Archive for August, 2018

„Erklär mir Roma & Sinti, Katharina Janoska“

August 31st, 2018  |  Published in Interview, Radio & TV

Podcast "Erklär mir die Welt"Gemeinsam die Welt besser verstehen – ein Podcast von Andreas Sator: Nr. 6 der Inter­view­reihe vom Apr. 2018

→Anhören/Download auf erklaermir.simplecast.fm

Zigtausende Roma und Sinti leben in Österreich und doch wis­sen wir fast nichts über sie. Zeit, das zu än­dern. Katha­rina Janoska er­klärt, wer sie sind und woher sie kom­men. Andreas Sators Ge­sprächs­part­ne­rin ist Li­te­ratur­wis­sen­schaf­terin und mode­riert im ORF die Sen­dung Servus Szia Zdravo Del tuha. Sie ist eine Romni, genau so wie sie eine Burgen­län­derin und Tirolerin ist.

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Roma-NGOs verklagen ukrainische Polizei

August 30th, 2018  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Pogrom in Lemberg (Foto: liveuamap .com)RAN, 28.8.2018: Nachdem es in der Ukraine wiederholt zu gewalt­täti­gen An­griffen ge­gen Roma und Roma-Sied­lungen ge­kommen ist, ver­klagen Men­schen­rechts­orga­ni­sa­tio­nen die ukrai­ni­sche Polizei, da diese ihren Pflich­ten, Roma vor rassis­ti­scher Gewalt zu schüt­zen, nicht nach­ge­kom­men sei. Das Euro­pean Roma Rights Centre (ERRC) und das Natio­nal Roma Centre ver­treten Roma, die bei gewalt­täti­gen An­griffen am 23. Juni und am 10. Mai zu Scha­den kamen. Die Klage ar­gumen­tiert mit Ver­stößen gegen die Europä­ische Men­schen­rechts­konven­tion, ande­re Men­schen­rechts­abkom­men und na­tio­na­le Gesetze. Laut ERRC gibt es zu­neh­mend Beweise für Ab­spra­chen zwi­schen rechts­extre­men Grup­pie­run­gen und der Polizei so­wie ande­ren Behör­den. In einem Video schrei­ten die Polizisten nicht ein (ab ca. min. 11), als eine Miliz eine Ro­ma-Sied­lung in Kiew zer­stört. Read the rest of this entry »

Interview: „Romano Sumnal“ in Leipzig

August 29th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Interview, Radio & TV

Deutschland - Jugendgruppe des Vereins Romano Sumnal (Foto: Romano Sumnal)Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in Leipzig – der Verein Ro­ma­no Sum­nal

RadioBlau, Sendung vom 20.08.2018
→Anhören mp3 (11:55 min, 27 MB)

Ein Interview mit Petra Sejdi vom Verein „Ro­ma­no Sum­nal. Verein für Ro­ma in Sachsen | O klubi e Ro­men­ge taro Sach­sen“ in Leipzig. An­läss­lich einer Foto­ausstel­lung zur Ge­schich­te der Sinti und Roma im Natio­nal­sozia­lis­mus blickt eine Ver­anstal­tung in Leip­zig auch auf die spe­ziell Leip­zi­ger Ge­schich­te. RadioBlau hat mit Petra Sejdi über Ge­schich­te und Ge­gen­wart ge­spro­chen.

(Text: Radio Blau)

dROMa 52 (2018): „Romani tschib“

August 27th, 2018  |  Published in Romani, dROMa (Magazin)

