„Und eisig weht der kalte Wind“
Juli 10th, 2018 | Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher
Ricardo Lenzi Laubinger: Und eisig weht der kalte Wind. Die ergreifende Geschichte einer Sintifamilie, Verlag Books on Demand: Norderstedt 2018, Paperback, 280 S., ISBN-13: 9783743189959 (dort nicht mehr erhältlich)
Update: Das Buch ist inzwischen beim Klak-Verlag in Berlin erschienen. ISBN 978-3-948156-21-3. Das Buch ist auch im Buchhandel bestellbar oder vorrätig.
Dieses Buch, „Und eisig weht der kalte Wind“, erzählt die wahre Lebens- und Leidensgeschichte meiner Familie, besonders die meiner Mutter Bertha „Sichla“ Weiss, einer deutschen Sintiza, die im Alter von 14 Jahren von den Nationalsozialisten, zusammen mit all ihren Angehörigen von Hamburg aus nach Polen in die Konzentrationslager verschleppt wurde. Es war eine der unzähligen Sintifamilien, die im III. Reich den Großteil ihrer Angehörigen durch die geplante Volksvernichtung der Nazis an den Juden sowie an den Sinti und Roma verloren hatte.
Lesen Sie hier die Geschichte eines 14-jährigen Mädchens, das ihre Eltern, ihre sieben Geschwister, ihre Großeltern, Tanten und Onkel sowie die meisten deren Kinder verloren hat, weil sie alle von den Nazis in den Konzentrationslagern ermordet wurden. Sie war fast 20 Jahre alt, als sie endlich von den Alliierten befreit wurde, und hatte 59 fürchterliche und grauenvolle Monate Haft in verschiedenen Konzentrationslagern überlebt. Aber sie hatte ihre gesamte Familie und mehr als 60 weitere Angehörige verloren. Sie war die einzige Überlebende ihrer gesamten Verwandtschaft. Doch war der Leidensweg nach ihrer Befreiung noch lange nicht vorbei. Denn auch nach dem Krieg und in der Bundesrepublik wurden die Sinti weiterhin benachteiligt und diskriminiert.