Archive for März, 2016

Es ist verboten, Kinder einzusperren

März 29th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Romano Centro: Stellungnahme gegen Romafeindlichkeit in Vorarlberg (Bild: vol.at)Nicht aber für die BH Dornbirn!

„Ist es ein Zufall, dass beide Kinder, die ein­gesperrt wer­den sol­len, der Min­der­heit der Volks­grup­pe der Roma an­ge­hören?“

Presseaussendung RA Schäfer (OTS) – Kinder, die das 16. Lebensjahr noch nicht er­reicht ha­ben, dür­fen nicht für Ver­wal­tungs­strafen ein­gesperrt wer­den. Selbst über Kinder über 16 Jahre darf eine Frei­heits­strafe nur bis zu zwei Wochen ver­hängt wer­den, wenn dies aus ganz be­son­de­ren Grün­den er­for­der­lich ist. Die Bezirks­haupt­mann­schaft Dornbirn hat erst im Juni 2015 ver­sucht, ein 15-jähriges Mäd­chen ein­zu­sper­ren – ent­ge­gen dem ein­deu­ti­gen Gesetzes­wort­laut in § 58 Abs. 1 VStG: „Über Ju­gend­­li­che, die zur Tat­zeit das 16. Lebens­jahr noch nicht voll­en­det ha­ben, darf eine Frei­heits­strafe nicht ver­hängt wer­den.“

Es kam zu einer Entschuldigung der BH Dornbirn (Zitat ORF Vorarlberg vom 3.7.2015): „In der Bezirks­haupt­mann­schaft Dorn­birn spricht man von einem Fehler, der ein Einzel­fall sei“. Nun­mehr soll wie­der ein 15-jähri­ges Kind ein­ge­sperrt wer­den. Wieder auf An­ord­nung der BH Dornbirn (Auf­for­de­rung zum An­tritt einer Ersatz­frei­heits­strafe, X-9-2016/13447 vom 25. März 2016). Das Kind soll 66 Stun­den Ersatz­frei­heits­strafe ab­sitzen, weil es 55 Euro Geld­strafe nicht be­zahlt hat.

Es ist auch hier, wie zuvor im Juni 2015, nicht den Sach­bear­bei­tern der BH Dorn­birn in Vorarlberg der Vor­wurf zu machen. Der „Fisch stinkt in Vor­arl­berg“ sehr viel wei­ter oben. Ist es ein Zufall, dass beide Kinder, die ein­ge­sperrt wer­den sol­len, der Minder­heit der Volks­grup­pe der Roma an­ge­hö­ren? Auch die BH Bludenz hat erst im Januar wie­der zwei An­dro­hun­gen von Ersatz­frei­heits­stra­fen an ein 14-jäh­ri­ges Mädchen aus­gestellt, die BH Dornbirn in­zwi­schen schon 21 – ob­wohl dies im Gesetz aus­drück­lich ver­bo­ten ist.

Rückfragen & Kontakt:
RA Dr. Anton Schäfer LL.M.
Forachstraße 74, 6850 Dornbirn
office@abgb.info

Roma.Bildwechsel in Graz

März 28th, 2016  |  Published in Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellung in GrazAusstellung: Ein Fotokunstprojekt zur Prä­senz und Wahr­neh­mung der Roma im öf­fent­li­chen Raum. Ab 7. April in Graz.

7. April 2016, 11:00 Uhr: Ausstellungs-Er­öff­nung an­läss­lich des Inter­na­tio­na­len Roma-Tags (8. April) im Caritas-Pau­li­num, Graben­straße 39, Graz. | Eröffnung mit: Caritasdirektor Franz Küberl, dem Foto­gra­fen Mi­cha­el Schmid und Michael Teichmann, Zorrom – Pro­jekt für Ar­muts­migran­tIn­nen

Der Internationale Tag der Roma findet in Er­in­ne­rung an den ersten In­ter­na­tio­na­len Roma-Kon­gress 1971 statt. An diesem Tag wird welt­weit auf die Situa­tion der Roma hin­ge­wie­sen. Die Ge­schich­te der Roma in Euro­pa ist eine Ge­schichte der Ar­mut, Dis­kri­mi­nie­rung und Ausx­gren­zung, die bis heute an­hält. Die Caritas und Welthaus der Diözese Graz-Seckau unter­stütz­ten Bil­dungs­pro­jekte für Roma, um den Zu­gang zu Schule und Aus­bil­dung zu gewähr­leis­ten und die Ar­muts­spi­rale zu durch­brechen.

