März 29th, 2016 |
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Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Nicht aber für die BH Dornbirn!
„Ist es ein Zufall, dass beide Kinder, die eingesperrt werden sollen, der Minderheit der Volksgruppe der Roma angehören?“
Presseaussendung RA Schäfer (OTS) – Kinder, die das 16. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, dürfen nicht für Verwaltungsstrafen eingesperrt werden. Selbst über Kinder über 16 Jahre darf eine Freiheitsstrafe nur bis zu zwei Wochen verhängt werden, wenn dies aus ganz besonderen Gründen erforderlich ist. Die Bezirkshauptmannschaft Dornbirn hat erst im Juni 2015 versucht, ein 15-jähriges Mädchen einzusperren – entgegen dem eindeutigen Gesetzeswortlaut in § 58 Abs. 1 VStG: „Über Jugendliche, die zur Tatzeit das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, darf eine Freiheitsstrafe nicht verhängt werden.“
Es kam zu einer Entschuldigung der BH Dornbirn (Zitat ORF Vorarlberg vom 3.7.2015): „In der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn spricht man von einem Fehler, der ein Einzelfall sei“. Nunmehr soll wieder ein 15-jähriges Kind eingesperrt werden. Wieder auf Anordnung der BH Dornbirn (Aufforderung zum Antritt einer Ersatzfreiheitsstrafe, X-9-2016/13447 vom 25. März 2016). Das Kind soll 66 Stunden Ersatzfreiheitsstrafe absitzen, weil es 55 Euro Geldstrafe nicht bezahlt hat.
Es ist auch hier, wie zuvor im Juni 2015, nicht den Sachbearbeitern der BH Dornbirn in Vorarlberg der Vorwurf zu machen. Der „Fisch stinkt in Vorarlberg“ sehr viel weiter oben. Ist es ein Zufall, dass beide Kinder, die eingesperrt werden sollen, der Minderheit der Volksgruppe der Roma angehören? Auch die BH Bludenz hat erst im Januar wieder zwei Androhungen von Ersatzfreiheitsstrafen an ein 14-jähriges Mädchen ausgestellt, die BH Dornbirn inzwischen schon 21 – obwohl dies im Gesetz ausdrücklich verboten ist.
Rückfragen & Kontakt:
RA Dr. Anton Schäfer LL.M.
Forachstraße 74, 6850 Dornbirn
office@abgb.info
März 28th, 2016 |
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Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
Ausstellung: Ein Fotokunstprojekt zur Präsenz und Wahrnehmung der Roma im öffentlichen Raum. Ab 7. April in Graz.
7. April 2016, 11:00 Uhr: Ausstellungs-Eröffnung anlässlich des Internationalen Roma-Tags (8. April) im Caritas-Paulinum, Grabenstraße 39, Graz. | Eröffnung mit: Caritasdirektor Franz Küberl, dem Fotografen Michael Schmid und Michael Teichmann, Zorrom – Projekt für ArmutsmigrantInnen
Der Internationale Tag der Roma findet in Erinnerung an den ersten Internationalen Roma-Kongress 1971 statt. An diesem Tag wird weltweit auf die Situation der Roma hingewiesen. Die Geschichte der Roma in Europa ist eine Geschichte der Armut, Diskriminierung und Ausxgrenzung, die bis heute anhält. Die Caritas und Welthaus der Diözese Graz-Seckau unterstützten Bildungsprojekte für Roma, um den Zugang zu Schule und Ausbildung zu gewährleisten und die Armutsspirale zu durchbrechen.
Die Ausstellung Roma.Bildwechsel zeigt die Fototrilogie „Gemeinschaftsraum“ von Michael Schmid, die im Herbst 2014 in der slowakischen Stadt Banská Bystrica gemeinsam mit Romnija aus Detva, Banská Štiavnica und Žiar entstanden ist. Im Mittelpunkt steht dabei die selbstverständliche Nutzung des öffentlichen Raums durch Menschen, denen diese Präsenz häufig nicht oder nur ungern zugestanden wird. Bilder von Menschen sind keine Zufallsprodukte. Sie entstehen aus dem, was die Darstellenden zeigen, aus dem, was der Fotograf/die Fotografin sieht, und aus dem, was die Betrachtenden wahrnehmen. Dieselben Menschen können in unterschiedlichen Inszenierungen völlig anders aussehen und wirken.
