Archive for Februar, 2016

Roma sam: Romanes – Sprache der Roma

Februar 29th, 2016  |  Published in Radio, Podcast & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
22.2.2016 | (on demand)

Alphabet-Fibel "Amen Roman Pisinas - Wir schreiben Roman" (1996)Das Romanes (auch: Romani) gehört wie viele euro­päi­sche Sprachen (z.B. Deutsch, Englisch, Italienisch) zur indo­euro­päi­schen Sprachen­familie. Die Ver­wandt­schaft mit neu-indischen Spra­chen wie Panjabi, Hindi und Urdu zeigt sich im Wort­schatz und in der Gramma­tik.

Bis vor mehr als zwei Jahrzehnten war das Roman, die Spra­che der Roma im Burgenland, eine kaum be­kannte Min­der­hei­ten­sprache. In­folge des star­ken As­si­mi­lations­drucks, dem Roma aus­ge­setzt waren, ging der Ge­brauch des Roma­nes auch inner­halb der Volks­gruppe zu­rück. Es schien, als müsse die Über­lie­fe­rung des seit Jahr­hun­der­ten aus­schließ­lich münd­lich weiter­ge­ge­be­nen Romanes ver­sie­gen. Um den dro­hen­den Sprach­tod ab­zu­wen­den, wurde auf Initia­tive von Emmerich Gärtner-Horvath das Pro­jekt zur Ko­di­fi­zie­rung und Didak­ti­sie­rung des Roma­nes ge­star­tet. Nach einer Pro­jekt­vor­berei­tungs­phase, wurden 1995 mit dem Institut für Sprach­wissen­schaf­ten an der Karl-Franzens-Universität Graz, die Arbei­ten an der Kodi­fi­zie­rung (Beschrei­bung und Ver­schrift­li­chung) und an der didak­tischen Um­setzung (Vor­berei­tung von Un­ter­richts­mate­ria­lien) be­gonnen.

(volksgruppen.orf.at)

Palikerav und Danke!

Februar 28th, 2016  |  Published in Religion

Wir wünschen unsere Kollegin, Wegbegleiterin und Freundin Monika Scheweck alles Gute (Foto: Andreas Lehner) Romapastoral: Monika Scheweck übergibt ihre Agenden an Manuela Horvath

Monika Scheweck, langjährige Referentin der Romapastoral der Diözese Eisenstadt („Refe­rat für An­ge­hö­rige eth­ni­scher Grup­pen – Roma und Sinti“), hat eine neue beruf­li­che Heraus­for­de­rung an­ge­nom­men. Zu ihren Haupt­auf­gaben ge­hö­rten die seel­sor­ger­li­che Beglei­tung und die För­de­rung der kul­tu­rel­len Iden­ti­tät der Roma eben­so wie die Ver­anstal­tung von Gedenk­feiern und die Or­ga­ni­sa­tion der all­jähr­li­chen Roma-Wall­fahrt nach Mariazell. Roma-Service be­dankt sich ganz herz­lich für die gute Zu­sam­men­arbeit über all die Jahre und, wie es un­se­re Kol­le­gen von der VHS Roma tref­fend for­mu­lier­ten, „vor al­lem für ihren Einsatz, der sicher – ganz sicher – viel zu einem bes­seren Ver­stän­dnis für­einan­der und zu einem bes­se­ren Zu­sam­men­leben bei­ge­tra­gen hat“. Ihre Aufgaben wird Manuela Horvath über­neh­men. Monika Scheweck hat sich mit fol­gen­den Worten ver­ab­schie­det:

Del tumenca,

da ich mit 29. Februar den Dienst in der Diözese be­ende, könnt Ihr mich unter dieser Adres­se nicht mehr er­rei­chen. Danke für all die Zusam­men­arbeit und Unter­stützung bei meiner Arbeit in den vie­len Jah­ren .

Ein kurzer Rückblick:
„Was bedeutet Dir die Arbeit mit Roma-Jugendlichen?“ – So lau­te­te die Frage, die mir 1996 von Em­merich Gärtner-Hor­vath gestellt wurde, um einen Bericht für den Falter des Verein Roma zu schrei­ben. Damals schrieb ich: „Es fällt mir leider schwer, all meine Gedanken auf­zu­schrei­ben“ … und es fällt mir heute nach 20 Jah­ren auch schwer. Ich schrieb damals, wie ich zu dieser Arbeit kam und was alles ent­stand, zi­tier­te Kard. Joseph Cardijn … Gemein­sam mit anderen Or­ga­ni­sa­tio­nen ent­stand die Idee, ein Pro­jekt zu star­ten, und so trafen wir uns im Mai 1995 zum ersten Mal mit der Platt­form „Kein Gegen­einander, son­dern ein Mit­einander“ – bes­se­res Kennen­lernen der Volks­gruppen im Burgenland. Im März 1996 or­ga­ni­sier­ten wir einen „Offe­nen Jugend­treff“. Wir unter­nah­men viel: regel­mäßige Treffen, Advent­basare, Zelt­lager, Aus­flüge etc.

In den 22 Jahren begegnete ich vielen Roma & Sinti etc., … erfuhr echte Freund­schaft und er­lebte viel Gas­tfreund­schaft – PALIKERAV und DANKE!

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Gondolinipeskero mulatintschago andi Erba

Februar 27th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
15.2.2016 | (on demand)

Oberwart (Foto: erinnern.at)Gedenkfeier in Oberwart


Angle 21 berscha, ando 4to feberi 1995, i Erba uso than le lek pha­re­der po­li­ti­schi mo­ti­vi­ri­me aten­ta­tis­tar andi his­to­ri­ja la dujta republi­ka­tar, ulo.