Die Ausstellung Roma.Bildwechsel zeigt die Foto­trilogie „Gemein­schafts­raum“ von Michael Schmid, die im Herbst 2014 in der slo­waki­schen Stadt Banská Bystrica ge­mein­sam mit Romnija aus Detva, Banská Štiavnica und Žiar ent­standen ist. Im Mit­tel­punkt steht dabei die selbst­ver­ständ­liche Nutzung des öf­fent­li­chen Raums durch Men­schen, denen diese Prä­senz häu­fig nicht oder nur un­gern zu­ge­stan­den wird. Bilder von Menschen sind keine Zufalls­pro­dukte. Sie ent­ste­hen aus dem, was die Dar­stel­len­den zeigen, aus dem, was der Foto­graf/die Foto­gra­fin sieht, und aus dem, was die Be­trach­ten­den wahr­nehmen. Die­sel­ben Men­schen kön­nen in unter­schied­li­chen Insze­nie­run­gen völ­lig anders aus­sehen und wirken.

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Facts & Figures (131)

März 24th, 2016  |  Published in Facts & Figures

Nur 14,9% der deut­schen Sin­ti & Ro­ma ha­ben „kein Pro­blem“ mit der Ver­wen­dung des „Zi­geu­ner“-Be­griffs durch an­de­re.

(Quelle)

THARA Romani Zor!

März 22nd, 2016  |  Published in Einrichtungen

IT-Kurs bei Thara Romani Zor! (Foto: Volkshilfe Österreich)Neues Volkshilfe-Projekt zur Arbeits­markt­in­tegra­tion in Wien (Pro­jekt­dau­er: No­vem­ber 2015 bis April 2019)

www.volkshilfe.at/thara
www.facebook.com/roma.thara

Aus dem Infoblatt zu THARA Romani Zor:

„Zor“ heißt Kraft, „Romani Zor“ bedeutet also die Kraft der Roma. Kraft und Anstrengung werden aber auch not­wen­dig sein, denn THARA hat in den kom­men­den Jahren viel vor: Im Rah­men des Pro­jekts „THARA Romani Zor!“, ge­för­dert vom Euro­päi­schen Sozialfonds und aus natio­na­len Mit­teln der Arbeits­markt­politik, wird THARA über einen erwei­ter­ten Zeit­raum bis Ende April 2019 wei­ter­arbei­ten.

Das Ziel von THARA Romani Zor! ist die Erleichte­rung der In­tegra­tion von Roma/Rom­nja und Sinti/Sin­tize in den Arbeitsmarkt durch die Be­sei­ti­gung und Re­duk­tion von Ver­mitt­lungs­hinder­nissen. Ein Fokus liegt auf je­nen Men­schen, die sich auf dem Arbeits­markt auf­grund feh­len­der Sprach­kennt­nisse und/oder man­geln­der Qua­li­fi­zie­rung (bzw. feh­len­der Nach­weise) Hürden ge­gen­über­sehen. THARA wird schwer­punkt­mäßig nach wie vor für Ro­ma/Romnja und Sin­ti/Sintize tä­tig sein, ist aber allen Interes­sier­ten zu­gäng­lich. Um die ge­plan­ten Er­geb­nisse er­rei­chen zu kön­nen, wer­den fol­gen­de An­ge­bote und Ak­ti­vi­tä­ten durch­ge­führt:

  • Arbeitsmarktbezogene Berufs- und Bildungsberatung — Die Berufs- und Bil­dungs­bera­tung in Form einer inten­siven Ein­zel­bera­tung wird weiter­hin einen wich­ti­gen Teil der Arbeit THARAs dar­stel­len. Dabei geht es darum, Men­schen, die Ar­beit su­chen oder die ihre beruf­li­chen Aus­sich­ten ver­bes­sern möch­ten, mög­lichst um­fas­send zu be­raten.
  • Pilot-Workshops Arbeitswelt und berufs­bezo­gene Deutsch­kennt­nis­se Neu und in­no­va­tiv sind jene An­ge­bote, die die Qua­li­fi­zie­run­gen von Roma/Rom­nja und Sinti/Sin­tize er­höhen und so zur Be­sei­ti­gung von Ver­mitt­lungs­hinder­nis­sen bei­tra­gen. Feh­len­de Sprach­kennt­nisse sind nach wie vor der größte Ne­ga­tiv­fak­tor bei der Suche nach Ar­beit und der Ent­loh­nung. Read the rest of this entry »

1. Romengeri organisacija andi Austrija

März 20th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
14.3.2016 | (on demand)