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März 24th, 2016 |
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Facts & Figures
Nur 14,9% der deutschen Sinti & Roma haben „kein Problem“ mit der Verwendung des „Zigeuner“-Begriffs durch andere.
(Quelle)
März 22nd, 2016 |
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Einrichtungen
Neues Volkshilfe-Projekt zur Arbeitsmarktintegration in Wien (Projektdauer: November 2015 bis April 2019)
www.volkshilfe.at/thara
www.facebook.com/roma.thara
Aus dem Infoblatt zu THARA Romani Zor:
„Zor“ heißt Kraft, „Romani Zor“ bedeutet also die Kraft der Roma. Kraft und Anstrengung werden aber auch notwendig sein, denn THARA hat in den kommenden Jahren viel vor: Im Rahmen des Projekts „THARA Romani Zor!“, gefördert vom Europäischen Sozialfonds und aus nationalen Mitteln der Arbeitsmarktpolitik, wird THARA über einen erweiterten Zeitraum bis Ende April 2019 weiterarbeiten.
Das Ziel von THARA Romani Zor! ist die Erleichterung der Integration von Roma/Romnja und Sinti/Sintize in den Arbeitsmarkt durch die Beseitigung und Reduktion von Vermittlungshindernissen. Ein Fokus liegt auf jenen Menschen, die sich auf dem Arbeitsmarkt aufgrund fehlender Sprachkenntnisse und/oder mangelnder Qualifizierung (bzw. fehlender Nachweise) Hürden gegenübersehen. THARA wird schwerpunktmäßig nach wie vor für Roma/Romnja und Sinti/Sintize tätig sein, ist aber allen Interessierten zugänglich. Um die geplanten Ergebnisse erreichen zu können, werden folgende Angebote und Aktivitäten durchgeführt:
- Arbeitsmarktbezogene Berufs- und Bildungsberatung — Die Berufs- und Bildungsberatung in Form einer intensiven Einzelberatung wird weiterhin einen wichtigen Teil der Arbeit THARAs darstellen. Dabei geht es darum, Menschen, die Arbeit suchen oder die ihre beruflichen Aussichten verbessern möchten, möglichst umfassend zu beraten.
- Pilot-Workshops Arbeitswelt und berufsbezogene Deutschkenntnisse — Neu und innovativ sind jene Angebote, die die Qualifizierungen von Roma/Romnja und Sinti/Sintize erhöhen und so zur Beseitigung von Vermittlungshindernissen beitragen. Fehlende Sprachkenntnisse sind nach wie vor der größte Negativfaktor bei der Suche nach Arbeit und der Entlohnung. Read the rest of this entry »
März 20th, 2016 |
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Einrichtungen, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 14.3.2016 | (on demand)
Erste Roma-Organisation in Österreich
Ando 15. juli 1989 o Farajn Roma uso pomoschago le Romendar ojs erschti Romengeri organisacija andi Austrija, ando foro Erba kerdo ulo. Leskero cil sina taj hi, o diskriminacijakere koji palal te phutschel taj aktivi le tel bauninipeske ande pe te bescharel, le tschavenge ando ischkolakere koji taj andi naphandlipeskeri pedagogika te pomoschinel, akor o parujipe la kulturatar maschkar o Roma taj o gadsche angle te tradel taj i integracija le Romendar ando khetanipe te schofinel, ham i ajgeni kulutrua upre likerdi te ol. O Farajn Roma, i erschti Romengeri organisacija andi Austrija sina. Pal leskero keripe jek berotinipeskero than kerdo uli, savo le Romenge ando cile koji pomoschinel. Akor te o siklipe pal i ischkola ando dschivipe vrischtschando ulo, kaj Romane-tschave, sako di pomoschago ando cile ischkolakere koji, uschtiden. Jek barikano cil le Farajnistar Roma, o aun prindscharipe le Romendar ojs flogoskeri grupn le austritike schtotistar, ando decemberi 1993 schofim ulo. Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland. (volksgruppen.orf.at)
Am 15. Juli 1989 wurde der Verein Roma zur Förderung von Roma in Oberwart gegründet. Sein Ziel war und ist, bestehende Vorurteile zu hinterfragen und aktiv für deren Abbau einzutreten, die Förderung der Kinder und Jugend im schulischen sowie im freizeitpädagogischen Bereich, weiters den kulturellen Austausch zwischen Roma und Nicht-Roma zu fördern und die Integration der Roma in die Gesellschaft mit Beibehaltung der eigenen Kultur zu forcieren. Der Verein Roma war die erste Roma-Organisation in Österreich. Nach dessen Gründung wurde eine Beratungsstelle eingerichtet, die sich für die Anliegen der Volksgruppenangehörigen einsetzt. Read the rest of this entry »
März 18th, 2016 |
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Facts & Figures
Nur 6,9% der befragten Volksgruppenangehörigen in Deutschland bezeichnen sich selbst als „Zigeuner“.