Andi rat usar o 4to upro 5to feberi 1995 andi Ro­men­geri-sid­lung Erbate jek bomba schtar dsche­nen mur­dar­tscha. O Josef Simon, o Peter Sarközi, o Karl taj o Erwin Horvath odo­la Roma sina, save pu­ma­ro ileto na­schade. Upro than le aten­ta­tistar, Roma taj gadsche tala­linde pu­men, le opfe­renge te gon­do­li­nel. I Romen­geri-pas­to­ral la diö­ce­se­ja­tar Tikni Mar­tona, use ada gon­doli­ni­pes­kero mu­la­tin­tschago akar­tscha. Ada bibas­talo keri­pe telel o dsche­ne la Romen­gera-sid­lun­ga­tar, bari briga taj dar antscha. La caj­taha, ham imar but avri­jal ulo. (volksgruppen.orf.at)

Vor 21 Jahren, am 4. Februar 1995, wurde Ober­wart zum Tat­ort des schwers­ten po­li­tisch mo­ti­vier­ten An­schlags in der Ge­schich­te der Zwei­ten Re­publik.

In der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1995 deto­nier­te in der Roma-Sied­lung in Oberwart eine Rohr­bombe und tötete vier Be­woh­ner. Josef Simon, Peter Sarközi, sowie Karl und Erwin Horvath wa­ren jene Roma, die ihres Lebens be­raubt wur­den. Am Ort des Ge­sche­hens folg­ten Ge­den­kende und An­ge­hö­rige der Ein­ladung der Roma-Pas­to­ral der Diözese Eisenstadt, sich ge­mein­sam an die Opfer zu er­in­nern. Dieses schreck­liche Er­eig­nis löste bei den Be­woh­nern tiefe Trauer und Angst aus. In der Zwi­schen­zeit hat sich je­doch eini­ges ge­ändert.

(volksgruppen.orf.at)

Salzburg: Ausweitung der Bettel-Verbotszonen?

Februar 26th, 2016  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Bisherige Verbotszonen in Salzburg (Foto: orf.at)Salzburg: Bettel-Verbotszonen lösen das Ar­muts­problem nicht

Stellungnahme der Plattform für Menschenrechte: Mit der ge­plan­ten Aus­wei­tung der Ver­bots­zonen wird ein in der Praxis erfolg­loses Mo­dell for­ciert, das die wirk­li­chen Proble­me nicht löst.

Die Einführung der Verbotszonen im vorigen Jahr wur­de damit be­grün­det, dass da­durch die zu er­war­ten­de Anzahl der Bettelnden ge­senkt wer­den könne. Dieser Effekt ist offen­bar nicht ein­ge­tre­ten und soll nun mit einer Ausweitung der Ver­bots­zo­nen er­reicht wer­den. Tat­säch­lich dürfte es durch die Ver­bots­zonen nur zu einer Verlagerung der Stand­orte in an­dere Stadt­teile ge­kom­men sein.

Mit der Ausweitung wird also ein Modell for­ciert, das in der Praxis keinen Erfolg zei­tigt, weil es an der fal­schen Stelle an­setzt: Die eigent­li­chen Kon­flikt­fel­der rund um die Armuts­migra­tion in Salz­burg lie­gen nicht so sehr im „Betteln“ selber, son­dern im Bereich der feh­len­den legalen Über­nach­tungs­orte sowie der feh­len­den sani­tä­ren Infra­struk­tur für die Not­reisen­den. Sie haben keine Lager­orte für ihren Besitz. Es gibt weder Müll­tonen noch mobile Toilet­ten für sie, was zu nach­voll­zieh­ba­ren Proble­men führt.

Die Forderungen, welche die Plattform für Menschen­rechte bei der Ein­füh­rung der Ver­bots­zo­nen im vori­gen Jahr for­mu­liert hatte, sind des­halb nach wie vor ak­tuell:

  • Es braucht dringend eine ganzjährige, fixe Notunterkunft, die zu­min­dest für einen Teil der Armuts­migrantIn­nen dauer­haft zur Ver­fü­gung steht. Diese ganz­jäh­rige Unter­kunft ist in Pla­nung, die Caritas soll dafür jede nur mög­li­che Unter­stützung er­hal­ten.
  • Es braucht dringend ein Ange­bot für Mütter bzw. Familien mit min­der­jäh­ri­gen Kindern, um diese Kin­der adä­quat ver­sor­gen zu können, ohne sie von ihren El­tern zu trennen.
  • Für die weiterhin obdachlos bleiben­den Armuts­migrantIn­nen braucht es Plätze, an de­nen eine legale Über­nach­tungs­mög­lich­keit im Freien mit ent­spre­chen­der sani­tärer Infra­struktur (mo­bi­le Toiletten) be­steht.
  • Das mobile Gesundheitsangebot (Virgilbus) soll fort­geführt und – wo nötig und mög­lich – aus­ge­baut wer­den.
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Berlinale: We Are Never Alone

Februar 25th, 2016  |  Published in Film & Theater

We Are Never AloneNikdy nejsme sami | We Are Never Alone
CZ / F 2016, 104 min.
Spielfilm von Petr Václav

„We Are Never Alone“ ist der Siegerfilm der Tagesspiegel-Leserjury bei der dies­jäh­ri­gen Ber­li­nale:

Weil, so formulieren die Neun [der Jury] es in ihrer Be­grün­dung, der Regis­seur darin eine Welt er­schafft, „in der sich gesell­schaft­li­che Brüche viel­fältig wider­spie­geln. Mit gro­tesken Figuren wird eine Ge­schich­te er­zählt, die den Zu­schauer in vieler­lei Hin­sicht for­dert und in Bann zieht.“ (…) „Es hat weh­getan, ihn zu sehen“, sagt Albert Warth, „und trotz­dem ist er irgend­wie hoff­nungs­voll“. „We Are Never Alone“ spielt in einem tsche­chi­schen Provinz­ort, in dem irr­lich­ternde Seelen auf­einan­der tref­fen, ein ob­ses­si­ver Hypo­chonder, der täg­lich seine Leber­flecken foto­gra­fiert, ein Gefäng­nis­wärter, den seine Para­noia an den Rand des Wahn­sinns treibt, eine Romni-Strip­pe­rin, der ihr Bar­chef auf die Pelle rückt. Ulrike Kahle-Steinweh fühlt sich in eine „dunkle Märchen­welt“ ver­setzt, die zugleich er­schreckend real ist, „be­völ­kert von ab­son­der­li­chen Men­schen, be­schä­digt durch das sozia­lis­ti­sche System, hilf­los nach dessen Ende“. Der Film (…) spie­gele das ak­tuelle Europa, die Mischung aus Ver­wir­rung und Vor­urtei­len, auch den bru­talen Rechts­ruck großer Teile der Gesell­schaft. (Textauszug: Tagesspiegel)

Im Nirgendwo der tschechischen Provinz trifft eine Hand­voll Men­schen auf­einan­der. Ein para­noi­der Gefäng­nis­wärter, sein hypo­chondri­scher Nach­bar, dessen stumm-ver­zwei­felte Frau, ein un­glück­lich ver­lieb­ter Nacht­club­betrei­ber und eine allein­erzie­hende Strip­pe­rin. Friede, Freude und Hoff­nung sind hier nur eine Auf­schrift auf einem T-Shirt. Sie leben an einer Durch­fahrt­straße, aber das Leben hält nur Sack­gassen für sie bereit. Doch in dieses schwarz-weiße Alltags­porträt mi­schen sich rasch buntere Farben. Zwischen­mensch­liche Begeg­nun­gen zeugen sowohl von Auf­begeh­ren und irra­tio­na­ler Hoff­nung als auch Grau­sam­keit. Read the rest of this entry »

Nachkriegsjustiz: Symposium in Karlsruhe

Februar 24th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Recht & Gericht, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

März 2015: Romani Rose führte die Präsidentin Bettina Limperg durch die ständige Ausstellung zum Holocaust an den Sinti und Roma (Foto: sintiundroma.deAnlässlich des 60. Jahrestags der „Zigeuner-Urteile“ ver­anstal­te­ten der Bun­des­gerichts­hof und der Zentral­rat Deut­scher Sinti und Roma im Nach­gang zum Besuch von BGH-Prä­si­den­tin Bettina Limperg im Zentral­rat und Do­ku­men­ta­tions- und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma ein ge­mein­sames Sym­po­sium.

Presseaussendung des Zentralrats, 16.2.2016: Am 17. Februar 2016 fand im Foyer des Bun­des­gerichts­hofs in Karls­ruhe ein gemein­sames Sym­po­sium des Bun­des­gerichts­hofs und des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma statt. Thema war das Grund­satz­urteil zur Ab­leh­nung der Entschädigung von NS-ver­folg­ten Sinti und Roma vom 7. Januar 1956, in dem der BGH fest­stellte, dass die „Zigeuner“ von den National­sozia­li­sten zu Recht als „artfremd“ be­handelt wor­den seien. So führte er unter Zugrunde­legung von NS-Kom­men­taren z.B. aus, dass „Zigeunern wie primitiven Urmenschen ein un­ge­hemmter Okku­pa­tions­trieb eigen“ sei.

Diese Rechtsprechung prägte über viele Jahre das ge­samte Ent­schä­di­gungs­recht für die Über­lebenden der Sinti und Roma und wurde zur Nieder­schlagung von Straf­ver­fah­ren ge­gen die Orga­ni­sa­toren des Holocausts he­ran­gezo­gen. 1963 er­kannte zwar der BGH in Ab­än­de­rung des Unrechts­urteils von 1956 den Ent­schä­di­gungs­anspruch an, dis­tan­zierte sich aber nicht von der rassis­ti­schen Charak­te­ri­sierung der Min­derheit.

Nach knapp 60 Jahren distanzierte sich BGH-Präsiden­tin Bettina Limperg im Rah­men ihres Be­suchs des Zentral­rats und Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrums Deutscher Sinti und Roma im März 2015 von diesem diskri­mi­nie­ren­den Urteil. Read the rest of this entry »