Lernbetreuung: Verein Roma OberwartErste Roma-Organisation in Österreich

Ando 15. juli 1989 o Farajn Roma uso pomo­scha­go le Romen­dar ojs erschti Ro­men­geri orga­ni­sa­cija andi Austri­ja, ando foro Erba kerdo ulo. Les­kero cil sina taj hi, o diskri­mi­na­ci­ja­kere koji palal te phut­schel taj ak­tivi le tel bau­ni­ni­peske ande pe te be­scha­rel, le tscha­venge ando isch­ko­la­kere koji taj andi naphand­li­pes­keri pe­da­go­gika te pomo­schi­nel, akor o paru­jipe la kul­tu­ra­tar masch­kar o Roma taj o gadsche angle te tra­del taj i integra­ci­ja le Ro­men­dar ando khe­ta­nipe te scho­fi­nel, ham i ajgeni kulutrua upre li­ker­di te ol. O Farajn Roma, i ersch­ti Ro­men­geri orga­ni­sa­cija andi Austri­ja sina. Pal les­kero keri­pe jek bero­ti­ni­pes­kero than kerdo uli, savo le Ro­men­ge ando cile koji pomo­schi­nel. Akor te o sik­lipe pal i isch­kola ando dschi­vipe vrisch­tschan­do ulo, kaj Roma­ne-tscha­ve, sako di pomo­schago ando cile isch­ko­la­kere koji, usch­ti­den. Jek bari­kano cil le Faraj­nis­tar Roma, o aun prin­dscha­ripe le Ro­men­dar ojs flogos­keri grupn le austri­tike schto­tistar, ando de­cem­beri 1993 scho­fim ulo. Bute­der pedar, schu­nen tumen andi sen­dung „Roma sam“ up­ro Ra­dijo Bur­gen­land.  (volksgruppen.orf.at)

Am 15. Juli 1989 wurde der Verein Roma zur Förderung von Roma in Oberwart gegrün­det. Sein Ziel war und ist, beste­hen­de Vor­urtei­le zu hin­ter­fra­gen und aktiv für deren Ab­bau ein­zu­tre­ten, die För­de­rung der Kinder und Jugend im schu­li­schen sowie im frei­zeit­päda­go­gi­schen Bereich, wei­ters den kul­tu­rel­len Aus­tausch zwi­schen Roma und Nicht-Roma zu för­dern und die In­tegra­tion der Roma in die Ge­sell­schaft mit Bei­be­hal­tung der eige­nen Kultur zu for­cie­ren. Der Verein Roma war die erste Roma-Or­ga­ni­sa­­tion in Österreich. Nach des­sen Grün­dung wurde eine Be­ra­tungs­stel­le ein­ge­rich­tet, die sich für die An­lie­gen der Volks­grup­pen­an­ge­hö­ri­gen ein­setzt. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (130)

März 18th, 2016  |  Published in Facts & Figures

Nur 6,9% der befragten Volks­grup­pen­an­ge­hö­ri­gen in Deutsch­land be­zeich­nen sich selbst als „Zi­geu­ner“.

(Quelle)

Nevo butjakero drom

März 17th, 2016  |  Published in Radio, Podcast & TV, Religion

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
7.3.2016 | (on demand)

Monika ScheweckI Monika Scheweck, but berschen­geri re­fe­rent­ki­ja la Romen­gera-pas­to­ra­latar an­dar i diöcesa Tikni Mar­tona (refe­rat le dsche­nen­ge etni­schi grup­nen­dar – Roma taj Sinti), pal bisch ber­scha, nevo but­ja­kero drom dschal. Dschi­ja­kana, o sel­sor­ge­ri­schi vo­di­nipe taj o angle tra­dipe la kul­tu­reli iden­ti­te­tatar le Romen­dar afka sar o keri­pe le gon­do­li­ni­pes­kere mu­latin­tscha­gen­dar taj i orga­ni­sa­cija le sake ber­schen­gere Romen­gere Ladi­pestar Cejiste, use la­kere sche­ros­kere butja, genahi. Ada akan i Manuela Horvath kerel, savi 20 oren­ge o butja la Romen­gera-pas­to­ra­la­tar prik lel taj akan mindschart te­lal i nevi E-Mail-adre­­sa: roma.sinti.pastoral­@martinus.at te as­tarel hi.

1992 erschtivar andi austritiki bari ra­scha­jen­geri kon­fe­renca jek fat­re­teri i buti jeka Ro­men­gera-pas­to­ra­lake prik dim usch­ti­dija. 1996 o refe­rat le etni­schi grup­nenge andi diö­cesa Tikni Martona kerdo ulo.

Buteder pedar i bisch berschengeri buti la Moni­ka Sche­wecka­tar, schu­nen tu­men andi sen­dung „Roma sam“ upro Radi­jo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

O barikano Rudolf Sarközi amendar gelo

März 16th, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe

Rudolf Sarközi im Parlament, 2013 (Foto: Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Martin Steiger)O Rudolf Sarközi suboton 71 berschen­ca an­dar ada vila­go gelo. Nisaj avro i Roma po­litik andi dujti republi­ka asaj sora­le han­goha fatre­tin­scha, sar o na khino Sarközi. O Ru­dolf Sarközi use odola ma­nu­scha ke­ri­nel, savo mi­ndig use pu­ma­ro godschi­kano alav min­dig terdscho­nahi.

