann, der ihm hel­fen wollte, wur­de das Bein ge­brochen.

(Text: Roma Antidiscrimination Network RAN)

Mehr hier: ERRC, 23.7.2018


Terrorwelle gegen Migranten in Italien

Juli 29th, 2018  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Bei der Hausdruchsuchung beschlagnahmtes Gewehr in Casserta (Foto: Carabinieri via RepubblicaItalien erlebt eine neue Gewaltwelle gegen Migran­ten: In den letz­ten ein­ein­halb Mona­ten wur­den bei acht Angriffen zehn Per­so­nen durch (Luft­gewehr­-)Schüs­se ver­letzt, darun­ter ein Roma­kind.

Der Fall des kleinen Roma-Mädchens ist nur einer von ins­gesamt acht Fällen in Italien (hier und hier), bei denen zehn Im­migran­ten, zu­meist Schwar­ze, auf der Stra­ße durch Gewalt­akte teils schwer ver­letzt wur­den – und das inner­halb von nur ein­ein­halb Mo­na­ten. Die Opfer wur­den von Schüssen, zumeist aus Luft­druckwaffen, ge­trof­fen, in vielen Fällen (in Caserta, Neapel, Forlì und Latina) ab­ge­feu­ert aus einem vor­bei­fah­ren­den Auto.

Die letzten Angriffe ereig­ne­te sich vor dem Wochenende in Cas­sola (Vicenza) und in Caserta (Kampanien). In Cassola wurde ein kap­verdi­scher Arbei­ter auf einer Hebe­bühne in sie­ben Me­tern Höhe von einem Ge­schoss vom Kali­ber 4,5 mm am Rücken ver­letzt. Der 40-jäh­rige Täter, der von seiner Woh­nung aus auf den Mann ge­schos­sen hatte, er­klärt, er habe nur auf eine Taube ge­zielt. Und ein Asylwerber aus Guinea er­statte Anzeige, weil zwei jun­gen Männer auf einem Motor­rad ihn im Stadt­zentrum von Caserta zu­nächst be­droht und dann mit einem Luft­gewehr be­schos­sen hätten. Er wurde dabei leicht im Gesicht ver­letzt. Mög­li­cher­weise gab es noch wei­te­re Vor­fälle, die den Be­hörden nicht be­kannt wur­den. So hatte eine junge Frau aus Nigeria, die An­fang Juli in Forlì am Bein getrof­fen wurde, den An­griff aus Angst erst meh­re­re Tage spä­ter zur An­zeige ge­bracht.

„Salvini, Salvini!“

Eine Gewaltwelle, die das aufgeheizte rassistische Klima in Italien nach der Regie­rungs­betei­li­gung der rechts­extre­men Lega Nord wider­spiegelt (so skan­dier­ten die Täter in Caser­ta am 11. Juni „Salvini, Salvini!“, den Na­men des neuen In­nen­minis­ters, wäh­rend sie meh­rere Schüs­se auf zwei junge Männer aus Mali ab­feuer­ten). Der jüngsten Gewaltserie waren heuer be­reits eini­ge Angriffe und Morde auf offe­ner Straße voran­ge­gan­gen. Read the rest of this entry »

Rom: Einjährige außer Lebensgefahr

Juli 29th, 2018  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Nach Operation ist das Mädchen außer Lebensgefahr - Krankenhaus Bambino Gesu in RomDas ein­jährige Roma­mäd­chen, das in Rom von einem Pro­jek­til ge­trof­fen wurde, ist außer Lebens­ge­fahr. Der Tä­ter, ein pen­sio­nier­ter Par­laments­mit­arbei­ter, wurde ge­fasst.

Der Täter, der letzte Woche mit einer Luft­druck­waffe auf ein ein­jähri­ges Roma-Mäd­chen in Rom ge­schossen und dieses lebens­ge­fähr­lich ver­letzt hat­te, konn­te mitt­ler­weile aus­ge­forscht werden. Es han­delt sich um einen 59-jäh­ri­gen Italie­ner, der den Schuss von seinem Balkon im sieb­ten Stock aus ab­ge­feuert hat­te. Der Pen­sio­nist, bis vor kur­zem Parla­ments­mit­arbei­ter im Senat, gibt an, er habe nur seine neue Waf­fe „aus­pro­bie­ren wollen“ und das Kind „ver­se­hent­lich“ ge­trof­fen. Die Er­mitt­ler kon­fis­zier­ten bei einer Haus­durch­su­chung neben einer Pistole auch ein Luft­druck­ge­wehr.

Das Projektil hatte die Wirbelsäule und die Lunge des Kindes ver­letzt und war knapp ne­ben dem Herzen stecken ge­blie­ben. Das Mäd­chen be­fin­det sich nicht mehr in Lebens­gefahr und konn­te bereits aus der Inten­siv­station des Kinder­kran­ken­hau­ses Bambino Gesù, wo es ope­riert wor­den war, ent­las­sen wer­den. Sein Zu­stand ist aber nach wie vor kri­tisch, Medien­berich­ten zu­folge könn­te das Kind ge­lähmt blei­ben.