(Quelle)
März 17th, 2016 |
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Radio, Podcast & TV, Religion
Roma sam
Radijo Burgenland: 7.3.2016 | (on demand)
I Monika Scheweck, but berschengeri referentkija la Romengera-pastoralatar andar i diöcesa Tikni Martona (referat le dschenenge etnischi grupnendar – Roma taj Sinti), pal bisch berscha, nevo butjakero drom dschal. Dschijakana, o selsorgerischi vodinipe taj o angle tradipe la kultureli identitetatar le Romendar afka sar o keripe le gondolinipeskere mulatintschagendar taj i organisacija le sake berschengere Romengere Ladipestar Cejiste, use lakere scheroskere butja, genahi. Ada akan i Manuela Horvath kerel, savi 20 orenge o butja la Romengera-pastoralatar prik lel taj akan mindschart telal i nevi E-Mail-adresa: roma.sinti.pastoral@martinus.at te astarel hi.
1992 erschtivar andi austritiki bari raschajengeri konferenca jek fatreteri i buti jeka Romengera-pastoralake prik dim uschtidija. 1996 o referat le etnischi grupnenge andi diöcesa Tikni Martona kerdo ulo.
Buteder pedar i bisch berschengeri buti la Monika Scheweckatar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
März 16th, 2016 |
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Ehrungen & Nachrufe
O Rudolf Sarközi suboton 71 berschenca andar ada vilago gelo. Nisaj avro i Roma politik andi dujti republika asaj sorale hangoha fatretinscha, sar o na khino Sarközi. O Rudolf Sarközi use odola manuscha kerinel, savo mindig use pumaro godschikano alav mindig terdschonahi.
Rudolf Sarközi ando 11. november 1944 ando logeri Lackenbach upro them alo. 1991 o Kulturakero farajn le austritike Romendar kertscha, kaj ov o schero sajt oja cajt mindig sina. O Sarközi sina sajt 1995 o anglo beschto le flogoskere grupnengere bajrotistar le Romendar. Kada ov ando feberi 2014 papal ojs anglo beschto le flogoskere grupnengere bajrotistar le Romendar arodim ulo, phentscha ov, hot o sikadipe o lek bareder angle mangipe hi. Use o ande vodinipe le tschore guduschendar andi Austrija phenel o Sarközi, sar le politikerendar meresch phendo ol, mindig jek thaboskero punkto atschla.
Ando glajchi bersch o gondolipeskero mulatintschago ando Mauthausen telal o anav „o vert le dschivipestar“ sina. O anglebeschto Rudolf Sarközi kivanintscha peske jek utscheder vert la palgondolipeskera kulturatar andi Austrija. „Te amare farajn le austritike Romendar na delahi, akor imar bura pedar o gondolipeskere thana le Romendar bartschonahi“, phentscha ov „Politik iste na tschak upre sikal, i politik iste te pal vakerel taj o palvakeripe dschi adi meg ar atschino.“
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März 15th, 2016 |
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Radio, Podcast & TV, Religion
Roma sam
Radio Burgenland: 7.3.2016 | (on demand)
„Die Begeisterung, für Menschen da zu sein, dort, wo Unrecht passiert, aufzuzeigen und Solidarität zu zeigen, immer gemeinsam mit den betroffenen Menschen“, wie sie es selbst bezeichnet, hat Monika Scheweck auch während ihrer Arbeit in der Roma-Seelsorge stets bei sich getragen. Die Seelsorge verabschiedet sich nun von ihrer langjährigen Referentin Scheweck.
1992 wurde zum ersten Mal in der Österreichischen Bischofskonferenz ein Vertreter mit der Aufgabe der Roma-Pastoral beauftragt. 1996 wurde das Referat für ethnische Gruppen in der Diözese Eisenstadt eingerichtet.