Rudolf Sarközi ando 11. november 1944 ando lo­ge­ri Lacken­bach upro them alo. 1991 o Kultura­ke­ro fa­rajn le austri­tike Ro­men­dar kertscha, kaj ov o sche­ro sajt oja cajt min­dig sina. O Sar­közi sina sajt 1995 o anglo besch­to le flogos­kere grup­nen­gere baj­ro­tistar le Romen­dar. Kada ov ando fe­beri 2014 papal ojs anglo beschto le flogos­kere grup­nen­gere baj­ro­tistar le Ro­men­dar aro­dim ulo, phen­tscha ov, hot o sika­dipe o lek bare­der angle man­gipe hi. Use o ande vo­di­nipe le tscho­re gu­du­schen­dar andi Austrija phe­nel o Sar­közi, sar le po­li­ti­ke­ren­dar me­resch phen­do ol, min­dig jek thabos­kero punk­to atschla.

Ando glajchi bersch o gondolipeskero mula­tin­tschago ando Maut­hau­sen telal o anav „o vert le dschi­vi­pestar“ sina. O ang­le­beschto Ru­dolf Sar­közi ki­vanin­tscha peske jek utsche­der vert la pal­gon­do­li­pes­kera kultu­ratar andi Austrija. „Te amare farajn le austri­tike Ro­men­dar na de­lahi, akor imar bura pedar o gondo­li­pes­kere thana le Ro­men­dar bart­scho­nahi“, phent­scha ov „Po­litik iste na tschak upre sikal, i po­litik iste te pal vake­rel taj o pal­va­ke­ripe dschi adi meg ar atschi­no.“

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Monika Scheweck verabschiedet sich

März 15th, 2016  |  Published in Radio, Podcast & TV, Religion

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
7.3.2016 | (on demand)

Monika Scheweck und Manuela Horvath (Foto: Mike Rodach, via volksgruppen.orf.at)„Die Begeisterung, für Men­schen da zu sein, dort, wo Unrecht pas­siert, auf­zu­zeigen und Soli­da­ri­tät zu zeigen, im­mer ge­mein­sam mit den betrof­fe­nen Men­schen“, wie sie es selbst be­zeich­net, hat Monika Sche­weck auch wäh­rend ihrer Ar­beit in der Roma-Seel­sorge stets bei sich ge­tra­gen. Die Seelsorge ver­ab­schie­det sich nun von ihrer lang­jäh­rigen Refe­ren­tin Scheweck.

1992 wurde zum ersten Mal in der Öster­rei­chi­schen Bischofs­kon­fe­renz ein Ver­tre­ter mit der Auf­gabe der Roma-Pasto­ral be­auf­tragt. 1996 wurde das Re­fe­rat für eth­ni­sche Grup­pen in der Diözese Eisenstadt ein­ge­rich­tet.

Neuer beruflicher Weg

Monika Scheweck, langjährige Referentin der Roma­pas­to­ral der Diö­zese Eisen­stadt (Refe­rat für An­gehö­rige eth­ni­scher Grup­pen – Roma und Sinti), geht nach zwei Jahr­zehn­ten einen neuen be­ruf­li­chen Weg. Über die er­leb­ten Stun­den mit ihren „Schütz­lin­gen“ erzählt sie im er­grei­fen­den Inter­view für Roma sam: „Für mich war sehr wich­tig, dass ich den Kon­takt zu den ein­zelnen Ort­schaf­ten pfle­ge, in denen Roma leben, dass ich die Fa­mi­lien be­suche. So haben sich auch klei­nere Pro­jekte er­ge­ben, wie z.B. dass ich einem Buben Nach­hil­fe ge­ge­ben habe, damit er die Schule schafft, oder Kran­ken­be­su­che ge­macht habe. Wenn je­mand im Ster­ben ge­le­gen ist, habe ich ver­sucht, die Fa­mi­lie zu stützen.“ Read the rest of this entry »

Prof. Rudolf Sarközi (1944-2016)

März 14th, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe

Rudolf Sarközi

Der Vorsitzende des Volksgruppenbeirats der Roma, Professor Rudolf Sarközi, ist am Samstag im 72. Lebensjahr verstorben.

Rudolf Sarközi war Roma-Aktivist der ersten Stunde und machte unermüdlich auf die Probleme und Anliegen der Volksgruppe aufmerksam.

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie!


Erinnerungsinitiative für Wiener Ringelseeplatz

März 14th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ringelseeplatz17. März 2016: Die „Überparteiliche Gedenkplattform Transdanubien“ lädt zu einer Ver­an­stal­tung, bei der ge­mein­sam mit Zeit­zeugIn­nen an die auf dem und um den Ringelsee­platz im 21. Be­zirk le­ben­den Lovara, Sinti und Roma er­in­nert wer­den soll.