♫ Ekrem Mamutovic Orchestra: Hit Cocek 2014

Februar 23rd, 2016  |  Published in Musik

Das Ekrem Mamutovic Orkestar ist eine Roma-Brass-Band aus Vranje, einer Stadt im Süd­osten von Serbien. Vranje liegt un­weit zur Grenze von Kosovo, Mazedonien und Bulgarien. Leiter des Orches­ters ist, wie der Name verrät, der Trompeten-Spieler Ekrem Ma­mu­to­vic, welcher einer der ältes­ten und tra­di­tions­reichs­ten Familien von Roma-Brass-Musi­kern in Ser­bien ent­stammt. Das Or­ches­ter wur­de ur­sprüng­lich in den 1920 Jahren von Ekrem Mamutovics Ur-Ur-Groß­vater Fejza Bakic unter des­sen Namen ge­grün­det. (…) Ekrem Mamutovic wurde 1982 in Vranje ge­boren. (…) Er be­suchte meh­rere Jahre die Musik-Hoch­schule von Vranje, wo er auch seinen Ab­schluss machte. Be­reits im Alter von 11 Jah­ren wurde er of­fi­ziel­les Mit­glied des Or­ches­ters sei­nes Groß­vaters, in dem auch sein Vater Dobrivoje Mamutovic mit­spielte. Read the rest of this entry »

Servus Szia Zdravo Del tuha (feberi 2016)

Februar 22nd, 2016  |  Published in Radio, Podcast & TV

sszdORF 2 Burgenland: Servus Szia Zdravo Del tuha
14to feberi 2016, 13:05 orenge
>>>TVthek


I moderatorkija Katharina Janoska le use dika­schen adi andar o pro­jektos­kero kher la thanes­kera gale­ri­jatar Bur­gen­land masch­kar o aktu­jeli temtscha le flogos­kere grupna­kere maga­ci­nistar vodinel. O artschi­jipe „Kipi le min­den­feli­tike kojen­dar“ ando pro­jektos­kero kher ojs kes­dipe le ber­sches­kere phari­pes­kere gen­dostar 2016 le thanes­tar Bur­gen­land pe hajol.

Katharina Janoska und Margot Fröhlich (Foto: volksgruppen.orf.at)2016: Bersch le kultureli min­den­fe­li­tike kojen­dar Sajt 2004 o kul­tura­kero refe­rat le thanestar Bur­gen­land sako bersch jek pha­ripes­keri gen­dos­keri tema bescha­rel. O ber­sches­kero pha­ripes­kero gendo, le kultu­reli min­den­fe­li­tike kojen­ge, pe vid­minel. O bersches­kero progra­mo 2016 te la adi­veses­kera caj­taha taj la cukunf­taha le flo­gos­kere grup­nen­dar, donde pe be­scharel. Afka o artsch­i­jipe „Kipi le minden­fe­li­tike ko­jen­dar“ le au­toch­toni etnischi grup­nenca andi sika­di­pes­keri kunst, don­de pe be­scharel. Pedar vake­rel i Katha­rina Ja­noska la kura­torki­jaha Margit Fröhlich.

Romengero-mulatintschago 2016 Te ada besch o tra­di­ci­jo­neli Romen­gero-mu­la­tintscha­go ando mo­ja­kero „Ungari­scher Hof“ Tenu Erbate, tel liker­do ulo. But khero­dasch­tscha le aka­ri­pes­ke la VHS-atar le bur­gen­lan­di­tike Ro­men­dar, palal ale. O utschi­pes­kero gende le kira­tis­tar o völi­nipe la Ro­men­gera-Kiral­ki­ja­tar, sina.

„Ko pomoschinel le mankuschiske?“ Schtar tschibtscha­ke­re ken­vi la BAKIP-atar  Sar o dschivdo min­den­feli­tiko ar ditschol, sikal te i lek terne­der buti la BAKIP-atar Erba. Ando jeneri le terne peda­gogki­jen­dar duj schtar tschib­tscha­kere kipen­gere kenvi „Ko pomo­schinel le man­ku­schiske?“ taj „Dscha­nes tu, kaj mro kheri­pe hi?“, angle terdschar­de ule. Adala duj kenvi ando lejcti isch­ko­la­kero bersch le dajen­gere taj daden­gere faraj­nis­tar la BAKIP-atar, ar dim ule.

Butjakere projekti le Romenge  Kaj i situacija le Romendar ando but­ja­kero foro taj ando butja­kero than feder te ol, le socijali minis­te­ri­jumis­tar valami 1 mili­jona Euro dschi uso bersch 2020 projek­tenge ar dim ol. Pomo­schago usch­tiden pro­jekti, save pumen le ko­jenca upro but­ja­kero foro donde bescha­ren. O bari­kano pro­jekto la diöce­se­jatar Gereci (Zorrom) angle terdschar­do ol.

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Facts & Figures (129)

Februar 21st, 2016  |  Published in Facts & Figures

Fast die Hälf­te al­ler Ro­ma in der Slowa­kei (42%) le­ben in Ro­­ma-Sied­lun­gen am Rand oder außer­halb der Ge­mein­den.

(Quelle)

Ein österreichisches Gelächter

Februar 20th, 2016  |  Published in Fundstücke, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Vernichtungsfantasien unter der MaskeAuszug aus „Novemberpogrom“, einem Text des Wie­ner Schrift­stel­lers und His­to­ri­kers Doron Rabinovici (2013):

(…) Der Schriftsteller Franz Fühmann er­in­ner­te sich: „Es muß 1943 ge­we­sen sein, im Som­mer, in Wien, in der Rilke­zeit, da zeig­te die Wochenschau Bil­der aus einem Kon­zentra­tions­lager, und man sah drei Häft­linge mit dem Juden­stern, die, of­fen­sicht­lich Mitte ir­gend­einer Kette, einan­der lang­sam Steine zu­reich­ten … Der Kommen­tator be­merkte, daß die Juden das erste Mal in ihrem Leben arbei­te­ten, was man ja auch an dem rasan­ten Tem­po ihrer Be­we­gun­gen sehe, und das Pub­li­kum brüll­te vor Lachen, und ich er­starr­te, denn man sah Ster­ben­de mit ver­lö­schen­der Kraft die Arme aus­strecken und Stei­ne von Ster­ben­den empfan­gen und Stei­ne an Sterbende wei­ter­geben. Es war ein öster­rei­chi­sches Ge­läch­ter; Ge­läch­ter mei­nes Hei­mat­lan­des“, schrieb Füh­mann.