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„Caravana Gypsy Jazz“

Juli 28th, 2018  |  Published in Jugend & Bildung, Musik

Emanuel Bebe mit 18 Jahren (Foto: evz.ro)Siebenbürgen: Unterstützung für mu­si­ka­li­sches Pro­jekt mit Ro­ma-Kin­dern ge­sucht

HermannstadtEmanuel Mario Bebe, ein 1996 in Bukarest ge­bo­re­ner leiden­schaft­li­cher Musiker und Sänger, der unter pro­fes­sio­neller An­lei­tung und im Selbst­studium Fähig­kei­ten auf Instru­men­ten wie z.B. Schlag­zeug, Querflöte und Akkordeon ent­wickelt hat, be­gibt sich auf die Suche nach finan­ziel­ler und mora­li­scher För­de­rung für ein eigen­hän­dig ini­tiier­tes Pro­jekt unter der Über­schrift „Caravana Gypsy Jazz“. Ema­nuel Mario Bebe wuchs in einem Kinder­haus auf und ar­bei­tet seit sei­nem 18. Lebens­jahr häufig und gerne mit Roma-Kin­dern zu­sam­men, denen er Be­geis­te­rung für das ge­mein­same Singen und Mu­si­zie­ren ver­mittelt. Da­durch ver­folgt er das Ziel, durch Musik talen­tier­ten Heran­wach­sen­den all das wei­ter­zu­geben, was ihn selber auf sei­nem Lebens­weg be­flü­gelt hat, gibt der jun­ge Projek­tinitia­tor be­kannt.

 Das Projekt „Caravana Gypsy Jazz“ bezweckt einen Auf­wärts­trend des Er­halts der Musik­tradition der Roma. Ema­nuel Mario Bebe nimmt sich vor, be­gabte Roma-Kin­der aus be­nach­teilig­ten Ver­hält­nis­sen durch Instru­men­tal- und Gesangs­unterricht mu­si­ka­lisch zu för­dern und ge­mein­sam mit ihnen eine Gypsy-Jazz-Band zu grün­den, die aus Instru­men­ta­lis­ten und einem Chor be­ste­hen soll. Den lernen­den Kindern werden alte Tradi­tionen wei­ter­ge­ge­ben, gleich­zeitig wird ein künst­le­ri­scher Fort­schritt der Musik­formen der Sinti und Roma be­zweckt.

Ein Beginn der Probenarbeit des zu gründen­den Ensembles ist für Sep­tem­ber an­be­raumt. Das musikali­sche Er­geb­nis der Proben, die wö­chen­tlich statt­fin­den wer­den, wird im Dezem­ber in einem ers­ten Kon­zert zu hören sein. In der lang­fris­ti­gen Planung wird auch die Durch­füh­rung einer lan­des­wei­ten Tournee des Pro­jekt­ensemb­les „Cara­va­na Gypsy Jazz“ an­ge­strebt. 

Emanuel Mario Bebe und seine aktuel­len sowie künfti­gen Mit­streiter freuen sich über jede finan­ziel­le Hilfe­stel­lung durch Sponso­ren und Mäzene, die dem be­schrie­be­nen Projekt ide­elle und geld­liche Unter­stützung zu­kom­men las­sen möch­ten. Read the rest of this entry »

Deutschland: Lehren aus dem NSU-Prozess

Juli 27th, 2018  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Neonaziterror in Deutschland; Fahndungsfoto der Zwickauer ZelleKulturanthropologin Anna Lipphardt zum wei­te­ren ge­sell­schaft­li­chen Lern­pro­zess nach dem Urteils­spruch

Das Urteil im NSU-Prozess ist nach fünf Jahren gespro­chen wor­den: lebenslange Haft für Beate Zschäpe. Für Anna Lipp­hardt, Pro­fes­so­rin am Insti­tut für Kultur­anthro­po­lo­gie und Euro­päi­sche Ethno­logie der Uni­ver­si­tät Freiburg, ist es wich­tig, dass trotz des Urteils nicht nur die juris­ti­sche und politi­sche Auf­klä­rung der Taten und der Unter­stüt­zerin­nen und Un­ter­stützer des NSU fort­ge­führt wird. „Viel­mehr müs­sen wir die Aus­einan­der­setzung um den NSU-Pro­zess als lang­fris­ti­gen gesells­chaft­li­chen Lern­prozess be­grei­fen. Wir müs­sen den Um­gang staat­li­cher Be­hör­den, der Medien und der Ge­samt­gesell­schaft mit den Ver­brechen des NSU und seinen Opfern weiter kritisch hin­ter­fra­gen und ent­spre­chen­de Ver­änderun­gen ein­leiten“, for­dert Lipphardt.