Im Bereich der heutigen Floridsdorfer Bezirksteile Mühlschüttel und Bruckhaufen leb­ten im Lau­fe des 20. Jahr­hun­derts zahl­rei­che Lo­va­ra, Sinti und Roma. Vor al­lem der Ringelsee­platz und seine Um­ge­bung wa­ren ein zentra­ler Sam­mel- und Treff­punkt – bis in die frü­hen 1960er-Jah­re. Wir schla­gen vor, durch Er­rich­tung einer Erin­ne­rungs­stätte auf die­sen Teil der Bezirks­geschichte hin­zu­weisen und auch jener Men­schen zu ge­den­ken, die dem NS-Terror zum Opfer fie­len. Ein dies­bezüg­li­cher Antrag der Grünen wurde am 10. Februar 2016 in der Bezirks­ver­tre­tung Floridsdorf mit den Stim­men aller ande­ren Frak­tio­nen gegen die Stim­men der FPÖ der Kultur­kom­mis­sion zu­ge­wie­sen, wo er dem­nächst be­han­delt wer­den wird.

Bei der kurzen Kundgebung in der Franklinstraße wird der Wunsch nach Schaf­fung einer Erinne­rungs­stätte an die Opfer der Ver­fol­gung in der Zeit des Natio­nal­sozia­lis­mus unter den ehe­mali­gen Bewoh­nerIn­nen des Rin­gel­see­platzes unter­stri­chen. Nach einem kur­zen Fuß­weg wer­den im Gasthaus Birner his­to­ri­sche Fotos aus dem Fami­lien­archiv von Willy S. Horvath ge­zeigt und die ZeitzeugIn­nen Ruzsa Nikolić-Lakatos (Lovarica, Sän­gerin), Alfred Ullrich (Sinto, Künst­ler) und Mozes Heinschink (Sprach­wis­sen­schafter) wer­den über ihren Bezug zum dama­li­gen Leben auf dem Mühl­schüttel und Bruck­hau­fen er­zählen.

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Diagonale: Der zornige Buddha

März 12th, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Religion

Der zornige Buddha (Foto: Diagonale)Dokumentarfilm, AT/DE 2016, 98 min.
Buch & Regie: Stefan Ludwig

„Der zornige Buddha“ zeichnet liebevolle und un­ge­schmink­te Porträts der Roma-Ju­gend­li­chen, die in einer Welt vol­ler Elend und Vor­urteil mit Witz und Lebens­energie ihren Weg su­chen. Es sind keine auf­fri­sier­ten Erfolgs­storys. Son­dern Schick­sale, die deut­lich ma­chen, wie weit der Weg von der Roma-Sied­lung auf die Uni wirk­lich ist. (Produktionsnotiz)

„Eine Zweite-Chance-Schule für die, die nie eine erste Chan­ce hat­ten“ – Um mar­gina­li­sier­ten Roma-Jugend­li­chen eine Per­spek­tive für ihre Zu­kunft zu bie­ten, grün­dete János Orsós, selbst Rom, in einem ungari­schen Dorf das buddhis­ti­sche Ambedkar-Gymnasium. „Der zor­nige Buddha“ er­zählt von den kräfte­zeh­ren­den Bemühun­gen des Lehrers und seines Mit­strei­ters Tibor Derdák, den ver­arm­ten Jugend­li­chen durch Bildung und Spiri­tua­li­tät zu einem selbst­bestimm­ten Leben zu ver­hel­fen und sie im Kampf gegen gesell­schaft­li­che Aus­gren­zung zu stär­ken. Vor­bild der Men­to­ren ist der durch den Sozial­refor­mer Bhimrao Ramji Ambedkar in­spi­rier­te Auf­bruch der Dalits, der als „Un­berühr­bare“ ge­brand­mark­ten Bevöl­ke­rungs­gruppe in Indien, dem Ur­sprungs­land der Roma und des Buddhismus. In ih­rem Kampf stoßen Or­sós und Der­dák im­mer wie­der auf Wider­stände: Ab­leh­nung und An­fein­dun­gen sei­tens der unga­ri­schen Dorf­gemein­schaft, eine er­star­kende natio­na­lis­tisch-rassis­ti­sche Politik, Finanz­kür­zun­gen und Schließungen von Schu­len und nicht zu­letzt resig­nie­rende Roma-Eltern und -Schüler/innen. Über einen Zeit­raum von fast drei Jahren be­suchte Regisseur Stefan Ludwig regel­mäßig die Schule in Ungarn. Dabei er­weist er sich als sen­sib­ler, zurück­hal­ten­der und genauer Be­obach­ter, der insis­tie­rend frei­legt, wie sich Un­gleich­heit re­pro­du­zie­rende Struk­tu­ren auf die Jugend­li­chen aus­wir­ken. Read the rest of this entry »

Diagonale: Brüder der Nacht

März 11th, 2016  |  Published in Film & Theater

Brüder der Nacht (Filmstill; )Dokumentarfilm, AT 2016, 88 min, OmdU
Buch & Regie: Patric Chiha