Ist dieses Gelächter heute gänz­lich er­stor­ben? Kurz nachdem 1995 im bur­gen­län­di­schen Oberwart vier Roma durch eine Bombe er­mor­det wor­den wa­ren, ging in Wels eine als so­ge­nann­te Zigeuner ver­klei­de­te Grup­pe in einem Faschingsumzug mit. Als sie an der Fest­büh­ne vor­bei­zog, da scherz­te der Mo­de­ra­tor: „Bitte jetzt kei­ne Bom­ben wer­fen!“ Die Men­ge johlte. (…)

Auszug aus: Doron Rabinovici, Novemberpogrom, Programm­heft des Burgtheaters zu „Die letzten Zeugen“. 75 Jahre nach dem No­vem­ber­pogrom 1938. Ein Pro­jekt von Doron Rabi­no­vici und Matthias Hartmann, Wien 2013. (pdf-Download des Beitrags)

Siehe dazu auch: Karnevalsphantasien, dROMa-Blog, 4.3.2014

Brandanschläge auf Roma-Zelte in Linz

Februar 19th, 2016  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Nach dem Brandanschlag in Linz (Foto: privat, via www.oesterreich.at)Nach zwei Brandanschlägen auf ein Zeltlager von 50 bis 70 Per­so­nen, zum Groß­teil handelt es sich um rumänische Bettler­familien mit Kindern, haben die Lin­zer Polizei und der Ver­fas­sungs­schutz Er­mitt­lun­gen auf­ge­nom­men. Un­be­kann­te Täter hat­ten bereits am Sonn­tag und am Diens­tag zwei Brände gelegt und Zelte zer­stört. Die An­schläge wur­den erst jetzt öffent­lich be­kannt. Das provi­so­ri­sche Camp befand sich außer­halb der Stadt in einem ab­ge­le­ge­nen Waldstück auf dem Ge­lände der VÖEST zwi­schen der A7 und der Post­bus­garage.

Der erste Anschlag ereignete sich am Nachmittag des 14. Februar – dabei wurden 15 Zelte in Brand ge­steckt. Die Er­mittler konn­ten vier Brand­herde iden­ti­fi­zieren, „teils 100 Meter voneinan­der entfernt“. Zwei Tage später wurden bei einem zweiten Anschlag fünf weitere Zelte angezündet. Etwa zehn Zelte sind vollstän­­dig nieder­gebrannt, bestä­tigt Polizei­spre­cher Bernd Innendorfer erste Presse­berichte. Konkre­te Hin­weise zu Tat­ver­däch­ti­gen oder Zeu­gen­aus­sa­gen lägen der­zeit al­ler­dings noch nicht vor. ORF.at berichtet:

Die Sachverständigen hätten „externe Zündquelle“ als Brand­quelle ge­nannt, so Innen­dor­fer im Inter­view mit dem ORF, „das heißt, dass mut­wil­lig an­ge­zün­det wur­de“. Men­schen sol­len bei den Brand­legun­gen nicht zu Schaden ge­kom­men sein, von den an­ge­zün­de­ten Zelten und den Hab­selig­keiten ihrer Be­wohner – „Kleidungs­stücke und Decken“, so der Polizei­sprecher – sei aller­dings so gut wie nichts mehr übrig ge­blie­ben.

„Österreich“ schreibt über den zweifachen Anschlag und die betroffene Personengruppe: Read the rest of this entry »

Antiziganismus: Vortrag von Gernot Haupt

Februar 15th, 2016  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Radio FROAntiziganismus: der gesell­schaft­lich tole­rier­te Ras­sis­mus – Warum die Dis­kri­mi­nie­rung von Roma noch immer so weit ver­brei­tet ist?


Kultur und Bildung spezial | Radio FRO 105,0
Erstausstrahlung: 2.10.2015 | Redakteurin: Martina Winkler

DDr. Gernot Haupt MAS (Foto: aau.at)Der Vortragende Gernot Haupt ist Vor­sitzen­der des Instituts für Sozialarbeit an der Alpen-Adria-Uni­ver­si­tät Klagenfurt. Er er­läu­tert, wa­rum die Diskri­mi­nie­rung von Roma im­mer noch so weit ver­brei­tet ist. Ob es sich um die Be­kämp­fung von „or­ga­ni­sier­ten Bettler­banden“ in Linz han­delt, ob es um die staat­lich or­ga­ni­sier­te Depor­ta­tion von armen rumä­ni­schen EU-Bür­gern aus Frank­reich geht, immer wird von der Domi­nanz­gesell­schaft un­aus­gespro­chen davon aus­ge­gan­gen, dies seien gerecht­fer­tig­te Maß­nah­men, um das, was man heute poli­tisch kor­rekt nicht mehr „Zigeuner­problem“ nen­nen dürfe, zu lö­sen. Woher kommt dieser ver­steckte, manch­mal auch of­fene Rassis­mus gegen Roma? Diese und wei­te­re Fra­gen werden im Vor­trag be­leuch­tet.