In Zukunft gelte es besonders, sich für trans­parente und ver­läss­li­che Rege­lun­gen zur Akten­einsicht ein­zu­set­zen. „So­bald wie mög­lich müs­sen klare Zu­ständig­kei­ten und Ab­läufe etabliert wer­den, die den Akten­­zugang für Wis­sen­schaft­lerin­nen und Wissen­schaft­ler, Jour­nalis­tin­nen und Jour­nalis­ten sowie Ak­teu­rin­nen und Ak­teure zivil­gesell­schaft­li­cher Initia­ti­ven re­geln, die sich um die wei­tere Auf­klä­rung des NSU-Komple­xes be­mü­hen.“ Dies ist un­ter ande­rem für die Auf­ar­bei­tung der Fehl­ermitt­lun­gen zum Mord an Michèle Kiesewetter in Heil­bronn von Be­deu­tung. Dort rich­te­te sich der Verdacht zu­nächst zwei Jah­re lang auf Sinti und Roma, wäh­rend die eigent­li­chen Täter – der NSU und seine Unter­stützer – un­be­hel­ligt blie­ben. „Ob­wohl die bei­den Opfer in Heilbronn Staats­diener und An­ge­hö­rige der Mehr­heits­bevöl­ke­rung waren, kamen auch hier dis­krimi­nie­rende grup­pen­bezo­gene Er­mitt­lungs­ansätze zum Tra­gen. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (194)

Juli 26th, 2018  |  Published in Facts & Figures

Zu den Staa­ten, die die Europ. Char­ta der Re­gio­nal- od. Min­der­hei­ten­spra­chen un­ter­zeich­net, aber nie ra­ti­fi­ziert ha­ben, zäh­len Frankr., Ita­li­en, Ma­ze­do­ni­en u. Russ­land.

(Quelle)

„Systematische Verfolgung“ in der Ukraine

Juli 24th, 2018  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Pogrom in Lemberg (Foto: liveuamap .com)UN-Experten fordern Ukraine auf, „syste­ma­ti­sche Ver­fol­gung“ der Roma-Min­der­heit zu stop­pen

Experten des UN-Hochkommissariats für Men­schen­rechte (OHCHR) haben, so wört­lich, „die ver­ab­scheu­ungs­wür­di­gen Ein­schüch­te­rungs- und Gewalt­taten ge­gen An­ge­hö­ri­ge der Roma-Min­der­heit un­miss­ver­ständ­lich ver­ur­teilt.“ „Wir sind ernst­haft be­sorgt über den wach­sen­den Hass und die rassistisch mo­ti­vier­te Gewalt ge­gen diese Ge­mein­schaft – ins­beson­dere gegen ihre schutz­bedürf­tigs­ten Mit­glie­der, Frauen und Kinder“, so die Ex­per­ten­gruppe. Seit April 2018 wurden An­gehö­rige der Minder­heit, darun­ter ins­beson­dere Frauen und Kinder, in ver­schie­de­nen Regio­nen des Landes Opfer einer Serie ge­walt­täti­ger Übergriffe. Sied­lungen der Min­der­heit wur­den an­ge­zün­det, Be­wohner ein­ges­chüch­tert, an­gegrif­fen und ge­zwun­gen, ihre Häuser zu ver­lassen. Die UN-Ex­per­ten gaben an, die Täter seien mut­maß­lich Mit­glie­der rechts­extremer Grup­pie­run­gen wie der so­ge­nann­ten „Sich-C14“ und der „Natio­nal­brigade“.

„Diese Übergriffe zeigen ein beunruhi­gen­des Muster der sys­te­ma­ti­schen Ver­fol­gung von Roma in der Ukraine, das durch zu­neh­mende Hass­reden und Stig­mati­sie­rung sowie durch die ak­tuelle poli­tische und wirt­schaft­liche Lage des Landes noch ver­stärkt wird“, warn­ten die UN-Ver­treter. Read the rest of this entry »

Rom: Einjährige mit Luftpistole angeschossen

Juli 22nd, 2018  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Lager in der Via Salone, wo das angeschossene Mädchen mit seiner Familie lebt (Foto: settecamini.eu)Am Dienstagnachmittag wurde ein kleines Roma-Mäd­chen in Rom von einem Schuss lebens­ge­fähr­lich ver­letzt. Das Projek­til wurde of­fen­bar aus einer Luft­druck­pistole ab­ge­feu­ert. Die Mutter be­fand sich mit dem Mäd­chen im Arm auf der Via Togliatti, als sie be­merk­te, dass das Kind am Rücken blu­tete. Die 15 Mona­te alte Cerasela wur­de im Kranken­haus Bambino Gesù not­operiert. Die Ver­let­zung ist schwer­wie­gend und könn­te eine blei­ben­de Lähmung nach sich zie­hen. Der Zu­stand Ciraselas ist weiter­hin ernst, sie be­fand sich nach dem Ein­griff noch immer in Lebens­gefahr. Bei dem Metall­körper, der chirur­gisch ent­fernt wurde, dürf­te es sich um ein Ge­schoss einer Luftdruck­pis­to­le han­deln. Die Cara­bi­nie­ri er­mit­teln. Presse­mel­dun­gen zu­fol­ge er­scheint ein rassisti­sches Tat­motiv im­mer wahr­schein­li­cher. Cerasela lebt mit ihrer aus Ru­mänien stam­men­den Fami­lie im Roma-Camp in der Via di Salone in Rom.

(dROMa)