Wenn es dunkel wird über der Donau: eine Welt des Scheins, der Künst­lich­keit, der Illusio­nen. Herun­ter­ge­kom­mene Bars ver­wan­deln sich in sur­real sti­li­sierte Bühnen­räume, in denen junge Männer ihre schönen, fra­gi­len Körper aus­stel­len. Sie lun­gern herum, posen, rau­chen, trin­ken, reden, tanzen. Und sie ver­kau­fen ihre Körper – an andere Män­ner. Die Sze­ne­rie ist eben­so theatra­lisch wie die dar­ge­bo­te­nen Ver­kör­pe­run­gen homo­eroti­scher Phan­tas­ma­go­rien und Ikono­gra­fien: Der rebel­li­sche Wilde in schwar­zer Leder­jacke, die eroti­sche Licht­gestalt des Matro­sen, der TransvestitPosen, Ele­ganz, Glanz. Patric Chihas scho­nungs­loser, träu­me­ri­scher und ästhe­ti­sier­ter Doku­men­tar­film taucht in die Lebens­rea­li­tät bul­ga­ri­scher Roma ein, die sich in Wien als Stricher ver­din­gen. Kein Film, der so­zia­le Ver­hält­nis­se er­klä­ren will oder gar einen mit­leidi­gen Blick auf das Milieu wirft – „Brüder der Nacht feiert seine Prota­go­nis­ten in all ihrer Schön­heit und Größe. Read the rest of this entry »

Sachsen-Anhalt: Gewaltwelle gegen Roma

März 11th, 2016  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Halle (Foto: Hallespektrum)Alle schauen auf Sachsen. Doch auch im Nachbar­bun­des­land Sachsen-Anhalt gab es im ver­gan­ge­nen Jahr so vie­le rech­te Ge­walt­ta­ten wie nie zu­vor.

ZEIT.de, 7.3.2016: Die Mobile Opferberatung re­gistrier­te 217 rechts­moti­vier­te Angriffe, das waren mehr als dop­pelt so viele wie 2014. (…) „Seit der Grün­dung unse­rer Bera­tungs­stelle vor fast 15 Jah­ren haben wir noch nie so viele Fälle rechter und rassisti­scher Gewalt re­gistriert wie 2015“, sagt die Spre­che­rin der Opfer­bera­tung, Zissi Sauermann. (…) Beson­ders ekla­tant war die Ent­wick­lung in Halle. Allein dort er­eig­ne­ten sich dem­nach 68 Angriffe – mehr als drei­mal so viele wie im Jahr zuvor. Ein erheb­li­cher Teil davon habe sich gegen Roma-Familien aus Rumä­nien im Stadt­teil Halle-Silberhöhe ge­rich­tet. Die Bera­tungs­stelle führt den An­stieg auch auf eine Hetz­kam­pagne der rechts­extre­men Brigade Halle im Internet und bei Kund­ge­bun­gen zurück. (…) Die Be­ra­tungs­stelle kri­ti­siert, dass das Innen­minis­te­rium Sachsen-Anhalt viele der Fälle in der offi­ziel­len Statis­tik nicht als rechts­moti­viert ein­stuft. (…) Das gel­te auch für die An­grif­fe auf Roma in Halle, die bisher eben­falls in der offi­ziel­len Statistik rechter Gewalt fehl­ten. „Es gab aber gar keinen ande­ren Grund, die­se Men­schen an­zu­gre­ifen“, sagt Sauer­mann.

Zit. aus: Rechte Gewalt auf Rekordniveau, ZEIT.de, 7.3.2016

Bitte lesen Sie den hier nur in einem Auszug wieder­ge­ge­be­nen Ar­ti­kel von Astrid Geis­ler in vol­ler Län­ge auf ZEIT.de.

ZDF: Hass in Halle (29.6.2015)
Zwei Meldungen aus Halle-Silberhöhe (15.5.2015)
Halle: „Bürgerwehr“ gegen Roma-Nachbarn? (12.9.2014)

„Romni“: Fotoausstellung in Dortmund

März 9th, 2016  |  Published in Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Romni (Foto: „Romni“: Zwei Fotokünstlerinnen aus Dortmund haben sich mit Romafrauen in der Dort­mun­der Nord­stadt in einem Foto- und Inter­view­pro­jekt aus­einan­der­ge­setzt.

Die Bilder und Assoziationen, die viele Menschen mit dem Volk der Roma ver­bin­den, sind über­wie­gend nega­tiv ge­prägt. Oder ihre Lebens­weise wird stark roman­ti­siert: Begrif­fe wie ,Nomaden­tum‘ und Be­schrei­bun­gen wie ,fah­ren­des Volk‘ redu­zieren das Volk der Roma auf fäl­sch­li­che Weise.

Die beiden Fotografinnen Tabea Hahn und Anna Merten haben mit rumäni­schen Roma-Frauen Interviews über Tra­di­ti­on, Kultur und Fa­mi­lien­leben ge­führt. Das Thema „Frausein“ wurde unter ver­schie­de­nen Aspek­ten be­leuch­tet. Der Fokus lag dabei auf Identität, Integra­tion und sozia­ler Stel­lung der Frau in der Ge­sell­schaft – so­wohl im Heimat­land als auch in Deutschland.