dROMa 52Terno linaj/Linaj 2018
Romani tschib | Romani

>>Download (PDF) | Inhalt

„Romani tschib“, so nennen die Roma ihre Sprache, das Romani oder Romanes. Vieler­orts ging diese Sprache durch Verbote, Verfolgung und Assi­milie­rungs­druck ver­lo­ren – und den­noch hat das Romani über­lebt, heute hat es einige Millio­nen Sprecher. Zu Beginn unseres Themen­hefts stel­len wir Ihnen diese neu­indo­arische Sprache vor, die heute auch in der Literatur, in Medien und Unter­richt ge­nützt wird. Michael Teichmann hat mit dem Grazer Roma­ni-Lin­guis­ten Jakob Wiedner über seine Arbeit ge­spro­chen. Roman Urbaner be­rich­tet von einem Archiv­fund, der beweist, dass diese lange nur münd­lich tra­dierte Sprache schon vor einem hal­ben Jahr­tausend erst­mals in Schrift­form ge­gos­sen wurde – und zwar um 1515 in Wien. Der Poli­to­lo­ge Thomas Schmidinger fragt, warum Romani im Gegen­satz zu ande­ren, weni­ger ver­breite­ten Sprachen noch immer keine EU-Amts­sprache ist. Und Clemens Prinz und László Takács-Tenigl er­innern – anläss­lich des 10. Jahrestags – an die überset­ze­ri­sche Groß­tat einer Romani-Bibel­edition in Ungarn. Abgerun­det wird das Heft von einigen Sprach­bei­spie­len aus dem Roman, dem burgenländischen Romani-Dialekt, der 2011 sogar zum Unesco-Kulturerbe erklärt wurde.

„Romani tschib“, afka o Roma pumari tschib aka­ren, Romani vaj Romanes. Ande but vilagi aja tschib vasch o fabot, o tra­dipe taj o asimi­laci­jona­kero dschu­mipe naschadi geli – kekaj afka hi, Romani prik dschiv­tscha, adi poar milijoni vake­rasch­tscha hi la. Uso kes­dipe adala tema­kera heftli­natar aja nevi indo­jarischi tschib angle tumenge terdscharas, savi adi te andi litera­tura, ando mediji taj ando sika­jipe nucim ol. O Michael Teich­mann le gere­cis­kere Romani-lin­gu­jis­toha Jakob Wiedner pedar les­keri buti vakertscha. O Roman Urbaner pedar o archi­vis­kero lakipe phu­kal, savo sikal, hot aja dugi tschak mindig mujali tradi­rimi tschib imar angle epaschel berscha erschti­var andi pisini­pes­keri forma tschordi uli – valami 1515 Betschiste. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (196)

August 24th, 2018  |  Published in Facts & Figures

Bis 2009 be­trach­te­te die Re­pu­blik Zy­pern die Ro­ma nicht als ei­ge­ne Volks­grup­pe, son­dern als Teil der tür­ki­schen Min­der­heit.

(Quelle/pdf)

Burgenland: „Schicksalsjahr 1938“

August 23rd, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Burgenland: "Anschluss" an NS-Deutschland 1938 (Foto: Landesmuseum Burgenland)Schicksalsjahr 1938 – NS-Herrschaft im Burgenland

Ausstellung im Landesmuseum Burgenland
Eisenstadt – noch bis 4.11.2018

Die Ausstellung setzt sich mit den Fol­gen der Macht­ergrei­fung durch die Natio­nal­sozia­lis­ten im Burgen­land aus­einan­der und er­zählt an­hand per­sön­li­cher Schick­sale die Ge­schich­te des Jah­res 1938.

Am Abend des 11. März 1938 – und damit frü­her als in al­len an­de­ren Bun­des­län­dern – be­gann im Burgen­land eines der dun­kels­ten Kap­itel sei­ner Geschichte: die Zeit der NS-Dik­ta­tur. 80 Jah­re da­nach set­zen sich das Lan­des­muse­um Bur­gen­land und das Ös­ter­rei­chi­sche Jü­di­sche Mu­se­um in einer ge­mein­sa­men Aus­stel­lung mit den bur­gen­län­di­schen As­pek­ten die­ses schick­sals­haf­ten Jah­res aus­einan­der.