(Text: cba.fro.at)

Servus Szia Zdravo Del tuha (Feb. 2016)

Februar 14th, 2016  |  Published in Radio, Podcast & TV

sszdORF 2 Burgenland: Servus Szia Zdravo Del tuha
Sendung vom 14. Februar 2016, 13:05 Uhr
>>>TVthek


Diesmal führt Moderatorin Katharina Janoska die Zu­se­her/in­nen aus dem Projekt­raum der Landes­galerie Bur­gen­land durch die ak­tuel­len Themen des Volks­grup­pen­ma­ga­zins. Die Aus­stel­lung „Bilder der Viel­falt“ im Projekt­raum ver­steht sich als Auf­takt zum Jahres­schwer­punkt 2016 des Landes Bur­gen­land.

Katharina Janoska und Margot Fröhlich (Foto: volksgruppen.orf.at)2016: Jahr der kulturellen Vielfalt — Seit 2004 setzt das Kultur­refe­rat des Landes Bur­gen­land jähr­lich ein Schwer­punkt­thema. Der Jahres­schwer­punkt 2016 wid­met sich der kul­turel­len Viel­falt. Das Jahres­programm von 2016 nimmt the­ma­tisch auch auf die Gegen­wart und Zu­kunft der Volks­gruppen Bezug. So be­fasst sich die Aus­stel­lung „Bilder der Vielfalt“ mit den autoch­tho­nen ethni­schen Gruppen in der Bilden­den Kunst. Darüber spricht Katha­rina Ja­noska mit der Kura­torin Mar­git Fröhlich.

Roma-Ball 2016 Auch dieses Jahr wurde der traditio­nel­le Roma-Ball im Unga­ri­schen Hof in Unterwart ab­ge­hal­ten. Zahl­reiche Gäste sind der Ein­la­dung der VHS der bur­gen­län­di­schen Roma ge­folgt. Der Höhe­punkt des Abends war die Wahl der Roma-Königin.

„Wer hilft dem Eichhörnchen?“: viersprachige Bücher der BAKIP Wie sich die ge­lebte Viel­falt dar­stellt, zeigt auch die jüngste Ar­beit der BAKIP (Bil­dungs­anstalt für Kin­der­garten­päda­go­gik) Oberwart. En­de Jänner wur­den von den jun­gen Päda­go­ginnen zwei vier­sprachige Bilder­bücher „Wer hilft dem Eich­hörnchen?“ und „Weißt du, wo ich zuhause bin?“ vor­gestellt. Diese bei­den Bücher wur­den im letzten Schul­jahr durch den Eltern­verein BAKIP heraus­ge­geben.

Beschäftigungsprojekte der Roma Um die Roma im Bereich Arbeits­markt und Beschäf­ti­gung besser ein­zu­glie­dern, wird seitens des Sozial­ministe­riums rund eine Mil­lion Euro pro Jahr bis 2020 für ge­zielte Maß­nah­men zur Ver­fügung stehen. An­ge­dacht ist die För­de­rung von arbeits­markt­bezo­ge­nen Projek­ten. „Zorrom“, die heraus­ragende Initia­tive der Diözese Graz, wird vor­gestellt. Read the rest of this entry »

„Kein Salon dem Rechtsextremismus!“

Februar 13th, 2016  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Manuela Horvath in Wien (Foto: Nikolaus Kunrath)Kundgebung am Heldenplatz: Ansprache von Manuela Horvath

Unter dem Mot­to „Kein Salon dem Rechts­extre­­mis­­mus!“ rief das Bünd­nis „Jetzt Zei­chen setzen“ am 29. Jän­ner 2016 zur Kund­ge­bung am Wie­ner Helden­platz auf. Die For­derung: Die Reprä­sen­ta­tions­räume der Republik dür­fen Ver­anstal­tun­gen und Ver­netzungs­ak­ti­vi­tä­ten der extrem Rechten (d.h. dem frühe­ren WKR- und jetzi­gen „Akademikerball“) kei­nen Platz mehr bieten. Unter den Red­nern/in­nen war mit Manuela Horvath auch eine öster­rei­chi­sche Romni, deren kurze An­spra­che wir im Fol­gen­den wie­der­geben.

Del tumenca!

O Roma taj o Sinti o lek bareder tschulipe andi Europa hi. Andi Austrija imar but schel­berscha beschte on hi, taj sajt ando deschuenja enjavar desch taj trin lenge, pal jek dugo drom o flogos­kero grupnen­gero schtatus use phendo ulo.

Roma und Sinti sind die größte Minderheit in Europa. In Österreich sind sie seit Jahr­hun­der­ten an­sässig und 1993 wurde ihnen, nach einem lan­gen Weg, der Volks­gruppen­status zu­gespro­chen.

Als Romni und Enkelin KZ-Überlebender wurde ich schon früh damit konfron­tiert was eine rechts­popu­lis­tische Partei ver­ursa­chen kann. 500.000 Roma und Sinti wurden in Europa während des Holocaust er­mordet. Heute kommt es in euro­päi­schen Ländern immer wieder zu Über­griffen und zur syste­ma­ti­schen Aus­grenzung von Roma. In den meisten Fällen wird auf nationa­ler Ebene kaum etwas unter­nommen, um dies zu unter­binden. Die Grund­rechte­agentur der EU hat in einer Erhe­bung festgestellt, dass Roma in den Berei­chen Bildung, Armut und Beschäftigung schlech­ter gestellt sind als ihre Nach­barn, die keine Roma sind.