ROMNI – unter diesem Titel präsentieren die Künstlerinnen die fotogra­fi­schen und text­li­chen Ergeb­nisse ihres Projek­tes, das sie im letzten Jahr mit Unter­stützung des Planer­laden e.V. durch­ge­führt haben.

Die Arbeit zeigt Romafrauen aus der Dortmunder Nordtstadt. Das Tragen von langen Röcken und einem Tuch in den Haaren ist eine wich­tige Tradtion bei den Frauen der Roma. Da­durch tra­gen sie ihre Herkunft und Zu­gehö­rig­keit öffent­lich zur Schau und ris­kie­ren mit Vor­urtei­len und Dis­kri­mi­nie­rung kon­fron­tiert zu wer­den. Ihre tra­di­tio­nelle Le­bens­weise und Kleidung führt aber bei den Frauen zu einer Zu­ge­hö­rig­keit inner­halb der ei­ge­nen Gruppe, zu einem Gefühl von Iden­ti­tät und einer Idee von Heimat fern­ab ihres Hei­mat­lan­des.

Ausstellungsdauer: 8. März bis 30. März 2016
Öffnungszeiten: Di. bis Sa. von 11 bis 17 Uhr
Ort: caféplus, Gnadenort 3-5, 44135 Dortmund

(Text: Ankündigung des Projektverbunds Nordstadt)

Romnja Power Month in Berlin

März 8th, 2016  |  Published in Frauenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Rromnja PowerVom Achten bis Achten: IniRromnja (Initiative Rromnja, ein Zusam­men­schluss von Berli­ner Roma- und Sinti-Frauen) und das femi­nis­ti­sche Romnja-Archiv RomaniPhen haben eine ge­mein­sa­me Ver­an­stall­tungs­reihe auf die Beine gestellt. Hier ihre Aus­sendung:

Der Romnja Power Month, gebo­ren aus einer Koope­ra­tion zwischen der IniRromnja und RomaniPhen, fin­det im Zeit­raum zwi­schen dem Inter­na­tio­na­len Tag der Frauen und dem Inter­na­tio­na­len Tag der Roma*, vom 8. März bis zum 8. April 2016, statt. Mit der Ver­anstal­tungs­reihe wol­len wir Romnja* und Sintezza* als künst­le­risch, wis­sen­schaft­lich und gesell­schafts­kri­tisch han­deln­de Akteurin­nen* er­kenn­bar machen und ihre Ar­bei­ten einem brei­ten Publi­kum vor­stellen. Wir or­ga­ni­sie­ren den Romnja Power Month für eine an­ge­mes­se­nen Sicht­bar­ma­chung der Bei­träge, der Geschichte, der The­men und Gesell­schafts­ana­ly­sen von Roma* selbst, und hier ins­be­son­dere auch von Frauen* so­wie von fe­mi­nis­ti­schen Per­spek­tiven. Der Romnja* Power Month ist daher eine feminis­ti­sche Inter­vention gegen die gesamt­gesell­schaft­lich ent­weder feh­len­den oder sehr homo­genen und rassis­ti­schen Bilder über Romnja*. Gleich­zeitig wei­sen wir damit nach­drück­lich auf die gesell­schaft­li­che und ins­beson­dere poli­ti­sche Rele­vanz der Wissens­pro­duk­tion unse­rer Schwes­tern* hin.

Das komplette Programm finden Sie hier: PDF

(Text: IniRromnja)

Papal Romengere cerhi thabonahi

März 7th, 2016  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Linz: das Zeltlager nach dem Brandanschlag (Foto: Bettellobby OÖ via vice.com)Ando foro Linz, sridon kiratiske, papal Romen­gere cerhi, akan andi Waldegg­straße, tha­bo­nahi. O haren­gere phe­nen, hot odoj aun dschiv­dschar­do ulo. Imar ando feberi, o Romen­gere cerhi, opfer­tscha jeka ja­ga­tar ule. Dsche­ne i jag dikle taj alarm tscha­lade. O Roma pu­mare cerhi pa­lal jek kher, savo bejg ispi­dim te ol andi Waldegg­straße, ando pa­schipe la vest phur­ta­tar upre tscha­lade. Gejng 17.00 oren­ge akor schtar cerhi upre jef­kar opfer­tscha jeka ja­ga­tar ule.

O cerhi taj pumare avre koji naschade

I fajervea i jag sik te putrinel dschantscha – o cerhi taj o avre koji le dschenen­dar ham nasch­tig buter retim ule. Meg kira­tiske dsche­ne o tha­bo­ji­pes­kero than aun pu­men­ge dik­le taj upre pele, hot adaj papal aun dschiv­dschar­do ulo.