In vielerlei Hinsicht nahm das Burgenland 1938 eine Son­der­stel­lung ein. Mit über 99% war die Zu­stim­mung für den „Anschluss“ be­son­ders hoch. Juden und Jü­din­nen wur­den hier schnell ver­trie­ben und ihr Ver­mögen be­son­ders rasch ein­ge­zogen. Mit der Auf­lö­sung im Herbst 1938 ver­schwand das Burgen­land schließ­lich gänz­lich von der politi­schen Land­karte. Der Illu­sion von einem bes­seren Leben als Be­stand­teil des Deut­schen Reiches folg­te bald die er­nüch­tern­de Reali­tät. Nur ein­ein­halb Jahre nach dem „An­schluss“ mar­schier­ten Bur­gen­län­der in Hitlers Ar­meen. Juden und Roma waren nicht län­ger Teil der „Volks­gemein­schaft“. Sie wur­den sys­te­ma­tisch ent­rechtet, be­raubt und ver­trieben. Der natio­nal­sozia­lis­ti­sche Terror for­derte im Bur­gen­land un­ter Roma, Juden und poli­tisch Anders­den­ken­den fast 9000 To­des­opfer.

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Servus Del tuha (august 2018)

August 22nd, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

ORF 2 Burgenland - Volksgruppenmagazin Servus Del tuhaServus | Szia | Zdravo | Del tuha
ORF 2 Burgenland, 12. august 2018
>>On Demand

I duk, savo o dujto haburi le Romen­ge ker­tscha, meg min­dig adaj hi. I gene­ra­cija le Romen­dar taj Sinti­jen­dar, savi pa­loda upro them ali, masch­kar i naci cajt ande pu­mari eksis­tenca pujsto tschite ule, ledschel o er­bini­pe „schoha buter te po­bis­terel“ le pra­di­pes­ke bajder.

Moderatorkija Katharina Janoska (Foto: orf.at)Festivalo „E Bistarde“ Te o kinstlerkiji Sandra taj Simonida Selimović kam­na hi jek baj­deri inici­ja­tiva le diki­peske le pra­dime duki­peske la flogos­kera grup­natar te sikal. I „Roma-Wiese“ pasche mero „Ringel­see­platz“ Be­tschis­te-Florids­dorf ojs festi­valos­kero than di­nintscha.

2. august: Roma Holocaust Memorial Day Andi rat phendo ol „Zigeunernacht“ an­dar o 2. upro 3. au­gust 1944 2.897 Roma an­do Auschwitz-Bir­kenau mur­dar­de ule. Epasch mili­jona Roma taj Sinti­jenge gon­do­lim ol, save le naci­jen­dar tra­dim taj mur­dar­de ule.

Roma-Butschu 2018 Ando masch­karut­no juni o tradi­ci­jo­neli Roma-Butschu an­di Boslina tel liker­do ulo. Imar sajt o bersch 1991 adaj pu­men o dsche­ne resen taj khe­tan mula­tinen. Ada bersch terdschi­no o Roma-Butsch telal o anav „25 ber­scha aun­prindscha­ripe le Romen­dar“. Read the rest of this entry »

Servus Del Tuha (August 2018)

August 20th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

ORF 2 Burgenland - Volksgruppenmagazin Servus Del tuhaServus | Szia | Zdravo | Del tuha
ORF 2 Burgenland, 12. Aug. 2018
>>On Demand

Die Wunde, die der Zweite Weltkrieg Romnja und Roma zu­ge­fügt hat, ist lei­der weiter­hin kaum zu lin­dern. Die nach­kom­men­de Gene­ra­tion der Roma und Sinti, die wäh­rend der Nazizeit in ihrer Exis­tenz ver­nich­tet wur­den, trägt ihr Ver­mächt­nis, „nie mehr zu ver­ges­sen“, un­er­müd­lich an die Öffent­lich­keit.

"E bistarde" - Moderatoren Gilda Horvath und Samuel Mago (Foto: ORF.at)Festival „E Bistarde | Vergiss mein nicht“ Auch die Künstlerin­nen Sandra und Simonida Selimović woll­ten mit ihrem Festival „E Bistar­de | Ver­giss mein nicht“ eine weite­re Initial­zün­dung zur Sicht­bar­ma­chung der weit offe­nen Wunde der Volks­gruppe dar­stel­len. Die Romawiese in der Nähe des Ringel­see­platzes in Wien-Flo­rids­dorf dien­te als Festival­ge­lände.