Neuer beruflicher Weg
Monika Scheweck, langjährige Referentin der Romapastoral der Diözese Eisenstadt (Referat für Angehörige ethnischer Gruppen – Roma und Sinti), geht nach zwei Jahrzehnten einen neuen beruflichen Weg. Über die erlebten Stunden mit ihren „Schützlingen“ erzählt sie im ergreifenden Interview für Roma sam: „Für mich war sehr wichtig, dass ich den Kontakt zu den einzelnen Ortschaften pflege, in denen Roma leben, dass ich die Familien besuche. So haben sich auch kleinere Projekte ergeben, wie z.B. dass ich einem Buben Nachhilfe gegeben habe, damit er die Schule schafft, oder Krankenbesuche gemacht habe. Wenn jemand im Sterben gelegen ist, habe ich versucht, die Familie zu stützen.“ Read the rest of this entry »
März 14th, 2016 |
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Ehrungen & Nachrufe

Der Vorsitzende des Volksgruppenbeirats der Roma, Professor Rudolf Sarközi, ist am Samstag im 72. Lebensjahr verstorben.
Rudolf Sarközi war Roma-Aktivist der ersten Stunde und machte unermüdlich auf die Probleme und Anliegen der Volksgruppe aufmerksam.
Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie!
März 14th, 2016 |
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Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
17. März 2016: Die „Überparteiliche Gedenkplattform Transdanubien“ lädt zu einer Veranstaltung, bei der gemeinsam mit ZeitzeugInnen an die auf dem und um den Ringelseeplatz im 21. Bezirk lebenden Lovara, Sinti und Roma erinnert werden soll.
Im Bereich der heutigen Floridsdorfer Bezirksteile Mühlschüttel und Bruckhaufen lebten im Laufe des 20. Jahrhunderts zahlreiche Lovara, Sinti und Roma. Vor allem der Ringelseeplatz und seine Umgebung waren ein zentraler Sammel- und Treffpunkt – bis in die frühen 1960er-Jahre. Wir schlagen vor, durch Errichtung einer Erinnerungsstätte auf diesen Teil der Bezirksgeschichte hinzuweisen und auch jener Menschen zu gedenken, die dem NS-Terror zum Opfer fielen. Ein diesbezüglicher Antrag der Grünen wurde am 10. Februar 2016 in der Bezirksvertretung Floridsdorf mit den Stimmen aller anderen Fraktionen gegen die Stimmen der FPÖ der Kulturkommission zugewiesen, wo er demnächst behandelt werden wird.
Bei der kurzen Kundgebung in der Franklinstraße wird der Wunsch nach Schaffung einer Erinnerungsstätte an die Opfer der Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus unter den ehemaligen BewohnerInnen des Ringelseeplatzes unterstrichen. Nach einem kurzen Fußweg werden im Gasthaus Birner historische Fotos aus dem Familienarchiv von Willy S. Horvath gezeigt und die ZeitzeugInnen Ruzsa Nikolić-Lakatos (Lovarica, Sängerin), Alfred Ullrich (Sinto, Künstler) und Mozes Heinschink (Sprachwissenschafter) werden über ihren Bezug zum damaligen Leben auf dem Mühlschüttel und Bruckhaufen erzählen.
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März 12th, 2016 |
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Film & Theater, Jugend & Bildung, Religion
Dokumentarfilm, AT/DE 2016, 98 min.