Ja, wir Roma in Österreich haben durch die Anerkennung als Volksgruppe einen besseren politischen Status als Roma in vielen anderen Ländern. Und mein Dank gilt den Aktivistinnen und Aktivisten der ersten Stunde, die für meine Generation den Weg in der Volksgruppenarbeit vorbereitet haben. Doch Antiziganismus und Roma-Feindlichkeit sind auch hier bei uns in Österreich in der Zivilgesellschaft und auch auf politischer Ebene verbreitet. Read the rest of this entry »

Berlinale: And-Ek Ghes …

Februar 12th, 2016  |  Published in Film & Theater

"And Ek-Ghes ..." Filmplakat (Foto: http://andekghes.pong-berlin.de)Roma in Berlin – Weltpremiere des Films von Philip Scheffner & Colorado Velcu (D 2016, 93 Min.) in Berlin

14.02. 16:30 OmEU Delphi Filmpalast
17.02. 14:15 OmEU CineStar 8
19.02. 20:00 OmEU Kino Arsenal 1
21.02. 20:00 OmU Colosseum 1

Als Familie Velcu von Rumänien nach Deutschland über­sie­delte, wa­ren die be­freun­de­ten Fil­me­ma­cher aus Berlin zur Stelle, film­ten den Ein­zug. Dem Fami­lien­rat ge­fiel der Vor­schlag, einen Film über ihr neues Le­ben zu dre­hen. Colorado Velcu, der seit sei­ner Ju­gend wun­der­schöne Tage­bü­cher schreibt, wur­de als Fa­mi­lien­vater zum Co-Re­gis­seur von Philip Scheffner, vor al­lem wegen sei­ner Fähig­keit zum Insze­nie­ren und sei­nes Gespürs für die künst­le­ri­schen Ta­lente seiner Kinder und Neffen und Schwes­tern und Schwa­ger. Bolly­wood-Fans sind sie alle, und so ent­stand eine wirk­lich wahre Familien­sagamit einem Titel­song! Ein ers­ter Vel­cu-Ber­liner wird ge­bo­ren, ein schmerz­hafter Ab­schied von den Ver­wandten, die bes­se­ren Ver­dienst­chancen Rich­tung Spanien nach­reisen müs­sen, die Ehe­frau weg­ge­sperrt im fernen ru­mä­ni­schen Gefäng­nis – und die Berliner Parks, in de­nen ge­grillt wird, werden zu buko­li­schen Orten. Die Ent­ste­hungs­ge­schich­te dieser „Velcu-Saga“ wird im­mer wieder unter den Mit­wir­ken­den disku­tiert – und macht den Film mal melan­cho­lisch, dann wieder sehr witzig und char­mant zu einem klugen Meta-Film über das ethno­gra­fi­sche Filme­machen, über Medien­bilder und Stereo­typen von Roma-Fa­mi­lien heute. (Text: Dorothee Wender, Berlinale Forum)

AND-EK GHES… ist die Fortsetzung einer außer­gewöhn­li­chen Zusam­men­arbeit, die auf Ver­trauen und Freund­schaft zwi­schen den Co-Regis­seu­ren Philip Scheffner und Colorado Velcu ba­siert. Sie be­gann mit dem Film Revision: Der Ver­such, einen ge­mein­sa­men filmi­schen Raum zwi­schen Pro­ta­gonis­ten, Filme­macher und Publi­kum zu er­öff­nen, wird nun, drei Jahre später, er­wei­tert. Die Kamera dupli­ziert sich, zu der des Filme­ma­chers kom­men eine, zwei, drei Kameras, die von Hand zu Hand wan­dern. Read the rest of this entry »

Berlinale: Tales of Two Who Dreamt

Februar 11th, 2016  |  Published in Film & Theater

Screenshot TalesRoma in Kanada – Spielfilm von Andrea Bussmann und Nicolás Pereda, USA/Kanada 2016, 87 Min.

16.02. 19:30 OmEU CinemaxX 4
17.02. 14:00 OmEU Akademie der Künste
19.02. 19:15 OmEU CineStar 8
21.02. 17:30 OmEU Kino Arsenal 1

Es war einmal ein in die Jahre gekomme­nes Hoch­haus in Toronto, des­sen Bewoh­ner auf die Bearbei­tung ihrer Asyl­anträ­ge war­te­ten – kein sehr ein­la­den­der Ort. Züge rat­ter­ten vor­bei, Poli­zis­ten stan­den am Fahr­stuhl Wache, um Über­fälle zu ver­hin­dern, an den Bal­ko­nen flat­ter­ten Netze im Wind als Mah­nung an die Bewoh­ner, nicht zu sprin­gen. Ohne Frage kein ein­fa­cher Ort, aber auch ein fan­tasie­voller, denn das Warten bietet den idea­len Nähr­bo­den für Legenden, Märchen und Träume. Die Be­woh­ner er­zähl­ten sich ein ums an­dere Mal ihre Geschich­ten, ge­nau­so wie sie ein­übten, was bei den Anhö­run­gen ge­sagt oder ver­schwie­gen wer­den soll. Da ist die Ge­schich­te von dem in der Woh­nung allein zurück­ge­las­se­nen ver­hun­ger­ten Hund oder von dem Kind des An­walts oder dem Jun­gen, der beim Auf­wachen fest­stellt, dass er sich in einen Vogel ver­wan­delt hat. Aus diesen Geschich­ten ließe sich frag­los ein fas­zinie­ren­der Film drehen, aber wie sähe er aus? Ein beobach­ten­der Doku­men­tar­film, ein selbst­gedreh­tes Fami­lien­porträt, ein kafkaes­kes Mär­chen oder sein Making-of? Ein­deu­tige Er­klä­run­gen gibt es hier nicht, denn an die­sem Ort ver­schwim­men die Gren­zen. Wer auf Ant­wor­ten hofft, kann gleich den Teufel be­fra­gen. (James Lattimer)