Gedenkfeier am Ceija-Stojka-Platz In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden 2.897 Roma in den Gas­kam­mern von Auschwitz-Bir­kenau er­mordet. „Dikh He Na Bister! Schau und vergiss nicht!“, unter diesem Motto wurde am Don­ners­tag, 2. Au­gust, auch in Wien am Ceija-Stoj­ka-Platz einer hal­ben Mil­lion Men­schen ge­dacht, die vom Nazi-Re­gime als „Zigeuner“ ver­folgt und er­mor­det wurden.

Roma-Butschu 2018 Mitte Juni fand der traditio­nel­le Roma-But­schu in Klein­bach­selten statt. Schon seit 1991 trifft man sich hier und feiert ge­mein­sam. Heuer stand der Ro­ma-Butschu unter dem Motto „25 Jahre An­erken­nung der Roma“. Und dies wurde ge­büh­rend mit einem außer­gewöhn­li­chen Line-up ze­lebriert: Ro­mano Rath, Bruji, Kalyi Jag sowie die Volks­tanz­gruppe Siget sorg­ten für eine aus­ge­lassene Stim­mung und gu­te Unter­haltung.

(Text: volksgruppen.orf.at)

Tagung „Gewalt gegen Minderheiten“ in Jena

August 18th, 2018  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

IDZKonferenz des IDZ „Gewalt gegen Minderheiten: Inter­na­tio­na­le Per­spek­ti­ven und Stra­te­gien zum Um­gang mit Hass­kri­mi­na­li­tät“

Fachtagung am 20. & 21. Sept. 2018 in Jena
Begrenzte Plätze! Anmeldung bis 23.8.2018.

Eine wichtige Tagung zu einem wichtigen Thema. Selt­sam nur, dass die euro­päi­sche Min­der­heit, die der­zeit wie keine ande­re mör­de­ri­scher Gewalt und Pogromen aus­ge­setzt ist (in den letz­ten Wo­chen etwa hier, hier, hier, hier und hier), we­der in der An­kündi­gung noch im Pro­gramm kon­kret ge­nannt wird: Roma näm­lich. Darauf an­ge­spro­chen, schrei­ben die Ver­anstal­ter: „Der Schwer­punkt der Tagung liegt auf Deutschland. Es ist vor­ge­sehen, mit Onur Özata, der als Rechts­anwalt u.a. Sinti ver­tritt, die zum Opfer von Gewalt wur­den (bspw. beim OEZ-An­schlag in München [wir be­rich­te­ten]), auch auf Antiziganismus ein­zu­gehen.“

Im Folgenden der An­kün­di­gungs­text des IDZ:

Neun Menschen aus Einwandererfamilien und eine Polizistin tö­tete der in Jena ent­stan­dene „Natio­nal­sozialis­tische Unter­grund“ (NSU) – ohne dass Behörden und Ge­sell­schaft die Motive des Terrors er­kann­ten. Von 193 Todes­opfern rechter Gewalt, die die Amadeu Antonio Stiftung zählt, sind nur 83 staat­lich an­er­kannt. In Deutsch­land gab es im Jahr 2017 nach Er­hebun­gen der Amadeu Antonio Stiftung und von Pro Asyl 1.713 Über­griffe gegen Ge­flüchtete oder ihre Un­ter­künfte. Im glei­chen Jahr er­fasste die Polizei ins­ge­samt 1.453 antisemitische De­likte. In bei­den Fällen sind das durch­schnitt­lich täg­lich mehr als vier Straf­taten dieser Art. Zah­len der Bundes­ar­beits­ge­mein­schaft Woh­nungs­losen­hilfe (BAGW) zei­gen: 2017 wur­den min­des­tens 17 woh­nungs­lose Men­schen ge­tötet. Deut­sche Behör­den re­gistrier­ten 2017 300 Straf­taten gegen­über LSBTTIQ* auf­grund ihrer sexuel­len Orien­tie­rung. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (195)

August 16th, 2018  |  Published in Facts & Figures

Im Jänner 1995 ord­ne­te die ru­män. Re­gie­rung an, dass Roma in of­fi­zi­el­len Do­ku­men­ten nur noch „țiga­ni“ („Zi­geu­ner“) ge­nannt wer­den dür­fen.

(Quelle)