Berlinale: And-Ek Ghes …

Februar 12th, 2016  |  Published in Film & Theater

"And Ek-Ghes ..." Filmplakat (Foto: http://andekghes.pong-berlin.de)Roma in Berlin – Weltpremiere des Films von Philip Scheffner & Colorado Velcu (D 2016, 93 Min.) in Berlin

14.02. 16:30 OmEU Delphi Filmpalast
17.02. 14:15 OmEU CineStar 8
19.02. 20:00 OmEU Kino Arsenal 1
21.02. 20:00 OmU Colosseum 1

Als Familie Velcu von Rumänien nach Deutschland über­sie­delte, wa­ren die be­freun­de­ten Fil­me­ma­cher aus Berlin zur Stelle, film­ten den Ein­zug. Dem Fami­lien­rat ge­fiel der Vor­schlag, einen Film über ihr neues Le­ben zu dre­hen. Colorado Velcu, der seit sei­ner Ju­gend wun­der­schöne Tage­bü­cher schreibt, wur­de als Fa­mi­lien­vater zum Co-Re­gis­seur von Philip Scheffner, vor al­lem wegen sei­ner Fähig­keit zum Insze­nie­ren und sei­nes Gespürs für die künst­le­ri­schen Ta­lente seiner Kinder und Neffen und Schwes­tern und Schwa­ger. Bolly­wood-Fans sind sie alle, und so ent­stand eine wirk­lich wahre Familien­sagamit einem Titel­song! Ein ers­ter Vel­cu-Ber­liner wird ge­bo­ren, ein schmerz­hafter Ab­schied von den Ver­wandten, die bes­se­ren Ver­dienst­chancen Rich­tung Spanien nach­reisen müs­sen, die Ehe­frau weg­ge­sperrt im fernen ru­mä­ni­schen Gefäng­nis – und die Berliner Parks, in de­nen ge­grillt wird, werden zu buko­li­schen Orten. Die Ent­ste­hungs­ge­schich­te dieser „Velcu-Saga“ wird im­mer wieder unter den Mit­wir­ken­den disku­tiert – und macht den Film mal melan­cho­lisch, dann wieder sehr witzig und char­mant zu einem klugen Meta-Film über das ethno­gra­fi­sche Filme­machen, über Medien­bilder und Stereo­typen von Roma-Fa­mi­lien heute. (Text: Dorothee Wender, Berlinale Forum)

AND-EK GHES… ist die Fortsetzung einer außer­gewöhn­li­chen Zusam­men­arbeit, die auf Ver­trauen und Freund­schaft zwi­schen den Co-Regis­seu­ren Philip Scheffner und Colorado Velcu ba­siert. Sie be­gann mit dem Film Revision: Der Ver­such, einen ge­mein­sa­men filmi­schen Raum zwi­schen Pro­ta­gonis­ten, Filme­macher und Publi­kum zu er­öff­nen, wird nun, drei Jahre später, er­wei­tert. Die Kamera dupli­ziert sich, zu der des Filme­ma­chers kom­men eine, zwei, drei Kameras, die von Hand zu Hand wan­dern. Und nicht nur ihn, auch uns las­sen sie hinein in eine Welt, in der Humor, Chuzpe und Zu­sam­men­halt gegen Armut und Aus­gren­zung an­tre­ten. In der sich die Velcus ent­ge­gen aller Zu­schrei­bun­gen immer wieder neu er­fin­den. In der Berlin in den flir­ren­den Far­ben von Bollywood zu leuch­ten be­ginnt. (Text: Produktionsinfo)

Philip Scheffner, geb. 1966 in Homburg/Saar, arbeitet als Künstler, Filme­macher und Mit­betreiber der Pro­duk­tions­plattform pong in Berlin. Im Forum mit The Halfmoon Files (2007), Der Tag des Spatzen (2010), Re­vi­sion (2012) sowie 2016 mit den bei­den Fil­men And-Ek Ghes… und Havarie.
Colorado Velcu, geb. 1979 in Craiova, Rumänien. In Philip Scheff­ners Film Re­vi­sion (2012) wirk­te er als Pro­ta­go­nist mit. And-Ek Ghes… ist sein Debüt­film.

Buch: Colorado Velcu, Merle Kröger, Philip Scheffner
Länge: 93 min, Sprachen: Romani, Rumänisch (Website)

Comments are closed.