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Facts & Figures (128)

Februar 10th, 2016  |  Published in Facts & Figures

56,4% aller segre­gier­ten Ro­ma-Vier­tel und -Sied­lun­gen in der Slo­wa­kei ha­ben kei­nen An­schluss ans öf­fent­li­che Ka­nal­netz.

(Quelle)

Schock­er­fah­rung Abschiebung: The Awakening

Februar 8th, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

The Awakening, DE/CRO/SRB 2015, 39 min., OmdtUT
Ein Film von Kenan Emini

The Awakening (das Erwachen) ist ein Zustand der Lebens­rea­lität von Roma, die ab­ge­scho­ben wur­den. Wel­chen psycho­lo­gi­schen Effekt hat die Ab­schie­bung auf die Men­schen? Wie ergeht es den Kindern und Jugend­li­chen, die in Deutsch­land auf­ge­wach­sen sind und nun in einem fremden Land auf­wachen, fern von ihren Freun­den und ihrem ge­wohn­ten Um­feld? Der Film ge­währt einen Ein­blick in die­sen Zustand des Er­wachens bzw. des Ent­setzens der Betrof­fe­nen, die Deutschland als ihre Heimat betrach­tet haben und sich nun in einem für sie frem­den Land völ­lig neu orien­tie­ren müs­sen, und ver­mittelt ein authen­ti­sches Bild über die Schock­er­fah­rung Abschiebung. Zu­gleich zeigt er Rassis­mus und Diskri­mi­nie­run­gen auf, mit de­nen Roma in ver­schie­de­nen Län­dern Euro­pas konfron­tiert wer­den.

(Text: www.awakeningmovie.de)

Kenan Emini gehört zu den Gründungs­mit­glie­dern des Vereins Roma Center Göttingen e.V. und ist im Vor­stand des Bundesromaverbandes in Deutsch­land. Er hat die Kam­pagne „alle bleiben!“ mit­ge­grün­det und ist an sei­nem Pro­jekt „Romadness“ tätig. Er ist selbst Rom aus dem ehe­ma­li­gen Jugo­sla­wien und lebt seit 2000 in Deutsch­land.

Constable Torák: Ein Ex-Flüchtling als Polizist

Februar 7th, 2016  |  Published in Allgemeines

Piotr Torák (Foto: Romea.cz)England hat erstmals einen Polizeibeamten, der selbst Rom ist. Das berichtet die englische Regionalzeitung Derby Telegraph. Die Best-Practice-Datenbank des Europa­rats er­wähnt Piotr Torák als „ersten und ein­zi­gen Roma-Polizei­beam­ten aus Ost- oder Mit­tel­eu­ropa, der im Vereinig­ten König­reich den Dienst ver­sieht“. Petr Torák war 1999 als Flücht­ling ins Land ge­kom­men. In seinem Her­kunfts­land Tschechien war seine Familie auf­grund ihrer ethni­schen Zuge­hö­rig­keit rassis­ti­scher Gewalt aus­gesetzt und suchte deshalb in England erfolg­reich um Asyl an. In seiner neuen Heimat ergriff Torák dann bald die Lauf­bahn als Polizist, zu­nächst als Police Com­mu­nity Support Officer, dann seit 2006 als Constable in Cam­bridge­shire. Torák sucht auch den Kon­takt zu Roma-Jugend­lichen, er besucht Schulen und hält Vor­träge vor Roma aus der Slowakei und Tschechien. Zudem ist Piotr Torák bei INARP (Inter­national As­socia­tion of Romani Pro­fes­sio­nals) aktiv.

(dROMa)

Siehe auch:
Sinto & Hauptkommissar – Günther Weiss, der Kripochef von Kehl

Gondolipe | Gedenken in Oberwart

Februar 6th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

OberwartGedenkakt anlässlich des Jahrestages des Bombenattentats an vier Roma:

So., 7. Februar 2016, 14:00 Uhr,
Oberwart – Gedenkstätte, Am Anger

In der Nacht vom 4. zum 5. Februar 1995 wurden in Oberwart die vier Roma Peter Sarközi, Josef Simon, Erwin Horvath und Karl Horvath durch eine Rohr­bombe des Brief­bomben­atten­tä­ters Franz Fuchs getö­tet. Sie hatten ver­sucht, eine Tafel mit der Auf­schrift „Roma zurück nach Indien“, die an der Bombe an­ge­bracht war, zu ent­fer­nen. Am 7. Februar wird der vier Opfer ge­dacht. Ver­anstal­ter sind das Referat für eth­ni­sche Gruppen und das Roma-Service in Koope­ra­tion mit der Volks­hoch­schule der Bur­gen­ländi­schen Roma, dem Verein Roma Ober­wart und dem Verein Karika.

Hier finden Sie Ausgabe 43 unseres Magazins dROMa, er­schie­nen vor einem Jahr an­läss­lich des 20. Jahres­tags des Atten­tats.