„Khetan hejnginipe upro va passchlol“

Imar ando feberi dujvar cerhi Romendar ande Linz opfer­tscha jeka jaga­tar ule, kaj o tha­bo­ji­pes­kero koja te akor jek eks­terni tha­bo­ji­pes­keri kvela sina. O haren­gere phen­de, hot on ando cile ritscha, sa latsche aun pu­menge dikna – jek khe­tan hejn­gi­nipe adale ko­jenca ham upro va pas­schlol, phen­tscha o David Furtner, vake­raschi le haren­geren­dar. Read the rest of this entry »

Linz: Wie geht es jetzt weiter?

März 7th, 2016  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio FROArmutsreisende in Linz: Zeit für Neuanfang?


FroZINE | Radio FRO 105,0 (46,53 min.)
Erstausstrahlung: 4.3.2016 | Gestaltung: Michael Diesenreither

Zu Gast sind Christian Diabl (Sprecher Bettellobby OÖ) und Michaela Haunold (Caritas) über den dritten Brandanschlag auf Roma-Zelte in Linz. Sie in­for­mie­ren über Hin­ter­grün­de und For­de­run­gen. Wie geht es jetzt wei­ter?

(Text: CBA)

Roma sam: Farajn „Vida Pavlović“

März 6th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
29.2.2016 | (on demand)

Lernhilfe (Foto: Verein)„Vida Pavlović“ jek farajn la flogoskera grup­natar le Romendar hi, savo ando khetan butscha­li­nipe le ma­gistra­tiha 17, le Ro­men­gere-tscha­venge, po­mo­schi­nel. O farajn ando okto­beri 2006 kerdo ulo taj leskero be­schipe andi Abele­gaslina 12/12, ando 16to Betschi­tiko ge­majn­da­kero becirk hi. O anav usch­ti­dija o farjan le prin­dschar­da Ro­men­gera-dschi­lasch­ki­jatar Vida Pavlović (1945-2005).

Betschiste but Romengere-tschave del, save upro posch­tito taj khere tschak pu­mari dajen­geri tschib, Romani taj i serb­itiki tschib, vake­ren. I tschib jek igen bari­kano falato la cila kultu­ra­tar hi, ham oda te odoj otscha vodi­nel, kaj o isch­kola­kere butja le Romen­gere-tscha­vendar, but­var ando lek tele­der falato aun pasch­larde hi. O farajn „Vida Pavlović“ odole tscha­ven­dar, i dar angli ladsch te lel kamla, kaj o avre isch­ko­la­kere paj­tasch­tscha i nim­tschiki tschib igen latsche dscha­nen, mint lenca siklim ol taj on aguno tscha­ven­gero pomo­schago dsche­nen­dar, save ada sik­line, usch­tiden. Le pro­jekten­ca – vodi­nipe uso birov­tschage taj aguno tscha­ven­gero pomo­schago taj Lačo drom – kamla o farajn „Vida Pavlović“ jek basis te scho­finel, savi o drom la flo­gos­kera grupnake ande jek feder cukunft kerel. Bute­der pedar, schu­nen tumen andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Roma sam: Verein „Vida Pavlović“

März 5th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
29.2.2016 | (on demand)

Der Verein bietet Lernhilfe für Roma-Schüler an (Foto: Verein Vida „Vida Pavlović“ ist ein Verein zur Förderung der Volksgruppe der Roma in Zusammenarbeit mit der Wiener MA 17 zur Förderung von Roma-Kindern. Der Verein wurde im Okto­ber 2006 ge­grün­det und hat seinen Sitz in der Abelegasse 12/12 im 16. Wiener Ge­mein­de­bezirk. Den Namen erhielt der Verein von der be­kann­ten Roma-Sängerin Vida Pavlović (1945-2005).

In Wien gibt es viele Roma-Kinder, die im privaten Bereich nur ihre Mutter­sprache, Romanes und Serbisch, spre­chen. Zwar ist die Sprache ein sehr wich­ti­ger Bestand­teil der gesam­ten Kultur, je­doch führt diese dazu, dass die schuli­schen Leis­tun­gen der Roma-Kinder oft eher im un­tersten Be­reich an­geord­net sind. Der Verein „Vida Pavlović“ möchte diesen Kindern die Angst vor dem Ver­sagen gegen­über ande­ren Mit­schülern neh­men, die die deutsche Sprache sehr gut be­herr­schen, indem mit ihnen gelernt wird und sie früh­kind­liche För­de­rung durch ge­schul­tes Per­sonal erhalten. Mit den Pro­jek­ten – Behör­den­beglei­tung, früh­kind­liche För­de­rung und Lačo drom (Guter Weg) – will der Verein „Vida Pavlović“ eine Basis schaffen, die den Weg für die Volks­gruppe in eine bes­sere Zukunft ebnet. Mehr darüber in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

Link: Verein Vida Pavlović

(Text: volksgruppen.orf.at)