Buch & Regie: Stefan Ludwig
„Der zornige Buddha“ zeichnet liebevolle und ungeschminkte Porträts der Roma-Jugendlichen, die in einer Welt voller Elend und Vorurteil mit Witz und Lebensenergie ihren Weg suchen. Es sind keine auffrisierten Erfolgsstorys. Sondern Schicksale, die deutlich machen, wie weit der Weg von der Roma-Siedlung auf die Uni wirklich ist. (Produktionsnotiz)
„Eine Zweite-Chance-Schule für die, die nie eine erste Chance hatten“ – Um marginalisierten Roma-Jugendlichen eine Perspektive für ihre Zukunft zu bieten, gründete János Orsós, selbst Rom, in einem ungarischen Dorf das buddhistische Ambedkar-Gymnasium. „Der zornige Buddha“ erzählt von den kräftezehrenden Bemühungen des Lehrers und seines Mitstreiters Tibor Derdák, den verarmten Jugendlichen durch Bildung und Spiritualität zu einem selbstbestimmten Leben zu verhelfen und sie im Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung zu stärken. Vorbild der Mentoren ist der durch den Sozialreformer Bhimrao Ramji Ambedkar inspirierte Aufbruch der Dalits, der als „Unberührbare“ gebrandmarkten Bevölkerungsgruppe in Indien, dem Ursprungsland der Roma und des Buddhismus. In ihrem Kampf stoßen Orsós und Derdák immer wieder auf Widerstände: Ablehnung und Anfeindungen seitens der ungarischen Dorfgemeinschaft, eine erstarkende nationalistisch-rassistische Politik, Finanzkürzungen und Schließungen von Schulen und nicht zuletzt resignierende Roma-Eltern und -Schüler/innen. Über einen Zeitraum von fast drei Jahren besuchte Regisseur Stefan Ludwig regelmäßig die Schule in Ungarn. Dabei erweist er sich als sensibler, zurückhaltender und genauer Beobachter, der insistierend freilegt, wie sich Ungleichheit reproduzierende Strukturen auf die Jugendlichen auswirken. Read the rest of this entry »
März 11th, 2016 |
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Film & Theater
Dokumentarfilm, AT 2016, 88 min, OmdU
Buch & Regie: Patric Chiha
Wenn es dunkel wird über der Donau: eine Welt des Scheins, der Künstlichkeit, der Illusionen. Heruntergekommene Bars verwandeln sich in surreal stilisierte Bühnenräume, in denen junge Männer ihre schönen, fragilen Körper ausstellen. Sie lungern herum, posen, rauchen, trinken, reden, tanzen. Und sie verkaufen ihre Körper – an andere Männer. Die Szenerie ist ebenso theatralisch wie die dargebotenen Verkörperungen homoerotischer Phantasmagorien und Ikonografien: Der rebellische Wilde in schwarzer Lederjacke, die erotische Lichtgestalt des Matrosen, der Transvestit – Posen, Eleganz, Glanz. Patric Chihas schonungsloser, träumerischer und ästhetisierter Dokumentarfilm taucht in die Lebensrealität bulgarischer Roma ein, die sich in Wien als Stricher verdingen. Kein Film, der soziale Verhältnisse erklären will oder gar einen mitleidigen Blick auf das Milieu wirft – „Brüder der Nacht“ feiert seine Protagonisten in all ihrer Schönheit und Größe. Read the rest of this entry »
März 11th, 2016 |
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Rassismus & Menschenrechte
Alle schauen auf Sachsen. Doch auch im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt gab es im vergangenen Jahr so viele rechte Gewalttaten wie nie zuvor.
ZEIT.de, 7.3.2016: Die Mobile Opferberatung registrierte 217 rechtsmotivierte Angriffe, das waren mehr als doppelt so viele wie 2014. (…) „Seit der Gründung unserer Beratungsstelle vor fast 15 Jahren haben wir noch nie so viele Fälle rechter und rassistischer Gewalt registriert wie 2015“, sagt die Sprecherin der Opferberatung, Zissi Sauermann. (…) Besonders eklatant war die Entwicklung in Halle. Allein dort ereigneten sich demnach 68 Angriffe – mehr als dreimal so viele wie im Jahr zuvor. Ein erheblicher Teil davon habe sich gegen Roma-Familien aus Rumänien im Stadtteil Halle-Silberhöhe gerichtet. Die Beratungsstelle führt den Anstieg auch auf eine Hetzkampagne der rechtsextremen Brigade Halle im Internet und bei Kundgebungen zurück. (…) Die Beratungsstelle kritisiert, dass das Innenministerium Sachsen-Anhalt viele der Fälle in der offiziellen Statistik nicht als rechtsmotiviert einstuft. (…) Das gelte auch für die Angriffe auf Roma in Halle, die bisher ebenfalls in der offiziellen Statistik rechter Gewalt fehlten. „Es gab aber gar keinen anderen Grund, diese Menschen anzugreifen“, sagt Sauermann.
Zit. aus: Rechte Gewalt auf Rekordniveau, ZEIT.de, 7.3.2016
Bitte lesen Sie den hier nur in einem Auszug wiedergegebenen Artikel von Astrid Geisler in voller Länge auf ZEIT.de.
ZDF: Hass in Halle (29.6.2015)
Zwei Meldungen aus Halle-Silberhöhe (15.5.2015)
Halle: „Bürgerwehr“ gegen Roma-Nachbarn? (12.9.2014)
März 9th, 2016 |
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Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
„Romni“: Zwei Fotokünstlerinnen aus Dortmund haben sich mit Romafrauen in der Dortmunder Nordstadt in einem Foto- und Interviewprojekt auseinandergesetzt.
Die Bilder und Assoziationen, die viele Menschen mit dem Volk der Roma verbinden, sind überwiegend negativ geprägt. Oder ihre Lebensweise wird stark romantisiert: Begriffe wie ,Nomadentum‘ und Beschreibungen wie ,fahrendes Volk‘ reduzieren das Volk der Roma auf fälschliche Weise.
Die beiden Fotografinnen Tabea Hahn und Anna Merten haben mit rumänischen Roma-Frauen Interviews über Tradition, Kultur und Familienleben geführt. Das Thema „Frausein“ wurde unter verschiedenen Aspekten beleuchtet. Der Fokus lag dabei auf Identität, Integration und sozialer Stellung der Frau in der Gesellschaft – sowohl im Heimatland als auch in Deutschland.
ROMNI – unter diesem Titel präsentieren die Künstlerinnen die fotografischen und textlichen Ergebnisse ihres Projektes, das sie im letzten Jahr mit Unterstützung des Planerladen e.V. durchgeführt haben.
Die Arbeit zeigt Romafrauen aus der Dortmunder Nordtstadt. Das Tragen von langen Röcken und einem Tuch in den Haaren ist eine wichtige Tradtion bei den Frauen der Roma. Dadurch tragen sie ihre Herkunft und Zugehörigkeit öffentlich zur Schau und riskieren mit Vorurteilen und Diskriminierung konfrontiert zu werden. Ihre traditionelle Lebensweise und Kleidung führt aber bei den Frauen zu einer Zugehörigkeit innerhalb der eigenen Gruppe, zu einem Gefühl von Identität und einer Idee von Heimat fernab ihres Heimatlandes.
Ausstellungsdauer: 8. März bis 30. März 2016
Öffnungszeiten: Di. bis Sa. von 11 bis 17 Uhr
Ort: caféplus, Gnadenort 3-5, 44135 Dortmund
(Text: Ankündigung des Projektverbunds Nordstadt)
März 8th, 2016 |
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Frauenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Vom Achten bis Achten: IniRromnja (Initiative Rromnja, ein Zusammenschluss von Berliner Roma- und Sinti-Frauen) und das feministische Romnja-Archiv RomaniPhen haben eine gemeinsame Veranstalltungsreihe auf die Beine gestellt. Hier ihre Aussendung:
Der Romnja Power Month, geboren aus einer Kooperation zwischen der IniRromnja und RomaniPhen, findet im Zeitraum zwischen dem Internationalen Tag der Frauen und dem Internationalen Tag der Roma*, vom 8. März bis zum 8. April 2016, statt. Mit der Veranstaltungsreihe wollen wir Romnja* und Sintezza* als künstlerisch, wissenschaftlich und gesellschaftskritisch handelnde Akteurinnen* erkennbar machen und ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorstellen. Wir organisieren den Romnja Power Month für eine angemessenen Sichtbarmachung der Beiträge, der Geschichte, der Themen und Gesellschaftsanalysen von Roma* selbst, und hier insbesondere auch von Frauen* sowie von feministischen Perspektiven. Der Romnja* Power Month ist daher eine feministische Intervention gegen die gesamtgesellschaftlich entweder fehlenden oder sehr homogenen und rassistischen Bilder über Romnja*. Gleichzeitig weisen wir damit nachdrücklich auf die gesellschaftliche und insbesondere politische Relevanz der Wissensproduktion unserer Schwestern* hin.
Das komplette Programm finden Sie hier: PDF
(Text: IniRromnja)
März 7th, 2016 |
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Rassismus & Menschenrechte
Ando foro Linz, sridon kiratiske, papal Romengere cerhi, akan andi Waldeggstraße, thabonahi. O harengere phenen, hot odoj aun dschivdschardo ulo. Imar ando feberi, o Romengere cerhi, opfertscha jeka jagatar ule. Dschene i jag dikle taj alarm tschalade. O Roma pumare cerhi palal jek kher, savo bejg ispidim te ol andi Waldeggstraße, ando paschipe la vest phurtatar upre tschalade. Gejng 17.00 orenge akor schtar cerhi upre jefkar opfertscha jeka jagatar ule.
O cerhi taj pumare avre koji naschade
I fajervea i jag sik te putrinel dschantscha – o cerhi taj o avre koji le dschenendar ham naschtig buter retim ule. Meg kiratiske dschene o thabojipeskero than aun pumenge dikle taj upre pele, hot adaj papal aun dschivdschardo ulo.
„Khetan hejnginipe upro va passchlol“
Imar ando feberi dujvar cerhi Romendar ande Linz opfertscha jeka jagatar ule, kaj o thabojipeskero koja te akor jek eksterni thabojipeskeri kvela sina. O harengere phende, hot on ando cile ritscha, sa latsche aun pumenge dikna – jek khetan hejnginipe adale kojenca ham upro va passchlol, phentscha o David Furtner, vakeraschi le harengerendar. Read the rest of this entry »
März 7th, 2016 |
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Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Armutsreisende in Linz: Zeit für Neuanfang?
FroZINE | Radio FRO 105,0 (46,53 min.)
Erstausstrahlung: 4.3.2016 | Gestaltung: Michael Diesenreither
Zu Gast sind Christian Diabl (Sprecher Bettellobby OÖ) und Michaela Haunold (Caritas) über den dritten Brandanschlag auf Roma-Zelte in Linz. Sie informieren über Hintergründe und Forderungen. Wie geht es jetzt weiter?
(Text: CBA)
März 6th, 2016 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 29.2.2016 | (on demand)
„Vida Pavlović“ jek farajn la flogoskera grupnatar le Romendar hi, savo ando khetan butschalinipe le magistratiha 17, le Romengere-tschavenge, pomoschinel. O farajn ando oktoberi 2006 kerdo ulo taj leskero beschipe andi Abelegaslina 12/12, ando 16to Betschitiko gemajndakero becirk hi. O anav uschtidija o farjan le prindscharda Romengera-dschilaschkijatar Vida Pavlović (1945-2005).
Betschiste but Romengere-tschave del, save upro poschtito taj khere tschak pumari dajengeri tschib, Romani taj i serbitiki tschib, vakeren. I tschib jek igen barikano falato la cila kulturatar hi, ham oda te odoj otscha vodinel, kaj o ischkolakere butja le Romengere-tschavendar, butvar ando lek teleder falato aun paschlarde hi. O farajn „Vida Pavlović“ odole tschavendar, i dar angli ladsch te lel kamla, kaj o avre ischkolakere pajtaschtscha i nimtschiki tschib igen latsche dschanen, mint lenca siklim ol taj on aguno tschavengero pomoschago dschenendar, save ada sikline, uschtiden. Le projektenca – vodinipe uso birovtschage taj aguno tschavengero pomoschago taj Lačo drom – kamla o farajn „Vida Pavlović“ jek basis te schofinel, savi o drom la flogoskera grupnake ande jek feder cukunft kerel. Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
März 5th, 2016 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radio Burgenland: 29.2.2016 | (on demand)
„Vida Pavlović“ ist ein Verein zur Förderung der Volksgruppe der Roma in Zusammenarbeit mit der Wiener MA 17 zur Förderung von Roma-Kindern. Der Verein wurde im Oktober 2006 gegründet und hat seinen Sitz in der Abelegasse 12/12 im 16. Wiener Gemeindebezirk. Den Namen erhielt der Verein von der bekannten Roma-Sängerin Vida Pavlović (1945-2005).
In Wien gibt es viele Roma-Kinder, die im privaten Bereich nur ihre Muttersprache, Romanes und Serbisch, sprechen. Zwar ist die Sprache ein sehr wichtiger Bestandteil der gesamten Kultur, jedoch führt diese dazu, dass die schulischen Leistungen der Roma-Kinder oft eher im untersten Bereich angeordnet sind. Der Verein „Vida Pavlović“ möchte diesen Kindern die Angst vor dem Versagen gegenüber anderen Mitschülern nehmen, die die deutsche Sprache sehr gut beherrschen, indem mit ihnen gelernt wird und sie frühkindliche Förderung durch geschultes Personal erhalten. Mit den Projekten – Behördenbegleitung, frühkindliche Förderung und Lačo drom (Guter Weg) – will der Verein „Vida Pavlović“ eine Basis schaffen, die den Weg für die Volksgruppe in eine bessere Zukunft ebnet. Mehr darüber in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
Link: Verein Vida Pavlović
(Text: volksgruppen.orf.at)